Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 56034
Eingetragen
12.9.2005
Branche
Tätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklernTätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertreternTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Gegenstand
die Versicherungsvermittlung und die damit zusammenhängende Beratung. Gegenstand ist auch die Zeichnung von Versicherungen in Vollmacht für Versicherungsgesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Klaus Gustav Weber
seit 16.7.2025
Prokura
Christian Runkel
seit 7.6.2024
Prokura
Frank Michael Huy
seit 11.4.2024
Geschäftsführer
Prokura
Ali Khodabakhsh
seit 12.1.2022
Prokura
Hannes Puchner
seit 26.1.2021
Prokura
Stephanie Berg
seit 26.1.2021
Prokura
Olaf Jonda
seit 31.10.2019
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
DUAL Europe Holdings S.à r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

DUAL Europe Holdings S.à r.l.
Luxembourg
100.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DUAL Deutschland GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht zum 30. September 2023

DUAL Deutschland GmbH, Köln

1. Allgemeine Rahmenbedingungen

Der im Februar 2022 entstandene Ukraine-Krieg, sowie der Anfang Oktober 2023 wieder aufgeflammte Nahost-Konflikt zwischen Israel und Palästina beeinflussen die Wirtschaft deutlich.

Eine geringere Nachfrage aus dem Ausland, hohe Zinsen und gestiegene Energiepreise belasten die deutsche Wirtschaft noch zusätzlich. Durch die zusätzliche Verknappung von Rohstoffen und Energie zeigen sich auch entsprechende Auswirkungen auf das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands. Dieses ist in den ersten drei Quartalen 2023 gesunken und es wird erst zum Jahresende wieder mit einem leichten Anstieg zu rechnen sein.

Die konjunkturelle Schwäche wird sich zunächst auch weiterhin auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar machen. Die Arbeitslosenquote für 2023 liegt bisher bei 5,7 % und ist damit um 0,4 % höher als im Vorjahr, der Fachkräftemangel ist in vielen Branchen weiterhin deutlich zu spüren.

2. Branchen- und unternehmensspezifische Rahmenbedingungen

Nach einem leichten versicherungstechnischen Verlust im Jahr 2021 für die Schaden-und Unfallversicherung aufgrund der Sturzflut Bernd wurde nach Aussage des Gesamtverbandes für die Versicherungswirtschaft (GDV) im Jahr 2022 wieder ein versicherungstechnischer Gewinn erreicht.

Der inländische Markt für die allgemeine (Industrie-)Haftpflichtversicherung ist unverändert gekennzeichnet durch erhebliche Versicherungskapazitäten (durch die Versicherer zur Verfügung gestellte Deckungssummen) und seit Jahren auskömmliche Schadenquoten. Dabei kann nach wie vor eine Niedrigpreispolitik verschiedener Anbieter beobachtet werden.

Die Mitte 2019 beginnende Trendwende im Bereich der Financial Lines Sparten (u. a. D&O-Versicherung, E&O-Versicherung, Vertrauensschadenversicherung) hin zu einem sog. "harten" Markt (d.h. steigende Prämien bzw. reduzierte Versicherungskapazitäten) im Neu- und Bestandsgeschäft pendelt sich aktuell auf einem vergleichsweise stabilen Niveau ein.

Die im vergangenen Jahr bereits vorherzusehende Aufweichungstendenz, durch zunehmenden Wettbewerb, aber auch durch neu hinzutretende Player hat sich manifestiert und die Financial Lines Sparten gelangten erneut in einen sog. weichen Markt.

3. Geschäftsentwicklung

Die DUAL Deutschland GmbH gehört zur DUAL International Limited.

Die DUAL International Limited mit Sitz in London, ist Teil der Howden Group Holdings Limited und bereits seit über 20 Jahren als Underwriting Agency (MGA - Managing General Agent) tätig. Der Konzern Howden Group Holdings Limited beschäftigt mehr als 14.500 Mitarbeiter in 50 Ländern und ist in den Geschäftsbereichen "Broking" und "Underwriting" tätig.

