Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 21520
Eingetragen
20.9.2023
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von feuerfesten keramischen Werkstoffen und WarenGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und Stahlhalbzeug
Gegenstand
Die Herstellung von und der Handel mit überwiegend metallurgischen Erzeugnissen insbesondere von solchen, die unter dem Zeichen "Vesuvius" hergestellt und vertrieben werden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Stephan Hansen
seit 30.7.2024
Geschäftsführer
Bart Louwagie
seit 25.3.2024
Geschäftsführer
Maurice Preuss
seit 21.12.2023
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Vesuvius Mülheim GmbH

Borken

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Vesuvius-Gruppe ist globaler Lieferant der Stahl- und Gießereiindustrie für kundenorientierte Produkte, Dienstleistungen und Technologien für den Bereich industrieller Hochtemperaturanwendungen. Wir entwickeln innovative und maßgeschneiderte Lösungen, die oft in extrem anspruchsvollen industriellen Umgebungen eingesetzt werden und die es unseren Kunden ermöglichen sollen, ihre Fertigungsprozesse zu verbessern, die Produktqualität zu steigern und den Energieverbrauch zu senken. Zusätzlich zu unseren industriellen Verbrauchsmaterialien erbringen wir auch zunehmend artverwandte technische Dienstleistungen einschließlich der Datenerfassung und -messung.

Die Vesuvius-Gruppe verfügt über eine weltweite Präsenz. Wir bedienen unsere Kunden durch ein Netzwerk von Produktionsstätten und integrieren unsere Branchenexperten, die von unseren globalen Technologiezentren unterstützt werden, in den Betrieb unserer Kunden. Unsere Kernkompetenzen sind nach unserer Einschätzung unsere Markt - und Technologieführerschaft, enge Kundenbeziehungen und die etablierte Präsenz in den Schwellenländern, die ein Wachstum in unseren Zielmärkten fördert.

Unser oberstes Ziel ist es, für unsere Kunden einen messbaren Mehrwert und für unsere Aktionäre eine nachhaltige Rendite auf ihre Kapitalanlage zu generieren sowie unseren Mitarbeitern einen sicheren, entwicklungsfähigen Arbeitsplatz bei angemessener Entlohnung zu bieten.

Gegenstand der Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG ist die Produktion von überwiegend metallurgischen Erzeugnissen, insbesondere von solchen, die unter dem Zeichen "Vesuvius" und "Foseco" hergestellt bzw. vertrieben werden. Die Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG verkauft Ihre Produkte an die Schwestergesellschaft Vesuvius Europe GmbH & Co. KG, welche den Vertrieb übernimmt.

Der Geschäftsbereich Flow Control beliefert Stahlwerke in Deutschland und Osteuropa mit Produkten und Services zur Kontrolle, Regulierung und Optimierung des Stahlflusses im Stranggussprozess.

Die Vesuvius Mülheim GmbH & Co.KG hat einen Produktionsstandort in Mülheim an der Ruhr und hat einen weltweiten Zugriff auf die Produktionsstätten der Vesuvius-Gruppe. Im Geschäftsjahr 2022 wurde mit durchschnittlich 114 Mitarbeitern (inkl. befristeter Verträge und Aushilfen) ein Umsatz von 42,7 Mio. € erwirtschaftet. Das Betriebsergebnis betrug 3,7 Mio €.

Trotz der gestiegenen Rohstoff-, Logistik- und Energiekosten und dem Krieg in der Ukraine ist der Umsatz und das Ergebnis der Gesellschaft höher ausgefallen als prognostiziert.

2. Steuerungssysteme

Die Vesuvius-Gruppe ist in globalen Business Units (Foundry, Fused Silica, Advanced Refractories, Flow Control) organisiert, die jeweils eigenständig ergebnis- und cashflow-verantwortlich sind. Die Business Units sind darüber hinaus in regionale und lokale Verantwortungsbereiche gegliedert. Daneben gibt es BU-übergreifende funktionsbezogene Verantwortungsbereiche.

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen wir das Geschäft der Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG steuern, sind die Umsatzerlöse sowie das operative Ergebnis.

Die wesentlichen nicht-finanziellen Indikatoren, die aber nicht unmittelbar der Unternehmenssteuerung dienen, sind Marktanteil, Anzahl der Betriebsunfälle, Kundenzufriedenheit sowie Umweltbelange. Als Produzent von Verbrauchsgütern für die Gießerei- und Stahlindustrie orientieren wir uns stark an der Guss- und Stahltonnage. Unsere Zielsetzung ist es, die Wachstumsraten der Guss- und Stahltonnagen zu übertreffen, betriebliche Unfälle mit mehr als einem Tag unfallbedingter Abwesenheit zu vermeiden, die Anzahl der Kundenreklamationen zu minimieren bzw. diese kurzfristig zu bearbeiten sowie umweltschonende Technologien zu entwickeln und einzusetzen.

3. Forschung und Entwicklung

Oberste Maxime bleibt es, unseren Kunden Produkte mit hohem technischem Know-how anzubieten, die bei den Kunden zu erheblichen Kosteneinsparungen und damit zu Mehrwert führen. Für definierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte haben wir Verträge abgeschlossen, aufgrund derer die Projektkosten für Auftragsfertigung erstattet werden. Soweit die daraus entstehenden Produkte und Produktverbesserungen in unsere Produktpalette integriert werden können, werden uns diese über Lizenzen zur Produktion und/oder zum Vertrieb zur Verfügung gestellt.

Die Forschung und Entwicklung wird unter Federführung der Foseco International Ltd., Tamworth/UK, der Vesuvius Group S.A. in Ghlin/Belgien und der Vesuvius Crucible Company, Wilmington/USA, durchgeführt.

II Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Welt

Die Informationen zu den gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen stammen aus dem Lagebericht vom Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie (BDG).

