Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 73919
Eingetragen
11.11.2011
Branche
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenArchitekturbüros für Hochbau
Gegenstand
die Beratung im Immobilienbereich, das Baumanagement und die Durchführung und Abwicklung von Bauvorhaben als Generalunternehmer und Generalübernehmer sowie das Facility- und Gebäudemanagement.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Philip Puhl
seit 10.10.2025
Prokura
Prokura
Marc Schirmer
seit 11.11.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Lara Schirmer-Turanli
Auenweg 131, 50996 Köln
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FaciliCon GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.072,00 10.852,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.215.326,57 1.252.283,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.533,00 11.717,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 401.336,88 337.516,17
1.626.196,45 1.601.516,28
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 40.294,34
1.640.268,45 1.652.662,62
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.478.898,20 1.625.782,78
2. Forderungen gegen Gesellschafter 1.801.258,92 1.568.784,82
3. Sonstige Vermögensgegenstände 116.162,76 83.525,23
- davon mit einer Restlaufzeit:
von mehr als einem Jahr: 17.020,62 € (Vorjahr: 5.418,12 €)
6.396.319,88 3.278.092,83
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.612.719,66 644.552,17
8.009.039,54 3.922.645,00
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 9.401,99 7.273,67
9.658.709,98 5.582.581,29

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnvortrag 972.241,07 932.432,88
III. Jahresüberschuss 1.124.054,15 39.808,19
2.146.295,22 1.022.241,07
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 586.848,00 144.770,00
2. Sonstige Rückstellungen 509.387,80 328.626,85
1.096.235,80 473.396,85
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.392.348,81 1.459.007,21
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.984.107,00 2.272.022,89
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.036.842,54 350.999,38
6.413.298,35 4.082.029,48
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.880,61 4.913,89
9.658.709,98 5.582.581,29

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2021

2021 2020
1. Umsatzerlöse 20.777.279,59 13.565.223,23
2. Sonstige betriebliche Erträge 844.645,82 321.693,88
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und -2.654.600,11 -1.123.767,85
Betriebsstoffe
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.661.012,53 -12.315.612,64 -6.232.533,27
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.471.895,87 -3.868.862,86
b) Soziale Abgaben und Aufwendungenfür Altersversorgung und für Unterstützung -830.413,56 -5.302.309,43 -768.345,22
5.Abschreibungenauf immaterielle Vermögensgegenständedes Anlagevermögens und Sachanlagen -150.393,70 -164.259,76
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.130.452,14 -1.569.366,91
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 47.811,63 47.561,93
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -36.960,02 -23.459,79
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -596.399,96 -121.293,41
10. Ergebnis nach Steuern 1.137.609,15 62.589,97
11. Sonstige Steuern -13.555,00 -22.781,78
12. Jahresüberschuss 1.124.054,15 39.808,19

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

II. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS UND ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BE WERTUNGSMETHODEN

Die FaciliCon GmbH hat ihren Sitz in Köln und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HRB 73919 eingetragen. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB und des GmbHG wurden dabei beachtet.

Bilanzierungsmethoden

Die Aufstellung der Bilanz erfolgt vor Ergebnisverwendung. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und, soweit es sich um abnutzbare Vermögensgegenstände handelt, linear über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen drei und fünf Jahren.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer beträgt drei bis fünfzig Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften abgeschrieben. Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Die Notwendigkeit darüber hinausgehender, außerplanmäßiger Abschreibungen besteht nicht.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen.

Das gezeichnete Kapital wird gemäß § 283 HGB mit seinem Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Ihre Bewertung erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gebildet, soweit sie Aufwendungen oder Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Anlagevermögen

Die Aufgliederung des Anlagevermögens und seine Entwicklung im Geschäftsjahr 2021 ist diesem Anhang beigefügt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen (T€ 326), Garantierückstellungen (T€ 104), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 40), Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten (T€ 17) und Rückstellungen für Aufbewahrungspflichten (T€ 22).

Verbindlichkeiten

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2021 bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr von mehr als fünf Jahren Gesamtbetrag 31.12.2020
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.392.348,81 56.110,93 199.452,68 1.136.785,20 1.459.007,21
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.984.107,00 3.984.107,00 0,00 0,00 2.272.022,89
Sonstige Verbindlichkeiten 1.036.842,54 1.036.842,54 0,00 0,00 350.999,38
6.413.298,35 5.077.060,47 199.452,68 1.136.785,20 4.082.029,48

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von € 873.768,10 durch Grundschulden, Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Bürgschaften gesichert.

