ETH Consulting GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Scheibe seit 15.4.2026 | Liquidator |
Elke Hüttker seit 15.4.2026 | Liquidator |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Fellowmind Company AB | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fellowmind Germany GmbHPaderbornJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Bilanz zum 31.12.2024Aktiva scroll
Passiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für 2024scroll
Anhang für 20241. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft (Firma: Fellowmind Germany GmbH) hat ihren Sitz in Paderborn und ist beim Amtsgericht Paderborn unter der Handelsregisternummer HRB 15488 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31.12.2024 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Die Gesellschaft hat den Jahresabschluss gemäß § 267 Abs. 4 Satz 2 HGB nach den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt größenabhängige Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind vorzugsweise im Anhang aufgeführt. Die Gesellschaft ist zum Stichtag bilanziell überschuldet und weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 9.780 aus. Die zum Stichtag bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 11.645 sind zum Teil mit einem Rangrücktritt versehen und darüber hinaus noch nicht fällig oder nicht nachhaltig eingefordert. Darüber hinaus hat das verbundene Unternehmen Fellowmind Company AB, Malmö/Sweden, gegenüber der Gesellschaft durch eine Garantie erklärt, diese bei eintretender Notwendigkeit mit finanziellen Mitteln auszustatten. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden im Vergleich zum Vorjahr beibehalten. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Die immateriellen Vermögengegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der branchenüblichen Nutzungsdauer (immaterielle Vermögengegenstände: 3 Jahre, Sachanlagen: 2,5 bis 33 Jahre), angesetzt. Für die planmäßigen Abschreibungen wird die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Die Zugänge im Berichtsjahr wurden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. In die Herstellungskosten der selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden folgende Bestandteile einbezogen: jeweilige Mitarbeiterstundensätze zuzüglich angemessener Gemeinkostenzuschläge. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten. Die unfertigen Leistungen sind mit den Herstellungskosten bewertet worden. Diese umfassen die Fertigungseinzelkosten in Höhe der jeweiligen Mitarbeiterstundensätze zuzüglich angemessener Gemeinkostenzuschläge. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalbetrag bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist den erkennbaren Risiken durch Wertberichtigungen Rechnung getragen worden. Kassenbestand und Bankguthaben sind zum Nennwert angesetzt. Als aktiver bzw. passiver Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag berücksichtigt, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für einen bestimmten Zeitpunkt danach darstellen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden in der Höhe gebildet, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. 3. Erläuterungen zur Bilanz Angaben zum Anlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel verwiesen (Anlage zum Anhang). Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen bestehen gegenüber Gesellschaftern. Angaben zu den Forderungen Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden zum Bilanzstichtag wie auch im Vorjahr nicht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 126 (Vj. TEUR 64) sowie sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 69 (Vj. TEUR 39). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 69 gegen Gesellschafter (Vj. TEUR 39). Angaben zu den Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Rückstellungen für Personalkosten sowie Rückstellungen für die Erstellung, Prüfung und Aufbewahrung des Jahresabschlusses. Angaben zu den Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten weisen die folgenden Laufzeiten auf: scroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und die Verbindlichkeiten insgesamt sind in Höhe von TEUR 1.287 durch eine Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert. Die Verbindlichkeiten sind darüber hinaus mit der Ausnahme geschäftsüblicher Eigentumsvorbehalte nicht besichert. Zum Stichtag bestehen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 971 (Vj. TEUR 368) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 15 (Vj. TEUR 21). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Darlehen und Zinsen in Höhe von TEUR 9.258 (Vj. TEUR 3.955) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.387 (Vj. TEUR 2.000). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 2.226 gegenüber Gesellschaftern (Vj. TEUR 1.609). 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen in Höhe von TEUR 25 (Vj. TEUR 20) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 37) enthalten. Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge solche aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 14 (Vj. TEUR 3). In den Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 5 (Vj. TEUR 11) enthalten. Im Personalaufwand sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen in Höhe von TEUR 1.202 enthalten (Vj. TEUR 268). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 147 (Vj. TEUR 58) und Aufwendungen aus Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 4 (Vj. TEUR 30) sowie Verluste aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 31 (Vj. TEUR 0) enthalten. Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen solche aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 5 (Vj. TEUR 15). In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge ausverbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 30 (Vj TEUR 30) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 404 (Vj TEUR 167) enthalten. 5. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Haftungsverhältnisse Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 5.133 über die vertraglichen Restlaufzeiten und resultieren aus im Wesentlichen aus Immobilienmietverträgen für die Geschäftsräume sowie aus Leasingverpflichtungen für den Fuhrpark. Haftungsverhältnisse bestanden zum Stichtag nicht. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2024 durchschnittlich 173 Mitarbeiter beschäftigt, davon 56 weibliche und 117 männliche Angestellte. Darin sind die Geschäftsführer und die Auszubildenden bzw. Praktikanten nicht berücksichtigt. Mitglieder der Geschäftsführung:
Die Gesellschaft hat von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht und auf eine Offenlegung der Organbezüge verzichtet. Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten:
Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschlussstichtag eingetreten sind, haben sich darüber hinaus nicht ergeben. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2024 auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernverhältnisse Das Mutterunternehmen Fellowmind Germany Holding GmbH (kleinster Kreis von Unternehmen) ist gemäß § 293 HGB nicht konzernabschlusspflichtig. Die Fellowmind Germany GmbH wird in den Konzernabschluss der Fellowmind Holding AB, Malmö (Schweden), zum 31.12.2024 einbezogen, welche das Mutterunternehmen für den größten Kreis von Unternehmen ist. Der Jahresbericht der Fellowmind Company AB kann unter folgender Adresse angefordert werden: Kalendegatan 26, 211 35 Malmö.
Paderborn, den 20.10.2025 gez. Elke Hüttker, Geschäftsführerin gez. Michael Scheibe, Geschäftsführer Anlagenspiegel für 2024scroll
