Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 111128
Eingetragen
6.11.1995
Branche
Großhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Entwicklung und Vertrieb von EDV-Software und Vertrieb der dazugehörigen Hardware sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte, ausgenommen erlaubnispflichtige.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nadine Simone Wolanke
seit 4.11.2024
Geschäftsführer
Scott Andrew Kennedy
seit 26.9.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Adobe Systems Benelux BVNLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Adobe Systems Benelux BV
Netherlands
350.000 DM
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
100.00%
Omniture GmbHAufgelöst
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Adobe Systems GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.12.2022 bis zum 30.11.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2022 bis 30. November 2023

1 Allgemeine Angaben

Grundlagen der Gesellschaft

Die Adobe Systems GmbH mit Sitz in München (nachfolgend auch kurz: "die Gesellschaft") ist eine Tochtergesellschaft der Adobe Incorporated mit Sitz in San José, Kalifornien/USA (nachfolgend auch kurz: "Adobe Inc."; NASDAQ: ADBE).

Die Adobe Inc. Gruppe bietet eine Reihe von digitalen Medien, digitalen Marketing-, Print- und Publishing-Produkten und Dienstleistungen, die von Kreativ-Profis, Vermarktern, Wissensspezialisten, Anwendungsentwicklern, Unternehmen und Verbrauchern für die Gestaltung, Verwaltung, Bereitstellung, Messung, Optimierung und Auseinandersetzung mit attraktiven Inhalten und Erfahrungen über mehrere Betriebssysteme genutzt werden.

Die Gesellschaft ist zuständig für Pre-Sales und Marketing aller Adobe-Anwendungen in Deutschland, Österreich, Polen und einigen weiteren osteuropäischen Regionen im Auftrag der Adobe Systems Software Ireland Ltd., Dublin (nachfolgend auch kurz: "Adobe Irland").

Die Gesellschaft ist zuständig für den Vertrieb von Softwareprodukten. Diese Leistungen erbringt sie für die Muttergesellschaft, Adobe Inc., im Rahmen des mit ihr im Januar 2021 geschlossenen Distributionsvertrag. Der Gesellschaft werden für diese Aktivitäten die entstandenen Kosten zuzüglich eines Gewinnaufschlags ersetzt. Der Vertrag ist für eine Dauer von zwei Jahren abgeschlossen worden und verlängert sich automatisch mit Ablauf um zwei Jahre.

Die Gesellschaft unterhält Betriebsstätten in Wien/Österreich und in Warschau/Polen.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Generelle Entwicklung

Die Gesellschaft unterliegt den allgemeinen makroökonomischen Bedingungen in den vorstehend aufgeführten Absatzgebieten.

Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag 2023 bei rd. USD 104,48 Bill. Die vier größten Volkswirtschaften im Jahr 2023 waren hierbei die USA (USD 26,7 Bill.), gefolgt von China (USD 21,9 Bill.), Deutschland (USD 4,5 Bill.) und Japan (USD 4,2 Bill.). Im Jahr 2023 betrug das globale BIP-Wachstum 2,8 Prozent. Die Erwartungen für das globale Wachstum im Jahr 2023 werden mit rund 2,4 Prozent angenommen. Das ist jedoch auch davon abhängig welche globalen Auswirkungen der Ukraine-Russland-Krieg haben wird. [1]

Da das Unternehmen Vertriebs- und Marketingleistungen für die Adobe-Gruppe erbringt, ist das Geschäftsumfeld der Adobe Inc. zu beachten. Die Märkte für unsere Produkte und Dienstleistungen sind gekennzeichnet durch intensiven Wettbewerb, neue Industriestandards, sich entwickelnde Vertriebsmodelle, disruptive technologische Entwicklungen, häufige Produkteinführungen, kurze Produktlebenszyklen, Preissenkungen mit dem daraus resultierenden Druck auf die Bruttomargen und die Preissensibilität der Verbraucher. Wir glauben, dass wir positioniert sind, um sowohl auf dem Markt für digitale Medien als auch auf dem Markt für digitale Erlebnisse führend zu sein. Die Welt durch digitale Erlebnisse zu verändern, war noch nie so relevant wie heute, da die Menschen neue Wege suchen, um virtuell zu kommunizieren, zu lernen und Geschäfte virtuell abzuwickeln. Durch die Integration von Produkten aus jedem dieser Bereiche können die Kunden der Adobe-Gruppe eine umfassende Suite von Lösungen und Dienstleistungen nutzen.

