Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 206553
Eingetragen
28.8.2012
Branche
Spezialisierte Bautätigkeiten im TiefbauSonstige spezialisierte Bautätigkeiten im Hochbau a. n. g.Architekturbüros für Hochbau
Gegenstand
Hoch- und Tiefbau, der Trockenbau, sowie die Durchführung von Schal- und Maurerarbeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Salko Košuta
seit 17.12.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SALKO-Bau GmbH

Bissendorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die SALKO-Bau GmbH ist ein Unternehmen, das sich auf den Breitbandausbau spezialisiert hat. Sie hat ihren Sitz in Bissendorf und wurde 2012 gegründet. Damals bot sie vor allem Störungsdienste im Kupfernetz an. Seit 2018 hat sie eigene Verträge für den Tiefbau im Breitbandausbau abgeschlossen. Seit 2019 bietet sie auch die Errichtung von Hausanschlüssen an. Sie arbeitet für große Versorger in Deutschland, die von der hohen Nachfrage nach schnellem Internet profitieren. Der Breitbandausbau ist in Deutschland ein wichtiges Ziel, um die Digitalisierung voranzutreiben. Der Bund fördert daher die flächendeckende Versorgung mit Breitband.

2. Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen betreibt keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten.

Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist gemessen am realen Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % gesunken. Die erhoffte Erholung nach Abklingen der Corona-Pandemie ist in Folge des Ukraine-Kriegs, einer steigenden Inflation sowie hoher Energiepreise und Zinsen in 2022 geringer als erhofft ausgefallen und in 2023 in eine Rezession umgeschlagen.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Baubranche insgesamt ist eine der Branchen, die am stärksten von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten betroffen ist. Hohe Baukosten, ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften und eine Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen haben zu einem Umsatzrückgang von real 5,3 % geführt, wobei vor allem der Hochbau beeinträchtigt war. Der Tiefbau hingegen konnte von der anhaltenden Nachfrage nach Infrastrukturprojekten profitieren (Quelle: Zentralverband Deutsches Baugewerbe: Baukonjunktur 2023/2024).

Ein wichtiger Sektor, der einer besonderen Aufmerksamkeit bedarf, ist der Telekommunikationssektor, insbesondere der Glasfaserausbau. Obwohl die Bundesregierung mit der Gigabitförderung 2.0 rund 3,6 Milliarden Euro für die flächendeckende Versorgung mit Glasfaser bereitgestellt hat, hinkt Deutschland im internationalen Vergleich hinterher. Laut OECD-Daten waren im Dezember 2023 nur etwa 11,2 Prozent aller stationären Breitbandanschlüsse in Deutschland mit einem Glasfaserkabel ausgestattet. Damit lag Deutschland auf Platz 36 der Länderliste. Um die digitale Transformation zu beschleunigen, muss der Glasfaserausbau deutlich gesteigert werden. Die Bundesregierung hat sich hier zum Ziel gesetzt, einen flächendeckenden Breitbandausbau bis 2030 zu realisieren und fördert diese mit der Gigabitförderung 2.0, mir der auch privatwirtschaftlich nicht realisierbare Ausbauprojekte realisiert werden sollen.

3. Geschäftsverlauf und Lage

a. Ertragslage

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Rohertragsmarge der Projekte und das Betriebsergebnis (EBIT).

Zur Überwachung der Projekte wurde eine Kostenrechnung eingeführt und zudem werden technische digitale Dokumentationssysteme eingesetzt, wo der Projektfortschritt zeitnah überprüft und gemonitort werden kann.

Die Gesellschaft konnte aufgrund der hohen Nachfrage nach dem Ausbau von Glasfasernetzen ihren Wachstumskurs im abgelaufenen Geschäftsjahr fortsetzen und ihr Rohergebnis ausgehend von einer um 115,4 % gestiegenen Gesamtleistung von 7,5 Mio. € um 94,9 % auf 15,4 Mio. € steigern. Die Rohertragsmarge ist dabei aufgrund der gestiegener Materialaufwendungen um 3,8 %-punkte gesunken.

