hww Marken Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Dr. Weniger seit 20.6.2019 | Geschäftsführer |
Stefan Zelazny seit 8.3.2017 | Prokura |
Joachim Hauschopp seit 8.3.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 7.63% | |
| 0.96% | |
| 0.76% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
5 von 14 Anteilseignern sichtbar
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
mobisol GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016BILANZ zum 31. Dezember 2016AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für 2016
Anhang für den Jahresabschluss per 31.12.2016Allgemeine Hinweise Die mobisol GmbH (im Folgenden als die "Gesellschaft" bezeichnet) ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in der Skalitzer Str. 85, 10997 Berlin, Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister von Berlin Amtsgericht unter HRB 141397 registriert. Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und der Satzung aufgestellt. Die Gesellschaft wies zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Für ab dem 01.01.2016 beginnende Geschäftsjahre sind erstmalig die Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) zu beachten. Durch das BilRUG wurden die in den Gliederungsschemata zur Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) enthaltenen Posten "außerordentliche Erträge" und "außerordentliche Aufwendungen" sowie dementsprechend die Zwischenergebnisse "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" und "außerordentliches Ergebnis" gestrichen. Eine weitere Änderung der GuV Gliederungsschemata ist die Einfügung eines Zwischenergebnisses "Ergebnis nach Steuern" zwischen dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" und dem Posten "sonstige Steuern". Im Abschluss 2016 wurde darüber hinaus die Neudefinition der Umsatzerlöse nach § 277 Abs. 1 HGB n.F. berücksichtigt. Die Vorjahreszahlen sind insoweit nicht vergleichbar. Wesentliche Änderungen werden im Folgenden unter den jeweiligen Posten erläutert. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bewertet. Notwendige Wertminderungen wurden entsprechend berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, aktive Rechnungsabgrenzungsposten sowie Bankguthaben sind zum Nennwert angesetzt oder wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisen-kassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremd-währungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Im Geschäftsjahr 2015 gewährte Mobisol erstmals ausgewählten Mitarbeiter/Innen 3.526 Optionen auf Geschäftsanteile der Mobisol GmbH (im Folgenden "Optionen"). Im Geschäftsjahr 2016 gewährte Mobisol weitere 861 Optionen an ihre Mitarbeiter/Innen. Eine Option berechtigt die Begünstigten stimmrechtslose Anteile der Gesellschaft zum Ausübungspreis von EUR 1 bzw. EUR 500 je Anteil zu kaufen. Der Ausübungspreis ist dabei abhängig vom Beginn des Arbeitsverhältnisses mit der Gesellschaft. Die Optionen haben eine vertraglich vereinbarte Optionslaufzeit von 5 Jahren. Die Gewährung der Optionen wird klassifiziert und als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente in Übereinstimmung mit IFRS 2 bewertet. Der als Aufwand zu erfassende Gesamtbetrag wird durch Bezugnahme auf den beizulegenden Zeitwert der gewährten Optionen zum Zeitpunkt der Gewährung bestimmt und wird über die Leistungsperiode verteilt. Die Optionen sind laut den Bedingungen des Optionsplans, frühestens nach Ablauf der Sperrfrist von 3 Jahren ausübbar. Die Sperrfrist beginnt mit dem Unternehmenseintritt der Mitarbeiterin/des Mitarbeiters. Nachdem die Sperrfrist abgelaufen ist, können die Optionen am 31. Mai und 30. November des entsprechenden und der folgenden Jahre, bis zum Ende der vertraglichen Bedingungen der Optionen ausgeübt werden. Wenn der/die Berechtigte die Gesellschaft während der Sperrfrist verlässt, verfallen die entsprechenden Optionen. Die Optionen sind unter der Bedingung ausübbar, dass der Begünstigte ein Mitglied der Gruppe der berechtigten Personen zum Ausübungszeitpunkt ist. Dies bedeutet, dass das Arbeitsverhältnis aktiv oder beendet sein kann. Im Falle eines Endes, zum Beispiel eines Börsengangs oder bei Verkauf von mindestens 50 % des gezeichneten Kapitals, hat die Gesellschaft die Möglichkeit, die Optionen mit liquiden Mitteln zu begleichen. Allerdings hat das Management derzeit nicht die Absicht, bei einem Börsengang oder Verkauf einen Ausgleich durch liquide Mittel zu tätigen. Die folgende Tabelle zeigt ausstehende, gewährte, verfallene, ausgeübte, verfallene und ausübbare Optionen:
In den Geschäftsjahren 2016 wurden keine Optionen ausgeübt. Der Ausübungspreis für die ausstehenden Optionen beträgt EUR 1,00 respektive EUR 500,00. Die Bewertung des Optionsprogramms wurde durch Anwendung des Black Scholes Modell und unter Berücksichtigung der Bedingungen und Konditionen des Optionsplans berechnet. Die folgende Tabelle zeigt die Eingabeparameter des Modells im Jahr 2016:
Die Berechnung des risikofreien Zinssatzes basiert auf der impliziten Rendite deutscher Staatsanleihen mit gleichwertigen Bedingungen. Mobisol hat keine Optionen oder Aktien zum Handel an einer Börse ausgegeben; daher basiert die erwartete Volatilität auf der historischen Volatilität einer Peer-Gruppe. Dividendenzahlungen werden in der Berechnung des Optionspreises nicht berücksichtigt, da in naher Zukunft keine Dividendenzahlungen geplant sind. Die Berechnung der Volatilität geht davon aus, dass zukünftige Trends aus den historischen Volatilitätswerten abgeleitet werden können; daher ist es wahrscheinlich, dass sich die angenommene Volatilität von der tatsächlichen Volatilität unterscheidet. Für den Zweck der Berechnung wird einer durchschnittlichen Optionslebensdauer von 3,8 Jahren betrachtet. Weiterhin wird davon ausgegangen, dass die Anteile ohne Stimmrecht des Optionsprogramms im Vergleich zu Anteilen mit Stimmrechtsanteil einen reduzierten Wert von 35 % haben. Dieser Wertunterschied ist in dem beizulegenden Zeitwert der Aktienoptionen berücksichtigt. Im Jahr 2016 belief sich der Gesamtbetrag für anteilsbasierte Vergütungen auf TEUR 391 (2015: TEUR 719). Die entsprechenden Kapitalrücklagen belaufen sich zum 31. Dezember 2016 auf TEUR 1.110 (2015: TEUR 719). Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt (s. Anlage). Die Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
*) Das Eigenkapital weist das Kapital vor Jahresergebnis aus. Umrechnungskurse zum 31.12.2016
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen Von den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 42.211 (2015: TEUR 27.031) haben TEUR 30.856 (2015: TEUR 0) eine Laufzeit von über einem Jahr. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen in Höhe von TEUR 1.199 (2015: TEUR 703) auf Darlehen und in Höhe von TEUR 41.012 (2015: TEUR 26.328) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft Forderungen gegenüber der Mobisol Ltd. in Höhe von TEUR 5.500 wertberichtigt. Sonstige Vermögensgegenstände In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 27 (2015: TEUR 72) enthalten. Die Sonstige Vermögensgegenständen des Geschäftsjahres und des Vorjahres sind bis auf TEUR 16 (2015: TEUR 81) innerhalb eines Jahres fällig. Eigenkapital Im Geschäftsjahr fand folgende Kapitalerhöhung statt:
Der Kapitalrücklage wurden im Geschäftsjahr 20.416 TEUR zugeführt Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 976 betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen (TEUR 429) und Personalkosten (TEUR 497). Verbindlichkeiten
Zum 31. Dezember 2016 hat mobisol folgende Sicherheiten an Dritte gewährt: Im Mai/August 2016 hat mobisol zwei besicherte erstrangige Darlehen mit einem Volumen von Mio. USD 13,5 (Mio. EUR 11,9) aufgenommen. Darlehensempfängerin und Darlehns-schuldnerin ist die mobisol GmbH, während die Mobisol UK Ltd. und die Mobisol Rwanda Ltd. zusätzlich Darlehensschuldnerinnen sind. Beide Darlehen werden unter den Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und sind besichert. Den Darlehensgebern wurde ein Pfandrecht an allen konzerninternen Forderungen und an allen Forderungen im Rahmen des Kundengeschäfts eingeräumt. Ferner sind den Darlehensgebern Pfandrechte auf die Bankkonten der mobisol GmbH eingeräumt worden. Die Darlehnsverträge regeln auch, dass bestimmte Geschäfte und Handlungen der mobisol, die über das normale Geschäft hinausgehen, zustimmungspflichtig sind. Ferner ist das Eingehen von Verbindlichkeiten und jeder Art von finanziellen Verpflichtungen außerhalb des für das laufende Geschäft erforderlichen Umfangs nur mit Zustimmung der Darlehensgeber möglich. Für die Besicherung der Darlehen haben Finnfund/ECC untereinander ein Intercreditor Agreement geschlossen, in der die Aufteilung der von mobisol gewährten Sicherheiten im Verwertungsfall geregelt ist. Im Rahmen der Darlehensaufnahme wurde die Besicherung der vom Gesellschafter ViMAP gewährten Darlehen aufgehoben und für einzelne Darlehen von ViMAP eine Verlängerung der Laufzeit vereinbart, so dass diese erst nach Ende der Laufzeit der Finnfund/ECC Darlehen fällig sind. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Bei Anwendung des BiIRUG im Vorjahr wären die Umsatzerlöse insgesamt um TEUR 12 auf TEUR 16.251 gestiegen und die sonstigen betrieblichen Erträgen entsprechend auf TEUR 1.927 gesunken. Sonstige Angaben Mitarbeiter Die Mitarbeiterzahl betrug im Jahresdurchschnitt 103. Zum Ende des Jahres waren 116 Mitarbeiter angestellt. Dabei entfielen 42 auf Soft- und Hardware-Management, 32 auf Vertrieb/Marketing/Geschäftsentwicklung, 24 auf Verwaltung und Finanzierung sowie 18 auf Einkauf und Logistik. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Planung der Gesellschaft sieht für die Tochtergesellschaften weiteren Finanzierungsbedarf in Höhe von Mio. EUR 15,6 vor. Daneben bestehen Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 456. Abschlussprüferhonorar Bezüglich der Angabe des Abschlussprüferhonorars gemäß § 285 Nr.17 HGB wird auf die Angaben im Konzernabschluss der mobisol GmbH verwiesen. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Thomas Gottschalk geführt. Der Geschäftsführer Herr Gottschalk war alleinvertretungsberechtigt und befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen. Die Gesellschaft macht von der Befreiung gem. § 286 Abs.4 HGB Gebrauch. Mitglieder des Aufsichtsrates:
An den Aufsichtsrat wurden insgesamt Vergütungen i.H.v. 7 TEUR gezahlt. Ergebnisverwendung Der Jahresfehlbetrag von 10.769 TEUR wird auf neue Rechnung vorgetragen. Nachtragsbericht: Geschäftsführung Dr. Hartmut Schüning wurde zum 1. Januar 2017 zum Geschäftsführer bestellt. Er ist gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder Prokuristen vertretungsberechtigt. Darlehen Im Mai 2017 haben Finnfund und Mobisol einen neuen Finanzierungsvertrag unterschrieben, der ein Volumen von 6 mEUR hat und an den bestehenden Vertrag eng angelehnt ist. Im Mai 2017 hat Mobisol die Möglichkeit wahrgenommen, ECC um eine Verlängerung des bestehenden Kreditvertrags um zwei Jahre zu bitten. Die Zustimmung ist zum Berichtszeitpunkt noch ausstehend. Finanzierung der Geschäftsaktivitäten und Kundenforderungen In Tansania ist die Mobialpha Ltd. gegründet worden. Diese soll zukünftig als special purpose vehicle für die Finanzierung von Kundenforderungen in Tansania dienen.
