Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 36826
Vorher
Blitz F15-291 GmbHWebhelp Deutschland GmbH
Eingetragen
2.6.2015
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenErbringung von allen anderen wirtschaftlichen Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen a. n. g.Beteiligungsgesellschaften
Gegenstand
- Die Erbringung von Call-Center und Verbindungsdienstleistungen an Gesellschaften, Unternehmen und die öffentliche Hand, einschließlich der Bereitstellung ein- und ausgehender Telefonanrufe, von elektronischem Kommunikations- und Datenaustausch sowie die Beratung von Gesellschaften, Unternehmen und der öffentlichen Hand im Bereich von (Direkt)marketing, Automatisierung und operativer Kontrolle, ferner die Bereitstellung von Dienstleistungen in den Bereichen Bildung, Personalbeschaffung und Auswahl fokussiert auf die effiziente und effektive Umsetzung von Aktivitäten; - der Erwerb, das Halten und die Veräußerung von Beteiligungen an anderen Gesellschaften und Unternehmen; - die Finanzierung solcher Gesellschaften und Unternehmen, das Ent- und Verleihen von Geld, die Bereitstellung von Verpflichtungserklärungen und Garantien, und die Belastung der Gesellschaft oder der Vermögensgegenstände der Gesellschaft zugunsten Dritter (einschließlich verbundener Unternehmen), jeweils soweit keine genehmigungspflichtigen Bank- oder Finanzierungsdienstleistungsgeschäfte vorliegen; - der Erwerb, die Nutzung und die Veräußerung von eintragungsbedürf-tigem und sonstigem Eigentum; - die Bereitstellung von administrativen, Büro- und sonstigen Dienstleistungen für andere Gesellschaften und Unternehmen; - der Erwerb, die Nutzung und die Veräußerung von Patenten, Handelsnamen, Marken, Know-How, Lizenzen und Rechten an geistigem oder gewerblichem Eigentum sowie die Gewährung von Lizenzen an solchen Rechten und der Erwerb und die Nutzung dieser Lizenzen; sowie alles, was mit vorstehend Genannten im weitesten Sinne in Verbindung steht oder diesem dienlich sein kann.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ulf Berge
seit 17.9.2024
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Johannes Amberger
seit 4.12.2023
Prokura
Geschäftsführer
Steffen Ziegner
seit 9.5.2022
Prokura
Robin van Acker
seit 9.10.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Concentrix Investments Europe B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Concentrix Germany GmbH (vormals: Webhelp Deutschland GmbH)

Nürnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1) Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Webhelp Deutschland GmbH, Nürnberg, ist über ihre Muttergesellschaft, die Webhelp Holding Germany GmbH, Nürnberg, Teil des weltweit tätigen Concentrix-Konzerns.

Die Webhelp Holding Germany GmbH mit Sitz in Nürnberg ist Teil des globalen Concentrix-Konzerns, einem weltweit tätigen Business Process Outsourcer (BPO) mit über 440.000 Mitarbeitern an mehr als 500 Standorten in über 70 Ländern und Kooperationen mit über 2.000 Auftraggebern. Im September 2023 schlossen sich die Webhelp Holding, ihre Tochtergesellschaften und die Konzernobergesellschaft Webhelp SAS mit der Concentrix Corp. zusammen.

Das Unternehmen tritt seit Ende April unter dem gemeinsamen Namen Concentrix Corp. auf und gehört somit zu den führenden Anbietern im Bereich Customer-Relationship-Management. Mit dem zunehmenden Stellenwert des strategischen Customer Experience Managements wird die Concentrix-Gruppe weltweit ein umfassendes Serviceportfolio für vielfältige individuelle Anforderungen anbieten.

Die Webhelp Deutschland GmbH weist ein differenziertes Branchenportfolio (Telecommunications, Travel, Media, Financial Services, E-Commerce, Automotive, High Tech) im Kundenstamm als auch in der Delivery als Subunternehmer mit namhaften internationalen Kunden auf.

1.2. Steuerungssysteme

Die Geschäftsführung verwendet zur Steuerung und Überwachung das operative Ergebnis (EBITDA) und die Umsatzerlöse als Leistungsindikatoren. Diese werden in regelmäßigen Abständen vorwiegend im Rahmen des monatlichen Konzernreportings überprüft. Wesentliche nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind die Krankheits- und Fluktuationsquote der Mitarbeiter.

1.3. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt keine Forschung und Entwicklung.

2) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltkonjunktur hat sich angesichts des Inflationsschocks und der massiven Straffung der Geldpolitik im Jahr 2023 besser als erwartet gehalten, auch wenn die wirtschaftliche Expansion moderat war. Somit hatte sich die Weltkonjunktur im Jahr 2023 besser als erwartet entwickelt.