Die DUAL Deutschland GmbH mit Hauptsitz in Köln, hat Niederlassungen in Hamburg und München. Sie ist seit 2005 als Assekuradeur für D&O-Produkte, Vermögenschaden-Haftpflichtversicherungen für Finanzdienstleistungsunternehmen, Vertrauensschadenversicherungen und seit rund 8 Jahren auch für Cyber-Versicherungen tätig. Dabei stellt sie ihren Versicherungsnehmern maßgeschneiderte Deckungen zur adäquaten Absicherung des individuellen Risikos zur Verfügung. Sie arbeitet mit finanzstarken und erfahrenen Versicherungsgesellschaften zusammen, in deren Namen Risiken bewertet, Prämien kalkuliert und Policen erstellt werden. Zudem übernimmt die DUAL Deutschland GmbH auch die komplette Verwaltung der Versicherungsverträge einschließlich des Prämieninkassos. Zu den Versicherungsnehmern gehören vornehmlich Banken und sonstige Finanzdienstleistungsinstitute, aber auch mittelständische Unternehmen verschiedenster Branchen. Im Fokus steht dabei nicht nur ein umfassender Service im Betrieb und Vertrieb, sondern auch kompetente und schnelle Hilfe im Schadenfall. Die Schadenabteilung der Gesellschaft ist federführend bei der Administration, Bewertung und Regulierung der Schäden aus dem Bestand der DUAL Deutschland GmbH und ihrer Tochtergesellschaften.

In einem weiterhin vom Wettbewerb geprägtem Umfeld hat es sich die DUAL Deutschland GmbH zum Ziel gesetzt, eine inhalts- und serviceorientierte Geschäftspolitik zu betreiben. Dazu zählen kurze Entscheidungswege, schnelle Antwortzeiten und akkurate Vertragsdokumentationen. Zur Aufrechterhaltung dieses Serviceanspruchs hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr neben dem Ausbau des Personals in die IT-Infrastruktur investiert.

Darüber hinaus betrachtet die Gesellschaft die Entwicklung bedarfsgerechter Spezialprodukte als Schlüssel zur Erzielung wirtschaftlicher Vorteile und zur Differenzierung vom Wettbewerb. Die DUAL Deutschland GmbH legt Wert auf ein ertragsorientiertes Underwriting gegenüber einem bloßen Prämienwachstum, wobei der Fokus auf der sorgfältigen Auswahl der versicherten Risiken und der Festlegung des angemessenen Preises für die Übernahme solcher Risiken liegen.

Zu den Schlüsselfaktoren, die es der Gesellschaft ermöglichen, die risikoadäquate Prämie zu kalkulieren und das Portfolio zu steuern, gehören Erfahrung, strikte Underwriting-Regeln, geeignete Analysetools und der Zugang zum entsprechenden Datenmaterial. Um sicherzustellen, dass die versicherungstechnischen Ziele richtig verstanden werden, hat die Gesellschaft strenge Überprüfungs- und Vorlageprozesse implementiert. Dazu zählen insbesondere die von der Geschäftsführung erlassenen Zeichnungsrichtlinien und Zeichnungsvollmachten, sowie die stetige Überwachung der Einhaltung von Zeichnungskompetenzen.

4. Ertragslage

Die DUAL Deutschland GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022/2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 7.983. Dies ist eine Erhöhung um TEUR 3.784.

Hinsichtlich der Gewinnverwendung geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Gesellschafterversammlung die Ausschüttung des Jahresüberschusses aus dem laufenden Geschäftsjahr beschließen wird.

Das Rohergebnis erhöhte sich um TEUR 4.708 von TEUR 14.932 auf TEUR 19.640. Wesentlicher Treiber des Rohergebnis sind gestiegene Umsatzerlöse aus dem Versicherungsvermittlungsgeschäft. Demgegenüber stehen unterproportional gestiegene Materialaufwendungen in Form von bezogenen Leistungen.

Die Umsatzerlöse setzen sich im Wesentlichen aus den erwirtschafteten Provisionen und Courtagen aus der Versicherungsvermittlung von D&O-, E&O- und sonstigen Versicherungen zusammen. Dem Bestand an D&O Versicherungen, mit 64 % der Netto-Umsatzerlöse kommt dabei eine große Bedeutung zu. Dabei lag die durchschnittliche D&O-Courtage bei circa 16 %.

Weitere Umsätze konnte die DUAL Deutschland GmbH im Direktgeschäft, welchem kein Makler vorgeschaltet ist, sowie aus der Gewinnbeteiligung am Ertrag des DUAL-Geschäfts verschiedener Versicherer erzielen.

