Stammdaten

Register
Amtsgericht Kassel HRB 14670
Vorher
HomeCare Köhler Sanitätshaus GmbH
Eingetragen
3.12.2008
Branche
Erbringung von ergotherapeutischen DienstleistungenAmbulante Betreuungsdienste für ältere MenschenAmbulante Betreuungsdienste für Menschen mit Behinderung
Gegenstand
Die Erbringung von Sanitätshausleistungen, insbesondere in folgenden Bereichen - HomeCare - pflegerische Außendienstleistungen, - Sanitätshaus - Verkauf von Sanitätshausprodukten, - Rehabilitation - Leistungen und Bereitstellung von Hilfsmitteln im Zusammenhang mit der Wiederherstellung körperlicher Funktionen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Amir Reza Moeini
seit 21.10.2021
Geschäftsführer
Ansgar Tump
seit 3.12.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

PROLIFE invest GmbH
Germany
24.028 €
86.50%
Five Arrows Holding GmbH
Germany
3.750 €
13.50%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PROLIFE homecare GmbH

Kaufungen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023

Bilanz zum 31. Oktober 2023

gemäß § 327 HGB

Aktivseite

Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 302.285,60 138.627,00
II. Sachanlagen 729.056,00 515.574,00
III. Finanzanlagen 8.000,00 8.000,00
1.039.341,60 662.201,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 2.419.580,66 1.953.765,71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.725.697,97 10.300.486,20
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 26.878,66 68.322,89
15.172.157,29 12.322.574,80
C. Rechnungsabgrenzungsposten 81.695,81 64.718,75
D. Aktive latente Steuern 16.500,00 47.800,00
16.309.694,70 13.097.294,55

Passivseite

Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 27.778,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 997.222,00 -
III. Bilanzgewinn 3.103.840,36 3.264.184,70
4.128.840,36 3.289.184,70
B. Einlage stille Gesellschaft 300.000,00 300.000,00
C. Rückstellungen 1.149.595,51 1.308.200,00
D. Verbindlichkeiten 10.728.843,45 8.192.171,04
E. Rechnungsabgrenzungsposten 2.415,38 7.738,81
16.309.694,70 13.097.294,55

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. November 2022 bis 31. Oktober 2023

(gemäß § 327 HGB)

Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 17.657.102,35 15.178.113,07
2. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 8.822.510,83 7.010.203,78
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.820.386,77 1.332.917,85
- davon für Altersversorgung EUR 40.531,26 (i.Vj. EUR 20.332,11)
10.642.897,60 8.343.121,63
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 353.273,44 306.198,60
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen
- Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.757,70 2.483,96
- übrige 6.011.962,98 4.554.542,59
6.013.720,68 4.557.026,55
647.210,63 1.971.766,29
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,88 0,88
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (i.Vj. TEUR 0)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 89.743,34 (i.Vj. EUR 7.639,93) 136.487,09 42.985,21
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (i.Vj. TEUR 0)
- übrige 246.465,20 69.748,89
246.465,20 69.748,89
-109.977,23 -26.762,80
537.233,40 1.945.003,49
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
- tatsächliche Ertragsteuern 125.274,74 587.029,75
- latente Ertragsteuern 31.300,00 -7.666,00
156.574,74 579.363,75
9. Ergebnis nach Steuern 380.658,66 1.365.639,74
10. Sonstige Steuern 25.603,00 23.275,00
11. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 15.400,00 67.100,00
12. Jahresüberschuss 339.655,66 1.275.264,74
13. Gewinnvortrag 3.264.184,70 2.988.919,96
14. Vorabausschüttung 500.000,00 1.000.000,00
15. Bilanzgewinn 3.103.840,36 3.264.184,70

Anhang zum 31. Oktober 2023

(gemäß § 327 HGB)

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss der PROLIFE homecare GmbH, Kaufungen, Amtsgericht Kassel HRB 14670, wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in EUR erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden aktiviert und planmäßig über 12 Jahre abgeschrieben. Die Annahme einer betrieblichen Nutzungsdauer des entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts von 12 Jahren ist durch die Stabilität der Branche begründet. Andere entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig 3 bis 6 Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund der Laufzeit eines Patents ergibt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen 10 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre.