Im Verlauf des Jahres 2023 waren die Störfaktoren der Inflation weitgehend verschwunden. Die Rohstoffpreise, insbesondere für Energie, waren deutlich gesunken. Zusätzlich haben steigende Reallöhne und zurückgehende Lieferengpässe die Entwicklung begünstigt. Bremsend wirkte sich zunächst noch die Geldpolitik aus, deren Wirkung durch die kräftige Zinserhöhung noch nicht vollständig in der Realwirtschaft angekommen war.

Insgesamt legte die gesamtwirtschaftliche Produktion in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften im Verlauf dieses Jahres in moderatem Tempo zu. Dabei waren die Unterschiede in der konjunkturellen Dynamik beachtlich. Die gesamtwirtschaftliche Produktion in Europa zeigte sich schwach. Im Jahresverlauf war für die EU weiterhin eine Stagnation zu verzeichnen.

Quelle: ifw Kiel: Kieler Konjunkturberichte Q4/2023, Stand 13.12.2023

Die deutsche Wirtschaft trat seit Jahresbeginn auf der Stelle. Zwar nahm im Verlauf des Jahres die Inflationsrate ab, und der Anstieg der Lohneinkommen beschleunigte sich im Vergleich zum Vorjahr. Alles in allem schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,3%, während es im darauffolgenden Jahr um 0,9% leichtzunehmen wird. Unsicherheiten resultierten hauptsächlich aus der Finanzpolitik.

Die Preisvorstellungen der befragten Unternehmen vom ifo Institut haben sich allmählich stabilisiert und sich historischen Durchschnittswerten angenähert. Die gestiegenen Lohnabschlüsse, insbesondere im Dienstleistungssektor, dürften jedoch einen Teil der Unternehmensgewinne belastet haben, die in den letzten Quartalen kräftig zugenommen hatten.

Quelle: IFO Konjunkturprognose Winter 2023 (Sonderausgabe Dezember)

Als Business Outsourcing Provider hängt der Erfolg der Webhelp Deutschland GmbH maßgeblich von der Branchenentwicklung ihrer Kunden ab. Regional ist für die Webhelp Deutschland GmbH vor allem die Entwicklung in Deutschland maßgeblich. Die gegenwärtige Situation und deren Auswirkung auf das Geschäftsjahr 2023 im Einklang mit der weltwirtschaftlichen Lage ist mit einigen Unsicherheiten behaftet. Es ist allerdings grundsätzlich davon auszugehen, dass sich aufgrund der Diversifizierung des Kundenportfolios die Entwicklung der Gesellschaft weiterhin stabil sein wird.

2.2. Geschäftsverlauf 2022

2.2.1 Wesentliche Ereignisse während des Geschäftsjahres

Es waren keine wesentlichen Ereignisse während des Geschäftsjahres zu verzeichnen.

2.2.2 Geschäftsentwicklung

Im gesamten Geschäftsjahr 2023 verlief die Geschäftsentwicklung hinsichtlich des EBITDA besser als erwartet und übertraf das Vorjahresniveau. Der Anstieg von 58,5 % im Vergleich zum Vorjahr verfehlte jedoch die Prognose um TEUR 878. Ursprünglich war ein Anstieg von TEUR 4.190 prognostiziert worden. Dieses Ziel konnte aufgrund höher als kalkulierter Personalaufwendungen nicht erreicht werden.

2.3. Lage der Gesellschaft

Zur Darstellung der Lage der Gesellschaft werden im Folgenden Ausführungen zur Ertragslage sowie zur Finanz- und Vermögenslage des Geschäftsjahres 2023 gemacht.

2.3.1 Ertragslage

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Steuerungskennzahlen sind nachfolgend dargestellt. Sie übersteigen die für das Geschäftsjahr prognostizierten Werte.

Finanzielle Leistungsindikatoren:

Finanzielle Leistungsindikatoren 2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderungen
TEUR
Veränderungen
In %
Umsatzerlöse 56.218 58.071 - 1.853 -3,2
EBITDA 3.190 2.038 1.193 58,5

Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden Fluktuations- und Krankenquoten herangezogen. Die Kennzahlen werden regelmäßig anhand von Personaldaten gemessen. Die Krankheitsquote ist auf 9,3 % gesunken (Vj: 10,5 %) und somit besser als im Vorjahr ausgefallen

Die Fluktuationsquote ist im Vergleich zum Vorjahr (57,3 %) um 19,6 Prozentpunkte auf 37,7 % gesunken und somit ebenfalls besser ausgefallen.

Umsatzentwicklung

Die Umsatzentwicklung entsprach der Prognose, da das Auftragsvolumen des Top-1-Kunden aufgrund der weitergereichten Mindestlohnerhöhung rückläufig war.

EBITDA

Das gestiegene EBITDA resultiert vor allem aus den gesunkenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen und den gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträgen. Zusätzlich hat sich der Materialaufwand um etwa 11 % verringert. Dadurch wurde ein positives EBITDA von TEUR 3.190 erzielt, im Vergleich zu TEUR 2.038 im Vorjahr. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 lag bei einem erwarteten EBITDA von TEUR 4.109.