Außerordentliche Aufwendungen und Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außerordentliche Erträge aus der Ausbuchung verjährter Verbindlichkeiten in Höhe von 631 T€ enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außerordentliche Aufwendungen aus der Ausbuchung von Forderungen in Höhe von 337 T€ enthalten.

Personalaufwand

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 2021 € 13.047,72 (Vorjahr € 9.144,98).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

2021 2020
Zinsen von Gesellschaftern 47.811,63 47.561,93

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

2021 2020
langfristige Zinsen 36.646,10 21.525,89
Zinsen nach § 233a AO 0,00 1.933,90
Übrige 313,92 0,00
36.960,02 23.459,79

IV. ERGÄNZENDE ANGABEN

Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2021 betrug 94 (Vorjahr 93). Sie setzt sich wie folgt zusammen:

2021
Kaufmännische Angestellte 38
Gewerbliche Angestellte 56

94

Organe und Organbezüge

Die Geschäftsführung oblag im Berichtsjahr Herrn Marc Schirmer, Kaufmann, Köln. Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen zum Stichtag € 488.640,73.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2021 in Höhe € 1.124.054,15 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

 

Köln, den 24. April 2023

FACILICON GMBH

gez.

Marc Schirmer, Geschäftsführer

ZUSAMMENSETZUNG UND ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand Zugänge Abgänge Stand
01.01.2021 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 45.906,03 10.073,30 0,00 55.979,33
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.406.227,63 0,00 0,00 1.406.227,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.584,00 0,00 0,00 20.584,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.084.275,06 185.602,67 61.612,49 1.208.265,24
2.511.086,69 185.602,67 61.612,49 2.635.076,87
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 48.370,57 991,73 41.286,07 8.076,23
2.605.363,29 196.667,70 102.898,56 2.699.132,43
Wertberichtigungen
Stand Zugänge Abgänge Stand
01.01.2021 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 35.054,03 6.853,30 0,00 41.907,33
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 153.944,52 36.956,54 0,00 190.901,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.867,00 2.184,00 0,00 11.051,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 746.758,89 104.399,86 44.230,39 806.928,36
909.570,41 143.540,40 44.230,39 1.008.880,42
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 8.076,23 0,00 0,00 8.076,23
952.700,67 150.393,70 44.230,39 1.058.863,98
Buchwerte
Stand Stand
31.12.2021 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.072,00 10.852,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.215.326,57 1.252.283,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.533,00 11.717,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 401.336,88 337.516,17
1.626.196,45 1.601.516,28
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 40.294,34
1.640.268,45 1.652.662,62

Lagebericht der FaciliCon GmbH für das Geschäftsjahr 2021

1. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Seit 2011 konzentrieren wir uns auf Facility- und Gebäudemanagement, Baumanagement, Spezialanlagenbau sowie den Tankanlagebau und die Umsetzung von Bauprojekten als Generalunternehmer. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Konjunktur solide, und die Nachfrage entsprechend hoch. Allerdings ist dieses Marktsegment hart umkämpft und von schmalen Gewinnspannen geprägt.

Laut Lünendonk-Studie zur Entwicklung des Facility Managements 2021 sind die führenden Facility-Service-Unternehmen in Deutschland 2021 auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Mit einem um Ausreißer bereinigten Umsatzplus von durchschnittlich 3,0 Prozent weisen die Top-25-Dienstleister nach dem Corona-bedingten Rückgang aus dem Vorjahr wieder Wachstum aus. Die anhaltend herausfordernde Auftragslage in Teilen des Catering-Geschäfts sowie der große Personalmangel dämpfen jedoch die Marktentwicklung. Dies zeigt der Zentralwert der Umsatzentwicklung der Top 25, der bei einem Umsatzplus von 4,9 Prozent liegt. Neben dem Beitrag der Gebäudedienstleister zu ESG-Transparenz und Erfüllung von Nachhaltigkeitszielen prägten mehrere Übernahmen den deutschen Facility-Service-Markt.

In der durch eine zunehmende Unsicherheit und Volatilität geprägten Wirtschaftswelt wirkt das Facility Management laut Lünendonk-Studie stabilisierend. Trotz des im Zuge der veränderten Arbeitswelten nachhaltigen Nachfragerückgangs nach Catering Services wächst der Markt wieder. Angesichts der großen Herausforderungen der Immobilienwirtschaft zu Transparenz und mehr Nachhaltigkeit kommt dem Facility Management nach Lünendonk-Studie eine Schlüsselrolle bei der Senkung der Energieverbräuche zu. Der Markt agiert flexibel mit der Anpassung des Service-Angebots sowohl hinsichtlich Gewerken als auch der Flächenabdeckung. Der Krieg in der Ukraine wirkt sich bisher vergleichsweise wenig auf den deutschen Facility-Management-Markt aus. Viele Auftraggeber setzen laut Studie in Zeiten von Homeoffice auf flexibel nutzbare Büroräume und eine bedarfsorientiertere Gebäudesteuerung. Dies stellt neue Anforderungen an die hierfür benötigten Facility Services und hat Folgen sowohl für den Personalbedarf als auch die Service-Organisation.

Unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Situation und der pandemiebedingten Einflüsse kann unsere Entwicklung im Jahr 2021 insgesamt als zufriedenstellend betrachtet werden. Die steigende Technologisierung von Gebäudeanlagen hat zu einer Zunahme der Facility-Service-Angebote geführt.

Die Auslagerung von Dienstleistungen ist weiterhin ein Trend und trägt zu einem stabilen Wachstum des Marktes bei. Gleichzeitig sind anhaltender Preisdruck und Nachverhandlungen eine Herausforderung. Dennoch gehen wir davon aus, dass sich der Markt für Facility Management in Deutschland insgesamt positiv entwickeln wird und wir davon maßgebend profitieren werden. Dazu werden insbesondere folgende Faktoren beitragen:

a) Digitalisierung und Automatisierung:

Die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung von Gebäudemanagementsystemen haben die Nachfrage nach intelligenten und effizienten Lösungen für das technische Gebäudemanagement gesteigert. Unternehmen suchen nach Möglichkeiten, ihre Gebäude nachhaltiger und energieeffizienter zu gestalten, indem sie innovative Technologien einsetzen.

b) Nachhaltigkeit und Energieeffizienz:

Die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit und Energieeffizienz hat dazu geführt, dass viele Unternehmen ihre Gebäudebestände optimieren und modernisieren möchten. Technisches Gebäudemanagement spielt dabei eine wichtige Rolle, um diese Ziele zu erreichen.

c) Regulatorische Anforderungen:

In Deutschland und der Europäischen Union wurden vermehrt regulatorische Anforderungen für Gebäude eingeführt, was den Bedarf an qualifizierten Facility-Management-Dienstleistern erhöht hat, die diese Anforderungen erfüllen können.

d) Urbanisierung:

Die fortschreitende Urbanisierung und die zunehmende Bevölkerungsdichte in Städten haben den Bedarf an effizientem und nachhaltigem Gebäudemanagement erhöht.

e) Wirtschaftliches Wachstum:

Das wirtschaftliche Wachstum in Deutschland vor der COVID-19-Pandemie hatte zu einer erhöhten Nachfrage nach kommerziellen und industriellen Gebäuden geführt, was wiederum den Bedarf an Facility Management-Dienstleistungen steigerte.

Eine der größten Herausforderungen wird für uns die Personalbeschaffung sein, um unsere Wettbewerbsfähigkeit und die Fähigkeit, qualitativ hochwertige Dienstleistungen anzubieten, zu erhalten und auszubauen. Fachkräftemangel und hohe Fluktuation sind bereits heute Probleme, mit denen die Branche konfrontiert ist. Da die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften in verschiedenen Bereichen wie technischem Gebäudemanagement, Reinigungsdienstleistungen und Sicherheitsdiensten weiterhin steigt, müssen wir effektive Strategien entwickeln, um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten.

Im Geschäftsjahr 2021 hat die FaciliCon GmbH trotz der Herausforderungen der Corona-Pandemie beeindruckende Erfolge erzielt. Die bestehenden Beziehungen zu Großkunden wurden nicht nur erhalten, sondern sogar weiter ausgebaut, und darüber hinaus konnten wir bedeutende Neukunden gewinnen. Der solide Auftragsbestand unterstreicht unsere starke Marktposition und bestätigt den exzellenten Ruf, den sich FaciliCon im Laufe der Jahre aufgebaut hat. Die positive Entwicklung zeigt, dass unser Unternehmen auch in einem hart umkämpften Marktumfeld erfolgreich agieren und weiter wachsen kann.

Lage der Gesellschaft

Vermögens- und Finanzlage

Die Gesellschaft zeigt insgesamt eine zufriedenstellende Situation. Das Eigenkapital beträgt bei einem Gesamtvermögen von T€ 9.659 (Vorjahr: T€ 5.582) rund T€ 2.146 (Vorjahr: T€ 1.022). Dieses führt trotz des gestiegenen Gesamtvermögens zu einer Eigenkapitalquote von nunmehr 22,2 % (Vorjahr: 18,3 %).

