HS Modules Management GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Photovoltaikmodulen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wen- Hao Wu seit 11.12.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Apollo Precision (Kunming) Yuanhong Limited | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Solibro Hi-Tech GmbHBitterfeld-WolfenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Bilanz zum 31. Dezember 2016AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 01.01. BIS 31.12.2016
SOLIBRO HI-TECH GMBH, BITTERFELD-WOLFENAmtsgericht Stendal, HRB 20354Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20161. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 der Solibro Hi-Tech GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen sind für die Gesellschaft in 2016 die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften anzuwenden. Die Gliederungsvorschriften des § 266 HGB für die Bilanz und des § 275 HGB für die Gewinn- und Verlustrechnung wurden beachtet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Von den Erleichterungen gemäß §§ 286 Abs. 4 und 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 werden erstmals die durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) geänderten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften angewendet. Die Vorjahreszahlen wurden nicht an die geänderten Vorschriften angepasst. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit nicht anders beschrieben oder dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. 1.1. Anlagevermögen Die ausgewiesenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, soweit abnutzbar vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die Herstellungskosten beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Die geringwertigen Anlagegüter mit Anschaffungskosten von EUR 150,00 bis EUR 410,00 werden aktiviert und noch im selben Jahr vollständig abgeschrieben. 1.2. Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die unfertigen Erzeugnisse, unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten erfasst. Liquide Mittel sind zu ihrem Nennwert angesetzt. 1.3. Eigenkapital Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. 1.4. Rückstellungen Die Rückstellungen sind so bemessen, dass sie in angemessenem und ausreichendem Umfang den erkennbaren Verpflichtungen und Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen Rechnung tragen. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. 1.5. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag ausgewiesen. 1.6. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Stichtagkurs am Bilanzstichtag bewertet, soweit deren Restlaufzeit ein Jahr oder weniger beträgt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden am Bilanzstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips zum historischen Kurs oder zum Stichtagkurs umgerechnet. 2. Erläuterungen zur Bilanz Bei der Betrachtung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist zu beachten, dass im Vergleichsjahr 2015 Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen der Solibro GmbH als verbundenes Unternehmen bilanziert wurden. Zum 31.12.2016 ist die Solibro GmbH kein verbundenes Unternehmen der Gesellschaft mehr. 2.1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte nach Anschaffungskosten, Abschreibungen sowie Buchwerten je Posten des Anlagevermögens sind dem am Ende des Anhangs beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau teilen sich auf die Maschinen GRID Tool mit TEUR 2.776 und Junctionbox TEUR 232 auf. 2.2. Vorräte Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
Die unfertigen Erzeugnisse, unfertigen Leistungen setzen sich aus dem in der Produktion befindlichen Coater in Höhe von TEUR 4.483 sowie drei KF retrofits in Höhe von insgesamt TEUR 838 zusammen. Der Fertigstellungsgrad des Coaters betrug zum Stichtag 99 %. 2.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten insgesamt Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 564. Die Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert aus der Beendigung der Verbundbeziehung mit der Solibro GmbH. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Solibro GmbH wurden im Geschäftsjahr saldiert ausgewiesen, da es sich um gleichartige Forderungen und Verbindlichkeiten handelt. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind TEUR 1.263 (Vorjahr: TEUR 594) gegen die Solibro GmbH aus Finance-Leasing-Verträgen enthalten. Die Forderungen sind zum Stichtag mit dem Barwert bilanziert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten vollumfänglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 4.853). 2.4. Eigenkapital Mit Gesellschafterbeschluss vom 15.07.2014 wurde eine Erhöhung der Kapitalrücklage um bis zu TUSD 90.000, sowie eine Umwandlung eines Gesellschafterdarlehns in Höhe von TEUR 9.330 in die Kapitalrücklage beschlossen. Zum Stichtag sind TEUR 24.336 in die Kapitalrücklage eingezahlt. 2.5. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden für folgende Verpflichtungen gebildet:
Die Veränderung der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen steht im Zusammenhang mit der Beendigung der Verbundbeziehung mit der Solibro GmbH. 2.6. Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten nach Fristigkeit ergibt sich aus nachstehender Übersicht:
Der Gesamtbetrag der durch Sicherungsübereignung besicherten Verbindlichkeiten beträgt TEUR 525. Die Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist der Beendigung der Verbundbeziehung mit der Solibro GmbH geschuldet. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Darlehen. 3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse resultieren aus der Veräußerung einer Maschine sowie aus erbrachten Dienstleistungen. Der Betrag der Umsatzerlöse, der sich aus der Anwendung der Umsatzerlösdefinition gemäß BilRUG im Vorjahr ergeben hätte, beläuft sich auf TEUR 5.095.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus der Forschungsförderung enthalten. Die Erträge aus den Service-Verträgen werden nunmehr gemäß der Neuregelung durch das BilRUG unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Die Zinserträge resultieren aus der Aufzinsung der Forderung aus Finance-Leasing-Verträgen mit der Solibro GmbH. 4. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Das Bestellobligo per 31.12.2016 beträgt TEUR 265 (Vorjahr: TEUR 332). Die Solibro GmbH hat mit der Solibro Hi-Tech GmbH am 28.10.2014 eine Rahmenvereinbarung mit zugehörigen Einzelverträgen geschlossen, die die Beziehungen zwischen beiden Firmen hinsichtlich gegenseitig erbrachter Dienstleistungen regelt. Insbesondere mietet die Solibro Hi-Tech GmbH mittels dieser Verträge ihre Büroräume und bezieht Dienstleistungen hinsichtlich Lohnbuchhaltung, Internetanschluss, Telekommunikationsleistungen, Lagerhaltung, Einkauf, Vertrieb sowie die Nutzung von Einrichtungen der Solibro GmbH. Im Gegenzug erbringt die Solibro Hi-Tech GmbH für die Solibro GmbH Dienstleistungen hinsichtlich Produkt Management, Produktionssicherung, Qualitätssicherung und IT. Daraus ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von ca. TEUR 545 für 2017. Darüber hinaus bestehen keine Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen sowie Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten. 5. Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 65 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 62 Angestellte und 3 gewerbliche Mitarbeiter. 6. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2016 waren als Geschäftsführer bestellt: Herr Lin, Fu-Ruong, Geschäftsführer, Chupei City (bis 24.01.2017) Herr Liu, Jianjun, Geschäftsführer, Peking (bis 04.08.2016) Im Zeitraum zwischen Bilanzstichtag und Aufstellung des Jahresabschlusses wurde ein neuer Geschäftsführer bestellt: Herr Yuh-Jia Su, Geschäftsführer, Cupertino (seit 24.01.2017) 7. Mutterunternehmen Die Solibro Hi-Tech GmbH wird in den Konzernabschluss der Apollo Precision (Kunming) Yuanhong Limited, mit Sitz in China (kleinster Konzernkreis) einbezogen, sowie in den Konzernabschluss nach chinesischen Rechnungslegungsvorschriften der Hanergy Holding Group Ltd., Beijing (größter Konzernkreis). Die Konzernabschlüsse des kleinsten und größten Konzernkreises nach chinesischen Rechnungslegungsvorschriften, werden nicht veröffentlicht. 8. Ergebnisverwendung Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 6.619 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Bitterfeld-Wolfen, OT Thalheim, den 10.03.2017 Geschäftsführung gez. Herr Yuh-Jia Su, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20161. Rahmenbedingungen a.) Weltenergiesituation Der Umbruch in der Energiewirtschaft, angetrieben durch erneuerbare Energien und die Digitalisierung, aber auch die stabilen Erträge in der Energiewirtschaft, führten 2016 zu einem weiteren steigenden Interesse an Investitionen im Energiesektor. Im Photovoltaik-Sektor setzt sich der weltweite Ausbau nach Einschätzung von Markbeobachtern auf hohem Niveau weiter fort. Die britische Consulting-Gesellschaft Globaldata prognostizierte einen Anstieg der jährlichen Photovoltaik(PV)-Installationen rund um den Globus von rund 50.000 Megawatt (MW) im Jahr 2015 auf knapp 70.000 MW im Jahr 2020. Dieser Wert wurde im Jahr 2016 bereits fast erreicht. So geht Globaldata für das Jahr 2016 von einem Zubau von 69.670 MW aus, was einem Marktzuwachs von rund 40 Prozent entspricht. Für 2017 wird ein globaler Zubau von 63.300 MW erwartet (./. 