Adobe Irland bietet unserer Gesellschaft Anreize, Umsätze mit Adobe Produkten und Dienstleistungen zu generieren. Adobe Irland konzentriert sich hauptsächlich auf zwei strategische Wachstumsbereiche: Digital Media und Digital Marketing. Digital Media bietet Tools, Services und Lösungen, die es Einzelpersonen und Unternehmen ermöglichen, ihre Inhalte überall zu erstellen und zu publizieren. Digital Marketing bietet Lösungen und Dienstleistungen für die Erstellung, Verwaltung, Ausführung, Messung und Optimierung digitaler Werbung und Marketingaktionen über mehrere Kanäle.

2.2 Wesentliche Geschäfts- und Produktentwicklungen

Die Gesellschaft erbringt weiterhin Pre-Sales und Marketing-Dienstleistungen für Adobe Irland. In der Art der Geschäftstätigkeit unseres Unternehmens waren keine Veränderungen gegeben.

2.3 Darstellung der Lage der Gesellschaft

2.3.1 Generelle Entwicklung

Die Adobe Systems GmbH hat erneut sehr zufriedenstellend gearbeitet und erreichte ein positives Jahresergebnis.

Unsere Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis.

2.3.2 Analyse der Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme erhöhte sich um TEUR 12.591 auf TEUR 54.046. Wesentliche Veränderungen haben sich im Geschäftsjahr in den folgenden Bilanzpositionen ergeben:

Die Sachanlagen stiegen an um TEUR 739 auf TEUR 2.694 aufgrund von Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Anlagenzugänge waren höher als die Abschreibungen des laufenden Jahres.

Die Forderungen gegen Adobe Irland und Adobe Inc. nahmen abrechnungsbedingt um TEUR 10.977 auf TEUR 47.446 zu.

Das Eigenkapital wuchs insgesamt um TEUR 8.675 auf TEUR 31.379 aufgrund eines Überschusses des Geschäftsjahres von TEUR 8.675 Die Eigenkapitalquote ist von 54,7% auf 58,0 % gestiegen.

Die Steuerrückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 2.587 auf TEUR 3.478 gestiegen. In der Rückstellung ist auch ein Außerperiodischer Aufwand aus der Betriebsprüfung für die Jahre 2017 bis 2020 in Höhe von TEUR 1.500 enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen haben im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.014 auf TEUR 15.547 zugenommen. Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf höhere Marketingrückstellungen zurückzuführen, welche in den ausstehenden Rechnungen ausgewiesen werden.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen aufgrund einer stichtagsnahen Abrechnung von Leistungen durch einen Lieferanten um TEUR 226 auf TEUR 1.398 zu.

Die kurzfristig abrufbare Liquidität (Forderungen gegen die Adobe-Gesellschaften sowie Guthaben bei Kreditinstituten) ist von TEUR 38.336 auf TEUR 49.828 angestiegen.

2.3.3 Analyse der Ertragslage

Die Gesellschaft bezieht als Umsatz Service-Vergütungen, die Adobe Irland für die erbrachten Dienstleistungen erstattet. Die Umsatzerlöse setzen sich zusammen aus Provisionen für die Vermittlung von Softwareverkäufen durch Schwestergesellschaften sowie Kostenerstattungen für sämtliche laufende Aufwendungen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und den Support Serviceleistungen. Die Umsatzerlöse sind um TEUR 8.721 (8 %) gestiegen.

Den Hauptkostenblock stellen die Personalaufwendungen dar, die sich auf TEUR 84.539 belaufen und 78 % der gesamten Aufwendungen ausmachen. Aufgrund von Gehaltssteigerungen sowie der Einstellung von neuen Mitarbeitern erhöhte sich der Personalaufwand um TEUR 9.453 (13 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben um TEUR 14 (1 %) auf TEUR 22.601 abgenommen.

Der Jahresüberschuss fällt demzufolge mit TEUR 8.675 um TEUR 1.541 (15 %) niedriger aus als im Vorjahr.