Die Weltkonjunktur hat sich im Verlauf des Jahres 2022 unter dem Eindruck hoher Energiepreise und großer Unsicherheit deutlich abgeschwächt. Bremsend wirkt inzwischen auch die Geldpolitik, die angesichts eines auf breiter Front hohen Inflationsdrucks ausgesprochen rasch gestrafft wird. Die Produktion blieb bis in den Herbst hinein insgesamt zwar weiter aufwärtsgerichtet, wobei Impulse von nachlassenden Lieferengpässen und der weiter fortschreitenden Normalisierung der Aktivität in den von der Corona-Pandemie besonders getroffenen Wirtschaftsbereichen ausgingen. Zum Jahresende hin hat sich die wirtschaftliche Dynamik aber wohl nochmals merklich verringert. Vor allem die großen fortgeschrittenen Volkswirtschaften stehen derzeit trotz erheblicher fiskalischer Stützungsmaßnahmen vor einer Phase schwacher Konjunktur. Gleichzeitig bleiben die Probleme für die chinesische Wirtschaft groß. Während die Weltproduktion (gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten) mit 3,2 Prozent im Jahr 2022 um 0,3 Prozentpunkte stärker zugelegt haben dürfte als im September prognostiziert, wird für das Jahr 2023 ein Anstieg um nur 2,2 Prozent erwartet. Für das Jahr 2024 hat sich unsere Erwartung mit 3,2 Prozent nach Angeben der Insitute leicht reduziert, vor allem weil eine Erholung der US-Konjunktur erst für den späteren Verlauf des Jahres 2024 erwartet wird. Die Inflation dürfte derzeit zwar ihren Höhepunkt überschritten haben und im Prognosezeitraum dank niedrigerer Rohstoffpreise und abnehmender konjunktureller Anspannungen deutlich zurückgehen. Der zugrunde liegende Preisauftrieb dürfte aber allenfalls gegen Ende des Prognosezeitraum wieder auf akzeptable Werte sinken.

Aktuelle Indikatoren zeigen eine insgesamt schwache Entwicklung des globalen Umfeldes. Der Welthandel nahm zu Jahresbeginn 2023 wieder etwas zu. Der weltweite Abschwung im verarbeitenden Gewerbe zeigte Anfang 2023 Anzeichen einer Abschwächung, wie die jüngsten Einkaufsmanager-Umfragen zeigen. Sowohl der Rückgang der Produktion als auch der Auftragseingänge verlangsamte sich, während die Beschäftigung leicht zunahm.

Euroraum

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt schrumpft im Winterhalbjahr 2022/2023, bevor es sich im weiteren Verlauf leicht erholt. Das Jahreswachstum fällt 2023 mit 0,6% gering aus, und wird sich erst im Folgejahr erhöhen (+1,7%). Auf der Angebotsseite schränken Engpässe bei der Versorgung mit Energie, Rohstoffen und Vorprodukten und die damit verbundenen hohen Kosten die Produktion ein, insbesondere in energieintensiven Wirtschaftsbereichen. Auf der Nachfrageseite schmälert vor allem die hohe Inflation die Realeinkommen und dämpft trotz erheblicher Unterstützung durch die Fiskalpolitik den Konsum der privaten Haushalte, während die Verlangsamung des Exportmarktwachstums und die steigenden Zinssätze die privaten Investitionen belasten. Da die öffentlichen Investitionen im Jahr 2023 stark zunehmen und die Inflation aufgrund der sich stabilisierenden Rohstoffpreise allmählich zurückgeht, dürften das Wachstum der Realeinkommen und die Wirtschaftstätigkeit im Quartalsverlauf in den Jahren 2023 und 2024 anziehen. Der Aufschwung könnte jedoch bescheiden bleiben, da die Stützungsmaßnahmen im Rahmen der Energiekrise trotz der nach wie vor außergewöhnlich hohen Energiepreise langsam auslaufen und die Auswirkungen der höheren Realzinsen auf die Wirtschaftstätigkeit stärker zum Tragen kommen.

Deutschland

Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes legte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 um 1,9 % zu. Damit befand sich die deutsche Wirtschaft trotz des Krieges in der Ukraine und der damit zusammenhängenden Energiepreiskrise auf Wachstumskurs. Gründe für den vergleichsweise positiven Verlauf waren vor allem Nachholeffekte beim privaten Konsum und der Produktion nach dem Corona-Einbruch sowie im Jahresverlauf nachlassende Lieferengpässe. Dennoch dürften die zunehmend bei den Verbrauchern ankommenden Preissteigerungen infolge der damit verbundenen Kaufkraftverluste die Aussichten für den privaten Konsum noch dämpfen. Auch wenn die Industrie im Durchschnitt bislang vergleichsweise gut mit den gestiegenen Energiepreisen klarkommt, sind die Auswirkungen der Energiepreiskrise insbesondere in den energieintensiven Bereichen sichtbar. So lag die Produktion in der besonders betroffenen chemischen Industrie im November rund 20 % unter dem durchschnittlichen Niveau des Jahres 2021. Zusätzlich sorgten die unsicheren wirtschaftlichen Perspektiven und steigende Zinsen dafür, dass viele Investitionsprojekte zunächst zurückgestellt wurden. Insbesondere am Bau verlief die Entwicklung im letzten Vierteljahr schwach, weil die Finanzierung deutlich teurer geworden ist.

