Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 761390
Vorher
SMARTRAC TECHNOLOGY Dresden GmbH
Eingetragen
21.2.2012
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieHerstellung von bestückten LeiterplattenHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Das Unternehmen befasst sich mit der Forschung, Entwicklung, Fertigung und dem Vertrieb elektronischer und elektromechanischer Baugruppen sowie Lösungen für das Internet der Dinge (Industrie 4.0) auf Basis von RFID- und NFC-Technologie. Dazu zählen insbesondere Flip-Chip-Montage, Wafer-Präparations-Technologie, RFID-Antennenund Inlay-Design, Produktherstellung sowie Softwareentwicklung. Das Unternehmen ist ferner beratend tätig und erbringt dabei Dienstleistungen zum Markenschutz, zur Produktauthentifizierung und Kundenbindung für Markenprodukthersteller, Konzerne, Händler und Handelsplattformen. Außerdem erbringt das Unternehmen Dienstleistungen für Konzernunternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Raymond van den Berg
seit 22.3.2023
Geschäftsführer
Anja Nagel
seit 11.5.2021
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Avery Dennison Netherlands Investment II B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
213.250 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Smartrac Technology GmbH

Leinfelden-Echterdingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

1.1 Geschäftsmodell

Die Smartrac Technology GmbH gehört seit dem 29. Februar 2020 zur Avery Dennison (AD)-Unternehmensgruppe, ein globales materialwissenschaftliches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Herstellung einer Vielzahl von Kennzeichnungs- und Funktionsmaterialien spezialisiert hat. Zu den Produkten des Unternehmens, die in nahezu allen wichtigen Branchen eingesetzt werden, gehören selbsthaftende Materialien für Etiketten und Grafikanwendungen; Klebebänder und andere Haftlösungen für Anwendungen in der Industrie, der Medizin und dem Einzelhandel; Anhänger, Etiketten und Verzierungen für Bekleidung; und RFID-Lösungen (Radio Frequency Identification) für Bekleidung im Einzelhandel und andere Märkte. Das US-amerikanische Unternehmen mit Hauptsitz in Mentor, Ohio, beschäftigt mehr als 35.000 Mitarbeiter in über 50 Ländern. Der im Jahr 2023 gemeldete Umsatz von der Avery Dennison Gruppe betrug 8,364 Milliarden US-Dollar. 1

Schwerpunkt der Smartrac Technology GmbH im Geschäftsjahr 2023 ist die Beschäftigung von Mitarbeitern in zentralen Funktionen der AD Smartrac-Gruppe für Forschung und Entwicklung, Produktmanagement, Finance, HR und IT sowie dem Vertrieb des Produktportfolios der Gruppe in der Region EMEA (Europa, der Mittlere Osten und Afrika).

Die Gesellschaft unterhält eine Zweigniederlassung in Tampere/Finnland.

1.2 Forschung & Entwicklung

Die AD Smartrac-Gruppe hat am Standort Tampere, Finnland, welche rechtlich der Smartrac Technology GmbH zugeordnet ist, ihr wesentliches Forschungs- und Entwicklungszentrum für RFID-Produkte und -Technologien sowie das Produkt- und Projektmanagement.

Im Jahr 2023 lag der Fokus der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten weiterhin auf der Entwicklung nachhaltiger Produkte. Es wurden Fortschritte in der Qualifizierung und Kommerzialisierung unserer 100% PET-freien Inlay-Technologie erreicht, sowie in der Forschung und Entwicklung hin zu Nano-Kupfer-basierten Antennen auf Papier unter Verwendung additiver Fertigungstechniken. Die anstehenden Veränderungen in der Produktentwicklung, die in den nächsten Monaten abgeschlossen werden müssen, haben höchste Priorität: Aktualisierungen unseres RFID-Inlay-Portfolios für Ics (Integrated Circuit) der nächsten Generation von unseren Hauptlieferanten, d.h. Aktualisierung von Produkten mit neuen, leistungsstärkeren ICs (Integrated Circuit), die ein verbessertes Kundenerlebnis und einen höheren Mehrwert garantieren. Darüber hinaus wurden neue F&E Aktivitäten im Bereich "Active Smart Label" Entwicklung für einen großen Industriezweig aufgenommen. Neben den genannten Themen ist hervorzuheben, dass die Entwicklung von AI/ML basierten Werkzeugen für die RFID / Intelligent Label Entwicklung Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ist.

Teamübergreifend sind Lösungsansätze erarbeitet worden, um RFID-Inlays in Produkte zu integrieren und mit Daten der "digitalen Geburt" anzureichern. Diese Daten stehen unseren Kunden oder auch Konsumenten in innovativen kontextsensitiven Lösungen zur Verfügung. So können z. B. je nach Uhrzeit, Kunde, Ort usw. andere Inhalte über das Smartphone angezeigt werden.

Die Kosten für Forschung und Entwicklung erhöhten sich gegenüber 2022 um Mio. EUR 1,2 auf Mio. EUR 4,8, hauptsächlich begründet durch höhere IT-Kosten durch Ansys in Tampere, Finnland. Zum Jahresende 2023 waren 41 (Vj.: 44) Mitarbeiter am Standort Tampere angestellt.