Darüber hinaus wurde aus dem Bilanzgewinn 2021/2022 der DUAL Austria GmbH eine Dividende in Höhe von TEUR 1.920 ausgeschüttet.

Das Geschäftsjahr 2022/2023 war durch Wachstum geprägt. Dies spiegelt sich auch in den gestiegenen Mitarbeiterzahlen wider. Die daraus resultierende Zunahme der Personalkosten beträgt 35 %, sodass sich ein Wert von TEUR 7.428 ergibt.

Damit einhergehend haben sich auch die Werbe- und Reisekosten erhöht. Für das Geschäftsjahr 2022/2023 ergeben sich Aufwendungen in Höhe von TEUR 281. Das ist eine Zunahme von TEUR 158.

5. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der DUAL Deutschland GmbH betrug für das Geschäftsjahr 2022/2023 TEUR 27.963. Sie ist damit TEUR 2.075 niedriger als im Vorjahr.

Trotz der vollständigen Aktivierung des CRM- und Underwriting-Programms "Salesforce", sowie der planmäßigen Abschreibung haben sich die immateriellen Vermögensgegenstände um TEUR 200 auf TEUR 826 verringert.

Eine wesentliche Veränderung gab es im Geschäftsjahr 2022/2023 bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Die Steigerung bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt TEUR 2.486 und resultiert im Wesentlichen aus dem gestiegenen Geschäftsvolumen.

Die Reduzierung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen liegt bei TEUR 5.958, sodass sich ein Wert von TEUR 1.186 ergibt. Wesentliche Treiber waren die Ausschüttungen der Dividenden aus dem Bilanzgewinn 30.09.2020 und 30.09.2022 von insgesamt TEUR 11.000 an die DUAL International Limited. Die Netto-Dividenden wurden jeweils mit dem bestehenden Darlehen verrechnet.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 10.719 beinhalten im Wesentlichen das Verrechnungskonto Versicherungsprämien. Dorthin wurden die, als durchlaufende Posten zu betrachtenden, offenen Verbindlichkeiten Versicherungssteuer, Makler Courtage und Versicherer sowie die offenen Forderungen aus den Versicherungsprämien umgegliedert. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 270 gesunken.

Die erhaltenen Anzahlungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.607 gesunken. Dies lässt sich primär auf weniger Vorauszahlungen von Prämien zurückführen.

6. Finanzlage

Die DUAL Deutschland GmbH verfügt zum Stichtag über liquide Mittel in Höhe von TEUR 2.209.

Das insgesamt ausgewiesene Bankguthaben in Höhe von TEUR 13.025 liegt somit deutlich über den der DUAL Deutschland GmbH zuzuordnenden liquiden Mittel. Bei dem Differenzbetrag handelt es sich um Bankguthaben aus Prämien- und Schadengeldern, die den durch die DUAL Deutschland GmbH vertretenen Versicherungsgesellschaften zuzuordnen sind. Der dort verzeichnete Anstieg von TEUR 1.526 lässt sich auf das gestiegene Geschäftsvolumen zurückführen.

Im Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten von TEUR 12.986 sowie den kurzfristigen Rückstellungen von TEUR 2.391 ergibt sich somit eine Liquidität 1. Grades von 84,7 %.

Die Gesellschaft ist folglich finanziell gut ausgestattet und war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, alle finanziellen Verpflichtungen zu bedienen.

7. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Aus heutiger Sicht zeichnen sich keine Entwicklungen ab, die einen erheblichen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DUAL Deutschland GmbH haben. Das Geschäftsjahr ist aus Sicht der Geschäftsführung günstig verlaufen.

Kennzahlen zum Jahresabschluss:

in TEUR 30.9.2023 30.9.2022
Rohergebnis 19.640 14.932
EBIT1) 10.674 6.136
EBITDA2) 10.973 6.333
Mitarbeiteranzahl 83 75
Personalaufwand 7.428 5.502
Abschreibungen 298 196
Investitionen auf Sachanlagen 54 49
Jahresergebnis 7.983 4.199
Bilanzsumme 27.963 30.038
Eigenkapital 12.586 12.103
Eigenkapitalquote in Prozent 45,0 40,3

1) EBIT = Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern; inklusive Beteiligungserträge

2) EBITDA = Jahresergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, inklusive Beteiligungserträge