Die Lage in der Industrie stellt sich zuletzt aber günstiger dar. So stabilisierte sich die Industrieproduktion nach einem schwachen Start ins vierte Quartal im November wieder. Das ifo Geschäftsklima hat sich im Dezember weiter aufgehellt, auch weil sich in den kommenden Monaten die Materialengpässe weiter abbauen dürften. Ebenso haben die Beschlüsse der Bundesregierung zur Gas- und Strompreisbremse dazu beigetragen, dass sich die Stimmung in den Unternehmen, aber auch bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern weiter verbessert hat. Der Ausblick auf die Industriekonjunktur im ersten Quartal des neuen Jahres bleibt aber angesichts einer weiterhin schwachen Nachfrage verhalten. Die Weltwirtschaft hat sich zuletzt wieder abgekühlt, was die heimische Industrie in Form deutlich nachlassender Aufträge aus dem Ausland zu spüren bekommt.

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe sind im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr saisonbereinigt um 4,9 % gesunken. Erst im vierten Quartal konnte der seit Februar anhaltende Negativtrend erstmalig wieder gebrochen werden. Die Nachfrage beim Verarbeitenden Gewerbe hat sich somit zum Jahresende 2022 wieder etwas stabilisiert. Die Auftragsdaten in der Industrie deuten darauf hin, ebenso wie die Verbesserung des Geschäftsklimas in den letzten Monaten, dass die wirtschaftliche Abschwächung im Winterhalbjahr milder ausfallen dürfte.

Stahlindustrie

Die Weltstahlorganisation Worldsteel meldet für das Jahr 2022 eine globale Rohstahlproduktion (= geschätzte Nachfrage) von 1.832 Mio. t. Dies entspricht einem Minus von 4,3 %.

Die Produzenten in der EU meldeten ein rückläufiges Niveau von 136,7 Mio. t Rohstahl (- 10,5 %). Auf Deutschland entfielen knapp 36,8 Mio. t (-8,4 %).

Im gleichen Zeitraum nahm die Rohstahlproduktion in Asien gegenüber dem Vergleichsjahr 2021 um 2,3 % auf 1 351 Mio. t ab. Insgesamt entfallen ca. 55 % der globalen Stahlfertigung auf China.

Die nordamerikanischen Rohstahlproduzenten im Vergleichszeitraum 2022 mit 111,4 Mio. t das Volumen des Vorjahres nicht halten (-5,5 %). Allein die USA wiesen einen Fertigungsrückgang von 5,9 % auf 80,7 Mio. t aus.

In den CIS-Ländern wurden schätzungsweise gut 85,2 Mio. t Rohstahl hergestellt. Damit wurde das Niveau des Vorjahres um 20,2 % unterschritten.

Die Stahlproduktion von 36 Millionen Tonnen in Deutschland in 2022 zeigte einen deutlichen Rückgang (-9%) im Vergleich zum Vorjahr und ist wie bereits in den Jahren 2019 und 2020 unter die 40 Millionen Tonnen Marke gerutscht.

Der Einbruch der Jahresproduktion 2022 ist insbesondere auf die beiden letzten Quartale zurückzuführen in denen die Stahlerzeugung in Deutschland unter das Niveau der Corona Krise gefallen ist. Die Ursachen hierfür sind im Krieg in der Ukraine, in der Energiekrise, in der Inflation und in fortgesetzten Lieferkettenproblemen zu sehen.

Gießereien

Geprägt von Herausforderungen bei Produktionsplanung, welche durch Corona-bedingten Störungen der internationalen Handelswege und teils erhebliche Preisexplosionen durch den Krieg in der Ukraine auch im Jahr 2022 anhalten, haben die Eisen- und Stahlgießereien im Jahr 2022 einen Produktionsrückgang von 1,2 % auf 3,119 Mio. t verzeichnet. Die NE-Metallgießereien registrierten demgegenüber einen Rückgang von 1,8 % mit einer Tonnage von 0,792 Mio. t.

Die Gießerei-Industrie erwirtschaftete im Jahr 2022 7,618 Mrd. Euro Umsatz auf der FE-Seite sowie 6,203 Mrd. Euro auf der NE-Metallseite. Insgesamt verbuchten die Gießereien ein Umsatzwachstum von 19,0 %.

Die Kapazitätsauslastung lag im Durchschnitt (Wertermittlung Anfang des Quartals) Mitte des Jahres 2022 bei 88,9 % und damit rein rechnerisch über dem Durchschnittsniveau des Jahres 2021 von 86,8 %.

2. Geschäftsverlauf

2.1 Umsatz

Der Umsatz der Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG betrug in 2022 42,7 Mio. € und wurde vollständig der Vesuvius Europe GmbH & Co. KG zugeschrieben.

Der Geschäftsbereich Flow Control lag 9,9 % über der Budgetvorgabe. Vom Gesamtumsatz entfielen 34,1 Mio. € auf das Direktgeschäft (-13,1 % zur Budgetvorgabe).

2.2 Umwelt und Arbeitsschutz

Für die Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG stellen das Sicherheits- und Umweltmanagement sowie die stete Weiterentwicklung der Sicherheitskultur zentrale Elemente der unternehmerischen Verantwortung dar. Um der nachhaltigen Strategie unserer Unternehmensgruppe gerecht zu werden, ist ein kontinuierlicher Prozess zur Verbesserung der Arbeitssicherheit sowie des Umwelt- und Gesundheitsschutzes für unsere Mitarbeiter erforderlich. Für alle Standorte gelten dabei dieselben anspruchsvollen Standards. Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Gesundheitsmanagement sind fester Bestandteil unseres täglichen Handelns.

Die Prävention von Unfällen und Ereignissen, bei denen eine Gefahr für Mensch oder Umwelt besteht, hat für uns höchste Priorität. Aus diesem Grund werden von uns alle Unfälle und Ereignisse detailliert analysiert und bewertet, um Maßnahmen für eine zukünftige Vermeidung einleiten zu können. In der Vergangenheit war die Arbeitssicherheit oftmals auf technische Schutzmaßnahmen konzentriert. Dabei konnten wir zwar beachtliche Erfolge erzielen, eine weitere Verbesserung ist jedoch nur durch eine gelebte Arbeitssicherheitskultur und optimale Arbeitsbedingungen erreichbar, sowohl für unsere eigenen Mitarbeiter als auch für unsere Auftragnehmer. Wir tragen als Unternehmen und als Einzelpersonen die Verantwortung dafür, dass die Arbeitsumgebung in unserem Unternehmen jederzeit und für jeden Mitarbeiter sicher und gesundheitsförderlich ist.

Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, haben wir in 2022 an der weiteren Umsetzung von HSE-Konzernstandards gearbeitet. Diese wurden im Rahmen von Group HSE Audits auch in 2022 auditiert. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Performance im nächsten Jahr.

Mit einer Unfallrate (LTIFR) von 0,0 (Anzahl Arbeitsunfälle bezogen auf 1 Mio. Arbeitsstunden) ist es uns gelungen, das Ziel von 0,9 zu unterbieten. Die wiederkehrenden Emissionsmessungen dokumentieren die Einhaltung der Grenzwerte aus den aktuellen Anlagengenehmigungen. Neben den laufenden Aufwendungen für Arbeits- und Umweltschutz haben wir einen Großteil unserer Investitionen für die Erhöhung von Arbeitssicherheit und Umweltschutz ausgegeben.

2.3 Qualitätsmanagement

Wir arbeiten in einem sehr anspruchsvollen Produktionsumfeld und liefern Produkte, Systeme und Dienstleistungen, die für unsere Kunden unternehmenskritisch sind. Damit ist die Qualität und Zuverlässigkeit unserer Produkte von größter Bedeutung.

Unser Ziel ist es, über unsere globalen Qualitätsmanagement-Programme einschließlich strenger Qualitätskontrolle, Überwachung der Produktion und Berichterstattung unsere hohen Qualitätsstandards abzusichern. Zudem verfügen unsere erfahrenen technischen Produktmanager über die erforderlichen Kenntnisse in der Anwendung unserer Produkte und Technologien.

Das Qualitätsmanagementsystem der Vesuvius Mülheim GmbH & Co.KG ist nach ISO 9001:2015 zertifiziert.

3. Lage

3.1 Ertragslage

Die Ertragslage unserer Gesellschaft stellt sich nach betriebswirtschaftlichen Aspekten abweichend zur Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt dar:

T€ 2022 % 2021 %
Umsatzerlöse 42.775 98,56 33.769 99,04
Bestandsveränderungen 623 1,44 328 0,96
Gesamtleistung (ohne sonstige betriebliche Erträge) 43.398 100 34.097 100
Leistungsbezogener Aufwand
Materialaufwand -27.659 -63,73 -23.703 -69,52
Personalaufwand -7129 -16,43 -7.181 -21,06
Abschreibungen -951 -2,19 -785 -2,30
Sonstiger betrieblicher Aufwand abzgl.
sonstige betriebliche Erträge und sonstige Steuern -3.951 -9,10 -4.055 17,11
Operatives Ergebnis/Betriebliches Ergebnis 3.708 -1.627
Finanzergebnis -247 -34
Ergebnis nach Steuern 3.461 -1.661
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 3.462 -1.662
-/+ Gutschrift/Belastung Kapitalkonten -1.661 1.662
Ergebnis nach Verwendungsrechnung/Bilanzgewinn 1.801 0

Zur Umsatzentwicklung verweisen wir auf den Gliederungspunkt II 2.1.

Der Materialanteil bezogen auf die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung und aktivierter Eigenleistungen) ist von 66,4 % auf 63,7 % gesunken. Als Haupttreiber der gesunkenen Materialaufwandsquote sorgt eine überproportionale Erhöhung der Verkaufspreise in 2022 zur Anpassung an die deutlich gestiegenen Einkaufspreise der Rohstoffe auf dem Weltmarkt.

Die Personalaufwandsquote ist im Vergleich zum Vorjahr auf 16,7% % gesunken (Vorjahr: 21,3 %). Die Hauptgründe hierfür sind die eingeleiteten Rationalisierungsmaßnahmen, insbesondere die Vorruhestandsregelungen und der Wegfall von freigewordenen Arbeitsstellen.

Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Berichtsjahr leicht gesunken, von 13,5 % auf 9,3 %. Die sonstigen betriebliche Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Instandhaltung und Reparaturen, Fahrzeugkosten, Intercompany Weiterbelastungen und Management Gebühren.

3.2 Vermögenslage

Vermögensstruktur

Im Jahr 2022 wurden durch das konzerninterne Cash-Pooling die Cash Abflüsse ausgeglichen. Hieraus resultieren auch die hohen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter.

Durch das strikte Vorratsmanagement an allen deutschen Standorten konnten auch in der Vesuvius Mülheim die Bestände an Roh-/Hilfs- und Betriebsstoffen leicht verringert werden. Die Vertriebstätigkeit der Fertigprodukte wird durch die Vesuvius Europe GmbH & Co. KG ausgeübt. Ausgelöst durch einen Umsatzrückgang der Vesuvius Europe GmbH & Co. KG in Q4 2022 stieg der Bestand an Fertigerzeugnissen zum Jahresende an. Ein Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen entspringt im Wesentlichen aus den Verkäufen zum Jahresende.

3.3 Finanzlage
Kapitalstruktur

Auf der Passivseite wurden die Rückstellungen im Wesentlichen für Mitarbeiterkosten, Energiekosten und fehlende Rechnungen gebildet.

Die Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG verfügt über eine Eigenkapitalquote von 9 %.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (10,3 Mio EUR) bestehen hauptsachlich mit Vesuvius Holding Deutschland GmbH und beinhalten Zinsen (224 TEURO) für das IC-Darlehen im Rahmen des gemeinsamen Commerzbank CC-Vertrages.