9,1 Prozent). In den Jahren bis 2020 soll es dann sukzessive bis auf 69.860 MW ansteigen. Als Gründe für die Entwicklung nennen die Marktforscher Skaleneffekte, neue Technologien und politische Rahmenbedingungen. Es wird mit einem weiteren Preisrückgang für Solarmodule aufgrund von zusätzlichen Produktionskapazitäten und wettbewerbsorientierten Marktbedingungen gerechnet. Der Preisverfall bei Solarmodulen beschleunigt weiter den Ausbau von Solarinvestitionen. Neben einer Steigerung der Modul-Produktionskapazitäten rechnen die Experten aber auch mit einem Rückgang der Investitionssummen. Der Marktwert der installierten Anlagen soll demnach von 39,7 Mrd. US-Dollar in 2016 auf 33,4 Mrd. US-Dollar in 2020 sinken. Praveen Kumar Ama, Energie-Analystin von Globaldata, erklärte, dass aufgrund der nachlassenden Modulpreise die Projekte weniger Kapital beanspruchen. So hätten die Preise für Silizium- und Dünnschichtmodule seit 2010 einen kräftigen Preisrückgang erfahren. Waferbasierte Siliziummodule kosteten 2010 im Schnitt noch etwa 2,17 US-Dollar pro Watt, im Jahr 2015 sei dieser Preis bis auf 0,60 US-Dollar je Watt abgestürzt. Nach der Prognose von Analystin Ama könne der Preis bis 2020 weiter auf 0,48 US-Dollar je Watt fallen. Untermauert werden diese Marktanalysen mit dem Report "Power and Renewables Deals 2017" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC). Der Wert der Geschäftsabschlüsse im Energiesektor ist demnach in 2016 kräftig gestiegen. Zum starken Zuwachs hat laut PwC auch die anhaltende Konsolidierung innerhalb der Energiebranche beigetragen. Das Umfeld für Transaktionen bleibt laut PwC trotz der politischen Unsicherheiten positiv. Auf der einen Seite gewinnen erneuerbare Energien im Vergleich zu den Vorjahren weiter an Wettbewerbsfähigkeit. Auf der anderen Seite sorgen innovative Technologien für Potenzial. Es geht um die wachsenden Möglichkeiten, Energie zu speichern oder in intelligente Netze einzuspeisen oder um die globale Verbreitung von Elektrofahrzeugen. Noch aus einem weiteren Grund bleibt der Energiesektor nach Einschätzung von Schwieters, Leiter Energiewirtschaft bei PwC, im Fokus: "Für Investoren sind die stabilen, oft über einen längeren Zeitraum kalkulierbaren Erträge in der regulierten Energiewirtschaft nach wie vor attraktiv." b.) CIGS - Markt Situation Die CIGS-Solarzelle stellt einen Typ von Solarzelle dar, welche auf dem Werkstoff Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIGS) basiert. CIGS-Solarzellen besitzen im Gegensatz zu kristallinen Silizium-Solarzellen einen Absorber mit einer direkten Bandlücke. Die CIGS-Schicht wird in Dünnschichttechnologie gefertigt und ist je nach Hersteller 1-2 µm dick, während Dickschicht-Solarzellen auf Siliziumbasis mindestens ca. 150 µm dick sind. Durch die geringe Dicke ist es möglich, deutlich weniger Halbleitermaterial zu verwenden. Durch die geringe Schichtdicke werden die Ressourcen geschont und bei entsprechender Stückzahl ist eine deutlich kostengünstigere Herstellung als bei der Dickschicht-Technik zu erwarten. Die Produktionstechnik erlaubt zudem auch die Herstellung von semitransparenten und flexiblen Modulen. Einschränkungen bei der Massenproduktion von CIGS-Modulen könnte es geben, da der Rohstoff Indium relativ knapp ist und auch in anderen technologischen Produkten auf Halbleiterbasis (z. B. Flachbildschirme) Verwendung findet. Jedoch werden nur sehr geringe Mengen an Indium für die Solarzellen-Herstellung benötigt, so dass eine Massenproduktion die Indium-Knappheit nicht deutlich verschärfen wird. Durch die geringen Schichtdicken können bei entsprechender Substratwahl auch leichte Solarmodule für Anwendungen im Bereich der Photovoltaik hergestellt werden. Des Weiteren können Module direkt in einer Produktionslinie hergestellt werden - ohne den Umweg über einzelne Solarzellen, die anschließend verschaltet werden. Ein weiterer Vorteil der CIGS-Technologie ist darin begründet, dass bei CIGS-Modulen die Kilowattleistung pro Stunde