Das Unternehmen hat seine Kapazitäten ausgebaut, sodass der Personalaufwand um 0,9 Mio. € oder 40,5 % und die Abschreibungen um 0,3 Mio. € gestiegen sind. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere in Folge wachstumsbedingt höherer Miet- und Leasingaufwendungen um € 1,7 Mio. auf 3,1 Mio. € gestiegen.

Das Betriebsergebnis hat sich in Folge der genannten Entwicklungen um von 3.808 T€ auf 8.405 T€ verbessert

b. Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist geprägt durch das Wachstum des Berichtsjahres.

Das Anlagevermögen ist aufgrund von Investitionen in den Fuhr- und Maschinenpark um 1.376 T€ gestiegen. Die Vorräte sind vor Saldierung mit den erhaltenen Anzahlungen aufgrund der Geschäftsausweitung um 1.234 T€ gestiegen, betragen nach Saldierung mit den ebenfalls gestiegenen erhaltenen Anzahlungen 0 T€. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zeigen insbesondere umsatzbedingt einen Anstieg um 5.038 T€ auf 9.253 T€. Ergänzt um einen um 4.077 T€ gestiegenen Bestand liquider Mittel beträgt das Umlaufvermögen 16.531 T€ nach 7.415 T€ im Vorjahr.

Auf der Passivseite zeigt sich das Eigenkapital um den Jahresüberschuss von 5.871 T€ erhöht und auch die Rückstellungen sind umsatz- und ergebnisbedingt um 1.531 T€ deutlich gestiegen. Die Verbindlichkeiten sind insbesondere aufgrund der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Folge der Geschäftsausweitung, Darlehensaufnahmen zur Finanzierung von Investitionen sowie höherer Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegen über verbundenen Unternehmen bestehen im Rahmen einer umsatzsteuerlichen Organschaft.

Die Bilanzsumme ist insgesamt um 10.448 T € gestiegen.

Seit dem Jahr 2022 werden die Projekte über Anzahlungen abgerechnet, was die laufende Finanzierung der Projekte erleichtert.

c. Gesamtaussage zur Lage

Wir sind mit unserer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zufrieden.

Wir haben im Berichtsjahr eine positive Umsatz- und Ertragsentwicklung erzielt.

Wir achten darauf, unsere Verbindlichkeiten fristgerecht zu begleichen und unsere Forderungen zügig einzutreiben. Wir haben die meisten skontofähigen Rechnungen innerhalb der Skontofrist bezahlt und alle anderen Rechnungen, sofern keine Beanstandungen vorlagen, zum Nettofälligkeitstag.

Unsere kurzfristigen Verbindlichkeiten sind durch liquide Mittel gedeckt.

Prognosebericht

Die SALKO-Bau GmbH ist ein wichtiger Partner für die großen Anbieter von Breitbandkommunikation in Deutschland, wenn es um den Ausbau des Glasfasernetzes geht. Laut einer Marktanalyse des Bundesverband Breitbandkommunikation liegt die Glasfaserausbauquote bei 43,2 %, der Anteil der abgeschlossenen Haushalte bei 22,8 (Stand Juni 2024). Der Bund hat sich in seiner Gigabitstrategie zum Ziel gesetzt, dass bis 2025 die Hälfte aller Haushalte in Deutschland und bis 2030 alle Haushalte mit Glasfaser versorgt werden sollen. Das Ausbauziel 2025 kann nach Einschätzung des Bundesverband Breitbandkommunikation erreicht werden, während das Ausbauziel 2030 gefährdet ist und der Ausbau fortgeführt und beschleunigt werden muss. Da Glasfaseranschlüsse weniger störungsanfällig sind und die 5G-Mobilfunkmasten ohne eine Anbindung an das Glasfasernetz nicht die versprochene Leistung erbringen können, ist Glasfaser momentan die Technologie der Zukunft.

Das bedeutet für die SALKO-Bau GmbH, dass sie ihr aktuelles Geschäftsmodell noch für mindestens 5-7 Jahre rentabel fortführen kann. Zusätzlich plant die Gesellschaft, ihre Aktivitäten weiter auszuweiten und bald alternative Geschäftsfelder zu erkunden. Für das Jahr 2024 rechnet die Gesellschaft mit einem deutlichen Anstieg des Umsatzes und des Rohertrags. Die hohe Nachfrage nach Leistungen im Glasfaserausbau deckt die Gesellschaft durch die Einstellung neuer Bauleiter und die Beauftragung weiterer Subunternehmer.