Für geringwertige Anlagegüter wendet die Gesellschaft analog die Regelung des § 6 Abs. 2 EStG an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Forderungen werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel sind zu Tageswerten bewertet.

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird ausgeübt. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt zu einem Steuersatz in Höhe von 31,2 % (i.V. 31,5 %).

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet.

II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen und den sonstigen Vermögensgegenständen weist ein Betrag von TEUR 95 (i.Vj. TEUR 163) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.091 (i.Vj. TEUR 159) enthalten; sie weisen in Höhe von TEUR 95 (i.Vj. 163 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen TEUR 1.683 (i.Vj. TEUR 159) gegen Gesellschafter.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Beträge, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen, mit TEUR 1.067 (i.Vj. TEUR 1.070) enthalten. Sie betreffen Rückvergütungen von Lieferanten für das Kalenderjahr 2023. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 0 (i.Vj. TEUR 131).

Der Ausschüttungssperre unterliegende Beträge

Der Gesamtbetrag der der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegenden Beträge setzt sich in der Gesamtdifferenzbetrachtung wie folgt zusammen:

31.10.2023
TEUR
Beträge aus der Aktivierung latenter Steuern 45
Beträge aus der Passivierung latenter Steuern -28
17

Latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen immaterieller Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Urlaubsrückstellungen.

Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 31,2 % zugrunde gelegt (i.Vj. 31,5 %).

Eigenkapital

Der Bilanzgewinn zum 31. Oktober 2023 enthält einen Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 3.264 (i.Vj. TEUR 2.989).

Verbindlichkeiten

Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:

Restlaufzeit Gesamtbetrag 31.10.2023
bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahre mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.845.642,46 5.373.537,16
(i.Vj. TEUR 2.879) (i.Vj. TEUR 3.834)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.391,71 17.391,71
(i.Vj. TEUR 0) (i.Vj. TEUR 0)
Übrige Verbindlichkeiten 5.337.914,58 6.337.914,58
(i.Vj. TEUR 4.327) (i.Vj. TEUR 4.327)
8.200.948,75 2.357.524,27 170.370,43 10.728.843,45
(i.Vj. TEUR 7.206) (i.Vj. TEUR 727) (i.Vj. TEUR 259) (i.Vj. TEUR 8.192)
davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert Art u. Form der Sicherheit
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Übrige Verbindlichkeiten
139.974,54 Sicherungsübereignung von Fahrzeugen, Übliche Eigentumsvorbehalte

III. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Finanzielle Verpflichtungen aus befristeten Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen bestehen, soweit diese nicht bilanziert sind, in Höhe von TEUR 1.447. Aus unbefristeten Mietverträgen besteht eine jährliche finanzielle Verpflichtung in Höhe von TEUR 110.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung:

Herr Ansgar Tump, Geschäftsführer für Strategie, Einkauf, Personal und Verwaltung

Herr Manfred Dreisbusch, Geschäftsführer für Vertrieb

Herr Reza Moeini, Geschäftsführer für Vertrieb

An Mitglieder der Geschäftsführung wurden Kredite in Höhe von TEUR 739 gewährt; sie werden mit durchschnittlich 7,94 % verzinst.

Mitarbeiter:innen

Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden im Durchschnitt 215 Arbeitnehmer:innen in folgenden Gruppen beschäftigt:

2022/2023
Angestellte 193
Leitende Angestellte 22
215

 

Kaufungen, den 24. Juni 2024

PROLIFE homecare GmbH, Kaufungen

Die Geschäftsführung

Ansgar Tump

Manfred Dreisbusch

Reza Moeini

Entwicklung des Anlagevermögens (gemäß § 327 HGB)

