Sparkasse Aschaffenburg Miltenberg

Aschaffenburg

Stammdaten

Register
Amtsgericht Aschaffenburg HRA 3541
Vorher
Sparkasse Aschaffenburg- Alzenau
Eingetragen
14.12.1999
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenBausparkassen
Gegenstand
Kommunales Wirtschaftsunternehmen mit der Aufgabe, die örtliche Versorgung mit Finanzdienstleistungen sicherzustellen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Simon Eifert
seit 4.4.2024
Vorstandsmitglied
Philipp Ehni
seit 4.4.2024
Vorstandsmitglied
Frank Oberle
seit 3.3.2014
Vorstandsmitglied
Jürgen Schäfer
seit 3.7.2002
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sparkasse Aschaffenburg Miltenberg (vormals: Sparkasse Aschaffenburg- Alzenau)

Aschaffenburg und Miltenberg (vormals: Aschaffenburg)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau

Sitz Aschaffenburg
eingetragen beim Amtsgericht Aschaffenburg
Handelsregister-Nr. HR A 3541

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

EUR EUR EUR 31.12.2022
TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 27.291.934,63 27.417
b) Guthaben bei der Deutschen Bundesbank 47.797.237,55 411.781
75.089.172,18 439.198
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
b) Wechsel 0,00 0
0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 250.748.051,65 27.857
b) andere Forderungen 32.378.599,95 37.060
283.126.651,60 64.917
4. Forderungen an Kunden 4.027.055.895,79 3.906.717
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 1.618.595.564,63 EUR (1.602.245)
Kommunalkredite 312.203.573,93 EUR (272.450)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 EUR (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 EUR (0)
0,00 0
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 87.922.128,81 112.339
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 87.922.128,81 EUR (112.339)
bb) von anderen Emittenten 524.938.102,05 471.050
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 485.387.866,67 EUR (414.390)
612.860.230,86 583.389
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 0
Nennbetrag 0,00 EUR (0)
612.860.230,86 583.389
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 501.214.378,97 492.816
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen 49.861.913,03 48.572
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 EUR (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 1.172.043,90 EUR (1.172)
an Wertpapierinstituten 127.000,00 EUR (127)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 EUR (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 EUR (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 EUR (0)
9. Treuhandvermögen 14.674.563,58 17.186
darunter:
Treuhandkredite 14.674.563,58 EUR (17.186)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.318,00 67
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0
38.318,00 67
12. Sachanlagen 15.673.905,29 16.690
13. Sonstige Vermögensgegenstände 25.477.232,44 23.962
14. Rechnungsabgrenzungsposten 3.927.364,59 3.318
Summe der Aktiva 5.608.999.626,33 5.596.830

Passivseite

EUR EUR EUR 31.12.2022
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 7.742.329,32 11.630
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 516.270.882,22 738.541
524.013.211,54 750.171
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 314.750.110,83 490.149
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 62.965.594,38 62.979
377.715.705,21 553.129
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 2.988.265.983,51 3.368.006
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 1.152.279.904,13 369.658
4.140.545.887,64 3.737.664
4.518.261.592,85 4.290.793
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 EUR (0)
0,00 0
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 14.674.563,58 17.186
darunter:
Treuhandkredite 14.674.563,58 EUR (17.186)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.059.293,31 857
6. Rechnungsabgrenzungsposten 675.177,92 691
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 27.429.003,00 27.512
b) Steuerrückstellungen 6.637.709,59 4.685
c) andere Rückstellungen 22.921.849,92 23.095
56.988.562,51 55.292
8. (weggefallen)
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter:
vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 EUR (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 180.000.000,00 230.000
darunter:
Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 EUR (700)
12. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 0,00 0
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Gewinnrücklagen 266.713.178,22 249.441
d) Bilanzgewinn 44.614.046,40 2.401
311.327.224,62 251.842
Summe der Passiva 5.608.999.626,33 5.596.830
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 34.377.713,87 37.815
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 0
34.377.713,87 37.815
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 233.745.712,96 362.104
233.745.712,96 362.104

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

EUR EUR EUR 1.1.-31.12.2022
TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 118.450.564,55 65.414
darunter:
abgesetzte 0,00 EUR (85)
negative Zinsen
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 9.405.107,04 3.317
darunter:
abgesetzte negative Zinsen 0,00 EUR (0)
127.855.671,59 68.731
2. Zinsaufwendungen 41.272.549,06 3.771
darunter:
abgesetzte positive Zinsen 52.384,70 EUR (3.514)
86.583.122,53 64.960
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 11.691.650,53 8.651
b) Beteiligungen 2.461.415,56 1.516
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 0
14.153.066,09 10.167
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5. Provisionserträge 39.741.326,76 37.499
6. Provisionsaufwendungen 1.960.237,02 2.265
37.781.089,74 35.234
7. Nettoaufwand des Handelsbestands 0,00 320
darunter:
Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,00 EUR (0)
8. Sonstige betriebliche Erträge 3.941.531,67 4.720
9. (weggefallen)
142.458.810,03 114.761
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 35.351.957,17 34.476
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 10.061.786,15 9.768
darunter:
für Altersversorgung 3.255.459,27 EUR (3.337)
45.413.743,32 44.244
b) andere Verwaltungsaufwendungen 23.535.666,94 21.028
68.949.410,26 65.272
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 2.225.587,91 2.086
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.476.513,59 2.123
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 44.525.702,02 37.482
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 0
44.525.702,02 37.482
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 0
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 1.290.955,63 4.979
1.290.955,63 4.979
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. Entnahmen aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken 50.000.000,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 76.572.551,88 12.777
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 600.416,08 0
22. Außerordentliches Ergebnis 600.416,08 0
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 16.382.672,00 9.466
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 104.068,60 104
16.486.740,60 9.570
25. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 0,00 6
26. Jahresüberschuss 59.485.395,20 3.201
27. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0
59.485.395,20 3.201
28. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
0,00 0
59.485.395,20 3.201
29. Einstellungen in Gewinnrücklagen
14.871.348,80 800
30. Bilanzgewinn 44.614.046,40 2.401

ANHANG

Im Berichtsjahr wurde Folgendes beschlossen: Zum 01. April 2024 fusioniert die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau mit Wirkung zum 01. Januar 2024 als übernehmendes Institut mit der Sparkasse Miltenberg-Obernburg auf der Grundlage von Art. 16 SpkG.

Der Jahresabschluss wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern. Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Anhang auf die gleichzeitige Verwendung männlicher, weiblicher und anderer Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für jedes Geschlecht

In Ausübung des Wahlrechtes nach § 11 Satz 3 RechKredV enthalten die zu Posten oder Unterposten der Bilanz nach Restlaufzeiten gegliederten Beträge keine anteiligen Zinsen. Das jeweilige Wahlrecht zur Aufrechnung gemäß § 340f Abs. 3 HGB und § 340c Abs. 2 HGB wurde in Anspruch genommen.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Forderungen

Forderungen an Kunden und Kreditinstitute einschließlich Schuldscheindarlehen haben wir zum Nennwert bilanziert. Bei der Auszahlung von Darlehen einbehaltene Disagien werden auf deren Laufzeit bzw. Festzinsbindungsdauer verteilt.

Für akute Ausfallrisiken haben wir bei Forderungen an Kunden in Höhe des zu erwartenden Ausfalls Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Außerdem haben wir Pauschalwertberichtigungen nach den Grundsätzen der Stellungnahme zur Rechnungslegung IDW RS BFA 7 auf den latent gefährdeten Forderungsbestand gebildet. Dabei wurde die Pauschalwertberichtigung in Höhe des erwarteten Verlustes über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten geschätzt.

Wertpapiere

Wertpapiere der Liquiditätsreserve werden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren Börsenkursen bzw. Marktpreis oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei den Wertpapieren des Anlagebestands werden im Hinblick auf die Dauerbesitzabsicht nur Abschreibungen vorgenommen, soweit es sich voraussichtlich um eine dauernde Wertminderung handelt.

Für die Ermittlung des Bewertungskurses haben wir die Wertpapiere daraufhin untersucht, ob zum Bilanzstichtag ein aktiver Markt vorliegt. Für die Abgrenzung, ob ein aktiver Markt vorliegt, haben wir die Kriterien zugrunde gelegt, die in der MiFID II (Markets in Financial Instruments Directive - Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Mai 2014) für die Abgrenzung eines liquiden von einem illiquiden Markt festgelegt wurden. In den Fällen, in denen wir insoweit nicht von einem aktiven Markt ausgehen konnten, haben wir die Bewertung anhand von gerechneten Kursen des kursversorgenden Systems vorgenommen, denen unter Verwendung laufzeit- und risikoadäquater Zinssätze ein Discounted Cashflow-Modell zugrunde liegt.

Anteile an einem Investmentvermögen, die als Sondervermögen ausgestaltet sind, werden, soweit kein Börsen- oder Marktpreis vorliegt, mit dem Rücknahmepreis ggf. abzüglich Rückgabeabschlag bewertet. Sonstige Anteile an Infrastrukturfonds und Investmentfonds werden mit dem Net Asset Value (NAV) bewertet.

Gemischte Fonds ohne unmittelbarer Veräußerungsabsicht werden zu Wiederbeschaffungskosten bewertet.

Zum Bilanzstichtag bestanden Wertpapierleihegeschäfte in Höhe von 40.000 TEUR. Bei Wertpapierleihegeschäften gehen wir nicht von einem Übergang des wirtschaftlichen Eigentums der Wertpapiere aus. Entliehene Wertpapiere erscheinen nicht in der Bilanz.

Beteiligungen

Beteiligungen werden nach dem strengen Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. In 2009 erfolgte bei neu erworbenen beweglichen Vermögensgegenständen der Wechsel von der degressiven auf die lineare Abschreibung auf der Grundlage der von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen. Bis 2009 erworbene oder selbst erstellte Gebäude werden planmäßig mit den höchsten steuerlich zulässigen Sätzen abgeschrieben. Ab 2010 angeschaffte oder selbst erstellte Gebäude werden linear über eine Nutzungsdauer von 33 Jahren abgeschrieben. Liegt der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Vermögensgegenständen über dem Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist und handelt es sich dabei um eine voraussichtlich dauernde Wertminderung, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten 250 Euro ohne Umsatzsteuer nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung sofort als Aufwand erfasst. Geringwertige Vermögensgegenstände von über 250 Euro bis 1.000 Euro ohne Umsatzsteuer werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben. Die in der Vergangenheit vorgenommenen steuerlichen Abschreibungen i. S. d. § 254 HGB a.F. werden vollständig fortgeführt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden nach dem strengen Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Der Unterschied zwischen dem Erfüllungs- und dem Ausgabebetrag wird unter den Rechnungsabgrenzungen ausgewiesen und zeitanteilig erfolgswirksam aufgelöst.

Rückstellungen

Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Soweit erforderlich werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Ursprungslaufzeit von einem Jahr oder weniger erfolgt keine Abzinsung. Die übrigen Rückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend dem Teilwertverfahren auf der Grundlage der Heubeck Richttafeln RT 2018 G ermittelt. Sie wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82 %. Aus der Berechnung der Rückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre und der vergangenen sieben Geschäftsjahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von 396 TEUR. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,40 % (ohne Karrieretrend) und Rentensteigerungen von jährlich 2,40 % unterstellt. Der Karrieretrend wurde gesondert berücksichtigt. Bei der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen wurde unterstellt, dass sich der Verpflichtungsumfang sowie der Diskontsatz erst zum Ende der Periode ändern. Die Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes bzw. Zinseffekten einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden saldiert mit dem Aufzinsungsergebnis im sonstigen betrieblichen Aufwand bzw. Ertrag erfasst.

Für die Verpflichtung zur Leistung von Beihilfen an Pensionäre und aktive Mitarbeiter für die Zeit ihres Ruhestandes in Krankheits-, Geburts- und Todesfällen wird eine Rückstellung gebildet. Der Bemessung wird die aktuelle Sterbetafel des BMF (Bundesministerium der Finanzen) zur Bewertung einer lebenslangen Nutzung oder Leistung gemäß § 14 Abs. 1 BewG und die Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB für die Ermittlung des Abzinsungssatzes zugrunde gelegt. Bei dieser sowie allen übrigen wesentlichen Rückstellungen wird die Änderung des Verpflichtungsumfangs bei der Aufzinsung unterjährig berücksichtigt. Die Erfolge aus Änderungen des Abzinsungssatzes werden im Falle von Rückstellungen für Bankprodukte im Zinsbereich, ansonsten unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Ergebnisse aus Zinseffekten einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden in dem GuV-Posten ausgewiesen, in dem auch die Aufwendungen zur Rückstellungsdotierung ausgewiesen werden. Auch bei der Ermittlung der Aufzinsungserfolge dieser Rückstellungen haben wir unterstellt, dass eine Änderung des Abzinsungssatzes erst zum Ende der Periode eintritt.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs (Zinsbuchs)

Nach IDW RS BFA 3 n. F. sind die zinsbezogenen Instrumente des Bankbuchs (Zinsbuch) einer verlustfreien Bewertung zu unterziehen. Zu diesem Zweck werden die zinsbezogenen Vermögensgegenstände und Schulden sowie derivative Finanzinstrumente, insbesondere Zinsswaps, des Bankbuchs einem Saldierungsbereich zugeordnet. Für diesen ist unter Berücksichtigung von voraussichtlich zur Bewirtschaftung des Bankbuchs erforderlichen Aufwendungen (Refinanzierungs-, Risiko- und Verwaltungskosten) zu prüfen, ob aus den noch zu erwartenden Zahlungsströmen bis zur vollständigen Abwicklung des Bestands ein Verlust droht. Die Sparkasse wendet die barwertige Berechnungsmethode an. Der Barwert ergibt sich aus den zum Abschlussstichtag abgezinsten Zahlungsströmen des Bankbuchs. Betrags- und Laufzeitinkongruenzen sind mittels fiktiver Geschäfte zu schließen. Auf der Passivseite ist dabei der angenommene individuelle Refinanzierungsaufschlag der Sparkasse zu berücksichtigen. Die künftigen für die vollständige Abwicklung des Bankbuchs benötigten Verwaltungskosten wurden aus statistischen Daten abgeleitet. Der ermittelte Verwaltungskostensatz wurde auch für den Einbezug sogenannter Overheadkosten berücksichtigt. Weiterhin wurden Gebühren und Provisionserträge, die direkt aus den Zinsprodukten resultieren, im Rahmen der verlustfreien Ermittlung des Bankbuchs berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich kein Verpflichtungsüberschuss.

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Es besteht ein Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB. Im Geschäftsjahr wird ein Teilbetrag des bestehenden Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB und der Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB vollständig aufgelöst.

Strukturierte Finanzinstrumente

Strukturierte Finanzinstrumente werden grundsätzlich als einheitlicher Vermögensgegenstand gemäß den Voraussetzungen des IDW RS HFA 22 bilanziert. Soweit die strukturierten Finanzinstrumente aufgrund des eingebetteten derivativen Finanzinstruments wesentliche erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Chancen oder Risiken im Vergleich zum Basisinstrument aufweisen, erfolgt eine getrennte Bilanzierung.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente (Swaps, Optionen), die nicht dem Handelsbestand zugeordnet und in keine Bewertungseinheit einbezogen sind, werden grundsätzlich einzeln bewertet. Daraus entstandene Bewertungsgewinne bleiben außer Ansatz. Die zur Steuerung der globalen Zinsänderungsrisiken abgeschlossenen Zinsswaps wurden in die verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs (Zinsbuchs) einbezogen und waren somit nicht gesondert zu bewerten.

Währungsumrechnung

Die Währungsumrechnung erfolgt gemäß § 256a i. V. m. 340h HGB. Eine besondere Deckung gemäß § 340h HGB sehen wir als gegeben an, soweit eine Identität von Währung, Betrag und Fälligkeit der gegenläufigen Geschäfte vorliegt. Die Umrechnungsergebnisse aus Geschäften, die in die besondere Deckung einbezogen sind, werden saldiert je Währung in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen berücksichtigt. Bei den Sortenbeständen und den täglich fälligen Forderungen und Verbindlichkeiten werden Erträge aus der Umrechnung wegen Geringfügigkeit in voller Höhe vereinnahmt. Die Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung außerhalb der besonderen Deckung werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen ausgewiesen.

ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Aktivseite

Aufgrund einer Korrektur werden Einlagefazilitäten nicht mehr im Posten Aktiva 1.b Guthaben bei der Deutschen Bundesbank sondern im Posten Aktiva 3.a Forderungen an Kreditinstitute, täglich fällig, ausgewiesen.

Posten 3: Forderungen an Kreditinstitute

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
In diesem Posten sind enthalten:
- Forderungen an die eigene Girozentrale 5.022 10.417
Die Forderungen gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt:
Posten 3 b) andere Forderungen
- bis drei Monate 19 5.016
- mehr als drei Monate bis ein Jahr --- 15.000
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 20.000 15.000
- mehr als fünf Jahre 5.000 ---

Posten 4: Forderungen an Kunden

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
In diesem Posten sind enthalten:
- Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 37.375 36.381
Die Forderungen gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt:
- bis drei Monate 88.807 86.321
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 286.311 259.275
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 1.173.812 1.127.874
- mehr als fünf Jahre 2.317.164 2.305.989
- mit unbestimmter Laufzeit 159.234 125.975

Im Rahmen des sogenannten Pfandbriefpoolings wurden grundpfandrechtlich besicherte Kundenforderungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR an die Landesbank Baden-Württemberg übertragen. Die Landesbank kann diese Forderungen als Deckungswerte im Rahmen der Emission von Hypothekenpfandbriefen nutzen. Aufgrund der vertraglichen Rückübertragungsmöglichkeiten verbleibt das wirtschaftliche Eigentum an den Forderungen bei der Sparkasse. Die Sparkasse weist die Forderungen daher weiterhin in ihrer Bilanz im Aktivposten 4 "Forderungen an Kunden" und auch im Unterausweis "durch Grundpfandrechte gesichert" aus.

Posten 5: Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
In diesem Posten sind enthalten:
- Im folgenden Geschäftsjahr fällige Wertpapiere 97.352 76.760
- Börsenfähige Wertpapiere (ohne antizipative Zinsen), davon sind 618.464 581.494
- börsennotiert 539.679 527.126
- nicht börsennotiert 78.785 54.368
- Nicht mit dem Niederstwert bewertet 327.351 317.351
- Davon entfällt auf börsenfähige Wertpapiere 327.351 317.351
- Beizulegender Zeitwert 309.118 285.337

Bei den nicht mit dem Niederstwert bewerteten börsenfähigen Wertpapieren handelt es sich um Wertpapiere mit Fälligkeiten zwischen 2024 und 2032. Aufgrund der bestehenden Marktlage gehen wir davon aus, dass die Wertminderungen bei den wie Anlagevermögen bewerteten Wertpapieren nicht von Dauer sind, weil uns keine Informationen hinsichtlich einer Bonitätsverschlechterung der Emittenten vorliegen.

Posten 6: Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
In diesem Posten sind enthalten:
- Börsenfähige Wertpapiere, davon sind 1.197 3.203
- börsennotiert --- ---
- nicht börsennotiert 1.197 3.203

Anteile an Investmentvermögen

An folgenden Investmentvermögen halten wir mehr als 10 % der Anteile:

Bezeichnung des Investmentvermögens Marktwert
TEUR
Buchwert
TEUR
Differenz Marktwert zu Buchwert
TEUR
Ertragsausschüttungen im Geschäftsjahr
TEUR
Spezialfonds A-ABAL 91 430.515 418.011 +12.504 10.737
Spezialfonds AM-ABAL 20 55.019 55.019 0 304

Bei dem Spezialfonds A-ABAL 91 sieht die vertragliche Grundlage eine Rückgabe der Anteile spätestens am letzten Bankarbeitstag des übernächsten Kalenderquartals vor. Für den Spezialfonds AM-ABAL 20 lagen keine Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe vor. Bei den Fonds handelt es sich um international ausgerichtete gemischte Renten-, Aktien- und Immobilienfonds.

Posten 7: Beteiligungen

Unter den Beteiligungen werden die Anteile an folgenden Unternehmen ausgewiesen. Die Unternehmen weisen nach den letzten uns vorliegenden Jahresabschlüssen Eigenkapital und Ergebnis wie folgt aus:

Name und Sitz der Gesellschaft Höhe des Kapitalanteils
%
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis des Geschäftsjahres
TEUR
Deka Erwerbsgesellschaft mbH & Co. KG, Neuhardenberg 0,4 1.859.741 ---
(31.12.2022)
Deutsche Sparkassen Leasing AG & Co. KG, Bad Homburg v. d. Höhe 0,2 697.089 51.994
(30.09.2022) (2021/2022)
LBS-Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, München 1,5 474.303 ---
(31.12.2022)
VBG Versicherungsbeteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, München 1,4 1.330.461 ---
(30.06.2023)
Erwerbsgesellschaft der S-Finanzgruppe mbH & Co. KG, Neuhardenberg 0,3 3.285.298 ---
(31.12.2022)
Bayern Card-Services Beteiligungs GmbH & Co. KG, München 1,5 2.792 2.942
(31.12.2022) (2022)
IZB Soft Verwaltungs-GmbH & Co. KG, München 1,8 23.173 2
(31.12.2022) (2022)
S-Immo-Beteiligungs-GmbH & Co. KG, München 1,8 5.500 809
(31.12.2022) (2022)
S-Partner Kapital AG, München 4,6 6.089 -40
(31.07.2022) (2022)
WLA Wohnungsbaugesellschaft Landkreis Aschaffenburg mbH, Aschaffenburg 8,0 6.345 88
(31.12.2022) (2022)
S-International Nordbayern GmbH & Co. KG, Nürnberg 7,8 1.651 2.669
(31.12.2022) (2022)

Darüber hinaus ist die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau an folgenden Unternehmen beteiligt, die keinen Jahresabschluss offenzulegen haben:

Name und Sitz der Gesellschaft Höhe des Kapitalanteils
%
Sparkassenverband Bayern Körperschaft des öffentlichen Rechts, München (Stammkapital I) 1,5
Sparkassenverband Bayern Körperschaft des öffentlichen Rechts, München (Stammkapital II) 1,1

Der übrige Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB ist für die Beurteilung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung.

Posten 9: Treuhandvermögen

Das Treuhandvermögen betrifft in voller Höhe Forderungen an Kunden.

Posten 12: Sachanlagen

Die Sachanlagen entfallen mit 10.484 TEUR auf Grundstücke und Bauten, die von der Sparkasse im Rahmen ihrer eigenen Tätigkeit genutzt werden, und mit 3.991 TEUR auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Posten 13: Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen werden Barsicherheiten für die Bankenabgabe des Restrukturierungsfonds in Höhe von 425 TEUR (im Vorjahr 189 TEUR) bilanziert. Davon wurden im Berichtsjahr 236 TEUR zugeführt. Der Sachaufwand hat sich dadurch entsprechend reduziert.

Die Sparkasse hält als unbeschränkt haftende Gesellschafterin Anteile an der DKE-GbR, Berlin.

Posten 14: Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält 92 TEUR (im Vorjahr 50 TEUR) Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz von Verbindlichkeiten mit ihrem Erfüllungsbetrag, soweit dieser höher ist als der Ausgabebetrag.

Latente Steuern

Aufgrund abweichender Ansatz- und Bewertungsvorschriften zwischen Handels- und Steuerbilanz und außerbilanzieller Korrekturen bestehen zum 31. Dezember 2023 Steuerlatenzen. Dabei wird der Gesamtbetrag der künftigen Steuerbelastungen durch absehbare Steuerentlastungen überdeckt. Eine passive Steuerabgrenzung war demzufolge nicht erforderlich, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wurde verzichtet. Die wesentlichen künftigen Steuerbelastungen resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen bei den Grundstücken und Gebäuden. Die zum Ausgleich der künftigen Steuerbelastungen benötigten absehbaren künftigen Steuerentlastungen ergeben sich im Wesentlichen aus unterschiedlichen bilanziellen Ansätzen bei den Forderungen an Kunden, Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, Beteiligungen sowie den Rückstellungen. Die Ermittlung der Differenzen erfolgte unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 29,35 % (Körperschaft- und Gewerbesteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag). Aus Beteiligungen an Personengesellschaften resultierende, lediglich der Körperschaftsteuer und dem Solidaritätszuschlag unterliegende Differenzen wurden bei den Berechnungen mit 15,825 % bewertet. Verlustvorträge, die zu einer Steuerentlastung führen und kompensatorisch in die Berechnung der latenten Steuern einzubeziehen sind, bestehen nicht.

Entwicklung des Anlagevermögens

Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben
in TEUR)
Immaterielle Anlagewerte Sachanlagen Sonstige Vermögensgegenstände
Entwicklung der Anschaffungs- /Herstellungskosten Stand am 1.1. des Geschäftsjahres 612 74.896 3
Zugänge 9 1.350 ---
Abgänge --- -960 ---
Umbuchungen --- --- ---
Stand am 31.12. des Geschäftsjahres 621 75.286 3
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen Stand am 1.1. des Geschäftsjahres 544 58.206 ---
Abschreibungen im Geschäftsjahr 38 2.188 ---
Zuschreibungen im Geschäftsjahr --- --- ---
Änderung der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen --- --- ---
im Zusammenhang mit Abgängen --- -782 ---
im Zusammenhang mit Umbuchungen --- --- ---
Stand am 31.12. des Geschäftsjahres 582 59.611 ---
Buchwerte Stand am 31.12. des Geschäftsjahres 38 15.674 3
Stand am 31.12. des Vorjahres 67 16.690 3
Bilanzposten Buchwert 31.12.2022 *)
TEUR
Nettoveränderungen
TEUR
Buchwert 31.12.2023 *)
TEUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 317.351 10.000 327.351
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 203 2 205
Beteiligungen 48.572 1.290 49.862

*) ohne antizipative Zinsen und sonstige Abgrenzungen

Passivseite

Posten 1: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
In diesem Posten sind enthalten:
- Verbindlichkeiten gegenüber der eigenen Girozentrale 291.851 336.879
- Durch eigene Vermögenswerte besicherte Verbindlichkeiten 478.881 541.226
Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt:
Posten 1 b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
- bis drei Monate 192.310 322.212
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 65.471 162.634
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 98.179 101.831
- mehr als fünf Jahre 153.648 153.331

Posten 2: Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
In diesem Posten sind enthalten:
- Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 362 1.137
Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt:
Posten 2 a ab) Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten
- bis drei Monate 13 14
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 62.161 62.133
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 313 336
- mehr als fünf Jahre 479 497
Posten 2 b bb) andere Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
- bis drei Monate 394.357 70.805
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 642.713 260.161
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 103.376 36.467
- mehr als fünf Jahre 2.611 1.668

Posten 4: Treuhandverbindlichkeiten

Die Treuhandverbindlichkeiten entfallen in voller auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Posten 6: Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält 101 TEUR (im Vorjahr 135 TEUR) Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz von Hypothekendarlehen und anderen Forderungen mit ihrem Nennbetrag, soweit dieser höher als der Auszahlungsbetrag oder die Anschaffungskosten ist und Zinscharakter hat.

Mehrere Posten betreffende Angaben

Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung

Auf Fremdwährung lauten Vermögensgegenstände im Gesamtbetrag von 11.945 TEUR und Verbindlichkeiten im Gesamtbetrag von 12.197 TEUR.

ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN UNTER DEM BILANZSTRICH

Posten 2: Andere Verpflichtungen

Wir gehen derzeit davon aus, dass die unwiderruflichen Kreditzusagen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit künftig von den Kreditnehmern in Anspruch genommen werden. In den unwiderruflichen Kreditzusagen sind nach den Erkenntnissen der Sparkasse keine akut ausfallgefährdeten Kredite enthalten.

ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Posten 1. a): Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften

Im Posten "Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften" sind Erträge aus der Abzinsung bzw. aus der Änderung des Diskontierungssatzes von Rückstellungen in Höhe von 43 TEUR (im Vorjahr 10 TEUR) enthalten.

Posten 2: Zinsaufwendungen

Im Posten "Zinsaufwendungen" sind Aufwendungen aus der Aufzinsung bzw. aus der Änderung des Diskontierungssatzes von Rückstellungen in Höhe von 27 TEUR (im Vorjahr 24 TEUR) enthalten.

Posten 5: Provisionserträge - Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung

Die wesentlichen an Dritte erbrachten Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung entfallen auf die Vermittlung von Produkten der Verbundpartner (Versicherungen, Bausparverträge, Immobilien, Investmentzertifikate, Leasingverträge, Krediten).

Posten 8: Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 237 TEUR (im Vorjahr 426 TEUR) und Erträge aus der Abzinsung bzw. Änderung des Diskontierungszinssatzes von Rückstellungen in Höhe von 49 TEUR (im Vorjahr 1 TEUR) enthalten.

Posten 12: Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 4 TEUR (im Vorjahr 23 TEUR) und Aufwendungen aus der Aufzinsung bzw. Änderung des Diskontierungssatzes von Rückstellungen in Höhe von 365 TEUR (im Vorjahr 1.051 TEUR) enthalten.

Posten 18: Entnahmen aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken

In dem Posten sind Erträge aus der Auflösung des Sonderposten gemäß § 340e Abs. 4 HGB in Höhe von 700 TEUR enthalten. Die Auflösung erfolgt wegen Aufgabe der Handelsabsicht.

Posten 21: Außerordentliche Aufwendungen

Die außerordentlichen Aufwendungen entfallen in voller Höhe auf Aufwendungen, die unmittelbar in der Fusion begründet sind.

Posten 30: Bilanzgewinn

Der Verwaltungsrat wird den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 in seiner für den 21.06.2024 vorgesehenen Sitzung feststellen. Der Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses sieht vor, den Bilanzgewinn vollständig der Gewinnrücklage zuzuführen.

Ausschüttungssperre

Am Abschlussstichtag bestehen gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB (Unterschiedsbetrag aus der Berechnung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre und der vergangenen sieben Geschäftsjahre) ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von 396 TEUR.

Der Bilanzgewinn unterliegt keiner Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB, da in Vorjahren bereits in diesem Zusammenhang 1.430 TEUR der Gewinnrücklage zugeführt wurden.

Beeinflussung des Jahresergebnisses durch steuerrechtliche Vorschriften

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau fällt aufgrund der Nichterreichung der Umsatzerlösgrenze des § 1 MinStG nicht in den Anwendungsbereich der Mindestbesteuerung.

SONSTIGE ANGABEN

Derivative Finanzinstrumente

Die Arten und der Umfang derivativer Finanzinstrumente, bezogen auf die Nominalwerte der zu Grunde liegenden Referenzwerte, sind in folgender Aufstellung zusammengestellt:

Derivative Finanzinstrumente
Nominalbeträge
nach Restlaufzeiten
- in TEUR - Bis 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Insgesamt
Zinsrisiken
Zinsswaps 1 205.000 255.000 635.000 1.095.000
Zinsoptionen
- Käufe 120.000 --- --- 120.000
- Verkäufe 120.000 --- --- 120.000
Davon Handelsgeschäfte --- --- --- ---
Davon Deckungsgeschäfte --- --- --- ---

Nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte derivative Finanzinstrumente

- in TEUR - Nominalbeträge Zeitwert positiv Zeitwert negativ Buchwert Bilanzausweis
Zinsrisiken
Zinsswaps 1 1.095.000 89.468 8.531 --- ---
Zinsoptionen
- Käufe 120.000 49 --- --- ---
- Verkäufe 120.000 --- 4.214 --- ---

1 Zinsswaps mit einem negativen Marktwert von 8.531 TEUR und einem positiven Marktwert von 89.468 TEUR dienen der Steuerung des globalen Zinsänderungsrisikos und wurden in die verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs (Zinsbuchs) einbezogen. Daher sind sie nicht gesondert zu bewerten.

Die beizulegenden Zeitwerte der börsengehandelten Derivate stellen den Marktwert dar.

Für Zinsswaps werden die beizulegenden Zeitwerte als Barwert zukünftiger Zinszahlungsströme auf Basis der Marktzinsmethode ermittelt. Dabei finden die Diskontierungskurven zum Bilanzstichtag Verwendung, die den Veröffentlichungen Refinitivs entnommen werden.

Die vorstehend genannten Positionen dienen überwiegend zur Deckung von Zins- und Wechselkursschwankungen.

Angaben zu nicht passivierten pensionsähnlichen Verpflichtungen

Sparkassen haben ihren Arbeitnehmern Leistungen der betrieblichen Altersversorgung nach Maßgabe des "Tarifvertrags über die zusätzliche Altersvorsorge der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes -Altersvorsorge-TV-Kommunal (ATV-K)" zugesagt. Um den anspruchsberechtigten Mitarbeitern die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung gemäß ATV-K zu verschaffen, ist die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau Mitglied in der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden (ZVK).

Die Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden finanziert die Versorgungsverpflichtungen im Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren (Hybridfinanzierung). Hierbei werden im Rahmen eines Abschnittdeckungsverfahrens ein Umlagesatz und ein Zusatzbeitrag bezogen auf die zusatzversorgungspflichtigen Entgelte der versicherten Beschäftigten ermittelt. Aus den Zusatzbeiträgen wird gemäß § 64 ZVK-Satzung innerhalb des Vermögens der ZVK ein separater Kapitalstock aufgebaut. Insgesamt betrug im Geschäftsjahr 2023 der Finanzierungssatz (Umlagesatz 3,75 % und Zusatzbeitrag 4 %) 7,75 % der umlagepflichtigen Gehälter. Der Umlagesatz bleibt im Jahr 2024 unverändert.

Der Rechtsanspruch der versorgungsberechtigten Mitarbeiter zur Erfüllung des Leistungsanspruchs gemäß ATV-K richtet sich gegen die ZVK, während die Verpflichtung der Sparkasse ausschließlich darin besteht, der ZVK im Rahmen des mit ihr begründeten Mitgliedschaftsverhältnisses die erforderlichen, satzungsmäßig geforderten Finanzierungsmittel zur Verfügung zu stellen. Im Geschäftsjahr 2023 sind für die Zusatzversorgung bei versorgungspflichtigen Entgelten von 30.789 TEUR Gesamtaufwendungen in Höhe von 2.460 TEUR angefallen.

Nach der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) in seinem Rechnungslegungsstandard IDW RS HFA 30 n. F. vertretenen Rechtsauffassung begründet die Durchführung der betrieblichen Altersversorgung bei einem externen Versorgungsträger wie der ZVK handelsrechtlich eine mittelbare Versorgungsverpflichtung. Die ZVK hat im Auftrag der Sparkasse den nach Rechtsauffassung des IDW (vgl. IDW RS HFA 30 n. F.) zu ermittelnden Barwert der auf die Sparkasse im umlagefinanzierten Abrechnungsverband entfallenden Leistungsverpflichtung zum 31. Dezember 2023 ermittelt. Unabhängig davon, dass es sich bei dem Kassenvermögen um Kollektivvermögen aller Mitglieder des umlagefinanzierten Abrechnungsverbandes handelt, ist es gemäß IDW RS HFA 30 n. F. für Zwecke der Angaben im Anhang nach Art. 28 Abs. 2 EGHGB anteilig in Abzug zu bringen. Auf dieser Basis beläuft sich der gemäß Art. 28 Abs. 2 EGHGB anzugebene Betrag auf 37.706 TEUR.

Der Barwert der auf die Sparkasse entfallenden Leistungsverpflichtung wurde in Anlehnung an die versicherungsmathematischen Grundsätze und Methoden (Anwartschaftsbarwertverfahren), die auch für unmittelbare Pensionsverpflichtungen angewendet wurden, unter Berücksichtigung einer gemäß Satzung der ZVK unterstellten jährlichen Rentensteigung von 1 % und unter Anwendung der aus den Heubeck-Richttafeln RT 2005 G abgeleiteten Richttafeln RTZV-P ermittelt. Als Diskontierungszinssatz wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB i. V. m. der Rückstellungsabzinsungsverordnung der auf Basis der vergangenen zehn Jahre ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz von 1,82 % verwendet, der sich bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Da es sich nicht um ein endgehaltbezogenes Versorgungssystem handelt, sind erwartete Gehaltssteigerungen nicht zu berücksichtigen. Die Daten zum Versichertenbestand der Versorgungseinrichtung per 31. Dezember 2023 liegen derzeit noch nicht vor, sodass auf den Versichertenbestand per 31. Dezember 2022 abgestellt wurde.

Der gemäß Art. 28 Abs. 2 EGHGB anzugebene Betrag bezieht sich auf die Einstandspflicht der Sparkasse gemäß § 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG, bei der die Sparkasse für die Erfüllung der zugesagten Leistung einzustehen hat (Subsidiärhaftung), sofern die ZVK die vereinbarten Leistungen nicht erbringt. Hierfür liegen gemäß der Einschätzung des Verantwortlichen Aktuars im Aktuar-Gutachten 2023 für die Sparkasse keine Anhaltspunkte vor. Vielmehr bestätigt der Verantwortliche Aktuar der ZVK in diesem Gutachten die Angemessenheit der rechnungsmäßigen Annahmen zur Ermittlung des Finanzierungssatzes und bestätigt auf Basis des versicherungsmathematischen Äquivalenzprinzips die dauernde Erfüllbarkeit der Leistungsverpflichtungen der ZVK.

Gesamtbezüge des Vorstandes und des Verwaltungsrates

Den Mitgliedern des Vorstandes wurden für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 1.073 TEUR gewährt.

Die Mitglieder des Verwaltungsrates erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 123 TEUR.

Pensionsrückstellungen und -Zahlungen für bzw. an frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene

An frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene wurden 804 TEUR gezahlt. Zum 31.12.2023 betrugen die Pensionsrückstellungen für diesen Personenkreis 9.918 TEUR.

Kreditgewährungen an Vorstand und Verwaltungsrat

Die Sparkasse hatte zum 31.12.2023 Kredite an Mitglieder des Vorstandes in Höhe von 416 TEUR und an Mitglieder des Verwaltungsrates in Höhe von 320 TEUR gewährt.

Honorare für den Abschlussprüfer

Die Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Bayern ist gemäß § 22 SpkO sowie § 340k HGB gesetzlicher Abschlussprüfer unseres Jahresabschlusses. Für Abschlussprüfungsleistungen fielen im Geschäftsjahr 2023 Aufwendungen in Höhe von 240 TEUR an; davon betrafen 22 TEUR das Vorjahr. Die Aufwendungen für andere Bestätigungsleistungen belaufen sich auf 37 TEUR und entfallen im Wesentlichen auf vom Abschlussprüfer erbrachte Leistungen gemäß § 89 Wertpapierhandelsgesetz. Die sonstigen Leistungen in Höhe von 8 TEUR entfallen vollständig auf das Honorar für die zwischen der Sparkasse und dem Abschlussprüfer vereinbarten Leistungen im Zusammenhang mit der Durchführung von Berechnungen als Entscheidungshilfe zur Bestimmung möglicher Anteilsverhältnisse bei der Vereinigung von Sparkassen.