Berlin, den 30.06.2017 gez. Dr. Hartmut Schüning gez. Thomas Gottschalk Entwicklung des Anlagevermögens
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| Historische Anschaffungskosten | ||||
| Stand 01.01.2016 | Zugänge | Abgänge | Stand 31.12.2016 | |
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 68.687,50 | 19.450,05 | 88.137,55 | |
| II. Sachanlagen | 247.148,74 | 222.687,81 | 469.836,55 | |
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 196.548,79 | 113.596,86 | 310.145,65 | |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 50.599,95 | 94.232,90 | 144.832,85 | |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 14.858,05 | 14.858,05 | ||
| III. Finanzanlagen | 50.118,45 | 118.108,23 | -1,00 | 168.225,68 |
| 365.954,69 | 360.246,09 | -1,00 | 726.199,78 | |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand 01.01.2016 | Abschreibungen Geschäftsjahr | Abgänge | Stand 31.12.2016 | |
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 52.662,93 | 52.662,93 | ||
| II. Sachanlagen | 27.781,72 | 81.075,81 | 108.857,53 | |
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 11.465,79 | 15.482,94 | 26.948,73 | |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 16.315,93 | 65.592,87 | 81.908,80 | |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | ||||
| III. Finanzanlagen | 1,00 | -1,00 | ||
| 27.781,72 | 133.739,74 | -1,00 | 161.520,46 | |
| Buchwerte | ||
| Stand 31.12.2016 | Stand 31.12.2015 | |
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 35.474,62 | 68.687,50 |
| II. Sachanlagen | 360.979,02 | 219.367,02 |
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 283.196,92 | 185.083,00 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 62.924,05 | 34.284,02 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 14.858,05 | |
| III. Finanzanlagen | 168.225,68 | 50.118,45 |
| 564.679,32 | 338.172,97 | |
I. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN
1. Geschäftstätigkeit
2. Unternehmensstrategie
3. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren
4. Rahmenbedingungen
5. Überblick über den Geschäftsverlauf und Gesamtaussage zu Geschäftsentwicklung
II. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE
1. Ertragslage
2. Finanzlage
3. Vermögenslage
III. Risiko- und Chancenbericht
1. Risikomanagementsystem
2. Zentrale Risikofelder
3. Gesamtrisikosituation
4. Chancenbericht
IV. PROGNOSEBERICHT
1. Geschäftstätigkeit
Geschäftszweck
Seit der Gründung im Jahr 2011 hat sich Mobisol zu einem der größten Unternehmen im Bereich der ländlichen Elektrifizierung mittels kleiner Solaranlagen in Ostafrika entwickelt. Mobisol konzentriert sich auf die Entwicklung und Vermarktung von Solaranlagen (Solar Home Systeme, SHS) mit einer Leistung von 80 bis 200 Watt und darauf zugeschnittene Lampen, Haushalts- und Elektronikgeräte.
Unser Ziel ist es, die Entwicklung und Versorgung der ländlichen Bevölkerung in Afrika weiter zu unterstützen und zu fördern und dabei profitabel zu wachsen.
Die Mobisol GmbH nimmt als Holding-Gesellschaft die zentrale Stellung innerhalb der Mobisol Gruppe ein. Die Mobisol GmbH steuert das operative Geschäft der Tochtergesellschaften in Ostafrika und erbringt zentralisierte Dienstleistungen und IT- und Hardware-basierte Entwicklungsleistungen. Insbesondere kauft die Mobisol GmbH die Hardwarekomponenten der SHS bei den Zulieferern ein und verkauft diese an die operativen Tochtergesellschaften in Ostafrika weiter. Sie hält Anteile an Tochtergesellschaften in Tansania, Kenia, Ruanda, Mauritius, China und England.
Produkte
Das Produktportfolio umfasst SHS mit einer Leistung von 80 bis 200W.
Die Komponenten für die SHS und darauf abgestimmte Stromverbraucher wie z. B. Handyladegeräte, Lampen, Rasierer, Radio oder Fernseher werden in China und Afrika eingekauft und in Afrika zusammengebaut und je nach individuellem Kundenwunsch als Paket verkauft. Zusätzlich wird eine Finanzierung des Kaufpreises über 3 Jahre angeboten.
Leitung und Kontrolle
Mobisol verfügt über eine zweigeteilte Führungs- und Kontrollstruktur. Zusätzlich zur Geschäftsführung ist ein Executive- Board installiert worden, das in wöchentlichen Sitzungen die Unternehmensstrategie entwickelt, die daraus resultierenden Ziele festlegt und gleichzeitig deren Umsetzung verantwortet.
Der Aufsichtsrat berät den Vorstand regelmäßig und überwacht kontinuierlich seine Tätigkeit. Der Aufsichtsrat übt grundsätzlich keine Geschäftsführungsfunktion aus. Die Satzung sieht allerdings vor, dass der Vorstand bestimmte Geschäfte nur mit Zustimmung des Aufsichtsrates vornehmen darf. Der Aufsichtsrat hat 2 Ausschüsse gebildet, den Bilanz- und den Personalausschuss.
2. Unternehmensstrategie
Das Jahr 2016 war durch weiteres Wachstum gekennzeichnet, sowohl in den bisherigen Kernmärkten Tansania und Ruanda, als auch durch den Neuaufbau des Geschäftes in Kenia.
Die Expansion in weiteren Ländern und der Verkauf über Distributoren außerhalb unser Kernzielländer sind für die nächsten Jahre geplant und sollen das weitere Wachstum absichern.
In China hat Mobisol eine eigene Gesellschaft, die für den Einkauf und die Qualitätsüberwachung bei den Lieferanten zuständig ist.
Die Forschung und Entwicklung sowie das Qualitätsmanagement sind in Berlin angesiedelt.
Zur Ausbildung unserer Mitarbeiter in Afrika gibt es eigene Mobisol-Akademien.
Die Finanzierung der von den Tochtergesellschaften vergebenen Kundenkredite erfolgt bisher bei der Mobisol GmbH über Kredite und Eigenkapital und soll zukünftig stärker durch Kooperationen mit lokalen Banken in Afrika und durch internationale Debt-Investoren abgedeckt werden.
3. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Installierte Kapazität
Die von Mobisol vertriebenen Solaranlagen haben eine Größe von 80 bis 200 Wp und befinden sich aktuell in einem Marktsegment, das nur von wenigen Firmen der dezentralen Solarenergie in Entwicklungs- und Schwellenländern vertreten wird. Die meisten Produkte zur netzfernen Elektrifizierung und Beleuchtung werden in kleineren Größen verkauft, die überwiegende Mehrheit im Segment bis 10 Wp. Dies führt dazu, dass Mobisol einen relativ hohen Anteil an der installierten Kapazität in der gesamten Branche einnimmt, bis Ende 2016 über 8 MWp. Alleine in 2016 wurden knapp 4,5 MWp installiert.
Maßnahmen Gesundheitsprävention
Mobisol engagiert sich vermehrt für eine gesunde Work-Life-Balance seiner Mitarbeiter. So bot Mobisol beispielsweise in 2016 diverse Sportkurse für die Mitarbeiter in Berlin an, die auch zahlreich in Anspruch genommen wurden (darunter Yoga, Fitness, Klettern etc.).
Darüber hinaus liegt es Mobisol am Herzen eine nachhaltige Versorgung für Mitarbeiter im Falle von Notfällen zu schaffen. Damit sorgt Mobisol auch in seinen Tochtergesellschaften für eine überdurchschnittlich gute Krankenversicherung der Mitarbeiter in Ostafrika.
Emissionseinsparungen
Mobisols Produkte sind über myclimate im Rahmen des international anerkannten Goldstandards zertifiziert. Emissionseinsparungen durch die Nutzung von Solarstrom werden nach der Methodik der UNFCCC berechnet. Die jeweiligen jährlichen CO2-Einsparungen der Solaranlagen sind abhängig von der Größe des Produktes, bzw. der Wattstunden die potentiell von der Anlage produziert werden können. Im Falle von Mobisol spart eine durchschnittliche Anlage etwa 0,5 Tonnen CO2-Äquivalent im Jahr während der Nutzung. Auf Basis der erfolgreich installierten Anlagen berechnet sich somit eine Gesamteinsparung von über 28 Tausend Tonnen CO2.
Nachhaltigkeit
2016 hat sich Mobisol im Rahmen einer neuen Investitionsvereinbarung mit Investec, IFC und FMO dazu verpflichtet einen umfassenden Environmental & Social Action Plan zu verfolgen, der unter anderem detaillierte Strategien zu den Themen Abfallmanagement, Kundenschutz, Arbeitsbedingungen, und Umwelt- und Qualitätsmanagement umfasst. Dieser Plan wird von einer Mitarbeiterin verfolgt, die die neu geschaffene Stelle der Sustainability Managerin besetzt. Diverse Meetings und Workshops wurden bereits zum Thema Recycling von Batterien und E-Waste abgehalten. Aktuell befindet sich Mobisol in Absprachen mit potentiellen Partnern für die fachgerechte Entsorgung seiner Komponenten, einige elektronische Komponenten werden bereits von einem Partner in Tansania entsorgt.
