Polygon Ventures GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Louisa Luther seit 30.3.2026 | Prokura |
Richard Laven seit 16.2.2024 | Geschäftsführer |
Phillipp Fründ seit 12.5.2023 | Prokura |
Iris Christa, geb. Haarmann Malke seit 20.7.2022 | Prokura |
Jörg Dautz seit 27.5.2022 | Prokura |
Frank Dr. Wartenberg seit 28.3.2019 | Geschäftsführer |
Eileen, geb. Stärker Kitzing seit 11.5.2017 | Prokura |
Andrea, geb. Kuschel Kuschel-Barthel seit 28.4.2009 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
IQVIA IES OVERSEAS HOLDINGS LIMITED | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IQVIA CSMS GmbHMannheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben Die IQVIA CSMS GmbH (im folgenden IQVIA CSMS) hat ihren Sitz in Mannheim und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (HRB 6679). Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden hinsichtlich der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des Handelsgesetzbuches, für große Kapitalgesellschaften sowie die Vorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet. Es handelt sich um eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB und in Euro aufgestellt. Mit Verträgen vom 25. Juni 2020 und den Beschlüssen der Gesellschafterversammlung vom 3. April 2020 hat IQVIA CSMS GmbH eine ausländische Betriebsstätte von der IQVIA Staff Services S.p.A., Mailand, Italien, übernommen. Die Eintragung der IQVIA CSMS GmbH ins italienische Handelsregister erfolgte am 26. Mai 2020. Die Übernahme fand zum 1. Dezember 2021 statt. Durch die italienische Betriebsstätte wurden im Jahr 2023 T€ 12.196 Umsatzerlöse erwirtschaftet, zudem wurden im Durchschnitt 149 Mitarbeiter in der italienischen Betriebsstätte beschäftigt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer von fünf Jahren, bewertet. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Asset Deal wird mit den Anschaffungskosten in Höhe von T€ 2.089 angesetzt und aufgrund der Stabilität und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodelles der italienischen Betriebstätte über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen. Die Ermittlung der Zeitwerte erfolgte im Discounted Cashflow-Verfahren. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (drei bis acht Jahre) ermittelt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,- € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 0,5 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen werden auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) als fortgeführte Anschaffungskosten zum Bilanzstichtag bewertet. Sie erfüllen jedoch nicht die Voraussetzungen von Deckungsvermögen gem. § 246 Abs. 2 HGB. Daher erfolgt auch keine Saldierung mit der Pensionsrückstellung. Die IQVIA CSMS ist ein Mitglied von Quintiles Treasury EEIG, eine Mitgliedschaft, die gegründet wurde zur Förderung der ökonomischen Aktivitäten der IQVIA-Gruppe im Bereich Treasury. Als Teil dieser Aktivitäten werden die Banksalden der Mitgliedsunternehmen regelmäßig in Geldanlagen auf Gruppenebene transferiert, die von Quintiles Treasury EEIG gehalten werden. Die Kontensalden der Mitgliedsunternehmen werden in getrennten Bankkonten für jedes Mitgliedsunternehmen geführt und IQVIA CSMS ist weiterhin als wirtschaftlicher Eigentümer anzusehen, während Quintiles Treasury EEIG die Rolle eines Treuhänders einnimmt. Entsprechend werden diese im Falle von positiven Kontensalden als Guthaben gegenüber Kreditinstituten im Jahresabschluss der IQVIA CSMS ausgewiesen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 31 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen erst konkret ergeben wird. Die Fremdwährungsumrechnung erfolgt nach der folgenden Systematik: Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:
2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die unveränderte Kapitalrücklage betrifft Mehrwerte im Rahmen von Verschmelzungen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,83 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,25 % zugrunde gelegt, sowie ein BBG-Trend in Höhe von 2,5 % p.a. unterstellt. Als Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden folgende Parameter verwendet: Beginnend mit 30,00 % bei einem Alter von 21 Jahren bis hin zu 0,00 % bei einem Alter von 51 Jahren. Die in der Rückstellungsentwicklung des Berichtsjahres enthaltene Zinskomponente von T€ 100 (Vorjahr T€ 96) wurde unter den Zinsen und ähnliche Aufwendungen erfasst. Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Fremdwährungsumrechnung der Verbindlichkeiten erfolgt nach der in Abschnitt II.1. dargestellten Systematik. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. III. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr von T€ 1.306 (Vorjahr T€ 1.492) enthalten. Es besteht eine Forderung gegen den Gesellschafter, IQVIA Holdings Inc., Durham, North Carolina, USA, in Höhe von T€ 12.000 (Vorjahr T€ 12.302). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von T€ 689 (Vorjahr T€ 716) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten, der Rest ist wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. (3) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 6.144 (Vorjahr T€ 6.240). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt einen Wert in Höhe von T€ 29. Dieser Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs.6 Satz 2 HGB n.F. ausschüttungsgesperrt. (4) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 3.428 enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Fuhrparkkosten (T€ 575), Resturlaubstage (T€ 492), sowie Forderung (T€ 416). (5) Verbindlichkeiten Es besteht zum Bilanzstichtag eine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 835. Das Bankkonto der italienischen Betriebsstätte weist zum Stichtag einen Saldo von T€ 387 aus. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten wie im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, bestehen zum Bilanzstichtag nicht. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse Sämtliche Umsatzerlöse von T€ 37.856 (Vorjahr T€ 33.179) beziehen sich auf Dienstleistungen für die medizinische und pharmazeutische Industrie in den Bereichen Marketing und Vertrieb und werden im Inland 53 % (Vorjahr 70 %) und Ausland 47 % (Vorjahr 30 %) erwirtschaftet. (2) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Weiterbelastungen an Schwestergesellschaften von T€ 4.060 (Vorjahr T€ 3.582), Erträge aus einem Projektverrechnungskonto der italienischen Betriebsstätte von T€ 295, Erstattungen von Versicherungen in Höhe von T€ 164 (Vorjahr T€ 118), periodenfremde Erträge aus der Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von T€ 67 (Vorjahr T€ 29), sowie andere periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 44 (Vorjahr T€ 133). (3) Personalaufwand Der Personalaufwand aus dem Geschäftsjahr 2023 war durch Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung aus Abfindungen hinsichtlich der Aufhebung des Arbeitsverhältnisses T€ 312 (Vorjahr T€ 497) belastet. (4) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen hauptsächlich Kfz-Kosten T€ 7.725 (Vorjahr T€ 6.475), weiterberechenbare Kosten an Kunden T€ 3.745 (Vorjahr T€ 3.627), Konzernnumlagen T€ 783 (Vorjahr T€ 910), Reisekosten T€ 355 (Vorjahr T€ 432), Cost-Shares T€ 125 (Vorjahr T€ 311) und Aufwendungen für Personalbeschaffung T€ 94 (Vorjahr T€ 175). (5) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten für das Geschäftsjahr 2023 Steuern der italienischen Betriebsstätte in Höhe von T€ 24 (Vorjahr T€ 104). V. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte. Die Miet- und Leasingverträge betreffen die Verwaltungsgebäude in Mannheim und Mailand, den Fuhrpark sowie bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kaffee- und Getränkeautomaten) und enden zwischen 2024 und 2026. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Arbeitnehmer Im Jahr 2023 betrug die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ohne Auszubildende und Leitungsorgane 419 Mitarbeiter (Vorjahr 349 Mitarbeiter), wovon 149 Mitarbeiter (Vorjahr 54 Mitarbeiter) die italienische Betriebsstätte betreffen. Eine Aufteilung der Mitarbeiter wurde nach den folgenden betrieblichen Funktionsbereichen vorgenommen: Verwaltung 24 Mitarbeiter (Vorjahr 23 Mitarbeiter) und Vertrieb 395 Mitarbeiter (Vorjahr 326 Mitarbeiter). Geschäfte mit nahestehenden Personen gemäß § 285 Nr. 21 HGB Es bestehen Beziehungen zu Konzerngesellschaften innerhalb der IQVIA-Gruppe hinsichtlich der Erbringung von Dienstleistungen und Finanzierungsfunktionen, wobei für die Gesellschaft im Geschäftsjahr hierfür Aufwendungen in Höhe von T€ 2.524 (Vorjahr T€ 2.999) und Erträge in Höhe von T€ 6.413 (Vorjahr T€ 5.478) angefallen sind. Darüber hinaus wurden Umsatzerlöse aus Vertriebsprojekten mit verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 2.849 (Vorjahr T€ 3.151) erzielt. Honorar des Abschlussprüfers Das im Geschäftsjahr erfasste Abschlussprüferhonorar beträgt T€ 60. Das Honorar entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Geschäftsführung und deren Bezüge Mitglieder der Geschäftsführung sind:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur das Geschäftsführungsmitglied Stefan Baumgartner-Bisschoff eine Vergütung von der Gesellschaft erhalten hat. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. Konzernabschluss Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der IQVIA Holdings Inc., Durham, North Carolina / USA, einbezogen. Dieser Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig für den kleinsten Konzernkreis ist bei IQVA Holdings Inc., 4820 Emperor Boulevard, Durham, USA, erhältlich.
Mannheim, den 04. September 2024 Die Geschäftsführung gez. Richard Laven gez. Dr. Frank Wartenberg Entwicklung des Anlagevermögens für 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen der Gesellschaft Die IQVIA CSMS GmbH, Mannheim (im folgenden IQVIA CSMS) ist ein Tochterunternehmen der IQVIA Holdings Inc., Durham, North Carolina, USA (im folgenden IQVIA). Diese ist an der New York Stock Exchange (NYSE) gelistet. IQ VIA ist Anbieter von Analytik, Technologielösungen und klinischer Auftragsforschung. IQVIA unterstützt Life Science Unternehmen, Verbände, Institutionen, Kostenträger und weitere Akteure im Gesundheitswesen darin, bessere Ergebnisse in der Gesundheitsversorgung zu erzielen. Strategisches Unternehmensziel ist der weitere Auf- und Ausbau von integrierten Serviceangeboten an die Marktpartner im Gesundheitswesen. IQVIA bietet Lösungen von der klinischen Erprobung bis zur Vermarktung an. Zum Kundenkreis der IQVIA CSMS gehören u.a. Hersteller von Arzneimitteln, Medizinprodukten und Consumer-Health-Produkten. Die IQVIA CSMS ist Teil der globalen Business Unit 'Contract Sales and Medical Solutions' von IQVIA. Diese Sparte repräsentiert das Leistungsspektrum des Konzerns in Vertrieb