RIGHTHEAD GmbH
Selbe AdresseVermittlung von Arbeitskräften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ulf Berge seit 17.9.2024 | Prokura |
Andrew Albert Farwig seit 3.6.2024 | Geschäftsführer |
Jane Catherine Fogarty seit 3.6.2024 | Geschäftsführer |
Johannes Amberger seit 4.12.2023 | Prokura |
Till Sebastian Jelinek seit 9.5.2022 | Geschäftsführer |
Steffen Ziegner seit 9.5.2022 | Prokura |
Robin van Acker seit 9.10.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Concentrix Investments Europe B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Concentrix Germany GmbH (vormals: Webhelp Deutschland GmbH)NürnbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231) Grundlagen der Gesellschaft1.1. Geschäftsmodell der GesellschaftDie Webhelp Deutschland GmbH, Nürnberg, ist über ihre Muttergesellschaft, die Webhelp Holding Germany GmbH, Nürnberg, Teil des weltweit tätigen Concentrix-Konzerns. Die Webhelp Holding Germany GmbH mit Sitz in Nürnberg ist Teil des globalen Concentrix-Konzerns, einem weltweit tätigen Business Process Outsourcer (BPO) mit über 440.000 Mitarbeitern an mehr als 500 Standorten in über 70 Ländern und Kooperationen mit über 2.000 Auftraggebern. Im September 2023 schlossen sich die Webhelp Holding, ihre Tochtergesellschaften und die Konzernobergesellschaft Webhelp SAS mit der Concentrix Corp. zusammen. Das Unternehmen tritt seit Ende April unter dem gemeinsamen Namen Concentrix Corp. auf und gehört somit zu den führenden Anbietern im Bereich Customer-Relationship-Management. Mit dem zunehmenden Stellenwert des strategischen Customer Experience Managements wird die Concentrix-Gruppe weltweit ein umfassendes Serviceportfolio für vielfältige individuelle Anforderungen anbieten. Die Webhelp Deutschland GmbH weist ein differenziertes Branchenportfolio (Telecommunications, Travel, Media, Financial Services, E-Commerce, Automotive, High Tech) im Kundenstamm als auch in der Delivery als Subunternehmer mit namhaften internationalen Kunden auf. 1.2. SteuerungssystemeDie Geschäftsführung verwendet zur Steuerung und Überwachung das operative Ergebnis (EBITDA) und die Umsatzerlöse als Leistungsindikatoren. Diese werden in regelmäßigen Abständen vorwiegend im Rahmen des monatlichen Konzernreportings überprüft. Wesentliche nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind die Krankheits- und Fluktuationsquote der Mitarbeiter. 1.3. Forschung und EntwicklungDie Gesellschaft betreibt keine Forschung und Entwicklung. 2) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie Weltkonjunktur hat sich angesichts des Inflationsschocks und der massiven Straffung der Geldpolitik im Jahr 2023 besser als erwartet gehalten, auch wenn die wirtschaftliche Expansion moderat war. Somit hatte sich die Weltkonjunktur im Jahr 2023 besser als erwartet entwickelt. Im Verlauf des Jahres 2023 waren die Störfaktoren der Inflation weitgehend verschwunden. Die Rohstoffpreise, insbesondere für Energie, waren deutlich gesunken. Zusätzlich haben steigende Reallöhne und zurückgehende Lieferengpässe die Entwicklung begünstigt. Bremsend wirkte sich zunächst noch die Geldpolitik aus, deren Wirkung durch die kräftige Zinserhöhung noch nicht vollständig in der Realwirtschaft angekommen war. Insgesamt legte die gesamtwirtschaftliche Produktion in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften im Verlauf dieses Jahres in moderatem Tempo zu. Dabei waren die Unterschiede in der konjunkturellen Dynamik beachtlich. Die gesamtwirtschaftliche Produktion