Stammdaten

Register
Amtsgericht Regensburg HRB 4317
Vorher
IONOX-Wassertechnologie GmbHBRITA Ionox Deutschland GmbH
Eingetragen
10.7.1990
Branche
Herstellung von Erfrischungsgetränken und MineralwässernHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenWassergewinnung mit Fremdbezug zur Verteilung
Gegenstand
Vertrieb und Entwicklung von Wasserspendern, Wasseraufbereitungsanlagen, Filtertechnik, Produkte und Nahrungsergänzungsmittel für die Wasseraufbereitung sowie alle damit verbundenen Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stephan Liebler
seit 4.2.2026
Prokura
David Cerny
seit 15.7.2024
Geschäftsführer
Hannes Dr. Maxin
seit 30.12.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
31.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BRITA Vivreau GmbH

Regensburg (vormals: Neutraubling)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

BRITA Vivreau GmbH, Neutraubling

1. Geschäft und Rahmenbedienungen

Organisatorische und rechtliche Struktur

Die BRITA Vivreau GmbH, Neutraubling (im Folgenden kurz: "BRITA Vivreau" oder "Gesellschaft") ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der BRITA SE, Taunusstein (im Folgenden kurz: "BRITA"). BRITA Vivreau wird in den Konzernabschluss der BRITA eingezogen.

Die Gesellschaft hat am 7. Dezember 2015 mit der BRITA SE mit Sitz in Taunusstein als herrschender Gesellschafter einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Die Gesellschafterversammlung hat mit Beschluss vom 7. Dezember 2015 zugestimmt.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Im Januar lag die Inflationsrate noch bei 8,7% und sank im Verlauf des Jahres auf 3,7%, wobei im November die niedrigste Inflationsrate mit 3,2% gemessen wurde. In dieser Hinsicht lassen sich weiterhin starke Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise identifizieren, die den privaten Konsum schwächen. Auch der starke Anstieg der Nahrungsmittelpreise hat diese Situation verschärft. Hinzu kommt eine deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen (Russisch-ukrainischer Krieg, Nahostkonflikt etc.). Für das Gesamtjahr ergibt sich somit ein Rückgang des BIP um 0,3 %.

Die Bruttoanlageinvestitionen gingen mit -0,3 % etwas zurück, vor allem da die Bauinvestitionen infolge der gestiegenen Finanzierungs- und Materialkosten im Jahresdurchschnitt 2023 erneut sanken. Dagegen konnten die Investitionen in Maschinen und Anlagen mit +3,0 % deutlich zulegen. Dazu dürften neben den immer noch hohen Auftragsbeständen und der guten Eigenkapitalausstattung der Unternehmen auch steigende, durch staatliche Maßnahmen gestützte, Investitionen beigetragen haben. Die Exporte nahmen infolge der schwachen Nachfrage aus dem Ausland um 1,8 % ab. Die Importe fielen im Zuge der schwachen Binnennachfrage mit -3,0 % sogar noch stärker, weshalb der Außenhandel rechnerisch +0,6 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum beitrug.

Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der konjunkturellen Schwächephase robust. Die Erwerbstätigkeit nahm im Jahresverlauf weiter zu (+0,7 %) und erreichte im Jahresdurchschnitt 2023 einen historischen Höchststand von knapp 46 Mio. Personen.

Ebenfalls positiv ist die Entwicklung der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte zu werten, die im Jahr 2023 um +5,9 % spürbar zunahmen. Sowohl die Arbeitnehmerentgelte (+6,7 %) als auch die Unternehmens- und Vermögenseinkommen (+6,5 %) entwickelten sich positiv. Gestützt wurden die Einkommensentwicklung neben spürbaren Lohnsteigerungen auch von staatlichen Entlastungsmaßnahmen zur Abmilderung des inflationsbedingten Kaufkraftverlustes wie den Energiepreisbremsen, der Möglichkeit zu steuerfreien Inflationsausgleichsprämien und Erhöhungen der Sozialleistungen (Wohngeld, Bürgergeld und Erhöhung Kindergeld). Diese Maßnahmen kamen insbesondere den unteren Einkommensgruppen zugute.

Diese allgemeine wirtschaftliche Entwicklung und insbesondere die Beschäftigungslage wirkte sich positiv auf die BRITA Vivreau aus.