Verwaltungsrat und Vorstand

Verwaltungsrat

Vorsitzender:
ab 01.01.2024 Dr. Legler, Alexander Landrat des Landkreises Aschaffenburg
bis 31.12.2023 Herzing, Jürgen Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg
Stellvertreter:
ab 01.01.2024 Herzing, Jürgen Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg
bis 31.12.2023 Dr. Legler, Alexander Landrat des Landkreises Aschaffenburg
Mitglieder: Dümig, Simon Studienrat, Berufsschullehrer
Gerlach, Thomas Selbständiger Rechtsanwalt
Giegerich, Wolfgang Angestellter i. R.
Grimm, Marcus Bürgermeister der Gemeinde Waldaschaff
Noll, Stephan Bürgermeister der Stadt Alzenau
Schweickard, Peter Selbständiger Kaufmann
Suffel, Martin Geschäftsführer der Firma Suffel Fördertechnik GmbH & Co. KG
Väth, Bernhard Geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Calpeda Pumpen Vertrieb GmbH
Wangler, Michael Rechtsanwalt und Partner der Sozietät Emrich Wangler Herrmann
Vorstand
Vorsitzender: Schäfer, Jürgen
Mitglieder: Oberle, Frank
bis 30.06.2023 Peetz-Rauch, Sandra

Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften

Der Vorstandsvorsitzende, Herr Jürgen Schäfer, ist Mitglied im Aufsichtsrat nachstehender Unternehmen:

Bayern-Versicherung Lebensversicherung AG

Versicherungskammer Bayern Konzern-Rückversicherung AG

Mitarbeiter / -innen

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt: 2023
Vollzeitkräfte 359
Teilzeit- und Ultimokräfte 321
680
Auszubildende 38
Insgesamt 718

 

Aschaffenburg, den 18. März 2024

Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau

Vorstand

Jürgen Schäfer

Frank Oberle

 

Aschaffenburg, den 25. März 2024

Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau

Vorsitzender des Verwaltungsrats

Dr. Alexander Legler

Offenlegung nach § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023

("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Sparkasse in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau besteht im Wesentlichen darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau definiert den Umsatz als Saldo aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands und sonstige betriebliche Erträge. Für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 beträgt der Umsatz 142.459 TEUR.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt im Jahresdurchschnitt 525.

Der Gewinn vor Steuern beträgt 76.573 TEUR.

Die Steuern auf den Gewinn betragen 16.383 TEUR. Die Steuern betreffen laufende Steuern.

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sparkasse für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Sparkasse zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften von der Sparkasse unabhängig und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. § 340k Abs. 3 HGB, dass alle von uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Bewertung der Forderungen an Kunden aus dem risikorelevanten gewerblichen Kreditgeschäft

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang, Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".

Das Risiko für den Abschluss

Die Identifikation eines Wertberichtigungserfordernisses und die Ermittlung einer Einzelwertberichtigung für Kundenforderungen aus dem risikorelevanten gewerblichen Kreditgeschäft beinhalten wesentliche Schätzunsicherheiten und Ermessensspielräume, die sich durch die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kreditnehmers sowie durch die Bewertung von Kreditsicherheiten ergeben. Die Bewertung der Forderungen an Kunden aus dem risikorelevanten gewerblichen Kreditgeschäft hat wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss, insbesondere auf die Ertragslage der Sparkasse.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Im Rahmen unseres risikoorientierten Prüfungsansatzes haben wir die Prozesse und Verfahren zur Risikofrüherkennung im risikorelevanten gewerblichen Kundenkreditgeschäft sowie zur ordnungsgemäßen buchhalterischen Erfassung von Einzelwertberichtigungen einer Aufbau- und Funktionsprüfung unterzogen.

Darüber hinaus führten wir aussagebezogene Prüfungshandlungen in Form von Einzelfallprüfungen bestimmter Kreditengagements durch. Die in die Einzelfallprüfung einbezogenen Kreditengagements wurden in einer bewussten Auswahl nach Risikomerkmalen bestimmt. Zu den herangezogenen Risikomerkmalen gehörten insbesondere Bonitäts- und Besicherungsaspekte. Die ausgewählten Kreditengagements haben wir hinsichtlich einer ordnungsgemäßen Handhabung des Kreditgeschäfts untersucht und beurteilt, ob mit hinreichender Sicherheit eine Rückführung der Forderung durch den Kreditnehmer zu erwarten ist. Sofern dies nicht zu erwarten ist, haben wir die der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen insbesondere hinsichtlich der Höhe der in Zukunft noch zu erwartenden Zahlungseingänge aus der Verwertung vorhandener Kreditsicherheiten gewürdigt.

Unsere Schlussfolgerungen

Auf Basis der durchgeführten Prüfungshandlungen konnten wir uns von der Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen bei der Bewertung der Forderungen an Kunden aus dem risikorelevanten gewerblichen Kreditgeschäft überzeugen.

Sonstige Informationen

Der Vorstand ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen, die uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt werden, umfassen den gemäß § 289b Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 Buchstabea HGB zusammen mit dem Lagebericht nach § 325 HGB zu veröffentlichenden nichtfinanziellen Bericht für das Geschäftsjahr 2023.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter (Vorstand) und des Aufsichtsorgans (Verwaltungsrat) für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Sparkasse zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Sparkasse ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Sparkasse.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Verwaltungsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Verwaltungsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Verwaltungsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO:

Wir sind nach § 22 Abs. 3 der Sparkassenordnung i. V. m. § 340k Abs. 3 Satz 1 HGB gesetzlicher Abschlussprüfer der Sparkasse.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem Prüfungsbericht nach Artikel 11 EU-APrVO in Einklang stehen.

Wir haben folgende Leistungen zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen erbracht:

Prüfung des Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäfts

Bestätigung gemäß § 16j Abs. 2 FinDAG

Prüfung gemäß Abschnitt V Nr. 11 Abs. 1 AGB/BBk

Berechnung der Mitgliedschaftsanteile für die Fusion

Verantwortliche Wirtschaftsprüfer

Der verantwortliche Wirtschaftsprüfer für die Prüfung ist Herr Wolfgang Söder.

 

München, den 28. Mai 2024

Prüfungsstelle
des Sparkassenverbandes Bayern

Öttl, Wirtschaftsprüfer

Söder, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht 2023

Aufgrund der Anpassungen in den Riskosteuerungs- und -controllingprozessen an die neuen Anforderungen für die Risikotragfähigkeit wurde das Gebot der Darstellungsstetigkeit im Risikobericht zulässigerweise durchbrochen.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Lagebericht auf die gleichzeitige Verwendung männlicher, weiblicher und anderer Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für jedes Geschlecht.

1. Grundlagen der Sparkasse und Geschäftsmodell

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Aschaffenburg. Träger der Sparkasse ist der Zweckverband Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau. Mitglieder des Zweckverbandes sind die Stadt Aschaffenburg und der Landkreis Aschaffenburg. Grundsätzlich betreibt die Sparkasse alle banküblichen Geschäfte, soweit es das bayerische Sparkassengesetz und die auf der Grundlage dieses Gesetzes erlassenen Rechtsverordnungen oder die Satzung der Sparkasse vorsehen.

Die Organe der Sparkasse sind der Vorstand und der Verwaltungsrat. Der Vorstand, bestehend aus zwei Mitgliedern, leitet die Sparkasse in eigener Verantwortung, vertritt sie und führt ihre Geschäfte. Der Verwaltungsrat bestimmt die Richtlinien für die Geschäfte der Sparkasse und überwacht den Vorstand.

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau ist Mitglied des Sparkassenverbandes Bayern (SVB) und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) angeschlossen. Sie haftet mit den anderen bayerischen Sparkassen gemäß § 8 Abs. 2 der Satzung des SVB für die Verbindlichkeiten des SVB. Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau ist über den Sparkassen-Teilfonds des SVB in das Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe einbezogen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat das institutsbezogene Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe als Einlagensicherungssystem nach dem Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) amtlich anerkannt. Das Sicherungssystem stellt im Entschädigungsfall sicher, dass den Kunden der Sparkassen der gesetzliche Anspruch auf Auszahlung ihrer Einlagen gemäß dem EinSiG erfüllt werden kann ("gesetzliche Einlagensicherung"). Darüber hinaus ist es das Ziel des Sicherungssystems, einen Entschädigungsfall zu vermeiden und die Sparkassen selbst zu schützen, insbesondere deren Liquidität und Solvenz zu gewährleisten ("diskretionäre Institutssicherung").

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau unterliegt dem Regionalprinzip. Dabei steht im Vordergrund, auf Grundlage der Markt- und Wettbewerbserfordernisse vorrangig im Geschäftsgebiet den Wettbewerb zu stärken und alle Bevölkerungskreise, die Wirtschaft und die öffentliche Hand ausreichend mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen zu versorgen. Zum 31. Dezember 2023 unterhielt die Sparkasse neben der Hauptstelle in Aschaffenburg unverändert zum Vorjahr drei Kompetenz-Center, 36 Geschäftsstellen und sechs Selbstbedienungsstandorte in ihrem Geschäftsgebiet.

Zum 01.04.2024 fusioniert die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau als aufnehmendes Institut mit der Sparkasse Miltenberg-Obernburg. Die Vereinigung (Fusion) erfolgt mit rechtlicher Wirkung zum 01.04.2024. Verschmelzungszeitpunkt im Sinne von Art. 16 Abs. 1 Satz 2 zweiter Halbsatz SpkG ist der Ablauf des 31.12.2023. Das fusionierte Institut firmiert unter der Bezeichnung Sparkasse Aschaffenburg Miltenberg und hat seinen Sitz in Aschaffenburg und in Miltenberg. Durch diesen Zusammenschluss sollen die Wettbewerbsfähigkeit und die Marktposition weiter gestärkt werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche, regionale und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft

Das Jahr 2023 war geprägt von hoher Inflation, was die Kaufkraft der Einkommen sowie den Konsum schwächte. Zudem bremsten die in fast allen Währungsräumen fortgesetzten Zinssteigerungen die Nachfrage beim Verbrauch, aber vor allem bei den Investitionen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) beziffert das Wachstum der Weltwirtschaft 2023 auf insgesamt 3,0 %. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA wuchs in 2023 überdurchschnittlich, wohingegen der Euroraum gemäß der Schätzung des IWF im Vorjahresvergleich nur noch einen realen Zuwachs von 0,7 % erzielte (Quelle: DSGV).

In Deutschland kostete die bis weit in das Jahr 2023 hinein auf hohem Niveau bleibende Inflation ebenfalls Kaufkraft. Die Nominaleinkommensentwicklung zog erst zeitlich verzögert nach. Somit war im Jahresdurchschnitt die Entwicklung der Verfügbaren Einkommen mit einem nominalen Zuwachs von 5,9 % genauso hoch wie der Anstieg der Verbraucherpreise. Mit -0,8 % schrumpfte der private Verbrauch 2023 stärker als das BIP. Die Sparquote stieg leicht um zwei Promillepunkte auf 11,3 % (Quelle: DSGV).

Investitionen und Bautätigkeit in Deutschland wurden durch das erhöhte Zinsniveau infolge hoher Inflationsraten stark gebremst. Zunächst wurde noch der gute Auftragsbestand bei begonnenen Projekten abgearbeitet. Doch das Angehen neuer Projekte kam fast völlig zum Erliegen. Die Bauinvestitionen sanken preisbereinigt um 2,1 %. Am stärksten war der Rückgang im Wohnungsbau (Quelle: DSGV).

Trotz der schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung blieb der deutsche Arbeitsmarkt 2023 robust. Die Arbeitslosenquote hat sich trotz hoher Nettozuwanderung und stagnierender Produktion in der Abgrenzung der Bundesagentur für Arbeit 2023 nur moderat um vier Promillepunkte auf 5,7 % erhöht (Quelle: DSGV).

Das Jahr 2023 war für die bayerische Wirtschaft ein Jahr der Stagnation. Eine Rezession konnte - im Gegensatz zur deutschen Wirtschaft - jedoch vermieden werden. Das BIP im Freistaat dürfte sich in etwa auf Vorjahresniveau eingependelt haben. Der bayerische Arbeitsmarkt hat im Jahr 2023 erneut Stabilität bewiesen. Die Arbeitslosenquote im Freistaat war mit 3,4 % im Jahresdurchschnitt 2023 erneut die niedrigste unter allen Bundesländern (Quelle: Bundesagentur für Arbeit).

Region

Im Geschäftsgebiet der Sparkasse war zu Beginn 2023 wenig Dynamik zu verspüren. Gemäß der Konjunkturumfrage der IHK Aschaffenburg beurteilten die befragten Unternehmen die aktuelle Lage unterschiedlich. Insbesondere der Rückgang im Wohnungsbau sorgte im Baugewerbe nach langer Zeit florierender Geschäfte für ein Stimmungstief. Aufgrund leichter Umsatzrückgänge im Handel und schwacher Auftragseingänge bei den Industrieunternehmen sowie im Dienstleistungssektor wurde auch in diesen Bereichen die aktuelle Situation als eher gedämpft eingeschätzt. Dagegen war die Entwicklung im Tourismussektor wieder von Optimismus geprägt.

Trotz des vergleichsweise hohen Zinsniveaus meldeten die Unternehmen insgesamt noch keine größeren Finanzierungsprobleme. Als Herausforderung und damit größte Risikofaktoren nannten die Betriebe die Energie- und Rohstoffpreise und den Fachkräftemangel sowie die gestiegenen Arbeitskosten. Dennoch war im Frühjahr 2023 der Ausblick auf das Geschäftsjahr insgesamt noch recht positiv (Quelle: IHK Aschaffenburg, Konjunkturbericht Frühjahr 2023).

Diese Einschätzung änderte sich im Jahresverlauf grundlegend. Im Herbst 2023 mussten die Unternehmen feststellen, dass sich die Hoffnung auf einen Aufschwung nicht erfüllt hat. So führt die schwache Nachfrage im In- und Auslandsgeschäft bei rund 40 % der befragten Betriebe zu einem Rückgang des Auftragsvolumens, was sich letztlich belastend auf die Finanzsituation der Unternehmen auswirkt. Ein nennenswerter Teil der regionalen Industriebetriebe - aber teilweise auch Firmen anderer Branchen - beurteilte die Liquiditätslage als schlecht, was sich zunehmend auf langfristige Investitionen auswirkt. Im internationalen Vergleich nimmt die Wettbewerbsfähigkeit dadurch weiter ab (Quelle: IHK Aschaffenburg, Konjunkturbericht Herbst 2023).

Im Wirtschaftsraum der Sparkasse lag die Arbeitslosenquote im Dezember 2023 mit 4,1 % etwas über dem Bayernschnitt (Quelle: Agentur für Arbeit Aschaffenburg).

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sich die Perspektiven der Unternehmen im Geschäftsgebiet der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau zum Jahresende 2023 hin kräftig eingetrübt haben und auch die künftige Geschäftserwartung nur wenige positive Impulse verspricht.

Branche

Die geldpolitischen Maßnahmen der Notenbanken waren in fast allen großen Währungen in diesem Ausmaß und in dieser Geschwindigkeit ohne Beispiel. Im Euroraum wurden die Leitzinsen aus dem noch bis Mitte 2022 herrschenden Negativzins heraus in nur gut einem Jahr bis zum Herbst 2023 um 450 Basispunkte erhöht. Der Satz der Einlagefazilität erreichte zum Jahresende 4,0 % (Quelle: DSGV).

Die per Allgemeinverfügung von der BaFin festgelegten zusätzlichen Kapitalpuffer, der inländische antizyklische Kapitalpuffer von 0,75 % und der sektorale Systemrisikopuffer für Risikopositionen von mit Wohnimmobilien besicherten Krediten, wurden mit Wirkung zum 01.02.2023 wirksam. Die durch den Zinsanstieg ausgelöste Bremswirkung im Hinblick auf die Vergabe von Wohnungsbaukrediten wurde dadurch weiter verstärkt.

2.2. Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren

Folgende Kennziffern stellen die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Sparkasse dar:

Geschäftsverlauf: Entwicklung des Kundenkreditgeschäfts, der Kundeneinlagen und der Bilanzsumme

Vermögenslage: Eigenmittelzuführung, Eigenmittelausstattung und aufsichtsrechtliche Gesamtkapitalquote

Finanzlage: Liquidity Coverage Ratio (LCR), Net Stable Funding Ratio (NSFR) und die Survival Period

Ertragslage: Betriebsergebnis vor Bewertung, Betriebsergebnis nach Bewertung, Verwaltungsaufwand und Cost-Income-Ratio (CIR)

2.3. Geschäftsverlauf

Im Prognosebericht des letzten Jahres hat die Sparkasse ausgeführt, dass angesichts der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen beim Kundenkreditvolumen ein nur noch leichtes Wachstum deutlich unter dem Vorjahreswert erwartet wird. Aufgrund des Zinsanstiegs war insbesondere im Bereich der privaten Wohnungsbaufinanzierungen mit einem weitaus niedrigeren Neugeschäft als in den vergangenen Jahren zu rechnen. Dagegen kalkulierte die Sparkasse bei den Kundeneinlagen mit einem weiterhin recht ordentlichen Wachstum, das allerdings das Vorjahresplus nicht ganz erreichen wird. Gleiches gilt für die Ersparnisbildung der Kunden im Wertpapiergeschäft. Die Erwartungen zum Geschäftsverlauf haben sich erfüllt. Bei der Entwicklung des Kundenkreditvolumens und der Kundeneinlagen wurden sie spürbar übertroffen.

Die Bilanzsumme stieg im Jahr 2023 nur leicht auf 5.609,0 Mio. €. Das nur moderate Wachstum von 12,2 Mio. € bzw. 0,2 % hat seine Ursache in der Rückführung sowohl von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten als auch den Guthaben der Sparkasse bei der Deutschen Bundesbank. Diese Maßnahmen haben die erfreulichen Zuwächse im Kundengeschäft der Sparkasse auf der Aktiv- und auf der Passivseite der Bilanz kompensiert. Dies schlägt sich auch in der Entwicklung des Geschäftsvolumens nieder, wo mit +8,7 Mio. € bzw. +0,2 % auf 5.643,4 Mio. € ein nur vergleichsweise geringer Anstieg zu verzeichnen ist.

Die Forderungen an Kunden nach Abzug der Wertberichtigungen und der Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB liegen mit 4.027,1 Mio. € erstmals in der Firmengeschichte über der 4 Mrd. €-Grenze. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies einen Zuwachs von 120,3 Mio. € bzw. 3,1 %. Bei den privaten Wohnungsbaufinanzierungen konnte angesichts der Zinssituation nur noch ein leichtes Nettowachstum erzielt werden. Hier wurden von den Kunden der Sparkasse in erster Linie offene Finanzierungszusagen aus der Vorperiode angesichts der noch attraktiven Konditionen abgerufen. Unverändert stark verlief die Geschäftsentwicklung dagegen im Bereich der gewerblichen Finanzierungen und im Bereich der Kommunalkunden. Auch der Bestand der Kontokorrentkredite verzeichnete in diesen beiden Kundensegmenten einen nennenswerten Zuwachs. Dies kann angesichts der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung auf einen verstärkten Liquiditätsbedarf der Unternehmen und der Kommunen hindeuten.

Die Eigenanlagen (Forderungen an Kreditinstitute, Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere) der Sparkasse stiegen um 256,1 Mio. € bzw. 22,4 % auf 1.397,2 Mio. € an. Bei den Wertpapieren hat sich der Bestand aufgrund von Käufen bzw. Aufstockungen des Masterfonds sowie durch Wertaufholungen um 37,9 Mio. € bzw. 3,5 % auf 1.114,1 Mio. € erhöht. Die Forderungen an Kreditinstitute erhöhten sich um 218,2 Mio. € bzw. 336,1 % auf 283,1 Mio. €. Dieser starke Anstieg ist im Wesentlichen auf eine Korrektur zurückzuführen. Der Bilanzausweis der Einlagefazilität erfolgt nicht mehr im Posten Aktiva 1.b Guthaben bei der Deutschen Bundesbank, sondern im Posten Aktiva 3.a Forderungen gegenüber Kreditinstituten, täglich fällig.

Bei der Barreserve war im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Mit -364,1 Mio. € hat sich der Bestand um 82,9 % auf 75,1 Mio. € vermindert. Die bisher bei der Deutschen Bundesbank vorgehaltene Liquidität wurde zum Teil zur Tilgung von Interbankenverbindlichkeiten der Sparkasse sowie zur Rückzahlung einer Tranche der Gezielten Längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (GLRG) der EZB verwendet. Ein weiterer Grund für die Verringerung ist der bereits oben genannte geänderte Bilanzausweis der Einlagefazilität. Der unter den Beteiligungen ausgewiesene Anteilsbesitz der Sparkasse nahm um 1,3 Mio. € (+2,7 %) auf 49,9 Mio. € zu. Die Veränderung beruht auf der Wertaufholungen einer Beteiligung innerhalb der S-Finanzgruppe. Die Sachanlagen haben sich aufgrund von planmäßigen Abschreibungen leicht um 1,0 Mio. € (-6,1 %) auf 15,7 Mio. € vermindert. Umgekehrt war die Entwicklung bei den Sonstigen Vermögensgegenständen (+1,5 Mio. € bzw. +6,3 %). Unter anderem höhere Steuererstattungsansprüche aus Vorjahren waren hier die Ursache.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ergab sich im Vorjahresvergleich ein Rückgang um 226,2 Mio. € (-30,2 %) auf 524,0 Mio. €. Durch die Erhöhung der Kundeneinlagen konnte die notwendige Refinanzierung bei Kreditinstituten zurückgefahren werden.

Innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden ist mit einem Anstieg um 227,5 Mio. € bzw. 5,3 % auf 4.518,3 Mio. € ein erfreulich hoher Zuwachs zu verzeichnen. Während die Tendenz bei der Entwicklung der Spareinlagen mit einem Minus von 175,4 Mio. € bzw. 31,7 % auf 377,7 Mio. € nach wie vor negativ verläuft, weisen die anderen Verbindlichkeiten mit +402,9 Mio. € auf insgesamt 4.140,5 Mio. € eine Steigerungsrate von 10,8 % auf. Diese Entwicklung beruht auf den Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist, die um 782,6 Mio. € (+211,7 %) von 369,7 Mio. € auf 1.152,3 Mio. € angewachsen sind. Das zwischenzeitlich attraktive Zinsniveau haben viele Kunden dazu genutzt, um mittels befristeter Einlagen Zinserträge zu generieren.

Die Sparten des Dienstleistungs- und Verbundgeschäftes haben sich unterschiedlich entwickelt. Mit über 3.500 neuen Verträgen verlief das Bauspargeschäft erfreulich. Zwar wurde das herausragende Vorjahresergebnis nicht erreicht, das Gesamtvolumen von 159,7 Mio. € lag aber in etwa auf dem Zielwert der Sparkasse für 2023. Das Immobilienvermittlungsgeschäft spürt nach wie vor die Auswirkungen der gestiegenen Zinsen. Die Anzahl von 140 vermittelten Objekten entsprach exakt dem Vorjahreswert, blieb aber hinter den Erwartungen für das Geschäftsjahr zurück. Auch das Versicherungsgeschäft zeigte in den Sparten Lebens-, Kranken- und Sachversicherungen unterschiedliche Ergebnisse. Auf Wachstum stehen dagegen nach wie vor die Signale im Wertpapiergeschäft. Bei den Fondssparplänen konnte die Sparkasse den Bestand auf über 39.000 Stück steigern.

Nachhaltigkeit ist für die Sparkasse ein wichtiges Thema. Einerseits wurden im Kundengeschäft gezielte Fördertöpfe für nachhaltige Projekte aufgelegt, andererseits erfolgten energieeffiziente Renovierungen im Filialnetz, die Installation von Fotovoltaikanlagen auf den Sparkassengebäuden und der Ausbau der Elektromobilität im eigenen Fuhrpark.

Mit 718 Mitarbeitern - davon 38 Auszubildende - zählt die Sparkasse zu den großen Arbeitgebern in der Region. Gut ausgebildete Mitarbeiter sind ein wesentlicher Faktor für exzellente Serviceleistungen und ein nachhaltiges Kundenvertrauen. Zum wiederholten Mal wurde die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau im unabhängigen Qualitätstest im Jahr 2023 und erneut zum Jahresbeginn 2024 zur Besten Bank in Aschaffenburg im Bereich der Privatkundenberatung ausgezeichnet.

2.4. Vermögenslage

In der folgenden Tabelle wird die Bilanzstruktur der Sparkasse dargestellt:

Bilanzposten 2023
Tsd. €
2022
Tsd. €
2023 in % BS 2022 in % BS
Aktiva
Barreserve 75.089 439.198 1,3 7,8
Forderungen an Kreditinstitute 283.127 64.917 5,0 1,2
Forderungen an Kunden 4.027.056 3.906.717 71,8 69,8
Wertpapiere 1.114.074 1.076.204 19,9 19,2
Beteiligungen 49.862 48.572 0,9 0,9
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 15.712 16.757 0,3 0,3
Sonstiges 44.080 44.465 0,8 0,8
Bilanzsumme 5.609.000 5.596.830 100,0 100,0
davon Anlagevermögen 393.133 382.886 7,0 6,8
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 524.013 750.171 9,3 13,4
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 4.518.262 4.290.792 80,6 76,7
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 0 0,0 0,0
Nachrangige Verbindlichkeiten 0 0 0,0 0,0
Fonds für allgemeine Bankrisiken 180.000 230.000 3,2 4,1
Eigenkapital 311.327 251.842 5,6 4,5
Sonstiges 75.398 74.025 1,3 1,3
Bilanzsumme 5.609.000 5.596.830 100,0 100,0

Die Tabelle kann Rundungsdifferenzen enthalten

Im Prognosebericht des letzten Jahres hat die Sparkasse ausgeführt, dass sie trotz der Folgen des Russland-Ukraine-Krieges und der damit verbundenen Energiekrise in Europa sowie der volatilen Zins- und Kapitalmärkte mit einer deutlich höheren Zuführung zum Eigenkapital rechnet. Das bilanzielle Eigenkapital ist im Berichtsjahr um 59,5 Mio. € (Vj. 2,9 Mio. €) auf 311,3 Mio. € gestiegen.

Der enorme Zuwachs beruht auf einer Sondermaßnahme im Zusammenhang mit der anstehenden Fusion mit der Sparkasse Miltenberg-Obernburg. Im Zuge der Angleichung der Kapitalrelationen beider Institute hat die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau einen Betrag von 50,0 Mio. € des zur Risikovorsorge nach § 340g HGB gebildeten Fonds für allgemeine Bankrisiken aufgelöst. Der Betrag soll in voller Höhe in die Rücklagen eingestellt werden. Dadurch wird bei beiden Fusionsinstituten eine identische Relation zwischen Rücklagen und Reserven zur Risikovorsorge hergestellt. Auf die aufsichtsrechtliche Kernkapitalquote hat diese Maßnahme keinen Einfluss.

Bereinigt um diesen Sondereffekt beläuft sich die aus dem Geschäftsjahresergebnis 2023 zu bildende Kapitalzuführung auf 9,5 Mio. €. Damit sind die im Lagebericht 2022 prognostizierten Erwartungen hinsichtlich der Vermögenslage eingetroffen.

In der Bilanzstruktur ergaben sich gegenüber dem Vorjahr Veränderungen. Das Geschäft mit Kunden prägt nach wie vor die Bilanzstruktur der Sparkasse mit sich weiter positiv entwickelnden Bilanzanteilen. Während auf der Aktivseite die Forderungen an Kunden im Berichtsjahr auf fast 72 % der Bilanzsumme angestiegen sind, liegt auf der Passivseite der Anteil der Kundeneinlagen zwischenzeitlich über 80 %. Die Barreserve und das Interbankengeschäft waren in Summe rückläufig, jedoch ergaben sich aufgrund der Anpassung des Ausweises bei der Einlagefazilität deutliche Verschiebungen zwischen den beiden Bilanzposten. Der Wertpapierbestand hat sich relativ zur Bilanzsumme nur marginal verändert.

Sofern der Verwaltungsrat beschließt, den Bilanzgewinn in voller Höhe dem Eigenkapital zuzuführen, werden die Gewinnrücklagen auf 311,3 Mio. € ansteigen. Dies entspricht einer Steigerung von 23,6 % gegenüber dem Vorjahr.

Zum Bilanzstichtag verfügt die Sparkasse über eine angemessene aufsichtsrechtliche Eigenmittelbasis. Am 31.12.2023 lag die Gesamtkapitalquote als Relation der Eigenmittel zum Gesamtrisikobetrag bei 14,79 % (Vorjahr 15,32 %). Die Eigenmittelanforderungen in Höhe von 12,48 %, bestehend aus den Anforderungen aus Art. 92 CRR, § 6c KWG, § 10c KWG (Kapitalerhaltungspuffer) sowie § 10d KWG (antizyklischer Kapitalpuffer) und § 10e KWG (Kapitalpuffer für systemische Risiken), wurden im Berichtsjahr jederzeit eingehalten.

2.5. Finanzlage

Im Prognosebericht des letzten Jahres hat die Sparkasse ausgeführt, dass sie über ausreichend Liquidität verfügt und die Zahlungsbereitschaft jederzeit uneingeschränkt gewährleisten wird. Zudem prognostizierte die Sparkasse eine gesicherte Refinanzierung, die Erfüllung der aufsichtsrechtlich geforderten Liquiditätsdeckungsquote (LCR) und der strukturellen Liquiditätsquote (NSFR) sowie die Einhaltung der Survival Period für mindestens sieben Monate gemäß kombiniertem Stressszenario. Die dargestellten Erwartungen hinsichtlich der Finanzlage haben sich erfüllt.

Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im Geschäftsjahr aufgrund einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Zur Überwachung unserer Zahlungsbereitschaft dienen kurz- und mittelfristige Finanzpläne, die die fälligen Geldanlagen und -aufnahmen sowie die statistisch aus der Vergangenheit entwickelten Prognosewerte des Kundengeschäfts enthalten. Der Zeitraum für die Prognose der Liquiditätsentwicklung beträgt fünf Monate. Die eingeräumten Kredit- bzw. Dispositionslinien bei der Deutschen Bundesbank wurden nicht, die bei der BayernLB zeitweilig in Anspruch genommen. Von der Möglichkeit zur Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank im Rahmen von gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäften (GLRG) wurde Gebrauch gemacht.

Die Mindestquote der LCR gemäß den Vorgaben der delegierten Verordnung (EU) 2015/61 wurde im gesamten Geschäftsjahr eingehalten. Sie lag am Bilanzstichtag mit 170,2 % deutlich über dem Mindestwert. Auch die NSFR lag durchgängig über der aufsichtsrechtlichen Mindestquote von 100 %. Sie betrug zum Bilanzstichtag 119,9 %. Am Bilanzstichtag betrug die Survival Period im kombinierten Stressszenario acht Monate.

2.6. Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich auf Basis der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt dar:

Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 2023 2022 Veränderung
Tsd. € Tsd. € Tsd. € % **)
Zinsüberschuss *) 100.736 75.127 +25.609 +34,1
Provisionsüberschuss 37.781 35.234 +2.547 +7,2
Nettoergebnis des Handelsbestands 0 -320 +320 k.A.
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 68.949 65.272 +3.677 +5,6
- Personalaufwand 45.414 44.244 +1.170 +2,6
- andere Verwaltungsaufwendungen 23.535 21.028 +2.507 +11,9
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 2.226 2.086 +140 +6,7
Saldo der sonstigen betriebliche Erträge und Aufwendungen 2.465 2.597 -132 k.A.
Ergebnis vor Bewertung 69.807 45.280 +24.527 +54,2
Bewertungsergebnis -43.235 -32.503 -10.732 +33,0
Entnahmen aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken +50.000 0 +50.000 k.A.
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 76.572 12.777 +63.795 k.A.
Außerordentliches Ergebnis -600 0 -600 k.A.
Steuern 16.487 9.570 +6.917 +72,3
Abgeführte Gewinne (Zinsen stille Einlagen) 0 6 -6 k.A.
Jahresüberschuss 59.485 3.201 +56.284 k.A.
Einstellungen in die Gewinnrücklagen 14.871 800 +14.071 k.A.
Bilanzgewinn 44.614 2.401 +42.213 k.A.

*) einschließlich laufender Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen

**) teilweise wurde auf die Angabe verzichtet ("k.A.")

Die Tabelle kann Rundungsdifferenzen enthalten

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 76,6 Mio. € ist geprägt von der zur Kapitalangleichung vorgenommenen Entnahme von 50,0 Mio. € aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken (vgl. Erläuterung zu Kap. 2.4. Vermögenslage). Ein Vorjahresvergleich auf dieser Basis ist daher nicht sinnvoll. Aber auch ohne diese Maßnahme hat sich das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit deutlich erhöht. Das (bereinigte) Plus von 13,8 Mio. € bedeutet ein Mehrergebnis von über 100 %. Ursache ist der verbesserte Zinsüberschuss, der die Erhöhung der Risikovorsorge innerhalb des Bewertungsergebnisses weit übertrifft.

Im Prognosebericht des Vorjahres wurde der Zinsüberschuss als Haupttreiber für eine positive Ergebnisentwicklung identifiziert. Es wurde erwartet, dass sich der Anstieg des Marktzinsniveaus in einem verbesserten Zinsertrag niederschlägt, der allerdings vom höheren Zinsaufwand vollständig kompensiert wird. Dies ist exakt so eingetreten. Der Effekt beim Zinsergebnis resultiert per Saldo ausschließlich aus den in der Vergangenheit abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäften.

Der Zinsüberschuss einschließlich laufender Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen (GuV-Posten 1 bis 3) hat im Berichtsjahr die 100 Mio. €-Grenze übertroffen und seinen Status als bedeutendste Ertragsquelle im Geschäft der Sparkasse bestätigt. Das Plus von insgesamt 25,6 Mio. € bedeutet gegenüber 2022 einen Anstieg um 34,1 %.

Im Einzelnen haben sich die folgenden Veränderungen zum Vorjahr ergeben: Den höheren Zinserträgen (+59,1 Mio. €), der die Ergebnisbeiträge aus den Zinssicherungsgeschäften beinhaltet, und den höheren laufenden Erträgen aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren (+3,0 Mio. €) bzw. Beteiligungen (+0,9 Mio. €) stehen ebenfalls deutlich gestiegene Zinsaufwendungen (+37,5 Mio. €) gegenüber. Wie erwartet, haben unsere Kunden das Angebot der Sparkasse genutzt, sowohl täglich fällige Einlagen als auch Spareinlagen in Festgeldanlagen mit attraktiver Verzinsung umzuschichten. Aber auch die Bestandserhöhung bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden insgesamt hat ihren Anteil am höheren Zinsaufwand.

Der Provisionsüberschuss setzte die positive Entwicklung der letzten Jahre fort und lag mit 37,8 Mio. € rund 2,5 Mio. € bzw. 7,2 % über dem Vorjahreswert. Der Ergebnisanteil der einzelnen Dienstleistungssparten gestaltete sich dabei recht unterschiedlich. Während die Provisionserträge aus dem Wertpapiergeschäft spürbar zulegen konnten und den Vorjahreserfolg übertrafen, blieben die prognostizierten Erträge aus dem Bauspargeschäft und aus der Immobilienvermittlung hinter den Vorjahreswerten zurück. Der Erfolg aus dem Versicherungsgeschäft blieb nahezu konstant. Sämtliche Entwicklungen hatten wir in unserer Prognose für 2023 auch so erwartet.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich gegenüber 2022 um 3,7 Mio. € bzw. 5,6 %. Der Personalaufwand hatte hier mit +1,2 Mio. € bzw. +2,6 % den kleineren Anteil. Der Anstieg ist insbesondere auf höhere Gehaltszahlungen infolge des Tarifvertrages zurückzuführen. Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen waren - neben gestiegenen IT-, Dienstleistungs- und Versicherungskosten -höhere Erhaltungsaufwendungen für die Nutzung der sparkasseneigenen Gebäude ursächlich für den Kostenanstieg. Dennoch blieben wir hier aufgrund unseres konsequenten Kostenmanagements deutlich unter unserem Planansatz.

Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen hat sich im Vorjahresvergleich nur unwesentlich geändert. Die Erträge in diesem Bereich überstiegen die Aufwendungen recht deutlich. Im Berichtsjahr war die Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen ein wesentlicher Ertragsposten, während der Zinsanstieg der vergangenen Jahre erneut zu einer spürbaren Entlastung bei der Abzinsung langfristiger Pensionsverpflichtungen führte.

Das Ergebnis vor Bewertungsmaßnahmen liegt in Summe 24,5 Mio. € bzw. 54,2 % über dem entsprechenden Vorjahreswert.

Nach Verrechnung mit dem GuV-Posten 14 Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft verbleibt im Posten 13 Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft ein Saldo von 44,5 Mio. € (Vorjahr 37,5 Mio. €). War im Vorjahr noch in erster Linie der zinsbedingte Bewertungsbedarf im Bereich der Wertpapiere der Hauptfaktor für die Ergebnisbelastung, so hat sich in 2023 die Risikovorsorge im Kreditgeschäft der Sparkasse deutlich erhöht.

Im GuV-Posten 16 werden unter anderem Erträge aus der Zuschreibung von Beteiligungen ausgewiesen. Grundsätzlich werden hier Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere (GuV-Posten 15) aufgerechnet. Der Saldo von 1,3 Mio. € resultiert im Berichtsjahr ausschließlich aus der Zuschreibung einer Beteiligung innerhalb der S-Finanzgruppe.

In Summe hat sich das Bewertungsergebnis (Saldo aus GuV-Posten 13 bis 16) um -10,7 Mio. € auf -43,2 Mio. € verschlechtert; es fällt damit deutlich ungünstiger aus als im Vorjahr. Im Lagebericht des Vorjahres hatten wir bereits einen höheren Bewertungsbedarf (einschließlich Risikovorsorge) signalisiert.

Im außerordentlichen Aufwand sind ausschließlich Kosten im Zusammenhang mit der anstehenden Fusion mit der Sparkasse Miltenberg-Obernburg enthalten. Insbesondere steuerlich nicht anerkannte Kosten der Risikovorsorge führten dazu, dass die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auf 16,4 Mio. € (Vorjahr 9,5 Mio. €) angestiegen sind. Dennoch hat sich das wirtschaftliche Ergebnis im Vorjahresvergleich stark verbessert. Bereinigt um die Kapitalmaßnahme beträgt der im Berichtsjahr erwirtschaftete Jahresüberschuss 9,5 Mio. € (Vorjahr 3,2 Mio. €). Der in der GuV ausgewiesene Jahresüberschuss beläuft sich auf 59,5 Mio. €. Dieser trägt maßgeblich dazu bei, den für eine stetige Geschäftsentwicklung notwendigen Kernkapitalbedarf zu sichern.

Zur weiteren Analyse der Ertragslage wird für interne Zwecke und für den überbetrieblichen Vergleich der bundeseinheitliche Betriebsvergleich der Sparkassenorganisation eingesetzt. Dieser beinhaltet eine detaillierte Aufspaltung und Analyse des Ergebnisses der Sparkasse in Relation zur Durchschnittsbilanzsumme (DBS). In das danach errechnete Betriebsergebnis vor Bewertung gehen die ordentlichen Erträge aus Zins-, Dienstleistungs- und Handelsgeschäften ein. Zur Ermittlung des Betriebsergebnisses vor Bewertung werden die Erträge und Aufwendungen um periodenfremde und außergewöhnliche Posten bereinigt, die in der internen Darstellung dem neutralen Ergebnis zugerechnet werden.