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.11.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.10.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 50.000,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00
2. Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 2.049.987,20 250.688,70 0,00 0,00 2.300.675,90
2.099.987,20 250.688,70 0,00 0,00 2.350.675,90
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 7.583,63 0,00 0,00 0,00 7.583,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.390.757,44 480.780,12 2.072,78 3.649,00 1.873.113,78
3. Geleistete Anzahlungen 3.649,00 0,00 0,00 -3.649,00 0,00
1.401.990,07 480.780,12 2.072,78 0,00 1.880.697,41
III. Finanzanlagen
Sonstige Finanzanlagen 8.000,00 0,00 0,00 0,00 8.000,00
8.000,00 0,00 0,00 0,00 8.000,00
3.509.977,27 731.468,82 2.072,78 0,00 4.239.373,31
Abschreibungen
Stand 1.11.2022 Abschreibungen des Geschäftsjahres Änderungen der Abschreibungen i.Zsg. mit Abgängen Stand 31.10.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 46.666,00 3.333,00 49.999,00
2. Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 1.914.694,20 83.697,10 0,00 1.998.391,30
1.961.360,20 87.030,10 0,00 2.048.390,30
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.337,63 382,00 0,00 2.719,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 884.078,44 265.861,34 1.018,00 1.148.921,78
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
886.416,07 266.243,34 1.018,00 1.151.641,41
III. Finanzanlagen
Sonstige Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
2.847.776,27 353.273,44 1.018,00 3.200.031,71
Buchwerte
Stand 31.10.2023 Stand 31.10.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 3.334,00
2. Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 302.284,60 135.293,00
302.285,60 138.627,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.864,00 5.246,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 724.192,00 506.679,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 3.649,00
729.056,00 515.574,00
III. Finanzanlagen
Sonstige Finanzanlagen 8.000,00 8.000,00
8.000,00 8.000,00
1.039.341,60 662.201,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

der PROLIFE homecare GmbH

A. Grundlagen des Unternehmens

Die PROLIFE homecare GmbH (kurz PROLIFE oder die Gesellschaft genannt) mit Sitz in Kaufungen ist ein bundesweit tätiges und auf die Versorgung mit Hilfsmitteln spezialisiertes Dienstleistungsunternehmen im Gesundheitswesen. Zu den Fach- bzw. Versorgungsbereichen der Gesellschaft gehören Hilfsmitteltherapien bei Darm- und Harnstoma, Inkontinenz und Tracheotomie sowie klinische Ernährungstherapien, Diabetesversorgung und die Behandlung chronischer Wunden.

PROLIFE versorgt betroffene Personen in einer besonderen Lebenssituation, therapiebezogen, optimal mit allen führenden Hilfsmittel-, Zubehör- und Technikprodukten über eine herstellerunabhängige Beratung durch qualifiziertes medizinisches Fachpersonal. Die Beratung zur Auswahl und Anwendung der medizinischen Hilfsmittel erfolgt hierbei sowohl stationär als auch digital. Die Hilfsmittel-, Zubehör- und Technikprodukte werden ausschließlich von führenden Herstellern fremdbezogen.

Darüber hinaus bietet PROLIFE mit dem Unternehmensbereich PROLIFE Kolleg externe Fortbildungsangebote in den jeweiligen Versorgungsbereichen der Gesellschaft.

Die Gesellschaft übt ihre Tätigkeit in gemieteten Räumen an dem Hauptstandort in Kaufungen (Hessen) und in den Betriebsstätten Sulzbach/Saar (Saarland) als auch Postbauer-Heng (Bayern) aus.

Wesentlicher externer Einflussfaktor für die Geschäftstätigkeit sind die von der Politik und die von dem GKV-Spitzenverband gesetzten Rahmenbedingungen für das Gesundheitswesen.

B. Wirtschaftsbericht

I. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Die gesamtwirtschaftliche Lage im Jahr 2023 erholte sich nach den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, als auch von den Nachwirkungen aus der COVID-19-Pandemie, nicht wie zunächst erwartet. Erschwert wurde dieser Umstand durch ungünstige Finanzierungsbedingungen am Kapitalmarkt, verbunden mit einem angestiegenen Zinsniveau, als auch durch eine verringerte Nachfrage sowohl aus dem Inland als auch dem Ausland. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes verringerte sich das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Kalenderbereinigt belief sich der Rückgang der Wirtschaftsleistung auf 0,1 %. Im Bereich Gesundheit erhöhte sich die Bruttowertschöpfung im Berichtsjahr um 1,0 % zum Vorjahr.

Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

Branchenbezogen lag bei den Krankenkassen laut einer Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums für das Jahr 2023 ein Überschuss der Ausgaben von rund 1,9 Mrd. Euro vor. Bei den Ausgaben von Leistungen und Verwaltungskosten wurde bei einem Zuwachs von 0,9 % Versicherten ein Anstieg von 5,0 % verzeichnet. Die Ausgaben für Hilfsmittel stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 % und damit ebenfalls wie schon im Vorjahr dynamischer als die vorgenannten Gesamtausgaben.

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes liegen noch keine finalen Finanzergebnisse für das Gesamtjahr 2023 von Seiten des Bundesgesundheitsministeriums vor, wodurch keine endgültigen Rückschlüsse auf die Gesamtbranchenentwicklung gezogen werden können.

Quelle:

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/vorlaeufige-gkv-finanzergebnisse-2023

II. Allgemeiner Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft setzte im Berichtsjahr, wie auch bereits im Vorjahr, die Strategie einer personalressourcenseitigen Erweiterung von existierenden, operativen Geschäftseinheiten, als auch die Erschließung von weiteren Vertriebsgebieten fort. In diesem Zusammenhang wurden umfangreiche Personaleinstellungen in den Bereichen des Vertriebs und auch in den administrativen Abteilungen durchgeführt. Versorgungsbereichsbezogen richtete sich in diesem Zusammenhang der wesentliche Fokus auf die Versorgungssparten der ambulanten Infusionstherapien, als auch auf die bundesweite Erweiterung von Vertriebsstrukturen im Bereich der chronischen Wundversorgung.

In der geographischen Erweiterung von Vertriebsgebieten wurde die Erschließung des süddeutschen Raumes, d.h. Baden-Württemberg, Bayern und des norddeutschen Raumes, d.h. Süd-Niedersachsen, weiter umgesetzt.

Eine Amortisation der auch bereits im Vorjahr entstandenen Vorlauf- und Expansionskosten konnte im Berichtsjahr nicht erreicht werden, so dass die tatsächlichen Ertragssteigerungen hinter den prognostizierten Erwartungen zurückgeblieben sind.

Aus diesem Grund zeichnet sich ein im Vergleich zum Vorjahr verändertes Bilanzbild und eine damit einhergehende Veränderung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der Gesellschaft ab. Aus Unternehmenssicht stellt sich der operative Verlauf des Geschäftsjahres 2022/2023 insgesamt als befriedigend dar.

Das Geschäftsjahr 2022/2023 endet mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 340 (Vorjahr: TEUR 1.275) und damit sowohl deutlich unter dem Vorjahresergebnis als auch deutlich unter der prognostizierten Geschäftsjahresentwicklung.

III. Lage des Unternehmens

III.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt im Berichtsjahr TEUR 16.310 und erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 13.097) um TEUR 3.213. Die Veränderungen des Bilanzbildes resultieren im Wesentlichen aus einem Anstieg der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und einem Anstieg von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Das Anlagevermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 662) um TEUR 377 auf TEUR 1.039. Mit den durchgeführten Investitionen wurde dem Unternehmenswachstum und den damit verbundenen und notwendigen Anschaffungen weiterer EDV-Software als auch Betriebs- und Geschäftsausstattung Sorge getragen. Das Umlaufvermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 12.323) um TEUR 2.849 auf TEUR 15.172. Wesentlich wurde der Anstieg des Umlaufvermögens, wie vorgenannt, durch die Erhöhung von Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.931 (Vorjahr TEUR 159), beeinflusst. Die zum Abschlussstichtag ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen verringerten sich um TEUR 65 auf TEUR 8.307 und damit nur geringfügig im Vergleich zum Vorjahr. Im Zuge eines neuen Leistungserbringervertrages von einer großen gesetzlichen Krankenkasse kam es im Berichtsjahr zu erheblichen Schwierigkeiten in der Abrechnung von erbrachten Versorgungsleistungen und damit zu einer ungeplant starken Einbuße freier Liquidität, die sich auch in einem Anstieg des Working Capital widerspiegelte und damit den operativen Geschäftsverlauf der Gesellschaft beeinträchtigte.