Alle Personalrichtlinien werden im Moment aktualisiert und mit den IFC Performance Standards abgeglichen. Eine Risikoanalyse im Bereich der Arbeitssicherheit ist für alle Standorte geplant. Bezugnehmend auf die darin identifizierten Risiken wird Mobisol notwendige Arbeitsschutzkleidung an all seine Techniker in den operativen Tochtergesellschaften verteilen (bereits jetzt wird an diversen Standorten entsprechende Ausstattung ausgegeben) und die Darstellung der Arbeitsrisiken in alle Ausbildungs- und Trainingsmaterialien übernehmen um alle betroffenen Mitarbeiter umfassend zu schulen.
Darüber hinaus wurde Mobisols nachhaltiges Geschäftsmodell auch öffentlich mit Anerkennungen ausgezeichnet. So wurde Mobisol im November 2016 für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert und gewann im Mai 2017 den GreenTec Award in der Kategorie Nachhaltige Entwicklung.
Forschung und Entwicklung
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden im Wesentlichen in unserer Zentrale in Berlin betrieben.
Zusätzlich betreiben wir gemeinsam mit unseren Lieferanten Produktentwicklung, z. B. in China, wo wir eine eigene Tochtergesellschaft gegründet haben, um Produktqualität und -Weiterentwicklung vor Ort abzusichern.
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Mobisol umfassen sowohl die ständige Weiterentwicklung der Leistung und der Qualität der Solar Home Systeme als auch die Optimierung der darauf abgestimmten Haushalts- und Elektronikprodukte.
Mobisol fokussiert sich dabei auf Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf marktnahe und kurz- bzw. mittelfristig erfolgversprechende Projekte, die den Wünschen und Bedürfnissen und auch den besonderen klimatischen Anforderungen in Afrika Rechnung tragen.
Dabei konzentrieren wir uns nicht nur auf private Endkunden, die Ihr Haus elektrifizieren möchten, sondern auch kleine Gewerbetreibende, die mit unseren Systemen Einkommen generieren.
Für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten haben wir in 2016 rund 1,1 Mio. € ausgegeben.
MITARBEITER
Unsere Mitarbeiter sind der wichtigste Faktor für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Mobisol. Ihre Qualifikationen, ihre Motivation und ihre Leistungsbereitschaft beeinflussen maßgeblich die zukünftige Unternehmensentwicklung.
Flache Hierarchien, kurze Entscheidungswege und ein partnerschaftliches Miteinander sind wichtige Bestandteile unserer Unternehmenskultur.
Durch das interne Ausbildungssystem Mobisol - Academy stärken wir die fachlichen Kompetenzen unserer Mitarbeiter, insbesondere in Afrika.
Darüber hinaus unterstützt Mobisol seine Mitarbeiter mit Gesundheits- und Sportangeboten sowie flexiblen Arbeitszeiten.
Mobisol ist bestrebt, alle Mitarbeiter leistungsbezogen an der Entwicklung des Unternehmens zu beteiligen.
Daher hat Mobisol für viele Mitarbeiter ein Beteiligungsprogramm auf Optionsbasis aufgelegt, bei dem die Mitarbeiter Geschäftsanteile an der Mobisol GmbH erwerben und so an der zukünftigen Wertentwicklung ihres Unternehmens risikolos teilhaben können.
Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt 2016 angestellten Mitarbeiter betrug 103. Zum Ende des Jahres waren 116 Mitarbeiter angestellt.
4. Rahmenbedingungen
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen weltweit
Die Weltwirtschaft wächst seit den zum Teil überschwänglichen Entwicklungen im Vorfeld der globalen Finanzkrise von 2008 nur verhalten. Generell wird das Produktivitätswachstum als gering eingestuft, die Investitionstätigkeit bleibt verhalten und der Welthandel wächst allenfalls moderat. Insbesondere ist als problematisch einzustufen, dass das Wachstum der führenden Volkswirtschaften zu wesentlichen Teilen von einer expansiven Geldpolitik getragen wird. Die von den wichtigsten Zentralbanken (Federal Reserve, Europäische Zentralbank, Bank of Japan) seit geraumer Zeit vertretene Niedrigzinspolitik in Verbindung mit umfangreichen Aufkauf-programmen für Anleihen vermag wichtige Impulse zur kurzfristigen Wirtschaftsbelebung der jeweiligen Wirtschaftsräume geben, ob damit aber ein Struktureffekt in Form einer längerfristigen Anhebung des Wachstumspfades erreicht werden kann, bleibt strittig - oder zumindest abzuwarten.
Als zentrale Risiken für die zukünftige Entwicklung der Weltwirtschaft sind ein krisenhafter Anstieg der Ungewissheit über die weitere Integration Europas, mögliche Krisentendenzen der Wirtschaftslage in China, und die zuletzt in Großbritannien und den USA propagierten protektionistischen Tendenzen zu nennen. Sollte es zu einer zügigen Straffung der Geldpolitik kommen, könnte dies zu einer Umkehr internationaler Kapitalströme führen, und vor allem die öffentlichen Haushalte derjenigen Entwicklungs- und Schwellenländer erheblich belasten, die stark in Fremdwährung verschuldet sind; entsprechende Währungsabwertungen wären die Folge.
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Ostafrika
Das Wachstumspotential in Ostafrika - wo sich mit Tansania, Ruanda und Kenia Mobisol's Kernabsatzmärkte befinden - bleibt unverändert hoch. Zuletzt lag das Wirtschaftswachstum bei 6 % - 7 % pro Jahr, getragen von den Sektoren Industrie, Bau, Dienstleistungen und Informations-und Kommunikationstechnologie. Bei einem geringen Industrialisierungsgrad stellen jedoch auch Rohstoffströme bzw. -preise gewichtige Einflussfaktoren auf die Wirtschaftslage dar. Ohne die langfristige Finanzierung von Seiten bi- und multilateraler Partner würden die verantwortlichen Stellen viele Infrastrukturmaßnahmen nicht oder nur in reduzierter Form verfolgen. Andererseits leben weiterhin rund 30 % der Bevölkerung in Armut (knapp 10 % in extremer Armut).
Branchenspezifische Rahmenbedingungen
Solar Home System-Markt
Die geschätzt 1,2 Milliarden Menschen ohne gesicherten Zugang zu Strom geben pro Jahr geschätzte EUR 25 Milliarden für Beleuchtung durch Kerosinlampen, Kerzen oder batteriebetriebene Taschenlampen aus - obwohl netzungebundene Solarsysteme die sauberere und günstigere Lösung darstellen könnten und in verschiedensten Typen und Leistungsspannen vielerorts bereits seit Jahren angeboten werden.
Wie in den Vorjahren dürfte der Markt für die gesamte Bandbreite netzungebundener Solarsysteme derzeit mit rund 30 % pro Jahr wachsen. Von den geschätzt rund 40 Millionen Haushalten, die ein netzungebundenes Solarsystem nutzen, entfallen geschätzt maximal 5 % auf PAYG-Systeme, die auf eine langjährige Nutzung ausgelegt sind und zugleich den Nutzer auch in die Lage versetzen, den Haushalts-grundbedarf an Strom durch das erworbene System zu decken. Mobisol geht davon aus, dass das von uns präferiert bediente obere Marktsegment für Solar Home Systems in einer Leistungsspanne zwischen 80 Wp und 250 Wp auch langfristig starke globale Wachstumsraten pro Jahr ausweisen dürfte; entsprechend konzentriert Mobisol seinen Entwicklungsaufwand auf dieses Segment und positioniert sich entsprechend im Markt.
Die Marktdynamik in Afrika mit rund 600 Millionen Menschen ohne gesicherten Netzzugang ist besonders ausgeprägt, nicht zuletzt da die Bevölkerung ohne Netzzugang weiterhin wächst. Die derzeitige, steile Wachstumskurve des PAYG-Marktes würde ohne Zugang zu Refinanzierungsfazilitäten zügig abflachen. Sobald sich ein Markt bzw. "Spielregeln" für Refinanzierungsfazilitäten für PAYG-Anbieter etabliert haben, sinken die Markteintrittsbarrieren, und es ist zu vermuten, dass weitere Anbieter auf den Markt drängen werden. Während die Refinanzierungsfazilitäten bislang weitestgehend von Impact Funds und Agenturen mit einem auf Entwicklungsfinanzierung fokussierten Geschäftsmodel bereitgestellt wurden, sehen wir -bei weiterhin steiler Wachstumskurve des PAYG-Marktes - perspektivisch eine gewisse Notwendigkeit, dass mehr und mehr Refinanzierungsfazilitäten auch von Mainstream Playern bereitgestellt werden.
Die Zukunft des Marktes für netzungebundene Solarsysteme wird durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren bestimmt werden, wobei hier insbesondere das Marktverhalten der größeren Anbieter, der Zugang zu Refinanzierung, der Zyklus technischer Weiterentwicklung und die Regulierung des Marktes zu nennen sind. Mobisol ist in dieser Hinsicht hervorragend aufgestellt: wir vertreiben qualitativ hochwertige, langlebige Solartechnik mit entsprechender Gewährleistung, ermöglichen unseren Kunden bequeme Ratenzahlung über Mobile Money, entwickeln unsere Produkte ständig weiter und bauen parallel dazu die für eine weitere Skalierung unseres Geschäftsmodells erforderlichen Organisations- und Finanzierungsstrukturen auf.
Credit Business
Mobisol vertreibt modulare Solar Home Systems, die typischerweise aus einem Solarpanel, einem Akku, einer Steuerungseinheit und einigen gleichstrombetriebenen Haushaltsgeräten bestehen (Beleuchtung, Ladestation für Mobiltelefone, Radio, Fernseher, Ventilator, Haarschneidemaschine, o. ä.). Potentielle Kunden -sofern sie die Produkte nicht bar bezahlen, sondern einen Finanzierungsantrag stellen, was auf die ganz überwiegende Mehrheit unserer Kunden zutrifft - werden von unserem Customer Service Center zu einem Telefoninterview gebeten, bei dem wir die aus unserer Sicht hinsichtlich der Zahlungsfähigkeit und der Zahlungswilligkeit des Kunden aussagekräftigen Wirtschaftsdaten erheben. Auf Basis des aus den erhobenen Daten errechneten monatlich verfügbaren Haushaltseinkommens, und in Anlehnung an seine laufenden Ausgaben für Brennstoffe, wird dem Kunden ein Produktangebot mitsamt Zahlungsplan unterbreitet.