2.3.4 Mitarbeiter

Die Gesamtzahl der Mitarbeiter belief sich im Durchschnitt während des Geschäftsjahres 2022/2023 auf 526 Personen (i. Vj. 505). Zum Ende des Geschäftsjahres betrug die Anzahl der Mitarbeiter 525 Personen, davon in Deutschland 493 Personen, in Österreich 5 Personen und in Polen 27 Personen.

3 Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung

3.1 Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung und damit verbundene Chancen

Die Adobe Inc. Gruppe wird weiterhin neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln. Dies schafft Möglichkeiten für zusätzliche Einnahmequellen. Die Gesellschaft unterliegt auch den allgemeinen makroökonomischen Bedingungen in den vorstehend aufgeführten Absatzgebieten.

Das "Commercial Agency Agreement" zwischen Adobe Irland und der Gesellschaft wurde bis zum 27. November 2024 abgeschlossen und verlängert sich automatisch mit Ablauf um zwei Jahre.

Aussagen über die Zukunft sind immer behaftet mit Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die späteren aktuellen Ergebnisse nicht mit den Zukunftsaussagen übereinstimmen.

3.2 Risikobericht

3.2.1 Risikomanagementziele

Mit einem umfassenden Risiko-Management-System kontrolliert die Adobe Inc. Gruppe laufend die Entwicklung dieser Risiken und wird nötigenfalls entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen.

3.2.2 Wesentliche Einzelrisiken

Wesentliche Risiken, dargestellt in der Reihenfolge ihrer Bedeutung, für die Adobe Inc. Gruppe und die Adobe Systems GmbH sind insbesondere:

Die Einführung neuer Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle durch die Konkurrenz könnten unserer Wettbewerbsposition und unseren Betriebsergebnissen schaden. Die Märkte für unsere Produkte und Dienstleistungen werden gekennzeichnet durch einen intensiven Wettbewerb, neue Industriestandards, sich kontinuierlich entwickelnde Geschäfts- und Vertriebsmodelle, umwälzende Software und Hardware-Technologieentwicklungen, häufige Einführungen neuer Produkte, kurze Produktlebenszyklen, Preissenkungen mit daraus resultierendem Druck auf die Gewinnspannen und die Preissensibilität der Konsumenten. Die Einführung neuer Technologien könnte die Wirksamkeit unserer Produkte reduzieren. Falls konkurrierende Produkte, Dienstleistungen oder Betriebssysteme eine breitere Akzeptanz erreichen, könnte sich dies auf unser Betriebsergebnis negativ auswirken.

Ungünstige Veränderungen in der gesamtwirtschaftlichen Situation

Die Unsicherheit über die aktuellen und zukünftigen wirtschaftlichen Bedingungen und andere negative Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen in jedem der Länder, in denen wir tätig sind, könnten sich negativ auf unser Betriebsergebnis auswirken.

Verlängerte und komplexe Verkaufszyklen, bspw. durch die Notwendigkeit Kunden über den Einsatz und Nutzen von Großanwendungen unserer Produkte und Dienstleistungen aufzuklären, einschließlich technischer Fähigkeiten, Sicherheitsmerkmale, potenzielle Kosteneinsparungen, der Wunsch von Unternehmen, umfangreiche Evaluierungsprozesse durchzuführen, Budgetbeschränkungen der Kunden, wirtschaftliche Bedingungen und ungeplante administrative Verzögerungen.

Geschäftsschädigende Wirkungen aus dem neuen Schwerpunkt, d. h. der künstlichen Intelligenz

Soziale und ethische Fragen im Zusammenhang mit dem Einsatz neuer und sich entwickelnder Technologien wie künstlicher Intelligenz (KI) in unseren Angeboten können zu Reputationsschäden und Haftungsansprüchen führen und uns zusätzliche Forschungs- und Entwicklungskosten verursachen, um diese Probleme zu lösen. Wir bauen zunehmend KI in viele unserer Angebote ein. Wie bei vielen Innovationen birgt KI-Risiken und Herausforderungen, die ihre Akzeptanz und damit unser Geschäft beeinträchtigen könnten. KI wirft neue ethische Fragen auf, und wenn wir Lösungen ermöglichen oder anbieten, die aufgrund ihrer wahrgenommenen oder tatsächlichen Auswirkungen auf die Gesellschaft kontrovers diskutiert werden, könnten Marken- oder Reputationsschäden, Wettbewerbsnachteile oder rechtliche Haftung entstehen.