und Marketing, das neben dem Vertriebskerngeschäft integrierte Lösungsmodelle für Kunden entwickelt und umsetzt, die den Kunden zusätzlichen Nutzen durch die Einbindung von Markt- Daten und Analysemöglichkeiten bieten. Einen weiteren Schwerpunkt des Geschäfts bildet die Dienstleistungs- und Beratungskapazität im Bereich Medical Solutions, wie Patienten-Support- Programme (PSPs), um die Therapietreue bei Patienten zu verbessern. Das Leistungsspektrum umfasst Analyse, Design, Entwicklung, Implementierung und Evaluierung von PSPs. Die Projekte werden als Dienstleistung durchgeführt und variieren von kleinen Beratungsprojekten bis hin zum operativen Einsatz ganzer Teams von medizinischen Fachkräften, die den Patienten bei der Einhaltung der Therapietreue unterstützen. Das Ganze wird vom Einsatz verschiedener Kanäle (Telefon, E-Mail, Webseiten, SMS, etc.) begleitet. Zusätzlich bietet der Bereich Medical Solutions seit 2021 die Umsetzung von Patientenbesuchen im Rahmen von dezentralen, klinischen Studien an. Dabei besuchen die CSMS Nurses Patienten, die in klinischen Studien teilnehmen, für im Studienprotokoll vorgesehene Aktivitäten (Applikation von Medikation, Erfassung Vitalparameter, etc.) beim Patienten zu Hause. Diese Serviceleistungen tragen dazu bei, unseren Kunden Dienstleistungen über den kompletten Lebenszyklus eines Produktes anzubieten - von der Entwicklung eines Wirkstoffes bis zur erfolgreichen Vermarktung. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland Die deutsche Wirtschaft hat sich im europäischen Vergleich besonders stark abgekühlt. So haben die privaten Haushalte und der Staat ihre Konsumausgaben reduziert. Die Industrie und die Bauwirtschaft zehren zwar noch von einem erhöhten Bestand an Aufträgen, allerdings gehen diese und auch die Neuaufträge deutlich zurück. Hinzu kommen Engpässe aufgrund fehlender Arbeitskräfte. Der Sachverständigenrat erwartet, dass die deutsche Volkswirtschaft sich erst im Verlauf des Jahres 2024 allmählich wieder erholt. Der Rückgang der Inflation in Kombination mit den hohen Lohnabschlüssen dürfte aber zu Realeinkommenssteigerungen führen. 1 Der Sachverständigenrat erwartet, dass das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2023 um 0,4 % zurückgeht. Im Jahr 2024 ist mit einer leichten Ausweitung des privaten Konsums zu rechnen, die zu einer verhaltenen konjunkturellen Erholung führt. Das BIP-Wachstum dürfte 0,7 % betragen. 2 Zusätzlich zur gedämpften globalen Nachfrage haben sich im Jahr 2023 die inländischen Produktionskosten und die preisliche Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland verschlechtert. So lag die Preissteigerung in Deutschland im Jahr 2023 deutlich über der in anderen wichtigen Volkswirtschaften, insbesondere in den USA und China. Die energieintensiven Industriezweige Deutschlands leiden nach der durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verursachten Energiepreiskrise besonders unter hohen Produktionskosten. 3 Die konjunkturelle Schwäche spiegelt sich derzeit nicht in Arbeitslosenzahlen wider. Dies liegt an den gegenläufigen Effekten der schwächelnden Konjunktur und steigender Arbeitskräfteknappheit, die sich maßgeblich durch den demografischen Wandel verschärft. 4 Der Zuwachs beim Erwerbspersonenpotenzial aufgrund der Fluchtmigration aus der Ukraine wird in diesem Jahr voraussichtlich den Höhepunkt erreichen und im Prognosezeitraum zurückgehen. Die Teilnahme ukrainischer Geflüchteter an Integrationskursen lässt die Unterbeschäftigung im Jahr 2023 steigen. Im nächsten Jahr werden größere Kohorten diese Integrationskurse abgeschlossen haben und damit dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Demgegenüber steht jedoch die zunehmende demografische Alterung. Aufgrund der zu erwartenden wirtschaftlichen Erholung ab dem 4. Quartal 2023 sowie der angespannten Lage am Arbeitsmarkt dürfte es im Jahr 2024 zu einem leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit kommen. 5 Die Arbeitslosenquote stieg von 5,3 % im Jahr 2022 auf 5,6 % im Jahr 2023 und dürfte im Jahr 2024 auf 5,5 % absinken. 6 II. Entwicklung des Marktes für Arbeitnehmerüberlassung sowie der Pharmaindustrie Zum 1. April 2017 ist ein geändertes Gesetz zur Arbeitnehmerüberlassung in Kraft getreten, dass insbesondere im Bereich der Laufzeitrestriktion Einfluss auf die Zusammenarbeit der IQVIA CSMS mit seinen Kunden seit 2018 hat. Die Zeitarbeitsbranche konnte ihren bisherigen Höchststand im November 2017 mit rund 1,08 Millionen 7 Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmern verzeichnen. Seitdem nimmt die Beschäftigung in der Zeitarbeit tendenziell ab. Dies war unter anderem auf die Einführung gesetzlicher Regulierungen (Einführung der Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten und Equal Pay) zurückzuführen, seit 2019 verstärkt auf konjunkturelle Gründe und in 2020 im Zuge der Corona-Pandemie. Mit Beginn der Corona-Krise ging die Zahl der Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer saisonal untypisch kräftig zurück, danach zeigten sich tendenziell monatlich geringe Zuwächse. Das Vorkrisenniveau wurde jedoch noch nicht wieder erreicht. Im Jahresdurchschnitt 2022 zählte : die Bundesagentur für Arbeit 830.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte in der Zeitarbeit, 14.000 mehr als 2021 8. Die Zeitarbeitsbranche spielt sowohl eine Rolle beim Einstieg Jüngerer in das Berufsleben als auch bei Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmern mit ausländischer Staatsangehörigkeit. 9