Entscheidet sich der Kunde für das Angebot, ist zunächst eine Anzahlung zu leisten; anschließend greift ein Zahlungsplan, bei dem die Kunden einen monatlichen Mindestbetrag zur Abzahlung ihres Systems leisten müssen. Das Solar Home System wird von Mobisol-Mitarbeitern oder entsprechend geschulten Dienstleistern geliefert und installiert und kann mittels eines eingebauten GSM Chips aktiviert bzw. auch deaktiviert werden; letzteres dient der Disziplinierung des Kunden für den Fall ausbleibender Tilgungsraten. Unser Zahlungsplan richtet sich nicht nach dem Stromverbrauch sondern allein nach der Verfügbarkeit des Systems in Händen des Kunden. Je nach Produkt, in der überwiegenden Mehrzahl der verkauften Systeme nach 36 Monatsraten, geht das System ohne weitere Formalitäten in das Eigentum des Kunden über (rent-to-own model).
Für den Kunden bedeutet das PAYG-Modell weit mehr als eine Finanzierungslösung für das System, da der Kunde bei vergleichsweise geringem Eigenbeitrag (Anzahlung) ein System wählen kann, welches er sich ansonsten nicht würde leisten können. Nach Abzahlung des Systems verfügt der Kunde mit dem System über eine Kreditsicherheit, die gegebenenfalls für eine weitere (Konsumenten-)Kreditvergabe herangezogen werden kann.
Wettbewerb
Das Angebot von Solar Home and Business Systemen ist eine komplementäre Option zum Ausbau des Netzes oder dem Bau von sogenannten Minigrids (also Inselnetzen). Trotz ambitionierter Ausbaupläne, insbesondere in Kenia, ist nicht zu erwarten oder zu beobachten, dass der Netzausbau oder MiniGrid Ausbau einen materiellen negativen Effekt auf unser Wachstum haben wird. Die Kosten für den Netzausbau liegen immer noch deutlich höher als die Kosten für ein SHS. Während im SHS Bereich weitere Skaleneffekte und entsprechende Preisreduzierungen erwartet werden, ist dies im On oder Minigrid Bereich nicht der Fall.
Anfang 2017 veröffentlichten Marktbericht des Informationsdienstleister Bloomberg werden aggregierte Verkaufszahlen für den Solar Offgrid -Sektor zusammen getragen. Danach summiert sich die Anzahl der insgesamt verkauften Solar Home Systeme weltweit auf knapp über einer Million. Mit einer Ende 2016 verkauften Anzahl von 75.000 Systemen liegt der Marktanteil der Mobisol GmbH demnach bei etwas über 5 %. Im Unterschied zu den meisten Wettbewerbern, die sogenannte Pico Systeme verkaufen (also kleine Systeme mit Solarpanelen von 10 bis 50 Wp), beträgt die durchschnittliche Größe eines Mobisol Systems 110 Wp. Im Bereich Large Solar Home Systems (also jenen Systemen, die neben Lichter auch größere Stromverbraucher wie z. B. Fernseher betreiben können) ist Mobisol nach eigener Einschätzung Marktführer.
5. Überblick über den Geschäftsverlauf und Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung
Das Jahr 2016 war durch das weitere Wachstum unserer Tochtergesellschaften sowie die Erschließung des für uns neuen Marktes Kenia mithilfe einer neuen Tochtergesellschaft gekennzeichnet.
In Tansania und Ruanda gab es 2016 eine sehr starke Dürreperiode, die zu erheblichen Ernteausfällen geführt hat. Zusätzlich wurde in Tansania im 3. Quartal 2016 ein Exportverbot von einigen landwirtschaftlichen Erzeugnissen erlassen, das zu weiteren Einkommensverlusten führte.
Da ein großer Teil der Bevölkerung in Ostafrika das Primäreinkommen aus landwirtschaftlicher Tätigkeit erzielt, ist die Abhängigkeit von klimatischen Begebenheiten hoch. Daher hat die Dürreperiode zu Kaufkraftverlusten bei unseren Kundengruppen geführt. Das hat zum einen dazu geführt, dass temporär im 2. Halbjahr 2016 unser Neugeschäft unter unseren Erwartungen geblieben ist und zum anderen zu erhöhten Ausfallraten der Kundenforderungen. Wir gehen davon aus, dass der Einfluss dieser Dürreperiode bis zur nächsten Ernte Mitte 2017 noch andauern wird. Vor diesem Hintergrund wurden Wertberichtigungen auf die Forderungen gegenüber der Tochtergesellschaft in Höhe von 5,5 Mio. EUR vorgenommen.
Trotz dieser schwierigen Ausgangsbedingungen haben wir in 2016 rund 40.000 Solar Home Systeme neu installiert und damit insgesamt bis Ende 2016 rund 75.000 Systeme in Ostafrika verkauft.
Mit bis April 2017 mittlerweile 80.000 zufriedenen Kunden haben wir eine starke Kundenbasis für das Folgegeschäft mit ergänzenden Produkten und zusätzliches Neugeschäft durch Kundenempfehlungen für die Zukunft geschaffen.
Bis ins 3. Quartal 2016 hinein verlief unsere Entwicklung plangemäß. Dann wurden unser Wachstum und unser Ergebnis zunehmend durch die Dürreperiode beeinflusst.
Unter Berücksichtigung dieses außerordentlichen Einflussfaktors waren wir mit dem Verlauf des Geschäftsjahres insgesamt dennoch zufrieden.
1. Ertragslage
| Veränderung | |||||
| in T€ | 2015 | 2016 | ergebnisbezogen | ||
| Umsatz | 16.241 | 17.870 | 1.629 | 10% | |
| Materialaufwand | -12.400 | -14.401 | -2.001 | -16% | |
| Rohertrag | 3.841 | 3.469 | -372 | -10% | |
| Rohertragsmarge | 24% | 19% | |||
| Personalaufwand | -3.314 | -4.901 | -1.587 | -48% | |
| sonstige betriebliche Erträge | 1.939 | 1.033 | -906 | -47% | |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | -1.830 | -6.187 | -4.357 | -238% | |
| EBITDA | 636 | -6.586 | -7.222 | n/a | |
| Zinserträge | 1.172 | 2.682 | 1.510 | 129% | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -648 | -1.808 | -1.160 | -179% | |
| Abschreibungen | -56 | -5.634 | -5.578 | <-100% | |
| Steuern | -483 | 577 | 1.060 | n/a | |
| Jahresergebnis | 621 | -10.769 | -11.390 | n/a | |
Die Mobisol GmbH hat sowohl im abgelaufenen als auch im vorangegangenen Geschäftsjahr im Wesentlichen nur Umsätze mit den verbundenen Unternehmen in Ostafrika getätigt. Der Hauptteil der Umsatzerlöse entfiel dabei auf die in Tansania tätige Mobisol UK Ltd.
Der Anstieg der Personalaufwendungen, der sonstigen betrieblichen Erträge sowie des sonstigen betrieblichen Aufwands ist durch die Ausweitung des Geschäftsbetriebs der Mobisol-Gruppe verursacht.
EBITDA
Die Zinserträge betreffen im Wesentlichen die ausgereichten Kredite gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Zinsaufwendungen sind aufgrund der Neuaufnahme von Krediten deutlich gegenüber dem Vorjahr angestiegen.
Das Jahresergebnis nach Steuern ist von einem Überschuss von 0,6 Mio EUR auf einen Verlust von 10,7 Mio. EUR gefallen. Dies ist zum einen durch Anpassungen bei der Abrechnung von Lieferungen und Leistungen gegenüber den Tochtergesellschaften bedingt, so dass in 2016 die Umsatzerlöse der Mobisol GmbH weniger schnell angestiegen sind als der Aufwand. Daneben war dies durch die Wertberichtigung auf Forderungen aufgrund der Dürre in Ostafrika bedingt. In 2017 plant die Gesellschaft weitere Anpassungen, die zu einer substantiellen Verringerung der Verluste führen sollen.
2. FINANZLAGE
Die Liquiden Mittel der Gesellschaft stieg während des Geschäftsjahres 2016 von 2,5 Mio. € auf 6,6 Mio. € an.
Unser Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ist 2016 und 2015 negativ. Unsere Tochtergesellschaften in Ostafrika gewähren Kredite mit einer Laufzeit von 36 Monaten, so dass unsere Kunden in Afrika die Möglichkeit haben, unser Produkt aus laufenden Einkünften oder der Ersparnis von Ausgaben für andere Licht- und Energiequellen, zu finanzieren. Da sich die Tochtergesellschaften in einer Wachstumsphase befinden, übernimmt die Mobisol GmbH durch die Gewährung langer Zahlungsziele die working capital Finanzierung der Tochtergesellschaften und das spiegelt sich in einem Anstieg der Forderungen gegenüber den Tochtergesellschaften mit der entsprechenden Wirkung auf den operativen cashflow der Mobisol GmbH wider, der 2016 -21,0 Mio. EUR und 2015 -16,2 Mio. EUR betrug.
Dem stand ein positiver Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit gegenüber.
Aus einer Eigenkapitalerhöhung in 2016 sind uns 20 Mio. EUR zugeflossen. Darüber hinaus haben wir zusätzliche liquide Mittel durch die Aufnahme langfristiger Darlehen (nach Saldierung mit Kreditrückzahlungen, Zinszahlungen etc.) in Höhe von 5,4 Mio. € erhalten, so dass die Mobisol GmbH das Jahr 2016 mit einem positiven Cashflow abgeschlossen hat.
3. VERMÖGENSLAGE
| in TEUR | 2015 | 2016 |
| Langfristiges Vermögen | 338 | 565 |
| Anlagevermögen | 338 | 565 |
| Kurzfristiges Vermögen | 31.343 | 50.517 |
| Vorräte | 1.207 | 1.021 |
| Forderungen ggü verbundenen Unternehmen | 27.031 | 42.211 |
| Sonstiges | 572 | 633 |
| Zahlungsmittel | 2.533 | 6.652 |
| Bilanzsumme Aktiva | 31.681 | 51.082 |
| Eigenkapital | 9.625 | 19.251 |
| Langfristige Schulden und Rückstellungen | 19.653 | 22.314 |
| Kurzfristige Schulden und Rückstellungen | 2.403 | 9.517 |
| Bilanzsumme Passiva | 31.681 | 51.082 |
| Eigenkapitalquote | 30% | 38% |
| Eigenkapital zu Anlagevermögen | 2.848% | 3.407% |
| Eigenkapital und langfristige Schulden und Rückstellungen im Verhältnis zu langfristigem Vermögen | 8.662% | 7.356% |
| Kurzfristiges Vermögen im Verhältnis zu kurzfristigen Schulden und Rückstellungen | 1.304% | 531% |
Zum 31. Dezember 2016 beträgt die Bilanzsumme der Mobisol GmbH 51,1 Mio. EUR und ist damit um 19,4 Mio EUR höher als Ende des Jahres 2015.