Ausgehend von der aktuellen Auftragslage erwarten wir eine deutliche Steigerung des Rohergebnisses und des EBIT.

Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a. Operativer Bereich

Die Corona-Pandemie und der Ukrainekrieg haben die Lieferketten für LWL-Material und Leerrohre beeinträchtigt. Die SALKO-Bau GmbH hat darauf reagiert, indem sie zusätzliche Lagerflächen angemietet und ihren Vorrat erhöht hat. Trotzdem besteht die Gefahr, dass die Einkaufspreise weiter ansteigen und die Kalkulation der Projekte erschweren. Um dieses Risiko zu minimieren, pflegt die SALKO-Bau GmbH verlässliche Vertragsbeziehungen zu ihren Lieferanten, mit denen sie teilweise schon lange zusammenarbeitet.

Ein weiteres Risiko sind die Bodenverhältnisse in den verschiedenen Baugebieten. Diese können sich auf die Qualität und die Kosten des Glasfaserausbaus auswirken. Die SALKO-Bau GmbH konzentriert sich daher auf Gebiete, für die sie ausreichend Erfahrungen hat. Sie führt auch regelmäßig Bodenuntersuchungen durch, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen.

Der Glasfaserausbau in Deutschland wird auch durch langwierige Genehmigungsverfahren und Abstimmungen mit unterschiedlichen Behörden verzögert. Dies kann zu Verzögerungen und Mehrkosten bei den Projekten führen. Die SALKO-Bau GmbH versucht, dieses Risiko zu reduzieren, indem sie frühzeitig Kontakt zu den zuständigen Stellen aufnimmt und alle erforderlichen Unterlagen bereitstellt. Sie nutzt auch digitale Plattformen, um den Informationsaustausch zu beschleunigen.

Die Digitalisierung bietet der SALKO-Bau GmbH auch Chancen, ihre Prozesse zu optimieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Die SALKO-Bau GmbH investiert kontinuierlich in neue Technologien und Schulungen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Die Geschäftsleitung schätzt, dass die SALKO-Bau GmbH in diesem Bereich gut aufgestellt ist.

Ein weiterer Faktor, der die Zukunft der SALKO-Bau GmbH beeinflussen kann, ist der Fachkräftemangel und die demografische Entwicklung. Es wird immer schwieriger, qualifizierte Mitarbeiter zu finden und zu halten. Die SALKO-Bau GmbH positioniert sich daher als attraktiver Arbeitgeber, der seinen Beschäftigten gute Arbeitsbedingungen, Weiterbildungsmöglichkeiten und Perspektiven bietet. Die Gewinnung und Bindung guter Mitarbeiter wird als eine wichtige Aufgabe für den Erfolg angesehen.

Schließlich muss die SALKO-Bau GmbH auch die technischen Entwicklungen im Bereich der Glasfasernetze im Auge behalten. Diese können sowohl Chancen als auch Risiken darstellen, je nachdem, wie schnell und flexibel die SALKO-Bau GmbH darauf reagieren kann. Die SALKO-Bau GmbH beobachtet daher stets den Markt und stimmt sich mit ihren Auftraggebern ab, um die bestmöglichen Lösungen anzubieten.

Zuletzt ist es wichtig, die Projektenwicklungen laufend zu überwachen, um die rechtzeitige Fertigstellung aller Projekte zu gewährleisten und Kostenveränderungen frühzeitig zu erkennen.

b. Politische Risiken/Marktrisiken

Die Firma SALKO-Bau GmbH sieht sich momentan keinen großen politischen Gefahren ausgesetzt, da die Bundesregierung den Ausbau von Glasfasernetzen unterstützt und die Verwaltungsverfahren vereinfacht werden sollen.