Die Betriebsstätte in Finnland erwirtschaftete 2023 einen Gewinn von TEUR 643 aus der Verrechnung von Dienstleistungen. Die daraus resultierende Einkommensteuer betrug TEUR 129.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.0 Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung

Im Jahr 2023 verzeichnete die deutsche Wirtschaft eine moderate Erholung, nachdem sie sich von den Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie und den durch den Ukraine-Konflikt verursachten Unsicherheiten erholt hatte. Die Inflation blieb ein zentrales Thema, wobei steigende Energiepreise und Lieferkettenprobleme die Kostenstrukturen vieler Unternehmen beeinflussten. Der Arbeitsmarkt zeigte sich robust, mit einer niedrigen Arbeitslosigkeit und einem wachsenden Fachkräftemangel, der Unternehmen zwang, ihre Gehaltsstrukturen zu überdenken. Investitionen in nachhaltige Technologien und Digitalisierung nahmen zu, da Unternehmen sich an veränderte Marktbedingungen und regulatorische Anforderungen anpassten. Insgesamt blieb das Wirtschaftswachstum verhalten, mit einer vorsichtigen Zuversicht für die kommenden Jahre, die durch geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Unsicherheiten gedämpft wurde. 2

2.1 Branchenentwicklung

Im Jahr 2023 erlebte die RFID-Branche eine wachsende Nachfrage, da Unternehmen verstärkt in digitale Transformation und Automatisierung investieren. Die Technologie wurde zunehmend in Logistik und Einzelhandel eingesetzt, um effizientere Bestandsverwaltung und Nachverfolgung zu ermöglichen, was zu Kosteneinsparungen führte. Trotz der positiven Wachstumsimpulse blieben Herausforderungen bestehen, insbesondere im Hinblick auf Datenschutz und die Integration in bestehende IT-Infrastrukturen. Der Wettbewerbsdruck nahm zu, da neue Anbieter auf den Markt drängten und etablierte Unternehmen ihre Produktpalette erweiterten. Insgesamt zeigte sich die Branche dynamisch, mit einem Fokus auf Innovation, um den sich wandelnden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. 3

Der Markt für RFID-Produkte (Transponder, Lesegeräte, Software und Dienstleistungen) ist im Jahr 2022 auf USD 12,8 Milliarden gewachsen. Es wurde erwartet, dass sich das Wachstum auf USD ca. 14 Milliarden im Jahr 2023 fortsetzt. 4

Für Avery Dennison ist im weiteren Sinne der Markt für RFID-Transponder im Bekleidungseinzelhandel relevant. Laut Berechnungen von VDC-Research wurden im Jahr 2023 passive Hochfrequenz-RFID-Transponder mit einem Wert von USD 1,6 Milliarden umgesetzt. 5

Für die nächsten Jahre wird in Bezug auf den RFID-Markt allgemein und für den RFID Transponder Markt im Speziellen weiterhin Wachstum erwartet. Insbesondere RFID-Anwendungen im Einzelhandel, Logistik sowie der pharmazeutischen, Gesundheits- und der Automobilbranche sind laut aktueller Einschätzung die wesentlichen langfristigen Wachstumstreiber.

2.2 Ertragslage

Der Umsatz der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 erhöhte sich um Mio. EUR 0,1 und betrug Mio. EUR 52,4. Der Umsatz aus dem Vertrieb von RFID-Produkten und -Dienstleistungen belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf Mio. EUR 35,3 (Vj.: Mio. EUR 36,2). Die Dienstleistungsumsätze aus Serviceleistungen für Konzerngesellschaften haben sich um Mio. EUR 0,5 auf Mio. EUR 17,1 erhöht. Die Gesellschaft übernimmt die Zentralfunktionen der Avery Dennison Smartrac-Gruppe, welche an die anderen Gesellschaften der Smartrac-Gruppe mit einem Aufschlag gemäß Master Service Agreement (GSP) weiterbelastet werden. Dabei handelt es sich um die GSP Weiterbelastungen gemäß Avery Dennison Vereinbarung.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnung.

Der Wareneinsatz der Gesellschaft verringerte sich zum Vorjahr um Mio. EUR 2,2 auf TEUR 26,5. Der Anstieg der Materialaufwendungen ist auf den Anstieg des Umsatzes zurückzuführen, die Materialaufwandsquote - bezogen auf die Umsatzerlöse - verringerte sich aufgrund der Veränderung des Produktmixes basierend auf Inlay Sales von 76,3 % auf 72,0 % im Geschäftsjahr 2023.

Die Personalaufwendungen erhöhten sich um Mio. EUR 2,1 auf Mio. EUR 11,3. Die Personalaufwandsquote - bezogen auf die Umsatzerlöse - erhöhte sich von 17,6 % auf 21,6 %.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Berichtsjahr bei insgesamt Mio. EUR 11,0; dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 2,9, aufgrund niedriger interner Kostenweiterbelastungen.

Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Ertragsteuern (EBITDA) beläuft sich auf Mio. EUR 5,0 Mio. (Vj.: Mio. EUR 4,0), das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) betrug Mio. EUR 3,7 (Vj.: Mio. EUR 3,4). Insgesamt schließen wir das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von Mio. EUR 3,2 (Vj.: Mio. EUR 2,9) ab.

Die geplanten Ziele für 2023 haben wir sowohl für den Umsatz als auch das erwartete Ergebnis übertroffen. Aufgrund von Verzögerungen eines Großprojektes sowie der allgemeinen wirtschaftlichen Lage in Europa liegt der Umsatz aus dem Vertrieb von RFID-Produkten im Jahr 2023 mit Mio. EUR 35,3 jedoch unter dem des Vorjahres.

2.3 Vermögens- und Finanzlage

Die immateriellen Vermögensgegenstände verringerten sich aufgrund der planmäßigen Abschreibung gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 0,7 auf Mio. EUR 1,9.

2023 wurde im Rahmen des ANSYS-Projektes ein globaler Lizenzpool für die AD Smartrac R&D-Standorte geschaffen, um fortschrittliche Antennensimulationswerkzeuge sowie eine KI-/ML-gesteuerte Webanwendung zu entwickeln, die eine "Echtzeit"-RFID-Produktentwicklung ermöglicht.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich insgesamt um Mio. EUR 0,2 bzw. 1 % auf Mio. EUR 17,8. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen am Bilanzstichtag höheren Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Mio EUR 7,9).

Die Kapitalstruktur weist Eigenkapital in Höhe von Mio. EUR 12,9 bzw. 59,55 % der Bilanzsumme (Vj.: Mio. EUR 9,7 bzw. 45 %) auf.

Auf der Passivseite reduzierten sich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 3,8 auf Mio. EUR 3,8.

Die Bilanzsumme blieb konstant auf Mio. EUR 21,7 (Vj.: Mio. EUR 21,7).

Das Unternehmen war im Geschäftsjahr 2023 in die Konzernfinanzierung von Avery Dennison eingebunden. Zwischen Smartrac und Avery Dennison Treasury Management B.V. wurden am 28. Februar 2020 gegenseitige Kreditrahmenverträge bis Mio. EUR 10 abgeschlossen. Hieraus resultierte zum Geschäftsjahresende eine Darlehensforderung von Mio. EUR 5,3 (Vj.: Darlehensforderung Mio. EUR 2,1). Die Liquidität der Gesellschaft war im gesamten Geschäftsjahr 2023 jederzeit sichergestellt.

Gesamtaussage

Insgesamt beurteilt die Gesellschaft die Vermögens-, Finanz und Ertragslage als zufriedenstellend.

2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche Kennzahlen zur Steuerung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse, das operative Ergebnis sowie das EBIT (Earnings before interest and taxes). Die Geschäftsführung der Gesellschaft und das Management der AD Smartrac-Gruppe überwachen auf monatlicher Basis die Entwicklung der Gesellschaft über das interne Berichtswesen, um frühzeitig Trends und Entwicklungen identifizieren zu können.

Die Geschäftsführung steuert das Unternehmen mit der Zielsetzung, dass die Gesellschaft für die gegenüber der Gruppe erbrachten Dienstleistungen neben dem Ersatz der Kosten einen positiven Ergebnisbeitrag erwirtschaftet. Gleichfalls soll mit dem Vertriebsgeschäft für die EMEA-Region ein positives Ergebnis erzielt werden, sodass sich damit insgesamt für die Gesellschaft ein Jahresüberschuss ergibt.

2.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Neben den finanziellen Kennzahlen verwenden wir auch nichtfinanzielle Indikatoren zur Unternehmenssteuerung, insbesondere in den Bereichen Personalsteuerung (Mitarbeiterzufriedenheit, Krankenquote, Fluktuation) und Absatzsteuerung (Kundenzufriedenheit, Umsatz pro Kunde), welche regelmäßig analysiert werden und daraus Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung abgeleitet werden. Der employee engagement score als Gesamtwert der letzten Mitarbeiterbefragung hat 80% betragen.

2.6 Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt beschäftigt die Gesellschaft 100 (Vj.: 85) Mitarbeiter sowie keine Auszubildende. Am Bilanzstichtag waren 90 (Vj.: 96) Mitarbeiter in der Gesellschaft beschäftigt.

2.7 Investitionen

Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 2023 Mio. EUR 1,5 (Vj.: Mio. EUR 2,8) und betrafen im Wesentlichen Software, Bauten auf fremden Grundstücken und Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung.

3. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Als eines der wesentlichen Forschungs- und Entwicklungszentren der Smartrac-Gruppe sowie durch die Rolle der Gesellschaft für die zentralen Verwaltungsaktivitäten und die Vertriebstätigkeiten in der EMEA-Region der Gruppe ergeben sich die wesentlichen Chancen und Risiken des Unternehmens aus der erfolgreichen Umsetzung von Entwicklungsprojekten sowie dem gewinnbringenden Verkauf der Produkte. Die Aufwendungen für gruppenweite Funktionen werden über Konzernumlagen gedeckt, die auch einen positiven Ergebnisbeitrag enthalten.