8. Prognose- und Risikobericht

Die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2023/2024 werden als positiv prognostiziert. In der Sparte Financial Lines erlebt die DUAL Deutschland GmbH mit dem Hinzutritt neuer Akteure, sowie einer Aufstockung der herausgegebenen Kapazitäten alter Player, eine Marktaufweichung. Allerdings ist der Markt im Wachstumsfeld Cyber noch vergleichsweise stabil, obwohl sich auch hier vereinzelt neue Marktteilnehmer zu profilieren versuchen. Durch Erhöhung der durch unser Haus vertriebenen Kapazitäten haben wir jedoch eine äußerst komfortable Stellung im Markt erlangt, die für Stabilität steht und profitables Wachstum ermöglicht.

Die Versicherungsprämien werden sich aller Voraussicht nach auch weiterhin positiv entwickeln, sodass für das Geschäftsjahr 2023/2024 mit einem Gross Written Premium von TEUR 96.126 (Gross Written Premium im Geschäftsjahr 2022/2023 - TEUR 75.502) zu rechnen ist.

Für das Neugeschäft aus den Bereichen der Financial Lines Sparten (hier insbesondere Cyberversicherungen und Vermögenschadenhaftpflichtversicherungen) erwartet die DUAL Deutschland GmbH weiterhin kontinuierliche Steigerungen. Durch die Investition in Mitarbeiter und dadurch zusätzlicher Vertriebsimpulse im Bereich Cyberversicherungen, verspricht man sich auch hier zusätzliches Neugeschäft. Weitere Wachstumstreiber werden die Bereiche Vertrauensschadenversicherung und Vermögensschadenhaftpflichtversicherungen sein, da auch hier in Mitarbeiter investiert wurde.

Zwecks mittelfristiger Diversifikation wurde begonnen, neue Produkte, allen voran die Sparten Kunst und Bau, zu konzipieren, die im folgenden Geschäftsjahr in den Vertrieb kommen werden.

Die stabile Beitragsentwicklung und die bisherige Schadenentwicklung der DUAL Deutschland GmbH verschärfen den Ergebnisdruck auf die Versicherer nicht weiter und bieten die Chance auf einen auskömmlicheren Verlauf des Risikogeschäftes auf Seiten der Versicherer. Gleichwohl ist die Entwicklung der Schaden- und Beitragsverläufe maßgeblich von der Höhe der Leistungsauszahlungen abhängig. Bedingt durch das Auslaufen von Insolvenzantrags-Erleichterungen dürfte eine Zunahme von Schäden im insolvenznahen Bereich zu rechnen sein.

Bei allem ist nicht auszuschließen, dass das Hinzutreten weiterer neuer Mitbewerber in unserem angestammten Bereich Financial Lines in Zukunft die Marktchancen insgesamt und damit auch für unser Haus beeinflussen.

Dieses könnte insbesondere das Prämienniveau und damit auch den Gesamtumsatz, die Profitabilität aber auch, wegen insgesamt am Markt begrenzter Fachkräftekapazitäten, die Mitarbeiterdecke betreffen. Ebenso könnte die Gesamtprofitabilität geringer ausfallen, sollten die geplanten neuen Produkte sich dramatisch verzögern oder sich tatsächlich nicht vermarkten lassen. Diesen Risiken begegnen wir bzw. beugen wir vor, indem wir den Markt sorgfältig beobachten, unsere Produkte passgenau abstimmen und unsere Mitarbeiter nach Möglichkeit an uns binden.

Schließlich ist unserem Geschäftsmodell inhärent, dass Schäden in massiver Höhe auftreten könnten, die schlimmstenfalls unser Geschäftsmodell insgesamt in Frage zu stellen geeignet wären. Insbesondere diesem Risiko wird durch stetige Abstimmung und transparente Kommunikation mit unseren Kapazitätsgebern aber auch durch den Austausch intern zwischen Schaden und Underwriting bestmöglich Rechnung getragen.

Vergleich des tatsächlichen mit dem vorjährigen Geschäftsverlauf

Ergebnis 2021/22
in TEUR
Prognose 2022/23
in TEUR
Ergebnis 2022/23
in TEUR
Prognose 2023/24
in TEUR
Gross Written Premium * 70.536 90.671 75.502 96.126
Umsatzerlöse * 1 12.765 16.908 14.370 16.483
Personalkosten 5.502 6.255 7.428 8.711
EBITDA 6.333 7.592 10.973 9.761

* Bruttoprämien

* 1 Umsätze aus dem Prämiengeschäft, sowie die Erlöse aus Courtagen bereinigt um die Aufwendungen aus bezogenen Leistungen Maklerprovision, sowie den Provisionen der verschiedenen Tochtergesellschaften/ Niederlassungen.