1 Vgl. Absatz 2, Seite 48, J ahresgutachten
Sachverständigenrat 2023/2024
Darüber hinaus führt der bereits bestehende Fachkräftemangel dazu, dass sich die Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern weiterhin sehr schwierig gestaltet. Dies wurde durch eine von uns wahrgenommene Verunsicherung potentiell wechselwilliger Kandidaten seit Eintritt der Pandemie zusätzlich verstärkt. Die Pharmaindustrie, in der die Mitarbeiter der IQVIA CSMS primär eingesetzt werden, befand sich im Jahr 2023 weiterhin in einem Aufwärtstrend. Der Umsatz auf dem deutschen Pharma- Gesamtmarkt stieg von 56,5 Mrd. Euro in 2022 auf 59,8 Mrd. Euro in 2023. 10 Es gibt aber zwei wesentliche Veränderungen in der Pharmaindustrie, die direkte Implikationen für die Zeitarbeitsbranche haben. Erstens verändern sich die Produktportfolios hin zu Spezialmarkttherapien, die tendenziell kleinere Außendienste im Vergleich zu Primärversorgungsprodukten benötigen. Zweitens verändern sich die Kommunikationspräferenzen der Ärzte und Apotheker, die nicht nur mehr persönliche Besuche, sondern auch verschiedene andere Kontaktpunkte wie z.B. via E-Mail, Anrufe, Webinare wünschen. Dies wiederum hat zur Folge, dass die Anzahl der persönlichen Besuche rückläufig ist, und damit die Personalintensität abnimmt. Der gesellschaftliche Effekt der Pharmabranche und ihrer Produkte schlägt sich in einer steigenden Lebenserwartung, weniger Neuerkrankungen sowie geringeren Arbeitsausfällen nieder. Dabei bescheren globale Treiber wie etwa eine wachsende und generell älter werdende Weltbevölkerung oder Krankheitsausbrüche wie zuletzt die globale Corona-Pandemie Pharmaunternehmen auf der ganzen Welt ein vergleichsweise konjunkturunabhängiges Wachstum. Gleichzeitig revolutionieren Biotechnologie und Digitalisierung die Wirkstoffentwicklung und stellen die Hersteller vor große Herausforderungen. 11 In den letzten Jahren gab es einige Veränderungen in der Branche, die sich auf die Arbeitsbedingungen und die Rechte der Arbeitnehmer ausgewirkt haben. Darunter fallen unter anderem die weiterhin umzusetzenden Equal Pay-Vereinbarungen sowie die begrenzte Höchstüberlassungsdauer. Insgesamt bewirkt dies, dass die Zeitarbeit für viele Unternehmen weniger attraktiv ist. Die Zeitarbeitsbranche steht weiterhin vor herausfordernden Aufgaben. In der pharmazeutischen Industrie sind daher Konzepte gefragt, auf sich veränderte Rahmenbedingungen zeitnah und flexibel reagieren zu können. Für IQVIA bietet das eine große Chance, weil wir aufgrund unserer vielfältigen Möglichkeiten im Konzern diesen Bedürfnissen gerecht werden.
8 Vgl. Seite 7, Entwicklungen in der Zeitarbeit,
Bericht der Bundesagentur für Arbeit Juli 2023
Die oben erwähnte Spezialisierung des Pharmamarktes in Richtung C&G-Therapie (Cell and Gene Therapy) und personalisierte Medizin hat erhebliche Auswirkungen auf die Patientenversorgung in Deutschland. Auch wenn noch hohe Kosten, komplexe Herstellungsprozesse und begrenzte Verfügbarkeit Hindernisse für eine breite Anwendung sind, können diese Ansätze die Behandlung von bisher unheilbaren Krankheiten wie bestimmten Krebsarten, genetischen Störungen und seltenen Erkrankungen revolutionieren. Dies eröffnet neue Chancen, erfordert jedoch auch eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Anpassung des Gesundheitssystems. Da IQVIA im Austausch mit diversen Stakeholdern ist (pharmazeutischen Industrie, Krankenkassen, Behörden), sollten wir diese Weiterentwicklung mit unseren vielfältigen Möglichkeiten (beispielsweise unseren flexiblen Nurses) begleiten. Die IQVIA CSMS hat sich mit ihrer Organisationsstruktur auf die Kundenerwartungen eingestellt und bietet den Kunden neben dem traditionellen Arbeitnehmerüberlassungsgeschäft maßgeschneiderte Individuallösungen als komplette Dienstleistung an. Dazu zählen auch Angebotskonzepte, mit denen IQVIA CSMS am Geschäftserfolg der Kunden partizipiert. Geschäftsverlauf Die Umsatzerlöse sind in 2023 gegenüber dem Vorjahr um circa 14% gestiegen, die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um circa 12% erhöht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr kam es trotz der Umsatzsteigerung zu einem Jahresfehlbetrag in Höhe von -0,1 Mio. Euro (Vorjahr: Jahresfehlbetrag in Höhe von -1,7 Mio. Euro). Die positive Entwicklung des Jahresergebnisses ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Umsatzerlöse mit den damit verbundenen Aufwendungen zurückzuführen. Zudem konnte durch weitere Umstrukturierungsmaßnahmen im Personalbereich die Geschäftssituation gegenüber dem Vorjahr verbessert werden. Dies resultierte in einem leicht rückläufigen Billable Headcount. Die Gesamtsituation bleibt weiterhin nicht zufriedenstellend, da durch die Wettbewerbssituation nach wie vor ein hoher Kostendruck am Markt besteht und die Margen somit auf niedrigem Niveau verbleiben. I. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Die IQVIA CSMS hat 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 37,9 Mio. Euro (Vorjahr 33,2 Mio. Euro) erzielt. Somit fiel der Umsatz rund 14 % höher gegenüber dem Vorjahreswert aus (Umsatzprognose aus dem Vorjahr: -2,2%) und ist im Wesentlichen auf die bessere Nachfrage der Kunden zurückzuführen. In den Umsatzerlösen sind rund 3,4 Mio. Euro Intercompany Umsätze enthalten. Neben den bisherigen Risikofaktoren, wie den Auswirkungen aufgrund der Änderung des Gesetzes zur Arbeitnehmerüberlassung, dem vorstehend beschriebenen Wettbewerbsdruck mit Auswirkung auf das Geschäftsvolumen und der damit verbundenen geringeren Anzahl von Außendienst-Mitarbeitern in Projekten, ist derzeit eine Erholung der Nachfrage auf Kundenseite zu verzeichnen. Der durchschnittliche Billable Headcount in 2023 von 342 hat sich im Vergleich zu 266 im Jahr 2022 erheblich gesteigert. Als direkte Folge eines geänderten Kundenportfolios und gestiegener Mitarbeiterzahlen haben sich die Personalaufwendungen um 11,2 % von 24,6 Mio. Euro auf 27,3 Mio. Euro erhöht. Deren Anteil an den Umsatzerlösen liegt bei 72,0 % und damit leicht unter dem Niveau des Vorjahres (73,9 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 0,5 Mio. Euro auf 4,7 Mio. Euro, aufgrund höherer Weiterberechnungen an Schwestergesellschaften in Höhe von 0,5 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 7,9 % von 14,3 Mio. Euro auf 15,4 Mio. Euro. Dies ergibt sich zum einen aus den gestiegenen Kfz-Kosten in Höhe von 1,1 Mio. Euro, den um 0,2 Mio. Euro gestiegenen Aufwendungen für Fremdleistungen sowie den gestiegenen Pensionsaufwendungen in Höhe von 0,2 Mio. Euro. Die Konzernumlagen reduzierten sich um 0, 3 Mio. Euro auf 0,8 Mio. Euro, ebenso sind die Reisekosten um 0,1 Mio. Euro gesunken. Etwas über dem Niveau des Vorjahres verblieben die Aufwendungen für Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen, aufgrund des Erwerbs der italienischen Betriebsstätte, sowie Aufwendungen und Erträge für Zinsen. Das negative Ergebnis vor Steuern aus 2022 in Höhe von -1,6 Mio. Euro hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der oben genannten Effekte und des Umsatzwachstums um 14% wieder stabilisiert, sodass in 2023 jedoch weiterhin ein negatives Ergebnis vor Steuern in Höhe von -0,1 Mio. Euro erzielt wurde. Die im Vorjahr getroffene Prognose eines Ergebnisses vor Steuern im leicht negativen Bereich konnte somit bestätigt werden. Finanzlage Aufgrund der zum 31. Dezember 2023 weiterhin bestehenden Cash-Pooling-Vereinbarung im Rahmen des konzernweiten Cash-Managements, standen der Gesellschaft jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung. Aufgrund des Cash-Pooling-Vertrags betragen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Bilanzstichtag -0,8 Mio. Euro, wovon -0,4 Mio. Euro auf die italienische Betriebsstätte entfallen. Die Eigenkapitalquote verbleibt in 2023 weiterhin auf einem hohen Niveau von 38,7 % nach 43,2 % im Vorjahr. Dieses begründet sich vor allem durch den Anstieg der Bilanzsumme. Im Jahr 2021 wurde der IQVIA Inc., Danbury, USA, ein Intercompany Darlehen in Höhe von 12,0 Mio. Euro gewährt, welches jährlich zum 31.12. zurückgefordert werden kann. Durch das gewährte Intercompany Darlehen an die IQVIA Inc., Danbury, USA, konnten Zinsen von 0,7 Mio. Euro vereinnahmt werden. Die aufgeführte Eigenkapitalquote, die Cash-Pooling-Vereinbarung und die Zugehörigkeit zum IQVIA-Konzern bieten sowohl unseren Mitarbeitern als auch unseren Kunden weiterhin die Gewähr für eine stabile Entwicklung unserer Geschäftsbeziehungen. Die Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt im Geschäftsjahr fähig ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine großen Investitionsvorhaben umgesetzt. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich insgesamt um 2,4 Mio. Euro auf 24,1 Mio. Euro im Jahr 2023 erhöht. Auf der Aktivseite sind in erster Linie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 2,4 Mio. Euro gestiegen, jedoch weist das Guthaben bei Kreditinstituten einen Saldo von 0,0 Mio. Euro aus. Gründe für den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum 31.12.2022 sind im Wesentlichen das erhöhte Umsatzvolumen zum Jahresende (1,1 Mio. Euro) sowie die Veränderungen in der Kundenstruktur (neue Kunden mit längeren Zahlungszielen). Die Gründe für den Rückgang des Guthabens bei Kreditinstituten lassen sich hauptsächlich auf die genannten Projektschwierigkeiten aus dem Geschäftsjahr 2022 zurückführen, für die zum 31.12.2022 eine Drohverlustrückstellung gebildet wurde. In den immateriellen Vermögensgegenständen wird ein Geschäfts- oder Firmenwert, welcher im Rahmen eines Asset Deals, bei welchem eine italienische Betriebsstätte erworben wurde, zustande gekommen ist, abgebildet. Die hohen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus der Vergabe eines Intercompany Darlehens in Höhe von 12,0 Mio. Euro aus dem Jahr 2021. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind auf Grund des ähnlichen Geschäftsvolumens relativ konstant geblieben. Auf der Passivseite reduzierte sich das Eigenkapital aufgrund des Jahresfehlbetrages um 0,1 Mio. Euro auf 9,3 Mio. Euro. Die Rückstellungen verminderten sich insgesamt um 0,3 Mio. Euro resultierend aus der Reduzierung der Pensionsrückstellung um 0,1 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen einen Betrag von 0,8 Mio. Euro aus. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 2,5 Mio. Euro. In erster Linie resultiert diese Erhöhung für die deutsche Einheit aus der Erhöhung der Umsatzsteuerverbindlichkeit um 0,2 Mio. Euro sowie einem debitorischen Kreditor (0,3 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 0,7 Mio. Euro und die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen um 0,9 Mio. Euro. Durch die Konzernzugehörigkeit und die bestehenden Intercompany- Verbindungen wurden aufgrund der starken Wechselkursschwankungen in 2023 um 21 T Euro höhere Wechselkursverluste im Bereich der Intercompany-Verbindlichkeiten verzeichnet. Finanzielle und Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die IQVIA CSMS verwendet für die Beurteilung des wirtschaftlichen Erfolgs des operativen Geschäfts im Wesentlichen wie in den Vorjahren die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren: Umsatzerlöse, Ergebnis vor Steuern. Als nicht finanzieller Leistungsindikator werden die Billable Headcounts herangezogen. Die Umsatzerlöse ergeben sich als Produkt aus Anzahl Billable Headcounts, Anzahl geleistete Arbeitstage und vertraglich vereinbarte Tagesraten. Diese werden im Rahmen eines regelmäßigen Reportings analysiert und nachverfolgt. Gesamtaussage Insgesamt ist die Situation des Unternehmens in Bezug auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage trotz eines schwierigen Umfeldes als zufriedenstellend zu bezeichnen. Das Geschäftsjahr 2023 fiel im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 deutlich besser aus, was das Unternehmensergebnis betrifft. Dies sollte im Jahr 2024 sich weiterhin positiv entwickeln. Konkrete Maßnahmen zur Kostenoptimierung und Umsatzrealisierung wurden für das kommende Geschäftsjahr geplant. Mit einer weiterhin geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um im kommenden Geschäftsjahr erfolgreich am Markt zu agieren und vermehrt Kundenaufträge zu realisieren. Personalwesen Das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, die Veränderungen in der Pharmaindustrie sowie der vorgenannte Wettbewerb mit Auswirkungen auf das Geschäftsvolumen haben dazu beigetragen, dass die Mitarbeiterzahl gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist. Bei IQVIA CSMS waren im Jahr 2023 durchschnittlich 419 Mitarbeiter angestellt (VJ = 349). Trotz des Abbaus von Außendienstkapazitäten durch die Pharmafirmen in den vergangenen Jahren ist die Einstellung geeigneter Mitarbeiter für unsere Vertriebsprojekte mit erhöhtem Aufwand verbunden. Dies ist zum Teil auf die allgemeine Entwicklung des Arbeitsmarktes, auch unter demografischen Gesichtspunkten, zurückzuführen. Wir möchten deshalb betonen, dass IQVIA CSMS den Mitarbeitern aufgrund der Größenordnung, der Konzernzugehörigkeit und der strategischen Ausrichtung längerfristige Perspektiven bietet. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Unser Geschäft wird in immer stärkerem Maße von kurzfristigen Entscheidungen geprägt, um auf die geänderten Rahmenbedingungen reagieren zu können Die nachfolgend aufgeführten Chancen und Risiken stellen wir in der Reihenfolge absteigender Bedeutung für unsere Unternehmen dar. I. Chancen Integriertes Serviceangebot Große Chancen sehen wir im weiteren Ausbau unserer integrierten Serviceangebote in enger Verbindung mit den Leistungsbereichen des gesamten IQVIA Konzerns an die Marktpartner im Gesundheitswesen. Diese sogenannten Integrated Offerings sind ein zukunftsweisendes Konzept, das es uns erlaubt, auf die veränderten Rahmenbedingungen einzugehen. Die IQVIA CSMS bietet durch die Vernetzung moderner Kommunikationskanäle und die Koordination, Integration und Adaption ihrer Marketingmaßnahmen über verschiedene Kanäle hinweg nachhaltige Konzepte zur persönlichen und digitalen Kundenansprache. Außerdem kann die IQVIA CSMS auf weltweit eigene Erfahrungen im Bereich e-Detailing (Remote Austausch über verschiedene digitale Medien z.B. Plattformen, Telefon, Computer) und die erfolgreiche Vernetzung von Marketingaktivitäten zurückgreifen. Hier sehen wir einen wertvollen Beitrag, den unser Unternehmen dazu beitragen kann, die Kommunikation und den Informationsaustausch zwischen Pharmaunternehmen und Ärzten und Apothekern zu unterstützen. Die Geschäftsbereiche der früheren IMS Health, heute IQVIA Commercial, im Bereich Information Services and Consulting ergänzen die Angebote der IQVIA CSMS durch standardisierte und auch bei Bedarf des Kunden konsultative Lösungen. Ein weiterer Schwerpunkt wird weiterhin die Beratung der Industrie bei der optimalen Vorbereitung des Markteintritts neuer Arzneimittel und Medizinprodukte sein. Die Zukunft patientenorientierter Dienstleistungen in der pharmazeutischen Industrie erfordert einen Fokus auf individualisierte, personalisierte Versorgung, die die einzigartigen Bedürfnisse jedes Patienten berücksichtigt. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, muss sich die Branche zu einem stärker patientenzentrierten Ansatz bewegen, bei dem Patienten als Partner bei ihren eigenen Versorgungs- und Behandlungsentscheidungen betrachtet werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der Nutzung digitaler Gesundheitstechnologien wie Telemedizin, Fernüberwachung von Patienten und mobilen Gesundheits-Apps, um die Patientenbindung und den Zugang zur Versorgung zu verbessern. Diese Technologien werden es Patienten ermöglichen, sich einfacher und bequemer mit Gesundheitsdienstleistern zu verbinden, was eine häufigere Überwachung und personalisierte Behandlungspläne ermöglicht. Darüber hinaus muss die Industrie der Transparenz und der Kommunikation mit den Patienten Priorität einräumen und klare Informationen über Behandlungsoptionen, mögliche Nebenwirkungen und erwartete Ergebnisse bereitstellen. Dies erfordert eine Verlagerung des Fokus der traditionellen pharmazeutischen Industrie auf Produktentwicklung und Vertrieb hin zu einem stärker patientenzentrierten Ansatz, der die Bedürfnisse und Präferenzen der Patienten priorisiert. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Zukunft patientenorientierter Dienstleistungen in der pharmazeutischen Industrie einen Fokus auf individualisierte, personalisierte Versorgung erfordern wird, die digitale Gesundheitstechnologien nutzt, Transparenz und Kommunikation priorisiert und Patienten in den Mittelpunkt von Behandlungsentscheidungen stellt. Auch wenn die aktuellen regulatorischen Aspekte die Patientenunterstützungsprogramme, mit dem Fokus Adhärenz der Patienten zu gewährleisten, reglementieren, wird sich mit dem Wandel der personalisierten Medizin (wie beispielsweise Cell & Gen) auch ein Wandel der regulatorischen Rahmenbedingungen abzeichnen müssen. Mit der Qualifikation unserer examinierten Pflegekräfte, können wir nicht nur Patientenunterstützungsprogramme anbieten. Wir unterstützen auch interdisziplinär unsere Kollegen im Bereich Klinischer Studien. Zum einen bieten wir die Unterstützung unserem DCT Team (Decentralized Clinical Trails) an, indem wir die Patienten Zuhause besuchen und zum anderen unterstützen wir das SES Team (Site Engagement Services), indem unsere Nurses die Zentren dabei unterstützen, die Aktivitäten, die im Protokoll definiert sind, zu gewährleisten. Demographischer Wandel der Bevölkerung Die höhere Lebenserwartung der Bevölkerung und erweiterte technologische Möglichkeiten zur verbesserten Behandlung bisher nicht therapierbarer Krankheiten lassen darauf schließen, dass die Nachfrage nach Medikamenten und damit auch die Nachfrage nach Dienstleistungen zur Vermarktung auf längerfristige Sicht wieder zunehmen werden und sich entsprechend Chancen für unseren Geschäftserfolg ergeben können. Der pharmazeutische Sektor erlebt aufgrund verschiedener Faktoren, darunter demografische Veränderungen in der Bevölkerung, personalisierte Medizin und Fortschritte bei diagnostischen Technologien, erhebliche Veränderungen. Demografische Veränderungen, wie die alternde Bevölkerung und zunehmende chronische Krankheiten, haben eine Nachfrage nach effektiveren und personalisierten Behandlungen geschaffen. Dies hat zur Entwicklung der personalisierten Medizin geführt, bei der die Behandlung auf die genetische Ausstattung, den Lebensstil und den Gesundheitszustand einer Person zugeschnitten ist. Diese Verlagerung hin zur personalisierten Medizin hat dazu geführt, dass der pharmazeutische Sektor in neue Technologien wie Genomik, Proteomik und Metabolomik investiert, um effektivere Diagnosedienste zu entwickeln. Aber auch neue Plattformen wie Gen-, Zell- und RNA-Therapien eröffnen neue therapeutische Möglichkeiten. Die Erweiterung der technologischen Möglichkeiten hat auch bei der Entwicklung diagnostischer Dienstleistungen im pharmazeutischen Bereich eine bedeutende Rolle gespielt. Der Einsatz von Algorithmen der künstlichen Intelligenz (KI) und des maschinellen Lernens (ML) hat eine genauere und schnellere Diagnose von Krankheiten sowie die Identifizierung potentieller Arzneimittelziele ermöglicht. Zusammenfassend treiben der demografische Wandel, die personalisierte Medizin und der technologische Fortschritt die Pharmabranche zu präziseren und individualisierten diagnostischen Dienstleistungen. Die Entwicklung neuer Technologien wie Genomik, Proteomik, Metabolomik, Kl und Bildgebung ermöglichen es Pharmaunternehmen, neue Wirkstoffziele zu identifizieren, die Diagnosegenauigkeit zu verbessern und effektivere Behandlungen für Patienten zu entwickeln. Personalpolitik auf Kundenseite Einem kurzfristigen Personalabbau bei unseren Auftraggebern könnte ein mittelfristiger Personalaufbau mit verstärktem Outsourcing für unser Unternehmen folgen. Für IQVIA besteht hieraus die Chance die Außendienstkapazitäten weiter auszubauen und offene Positionen zu besetzen. II. Risiken Wettbewerbsrisiko Als weiteres Risiko sehen wir einen anhaltenden Preisverfall aufgrund von Wettbewerbern auf dem Markt. Dem begegnen wir durch Fachkompetenz, durch systematische Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter und durch Kooperation mit der Muttergesellschaft. Hierdurch sind wir in der Lage, unsere Kunden nicht nur in marketingtechnischer Sicht, sondern auch in grundlegenden medizinischen und zulassungstechnischen Fragestellungen zu beraten. Veränderungen der Marktzugangsmodelle Die Veränderung von Primärversorgungsprodukten hin zu Spezialmarktprodukten und der Ausbau im Bereich fernmündlicher und digitaler Kommunikation hat zur Folge, dass pharmazeutische Außendienste in ihrer Größe tendenziell verkleinert werden. Dieser Situation begegnen wir mit flexiblen Remote/Face-to-Face-Konzepten. Arbeits kräftemangel Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist die Entwicklung am Arbeitsmarkt. Es ist damit zu rechnen, dass trotz der erwarteten Abschwächung der gesamtwirtschaftlichen Wachstumsraten in 2024 keine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt zu verzeichnen sein wird und sich die Suche nach geeigneten Projektmitarbeitern weiterhin aufwendig gestaltet. Grundsätzlich sehen wir in der Industrie eine Reduzierung der Außendienstkapazitäten beziehungsweise eine Steigerung der Nachfrage zu digitalen Lösungen. Diesen Veränderungen ist sich die IQVIA CSMS durchaus bewusst und hat bereits mit geeigneten Maßnahmen darauf reagiert. Zeitliche Befristung der