Das Wachstum des RFID/NFC-Marktes, insbesondere getrieben durch den Trend zur Automatisierung von Prozessen in der Industrie, im Handel und in der Logistik, bietet weiterhin hervorragende Chancen für die Smartrac-Gruppe im Allgemeinen und die Smartrac Technology GmbH im Speziellen, Umsatz und Erträge weiter auszubauen. Die Einbindung in den AD Konzern hat sich hier positiv ausgewirkt.

Chancen bzw. Risiken sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven bzw. negativen Ergebnisabweichung führen. Unser Ziel ist es, ein Optimum aus Risikovermeidung, -reduzierung und kontrollierter Risikoakzeptanz zu erreichen. Das rechtzeitige Erkennen, Evaluieren und Reagieren auf Risiken ist ein wesentlicher Bestandteil der Führungstätigkeit der Geschäftsführung. Ein einheitliches Planungs- und Berichtswesen und eine laufende Überwachung der Pläne (Abweichungsanalysen/ Auswertungen) sind Grundlage dafür. Zur Absicherung gegen Schäden aus allgemeinen Risiken hat das Unternehmen Versicherungen abgeschlossen, darunter eine Sachversicherung, eine Haftpflichtversicherung, eine D&O-Versicherung sowie eine Transportversicherung.

Es bestehen folgende wesentliche Einzelrisiken, die zum Teil auch indirekt, über die Gruppengesellschaften weltweit, auf die Gesellschaft wirken. Die Aufzählung der Risiken erfolgt in abnehmender Bedeutung:

Konzernabhängigkeit/IT-Umfeld

Wesentliches Risiko aber auch Chance unseres Unternehmens stellt die Abhängigkeit von der Avery Dennison Gruppe hinsichtlich Zentralfunktionen wie z.B. IT-Infrastruktur und Finanzierung dar. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen gehen wir von einem mittleren Risiko aus.

Beschaffungsrisiko

Das Beschaffungsrisiko betrifft mögliche Versorgungsstörungen hinsichtlich Mengen, Qualität und Preisen. Diesem Risiko wirkt das Unternehmen durch eine sorgfältige Auswahl der Lieferanten nach den Kriterien Preis, Zuverlässigkeit, Bonität und Qualität entgegen. Das Unternehmen ist in das globale Supply Chain Management der Avery-Dennison Gruppe integriert. Die Verfügbarkeit von Chips und politische Entwicklungen zur Einschränkung des Welthandels erhöhen das Risiko der zeitnahen Versorgung mit Waren. Dem Risiko wird insbesondere durch den Bezug der Waren von Lieferanten aus unterschiedlichen Ländern und Regionen begegnet. Um die Verfügbarkeit von Chips zu verbessern, stehen wir in engem Kontakt mit unseren Chip Lieferanten und versuchen Produkte auf verfügbare Chip Generationen umzustellen. Die Zugehörigkeit der Gesellschaft zur Avery Dennison Gruppe hat eine Ausweitung des konzerninternen Lieferantenkreises ermöglicht. Die ersten drei Risiken werden als mittel und die restlichen als gering angesehen.

Absatzrisiko

Das Unternehmen ist in die globale Struktur der (AD)-Unternehmensgruppe eingebunden. Damit werden Absatzrisiken über eine internationale Vertriebsorganisation und zentrale Kapazitätsplanung gesteuert. Gleichwohl kann eine globale Rezession zu Nachfrage Ausfällen und Verzögerungen bei RFID-Projekten mit negativen Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage führen. Durch die Inflation besteht ein erhöhtes Risiko für einen zeitweisen Rückgang der Nachfrage aufgrund von Werksschließungen beziehungsweise aufgrund des Aufschubs von Investitionsentscheidungen von Kunden und deren Kunden. Der Umfang des möglichen Nachfragerückgangs ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht absehbar. Wir gehen von einem mittleren Risiko aus.

Wettbewerbsrisiko

Als Technologieunternehmen ist das Unternehmen dem Risiko ausgesetzt, seine Marktposition durch Technologie Nachahmungen oder neue Technologien von Wettbewerbern nicht halten zu können. Diesem Risiko steuert die Gesellschaft mittels einer kontinuierlichen Beobachtung der Wettbewerber, einem hohen Forschungs- und Entwicklungsaufwand und eine konsequente Patentpolitik entgegen.

Produktrisiko

Produktmängel können Haftungsansprüche und kostenträchtige Austauschmaßnahmen nach sich ziehen. Solchen Risiken begegnen wir mit sorgfältiger Produktentwicklung und umfangreichem Qualitätsmanagement einschließlich einer intensiven Marktbeobachtung. Versicherungsverträge und sonstige Vorsorgemaßnahmen begrenzen zusätzlich die möglichen Folgen.