9. Chancenbericht

Konjunkturelle Einflüsse, Lieferkettenproblematiken, alternative Energieträger und die damit einher gehenden Effekte einer Inflation und einer Rezession werden auch an den zu unserem Kundenkreis zählenden Unternehmen nicht spurlos vorüber gehen. Durch die Verbreiterung der Produktportfolios um Cyber-, Vertrauensschaden- und Vermögensschaden-Haftpflicht-Versicherungen und das Aufgleisen zweier neuer Produkte werden wir hier jedoch entsprechenden Ausgleich und neue Wachstumsbereiche schaffen.

Im Kerngeschäft der DUAL Deutschland GmbH als Assekuradeur ist gutes Wachstum und der Erfolg der Gesellschaft von der Zusammenarbeit mit den Versicherungsunternehmen abhängig. Durch den Fokus auf die sorgfältige Auswahl der versicherten Risiken und der Festlegung des angemessenen Preises für die Übernahme von Risiken, leistet die DUAL Deutschland GmbH ihren aktiven Beitrag zu stabilen Ergebnissen der Partner auf Versicherungsseite. Dies bietet die Chance auf gute Verlaufssituationen und eine zufriedenstellende Combined Ratio bei den Versicherungsunternehmen, mit entsprechend guten Auswirkungen auf die Ertragslage der DUAL Deutschland GmbH. Zudem bietet sich für die Gesellschaft die Chance, bei guten Ergebnisverläufen auch entsprechend daran zu partizipieren.

Auch im Jahr 2022/2023 ist es der DUAL Deutschland GmbH durch die inhalts- und serviceorientierte Geschäftspolitik gelungen, eine positive Geschäftsentwicklung vorzuweisen. Durch die Beibehaltung eines einheitlichen Underwriting-Ansatzes hat die Zusammenarbeit der DUAL Deutschland GmbH mit den Versicherungsunternehmen entscheidend an Stabilität und Nachhaltigkeit gewonnen. Die langfristigen Verträge mit den Versicherungspartnern und die Risikostreuung bedeuten für die DUAL Deutschland GmbH zukünftig ein deutlich geringeres Risiko bei Veränderungen des Marktes.

Durch das zunehmende Wachstum der DUAL Deutschland GmbH und ihrer Tochtergesellschaften und der Neuentstehung von neuen Geschäftszweigen im internationalen Umfeld gewinnt die Zentralität der IT-Infrastruktur weiter an Bedeutung. Daraus resultierend wurden die IT-Systeme im vergangenen Geschäftsjahr zur Howden Group Holding Limited innerhalb eines groß angelegten Projektes migriert.

Die Kommunikationswege innerhalb der IT konnten reduziert und die Freigabe von Dokumenten innerhalb der DUAL / Howden Gruppe vereinfacht werden. Der Einsatz von Drittanbietern ist dadurch nur noch im reduzierten Umfang von Nöten.

Die Vorteile der ursprünglichen Umgebung wurden dabei mit übernommen und verbessert. Die IT-Umgebung wurde sowohl auf Client / Server, als auch auf Netzwerkinfrastruktureller Basis auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Dies beinhaltet insbesondere die IT-Security. Alle Prozesse der IT wurden dabei optimiert und erweitert. Ferner liegen die Daten auf den Windows-Servern nun im eigenen Unternehmen und auch die IT-Administration liegt bei der DUAL Deutschland GmbH. Weiterhin werden zur Risikoreduktion im Zusammenhang mit IT-Ausfällen, entsprechende Vorkehrungen getroffen. Die IT-Landschaft wird nach ISO/IEC Normen abgesichert und kann im Katastrophenfall innerhalb von maximal 4 Stunden wieder verfügbar gemacht werden. Außerdem gibt es eine multiple Absicherung des VPNs, fällt der primäre Server aus, wird auf einen sekundären Server umgeschwenkt. Darüber hinaus wird das Datenverlustrisiko mit den täglichen Backups der Server minimiert. Alle Daten können mit einem Stand von vor maximal 24 Stunden wiederhergestellt werden.