Wesentlicher Grund für diese Steigerung auf der Aktivseite ist der Anstieg der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, die der Finanzierung der operativen Tochtergesellschaften des Mobisol-Konzerns dienen. Die Mobisol GmbH als Muttergesellschaft des Mobisol-Konzerns finanziert den Verkauf von SHS der operativen Tochtergesellschaften in Ostafrika (Tansania, Ruanda, Kenia) durch die Bereitstellung von Kreditlinien sowie insbesondere langen Zahlungszielen auf Warenlieferungen und Dienstleistungen. Wie im Vorjahr entfallen mehr als die Hälfte der ausstehenden Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen auf die Mobisol UK Ltd Tanzania Branch. Die restlichen Forderungen bestehen zum Großteil gegen die Mobisol Rwanda Ltd.
Auf der Passivseite sind folgende wesentliche Entwicklungen eingetreten: Die Eigenkapitalquote (ohne Berücksichtigung von nachrangigen Gesellschafterdarlehen) ist aufgrund der Eigenkapitalerhöhung durch den neuen Investor deutlich von 30 % auf 38 % gestiegen, das Eigenkapital erhöhte sich um 9,6 Mio. EUR. Neues Fremdkapital wurde im April/Mai 2016 aufgenommen und durch Finnfund und Essential Capital Consortium über erstrangige besicherte Darlehen bereitgestellt. Im Wesentlichen ist das der Grund für die Erhöhung der Schulden gegenüber dem Vorjahr um 9,8 Mio. EUR.
1) Risikomanagement
1.1) Risikopolitik
Die Prävention und bewusste Steuerung von Risiken, die im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit von Mobisol stehen, ist für die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat von zentraler Bedeutung. Die Geschäftsführung überwacht die Entwicklung der wesentlichen Risiken, die die Geschäftstätigkeit von Mobisol maßgeblich beeinflussen können, kontinuierlich und berichtet regelmäßig hierüber dem Aufsichtsrat.
Ziel des Risikomanagements von Mobisol ist es, durch aktive Identifikation, Analyse, Bewertung und Berichterstattung eine Bestandsgefährdung des Unternehmens zu vermeiden, die bestehende Risikosituation transparent zu machen und dadurch die Unternehmensziele und den künftigen Erfolg zu sichern sowie den Unternehmenswert nachhaltig sicherzustellen und zu erhöhen.
Die Aufgabe des Risikomanagements liegt in der Sicherstellung der erfolgreichen strategischen und operativen Ausrichtung der Gruppe. Dies wird erreicht, indem die strategischen und operativen Chancen den entsprechenden Risiken gegenübergestellt werden und als Grundlage für unternehmerische Entscheidungen genutzt werden.
1.2) Organisation des Risikomanagements
Das Risikomanagement bei Mobisol war im abgelaufenen Geschäftsjahr dezentral organisiert. Im ersten Halbjahr wurde ein Executive Management Board bestehend aus fünf C-Level Managern implementiert, die für die Überwachung und Steuerung der Risiken ihres jeweiligen Bereichs die Verantwortung übernommen haben. Unter den fünf C-Level Managern befindet sich auch die Geschäftsführung. Einmal wöchentlich trifft sich das Gremium, so dass dadurch ein zeitnaher Informationsaustausch untereinander stattfindet und damit auch der Geschäftsführung jederzeit ein Gesamtbild der aktuellen Risikolage der Gruppe vorliegt.
Jeder Mitarbeiter ist im Rahmen seiner Kompetenzen zu einem bewussten und verantwortlichen Umgang mit Chancen und Risiken angehalten. Durch die Einsetzung der C-Level Manager als Risikoverantwortliche wird die vollständige Integration des Risikomanagements in die laufende Geschäftstätigkeit der jeweils relevanten Unternehmensbereiche sichergestellt. Durch die flachen Hierarchien und kurzen Berichtswege bei Mobisol ist zu jeder Zeit gewährleistet, dass auftretende Risiken ad-hoc an die jeweiligen Risikoverantwortlichen berichtet werden.
Um das Risikomanagement weiter zu systematisieren, ist für das Geschäftsjahr 2017 geplant, eine zentrale Risikomanagement- und Risikosteuerungsfunktion zu implementieren, die direkt an die Geschäftsführung berichten wird und für den Aufbau einer Gruppenrichtlinie zum Risikomanagement sowie einheitlicher Risiko-Reporting-Prozesse verantwortlich sein wird.
Die Risikomanagementfunktion wird in den Bereich Finance integriert.
1.2.1) Rechnungslegungsbezogenes internes Risikomanagement:
Teil des aktuellen Risikomanagements sind auch die rechnungslegungsbezogenen Prozesse sowie die Risiken und Kontrollen im Hinblick auf die Rechnungslegung.
Kernziel des rechnungslegungsbezogenen internen Risikomanagements bei Mobisol ist die Ordnungsmäßigkeit der Finanzberichterstattung. Darunter verstehen wir die Einhaltung der maßgeblichen gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften. Das rechnungslegungsbezogene interne Risikomanagement umfasst bei Mobisol die entsprechenden Maßnahmen, Grundsätze und Verfahren, welche die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegungsprozesse sicherstellen.
Die Zielsetzungen des Risikomanagements im Hinblick auf die Rechnungslegung sind die Identifikation, Analyse und Bewertung von Risiken die einem regelungskonformen Gruppenabschlusses entgegenstehen bzw. sich auf die Vermögens, Finanz- und Ertragslage auswirken können. Die erkannten Risiken werden dabei hinsichtlich ihres Einflusses auf den Gruppenabschluss überprüft.
Zur Sicherstellung einer gruppenweiten, einheitlichen Bilanzierung in Übereinstimmung mit allen einschlägigen Vorschriften stehen den Verantwortlichen Gruppenbilanzierungshinweise und -Unterlagen zur Verfügung. Diese werden regelmäßig durch das Group Accounting aktualisiert und gepflegt. Darüber hinaus stellt das Group Accounting eine einheitliche Anwendung der Vorgaben und Verfahren durch die Verwendung eines einheitlichen Reporting-Paketes und Kontierungsrichtlinien sicher. Zudem verfolgt das Group Accounting fortlaufend die sich ergebenden Änderungen aus den Standards und Gesetzen.
Für die Erstellung des Gruppenabschlusses existiert bei Mobisol eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Die Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften werden überwiegend dezentral erstellt, die Konsolidierung erfolgt in der Gruppenzentrale durch das Group Accounting. Die Tochtergesellschaften sind verantwortlich für die Einhaltung der Bilanzierungsvorgaben und den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse.
Des Weiteren wurden zur Risikoreduzierung folgende Maßnahmen und Kontrollen etabliert:
Die eingesetzten Systeme im Finanzbereich sind in der Gruppe standardisiert und durch entsprechende Einstellungen und Einrichtungen in der EDV gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden laufend auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Dies erfolgt durch Stichproben und Plausibilitätskontrollen. Die von den Tochtergesellschaften übernommenen Daten werden durch Verantwortliche in der Gruppenzentrale einer Qualitätsprüfung unterzogen, die zugleich auch als Ansprechpartner für komplexe Themen für die Tochtergesellschaften bereitstehen. Die Qualitätsprüfung beinhaltet analytische und manuelle Prüfungshandlungen.
Mobisol ist als international agierende Unternehmensgruppe zahlreichen potentiellen Risiken ausgesetzt. Die eingerichteten Systeme wurden anhand der unternehmensspezifischen Anforderungen so ausgelegt, dass eine Identifikation und Steuerung der wesentlichen Risiken gewährleistet werden kann. Das eingerichtete interne Risikomanagementsystem kann jedoch keine absolute Sicherheit bieten, dass wesentliche Falschaussagen in der Finanzberichterstattung vermieden werden.
1.3) Risikotransfer (Versicherungen)
Mobisol nutzt Versicherungen als ein wesentliches Instrument zur Überwälzung bestehender Risiken, sofern dies wirtschaftlich vertretbar ist. Es wurden branchenübliche Sach- und Haftpflichtversicherungen abgeschlossen, welche einer regelmäßigen Überprüfung unterliegen und im Bedarfsfall angepasst werden. Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass die bestehenden Versicherungspolicen nicht alle potenziellen Verluste und Verbindlichkeiten, die entstehen könnten, angemessen und ausreichend decken.
2) Zentrale Risikofelder
2.1) Gesamtwirtschaftliche Risiken und Branchenrisiken
Die gesamtwirtschaftlichen Risiken von Mobisol ergeben sich aus dem Verlauf der Konjunktur sowie den politischen Entwicklungen in den Absatzländern. Die wirtschaftliche Entwicklung von Mobisol als Anbieter von netzunabhängigen Solar-stromlösungen hängt maßgeblich von den verfolgten Elektrifizierungsstrategien (Netzausbau oder off-grid Elektrifizierung) der jeweiligen Landesregierungen ab. Darüber hinaus wird das gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Risiko für Mobisol in hohem Maße von den klimatischen Bedingungen in den Absatzmärkten bestimmt, da viele der Kunden von Mobisol direkt oder indirekt von Einnahmen aus der Landwirtschaft abhängen. Zu lange Trockenzeiten oder Regenzeiten können negative Auswirkungen auf die Ernten und somit die finanzielle Situation der Kunden haben, was ein erhöhtes Zahlungsausfallrisiko der Kunden sowie niedrigere als erwartete Absatzmengen für die Produkte von Mobisol nach sich ziehen kann.
Trotz der gesamtwirtschaftlich generell positiven Entwicklung kam es in 2016 zu einer schweren Dürre in den Absatzmärkten vom Mobisol, die zu einem erhöhten Ausfall von Kundenkrediten führte. Mobisol entwickelt derzeit Maßnahmen zur Risikoreduktion. (vgl. Abschnitt Kreditrisiko).