Mangelnde Marktakzeptanz für neue Produkte und Verbesserungen.

Zwänge, neue Produkte und Leistungen zu entwickeln, zu vermarkten und anzubieten, um den Kundenanforderungen zu entsprechen, andernfalls könnten die Betriebsergebnisse leiden.

Verspätete Lieferungen von neuen Produkten oder Dienstleistungen.

Abhängigkeit von der Produktentwicklung von anderen Unternehmen der Gruppe.

Die vorstehend genannten Risiken werden in ihrer Tragweite für die Adobe Systems GmbH mit gering bis mittel eingeschätzt.

3.3 Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2023/2024

Für 2023/2024 erwartet die Geschäftsführung keine wesentlichen Änderungen im Geschäftsverlauf und in der Lage der Gesellschaft. Es wird ein leichtes Umsatzwachstum im Jahr 2024 durch die weitere Umsetzung der langfristigen Pläne für die beiden strategischen Wachstumsfelder, Digital Media und Digital Marketing erwartet, während weiterhin ein breites Portfolio von Produkten und Lösungen vermarktet und lizenziert wird. Die Gesellschaft geht davon aus, dass sich die erstattbaren Aufwendungen und die provisionsrelevanten Umsatzerlöse wie auch der Jahresüberschuss demzufolge auf einem leicht höheren Niveau bewegen werden.

4 Sonstige Angaben

Produktentwicklung

Wie vorstehend bereits dargestellt ist die Adobe Systems GmbH eine reine Marketing- und Servicegesellschaft. Alle strategischen Entscheidungen, insbesondere was Forschung und Entwicklung betrifft, werden von der Muttergesellschaft getroffen. Der zukünftige Erfolg hängt von der Fähigkeit der Adobe Gruppe ab, neue wettbewerbsfähige Produkte, die die Anforderungen der Kunden zufriedenstellen, zu entwickeln oder zu erwerben.

[1] Weltweites Bruttoinlandsprodukt (BIP) bis 2029 | Statista

Größte Volkswirtschaften (BIP) weltweit | Statista Wachstum des BIP nach Ländergruppen bis 2025 | Statista

 

London/San José, den 28. Februar 2024

Mark Garfield, Geschäftsführer

Dr. Christian Keim, Geschäftsführer

Bilanz zum 30. November 2023

Aktiva

30.11.2023 30.11.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.693.151 1.953.893
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 675 675
2.693.826 1.954.568
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 47.446.130 36.469.165
2. Sonstige Vermögensgegenstände 993.553 48.439.683 798.021 37.267.186
II. Guthaben bei Kreditinstituten 2.382.062 1.896.967
50.821.745 39.164.153
C. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 530.275 335.793
54.045.846 41.454.514

Passiva

30.11.2023 30.11.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 178.952 178.952
II. Kapitalrücklage 2.696.313 2.696.313
III. Gewinnvortrag 19.827.966 9.611.795
IV. Jahresüberschuss 8.675.412 10.216.171
31.378.643 22.703.231
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 3.478.204 2.586.665
2. Sonstige Rückstellungen 15.547.389 13.533.136
19.025.593 16.119.801
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.398.471 1.172.399
2. Sonstige Verbindlichkeiten 2.243.139 3.641.610 1.459.083 2.631.482
54.045.846 41.454.514

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Dezember 2022 bis 30. November 2023

1.12.2022 - 30.11.2023
EUR
1.12.2021 - 30.11.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 122.478.237 113.756.832
2. Sonstige betriebliche Erträge 465.000 55.777
122.943.237 113.812.609
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (74.582.588) (65.824.156)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung (9.956.840) (9.262.550)
(84.539.428) (75.086.706)
4. Abschreibungen auf Sachanlagen (757.679) (653.344)
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen (22.601.830) (22.616.028)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 53.512 40.325
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (85.000) 0
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (6.337.400) (5.280.685)
9. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss 8.675.412 10.216.171

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2022 bis 30. November 2023

1. Allgemeine Angaben

Die Adobe Systems GmbH, München, ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 111128 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewandten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von §°267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss ist in Euro aufgestellt.