Im Prognosebericht des Vorjahres hatte die Sparkasse ausgeführt, dass angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen für das Geschäftsjahr 2023 ein deutlich verbessertes Betriebsergebnis sowohl vor als auch nach Bewertungsmaßnahmen erwartet wird. Auch die CIR sollte sich spürbar positiv entwickeln.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung beträgt 1,25 % der DBS. Es liegt erwartungsgemäß weit über dem Vorjahreswert von 0,81 % der DBS. Unsere Prognose für 2023 konnten wir dank eines etwas höheren Zinsüberschusses, eines leicht verbesserten ordentlichen Ertrags sowie Einsparungen bei den Verwaltungskosten übertreffen.

Das betriebswirtschaftliche Bewertungsergebnis mit der entsprechenden Risikovorsorge hat einen erheblichen Teil des Betriebsergebnisses vor Bewertung aufgezehrt. Dennoch erzielte die Sparkasse mit 1,37 % der DBS, wie im Lagebericht des Vorjahres erwartet, ein weitaus verbessertes Betriebsergebnis nach Bewertung (Vorjahreswert 0,23 % der DBS). Dies gilt auch inklusive der Bereinigung um die Kapitalmaßnahme.

Die auf Basis der Betriebsvergleichswerte ermittelte und zur Unternehmenssteuerung eingesetzte Zielgröße CIR hat sich wie folgt entwickelt:

Kennzahl Ist 2023 Ist 2022 Veränderung Plan 2023
Cost Income Ratio *) 50,1 % 59,7 % -9,6 52,9 %

*) Verhältnis Verwaltungsaufwand zum Bruttoertrag abzgl. sonstiger ordentlicher Aufwand

Die CIR ist im Berichtsjahr erneut deutlich zurückgegangen. Unsere Erwartung ist somit tendenziell eingetroffen. Zu Beginn des Geschäftsjahres hatten wir mit einer signifikant niedrigeren Kennzahl (gemessen am Vorjahreswert) gerechnet.

Die gemäß § 26a Absatz 1 Satz 4 KWG offen zu legende Kapitalrendite, berechnet als Quotient aus Jahresüberschuss und Bilanzsumme, beträgt 1,06 % (Vorjahr 0,06 %). Auch diese Kennzahl ist maßgeblich von der Kapitalmaßnahme beeinflusst. Bereinigt beträgt die Kennzahl 0,17 %.

2.7. Zusammenfassende Beurteilung der Geschäftsentwicklung und der Lage der Sparkasse

Die Sparkasse kann in Anbetracht der Entwicklungen an den Geld- und Kapitalmärkten auf ein positives Geschäftsjahr 2023 zurückblicken. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen und der branchenspezifischen Rahmenbedingungen kann die geschäftliche Entwicklung sowie die Vermögens- und die Finanzlage der Sparkasse als gut beurteilt werden. Die Ertragslage hat sich ebenfalls gut entwickelt. Die erforderlichen Bewertungsmaßnahmen konnten aus dem laufenden Ergebnis dargestellt werden. Die Eigenkapitalbasis wird durch den Jahresüberschuss weiter gestärkt. Die zur Kapitalangleichung vorgenommene Entnahme aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken (§ 340g HGB) wirkt sich positiv auf das bilanzielle Eigenkapital aus. Die aufsichtsrechtliche Kernkapitalquote wird dadurch nicht tangiert.

3. Nichtfinanzielle Erklärung

Die Sparkasse ist zur Erstellung einer nichtfinanziellen Erklärung gemäß § 340a Abs. 1a HGB in Verbindung mit § 289b HGB verpflichtet. Dabei wurde von der Möglichkeit zur Erstellung eines gesonderten nichtfinanziellen Berichts gemäß § 289b Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht, der zusammen mit dem Lagebericht im Unternehmensregister veröffentlicht wird.

4. Risikobericht

4.1. Risikomanagementsystem

Zur Sicherstellung der langfristigen Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf Basis der eigenen Substanz und Ertragskraft setzt die Sparkasse ein Risikotragfähigkeitskonzept mit einer regelmäßigen Berechnung der Risikotragfähigkeit (ökonomische Perspektive) und einer Kapitalplanung (normative Perspektive) ein. Die Risikotragfähigkeit wird ergänzt um Stresstests und es erfolgt eine prozessuale Verknüpfung mit den Strategien, der Risikoinventur und der Risikoberichterstattung. Erstmals zum 31. März 2023 wurden damit fristgerecht die Anforderungen der am 24. Mai 2018 veröffentlichten aufsichtlichen Leitlinien an bankinterne Risikotragfähigkeitskonzepte umgesetzt.

In der Geschäftsstrategie werden die Ziele der Sparkasse für jede wesentliche Geschäftstätigkeit sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele dargestellt. Die Risikostrategie umfasst die Ziele der Risikosteuerung der wesentlichen Geschäftsaktivitäten sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele.

Ziel der Risikoinventur ist es, mindestens jährlich systematisch Risiken zu identifizieren, um deren Wesentlichkeit beurteilen zu können. Zudem werden regelmäßig quantitative und qualitative Analysen zur Bestimmung von Risiko- und Ertragskonzentrationen vorgenommen. Auf der Grundlage der zuletzt durchgeführten Risikoinventur wurden folgende Risiken in der ökonomischen und der normativen Perspektive als wesentlich eingestuft:

Risikoart Risikokategorie
Adressenrisiko Kundengeschäft
Eigengeschäft
Marktpreisrisiko Zinsänderungsrisiko
Spreadrisiko
Aktienrisiko
Immobilienrisiko
Beteiligungsrisiko
Liquiditätsrisiko Zahlungsunfähigkeitsrisiko
Refinanzierungskostenrisiko
Operationelles Risiko

Für die frühzeitige Identifizierung von wesentlichen Risiken sowie von risikoartenübergreifenden Effekten wurden Indikatoren abgeleitet, die auf quantitativen oder qualitativen Merkmalen basieren.

Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive ist die Gewährleistung des Gläubigerschutzes. Die wesentlichen Risiken werden mindestens vierteljährlich ermittelt und den Limiten gegenübergestellt.

Zur Berechnung des gesamtinstitutsbezogenen Risikos wurden für alle wesentlichen Risiken das Konfidenzniveau auf 99,9 % und der Risikobetrachtungshorizont auf ein Jahr rollierend festgelegt. Die Sparkasse berücksichtigt innerhalb des Adressenrisikos zwischen dem Kunden- und dem Eigengeschäft und innerhalb des Marktpreisrisikos zwischen den Risikofaktoren Zinsen, Spreads, Aktien risikomindernde Diversifikationseffekte.

Das auf der Grundlage des Gesamtlimits eingerichtete Limitsystem stellt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:

Risikoart Risikokategorie Limit Limitauslastung
Mio. € Mio. € %
Adressenrisiko Kundengeschäft 25,0 24,9 99,6
Eigengeschäft 10,0 3,7 37,0
Marktpreisrisiko *) Zinsänderungsrisiko 280,0 209,9 75,0
Spreadrisiko
Aktienrisiko
Immobilienrisiko 25,0 21,1 84,4
Beteiligungsrisiko 15,0 12,1 80,7
Liquiditätsrisiko Refinanzierungskostenrisiko 60,0 51,4 85,7
Operationelles Risiko 35,0 30,7 87,7
Risikotragfähigkeitslimit/Gesamtrisiko 450,0 353,8 78,6

*) inkl. Risiken aus Aktienanleihen und deren Limit

Die Tabelle kann Rundungsdifferenzen enthalten

Die zuständige Gruppe Controlling innerhalb der Abteilung Unternehmenssteuerung steuert die Risiken im Rahmen der bestehenden organisatorischen Regelungen und der Limitvorgaben des Vorstands.

Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive ist die Fortführung der Sparkasse. Hierzu besteht ein zukunftsgerichteter Kapitalplanungsprozess bis zum Jahr 2025. Um einen Kapitalbedarf rechtzeitig identifizieren zu können, wurden Annahmen über die künftige Ergebnisentwicklung für das Planszenario sowie für ein adverses Szenario getroffen.

In der normativen Perspektive sind alle regulatorischen und aufsichtlichen Anforderungen sowie die darauf basierenden internen Anforderungen zu berücksichtigen. Relevante Steuerungsgrößen sind die Kernkapitalanforderung, die Gesamtkapitalanforderung (SREP-Gesamtkapitalanforderung, die kombinierte Pufferanforderung und die Eigenmittelempfehlung) sowie die Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals, die Höchstverschuldungsgrenze und die Großkreditgrenze.

Für den betrachteten Zeitraum von drei Jahren können die aufsichtlichen Anforderungen im Planszenario vollständig erfüllt werden. Gleiches gilt im Falle der Betrachtung adverser Entwicklungen, in dem jedoch nur die harten Mindestkapitalanforderungen zwingend einzuhalten sind.

Die der Risikotragfähigkeit zu Grunde liegenden Annahmen sowie die Angemessenheit der Methoden und Verfahren werden jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst (Validierung).

Stresstests werden ergänzend zur Risikotragfähigkeit durchgeführt. Ziel ist die Abbildung außergewöhnlicher aber plausibel möglicher Ereignisse über Szenario- und Sensitivitätsanalysen.

Die turnusmäßige Risikoberichterstattung an den Vorstand umfasst den Gesamtrisikobericht und ergänzende Berichte u. a. zu den wesentlichen Risikoarten. Die Berichte enthalten neben quantitativen Informationen auch eine qualitative Beurteilung zu wesentlichen Positionen und Risiken. Auf besondere Risiken für die Geschäftsentwicklung und dafür geplante Maßnahmen wird gesondert eingegangen. Der Verwaltungsrat wird vierteljährlich über die Risikosituation informiert. Neben der turnusmäßigen Berichterstattung ist auch geregelt, in welchen Fällen eine Ad-hoc-Berichterstattung zu erfolgen hat.

Der Sicherung der Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit von Steuerungs- und Überwachungssystemen (Interne Kontrollverfahren) dienen neben eingerichteten Funktionstrennungen bei Zuständigkeiten und Arbeitsprozessen auch die Tätigkeiten der Risikocontrolling-Funktion, der Compliance-Funktion und der Internen Revision.

4.2. Strukturelle Darstellung der wesentlichen Risiken

4.2.1. Adressenrisiko

Unter dem Adressenrisiko wird ein Verlust in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position verstanden, der durch eine Bonitätsverschlechterung einschließlich des Ausfalls eines Schuldners bedingt ist. Dabei wird das Adressenrisiko in das Ausfall- sowie das Migrationsrisiko eines Schuldners unterteilt.

Adressenrisiko im Kundengeschäft

Das Adressenrisiko im Kundengeschäft umfasst einerseits die Gefahr eines Verlustes durch einen drohenden bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines originären Kredites sowie von Eventualverbindlichkeiten wie beispielsweise Avale (Ausfallrisiko). Andererseits umfasst es auch die Gefahr, dass Sicherheiten teilweise oder ganz an Wert verlieren und deshalb zur Absicherung der Kredite nicht ausreichen oder überhaupt nicht beitragen können (Sicherheitenverwertungs- und Sicherheiteneinbringungsrisiko).

Teil des Adressenrisikos im Kundengeschäft ist auch die Gefahr, dass sich im Zeitablauf die Bonitätseinstufung (Ratingklasse) des Kreditnehmers ändert und damit ein möglicherweise höherer Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko).

Die Steuerung des Adressenrisikos im Kundengeschäfts erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung der Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der Branchen, der gestellten Sicherheiten sowie des Risikos der Engagements.

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Trennung zwischen Markt (1. Votum) und Marktfolge (2. Votum) bis in die Geschäftsverteilung des Vorstands

regelmäßige Bonitätsbeurteilung und Beurteilung des Kapitaldienstes auf Basis aktueller Unterlagen

Einsatz standardisierter Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und Scoringverfahren)

interne, bonitätsabhängige Richtwerte für Kreditobergrenzen, die unterhalb der Großkreditgrenzen des KWG liegen, dienen der Vermeidung von Risikokonzentrationen im Kundenkreditportfolio. Einzelfälle, die diese Obergrenze überschreiten, unterliegen einer verstärkten Beobachtung

regelmäßige Überprüfung von Sicherheiten

Einsatz eines Risikofrüherkennungsverfahrens, das gewährleistet, dass bei Auftreten von signifikanten Bonitätsverschlechterungen frühzeitig risikobegrenzende Maßnahmen eingeleitet werden können

festgelegte Verfahren zur Überleitung von Kreditengagements in die Intensivbetreuung oder Sanierungsbetreuung

Berechnung des Adressenrisikos für die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen und normativen Perspektive mit dem Kreditrisikomodell "Credit Portfolio View"

Kreditportfolioüberwachung auf Gesamthausebene mittels regelmäßigem Reporting

Zum 31. Dezember 2023 wurden etwa 51,5 % der zum Jahresende ausgelegten Kreditmittel an Unternehmen und wirtschaftlich selbstständige Privatpersonen vergeben, 48,5 % an wirtschaftlich unselbstständige und sonstige Privatpersonen.

Die regionale Wirtschaftsstruktur spiegelt sich auch im Kreditgeschäft der Sparkasse wider. Schwerpunkte bilden mit 26,6 % die Ausleihungen an Wohnungsunternehmen und sonstiges Grundstückswesen sowie mit 8,5 % an das Kredit- und Versicherungsgewerbe. Darüber hinaus entfallen 7,4 % auf das verarbeitende Gewerbe.

Zum 31. Dezember 2023 zeigt sich folgende Größenklassenstruktur des Gesamtkreditvolumens im Sinne des § 19 Abs. 1 KWG:

Größenklassen Kreditvolumen
Mio. € %
0 bis 1 Mio. € 2.795,8 54,5
>1 bis 5 Mio. € 843,8 16,4
>5 bis 10 Mio. € 399,6 7,8
>10 bis 26 Mio. € 710,9 13,8
>26 Mio. € 383,9 7,5

Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich gemäß den internen Ratingklassen im Kundengeschäft folgende Ratingklassenstruktur:

Ratingklasse Ausfallwahrscheinlichkeit
in %
Anzahl in % Volumen
in %
1 bis 10 < 3,0 94,4 96,7
11 bis 15 (C) 3,0 bis 45,0 4,4 2,2
16 bis 18 > 45,0 1,2 1,1

Risikovorsorgemaßnahmen sind für Engagements vorgesehen, bei denen nach umfassender Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Kreditnehmer davon ausgegangen werden kann, dass es voraussichtlich nicht mehr möglich sein wird, fällige Zins- und Tilgungszahlungen gemäß den vertraglich vereinbarten Kreditbedingungen zu vereinnahmen. Bei der Bemessung der Risikovorsorgemaßnahmen werden die voraussichtlichen Realisationswerte der gestellten Sicherheiten berücksichtigt. Für latente Risiken im Forderungsbestand wurden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Der Vorstand wird vierteljährlich über die Entwicklung der Strukturmerkmale des Kreditportfolios, die Einhaltung der Limite und die Entwicklung der notwendigen Vorsorgemaßnahmen für Einzelrisiken schriftlich unterrichtet. Eine ad-hoc-Berichterstattung ergänzt bei Bedarf das standardisierte Verfahren.

Die Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen für Adressenrisiken im Kundengeschäft haben sich wie folgt entwickelt:

Art der Risikovorsorge Anfangsbestand per 01.01.2023
Tsd. €
Zuführung
Tsd. €
Auflösung
Tsd. €
Verbrauch
Tsd. €
Endbestand per 31.12.2023
Tsd. €
EWB 9.616 6.764 3.434 497 12.449
Pauschalierte EWB 1.697 175 0 0 1.872
Rückstellungen 4.742 996 849 0 4.889
PWB 3.370 1.255 0 0 4.625
Gesamt 19.425 9.190 4.283 497 23.835

EWB = Einzelwertberichtigung; Rückstellungen = Rückstellungen im Kreditbereich (inkl. Rückstellungen für latente Ausfallrisiken);

PWB = Pauschalwertberichtigung

Das Verfahren für die Bildung der Pauschalwertberichtigung ist im Anhang erläutert.

Adressenrisiko im Eigengeschäft

Das Adressenrisiko im Eigengeschäft umfasst die Gefahr eines Verlustes, der aus einem drohenden bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines Emittenten oder eines Kontrahenten (Ausfallrisiko) resultieren kann.

Ebenso besteht die Gefahr, dass sich im Zeitablauf die Bonitätseinstufung (Rating) des Schuldners ändert und damit ein möglicherweise höherer Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko). Dabei unterteilt sich das Kontrahentenrisiko in ein Wiedereindeckungs-, ein Vorleistungs- und ein Erfüllungsrisiko.

Zudem gibt es im Eigengeschäft das Risiko, dass die tatsächlichen Restwerte der Emissionen bei Ausfall von den prognostizierten Werten abweichen.

Ferner beinhalten Aktien eine Adressenrisikokomponente. Diese besteht in der Gefahr einer negativen Wertveränderung aufgrund von Bonitätsverschlechterung oder Ausfall des Aktienemittenten.

Die Steuerung des Adressenrisikos des Eigengeschäfts erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung, der Bonitäten sowie des Risikos der Engagements.

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Festlegung von Limiten je Partner (Emittenten- und Kontrahentenlimite)

Regelmäßige Bonitätsbeurteilung der Vertragspartner anhand von externen Ratingeinstufungen sowie eigenen Analysen

Berechnung des Adressenrisikos für die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen und normativen Perspektive mit dem Kreditrisikomodell "Credit Portfolio View"

Die Eigengeschäfte umfassen nach dem internen Reporting zum Bilanzstichtag ein Volumen von 1.380,1 Mio. €. Wesentliche Positionen sind dabei Schuldverschreibungen, Anleihen sowie Tages- und Termingelder (869,1 Mio. €), Wertpapierspezialfonds (473,0 Mio. €) und sonstige Investmentfonds (38,0 Mio. €).

Die direkt durch die Sparkasse gehaltenen Wertpapiere verfügen ausnahmslos über ein Rating im Bereich des Investmentgrades. Keine Ratings liegen bei den Anteilen an Investmentfonds vor, die in Aktien, Immobilien oder Infrastruktur investieren.

Konzentrationen bestehen hinsichtlich der Forderungen an die Bayern LB und die Dekabank, die zusammen zum Jahresende rund 315,1 Mio. € ergaben. Diese Konzentration ergibt sich als Folge der Mitgliedschaft in der Sparkassenorganisation. Zu berücksichtigen sind dabei auch der Haftungsverbund sowie die Beteiligungen, von denen ein hoher Anteil auf Gesellschaften der Sparkassen-Finanzgruppe entfallen.

4.2.2. Marktpreisrisiko

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung der risikolosen Zinskurve ergibt. In einer periodischen Sicht bzw. in der normativen Perspektive können sich Veränderungen im Zinsüberschuss, im Bewertungsergebnis Wertpapiere sowie einer Bildung bzw. Veränderung einer Drohverlustrückstellung im Rahmen der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs gemäß IDW RS BFA 3 n. F. ergeben. Schwankungen im Zinskonditionsbeitrag sind in die Betrachtung des Zinsänderungsrisikos in der normativen Perspektive integriert.

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Periodische Steuerung und normative Perspektive: Berechnungen auf Basis verschiedener Zinsszenarien mittels der IT-Anwendung "Integrierte Zinsbuchsteuerung Plus", Betrachtung des laufenden Geschäftsjahres und der fünf Folgejahre bei der Bestimmung der Auswirkungen auf das handelsrechtliche Ergebnis

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der von der SR entwickelten IT-Anwendung "MPR"

Steuerung des wertorientierten Zinsänderungsrisikos auf Basis einer modernen historischen Simulation der Marktzinsänderungen: Die negative Abweichung der Performance innerhalb der nächsten 90 Tage (Haltedauer) wird mit einem Konfidenzniveau von 95,0 % berechnet. Zur Beurteilung des Zinsänderungsrisikos orientiert sich die Sparkasse an einer definierten Benchmark (angelehnt an die Struktur des gleitenden 10-Jahresdurchschnitts). Abweichungen zeigen ggf. einen Bedarf an Steuerungsmaßnahmen auf und dienen als zusätzliche Information für zu tätigende Absicherungen.

Ermittlung des Zinsrisikokoeffizienten und des Frühwarnindikators gemäß § 25a Abs. 2 KWG auf Basis des BaFin-Rundschreibens 6/2019 vom 6. August 2019

Berücksichtigung von Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip

Die Auswirkungen eines Zinsschocks um + bzw. -200 Basispunkte auf den Barwert der zinstragenden Geschäfte des Anlagebuchs stellen sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:

Zinsänderungsrisiken Barwertveränderung
+200 Basispunkte -200 Basispunkte
Tsd. € -104.888 +104.860
in % der Eigenmittel -20,1 +20,1

Spreadrisiko

Das Spreadrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Spreads bei gleichbleibendem Rating ergibt. Dabei wird unter einem Spread die Differenz zu einer risikolosen Zinskurve verstanden. Der Spread ist unabhängig von der zugrunde liegenden Zinskurve zu sehen, d. h. ein Spread in einer anderen Währung wird analog einem Spread in Euro behandelt.

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Periodische Steuerung und normative Perspektive: Berechnungen auf Basis von Spreadszenarien mittels der IT-Anwendung SimCorp Dimension ("SCD")

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung "MPR"

Berücksichtigung von Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip

Aktienrisiko

Das Aktienrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Aktienkursen ergibt. Neben dem Marktpreisrisiko beinhalten Aktien auch eine Adressenrisikokomponente.

In der normativen Perspektive umfasst das Aktienrisiko darüber hinaus das Risiko, dass Dividendenerträge nicht in der erwarteten Höhe erzielt werden können.

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Periodische Steuerung und normative Perspektive: Berechnungen auf Basis von Szenarien mittels einer selbsterstellten Anwendung

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung "MPR"

Berücksichtigung von Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip

Immobilienrisiko

Das Immobilienrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Marktwerten aus Immobilien ergibt. Immobilieninvestitionen umfassen sowohl Direktinvestitionen (Renditeobjekte, Rettungserwerb) als auch indirekte Investitionen (Immobilienfonds, Beteiligungen in Immobiliengesellschaften).

In der normativen Perspektive umfasst das Immobilienrisiko darüber hinaus das Mietertragsrisiko aus eigenen, fremdgenutzten Immobilien.

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Periodische Ermittlung und normative Perspektive: Berechnungen auf Basis verschiedener Szenarien mittels einer selbst erstellten Anwendung

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung "caballito"

Regelmäßige Diskussion der Anlageentwicklung im Rahmen des Steuerungsausschusses

4.2.3. Beteiligungsrisiko

Das Beteiligungsrisiko umfasst die Gefahr eines Verlustes durch eine negative Wertänderung einer Beteiligung.

Je nach Beteiligungsart unterscheidet man nach dem Risiko aus strategischen Beteiligungen, Funktionsbeteiligungen und Kapitalbeteiligungen.

Die Steuerung des Beteiligungsrisikos erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie.

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Rückgriff auf das Beteiligungscontrolling des Sparkassenverbands Bayern für die Verbundbeteiligungen

In der normativen Perspektive wird die Auswirkung auf aufsichtliche Quoten durch Beteiligungen berücksichtigt.

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis einer Szenarioanalyse

Das Beteiligungsportfolio besteht vorwiegend aus strategischen Beteiligungen innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe.

4.2.4. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko setzt sich aus dem Zahlungsunfähigkeits- und dem Refinanzierungskostenrisiko zusammen. Das Liquiditätsrisiko umfasst in beiden Bestandteilen auch das Marktliquiditätsrisiko. Dieses ist das Risiko, dass aufgrund von Marktstörungen oder unzulänglicher Markttiefe Finanztitel an den Finanzmärkten nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt und/oder nicht zu fairen Preisen gehandelt werden können.

Das Zahlungsunfähigkeitsrisiko stellt die Gefahr dar, Zahlungsverpflichtungen nicht in voller Höhe oder nicht fristgerecht nachzukommen.

Das Refinanzierungskostenrisiko bildet die Gefahr ab, dass die Refinanzierungskosten über der in der Planung angesetzten Höhe liegen. Dies kann auf der Schwankung des institutseigenen Spreads sowie aus der unerwarteten Veränderung der Refinanzierungsstruktur beruhen.

Das Refinanzierungskostenrisiko in der ökonomischen Perspektive ergibt sich aus der negativen Veränderung des Liquiditätsbeitrages aufgrund von marktbedingten Spreadschwankungen.

In der normativen Perspektive wird die GuV-Auswirkung des Refinanzierungskostenrisikos in Form höherer Zinsaufwendungen abgebildet. Aufgrund des Einflusses von Bilanzbeständen und der Zinsentwicklung wird das Refinanzierungskostenrisiko zusammen mit dem Zinsänderungsrisiko betrachtet.

Die Steuerung des Liquiditätsrisikos erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie.

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Regelmäßige Ermittlung und Überwachung der LCR

Regelmäßige Ermittlung und Überwachung der strukturellen Liquiditätsquote (NSFR)

Regelmäßige Ermittlung der Survival Period und Festlegung einer Risikotoleranz

Diversifikation der Vermögens- und Kapitalstruktur

Regelmäßige Erstellung von Liquiditätsübersichten auf Basis einer hausinternen Liquiditätsplanung, in der die erwarteten Mittelzuflüsse den erwarteten Mittelabflüssen gegenübergestellt werden

Tägliche Disposition der laufenden Konten

Liquiditätsverbund mit Verbundpartnern der Sparkassenorganisation

Definition eines sich abzeichnenden Liquiditätsengpasses sowie eines Notfallplans

Erstellung einer Refinanzierungsplanung

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der von der SR entwickelten IT-Anwendung "RKR"

Regelmäßige Überwachung der Fundingkonzentration zur Ermittlung und Begrenzung des Anteils einzelner Kontrahenten an der Gesamtrefinanzierung

Unplanmäßige Entwicklungen, wie z. B. vorzeitige Kündigungen sowie Zahlungsunfähigkeit von Geschäftspartnern, werden dadurch berücksichtigt, dass im Rahmen der Risiko- und Stressszenarien sowohl ein Abfluss von Kundeneinlagen als auch eine erhöhte Inanspruchnahme offener Kreditlinien simuliert wird.

4.2.5. Operationelles Risiko

Das operationelle Risiko bedeutet die Gefahr eines Verlustes durch Schäden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder in Folge externer Einflüsse eintreten. In dieser Definition ist das Rechtsrisiko enthalten.

Die Steuerung der operationellen Risiken erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie.

Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Jährliche Schätzung von operationellen Risiken auf Basis der Szenario bezogenen Schätzung von risikorelevanten Verlustpotenzialen aus der IT-Anwendung "OpRisk-Szenarien"

systematische Sammlung und Analyse eingetretener Schadensfälle in einer Schadensfalldatenbank

Periodische Steuerung und normative Perspektive: Abbildung im Plan- und adversen Szenario

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis IT-Anwendung "OpRisk-Schätzverfahren"

Erstellung von Notfallplänen, insbesondere im Bereich der IT und im Betrieb

Aufgrund der ausschließlichen Nutzung von IT-Anwendungen des Sparkassenverbunds bzw. der S-Rating und Risikosysteme GmbH bestehen hohe Abhängigkeiten im Falle eines Ausfalls der IT.

4.2.6. Gesamtbeurteilung der Risikolage

Unsere Sparkasse verfügt über ein dem Umfang der Geschäftstätigkeit entsprechendes System zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle der vorhandenen Risiken gemäß § 25a KWG. Mit den eingerichteten Risikosteuerungs- und -controllingprozessen können die wesentlichen Risiken frühzeitig identifiziert und gesteuert sowie relevante Informationen an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden.

Das Risikotragfähigkeitslimit (ökonomische Perspektive) war am Bilanzstichtag mit 78,6 % ausgelastet. Die Mindestanforderungen an die Einhaltung aufsichtlicher Kenngrößen der normativen Perspektive der Risikotragfähigkeit wurden sowohl im Planszenario als auch unter der Berücksichtigung adverser Entwicklungen vollständig erfüllt. Demnach war und ist die Risikotragfähigkeit gegeben.

Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar. Insgesamt beurteilen wir unsere Risikolage unter Berücksichtigung der betrieblichen und ökonomischen Rahmenbedingungen als ausgewogen.

5. Voraussichtliche Entwicklung der Sparkasse Aschaffenburg Miltenberg mit ihren wesentlichen Risiken und Chancen

Die folgenden Prognosen zur voraussichtlichen Entwicklung der Sparkasse im nächsten Jahr stellen Einschätzungen dar, die die Sparkasse auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen hat. Der Prognosezeitraum umfasst das Geschäftsjahr 2024. Unsere Prognosen basieren insbesondere auf der in der Sparkassen-Finanzgruppe üblichen Standardisierten Hochrechnung (SHR), die für die Zinsentwicklung ein Seitwärts-Szenario unterstellt.

Prognosen sind naturgemäß mit Unsicherheit behaftet. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau wird sich gemäß Vertrag vom 28. bzw. 29. Juni 2023 zum 1. April 2024 mit der Sparkasse Miltenberg-Obernburg zur neuen Sparkasse Aschaffenburg Miltenberg vereinigen. Die Vereinigung wird rechtlich rückwirkend zum Ablauf des 31. Dezember 2023 vollzogen. Der Jahresabschluss und der Lagebericht mit Geschäftsentwicklung, Vermögenslage, Finanzlage und Ertragslage für das Jahr 2024 werden somit für die neue Sparkasse Aschaffenburg Miltenberg erstellt. Im Hinblick darauf stellen die beiden Sparkassen ihre Prognoseberichte bereits auf die ab dem 1. April 2024 entstehende neue Sparkasse Aschaffenburg Miltenberg ab. Die nachfolgend genannten (Vor-) Vorjahreswerte ergeben sich jeweils aus der Addition der Werte aus den Sparkassen Aschaffenburg-Alzenau und Miltenberg-Obernburg. Damit verbunden ist allerdings noch eine gewisse Unschärfe bezüglich der Planungs- und Prognosewerte, weil vereinigungsbedingte Effekte naturgemäß nicht vollumfänglich beziffert werden können.

5.1. Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft

Im Januar 2024 wurde die Wirtschaftstätigkeit bereits durch einige sich addierende externe Einflüsse gebremst. Die meisten Prognosen für das Gesamtjahr 2024 gehen jedoch vom Einsetzen einer Erholung im weiteren Jahresverlauf aus. Als mittleres Szenario erwarten die Chefvolkswirte der Finanzgruppe 2024 ein Wachstum in Deutschland in Höhe von 0,3 %, wohingegen für den Euroraum 0,8 % prognostiziert werden. 2024 wäre damit das fünfte schwache Jahr in Folge mit einer nur knapp über dem Vor-Pandemie-Niveau des realen BIP verlaufenden Wertschöpfung. Dabei könnte das Wachstum 2024 vor allem aus einer Zunahme des privaten Konsums generiert werden (Quelle: DSGV).

Die schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen bleiben nach Einschätzung der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) 2024 grundsätzlich bestehen. Auch der Faktor "Unsicherheit" stellt demnach eine große Belastung für die Konjunktur im Freistaat dar. Vor allem in energieintensiven Branchen ist darüber hinaus weiterhin mit massivem Kostendruck zu rechnen. Das außenwirtschaftliche Umfeld bleibt unsicher, wodurch exportseitig nur schwache konjunkturelle Impulse zu erwarten sind. Ein Hemmschuh für die bayerische Wirtschaft ist weiterhin das hohe Zinsniveau, das die Investitionsneigung der Unternehmen dämpft und die Bauwirtschaft belastet. Laut vbw Konjunkturprognose soll das bayerische BIP im Jahresdurchschnitt 2024 um maximal 0,3 % wachsen (Quelle: vbw).

Der bayerische Arbeitsmarkt soll sich 2024 weiterhin stabil zeigen und die Konjunktur stützen, wenngleich ein weiterer moderater Anstieg der Arbeitslosigkeit erwartet wird (Quelle: Bayer. Staatsministerium f. Familie, Arbeit und Soziales).

Region

Die Unternehmen im Geschäftsgebiet der Sparkasse sind wenig zuversichtlich in das Jahr 2024 gestartet. Gemäß der Konjunkturumfrage der IHK Aschaffenburg bewertet nur noch knapp ein Drittel der Unternehmen die aktuelle Lage mit gut, dagegen aber rund jeder vierte Betrieb mit schlecht. Das Geschäftsklima wird damit wieder ähnlich skeptisch bewertet wie zu Zeiten der Corona-Pandemie. Die Probleme der Betriebe sind vielschichtig. Der Reformstau wird zunehmend als Belastungsfaktor empfunden. Umständliche Genehmigungsverfahren, Bürokratisierung, Energie- und Rohstoffkosten sowie die im internationalen Vergleich hohe Steuerlast sorgen dafür, dass der Wirtschaftsstandort an Attraktivität verliert.

Durch den Einbruch im Wohnungsbau hat sich die Stimmung im regionalen Baugewerbe zum Jahresbeginn weiter eingetrübt. Es wird aktuell nicht damit gerechnet, dass sich die Situation in den nächsten Monaten verbessern wird und das Auftragsvolumen wieder anzieht. Ein zurückgehendes Zinsniveau könnte hier zumindest für etwas Entspannung sorgen. Auch innerhalb der regionalen Industriebetriebe ist die Stimmungslage sehr verhalten. Die Auftragsvolumina sind sowohl im Inlandsgeschäft als auch im Export weiter rückläufig. Das gleiche Bild ergibt sich in der Tourismusbranche, wo vor allem in der Gastronomie das Auslaufen der befristeten Umsatzsteuersenkung zum Jahresbeginn belastend wirkt. Im Groß- und Einzelhandel laufen die Geschäfte derzeit noch gut, die Perspektiven sind allerdings ebenfalls negativ. Als Stabilitätsfaktor für die aktuelle Lage der heimischen Wirtschaft ist allein der Dienstleistungssektor zu nennen. Als einzige Branche planen die regionalen Dienstleistungsbetriebe eine wachsende Beschäftigung (Quelle: IHK Aschaffenburg, Konjunkturbericht Jahresbeginn 2024).

5.2. Risiken und Chancen

Als Risiken im Sinne des Prognoseberichts werden künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer für die Sparkasse negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Zu den Risiken gehören die in der Risikoberichterstattung dargestellten unternehmensspezifischen und banküblichen Gefahren.

Darüber hinaus besteht das Risiko, dass sich im Einlagengeschäft der über Konditionen geführte Wettbewerb verstärkt. Weitere Zinsanstiege als Folge der Zinspolitik der EZB sind nicht gänzlich auszuschließen, obwohl die derzeitige Inflationsentwicklung eher ein wieder rückläufiges Zinsniveau erwarten lässt. Höhere Marktzinsen hätten aufgrund der überwiegend kurzfristigen Refinanzierung einen höheren Zinsaufwand der Sparkasse zur Folge.

Eine Eskalation der geopolitischen Spannungen und eine sich noch stärker als prognostiziert eintrübende Konjunktur können sich negativ auf die Ertragslage der Sparkasse auswirken. Insbesondere kann dies zu Wertberichtigungen auf das Kredit- und Wertpapierportfolio führen.

Bei Immobilienfonds waren zuletzt verstärkte Kündigungen bzw. Anteilsscheinrückgaben durch Anleger zu beobachten. Bei einigen Fondsgesellschaften führte dies zu Liquiditätsproblemen. Damit einhergehend gerieten die Kurse dieser Immobilienfonds unter Druck. Es besteht das Risiko, dass bei einem Anhalten dieser Entwicklung auch Teile unserer Investitionen in Immobilienfonds von Kurskorrekturen betroffen sein können. Bei einem starken Kursrückgang kann die Ertragslage der Sparkasse belastet werden.

Weitere Risiken bestehen in der demografischen Entwicklung, die den Wettbewerb um qualifiziertes Personal immer stärker antreibt. Daneben ist das Risiko nicht auszuschließen, dass unsere Personal- und Sachaufwendungen stärker als prognostiziert durch eine weiter zunehmende Regulatorik und überproportional steigende Kosten, insbesondere im IT-Bereich zur Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen und der Datensicherheit, belastet werden können.

Als Chancen im Sinne des Prognoseberichts werden künftige Entwicklungen oder Ereignisse betrachtet, die zu einer für die Sparkasse positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können.

Chancen sehen wir vor allem in einer schnellen Erholung des wirtschaftlichen Umfelds. Insbesondere bei einer Zinssenkung oder wirtschaftspolitischen Anreizen bestehen Chancen einer regeren Nachfrage nach Immobilien sowie eines verstärkten energetischen Sanierungsbedarfs bei Bestandsimmobilien. Dies hätte eine stärkere Kreditnachfrage zur Folge und könnte zu einem Anstieg des Zinsertrags der Sparkasse führen.

In der aktuellen wirtschaftlichen Situation stehen wir unseren Kunden im Rahmen unseres öffentlichen Auftrags als verlässlicher Partner auch in schwierigen Zeiten zur Verfügung. Dies bietet nach unserem Selbstverständnis die besten Chancen auf langfristige und im beiderseitigen Interesse erfolgreiche Geschäftsverbindungen mit unseren privaten und gewerblichen Kunden.

Durch die anstehende Fusion besteht die Chance, dass die Stärken beider Sparkassen zusammengeführt werden und dadurch Lösungen für die zukünftigen Herausforderungen gestaltet sowie die Wettbewerbsfähigkeit innerhalb des Wirtschaftsraums Bayerischer Untermain langfristig gesichert werden können. Als größeres Institut wird die Sparkasse nicht zuletzt als Arbeitgeber profitieren, weil mit umfangreicheren Weiterbildungsmöglichkeiten und zusätzlichen Karrierewegen die Attraktivität der Sparkasse in Zeiten des Fachkräftemangels zunehmen wird.

5.3. Geschäftsentwicklung der Sparkasse

Angesichts der gesamtwirtschaftlichen Prognosen erwartet die Sparkasse beim Kundenkreditvolumen im Geschäftsjahr 2024 ein moderates Nettowachstum. Gemäß unserer Planung wird die Steigerung der Ausleihungen einschließlich Vermittlung von Krediten innerhalb von Verbundpartnern in der Sparkassenorganisation deutlich unter dem Vorjahreswert liegen. Aufgrund des unverändert hohen Zinsniveaus wird sich insbesondere das Neugeschäft im Bereich privater Wohnungsbaufinanzierungen nur langsam erholen. Die offenen Kreditzusagen befinden sich im Vorjahresvergleich auf einem deutlich niedrigeren Niveau.

Bei den Kundeneinlagen kalkulieren wir mit einem weiteren ordentlichen Wachstum, das über dem Nettozuwachs bei den Ausleihungen liegt. Das hohe Vorjahresplus werden wir allerdings nicht erreichen. Freie Mittel werden wir voraussichtlich wie gehabt am Kapitalmarkt anlegen. Hier werden wir den Markt beobachten und gegebenenfalls Geschäftschancen nutzen.

Die vorgenannten Entwicklungen im Kredit- und Einlagengeschäft für das Jahr 2024 werden die Bilanzsumme der Sparkasse ansteigen lassen. Durch die geplante weitere Rückführung von Interbankenanlagen und -refinanzierungen wird der Anstieg allerdings moderat ausfallen.

5.4. Vermögenslage

Vor dem Hintergrund der weiterhin erhöhten Inflation und dem sehr geringen Wirtschaftswachstum rechnen wir mit deutlich niedrigeren Zuführungen zum Eigenkapital (inkl. dem Fonds für allg. Bankrisiken gem. § 340g HGB). Aufgrund unserer angemessenen Eigenmittelbasis gehen wir davon aus, dass wir die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelvorgaben, bestehend aus den Anforderungen gemäß Art. 92 CRR sowie § 6c KWG, auch im Jahr 2024 jederzeit einhalten werden. Dies gilt gleichermaßen für die eingeforderten Kapitalpuffer gemäß § 10c KWG bzw. § 10d KWG.