Investitionen

Die Investitionen für Sachanlagen und Immaterielle Vermögensgegenstände beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 0,7 Mio. €, davon 0,5 Mio. € auf Anlagen im Bau.

Liquidität

Das Ziel des Finanzmanagements ist die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der einzelnen Konzerngesellschaften und die effiziente Verteilung der im Konzern vorhandenen Liquiditätsüberschüsse, um Finanzierungsvorteile nutzen zu können. Im Bedarfsfall steht die Kreditlinie unserer Mutter bzw. Konzernobergesellschaft für Kredite und Avale zur Verfügung.

Die Finanzierung des Mittelbedarfs erfolgte im Geschäftsjahr 2022 durch Cash-Pooling der Konzernobergesellschaft - Vesuvius Holding Deutschland GmbH.

Durch die Einbindung in den konzernweiten Cash Pool und durch die unbefristete Gesellschafterin Patronatserklärung wird die Finanzierung der Gesellschaft auf über den Prognosezeitraum (Mitte 2024) hinaus als gesichert angesehen.

3.4 Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

Das Jahr 2022 war ein schweres Jahr, welches weiterhin durch steigende Energie-, Material- und Transportkosten geprägt war. Im Vergleich zum Vorjahr ist für die Business Unit Flow Control in 2022 ein deutlicher Aufschwung bemerkbar. Insgesamt sehen wir die Geschäftsentwicklung als zufriedenstellend an.

Zur Entwicklung der Ertragslage verweisen wir auf den Gliederungspunkt II 3.1.

III Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Im Vergleich zum Vorjahr sehen wir eine Entspannung am Energiepreismarkt und erwarten hieraus geringere Strom und Gaspreise für das Geschäftsjahr 2023. Bei den Logistikkosten sehen wir einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Zusammenfassend fallen die Materialkosten im Jahr 2023 höher aus als in Vorjahren. Die Vertriebsgesellschaft Vesuvius Europe GmbH & Co. KG plant diese Verteuerungen in Form von Preiserhöhungen an die Kunden weiterzugeben. Bei der aktuellen Ertragslage der Kunden ist noch nicht absehbar, wie erfolgreich dies umgesetzt werden kann sind und es ist fraglich, ob wir dadurch Marktanteilsverluste in Kauf nehmen müssen. Gleichwohl gehen die Prognosen von einer leichten Steigerung im Umsatz und Ergebnis gegenüber dem Vorjahr aus.

Für das Jahr 2023 wird eine Umsatzsteigerung von 0,3% prognostiziert. Die Erreichung des Umsatzzieles ruht auf zwei Säulen. Auf der einen Seite zieht die Stahlproduktion weiter an und auf der anderen Seite werden Preissteigerungen an den Kunden weitergegeben.

Die Liquidität wird als gesichert angesehen.

Die nicht-finanziellen Ziele für 2023 haben wir wie folgt definiert:

HSE: Keine Unfälle

Fokussierung auf die Lieferperformance

Optimierung der Qualität

Vornahme von bestimmten Investitionen

Verbesserungen im Bereich Umwelt

Umsetzung Maßnahmen aus Mitarbeiterbefragung

Verbesserung der Kommunikation

Kundenzufriedenheit als oberste Priorität

Bestehende Marktanteile verteidigen & neue Marktanteile gewinnen

2. Chancen der künftigen Entwicklung

Unsere Prognosen können durch eine Reihe von Faktoren beeinflusst werden, deren tatsächliche Ausprägungen positiv von unseren in den Planungen zugrunde gelegten Annahmen abweichen können.

Chancen bestehen weiterhin in der Einführung von SAP als neuem ERP-Programm, welches JDE in November 2022 ersetzt hat. Es wird erwartet, dass nach einer entsprechenden Einarbeitungszeit Effizienzsteigerungen und Vereinfachungen in allen administrativen Bereichen erzielt werden können, dass Berichtswesen verbessert werden kann und dass weitere Verbesserungen in der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Anforderungen erzielt werden können.

Des Weiteren sehen wir die Chancen, Einsparungen im Beschaffungsbereich der Rohstoffe vorzunehmen und die gesamten administrativen Prozesse weiter zu optimieren.

3. Risiken der künftigen Entwicklung

Die Vesuvius Gruppe und die Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG haben ein Risikomanagement System implementiert, in welchem laufend Risiken und Chancen aufgenommen und bewertet werden. Den Risiken werden, wenn möglich, Maßnahmen zu deren Vermeidung oder Minimierung gegenübergestellt.

Neben besonderen Einflüssen aus dem Ukraine-Konflikt sowie steigender Transport-, Waren- und Energiekosten sind positive und auch negative Planabweichungen denkbar, die sich aus dem allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Umfeld, allgemeinen Branchenrisiken und besonderen Unternehmensrisiken ergeben können.

Einkaufsseitig besteht weiterhin das Risiko eingeschränkter Verfügbarkeit wichtiger Rohstoffe, sowie steigender Kosten für einige strategische Rohstoffe. Um diese Risiken zu minimieren, versuchen wir möglichst für alle Rohstoffe mehr als einen Lieferanten vorzuhalten, um keine Abhängigkeiten zu schaffen. Vesuvius verfolgt zwar das Ziel der Working Capital Optimierung, bei Rohstoffknappheit wäre aber auch kurzfristig ein Lageraufbau denkbar.

Den Unternehmensrisiken, welche sich aus der Geschäftstätigkeit der Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG ergeben, begegnen wir durch geeignete Versicherungen (z.B. Betriebsunterbrechungsversicherung) und die Einrichtung von Prozessen zur Risikoerfassung und -minimierung in allen Geschäftsbereichen.