Auf dem Markt hat sich die SALKO-Bau GmbH eine starke Position und ein hohes Fachwissen erarbeitet, die ihr gute Verhandlungsmöglichkeiten mit den Versorgern bieten. Allerdings könnte die Konkurrenz durch neue Anbieter steigen und die Preise senken.

c. Rechtliche Risiken

Die SALKO-Bau GmbH ist ein Bauunternehmen, das vor allem Subunternehmen für verschiedene Projekte einsetzt. Dies bringt die üblichen Risiken im Baugewerbe mit sich, wie zum Beispiel Haftungsfragen, Qualitätsmängel, Verzögerungen oder Ausfälle. Die SALKO-Bau GmbH hat jedoch keine spezifischen Risiken zu befürchten, die sich aus ihrer Geschäftstätigkeit oder ihrer Marktposition ergeben. Um die üblichen Risiken zu minimieren, sorgt die SALKO-Bau GmbH dafür, dass sie alle notwendigen Unterlagen und Nachweise von den Subunternehmen erhält und die Projekte sorgfältig dokumentiert.

2. Chancenbericht und Ausblick

Das Unternehmen ist ein Familienbetrieb, der von den Gründern und ihren Angehörigen seit der Gründung geführt wird. Die Geschäftsführung verbleibt auch nach Veräußerung an die Circet-Gruppe in der Familie. Das schafft eine starke Verbundenheit mit dem Unternehmen, die auch viele Mitarbeiter teilen, die schon lange im Betrieb sind.

Dank der flachen Organisationsstruktur kann das Unternehmen schnell auf Veränderungen reagieren und seine Strategie anpassen.

In den letzten Jahren hat das Unternehmen gute Beziehungen zu seinen Auftraggebern aufgebaut und sich im Bereich des Glasfaserausbaus spezialisiert. Das sichert eine gute Auslastung für die nächsten Geschäftsjahre.

Der Glasfaserausbau in Deutschland wird derzeit stark gefördert. Das Unternehmen sieht darin eine große Chance, von dem wachsenden Bedarf an Glasfaserleitungen weiter zu profitieren.

Die künftige Einbindung in die Circet-Gruppe birgt die Chancen im Bereich der Rationalisierung des Einkaufs sowie bei der Partizipation auf Großaufträgen.

Die SALKO-Bau GmbH blickt daher optimistisch auf das Jahr 2024 und erwartet eine weitere Steigerung der Gesamtleistung, des Rohertrags und des EBIT‘s. Das Unternehmen sieht sich gut positioniert, um von der anhaltenden Nachfrage nach Glasfasernetzen in Deutschland zu profitieren und seine Marktposition weiter auszubauen. Das Unternehmen plant, seine Kapazitäten weiter zu erhöhen, seine Mitarbeiter zu qualifizieren und zu motivieren, seine Prozesse zu optimieren und seine Kundenbeziehungen zu pflegen. Das Unternehmen verfolgt dabei einen nachhaltigen und verantwortungsvollen Ansatz, der die Umwelt, die Gesellschaft und die Stakeholder berücksichtigt.

 

Bissendorf, den 24. Oktober 2024

gez. Salko Kosuta

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.178.107,36 1.802.566,40
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 559,00 6,00
II. Sachanlagen 3.177.548,36 1.802.560,40
B. Umlaufvermögen 16.531.287,26 7.415.124,86
I. Vorräte 0,00 0,00
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.274.832,40 1.040.902,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.252.636,44 4.213.698,61
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.278.650,82 3.201.426,25
C. Rechnungsabgrenzungsposten 35.499,60 49.484,17
Summe Aktiva 19.744.894,22 9.267.175,43

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 10.692.186,53 4.820.795,43
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 4.795.795,43 2.126.770,21
III. Jahresüberschuss 5.871.391,10 2.669.025,22
B. Rückstellungen 2.268.246,11 736.910,12
C. Verbindlichkeiten 6.784.461,58 3.709.469,88
Summe Passiva 19.744.894,22 9.267.175,43