meist über der Siliziumkonkurrenz liegt, da die Module bei schwachem Licht und höheren Temperaturen mehr Strom liefern. Das Potenzial von CIGS, was Kosteneinsparungen, flexible Anwendungen und hohe Wirkungsgrade angeht, wird durch EuPD Research, als führendes Markt- und Meinungsforschungsinstitut im Bereich der Nachhaltigkeit, nach wie vor als riesig eingeschätzt. Wie in der übrigen Photovoltaik, unterliegen auch die Hersteller von CIGS-Modulen einer starken Fluktuation. In den letzten Jahren haben viele Hersteller aufgegeben (z. B. CIS Solartechnik, Heliovolt, Nanosolar, Soltecture, Solyndra, tsmc-solar, Bosch Solar). Auf der anderen Seite sind neue Unternehmen erschienen. Hersteller sind unter anderem Avancis GmbH (DE) (Tochter des chinesischen Baukonzerns CNBM), Manz CIGS-Technology GmbH (DE) (Teil der Manz AG, früher Würth Solar) und Solar Frontier K. K. (JPN) (größter CIGS-Hersteller mit mehr als 1.000 MWp Jahreskapazität), sowie die Solibro GmbH, die MiaSolé Hi-Tech Corp. und die Global Solar. Die Solibro Business Unit mit der Solibro GmbH, der Solibro Hi-Tech GmbH und der Solibro Research AB (letztere als verbundene Unternehmen) verfügen hierbei in ihrer Stellung am Markt nach Solar Frontier über die größten Erfahrungen sowohl in der Forschung, Entwicklung der CIGS-Technologie und der Produktion von Solarmodulen als auch bei der erfolgreichen Errichtung und Betreibung von CIGS-Produktionsanlagen. 2. Unternehmensentwicklung a.) Allgemeines Die Solibro Hi-Tech GmbH wurde am 19.10.2012 mit Sitz in München gegründet. Mit Vertrag vom 20.12.2012 wurde die Gesellschaft von Hanergy Hi-Tech Power (HK) Limited mit Sitz in Hong Kong gekauft. Mit Gesellschafterbeschluss vom 20.12.2012 wurde die Gesellschaft in Solibro Hi-Tech GmbH umbenannt und der Geschäftszweck geändert. Gegenstand des Unternehmens ist die Forschung und Entwicklung im Bereich Solartechnologie sowie die schlüsselfertige Bereitstellung von Solarenergieeinrichtungen (Turnkey-Geschäft). Der Sitz der Gesellschaft wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 05.02.2014 an den heutigen Sitz Sonnenallee 32-36, OT Thalheim, 06766 Bitterfeld-Wolfen, Deutschland, verlegt. Weiterhin wurde der Gesellschaftsvertrag vollständig neu gefasst, ein Beirat berufen, sowie Geschäftsordnungen für die Geschäftsführung sowie den Beirat erlassen. Per Betriebsübergang wurden mit Wirkung zum 1. März 2014 die Bereiche Forschung und Entwicklung, Produktmanagement und Produktentwicklung von der Solibro GmbH zur Solibro Hi-Tech GmbH im Rahmen der Diversifikation der Geschäftstätigkeit der Hanergy-Gruppe transferiert. Zudem wurde die Bereiche Administration, Finanzen, IT und HR neu in der Solibro Hi-Tech GmbH aufgebaut und etabliert. Mit Wirkung zum 14. Juli 2014 hat die Hanergy Hi-Tech Power (HK) Limited mit Sitz in Hong Kong ihre Geschäftsanteile an die Apollo Precision (Kunming) Yuanhong Limited mit Sitz in China (ein Unternehmen der Hanergy Holding Group - China) veräußert. Im Geschäftsfeld der Bereitstellung von Solarenergieeinrichtungen begann die Gesellschaft im Jahr 2014 mit dem Bau zweier CIGS-Anlagen. Die erste CIGS-Anlage wurde im Mai 2015 fertiggestellt. Eine weitere CIGS-Anlage wurde in 2016 fertiggestellt und wird noch im 1. Halbjahr 2017 nach einem Dauertest an die Solibro GmbH übergeben. Die Solibro Hi-Tech GmbH engagiert sich weiterhin darum, Projekte zur Lieferung von schlüsselfertigen Produktionslinien auf der Basis der CIGS-Technologie einzuwerben. Hierzu finden derzeit Gespräche auf unterschiedlichen Ebenen mit potenziellen Investoren aus China statt. Während sich der Aufbau der 33 MW Produktionslinie in Nanjing (Jiangsu Provinz) verzögert, da das kundenseitig bereitzustellende Gebäude bisher nicht fertiggestellt wurde, gibt es zwei weitere erfolgversprechende Vorhaben, die kurzfristig starten könnten. Das erste Vorhaben in Zibo (Shandong Provinz) bietet die Chance, das ursprünglich für das Projekt in Nanjing vorgesehene Equipment dorthin zu verlagern, die Anlagen kurzfristig aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Darüber hinaus finden derzeit intensive Gespräche mit Investoren der chinesischen Steinkohleindustrie statt, die darauf abzielen, in Taiyuan (Shanxi Provinz) eine 300 MW Produktionsstätte in zwei Ausbaustufen je 150 MW zu realisieren. Begünstigt wird dieses Projekt durch den Umstand, dass die chinesische Steinkohleindustrie derzeit durch staatliche Auflagen reglementiert wird, Alternativinvestitionen in regenerativen