in Europa zeigte sich schwach. Im Jahresverlauf war für die EU weiterhin eine Stagnation zu verzeichnen. Quelle: ifw Kiel: Kieler Konjunkturberichte Q4/2023, Stand 13.12.2023 Die deutsche Wirtschaft trat seit Jahresbeginn auf der Stelle. Zwar nahm im Verlauf des Jahres die Inflationsrate ab, und der Anstieg der Lohneinkommen beschleunigte sich im Vergleich zum Vorjahr. Alles in allem schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,3%, während es im darauffolgenden Jahr um 0,9% leichtzunehmen wird. Unsicherheiten resultierten hauptsächlich aus der Finanzpolitik. Die Preisvorstellungen der befragten Unternehmen vom ifo Institut haben sich allmählich stabilisiert und sich historischen Durchschnittswerten angenähert. Die gestiegenen Lohnabschlüsse, insbesondere im Dienstleistungssektor, dürften jedoch einen Teil der Unternehmensgewinne belastet haben, die in den letzten Quartalen kräftig zugenommen hatten. Quelle: IFO Konjunkturprognose Winter 2023 (Sonderausgabe Dezember) Als Business Outsourcing Provider hängt der Erfolg der Webhelp Deutschland GmbH maßgeblich von der Branchenentwicklung ihrer Kunden ab. Regional ist für die Webhelp Deutschland GmbH vor allem die Entwicklung in Deutschland maßgeblich. Die gegenwärtige Situation und deren Auswirkung auf das Geschäftsjahr 2023 im Einklang mit der weltwirtschaftlichen Lage ist mit einigen Unsicherheiten behaftet. Es ist allerdings grundsätzlich davon auszugehen, dass sich aufgrund der Diversifizierung des Kundenportfolios die Entwicklung der Gesellschaft weiterhin stabil sein wird. 2.2. Geschäftsverlauf 20222.2.1 Wesentliche Ereignisse während des GeschäftsjahresEs waren keine wesentlichen Ereignisse während des Geschäftsjahres zu verzeichnen. 2.2.2 GeschäftsentwicklungIm gesamten Geschäftsjahr 2023 verlief die Geschäftsentwicklung hinsichtlich des EBITDA besser als erwartet und übertraf das Vorjahresniveau. Der Anstieg von 58,5 % im Vergleich zum Vorjahr verfehlte jedoch die Prognose um TEUR 878. Ursprünglich war ein Anstieg von TEUR 4.190 prognostiziert worden. Dieses Ziel konnte aufgrund höher als kalkulierter Personalaufwendungen nicht erreicht werden. 2.3. Lage der GesellschaftZur Darstellung der Lage der Gesellschaft werden im Folgenden Ausführungen zur Ertragslage sowie zur Finanz- und Vermögenslage des Geschäftsjahres 2023 gemacht. 2.3.1 ErtragslageFinanzielle und nicht finanzielle LeistungsindikatorenDie wesentlichen finanziellen Steuerungskennzahlen sind nachfolgend dargestellt. Sie übersteigen die für das Geschäftsjahr prognostizierten Werte. Finanzielle Leistungsindikatoren:
Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden Fluktuations- und Krankenquoten herangezogen. Die Kennzahlen werden regelmäßig anhand von Personaldaten gemessen. Die Krankheitsquote ist auf 9,3 % gesunken (Vj: 10,5 %) und somit besser als im Vorjahr ausgefallen Die Fluktuationsquote ist im Vergleich zum Vorjahr (57,3 %) um 19,6 Prozentpunkte auf 37,7 % gesunken und somit ebenfalls besser ausgefallen. UmsatzentwicklungDie Umsatzentwicklung entsprach der Prognose, da das Auftragsvolumen des Top-1-Kunden aufgrund der weitergereichten Mindestlohnerhöhung rückläufig war. EBITDADas gestiegene EBITDA resultiert vor allem aus den gesunkenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen und den gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträgen. Zusätzlich hat sich der Materialaufwand um etwa 11 % verringert. Dadurch wurde ein positives EBITDA von TEUR 3.190 erzielt, im Vergleich zu TEUR 2.038 im Vorjahr. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 lag bei einem erwarteten EBITDA von TEUR 4.109. Gesamtaussage zur ErtragslageNach Ansicht der Geschäftsleitung hat sich die Ertragslage nicht wie erwartet entwickelt. Trotz der Kostenreduzierung ist das EBITDA deutlich niedriger ausgefallen als prognostiziert. 2.3.2 FinanzlageFinanzierungDie Finanzlage der Webhelp Deutschland GmbH ist auch vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen abhängig von der Finanzierungsbestätigung bzw. der Cash-Pool-Finanzierung durch die Muttergesellschaft Webhelp Holding Germany GmbH. Es besteht für die Webhelp Deutschland GmbH eine Factoringlinie bei der HSBC-Factoring France, Paris, Frankreich zum 31.12.2023 in Höhe von TEUR 4.600, die zum Bilanzstichtag mit TEUR 1.689 in Anspruch genommen wurde. Außerbilanzielle Verpflichtungen bestehen in Form von Miet- und Leasingverträgen, die in den nächsten Jahren zu finanziellen Belastungen in einer Größenordnung von TEUR 6.424 (Vj: TEUR 5.715) führen werden. Davon sind TEUR 426 (Vj: TEUR 1.912) bereits durch Rückstellungen bilanziell berücksichtigt. InvestitionenDie Gesellschaft hat im Bereich des Sachanlagevermögens TEUR 729 (Vj: TEUR 394) im laufenden Geschäftsjahr investiert. Wesentliche finanzielle Verpflichtungen aus begonnenen oder geplanten Investitionen und damit verbundenen Finanzierungsvorhaben bestehen nicht. Die finanzielle Lage der Webhelp Deutschland GmbH ist durch die Einbindung in den Cashpoolvertrag abgesichert. Nach Ansicht der Geschäftsführung ist die Gesellschaft in der Lage, durch die finanzielle Einbettung in den Concentrix-Konzern jederzeit fristgerecht ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 2.3.3 VermögenslageVermögensentwicklungDas Anlagevermögen beträgt TEUR 1.032 (Vj: TEUR 1.016) und ist mit 7 % der Bilanzsumme von untergeordneter Bedeutung. Wesentlicher Posten auf der Aktiv- und Passivseite sind Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Sie machen 70 % (TEUR 10.056 Forderungen gegen verbundene Unternehmen) bzw. 72 % (TEUR 10.466 Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen) der Bilanzsumme aus und bestehen im Wesentlichen mit der Webhelp Holding Germany GmbH. Die Forderungen gegen die Muttergesellschaft mit TEUR 9.900 (Vj: TEUR 7.329) resultieren in Höhe von TEUR 9.900 (Vj: TEUR 7.329) aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegen die Gesellschafterin bestehen in Höhe von TEUR 9.737 (Vj: TEUR 9.424). Per Saldo besteht somit eine Nettoverbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 163 (Vj: Nettoverbindlichkeiten TEUR 2.095). Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag nicht mehr bilanziell überschuldet. Sie zeigt einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 0 (Vj: TEUR 688). Dieser resultiert aus Zeiträumen vor Inkrafttreten des Ergebnisabführungsvertrages, der die Gesellschaft seit dem Geschäftsjahr 2016 zum Verlustausgleich durch die Muttergesellschaft berechtigt. Zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit erhielt die Gesellschaft eine Finanzierungsbestätigung in Form einer harten Patronatserklärung mit Rangrücktritt von ihrer Muttergesellschaft. Die Webhelp Holding Germany GmbH verpflichtet sich hiermit, ihre vorgenannte Tochtergesellschaft in der Weise finanziell auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage ist, sämtlichen Zahlungsverpflichtungen gegenüber allen gegenwärtigen und künftigen Gläubigern fristgerecht nachzukommen. Im Falle der Zahlungsunfähigkeit