Der Jahresabschluss der Adobe Systems GmbH wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Die Abschreibungen werden nach Maßgabe der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden längstens über zehn Jahre, überwiegend jedoch über drei bzw. sieben Jahre, abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten von bis zu EUR 250,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten sich im Bereich von EUR 250,01 und EUR 1.000,00 bewegen, werden in einem jahrgangsbezogenen Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre gleichmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen vorgenommen. Sind die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen, so erfolgt eine Wertaufholung bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen angesetzt. Bei dauerhaften Wertminderungen der Finanzanlagen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Der Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Diese Ausgaben sind zum Nennbetrag angesetzt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Kapitalrücklage wurde gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB gebildet.

Bei der Bildung der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen ist erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden gemäß §°253°Abs. 2 HGB mit einem ihrer Restlaufzeit kongruenten von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen unter Zugrundelegung eines durchschnittlichen Steuersatzes von rd. 29 % berechnet, wobei die wesentlichen Unterschiede aus den Rückstellungen für Leerstand und mietfreie Zeiten von Räumlichkeiten resultieren. Die Gesellschaft nimmt das Saldierungswahlrecht gemäß § 274 HGB in Anspruch. Der Aktivüberhang wird wahlrechtskonform nach § 274 HGB nicht ausgewiesen.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls gebucht und grundsätzlich mit dem niedrigeren (Forderungen) bzw. höheren Kurs (Verbindlichkeiten) am Bilanzstichtag bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen und einer Laufzeit von unter einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

3.2 Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen ausschließlich gegen die Adobe Systems Software Ireland Limited, Citywest/Irland (nachfolgend auch kurz: "Adobe Irland"), resultieren aus Verrechnungen aus dem laufenden Leistungsverkehr und haben wie im Vorjahr alle eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

3.3 Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen gegen Finanzbehörden aus Steuerguthaben in Höhe von TEUR 913 (i. Vj. TEUR 720), Mietkautionen in Höhe von TEUR 31 (i. Vj. TEUR 29) und eine Forderung gegen den Vermieter in Höhe von TEUR 50 (i. Vj. TEUR 50).

Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Forderungen haben in Höhe von TEUR 31 (i. Vj. TEUR 29) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, die anderen ausgewiesenen Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten wie im Vorjahr keine Forderungen gegen die Gesellschafterin.

3.4 Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel bestehen aus Bankguthaben.

3.5 Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten besteht aus vorausbezahlten Rechnungen in Höhe von TEUR 530 (i. Vj. TEUR 336).

3.6 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 178.952. Sämtliche Geschäftsanteile werden von der Adobe Systems Benelux B.V., Amsterdam/Niederlande, gehalten.

3.7 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen aus Rückstellungen für Personalaufwendungen von TEUR 13.746 (i. Vj. TEUR 12.400), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von TEUR 1.565 (i. Vj. TEUR 825) und Rückstellungen für vom Vermieter gewährte mietfreie Zeiten sowie Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen von TEUR 236 (i. Vj. TEUR 308).

3.8 Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen, wie im Vorjahr, nicht.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Personalverbindlichkeiten und betreffen Verbindlichkeiten aus dem Aktienkaufplan für Mitarbeiter betreffend Aktien der Muttergesellschaft von TEUR 2.243 (i. Vj. TEUR 1.459).

3.9 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Miet- und Leasing Verträge:

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen
30.11.2023
TEUR
30.11.2022
TEUR
Laufzeit bis zu einem Jahr 1.992 2.020
Laufzeit zwischen ein und fünf Jahren 4.780 4.621
6.772 6.641

Die Beträge verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

Die Miet- und Leasingverträge enden in den Jahren zwischen 2023 und 2027.

Es bestehen wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse sowie keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

3.10 Außerperiodische Aufwendungen

In den Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 3.478 befinden sich außerperiodische Aufwendungen Aufgrund von einer Betriebsprüfung für den Zeitraum 2017 bis 2020 in Höhe von TEUR 1.500. Weiter befinden sich in dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen Verzugszinsen in Höhe von TEUR 85.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Umsatzerlöse

Die Gesellschaft erzielt ihre Umsätze ausschließlich durch die Erbringung von Service-, Marketing und Trainingsleistungen für die Adobe Irland. Die Gesellschaft erhält eine Provision am Gesamtverkaufsvolumen in bestimmten Ländern und eine Supportvergütung. Darüber hinaus erfolgt die volle Übernahme der Kosten, die im Rahmen der Leistungserbringung anfallen. Der Gesamtbetrag aus Vergütung und Kostenübernahme wird unter den Umsatzerlösen des Geschäftsjahres ausgewiesen.