Das wirtschaftliche Eigenkapital erhöhte sich von TEUR 3.589 im Vorjahr per Saldo um TEUR 840 auf TEUR 4.429. Zum wirtschaftlichen Eigenkapital zählt das bilanzielle Eigenkapital sowie die Einlage eines stillen Gesellschafters.

Die Finanzierung der Expansionsmaßnahmen der Gesellschaft aber auch die vorgenannten Abrechnungsschwierigkeiten, machten eine Aufnahme von kurz- und mittelfristig gebundenem Fremdkapital notwendig. Zur Stabilisierung der Kapitalstruktur der Gesellschaft wurde im Berichtsjahr eine Kapitalerhöhung durchgeführt, so dass diese im Vergleich zum Vorjahr auf fast konstantem Verhältnis gehalten werden konnte. Die Eigenkapitalquote verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr von 27,4 % um 0,2% auf 27,2 %. Dementsprechend erhöhte sich die Fremdkapitalquote, im Wesentlichen durch die vorgenannten Impulse beeinflusst, von 72,6 % auf 72,8 % im Vergleich zum Vorjahr.

III.2 Ertragslage

Die Gesellschaft erzielte im Berichtsjahr einen Gesamtumsatz von 37,6 Mio. EUR, was einem absoluten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr von 5,2 Mio. EUR und prozentual betrachtet einem Umsatzwachstum von 16% zum Vorjahresumsatz entspricht. Um sich langfristig auf die originären Kerntherapiefelder der Gesellschaft zu fokussieren, wurde im Laufe des vierten Geschäftsjahresquartals eine Ausgliederung der im Vorjahr aufgebauten Infusionstherapiesparte vollzogen. Der strategische Fokus richtet sich in diesem Zusammenhang auf eine weitere und konsequente Fortführung in der Spezialisierung auf die wesentlichen Kerntherapiefelder der homecare-Branche. Ebenso kann mit der vollzogenen Ausgliederung der qualitative Versorgungsstandard gegenüber Patientinnen und Patienten sichergestellt werden. Mit dieser Ausgliederung verwässert sich jedoch ein absoluter Vergleich der Gesamtumsatzerlöse zum Vorjahr. Dennoch muss konstatiert werden, dass die im Lagebericht des Vorjahres prognostizierte Steigerung des Gesamtumsatzes auf über 40 Mio. EUR nicht erreicht werden konnte und aufgrund sich schwächer entwickelten Wachstumsvorhaben hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist.

Die Materialeinsatzquote konnte durch eine zielgerichtete Versorgung von Patientinnen und Patienten und durch Verlagerung auf höhermargige Therapiefelder trotz andauernden Preissteigerungen von medizinischen Hilfsmitteln gegenüber dem Vorjahr mit 54,5 % stabil gehalten werden.

Analog zum Umsatzwachstum verbesserte sich der betriebliche Rohertrag im Vergleich zum Vorjahr prozentual um 16,5 %. Das Betriebsergebnis (EBIT) verringerte sich jedoch im Vergleich zum Vorjahr deutlich um TEUR 1.365 auf TEUR 607.

Als wesentliche Ursache für das rückläufige Betriebsergebnis ist der Anstieg der Personalkosten und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem regionalen Ausbau des Geschäfts anzuführen.

Absolut betrachtet erhöhten sich die Personalaufwendungen von 8,3 Mio. EUR auf 10,6 Mio. EUR. Dies entspricht einem Anstieg um 27,6 % zum Vorjahr. In der Konsequenz erhöhte sich ebenfalls im Berichtsjahr die Personalaufwandsquote um 2,5 % auf 28,3 %.

Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Neueinstellungen von qualifiziertem Fachpersonal und einhergehenden Erweiterungen der jeweiligen Organisationseinheiten zurückzuführen. Speziell die im Geschäftsjahr vollzogenen geographischen Erschließungen der Vertriebsgebiete und der mit der Erweiterung einzelner Therapiefelder verbundene Personalaufbau beeinflussten den Anstieg der Personalaufwendungen. Mit den vorgenannten Maßnahmen hat die Geschäftsführung jedoch der Sicherstellung einer qualifizierten und flächendeckenden Versorgung gegenüber betroffenen Personen in den jeweiligen Vertriebsgebieten, dem Ausbau der verwaltenden und vertrieblichen Abteilungen als auch dem weiteren Ausbau des Versorgungsportfolios Sorge getragen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.457 auf TEUR 6.014 angestiegen. Der Anstieg resultiert einerseits aus notwendigen Erweiterungen der geleasten Fahrzeugflotte analog dem prozentualen Anstieg der Personalkosten, als auch der diesen Aufwendungsbereich tangierenden, veritablen Preissteigerungen von laufenden Fahrzeugkosten. Andererseits stiegen wie auch im Vorjahr die strategisch relevanten Aufwendungen im Bereich des Marketings und üblichen Mehraufwendungen, verursacht durch das entstandene Unternehmenswachstum, als auch durch die inflationär bedingten Preissteigerungen der übrigen Gesamtwirtschaft.

Die Umsatzrendite aus dem bereinigten Betriebsergebnis (Betriebsergebnis vor Abschreibungen) beläuft sich im Berichtsjahr auf 2,7%. Die im Vorjahr prognostizierte Umsatzrendite im höheren einstelligen Bereich konnte damit nicht erreicht werden. Wesentlicher Einflussfaktor auf die Umsatzrendite stellt, wie vorgenannt, der im Berichtsjahr überproportionale Anstieg der Personalkosten dar.

III.3 Finanzlage

Die Gesellschaft erzielte einen operativen Cashflow von TEUR 32. Dies entspricht einer Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (TEUR -819) von TEUR 851. Insbesondere die längeren Zahlungsziele gegenüber Lieferanten, die sich in dem Aufbau der Verbindlichkeiten ggb. Lieferanten zeigen, begünstigen diese Entwicklung und kompensieren den Aufbau von Vorräten bei Versicherten und im Bereich der sonstigen Vermögensgegenstände. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -2.280 (Vorjahr: TEUR -436) und resultiert aus den wachstumsbezogenen Anschaffungen üblicher Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie der kurzfristigen Darlehensvergabe an verbundene Unternehmen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt, im Wesentlichen beeinflusst durch die Aufnahme von weiterem Fremdkapital in Höhe von TEUR 2.001, TEUR 2.207(Vorjahr: TEUR 1.170).

Gemessen an der Gesamtkapitalausstattung und des Working Capital war und ist die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

III.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanzielle Leistungsindikatoren stellen sich zusammengefasst wie folgt dar:

2022/2023 2021/2022
Mio. € Mio. €
Umsatzerlöse (bedeutsamster Leistungsindikator) 37,6 32,4
Rohgewinn 17,1 14,7
Eigenkapital 4,4 3,6
Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit -1,5 -0,8
Geschäftsjahresergebnis (bedeutsamster Leistungsindikator) 0,3 1,3
% %
Umsatzrendite (bereinigt) (bedeutsamster Leistungsindikator) 2,7 7,0

C. Chancen- und Risikobericht

I. Chancenbericht

Neben den im Prognosebericht genannten Chancen sehen wir insbesondere folgende:

Mit dem weiteren Voranschreiten der Digitalisierung im Gesundheitswesen wird das verfolgte hybride Geschäftsmodell perspektivisch weitere Möglichkeiten zur Kundengewinnung und nachhaltiger Kundenbindung bieten. Die sich in diesem Zusammenhang ebenfalls weiter verändernden Kundenbedürfnisse stellen zusätzliche Chancen für die Gesellschaft dar, die bisher erlangte Marktposition zu festigen und langfristig weiter ausbauen zu können. Dabei sieht sich die Gesellschaft bereits gut aufgestellt und wird weitere Anstrengungen im Bereich des digitalen Customer-Supports und der digitalen Customer-Journey durchführen. Gleichzeitig ermöglicht der technische Fortschritt Möglichkeiten der Effizienzsteigerung von Organisationsprozessen, einer Entlastung des Personals und unter mittel- bis langfristigen Gesichtspunkten eine zur Nachhaltigkeit ausrichtbaren Unternehmensstrategie. Des Weiteren bietet eine angestrebte Erweiterung des Produktportfolios im Therapiefeld der chronischen Wundversorgung Möglichkeiten, auch in diesem Marktsegment weiteres Umsatzwachstum, bei gleichzeitiger Verbesserung des Rohertrags, generieren zu können. Trotz der in 2023 gestiegenen, operativen Kosten, welche im Zusammenhang mit der Durchführung einzelner Therapien entstanden sind, haben die Krankenkassen bisher noch keine Anpassungen der jeweiligen Vergütungen vorgenommen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Vergütungssätze, basierend auf dem Kostenindex angepasst werden und es hier nachgelagert zu einer Kompensation der vorgenannten Mehrausgaben kommen wird.

Durch gesetzliche Erleichterungen im Bereich der Infusionen ist es nun möglich, Infusionen ambulant durch geeignete Fachkräfte außerhalb der Krankenhäuser durchzuführen. Um dieses neue Geschäftsfeld zu erschließen, wurde die Schwestergesellschaft PROLIFE infusio gegründet, die den Handel mit pharmazeutischen Produkten betreibt und an Apotheken im Zusammenhang mit Versorgungen weiterveräußert.

II. Risikobericht

Die PROLIFE betreibt verschiedene Risikomanagement-Analysen, die darauf ausgelegt sind, Veränderungen im Markt und im Unternehmen zu erkennen und rechtzeitig reagieren zu können. Die Gesellschaft sieht, wie in den Jahren zuvor, Risiken innerhalb einzelner Therapiefelder durch Senkungen von Vergütungspreisen im Rahmen von Vertragsverhandlungen mit Krankenkassen. Auch weitere Zusammenschlüsse von gesetzlichen Krankenkassen und die damit in der Gesamtheit sinkende Anzahl von Krankenkassen in Deutschland können den Kostendruck, welcher im Gesundheitswesen bereits besteht, weiter vorantreiben. Dem Preisdruck der gesetzlichen Krankenkassen will die Gesellschaft auch weiterhin durch den Ausbau digital optimierter Geschäftsprozessketten und weiteren Automatisierungsmaßnahmen der internen Ablauforganisation entgegenwirken. Die Lieferantenbeziehungen der Gesellschaft sind langfristig ausgelegt. Jedoch besteht das Risiko von inflationär bedingten Preissteigerungen in einzelnen Versorgungsbereichen, welche sich negativ auf die betriebliche Margenentwicklung auswirken können. Auf die wesentlichen Geschäftsbereiche der Gesellschaft bezogen wird das Preiserhöhungsrisiko als moderat eingestuft.

Ein weiteres Risiko sieht die Gesellschaft aufgrund des weiter andauernden Fachkräftemangels in der Gewinnung von adäquat qualifiziertem Personal in einem angemessenen Zeitraum. Die Gesellschaft führt dahingehend geeignete Maßnahmen aus, um sowohl die Einstellung qualifizierten Fachpersonals, als auch die allgemeine Personalbindung an das Unternehmen nachhaltig zu fördern.

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft verfolgt ebenfalls das Ziel, Risiken bei den Finanzinstrumenten zu minimieren. Dazu gehören fortlaufende Risikoidentifikation, -bewertung und -bewältigung, insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten. Ein Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht nicht, da es sich bei den Kunden überwiegend um gesetzliche Krankenkassen handelt. Die Gesellschaft ist nur im inländischen Markt aktiv, Umsätze werden nur in Euro erzielt. Die Gesellschaft ist keinen Währungsrisiken ausgesetzt. Zinsänderungsrisiken bestehen nur für den Zeitpunkt der eventuellen Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten.