Unsere Produktionsanlagen sind in Brandabschnitte eingeteilt, um im Brandfall die Zerstörungen zu begrenzen. Umweltrisiken sind für Vesuvius zwar nicht wesentlich, die Einhaltung der Vorschriften wird aber trotzdem durch regelmäßige externe Audits überprüft. Angriffe auf unsere IT stellen in der heutigen Zeit ein wesentliches Risiko dar, das nur mit neuester Technik und qualifiziertem eigenen Personal abgewehrt werden kann. Die Gewinnung von Fachkräften in allen Unternehmensbereichen stellt aktuell eine der wesentlichen Herausforderungen unternehmerischen Handelns dar. Vesuvius bietet deswegen verschiedene Programme zur frühen Bindung von Berufsanfängern an und steigert die Attraktivität seiner Standorte durch verschiedene Maßnahmen und Aktionen für die Mitarbeiter.

Für das Geschäftsjahr 2023 können sich durch den Ukraine-Russland-Konflikt Auswirkungen zum einen auf der Umsatzseite ergeben, da Exporte nach Russland seit Beginn des Krieges eingestellt wurden und die Umsätze in der Ukraine ebenfalls stark rückläufig sind. Zum anderen besteht durch die Unwägbarkeiten des weiteren Verlaufs in Zusammenhang mit den Gasimporten ein erhöhtes Risiko steigender Energiepreise bzw. einer Energieknappheit. Dies betrifft auch die Endkunden der Vesuvius Gruppe. Dies könnte zu Produktionsrückgängen bzw. -ausfällen auf der Kundenseite führen und für uns ein Absatzrisiko darstellen.

IV Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Aus dem Einkauf von Vorräten resultierende Fremdwährungsrisiken werden regelmäßig durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Das Hedging wird unternehmensintern betrieben. Sicherungsgeschäfte, die für die Beurteilung der Geschäftstätigkeit von erheblicher Bedeutung sind, bestanden am Bilanzstichtag nicht. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, die für die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft von Belang sind, bestehen nach unserer Einschätzung am Bilanzstichtag nicht.

 

Mülheim an der Ruhr, den 04. August 2023

Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG

Geschäftsführung

Jesko Hoffmann

André Lacerda

Jérôme Baudouin

Rafael Navazo

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,02 0,02
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.866.255,98 5.084.230,83
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 447.046,15 303.840,19
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 998.903,53 6.312.205,66 1.141.561,09 6.529.632,11
6.312.205,68 6.529.632,13
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.028.889,85 2.118.559,67
2. Unfertige Erzeugnisse 158.031,30 0,00
3. Fertige Erzeugnisse 1.420.682,87 3.607.604,02 638.775,70 2.757.335,37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.678.762,62 1.386.361,85
2. Sonstige Vermögensgegenstände 57.445,90 9.736.208,52 918.911,47 2.305.273,32
- davon aus Steuern EUR 48.874,58 (i. Vj. EUR 843.872,19) -
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 6.590,46
13.343.812,54 5.069.199,15
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 5.736,62
D. Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil persönlich haftender Gesellschafter 0,00 1.650.002,34
E. Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil Kommanditist 0,00 1.651,65
19.656.018,22 13.256.221,89

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile
1. Komplementär 9.990,00 0,00
2. Kommanditist 10,00 0,00
10.000,00 0,00
II. Bilanzgewinn 1.800.777,58 0,00
1.810.777,58 0,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.859.246,34 1.520.129,85
1.859.246,34 1.520.129,85
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 583.751,97 604.255,45
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.165.751,95 6.955.961,91
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.581.300,73 3.888.490,14
4. Sonstige Verbindlichkeiten -344.810,35 287.384,54
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 59.526,58 (i. Vj. EUR 10.191,85) - 15.985.994,30 11.736.092,04
19.656.018,22 13.256.221,89

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
1. Umsatzerlöse 42.775.368,05 33.768.656,29
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 623.202,79 328.270,07
3. Sonstige betriebliche Erträge 38.272,03 494.607,77
4. Gesamtleistung 43.436.842,87 34.591.534,13
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -22.840.668,81 -20.413.856,19
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.818.608,11 -3.288.907,69
-27.659.276,92 -23.702.763,88
6. Rohergebnis 15.777.565,95 10.888.770,25
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.663.496,84 -5.839.764,51
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.465.097,20 -1.341.635,82
- davon für Altersversorgung 146.52,94 EUR (i. Vj. EUR 1.118.888,80)
-7.128.594,04 -7.181.400,33
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -950.833,10 -784.722,29
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.985.778,46 -4.544.891,78
10. Betriebsergebnis 3.712.360,35 -1.622.244,15
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -247.171,17 -34.456,69
- davon an verbundene Unternehmen EUR 224.248,28 (i. Vj. EUR 34.220,69)
12. Finanzergebnis -247.171,17 -34.456,69
13. Ergebnis nach Steuern 3.465.189,18 -1.656.700,84
14. Sonstige Steuern -2.757,61 -4.953,15
15. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 3.462.431,57 -1.661.653,99
16. -/+ Gutschrift/Belastung Kapitalkonten -1.661.653,99 1.661.653,99
17. Ergebnis nach Verwendungsrechnung/Bilanzgewinn 1.800.777,58 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Hinweise

Die Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Mülheim an der Ruhr und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Duisburg (HRA 12856).

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagenspiegel).