Gesamtaussage zur Ertragslage

Nach Ansicht der Geschäftsleitung hat sich die Ertragslage nicht wie erwartet entwickelt. Trotz der Kostenreduzierung ist das EBITDA deutlich niedriger ausgefallen als prognostiziert.

2.3.2 Finanzlage

Finanzierung

Die Finanzlage der Webhelp Deutschland GmbH ist auch vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen abhängig von der Finanzierungsbestätigung bzw. der Cash-Pool-Finanzierung durch die Muttergesellschaft Webhelp Holding Germany GmbH. Es besteht für die Webhelp Deutschland GmbH eine Factoringlinie bei der HSBC-Factoring France, Paris, Frankreich zum 31.12.2023 in Höhe von TEUR 4.600, die zum Bilanzstichtag mit TEUR 1.689 in Anspruch genommen wurde.

Außerbilanzielle Verpflichtungen bestehen in Form von Miet- und Leasingverträgen, die in den nächsten Jahren zu finanziellen Belastungen in einer Größenordnung von TEUR 6.424 (Vj: TEUR 5.715) führen werden. Davon sind TEUR 426 (Vj: TEUR 1.912) bereits durch Rückstellungen bilanziell berücksichtigt.

Investitionen

Die Gesellschaft hat im Bereich des Sachanlagevermögens TEUR 729 (Vj: TEUR 394) im laufenden Geschäftsjahr investiert. Wesentliche finanzielle Verpflichtungen aus begonnenen oder geplanten Investitionen und damit verbundenen Finanzierungsvorhaben bestehen nicht.

Die finanzielle Lage der Webhelp Deutschland GmbH ist durch die Einbindung in den Cashpoolvertrag abgesichert. Nach Ansicht der Geschäftsführung ist die Gesellschaft in der Lage, durch die finanzielle Einbettung in den Concentrix-Konzern jederzeit fristgerecht ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

2.3.3 Vermögenslage

Vermögensentwicklung

Das Anlagevermögen beträgt TEUR 1.032 (Vj: TEUR 1.016) und ist mit 7 % der Bilanzsumme von untergeordneter Bedeutung.

Wesentlicher Posten auf der Aktiv- und Passivseite sind Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Sie machen 70 % (TEUR 10.056 Forderungen gegen verbundene Unternehmen) bzw. 72 % (TEUR 10.466 Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen) der Bilanzsumme aus und bestehen im Wesentlichen mit der Webhelp Holding Germany GmbH. Die Forderungen gegen die Muttergesellschaft mit TEUR 9.900 (Vj: TEUR 7.329) resultieren in Höhe von TEUR 9.900 (Vj: TEUR 7.329) aus Lieferungen und Leistungen.

Verbindlichkeiten gegen die Gesellschafterin bestehen in Höhe von TEUR 9.737 (Vj: TEUR 9.424).

Per Saldo besteht somit eine Nettoverbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 163 (Vj: Nettoverbindlichkeiten TEUR 2.095).

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag nicht mehr bilanziell überschuldet. Sie zeigt einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 0 (Vj: TEUR 688). Dieser resultiert aus Zeiträumen vor Inkrafttreten des Ergebnisabführungsvertrages, der die Gesellschaft seit dem Geschäftsjahr 2016 zum Verlustausgleich durch die Muttergesellschaft berechtigt.

Zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit erhielt die Gesellschaft eine Finanzierungsbestätigung in Form einer harten Patronatserklärung mit Rangrücktritt von ihrer Muttergesellschaft. Die Webhelp Holding Germany GmbH verpflichtet sich hiermit, ihre vorgenannte Tochtergesellschaft in der Weise finanziell auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage ist, sämtlichen Zahlungsverpflichtungen gegenüber allen gegenwärtigen und künftigen Gläubigern fristgerecht nachzukommen. Im Falle der Zahlungsunfähigkeit sowie im Falle der Überschuldung der Tochtergesellschaft ist die Muttergesellschaft daher auf schriftliche Anforderung der Tochtergesellschaft verpflichtet, Verbindlichkeiten der Tochtergesellschaft, sobald sie fällig geworden sind, in dem Umfange zu erfüllen, wie dies zur Beseitigung der Überschuldung oder zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit erforderlich ist. Die Muttergesellschaft tritt mit ihren eigenen Ansprüchen hinter die Ansprüche aller anderen Gläubigern der Webhelp Deutschland GmbH zurück. Die Finanzierungsbestätigung ist betragsmäßig auf 1 Mio. EUR begrenzt und hat eine Laufzeit von 24 Monaten zum Datum des erteilen Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers für den Jahresabschluss 2022.

Mitarbeiter

Die Mitarbeiterzahl hat sich im laufenden Geschäftsjahr auf durchschnittlich 1.257 (Vj: 1.405) reduziert. Durch Qualifizierungsprogramme sowie Förderungsmaßnahmen ist ein hoher Qualitätsstandard der Mitarbeiter gewährleistet.