5.5. Finanzlage

Die Sparkasse ist sich aufgrund ihrer mittelfristigen Finanz- und Liquiditätsplanung sicher, auch im Prognosezeitraum jederzeit über eine ausreichende Liquidität zu verfügen und die Zahlungsbereitschaft uneingeschränkt zu gewährleisten. Darüber hinaus ist die Refinanzierung gesichert. Die aufsichtsrechtlich geforderten Liquiditätskennzahlen LCR und NSFR wird die Sparkasse auch weiterhin jederzeit einhalten. Ebenso wird die Survival Period gemäß dem kombinierten Stressszenario die internen Anforderungen erfüllen. Zur Abdeckung ungeplanter Liquiditätsabflüsse hat die Sparkasse zusätzliche Liquiditätspuffer aufgebaut.

5.6. Ertragslage

Die Sparkasse formuliert umfassend ihre strategische Ausrichtung in der Geschäftsstrategie. Die maßgebliche Steuerungsgröße ist hierbei das Betriebsergebnis vor Bewertung. Es wird auf Basis des bundeseinheitlichen Betriebsvergleichs der Sparkassenorganisation ermittelt und ist in unserer Geschäftsstrategie als absolute Zielgröße definiert. Wesentliche Komponenten stellen der Zinsüberschuss, der Provisionsüberschuss sowie der Verwaltungsaufwand dar. Auch diese sind in unserer strategischen Planung als absolute Zielgrößen festgelegt. Im Rahmen der Standardisierten Hochrechnung werden die Erfolgsgrößen monatlich aktualisiert.

Angesichts der derzeitigen Rahmenbedingungen mit weiterhin erhöhten Inflationsraten und einem sehr geringen Wirtschaftswachstum prognostizieren wir für das kommende Geschäftsjahr ein nur leicht verbessertes Betriebsergebnis vor Bewertung. Der Zinsüberschuss ist weiterhin der Hauptfaktor für die leicht positive Ergebnisentwicklung. Der aufgrund des Marktzinsniveaus verbesserte Zinsertrag wird durch den höheren Zinsaufwand weitgehend kompensiert. Einen spürbar positiven Ergebnisbeitrag liefern erneut die in der Vergangenheit abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäfte. Der Provisionsüberschuss der Sparkasse wird sich gemäß unserer Planung im Vorjahresvergleich nur marginal verbessern. Ein deutlich steigender Verwaltungsaufwand verhindert eine noch positivere Ergebnisentwicklung. Hier schlagen insbesondere der Tarifabschluss im Personalaufwand, aber auch im Sachaufwand die starken Preisanstiege im Energie-, Dienstleistungs- und Beschaffungssektor zu Buche. Die CIR der Sparkasse wird sich dadurch wieder etwas verschlechtern.

Das Bewertungsergebnis des Jahres 2024 (inklusive Risikovorsorge) wird sich gemäß unserer Prognose im Vorjahresvergleich wieder leicht verbessern. Zusammen mit dem leichten Plus beim Betriebsergebnis vor Bewertung führt dies zu einem Anstieg des Betriebsergebnisses nach Bewertung von etwa 17 %. Das Mehrergebnis wird allerdings durch einen höheren Steueraufwand sowie steigenden neutralen Aufwendungen, in denen sich unter anderem die im laufenden Jahr anfallenden Fusionskosten niederschlagen, vollständig aufgezehrt.

5.7. Zusammenfassende Beurteilung der Erwartungen der Sparkasse

Bei der prognostizierten Entwicklung der Ertragslage sollte eine weitere Stärkung der Eigenmittel gesichert sein. Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung gehen wir daher davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die Risikotragfähigkeit und die Einhaltung aller bankaufsichtsrechtlichen Kennziffern durchgängig gewährleistet sind. Insgesamt rechnen wir vor dem Hintergrund der derzeitigen Rahmenbedingungen und der sich daraus voraussichtlich ergebenden Belastungen des Bewertungsergebnisses für das Geschäftsjahr 2024 mit einer Ertragslage auf Vorjahresniveau.

Wir beurteilen unsere Perspektiven für das Geschäftsjahr 2024 unter Berücksichtigung der oben dargestellten Rahmenbedingungen ähnlich positiv wie im Vorjahr. Wesentliche Einflüsse, die den Geschäftsablauf und das prognostizierte Ergebnis für das Geschäftsjahr 2024 beeinträchtigen könnten, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Die Aufwendungen aus der Fusion haben kurzfristig keine wesentlichen Ergebnisbelastungen zur Folge. Mittel- und langfristig wird der Zusammenschluss zu Synergieeffekten führen.

 

Aschaffenburg, 18. März 2024

Vorstand

Jürgen Schäfer

Frank Oberle

 

Aschaffenburg, 25. März 2024

Vorsitzender des Verwaltungsrats

Dr. Alexander Legler

Bericht des Verwaltungsrates

Der Verwaltungsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen, insbesondere die Überwachung der Geschäftsführung.

In gemeinsamen Beratungen mit dem Vorstand wurden die Richtlinien der Geschäftspolitik festgelegt und Angelegenheiten von grundsätzlicher geschäftspolitischer Bedeutung erörtert. Über die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftlichen Verhältnisse der Sparkasse wurde der Verwaltungsrat vom Vorstand gemäß der Geschäftsanweisung für den Vorstand laufend unterrichtet.

Die Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Bayern hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31.12.2023 sowie den Lagebericht 2023 geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der geprüfte Jahresabschluss der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau wurde vom Verwaltungsrat am 21. Juni 2024 festgestellt. Gleichzeitig wurde der Lagebericht zur Kenntnis genommen.

Entsprechend dem Vorschlag des Vorstandes beschloss der Verwaltungsrat, den Bilanzgewinn in Höhe von 44.614.046,40 € gemäß § 21 SpkO in voller Höhe den Gewinnrücklagen zuzuführen.

 

Aschaffenburg, 21. Juni 2024

Vorsitzender des Verwaltungsrates

Dr. Alexander Legler

Landrat des Landkreises Aschaffenburg

DNK-Erklärung

Berichtsjahr 2023
Leistungsindikatoren-Set EFFAS
Kontakt Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau
Andre Schneider
Friedrichstraße 7
63739 Aschaffenburg
Deutschland
andre.schneider@spk-aschaffenburg.de

Allgemeine Informationen

Beschreiben Sie Ihr Geschäftsmodell (u. a. Unternehmensgegenstand, Produkte/Dienstleistungen)

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau ist ein öffentlichrechtliches Kreditinstitut in Stadt und Landkreis Aschaffenburg. Träger ist der Zweckverband Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau, dem als Mitglieder der Landkreis Aschaffenburg und die Stadt Aschaffenburg angehören. Die Vorgängerinstitute wurden errichtet, um die kreditwirtschaftliche Versorgung der Bevölkerung, der mittelständischen Wirtschaft sowie der öffentlichen Hand zu sichern, die finanzielle Eigenvorsorge der Bürger zu stärken und die Entwicklung der Region zu fördern.

Dieser öffentliche Auftrag ist im Sparkassengesetz des Landes Bayern niedergelegt und prägt unser gesamtes Geschäftsmodell: Antriebsmotor der Sparkasse ist nicht das Gewinnstreben, sondern das im Sparkassengesetz und Sparkassenordnung angesprochene Ziel, ihre Aufgabe zu erfüllen.

Wir arbeiten rentabel, um unsere Kapitalbasis für die Zukunft zu stärken. In Form von Spenden und Sponsoring unterstützt die Sparkasse wichtige gesellschaftliche Projekte und Strukturen. Als Sparkasse fördern wir mit unserer Geschäftstätigkeit verlässlich die Entwicklung von Wirtschaft, Gesellschaft und Lebensqualität in der Region.

Wir verwenden die Einlagen unserer Kundschaft zur Refinanzierung von Krediten an kleine und mittlere Unternehmen, private Personen und Kommunen in der Region. Wir ermöglichen auch wirtschaftlich schwächeren Personen die Teilnahme am Wirtschaftsleben, stellen Basis-Bankdienstleistungen für Jedermann bereit und geben Kleinkredite zu fairen und verlässlichen Konditionen und verfolgen eine verantwortungs- und risikobewusste Geschäftspolitik.

Wir kennen unsere Kundschaft persönlich und betreuen sie langfristig, deshalb fördern wir Investitionen mit Maß und Weitblick. Unsere geschäftspolitischen Ziele machen wir transparent. Wir verhalten uns fair und respektieren die Gesetze.

Mit 718 Mitarbeitenden (Vorjahr: 728), einer Bilanzsumme von 5,6 Milliarden Euro (Vorjahr: 5,6 Mrd. Euro) und ca. 143.500 Kundinnen und Kunden (Vorjahr: 142.000) ist die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau die zweitgrößte Sparkasse im Regierungsbezirk Unterfranken und zählt zu den größeren Sparkassen Bayerns. Das Geschäftsstellennetz umfasst 37 Filialen (Vorjahr: 37) und weitere 6 Selbstbedienungsstandorte (Vorjahr: 6).

Unserer Kundschaft bieten wir eine ganzheitliche, persönliche und individuelle Beratung sowie umfangreichen Service zu allen Finanzdienstleistungen.

Heruntergeladen von https://www.nachhaltigkeitsrat.de

In unserer Geschäftsphilosophie unterscheiden wir zwischen nachfolgenden Kundengruppen:

Servicekunden

Privatkunden

Private Banking-Kunden

Unternehmens- und Firmenkunden

Gewerbekunden

Geschäftskunden

Kommunalkunden

Die Kundinnen und Kunden der Sparkasse werden beraten von Spezialisten für die entsprechenden Kundengruppen. Weiterhin erfolgt eine Unterstützung der hauptverantwortlichen Beraterinnen und Berater durch Spezialisten für die Fachbereiche:

Vermögensberatung (Private Banking)

Versicherungsgeschäft

Wertpapierberatung

Online- und Electronic Banking

Immobilienberatung

Die Produkte und Dienstleistungen der Sparkasse umfassen die Bereiche

Geldanlage

Finanzierung

Wertpapiere

Versicherungen

Bausparen

Immobilien

Corporate Finance und Internationales Geschäft

Online- und Electronic Banking

Ergänzende Anmerkungen:

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau ist berichtspflichtig im Sinne des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes. Es erfolgt keine Erklärung im Sinne des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte.

Für die Erhebung der Leistungsindikatoren im Bereich Umwelt wurde das Kennzahlen-Tool des VfU (Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V.; Version 1.1 des Updates 2022) verwendet.

Zur besseren Lesbarkeit wird im vorliegenden Bericht verwenden wir bei Personenbezeichnungen i.d.R. die genderneutrale bzw. die weibliche und die männliche Form.

Kriterien 1-10: Nachhaltigkeitskonzept

Kriterien 1-4 zu STRATEGIE

1. Strategische Analyse und Maßnahmen

Das Unternehmen legt offen, ob es eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Es erläutert, welche konkreten Maßnahmen es ergreift, um im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards zu operieren.

Die ganzheitliche Förderung von nachhaltiger Entwicklung haben wir in der Geschäftsstrategie unserer Sparkasse verankert. Die Ausrichtung der Sparkasse zur nachhaltigen Entwicklung auch für die Folgejahre wurde mit der Überarbeitung der Geschäftsstrategie im Jahr 2023 wiederum zum Ausdruck gebracht. So ist beispielsweise in der Geschäftsstrategie beschrieben, dass sich die Sparkasse zum Prinzip der nachhaltigen Entwicklung bekennt. Darunter verstehen wir eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können. Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau unterstützt daher die Entwicklung der Region durch ein umfangreiches Engagement im gemeinnützigen Bereich und berücksichtigt dabei die ökonomische, soziale und ökologische Dimension. Es ist unser Ziel, die nachhaltige Wirkung der Sparkasse kontinuierlich und schrittweise zu verbessern. In der Nachhaltigkeitsberichterstattung orientiert sich die Sparkasse am Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Damit bekennen wir uns zu den wesentlichen internationalen Standards und stellen unser Handeln auf lokaler Ebene in den Kontext der globalen Nachhaltigkeitsherausforderungen.

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau bekennt sich zu ihrem öffentlichen Auftrag und erfüllt ihn mit ihrem Geschäftsmodell.

Die Sparkasse führt ihre Geschäfte nach wirtschaftlichen Grundsätzen und setzt dabei auf langfristigen Werterhalt statt auf kurzfristige Gewinnmaximierung. Aufgrund der aufsichtsrechtlichen Anforderungen benötigt die Sparkasse ausreichende Gewinne für die Erfüllung des öffentlichen Auftrags. Unsere Geschäftstätigkeit kommt dabei insbesondere der Stadt und dem Landkreis Aschaffenburg zugute. Als regionaler Arbeitgeber, Steuerzahler und Auftraggeber für die heimische Wirtschaft beteiligen wir uns aktiv an der Wertschöpfung in unserer Region und stärken den Wettbewerb im Geschäftsgebiet.

Unsere Beschäftigten, Kundinnen und Kunden und Geschäftspartner stammen weit überwiegend aus unserem Geschäftsgebiet. Die Einhaltung von Menschenrechten ist somit gesetzlich geregelt und gehört zum unternehmerischen Standard, der von staatlicher Seite überwacht wird. Als Institut, welches dem öffentlichen Auftrag verpflichtet ist, ist es unsere Aufgabe, die angemessene und ausreichende Versorgung aller Bevölkerungskreise und insbesondere des Mittelstands mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen sicherzustellen. Dies beinhaltet auch, dass wir der Bevölkerung unseres Geschäftsgebietes den Zugang zu modernen Bankdienstleistungen eröffnen. Wir ermöglichen es jedem Verbraucher gegen einen angemessenen Kostenersatz, unabhängig von seiner persönlichen Situation, Einkommen, Alter oder Nationalität, ein Girokonto zu führen und damit am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilzunehmen.

Wir bekennen uns zum Prinzip einer nachhaltigen Entwicklung. Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau unterstützt die Entwicklung der Region durch ein umfangreiches Engagement im gemeinnützigen Bereich und berücksichtigt dabei die ökonomische, soziale und ökologische Dimension.

Nachhaltigkeit ist Bestandteil unserer Geschäftspolitik. Das Ziel der Sparkasse ist es, in sozialer, ethischer und ökologischer Sicht vorbildlich zu arbeiten. Die Sparkasse ist der Überzeugung, dass ohne verantwortungsvolles Handeln in diesen Bereichen auf Dauer kein ökonomischer Erfolg zu erreichen ist.

Aus den strategischen Zielen leiten sich die Vorgaben für die Planungen in den Geschäftsbereichen/-feldern ab. Um die in der Strategie formulierten Oberziele zu erreichen und die definierte Positionierung und Steuerung umzusetzen, richten wir die mittelfristige Unternehmensplanung am Inhalt der Strategie aus. Im Rahmen der jährlichen Unternehmensplanung werden den strategischen Kernaussagen auch - sofern möglich und sinnvoll - geeignete Vorhaben zugeordnet. Sie operationalisiert somit die Unternehmensstrategie in konkrete Aktivitäten.

Bei der Umsetzung der Strategie in die Unternehmensplanung beachtet die Sparkasse die Nachhaltigkeitsleitlinien. Diese schaffen einen verbindlichen Rahmen für unser Handeln zum Wohle von Bürgern und Region, für den Austausch mit Anspruchsgruppen und für die Erfüllung unserer Nachhaltigkeitsziele. Die Leitlinien wurden 2021 überarbeitet und orientieren sich am Zielbild 2025 des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes und dessen Handlungsfeldern:

Handlungsfeld Kundinnen und Kunden

Handlungsfeld Finanzierungsstandards und Eigenanlage/Refinanzierung

Handlungsfeld Personal

Handlungsfeld Geschäftsbetrieb

Handlungsfeld Engagement vor Ort/Gemeinwohlorientierung

Handlungsfeld Kommunikation

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau sieht das Handeln im Rahmen der Nachhaltigkeitsleitlinien als Chance, um den Wohlstand der Region langfristig zu sichern und zu fördern. Zur Umsetzung dieser Leitlinien versucht die Sparkasse durch ihre unternehmerische Haltung, die angebotenen Produkte sowie gesellschaftliche Initiativen den Nachhaltigkeitsansatz im täglichen Handeln zu integrieren. Die Nachhaltigkeitsleitlinien sind unter www.spk-aschaffenburg.de/nachhaltigkeit einsehbar.

Gleichzeitig hat sich der Vorstand der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau klar zu den Leitlinien der Nachhaltigkeit bekannt und das nachfolgende Nachhaltigkeitsverständnis verabschiedet: Seit ihrer Gründung im Jahr 1836 ist die Sparkasse Aschaffenburg Alzenau als Anstalt des öffentlichen Rechts dem Gemeinwohl verpflichtet. Verantwortung in der Region und das Wirtschaften nach nachhaltigen Prinzipien bestimmen das Selbstverständnis der Sparkasse. Dieses wird maßgeblich geprägt durch den öffentlichen Auftrag und zusätzlich durch die Grundsätze für verantwortungsbewusstes Bankwesen der Vereinten Nationen, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs), das Pariser Klimaabkommen und die wesentlichen nationalen und regionalen Rahmenwerke. Das Nachhaltigkeitsverständnis bezieht alle Unternehmensbereiche mit ein und erstreckt sich auf die ökonomische, soziale und ökologische Dimension der Nachhaltigkeit. Das Nachhaltigkeitsmanagement operationalisiert dieses Verständnis dann mit Zielen und Maßnahmen im Kundengeschäft, Personalbereich, Geschäftsbetrieb, Finanzierung und Eigenanlage und im lokalen Förderengagement. Nachhaltigkeit wird in die bestehende Unternehmenskultur integriert und als Führungsaufgabe definiert. Die Sparkasse versteht es als ihre Aufgabe, in ihrem Geschäftsgebiet Wirtschaft, private Personen und Gesellschaft bei ihrer Transformation zu mehr Nachhaltigkeit durch geeignete Finanzdienstleistungen zu unterstützen. Ziele und Maßnahmen werden im Sinne des Management Regelkreises regelmäßig überprüft. Nachhaltigkeitsaktivitäten werden darüber hinaus in verständlicher Weise kommuniziert. Dabei sind die Bestandteile des Nachhaltigkeitsmanagements nicht isoliert voneinander zu sehen, sondern greifen ineinander.

Die im Zielbild 2025 beschriebenen Handlungsansätze beziehen sich auf die UN-Principles for Responsible Banking, die u. a. definieren, dass die Geschäftsstrategie so auszurichten ist, dass sie in Übereinstimmung mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs), dem Pariser Klimaabkommen und wesentlichen nationalen und regionalen Rahmenwerken zur Erreichung gesellschaftlicher Ziele beiträgt. Durch die Unterzeichnung der Selbstverpflichtung deutscher Sparkassen für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften unterstreicht die Sparkasse ihr Bekenntnis zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

Die konkreten operativen Maßnahmen, die der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie im Einklang mit den wesentlichen und anerkannten branchenspezifischen, nationalen und internationalen Standards dienen, werden in den Kriterien 5 bis 20 umfassend beschrieben.

2. Wesentlichkeit

Das Unternehmen legt offen, welche Aspekte der eigenen Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Nachhaltigkeit einwirken und welchen wesentlichen Einfluss die Aspekte der Nachhaltigkeit auf die Geschäftstätigkeit haben. Es analysiert die positiven und negativen Wirkungen und gibt an, wie diese Erkenntnisse in die eigenen Prozesse einfließen.

Als Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau bekennen wir uns zu unserem öffentlichen Auftrag, dessen Kern es ist, Verantwortung für das Gemeinwohl in der Region zu übernehmen. Die Sicherung des Lebensstandards sowie der Lebensgrundlagen künftiger Generationen macht es notwendig, dass sich die Sparkasse gesellschaftlich und wirtschaftspolitisch immer wieder neu orientiert. Die Stabilität der Wirtschaftsstruktur, der Klimaschutz, die Anpassung der Sozialsysteme an den demografischen Wandel und die Überprüfung von Lebensstil und Verhalten angesichts sich verknappender Ressourcen sind die wichtigsten Einflussfaktoren auf unsere Geschäftstätigkeit. Für die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau ergeben sich in diesem Umfeld sowohl Chancen als auch Risiken. Durch unsere regionale Verwurzelung ergibt sich eine unmittelbare Nähe zu den Menschen und Unternehmen in Stadt und Landkreis. Wir erkennen regionale Bedürfnisse, Wünsche, Tendenzen etc. schneller und können flexibel darauf reagieren. Als Finanzdienstleister vor Ort genießt die Sparkasse bei Menschen und Unternehmen großes Vertrauen. Risiken für regional verwurzelte Unternehmen ergeben sich durch die zunehmende Globalisierung und Digitalisierung. Die Einflüsse auf die Geschäftsmodelle sind spürbar und es besteht die Gefahr, dass Nähe an Bedeutung verliert. In diesem Umfeld können sich durch die weitgehende Beschränkung der Geschäftstätigkeit auf das Geschäftsgebiet für die Sparkasse unternehmerische Risiken ergeben.

Als Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau bekennen wir uns zum Prinzip der Nachhaltigkeit: Es verbindet wirtschaftlichen Fortschritt mit sozialer Gerechtigkeit und dem Schutz der natürlichen Umwelt. Nachhaltigkeit ist deshalb Bestandteil unserer Geschäftspolitik. Das Ziel der Sparkasse ist es, in sozialer, ethischer und ökologischer Sicht vorbildlich zu arbeiten. Die Sparkasse ist der Überzeugung, dass ohne verantwortungsvolles Handeln in diesen Bereichen auf Dauer kein ökonomischer Erfolg zu erreichen ist. Unser nachhaltiges Engagement haben wir daher sowohl strategisch als auch im operativen Geschäft fest verankert.

Aus dem öffentlichen Auftrag und der Geschäftsstrategie werden Leitplanken abgeleitet. Hierzu zählen insbesondere soziale und ökologische Aspekte. Im Rahmen des 2020 und 2022 durchgeführten Nachhaltigkeits-Kompasses wurden folgende wesentlichen Handlungsfelder identifiziert und mit Umsetzungsmaßnahmen versehen:

Strategie und Steuerung

Geschäftsbetrieb

Kerngeschäft

Kommunikation und gesellschaftliches Engagement

Zur Ergebniskontrolle und der Ableitung weiterer Maßnahmen ist geplant, den Nachhaltigkeits-Kompass auch zukünftig in regelmäßigen Abständen durchzuführen und als Messinstrument des Umsetzungsstandes zu nutzen.

2021 wurden erstmals die Eigenanlagen und das Kreditportfolio unter Nachhaltigkeitsaspekten geprüft. 2022 wurden die notwendigen Schritte eingeleitet, um mittels Sparkassen ESG-Score selbstständig eine Beurteilung der ESG-Risiken des Kreditportfolios vorzunehmen. 2022 wurde im Bereich der Eigenanlagen erneut der Bestand hinsichtlich Nachhaltigkeitsaspekten geprüft und es wurden erstmalig Leitplanken zum Thema Nachhaltigkeit für das Eigengeschäft der Sparkasse festgelegt (s. Kriterium 4). Diese wurden im Jahr 2023 erstmals operativ angewendet.

Nachhaltigkeitsaspekte, auf die die Sparkasse besonders durch ihre Geschäftstätigkeit einwirkte, sind aus Sicht der Sparkasse:

Die Sicherung der Stabilität und Zukunftsfähigkeit in der Region

Mit der Ausreichung von Förderkrediten und eigenen Kreditmitteln nimmt die Sparkasse seit vielen Jahren positiven Einfluss auf die Entwicklung zu einer ressourcenschonenderen Wirtschaft, insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien. Das Angebot an nachhaltigen Geldanlagen wird fortlaufend ausgebaut und bietet vielfältige Investitionsmöglichkeiten für Anleger.

Der demografische Wandel und die dadurch erforderlichen Veränderungen

Aus Perspektive der Kundschaft bietet die Sparkasse individuelle und umfassenden Angebote zur Altersvorsorge und der Vermögensübergabe an nachfolgende Generationen. Aus Perspektive der Mitarbeitenden ermöglicht die Sparkasse jungen Mitarbeitenden sehr attraktive Berufschancen und etablierten Mitarbeitenden umfassende Weiterbildungsmöglichkeiten. Das Engagement zur Gesundheitsförderung und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht über das gesetzlich geforderte Maß hinaus.

Der Zugang zu Finanzdienstleistungen für alle Bevölkerungsschichten

Die Sparkasse versorgt im Rahmen ihres öffentlichen Auftrages alle Kundengruppen mit Finanzdienstleistungen und leistet damit einen Beitrag zu einer gerechteren Gesellschaft. Wesentliche Risiken sozialer und ökologischer Art, die mit der Geschäftstätigkeit und -beziehung, Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind, bestehen nicht. Nachhaltigkeitsrelevante Besonderheiten für die Region Aschaffenburg-Alzenau bestehen nicht.

Im Jahr 2024 ist die nächste, tiefergehende Wesentlichkeitsanalyse geplant.

3. Ziele

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und/oder quantitativen sowie zeitlich definierten Nachhaltigkeitsziele gesetzt und operationalisiert werden und wie deren Erreichungsgrad kontrolliert wird.

Die Grundlage unseres nachhaltigen Handelns bilden die Unternehmensleitlinien, das "www (was wir wollen) der Sparkasse. Diese beinhaltet die übergeordneten Ziele und Grundeinstellungen der Sparkasse. Darauf aufbauend bestehen weitere beständige Grundaussagen zu den Themen Führung, Personal, Kreditgeschäft, Qualität und Datenschutz sowie die Nachhaltigkeitsleitlinien. Diese Grundsatzpapiere bilden den Rahmen für die jährliche Festlegung der Geschäftsstrategie, der Risikostrategie sowie der IT-Strategie, aus denen sich die jährliche operative Planung ableitet. Die Ziele innerhalb des "www der Sparkasse" sind in ihrer Gewichtung gleichberechtigt und werden aufgrund ihrer Bedeutung für das Geschäftsmodell der Sparkasse ohne gesonderte Priorisierung verfolgt. Bei der Entwicklung von strategischen Nachhaltigkeitszielen orientieren wir uns am "Zielbild 2025 -DSGV-Leitfaden zur Nachhaltigkeit in Sparkassen", dessen Handlungsansätze auf die UN-Principles for Responsible Banking verweisen.

Im Verhältnis zu ihren Kundinnen und Kunden hat sich die Sparkasse das Ziel gesetzt, Qualitätsführer in der Region zu sein. In den Unternehmensleitlinien ist verankert, dass der Kunde bei der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau im Mittelpunkt steht.

Die Nachhaltigkeitsleitlinien spiegeln unsere aktuelle Positionierung in allen wichtigen Handlungsfeldern der Nachhaltigkeit wider. In den Leitlinien haben wir uns auch erste qualitative Ziele gesetzt. Bei der Definition und Priorisierung der Handlungsfelder sowie der daraus abgeleiteten Ziele orientieren wir uns am Nachhaltigkeits-Kompass und unserer Nachhaltigkeits-Landkarte. Der Nachhaltigkeits-Kompass gibt uns einen Überblick über den aktuellen Umsetzungsstand in allen relevanten Handlungsfeldern und ermöglicht es uns so, gezielte Maßnahmen abzuleiten. Unser Hauptziel ist, bis Ende 2023 einen Score im Nachhaltigkeits-Kompass von 2 ("Systematische Positionierung in allen Handlungsfeldern") zu erreichen. Zur Überprüfung der Zielerreichung ist die erneute Durchführung des Kompasses im Jahr 2024 geplant. In diesem Zuge und nach Abschluss der Fusion werden auch weitere Ziele gesetzt.

Das Ergebnis im Nachhaltigkeits-Kompass, den wir regelmäßig durchführen, dient als laufender Indikator zur Überprüfung unserer bestehenden Nachhaltigkeitsaktivitäten (s. Kriterium 7). So besteht die Möglichkeit, bei Bedarf zeitnah entsprechende Steuerungsimpulse abzuleiten. Ergänzt werden diese Berichte zum Beispiel durch Kennzahlen aus dem Betriebsvergleich der Sparkassenorganisation. Diese Berichte sind die Grundlage für die Überprüfung der geplanten Maßnahmen und Aktivitäten durch die verantwortlichen Fachbereiche. Der Vorstand wird über die aktuelle Entwicklung sowie mögliche Soll-/Ist-Abweichungen regelmäßig und bedarfsorientiert informiert.

In den Bereichen Klimaschutz und Ressourcenschonung verfolgen wir kontinuierlich das Ziel, den ökologischen Fußabdruck unserer Sparkasse zu verkleinern. Dazu erheben wir seit 2021 die relevanten Werte für Wasser-, Papier- und Energieverbrauch und somit unsere Emissionen mit Hilfe des VfU-Kennzahlen-Tools. Bei Sanierungen und Neubauten verbessern wir zielgerichtet unsere Ressourceneffizienz. In Form der jährlichen Nachhaltigkeitsberichterstattung wird die Entwicklung der relevanten Werte transparent dargelegt und macht einen Abgleich der Zielerreichung möglich. Die Geschäftsleitung nimmt dies bei Bedarf zum Anlass, um die betroffenen Fachbereiche mit operativen Maßnahmen zu beauftragen, um die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele zu verfolgen.

2020 und 2022 wurde der Nachhaltigkeits-Kompass mit externer Unterstützung durch N-Motion durchgeführt. Im Nachhaltigkeits-Kompass und der Analyse werden die 17 Sustainable Development Goals für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) sowie die Anforderungen aus dem EU- und nationalen Aktionsplan zugrunde gelegt. Im Rahmen des Kompasses wurden konkrete Handlungsfelder identifiziert und notwendige Maßnahmen abgeleitet.

In regelmäßigen Abständen wird der Umsetzungsstand der geplanten Maßnahmen sowie der Status zu den Inhalten und Zielen der Selbstverpflichtung deutscher Sparkassen für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften dokumentiert und an den Vorstand berichtet.

4. Tiefe der Wertschöpfungskette

Das Unternehmen gibt an, welche Bedeutung Aspekte der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung haben und bis zu welcher Tiefe seiner Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitskriterien überprüft werden.

Als Finanzdienstleister wird der Bevölkerung der Zugang zu Finanzdienstleistungen ermöglicht. Ihre Wertschöpfung erbringt die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau im Wesentlichen selbst und richtet ihr Angebot an den regionalen Bedürfnissen aus.

Nachhaltigkeitskriterien sind bei der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau in den Prozessen verankert. Die Wertschöpfungskette besteht im Wesentlichen aus der Entgegennahme von Kundeneinlagen, den Eigenanlagen und der Kreditvergabe an Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen vorwiegend in der Region Aschaffenburg-Alzenau.

Als mögliche Themenfelder wurden in erster Linie folgende Themenbereiche identifiziert:

1. Nachhaltigkeitsaspekte im Kundenkreditgeschäft

Die Sparkasse ist als Finanzdienstleister ein zentrales Element des regionalen Wirtschaftskreislaufs und arbeitet zum Wohle der Region. Unsere Wertschöpfung erbringen wir im Wesentlichen in unserem Geschäftsgebiet und wir richten unser Produktangebot an regionalen Bedürfnissen aus. Auf der Grundlage unseres öffentlichen Auftrags ist es unsere Kernaufgabe, die Bevölkerung, die Unternehmen und kommunalen Institutionen in unserem Geschäftsgebiet mit Krediten zu versorgen. Bereits heute leistet die Sparkasse mit ihrer Kreditvergabe einen Beitrag zu den globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen und zu einer nachhaltigen Entwicklung in der Region: In unserem Geschäftsgebiet finanzieren wir Klima- und Umweltschutz, Innovationen, kommunale Infrastrukturinvestitionen sowie die Schaffung von energieeffizientem, nachhaltigem und bezahlbarem Wohnraum. Unsere Kredite ermöglichen Investitionen von kleinen und mittleren Unternehmen, Selbstständigen und Gründern. Sie kommen darüber hinaus auch Privatpersonen oder Menschen in Ausbildung zugute.

Im Jahr 2021 hat die Sparkasse erstmals am Risikoradar teilgenommen. Auf diesem Wege konnte die Sparkasse eine Ersteinschätzung in Bezug auf die Relevanz von Nachhaltigkeitsrisiken für das Kreditportfolio treffen. Die erste Prüfung hat ergeben, dass derzeit keine wesentlichen Risiken vorliegen und unser Engagement in Sektoren mit ESG-Risiken deutlich unter dem Branchendurchschnitt liegt. Auch für die Bankenaufsicht gewinnt das Thema Nachhaltigkeit immer mehr an Bedeutung. Im Vorfeld der Veröffentlichung der 7. MaRisk-Novelle wurde daher begonnen, den ESG-Score, ein Instrument der S-Finanzgruppe zur Messung und Beurteilung von ESG-Risiken, einzuführen.

Der Sparkassen-ESG-Score (S-ESG-Score) wurde 2021 vom Branchendienst des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands e. V. (DSGV) und der S-Rating und Risikosysteme, dem zentralen Sparkassen-Dienstleister für Risikomanagement-Verfahren, entwickelt. Er bietet ein Modell, mit dem sich mögliche Risiken in den Bereichen Umwelt und Klima (E: Environment), Soziales (S: Social) und Governance (G: Governance) identifizieren und analysieren lassen. Der S-ESG-Score ist der Standard für die Bewertung von Nachhaltigkeitsrisiken im Firmenkundengeschäft der Sparkassen. Der S-ESG-Score ermittelt anhand von verschiedenen Indikatoren in den o.g. drei Teilbereichen die Nachhaltigkeitsrisiken eines Firmenkunden. Die ESG-Risikobewertung des Firmenkunden erfolgt dabei relativ zu seiner Branche gemäß Klassifikation der Wirtschaftszweige des Statistischen Bundesamtes (WZ 2008). Für gewerblich Immobilienkunden erfolgt zusätzlich eine ESG-Bewertung des Immobilienportfolios. Die Portfoliobewertung fließt mit in den Kundenscore ein. Liegen für den Firmenkunden keine individuellen ESG-Kennzahlen vor, kommen u. a. Rückfallwerte auf Branchenebene (S-ESG-Branchenscore) zum Einsatz. Die Branchenscores werden regelmäßig aktualisiert. Der S-ESG-Score arbeitet mit einer Skala von null (sehr geringe Risiken) bis 100 (hohe Risiken).

Gerade im Mengengeschäft, bei dem eine individuelle kundenspezifische Nachhaltigkeitsbewertung nicht umsetzbar wäre, ist der Einsatz des branchenbasierten S-ESG-Score sinnvoll und effizient. Er ermöglicht direkte Branchenvergleiche, da übergreifend signifikante Unterschiede bei den Nachhaltigkeitsrisiken bestehen. Qualitative Beurteilungen des DSGV-Branchendiensts komplettieren das Modell. Darüber hinaus gibt es diverse ESG-Reports von S-Rating.

In diesem Zusammenhang erfolgte auch eine Einbindung in die Risikostrategie der Sparkasse. Die ESG-Scores sind dabei auch in die Kreditprozesse integriert.

Im Berichtsjahr wurden gewerbliche Bestandskredite in Höhe von 2.592,7 Mio. Euro mit dem S-ESG-Score bewertet. Nicht betrachtet wurden Kredite an Privatkunden und Privatkunden, die einen Anteil von 45,5 Prozent der Kundenkredite ausmachen, für die aktuell keine Bewertungen der ESG-Risiken vorliegen.

Der durchschnittliche S-ESG-Score für Kundenkredite an gewerbliche Kunden ergab zum Stichtag 31.12.2023 ein geringes ESG-Risiko.

Bezogen auf die Verteilung nach Kreditvolumen wurden zum Stichtag 74,2 Prozent der Kredite an Kundinnen und Kunden in Branchen mit sehr geringen oder geringen ESG-Risiken vergeben. 2,2 Prozent der Kredite an Kundinnen und Kunden wurden in Branchen mit erhöhten oder hohen ESG-Risiken vergeben.

Die Entwicklung der Verteilung von ESG-Risiken wird vierteljährlich überwacht und an den Gesamtvorstand und an den Verwaltungsrat berichtet. Die Berichte zeigen, dass das Portfolio der Sparkasse in Relation zu verschiedenen Vergleichsgruppen niedrigere ESG-Scores ausweist.

In den Jahren 2021 und 2022 hat die Sparkasse die DSGV Nachhaltigkeitsinventur durchgeführt. In 2023 wurde erstmals im Zuge der regelmäßig durchzuführenden Risikoinventur die operative Nachhaltigkeitsinventur der S-Rating und Risikosysteme GmbH durchgeführt. Diese hat ergeben, dass Nachhaltigkeitsrisiken keinen bedeutenden Einfluss auf die wesentlichen Risiken der Sparkasse haben. Darüber hinaus hat die Sparkasse in 2023 erstmals die vom DSGV entwickelte strategische Risikoinventur durchgeführt.

2. Nachhaltigkeit in der Eigenanlage

Kundeneinlagen bei der Sparkasse werden im Wesentlichen wieder als Kredite an Unternehmen und Privatpersonen in der Region ausgegeben. Sofern ein Einlagenüberhang vorhanden ist, investiert die Sparkasse überschüssige Gelder in Eigenanlagen (Depot A). Für die Eigenanlage werden Vermögenstitel ausgewählt, die unseren Liquiditäts-, Risiko- und Ertragsanforderungen am besten entsprechen.

Nachdem im Jahr 2022 bereits das ESG-Verbändekonzept im Spezialfonds A-ABAL 91 in drei von fünf Segmenten umgesetzt wurde, erfolgte im Jahr 2023 in diesen drei Segmenten auch die Berücksichtigung der PAI-Kriterien. Bei den Direktanlagen erfolgte im Jahr 2023 erstmals die operative Umsetzung der im Jahr 2022 beschlossenen Regelungen, die das Nachhaltigkeitsrating von imug als Grundlage besitzen. Bezüglich der Neuanlagen und der Bestände besagen die Regelungen, dass Neuanlagen nur bei positivem Nachhaltigkeitsrating durchgeführt werden und dass die aktuellen Bestände ohne Rating oder mit Verstoß gegen das imug-Rating nur einen bestimmten Anteil der Eigenanlagen ausmachen dürfen.

Darüber hinaus ist die Sparkasse inzwischen in zwei Infrastrukturfonds investiert, welche auf regenerative Energien spezialisiert sind. Durch diese Investition konnten vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 insgesamt 6.740 t CO 2 (Vorjahr: 4.450) eingespart und ca. 9.340 Haushalte (Vorjahr: 6.520) mit erneuerbarer Energie versorgt werden.