Die Gesellschaft hat nach Ihrer Gründung im Jahr 2020, zum 01. Januar 2021 Geschäftsanteile der Vesuvius GmbH, Borken übernommen. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Personenhandelsgesellschaft im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Das Gliederungsschema wurde dabei um die Zwischensummen Gesamtleistung, Rohergebnis, Betriebsergebnis, Finanzergebnis, Ergebnis vor Steuern erweitert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Selbst erstellte immaterielle Vermögengegenstände werden nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear abgeschrieben. Diese Nutzungsdauern betragen für technische Anlagen und Maschinen sowie für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 12 Jahre. Ausgenommen sind Grundstücke, die keiner planmäßigen Abschreibung unterliegen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 wurden in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften zu einem Sammelposten zusammengefasst, der über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben wird. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Anschaffungskosten auf Basis gleitender Durchschnittswerte oder zu niedrigeren beizulegenden Werten (Tagespreisen) zum Bilanzstichtag aktiviert.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, die neben den direkt zurechenbaren Kosten (Materialkosten und Fertigungskosten) auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind, beinhalten. Angemessene Teile der Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes sowie für freiwillige soziale Leistungen sind auch in die Herstellungskosten einbezogen worden, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Liquide Mittel (Guthaben bei Kreditinstituten) sind zum Nennwert bilanziert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nominalwert ausgewiesen.

Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag bilanziert. Zur Fortführung des Geschäftsbetriebes hat die Vesuvius GmbH, Borken als Gesellschafterin eine Patronatserklärung abgegeben.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle Risiken für ungewisse Verpflichtungen in der Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen werden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Die Jubiläumsrückstellungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Dabei sind wir von einem Gehaltstrend von 3,10 % (Vorjahr: 2,75 %) sowie Fluktuationsraten von 0 % - 8 % (Vorjahr: 0 % - 8 %) ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf 1,44 %. Der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebene Zinssatz für 7 Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren beträgt 1,44 %.

Inventurstichtag der Jubiläumsverpflichtungen ist der 31. Dezember 2022. Zum Inventurstichtag wurde für die Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen ein für den 31.Dezember 2022 prognostizierter Zinssatz von 1,45 % verwendet (im Vorjahr betrug der Rechnungszins 1,35 %). Der sich im Gegensatz dazu aus der Verwendung der prognostizierten Zinssätze ergebende Unterschiedsbetrag ist unwesentlich. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr sowie liquide Mittel wurden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Ertragsteuer

Da die Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG ihren Kommanditanteil treuhänderisch für die Komplementärin Vesuvius GmbH hält, liegt aus ertragsteuerlicher Sicht nur ein Anteilseigner an der Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG vor und mangels Mitunternehmerschaft ist die Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG aus ertragsteuerlicher nicht existent. Aus ertragsteuerlicher Sicht ist die Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG ein Teil der Vesuvius GmbH und auf Ebene der Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG werden weder laufende Steuern noch latente Steuern ausgewiesen. Der Steuerausweis erfolgt auf Ebene der Vesuvius Holding Deutschland GmbH welche ertragsteuerliche Organträgerin im Verhältnis zur Vesuvius GmbH ist.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ergeben sich aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten mit TEUR 9.499,2 (Vorjahr: TEUR 1.386,4) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Eigenkapital

Ergebnisverwendung

Der Bilanzgewinn wird entsprechend der gesellschaftsvertraglichen Bestimmungen auf neue Rechnung vorgetragen.

Kapitalanteile

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Vesuvius GmbH mit Sitz in Borken. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 10.825.000,00. Die Komplementärin ist mit EUR 9.990,00 (99,9 %) am Festkapital der Vesuvius Mülheim GmbH & Co KG beteiligt.

Im Vorjahresabschluss erfolgte eine Anpassung der Eigenkapitaldarstellung entsprechend der gesellschaftsrechtlichen Bestimmungen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen besehen hauptsachlich aus Posten für fehlende Rechnungen TEUR 1.132,2 (Vorjahr: TEUR 613,1).

Am Bilanzstichtag bestanden Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 0,00 EUR.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beziehen sich auf ein Reverse-Factoring.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 287.2 (Vorjahr: TEUR 262,3) resultieren aus Lieferungen und Leistungen sowie aus dem sog. "cash pooling" mit TEUR 10.294,2 (Vorjahr: 3.626,2).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer in Höhe von TEUR 344,8 (Vorjahr: TEUR 65,4). Sämtliche Verbindlichkeiten besitzen wie im Vorjahr eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die gesamten finanziellen Verpflichtungen betragen TEUR 1.265 (Vorjahr: TEUR 1.612). Aus genehmigten Investitionen im Sachanlagevermögen besteht ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 17). Aus der langfristigen Anmietung von Betriebs- und Geschäftsausstattungen, Leasingverträgen für Fahrzeuge und Flurfördermaschinen und laufenden Service-Verträgen bestehen Verpflichtungen in einer Gesamthöhe von TEUR 1.265 (Vorjahr: TEUR 1.595), wovon TEUR 129 (Vorjahr: TEUR 170) innerhalb eines Jahres, TEUR 449 (Vorjahr: TEUR 473) nach einem bis fünf Jahre sowie TEUR 689 (Vorjahr: TEUR 952) nach fünf Jahren fällig sind.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG erzielte Umsatzerlöse von TEUR 42.775,4 (Vorjahr: TEUR 33.768,7), welche sämtlich dem Geschäftsbereich Flow Control zugerechnet werden und welche sämtlich an die deutsche Vertriebsgesellschaft Vesuvius Europe GmbH & Co. KG erbracht wurden.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 38,3 (Vorjahr: TEUR 494,6) bestehen im Wesentlichen aus der Weiterverrechnung von Kosten für die Nutzung der Bürofläche in Höhe von TEUR 24,7 (Vorjahr: TEUR 23,2). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten mit TEUR 1,0 (Vorjahr: TEUR 1,9) Erträge aus Währungsumrechnung.

Personalaufwand

Die Rückstellungen für Abfindungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 110,0 TEUR (Vorjahr: TEUR 360,0). Der Aufwand ist zum Jahresende gebucht worden.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten keine periodenfremden Aufwendungen. Aus der Währungsumrechnung ergaben sich Aufwendungen von TEUR 15,0 (Vorjahr: TEUR 6,1). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 118,8 (Vorjahr: TEUR 468,1) Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie Aufwendungen für Fremdreparaturen und Instandhaltung TEU 1.180,1 (Vorjahr: TEUR 968,2).