Im Vordergrund für das Geschäftsjahr 2023/2024 steht einerseits der weitere Ausbau und die Sicherung der Bestände, die stetige Entwicklung der qualitativ wichtigsten Makler- und Vertriebsbeziehungen sowie der Aufbau neuer Beziehungen in neuen Sparten. Aufgrund der beschriebenen Marktsituation ist ein weiterer Fokus der Ausbau des rentablen Neugeschäftes. Dies kann durch die hohe Qualifikation im Underwriting und durch hohe Servicebereitschaft erreicht werden.

Darüber hinaus liegt der Fokus auf der Entwicklung neuer und innovativer Produkte, der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Prozesslandschaft und der Digitalisierung. Die aktuelle Überprüfung der Risikosituation ergab, dass die Zukunftsfähigkeit gesichert ist und aufgrund der großen Bandbreite der angebotenen Produkte keine Risikokonzentrationen bestehen. Daher wird für das Geschäftsjahr 2023/2024 mit einer Steigerung der Umsatzerlöse aus Prämien gerechnet. Bedingt durch dieses weitere Wachstum wird eine Kostensteigerung um 22 % (Personalkosten um 17 %) erwartet.

10. Personal

Ein wesentlicher Bestandteil für die positive Entwicklung und den Erfolg der DUAL Deutschland GmbH sind die Mitarbeiter. Daher spielen die Ausbildung und die persönliche Weiterentwicklung eine große Rolle. Jeder Mitarbeiter hat dementsprechend die Möglichkeit regelmäßig an Fachseminaren und Weiterbildungen teilzunehmen.

Es gibt aber auch einige Benefits, wie beispielsweise ein kostenloses Mittagessen, betriebliche Altersvorsorge oder der Abschluss einer Unfallversicherung die die DUAL Deutschland GmbH als Arbeitgeber kennzeichnen. Flexible Arbeitszeiten und das Arbeiten im Homeoffice stehen jedem Mitarbeiter ebenfalls zur Verfügung.

Diese Maßnahmen sollen der Mitarbeiterzufriedenheit dienen und zur Steigerung der Dienstleistungsqualität führen.

Eine wesentliche personelle Veränderung gab es zum 01.07.2023. Olaf Imbeck, der vor einem Jahr zum Mitglied der Geschäftsleitung ernannt wurde, hat das Unternehmen verlassen. Die Vakanz wird seither durch die Geschäftsführer Annett Marschollek und Olaf Jonda ausgefüllt.

11. Tochtergesellschaften und Niederlassungen

Die DUAL Deutschland GmbH hat in Hamburg und München unselbstständige Niederlassungen. In Hamburg und München waren zum Stichtag 30.09.2023 jeweils drei Mitarbeiter beschäftigt.

Neben den zwei deutschen Niederlassungen ist die DUAL Deutschland GmbH auch in Österreich und der Schweiz vertreten.

2012 wurde in Wien das Büro der DUAL Austria eröffnet, dass seit Juni 2018 eine selbstständige GmbH ist. Neben diesem Büro in Österreich ist die DUAL Austria GmbH mit zwei Mitarbeitern in Ljubljana und zwei Mitarbeitern in Prag vertreten.

Ebenfalls 2018 wurde die DUAL Swiss GmbH gegründet. Drei Mitarbeiter betreuen das Büro in Thalwil und sind Ansprechpartner für die lokalen Kunden. Im Juni 2023 wurde noch ein weiteres Büro in Lausanne eröffnet, dass durch eine Mitarbeiterin besetzt ist.

Darüber hinaus ist die DUAL Deutschland GmbH noch an zwei Unternehmen beteiligt.

Die DUAL Europe GmbH wurde 2015 gegründet und ist in Frankfurt am Main ansässig und hat bereits seit 2019 eine Niederlassung in London. Sie ist auf Unternehmenstransaktionen und Ausgliederungen bzw. Restrukturierungen spezialisiert. Im Geschäftsjahr 2022/2023 hat die DUAL Europe GmbH zwei weitere Niederlassungen gegründet, diese befinden sich in Rotterdam und Stockholm.

Die HVR Hamburger Vermögenschaden-Haftpflicht Risikomanagement GmbH wurde 2001 gegründet und hat ihren Sitz in Hamburg. Bei dieser Tochtergesellschaft handelt es sich um einen Mehrfach-Versicherungsvertreter, der auf Vermögenschaden-Haftpflichtversicherungen spezialisiert ist.