Geschäftstätigkeit

Die BRITA Vivreau ist im Bereich der leitungsgebundenen Wasserspender für B2B Kunden aus allen Branchen tätig. Die Gesellschaft verfolgt neben dem Verkauf und dem Service der Tafelwasseranlagen in wachsendem Umfang auch ein Vermietungsgeschäft einschließlich Full-Service Dienstleistungen. Der Anteil des Umsatzes aus Vermietung am Gesamtumsatz beträgt für das Geschäftsjahr 2023 unverändert zum Vorjahr 37,8 % (2022: 37,8 %).

Das Mietgeschäft hat durch die Aktivierung der an die Mietkunden verliehenen Geräte materielle Auswirkungen auf die Entwicklung des Anlagevermögens und somit entsprechend auf die Entwicklung der Abschreibungen.

Wettbewerbsposition

BRITA Vivreau ist der innovative Marktführer für Tafelwasseranlagen im Klinik- und Krankenhausbereich. Das Hygiene Plus - System ist eine von der Gesellschaft entwickelte und vormals patentierte Lösung für einen effektiven Schutz vor Rückverkeimung. Als Tochtergesellschaft der BRITA SE verantwortet die BRITA Vivreau die Marktbearbeitung in diesem Segment für Deutschland und Österreich.

Produktentwicklung und -einführung

In 2021 wurde eine Nachfolgeserie des Kernproduktes eingeführt. Die Lösungen werden vom Markt sehr gut angenommen. Die neue Serie beinhaltet weitreichende Innovationen, ein modernes "Look and Feel", deutlich hochwertigere softwarebasierte Komponenten, eine bessere Energieeffizienz und nachhaltigere Kühlungsmittel sowie auch die Weiterentwicklung des ebenfalls patentierten neuen Rückverkeimungsschutzes Thermal Gate.

Marketing und Vertrieb

Im Jahr 2023 lag der Fokus vertriebsunterstützender und vertrieblicher Maßnahmen, neben den Hauptzielsegmenten Care und Corporate, im Bereich des indirekten Vertriebes mit Fokus auf dem Ausbau des Partnernetzwerkes. Darüber hinaus erfolgte eine Weiterentwicklung des Inside Sales mit mehr Verantwortung für eine größere definierte Kundenbasis sowie eine Förderung des digitalen Leadmanagements, um als zusätzlicher Motor für die Leadgenerierung im Wachstumsmarkt der Wasserspender genutzt werden zu können. Der Markttrend zu mehr Nachhaltigkeit hält weiterhin in allen Branchen klar an und wurde durch zielgerichtete Marketing-Kommunikation und Vertriebsarbeit zielführend hinsichtlich CO 2 Reduktion sowie Müllvermeidung durch leitungsgebundene Wasserspender genutzt. Durch die Zusammenführung aller Innendienste im Bereich Sales und Service zu einem Customer Care Center konnten Synergien genutzt werden und eine schnellere, mehr standardisierte sowie effizientere Kundeninteraktion durch die Reorganisation erreicht werden.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 erhöhte sich die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten um 5 Personen. BRITA Vivreau beschäftigte in diesem Geschäftsjahr durchschnittlich 223 Personen.

Der Erfolg der BRITA Vivreau basiert wesentlich auf der Qualifikation und der Eigenverantwortung der Mitarbeiter/-innen. Deshalb wurden auch im Jahr 2023 die Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Mitarbeiter/-innen konsequent fortgesetzt.

2. Ertragslage

Allgemeines

Die gute Ertragslage des Unternehmens konnte trotz der Herausforderungen des abgelaufenen Jahres nochmal gegenüber dem Niveau des Vorjahres gesteigert werden.

Umsatz

Eine Umsatzsteigerung konnte in allen umsatzrelevanten Bereichen erzielt werden, wobei das Mietgeschäft im Vergleich zum Geräteverkauf dabei (leicht) stärker anstieg.

Materialaufwendungen

Die Materialaufwendungen sind im Zusammenhang mit den gestiegenen Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr auch entsprechend angestiegen.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf Sachanlagen sind um TEUR 137 auf TEUR 2.506 und ist im Wesentlichen auf Vorjahresniveau gesunken. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sind um TEUR 218 gesunken, insbesondere aufgrund des Auslaufens der Abschreibung auf einen erworbenen Kundenstamm und einen Geschäfts- oder Firmenwert aus der Übernahme eines Vertriebspartners im Vorjahr.