Finanzergebnis

Der Zinsaufwand enthält TEUR 224,2 (Vorjahr: TEUR 34,5) aus der Verzinsung von Intercompany Verbindlichkeiten und TEUR 2,6 (Vorjahr: TEUR 1) aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen.

V. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Gesellschaft wird von der persönlich haftendenden Gesellschafterin, der Vesuvius GmbH, Borken (HRB 5324) übernommen. Als Geschäftsführer fungieren die gesetzlichen Vertreter der Vesuvius GmbH:

Herr Rafael Carbonell, Calle Ferrada, Spanien, bis 30.06.2022, Vice President Foundry Europe, Middle-East & Africa

Herr Rafael Navazo, La Celle St. Cloud, Frankreich, Regional Vice President - Flow Control EMEA

Herr Thiago Da Costa Avelar, London, Großbritannien, bis 30.11.2022, President Advanced Refractories

Herr Jesko Hoffman, Dortmund, ab dem 01.04.2022, Plant Director Borken

Herr Jérôme Baudouin, Paris, Frankreich, ab dem 26.08.2022, Vice President Foundry Europe, Middle-East & Africa

Herr André Lacerda, Waterloo, Belgien, ab dem 30.11.2022, Vice President Adv. Refractories EMEA

Mitarbeiter

2022 2021
gewerbliche Arbeitnehmer 77 77
Angestellte 24 25
Aushilfen 13 11
Gesamt 114 113

Honorar des Abschlussprüfers

Für die für das Geschäftsjahr 2022 erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers

2022
in TEUR
2021
in TEUR
Abschlussprüferleistungen 20,0 19,0

Angaben zum Konzernabschluss/Mutterunternehmen

Die Gesellschaft ist Konzernunternehmen der Vesuvius plc. mit Sitz in London, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss, der als befreiender Konzernabschluss nach § 291 HGB gilt, ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Die Vesuvius plc., London/Großbritannien, stellt den befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht i. S. d. § 291 Abs. 1 HGB auf. Der befreiende Konzernabschluss der Vesuvius plc. wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die deutsche Übersetzung des Konzernabschlusses der Vesuvius plc., London/Großbritannien, wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Jahresabschluss der Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG wird in den Konzernabschluss der Vesuvius plc., London/Großbritannien, einbezogen, der am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich ist.

Nachtragsbericht

Am 6. Februar 2023 gab der Vesuvius Konzern bekannt, dass er einen Cybersicherheitsvorfall erlitten hat. Um die Bedrohung einzudämmen, hat Vesuvius freiwillig und vorsorglich entschieden einige Systeme abzuschalten. Während dieser Zeit haben unsere Standorte manuelle Verfahren und Arbeiten eingeleitet, um die Produktion, den Versand und die Rechnungsstellung aufrechtzuerhalten, wodurch die Unterbrechung minimiert wurde. Die anfängliche Phase der Störung hat nur kurze Zeit angedauert und alle Standorte und wichtigen Systeme waren kurzfristig wieder betriebsbereit. Es gab keine Auswirkungen auf die gemeldeten Finanzergebnisse für das am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr. Wir gehen davon aus, dass die Auswirkungen auf die Finanzergebnisse 2023 nicht wesentlich sein werden.

Im Jahr 2023 wird die Restrukturierung stattfinden. Das Ziel ist das Stahl- und Gießereigeschäft zu trennen und die Vertriebsfunktionen für den Geschäftsbereich "Eisen und Stahl" zu bündeln. Des Weiteren sollen eine klare Trennung und transparente Struktur der einzelnen Business Units geschaffen werden. Zukünftig sollen die einzelnen Geschäftsbereiche daher als drei eigenständige Schwestergesellschaften in der Rechtsform der GmbH geführt werden. Ertragsteuerlich soll dabei die bereits bestehende Organschaft mit der Vesuvius Holding Deutschland GmbH fortgeführt werden, indem auch die beiden abgespalteten Teilbetriebe in den beiden neuen GmbH's Ergebnisabführungsverträge mit der Vesuvius Holding Deutschland GmbH abschließen.

 

Mülheim an der Ruhr, den 04. August 2023

Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG

Geschäftsführung

Jesko Hoffmann

André Lacerda

Jérôme Baudouin

Rafael Navazo

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens 2022

Anschaffungskosten
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,02 0,00 0,00 0,00 0,02
0,02 0,00 0,00 0,00 0,02
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.812.211,08 786.434,32 -158.481,55 6.440.163,85
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 360.582,23 -571.777,89 0,00 816.709,33 605.513,67
0,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.141.561,09 515.570,22 -658.227,78 998.903,53
7.314.354,40 730.226,65 0,00 0,00 8.044.581,05
7.314.354,42 730.226,65 0,00 0,00 8.044.581,07
Abschreibungen
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen -727.980,25 -1.237.750,93 3.180,00 388.643,31 -1.573.907,87
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -56.742,04 286.917,83 0,00 -388.643,31 -158.467,52
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
-784.722,29 -950.833,10 3.180,00 0,00 -1.732.375,39
-784.722,29 -950.833,10 3.180,00 0,00 -1.732.375,39
Buchwerte
31.12.2022
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,02 0,02
0,02 0,02
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.866.255,98 5.084.230,83
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 447.046,15 303.840,19
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 998.903,53 1.141.561,09
6.312.205,66 6.529.632,11
6.312.205,68 6.529.632,13

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG, Mülheim an der Ruhr

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG, Mülheim an der Ruhr, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 4. August 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Herting, Wirtschaftsprüfer

ppa. Holger Brauner, Wirtschaftsprüfer

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