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Lagebericht für 20241. Grundlagen des Unternehmens Die Fellowmind Germany GmbH ist Teil der Fellowmind-Gruppe, einem europaweit führenden Unternehmen in den Bereichen Microsoft Business Applications, Cloud Infrastructure, Data & Analytics und Modern Workplace. Die Fellowmind-Gruppe unterhält etwa 40 Standorte in den Niederlanden, Finnland, Dänemark, Schweden, Deutschland und Polen. Die Fellowmind Germany GmbH ist 2021 durch die Fusion der vorherigen, 1996 gegründeten aXon Gesellschaft für Informationssysteme mbH, Paderborn, und der vorherigen, 2011 gegründeten CRM Partners AG, Eschborn, entstanden. Die Gesellschaft firmierte vormals als CRM Partners AG, Eschborn. Die CRM Partners AG wurde mit Notarvertrag vom 12.11.2021 formwechselnd in die Fellowmind Germany GmbH umgewandelt und hat ihren Sitz nach Paderborn verlegt. Die Eintragung der Umwandlung erfolgte am 15.11.2021 im Handelsregister Paderborn (HRB 15458). Gemäß Notarvertrag vom 12.11.2021 wurde außerdem die aXon Gesellschaft für Informationssysteme mbH als übertragende Gesellschaft auf die Fellowmind Germany GmbH als übernehmende Gesellschaft verschmolzen. Die Vermögensübertragung erfolgte im Innenverhältnis mit Wirkung zum 01.01.2021. Die Eintragung der Verschmelzung im Handelsregister ist am 19.11.2021 erfolgt. Darüber hinaus wurde gemäß Notarvertrag vom 20.01.2023 die applabs-Unternehmensgruppe (applabs GmbH mit ihrer vorher verschmolzenen Tochterfirma applabs (Berlin) GmbH) als übertragendes Unternehmen auf die Fellowmind Germany GmbH als übernehmende Gesellschaft verschmolzen. Die Vermögensübertragung erfolgte im Innenverhältnis mit Wirkung zum 01.01.2023. Die Eintragung der Verschmelzung im Handelsregister ist am 10.02.2023 erfolgt. 2. Konjunkturelle Rahmenbedingungen Laut dem Statistischen Bundesamt sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) der deutschen Wirtschaft im Jahr 2024 um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr. Damit schrumpfte die deutsche Wirtschaft im zweiten Jahr in Folge. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, lag das BIP 2024 nur noch 0,3 % über dem damaligen Niveau. Die wirtschaftliche Erholung nach dem pandemiebedingten Einbruch 2020 kam somit erneut ins Stocken. Die Ursachen für die anhaltende Schwäche lagen in einer Kombination aus konjunkturellen und strukturellen Belastungen: hohe Energiepreise, ein weiterhin erhöhtes Zinsniveau, zunehmender internationaler Wettbewerbsdruck sowie eine insgesamt verhaltene Investitionsbereitschaft. Während das produzierende bzw. verarbeitende Gewerbe sowie das Baugewerbe deutliche Rückgänge verzeichneten (jeweils mehr als -3,0 %), konnten sich die Dienstleistungsbereiche insgesamt leicht positiv entwickeln (+0,8 %), wenn auch uneinheitlich. Der Wirtschaftsbereich Information und Kommunikation setzte seinen Wachstumskurs fort (+2,5 %, (Pressekonferenz/-mitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 15.01.2025). Trotz des gesamtwirtschaftlich schwierigen Umfelds zeigte sich die IT- und Telekommunikativonsbranche (ITK) auch im Jahr 2024 noch relativ robust. Laut dem Digitalverband Bitkom stieg der Umsatz der Branche um 4,7 % auf 225,9 Milliarden Euro. Besonders stark wuchsen die Geschäfte mit künstlicher Intelligenz und Software. Auch Cloud-Services, IT-Sicherheitslösungen und Kollaborationstools verzeichneten zweistellige Wachstumsraten. Die Zahl der Beschäftigten in der ITK-Branche stieg im Jahr 2024 um 0,3 % auf ca. 1,4 Millionen. Damit bleibt die Digitalwirtschaft ein Lichtblick in der deutschen Wirtschaft und ein zentraler Treiber für Innovation, Beschäftigung und digitale Transformation. 