Arbeitnehmerüberlassung Mit Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) zum 1. April 2017 ist in § 8 AÜG eine gesetzlich geregelte Vereinbarung zur Gleichstellung der Zeitarbeitnehmer im Vergleich zu den Stammmitarbeitern beim Kundenunternehmen insbesondere hinsichtlich des Arbeitsentgelts erfolgt (sog. Equal Pay). Die gesetzliche Regelung sieht dabei die finanzielle Gleichstellung ab dem ersten Tag der Überlassung vor. Bei der Anwendung eines Tarifvertrages kann bis einschließlich dem 9. Monat abgewichen werden und bei der Anwendung von Branchenzuschlagstarifverträgen, wie sie auch in der Pharmaindustrie bestehen und auch von unserer Gesellschaft genutzt werden, kann über die 9 Monate hinaus bis zur Höchstüberlassung von 18 Monaten von der Gleichstellung abgewichen werden. Auf Grund dieser Gesetzesregelung müssen die Mitarbeiter in Arbeitnehmerüberlassung in den meisten Fällen nach 18 Monaten bei einem neuen Kunden eingesetzt werden. Im Rahmen der Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes wurde die Überlassung eines Mitarbeiters an ein Kundenunternehmen zeitlich auf 18 Monate reglementiert. Auch bei der neuen Überlassungshöchstdauer sind Ausnahmen möglich, sofern Tarifverträge einen anderen maximalen Zeitraum enthalten oder sofern aufgrund von Tarifverträgen Abweichungen im Betrieb vereinbart werden können. Auch diese Regelung wird möglicherweise das Instrument der Arbeitnehmerüberlassung für den einen oder anderen Kunden uninteressanter machen. Auf jeden Fall wird sich die organisatorische Abwicklung der Überlassung auf Seiten der Entleiher mit der zu erwartenden Zunahme der Wechsel von Einsatzunternehmen zukünftig komplexer gestalten. Tariflohnerhöhung Am 13. Januar 2023 haben sich die Tarifvertragsparteien - die Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ) bestehend aus den Arbeitgeberverbänden BAP und iGZ auf Arbeitgeberseite und die Tarifgemeinschaft Leiharbeit des DGB auf der Arbeitnehmerseite - auf einen neuen Tarifabschluss für die Entgeltgruppen 3 bis 9 des Entgelttarifvertrags BAP (ETV BAP) sowie eine Ergänzung im Manteltarifvertrag geeinigt. Die Stundenentgelte für die Entgeltgruppen 1 bis 2b wurden bereits im Juni 2022 verhandelt. Die nächste Entgelterhöhung für alle Entgeltgruppen greift zum 1. April 2023. Demnach steigen die Entgelte in den kommenden 15 Monaten in zwei Stufen um bis zu 13,07 %. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2024. Da die Gehälter in unserem Dienstleistungssektor in der Regel über den von der DGB- Tarifgemeinschaft festgelegten Tarifgehältern liegen, wirken sich die allgemeinen Tariferhöhungen nur in wenigen Fällen auf die bestehenden Gehälter aus. Zusammenfassende Einschätzung der Geschäftsführung Insgesamt sehen wir die Chancen- und Risikosituation für die IQVIA CSMS im Jahr 2024 in etwa auf Vorjahresniveau, jedoch können die weiter andauernde Energiekrise sowie der anhaltende Lieferkettenengpass und ihre kurz-, mittel- und langfristigen Auswirkungen nicht vorhergesagt werden. Prognosebericht Nach dem Jahresgutachten des Sachverständigenrates 2023 rechnete dieser für 2024 mit einem realen Wirtschaftswachstum in Deutschland von rund 0,7 %. 12 Die prognostizierte Arbeitslosenquote für 2024 liegt bei 5,5 %. 13 Als Basis für unsere Ursprungsplanung sind die konjunkturellen Rahmenbedingungen Ende 2023 maßgeblich. Die allgemeine wirtschaftliche Lage verbunden mit den bereits deutlich gestiegenen und in 2024 weiter steigenden Löhnen der Projektmitarbeiter und die daraus resultierende Verteuerung der Zeitarbeit sind eine Herausforderung. Weiterhin werden die prognostizierte Inflationsrate von 2,9 % für das Jahr 2024 sowie die zu erwartenden Lohnsteigerungen unsere Preise und Kosten beeinflussen. Das Risiko eines erneuten Inflationsanstiegs ist nicht zu vernachlässigen, sollte die restriktive geldpolitische Ausrichtung nicht ausreichend lange aufrechterhalten werden. 14 Auch die extreme Knappheit an Arbeitskräften kann in 2024 dazu führen, dass Aufträge nur teilweise angenommen werden können. Dies macht auch zukünftig weiterhin intensive Rekrutierungsmaßnahmen notwendig. Auf Basis der Planung rechnen wir in 2024 mit einem moderaten Anstieg der Umsatzerlöse und einem leicht positiven EBIT. Es wird mit einer leicht ansteigenden Anzahl an Zeitarbeitnehmern und damit einem leichten Zuwachs des Billable Headcounts gerechnet. Sowohl die gestiegenen Energiepreise als Folge des Ukrainekrieges und der resultierenden Energiekrise als auch das Anziehen der Kerninflation geben eine gewisse Unsicherheit auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft. Die internationale Gemeinschaft verfolgt die Entwicklung der angespannten politischen Lage zwischen Israel und dem Iran, diese hat aber auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft keinen Einfluss. Entsprechende wirtschaftliche Folgen sind dementsprechend nach aktuellem Stand unklar.
Mannheim, 04. September 2024 gez. Richard Laven gez. Dr. Frank Wartenberg
12 Vgl. S. 50, J ahresgutachten
Sachverständigenrat 2023/2024
An die IQVIA CSMS GmbH, Mannheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Gesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IQVIA CSMS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 4. September 2024 Forvis
Mazars GmbH & Co. KG
gez. Marco Bergmann, Wirtschaftsprüfer gez. Philip Schmid, Wirtschaftsprüfer |
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