Das langfristig dem Unternehmen zur Verfügung stehende Anlagevermögen beträgt T€ 1.640 (Vorjahr: T€ 1.652) und besteht im Wesentlichen aus einem Geschäftsgrundstück (T€ 1.215). Im kurzfristigen Bereich besteht das Vermögen weitestgehend aus Forderungen, die rd. 65,0 % des Gesamtvermögens ausmachen (Vorjahr: 57,2 %). Die liquiden Mittel werden zum Stichtag mit T€ 1.613 bzw. 16,7 % des Gesamtvermögens (Vorjahr: T€ 645 bzw. 11,6 %) ausgewiesen.

Kapitalseitig reduzierten sich planmäßig die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgrund von Tilgungen gegenüber dem Vorjahr um T€ 66 und betragen T€ 1.393 (Vorjahr: T€ 1.459). Hiervon betreffen T€ 874 das Betriebsgebäude (Vorjahr: T€ 919). Branchenbedingt korrespondieren mit den hohen Forderungen auch hohe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 3.984; Vorjahr: T€ 2.272). Der Bereich der Rückstellungen beträgt T€ 1.096 (Vorjahr: T€ 473) und beinhaltet in erster Linie solche aus dem Personalbereich, aus ausstehenden Rechnungen und aus Gewährleistungen und ergebnisbedingt Rückstellungen für Steuern. Die Finanzlage ist trotz der relativ hohen Fremdverschuldung stabil. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren zu einem hohen Prozentsatz aus Investitionen (Betriebsgebäude und Geschäftsausstattung). Die Liquidität ist weiterhin gesichert.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2021 konnte eine deutliche Ausweitung des Umsatzes um 53,2 % auf T€ 20.777 erreicht werden. Die Materialaufwendungen stiegen überproportional zur höheren Gesamtleistung um T€ 4.960, auch aufgrund des verstärkten Einsatzes von Subunternehmern. Ihr Anteil an der Gesamtleistung beträgt 57,0 % gegenüber 53,0 % im Vorjahr. Aufgrund der Umsatzsteigerung konnte ein um T€ 2.776 verbessertes Rohergebnis in Höhe von T€ 9.306 (Vorjahr: T€ 6.530) erreicht werden. Der Personalaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr um T€ 665 auf T€ 5.302 (Vorjahr: T€ 4.637). Die Personalkostenquote sank aufgrund der gesteigerten Gesamtleistung und des Einsatzes von Subunternehmer von 33,4 % im Vorjahr auf nunmehr 24,5 %. Die planmäßigen Abschreibungen belaufen sich auf rd. T€ 150 gegenüber T€ 164 im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich auf T€ 2.131 (Vorjahr: T€ 1.569) bei Schwankungen in den Einzelpositionen. Das Finanzergebnis beträgt T€ 11 gegenüber T€ 24 im Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern steigt auf T€ 1.720 (Vorjahr: T€ 161). Der Jahresüberschuss für 2021 wird mit T€ 1.124 nach T€ 40 im Vorjahr ausgewiesen.

2. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Für das kommende Jahr erwarten wir aufgrund unserer vielversprechenden Auftragslage erneut eine signifikante Umsatzsteigerung sowie eine Verbesserung des Jahresergebnisses. Dies wird begünstigt durch unsere umfassenden Marketingaktivitäten und bereits erfolgte, gezielte Investitionen in qualifiziertes Personal.

In Bezug auf die personelle Struktur werden keine großen Veränderungen erwartet, da unsere Schlüsselpositionen bereits mit langjährigen und erfahrenen Mitarbeitern besetzt sind. Wir sind jedoch bestrebt, den aktuellen Personalstand mindestens zu erhalten und situationsbedingt gegebenenfalls kurzfristig aufzustocken, um mehr Fachkräfte an das Unternehmen zu binden.

Angesichts des Fachkräftemangels im Facility Management, der ein dynamischeres Wachstum hemmt, gewinnen Personalstrategien für Recruiting und Mitarbeiterbindung immer mehr an Bedeutung.

Parallel dazu arbeiten wir kontinuierlich an der Optimierung unserer IT-Infrastruktur und digitalen Prozesse, um die Vorteile der Digitalisierung voll auszuschöpfen und bestimmte Arbeitsabläufe zu verbessern. Dies wird langfristig zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung beitragen.

Hinsichtlich zukünftiger Investitionen sind derzeit keine größeren Pläne vorgesehen, da in den vergangenen Geschäftsjahren bereits umfangreiche Investitionen getätigt wurden, insbesondere in das firmeneigene Betriebsgebäude. Dies stellt eine solide Grundlage für die kommenden Jahre dar. Abgesehen von üblichen Investitionen im PKW-Bereich für Servicemitarbeiter sind keine weiteren größeren Investitionen geplant und branchenbedingt auch nicht erforderlich.