3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Im Geschäftsjahr 2024 lag der primäre Fokus auf Transformation. Nachdem im Vorjahr primär die Geschäftsleitung und das Mittelmanagement neu aufgestellt worden, galt es nunmehr unser Portfolio so auszurichten, dass Fellowmind perspektivisch vom Wachstum in der Branche IT Services partizipieren konnte. Es galt, das Portfolio verstärkt in Richtung Cloud Services und künstliche Intelligenz auszurichten und Auslieferungsmethoden weg von „verlängerter Werkbank“ hin zu „stärker beratend“ zu transformieren. Die Prognose aus dem Vorjahr sah aufgrund der zielgerichteten Wachstumsstrategie eine ambitionierte Steigerung im Rohertrag unteren zweistelligen Prozentbereich vor. Bei den ergebnisbezogenen Kennzahlen (EBITDA, Jahresergebnis) waren im Budget nochmals negative Ergebnisse geplant. Hierbei war berücksichtigt, dass sich die geplante Wachstumsstrategie voraussichtlich noch nicht in einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg umsetzen lassen würde und dass die Strukturanpassungen weiterhin zu erhöhten internen Aufwänden und auch Kosten führen. Die geplanten Steigerungen im Rohertrag setzten voraus, dass das Bestandskundengeschäft organisch circa 10% wächst und das verbleibende Wachstum aus der zügigen Generierung von Neugeschäft in den neuen Geschäftsfeldern erreicht werden kann. Grundlage war unter anderem ein im Vorjahr noch recht optimistischer Blick der Wirtschaftsexperten auf die Konjunktur für das Geschäftsjahr 2024. Im Geschäftsjahr 2024 konnte die geplante Steigerung im Rohertrag nicht erreicht werden. Anstelle des geplanten Wachstums verlor Fellowmind Geschäft in den traditionellen „On-Premise“ Geschäftsfeldern deutlich schneller als Neugeschäft in den Portfolioelementen „Cloud“ und „Kl“ generiert werden konnte. Es konnten zwar zahlreichen Neukunden gewonnen werden, allerdings mit initial nur sehr kleinen Roherträgen und zu spät im Geschäftsjahr, um noch eine signifikante Auswirkung auf das Geschäftsergebnis zu haben. Der Auftragseingang lag damit insgesamt deutlich unter den Erwartungen. Somit war der Rohertrag entgegen der geplanten Steigerung sogar um ca. 14 % rückläufig, auch die Rohertragsquote ist leicht rückläufig. Der Geschäftsverlauf bezogen auf die ergebnisbezogenen Kennzahlen (EBITDA, Jahresergebnis) war auch aufgrund des fehlenden Wachstums bzw. aufgrund des sogar rückläufigen Rohertrags deutlich weniger erfolgreich als geplant, die Gesellschaft musste für das Geschäftsjahr 2024 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 8,4 Mio. verbuchen. Die Geschäftsleitung beurteilt den Geschäftsverlauf als nicht zufriedenstellend. Die wesentlichen Kennzahlen stellen sich im Vergleich zum Vorjahr darüber hinaus wie folgt dar: scroll
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 wurde eine notwendige Gehaltsanpassung für alle Mitarbeiter entlang marktüblicher Gehaltsbänder umgesetzt. Darüber hinaus wurde das Incentivierungsmodell der Gesellschaft vereinheitlicht und angepasst, was neben der überplanmäßigen Fluktuation in Verbindung mit einer kostenintensiveren Personalnachbesetzung in den neuen Geschäftsfeldern ebenfalls zu Kostensteigerungen in Höhe von insgesamt EUR 2,3 Mio. in diesem Bereich geführt hat. Die Reorganisation in der zweiten Jahreshälfte zur Anpassung der Personaldecke und Skills an das neu ausgerichtete Portfolio der Services verursachte zusätzliche Kosten, welche in Höhe von ca. EUR 1,2 Mio. dem neutralen Ergebnis zugerechnet wurde. Im Jahresdurchschnitt ist der durchschnittliche Bestand an Mitarbeitern durch die zeitliche Verzögerung der notwendigen Umstrukturierungen um 4,2 % angestiegen. Die Personalaufwandsquote hat sich um 20 Prozentpunkte verschlechtert. Die sonstigen Aufwendungen minus sonstige Erträge konnten nahezu stabil gehalten werden und sind gegen den Trend der Personalkostenentwicklung nur um 2,4 % gestiegen (Steigerung im ersten Halbjahr, Verringerung im zweiten Halbjahr). Durch den rückläufigen Rohertrag (-EUR 2,2 Mio.) und die gestiegenen Personalkosten (+EUR 2,3 Mio.) liegt das erwirtschaftete EBITDA in Höhe von EUR -6,6 Mio. um EUR 4,5 Mio. unter dem im Vorjahr erzielten Absolutwert. Auf Ebene des EBITDA wurden neutrale Aufwendungen in Höhe von saldiert EUR 1,3 Mio. (Vorjahr EUR 0,3 Mio.) herausgerechnet, die im Wesentlichen aus dem Personalbereich resultieren. Im Geschäftsjahr 2024 wurden keine nennenswerten Investitionen getätigt, die Höhe der Abschreibungen ist somit rückläufig. Bei der Bilanzsumme ist ein Anstieg um EUR 6,7 Mio. zu verzeichnen. Auf der Aktivseite resultiert die Veränderung vor allem aus dem gestiegenen negativen Eigenkapital (+EUR 8,4 Mio.) sowie dem Anstieg bei den liquiden Mitteln (+EUR 0,8 Mio.), gegenläufig wirken hier die um EUR 2,4 Mio. kurzfristigen Forderungen. Auf der Passivseite ist ein Anstieg bei den Verbindlichkeiten im Verbundbereich (+EUR 5,7 Mio.) und den Rückstellungen (+EUR 1,0 Mio.) zu verzeichnen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten im Verbundbereich resultiert neben höheren kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+EUR 0,4 Mio.) vor allem aus dem Finanzierungsbereich (langfristige Darlehen und Zinsen, +EUR 5,3 Mio.). Die gestiegenen Rückstellungen resultieren vor allem aus Personalkosten (gestiegene Boni, ausstehende Zahlungen für Umstrukturierung). Die Veränderungen beim Working Capital resultieren vor allem aus den beschriebenen Veränderungen bei kurzfristigen Forderungen und liquiden Mitteln sowie kurzfristigen Verbindlichkeiten im Verbundbereich und kurzfristigen Rückstellungen. Die Erhöhung der liquiden Mittel ist vor allem durch die Zuführung liquider Mittel über Darlehen aus dem Verbundbereich bedingt, welche stichtagsbezogen den Liquiditätsabfluss aus dem negativen Jahrergebnis überkompensiert haben. Unsere Liquiditätsausstattung war während des gesamten Geschäftsjahres unter Berücksichtigung der Finanzierungen in der Gruppe gut. Das im Geschäftsjahr erwirtschaftete Jahresergebnis führte zu einer Erhöhung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages um EUR 8,4 Mio., zum Stichtag wird ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag ausgewiesen (EUR 9,8 Mio., Vj. EUR 1,4 Mio.). Die Fellowmind Company AB, Malmö/Sweden, hat gegenüber der Gesellschaft erklärt, diese bei eintretender Notwendigkeit mit finanziellen Mitteln auszustatten. 4. Produktentwicklung und Marketing Die Fellowmind hat in 2021 den Markteintritt des eigenentwickelten Softwareproduktes SmartStash erfolgreich gestalten können und dies im Jahr 2022 weiter gefestigt und im Jahr 2023 ausgebaut. Im Jahr 2024 hat sich diese Entwicklung auf Grund der teilweise schwierigen Auftragslage und Fluktuation bei Bestandskunden nicht weiter fortgeführt. Wir räumen dem Produkt in Zukunft dennoch weiterhin gute Chancen am Markt ein, weil es die Lücke zwischen der Standardplattform Microsoft SharePoint und spezialisierten auf klassischen veraltenden Plattformen existierenden IMS (Integriertes Management System) schließt. Eine Integration von KI in das Softwareprodukt ist dabei allerdings unerlässlich und ist mit einer Anpassung der Roadmap und Investitionen verbunden. 