3.4 Gesamtaussage zur Lage

Insgesamt sieht die Geschäftsleitung die Geschäftsentwicklung und die Lage der Webhelp Deutschland GmbH insbesondere durch die Entwicklung rund um den Mindestlohn und die nur sehr zögerliche Reflektion in gestiegenen Preisen als durchaus kritisch an.

Durch die Eingliederung in den Webhelp-Konzern sieht die Geschäftsleitung jedoch absehbar keine wesentlichen Beeinträchtigungen bei ihrer Finanzierung.

Unternehmensführung

Zum Stichtag 31.12.2023 wies die Geschäftsführerebene einen Frauenanteil von 0 % (0 %) aus. In der 1. Geschäftsleitungsebene (1. Führungsebene) unterhalb der Geschäftsführung der Gesellschaft ist ein Frauenanteil von 0 % (Vj: 0 %) und in der 2. Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung der Gesellschaft einen Frauenanteil von 24 % (Vj: 24 %) vorhanden.

Das Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen sieht eine Berichtspflicht über die festgelegten Zielgrößen und Fristen vor.

Im Rahmen der Beschlussfassung der Webhelp Deutschland GmbH vom 31.03.2022 wurden neue Festlegungen ab 31.03.2022 bis 31.03.2026 für die ersten drei Managementebenen getroffen. Hierbei betragen die Zielgrößen 20 % für die Geschäftsführung. Darüber hinaus wurden die Zielgrößen für die 2. Führungsebene mit 30 % und für die 3. Führungsebene mit 40 % bestimmt.

Die Ziele der Beschlussfassung wurden für das Geschäftsjahr 2023 nicht erfüllt.

3. Chancen und Risiken

3.1. Risiken

Die Risikolage für die Geschäftspartner der Webhelp Deutschland und ihre Mitarbeiter bleibt aufgrund des Kriegs in der Ukraine nach wie vor angespannt. Von entscheidender Bedeutung wird sein, welche Auswirkungen der Krieg auf die Geschäftsentwicklung der großen Kunden Gruppe und hier insbesondere auf deren Entwicklung im DACH-Markt haben wird.

3.1.1. Mitarbeiterrisiko

Wesentliches Risiko im Geschäftsmodell BPO CRM-Player ist ein Arbeitskräftemangel durch ständige Mitarbeiterfluktuation, da hieraus Nachrekrutierungs- und Schulungskosten sowie Opportunitätskosten durch Umsatzausfall entstehen. Zentrales Erfolgskriterium ist daher die Mitarbeiterbindung. Die Gesellschaft sieht aufgrund der Maßnahmen kein signifikantes Fluktuationsrisiko.

3.1.2. Absatz- und Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen besteht in der Gefahr des Ausfalls des entsprechenden Vertragspartners. Bei Webhelp Deutschland GmbH besteht der überwiegende Teil der Forderungen mit Webhelp-Gesellschaften, die wegen der finanziellen Einbettung in den Webhelp-Konzern für die Gesellschaft kein Ausfallrisiko darstellen. In Bezug auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen fremde Dritte sieht die Gesellschaft insgesamt aufgrund der Kundenstruktur derzeit ein mittleres Risiko.

Auch zukünftig bleibt das größte Risiko die hohe Kundenkonzentration (ca. 45 % des Umsatzes mit dem größten internen Kunden). Verringert wird dieses Risiko durch eine gegenseitige Abhängigkeit mit diesen Kunden, da mit einem Wechsel zu einem Wettbewerber erhebliche Kosten und auch Qualitätsmaßnahmen zu verzeichnen wären.

3.1.3. Währungsrisiko

Währungsrisiken bestehen aufgrund der ausschließlichen Tätigkeit im Euro-Raum aktuell nicht.

3.1.4. Liquiditätsrisiko

In Folge der Einbettung in den Webhelp-Konzern wird das Liquiditätsrisiko als gering eingestuft. Nach gegenwärtiger Einschätzung lässt sich kein wesentliches Liquiditätsrisiko ableiten.

3.1.5. Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken, die einer Risikovorsorge bedürfen, sind derzeit nicht erkennbar.

3.1.6. Gesamtrisikoeinschätzung

Die Geschäftsführung sieht ein anhaltendes erhöhtes Risiko aufgrund der bestehenden weltweiten politischen Entwicklung. Insbesondere die kriegerischen Konflikte in der Ukraine und dem Gaza-Streifen werden voraussichtlich die wirtschaftliche Entwicklung in einem unvorhersehbaren Ausmaß beeinträchtigt. Dies könnte zu einer zusätzlichen Abschwächung der Konjunktur und des Konsums führen, was sich mittelbar negativ auf das Geschäft auswirken könnte. Ein Risiko für das künftige Fortbestehen des Unternehmens wird auf Basis der Unternehmensplanung und der finanziellen Eingliederung in den Concentrix-Konzern nicht gesehen.