4.2 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung mit TEUR 465 (i. Vj. TEUR 56).

4.3 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind TEUR 1.501 (i. Vj. TEUR 1.457) für Altersversorgung enthalten.

4.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten hauptsächlich die Aufwendungen für Marketing TEUR 7.175 (i. Vj. TEUR 11.545), Reisekosten TEUR 2.832 (i. Vj. TEUR 1.789), Bürokosten inklusive Mieten TEUR 2.752 (i. Vj. TEUR 2.486), Gebühren für Beratungs- und sonstige Leistungen TEUR 5.569 (i. Vj. TEUR 3.344), und für Telekommunikation TEUR 370 (i. Vj. TEUR 423). Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind mit TEUR 344 (i. Vj. TEUR 80) enthalten.

4.5 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betragen TEUR 53 (i. Vj. TEUR 40), diese resultieren aus der Abzinsung langfristiger sonstiger Rückstellungen.

5. Sonstige Angaben

5.1 Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 526 (i. Vj. 505) Mitarbeiter beschäftigt, davon 487 in Vertrieb und Marketing, 32 in Verwaltung, Human Resources, Recht, Finanzen und IT sowie 7 in der Kundenbetreuung.

5.2 Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Gesellschaft setzt bzw. setzte sich wie folgt zusammen:

-Herr Mark Garfield,

SVP, Chief Accounting Officer, Adobe Inc.,

San José, Kalifornien/USA

-Herr Dr. Christian Keim,

Vice President, Head of Legal, Senior Director, Adobe Systems Europe Ltd,

London/UK

-Herr Christoph Kull, abbestellt: 11.04.2024

Managing Director, Central Europe, Adobe Systems GmbH,

München

Bezüglich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhielt.

5.3 Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Adobe Systems GmbH; München, wird auf oberster Ebene in den Konzernabschluss der Adobe Systems Incorporated, San José, Kalifornien/USA, einbezogen. Der Konzernabschluss zum 1. Dezember 2023 kann im Internet unter http://www.adobe.com/investor-relations.html eingesehen werden.

Die Gesellschaft wird auf kleinster Ebene in den Konzernabschluss der Adobe Systems Software Ireland Limited, Dublin/Irland, einbezogen. Der Konzernabschluss kann bei The Companies Office, Parnell Square, Dublin/Irland, eingesehen werden.

5.5 Honorar des Abschlussprüfers

1.12.2022 bis 30.11.2023
TEUR
1.12.2021 bis 30.11.2022
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 12,5 12,5
Steuerberatungsleistungen 10,0 10,0

5.6 Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterin vor, eine Ausschüttung von TEUR 26.000 aus dem Bilanzgewinn und den Gewinnrücklagen vorzunehmen und den restlichen Betrag von TEUR 2.503 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München/London/San José, den 28. Februar 2024

Mark Garfield, Geschäftsführer

Dr. Christian Keim, Geschäftsführer

Anlagevermögen 2022/23

Entwicklung des Anschaffungskosten
Anlagevermögens 01.12.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.11.2023
EUR
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.997.982 1.489.550 (81.301) 10.406.231
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 675 0 0 675
8.998.657 1.489.550 (81.301) 10.406.906
Entwicklung des Abschreibungen Buchwerte
Anlagevermögens 01.12.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.11.2023
EUR
30.11.2022
EUR
30.11.2023
EUR
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.044.089 757.679 (88.688) 7.713.080 1.953.893 2.693.151
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 675 675
7.044.089 757.679 (88.688) 7.713.080 1.954.568 2.693.826

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Adobe Systems GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Adobe Systems GmbH, München‌, - bestehend aus der Bilanz zum 30. November 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2022 bis zum 30. November 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Adobe Systems GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2022 bis zum 30. November 2023‌ geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. November 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2022 bis zum 30. November 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB‌‌ erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌‌‌ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter‌‌ für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 30. Juli 2024

KPMG AG
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