2.2) Unternehmensstrategische Risiken
Im Geschäftsjahr 2016 hat Mobisol beschlossen, sein Produktportfolio zu erweitern und implementierte entsprechende Pilotprojekte, in denen nicht nur Produkte zur Elektrifizierung im engeren Sinne wie Lampen, Fernseher und Radios zusammen mit dem Kernsystemen von Mobisol angeboten wurden, sondern auch beispielsweise Versicherungen. Darüber hinaus hat Mobisol weitere potentielle Produkten wie Kühlschränke, Bügeleisen, Schweißanlagen, Picosysteme intensiven Tests unterzogen und zum Teil im Berichtsjahr bereits in kleineren Mengen auf den Markt gebracht. Hiermit verfolgt Mobisol weiter den Ausbau der angestrebten Innovations-führerschaft. Die Entwicklung und das Testen von diversen neuen Produkten könnte vom Kerngeschäft ablenken und zusätzliche Kosten verursachen. Dies könnte zum Verlust von Marktanteilen führen und nachhaltig die Finanz- und Ertragssituation von Mobisol beeinflussen.
Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr der Markteintritt in Kenia mit einem strategischen Partner realisiert; eine Strategie, die auch in Zukunft weiter verfolgt werden soll, um einen schnelleren, kostengünstigeren und reibungsloseren Markteintritt in weiteren Ländern realisieren zu können. Mobisol profitiert bei einem gemeinsamen Markteintritt mit einem Partner beispielsweise durch die Mitnutzung bestehender Vertriebsstrukturen des Partners und durch das Wissen des Partners hinsichtlich nationaler Regelungen und Gesetze. Mobisol ist hierbei dem Risiko ausgesetzt, dass trotz umfassender Prüfung falsche Partner ausgewählt werden, die sich nicht in dem Maß einbringen und das Geschäft nicht so stark voran bringen, wie von Mobisol erwartet oder die Know-how von Mobisol für eigene Zwecke abschöpfen, so dass es durch Partnerschaften zu ungewollten Abhängigkeiten oder einem negativen Einfluss auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage von Mobisol kommen könnte.
Mobisol lässt durch Partnerunternehmen die Komponenten nach vereinbarten Spezifikationen prozessieren. Dies ist insbesondere bei dem Steuerungselement (Controller)mit einem erhöhten Qualitätsrisiko verbunden, da Mobisol nicht die volle Kontrolle über die Produktionsabläufe hat. Darüber hinaus könnten Produktions- und Qualitätsschwierigkeiten bei Lieferanten auftreten.
Mobisol bezieht generell alle seine Produkte von Dritten. Nicht oder nicht rechtzeitige gelieferte Produkte könnten zu Engpässen führen und dazu führen, dass der Absatz hinter den Erwartungen zurück bleibt.
Mobisol befindet sich in einem Wachstumsmarkt. Daher kann es notwendig werden für das weitere Wachstum, für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und für die Bedienung von Zahlungsverpflichtungen weitere Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen aufzunehmen. Im Berichtsjahr hat Mobisol mit dem Aufbau von alternativen Finanzierungsstrukturen begonnen, die das Finanzierungsrisiko ab dem laufenden Geschäftsjahr sukzessive auslagern sollen und somit das Finanzierungsrisiko in den darauf folgenden Jahren signifikant reduzieren werden.
2.3) Finanzwirtschaftliche Risiken
Der Bereich Finance übernimmt die Aufgabe der zentralen Steuerung des Kapitalbedarfes sowie die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit der Mobisol GmbH und deren Tochtergesellschaften und wickelt alle Finanztransaktionen ab.
2.3.1) Kreditrisiko Kreditvergabe an Kunden
Das Risiko von Kundeninsolvenzen ist für Mobisol auf Individualebene nicht relevant, da die Kundenkredite einen geringen Einzelwert aufweisen. Jedoch hat sich im Vergleich zum Vorjahr 2015 das aggregierte Kundenkreditausfallrisiko erhöht, zum einen aufgrund der Ausweitung des Geschäfts, zum anderen, da es in den Absatzländern von Mobisol zu einer Dürre gekommen ist, die auch bei verschiedenen Kunden von Mobisol zur Zahlungsunfähigkeit geführt hat. Ein verstärkter Zahlungsausfall hat die Finanz- und Ertragslage der Gruppe und damit auch der Mobisol GmbH belastet. Auch im laufenden Geschäftsjahr wird die Dürre noch anhalten und hat verstärkt zu Zahlungsausfällen geführt. Um diesem Risiko zu begegnen, hat Mobisol im laufenden Jahr begonnen, Kundenkredite bei den Tochtergesellschaften zu restrukturieren und die Kreditdauer zu verlängern, um das Ausfallrisiko langfristig zu senken. Zum Zeitpunkt der Berichtserstattung sieht es so aus, als würden sich das Klima in den Absatzländern deutlich erholen, so dass davon ausgegangen wird, dass sich die Solvenz der Kunden in Afrika im laufenden Geschäftsjahr wieder verbessern wird.
Um dem Kundenkreditrisiko bei den Tochtergesellschaften in Zukunft besser begegnen zu können, hat Mobisol weitere Maßnahmen eingeleitet: Das Kundenkreditrisiko wird von der Customer Finance Abteilung in der Gruppenzentrale kontinuierlich überwacht. Customer Finance analysiert die Kreditportfolios, um in Zukunft die Prognosefähigkeit für Ausfälle zu erhöhen mit dem Ziel, bei der Kreditvergabe verlässlicher die Kunden auszusortieren, deren Kredite aufgrund gewisser Kriterien mit einer höheren Wahrscheinlichkeit ausfallen werden. Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr analysiert, in welchen Märkten Mobisol zukünftig sein Geschäft ausbauen wird, um auch eine geographische Risikodiversifizierung zu erreichen, damit die Ertragslage und der Unternehmenserfolg weniger stark durch Entwicklungen in einzelnen Ländern und Regionen beeinträchtigt werden. Weitere Markteintritte sind für das Jahr 2018 angestrebt. Des Weiteren hat Mobisol im Berichtsjahr begonnen, eine Diversifizierung der Absatzkanäle zu prüfen (von B2C zu B2B mit starken Unternehmen hin), um das Risiko von Kreditausfällen in Zukunft zu reduzieren. Und schließlich hat Mobisol im Berichtsjahr 2016 begonnen, alternative Finanzierungsstrukturen in Kooperation mit externen lokalen Banken aufzubauen, die das Kreditrisiko in den kommenden Jahren weitgehend auslagern werden. Der operative Start dieser Kooperation ist für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres geplant und wird zunächst einen Teil der Finanzierung der Kundenkredite abdecken.
2.3.2) Refinanzierungsrisiko
Mobisol hat im abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl eine Kapitalerhöhung durchgeführt als auch Darlehen mit einer Laufzeit bis 2017 (verlängerbar bis 2019) und 2021 aufgenommen und dadurch seine Kapitalstruktur deutlich verbessert.
Weitere Kapitalerhöhungen sind 2017 und 2018 geplant.
Mobisol hat mehrere Banken und Gesellschafter als Kreditgeber aufgebaut, um unabhängiger von einzelnen Kreditgebern zu werden.
Aufgrund der signifikanten Verbesserung der Kapitalstruktur durch die im Jahr 2016 durchgeführten Kapitalmaßnahmen ist nicht von einer Verschlechterung der Konditionen für eine zukünftige Refinanzierung auszugehen.
Die wichtigsten Finanzverbindlichkeiten von Mobisol zum Ende des Geschäftsjahres 2016 sind die in den Jahren 2015 und 2016 gewährten Darlehen mit Laufzeiten bis in die Jahre 2017 (verlängerbar bis 2019) und 2021. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts ist davon auszugehen, dass das Darlehen, das im zweiten Halbjahr des laufenden Jahres fällig wird, durch den Kreditgeber verlängert wird. Von einer Nichtverlängerung würde jedoch keine Bestandsgefährdung von Mobisol im laufenden Geschäftsjahr ausgehen, da anderweitig für eine ausreichende Finanzierung im zweiten Halbjahr 2017 gesorgt ist.
2.3.3) Liquiditätsrisiko
Der Ermittlung des Liquiditätsbedarfes und -bestandes erfolgt durch eine wöchentliche rollierende Liquiditätsplanung. Dadurch wird gewährleistet, dass die Zahlungsfähigkeit von Mobisol durch Vorhalten von entsprechenden liquiden Mitteln jederzeit gesichert ist. Die Liquiditätssteuerung erfolgt für alle Tochtergesellschaften zentral durch den Bereich Finance. Dies umfasst sowohl die Anlage von Liquiditätsüberschüssen als auch die Bereitstellung von liquiden Mitteln bei Engpässen.
Durch den Verkauf seiner Produkte in den Tochtergesellschaften auf Kredit, hat Mobisol einen sehr hohen Kapital- und Liquiditätsbedarf, der sich aus der Vorfinanzierung der Kundenkredite über einen standardmäßigen Zeitraum von drei Jahren ergibt. Sollte daher keine ausreichende neue Finanzierung gewährleitet sein, besteht für Mobisol das Risiko von Liquiditätsengpässen. Durch die rollierende Liquiditätsplanung, die kontinuierlich aktualisiert wird, ist jedoch gewährleistet, dass bevorstehende Liquiditätsengpässe rechtzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Zu Abwendung von Liquiditätsengpässen kann Mobisol sowohl neues Fremdkapital aufnehmen - auch kurzfristiges zur Überbrückung von Engpässen - als auch die Bestellung von Produkten aussetzen, was als Ultima Ratio die Zahlungsfähigkeit von Mobisol über einen längeren Zeitraum erhalten kann.
Darüber hinaus entwickelt Mobisol in 2017 Partnerschaften mit lokalen Banken in Afrika, mit dem Ziel, dass unsere Kunden den notwendigen Kredit direkt von der lokalen Bank erhalten und damit unsere Liquidität entlasten.
Zusätzlich arbeiten wir an einem Darlehnsinstrument mit internationalen Kreditgebern zur Refinanzierung unserer Kundenforderungen.
2.3.4) Währungsrisiko
Währungsrisiken können sich insbesondere aus Bezugs- und Absatzverträgen in Fremdwährungen ergeben.
Der Bereich Finance überwacht die Währungsrisiken zentral für die Mobisol GmbH und deren Tochtergesellschaften. Mobisol strebt an, auf Gruppenebene die Positionen in Fremdwährungen als Folge des operativen Geschäfts zu minimieren. Dies betrifft insbesondere die Fremdwährungsrisiken, die sich aufgrund von Lieferanten in China auf Dollarbasis und von Kreditrückzahlungen unserer afrikanischen Kunden in deren lokaler Währung ergeben.