Personalaufwendungen

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 223 (Vorjahr: 218), die gesamten Personalaufwendungen beliefen sich auf EUR 15,1 Mio. (Vorjahr: EUR 14,8 Mio.) und sind analog zur Entwicklung der Mitarbeiterzahl leicht gestiegen.

Ergebnis vor Ergebnisabführung

Das Ergebnis vor Ergebnisabführung beträgt EUR 10,9 Mio. (Vorjahr: EUR 9,0 Mio.). Der Anstieg - im Vergleich zum Vorjahr - ist zum Teil auf den weiteren Abschluss von "Finance Lease" Verträgen zurückzuführen. Zudem ist das Ergebnis auch aufgrund der guten Geschäftsentwicklung weiterhin auf einem hohen Niveau.

3. Finanzlage

Die liquiden Mittel der BRITA Vivreau beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf zusammen EUR 2,8 Mio. und sind somit um EUR 1,3 Mio. höher als im Vorjahr. Die Gesellschaft konnte einen positiven Cash Flow aus laufender Tätigkeit in Höhe von EUR 11,5 Mio. (VJ.: EUR 8,0 Mio.) erwirtschaften, der insbesondere aufgrund des gestiegenen Jahresüberschusses über dem Niveau des Vorjahres liegt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist mit EUR -1,2 Mio. (VJ.: EUR -2,1 Mio.) negativ und resultiert insbesondere aus Investitionen im Zusammenhang mit dem Mietgeschäft. Der Cashflow der Finanzierungstätigkeit von EUR -9,0 Mio. (VJ.: EUR -5,0 Mio.) ist ebenfalls deutlich negativ. Ursächlich hierfür ist die Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft.

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der BRITA Vivreau betrug zum 31. Dezember 2023 EUR 22,0 Mio. Diese ist im Vergleich zum Vorjahr (EUR 20,2 Mio.) um EUR 1,8 Mio. gestiegen. Am Bilanzstichtag betrug das Eigenkapital aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags unverändert EUR 4,9 Mio. Somit sinkt die Eigenkapitalquote aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme auf 22,5 %. Gründe für den Anstieg der Bilanzsumme sind im Wesentlichen gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+EUR 3,2 Mio.) sowie gestiegene liquide Mittel (+EUR 1,3 Mio.). Die Forderungen enthalten EUR 3,2 Mio. aus den im Geschäftsjahr 2023 abgeschlossenen als Finance Lease zu behandelnden Mietverträgen. Das Eigenkapital beträgt 107,7 % des Anlagevermögens. Im Vorjahr betrug das Eigenkapital 79,1 % des Anlagevermögens. Bankverbindlichkeiten sind zum Bilanzstichtag 2023 nicht vorhanden. Es bestehen kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von EUR 10,9 Mio. auf Grundlage des Ergebnisabführungsvertrages vom 7. Dezember 2015, sowie in Höhe von EUR 0,6 Mio. aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen. Darüber hinaus bestehen kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von EUR 0,5 Mio. und langfristige in Höhe von 0,7 Mio. aufgrund gewährter Darlehen.

Insgesamt stuft die Geschäftsleitung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und den Geschäftsverlauf als positiv ein.

5. Investitionen

Die Investitionslage im Jahr 2023 verhielt sich ähnlich zu den Vorjahren. Die Investitionen stehen ursächlich im Zusammenhang mit der Ausweitung des Mietgeschäfts. Die Geschäftsleitung geht auch künftig von weiteren Investitionen in Mietanlagen aus, die die erwartete Nachfrage bedienen sollen.

6. Forschung und Entwicklung

Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten liegen in der Verantwortung der Muttergesellschaft.

7. Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

Allgemein

Die Risikostruktur bzw. die Risiken, der die Gesellschaft ausgesetzt war, stellen sich im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert dar. Die BRITA Vivreau ist als überwiegend national tätiges Unternehmen naturgemäß einer Reihe von Chancen und Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Wir begegnen diesen Risiken mit einem umfassenden Risikomanagement, das integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen ist. Als Grundlagen der organisatorischen Einbindung des Risikomanagements in die betrieblichen Abläufe sind vor allem die Integration in die BRITA Managementstruktur, die Einbindung in den konzernweit einheitliche Planungs- und Controlling Prozess sowie detaillierte Berichts- und Informationssysteme anzusehen. Darüber hinaus werden die Vorgaben der konzernweiten Planungs-, Steuerungs- und Berichtsprozesse kontinuierlich auf Effektivität und Effizienz überprüft und weiterentwickelt. Wir haben unser Management System auch 2023 weiter ausgebaut. In der sich stets schnell wandelnden Welt entwickeln wir gemeinsam mit unserer Gesellschafterin insbesondere unsere Compliance- und Risikomanagementsysteme stets weiter. Potentielle Risiken sollen so aufgedeckt und angemessen minimiert werden. Unser Ziel ist es, ein von BRITA entwickeltes und integriertes Management und Compliance System für die BRITA Vivreau zu implementieren, dass präventiv Risiken abwendet und sicherstellt, dass alle kundenspezifischen Anforderungen jederzeit erfüllt werden.

Für BRITA Vivreau bestehen im Wesentlichen folgende Risiken:

Operative Risiken

Betriebsstörungen oder längere Produktionsausfälle von Anlagen bei unseren Lieferanten könnten unseren Absatz wesentlich beeinträchtigen. Wir erwarten daher von unseren Lieferanten in Zusammenarbeit mit unserer Gesellschafterin unter anderem folgende umfangreiche Maßnahmen, um diesen Risiken zu begegnen:

Systematische Schulungs- und Qualifikationsprogramme der Mitarbeiter

Weiterentwicklung der Produktionsverfahren und -technologien

Regelmäßige Wartung von Produktionsanlagen und Datennetzen

Vorausschauende Lagerhaltung basierend mit einem rollierenden Forecast

unter Beobachtung der Lieferkettenentwicklung

Gegen dennoch eintretende Schadensfälle sind wir in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang versichert. Der Umfang dieser Versicherung wird laufend überprüft.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aus dem operativen Geschäft ergeben sich für BRITA Vivreau nur Währungsrisiken aus Beschaffungsmärkten. Für die Absatzgeschäfte ergeben sich keine Währungsrisiken, da die Gesellschaft überwiegend auf dem deutschen und österreichischen Markt tätig ist. Die Überwachung und Steuerung von Liquiditätsrisiken erfolgen im Rahmen kurz- und langfristiger Finanzplanungen.

Externe Risiken

Das Marktumfeld, in dem sich die BRITA Vivreau bewegt, ist durch allgemeine konjunkturelle Risiken, zunehmende Wettbewerbsintensität und eine Konzentration bei den gewerblichen Kunden gekennzeichnet. Unser Geschäft ist am Markt Preis- und Absatzrisiken ausgesetzt. Durch ein umfassendes Vertriebs- und Kostencontrolling und ein intensives Kundenmanagement minimieren wir diese Risiken. Diese grundsätzlichen Unsicherheiten machen eine schnelle Reaktionsfähigkeit erforderlich. Es besteht durch eine breite Kundendiversifikation keine Abhängigkeit von Großkundenumsätzen.

Produkt- und Umweltschutzrisiken

Produkt- und Umweltschutzrisiken tragen wir durch entsprechende Maßnahmen zur Qualitätssicherung Rechnung. Hierzu gehören die inhaltliche Mitarbeit bei der ständigen Verbesserung von Verfahren sowie bei der Neu- oder Weiterentwicklung von Produkten in unserer Muttergesellschaft BRITA SE, welche hierfür ISO zertifiziert ist. Wir messen der Sicherheit unserer Produkte sowie deren sachgemäßer Nutzung durch unsere eigenen Mitarbeiter und den Abnehmern große Bedeutung bei. Speziell entwickelte Schulungen und Leitlinien für Produktverantwortung, Arbeitssicherheit und Umweltschutz garantieren kompetentes und verantwortungsbewusstes Handeln der Mitarbeiter. Für Haftungsrisiken und Schadenfälle haben wir Versicherungen abgeschlossen, um die möglichen Folgen von im Unternehmen verbleibenden Risiken in Grenzen zu halten bzw. sie ganz auszuschließen.