 

Köln, den 19.12.2023

Annett Marschollek, Geschäftsführerin

Olaf Jonda, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.421.787,59 3.606.385,78
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 825.680,00 1.025.265,69
II. Sachanlagen 63.604,50 48.617,00
1. technische Anlagen und Maschinen 4.427,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 59.177,50 48.617,00
III. Finanzanlagen 2.532.503,09 2.532.503,09
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.532.503,09 2.532.503,09
B. Umlaufvermögen 24.377.547,51 26.287.061,68
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.352.547,03 15.433.338,04
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.185.597,65 7.143.689,83
2. sonstige Vermögensgegenstände 10.166.949,38 8.289.648,21
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 13.025.000,48 10.853.723,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten 164.040,26 144.245,37
Aktiva 27.963.375,36 30.037.692,83

Passiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Eigenkapital 12.585.798,24 12.102.647,17
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 2.950.000,00 2.950.000,00
III. Bilanzgewinn 9.535.798,24 9.052.647,17
davon Gewinnvortrag 1.552.647,17 4.853.596,70
B. Rückstellungen 2.391.153,69 965.452,44
C. Verbindlichkeiten 12.986.123,43 16.969.293,22
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 97.367,60 3.500.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 97.367,60 3.500.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 294.573,39 126.510,08
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 294.573,39 126.510,08
3. sonstige Verbindlichkeiten 12.594.182,44 13.342.783,14
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 12.594.182,44 13.342.783,14
D. Rechnungsabgrenzungsposten 300,00 300,00
Passiva 27.963.375,36 30.037.692,83

Gewinn- und Verlustrechnung

1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1.10.2021 - 30.9.2022
EUR
1. Rohergebnis 19.640.399,33 14.943.069,20
2. Personalaufwand 7.427.597,50 5.502.385,32
a) Löhne und Gehälter 6.415.394,96 4.822.043,21
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.012.202,54 680.342,11
davon für Altersversorgung 25.108,36 18.529,82
3. Abschreibungen 298.116,88 196.454,07
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 298.116,88 196.454,07
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.160.189,67 3.107.803,06
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.800,97 255,36
5. Erträge aus Beteiligungen 1.920.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen 1.920.000,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 215.242,98 38.587,87
davon aus verbundenen Unternehmen 188.143,84 124.030,22
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.905.603,86 1.974.634,91
8. Ergebnis nach Steuern 7.984.134,40 4.200.379,71
9. sonstige Steuern 983,33 1.329,24
10. Jahresüberschuss 7.983.151,07 4.199.050,47
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.552.647,17 4.853.596,70
12. Bilanzgewinn 9.535.798,24 9.052.647,17

ANHANG ZUM 30. SEPTEMBER 2023

DUAL Deutschland GmbH, Köln

A. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZIERUNG UND BEWERTUNG

Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB und bilanziert nach handelsrechtlichen Vorschriften. Sie hat ihren Sitz in Köln und ist dort im Handelsregister unter der Nr. 56034 eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs.2 HGB macht die Gesellschaft Gebrauch.

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3-5 Jahren abgeschrieben. Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Das abnutzbare Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und linear abgeschrieben. Abschreibungen werden über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen 1 und 15 Jahren vorgenommen.

Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert.

Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigung Rechnung getragen. Als uneinbringlich eingeschätzte Forderungen werden abgeschrieben.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

RückstellungenRückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Die sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSITIONEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHUNG

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt.

Unter den Finanzanlagen sind Beteiligungen an den folgenden verbundenen Unternehmen ausgewiesen:

HVR Hamburger Vermögensschaden-Haftpflicht Risikomanagement GmbH, Hamburg:

100%, Eigenkapital 645 T€ (Vorjahr: 108 T€),
Jahresüberschuß 2022: 538 T€ (Vorjahr: -92 T€)

DUAL Europe GmbH, Köln:

100%, Eigenkapital 3.466 T€ (Vorjahr: 2.955T€)
Jahresüberschuss 2023: 511 T€ (Vorjahr: 1.518 T€)

DUAL Austria GmbH, Wien:

80%, Eigenkapital 2.829 T€ (Vorjahr: 3.401 T€)
Jahresüberschuss 2023: 1.829 T€ (Vorjahr: 1.688 T€)