Die Forderungen gegenüber den Tochtergesellschaften werden überwiegend in US-Dollar gewährt.
Im Berichtsjahr hat Mobisol unter Wirtschaftlichkeitsaspekten darauf verzichtet, für die offenen Positionen Sicherungsgeschäfte abzuschließen. Sicherungsgeschäfte für die lokalen Währungen der afrikanischen Absatzmärkte sind ausgesprochen teuer. Dadurch war Mobisol dem Risiko eines negativen Effektes auf die Finanz-und Ertragslage ausgesetzt.
Aufgrund der für 2018 und folgende Jahre geplanten geographischen Diversifizierung der Absatzmärkte werden zukünftig Positionen in anderen Fremdwährungen das Risikoportfolio erweitern. Mobisol wird weiterhin unter Abwägung von Chancen und Risiken die Wirtschaftlichkeit von Sicherungsgeschäften prüfen.
Darüber hinaus versucht Mobisol langfristig das Währungsrisiko durch die Kooperation mit den lokalen Banken deutlich zu reduzieren.
2.3.5) Zinsrisiko
Zurzeit bestehen Zinsrisiken, da etwas mehr als die Hälfte der Finanzierungen mit variablen Zinssätzen eingegangen ist. Sollten sich die Referenzzinssätze in Zukunft signifikant erhöhen, besteht für Mobisol das Risiko, dass die bestehende Finanzierung teurer wird und sich somit negativ auf die Finanzlage auswirken wird.
Mobisol plant, in Zukunft die Wirtschaftlichkeit von Zinsswapgeschäften zu prüfen, mit denen die variablen Zinszahlungen in fixe Zinsverbindlichkeiten getauscht werden.
2.3.6) Steuerrisiko
Durch die grenzüberschreitende Geschäftstätigkeit innerhalb der Mobisol -Gruppe besteht das Risiko von Doppelbesteuerung. Dieses Risiko ist als relativ hoch einzustufen, weil zwischen Deutschland, dem Sitz der Gruppenzentrale, und einigen der Absatzmärkte, in denen Tochterunternehmen ansässig sind, keine Doppelbesteuerungsabkommen bestehen.
Diesem Risiko begegnet Mobisol, indem es internationale renommierte Steuerberater beauftragt hat, Lösungen zur Reduzierung des Risikos von Doppelbesteuerung zu erarbeiten und indem Mobisol sich an den Richtlinien der OECD zur Festlegung seiner gruppeninternen Verrechnungspreise orientiert.
Nichtsdestotrotz kann nicht ausgeschlossen werden, dass es in Zukunft zu Fällen von Doppelbesteuerung kommt, die einen negativen Einfluss auf die Finanz- und Vermögenssituation von Mobisol haben können.
2.3.7) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Tochtergesellschaften der Mobisol haben in erheblichem Umfang Garantien und Gewährleistungen im Rahmen des operativen Geschäfts an die Kunden ausgereicht, die im Abschnitt Garantie- und Gewährleistungsrisiken näher beschreiben sind. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in die Tochtergesellschaften der Mobisol künftig Garantien und Gewährleistungsrisiken ausgesetzt ist, die nicht durch Rückstellungen gedeckt sind. Dies könnte mittelbar zu einer Belastung der Finanz- und Ertragslage auch in der Mobisol GmbH führen.
Mobisol hat öffentliche Fördermittel erhalten, welche an Auflagen gebunden sind. Es bestehen Unsicherheiten über eventuelle Konsequenzen bei einer Nichterfüllung der Auflagen.
2.4) Marktrisiken
2.4.1) Absatzmarkt
Die im Abschnitt Gesamtwirtschaftliche Risiken und Branchenrisiken aufgeführten Faktoren wirken sich wesentlich auf den Absatz von Mobisol aus. Insbesondere die wirtschaftliche, politische und klimatische Situation sowie die Wettbewerbsintensität innerhalb der Absatzländer haben einen großen Einfluss auf die Risikosituation.
Generell hat der ostafrikanische Elektrizitätsmarkt im off-grid Bereich ein sehr großes Marktpotenzial, da viele Menschen ohne Zugang zum Stromnetz leben und arbeiten. Nichtsdestotrotz ist das Absatzrisiko von Mobisol zusätzlich zu den gesamtwirtschaftlichen Risiken durch den Wettbewerb innerhalb des off-grid Markts für Elektrizität beeinflusst. Mobisol positioniert sich als Innovations- und Qualitätsführer und bietet somit teurere Produkte als die Wettbewerber an. Wenn die Kunden nicht davon überzeugt werden können, dass die Produkte vom Mobisol einen Mehrwert gegenüber den Wettbewerberprodukten haben, kann dies zu einem niedriger als geplanten Absatzvolumen führen und im Falle eines Preiskampfes zu erheblichen Preisrückgängen. Dies könnte sich negativ auf die Ertragssituation von Mobisol auswirken.
Um sich für die gesamtwirtschaftliche und die Wettbewerbssituation in der Brache strategisch gut aufzustellen, hat Mobisol im Berichtsjahr begonnen, die gegenwärtigen Vertriebsstrukturen in bestehenden Absatzregionen anzupassen, deutlich zu verstärken und auszubauen und in weiteren Regionen neu aufzubauen. Der Umbau soll in Q2 2017 abgeschlossen werden. Nichtsdestotrotz wird Mobisol auch in Zukunft seine Vertriebsstrukturen regelmäßig einer kritischen Überprüfung unterziehen, um sicherzustellen, dass sie weiterhin für zukünftige Strategien und Wettbewerbssituationen angemessen sind. Der Auf- und Ausbau des Vertriebsnetzes ist eine wesentliche Säule, um das Absatzrisiko zu minimieren. Eine nicht vollständige Umsetzung könnte zu niedrigeren Absatzmengen und Verkaufspreisen führen.
2.4.2) Beschaffungsmarkt
Grundsätzlich ist der Beschaffungsmarkt für Mobisol relativ unproblematisch, da es sich bei den meisten Produkten um Commodities handelt und eine breite Verfügbarkeit besteht. Nichtsdestotrotz kommt es bei den Lieferanten manchmal zu längeren Lead-Times als geplant. Um dem Risiko von Verzögerungen oder Produktionsausfällen von Lieferanten zu begegnen, hat Mobisol für die meisten Lieferanten einen Zweitlieferanten entsprechend den Qualitätsanforderungen von Mobisol aufgebaut (Module, Batterien, Steuerungselemente (Controller), Kabel, LED Lampen). Für neuere Produkte oder auch Produkte, die gemeinsam mit einem Lieferanten entwickelt wurden, ist bislang noch nicht abschließend sichergestellt, dass ein entsprechender Zweitlieferant gefunden und implementiert werden kann.
Im Berichtsjahr sind die Preise für Batterien und Fernseher aufgrund von steigenden Marktpreisen gestiegen. Mobisol hat zwar mit vielen der Lieferanten Rahmenverträge, in denen jedoch keine Preise fixiert sind, so dass Mobisol der Marktpreisentwicklung ausgesetzt war. Mobisol ist diesem Risiko dadurch begegnet, dass nach einem alternativen Batterielieferanten gesucht wurde.
Mobisol ist durch die Rahmenverträge nicht an feste Abnahmemengen gebunden, so dass Mobisol flexibel je nach Absatz- und Liquiditätssituation bei den Lieferanten Bestellungen auslösen kann.
Mobisol leistet bei einigen der Lieferanten unbesicherte Anzahlungen, die bei einem Lieferantenausfall unter Umständen nicht wieder eingebacht werden können. Die Höhe der Anzahlung variiert je nach Lieferant zwischen 10 % und 30 %. Demzufolge kann sich Mobisol ein Adressatenausfallrisiko ergeben, falls der Lieferant nicht in der Lage ist, seinen Verpflichtungen nachzukommen. Mobisol begegnet diesem Risiko, indem es für alle potentiellen und bestehenden Lieferanten Bewertungen durchführt.
2.5.) Garantie- und Gewährleistungsrisiken
Die Tochtergesellschaften der Mobisol GmbH vergeben im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Garantien auf die von ihr vertriebenen Produkte und können zukünftig erheblichen Garantie- und Gewährleistungsrisiken ausgesetzt sein.
Mobisol garantiert die Funktion der von ihm vertriebenen Produkte für eine Dauer von zwei bis drei Jahren ab Produkterwerb.
Aufgrund der jungen Firmenhistorie verfügt Mobisol über keine langjährigen Erfahrungswerte, so dass sich für die Berechnung der Garantierückstellungen getroffenen Annahmen als unzutreffend erweisen könnten. Darüber hinaus hat Mobisol im Berichtsjahr den Batteriehersteller gewechselt. Obwohl die neuen Batterien ausgiebig umfassenden Qualitätstests unterzogen wurden, kann sich die Einschätzung der Lebensdauer der Batterien als falsch erweisen. Die Batterie ist das Produkt im Gesamtsystem, das am häufigsten Gegenstand von Garantieinanspruchnahme ist. Sollte Mobisol aus den Garantien und Gewährleistungen in höher als erwartetem Ausmaß in Anspruch genommen werden, könnte dies mittelbar einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Die Risiken aus Haftung und Gewährleistung für Produkte und Systeme reduziert Mobisol darüber hinaus durch ein umfangreiches Qualitätsmanagement. Dieses umfasst die Beschaffung von hochwertigen Rohmaterialien, sowie umfassende Qualitätskontrollen bei den Zulieferern. Dadurch ist es möglich, die Produkte am Markt im Premiumsegment zu positionieren. Darüber hinaus hat Mobisol im Berichtsjahr eine angemessene Produkthaftpflichtversicherung abgeschlossen.
2.6) Personalrisiken
Ein zentraler Baustein von Mobisol sind die kompetenten und engagierten Mitarbeiter. Grundsätzlich besteht für jedes Unternehmen die Gefahr, dass Leistungsträger das Unternehmen verlassen. Darüber hinaus besteht zusätzlich das Risiko, dass die für die Geschäftsentwicklung notwendigen Personalkapazitäten nicht zu den vorgesehenen Konditionen verfügbar sind.
Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und des in naher Zukunft zu erwartenden Fachkräftemangels in Deutschland sowie der Herausforderungen die richtigen Mitarbeiter in Afrika zu finden wird qualifiziertes Personal noch mehr an Bedeutung gewinnen und zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor werden. Sollte Mobisol nicht in der Lage sein, eine hinreichende Anzahl an qualifizierten Mitarbeitern langfristig zu binden, könnte dies die strategische Weiterentwicklung und die Wettbewerbsposition erheblich negativ beeinflussen.
Mobisol begegnet diesem Risiko mit einer Reihe von personalpolitischen Maßnahmen, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Dazu zählen die Personalweiterentwicklung durch interne und externe Weiterbildungen, individuelle Weiterentwicklungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen innerhalb der Gruppe und ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm.
2.7) Informationstechnische Risiken
Die Kommunikations- und Informationssysteme sind für die Geschäftsprozesse von zentraler Bedeutung. Nahezu alle zentralen Geschäftsprozesse von Mobisol sind IT-basiert. Daher hat die störungsfreie Bereitstellung und die optimale Unterstützung der Prozesse oberste Priorität.
Das zentrale IT-System von Mobisol ist die Datenbank, die alle Kundendaten speichert und eine automatische Kommunikation mit den Kunden und ihren Systemen gewährleistet. Sollte die Datenbank ausfallen, wäre das Tracking der installierten Systeme, die Überprüfung von fristgerechten Zahlungseingängen sowie das automatische Abschalten der Systeme beim Kunden im Falle von Nichtzahlung nicht mehr gewährleistet und somit der Geschäftsablauf empfindlich gestört. Mobisol geht nicht davon aus, dass es zu einem längeren Ausfall der Datenbank kommen wird, der die Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinflussen könnte. Das Risiko des Datenverlustes ist durch Back-ups an verschiedenen physischen Orten minimiert.
Insgesamt werden die IT-Risiken durch hohe Sicherheitsstandards minimiert. Dabei wird besonderer Wert auf die Aspekte IT-Security, Datenschutz und Datensicherheit gelegt. Ungeachtet dessen besteht die Gefahr, dass Mobisol Ziel von Angriffen zur Ausspähung oder Sabotage wird.
2.8) Rechtsstreitigkeiten
Aufgrund der laufenden Geschäftstätigkeit ist Mobisol einer Vielzahl rechtlicher Risiken aus vertraglichen Beziehungen zu Kunden, Lieferanten, anderen Geschäftspartnern und Mitarbeitern ausgesetzt. Darüber hinaus besteht ein erhöhtes Risiko bei der Geschäftstätigkeit im Ausland.
Im Berichtsjahr und bis zum Zeitpunkt der Berichterstattung lagen keine Rechtsstreitigkeiten vor. Um das Risiko für die Zukunft weiter zu minimieren, ist für das laufende Jahr der Aufbau einer internen Rechtsabteilung geplant.
3) Gesamtrisikosituation
Durch die stetige Weiterentwicklung und Optimierung des bestehenden Risikomanagements konnten die Risiken der Gruppe und deren wirtschaftliche Auswirkungen im Geschäftsjahr detailliert und transparent dargestellt werden. Die Risikosituation der Gruppe wurde durch operative Maßnahmen verbessert. Darüber hinaus wurden Risiken, wenn signifikant, durch Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen bilanziell berücksichtigt.
Die wichtigsten Faktoren, welche die Risikoposition von Mobisol teilweise erheblich belasten könnten, sind die wirtschaftliche Situation aufgrund der Dürre in den Absatzmärkten von Mobisol, die zum einen zu niedrigeren als erwarteten Absatzmengen und zu einer erhöhten Ausfallrate bei den Kundenkrediten führen kann sowie ein stärkerer Wettbewerb in den Absatzmärkten von Mobisol, der ebenfalls zu niedrigeren als erwarteten Absatzmengen oder niedrigeren erziehbaren Preisen führen könnte. Zum anderen hat der hohe Kapitalbedarf von Mobisol aufgrund der Vorfinanzierung der Kundenkredite einen erheblichen Einfluss auf Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken. Durch die Verbesserung der Kapitalstruktur im Jahr 2016 sowie der Intensivierung der Verhandlungen mit lokalen Banken zur Übernahme der Vorfinanzierung der Kundenkredite haben sich die Kredit- und Finanzierungsrisiken jedoch vermindert und werden sich in den kommenden Jahren weiter vermindern.
Die Risiken aus Haftung und Gewährleistung für Produkte und Systeme reduziert Mobisol durch ein umfangreiches Qualitätsmanagement. Dieses umfasst die Beschaffung von hochwertigen Rohmaterialien, sowie umfassende Qualitätskontrollen bei den Prozessierungspartnern und Lieferanten. Dadurch ist es möglich, die Produkte am Markt im Premiumsegment zu positionieren. Darüber hinaus hat Mobisol im Berichtsjahr eine angemessene Produkthaftpflichtversicherung abgeschlossen.
Weder aus den Einzelrisiken noch aus der Gesamtrisikoposition der Gruppe ergaben sich im Berichtszeitraum bestandsgefährdende Risiken.
4) Chancenbericht
Chancen aus der Entwicklung der Rahmenbedingungen
Mobisol ist gut aufgestellt, um vom starken internationalen Wachstum des Solar Home Systems -Marktes zu profitieren.
In den Kernmärkten in Ostafrika ist das Wachstumspotential unverändert hoch. Zuletzt lag das Wirtschaftswachstum bei 6%-7% pro Jahr.
Die Marktdynamik in Afrika mit rund 600 Millionen Menschen ohne gesicherten Netzzugang ist besonders ausgeprägt, nicht zuletzt da die Bevölkerung ohne Netzzugang weiterhin wächst.
Weltweit gibt es geschätzt 1,2 Milliarden Menschen ohne gesicherten Zugang zu Strom, die pro Jahr geschätzte EUR 25 Milliarden für Beleuchtung durch Kerosinlampen, Kerzen oder batteriebetriebene Taschenlampen aus - obwohl netzungebundene Solar Home Systeme die sauberere und günstigere Lösung darstellen könnten.
Wie in den Vorjahren dürfte der Markt für die gesamte Bandbreite netzungebundener Solar Home Systeme derzeit mit rund 30% pro Jahr wachsen.
Von diesem Wachstum kann Mobisol in den nächsten Jahren erheblich profitieren.
Unternehmenstrategische Chancen
In der Forschung und Entwicklung wollen wir verstärkt auf strategische Partnerschaften setzen, um neue Produktgenerationen zu entwickeln, mit dem Ziel die Handlungs- und Wettbewerbsfähigkeit unserer Gruppe weiter zu stärken.
2017 sollen Partnerschaften mit Vertriebsunternehmen aufgebaut werden, um unsere Produkte über diese Partner auch in Drittländern anzubieten.
Der Aufbau und die Erschließung weiterer Kernländer ist ab 2018 vorgesehen, um weiteres Wachstum auch außerhalb unserer bisherigen Absatzmärkte zu erzielen.
Leistungswirtschaftliche Chancen
Mit steigendem Wachstum können wir Lieferkonditionen und Einkaufspreise besser verhandeln und optimieren.
Unsere fortlaufende Forschungs- und Entwicklungsarbeit soll die Produkte und den Nutzen für unsere Kunden stetig verbessern und damit zum einen Wettbewerbsvorteile und Absatz sichern und ausbauen und zum anderen Kostenvorteile schaffen.
Die Einführung eines ERP-Systems in 2018 im Konzern schafft einheitliche globale Prozesse und harmonisierte Stammdaten und Stücklisten. Damit können wir zukünftig nicht nur zuverlässiger und besser unseren Bedarf planen und Fehlerpotentiale minimieren, sondern auch Kosteneinsparungen realisieren.
Konjunkturausblick Ostafrika
Es scheint so, dass mit der nächsten Ernte in Ostafrika, Mitte des Jahres 2017 die Dürre überwunden wird und sich die Einkommenssituation in den ländlichen Gegenden wieder verbessern kann.
Branchenausblick
Die langfristigen Wachstumsperspektiven des Solar Home Sytems - Marktes sind weiterhin sehr gut.
Die Mehrzahl der Beobachter erwartet auch für das Jahr 2017 ein signifikantes Volumenwachstum des PV-Weltmarktes und des Marktes in Ostafrika.
Ausrichtung der Gesellschaft
Die Neustrukturierung unseres Vertriebes ist weitgehend abgeschlossen.
Wir arbeiten weiterhin konstant an unserer Produktentwicklung und -Optimierung.
Weitere Eigenkapitalerhöhungen sind 2017 und 2018 geplant.
Die Einführung eines konzernweiten ERP-Systems in 2017 und 2018 soll unsere Prozesse weiter optimieren und verschlanken und die Grundlage weiteren Wachstums schaffen.
Wir wollen in den nächsten Jahren weitere Wachstumsmärkte durch den Aufbau eigener Landesgesellschaften oder mittels Distributoren erschließen. Dabei ist es das Ziel, die hohe Reputation der Marke Mobisol im SHS-Markt sowie die führende technologische Stellung zu nutzen, um die Produkte im Premium-Bereich zu positionieren.
Ziel ist es, zur Finanzierung dieses Wachstums und für die Kreditfinanzierung unserer Kunden sowohl weltweit mit Kreditgebern als auch zunehmend mit lokalen Banken in Afrika zu kooperieren.
Erwartete Ertrags- und Finanzlage
Mobisol will an dem Wachstum des Marktes in Ostafrika weiter partizipieren.
Wir erwarten stabile Verkaufspreise und leicht sinkende Einkaufspreise und eine gute Nachfrage nach unseren Produkten.
Daher sind wir optimistisch, dass wir in 2017 die Anzahl der verkauften Solar Home Systeme ebenso wie unseren Umsatz zwischen 15 und 20 % steigern und dadurch den Verlust halbieren können. Unser Ziel ist es, den Break-even im 2. Halbjahr 2018 zu erreichen.
Berlin, den 30. Juni 2017
Mobisol GmbH, Berlin
Die Geschäftsführung
gez. Thomas Gottschalk
gez. Dr. Hartmut Schüning
Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der mobisol GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, 3. Juli 2017
Roever
Broenner Susat Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
gez. Dr. Christoph Regierer
Wirtschaftsprüfer
gez. Ralf Bierent
Wirtschaftsprüfer"
Feststellung des Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde am 6.7.2017 festgestellt.
Die stimmberechtigten Gesellschafter beschlossen einstimmig, dass der gesamte Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorgetragen (Verlustvortrag) wird.
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