Ausfallrisiko

Unter dem Ausfallrisiko werden mögliche Wertverluste aufgrund des Ausfalls oder der Bonitätsverschlechterung eines Kunden verstanden. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko durch ein detailliertes Monitoring der Kundenbeziehungen in Bezug auf das Zahlungsverhalten, ein proaktives Forderungsmanagement sowie einer Kreditversicherung.

Liquiditätsrisiko

Das wichtigste finanzwirtschaftliche Ziel der Gesellschaft besteht darin, die Zahlungsfähigkeit und Einkaufsfinanzierung sicherzustellen. Die Refinanzierung der Forderungs- und Vorratsbestände erfolgt einerseits über Lieferantenverbindlichkeiten und andererseits über die konzerninterne Finanzierung innerhalb der Avery Dennison Gruppe.

Der Wareneinkauf der Gesellschaft erfolgt hauptsächlich in Fremdwährung (US-Dollar). Es werden auf Ebene der Gesellschaft Devisentermingeschäfte zur Kurssicherung getätigt über Avery Dennison Treasury Management. Ziel dieser Geschäfte ist es, die Planbarkeit der Zahlungsströme in Euro zu erhöhen und unerwartete negative Auswirkungen auf die Liquidität der Gesellschaft zu vermeiden.

Die Devisentermingeschäfte werden ausschließlich mit erstklassigen Banken über Avery Dennison Treasury Management abgeschlossen, um das Kreditrisiko zu minimieren. Darüber hinaus wird regelmäßig das Exposure gegenüber der Fremdwährung überwacht und bei Bedarf Anpassungen an der Absicherungsstrategie vorgenommen. Durch diese Maßnahmen sieht sich die Smartrac Technology GmbH gut aufgestellt, um die Wechselkursrisiken effektiv zu steuern und die finanziellen Ziele der Gesellschaft zu sichern.

Personalrisiko

Die Spezialisierung und rasante technologische Entwicklung im Bereich RFID stellen hohe Anforderungen an die personellen Ressourcen. Personalrisiken können sich ergeben aus der Abwanderung qualifizierter Mitarbeiter, veränderten Qualifikationsanforderungen oder einer veränderten Arbeitsmarktsituation. Dem Risiko des Mangels an qualifiziertem Personal wirkt die Gesellschaft vorsorglich durch geeignete Rekrutierungsmaßnahmen, umfangreiche Personal- und Zielvereinbarungsgespräche sowie durch individuelle Personalentwicklungsprogramme entgegen. Darüber hinaus sind wir bestrebt, durch monetäre Anreizsysteme die Unternehmensidentifikation und -bindung zu fördern.

IT-Risiko

Die Smartrac Technology GmbH hat diverse Sicherheitsmaßnahmen implementiert, die dieses Risiko begrenzen. Dazu gehören u. a. Zutrittskontrollsysteme, Notfallpläne, die unterbrechungsfreie Stromversorgung wichtiger Systeme und Datenspiegelungen. Gegen Datensicherheitsrisiken durch unberechtigte Zugriffe auf die IT-Systeme setzen wir u. a. Firewallsysteme und Virenscanner ein.

Sonstige operative Risiken

Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen und politischen Entwicklung innerhalb der EU sowie der globalen Beeinträchtigungen infolge der Inflation ist der konjunkturelle Ausblick mit deutlichen Vorbehalten behaftet. Als Risikofaktoren sind auch die Entwicklung des Welthandels sowie deren Auswirkungen auf die europäische und deutsche Wirtschaft einzustufen. Insgesamt sind die möglichen Folgen derzeit nicht vollumfänglich absehbar.

Insgesamt sind zum Zeitpunkt der Berichterstattung keine bestandsgefährdenden oder die Entwicklung der Gesellschaft wesentlich beeinträchtigenden Risiken erkennbar.

4. PROGNOSEBERICHT

Die Gesellschaft erbringt Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen sowie Dienstleistungen für zentrale Verwaltungsaktivitäten der Gruppe. Diese Leistungen werden an andere Gesellschaften der Smartrac-Gruppe mit einem Aufschlag gemäß Master Service Agreement/Transfer-Pricing Richtlinien weiterbelastet. Weiterhin ist die Gesellschaft für den Vertrieb der AD Smartrac-Produkte und -Dienstleistungen in der EMEA-Region verantwortlich.

2023 wurde der Planumsatz erreicht. Der Umsatz aus dem Vertrieb von RFID-Produkten und -Dienstleistungen reduzierte sich um 2,5% gegenüber Vorjahr (geplant war eine Erhöhung um 13% im Inlay Bereich).

In 2024 sahen wir eine starke Nachfrage und weitere Wachstumsimpulse für RFID getriebene und unterstützte Anwendungen in fast allen Branchen, allerdings mit stärkerer Ausprägung in Branchen wie der Food und Beverage Industrie, der Pharma und Healthcare Industrie.

Aufgrund der schwächeren Nachfrage im Einzelhandel und Automotive und einer vorsichtigen Markterwartungen unserer Kunden, musste das geplante Wachstum jedoch nach unten korrigiert werden.