3. Nachhaltigkeit in der Kundenanlage

Die Umwandlung von Einlagen in Kredite für die Region ist der Kern unserer Geschäftstätigkeit als Sparkasse. Wir refinanzieren die Investitionen von Unternehmen, Selbstständigen, Privatpersonen und Kommunen über die Einlagen unserer Kundinnen und Kunden. Für den Klimaschutz sowie die Ausrichtung der regionalen Infrastruktur auf eine kohlenstoffneutrale Wirtschafts- und Lebensweise sind enorme Investitionsanstrengungen erforderlich. Ohne die Mobilisierung privaten Kapitals ist diese Transformation nicht zu finanzieren. Als Vermittlerin zwischen Anlegerinnen und Anlegern sowie Kapitalsuchenden kann die Sparkasse hier in der Region finanzielle Ressourcen für den Klimaschutz sowie auch für soziale Aufgaben erschließen. Angesichts der zunehmenden gesellschaftlichen Diskussion um eine nachhaltige Zukunftsentwicklung möchten immer mehr Menschen auch mit ihrer Geldanlage einen Beitrag zur Lösung anstehender Herausforderungen leisten. Auf diese Anforderung reagiert die Sparkasse mit einem differenzierten Angebot. (vgl. Kriterium 10 der Erklärung)

4. Nachhaltigkeit in Einkauf, Beschaffung und bei Investitionen

Als Sparkasse sind wir gemäß unserer Satzung dem Regionalprinzip verpflichtet - unser Geschäftsgebiet ist die Stadt und der Landkreis Aschaffenburg. Wo immer es möglich ist, arbeiten wir mit Produzenten und Dienstleistungsunternehmen aus unserer Region zusammen. Vor Ort oder in der Region verfügbare Produkte und Dienstleistungen beziehen wir möglichst unter Einbindung von kleinen und mittleren Unternehmen bzw. Anbietern aus der Region. Darüber hinaus beschränken wir unseren Einkauf im Wesentlichen auf Anbieter aus Deutschland oder kaufen bei Partnerunternehmen in der Sparkassen-Finanzgruppe.

Die Einhaltung von Arbeitsrechten und Mitbestimmung ist in Deutschland unternehmerischer Standard und wird von staatlicher Seite überwacht. Dazu zählt unter anderem die Bezahlung nach dem Mindestlohngesetz in Niedriglohnbranchen. Wir halten darüber hinaus die gesetzlichen Standards in den Bereichen Trinkwasser, Energie und Entsorgung (z. B. die Gewerbeabfallverordnung) ein. Bei Neubauten und Sanierungsmaßnahmen halten wir die Vorgaben gemäß Gebäude-Energie-Gesetz ein.

Die IT-Dienstleistungen bezieht die Sparkasse insbesondere über die Finanz Informatik, dem IT-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe. Dieser verpflichtet seine Lieferanten dazu, ökologische, ethische und soziale Mindestanforderungen einzuhalten.

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau erwartet, dass Lieferanten und Dienstleister ökonomische, ökologische, ethische und soziale Mindestanforderungen erfüllen sowie geltende gesetzliche nationale Normen und internationale Standards wahren und achten. Ebenso erwarten wir, dass Lieferanten und Dienstleister dies bei ihren Vertragspartnern sicherstellen. Die Anforderungen werden gegenüber Lieferanten und Dienstleistern entsprechend kommuniziert und sofern erforderlich, Nachweise über die Einhaltung eingefordert. Sowohl mit neuen Geschäftspartnern als auch bei bestehenden Geschäftsbeziehungen steht die Sparkasse sowohl im persönlichen als auch im schriftlichen Austausch über die Anforderungen. Im Jahr 2021 wurden verbindliche Lieferantenrichtlinie eingeführt, in denen die Erwartungen an Lieferanten und Dienstleister definiert und verbindlich vereinbart werden. Die Lieferantenrichtlinien sind unter www.spk-aschaffenburg.de/nachhaltigkeit einsehbar.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 1 bis 4

Kriterien 5-10 zu PROZESSMANAGEMENT

5. Verantwortung

Die Verantwortlichkeiten in der Unternehmensführung für Nachhaltigkeit werden offengelegt.

Die nachhaltige Ausrichtung der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau ist eine gesamtunternehmerische Kernaufgabe, die alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichermaßen betrifft. Der Vorstand ist für strategische Entscheidungen zur kontinuierlichen Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements zuständig.

Entsprechend ihrer jeweiligen Zuständigkeiten initiieren Fachbereiche Nachhaltigkeitsmaßnahmen im Sinne der Gesamthausstrategie oder beziehen das Thema in ihre Planung und Entscheidung mit ein.

In der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau tragen die einzelnen Fachbereiche die Verantwortung bei der Erfüllung der Leitsätze zur Nachhaltigkeit durch folgende operative Maßnahmen:

Organisation und Zentrale Dienste (Auftragsvergabe, Transport, Beschaffung, Gebäudemanagement, Energie und Energieeffizienz, Technik)

Unternehmenssteuerung (interne und externe Kommunikation, Produktpolitik, Engagement vor Ort)

Personalabteilung (Mitarbeitenden)

Markt (Transformationsbegleitung der Kunden)

Marktfolge Aktiv (Kontrolle der Risikobewertung bei der Kreditvergabe)

Die Koordinationsfunktion in der Sparkasse ist in der Abteilung Unternehmenssteuerung angesiedelt. Externe Nachhaltigkeitsspezialisten unterstützen die Sparkasse im Bedarfsfall. In regelmäßigen Abstimmungen werden in einem bereichsübergreifend besetzten Arbeitskreis Nachhaltigkeitsmaßnahmen erarbeitet und Umsetzungsstände überprüft. Der Verwaltungsrat der Sparkasse wird regelmäßig über die Nachhaltigkeitsaktivitäten informiert.

6. Regeln und Prozesse

Das Unternehmen legt offen, wie die Nachhaltigkeitsstrategie durch Regeln und Prozesse im operativen Geschäft implementiert wird.

Nachhaltigkeit ist als ein Bestandteil in der Geschäftsstrategie verankert. Die Implementierung im operativen Geschäft erfolgt durch Berücksichtigung sozialer sowie ökologischer Aspekte in die primär ökonomische Geschäftstätigkeit. Auf diese Weise sollen sämtliche Aspekte der Nachhaltigkeit in der Unternehmensstruktur integriert werden, um eine langfristige Verbesserung zu ermöglichen.

Um die kontinuierliche Weiterentwicklung voranzutreiben, sucht die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau den offenen und konstruktiven Dialog mit Mitarbeitenden, Führungskräften, Verwaltungsrat und Kundschaft.

Im Rahmen eines systematischen Beschwerdeprozesses nehmen wir die Anregungen unserer Kundinnen und Kunden zu Prozessen auf, beurteilen sie und setzen sie ggf. um.

Durch regelmäßige Befragungen erfahren wir, wie unsere Arbeit aus Kundenperspektive wahrgenommen wird. Die Ergebnisse und Anregungen liefern wichtige Impulse für unser kontinuierliches und nachhaltiges Qualitätsmanagement.

S-INNovation, das innerbetriebliche Vorschlagswesen der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau, regt die Mitarbeitenden dazu an, zielgerichtet Verbesserungsvorschläge einzubringen.

Anregungen zur Weiterentwicklung werden in den zweimonatlichen Runden der Führungskräfte sowie in regelmäßigen Abteilungsbesprechungen verbindlich an die Führungskräfte und Mitarbeitenden weitergegeben.

Operative Entscheidungen treffen die verantwortlichen Fachbereiche in enger Abstimmung mit dem Vorstand und kontrollieren deren Umsetzung.

2020 wurde erstmals der Nachhaltigkeits-Kompass durchgeführt und Maßnahmen und Ziele definiert. 2022 fand die zweite Erhebung mit dem Nachhaltigkeits-Kompass und eine erste Zielkontrolle statt. Für die Zukunft ist die regelmäßige Durchführung geplant, um einen kontinuierlichen Entwicklungsprozess im Nachhaltigkeitsmanagement zu gewährleisten. In regelmäßigen Abstimmungen werden in den jeweiligen Fachbereichen und/oder im unter Kriterium 5 beschriebenen Arbeitskreis auch regulatorische (u. a. 7. MaRisk-Novelle, EBA-Leitlinien zur Kreditvergabe/-überwachung), politische (u. a. Nationaler Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte), gesetzliche (Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die Anlageberatung, MiFID II) und gesellschaftliche Anforderungen (u. a. von ESG-Ratingagenturen, Nichtregierungsorganisationen, Kundschaft) und Entwicklungen betrachtet und ggf. Maßnahmen initiiert.

Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur verschafft sich die Geschäftsleitung der Sparkasse einen Überblick über die Risiken des Institutes. Die Risiken werden auf Ebene des gesamten Institutes erfasst, unabhängig davon, in welcher Organisationseinheit ggf. Risiken verursacht werden. Ergänzend pflegt die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau eine interne Risikolandkarte. Mit dieser strukturierten Methode werden auf Basis subjektiver Einschätzungen operationelle Risiken identifiziert und gewürdigt. Die Risikolandkarte wird jährlich aktualisiert. Im Rahmen der Risikoinventur und der Überprüfungen der Risikolandkarte wurden keine wesentlichen Risiken in Bezug auf Umweltbelange, die mit der Geschäftstätigkeit und -beziehung, Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind, identifiziert. Ergänzend zur Risikoinventur hat sich die Sparkasse auch mit der Nachhaltigkeitsinventur auseinandergesetzt. Dieses durch die Sparkassenverbände bereitgestellte Tool unterstützt die Sparkasse bei der Etablierung eines Nachhaltigkeitsmanagements. Die Inventur vermittelt ein grundlegendes Verständnis über die Art und Weise, wie unterschiedliche Aspekte der Nachhaltigkeit auf eine Sparkasse wirken. Sie verdeutlicht die Wirkung der mit Nachhaltigkeit verbundenen Risikotreiber und dient als strukturierte Selbstbewertung zur Unterstützung des Risikocontrollings. Die Nachhaltigkeitsinventur hat unter den gegebenen Voraussetzungen ergeben, dass die Sparkasse keine wesentliche bzw. nur eine geringe Anfälligkeit für Nachhaltigkeitsrisiken zeigt.

Darüber hinaus werden Nachhaltigkeitsfaktoren im Neue-Produkte-Prozess (NPP-Prozess) berücksichtigt, um unerwünschte Nachhaltigkeitsrisiken auszuschließen

7. Kontrolle

Das Unternehmen legt offen, wie und welche Leistungsindikatoren zur Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung und Kontrolle genutzt werden. Es legt dar, wie geeignete Prozesse Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten zur internen Steuerung und externen Kommunikation sichern.

Gesamtverantwortlich für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsleitlinien (vgl. Kriterium 1. Strategische Analyse und Maßnahmen) ist der Vorstand der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau. Die Einhaltung der Leitlinien und die operative Steuerung liegen in der Verantwortung der einzelnen Fachbereiche.

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau orientiert sich an den Leistungsindikatoren der European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS), um eine erhöhte Vergleichbarkeit zu erhalten, die zur internen Steuerung herangezogen wird. Diese werden, soweit möglich, laufend erhoben und fließen in strategische und operative Planungsprozesse ein.

Um eine kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitsarbeit zu gewährleisten, führten wir 2020 erstmals den Nachhaltigkeits-Kompass durch. Daraus leiteten wir einen Ziel-Score von ca. 1,5 bis 2022 ab und setzten das Ziel, bis Ende 2023 einen Score von 2 ("Systematische Positionierung in allen Handlungsfeldern") zu erreichen. Im Rahmen des Nachhaltigkeits-Kompass 2022 wurde ein Score von 1,45 ermittelt. Dies zeigt, dass sich die Sparkasse, trotz der seit 2020 weiter verschärften Anforderungen, auf Zielkurs befindet. Der Umsetzungsstand der im Rahmen der operativen Unternehmensplanung (Projektplanung, Fachbereichsplanung, Marketingplanung, Personalplanung, Budgetplanung) verankerten Maßnahmen wird regelmäßig überprüft und zwischen den verantwortlichen Fachbereichen und Vorstand abgestimmt. Die nächste Kontroll-Erhebung ist im Jahr 2024 geplant.

Im Rahmen der nichtfinanziellen Berichterstattung erheben wir Leistungsindikatoren nach EFFAS, beginnend im Berichtsjahr 2017. Wesentlicher Leistungsindikator mit großer Steuerungswirkung ist hierbei insbesondere der Energieverbrauch (siehe Leistungsindikator EFFAS E01-01), da der Verbrauch von Strom und Gas in einem hohen Maß zur Erfüllung des Nachhaltigkeitszieles der Sparkasse, die Verkleinerung des ökologischen Fußabdrucks, beiträgt. Die Erhebung wird sukzessive fortgeschrieben, um Entwicklungen zu erkennen und ggf. Maßnahmen abzuleiten. Durch die jährliche Aktualisierung der DNK-Erklärung werden Themenschwerpunkte deutlich und bei Bedarf im Rahmen der strategischen und operativen Unternehmensplanung berücksichtigt. Seit dem Berichtsjahr 2019 umfasst die Berichterstattung in der jährlichen DNK-Erklärung eine detaillierte Erfassung der Abrechnungsdaten der unterschiedlichen Energielieferanten unserer Filialen sowie der Hauptstelle.

Die Berichterstattung gegenüber dem Verwaltungsrat ist durch die jährliche Billigung der nichtfinanziellen Berichterstattung, erstmals für das Berichtsjahr 2017, operationalisiert.

Seit 2021 erstellt die Sparkasse eine CO 2 -Bilanz mit Hilfe des VfU-Tools.

In regelmäßigen Abständen wird der Umsetzungsstand der geplanten Maßnahmen sowie der Status zu den Inhalten und Zielen der Selbstverpflichtung deutscher Sparkassen für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften dokumentiert und an den Vorstand berichtet.

Die Erhebung der Berichtsdaten anhand der jährlichen Nichtfinanziellen Berichterstattung stellt eine konsistente Datenqualität sicher und macht die Weiterentwicklung im Bereich Nachhaltigkeit sichtbar. Die Zuverlässigkeit der Berichtsdaten wird durch die Einbindung der Fachabteilungen in die Berichterstellung sichergestellt. Durch die stetige Anwendung dieser Kennzahlen sind die Daten sowohl im Zeitverlauf als auch mit anderen Unternehmen vergleichbar.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 5 bis 7

Leistungsindikator EFFAS S06-01

Anteil aller Lieferanten und Partner innerhalb der Lieferkette, die auf die Einhaltung von ESG-Kriterien bewertet wurden.

Als Mitglied der Sparkassen-Finanzgruppe arbeitet die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau mit einem externen Dienstleister zur Materialbeschaffung zusammen, der den überwiegenden Teil der Einkäufe über den Deutschen Sparkassenverlag (DSV) abwickelt. Der DSV und die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau setzen auf Produkte und Dienstleistungen mit hohen Nachhaltigkeitsstandards. Dies wird u. a. durch die umfassende Nachhaltigkeitsprüfung des DSV, durchgeführt von der Zertifizierungsstelle des Deutschen Instituts für Nachhaltigkeit & Ökonomie und die Erteilung des Prüfsiegels 2018 "gesicherte Nachhaltigkeit", dokumentiert.

Die IT-Dienstleistungen bezieht die Sparkasse insbesondere über die Finanz Informatik, dem IT-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe.

Um Nachhaltigkeitsrisiken in unserer Wertschöpfungskette weiter zu minimieren und einen positiven Einfluss auf eine nachhaltige Entwicklung zu nehmen, verpflichten wir unsere Lieferanten und Dienstleister, uns zu bestätigen, dass sie sich an die wesentlichen nationalen und internationalen Nachhaltigkeitsstandards halten. Dies beinhaltet eine Selbstverpflichtung zu folgenden Themen: Menschen- und Arbeitsrechte (ILO-Kernarbeitsnormen), Einhaltung von Gesetzen, Vermeidung von Bestechung und Korruption, Nachhaltigkeit und Umweltschutz, Arbeitsschutz und faire Entlohnung. Von 251 Lieferanten haben 65% die Vereinbarung unterschrieben. Die Lieferanten, die noch nicht unterzeichnet haben, werden nach der Fusion mit der Sparkasse Miltenberg-Obernburg nochmals aufgefordert, die Vereinbarung zu unterzeichnen.

Leistungsindikator EFFAS S06-02

Anteil aller Lieferanten und Partner innerhalb der Lieferkette, die auf die Einhaltung von ESG-Kriterien auditiert wurden.

Bezüglich der Einhaltung von ESG-Kriterien wurde kein Lieferant und Geschäftspartner auditiert. Dies ist momentan auch nicht geplant, da wir uns mit dem Einsatz der Lieferanten- und Dienstleister-Richtlinie gut aufgestellt sehen.

8. Anreizsysteme

Das Unternehmen legt offen, wie sich die Zielvereinbarungen und Vergütungen für Führungskräfte und Mitarbeiter auch am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung orientieren. Es wird offengelegt, inwiefern die Erreichung dieser Ziele Teil der Evaluation der obersten Führungsebene (Vorstand/Geschäftsführung) durch das Kontrollorgan (Aufsichtsrat/Beirat) ist.

Als öffentlichrechtliches Kreditinstitut wendet die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau den "Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst, besonderer Teil Sparkasse (TVöD-S)" an. Über die tariflichen Leistungen hinaus erhalten Mitarbeitende ggf. eine zielorientierte variable Vergütung. Die Höhe der leistungsbezogenen Vergütung orientiert sich am Grad der Zielerreichung. Der Anteil der festen Vergütungsbestandteile überwiegt deutlich.

Im Rahmen eines mindestens monatlichen Reportings werden die Ziele transparent an die verantwortlichen Führungskräfte und Fachbereiche kommuniziert. Bei Bedarf werden die Zielerreichungen durch den Vorstand und die verantwortlichen Fachbereiche kommentiert und Maßnahmen zur Steuerung eingeleitet. Im Rahmen des jährlichen Unternehmensplanungsprozesses werden die Zielerreichungen, die Zielplanung und mögliche Projekte und Maßnahmen für die Folgejahre beraten und in einer jährlichen Strategieklausur festgelegt.

Die Sparkasse legt großen Wert auf langfristige und von Vertrauen geprägte Kundenbeziehungen. Eine hohe Beratungsqualität, die sich an den individuellen Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden orientiert, ist daher von großer Bedeutung. Das im Verhältnis zu möglichen variablen Anteilen hohe Fixgehalt aller Mitarbeitergruppen unterstreicht das Bestreben unserer Sparkasse, die Kundenbeziehungen und Geschäftsverbindungen langfristig und auf qualitativ hohem Niveau anzulegen und auszuweiten.

Aufgrund der geringen Einflussmöglichkeiten einzelner Mitarbeitenden eines Kreditinstitutes auf die Bereiche soziale und ökologische Nachhaltigkeit sind für diese Themenfelder keine Ziele geplant.

Im Rahmen des Berichtes über die Institutsvergütungsverordnung wird der Verwaltungsrat jährlich über die Vergütungssysteme der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau informiert.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder orientiert sich an den Empfehlungen des Sparkassenverbandes Bayern. Im veröffentlichten Jahresabschluss werden die Gesamtbezüge des Vorstandes transparent dargestellt. Konkrete Nachhaltigkeitsziele sind aktuell kein Bestandteil der Evaluation des Vorstandes.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 8

9. Beteiligung von Anspruchsgruppen

Das Unternehmen legt offen, wie gesellschaftliche und wirtschaftlich relevante Anspruchsgruppen identifiziert und in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden. Es legt offen, ob und wie ein kontinuierlicher Dialog mit ihnen gepflegt und seine Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsprozess integriert werden.

Als gemeinwohlorientiertes und kommunal verankertes Kreditinstitut erfüllt die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau in ihrem Geschäftsgebiet die Rolle als Arbeitgeber, Unternehmer, Geschäftspartner, Auftraggeber, Steuerzahler und Investor. Als nicht kapitalmarktorientierte Finanzinstitute sind die Sparkassen denjenigen verpflichtet, die in der Region tätig sind. Die für Sparkassen relevanten Anspruchsgruppen wurden 2012 in einer wissenschaftlichen Studie vom Institut für Kreditwesen der Universität Münster erarbeitet. Auf dieser Grundlage und aufgrund ihrer wirtschaftlichen und gesellschaftsrechtlichen Bedeutung für die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau wurden die Träger, die Kundschaft, die Geschäftspartner und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als wichtigste Anspruchsgruppen identifiziert. Diese Anspruchsgruppen ergeben sich aus unserer Rechtsform als öffentlich-rechtliche Anstalt (Verwaltungsrat, Träger und Öffentlichkeit) sowie unserer unternehmerischen Tätigkeit (Kundinnen/Kunden, Mitarbeitende, Geschäftspartner). Ein vertiefter Prozess zur Identifizierung dieser Anspruchsgruppen besteht nicht. Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit und unseres gesellschaftlichen Engagements führen wir einen kontinuierlichen Austausch mit unseren Interessensgruppen.

Neben den persönlichen Gesprächen bilden die Kundendialoge, die seit 2011 in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden, eine wichtige Plattform für den Austausch mit Kundinnen/Kunden und Geschäftspartnern. Rückmeldungen der Kundenbefragungen fließen in die Maßnahmenplanungen der Folgejahre ein und haben Auswirkungen auf alle Unternehmensbereiche. 2019 wurde erstmals der Sparkassen-Firmenkundendialog durchgeführt, eine gezielte Befragung der Unternehmenskunden. Die Befragung der Unternehmenskunden wurde 2021 wiederholt. 2022 wurde der Sparkassen-Onlinekunden-Dialog bereits zum zehnten Mal seit 2011 durchgeführt und ist für die Zukunft erneut geplant. Im Jahr 2022 wurde hierbei auch die Weiterempfehlungsbereitschaft mit 78% ermittelt. Für 2024 planen wir einen Dialog mit Privatkundinnen und -kunden.

Der Vorstand berichtet dem Verwaltungsrat der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau in einem Rhythmus von ca. 2 Monaten über relevante Themen und geschäftliche Belange. In einer eigens für Strategiethemen vorgesehenen Sitzung erörtern Vorstand und Verwaltungsrat ausführlich die Unternehmensstrategien. Die Mitglieder der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau werden jährlich vom Vorstand und dem Vorsitzenden des Verwaltungsrates über die Geschäftstätigkeit der Sparkasse informiert. Im Rahmen dieser Gespräche werden auch regelmäßig Nachhaltigkeitsthemen adressiert.

In regelmäßigen Veranstaltungen tritt der Vorstand der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau mit kommunalen Vertretern aus Stadtrat und Kreistag in Dialog.

Bei zahlreichen Veranstaltungen mit allen Kundengruppen sucht die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau den Austausch mit Kundinnen und Kunden. 2023 wurde u. a. eine Veranstaltung mit dem Industrie- und Handelsclub Aschaffenburg mit dem Schwerpunktthema Nachhaltigkeit durchgeführt.

Mitarbeitenden steht das interne Vorschlagswesen auch für Themen mit Bezug zu Nachhaltigkeit offen. In regelmäßigen Abständen werden hierüber Impulse rund um Themen des Umwelt- und Klimaschutzes eingereicht, durch die verantwortlichen Fachbereiche geprüft und ggf. umgesetzt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 9

10. Innovations- und Produktmanagement

Das Unternehmen legt offen, wie es durch geeignete Prozesse dazu beiträgt, dass Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen die Nachhaltigkeit bei der eigenen Ressourcennutzung und bei Nutzern verbessern. Ebenso wird für die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen dargelegt, ob und wie deren aktuelle und zukünftige Wirkung in der Wertschöpfungskette und im Produktlebenszyklus bewertet wird.

Die Entwicklung neuer Produkte und Vertriebswege folgt bei der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau einem eng definierten Prozess - stets orientiert am Nutzen des neuen Produkts für unsere Kundschaft und der Vereinbarkeit mit der Geschäftsphilosphie und -strategie der Sparkasse. Neue Produkte bringen wir grundsätzlich nur dann auf den Markt, wenn diese in einer Testphase ihre Nützlichkeit und nachhaltige Erfordernis unter Beweis gestellt haben.

Als regionales Kreditinstitut bieten wir allen Bürgern Zugang zu modernen Finanzdienstleistungen. Dazu gehören auch Anlageprodukte mit einem besonderen ökologischen und sozialen Nutzen. Mit den nachhaltigen Fonds der DekaBank, Landesbanken sowie weiterer Kooperationspartner bietet die Sparkasse Produkte für Kundinnen und Kunden, die ihr Geld in sozial und ökologisch besonders verantwortlich handelnde Unternehmen und Institutionen investieren möchten.

Nachhaltige Anlageprodukte gewinnen in den Beratungsgesprächen bei der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau immer mehr an Bedeutung. Bei der Auswahl der angebotenen Anlageprodukte fokussieren sich die Fachspezialisten in regelmäßigen Abstimmungsrunden u. a. auf das Thema Nachhaltigkeit. Die Beraterinnen und Berater wurden entsprechend geschult und rund um das Thema nachhaltige Geldanlagen sensibilisiert. Im Rahmen der Anlageberatung werden die Nachhaltigkeitspräferenzen der Kundinnen und Kunden abgefragt. Die entsprechenden Angaben zu den Nachhaltigkeitspräferenzen berücksichtigen wir bei der Auswahl und Empfehlung eines geeigneten Finanzinstruments in der Anlageberatung.

Mit den nachhaltigen Fonds der DekaBank, Landesbanken sowie weiterer Kooperationspartner bietet die Sparkasse ein breites Produktspektrum für Kundinnen und Kunden, die ihr Geld in sozial und ökologisch besonders verantwortlich handelnde Unternehmen und Institutionen investieren möchten. Im Jahr 2022 wurde ein neues Verbändekonzept eingeführt, welches zu einer spezifischeren Nachhaltigkeitsabfrage in der Beratung führt und granularere Nachhaltigkeitseinstufungen liefert. Wir sprechen nicht mehr von nachhaltigen Produkten, sondern von Produkten mit Nachhaltigkeitsmerkmalen. Es gibt drei unterschiedliche Produktmerkmale: PAI Principal Adverse Impact, ESG Impact und E Impact.

PAI-Principal Adverse Impact

Die Emittenten verfolgen eine ESG Strategie (häufig der Best in Class), mit der wichtige nachteilige Auswirkungen (Principal Adverse Impacts = PAI) reduziert werden.

ESG Impact

Produkte mit Auswirkungsbezug (= Impact) zu Nachhaltigkeit, bei denen ein bestimmter Mindestanteil (bzw. Prozentwert) generell in nachhaltige Aktivitäten investiert wird. Die Produkte berücksichtigen mind. eine der drei ESG Ausrichtungen (ökologisch, sozial und gute Unternehmensführung).

E Impact

Auswirkungsbezogene (= Impact) ökologische (= E) Produkte, bei denen ein bestimmter Mindestanteil (bzw. Prozentwert) ausschließlich in ökologische Aktivitäten investiert wird.

Die Produktliste wurde mit entsprechenden Merkmalen gekennzeichnet. Zum Stichtag 31.12.2023 verwaltete die Sparkasse insgesamt rund 444,7 Mio. Euro (Vorjahr: 271,4 Mio. Euro) für ihre Kundinnen und Kunden in nachhaltigen Fonds, ca. 43,6% (Vorjahr: 29,2%) des insgesamt für Kundinnen und Kunden verwaltete Fondsvermögen.

Seit 2020 bietet die Sparkasse regelmäßig Aktionsprodukte zum Thema Nachhaltigkeit an. Forciert wurde die Geldanlage in Nachhaltigkeitsfonds und nachhaltige Passivprodukte. Für Anlagen in den Aktionszeiträumen spendete die Sparkasse z. B. Bäume für regionale Pflanzaktionen bzw. Geld für die Bewirtschaftung regionaler Blühflächen. Ergänzt wurden diese Spenden mit einer langfristigen Kooperation zum Erhalt der regionalen Streuobstflächen. Hierbei übernimmt die Sparkasse die Patenschaft für 25 Streuobstwiesen mit mehr als 500 Bäumen und stellt dem Landschaftspflegeverband Aschaffenburg e. V., der gemeinsam mit der Schlaraffenburger Streuobstagentur die Pflege der Bäume übernimmt, jährlich 10.000 Euro zur Verfügung.

Energieunabhängigkeit ist ein wesentlicher Schlüssel für den Erhalt des Wohlstands in Deutschland und Europa. Der Ukraine-Krieg und die mit ihm verbundene Energiekrise machen deutlich, dass Klimaschutz und wirtschaftliche Stabilität zusammengehören. Die Umstellung unserer Energieversorgung auf erneuerbare Energien und die parallele Senkung des Energieverbrauchs schützen unsere industrielle Basis und die damit verbundenen Arbeitsplätze. Nach der Coronapandemie stellt uns der nachhaltige Umbau der Wirtschaft vor die nächste große Herausforderung. Die Transformation zu mehr Nachhaltigkeit erfordert das wahrscheinlich größte Investitionsprogramm dieser Dekade. Wir verstehen es als wichtigen Teil unseres öffentlichen Auftrags, diese Transformation hin zu einer CO 2 -neutralen, kreislauffähigen und damit auch unabhängigen, krisensicheren Wirtschaft zu begleiten. Für unsere gewerblichen und privaten Kundinnen und Kunden hier in der Region stellen wir dazu passende Produkte und Lösungen bereit.

Die ambitionierten Klimaschutzziele der Bundesregierung und der Europäischen Union können nur erreicht werden, wenn Unternehmen den Weg zu mehr Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz mitgehen und sich dem damit verbundenen tiefgreifenden Transformationsprozess stellen. Vor allem den Mittelstand wird dies vor finanzielle Herausforderungen stellen. Die Sparkasse wird diesen Wandel als führender Finanzpartner der kleinen und mittleren Unternehmen in den kommenden Jahren begleiten und mitgestalten. Dies bringt die Sparkasse u. a. in der Selbstverpflichtung deutscher Sparkassen für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften zum Ausdruck. Als Hausbank berät die Sparkasse ihre Unternehmenskunden über wesentliche Zukunftsfragen im Bereich der Unternehmensfinanzierung. Ein wichtiger Baustein sind dabei ökologische Förderprogramme, die von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und den Landesförderbanken aufgelegt werden und sehr günstige Refinanzierungsmöglichkeiten bieten. 2020 haben die KfW und das Bundeswirtschaftsministerium erstmals ein spezifisches Förderprogramm aufgelegt, um den deutschen Mittelstand bei der Transformation hin zu mehr Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz zu unterstützen. Die Sparkasse bietet diese Förderprogramme ihren Kundinnen und Kunden aktiv an und begleitet sie gemeinsam mit vielen Partnern der S-Finanzgruppe wie z.B. der BayernLB oder der Deutschen Leasing bei der Umstellung bzw. Transformation auf eine klimaschonende und nachhaltige Wirtschaftsweise. Nachhaltigkeits-Schulungen für Kundenberatende zum Thema Transformation wurden im Jahr 2022 gestartet und werden regelmäßig vertieft.

Des Weiteren forcieren wir seit Jahren die digitale Kommunikation mit unseren Kundinnen und Kunden. Exemplarisch dafür steht die Forcierung des "Digitalen Finanzberichtes", der die digitale Übertragung von Jahresabschlüssen zwischen Steuerberater und Sparkasse, welche einen ressourcenschonenden und nachhaltigen Umgang mit umfangreichen Unterlagen ermöglicht.

Die Sparkasse engagiert sich seit langem konsequent und aus Überzeugung für den Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region. Als regionales Kreditinstitut bietet die Sparkasse passgenaue Finanzierungslösungen, die sowohl die Erzeugung als auch die Infrastruktur für die Nutzung von Wärme und Strom aus regenerativen Energien verbessern. Als Hausbank beraten wir unsere Kundinnen und Kunden bei der tragfähigen Finanzierung erneuerbarer Energien sowie energieeffizientem und nachhaltigem Bauen unter Einbezug von aktuellen staatlichen und regionalen Förderprogrammen. Bereits in der Vergangenheit hat die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau, gemeinsam mit regionalen Partnern, Kreditprogramme zur Forcierung von Photovoltaikanlagen, Blockheizkraftwerken und Wärmepumpen im Geschäftsgebiet erfolgreich aufgelegt.

Seit Herbst 2022 bietet die Sparkasse den Sparkassen-Klimakredit an, der sich durch die besonders einfache und unkomplizierte Kreditgewährung und günstige Konditionen auszeichnet. Zudem spendet die Sparkasse pro 1.000 Euro aufgenommenen Kreditvolumen 2 Euro für Klimaschutzprojekte in der Region. Der Klimakredit wird für folgende Finanzierungsmaßnahmen vergeben. Per 31.12.2023 wurde ein Kreditvolumen in Höhe von 4,2 Mio. Euro ausgereicht:

Errichtung Photovoltaik- oder Solarwärmeanlagen (inkl. Batterie-Speicher)

Außenwanddämmung

Dachdämmung /-eindeckung

Erneuerung von Fenstern oder Außentüren

Heizungstausch und Kellerdeckendämmung

Erneuerung / Einbau von Lüftungsanlagen

Die Sparkasse unterstützt Informationsveranstaltungen zu erneuerbaren Energien in der Region, indem sie ihren Kundinnen und Kunden zu den entsprechenden Veranstaltungen einlädt und Referenten zum Thema "Finanzierung energetischer Sanierungen und erneuerbare Energien" stellt. Damit trägt die Sparkasse dazu bei, die Kenntnisse in der Bevölkerung zu erhöhen und den Menschen die Investition in energetisch sinnvolle Maßnahmen zu erleichtern.

Als Finanzdienstleister haben unsere angebotenen Produkte keine direkten negativen sozialen und ökologischen Auswirkungen. Aus diesem Grund werden diese auch nicht ermittelt. Unbeeinflusst ist dadurch unsere Verpflichtung, Finanzdienstleistungen allen Bevölkerungsschichten anzubieten und damit unter sozialen Gesichtspunkten eine Grundversorgung mit Finanzdienstleistungen für alle Einwohner im Geschäftsgebiet sicherzustellen.

Wir sind Förderer, Kooperationspartner und Mitglied in Technologie- und Innovationszentren unserer Region (z. B. ZENTEC, Digitales Gründerzentrum).

Leistungsindikatoren zu Kriterium 10

Leistungsindikator EFFAS E13-01

Verbesserung der Energieeffizienz der eigenen Produkte im Vergleich zum Vorjahr.

Die Verbesserung der Finanzprodukte hinsichtlich ihrer Energieeffizienz zu ermitteln ist nicht möglich. In der Beratung von Finanzprodukten wird Wert gelegt, Möglichkeiten zur nachhaltigen Geldanlage anzubieten und energieeffizientes Bauen und Renovieren zu fördern. Zur Verbesserung der Energieeffizienz unserer Produkte tragen wir jedoch mit der kontinuierlichen Verbesserung der Energie- und Ressourceneffizienz unseres Geschäftsbetriebs insgesamt bei. Dazu zählen zum Beispiel die Forcierung des elektronischen Postfaches zur Reduzierung des Papierverbrauches. Seit 2019 erfolgt der flächendeckende Einsatz von PenPads, die eine digitale und somit papierlose Kundenunterschrift ermöglichen und den Papierverbrauch weiter reduzieren.

Leistungsindikator EFFAS V04-12

Gesamtinvestitionen (CapEx) in Forschung für ESG-relevante Bereiche des Geschäftsmodells, z. B. ökologisches Design, ökoeffiziente Produktionsprozesse, Verringerung des Einflusses auf Biodiversität, Verbesserung der Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen für Mitarbeiter und Partner der Lieferkette, Entwicklung von ESG-Chancen der Produkte, u. a. in Geldeinheiten bewertet, z. B. als Prozent des Umsatzes.

Die Gesamtinvestitionen in Forschung für ESG-relevante Bereiche wurden im Berichtsjahr nicht erfasst, da das Geschäftsmodell der Sparkasse in erster Linie durch den Vertrieb von Finanzdienstleistungen gekennzeichnet ist. In diesem Bereich wurden keine ESG-relevanten Investitionen in Forschungen getätigt. Die Investitionen für den Bereich Gesundheitsmanagement und betriebliche Sportgemeinschaft (Verbesserung der Gesundheitsbedingungen für Mitarbeitende) beliefen sich im Jahr 2023 auf rund 7.500 Euro (Vorjahr: 7.500 Euro).

KRITERIEN 11-20: Nachhaltigkeitsaspekte

Kriterien 11-13 zu UMWELTBELANGEN

11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Für die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau bedeutet Nachhaltigkeit Klimaschutz und Ressourcenschonung. Ein umweltbewusstes Verhalten in der eigenen Geschäftstätigkeit ist uns wichtig, um unserer Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft gerecht zu werden. Der Vorstand ist für strategische Entscheidungen, die der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements dienen, zuständig. Entsprechend ihrer jeweiligen Zuständigkeiten initiieren Fachbereiche Nachhaltigkeitsmaßnahmen im Sinne der Gesamthausstrategie oder beziehen das Thema in ihre Planung und Entscheidung mit ein.

Das Ziel der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau ist die Verkleinerung ihres ökologischen Fußabdrucks sowohl im Kerngeschäft als auch im eigenen Geschäftsbetrieb. Dafür engagieren wir uns im Rahmen unserer Möglichkeiten für das Gelingen der Energiewende und die Erreichung der Klimaziele. Dabei ist es uns ein Anliegen, private Kunden und Sparer, Verbraucher, Unternehmen und Institutionen vor Ort in die ökologische Weiterentwicklung unserer Region einzubeziehen. Entsprechend der Selbstverpflichtung hat es sich die Sparkasse zum Ziel gesetzt, die innerbetrieblichen Treibhausgasemissionen nach bewährten Verfahren jährlich zu ermitteln und eine CO 2 -Verminderung von drei bis fünf Prozent pro Jahr zu realisieren, um spätesten 2035 einen klimaverantwortlichen Geschäftsbetrieb zu erreichen. Die operativen Maßnahmen zur Erreichung dieses Zieles werden insbesondere in den Kriterien 10 und 12 beschrieben.

Die wesentlichsten natürlichen Ressourcen, die im Rahmen der Unternehmenstätigkeit genutzt werden, sind Papier, Energie und Wasser (Verbrauchsdaten s. Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 13). Unsere Verbrauchswerte und die damit einhergehenden Treibhausgasemissionen ermitteln wir seit 2021 jährlich nach dem Branchenstandard des "Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e. V." (VfU) und dokumentieren so die wesentlichen Kennzahlen und deren Entwicklung.

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung beabsichtigt die Sparkasse den Papierverbrauch sukzessive zu reduzieren. Zu diesem Zweck wurde im Jahr 2018 die Durchführung des Projektes "Papierloseres Büro" begonnen. Dieses Thema wird als Daueraufgabe fortgeführt. Anlässe zur Veränderung von Prozessen (z.B. IT-Releases unseres Finanzdienstleisters, etc.) werden konsequent genutzt, Papierverbrauch zu reduzieren und die vollständige digitale Bearbeitung umzusetzen. Im Kundengeschäft werden Unterschriften, soweit juristisch möglich, mittels PenPad oder eSign geleistet. Die Vertragsunterlagen werden im optischen Archiv verwahrt und den teilnehmenden Kundinnen und Kunden im elektronischen Postfach zur Verfügung gestellt. Neben der Daueraufgabe im Tagesgeschäft wird in verschiedenen Projekten der Fokus auf die Digitalisierung (z.B. Digitalisierung des Posteingangs) gelegt. Um dem Thema Digitalisierung noch mehr Nachdruck zu verleihen, wurde in 2021 die Stelle des Digitalisierungskoordinators geschaffen, u. a. mit dem Ziel, die Wichtigkeit und Notwendigkeit der Digitalisierung herauszustellen.