3.2. Chancen

Wesentliche Chancen sieht die Gesellschaft insbesondere in weiter steigendem Kostendruck. Das kann insbesonders durch die allgemeine Weltwirtschafliche Lage in größeren Organisationen zu einem verstärkten Outsourcingdruck führen. Aufgrund der guten Marktstellung sieht sich die Webhelp Deutschland GmbH als Teil des Webhelp-Konzerns gut gerüstet, diese Marktchance für sich zu nutzen und weitere Umsätze zu generieren. Weiter geht die Gesellschaft davon aus, dass sich durch die gesamte ökonomische Entwicklung die Verfügbarkeit von Personalkapazitäten am Arbeitsmarkt stabil bleibt und so weiter qualifiziertes Personal rekrutiert werden kann.

Die Geschäftsleitung sieht trotz der aktuellen globalen Entwicklungen, sich in den nächsten Jahren weiterhin positiv zu entwickeln und sich ergebende Marktchancen in ein positives Ergebnis umzuwandeln.

3.3. Prognose und Ausblick

Derzeitigen Wirtschaftsprognosen zur Folge wird ein Anstieg des Weltwirtschaftswachstums für das Geschäftsjahr 2024 in einer Bandbreite von 2,0 % (IFO Institut) bis 2,9 % (ifw Kiel) bzw. ein sich daran anschließendes Wachstum von 1,5 % (IFO Institut) bis 3,2 % (ifw Kiel) für das Geschäftsjahr 2025 erwartet.

Im Euroraum wird momentan für 2024 ein Wirtschaftswachstum zwischen 0,8 % (ifw Kiel) und 1,0 % (IFO Institut) angenommen. In Deutschland erwartet man ein Wachstum von 0,9 % (ifw Kiel, IFO Institut).

Quelle: ifw Kiel, Konjunkturbericht Winter 2023, Stand 13. Dezember 2023; IFO Konjunkturprognose Winter 2023 (Sonderausgabe Dezember)

Für das Geschäftsjahr 2024 prognostiziert die Gesellschaft einen Umsatzrückgang um 9,4 % aufgrund von Preiseffekten. Dennoch wird erwartet, dass das EBITDA deutlich ansteigt und TEUR 7.234 erreicht. Diese Steigerung ist auf geplante Effizienzsteigerungen zur Reduzierung der betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2024 zurückzuführen.

 

Nürnberg, den 30. September 2024

Die Geschäftsführung

Jane Catherine Fogarty

Andrew Albert Farwig

Till Jelinek

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 11.305,10 36.767,66
11.305,10 36.767,66
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 961.168,75 420.789,67
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 60.318,90 323.489,57
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 235.380,00
1.021.487,65 979.659,24
1.032.792,75 1.016.426,90
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.996.746,59 4.879.612,63
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.055.745,83 7.422.981,80
3. sonstige Vermögensgegenstände 206.698,97 27.846,86
13.259.191,39 12.330.441,29
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 150.102,43 1.522.639,19
13.409.293,82 13.853.080,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.398,41 42.460,95
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 688.169,56
14.446.484,98 15.600.137,89

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 1.917.688,85 1.917.688,85
III. Verlustvortrag -2.630.858,41 -4.291.950,84
IV. Jahresüberschuss 2.630.858,41 1.661.092,43
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 688.169,56
1.942.688,85 0,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.637.190,67 3.745.513,56
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 126.509,57 171.444,19
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.466.025,97 11.268.328,10
3. Sonstige Verbindlichkeiten 250.304,15 414.852,04
10.842.839,69 11.854.624,33
D. Rechnungsabgrenzungsposten 23.765,77 0,00
14.446.484,98 15.600.137,89

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 56.218.493,10 58.070.721,95
2. sonstige betriebliche Erträge 1.562.284,85 533.377,17
57.780.777,95 58.604.099,12
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.564.509,10 7.336.438,13
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 30.479.065,14 31.421.218,98
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.592.435,01 6.545.003,57
37.071.500,15 37.966.222,55
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 270.742,82 442.899,95
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.501.486,80 11.263.201,88
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 325,68 79.396,08
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 219.894,01 13.640,26
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 67.370,64 0,00
10. Ergebnis nach Steuern 6.085.600,11 1.661.092,43
11. sonstige Steuern 1.477,68 0,00
12. Aufwendungen aus Gewinnabführungen 3.453.264,02 0,00
13. Jahresüberschuss 2.630.858,41 1.661.092,43

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben

Angaben zum Unternehmen:

Webhelp Deutschland GmbH

Die Webhelp Deutschland GmbH hat ihren Sitz in der Tullnaustraße 20 in 90402 Nürnberg und ist im Handelsregister Nürnberg unter der Nummer HRB 36826 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und der Berücksichtigung des Gesetzes betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 keine bilanzielle Überschuldung (Vorjahr: TEUR 688) mehr aus.

Anlagevermögen

Anlagevermögen, das der Abnutzung unterliegt, wird grundsätzlich unter Berücksichtigung betriebsindividuell geschätzter Nutzungsdauern abgeschrieben.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig.

Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Einbauten in gemieteten Räumlichkeiten werden über den Zeitraum der zugrundeliegenden Mietverträge abgeschrieben. Vermögensgegenstände des Postens Betriebs- und Geschäftsausstattung werden überwiegend über drei bis zehn Jahre linear abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Gegenstände des Anlagevermögens, die nicht mehr oder nur noch in eingeschränktem Maße genutzt werden können, werden aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung auf die ihnen jeweils am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werte abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als 250 € bis 1.000 € werden ab dem Zugangsjahr 2018 gemäß § 6 Abs. 2 EstG sofort abgeschrieben.

Forderungen und übrige Aktiva

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigung Rechnung getragen und dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung begegnet, welche sich anhand des Zahlungsverzugs errechnet.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nominalwerten bilanziert.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Latente Steuern (aktiv und passiv) werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz sowie auf steuerliche Zins- und Verlustvorträge ermittelt. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 31,2 % zugrunde (15,825% für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,455 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag bilanziert.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Ermittlung berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, die abzuzinsen wären, liegen zum 31. Dezember 2023 nicht vor.

Verbindlichkeiten und übrige Passiva

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit dieser Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Fremdwährungspositionen werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Im Zeitpunkt der Entstehung der kurzfristigen Fremdwährungsforderungen erfolgt die Einbuchung zum Transaktionskurs.

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Im Zeitpunkt der Entstehung der kurzfristigen Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgt die Einbuchung zum Transaktionskurs.

Langfristige Posten in Fremdwährung werden unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips entweder zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag oder mit den niedrigeren (Forderungen) bzw. höheren (Verbindlichkeiten) historischen Kursen zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Aktiva

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Beträge mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr mit TEUR 75 (Vj: TEUR 22) enthalten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 10.056 (Vj: TEUR 7.423) betreffen mit TEUR 9.900 (Vj: TEUR 7.329) Forderungen gegen die Gesellschafterin Webhelp Holding Germany, Nürnberg und in Höhe von TEUR 153 aus Lieferungen und Leistungen. Die Gesellschafterforderungen resultieren in Höhe von TEUR 9.900 (Vj: TEUR 7.329) aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 207 (Vj: TEUR 28) betreffen mit TEUR 88 (Vj: TEUR 22) insbesondere Mietkautionen und mit TEUR 34 (Vj: TEUR 1) debitorische Kreditoren.

Die Gesellschaft hat im laufenden Geschäftsjahr einen Aktivüberhang an latenten Steuern von TEUR 133 (Vj: TEUR 598), der aus der Rückstellung für drohende Verluste resultiert. Ein Ansatz unterbleibt im Einklang mit § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB.

2. Passiva

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 25 (Vj.: TEUR 25) zum Bilanzstichtag ist voll eingezahlt.

Die Kapitalrücklage resultiert aus Einlagen im Zusammenhang mit Verschmelzungen von Schwestergesellschaften in den Jahren 2017 und 2018.

Der Bilanzverlust verringerte sich nach Verrechnung mit dem Jahresüberschuss 2023 zum Vorjahr auf TEUR 0 (Vj: TEUR 2.631).

Die Gesellschaft weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 0 (Vj: TEUR 688) aus und ist damit bilanziell nicht mehr überschuldet.

Zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit erhielt die Gesellschaft eine Finanzierungsbestätigung in Form einer harten Patronatserklärung mit Rangrücktritt von ihrer Muttergesellschaft. Die Webhelp Holding Germany GmbH, Nürnberg, verpflichtet sich hiermit, ihre vorgenannte Tochtergesellschaft in der Weise finanziell auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage ist, sämtlichen Zahlungsverpflichtungen gegenüber allen gegenwärtigen und künftigen Gläubigern fristgerecht nachzukommen. Im Falle der Zahlungsunfähigkeit sowie im Falle der Überschuldung der Tochtergesellschaft ist die Muttergesellschaft daher auf schriftliche Anforderung der Tochtergesellschaft verpflichtet, Verbindlichkeiten der Tochtergesellschaft, sobald sie fällig geworden sind in dem Umfange zu erfüllen, wie dies zur Beseitigung der Überschuldung oder zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit erforderlich ist. Die Muttergesellschaft tritt mit ihren eigenen Ansprüchen hinter die Ansprüche aller anderen Gläubiger der Webhelp Deutschland GmbH zurück. Die Finanzierungsbestätigung ist zeitlich auf 24 Monate begrenzt und beginnt zum Datum des Bestätigungsvermerkes von PricewaterhouseCoopers testiertem Jahresabschluss zum 31.12.2022 und ist betragsmäßig auf 1 Mio. EUR begrenzt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzten sich wie folgt zusammen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Ausstehende Rechnungen 291 164
Urlaub und Arbeitszeitkonten 430 654
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 426 1.912
Bonus/Tantieme 128 132
Abschluss- und Prüfungskosten 223 527
Verpflichtungen aus Mietverträgen 55 299
Prozessrisiken 11 23
Sonstige 73 34
Gesamt 1.637 3.746

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

31.12.2023 Verbindlichkeiten: Gesamt
TEUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit > 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit > 5 Jahre
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 127 127 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 10.466 10.466 0 0
davon aus Lieferungen und Leistungen 4.311 4.311 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 250 250 0 0
davon aus Steuern 190 190 0 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 5 5 0 0
Gesamt 10.843 10.843 0 0

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 9.737, die in Höhe von TEUR 2.699 auf Finanzverbindlichkeiten und in Höhe von TEUR 4.311 auf Lieferungen und Leistungen entfallen.