Im Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen Umsatz auf Basis vom Vorjahr, bei einer signifikanten Ergebnisverbesserung. Dies resultiert aus einer Reduktion der Intercompany Transferpreise von unseren Schwestergesellschaften und niedrigeren Personal- und sonstigen Aufwendungen.

Für das Jahr 2025 erwarten wir eine Umsatzsteigerung von 9% auf Basis vom Vorjahr, bei einem leicht reduzierten Ergebnis aufgrund höheren Intercompany Transferpreisen.

 

Leinfelden-Echterdingen, den 1. April 2025

Die Geschäftsführung

Anja Nagel

Francisco Melo

Raymond van den Berg

1 Quelle: https://www.averydennison.com/en/home/company/overview.html#:~:text=
We%20are%20a%20global%20materials,employ%20approximately%2035%2C000%20employees%20worldwide. Abruf 07.03.2025
2 Quelle: https://www.bundesbank.de/de/publikationen/berichte/monatsberichte/aktuelle-monatsberichte-764436
3 Quelle: https://www.idtechex.com/de/research-reports?wtid=0
4 Quelle:
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2023-03/58662112-idtechex-discusses-rfid-market-trends-for-2023-and-the-next-five-years-008.htm
5 Quelle:
https://www.rfidjournal.com/news/report-115-billion-uhf-rain-rfid-tag-chips-ahead/215540/

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1.880.115,00 2.623.455,42
1.880.115,00 2.623.455,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 88.763,59 124.889,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 547.812,98 501.196,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 325.327,64 496.996,44
4. Geleistete Anzahlungen 393.162,99 0,00
1.355.067,20 1.123.082,28
3.235.182,20 3.746.537,70
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 4.415.222,52 4.931.793,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.316.629,33 5.434.001,96
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.910.225,13 7.031.081,40
3. Sonstige Vermögensgegenstände 205.420,45 214.065,78
13.432.274,91 12.679.149,14
17.847.497,43 17.610.942,76
C. Rechnungsabgrenzungsposten 589.894,63 378.908,77
21.672.574,26 21.736.389,23

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 213.250,00 213.250,00
II. Kapitalrücklage 4.463.120,55 4.463.120,55
III. Gewinnvortrag 5.067.984,17 2.136.768,26
IV. Jahresüberschuss 3.160.600,84 2.931.215,91
12.904.955,56 9.744.354,72
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 701.135,81 439.361,06
2. Sonstige Rückstellungen 2.222.784,77 2.672.131,64
2.923.920,58 3.111.492,70
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.788.188,73 1.054.392,90
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.780.708,39 7.578.115,82
3. Sonstige Verbindlichkeiten 274.801,00 248.033,09
5.843.698,12 8.880.541,81
21.672.574,26 21.736.389,23

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 52.382.667,49 52.264.831,36
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.343.545,84 3.612.074,39
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -25.401.753,09 -27.607.945,46
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.109.295,09 -1.136.944,81
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -9.944.934,34 -8.034.216,24
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.354.027,48 -1.185.871,16
(davon für Altersversorgung € 571.812,51 Vorjahr €1.584,04)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.266.854,47 -659.817,47
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.960.677,80 -13.900.462,65
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 135.435,78 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -57.550,70 -40.002,14
9. Ergebnis vor Steuern 3.766.556,14 3.311.645,82
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -605.955,30 -380.429,91
11. Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss 3.160.600,84 2.931.215,91

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Gesellschaft ist im Handelsregister Stuttgart unter der Nummer HRB 761390 eingetragen.

Dem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften sowie die ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) zugrunde.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde - wie im Vorjahr - nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB aufgestellt.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurden Angaben zu Davon-Vermerken in der Bilanz, der Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Restlaufzeiten größtenteils in diesem Anhang gemacht.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 Satz 1 HGB.

B. ANGABEN ZUR BILANZIERUNG UND BEWERTUNG

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bleiben zum Vorjahr unverändert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer liegt bei drei bis fünf Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen.

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten aktiviert und vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die durchschnittliche Nutzungsdauer bei Gebäude und Außenanlagen beträgt 14 - 33 Jahre, bei Bauten auf fremden Grundstücken sieben bis zehn Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen zehn Jahre, bei anderen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung fünf Jahre.

Investitionszuschüsse für Gegenstände des Anlagevermögens wurden in Vorjahren von den Anschaffungskosten in Abzug gebracht (Nettomethode).

Außerplanmäßige Abschreibungen werden - bei abnutzbaren und nicht abnutzbaren Gegenständen des Sachanlagevermögens - bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen.

Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Wert von EUR 250 werden im Jahr des Zugangs als Betriebsausgaben erfasst. Bewegliche abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als EUR 250 bis zu EUR 1.000 wurden wegen der untergeordneten wertmäßigen Bedeutung analog den steuerlichen Vorschriften zu einem Sammelposten zusammengefasst. Dieser Sammelposten wurde im Zugangsjahr und wird in den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils 1/5 ergebnismindernd aufgelöst.