5. Verlauf des Geschäftsjahres 2025, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf gegenwärtigen Erwartungen, Markteinschätzungen und Prognosen der Geschäftsführung sowie den ihr derzeit zur Verfügung stehenden Informationen. Obwohl die Geschäftsführung überzeugt ist, dass die gemachten Aussagen und ihre zugrundeliegenden Überzeugungen und Erwartungen realistisch sind, beruhen sie auf Annahmen, die sich möglicherweise als nichtzutreffend erweisen. Die Fellowmind Germany GmbH beobachtet Risiken und Chancen sehr genau, um eine finanziell stabile Entwicklung der Gesellschaft zu gewährleisten. Für das Geschäftsjahr 2025 geht das Unternehmen von einem insgesamt herausfordernden, jedoch chancenreichen Marktumfeld aus. Die konjunkturelle Erholung nach den pandemie- und kriegsbedingten Belastungen der Vorjahre verläuft verhalten. Zwar ist mit einer leichten Stabilisierung der gesamtwirtschaftlichen Lage zu rechnen, dennoch bleiben Inflationsdruck, steigende Finanzierungskosten und geopolitische Unsicherheiten zentrale Risikofaktoren, die das Investitionsklima beeinflussen könnten. Nach Einschätzung des ifo Instituts wird für das Jahr 2025 ein Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,2 % erwartet, nachdem es im Jahr 2024 um 0,2 % (real) rückläufig war (Quelle: Konjunkturprognose Frühjahr 2025). Die deutsche Wirtschaft steckt fest. Strukturwandel und Unsicherheit lähmen die Industrie- und Konsumkonjunktur. Im Vergleich zu anderen großen europäischen Ländern fällt Deutschland weiter ab. Der Branchenverband Bitkom prognostiziert für die Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche (ITK) in Deutschland ein Umsatzwachstum von 4,6 % für das Jahr 2025. Damit zeigen sich im IT-Sektor weiterhin positive Entwicklungsperspektiven als „Lichtblick in der Rezession“. Die fortschreitende digitale Transformation in Wirtschaft und Verwaltung, der steigende Bedarf an Cloud-Infrastrukturen, IT-Sicherheit sowie datengetriebenen Lösungen und Automatisierungstechnologien eröffnen unserem Unternehmen vielfältige Wachstumschancen. Der Trend zu hybriden Arbeitsmodellen und die zunehmende Verlagerung von Geschäftsprozessen auf digitale Plattformen stärken die Nachfrage nach innovativen IT-Lösungen zusätzlich. Besondere Chancen ergeben sich in der Entwicklung neuer Dienstleistungen, der Expansion in strategische Zukunftsfelder wie künstliche Intelligenz und Data Analytics sowie in der vertieften Zusammenarbeit mit Kunden im Bereich digitaler Prozessoptimierung. Gleichzeitig bestehen Risiken durch mögliche Investitionszurückhaltung auf Kundenseite, steigenden Wettbewerbsdruck, Fachkräftemangel und regulatorische Anpassungen im Technologiebereich. Auch volatile Rohstoff- und Energiepreise könnten sich indirekt auf die operativen Kosten auswirken. Das Unternehmen begegnet diesen Unsicherheiten mit einer konsequenten Fokussierung auf Effizienz, Innovationskraft und Kundenorientierung. Durch gezielte Investitionen in Produktentwicklung, Mitarbeiterschulung und strategische Partnerschaften soll die Marktposition im Jahr 2025 gestärkt werden. Die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen ist gegeben - auch wenn sich in einigen Teilbereichen die Anforderungen derzeit verschieben - und erfordert weiteres Wachstum beim Personal. Insofern ist die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter entscheidend für das weitere Wachstum der Gesellschaft. Die geopolitischen Krisen - insbesondere der Ukraine-Krieg seit Februar 2022 und die anhaltende Krise im Nahen Osten seit Oktober 2023 - haben bislang keine unmittelbaren Auswirkungen auf unseren Geschäftsverlauf gehabt, auch wenn die Kundenbudgets in IT nach unserer Beobachtung zuletzt sehr viel vorsichtiger ausgegeben wurden. Gleiches gilt für die Nachwirkungen der Corona-Pandemie. Allerdings ist am deutschen Markt eine fortschreitende Konsolidierung der IT-Dienstleister sowie eine hohe Fluktuation innerhalb der Belegschaften zu beobachten. Dies führt zu steigenden Personalkosten und einer schwächeren Mitarbeiterbindung. Für die Fellowmind Germany GmbH ergibt sich daraus die Chance, das eigene Personal gezielt mit mehr Seniorität und dem Portfolio angepassten Fähigkeiten auszubauen. Im Hinblick auf unseren Personalstamm sind weitere Korrekturen im „Seniority- und Skill-Mix“ geplant, welche Anpassungen