IT-Risiken

Die operative und strategische Steuerung der Gesellschaft ist maßgeblich abhängig von einer komplexen Informationstechnologie. Die Optimierung und Aufrechterhaltung der IT-Systeme wird durch den Einsatz qualifizierter konzerninterner sowie externer Experten und Dienstleister in Abstimmung mit unseren Konzernleitlinien sowie durch diverse technologische Sicherungsmaßnahmen gewährleistet. Daneben begegnen wir den Risiken aus unberechtigtem Datenzugriff, Datenmissbrauch und Datenverlust mit diversen Gegenmaßnahmen technischer und organisatorischer Art.

Ausfallrisiken

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Für die BRITA Vivreau besteht deshalb das Risiko von Forderungsausfällen von Kunden. Um dieses Risiko zu minimieren wird der Status der Forderungen regelmäßig überwacht, um frühzeitig gegensteuern zu können. Bei Ausfällen im Mietgeschäft sind auch außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen nicht auszuschließen, aufgrund möglicherweise eingeschränkter Verwertbarkeit der Mietgeräte. Dieses Risiko ist 2023 nicht in relevantem Umfang eingetreten und auch für 2024 sind bisher noch keine wesentlichen Ausfälle eingetreten.

Gesamtrisiko

Nach den uns bekannten Informationen bestehen keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Dies ändert sich nach aktueller Einschätzung auch nicht durch die weiter oben beschriebenen Faktoren, insbesondere aufgrund unserer breiten Kundenstruktur und einer solide aufgestellte Eigenfinanzierung.

Chancenbericht

Chancen bestehen im weiteren Wachstum und Hinzugewinn von Marktanteilen. Weiterhin ergeben sich neue zusätzliche Möglichkeiten im Bereich der Behördenkunden, da diese aufgrund des Nachhaltigkeitstrends Aufholbedarf gegenüber Corporate Kunden haben. Auch die zunehmende Akzeptanz unserer Produkte in hygienisch sensiblen Bereichen wie Krankenhäusern kann zusätzliche Absatzchancen ermöglichen. Grundsätzlich ist neben dem Schwerpunkt einer zuverlässigen Hygiene-Lösung auch der ökologische Vorteil durch die Nutzung von Wasserspendern zukunftsweisend. Die Vermarktung von Einbaugeräten mit Heißwasserfunktion verschaffen uns darüber hinaus weitere Chancen, insbesondere im Bereich von New Work Büroflächen und im HoReCa Bereich. Ebenso kann die Politik Förderprogramme auflegen, wie dies im Jahr 2021 durch die Förderung von leitungsgebundenen Wasserspendern für soziale Einrichtung erstmalig erfolgt ist.

8. Prognosebericht

Die BRITA Vivreau geht davon aus, dass die weiter gesteigerte Penetration des Marktes mit den bestehenden Produkten sowie neu entwickelten Produkten weiterhin eine solide Position in den bearbeiteten Marktsegmenten sichern wird. Auch für die Zukunft ergeben sich gute Wachstums- und Ertragschancen insbesondere in Segmenten, in denen die Penetration mit Wasserspendern und Tafelwasseranlagen für den gewerblichen Einsatz noch ausbaubar ist. Weitere Impulse zur langfristigen Sicherung und zum Ausbau des Geschäfts werden durch eine stärkere Fokussierung auf Innovation und Produktweiterentwicklungen gesetzt. Basierend auf den heute erfolgreichen Produktkategorien sollen weitere Produktkategorien geschaffen bzw. besetzt werden. Für die positive Nutzung der bestehenden Chancen ist es mittelfristig wichtig, die Gesellschaft weiterhin konsequent serviceorientiert auszurichten und die Fokussierung auf die Anforderungen unserer Kunden fortzuführen.

Für das Geschäftsjahr 2023 hatte die Geschäftsführung ein Wachstum des Umsatzes von 7,5% erwartet. Insgesamt konnte dieser Wert sogar deutlich übertroffen werden, da ein Umsatzwachstum von 14,5% erzielt wurde. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Geschäftsführung nach ihrer ursprünglichen Planung ein weiteres Wachstum des Umsatzes in Höhe von 10,5%. Dies soll mit einer kontinuierlich guten Ertragslage einhergehen. Die Geschäftsführung erwartet dahingehend eine Verbesserung der Ertragslage im Vergleich zum Ergebnis von 2023.

9. Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr folgende Niederlassungen unterhalten:

BRITA Vivreau GmbH

Niederlassung Nord

HefeHof 24

31785 Hameln

BRITA Vivreau GmbH (Abmeldung zum 31.12.2023)

Niederlassung Ost

Eduard-Maurer-Str. 13

16761 Hennigsdorf

 

Neutraubling, den 28. März 2024

gez. Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.586.150,14 6.238.859,19
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 89.066,27 139.531,62
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.014,52 128.679,87
2. geleistete Anzahlungen 39.051,75 10.851,75
II. Sachanlagen 4.497.083,87 6.099.327,57
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 103.434,26 124.555,63
a. Bauten auf fremden Grundstücken 103.434,26 124.555,63
2. technische Anlagen und Maschinen 6.881,71 7.520,04
a. Betriebsvorrichtungen 6.881,71 7.520,04
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.369.267,90 5.905.271,40
a. PKW 10.742,89 29.436,25
b. sonstige Transportmittel 8.305,42 10.012,25
c. andere Anlagen 108.297,92 111.136,44
d. Betriebsausstattung 3.916.858,00 5.371.849,75
e. Geschäftsausstattung 148.345,00 193.470,75
f. Sammelposten GWG 432,87 3.707,61
g. Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 176.285,80 185.658,35
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.500,00 61.980,50
a. Gebäude im Bau 17.500,00 61.980,50
B. Umlaufvermögen 17.299.169,29 13.827.807,49
I. Vorräte 4.803.141,70 5.498.579,25
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 486.325,77 360.409,36
a. unfertige Erzeugnisse 486.325,77 360.409,36
2. fertige Erzeugnisse und Waren 4.316.815,93 5.138.169,89
a. Fertige Erzeugnisse 4.316.815,93 5.138.169,89
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.737.104,93 6.843.786,63
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.758.922,66 1.485.441,61
1. Kasse 12,03
2. Guthaben bei Kreditinstituten 2.758.922,66 1.485.429,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 91.406,53 130.341,81
I. sonstige aktive Rechnungsabgrenzung 91.406,53 130.341,81
Summe Aktiva 21.976.725,96 20.197.008,49

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.937.156,28 4.937.156,28
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 31.000,00 31.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 31.000,00 31.000,00
a. Schlusskapital des letzten Stichtags 31.000,00 31.000,00
II. Gewinnvortrag 4.906.156,28 4.906.156,28
1. Des letzten Stichtags 4.906.156,28 4.906.156,28
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 2.420.161,64 2.092.077,30
1. Steuerrückstellungen 999,00 999,00
a. Körperschaftsteuerrückstellung 999,00 999,00
2. sonstige Rückstellungen 2.419.162,64 2.091.078,30
C. Verbindlichkeiten 13.679.139,13 12.148.521,69
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 281.526,31 361.526,79
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.668.039,28 11.012.238,07
3. sonstige Verbindlichkeiten 729.573,54 774.756,83
D. Rechnungsabgrenzungsposten 940.268,91 1.019.253,22
Summe Passiva 21.976.725,96 20.197.008,49

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis 11.077.292,73 9.046.932,00
a) Rohergebnis 36.077.200,51 33.618.526,26
Gesamtleistung 47.089.358,45 43.297.663,94
Umsatzerlöse 47.319.251,13 41.899.414,05
Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -698.633,66 876.057,39
andere aktivierte Eigenleistungen 468.740,98 522.192,50
sonstige betriebliche Erträge 2.273.119,45 1.754.692,34
Materialaufwand 13.285.277,39 11.433.830,02
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 11.868.438,64 10.413.465,01
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.416.838,75 1.020.365,01
b) Personalaufwand 14.869.438,21 14.613.245,67
Löhne und Gehälter 12.480.180,54 12.323.324,86
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.389.257,67 2.289.920,81
c) Abschreibungen 2.588.521,55 2.943.845,04
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.588.521,55 2.943.845,04
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 7.541.948,02 7.014.503,55
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis -11.038.550,48 -8.994.307,23
a) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 113,95
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.038.664,43 8.994.307,23
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.307,00 4.380,00
4. Ergebnis nach Steuern 32.435,25 48.244,77
5. sonstige Steuern 32.435,25 48.244,77
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für 2023

BRITA Vivreau GmbH, Neutraubling

A. Firmierung der Gesellschaft

BRITA Vivreau GmbH, Neugablonzer Straße 1, 93073 Neutraubling, Sitz: Neutraubling, Amtsgericht Regensburg, Handelsregisternummer: HRB 4317.

B. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 (2) HGB in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 (2) HGB aufgestellt.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Nach dem Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit wird der Abschluss unter der Annahme aufgestellt, dass das Unternehmen für die absehbare Zukunft seine Geschäftstätigkeit fortführt.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibungssätze richten sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 800 werden seit 2019 gem. § 6 Abs. 2 EStG mit dem Prinzip der Sofort-Abschreibung abgebildet. Die bis zum Ende des Geschäftsjahres 2018 gebildeten Sammelposten für Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 1.000, die über 5 gleiche Jahresraten abgeschrieben werden, werden bis zum Ende ihrer Nutzungsdauer beibehalten. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten kleiner EUR 250 sind im Zugangsjahr sofort als Aufwand erfasst worden.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sind die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung weggefallen, erfolgt eine Wertaufholung.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Für Handelswaren werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen ermittelt und in die Bewertung mit einbezogen. Soweit die Wiederbeschaffungskosten gefallen sind, wird entsprechend dem Niederstwertprinzip bewertet. Auf auslaufende Produkte und Produkte mit geringer Gängigkeit werden angemessene Abschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Eine allgemeine Risikovorsorge wurde auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen durch angemessene prozentuale Abschläge vorgenommen.

Die Steuer- und die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Zinssätzen entsprechend ihrer Restlaufzeit abgezinst. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, soweit es hierfür Anhaltspunkte gibt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Zum Abschlussstichtag werden die kurzfristigen auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

D. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 320 (Vorjahr: TEUR 450). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind vollständig aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Überstunden, Resturlaub, Kundenboni aufgrund von Jahresrückvergütung, ausstehende Lieferantenrechnungen, sowie einer Jubiläumsrückstellung für die Mitarbeiter.

5. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, gegenüber verbundenen Unternehmen sowie sonstige Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Die Bilanzposition "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" (TEUR 613) beinhaltet ausschließlich Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Bilanzposition "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" (TEUR 12.055) enthält Darlehensverbindlichkeiten (davon TEUR 678 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren sowie TEUR 500 mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr) sowie die Verbindlichkeit aus der Ergebnisabführung gegenüber der BRITA SE (TEUR 10.877).

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 275 (Vorjahr: TEUR 103). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen.

F. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 870 für 2024 und TEUR 657 für 2025 und nachfolgende Jahre.

G. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich 223 Mitarbeiter (Vorjahr: 218).

H. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres war Herr Andreas Weber, Saulheim, Diplom-Kaufmann, zum Geschäftsführer bestellt. Auf die Angaben der Geschäftsführerbezüge nach § 285 Nr. 9 a) HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da kein Geschäftsführer von der Gesellschaft ein Gehalt bezieht.

2. Mutterunternehmen

Die BRITA Vivreau GmbH ist eine Tochtergesellschaft der BRITA SE, Taunusstein. Als oberstes Mutterunternehmen erstellt die BRITA SE den Konzernabschluss sowohl für den größten als auch den kleinsten Kreis von einbezogenen Unternehmen. Der Konzernabschluss der BRITA SE ist am Sitz der Gesellschaft in Taunusstein erhältlich.

I. Ergebnisverwendung

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der Muttergesellschaft, der BRITA SE, Taunusstein, wird der Jahresüberschuss vollständig an die Muttergesellschaft abgeführt.

J. Nachtragsbericht

Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres ergeben.

 

Neutraubling, 28. März 2024

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem Jahresabschluss zum 31.12.2023 (Anlagen 1 bis 3) und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 (Anlage 4) der BRITA Vivreau GmbH, Neutraubling, unter dem Datum vom 28. März 2024 folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BRITA Vivreau GmbH, Neutraubling

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BRITA Vivreau GmbH, Neutraubling, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BRITA Vivreau GmbH, Neutraubling, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kronberg, 28. März 2024

Spall & Kölsch GmbH
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