DUAL Swiss GmbH, Zürich:

100%, Eigenkapital 893
TCHF bzw. 1.045 T€
(Vorjahr: 30 TCHF bzw. 36 T€),
Jahresüberschuss 2022: 862
TCHF bzw. 843 T€
(Vorjahr 453
TCHF bzw. 417 T€)

Forderungen und Sonstige Vermögengegenstände

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter von 950 T€ (Vorjahr 7.000 T€) ausgewiesen.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben 1.170 T€ eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögengegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Aus dem Bilanzgewinn zum 1.10.2022 wurde beschlossen, eine Dividende von 11 Mio € auszuschütten.

Zum Bilanzstichtag beträgt das Eigenkapital gesamt 12.586 T€, davon Gezeichnetes Kapital 100 T€, Kapitalrücklage 2.950 T€ und Bilanzgewinn 9.536 T€.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen die Körperschaft- und Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Boni, Urlaubsansprüche, Jahresabschluss- und Prüfungskosten und ausstehende Lieferanten- bzw. Kostenrechnungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr unverändert Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Gewinn- und Verlustrechnung

Als Erträge aus Beteiligungen sind Ausschüttungen der DUAL Austria GmbH (1.920 T€; Vorjahr: 0 T€) ausgewiesen.

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge beinhalten Zinsen der Muttergesellschaft von 188 T€ (Vorjahr: 124 T€).

Hinsichtlich der Gewinnverwendung geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Gesellschafterversammlung die Ausschüttung des Jahresüberschusses aus dem laufenden Geschäftsjahr beschließen wird.

C. ERGÄNZENDE ANGABEN

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Anteile der DUAL Deutschland GmbH werden zu 100 % von der DUAL International Limited gehalten.

Der Jahresabschluss der DUAL Deutschland GmbH wird in den Konzernabschluss der DUAL International Limited, London, Großbritannien, als kleinstem Konsolidierungskreis einbezogen.

Dieser Konzernabschluss wird wiederum in den Konzernabschluss der Howden Group Holdings Limited, London, Großbritannien, als höchste Konzernspitze einbezogen.

Beide Konzernabschlüsse werden bei Companies House, Crown Way, Cardiff CF14 3UZ, DX 33050 Cardiff United Kingdom veröffentlicht.

Mitglieder der Geschäftsführung; Organbezüge

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

§ Annett Marschollek, Geschäftsführerin, Finance, Legal and Claims, IT

§ Olaf Jonda, Geschäftsführer, Underwriting, Vertrieb, Relationship-Management

Die Organbezüge betrugen im Geschäftsjahr 651 T€.

Angaben zu den Arbeitnehmern

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 80 Arbeitnehmer im kaufmännischen Bereich, davon im Durchschnitt am Standort Köln 74 Arbeitnehmer, am Standort Hamburg 3 Arbeitnehmer und am Standort Planegg 3 Arbeitnehmer.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Aus den Restlaufzeiten von Mietverträgen und Kfz-Leasing ergeben sich finanzielle Verpflichtungen von 263 T€.

Zur Erlangung der Vollmacht (Binding Authority) von Versicherungsunternehmen gegenüber der DUAL Swiss GmbH als Assekuradeur hat die DUAL Deutschland GmbH am 30.09.2020 eine Patronatserklärung abgegeben, wonach sie sich verpflichtet, der DUAL Swiss GmbH die für den Aufbau und die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes notwendigen finanziellen Mittel bereitzustellen. Danach ist die DUAL Swiss GmbH finanziell so auszustatten, dass sie ihre Verpflichtungen jederzeit pünktlich und vollständig erbringen kann.

Aufgrund des positiven Jahresergebnisses der DUAL Swiss GmbH ist derzeit kein Bedarf der Inanspruchnahme ersichtlich.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Als Folge der Invasion Russlands in die Ukraine ergeben sich derzeit keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft, da keine direkten Investitionen oder vertraglichen Verhältnisse der Gesellschaft mit Russland oder der Ukraine bestehen.

 

Köln, den 19.12.2023

Annett Marschollek, Geschäftsführerin

Olaf Jonda, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DUAL Deutschland GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DUAL Deutschland GmbH, Köln - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DUAL Deutschland GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 21. Dezember 2023

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