31.12.2022 Verbindlichkeiten: Gesamt
TEUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit > 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit > 5 Jahre
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 171 171 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 11.268 11.268 0 0
davon aus Lieferungen und Leistungen 4.293 4.293 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 415 415 0 0
davon aus Steuern 230 230 0 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 9 9 0 0
Gesamt 11.855 11.855 0 0

Die Verbindlichkeiten des Vorjahres waren nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthielten im Vorjahr Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 9.424, die in Höhe von TEUR 6.975 auf Finanzverbindlichkeiten und in Höhe von TEUR 2.449 auf Lieferungen und Leistungen entfielen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 56.218 (Vj: TEUR 58.071) wurden in Höhe von TEUR 54.991 (Vj: TEUR 56.302) im Inland und in Höhe von TEUR 800 (Vj: TEUR 1.434) im europäischen Ausland sowie in Höhe von TEUR 427 (Vj: TEUR 335) in Drittländern erzielt. Die Gesellschaft ist nur in einem Geschäftsbereich (Business Process Outsourcing Customer-Relationship-Management) tätig.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.562 (Vj: TEUR 533) enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1 (Vj: TEUR 1,1). Periodenfremde Erträge sind in Höhe von TEUR 345 (Vj.: TEUR 270) enthalten. Diese entfallen auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.008 (Vj: TEUR 188) und sonstige Erträge.

Im Materialaufwand sind Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 6.565 (Vj: TEUR 7.336) enthalten. Diese bestehen im Wesentlichen aus Mitarbeiterausleihungen und Personalgestellung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.501 (Vj: TEUR 11.263) enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1 (Vj: TEUR 2,7) und setzen sich wie folgt zusammen.

2023
TEUR
2022
TEUR
Kostenbelastungen von verbundenen Unternehmen 4.440 4.452
Kommunikation und EDV 470 563
Aufwand aus Anlagenabgang 442 323
Rechts- und Beratungskosten 359 667
Miete, Leasing und Gebäudekosten 333 1.999
Reisekosten 121 106
Aufwand aus Beendigung von Mietverträgen 0 1.912
Sonstige 1.336 1.241
Gesamt 7.501 11.263

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus Buchverlusten aus dem Abgang des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 442 (Vj: TEUR 323).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von TEUR 0 (Vj: TEUR 79) bestehen in Höhe von TEUR 0 (Vj: TEUR 79) mit verbundenen Unternehmen.

Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 220 (Vj: TEUR 14) sind Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vj: TEUR 0) mit verbundenen Unternehmen enthalten.

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus außerbilanziellen Geschäften

Es bestehen Mietverträge für Bürogebäude, die teilweise innerhalb eines Jahres auslaufen. Für ein Bürogebäude wurde ein Mietvertrag mit einer Laufzeit von fünf Jahren eingegangen. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Mögliche Risiken ergeben sich aus den Kündigungsrechten, da die Verträge in der Regel für längere Laufzeiten abgeschlossen und nur aus wichtigem Grund gekündigt werden können. Vorteile ergeben sich aus der Einsparung von Verwaltungsaufgaben und Verbesserung der Liquidität.

Aus den bestehenden Miet- und Leasingverträgen ergeben sich finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 6.424 (Vj: TEUR 5.715). Hiervon werden TEUR 1.607 (Vj: TEUR 1.843) innerhalb eines Jahres fällig.

Zur Sicherung der Liquidität wird Factoring als Finanzierungsinstrument genutzt. Für die Gesellschaft besteht eine Factoringlinie mit der HSBC-Factoring France, Paris, Frankreich, zum 31.12.2023 in Höhe von TEUR 4.600, die zum Bilanzstichtag mit TEUR 1.689 in Anspruch genommen wurde und eine Warenkreditversicherung in derselben Höhe umfasst. Es handelt sich um ein stilles Inhouse Factoring, wobei das Forderungsausfallrisiko vom Factor bzw. der Warenkreditversicherung getragen wird.

Zweck und Vorteil des Factorings sind die Verbesserung der Liquidität bei gleichzeitiger Verringerung der Risikoposition der Gesellschaft. Nachteilig wirken sich jedoch die mit dem Factoring verbundenen Kosten auf die Ertragslage aus.