an den sich wandelnden Markt vorsehen. Dies wird dazu beitragen, möglichen zukünftigen Qualitätsproblemen in Kundenprojekten entgegenzuwirken. Wir wollen ebenso die Abhängigkeit von einzelnen Senior-Leveln und langjährig etablierten Führungskräften abbauen, um der Kundenfluktuation entgegenzuwirken. Wir sehen Zukunftschancen vor allem bei der Entwicklung und Verbesserung innovativer Produkte und Services rund um KI. Unsere Aufgabe wird es sein, die Rolle, die Microsoft hier einnimmt, unseren Kunden und Interessenten zu erläutern und in gewinnbringendes Geschäft zu führen. Unsere Planungen sehen vor, unsere im Herbst 2024 eingeleiteten Strukturmaßnahmen bereits im ersten Quartal zu deutlich besseren ergebnisbezogenen Kennzahlen zu führen und uns durch verbesserten Auftragseingang entlang der Portfolioanpassung für das Gesamtjahr wieder in die Gewinnzone zu führen. Die Fellowmind Germany GmbH ist unterschiedlichsten Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unsere Gesellschaft hat ein Risiko-Managementsystem zur frühzeitigen Erkennung und Bewertung von Risiken eingerichtet, mit dem frühzeitig etwaige Abweichungen, sowohl wirtschaftlicher wie auch qualitativer Fakten, erkennbar sind. Die Grundlage unseres Risikomanagements beruht auf einer permanenten Bereitstellung aktueller Kennzahlen für das gesamte Management. Im Einzelnen lassen sich folgende für die Fellowmind Germany GmbH relevante Risiken benennen:
Besondere Risiken aus dem Umfeld des Unternehmens, der Branche, der Unternehmensstrategie, dem Personalbereich sowie finanzielle Risiken sind ebenso wie leistungswirtschaftliche oder informationstechnische Risiken darüber hinaus nicht absehbar. Die Untersuchung der Gesamtrisikolage hat ergeben, dass für den mittelfristigen Prognosezeitraum keine bestandsgefährdenden Risiken bestehen. Die Investoren der Fellowmind-Gruppe haben nach dem Stichtag entschieden, dass die Gesellschaft im ersten Halbjahr 2025 den operativen Geschäftsbetrieb an einen strategischen Investor veräußert. Die Fellowmind Company AB, Malmö/Sweden, hat als Garantiegeber im Zuge der Transaktion bestimmte Garantien gegenüber dem Käufer und der Gesellschaft übernommen, unter anderem, die Gesellschaft bei eintretender Notwendigkeit mit finanziellen Mitteln auszustatten. Es ist beabsichtigt, die Gesellschaft in den kommenden Monaten abzuwickeln.
Paderborn, den 20.10.2025 gez. Elke Hüttker, Geschäftsführerin gez. Michael Scheibe, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen geprüften Jahresabschluss. Im Rahmen der Veröffentlichung werden Erleichterungen in Anspruch genommen. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Fellowmind Germany GmbH, Paderborn Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Fellowmind Germany GmbH, Paderborn - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fellowmind Germany GmbH, Paderborn, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts Wir weisen auf die Ausführungen im Anhang unter Abschnitt 5 „Sonstige Angaben, Vorgänge von besonderer Bedeutung“ sowie im Lagebericht unter Abschnitt 5 „Verlauf des Geschäftsjahres 2025, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung“ hin. Dort wird erläutert, dass die Gesellschaft ihren operativen Geschäftsbetrieb im ersten Halbjahr 2025 veräußert hat und dass beabsichtigt ist, die Gesellschaft in den kommenden Monaten abzuwickeln. Der Jahresabschluss wurde dennoch unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt, da diese zum Abschlussstichtag als gegeben angesehen wurde. Unsere Prüfungsergebnisse stützen diese Einschätzung. Unsere Prüfungsurteile werden durch diesen Sachverhalt nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, den 20.10.2025 fitas audit GmbH gez. Kunz, Wirtschaftsprüfer |
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