3. Chancen und Risiken

Die bedeutendsten Chancen für unser Unternehmen liegen in unserem vielfältigen Leistungsportfolio, das uns die Flexibilität ermöglicht, schnell auf Anfragen und Ausschreibungen zu reagieren. Zudem profitieren wir von unserem erfahrenen und gut ausgebildeten Personal. Unsere starke Vernetzung und hohe Bekanntheit auf Bundesebene sind entscheidende Faktoren, die uns ein überdurchschnittliches Wachstum ermöglichen sollen. Die Erweiterung unserer Serviceabteilung im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung und des Spezialanlagenbaus sowie des Tankanlagebaus sichert unsere Marktposition in der Branche, und wir planen, in diesen Bereichen im Jahr 2022 weiter zu expandieren.

Abgesehen von normalen konjunkturellen Risiken sehen wir keine besonderen Risiken für unser Unternehmen. Dank unseres breit gefächerten Angebots sind wir nicht von Großkunden abhängig, und unser langjähriges, beständiges Personal ermöglicht uns, der Zukunft optimistisch entgegenzublicken. Um das Risiko steigender Einkaufspreise oder verschlechternder Auftragskonditionen zu minimieren, setzen wir auf kontinuierliches Kostenmanagement. Jedes Projekt bzw. jede Baustelle durchläuft ein strenges Prüfverfahren und wird fortlaufend überwacht, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen und schnellstmöglich zu korrigieren.

Da unsere Transaktionen ausschließlich in Euro abgewickelt werden, bestehen keine Währungsrisiken. Dementsprechend sind Sicherungsgeschäfte nicht notwendig und werden auch nicht vorgenommen.

Um das Risiko von Forderungsverlusten zu minimieren, wenden wir seit langem ein striktes Forderungsmanagement an, das an das jeweilige Ausfallrisiko angepasst ist.

Forschung und Entwicklung

Obwohl wir keine Forschungs- und Entwicklungsleistungen erbringen, stellen wir durch unser flexibles und vielseitiges Produktangebot sicher, dass wir den Marktanforderungen gerecht werden.

4. Prognosebericht

Zusammenfassend sehen wir derzeit keine existenzbedrohenden Risiken für das Unternehmen. Seit Abschluss des Geschäftsjahres sind keine bedeutenden Ereignisse aufgetreten. Der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland haben das Geschäft von FaciliCon nicht negativ beeinflusst. Die gestiegenen Preise konnten teilweise erfolgreich an unsere Kunden weitergegeben werden. Entstandene Lieferschwierigkeiten wurden akzeptiert, ohne dass Regressansprüche geltend gemacht wurden.

Trotz der Corona-Pandemie und den allgemeinen Kostensteigerungen infolge des Ukraine-Konflikts zeigt die bisherige Entwicklung im neuen Geschäftsjahr ein positives Bild. Die Geschäftsführung erwartet daher eine kontinuierliche positive Entwicklung des Unternehmens. Aktuell sind keine Beeinträchtigungen der Geschäftstätigkeit durch die Covid-19-Pandemie oder den Ukraine-Krieg ersichtlich, da alle laufenden Aufträge ohne Leistungsstörungen bearbeitet werden konnten.

Basierend auf der aktuellen Entwicklung wird erwartet, dass das Ergebnis in 2022 über dem des Jahres 2021 liegen wird. Es ist allgemein anerkannt, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die ökonomischen Folgen des Ukraine-Kriegs noch nicht abschließend beurteilt werden können, insbesondere im Hinblick auf die gesetzliche Verpflichtung zur Erstellung dieses Lageberichts. Trotz dieser praktischen Unmöglichkeit können wir für den relevanten Prognosezeitraum existenzbedrohende Risiken, wie eine drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, ausschließen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn sich die getroffenen Annahmen als unzutreffend erweisen.

Wir versichern, dass unsere Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens ein zutreffendes Bild der tatsächlichen Verhältnisse vermittelt und dass die wesentlichen Chancen und Risiken angemessen beschrieben wurden.

 

Köln, im April 2023

Marc Schirmer, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die FaciliCon GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FaciliCon GmbH, Köln, − bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden − geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FaciliCon GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen − beabsichtigten oder unbeabsichtigten − falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen − beabsichtigten oder unbeabsichtigten − falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher − beabsichtigter oder unbeabsichtigter − falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 24. April 2023

DIPL.-KFM. HANS M. KLEIN + PARTNER mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft • Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dipl.-Kfm. Matthias Klein, Wirtschaftsprüfer

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