Die geleisteten Anzahlungen für immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagevermögen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die Bewertung der Handelswaren erfolgt zu Standardkosten (§255 Abs. 1 HGB). Preisabweichungen zwischen Standardkosten und Anschaffungskosten werden direkt erfolgswirksam gebucht. Die Abweichungen zwischen Einkaufpreisen und Standardkosten werden unterjährig regelmäßig überprüft und bei wesentlichen Abweichungen werden die Standardkosten angepasst. Einmal jährlich werden alle Standardkosten aktualisiert. Angemessene Abwertungen für Lagerrisiken werden vorgenommen.

Für ungängige oder eingeschränkt verwertbare Bestände wurden ausreichend Wertberichtigungen gebildet.

Abgesehen von den handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten, vermindert um angemessene Einzelwertberichtigungen, angesetzt.

Forderungen in Fremdwährung, werden zum Durchschnittskurs im Transaktionszeitpunkt erfasst. Fremdwährungsforderungen deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Guthaben in Fremdwährungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags umgerechnet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage werden zum Nennwert bewertet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr liegen nicht vor. Das Abzinsungswahlrecht für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wird nicht in Anspruch genommen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten in Fremdwährung, werden zum Durchschnittskurs im Transaktionszeitpunkt erfasst. Fremdwährungsverbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen für Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge. Die Bewertung erfolgt mit einem Steuersatz von 30,0 % und die sich hieraus ergebenden Steuerbe- oder -entlastungen werden nicht abgezinst. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Im Jahr 2023 wurde der Softwarelizenzvertrag mit Ansys geändert. Der bestehende laufzeitbasierte Lizenzvertrag bis September 2024 wurde nicht verlängert und die optionale jährliche Periode bis September 2025 nicht in Anspruch genommen. Die Nutzungsdauer von dem Vermögensgegenstand wurde dementsprechend um ein Jahr reduziert und die Rückstellung wurde um TEUR 782 reduziert. Es wurden nicht laufzeitbasierte Softwarelizenzen in Höhe von TEUR 961 gekauft, die aktiviert worden sind. Die Abschreibung beginnt ab Januar 2025.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Darlehensforderungen gegenüber Avery Dennison Treasury Management B.V., Oegstgeest, Niederlande, in Höhe von TEUR 5.314 (Vj.: TEUR 2.168) sowie aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.597 (Vj.: TEUR 4.863). Es bestehen Forderungen gegenüber der Gesellschafterin Smartrac Technology Germany GmbH von TEUR 0 (Vj.: TEUR 7).

3. Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte). Ihr Einsatz wird über Avery Corporate Treasury gesteuert, unterliegt internen Kontrollen und bleibt auf die Absicherung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie hochwahrscheinlichen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten beschränkt. Die beizulegenden Zeitwerte der Termingeschäfte werden aus dem Spread zwischen Termin- und Stichtagskurs bezogen auf das jeweilige Kontraktvolumen ermittelt. Zum Bilanzstichtag bestehen US-Dollar bzw. SEK Kurssicherungen von TEUR 2.195 und TEUR 39 (Vj.: TEUR 1.879 bzw. TEUR 0) mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 15 (Vj.: TEUR 32).

4. Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 213 (Vj.: TEUR 213).

5. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Steuerrückstellungen bestehen mit einem Betrag von TEUR 701 (Vj.: TEUR 439).

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Kundenrabatte TEUR 994 (Vj.: TEUR 126), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen TEUR 265 (Vj.: TEUR 265) sowie Rückstellungen für den Jahresbonus in Höhe von TEUR 346 (Vj.: TEUR 401).

6. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenüblichen Eigentumsvorbehalt besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Lieferungen und Leistungen 3.766 7.578
Hedging 15 32
3.781 7.610

Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen - wie im Vorjahr - nicht.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 184 (Vj.: TEUR 0) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 4 TEUR (Vj.: TEUR 0).

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 resultieren in Höhe von TEUR 35.294 (Vj.: TEUR 36.200) aus dem Vertrieb von RFID-Produkten und -Dienstleistungen sowie in Höhe von TEUR 17.089 (Vj.: TEUR 16.065) aus Konzernserviceleistungen. Die Umsätze wurden in Höhe von 20,9 % im Inland und mit 79,1 % im Ausland erzielt.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten wie im Vorjahr keine periodenfremden Erträge. Die Erträge aus Währungsumrechnung (realisierte und unrealisierte) betrugen TEUR 1.230 (Vj.: TEUR 272).

3. Abschreibungen

Die Abschreibungen betragen TEUR 1.267 (Vj.: TEUR 659), davon TEUR 866 für das ANSYS Projekt.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung (realisierte und unrealisierte) betrugen TEUR 870 (Vj.: TEUR 277).

5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge resultieren in Höhe von TEUR 135 (Vj.: TEUR 0) aus verbundenen Unternehmen.

6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten solche an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 58 (Vj.: TEUR 40).

7. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belaufen sich in diesem Jahr auf TEUR 606 (Vj.: TEUR 380).

E. SONSTIGE ANGABEN

1. Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 100 (Vj.: 85) Angestellte und keine Auszubildenden beschäftigt.

2. Geschäftsführer

Als GeschäftsführerIn waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt:

Francisco Melo, Baiona/Spanien, Vice President Global RFID

Gustavo Iglesias, Dedham/USA, Senior Finance Director Global RFID / Intelligent Labels (bis 26.01.2023)

Anja Nagel, Donzdorf, Finance Director Global RFID / Intelligent Labels

Raymond van den Berg, Rijnsburg/Niederlande, Vice President Finance (ab 26.01.2023)

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9 HGB wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält.

3. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 2.286 (Vj.: TEUR 4.148), davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 0 (Vj.: TEUR 130). Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen verteilen sich nach Fälligkeiten zum Bilanzstichtag wie folgt:

1 Jahr
TEUR
2-5 Jahre
TEUR
davon mehr als 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
982 1.304 - 2.286

Die Mietverpflichtungen von TEUR 1.410 entfallen hauptsächlich auf gemietete Gebäude und Lagerflächen. Die Mietverträge haben eine Laufzeit bis maximal fünf Jahren.

Die Leasingverpflichtungen resultieren aus Operating Lease Verträgen für Fahrzeuge und Büro- und Geschäftsausstattung. Die Leasingverträge haben eine Laufzeit bis maximal vier Jahren.

Bei diesen Miet- und Leasingverträgen handelt es sich um sogenannte Operating-Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wofür es derzeit keine Anzeichen gibt.

Das Bestellobligo und die Verpflichtungen aus langfristigen Abnahmeverträgen betragen TEUR 0. Das Bestellobligo aus Investitionen ist geringfügig.

4. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Geschäftsbeziehungen zu unseren Schwestergesellschaften und unserer Muttergesellschaft beziehen sich hauptsächlich auf Kauf und Verkauf von Fertigprodukten sowie die Erbringung oder die Inanspruchnahme von Dienstleistungen zu marktüblichen Bedingungen. Nicht zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossene Geschäfte mit nahestehenden Personen und verbundenen Unternehmen wurden nicht getätigt.

5. Mutterunternehmen

Das Stammkapital der Gesellschaft wird zu 100% von Smartrac Technology Germany GmbH, Germany, gehalten, die zu Avery Dennison Corp, Mentor, Ohio/USA gehört. Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen der AVERY Dennison Corp und deren direkten und indirekten Tochterunternehmen. AVERY Dennison Corp stellt sowohl für den kleinsten als auch für den größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss wird veröffentlicht und ist am Sitz dieser Gesellschaft in Mentor, Ohio/USA erhältlich. Der Konzernabschluss wird außerdem unter CIK-Nummer 0000008818 bzw. New York Stock Exchange (NYSE) ticker symbol (AVY) bei der Securities and Exchange Commission, New York/USA, (SEC) offengelegt.

6. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

F. NACHTRAGSBERICHT

Es wurden keine bedeutenden Ereignisse nach dem Bilanzstichtag festgestellt.

 

Leinfelden-Echterdingen, den 1. April 2025

Die Geschäftsführung

Anja Nagel

Francisco Melo

Raymond van den Berg

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte 332.673,58 0,00 0,00 332.673,58
2. Entgeltlich erworbene Software 7.052.199,08 961.258,88 784.980,00 7.228.477,96
7.384.872,66 961.258,88 784.980,00 7.561.151,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 209.391,70 0,00 0,00 209.391,70
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.158.100,58 132.958,00 0,00 1.291.058,58
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.286.172,82 53.099,10 0,00 2.339.271,92
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 393.162,99 0,00 393.162,99
3.653.665,10 579.220,09 0,00 4.232.885,19
11.038.537,76 1.540.478,97 784.980,00 11.794.036,73
Abschreibungen Restbuchwerte
01.01.2023
Zugänge
31.12.2023
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte 332.673,58 0,00 332.673,58 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Software 4.428.743,66 919.619,30 5.348.362,96 1.880.115,00 2.623.455,42
4.761.417,24 919.619,30 5.681.036,54 1.880.115,00 2.623.455,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 84.502,28 36.125,83 120.628,11 88.763,59 124.889,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 656.904,16 86.341,44 743.245,60 547.812,98 501.196,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.789.176,38 224.767,90 2.013.944,28 325.327,64 496.996,44
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 393.162,99 0,00
2.530.582,82 347.235,17 2.877.817,99 1.355.067,20 1.123.082,28
7.292.000,06 1.266.854,47 8.558.854,53 3.235.182,20 3.746.537,70

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Smartrac Technology GmbH, Leinfelden-Echterdingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Smartrac Technology GmbH, Leinfelden-Echterdingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Smartrac Technology GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 1. April 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hedwig Schürmeyer, Wirtschaftsprüferin

ppa. Johanna Schwan, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 23.04.2025 festgestellt.

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