sowie im Falle der Überschuldung der Tochtergesellschaft ist die Muttergesellschaft daher auf schriftliche Anforderung der Tochtergesellschaft verpflichtet, Verbindlichkeiten der Tochtergesellschaft, sobald sie fällig geworden sind, in dem Umfange zu erfüllen, wie dies zur Beseitigung der Überschuldung oder zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit erforderlich ist. Die Muttergesellschaft tritt mit ihren eigenen Ansprüchen hinter die Ansprüche aller anderen Gläubigern der Webhelp Deutschland GmbH zurück. Die Finanzierungsbestätigung ist betragsmäßig auf 1 Mio. EUR begrenzt und hat eine Laufzeit von 24 Monaten zum Datum des erteilen Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers für den Jahresabschluss 2022. MitarbeiterDie Mitarbeiterzahl hat sich im laufenden Geschäftsjahr auf durchschnittlich 1.257 (Vj: 1.405) reduziert. Durch Qualifizierungsprogramme sowie Förderungsmaßnahmen ist ein hoher Qualitätsstandard der Mitarbeiter gewährleistet. 3.4 Gesamtaussage zur LageInsgesamt sieht die Geschäftsleitung die Geschäftsentwicklung und die Lage der Webhelp Deutschland GmbH insbesondere durch die Entwicklung rund um den Mindestlohn und die nur sehr zögerliche Reflektion in gestiegenen Preisen als durchaus kritisch an. Durch die Eingliederung in den Webhelp-Konzern sieht die Geschäftsleitung jedoch absehbar keine wesentlichen Beeinträchtigungen bei ihrer Finanzierung. UnternehmensführungZum Stichtag 31.12.2023 wies die Geschäftsführerebene einen Frauenanteil von 0 % (0 %) aus. In der 1. Geschäftsleitungsebene (1. Führungsebene) unterhalb der Geschäftsführung der Gesellschaft ist ein Frauenanteil von 0 % (Vj: 0 %) und in der 2. Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung der Gesellschaft einen Frauenanteil von 24 % (Vj: 24 %) vorhanden. Das Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen sieht eine Berichtspflicht über die festgelegten Zielgrößen und Fristen vor. Im Rahmen der Beschlussfassung der Webhelp Deutschland GmbH vom 31.03.2022 wurden neue Festlegungen ab 31.03.2022 bis 31.03.2026 für die ersten drei Managementebenen getroffen. Hierbei betragen die Zielgrößen 20 % für die Geschäftsführung. Darüber hinaus wurden die Zielgrößen für die 2. Führungsebene mit 30 % und für die 3. Führungsebene mit 40 % bestimmt. Die Ziele der Beschlussfassung wurden für das Geschäftsjahr 2023 nicht erfüllt. 3. Chancen und Risiken3.1. RisikenDie Risikolage für die Geschäftspartner der Webhelp Deutschland und ihre Mitarbeiter bleibt aufgrund des Kriegs in der Ukraine nach wie vor angespannt. Von entscheidender Bedeutung wird sein, welche Auswirkungen der Krieg auf die Geschäftsentwicklung der großen Kunden Gruppe und hier insbesondere auf deren Entwicklung im DACH-Markt haben wird. 3.1.1. MitarbeiterrisikoWesentliches Risiko im Geschäftsmodell BPO CRM-Player ist ein Arbeitskräftemangel durch ständige Mitarbeiterfluktuation, da hieraus Nachrekrutierungs- und Schulungskosten sowie Opportunitätskosten durch Umsatzausfall entstehen. Zentrales Erfolgskriterium ist daher die Mitarbeiterbindung. Die Gesellschaft sieht aufgrund der Maßnahmen kein signifikantes Fluktuationsrisiko. 