D. Prognosebericht

Aufgrund der fortwährenden Belastungen, die sich aus der Bekämpfung der Inflation und dem andauernden Ukraine-Krieg auf die Gesamtwirtschaft ergeben, prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von lediglich 0,2 Prozent. Die Einschätzung wird durch verschiedene Prognosen von Wirtschaftsinstituten gedeckt, welche von einer Entwicklung von -0,2 % bis + 0,2 % ausgehen. Auch von Seiten der Bundesregierung wird mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung gerechnet. Es wird davon ausgegangen, dass es auch im Jahr 2024 zu einer Rezession kommen wird.

Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/73769/umfrage/prognosen-zur-entwicklung-des-deutschen-bip/

In welcher Dimension sich die gesamtwirtschaftlichen Veränderungen auch auf den deutschen Homecare-Markt auswirken werden, lässt sich über die im Risikobericht genannten Punkte hinaus und zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer bewerten und nicht aussagekräftig darstellen.

Im Zuge der durch die Bundesregierung beschlossenen Krankenhausreform bleibt abzuwarten, wie sich der Wandel zu einer stärker ambulant ausgerichteten Versorgungslandschaft auch im Zusammenhang mit der steigenden Beitrags- bzw. Kostenentwicklung hin zur Entwicklung von Vergütungspreisen der gesetzlichen Krankenkassen, mit welchen ein Leistungserbringervertrag besteht, widerspiegelt.

Sofern sich keine Anpassungen von Fallpauschalen abzeichnen werden, besteht durch inflationsbedingte Preissteigerungen für medizinische Hilfs- und Heilmittel weiterhin ein andauernder Druck auf eine kostendeckende Marge pro Versorgung von Patientin und Patient.

Quelle: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/gesundheitswesen/krankenhausreform.html

Im Rahmen der verpflichtenden Umsetzung des NIS2-Umsetzungsgesetz (NIS2UmsuCG) werden umfangreiche Anforderungen an Unternehmen, speziell im Bereich der Gesundheitsversorgung gestellt.

Im Zuge dessen rechnet die Gesellschaft im kommenden Berichtsjahr mit größeren finanziellen Aufwendungen, um sich langfristig und optimal im Bereich der Cybersicherheit aufzustellen und um sämtliche Anforderungen mehr als nur erfüllen zu können. Eine absolute monetäre Mehrbelastung ist zwar zum jetzigen Stand nicht zu beziffern, jedoch birgt dies neue Herausforderungen in der Erreichung von gesetzten Umsatzrenditen.

Mögliche Risiken, die mit einer maßgeblichen Beeinträchtigung des Unternehmenswachstums einhergehen können, werden anhand des unternehmensinternen Risikomanagements und der vorhandenen Ressourcenausstattung als gering eingestuft. Wir sehen uns auch weiterhin als verlässlicher Partner von Krankenkassen, Kliniken, der Ärzteschaft und Pflegeeinrichtungen zur Versorgung von betroffenen Personen.

Auf Basis des bisherigen Verlaufs des Geschäftsjahres 2023/24 erwartet die Gesellschaft eine zum Berichtsjahr prozentuale Steigerungsrate der Umsatzerlöse im niedrigen zweistelligen Bereich. Es wird von einem prognostizierten Gesamtumsatz von über 40 Mio. EUR ausgegangen. Für das bereinigte Betriebsergebnis wird eine Umsatzrendite im höheren einstelligen Prozentbereich angestrebt. Das Geschäftsjahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023/24 wird, nach erfolgten Restrukturierungsmaßnahmen deutlich über dem aktuellen Berichtsjahr erwartet.

 

Kaufungen, den 24. Juni 2024

PROLIFE homecare GmbH

Die Geschäftsführung

Ansgar Tump, Geschäftsführer

Manfred Dreisbusch, Geschäftsführer

Reza Moeini, Geschäftsführer

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PROLIFE homecare GmbH, Kaufungen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PROLIFE homecare GmbH, Kaufungen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PROLIFE homecare GmbH, Kaufungen, für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Oktober 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.

Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 24. Juni 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Maier, Wirtschaftsprüfer

Sälzer, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 15. Juli 2024 festgestellt.

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