Im Jahr 2023 wurden in der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau die Personalservices eingeführt. Die Personalservices sind ein Workflowsystem, das es ermöglicht, personalwirtschaftliche Aufträge, Anträge und Servicewünsche von Mitarbeitenden direkt an die Personalabteilung zu initiieren. Die Anwendung kann mithilfe von OS-Plus_neo am Arbeitsplatz oder auch bequem über die Internetfiliale von Zuhause sowie am Smartphone/ Tablet genutzt werden. Durch den fallabschließenden End-2-End Prozessablauf mit der Möglichkeit zum Upload von Dokumenten wird eine große Zahl an bisher papiergebundenen Vorgängen digitalisiert. In den nächsten Jahren ist geplant, die Personalservices um weitere Themenfelder zu erweitern, um weitere personalwirtschaftliche Prozesse zu digitalisieren.

Im Rahmen eines regelmäßigen Energieaudits wird der Energieeinsatz der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau systematisch erhoben und analysiert, um Energieeffizienzverbesserungen zu identifizieren. Im Jahr 2023 fand mit Unterstützung der Bayern Facility Management GmbH von März bis Ende Oktober erneut ein Energieaudit statt. Die detaillierten Analysen wurden erstellt. Die individuellen Empfehlungen werden im Anschluss geprüft und Maßnahmen abgeleitet.

In den Folgejahren ist geplant, turnusmäßig ein Energieaudit durchzuführen.

Die kontinuierliche Erfassung und Dokumentation der Daten zum Klimaschutz und Ressourcenschonung wurde mit der nichtfinanziellen Berichterstattung für das Jahr 2017 gestartet. In diesem Zusammenhang werden relevante Kennzahlen betrachtet und feststellbaren Auswirkungen der Aktivitäten transparent gemacht.

Mit der Durchführung des Nachhaltigkeits-Kompasses wurden mit Einbindung der Geschäftsleitung konkrete Maßnahmen erarbeitet, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen. In regelmäßigen Abständen wird der Umsetzungsstand sowie der Status zu den Inhalten und Zielen der Selbstverpflichtung deutscher Sparkassen für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften dokumentiert und an den Vorstand berichtet und ggf. weitere Maßnahmen initiiert.

Im Rahmen der Risikoinventur, der Nachhaltigkeitsinventur und der Überprüfungen der Risikolandkarte (vgl. Kriterium 6) wurden keine wesentlichen Risiken bzw. nur eine geringe Anfälligkeit für Nachhaltigkeitsrisiken in Bezug auf die Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen, die mit der Geschäftstätigkeit und -beziehung, Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind, identifiziert.

12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Das Ziel der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau ist es, den ökologischen Fußabdruck sukzessive zu verkleinern. In der Selbstverpflichtung hat es sich die Sparkasse zum Ziel gesetzt, eine CO 2 -Verminderung von drei bis fünf Prozent pro Jahr zu realisieren, um spätesten 2035 einen klimaverantwortlichen Geschäftsbetrieb zu erreichen. Nach erfolgter Fusion und Bestandsaufnahme mit Hilfe des VfU-Tools ist geplant, einen Mehrjahresplan zur Reduzierung des Energieverbrauches zu entwickeln.

Der Energie- und Papierverbrauch stellt den bedeutendsten direkten Umwelteinfluss von nicht-produzierenden Unternehmen dar. Mit einem Verbrauch von 42 Tonnen Papier (Vorjahr: 66) ist der Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Der Rückgang ist insbesondere auf die weitere Digitalisierung von papierhaften Prozessen (z. B. Nutzung der digitalen Unterschrift mit PenPad und eSign) und der Forcierung des elektronischen Postfaches zurückzuführen. Einsparpotenzial versprechen neben dem Einsatz energieeffizienter Technologien und umweltschonender Energieträger auch bauliche Maßnahmen sowie nicht zuletzt eine ständige Sensibilisierung der Mitarbeitenden für ein energiesparendes Verhalten im Arbeitsalltag.

Bei notwendigen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen liegt besonderes Augenmerk auf der Hebung von Potenzialen im energetischen Bereich sowie der zielgerichteten Verbesserung der Ressourceneffizienz.

In den letzten Jahren haben wir folgende Maßnahmen auf den Weg gebracht beziehungsweise umgesetzt:

kontinuierlicher Austausch herkömmlicher Leuchtmittel gegen stromsparende Alternativen,

beidAseitiges Drucken als Standardeinstellung der Drucker,

Verringerung der Versorgungsfahrten innerhalb des Geschäftsstellennetzes,

Einsatz von halogenfreien Kabeln

Zentralisierung der IT im Rechenzentrum

Einsatz von energiesparenden ThinClient's anstelle von klassischen PC's

Austausch von alten, nicht geregelten Wärme- und Kältepumpen

Austausch von Ölheizungen

Einsatz von tageslichtabhängiger Beleuchtung

Zentrale Abschaltung von IT-Geräten außerhalb der üblichen Betriebszeit

verstärkter Einsatz von Webinaren für Informations- und Weiterbildungsmaßnahmen, um betriebsbedingte Fahrten zu reduzieren,

Einsatz von verbrauchsarmen Fahrzeugen im Fahrzeugpool

Ausbau von Photovoltaikanlagen auf sparkasseneigenen Immobilien (z.B. Inbetriebnahme einer Anlage am Anwesen Friedrichstr. 7 mit einer Leistung von 99,8 kWp)

Forcierung des Einsatzes des elektronischen Postfaches zur Reduzierung des Papierverbrauches bei Kundeninformationen

Konsolidierung von Druckgeräten an zentralen Standorten

Austausch von alten Lüftungsgeräten gegen hocheffiziente geregelte Lüftungsanlagen inkl. Wärmerückgewinnung.

Einsatz von sogenannter "freier Kühlung" (weitestgehender Verzicht auf die Erzeugung von Kälte mittels Kompressor in den Jahreszeiten Frühling und Herbst)

Schaffung der Infrastruktur für E-Mobilität auf dem Kundenparkplatz der Hauptstelle und für den internen Fuhrpark

Übergabe der eigenen Trafostation an die örtlichen Stadtwerke und gleichzeitige Modernisierung der Steuerungstechnik (durch diese Maßnahme konnte ein kompletter Trafo außer Betrieb genommen werden)

Bezug von 100% Ökostrom seit dem 01.01.2022

dauerhafte Reduzierung der Beleuchtungsstunden von Werbe- und Außenanlagen

sukzessive Umstellung des Fahzeugpoolbestandes auf E-Mobilität (3 Fahrzeuge wurden in 2023 in Elektroantrieb getauscht)

die Beibehaltung einiger Energiesparmaßnahmen, die im Zuge der drohenden Gasmangellage verordnet wurden

Umsetzung von Green-SB für ca. 45% der Cashgeräte in 2023. Sobald der Gerätehersteller der GAA die Möglichkeiten geschaffen hat, wird dies auch für diesen Gerätetyp standortbezogen umgesetzt.

Austausch der ca. 20 Jahre alten Kältemaschinen gegen hocheffiziente Geräte mit folgenden Leistungsdaten: 2 x 420 bis 513kW Kälteleistung

2019 wurde die energetische Sanierung der Sparkassen-Hauptstelle in Aschaffenburg in weiten Teilen abgeschlossen. Mit den baulichen Maßnahmen verfolgt die Sparkasse insbesondere das Ziel, den Energieverbrauch deutlich (ca. 60 bis 70%) zu reduzieren. Im Jahr 2020 wurden zahlreiche Maßnahmen zur Optimierung der neuen Klimatisierung vorgenommen (Stichwort "Einregulierung"). Der Optimierungsprozess ist 2023 nach der Pandemie im Regelbetrieb angelaufen. Erste Maßnahmen wurden identifiziert und umgesetzt bzw. sind in der Planung (z.B. Abkoppelung des Gebäudes Friedrichstr. 11 von der zentralen Wärmeversorgung zur Reduktion der Vorlauftemperatur um ca. 20 - 25 Grad Celsius). Gespräche mit dem örtlichen Versorger wurden geführt mit dem Ziel zu sondieren, ob die Kälte- und Wärmeerzeugung für das Gebäude Friedrichstr. 7 an das Fernwärmenetz angeschlossen werden kann. Die Fernwärme wird fast ausschließlich aus regenerativen Energiequellen gewonnen. Der örtliche Versorger hat den Wunsch an das beauftragte Fachplanungsinstitut weitergegeben.

Mit dem Zuschuss für das Job-Ticket der Verkehrsgemeinschaft am bayerischen Untermain fördert die Sparkasse seit vielen Jahren die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs durch ihre Mitarbeitenden für den Weg zur Arbeit. Die Förderung des Jobtickets wurde im Jahr 2023 vereinheitlicht. Der Zuschuss zum Jobticket beläuft sich nunmehr auf einheitliche 25 Prozent des jeweiligen Ticketpreises. Weiterhin hat die Sparkasse im Jahr 2023 die Möglichkeit geschaffen, das von der Bundesregierung eingeführte Deutschlandticket als Jobtickets zu nutzen. Durch die Einführung des Deutschlandtickets und die Erhöhung des Jobticketzuschuss auf 25 Prozent wurde bei den Mitarbeitenden der Anreiz geschaffen, auf dem Weg zur Arbeit auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Im Rahmen eines regelmäßigen Energieaudits (siehe Kriterium 11) wird der Energieeinsatz der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau systematisch erhoben und analysiert, um Energieeffizienzverbesserungen zu identifizieren.

Nach Abschluss der Fusion ist die Einführung einer Einkaufsrichtlinie geplant. Die Entwicklung eines Entwurfs hierfür ist derzeit in Arbeit.

Im Rahmen des durchgeführten Nachhaltigkeits-Kompasses wurden mehrere Maßnahmen definiert, die der Dokumentation bzw. der Reduzierung des Ressourcenverbrauches dienen. So erfolgt neben der jährlichen Erstellung einer CO 2 -Bilanz, die Dokumentation von Maßnahmen im Bereich der Betriebsökologie. Die Regelungen für den Dienstfahrzeuge wurden dahingehend angepasst, dass Anreize für die Anschaffung von E-Fahrzeugen geschaffen wurden. Die Umsetzung, den Gemeinschaftsfuhrpark komplett auf E-Fahrzeuge umzustellen, ist angelaufen - in 2023 wurden die ersten drei Elektroautos in Betrieb genommen.

Der Nachhaltigkeits-Kompass ist derzeit als zentrales Steuerungsinstrument zur Bestandsaufnahme, Analyse und Kontrolle vorgesehen. Darüber hinaus besteht derzeit kein übergreifendes Managementkonzept.

Im Rahmen der Risikoinventur, der Nachhaltigkeitsinventur und der Überprüfungen der Risikolandkarte (vgl. Kriterium 6) wurden keine wesentlichen Risiken bzw. nur eine geringe Anfälligkeit für Nachhaltigkeitsrisiken in Bezug auf das Ressourcenmanagement, die mit der Geschäftstätigkeit und -beziehung, Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind, identifiziert.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator EFFAS E04-01

Gesamtgewicht des Abfalls.

Als Dienstleistungsunternehmen fallen nur wenige regelmäßige Abfallmengen an. Der Abfall wird nach den vorgeschriebenen Sorten getrennt und dem entsprechenden Abfallkreislauf zugeführt (z. B. Biomüll in die Biotonne, Papier zum Recyceln, Elektroschrott an qualifizierte Entsorgungsbetriebe). Das Gesamtgewicht des Abfalls betrug im Jahr 2023 39 Tonnen (Altpapier, Fettabscheider und Elektroschrott; Vorjahr 34,7). Über den restlichen Abfall gibt es keine Aufzeichnungen, da dieser von den Entsorgern nicht gewogen wird.

In der Hauptstelle (Friedrichstraße/Luitpoldstraße, Aschaffenburg) sowie aus dem Archiv der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau wurden im Jahr 2023 insgesamt 22,52 Tonnen Altpapier (Vorjahr: 22,76) entsorgt. Bisher wurden keine Ziele zur Reduzierung der Abfallmenge definiert. Durch die zunehmende Digitalisierung der Archivdaten, werden sich die Entsorgungsmengen von Altpapier, die überwiegend aus den Archiven resultieren, in den kommenden Jahren reduzieren.

Leistungsindikator EFFAS E05-01

Anteil des gesamten Abfalls, der recycelt wird.

Alle recycelfähigen Abfälle werden dem entsprechenden Kreislauf zugeführt. Für den Hauptabfall "Papier" bestehen Verträge mit zertifizierten Firmen, die sowohl die datenschutzrechtlich notwendige Vernichtung und das nachfolgende Recycling durchführen. Elektroschott wird nach dem Elektrogesetz (ElektroG, Fassung 20. Oktober 2015) § 19 in Verbindung mit § 30 erfasst, dokumentiert und im Anschluss zertifizierten Entsorgungsunternehmen übergeben. Im Jahr 2023 sind insgesamt 685 kg (Vorjahr 3.093 kg) verschrottet worden. Bisher wurden keine Ziele zur Menge des recycelten Abfalls definiert.

Leistungsindikator EFFAS E01-01

Gesamter Energieverbrauch.

Seit 2019 erfolgt eine detaillierte Erfassung der Abrechnungsdaten der unterschiedlichen Energielieferanten unserer Filialen. In diesen und in der Hauptstelle (Friedrichstraße/Luitpoldstraße, Aschaffenburg) der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau wurde ein Gebäudeenergiebedarf i. H. v. 4.376.928 MJ erfasst (Vorjahr: 4.869.308), Details s. Leistungsindikatoren zu Kriterium 13. Bisher wurden keine Ziele zur Reduzierung des Energieverbrauches definiert.

13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Die wesentlichen Einsparpotenziale sind unter Kriterium 11 und 12 aufgeführt. Ebenso werden in Kriterium 12 die bereits umgesetzten Maßnahmen beschrieben. Die Ermittlung der Treibhausgas-Emissionen nach dem GHG erfolgt mit Hilfe des VfU-Tools und wird jährlich fortgeschrieben.

Vor allem bei Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen liegt ein großes Augenmerk auf Energieeffizienz. Insbesondere beim Umbau der Hauptstelle erfolgte die Planung und Umsetzung unter dem Aspekt der nachhaltigen Reduzierung des Energieverbrauches. In 2023 wurde am Anwesen Friedrichstr. 7 eine weitere Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Die Planungen sehen vor, am Standort Leider und Damm weitere Anlagen in Betrieb zu nehmen. Am Standort Schöllkrippen wird derzeit geprüft, die Wärmeerzeugung (bisher Gasheizung) durch eine Wärmepumpe zu ersetzen.

Ziel aller zukünftigen Aktivitäten ist die sukzessive Verkleinerung des ökologischen Fußabdrucks der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau durch die Hebung von Potenzialen im energetischen Bereich sowie der zielgerichteten Verbesserung der Ressourceneffizienz. Die komplette Beleuchtung wurde auf die modernde LED-Technologie umgestellt. Über die gesamte Lebensdauer wird von einer CO 2 -Einsparung in Höhe von 730 t ausgegangen. Für die Folgejahren ist eine digitale Verbrauchsaufzeichnung geplant. Der Aufbau einer datenbankgestützten Datenbasis hat in 2023 begonnen.

Diese Sanierungsmaßnahme des Hauptstellenkomplexes wurde gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie der Nationalen Klimaschutz Initiative.

Ziel der Sparkasse ist es, wie bereits in den Kriterien 11 und 12 beschrieben, eine CO 2 -Verminderung von drei bis fünf Prozent pro Jahr zu realisieren, um spätesten 2035 einen klimaverantwortlichen Geschäftsbetrieb zu erreichen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator EFFAS E02-01

Gesamte THG-Emissionen (Scope 1, 2, 3).

Gesamte THG-Emissionen brutto (market-based method) in 2023: 841 Tonnen (Vorjahr: 976; 2021: 873). Dies entspricht einer THG Emission von 1.640 kg pro Mitarbeitendem (= MAK)

Scope 1: 525 Tonnen (Vorjahr: 607, 2021:588) Scope 2 (Marked-based): 0 Tonnen (Vorjahr: 0,8)

Scope 2 (Location-based): 773 Tonnen (Vorjahr: 872, 2021: 0)

Scope 3: 316 Tonnen (Vorjahr: 359, 2021: 285)

Klimabilanz 2023 der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau

VfU-Kennzahlen Absolute Zahlen pro Jahr gemäß Erhebung Relative Zahlen pro Mitarbeiter-/in THG-Emissionen in t CO 2 -Äquivalenten
2023 2022 2023 2022 2023
Gebäudeenergie
1) Gesamter Gebäudeenergieverbrauch in MJ (MJ pro Mitarbeiterin) 4.376.928 4.869.308 8.532 7.526 662
1) Stromverbrauch in MJ (MJ pro Mitarbeiter/-in) 1.878.405 2.110.358 3.662 3.262 21
1b 1d) Wärmeverbrauch in den Gebäuden (MJ pro Mitarbeiter/-in) 2.498.523 2.758.950 4.870 4.264 640
1b) Verbrauch fossiler Brennstoffe in MJ 2.475.169 272.8465 640
1c) Verbrauch von Fernwärme in MJ 0 0 0
1d) Erneuerbarer Gebäudeenergieverbrauch in MJ 23.354 30.485 0
Geschäftsreisen
2) Geschäftsreiseverkehr insgesamt in km (km pro Mitarbeiter/-in) 517.667 592.573 1.009 916 138
Papier
3) Papierverbrauch insgesamt in t (kg pro Mitarbeiter/-in) 42 66 82 102 38
Wasser
4) Wasserverbrauch insgesamt in m 3 (Liter pro Mitarbeiter/-in) 4.143 4.556 8.076 7.042 3
Abfälle
5) Gesamtes Abfallaufkommen in t (kg pro Mitarbeiter/-in) 39 35 75 54 2
Kühl- und Löschmittelverluste
6) Kühl- und Löschmittelverluste in kg 0 0 0 0 0
VfU-Kennzahlen THG-Emissionen in t CO 2 -Äquivalenten (Vorjahre)
2022 2021
Gebäudeenergie
1) 725 693
1) 23 13
1b 1d) 702 680
1b) 702 677
1c) 3
1d) 0 0
Geschäftsreisen
2) 180 120
Papier
3) 59 57
Wasser
4) 3 3
Abfälle
5) 0 0
Kühl- und Löschmittelverluste
6) 0 0
VfU-Kennzahlen Absolute Zahlen extrapoliert auf 100% pro Jahr Absolute Zahlen extrapoliert auf 100% pro Jahr (Vorjahre) Relative Zahlen pro Mitarbeiter/-in oder
in %
Relative Zahlen pro Mitarbeiter/-in oder in % (Vorjahre)
2023 2022 2021 2022
Treibhausgas-Emissionen (Daten extrapoliert auf 100-%-System)
7) Direkte und indirekte THG-Emissionen brutto in t = Carbon Footprint des Betriebs mit Scope 2 Location-based (kg pro Mitarbeiter/-in) 1.614 1.839 1.658 3.146 2.842
7) Direkte und indirekte THG-Emissionen brutto in t = Carbon Footprint des Betriebs mit Scope 2 Marketbased (kg pro Mitarbeiter/-in) 841 967 873 1.640 1.495
7a) Direkte Emissionen Scope 1 525 607 588 1.024 939
7b) Indirekte Emissionen Scope 2 Location-based Method 773 872 784 1.506 1.348
7b) Indirekte Emissionen Scope 2 Market-based Method 0 1 0 0 1
VfU-Kennzahlen Relative Zahlen pro Mitarbeiter/-in oder in % (Vorjahre)
2021
Treibhausgas-Emissionen (Daten extrapoliert auf 100-%-System)
7) 2.558
7) 1.348
7a) 907
7b) 1.210
7b) 0
VfU-Kennzahlen Absolute Zahlen extrapoliert auf 100% pro Jahr Absolute Zahlen extrapoliert auf 100 % pro Jahr (Vorjahr) Relative Zahlen pro Mitarbeiter/-in oder
in %
Relative Zahlen pro Mitarbeiter/-in oder in % (Vorjahr)
Treibhausgas-Emissionen (Daten extrapoliert auf 100-%-System)
7c) Indirekte THG-Emissionen aus Scope 3 316 359 285 616 555
7d) THG-Reduktionszertifikate zur Kompensation in t 0 0 0 0% 0%
7e) Verbleibende Netto-THG-Emissionen in t nach 841 976 873 100% 100%
Kompensation/Offsetting durch Zertifikate (Anteil der Brutto-Emissionen in %)
VfU-Kennzahlen Relative Zahlen pro Mitarbeiter/-in oder in % (Vorjahr)
Treibhausgas-Emissionen (Daten extrapoliert auf 100-%-System) Treibhausgas-Emissionen (Daten extrapoliert auf 100-%-System)
7c) 440
7d) 0%
7e) 100%

EU-Taxonomie

1.) Leistungsindikatoren (KPI)

Berichten Sie die für Ihr Unternehmen nach Art. 8 der EU-Taxonomie-Verordnung in Verbindung mit den Delegierten Rechtsakten für das zurückliegende Geschäftsjahr zu veröffentlichenden Leistungsindikatoren (KPI).

[So sind z.B. bei berichtpflichtigen Nicht-Finanzunternehmen Angaben zum Anteil der Umsatzerlöse, der Investitionsausgaben (CapEx) und der Betriebsausgaben (Opex), die mit ökologisch nachhaltig Wirtschaftsaktivitäten verbunden sind, erforderlich. Berichtspflichtige Finanzunternehmen müssen demgegenüber Asset-orientierte Angaben machen, wobei nach der jeweiligen Art des Finanzunternehmens zu unterscheiden ist. Der Umfang der Pflichtangaben wird in den kommenden Berichtsjahren gemäß Art. 8 EU-Taxonomie-Verordnung ((EU) 2020/852) i.V.m. den Delegierten Rechtsakten für alle berichtspflichtigen Unternehmen steigen. Daher können auch unter Aspekt 3.) weitere Darstellungen zu den Leistungsindikatoren (KPI) erfolgen.]

Hinweis: Sie können hierfür die Tabellenfunktion nutzen.

Nachhaltigkeitsberichterstattung - EU-Taxonomie Offenlegung

Erstmals zum Geschäftsjahresende 2023 ist die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau verpflichtet, die umfangreicheren Anforderungen aus der EU-Taxonomie, insbesondere zur Taxonomiekonformität umzusetzen. Daraus ergeben sich zahlreiche quantitative Berichtsanforderungen, die in den nachfolgenden Abschnitten umfassend qualitativ beschrieben werden. Die nach der delegierten Verordnung (EU) 2021/2178 (im Folgenden EU-Taxonomie-Verordnung) erforderliche Veröffentlichung von zahlreichen Taxonomie-Meldebögen kann aufgrund einer übersichtlicheren Darstellung dem Anhang in diesem Nachhaltigkeitsbericht entnommen werden.

2.) Ansatz / Prozessbeschreibung

Beschreiben Sie den Ansatz Ihres Unternehmens in Bezug auf die EU-Taxonomie und die Prozesse zur Ermittlung der unternehmensspezifischen Leistungsindikatoren.

[An dieser Stelle sind von den berichtspflichtigen Unternehmen insbesondere die jeweils spezifischen qualitativen Angaben gemäß Art. 8 EU-Taxonomie-Verordnung i.V.m. den Delegierten Rechtsakten zu machen (z.B. Erläuterungen zur Ermittlung von Umsatz, Investitions- und Betriebsausgaben bei Nicht-Finanzunternehmen). Auch hierbei kann ergänzend die Möglichkeit unter Aspekt 3.) genutzt werden, weitere erforderliche Darstellungen hochzuladen.]

Ökologische EU-Taxonomie

1. Qualitative Angabe 1

1.1. Allgemeine Informationen zur Taxonomie und zur Umsetzung im Institut

Allgemeine Informationen zur Umsetzung der Taxonomieregulatorik in der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau

Die Berichterstattung zur EU-Taxonomie basiert auf den Finanzinformationen, die regelmäßig für das regulatorische Meldewesen gem. Verordnung (EU) 575/2013 (CRR) und der zugehörigen Delegierten Verordnung (EU) 2021/451 (FINREP) erhoben und gemeldet werden und die die gesamten Vermögenswerte der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau umfassen. Einbezogen in die Berechnungen der beiden Hauptkennzahlen Green Asset Ratio Capex und Green Asset Ratio Umsatz (Turnover) werden jedoch nur spezifische Vermögenswerte, die gemäß dem Ziel der Finanzierung der jeweils relevantesten Wirtschaftstätigkeit zugeordnet werden können sowie nicht zweckgebundene Risikopositionen gegenüber Unternehmen, die eine nichtfinanzielle Erklärung abgeben müssen. Die Berichterstattung erfolgt gemäß der Anforderungen aus der EU-Taxonomie-Verordnung mit dem Bruttobuchwert der Vermögenswerte, der verringert um die gebildeten Wertberichtigungen die Summe der Gesamtaktiva im Sinne der EU-Taxonomie der Sparkasse ergibt. Auf Grund der diesjährigen erstmaligen Veröffentlichung der Taxonomiekonformität (für Geschäftsjahresende 2023) können keine Vergleichsangaben veröffentlicht werden.

Für die Identifikation von nach EU-Taxonomie nachhaltiger Wirtschaftstätigkeiten von Finanz- und Nichtfinanzunternehmen werden eine Vielzahl von bisher nicht vorliegenden Informationen benötigt. Die Analyse der Vermögenswerte der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau erfordert neben allgemein veröffentlichten Informationen zu den nachhaltigen Wirtschaftstätigkeiten von Kreditnehmern und Gegenparteien weitere von diesen Kreditnehmern bereitzustellenden Informationen. Aufgrund der Neuartigkeit der Datenanforderung und der Kategorisierung von Risikopositionen anhand ihrer ökologischen Nachhaltigkeit hat die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau Anstrengungen hinsichtlich Datenerhebung und -erfassung, insbesondere Datennacherfassungen bei Bestandspositionen, durchgeführt. Anpassungen relevanter Kreditprozesse und der IT-Infrastruktur sowie der Mitarbeiterweiterbildung wurden unternommen, um insbesondere im Neugeschäft EU-Taxonomie relevante Informationen unmittelbar im Kreditprozess zu erheben und technisch zu erfassen.

Trotz der Bemühungen war die Datenerhebung für die Berichterstattung über EU-taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten beschränkt, insbesondere da zum Berichtszeitpunkt keine veröffentlichten Berichte über Kennzahlen zur Taxonomiekonformität von Finanzunternehmen Vorlagen und die erhobenen Daten für Nichtfinanzunternehmen regelmäßig auf deren Berichterstattung aus dem Jahr 2022 basiert.

Darüber hinaus ist eine Berichterstattung über die Eignung in Frage kommender Vermögenswerte und finanzierter Wirtschaftstätigkeiten für die vier zusätzlichen Umweltziele, die neuen Wirtschaftstätigkeiten aus dem Sustainable-Finance-Paket und der Wirtschaftstätigkeiten mit Bezug zu Kernenergie und fossiles Gas auf Grund mangelnder Verfügbarkeit der Daten und nicht vollumfänglicher IT-technischer Unterstützung beschränkt.

Die Beschränkungen in der Verfügbarkeit der Daten zur Einwertung EU-taxonomiekonformer Vermögenswerte führt zu einer konservativen Ableitung der Taxonomiekennzahlen, insbesondere der beiden Green Asset Ratios. Die Zuordnung zu den einzelnen Positionen der EU-Taxonomie-Meldebögen erfolgt auf Basis des Bruttobuchwertes und unter Berücksichtigung weiterer Kennzeichen wie Kontrahentengruppe und Wirtschaftssektor in Übereinstimmung mit dem Ausweis in der FINREP-Meldung.

Die relevante Wirtschaftstätigkeit zur Ableitung der Taxonomiefähigkeit erfolgt regelmäßig über Kennzeichen zum Verwendungszweck und der Kundensystematik, die die Sparkassenorganisation basierend auf der Wirtschaftszweigzuordnung (NACE - Statistische Systematik der Wirtschaftszweige in der Europäischen Union) implementiert hat. Kennzeichen der berichtspflichtigen Unternehmen ergänzen die Ableitung taxonomiefähiger Risikopositionen.

1.2. Meldebogen 0 - Überblick über die von Kreditinstituten nach Artikel 8 der Taxonomie-Verordnung offenzulegenden KPI

Green Asset Ratio

Die Green Asset Ratio der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau auf Basis der Umsatz-KPI der Gegenpartei beträgt zum Geschäftsjahresende 2023 0,49 % (Bogen "0. Überblick über die von Kreditinstituten nach Artikel 8 der Taxonomie-Verordnung offenzulegenden KPI"). Die Green Asset Ratio der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau auf Basis der CapEx-KPI der Gegenpartei beträgt zum Geschäftsjahresende 2023 0,72 % (Bogen "0. Überblick über die von Kreditinstituten nach Artikel 8 der Taxonomie-Verordnung offenzulegenden KPI"). Diese beiden Zahlen liegen im Rahmen der Erwartungen und dürften im Branchenvergleich üblich sein.

Es wurden in den vergangen Jahren umfangreiche Anstrengungen unternommen die regulatorischen Anforderungen zur Verordnung (EU) 2020/852 (EU-Taxonomie) Nachhaltigkeitsregulatorik in die Kreditprozesse, Bewertungsprozesse von Kapitalmarktanlagen, den Datenhaushalt und die weitestgehend automatisiert laufende Ableitungslogik der Kennzahlen aus dem Datenhaushalt in die Taxonomiemeldebögen zu ermöglichen. Die GARs liegen im Rahmen der Erwartungen, da:

ein großer Teil der Aktiva der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau gegenüber nicht nachhaltigkeitsberichtspflichtigen Firmenkunden besteht. Potentielle taxonomiekonforme Kredite an diese Unternehmen, zu denen neben klassischen KMUs (Handwerksbetrieben, kleinen Dienstleistern) auch größere Betriebe ohne Nachhaltigkeitsberichtspflicht, sowie finanzierte Projekte von Zweckgesellschaften gehören, dürfen nicht in den Zähler bei der Berechnung der GAR einbezogen werden, erhöhen im Nenner aber die Bemessungsgrundlage.

es trotz Bemühungen bisher noch nicht möglich ist, den kompletten Bestand an bereits ausgereichten Immobilienfinanzierungen gegenüber privaten Haushalten bzgl. Taxonomiekonformität nachzuerfassen. Denn regelmäßig ist die Erfolgsquote der relevanten Datenbeschaffung z. B. bezüglich Energieeffizienzklassen anhand Energieausweisen nur dann hoch, wenn Gesprächsanlässe mit den Kunden generiert werden konnten. Gesprächsanlässe sind zumeist Prolongationen oder sonstige Anpassungen am Kreditvertrag. Es wurden Anstrengungen unternommen die erforderlichen Daten nachzuerheben. Es wird mit einem stetig verbesserten Datenbestand und damit auch steigenden KPls in den kommenden Jahren gerechnet. Im Neukreditgeschäft werden Energieausweise von privaten Haushalten seit einiger Zeit ohnehin eingesammelt

Ein größerer Anteil der gehaltenen Kapitalmarktpositionen im Depot-A besteht gegenüber Emittenten, die nicht der Offenlegungspflicht der Richtlinie über die Angabe nichtfinanzieller Informationen unterliegen. Dabei handelt es sich z. B. auch um Unternehmen aus Drittstaaten. Diese Positionen erhöhen die Bemessungsgrundlage (Nenner), dürfen im Zähler aber nicht berücksichtigt werden.

Anteil der Vermögenswerte, die nicht im Zähler der GAR einbezogen werden

Der Anteil der Vermögenswerte, die nicht in den Zähler der GAR einbezogen werden, beträgt für 2023 34,43 % (Bogen "0. Überblick über die von Kreditinstituten nach Artikel 8 der Taxonomieverordnung offenzulegenden KPI"). Diese Kennzahl wird im Wesentlichen determiniert durch Risikopositionen gegenüber kleinen und mittleren Unternehmen (i. d. R. Kredite) und nicht-finanziellen Kapitalgesellschaften (direkt und/oder indirekt gehaltenen Kapitalmarktpositionen), die nicht der Offenlegungspflicht der Richtlinie über die Angabe nichtfinanzieller Informationen unterliegen. Grundsätzlich wäre eine Bewertung der Taxonomiekonformität von zweckgebundenen KMU-Krediten möglich, unterbleibt aber wegen der fehlenden Anrechenbarkeit.

Nicht zweckgebundene KMU-Finanzierungen könnten aufgrund fehlender KPIs dieser Unternehmen ohnehin nicht positiv auf die Kennzahlen einwirken. Einen wichtigen Anteil an dieser Kennzahl haben die kurzfristigen Interbankenkredite. Diese Risikoposition besteht zumeist gegenüber Kreditinstituten, die der Offenlegungspflicht der Richtlinie über die Angabe nicht-finanzieller Informationen unterliegen. Das heißt grundsätzlich stünden taxonomierelevante Kennzahlen von diesen Kreditinstituten zur Verfügung, dürfen aber nicht für die Berechnung der institutseigenen GAR herangezogen werden. Im Geschäftsjahr 2023 hatte dies noch keine Auswirkungen auf die Kennzahlen, da aktuellste verfügbare KPIs von 2022 sind, und damals Kreditinstitute noch nicht verpflichtet waren, Taxonomiekonformitätsquoten zu veröffentlichen.

1.3. Meldebogen 1 - Vermögenswerte für die Berechnung der GAR

1.3.1. Private Haushalte

1.3.1.1. Private Haushalte - Durch Wohnimmobilien besicherte Kredite

Durch Wohnimmobilien besicherte Kredite gegenüber privaten Haushalten

Zum Geschäftsjahresende 2023 hatte die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau ein Volumen an Wohnimmobiliendarlehen gegenüber privaten Haushalten in Höhe von 2.163 Mio. Euro (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz", Feld a25) begeben. Dies entspricht ca. 39,9 % der gesamten erfassten Vermögenswerte im Nenner. Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau finanziert dabei einen Querschnitt des Gebäudebestands der Region. Neben der Finanzierung von Neubauten, die tendenziell eher energieeffizient gebaut wurden, finanziert die Sparkasse auch ältere Gebäude mit einer schlechteren Energiebilanz. Die derzeitige Taxonomiekonformitätsquote der finanzierten Wohnimmobilien gegenüber privaten Haushalten beträgt 0,92 % (Bogen "3. GAR KPI-Bestand - Basis Umsatz", Feld ab25). Zu dieser Quote tragen dabei grundsätzlich diejenigen Darlehen erhöhend bei, bei denen eine Energieeffizienzklasse von A oder besser nachgewiesen werden konnte. Die Nachweise über die Energieeffizienzklasse werden dabei über die Energieausweise erbracht. Im Neukreditgeschäft werden seit einiger Zeit Energieausweise mit angefordert. Die große Herausforderung bestand und besteht darin, Energieeffizienzklassen für den Altbestand nachzuerfassen. In der Vergangenheit war es nicht erforderlich, Energieausweise systematisch zu erheben. Es ist zu erwarten, dass sich die Datenbasis in den kommenden Jahren verbessern wird, was sich voraussichtlich positiv auf die Taxonomie-KPIs in diesem Bereich auswirken dürfte.

Konkret wurden im Bereich der durch Wohnimmobilien besicherten Kredite gegenüber privaten Haushalten verschiedene Vereinfachungen zur Ermittlung der ökologisch nachhaltigen Finanzierungen getroffen. So erfolgte z. B. die Ableitung der Taxonomiekonformität von Baufinanzierungen pauschal nach der Energieeffizienzklasse des Finanzierungsobjektes. Eine Taxonomiekonformität i. H. v. 100 % (grün) wurde dabei bei allen Baufinanzierungen (Bestand wie Neugeschäft) angenommen, bei denen das Baujahr und durch Energieausweis nachgewiesene Energieeffizienzklasse folgende Bedingungen erfüllen. Erstens bei einem Baujahr vor oder in 2020, wenn die Energieeffizienzklasse "A" oder "A+" ist. Zweitens bei einem Baujahr nach dem 31.12.2020, wenn die Energieeffizienzklasse nur "A+" ist. Mit dieser Umsetzung wurden bereits die neuen regulatorischen Anforderungen durch das Sustainable-Finance-Paket der EU-Kommission vom 21.11.2023 berücksichtigt.

Entsprechend werden Baufinanzierungen mit einer schlechteren oder keiner ermittelbaren Energieeffizienzklasse (also ungleich A+ und A) als nicht taxonomiekonform klassifiziert.

1.3.1.2. Private Haushalte - Gebäudesanierungskredite

Gebäudesanierungskredite

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau weist zum Geschäftsjahresende 2023 Gebäudesanierungskredite gegenüber Privaten Haushalten in Höhe von 189 Mio. Euro (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld a26) aus. Davon wurden 189 Mio. Euro (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld ab26) als taxonomiefähig klassifiziert. 1 Mio. Euro (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld ac26) konnten als ökologisch nachhaltig klassifiziert werden. Sofern bei Darlehen eine Verbindung zu potentiell ökologisch nachhaltigen Drittmitteln (Förderdarlehen) vorlag, erfolgt die Ableitung der Taxonomiefähigkeit und -konformität darüber.

1.3.1.3. Private Haushalte - Kfz-Kredite

Kfz-Kredite

Kreditinstitute sollen Auskunft über taxonomiekonforme Kfz-Kredite gegenüber natürlichen Personen offenlegen. Derzeit vergibt die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau i. d. R. keine in der eigenen Bilanz erfassten Kfz-Kredite gegenüber privaten Haushalten. Kreditwünsche an diese Kundengruppe werden durch das Institut an Sparkassen-Kreditpartner vermittelt.

1.3.2. Nicht-Finanzunternehmen

Nicht-Finanzunternehmen

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau hat zum Geschäftsjahresende 2023 75 Mio. Euro (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld a20) Risikopositionen gegenüber Nicht-Finanzunternehmen, die der Pflicht zur nicht-finanziellen Berichterstattung unterliegen. Diese Positionen enthalten alle Risikopositionen, die als allgemeine oder zweckgebundene Darlehen klassifiziert wurden, sowie direkt gehaltene Anleihen und Aktien von Nicht-Finanzunternehmen dieser Kategorie. Von der Sparkasse nicht direkt gehaltene Fremd- und Eigenkapitalanteile von nachhaltigkeitsberichtspflichtigen Unternehmen, z. B. über Publikums- oder Spezialfonds (auch Dachfonds-Konstrukte), können grundsätzlich auch in diese Kategorie gehören, können technisch aber für 2023 noch nicht abgebildet werden. Diese sind derzeit noch in der Meldeposition laufende Nummer 38 bzw. 39 zu finden. Die in den Fonds enthaltenen taxonomiekonformen Risikopositionen zahlen daher nicht positiv auf die Green Asset Ratio ein. Eine bessere Zuordnung dieser Risikoposition für die kommenden Berichte wird angestrebt. Derzeit sind 16,0 % (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis CapEx" Feld ac20 geteilt durch Feld a20) bzw. 46,7 % (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis CapEx" BasisCapEx Feld ab20 geteilt durch Feld a20) der Risikopositionen gegenüber Nicht-Finanzunternehmen taxonomiekonform bzw. taxonomiefähig. Da ein Großteil unserer Unternehmenskunden kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind, und Risikopositionen gegenüber diesen Unternehmen zumeist nicht in den Zähler für die GAR-Berechnung einbezogen werden dürfen, fällt diese Einzelkennzahl entsprechend sowie die GAR insgesamt vergleichsweise niedrig aus. Die Kennzahl für allgemeine Risikopositionen (allgemeine Darlehen, gehaltene Anleihen und Aktien) wird im Wesentlichen determiniert durch die KPI-Angaben der jeweiligen Unternehmen zum Umweltziel 1. Nur sehr wenige Unternehmen haben eine Analyse der Wirtschaftstätigkeiten nach dem Umweltziel 2 vorgenommen. Die den Kennzahlen der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau zugrunde liegenden Unternehmensdaten stammen vom Geschäftsjahresende 2022. Dabei handelt es sich um die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts aktuellsten vorliegenden Unternehmensinformationen.