3.1.2. Absatz- und AusfallrisikoDas Ausfallrisiko aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen besteht in der Gefahr des Ausfalls des entsprechenden Vertragspartners. Bei Webhelp Deutschland GmbH besteht der überwiegende Teil der Forderungen mit Webhelp-Gesellschaften, die wegen der finanziellen Einbettung in den Webhelp-Konzern für die Gesellschaft kein Ausfallrisiko darstellen. In Bezug auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen fremde Dritte sieht die Gesellschaft insgesamt aufgrund der Kundenstruktur derzeit ein mittleres Risiko. Auch zukünftig bleibt das größte Risiko die hohe Kundenkonzentration (ca. 45 % des Umsatzes mit dem größten internen Kunden). Verringert wird dieses Risiko durch eine gegenseitige Abhängigkeit mit diesen Kunden, da mit einem Wechsel zu einem Wettbewerber erhebliche Kosten und auch Qualitätsmaßnahmen zu verzeichnen wären. 3.1.3. WährungsrisikoWährungsrisiken bestehen aufgrund der ausschließlichen Tätigkeit im Euro-Raum aktuell nicht. 3.1.4. LiquiditätsrisikoIn Folge der Einbettung in den Webhelp-Konzern wird das Liquiditätsrisiko als gering eingestuft. Nach gegenwärtiger Einschätzung lässt sich kein wesentliches Liquiditätsrisiko ableiten. 3.1.5. Rechtliche RisikenRechtliche Risiken, die einer Risikovorsorge bedürfen, sind derzeit nicht erkennbar. 3.1.6. GesamtrisikoeinschätzungDie Geschäftsführung sieht ein anhaltendes erhöhtes Risiko aufgrund der bestehenden weltweiten politischen Entwicklung. Insbesondere die kriegerischen Konflikte in der Ukraine und dem Gaza-Streifen werden voraussichtlich die wirtschaftliche Entwicklung in einem unvorhersehbaren Ausmaß beeinträchtigt. Dies könnte zu einer zusätzlichen Abschwächung der Konjunktur und des Konsums führen, was sich mittelbar negativ auf das Geschäft auswirken könnte. Ein Risiko für das künftige Fortbestehen des Unternehmens wird auf Basis der Unternehmensplanung und der finanziellen Eingliederung in den Concentrix-Konzern nicht gesehen. 3.2. ChancenWesentliche Chancen sieht die Gesellschaft insbesondere in weiter steigendem Kostendruck. Das kann insbesonders durch die allgemeine Weltwirtschafliche Lage in größeren Organisationen zu einem verstärkten Outsourcingdruck führen. Aufgrund der guten Marktstellung sieht sich die Webhelp Deutschland GmbH als Teil des Webhelp-Konzerns gut gerüstet, diese Marktchance für sich zu nutzen und weitere Umsätze zu generieren. Weiter geht die Gesellschaft davon aus, dass sich durch die gesamte ökonomische Entwicklung die Verfügbarkeit von Personalkapazitäten am Arbeitsmarkt stabil bleibt und so weiter qualifiziertes Personal rekrutiert werden kann. Die Geschäftsleitung sieht trotz der aktuellen globalen Entwicklungen, sich in den nächsten Jahren weiterhin positiv zu entwickeln und sich ergebende Marktchancen in ein positives Ergebnis umzuwandeln. 3.3. Prognose und AusblickDerzeitigen Wirtschaftsprognosen zur Folge wird ein Anstieg des Weltwirtschaftswachstums für das Geschäftsjahr 2024 in einer Bandbreite von 2,0 % (IFO Institut) bis 2,9 % (ifw Kiel) bzw. ein sich daran anschließendes Wachstum von 1,5 % (IFO Institut) bis 3,2 % (ifw Kiel) für das Geschäftsjahr 2025 erwartet. Im Euroraum wird momentan für 2024 ein Wirtschaftswachstum zwischen 0,8 % (ifw Kiel) und 1,0 % (IFO Institut) angenommen. In Deutschland erwartet man ein Wachstum von 0,9 % (ifw Kiel, IFO Institut). Quelle: ifw Kiel, Konjunkturbericht Winter 2023, Stand 13. Dezember 2023; IFO Konjunkturprognose Winter 2023 (Sonderausgabe Dezember) Für das Geschäftsjahr 2024 prognostiziert die Gesellschaft einen Umsatzrückgang um 9,4 % aufgrund von Preiseffekten. Dennoch wird erwartet, dass das EBITDA deutlich ansteigt und TEUR 7.234 erreicht. Diese Steigerung ist auf geplante Effizienzsteigerungen zur Reduzierung der betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2024 zurückzuführen.