Industrien wie der Photovoltaikbranche zu tätigen, um weiterhin die Erlaubnis zu erhalten, Steinkohle fördern zu dürfen. In Vorbereitung auf dieses Projekt werden derzeit Feasibility Studies erstellt. Weiterhin finden Verhandlungen mit Unterlieferanten statt, die darauf abzielen, in der zweiten Jahreshälfte 2017 Produktionsequipment für das Taiyuan-Projekt nach China zu liefern, vor Ort aufzubauen und in der ersten Jahreshälfte 2018 in Betrieb zu nehmen. Für dieses Projekt würde die SHT einerseits einen Teil des Produktionsequipments als Maschinenbauer selbst herstellen und liefern, anderseits würde SHT weiteres Produktionsequipment zukaufen und als Turnkey-Lieferant nach China weiterverkaufen und zusätzlich vor Ort Projektmanagement- und Engineering-Dienstleistungen erbringen. b.) Forschung und Entwicklung Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 hat das Unternehmen zahlreiche Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Weiterentwicklung der CIGS-Technologie sowie der Optimierung der Produktion bei der Solibro GmbH weitergeführt. Die Ergebnisse dieser Forschungs- und Entwicklungstätigkeit waren ausschlaggebend für die im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielten technologischen Erfolge. So wurde durch R & D-Projekte zur Effizienzsteigerung ein neuer Effizienzweltrekord für CIGS-Module unter Produktionsbedingungen von 16,97 % aufgestellt. Damit unterstreicht das Unternehmen auch im Jahr 2016 seine technologische Spitzenposition im Bereich der CIGS-Technologie. Im Geschäftsjahr 2016 wurde ebenso das internationale und geförderte Verbundprojekt PLIANT (Process Line Implementation for Applied Surface Nanotechnologies) fortgeführt. In diesem Projekt, welches unter Führung der Fraunhofer Gesellschaft die entsprechenden Kompetenzen von Forschungspartnern aus verschiedenen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union bündelt, beteiligt sich das Unternehmen weiterhin aktiv. Darüber hinaus wurde ein weiteres deutsches Verbundprojekt "EFFCIS" im August 2016 gestartet. Für die Jahre 2017 und 2018 sind von Seiten der Solibro Hi-Tech GmbH zahlreiche Aktivitäten in Forschung und Entwicklung geplant. Der Themenschwerpunkt stellt die Steigerung des Wirkungsrades der Solarmodule bis auf Werte von oberhalb 18,5 % dar. Erklärtes Ziel der Gesellschaft ist es hierbei, die konventionelle polykristalline Technologie, sowohl aus Sicht des mittleren Wirkungsgrades, als auch aus Sicht der Kostenführerschaft, bis 2020 abzulösen. Über die bereits genannten Projekte hinaus gibt es zudem zahlreiche rein interne Forschungsvorhaben, die überwiegend in Kooperation mit dem schwedischen Forschungsstandort, der Solibro Research AB, durchgeführt werden. Ziel ist hierbei insbesondere die Skalierung und Industrialisierung von neuartigen Prozessen der Dünnfilmbeschichtung. Im Projekt "ngEpt" beispielsweise soll die Abscheidung der Absorberschicht CIGS durch das gleichzeitige Verdampfen umfassend verbessert werden. Das Projekt ALD-Prototype beschäftigt sich damit, die Pufferschicht Cadmiumsulfat durch eine hochperformante Schicht zu ersetzen, die zudem ohne den Einsatz des Schwermetalls Cadmium auskommt. Weiterhin ist ein grundlegendes Neudesign des bisherigen Frontkontaktes geplant, unter Verwendung von neuartigen Kontaktierungskonzepten (Projekte GRID, LpCVD, FSPL-GIC). Die zukünftige Kontaktierung bietet die Möglichkeit, Produkte mit der halben Modulspannung im Markt anzubieten und damit die BOS-Kosten (Kosten für die übrige Systemtechnik, balance-of-system) auf Seiten des Kunden zu reduzieren. Ziel ist hierbei neben der Prozessentwicklung auch die Entwicklung von Equipment Prototypen für die industrielle Volumenfertigung. Die Forschung und Entwicklung hat hierbei auch das Ziel, den Bereich Turnkey am Standort mit direkt umsetzbaren Lösungen für die nächste Fabrikgeneration auszustatten. Zudem wurden mehrere Projekte gestartet, die neben der Effizienzsteigerung der Module auch der signifikanten Reduzierung der Kosten für die Errichtung zukünftiger Solarfabriken Rechnung tragen und somit auch das Turnkey-Business der Solibro Hi-Tech GmbH stärken. Die Steuerung der Projekte erfolgt im Rahmen des zweiwöchentlich tagenden "Project Steering Comitee". Die Forschung und Entwicklung ist eine zentrale Aufgabenstellung der Gesellschaft. c.) Investitionen In Sachanlagen wurden im Berichtsjahr TEUR 252 und in immaterielle Vermögensgegenstände TEUR 27 investiert. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Zugänge zu dem im Bau befindlichen GRID Prototype Tool. d.) Finanzierung Zum Ende des Geschäftsjahres 2016 bestanden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 6.000 (Vorjahr: TEUR 10.957). Über Unternehmen der Hanergy-Gruppe wurden die benötigten finanziellen Mittel in Form von Darlehen und Eigenkapitalzuführungen zur Aufrechterhaltung der operativen Tätigkeit bereitgestellt. e.) Personal Im Jahresdurchschnitt waren 65 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt. Per 31.12.2016 waren 66 Mitarbeiter angestellt. 3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage a.) Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Solibro Hi-Tech GmbH verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 17.953 auf TEUR 14.214. Diese Veränderung resultiert aus der Entwicklung diverser Bilanzpositionen. Auf der Aktivseite hat eine Reduzierung des Anlagevermögens von TEUR 3.952 auf TEUR 3.472 (im Wesentlichen bedingt durch Abgänge bei den Anlagen im Bau), eine Verringerung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 5.764 auf TEUR 4.988, sowie eine Abnahme der liquiden Mittel von TEUR 2.701 auf TEUR 112 die Veränderung der Bilanzsumme verursacht. Die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Abnahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert aus der Beendigung der Verbundbeziehung mit der Solibro GmbH und dementsprechend dem angepassten Ausweis der Forderungen aus den Service Level Agreements (SLA) zwischen den beiden Gesellschaften. Der Bestand an liquiden Mitteln sank zum Ende des Geschäftsjahres 2016 gegenüber dem Vorjahr von TEUR 2.701 auf TEUR 112. Grund für die zuvor genannte Reduzierung war die Umsetzung eines effizienteren Cash-Managements innerhalb des Hanergy-Verbundes. Für die Sicherstellung der entsprechenden finanziellen Mittel zur Durchführung des Geschäftsbetriebes waren vor allem die Liquiditätszuführungen des Gesellschafters maßgeblich. Auf der Passivseite ergaben sich folgende Änderungen der Bilanzsumme: Das Eigenkapital beträgt zum Jahresende TEUR 5.639 (Vorjahr: TEUR 5.317) und die Eigenkapitalquote 39,67 % (Vorjahr: 29,62 %). Dem gezeichneten Kapital in Höhe von TEUR 25 und der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 24.336 (Vorjahr: TEUR 17.396) steht ein Verlustvortrag in Höhe von TEUR ./. 12.103 (Vorjahr: TEUR ./. 4.897) und Jahresergebnis in Höhe von TEUR ./. 6.619 (Vorjahr: TEUR ./. 7.207) gegenüber. Die Rückstellungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 686 auf TEUR 1.589. Dies ist hauptursächlich auf die Beendigung der Verbundbeziehung mit der Solibro GmbH und dem damit im Zusammenhang stehenden geänderten Ausweis der Rückstellungen gegenüber dieser Gesellschaft im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten verringerten sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 11.732 auf TEUR 6.986. Ursache hierfür war, neben der oben aufgeführten geänderten Ausweisthematik, die Rückführung von Darlehen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.359 im Geschäftsjahr 2016. b.) Ertragslage Die Umsatzerlöse haben sich von TEUR 3.329 auf TEUR 2.483 verringert. Die Umsatzerlöse resultieren i.H.v. TEUR 740 aus der Veräußerung einer Maschine im Rahmen eines Finance-Leasing-Vertrages sowie in Höhe von TEUR 1.743 aus erbrachten Dienstleistungen, welche auf Dienstleistungsvereinbarungen mit der Solibro GmbH hinsichtlich Produkt-Management, Produktionssicherung, Qualitätssicherung und IT Dienstleistungen beruhen. Der Betrag der Umsatzerlöse, der sich aus der Anwendung der Umsatzerlösdefinition gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) im Vorjahr ergeben hätte, beläuft sich auf TEUR 5.095. Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich von TEUR 2.058 auf TEUR 521. Die Ursache hierfür liegt in der Anwendung der geänderten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften durch das (BilRUG). Der Materialaufwand sank um TEUR 1.015 auf TEUR 1.398 (Vorjahr: TEUR 2.413) und betrifft im Wesentlichen den Bau von drei Kaliumfluorid(KF)-Retrofit Upgrades für die CIGS-Anlagen. Der Personalaufwand verringerte sich in 2016 auf TEUR 4.558 (Vorjahr: TEUR 5.263). Dies ist auf den vergleichsweise gesunkenen Personalbestand zurückzuführen. Die planmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 68). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich im Berichtszeitraum um TEUR 1.363 auf TEUR 3.829 (Vorjahr: TEUR 5.192). Hauptursächlich hierfür waren gesunkene Aufwendungen für sonstige Fremdleistungen (TEUR ./. 