Hinweis zu den zugrundeliegenden Unternehmensdaten: Für die Ermittlung der Kennzahlen und die Befüllung der einzelnen Meldebögen konnte auf eine umfangreiche Stammdatenliste zurückgegriffen werden. Diese Liste enthält Taxonomiedaten von deutlich über 1.200 Finanz- und Nichtfinanz-Unternehmen mit Sitz in der Europäischen Union, die potentiell der Pflicht zur nicht-finanziellen Berichterstattung zum Geschäftsjahresende 2022 unterlagen. Die Liste enthält zahlreiche taxonomierelevante Kennzahlen. Dazu zählen: Unternehmensname, LEI-Code (Legal Entity Identifier); Taxonomiefähigkeits- und konformitätsquote, Quote der Übergangstätigkeiten sowie Quote der ermöglichenden Tätigkeiten für die Umweltziele 1,2 und auf Gesamtunternehmensebene. Alle Kennzahlen wurden auf Basis der Turnover- (Umsatz-) und CapEx (Investitionsausgaben)-KPIs der Nicht-Finanzunternehmen erhoben. Zusätzlich enthält diese Liste noch Informationen von mehreren Dutzend EU-Unternehmen über deren Angaben zum Meldebogen 1 "Tätigkeiten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas". Diese Stammdatenliste wurde zentral innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe erstellt, durch manuelle Übernahme der Angaben aus den einzelnen Unternehmensberichten vom Geschäftsjahresende 2022. Eine umfassende Qualitätssicherung zu dieser Stammdatenliste ist erfolgt. Kennzahlen von Finanzunternehmen, die über die Taxonomiefähigkeitsquoten hinaus gehen, liegen für 2022 nicht vor.

Aufgrund dieser umfassenden Unternehmensdaten war für die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau die Ableitung der Taxonomie-KPIs der allgemeinen Risikoposition gegenüber nachhaltigkeitsberichtspflichtigen Nicht-Finanzunternehmen vergleichsweise einfach möglich. Im Datenhaushalt der Sparkasse mussten im Wesentlichen zwei aufwendige Anpassungen händisch vorgenommen werden. Das betraf die Ermittlung und Zuordnung der LEI-Codes bei Unternehmenskunden, unabhängig von deren Größe. Dies betraf auch die datentechnische Festlegung, ob ein Unternehmenskunde der Pflicht zur nicht-finanziellen Berichterstattung zum Geschäftsjahresende 2023 unterlag. Danach konnten die erhobenen relevanten Unternehmensstammdaten mit Hilfe des zentralen IT-Dienstleisters der SparkassenFinanzgruppe (Finanz Informatik - FI) in den Datenhaushalt überführt werden.

1.3.3. Finanzunternehmen

Finanzunternehmen

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau weist gegenüber Finanzunternehmen, die der Pflicht zur nicht-finanziellen Berichterstattung unterliegen zum Geschäftsjahresende 2023 Risikopositionen in Höhe von 473 Mio. Euro (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld a2) auf. Davon sind 14,72 % (Bogen "3. GAR KPI-Bestand -Basis CapEx" Feld aa2) taxonomiefähig und 1,11 % (Bogen "3. GAR KPI-Bestand - Basis CapEx" Feld ab2) taxonomiekonform. Finanzunternehmen müssen erstmals Kennzahlen zur Taxonomiekonformität zum 31. Dezember 2023 berichten. Die Grundlage für die Erstellung dieses Nachhaltigkeitsberichts sind jedoch die Unternehmenskennzahlen von Finanzunternehmen vom Geschäftsjahresende 2022 (Anm.: Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Nachhaltigkeitsberichts lagen noch keine Kennzahlen von Finanzunternehmen für 2023 vor) und die bewerteten zweckgebundenen Finanzierungen gegenüber Finanzunternehmen. Die von den Finanzunternehmen für deren Geschäftsjahresende 2022 veröffentlichten Taxonomiekennzahlen enthalten im Wesentlichen nur eine Taxonomiefähigkeitsquote. Diese Quote weicht in ihrer Berechnungslogik aufgrund der Vorgaben der delegierten Verordnung (EU) 2021/2178 sogar von der Berechnungslogik für das Geschäftsjahresende 2023 ab. Ein Vergleich zwischen den beiden Jahresscheiben ist nicht möglich. Zweckgebundene taxonomiekonforme Darlehen an diese Gesellschaften lagen nicht (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld d2) vor. Für die Taxonomiebewertung dieser zweckgebundenen Finanzierungen wurde das TAXO-TOOL der VÖB Service GmbH angeschafft. Die Taxonomiekonformitätsquote in diesem Geschäftsbereich ist niedrig (Bogen "3. GAR KPI-Bestand - Basis Umsatz" Feld b2).

1.3.3.1 Kreditinstitute

Kreditinstitut

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau hat zum Geschäftsjahresende 2023 422 Mio. Euro (Bogen 1. "Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld a3) Risikopositionen gegenüber Kreditinstituten, die der Pflicht zur nicht-finanziellen Berichterstattung unterliegen. Diese Positionen enthalten alle Risikopositionen, die als allgemeine oder zweckgebundene Darlehen klassifiziert wurden (10,0 Mio. Euro (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld a4) - davon 0 % (Bogen "3. GAR KPI-Bestand - Basis Umsatz" Feld ab4) taxonomiekonform), sowie direkt gehaltene Anleihen und Aktien (412 Mio. Euro (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld a5 + Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld a6) - davon 0 % taxonomiekonform) in dieser Kategorie. Taxonomiekonforme zweckgebundene Darlehen gegenüber nachhaltigkeitsberichtspflichtigen Kreditinstituten liegen nicht (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld d4) vor. Für die Taxonomiebewertung der zweckgebundenen Finanzierungen wurde das TAXO TOOL der VÖB Service GmbH angeschafft, welches im Wesentlichen die Kriterien der delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 handhabbar gemacht hat. Grundsätzlich erfolgte die Ableitung der Eigenschaft "Kreditinstitut" in diese Kategorie im Meldebogen anhand der üblichen FINREP-Kategorisierung und einer zusätzlichen individuellen Einschätzung bzgl. der Nachhaltigkeitsberichtspflicht des jeweiligen Kreditinstituts. Zu den allgemeinen Darlehen zählen auch die Einlagen bei anderen Kreditinstituten. Von der Sparkasse nicht direkt gehaltene Fremd- und Eigenkapitalanteile von nachhaltigkeitsberichtspflichtigen Unternehmen z. B. mittels Publikums- oder Spezialfonds (auch Dachfonds-Konstrukte) können grundsätzlich auch in diese Kategorie gehören, können technisch aber für 2023 noch nicht darin abgebildet werden. Diese sind derzeit noch in den Meldepositionen laufende Nummer 38 bzw. 39 zu finden. Die in den Fonds enthaltenen taxonomiekonformen Risikopositionen zahlen daher nicht positiv auf die Green Asset Ratio ein. Eine genauere Zuordnung dieser Risikoposition für die kommenden Berichtsjahre wird angestrebt. Ein Teil der Risikopositionen gegenüber der Unternehmenskategorie "Kreditinstitute" besteht auch gegenüber Kreditinstituten, die selbst nicht nachhaltigkeitsberichtspflichtig sind. Diese Risikopositionen gegenüber diesen Kreditinstituten dürfen nicht in den Zähler für die GAR-Berechnung einbezogen werden, darf aber auch nicht vom Nenner abgezogen werden und verzerrt damit die GAR. Die den Kennzahlen der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau zugrunde liegenden Unternehmensdaten stammen vom Geschäftsjahresende 2022 und betragen grundsätzlich 0 %. Dies liegt an der im Vergleich zu Nicht-Finanzunternehmen um ein Jahr erst später einsetzenden vollständigen Taxonomie-Berichtspflicht. Dabei handelt es sich um die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts aktuellsten vorliegenden Unternehmensinformationen.

1.3.3.2 Versicherungsunternehmen

Versicherungsunternehmen

Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld a16) Risikopositionen gegenüber Versicherungsunternehmen, die der Pflicht zur nicht-finanziellen Berichterstattung unterliegen. Zu dieser Unternehmenskategorie zählt die Sparkasse sowohl Erst- als auch Rückversicherer, sowie Mischformen aus beiden Unternehmensarten. Diese Positionen enthalten alle Risikopositionen, die als allgemeine oder zweckgebundene Darlehen klassifiziert wurden (0 Mio. Euro (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR -Basis Umsatz" Feld a17), sowie direkt gehaltene Anleihen und Aktien (3 Mio. Euro (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld a18 + Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld a19) in dieser Kategorie. Taxonomiekonforme zweckgebundene Darlehen gegenüber nachhaltigkeitsberichtspflichtigen Versicherungsunternehmen liegen nicht (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld ad17) vor. Für die Taxonomiebewertung dieser zweckgebundenen Finanzierungen wurde das TAXO TOOL der VÖB Service GmbH angeschafft, welches im Wesentlichen die Kriterien der delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 handhabbar gemacht hat.

Grundsätzlich erfolgte die Ableitung der Eigenschaft "Versicherungsunternehmen" in dieser Kategorie im Meldebogen anhand der üblichen FINREP-Kategorisierung und einer zusätzlichen individuellen Einschätzung bzgl. der Nachhaltigkeitsberichtspflicht des jeweiligen Versicherungsunternehmens.

Die den Kennzahlen der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau zugrunde liegenden Unternehmensdaten der Versicherungsunternehmen bzgl. der allgemeinen Darlehen, gehaltenen Anleihen und Aktien stammen vom Geschäftsjahresende 2022 und betragen grundsätzlich 0 %. Dies liegt an der im Vergleich zu Nicht-Finanzunternehmen um ein Jahr erst später einsetzenden vollständigen Taxonomie-Berichtspflicht. Dabei handelt es sich um die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts aktuellste vorliegenden Unternehmensinformationen.

1.3.3.3 Wertpapierfirmen

Wertpapierfirmen

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau hat zum Geschäftsjahresende 2023 3 Mio. Euro (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld a8) Risikopositionen gegenüber Wertpapierfirmen, die der Pflicht zur nicht-finanziellen Berichterstattung unterliegen. Diese Positionen enthalten alle Risikopositionen, die als allgemeine oder zweckgebundene Darlehen klassifiziert wurden (0 Mio. Euro (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld a9), sowie direkt gehaltene Anleihen und Aktien (3 Mio. Euro (Bogen " 1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld a10 + Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld a11) in dieser Kategorie. Taxonomiekonforme zweckgebundene Darlehen gegenüber nachhaltigkeitsberichtspflichtigen Wertpapierfirmen liegen nicht vor. Für die Taxonomiebewertung dieser zweckgebundenen Finanzierungen wurde das TAXO TOOL der VÖB Service GmbH eingesetzt, welches im Wesentlichen die Kriterien der delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 handhabbar gemacht hat.

Grundsätzlich erfolgte die Ableitung der Eigenschaft "Wertpapierfirma" in diese Kategorie im Meldebogen anhand der üblichen FinRep-Kategorisierung und einer zusätzlichen individuellen Einschätzung bezüglich der Nachhaltigkeitsberichtspflicht der jeweiligen Wertpapierfirma. Die den Kennzahlen der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau zugrunde liegenden Unternehmensdaten der Wertpapierfirmen bezüglich der allgemeinen Darlehen, gehaltenen Anleihen und Aktien stammen vom Geschäftsjahresende 2022 und betragen grundsätzlich 0 %. Dies liegt an der im Vergleich zu Nicht-Finanzunternehmen um ein Jahr später einsetzenden vollständigen Taxonomie-Berichtspflicht. Dabei handelt es sich um die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts aktuellsten vorliegenden Unternehmensinformationen.

1.3.3.4 Verwaltungsgesellschaften

Verwaltungsgesellschaften

Es bestehen keine relevanten Risikopositionen gegenüber dieser Kategorie von Unternehmen.

1.3.4 Finanzierung lokaler Gebietskörperschaften

Finanzierung lokaler Gebietskörperschaften

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau ist ein starker Finanzierungspartner für Kommunen vor Ort. Dazu zählen auch sogenannte Kassenkredite. Mit diesen unterstützt die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau bei Bedarf die jederzeitige Liquiditätssicherung der Kommunen/Städte im Geschäftsgebiet. Es konnten keine (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld ac28) taxonomierelevante Darlehen gegenüber lokalen Gebietskörperschaften zum Geschäftsjahresende identifiziert werden. Taxonomiekonforme zweckgebundene Darlehen gegenüber lokalen Gebietskörperschaften liegen nicht (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld ad28) vor. Für die Taxonomiebewertung dieser zweckgebundenen Finanzierungen wurde das TAXO TOOL der VÖB Service GmbH angeschafft, welches im Wesentlichen die Kriterien der delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 handhabbar gemacht hat.

Darüber hinaus ist die Sparkasse dennoch sehr aktiv bei der Kreditvergabe gegenüber kommunalen Unternehmenskunden. So wurde in der Vergangenheit z. B. der kommunale Wohnungsbau finanziert. Die Kreditnehmer sind in diesen Fällen jedoch regelmäßig nicht die kommunalen Gebietskörperschaften selbst, sondern z. B. kommunale Wohnungsunternehmen. Die Kredite an diese kommunalen Wohnungsunternehmen werden jedoch im Meldebogen 1 in der Zeile 35 aufgeführt. Diese Kredite - auch wenn sie in Teilen ökologisch nachhaltigen Projekten dienen - dürfen derzeit nicht für die Berechnung der Taxonomiekennzahlen angesetzt werden.

1.3.5. Durch Inbesitznahme erlangte Sicherheiten: Wohn- und Gewerbeimmobilien

Durch Inbesitznahme erlangte Sicherheiten: Wohn- und Gewerbeimmobilien

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau hat derzeit keine derartigen Vermögenwerte.

1.4. Meldebogen 1 - Vermögenswerte, die nicht in den Zähler für die GAR-Berechnung einbezogen werden (im Nenner enthalten)

1.4.1. Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen - KMU

Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen - KMU und nicht-finanzielle Kapitalgesellschaften

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau hat zum Geschäftsjahresende 2023 1.803 Mio. Euro (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld a33) Risikopositionen gegenüber Finanzunternehmen und Nicht-Finanzunternehmen, die der Pflicht zur nicht-finanziellen Berichterstattung nicht unterliegen. Diese Positionen enthalten alle Risikopositionen, die als allgemeine oder zweckgebundene Darlehen klassifiziert wurden, sowie direkt gehaltene Anleihen und Aktien von Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen dieser Kategorie. Zusätzlich enthalten diese Risikopositionen auch die von der Sparkasse erworbenen allgemeinen Publikums- oder Spezialfondsanteile.

Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen - KMU

Bei den 1.803 Mio. Euro (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld a33) Risikopositionen gegenüber nicht nachhaltigkeitsberichtspflichtigen Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen handelt es sich im Wesentlichen um die klassischen KMU-Kredite. Der Hauptteil der Unternehmensfinanzierungen der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau betrifft somit Kreditgeschäft, welches bisher überhaupt nicht von der Taxonomie erfasst ist. Eine Berücksichtigung dieses großen Anteils an der Gesamtaktiva (31,5 %) (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld a33 geteilt durch Feld a53)) kann aufgrund regulatorischer Vorgaben der delegierten Verordnung (EU) 2021/2178 nicht positiv auf die Taxonomiekennzahlen (z. B. GAR) einzahlen. Dadurch, dass diese Risikopositionen nicht aus dem Nenner der Bemessungsgrundlage für die Berechnung der GAR herausgerechnet werden dürfen, wird die GAR negativ verzerrt. Da die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau besonders aufgrund ihrer regionalen Ausrichtung im Bereich der Unternehmensfinanzierung auf KMU-Finanzierung fokussiert ist, wird dieser die GAR verzerrende Effekt verstärkt.

Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen - Nicht-KMU

Bei den 1.803 (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld a33) Mio. Euro Risikopositionen gegenüber nicht nachhaltigkeitsberichtspflichtigen Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen handelt es sich neben den klassischen KMU-Krediten auch um Kredite an größere und große Unternehmen, die z. B. aufgrund einer fehlenden Kapitalmarktorientierung oder aufgrund einer von der Pflicht zur nicht-finanziellen Berichterstattung nicht erfassten Rechtsform, nicht einer Nachhaltigkeitsberichtspflicht unterliegen. Dazu zählen auch Kredite an Unternehmen, die Tochtergesellschaften von nachhaltigkeitsberichtspflichtigen Muttergesellschaften sind. Risikopositionen gegenüber diesen Unternehmen verzerren die GAR der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau zusätzlich negativ.

Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen - Fondsanteile

Von der Sparkasse nicht direkt gehaltene Fremd- und Eigenkapitalanteile von Unternehmen, z. B. mittels Publikums- oder Spezialfonds (auch Dachfonds-Konstrukte), werden grundsätzlich auch in dieser Kategorie abgebildet. Es ist möglich, dass in diesen FondsKonstrukten Risikopositionen gegenüber Unternehmen enthalten sind, die der Pflicht zur nicht-finanziellen Berichterstattung unterliegen. Eine technische Ableitung bzw. Zuordnung dieser Risikopositionen im Meldebogen 1 (Vermögenswerte für die Berechnung der GAR) zu den laufenden Nummern 2 bis 23 ist für das Geschäftsjahresende 2023 IT-technisch leider nicht möglich. Es besteht die Möglichkeit, dass in diesen Risikopositionen auch taxonomiekonforme Anteile enthalten sind. Diese Anteile wirken aufgrund der fehlenden IT-technischen Zuordnungsmöglichkeit in die entsprechenden Zeilen nicht erhöhend auf die Taxonomiekennzahlen der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau. Eine bessere Zuordnung dieser Risikoposition für den kommenden Bericht wird angestrebt. Die betroffenen Fondsanteile sind IT-technisch für 2023 größtenteils den laufenden Nummern 38 bzw. 39 im Berichtsbogen 1 zugeordnet. Die GAR auf Basis CapEx oder Umsatz (Turnover) der Sparkasse wird dadurch für das Geschäftsjahresende 2023 möglicherweise unterzeichnet.

Derzeit sind 15,68 % (Bogen "3. GAR KPI-Bestand - Basis CapEx" ab20) der Risikopositionen gegenüber nachhaltigkeitsberichtspflichtigen Nicht-Finanzunternehmen taxonomiekonform. Da ein Großteil unserer Unternehmenskunden kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind, und Risikopositionen gegenüber diesen Unternehmen zumeist nicht in den Zähler für die GAR-Berechnung einbezogen werden dürfen, fällt diese Einzelkennzahl entsprechend sowie die GAR insgesamt vergleichsweise niedrig aus. Die Kennzahl für allgemeine Risikopositionen (allgemeine Darlehen, gehaltene Anleihen und Aktien) wird im Wesentlichen determiniert durch die KPI-Angaben der jeweiligen Unternehmen zum Umweltziel 1. Nur sehr wenige Unternehmen haben eine Analyse der Wirtschaftstätigkeiten nach dem Umweltziel 2 vorgenommen. Die den Kennzahlen der Sparkassen Aschaffenburg-Alzenau zugrunde liegenden Unternehmensdaten stammen vom Geschäftsjahresende 2022. Dabei handelt es sich um die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts aktuellsten vorliegenden Unternehmensinformationen.

1.4.2. Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen - Unternehmen aus Nicht-EU-Ländern (Drittstaaten)

Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen - Unternehmen aus Drittstaaten

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau hat zum Geschäftsjahresende 2023 7 Mio. Euro (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld a40) Risikopositionen gegenüber Nicht-Finanzunternehmen und Finanzunternehmen, die ihren Sitz in einem Staat außerhalb der europäischen Union haben. Allgemeine Risikopositionen gegenüber diesen Unternehmen, zu denen neben allgemeinen Darlehen auch von der Sparkasse direkt gehaltene Inhaberschuldverschreibungen und Aktien gehören, können nicht in die Berechnung der Green-Asset-Ratio einbezogen werden. Eine Herausrechnen aus dem Nenner kann aus regulatorischen Gründen nicht durchgeführt werden. Dies hat einen voraussichtlich negativen Effekt auf die GAR der Sparkasse.

1.5. Meldebogen 1 - Vermögenswerte, die nicht in den Zähler für die GAR-Berechnung einbezogen werden (im Nenner enthalten)

Vermögenswerte, die nicht in den Zähler für die GAR-Berechnung einbezogen werden (im Nenner enthalten)

Die Vermögenswerte der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau, welche nicht in den Zähler und den Nenner der GAR einbezogen werden dürfen, umfassen für 2023 368 Mio. Euro (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld a49). Dies entspricht ca. 6,43 % (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld a49 geteilt durch Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld a53) der gesamten Aktiva. Diese Kennzahl wird im Wesentlichen determiniert durch Risikopositionen gegenüber Zentralstaaten sowie Einlagen bei der Zentralen Notenbank. Relevante Handelsbuchpositionen existieren nicht (Bogen "1. Vermögenswerte für die Berechnung der GAR - Basis Umsatz" Feld a52).

1.6. Meldebogen 2 - GAR-Sektorinformationen

GAR-Sektorinformationen

Im Meldebogen "2. GAR-Sektorinformationen" sind alle Risikopositionen gegenüber Nicht-Finanzunternehmen aufzuführen, die der Pflicht zur nicht-finanziellen Berichterstattung unterliegen. Die Auflistung der einzelnen Vermögenswerte basiert konsolidiert auf Ebene des vierstelligen NACE-Codes, welcher dem Nicht-Finanzunternehmen zugeordnet wurden. Eine Berichterstattung über Finanzunternehmen erfolgt aufgrund der regulatorischen Vorgaben nicht in diesem Meldebogen. Die Zuordnung des NACE-Codes erfolgte dabei nach einem Best-Effort-Ansatz anhand der Einschätzung über die Haupttätigkeit des Unternehmens durch die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau. Es besteht die Möglichkeit, dass sich die Zusammensetzung und die jeweiligen Anteile in den kommenden Berichtsperioden aufgrund von neuen Erkenntnissen über die Hauptgeschäftstätigkeiten der Unternehmen oder aufgrund von Portfolioveränderungen verändern.

Die drei bedeutendsten NACE-Codes waren dabei M70.1 Verw. u. Führung v. Unternehmen u. Betrieben mit 41 Mio. Euro; C20 Herstellung von chemischen Erzeugnissen mit 8 Mio. Euro sowie J62 Erbringung von IT-Dienstleistungen mit 5 Mio. Euro (siehe Bogen "2. GAR-Sektorinformationen - Basis Umsatz"). Die höchste taxonomiekonforme Risikopositionen für das Umweltziel 1 und auf Gesamtebene weist der NACE-Code M70.1 Verw. u. Führung v. Unternehmen u. Betrieben mit 3 Mio. Euro. Für das Umweltziel 2 hatten nur sehr wenige Nicht-Finanzunternehmen entsprechende Informationen veröffentlicht. Dass die Gesamtkennzahl determinierende Umweltziel ist daher für 2023 noch das Umweltziel 1 (Klimaschutz).

Ein Vergleich zwischen dem Meldebogen auf Basis CapEx mit dem Meldebogen auf Basis Umsatz (Turnover) zeigt, dass tendenziell die Quote der ökologisch nachhaltigen Investitionsausgaben systematisch höher ist als die Quoten der ökologisch nachhaltigen Unternehmensumsätze. Dies könnte darauf hindeuten, dass bei Neuinvestitionen Nicht-Finanzunternehmen eher in neue ökologisch nachhaltige Projekte investieren, während der Gesamtinvestitionsbestand (alte und neue Investitionen), welcher ursächlich für die erzielbaren Unternehmensumsätze ist, auch noch große Anteile von nicht ökologisch nachhaltigen Vermögenswerten enthält.

1.7. Berichtsbogen - Tätigkeiten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas

Dieser Berichtsbogen enthält grundsätzlich Angaben darüber, ob berichtende Unternehmen Wirtschaftstätigkeiten im Bereich der Kernenergie oder des fossilen Gases nachgehen.

Darunter zählen u. a. der Bau oder Betrieb von Kraftwerken und Anlagen zur Stromerzeugung mittels Kernkraft oder der Verfeuerung von fossilem Gas. Dazu zählt aber auch die Finanzierung oder das Halten von Risikopositionen in diesen Wirtschaftstätigkeiten. Durch das Halten von Risikopositionen in diesen Bereichen, z. B. mittels Inhaberschuldverschreibung oder Eigenkapitalanteilen von Unternehmen, die diesen Wirtschaftstätigkeiten nachgehen, müssen die Angaben dieser Unternehmen auch auf die Angaben des berichtenden Kreditinstituts übertragen werden. Die Kreditinstitute sind damit indirekt investiert. Der Berichtsbogen enthält sechs Fragestellungen, die jeweils mit JA oder NEIN zu beantworten sind. Allgemeine Darlehen an nachhaltigkeitsberichtspflichtige Unternehmen oder gehaltene Inhaberschuldverschreibungen sowie Aktien von nachhaltigkeitsberichtspflichtigen Unternehmen, die in ihrer Berichterstattung die einzelnen Fragen bejaht haben, führen beim berichtenden Kreditinstitut damit automatisch auch zu einer Bejahung der jeweiligen Fragestellung, unabhängig davon wie hoch der dem Kreditinstitut indirekt zurechenbare Anteil an der Wirtschaftstätigkeit ist. Kreditinstitute haben häufig größere Bestände an verschiedenen direkt gehaltenen Fremd- und Eigenkapitalanteilen von einer Vielzahl von Unternehmen. Die Zahl der zuzuordnen Fremd- und Eigenkapitalanteile erhöht sich nochmals durch indirekt gehaltene Fremd- oder Eigenkapitalanteile mittels allgemeinen Publikums- oder Spezialfonds. Es ist daher möglich, das Finanzunternehmen aufgrund ihres breit diversifizierten Anlageportfolios in diesem Berichtsbogen Fragen bejahen.

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau hat vier der sechs Fragen zu den Wirtschaftstätigkeiten zu bejahen. Im Bereich der Kernenergie kommen die JA-Angaben ausschließlich aufgrund des durchgeschauten Anlageportfolios bzw. der allgemeinen Darlehen an nachhaltigkeitsberichtspflichtige Unternehmen zu Stande, die diese Fragen selbst bejaht haben. Direkte zweckgebundene Finanzierungen im Bereich der Kernenergie existieren nicht.

Im Bereich des fossilen Gases kommen die JA-Angaben auch nur aufgrund des durchgeschauten Anlageportfolios bzw. der allgemeinen Darlehen an nachhaltigkeitsberichtspflichtige Unternehmen zu Stande, die diese Fragen selbst bejaht haben. Direkte zweckgebundene Finanzierungen im Bereich des fossilen Gases existieren nicht.

Für die Ermittlung der JA-Angaben auf Basis der Unternehmensangaben wurde auf die zuvor bereits erwähnte zentrale Stammdatenliste zurückgegriffen. Insgesamt lässt sich feststellen, dass für 2022 erst wenige Dutzend Unternehmen Angaben zu diesem Meldebogen gemacht haben. Im Wesentlichen haben Energieerzeuger bzw. Finanzunternehmen entsprechende Angaben veröffentlicht. Aufgrund noch fehlender quantitativer Unternehmensangaben (aus den jeweiligen Geschäftsberichten der Unternehmen von 2022) bzgl. der restlichen Meldebögen zu den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas und keiner direkt von der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau begebenen zweckgebundenen Finanzierung, ist für das Geschäftsjahresende 2023 keine Befüllung der restlichen quantitativen Meldebögen zu Kernenergie und fossilem Gas möglich. In den kommenden Berichtsperioden wird sich die Datenlage verbessern und die einzelnen Meldebögen können voraussichtlich mit Kennzahlen befüllt durch die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau veröffentlicht werden.

2. Qualitative Angabe 2

Erläuterungen zu Art und Zielen der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten

Die Risikopositionen der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau mit denen taxonomiefähige oder taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten finanziert werden können, betreffen im Wesentlichen die Kategorie 7 "Baugewerbe und Immobilien" der in der delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 aufgeführten Wirtschaftstätigkeiten. Diese Risikopositionen bestehen im Wesentlichen gegenüber privaten Haushalten und KMU. Letzte dürfen bei der Veröffentlichung von Kennzahlen derzeit nicht berücksichtigt werden, was sich negativ auf die GAR insgesamt auswirkt. Allgemeine Risikopositionen gegenüber nachhaltigkeitsberichtspflichtigen Unternehmenskunden (z. B. allgemeine Darlehen, Inhaberschuldverschreibungen, Aktien) determinieren weitere wichtige Teile der GAR der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau. Die Art und die Ziele der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten werden dabei von den Unternehmenskunden beeinflusst, da deren KPIs lediglich in den Datenhaushalt der Sparkasse übernommen werden. Die taxonomiekonformen Risikopositionen gegenüber privaten Haushalten werden im Wesentlichen durch das Umweltziel 1 "Klimaschutz" determiniert. Dies liegt daran, dass es für die allermeisten Finanzierungsvorhaben in diesem Bereich am Wesentlichsten ist. Die taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten, welche über die allgemeinen Risikopositionen vom Unternehmenskunden übernommen werden, basieren im Wesentlichen auch auf dem Umweltziel 1. Dies liegt daran, dass die Unternehmenskunden bei der Ermittlung der Kennzahlen für das Geschäftsjahresende 2022 in den allermeisten Fällen ausschließlich die Bestimmung der Taxonomiekonformität nach Umweltziel 1 vorgenommen haben. Dies schlägt dann auch indirekt auf die Kennzahlen der Sparkasse durch. Die anderen vier Umweltziele werden erst in den kommenden Berichtsperioden Einfluss auf die GAR und die weiteren Kennzahlen der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau nehmen.

Entwicklung der Art und der Ziele der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten im Lauf der Zeit

Für die Geschäftsjahre 2021 und 2022 veröffentlichte die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau aufgrund der regulatorischen Vorgaben erste einzelne taxonomierelevante Kennzahlen. Dazu zählte eine Taxonomiefähigkeitsquote. Diese sind jedoch nicht vergleichbar mit der Taxonomiefähigkeitsquote aus dem Meldebogen "3. GAR KPI-Bestand - Basis Umsatz / Basis CapEx" vom Geschäftsjahr 2023. Die Bemessungsgrundlage für 2023 unterscheidet sich von der der Vorjahre erheblich.

Bei den bisherigen Taxonomiefähigkeitsquoten mussten Kreditinstitute die Summe der taxonomiefähigen Vermögenswerte durch die Gesamtaktiva teilen. Die Taxonomiefähigkeitsquote für 2023 hat eine andere Bemessungsgrundlage im Nenner. Von den Gesamtaktiva sind verschiedene Positionen abzuziehen. Taxonomiekonformitätsquoten werden nun erstmalig für das Geschäftsjahr 2023 veröffentlich.

Angaben über Entwicklung der Art und der Ziele der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten im Lauf der Zeit können daher erstmals sinnvoll ab dem Jahr 2025 (für Geschäftsjahr 2024) geleistet werden.

3. Qualitative Angabe 3

Beschreibung der Einhaltung der Verordnung (EU) Nr. 2020/852 in der Geschäftsstrategie des Finanzunternehmens, bei den Produktgestaltungsprozessen und der Zusammenarbeit mit Kunden und Gegenparteien

Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Geschäftsstrategie. In der Geschäftsstrategie und im täglichen Handeln bekennt sich die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau zu einer nachhaltigen Geschäftspolitik.

Die Verordnung (EU) Nr. 2020/852 (EU-Umwelttaxonomie) sowie die dazugehörigen verschiedenen delegierten Verordnungen haben für die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau eine sehr hohe Bedeutung. Denn EU-Taxonomie betrifft wesentliche Geschäftsfelder. Dazu zählen im Wesentlichen das komplette Privatkundengeschäft, die Kapitalmarktanlagen und einen kleinen Teil der Unternehmenskunden.

Darüber hinaus kann die EU-Taxonomie dazu beitragen, dass Finanzströme leichteren Zugang zu ökologisch nachhaltigen Wirtschaftstätigen finden. Aufgrund der Bedeutung der EU-Taxonomie ist es daher für die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau wichtig, das Regelwerk zukünftig noch stärker in den Fokus zu nehmen und ggf. bei der Ausgestaltung der Geschäftsstrategie, bei Produktgestaltungsprozessen und der Zusammenarbeit mit Kunden und Gegenparteien zu beachten.

4. Qualitative Angabe 4

Qualitative Angaben zur Anpassung der Handelsbestände an die Verordnung (EU) Nr. 2020/852, einschließlich der Gesamtzusammensetzung, beobachteten Trends, Ziele und Leitlinien

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau hatte zum Geschäftsjahresende keine Handelsbuchpositionen. Daher entfällt diese Berichtsposition.

5. Qualitative Angabe 5

Diese Anforderungen sind abgedeckt mit den Ausführungen in 1. und 3.

6. Beschränkungen

DelVO 2023/2485 (Umweltziele 1 und 2)

Am 21.11.2023 veröffentlichte die Europäische Kommission die Delegierte Verordnung 2023/2485. Diese erweitert die bereits definierten Wirtschaftstätigkeiten zu den Umweltzielen 1 und 2 der Delegierten Verordnung 2021/2139. Für das Umweltziel 1 wurden die Wirtschaftstätigkeiten 3.18. bis 3.21. sowie 6.18. bis 6.20. neu definiert und mit technischen Bewertungskriterien zur Bestimmung der Taxonomiekonformität unterlegt. Für das Umweltziel 2 wurden die Wirtschaftstätigkeiten 5.13., 8.4., 9.3., 14.1. und 14.2. mitsamt der technischen Bewertungskriterien ergänzt. Die Finanzunternehmen sind dazu angehalten, zum Berichtsstichtag 31.12.2023 die Taxonomiefähigkeit hinsichtlich der neu definierten Wirtschaftstätigkeiten zu berichten. Hierzu wurden zunächst zweckgebundene Vermögenswerte auf Grundlage ihrer NACE-Code-Klassifikation identifiziert, deren Verwendungszweck potentiell einer der neuen Wirtschaftstätigkeiten unter den Umweltzielen 1 oder 2 entsprechen könnte. In einem zweiten Schritt wurden die identifizierten Vermögenswerte auf Taxonomiefähigkeit untersucht.

Im Ergebnis wurden keine Vermögenswerte identifiziert, die entsprechend den neuen Wirtschaftstätigkeiten der Delegierten Verordnung 2023/2485 taxonomiefähig sind.

FAQ der EU-Kommission

Am 21.12.2023 hat die EU-Kommission ein FAQ zur EU-Taxonomie bei Finanzinstituten im Entwurf veröffentlicht. Diese werden aktuell analysiert. Anpassungen werden, falls diese notwendig sind, in 2024 umgesetzt.

Investmentfonds

Gemäß der Delegierten Verordnung 2021/2178, geändert durch die Delegierte Verordnung 2023/2486, sind innerhalb der Meldebögen die taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Vermögenswerte zu berichten. Diese Anforderung umfasst bei den Finanzunternehmen die Investmentfonds im Depot-A-Geschäft. Demzufolge ist gemäß der Delegierten Verordnung 2021/2139 die Taxonomiefähigkeit und -konformität unter den Umweltzielen 1 und 2 sowie die Taxonomiefähigkeit in Verbindung mit den neuen Wirtschaftstätigkeiten der Delegierten Verordnungen 2023/2485 und 2023/2486 zu berichten. Aufgrund der aktuell fehlenden Schnittstellen zur Übermittlung von ISIN-basierten Taxonomie-Kennzahlen, der teilweise fehlenden Verfügbarkeit Fonds-basierter Kennzahlen sowie Komplexität in der Erfassung wird auf die manuelle Nacherfassung der Investmentfonds innerhalb der Meldebögen verzichtet. Eine technische Umsetzung ist für den Berichtsstichtag 31.12.2024 geplant, sodass die taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Investmentfonds dann innerhalb der dafür vorgesehenen Positionen innerhalb der Meldebögen berichtet werden.

3.) Anhänge

Laden Sie hier ergänzende unternehmensspezifische Angaben und/oder weitere Darstellungen zu den nach der EU-Taxonomie-Verordnung zu veröffentlichenden Leistungsindikatoren (KPI) hoch.

[Im PDF-Format; z.B. Veröffentlichung von Meldebögen nach Art. 8 EU-Taxonomie-Verordnung i.V.m. der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2187.]

Kriterien 14-20 zu GESELLSCHAFT

Kriterien 14-16 zu ARBEITNEHMERBELANGEN

14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau ist nach dem Regionalprinzip der Sparkassen ausschließlich in der Region tätig. Als öffentlichrechtliches Kreditinstitut unterliegt die Sparkasse dem "Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst - Bereich Sparkassen", in dem Gehälter, Arbeitszeiten und weitere Arbeitsbedingungen geregelt sind.

In Form von Dienstvereinbarungen und Arbeitsanweisungen werden u. a. Arbeitsbedingungen, betriebliche soziale Leistungen, Umgang mit variablen Arbeitszeiten sowie Verhaltensrichtlinien und allgemeine Bestimmungen (z. B. zur Nutzung von Internet) geregelt.

Die Abteilung Personal ist dem Ressort des Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau zugeordnet. In dieser Funktion ist die Geschäftsleitung in Personalangelegenheiten, die durch die Personalabteilung wahrgenommen bzw. umgesetzt werden, eingebunden.

Entsprechend der Vorgaben des Bayerischen Personalvertretungsgesetzes ist die Beteiligung und Mitbestimmung der Beschäftigten gewährleistet. Der Personalrat sichert die Einbindung der Mitarbeitenden in Entscheidungen durch das gesetzliche Mitbestimmungs-, Mitwirkungs- und Informationsrecht in einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zu. Die Interessen unserer Beschäftigten werden außerdem durch die Jugend- und Auszubildendenvertretung sowie der Schwerbehindertenvertretung aktiv vertreten.

Die Beteiligung unserer Mitarbeitenden und deren Rechte sind darüber hinaus fest in unserer Unternehmenskultur verankert und werden u. a. in den Unternehmensleitlinien (Das "www" der Sparkasse) definiert. Das "www" der Sparkasse greift konkrete Erwartungen, Verpflichtungen und Rechte im Hinblick auf Leistung, Zusammenarbeit, Arbeitsplatzbedingungen, Vertrieb, unternehmerisches Denken, Geschäftsphilosophie und Führungsverhalten auf. Über die betriebliche Mitbestimmung hinaus kann jeder Beschäftigte sich aktiv an der Entwicklung der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau, auch in Bezug auf Nachhaltigkeitsthemen, beteiligen.