Nürnberg, den 30. September 2024 Die Geschäftsführung Jane Catherine Fogarty Andrew Albert Farwig Till Jelinek Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Allgemeine AngabenAngaben zum Unternehmen:Webhelp Deutschland GmbHDie Webhelp Deutschland GmbH hat ihren Sitz in der Tullnaustraße 20 in 90402 Nürnberg und ist im Handelsregister Nürnberg unter der Nummer HRB 36826 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und der Berücksichtigung des Gesetzes betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 keine bilanzielle Überschuldung (Vorjahr: TEUR 688) mehr aus. AnlagevermögenAnlagevermögen, das der Abnutzung unterliegt, wird grundsätzlich unter Berücksichtigung betriebsindividuell geschätzter Nutzungsdauern abgeschrieben. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Einbauten in gemieteten Räumlichkeiten werden über den Zeitraum der zugrundeliegenden Mietverträge abgeschrieben. Vermögensgegenstände des Postens Betriebs- und Geschäftsausstattung werden überwiegend über drei bis zehn Jahre linear abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Gegenstände des Anlagevermögens, die nicht mehr oder nur noch in eingeschränktem Maße genutzt werden können, werden aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung auf die ihnen jeweils am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werte abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als 250 € bis 1.000 € werden ab dem Zugangsjahr 2018 gemäß § 6 Abs. 2 EstG sofort abgeschrieben. Forderungen und übrige AktivaForderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigung Rechnung getragen und dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung begegnet, welche sich anhand des Zahlungsverzugs errechnet. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nominalwerten bilanziert. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Latente Steuern (aktiv und passiv) werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz sowie auf steuerliche Zins- und Verlustvorträge ermittelt. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 31,2 % zugrunde (15,825% für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,455 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag bilanziert. RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Ermittlung berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, die abzuzinsen wären, liegen zum 31. Dezember 2023 nicht vor. Verbindlichkeiten und übrige PassivaDie Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit dieser Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Fremdwährungspositionen werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Fremdwährungsforderungen sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Im Zeitpunkt der Entstehung der kurzfristigen Fremdwährungsforderungen erfolgt die Einbuchung zum Transaktionskurs. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Im Zeitpunkt der Entstehung der kurzfristigen Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgt die Einbuchung zum Transaktionskurs. Langfristige Posten in Fremdwährung werden unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips entweder zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag oder mit den niedrigeren (Forderungen) bzw. höheren (Verbindlichkeiten) historischen Kursen zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet. III. Erläuterungen zur Bilanz1. AktivaDie Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Beträge mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr mit TEUR 75 (Vj: TEUR 22) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 10.056 (Vj: TEUR 7.423) betreffen mit TEUR 9.900 (Vj: TEUR 7.329) Forderungen gegen die Gesellschafterin Webhelp Holding Germany, Nürnberg und in Höhe von TEUR 153 aus Lieferungen und Leistungen. Die Gesellschafterforderungen resultieren in Höhe von TEUR 9.900 (Vj: TEUR 7.329) aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 207 (Vj: TEUR 28) betreffen mit TEUR 88 (Vj: TEUR 22) insbesondere Mietkautionen und mit TEUR 34 (Vj: TEUR 1) debitorische Kreditoren. Die Gesellschaft hat im laufenden Geschäftsjahr einen Aktivüberhang an latenten Steuern von TEUR 133 (Vj: TEUR 598), der aus der Rückstellung für drohende Verluste resultiert. Ein Ansatz unterbleibt im Einklang mit § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB. 2. PassivaEigenkapitalDas gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 25 (Vj.: TEUR 25) zum Bilanzstichtag ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage resultiert aus Einlagen im Zusammenhang mit Verschmelzungen von Schwestergesellschaften in den Jahren 2017 und 2018. Der Bilanzverlust verringerte sich nach Verrechnung mit dem Jahresüberschuss 2023 zum Vorjahr auf TEUR 0 (Vj: TEUR 2.631). Die Gesellschaft weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 0 (Vj: TEUR 688) aus und ist damit bilanziell nicht mehr überschuldet. Zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit erhielt die Gesellschaft eine Finanzierungsbestätigung in Form einer harten Patronatserklärung mit Rangrücktritt von ihrer Muttergesellschaft. Die Webhelp Holding Germany GmbH, Nürnberg, verpflichtet sich hiermit, ihre vorgenannte Tochtergesellschaft in der Weise finanziell auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage ist, sämtlichen Zahlungsverpflichtungen gegenüber allen gegenwärtigen und künftigen Gläubigern fristgerecht nachzukommen. Im Falle der Zahlungsunfähigkeit sowie im Falle der Überschuldung der Tochtergesellschaft ist die Muttergesellschaft daher auf schriftliche Anforderung der Tochtergesellschaft verpflichtet, Verbindlichkeiten der Tochtergesellschaft, sobald sie fällig geworden sind in dem Umfange zu erfüllen, wie dies zur Beseitigung der Überschuldung oder zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit erforderlich ist. Die Muttergesellschaft tritt mit ihren eigenen Ansprüchen hinter die Ansprüche aller anderen Gläubiger der Webhelp Deutschland GmbH zurück. Die Finanzierungsbestätigung ist zeitlich auf 24 Monate begrenzt und beginnt zum Datum des Bestätigungsvermerkes von PricewaterhouseCoopers testiertem Jahresabschluss zum 31.12.2022 und ist betragsmäßig auf 1 Mio. EUR begrenzt. RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen setzten sich wie folgt zusammen:
VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 9.737, die in Höhe von TEUR 2.699 auf Finanzverbindlichkeiten und in Höhe von TEUR 4.311 auf Lieferungen und Leistungen entfallen.
Die Verbindlichkeiten des Vorjahres waren nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthielten im Vorjahr Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 9.424, die in Höhe von TEUR 6.975 auf Finanzverbindlichkeiten und in Höhe von TEUR 2.449 auf Lieferungen und Leistungen entfielen. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 56.218 (Vj: TEUR 58.071) wurden in Höhe von TEUR 54.991 (Vj: TEUR 56.302) im Inland und in Höhe von TEUR 800 (Vj: TEUR 1.434) im europäischen Ausland sowie in Höhe von TEUR 427 (Vj: TEUR 335) in Drittländern erzielt. Die Gesellschaft ist nur in einem Geschäftsbereich (Business Process Outsourcing Customer-Relationship-Management) tätig. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.562 (Vj: TEUR 533) enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1 (Vj: TEUR 1,1). Periodenfremde Erträge sind in Höhe von TEUR 345 (Vj.: TEUR 270) enthalten. Diese entfallen auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.008 (Vj: TEUR 188) und sonstige Erträge. Im Materialaufwand sind Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 6.565 (Vj: TEUR 7.336) enthalten. Diese bestehen im Wesentlichen aus Mitarbeiterausleihungen und Personalgestellung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.501 (Vj: TEUR 11.263) enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1 (Vj: TEUR 2,7) und setzen sich wie folgt zusammen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus Buchverlusten aus dem Abgang des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 442 (Vj: TEUR 323). Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von TEUR 0 (Vj: TEUR 79) bestehen in Höhe von TEUR 0 (Vj: TEUR 79) mit verbundenen Unternehmen. Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 220 (Vj: TEUR 14) sind Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vj: TEUR 0) mit verbundenen Unternehmen enthalten. V. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenHaftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus außerbilanziellen GeschäftenEs bestehen Mietverträge für Bürogebäude, die teilweise innerhalb eines Jahres auslaufen. Für ein Bürogebäude wurde ein Mietvertrag mit einer Laufzeit von fünf Jahren eingegangen. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Mögliche Risiken ergeben sich aus den Kündigungsrechten, da die Verträge in der Regel für längere Laufzeiten abgeschlossen und nur aus wichtigem Grund gekündigt werden können. Vorteile ergeben sich aus der Einsparung von Verwaltungsaufgaben und Verbesserung der Liquidität. Aus den bestehenden Miet- und Leasingverträgen ergeben sich finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 6.424 (Vj: TEUR 5.715). Hiervon werden TEUR 1.607 (Vj: TEUR 1.843) innerhalb eines Jahres fällig. Zur Sicherung der Liquidität wird Factoring als Finanzierungsinstrument genutzt. Für die Gesellschaft besteht eine Factoringlinie mit der HSBC-Factoring France, Paris, Frankreich, zum 31.12.2023 in Höhe von TEUR 4.600, die zum Bilanzstichtag mit TEUR 1.689 in Anspruch genommen wurde und eine Warenkreditversicherung in derselben Höhe umfasst. Es handelt sich um ein stilles Inhouse Factoring, wobei das Forderungsausfallrisiko vom Factor bzw. der Warenkreditversicherung getragen wird. Zweck und Vorteil des Factorings sind die Verbesserung der Liquidität bei gleichzeitiger Verringerung der Risikoposition der Gesellschaft. Nachteilig wirken sich jedoch die mit dem Factoring verbundenen Kosten auf die Ertragslage aus. AbschlussprüferhonorareDie vom Abschlussprüfer berechneten Honorare ergeben sich wie folgt:
MitarbeiterzahlDie Anzahl der Mitarbeiter ohne Auszubildende und Geschäftsführer beträgt gemäß § 267 Abs. 5 HGB 1.257 (Vj: 1.405 Mitarbeiter). Es handelt sich um 25 (Vj: 24) Mitarbeiter im Management, 72 (Vj: 56) Administrationsmitarbeiter, 82 (Vj: 106) Teamleiter, Coaches und Fachtrainer sowie 1.078 (Vj: 1.215) Kundenservicemitarbeiter. GeschäftsführungDie Webhelp Deutschland GmbH wurde im Geschäftsjahr 2023 durch folgende Personen vertreten:
Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angaben zu den Geschäftsführungsbezügen sind nicht zu machen, da kein Geschäftsführer im Berichtszeitraum Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat. MindestbesteuerungDas Regelwerk zur globalen Mindestbesteuerung (Säule 2) wurde in Deutschland als Mindeststeuergesetz in nationales Recht umgesetzt. Daraus resultiert für die Webhelp Sun Holding GmbH die erstmalige Anwendung dieser Gesetzgebung für das Geschäftsjahr 2024. Im Jahr 2023 hat die Mindestbesteuerung keine Auswirkungen auf den Steueraufwand. Die Auswirkungen auf die Folgejahre werden derzeit von unserer Steuerabteilung geprüft. VI. KonzernbeziehungenDie Webhelp Holding Germany GmbH, Nürnberg, nimmt als kleinster Konsolidierungskreis in Deutschland eine Befreiung zur Erstellung eines Konzernabschlusses nach § 291 Abs. 2 HGB in Anspruch. Befreiend wirkt hierbei der Abschluss der Concentrix Corporation (CNX), Newark, USA, eine amerikanische Gesellschaft, welche seit 2023 börsennotiert ist und im NASDAQ unter dem ISIN-Code US20602D1019 notiert ist. Der Konzernabschluss dieser Gesellschaft wird nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften des US-GAAP aufgestellt und vom Abschlussprüfer geprüft. Sämtliche Gesellschaften, die in den Konzern der CNX einbezogen werden, gelten als verbundene Unternehmen. Der Konzernabschluss von CNX ist auf der Homepage der Gesellschaft (www.concentrix.com) erhältlich. Der Konzernabschluss dieser Gesellschaft wird nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften des US-GAAP aufgestellt und von einem Abschlussprüfer geprüft. VII. VeröffentlichungDer Einzelabschluss der Webhelp Deutschland GmbH sowie der Konzernabschluss der Concentrix Corporation werden im Unternehmensregister veröffentlicht. VIII. Ereignisse nach dem BilanzstichtagEs gibt keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag die zu berichten sind. IX. ErgebnisverwendungDer Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 6.084.122,43 wird in Höhe von EUR 2.630.858,41 mit dem bestehenden Verlustvortrag verrechnet und in Höhe von EUR 3.453.264,02 an die Gesellschafterin abgeführt.
Nürnberg, den 30. September 2024 Die Geschäftsführung Jane Catherine Fogarty Andrew Albert Farwig Till Jelinek Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Webhelp Deutschland GmbH, Nürnberg PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Webhelp Deutschland GmbH, Nürnberg, 3 bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 3 geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Webhelp Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt >Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts< unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 1. Oktober 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Dr. Martin Nicklis, Wirtschaftsprüfer ppa. Matthias Graef, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 15.10.2024 festgestellt. |
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