Abschlussprüferhonorare

Die vom Abschlussprüfer berechneten Honorare ergeben sich wie folgt:

2023
TEUR
Honorar für Abschlussprüfung 50
Gesamt 50

Mitarbeiterzahl

Die Anzahl der Mitarbeiter ohne Auszubildende und Geschäftsführer beträgt gemäß § 267 Abs. 5 HGB 1.257 (Vj: 1.405 Mitarbeiter). Es handelt sich um 25 (Vj: 24) Mitarbeiter im Management, 72 (Vj: 56) Administrationsmitarbeiter, 82 (Vj: 106) Teamleiter, Coaches und Fachtrainer sowie 1.078 (Vj: 1.215) Kundenservicemitarbeiter.

Geschäftsführung

Die Webhelp Deutschland GmbH wurde im Geschäftsjahr 2023 durch folgende Personen vertreten:

Herr Christoph Thieme, Schwaig, CEO Webhelp DACH (bis 31.10.2023)

Herr Till Jelinek, Karlsruhe, CEO Webhelp DACH

Jane Catherine Fogarty, California/USA, EVP Legal (seit 03.06.2024)

Andrew Albert Farwig , Cincinnati/USA, VP Corporate Governance (seit 03.06.2024)

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angaben zu den Geschäftsführungsbezügen sind nicht zu machen, da kein Geschäftsführer im Berichtszeitraum Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat.

Mindestbesteuerung

Das Regelwerk zur globalen Mindestbesteuerung (Säule 2) wurde in Deutschland als Mindeststeuergesetz in nationales Recht umgesetzt. Daraus resultiert für die Webhelp Sun Holding GmbH die erstmalige Anwendung dieser Gesetzgebung für das Geschäftsjahr 2024. Im Jahr 2023 hat die Mindestbesteuerung keine Auswirkungen auf den Steueraufwand. Die Auswirkungen auf die Folgejahre werden derzeit von unserer Steuerabteilung geprüft.

VI. Konzernbeziehungen

Die Webhelp Holding Germany GmbH, Nürnberg, nimmt als kleinster Konsolidierungskreis in Deutschland eine Befreiung zur Erstellung eines Konzernabschlusses nach § 291 Abs. 2 HGB in Anspruch. Befreiend wirkt hierbei der Abschluss der Concentrix Corporation (CNX), Newark, USA, eine amerikanische Gesellschaft, welche seit 2023 börsennotiert ist und im NASDAQ unter dem ISIN-Code US20602D1019 notiert ist. Der Konzernabschluss dieser Gesellschaft wird nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften des US-GAAP aufgestellt und vom Abschlussprüfer geprüft. Sämtliche Gesellschaften, die in den Konzern der CNX einbezogen werden, gelten als verbundene Unternehmen. Der Konzernabschluss von CNX ist auf der Homepage der Gesellschaft (www.concentrix.com) erhältlich.

Der Konzernabschluss dieser Gesellschaft wird nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften des US-GAAP aufgestellt und von einem Abschlussprüfer geprüft.

VII. Veröffentlichung

Der Einzelabschluss der Webhelp Deutschland GmbH sowie der Konzernabschluss der Concentrix Corporation werden im Unternehmensregister veröffentlicht.

VIII. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es gibt keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag die zu berichten sind.

IX. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 6.084.122,43 wird in Höhe von EUR 2.630.858,41 mit dem bestehenden Verlustvortrag verrechnet und in Höhe von EUR 3.453.264,02 an die Gesellschafterin abgeführt.

 

Nürnberg, den 30. September 2024

Die Geschäftsführung

Jane Catherine Fogarty

Andrew Albert Farwig

Till Jelinek

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Entwicklung der Anschaffungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1.045.040,21 0,00 15.925,60 0,00 1.029.114,61
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.685.767,69 691.417,08 782.208,04 287.669,20 1.882.645,93
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.201.133,62 37.707,85 413.867,02 -52.289,20 5.772.685,25
3. Geleistete Anzahlungen 235.380,00 0,00 0,00 -235.380,00 0,00
8.122.281,31 729.124,93 1.196.075,06 0,00 7.655.331,18
9.167.321,52 729.124,93 1.212.000,66 0,00 8.684.445,79
Entwicklung der Abschreibungen Restbuchwerte
01.01.2023
Abschreibungen des Geschäftsjahres
Abgänge
31.12.2023
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1.008.272,55 25.446,55 15.909,59 1.017.809,51 11.305,10 36.767,66
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.264.978,02 122.400,65 465.758,69 921.619,98 961.025,95 420.789,67
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.877.644,05 122.895,62 288.316,12 5.712.223,55 60.461,70 323.489,57
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 235.380,00
7.142.622,07 245.296,27 754.074,81 6.633.843,53 1.021.487,65 979.659,24
8.150.894,62 270.742,82 769.984,40 7.651.653,04 1.032.792,75 1.016.426,90

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Webhelp Deutschland GmbH, Nürnberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Webhelp Deutschland GmbH, Nürnberg, 3 bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 3 geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Webhelp Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt >Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts< unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 1. Oktober 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Martin Nicklis, Wirtschaftsprüfer

ppa. Matthias Graef, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 15.10.2024 festgestellt.

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