Möglichkeiten ergeben sich in direkten Gesprächen mit den verantwortlichen Führungskräften und Fachbereichen, das innerbetriebliche Vorschlagswesen sowie das 2018 eingeführte Format "Sparkasse im Dialog", bei dem der direkte Austausch zwischen Mitarbeitenden und Vorstand möglich ist.

Die strategische Ausrichtung sind in den Leitlinien des Personalmanagements zusammengefasst. In diesen Leitlinien formuliert die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau entlang von acht Elementen den Rahmen für aktuelle und zukünftige personalpolitische Maßnahmen. Diese Elemente sind:

Personalplanung

Personalgewinnung

Personaleinsatz

Beurteilung

Personalentwicklung

Anreizsysteme

Austrittsmanagement

Führung

Ergänzend beschreiben die Führungsleitlinien die Aufgaben und Erwartungen an die Führungskräfte der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau, die mit ihrem Handeln die Entwicklung ihrer Mitarbeitenden und damit das Erreichen der geschäftspolitischen Ziele der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau beeinflussen.

Ziel der Sparkasse ist es, ein auf Dauer angelegtes Beschäftigungsverhältnis mit ihren Angestellten zu erreichen. Aus diesem Grund betreibt die Sparkasse eine langfristig orientierte Personalpolitik. Die Stärkung der Zufriedenheit, Motivation und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten gehört zu den wesentlichen Aufgaben einer nachhaltigen Personalarbeit. Die Anwendung des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst stärkt die Arbeitnehmerrechte über die Gesetzeslage hinaus. Ein Managementkonzept für den Schutz der Arbeitnehmerrechte liegt aus diesem Grund nicht vor. Dementsprechend können im Zusammenhang mit Arbeitnehmerrechten keine Ziele mit Zeitbezug erfasst werden, die intern geprüft werden.

Die Beteiligung der Mitarbeitenden wird u. a. durch die Durchführung einer Mitarbeiterbefragung forciert. Ziel der Befragung ist es, Handlungsfelder zu erkennen, um ggf. Maßnahmen zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit ergreifen zu können. Die umfassende Befragung enthält u. a. Themen wie die allgemeine Zufriedenheit, Betriebsklima, Digitalisierung, Weiterbildungschancen und Karriere, Zusammenarbeit in der Sparkasse, Information und Kommunikation u. v. m.

Die letzte Mitarbeiterbefragung wurde im Jahr 2018 durchgeführt, eine weitere ist zu einem noch zu bestimmenden Zeitpunkt nach Abschluss der Fusion geplant. Im Auftrag des Vorstandes wurde durch die Personalabteilung der Kommunikationsprozess in allen Fachbereichen begleitet und konkrete Umsetzungsmaßnahmen definiert. Seitens des Vorstandes wurde das Thema Kommunikation aufgegriffen und im Format "Sparkasse im Dialog" z. B. in Dialogabenden bzw. der Sprechstunde umgesetzt. Diese Maßnahmen wurden auch erfolgreich im Jahr 2023 weitergeführt und werden durch die Mitarbeitenden der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau rege genutzt.

Im Rahmen der jährlichen Unternehmensplanung wird die Personalplanung und Personalentwicklungsplanung vom Vorstand beschlossen und von den verantwortlichen Fachbereichen mit entsprechenden operativen Maßnahmen umgesetzt. Der Umsetzungsstand und die Zielerreichung werden in regelmäßigen Abständen der Geschäftsleitung transparent dargelegt. Diese initiiert bei Bedarf konzeptionelle Überarbeitungen unter Einbindung der Fachbereiche.

Im Rahmen der Risikoinventur, der Nachhaltigkeitsinventur und der Überprüfungen der Risikolandkarte (vgl. Kriterium 6) wurden keine wesentlichen Risiken bzw. nur eine geringe Anfälligkeit für Nachhaltigkeitsrisiken in Bezug auf Arbeitnehmerrechte, die mit der Geschäftstätigkeit und -beziehung, Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind, identifiziert.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Für die Sparkasse als öffentlichrechtliches Kreditinstitut ist die Gleichbehandlung aller Beschäftigten unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion oder Nationalität eine Selbstverständlichkeit. Wir erfüllen die Anforderungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) umfassend.

Gemäß den Vorgaben des BayGlG (Bayerisches Gleichstellungsgesetz) erstellt die Sparkasse alle fünf Jahre ein Gleichstellungskonzept. Letztmals wurde dieses für das Berichtsjahr 2019 erstellt. Nach halber Laufzeit besteht gemäß dem BayGIG die Verpflichtung, eine tabellarische Datenübersicht über die Anteile von Frauen und Männern bei Voll- und Teilzeittätigkeit, Einstellung, Beförderung sowie Höhergruppierung zu erstellen. Dieser Pflicht ist die Sparkasse im Jahr 2022 nachgekommen. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Zwischenberichtes lag der Anteil der weiblichen Mitarbeiterinnen bei der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau bei ca. 67% und damit über dem Schnitt der bayerischen Sparkassen (62%). Auf der Grundlage der geltenden tariflichen Bestimmungen werden Männer und Frauen in der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau für gleiche Tätigkeiten grundsätzlich gleich vergütet. Insgesamt kommt die Sparkasse im Gleichstellungskonzept 2019 und dem Zwischenbericht 2022 zu der Einschätzung, dass die Gleichstellung im Unternehmen sichergestellt ist. Im Konzept ist das Ziel definiert, die Gleichstellung von Frauen und Männern auch zukünftig zu sichern bzw. zu verbessern. Zu diesem Zweck sind u. a. folgende Maßnahmen angedacht:

Gezielte Ansprache bzw. Unterstützung potenzieller weiblicher Führungskräfte

Prüfung ob Vakanzen im Jobsharing-Modell besetzt werden können

Vereinbarkeit von Familie & Beruf stärken

Frühzeitige Personalplanungsgespräche mit Rückkehrern aus der Elternzeit

Tiefergehende, insbesondere quantitative Ziele sind derzeit nicht definiert. Die Überprüfung des Gleichstellungskonzeptes und damit der der qualitativen Ziele und der angedachten Maßnahmen erfolgt nach 2,5 Jahren (Aktualisierung des Berichtes) bzw. 5 Jahren (Neuerstellung des Konzeptes).

Dem Vorstand der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau gehörten bis zum 30.06.2023 eine Frau und zwei Männer an. Seit dem 01.07.2023 besteht der Vorstand aus zwei Männern. Ergänzt wird der Vorstand durch zwei stellvertretende Vorstandsmitglieder (eine Frau und ein Mann). Die Altersstruktur des Vorstands ist, wie bei allen Kreditinstituten, durch gesetzliche Anforderungen geprägt. Die Zulassung als Vorstand ist von beruflichen Qualifikationsnachweisen abhängig und setzt eine Mindestzahl von Berufsjahren voraus. Im Kontrollorgan Verwaltungsrat ist derzeit kein weibliches Mitglied. Von den Mitgliedern der Verbandsversammlung des Sparkassenzweckverbands sind 21 Prozent (Vorjahr: 21) weiblich. Die Sparkasse hat keine feste Quote weiblicher Mitglieder in ihren Aufsichtsorganen definiert. Da sich deren Besetzung aus sparkassenrechtlichen Vorgaben ergeben, besteht hierzu keine Möglichkeit.

In der Sparkasse arbeiten Menschen aus unterschiedlichen Generationen, mit unterschiedlichen Qualifikationen, Lebensentwürfen oder kulturellen Hintergründen. Von ihren breit gefächerten Potenzialen können wir als Sparkasse profitieren. Die Anerkennung und Förderung unterschiedlicher Talente und Qualifikationen ist eine wichtige Ressource für innovatives und zukunftsgerichtetes unternehmerisches Handeln.

Eine familienfreundliche Personalpolitik ist im Rahmen der Möglichkeiten ein wichtiges Anliegen der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau. Dazu gehört auch, dass wir in der Sparkasse eine Kultur der Kollegialität fördern, in der die Rücksichtnahme auf familiäre Erfordernisse ein Teil einer teamorientierten Arbeitsorganisation ist. Die dafür notwendigen Rahmenbedingungen schafft die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau durch flexible Arbeitszeitregelungen, Teilzeitarbeit und Jobsharing. Im Jahr 2023 betrug der Anteil der Mitarbeitenden mit Teilzeitbeschäftigung 44,71 Prozent (Vorjahr: 42,29). Zudem bietet die Sparkasse umfassende Möglichkeiten für das mobile Arbeiten. Die Regelungen hierfür wurden in der Dienstvereinbarung Mobiles Arbeiten definiert. Mit der flächendeckenden Einführung des Video-/Beraterchats unseres IT-Dienstleisters ist eine Integration der Online-Beratung in die bankfachlichen Prozesse erfolgt. Im Zuge dieser Einführung wurden alle Beraterinnen und Berater mit mobilen Endgeräten ausgestattet, um auch diesem Teil der Mitarbeiter das mobile Arbeiten zu ermöglichen.

Im Jahr 2022 wurde das Konzept des Gesundheitsmanagement in der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau auf neue Beine gestellt. Im neuen Betrieblichen Gesundheitsmanagement engagiert sich ein Team aus mehreren Mitarbeitern für die gesundheitlichen Belange der Sparkassenbelegschaft. Zusätzlich zu den gesetzlich verankerten bzw. freiwilligen Leistungen wie z.B. Betriebliches Eingliederungsmanagement, betriebsärztliche Betreuung, Betriebssportgemeinschaft, ergonomische Arbeitsplätze und Arbeitsschutz/ Betriebssicherheit wurden Aktionen und Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit unserer Mitarbeitenden organisiert. Beispielhaft ist hier das Verpflegungskonzept der betriebseigenen Cafeteria zu nennen, die den Speiseplan mit gesunden und bewussten Gerichten ergänzt hat. Nachdem das Angebot aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich reduziert werden musste oder nur digital stattfinden konnte, wurden die Aktivitäten 2023 deutlich ausgeweitet und u. a. im Rahmen zweier Gesundheitstage aktiv kommuniziert.

Im Jahr 2023 sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie nahezu vollständig abgeklungen. Die Möglichkeiten des mobilen Arbeitens bzw. des Wechsels von Präsenzterminen auf Online-Meetings werden in der Gesamtbank weiterhin situativ in Anspruch genommen. Aufgrund der guten Erfahrungen aus den vergangenen Pandemiejahren und aus nachhaltigen Gesichtspunkten werden auch zukünftig eine Vielzahl an betriebsinternen und externen Meetings und Weiterbildungen online angeboten. Durch den flächendeckenden Einsatz von Technik für Online- und Video-Beratung werden auch weiterhin die Kontakte mit Kundinnen und Kunden reduziert, ohne die Beratungsintensität und die persönliche Betreuung zu vernachlässigen.

Die Sicherheit am Arbeitsplatz stellt die Sparkasse durch die Umsetzung der Vorgaben nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) sicher. Die Anzahl der krankheitsbedingten Abwesenheitstage im Berichtsjahr lag bei durchschnittlich 12 Tagen (Vorjahr: 15).

Im Rahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagementes (BEM) können Mitarbeitende nach lang andauernden Erkrankungen mit gezielten, unterstützenden Maßnahmen langsam wieder in den Arbeitsalltag integriert werden. Von diesem Angebot machten im Jahr 2023 keine Mitarbeitenden (Vorjahr: 5) Gebrauch. In persönlichen Gesprächen konnten i.d.R. erfolgreich Lösungen im Interesse der Beschäftigten und der Sparkasse gefunden werden.

Im Jahr 2021 wurde der betriebliche Pflegelotse in der Sparkasse eingeführt. Der zertifizierte Pflegelotse bietet Mitarbeitenden Information und Beratung zum Thema Pflege und gibt Orientierung, wie Mitarbeitende sich im Pflegefall eines Angehörigen verhalten können. Das kostenfreie und vertrauliche Angebot erweitert das Angebot im betrieblichen Gesundheitsmanagement und wurde 2023 insgesamt neun Mal (Vorjahr: 19) in Anspruch genommen.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Wir legen Wert auf gut ausgebildete Beschäftigte und fördern das lebenslange Lernen sowie die Weiterentwicklung der persönlichen Fähigkeiten. Die Bewältigung der durch den Werte- und Kulturwandel, die demografische Entwicklung, die Digitalisierung und die Nachhaltigkeit ausgelösten Transformationsprozesse hat für uns als Sparkasse oberste Priorität.

In die Weiterbildung ihrer aktiv beschäftigten Mitarbeitenden (exkl. Auszubildende) hat die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau 2023 rund 394.928 Euro (Vorjahr: 303.700) investiert.

Insgesamt wurden 2.289 Weiterbildungstage (Vorjahr: 1.794 Tage) absolviert. Auch nach der Corona-Pandemie fanden Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen - je nach Thema - vermehrt in digitaler Form statt. Dies hat den Vorteil, dass Fahrzeiten zu Präsenzveranstaltungen entfallen und damit Ressourcen geschont werden.

In Zusammenarbeit mit Partnern, überwiegend aus der Sparkassen-Finanzgruppe, bietet die Sparkasse ein breites Spektrum an Weiterbildungsangeboten. Hierdurch eröffnen sich den Mitarbeitenden langfristige berufliche Perspektiven sowohl in den Fach- als auch in den Führungsebenen.

Im Jahr 2023 waren 38 Auszubildende (Vorjahr: 35) bei der Sparkasse beschäftigt, darunter ein Informatikkaufmann und zwei duale Studenten. Die Ausbildungsquote der Sparkasse beläuft sich im Jahr 2023 auf 5,0 Prozent (Vorjahr: 4,81). Ziel ist es, möglichst viele Auszubildende nach ihrer erfolgreichen Abschlussprüfung in ein Beschäftigungsverhältnis zu übernehmen - 2023 waren dies 100 Prozent (Vorjahr: 72,73). Seit mehreren Jahren qualifiziert die Sparkasse Abiturienten im Rahmen eines dualen Studiums für eine berufliche Karriere. Für den Ausbildungsstart 01.09.2024 plant die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau mit drei dualen Studenten, die in Kooperation mit der DHBW Mosbach den Abschluss "Bachelor of Arts" anstreben. Nach der Ausbildung bieten wir den Nachwuchskräften die Weiterbildung zum Sparkassenfachwirt und anschließend zum Sparkassenbetriebswirt an den Sparkassenakademien an. Für die Übernahme qualifizierter Aufgaben oder Führungsverantwortung fördern wir Potenzialträger mit der Weiterbildung zum Bachelor of Arts an der Hochschule der S-Finanzgruppe. Leistungsstarke Bachelor-Absolventen können ein Studium zum Master of Business Administration anschließen, welches für obere Führungsaufgaben qualifiziert.

Die Personalentwicklungskonzeption der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau enthält ein strategieorientiertes und systematisches Personalentwicklungskonzept, das in der Sparkasse bekannt ist und ein zielgerichtetes und ausreichendes Angebot an Weiterbildungsmaßnahmen am Arbeitsplatz ("on the job") und in Seminaren ("off the job") umfasst. Primärer Partner für Personalentwicklung sind die Sparkassenakademien. Ein Trend im Bereich der Aufstiegsweiterbildung ist in den letzten Jahren zu erkennen: Nachwuchskräfte tendieren zu nicht sparkassenspezifischen Qualifikationen, um sich für das Berufsleben generalistisch aufzustellen. Die Sparkasse überprüft im Rahmen der Personalentwicklungskonzeption regelmäßig das eigene Weiterbildungsangebot und nimmt bei Bedarf Anpassungen vor. Im Jahr 2023 wurde die Seminarreihe zum Thema "Nachhaltigkeit" für Beratende der Abteilung Unternehmenskunden abgeschlossen. Für 2024 sind weitere Weiterbildungsmaßnahmen zum Thema "Nachhaltigkeit" in der Seminarplanung verankert, u. a. das Zertifikatsprogramm "Sustainable Finance" und die Qualifizierung eines Mitarbeitenden zum Nachhaltigkeitsmanager (m/w/d).

Die Führungskräfte übernehmen die Rolle des ersten Personalentwicklers vor Ort (erkennen, initiieren, begleiten und fördern). Dazu werden u. a. turnusmäßige Mitarbeitergespräche und Transfergespräche nach Weiterbildungsmaßnahmen geführt. In der Führungskonzeption der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau ist verankert, dass die Führungskompetenzen regelmäßig mit Schulungsmaßnahmen erweitert werden.

Für Potenzialträger gibt es Personalentwicklungspläne, die sowohl den geschäftspolitischen Bedarf der Sparkasse als auch die individuellen Karriereziele der Mitarbeitenden berücksichtigen. Die Personalentwicklungsmaßnahmen werden auf Wirksamkeit überprüft.

Im Rahmen der Risikoinventur, der Nachhaltigkeitsinventur und der Überprüfungen der Risikolandkarte (vgl. Kriterium 6) wurden keine wesentlichen Risiken bzw. nur eine geringe Anfälligkeit für Nachhaltigkeitsrisiken in Bezug auf die Qualifizierung der Mitarbeitenden, die mit der Geschäftstätigkeit und -beziehung, Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind, identifiziert.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator EFFAS S03-01

Altersstruktur und -Verteilung (Anzahl VZÄ nach Altersgruppen).

Altersstruktur der aktiven Mitarbeitenden (inklusive Auszubildende) der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau:

unter 20: 29 Mitarbeiter/-innen (davon 0 Teilzeitkräfte)

20 bis unter 30: 107 Mitarbeiter/-innen (davon 7 Teilzeitkräfte) (Vorjahr: 119 Mitarbeiter/-innen (davon 3 Teilzeitkräfte))

30 bis unter 40: 86 Mitarbeiter/-innen (davon 13 Teilzeitkräfte) (Vorjahr: 84 Mitarbeiter/-innen (davon 12 Teilzeitkräfte))

40 bis unter 50: 123 Mitarbeiter/-innen (davon 43 Teilzeitkräfte) (Vorjahr: 139 Mitarbeiter/-innen (davon 47 Teilzeitkräfte))

50 bis unter 55: 98 Mitarbeiter/-innen (davon 45 Teilzeitkräfte) (Vorjahr: 93 Mitarbeiter/-innen (davon 45 Teilzeitkräfte))

55 bis unter 60: 101 Mitarbeiter/-innen (davon 42 Teilzeitkräfte) (Vorjahr: 90 Mitarbeiter/-innen (davon 37 Teilzeitkräfte))

60 und älter: 63 Mitarbeiter/-innen (davon 17 Teilzeitkräfte) (Vorjahr: 64 Mitarbeiter/-innen (davon 14 Teilzeitkräfte))

Leistungsindikator EFFAS S10-01

Anteil weiblicher Mitarbeitenden an der Gesamtzahl der Mitarbeitenden.

Geschlechterverteilung der aktiven Mitarbeitenden (inklusive Auszubildende) der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau:

weibliche Mitarbeiterinnen: 366 Mitarbeiter/-innen (davon 154 Teilzeitkräfte) (Vorjahr: 368 (davon 148 Teilzeitkräfte))

männliche Mitarbeiter: 241 Mitarbeiter/-innen (davon 11 Teilzeitkräfte) (Vorjahr: 247 (davon 11 Teilzeitkräfte))

Anteil weiblicher Mitarbeiterinnen an Gesamtmitarbeiterzahl = (Vorjahr: 60,30 %)

Anteil weiblicher Mitarbeiterinnen an der Anzahl an Teilzeitkräften = (Vorjahr: 93,33 %)

Leistungsindikator EFFAS S10-02

Anteil weiblicher VZÄ in Führungspositionen im Verhältnis zu gesamten VZÄ in Führungspositionen.

weibliche Mitarbeiterinnen in Führungspositionen gesamt =15 (Vorjahr: 18)

Gesamtzahl Mitarbeiter in Führungspositionen = 86 (Vorjahr: 91)

Anteil weiblicher Mitarbeiterinnen in Führungspositionen = 17,44 % (Vorjahr: 19,78%)

Leistungsindikator EFFAS S02-02

Durchschnittliche Ausgaben für Weiterbildung pro VZÄ pro Jahr.

Durchschnittliche Weiterbildungskosten: ca. 500 Euro pro aktivem Mitarbeitenden (Vorjahr: 494).

Kriterium 17 zu MENSCHENRECHTEN

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Für die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau gehören die Achtung der Menschenrechte und die Verhinderung von Zwangs- und Kinderarbeit zu ihrem Selbstverständnis. Unsere Geschäftstätigkeit unterliegt deutschem und europäischem Recht. Die Achtung der Menschenrechte ist im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert. Deutschland ist Vertragsstaat der wichtigen Menschenrechtsabkommen der UN und ihrer Zusatzprotokolle (Zivilpakt, Sozialpakt, Anti-Rassismus-Konvention, Frauenrechtskonvention, Anti-Folter-Konvention, Kinderrechtskonvention, Behindertenrechtskonvention, Konvention gegen Verschwindenlassen).

Als öffentlichrechtliches Kreditinstitut unterliegen wir den Tarifbestimmungen des öffentlichen Dienstes. Bei der Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen legen wir Wert auf die Einbindung ortsansässiger oder regionaler kleiner und mittlerer Unternehmen bzw. Anbieter.

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau erwartet, dass Lieferanten und Dienstleister ökonomische, ökologische, ethische und soziale Mindestanforderungen erfüllen. Von unseren Lieferanten und Dienstleistern erwarten wir, dass diese ihrerseits bei ihren Vertragspartnern darauf achten, dass diese Mindestanforderungen eingehalten werden. Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau erwartet, dass Lieferanten bzw. Dienstleister die jeweils geltenden gesetzlichen nationalen Normen und internationalen Standards wahren und achten. Im Jahr 2021 wurde eine Lieferantenrichtlinie eingeführt (siehe Kriterium 4).

Ziel der Sparkasse ist die Vermeidung von Verstößen jeglicher Art gegen die Grundsätze der Menschenrechte. Das Handeln der Sparkasse orientiert sich an den Grundprinzipien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)

Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen

Beseitigung der Zwangsarbeit

Abschaffung der Kinderarbeit

Verbot der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf

Aufgrund unseres regionalen Geschäftsmodells verfolgen wir kein darüber hinausgehendes Konzept zu Menschenrechten. Etwaigen Verstößen, auch außerhalb der u. a. jährlichen Risikoanalyse gehen wir bei Bekanntwerden selbstverständlich unverzüglich nach. Dies war im Berichtsjahr nicht der Fall, so dass das o. a. Ziel der Sparkasse vollumfänglich erreicht wurde.

Im Rahmen der Risikoinventur, der Nachhaltigkeitsinventur und der Überprüfungen der Risikolandkarte (vgl. Kriterium 6) wurden keine wesentlichen Risiken bzw. nur eine geringe Anfälligkeit für Nachhaltigkeitsrisiken in Bezug auf Menschenrechte, die mit der Geschäftstätigkeit und -beziehung, Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind, identifiziert.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator EFFAS S07-02 II

Prozentsätze alle Einrichtungen, die nach SA 8000 zertifiziert sind.

Eine Zertifizierung nach SA 8000 ist bisher nicht beantragt worden, da diese sich in erster Linie für international tätige Unternehmen sowie Zulieferer von Produkten und Handelsketten eignet. Diese Kriterien sind auf die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau nicht zutreffend.

Kriterium 18 zu SOZIALES/GEMEINWESEN

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Das Ziel der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau ist es, durch ihre Geschäftstätigkeit das Gemeinwesen in der Region positiv zu beeinflussen. Dabei orientiert sich die Sparkasse insbesondere an ihrem in Sparkassengesetz und Sparkassenordnung definierten öffentlichen Auftrag. Diesen erfüllt die Sparkasse in vielfältiger Art und Weise:

Unsere Geschäftstätigkeit sowie auch die daraus erwirtschafteten Erträge kommen der Gesellschaft in der Region zugute. Als Arbeitgeber und Auftraggeber für die heimische Wirtschaft haben wir im Jahr 2023 eine Wertschöpfung von rund 25,34 Mio. Euro (Nettolohnsumme 23,6 Mio. Euro, Bau- und Investitionsvolumen 1,74 Mio. Euro) in unserem Geschäftsgebiet realisiert (Vorjahr: Wertschöpfung 23,75 Mio. Euro / Nettolohnsumme 22,0 Mio. Euro / Bau- und Investitionsvolumen 1,75 Mio. Euro).

Mit vielfältigen gesellschaftlichen Initiativen engagiert sich die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau finanziell, inhaltlich und personell für die erfolgreiche Entwicklung im Geschäftsgebiet. 2023 hat die Sparkasse Aschaffenburg Alzenau 536 Projekte (Vorjahr: 416) aus den Bereichen Kunst und Kultur, Wissenschaft und Bildung, Sport, Umwelt und Soziales mit einem Gesamtvolumen von 617.037,00 Euro (Vorjahr: 569.666,07) in Form von Spenden und Sponsoring unterstützt. Gemeinwohlorientierung ist Teil der geschäftspolitischen Ausrichtung der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau. Aus diesem Grund ermutigt die Sparkasse ihre Mitarbeitenden, sich ehrenamtlich für die Gesellschaft zu engagieren. Bereits zum vierten Mal hat die Sparkasse 2023 die Aktion "Ehrenamt ist Ehrensache" durchgeführt. Zur Stärkung des Ehrenamtes unterstützte die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau dabei 116 Mitarbeitende, die sich ehrenamtlich in Vereinen oder Institutionen engagieren, mit einem Spendenvolumen von insgesamt 58.000 Euro und stärkte so das Ehrenamt.

Mit der Spendenaktion ideenfürmorgen prämierte die Sparkasse Projekte, die sich auf die Themen Umwelt- und Klimaschutz fokussieren. Im Rahmen der Aktion wurden insgesamt 50.000 Euro für ausgewählte nachhaltige Projekte ausgeschüttet.

Als öffentlichrechtliches Kreditinstitut ist es die Aufgabe der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau, allen Bevölkerungskreisen den Zugang zu modernen Bankdienstleistungen zu eröffnen. Mit der Führung von Guthabenkonten und Basiskonten ermöglichen wir es jedem Verbraucher, unabhängig von persönlicher Situation, Nationalität, Einkommen und Alter, ein Girokonto zu führen und damit am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilzunehmen. Von 137.917 Privatgirokonten (Vorjahr: 135.846) wurden im Berichtsjahr 10.052 als Guthaben-, Basis- und Pfändungsschutzkonten (Vorjahr: 10.008) geführt. Ihrem öffentlichen Auftrag kommt die Sparkasse auch in der Form nach, in dem sie aktiv Menschen unterstützt, die aus anderen Kulturkreisen geflüchtet sind.

Wettbewerb in der Kreditwirtschaft kommt Verbrauchern und Unternehmen zugute. Die Sicherstellung des Zugangs zu Finanzdienstleistungen für alle Menschen in der Region ist Teil unseres Auftrags, den wir umfassend erfüllen. Wir bieten hochwertige Leistungen zu marktgerechten Preisen und sind mit 37 Filialen im gesamten Geschäftsgebiet persönlich erreichbar. Zudem bieten wir mit unserem Service-Center direkte Unterstützung für unsere Kundinnen und Kunden per Telefon und Chat. Ergänzt wird das persönliche Angebot durch die 2018 eröffnete Medi@le Filiale (Privatkunden) sowie das 2021 eröffnete BusinessCenter (Geschäftskunden). In diesen können Kundinnen und Kunden mittels moderner Screen-Sharing-Technologie individuelle Beratungstermine am PC, Tablet oder Smartphone durchführen. Persönliche Nähe aufrecht zu erhalten, bedeutet angesichts der steigenden Digitalisierung jedoch mehr, als Geschäftsstellen zu betreiben. Viele einfache Bankgeschäfte lassen sich inzwischen gut und schnell im Netz erledigen. 116.215 Kundinnen und Kunden (Vorjahr: 110.951) nutzen unser Online- bzw. Mobile Banking. Wer in die Geschäftsstelle kommt, sucht dort vor allem sehr qualifizierte Beratung. Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau passt deshalb bei Bedarf das Geschäftsstellennetz diesen veränderten Kundenbedürfnissen an und schafft im Hinblick auf Beratungsmöglichkeiten und -qualität deutlich aufgewertete Standorte.

Die Führung der Geschäfte ist die Aufgabe des Vorstandes. Ziel ist die Einhaltung des öffentlichen Auftrages gem. Sparkassenordnung auf der Grundlage der Markt- und Wettbewerbserfordernisse für ihren Geschäftsbezirk den Wettbewerb zu stärken und die angemessene und ausreichende Versorgung aller Bevölkerungskreise, der Wirtschaft, insbesondere des Mittelstands, und der öffentlichen Hand mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen auch in der Fläche sicherzustellen. Die Sparkasse unterstützt damit die Aufgabenerfüllung der Kommunen im wirtschaftlichen, regionalpolitischen, sozialen und kulturellen Bereich. Konkrete Maßnahmen zur Erfüllung dieses Ziels werden auf Basis der strategischen Planung in der jährlichen Unternehmensplanung operationalisiert. Anhand von regelmäßigen Reportings werden beispielsweise die Entwicklung der Girokonten, der Ausleihungen und der Spenden- und Sponsoringleistungen berichtet und falls notwendig Maßnahmen durch die Fachbereiche initiiert.

Im Rahmen der Risikoinventur, der Nachhaltigkeitsinventur und der Überprüfungen der Risikolandkarte (vgl. Kriterium 6) wurden keine wesentlichen Risiken bzw. nur eine geringe Anfälligkeit für Nachhaltigkeitsrisiken in Bezug Gemeinwesen, die mit der Geschäftstätigkeit und -beziehung, Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind, identifiziert. Durch den im Sparkassengesetz und Sparkassenordnung definierten öffentlichen Auftrag ergibt sich der positive Beitrag zur Sparkasse zum Gemeinwesen. Ein Managementkonzept liegt aus diesem Grund nicht vor. Dementsprechend können im Zusammenhang mit dem Kriterium Soziales/Gemeinwesen keine Ziele mit Zeitbezug erfasst werden, die intern geprüft werden.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Kriterien 19-20 zu COMPLIANCE

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau ist Mitglied im Sparkassenverband Bayern und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband e.V. angeschlossen. Der DSGV vertritt die Interessen der Sparkassen-Finanzgruppe in bankpolitischen, kreditwirtschaftlichen und aufsichtsrechtlichen Fragen gegenüber den Institutionen des Bundes und der Europäischen Union. Der DSGV organisiert die Willensbildung innerhalb der Gruppe und koordiniert bei Bedarf Eingaben zu Gesetzgebungsverfahren. Zahlreiche abgeschlossene und weitere laufende Gesetzgebungsverfahren haben bereits oder werden in Zukunft Auswirkungen für die Sparkasse entfalten.

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau unterliegt allen für die Finanzdienstleistungsbranche relevanten gesetzlichen Regelungen (unter anderem CRR, KWG, WpHG, GWG, MIFID II, PSD II, EU-Datenschutzgrundverordnung). Darüber hinaus unterliegt sie speziell in Bayern dem bayerischen Sparkassen- und Landesrecht (z.B. SpkG, SpkO).

Wir fördern den Mittelstand und sind traditionell fest in unserer Region verwurzelt. Wir fördern kontinuierlich die Entwicklung von Wirtschaft, Gesellschaft und Lebensqualität in Stadt und Landkreis. Dazu stellen wir verlässlich Fördermittel für gemeinnützige Zwecke in der Region bereit. An Parteien und Politiker werden keine Spenden getätigt.

Aufgrund der Geschäftsorganisation der Sparkasse, den geltenden rechtlichen Regelungen und den vorhandenen Berichts- und Dokumentationspflichten halten wir ein eigenständiges Konzept zum Themenfeld politische Einflussnahme für nicht notwendig. Das Konzept für das Themenfeld gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten inklusive des Themenkomplexes Compliance werden im Kriterium 20 aufgegriffen und dargestellt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator EFFAS G01-01

Zahlungen an politische Parteien in Prozent vom Gesamtumsatz.

Keine Zahlungen im Berichtsjahr - siehe Kriterium 19.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau hat als Kreditinstitut umfangreiche rechtliche Anforderungen einzuhalten, die spezialgesetzlich fixiert sind. Neben den Regelungen, denen alle Kreditinstitute unterworfen sind (CRR, KWG, WpHG, GWG, etc.), gelten für sie zusätzlich besondere sparkassenrechtliche Bestimmungen (SpkG, SpkO, Spk-Satzung). Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau unterliegt der Aufsicht der BaFin und der Deutschen Bundesbank, darüber hinaus der Rechtsaufsicht durch das Land Bayern.

Die Geschäftsführung der Sparkasse hat entsprechend gesetzlicher/aufsichtsrechtlicher Vorgaben die relevanten Richtlinien und Konzepte erlassen, insbesondere zu Compliance (WpHG und MaRisk), Geldwäsche, Datenschutz und IT-Sicherheit. Notwendige Anpassungen werden u. a. von den Beauftragten in die Wege geleitet und mit der Geschäftsführung abgestimmt.

Die Sparkasse erwartet von Mitarbeitenden, dass sie stets rechtskonform handeln, d. h., dass sie sowohl externe als auch interne Regeln und Gesetze befolgen.

Für die Überwachung dieser Vorgaben sind in der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau arbeitsteilig entsprechend den aufsichtsrechtlichen/gesetzlichen Vorgaben bestellte Beauftragte verantwortlich. Dies sind:

Beauftragter für Compliance MaRisk

Beauftragter für Compliance WpHG

Beauftragter für Geldwäsche / Finanzsanktionen / Betrugsprävention

Beauftragter für Datenschutz

Beauftragter für IT-Sicherheit

Beauftragter für QI (Qualified Intermediary Agreement)

Sie sind unabhängig vom operativen Geschäft und haben umfassende Befugnisse sowie Zugang zu Informationen im erforderlichen Umfang.

Sparkassen als Finanzinstitute unterliegen spezialgesetzlichen Regelungen zur Prävention und Bekämpfung von kriminellen Handlungen wie Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Betrug, Korruption, Insiderhandel, Marktmanipulation, Wirtschaftskriminalität und sonstigen strafbaren Handlungen. Daneben sind Regeln zum Datenschutz und Embargovorschriften/Finanzsanktionen einzuhalten.

Die jeweiligen Beauftragten stellen über Vorkehrungen und detaillierte Gegenmaßnahmen sicher, dass im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben gehandelt wird. Eine regelmäßige Bestandsaufnahme und Bewertung der rechtlichen Regelungen und Vorgaben ermöglicht eine Identifizierung von möglichen Risiken. Auf neue rechtliche Entwicklungen werden die Geschäftsbereiche hingewiesen. Die Beauftragten identifizieren zudem mögliche Interessenskonflikte. Darüber hinaus wird auch die Einhaltung der internen Verhaltensregeln im jeweiligen Zuständigkeitsbereich geprüft. Bewusste Verstöße gegen rechtliche Regelungen und Vorgaben werden nicht toleriert.

Die Beauftragten erstatten sowohl regelmäßig als auch anlassbezogen Bericht an den Vorstand. Die Berichte werden an die Interne Revision und, soweit aufsichtsrechtlich/gesetzlich vorgeschrieben, dem Verwaltungsrat weitergeleitet.

Themenbezogen werden alle Mitarbeitenden regelmäßig zu relevanten Themen informiert und sensibilisiert.

Die Sparkasse hat eine dauerhafte und wirksame, prozessbegleitende und auch präventiv tätige Compliance-Funktion eingerichtet, die ihre Aufgabe unabhängig wahrnehmen kann. Ziel ist die Wahrnehmung und Operationalisierung aller gesetzlichen vorgeschriebenen und aufsichtsrechtlich geforderten sowie freiwilligen Maßnahmen zur Einhaltung rechtlicher Regelungen und Vorgaben. Die Sparkasse fördert und bestärkt eine unternehmensweite Compliance-Kultur, durch die die Rahmenbedingungen für eine angemessene Wahrnehmung von Compliance-Angelegenheiten geschaffen werden. Zu den Aufgaben der Mitarbeitenden mit Compliance-Funktion gehört u. a. die Identifizierung der Risiken aus der Nichteinhaltung rechtlicher Regelungen und Vorgaben, die Überwachung von Verfahren und Kontrollen zur Einhaltung rechtlicher Regelungen und Vorgaben sowie die Information des Vorstands, sofern zur Behebung von Defiziten/Unzulänglichkeiten erforderliche Maßnahmen nicht in angemessener Zeit umgesetzt werden. Mindestens jährlich erfolgt die schriftliche Berichterstattung an den Vorstand und den Verwaltungsrat sowie die Interne Revision.

Im Jahr 2021 hat die Sparkasse einen Verhaltenskodex erlassen und veröffentlicht. Der Kodex greift wichtige Themen der Corporate Governance auf und verschafft eine Wertevorstellung der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau. Er umfasst die Themenfelder:

Compliance

Interessenskonflikte

Geldwäscheprävention und Finanzsanktionen

Betrug, Bestechung und Korruption

Vertraulichkeit und Geheimhaltung von Daten

Qualität

Nachhaltigkeit

Der Verhaltenskodex ist auf www.spk-aschaffenburg.de/nachhaltigkeit einsehbar.

Neben der ständigen Überwachung und Berichterstattung durch die jeweiligen Beauftragten verschafft sich die Geschäftsleitung der Sparkasse im Rahmen der jährlichen Risikoinventur einen Überblick über die Risiken des Institutes. Die Risiken werden auf Ebene des gesamten Institutes erfasst, unabhängig davon, in welcher Organisationseinheit ggf. Risiken verursacht werden. Ergänzend pflegt die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau eine interne Risikolandkarte. Mit dieser strukturierten Methode werden auf Basis subjektiver Einschätzungen operationelle Risiken identifiziert und gewürdigt. Die Risikolandkarte wird fortlaufend aktualisiert. Im Rahmen der Risikoinventur und der Überprüfungen der Risikolandkarte wurden keine wesentlichen Risiken in Bezug auf gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten bzw. Compliance-Aspekte, die mit der Geschäftstätigkeit und -beziehung, Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind, identifiziert.

Die Sparkasse hat sich das Ziel gesetzt, dass in allen Bereichen entsprechend gesetzlicher Vorgaben gehandelt wird und es keine Gesetzesverstöße gibt. Dies beinhaltet insbesondere die Bereiche Compliance (WpHG und MaRisk), Geldwäsche, Datenschutz und IT-Sicherheit. Dieses Ziel gilt grundsätzlich und dauerhaft für alle Geschäftsjahre. Bei Bekanntwerden eines Verstoßes werden personalrechtliche Konsequenzen bis hin zur Kündigung des Beschäftigten gezogen. Die regelmäßigen Prüfungen durch die internen Beauftragten, die Interne Revision der Sparkasse sowie die Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Bayern ergaben keine wesentlichen Feststellungen, d.h. wir haben das Ziel im Berichtsjahr erreicht. Die Einhaltung wird jährlich überprüft.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator EFFAS V01-01

Ausgaben und Strafen nach Klagen und Prozessen wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens, Kartell- und Monopolverstößen.

Im Berichtsjahr entstanden keine Ausgaben bzw. wurden keine Strafen verhängt nach Klagen und Prozessen wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens, Kartell- und Monopolverstößen.

Leistungsindikator EFFAS V02-01

Prozent vom Umsatz in Regionen mit einem Transparency International Corruption Index unter 60.

Die Geschäftstätigkeit der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau findet zum weit überwiegenden Teil in Stadt und Landkreis statt. Sämtliche Umsätze werden in Regionen mit einem Transparency International Corruption Index über 60 erzielt.

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