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 15.424.032,43 7.913.557,32
2. Personalaufwand 3.152.293,93 2.243.398,17
a) Löhne und Gehälter 2.431.984,98 1.711.786,38
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 720.308,95 531.611,79
3. Abschreibungen 725.044,04 435.544,00
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 725.044,04 435.544,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.141.321,34 1.425.640,66
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.162,95 15.882,76
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 59.103,27 14.045,94
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.484.579,14 1.131.641,79
8. Ergebnis nach Steuern 5.888.853,66 2.679.169,52
9. sonstige Steuern 17.462,56 10.144,30
10. Jahresüberschuss 5.871.391,10 2.669.025,22

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die SALKO-Bau GmbH hast ihren Sitz in 49143 Bissendorf und ist eingetragen beim Handelsregister B des Amtsgerichts Osnabrück unter HRB 206553.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbHG beachtet.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Gesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung (§288 HGB) des Jahresabschlusses werden in Anspruch genommen.

I. Gliederungsgrundsätze/Darstellungsstetigkeit

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung änderte sich mit Ausnahme der folgenden Punkte nicht gegenüber dem Vorjahr.

In der Bilanz wurde der Posten „erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen“ eingefügt. Der Vorjahresbetrag in Höhe von € 978.990,19 wurde angepasst und in voller Höhe aus den Vorräten umgegliedert.

Ebenfalls wurde in der Bilanz der Posten „Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe“ eingefügt. Im Vorjahr waren die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von € 180.092,43 unter den Waren ausgewiesen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet:

1 Immaterielle Vermögensgegenstände

• Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

2 Sachanlagen

• Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

• Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die Nutzungsdauern betragen:

Bilanzposition Nutzungsdauer
(in Jahren)
Immaterielle Vermögensgegenstände 3
Bauten auf fremden Grundstücken 10
Technische Anlagen und Maschinen 4 bis 19
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 19

Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen € 150,00 und € 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

3 Vorräte

• Die Vorräte wurden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wurden - sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag - auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

• Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Wertberichtigungen waren nicht zu bilden.

5 Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

• Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit ihren Nennwerten angesetzt.

6 Rechnungsabgrenzungsposten

• Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit Sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen.

7 Eigenkapital

• Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennwert von € 25.000,00 angesetzt.

8 Rückstellungen

• Die Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

• Die Steuerrückstellungen beinhalten die bis zum Bilanzstichtag noch nicht veranlagten Steuern.

9 Verbindlichkeiten

• Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

10 Währungsumrechnung

• Im Jahresabschluss sind keine Positionen enthalten, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung gelautet haben.

B. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Entwicklung der Abschreibungen sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich; der als Anlage beigefügt ist.

Die notwendigen Angaben zu den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ergeben sich auf dem nachstehenden Forderungsspiegel:

im Geschäftsjahr
Gesamtbetrag Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
von mehr als einem Jahr
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 77.550,89 77.550,89
- davon gegen Gesellschafter 2.423,06 2.423,06
sonstige Vermögensgegenstände 9.175.085,55 9.158.385,55 16.700,00
- davon Forderungen gegen Geschäftsführer 1.334.796,35 1.334.796,35
Summe 9.252.636,44 9.179.458,92 16.700,00
im Vorjahr
Gesamtbetrag Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
von mehr als einem Jahr
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 0,00
sonstige Vermögensgegenstände 4.213.698,61 1.237.545,63 2.976.152,98
- davon Forderungen gegen Gesellschafter 509.433,75 0,00 509.433,75
- davon Forderungen gegen Geschäftsführer 1.000.419,27 0,00 1.000.419,27
Summe 4.213.698,61 1.237.545,63 2.976.152,98

Die notwendigen Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich auf dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel:

im Geschäftsjahr
Gesamtbetrag Restlaufzeit
EUR bis zu einem Jahr
EUR
von mehr als einem Jahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.142.885,00 370.778,76 772.106,24
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.447.993,70 1.447.993,70 0
- davon gegenüber Gesellschaftern 1.447.993,70 1.447.993,70 0
sonstige Verbindlichkeiten 4.193.582,88 3.948.278,05 1.951.278,90
Summe 6.784.461,58 5.767.050,51 1.017.411,07
im Vorjahr
Gesamtbetrag Restlaufzeit
EUR bis zu einem Jahr
EUR
von mehr als einem Jahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 606.485,51 70.764,97 535.720,54
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0
- davon gegenüber Gesellschaftern 0 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 3.102.984,37 3.099.149,51 3.834,86
- davon gegenüber Gesellschaftern 866.326,08 866.326,08 0
Summe 3.709.469,88 3.169.914,48 539.555,40

Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 152.389,21 (i.V. EUR 0,00) haben eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Von diesen entfallen EUR 65.125,16 (i.V. EUR 0,00) auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und EUR 87.264,05 (i.V. EUR 0,00) auf sonstige Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 1.034.685,00 (i.V. EUR 427.520,54) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 278.824,36 (i.V. EUR 0,00) sind durch Sicherungsübereignungen besichert.

C. Ergänzende Angaben

I. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane

Zu Geschäftsführern waren im abgelaufenen Geschäftsjahr bestellt:

• Herr Nazim Kosuta, Kaufmann (bis 30. Juli 2024)

• Herr Salko Kosuta, Kaufmann

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge und der Bezüge des Aufsichtsrates wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:

Kreditentwicklung Betrag
EUR
Stand bisheriger Kredite 1.000.419,27
Rückzahlungen im Berichtsjahr 0,00
Neuvergaben im Berichtsjahr 334.377,08
= neuer Kreditbestand 1.334.796,35

Die Darlehen sind mit 1,0 % p.a. verzinslich, unbesichert und haben eine Laufzeit von 3 Jahren ab Vertragsschluss.

II. Arbeitnehmer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren durchschnittlich beschäftigt (ohne Organmitglieder):

Geschäftsjahr
Anzahl
Vorjahr
Anzahl
Angestellte 23 16
Arbeiter/-innen 23 20
Aushilfen 4 3
Insgesamt 50 39

III. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Am Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz auszuweisen und auch keine Haftungsverhältnisse i. S. v. § 251 HGB sind, die für die Beurteilung der Lage des Unternehmens von Bedeutung sind, bestanden am Abschlussstichtag aus:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen Höhe der Verpflichtungen
EUR
davon gegen verbundene Unternehmen
EUR
Mietverträge 228.101,30 36.000,00
Leasingverträge 52.693,08 0,00

V. Nachtragsbericht

Mit Wirkung zum 1. August 2024 wurden sämtliche Anteile an der Gesellschaft durch die Circet Deutschland Holding SE erworben. Darüber hinaus sind keine weiteren Sachverhalte von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten.

 

Bissendorf, den 24. Oktober 2024

gez. Salko Kosuta

Anlage zum Anhang - Anlagespiegel per 31. Dezember 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände 11.569,38 2.318,36 13.887,74
Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 15.345,85 15.345,85
2. technische Anlagen und Maschinen 829.001,09 1.145.492,55 39.081,63 126.050,40 2.061.462,41
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.852.824,79 1.077.768,93 271.645,89 2.658.947,83
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 126.050,40 8.403,36 -126.050,40 8.403,36
2.823.222,13 2.231.664,84 310.727,52 0,00 4.744.159,45
2.834.791,51 2.233.983,20 310.727,52 0,00 4.758.047,19
Abschreibungen
kumuliert
Zugang
Abgang
31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände 11.563,38 1.765,36 13.328,74
Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 3.712,85 1.485,00 5.197,85
2. technische Anlagen und Maschinen 343.841,09 270.754,95 18.472,63 596.123,41
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 673.107,79 451.038,73 158.856,69 965.289,83
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
1.020.661,73 723.278,68 177.329,32 1.566.611,09
1.032.225,11 725.044,04 177.329,32 1.579.939,83

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Hinweis nach § 328 Abs. 1a Satz 2 HGB:In dem vorstehenden Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SALKO-Bau GmbH, Bissendorf

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SALKO-Bau GmbH, Bissendorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SALKO-Bau GmbH, Bissendorf für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt „Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile“ beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1 Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt „Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile“ beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Das Vorhandensein der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von T€ 1.280 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wird die Inventur nicht beobachten und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über deren Bestand gewinnen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Vorräte, des Jahresergebnisses und des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Lauchringen, den 25. Oktober 2024

Treuhand Hochrhein Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Patrick Stärk, Wirtschaftsprüfer

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