665), Aufwendungen für Reparatur und Wartung (TEUR ./. 430), Aufwendungen aus Kursdifferenzen (TEUR ./. 140) sowie Reisekosten (TEUR ./. 104). Das Finanzergebnis weist im Geschäftsjahr einen Betrag von TEUR 71 gegenüber einem Betrag von TEUR 59 im Vorjahr aus. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus geringeren Zinsaufwendungen auf Grund zu Beginn des Jahres 2016 getilgter Darlehen gegenüber verbunden Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte die Gesellschaft ein Jahresergebnis von TEUR ./. 6.619 (Vorjahr: TEUR ./. 7.207). 4. Risikobetrachtung a.) Versicherungsrisiken Die Solibro Hi-Tech GmbH nutzt übliche Versicherungen als ein wesentliches Instrument zur Minimierung bestehender Risiken, sofern dies wirtschaftlich vertretbar ist. b.) Finanzwirtschaftliche Risiken Voraussetzung für eine Unternehmensfortführung ist kurzfristig die weitere finanzielle Unterstützung durch die Hanergy-Gruppe mit dem Vertrag über die Zuführung von Eigenkapital bis zu 90 Mio. USD. Mittel- und langfristig sind einerseits Abschlüsse von neuen Verträgen im Rahmen der Weiterentwicklung und des Verkaufs von einzelnen Maschinen sowie andererseits der Verkauf von schlüsselfertigen Solarenergieeinrichtungen (Turnkey-Geschäft), auch außerhalb des Hanergy-Verbundes, geplant und bereits in der Vorbereitung, um das Unternehmen finanziell zu sichern. c.) Liquiditätsrisiko Der Ermittlung des Liquiditätsbedarfes und -bestandes erfolgt durch eine rollierende, wöchentliche Liquiditätsplanung. d.) Absatzrisiken Grundsätzliche Absatzrisiken im Hinblick auf den künftigen Absatz können sich aus den anspruchsvollen Bedingungen des Marktes für das Turnkey-Geschäft im CIGS-Segment ergeben. Demgegenüber verfügt die Solibro Hi-Tech GmbH über erfolgversprechende Aussichten, kurzfristig ein oder mehrere Turnkey-Projekte zur Lieferung von CIGS-Produktionslinien - insbesondere in der VR China - zu akquirieren und durchzuführen (siehe auch Abschnitt Unternehmensentwicklung). Die mehrjährige Erfahrung bei der Produktion von CIGS-Solarmodulen in der Solibro GmbH, aus der die Solibro Hi-Tech GmbH 2014 hervorgegangen ist, sowie der anhaltende technologische Support, den die Anlagen- und Prozessingenieure der Solibro Hi-Tech GmbH nach wie vor für die Solibro GmbH im Rahmen der Service Level Agreements (SLA) leisten, sichert eine ausgewiesene fachliche Expertise, wie sie Wettbewerber im Turnkey-Geschäft, die nicht über "eigene" Produktionskapazitäten verfügen, nicht vorweisen können. Absatzrisiken ergeben sich ebenso daraus, dass bisher ausschließlich der Hanergy-Verbund der Auftraggeber ist. Um dieses Risiko zu minimieren, wurden bereits eigene Vertriebsaktivitäten gestartet, verbunden mit strukturellen und personellen Veränderungen im Unternehmen, wie den Aufbau eines neuen Salesbereiches für das Turnkey-Business. e.) Währungsrisiko Währungsrisiken können sich insbesondere aus Bezugsverträgen, Darlehen und den sich anschließenden Währungstransaktionen zukünftiger Geschäfte, insbesondere des Turnkey-Geschäfts, ergeben. Aktuell hat die Solibro Hi-Tech GmbH hier keinerlei Risiken. f.) Zinsrisiko Zurzeit bestehen keine signifikanten Zinsrisiken aufgrund von Festzinsverträgen. g.) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Solibro Hi-Tech GmbH hat öffentliche Fördermittel für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in Höhe von TEUR 105 vereinnahmt, welche an Auflagen gebunden sind. Bei Nichteinhaltung dieser Auflagen kann es zur vollständigen bzw. teilweisen Rückforderung der Fördermittel kommen. h.) Rechnungslegungsrisiken Die eingesetzten Systeme im Finanzbereich sind standardisiert und durch entsprechende Einstellungen und Einrichtungen in der EDV gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden laufend auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Dies erfolgt durch Stichproben und Plausibilitätskontrollen. Durch die eingesetzte Software finden programmierte Plausibilitätsprüfungen statt, z. B. im Rahmen von Zahlungsläufen. Bei rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird außerdem das Vier-Augen-Prinzip angewendet. i.) Personalrisiken Grundsätzlich besteht für jedes Unternehmen die Gefahr, dass Leistungsträger das Unternehmen verlassen. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass die für die Geschäftsentwicklung notwendigen Personalkapazitäten nicht zu den vorgesehenen Konditionen verfügbar sind oder für den Standort gewonnen werden können. j.) Informationstechnische Risiken Die Kommunikations- und Informationssysteme sind für die Geschäftsprozesse von zentraler Bedeutung. Nahezu alle zentralen Geschäftsprozesse sind IT-basiert. Daher hat die störungsfreie Bereitstellung und die optimale Unterstützung der Prozesse oberste Priorität. Für dieses Risiko zeichnete sich im Berichtsjahr die eigene IT-Abteilung in Kooperation mit einem externen IT-Dienstleister verantwortlich. Die IT-Risiken werden durch hohe Sicherheitsstandards minimiert. Darüber hinaus werden die verwendeten IT-Systeme und Anwendungen auf Eignung und sichere und ordnungsgemäße Abwicklung der Geschäftsprozesse regelmäßig überprüft. Sollte sich im Rahmen der Analyse Handlungsbedarf ergeben, werden die Systeme aktualisiert und weiterentwickelt. Dabei wird besonderer Wert auf die Aspekte IT-Security, Datenschutz und Datensicherheit gelegt. k.) Rechtsstreitigkeiten Die Solibro Hi-Tech GmbH hat derzeit keine Rechtstreitigkeiten. l.) Innerbetriebliche Risiken Der zukünftige Erfolg der Solibro Hi-Tech GmbH wird ganz wesentlich von der weiteren technischen Entwicklung der in den vergangenen Jahren gewonnenen Erkenntnisse von CIGS-Dünnschichtmodulen und vom weiteren Ausbau des Turnkey-Geschäfts bestimmt. Das Erreichen der für die kommenden Geschäftsjahre 2017 und 2018 gesetzten technischen und betriebswirtschaftlichen Meilensteine wird darüber entscheiden, ob das Unternehmen zukünftig in der Lage sein wird, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Mit den in den vergangenen Geschäftsjahren erreichten Fortschritten, der Fokussierung auf die Kernkompetenzen sowie der sicheren Einordnung in die Struktur der Hanergy-Gruppe wurden die Rahmenbedingungen geschaffen. 5. Prognosebericht Die Solibro Hi-Tech GmbH wird sich im Geschäftsjahr 2017 auf die folgenden für die Hanergy-Gruppe strategisch wichtigen Geschäftsfelder bzw. Funktionen konzentrieren: a.) Weiterentwicklung der CIGS-Technologie durch das "Global Competence Center" b.) Fortführung und Abschluss von Turnkey-Geschäften sowohl innerhalb der Hanergy-Gruppe, als auch zu potenziellen externen Partnern weltweit. c.) Entwicklungspartner für die Solibro GmbH zur Weiterentwicklung, Optimierung und Erprobung neu entwickelter Produktionsmaschinen. d.) Unterstützung der Solibro GmbH hinsichtlich der Produktion von CIGS-Dünnschichtmodulen. Mit der Konzentration auf diese Geschäftsfelder erschließen sich dem Unternehmen nachhaltige Absatz- bzw. Umsatzmöglichkeiten. Diese Maßnahmen werden helfen, die am Standort und im Unternehmen vorhandenen Kompetenzen zu erhalten, mit denen der Hanergy-Gruppe zu bündeln und nachhaltig auszubauen. Die damit verbundenen unternehmerischen und regionalen Anforderungen sind herausfordernd und im Verbund mit Hanergy erreichbar. Trotz einer insgesamt verbesserten Marktsituation sowie den oben beschriebenen Maßnahmen und Fokussierungen wird aufgrund der geplanten Aufwendungen für die Forschung und Entwicklung, um die Effizienz weiter zu erhöhen, für das Geschäftsjahr 2017 ein ausgeglichenes und erst für 2018 ein operativ positives Ergebnis erwartet. Ziel der Solibro Hi-Tech GmbH im Geschäftsjahr 2017 ist es, zwei Turnkey-Geschäfte mit einem Umfang von jeweils 300 MW abzuschließen sowie mindestens eine 150 MW-Linie zu errichten. Aufgrund der unvermeidbaren Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Prognose zukünftiger Entwicklungen lässt sich nicht ausschließen, dass es künftig zu Abweichungen der tatsächlichen Ergebnisse von den gegenwärtigen Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung kommt. 6. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Im Zeitraum zwischen Bilanzstichtag und Aufstellung des Jahresabschlusses wurde ein neuer Geschäftsführer, Herr Yuh-Jia Su, bestellt.
Bitterfeld-Wolfen OT Thalheim, den 10. März 2017 Geschäftsführung gez. Herr Yuh-Jia Su, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Solibro Hi-Tech GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 3L Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der Geschäftsführung im Lagebericht hin. Dort wird im Abschnitt 4. Risikobetrachtung unter Finanzwirtschaftliche Risiken ausgeführt, dass Voraussetzung für die Unternehmensfortführung die weitere finanzielle Unterstützung durch die Hanergy-Gruppe ist."
Leipzig, den 11. März 2017 RVC
Wirtschaftsprüfung GmbH
Stephan Strümpfel Wirtschaftsprüfer
Kunming, Apollo Precision (Kunming) Yuanhong Limited |
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