Kompetenz Jugendhilfe gGmbH

Grunewaldstraße 61, 10825 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 177812
Vorher
Kompetenz Berlin Interkulturelle Jugend- und Familienhilfe gGmbH
Eingetragen
23.6.2016
Branche
Heime und Wohngruppen für Kinder und Jugendliche, stationäre Hilfen zur ErziehungAllgemeine und politische ErwachsenenbildungPostsekundärer, nicht tertiärer Unterricht in Schulen des Sozialwesens
Gegenstand
(1) Der Gegenstand der Gesellschaft ist a) die Förderung der Jugendhilfe b) die Förderung der Erziehung und Bildung c) die Förderung mildtätiger Zwecke d) die Förderung der Flüchtlingshilfe e) die Förderung der Entwicklungszusammenarbeit f) die Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens (2) Die Satzungswecke Förderung der Jugendhilfe sowie Förderung der Erziehung und Bildung werden verwirklicht insbesondere durch: - Schulung und Fortbildung zu den Themen Migration und psychische Erkrankungen - Eingliederungshilfe für straffällige Jugendliche (Lernförderung und Schulbegleitung) - Stärkung der elterlichen Erziehungskompetenz durch Elterntraining - Training von Kommunikations- und Konfliktfähigkeit - Konfliktmanagement ggf. in der Muttersprache - Unterstützung der individuellen und sozialen Entwicklung von Migranten - Unterstützung und Stärkung der betroffenen Personen durch Übernahme von Vormundschaften oder Pflegschaften - Gründung, Betreuung und Betreiben von Einrichtungen im Sinne des VIII. Sozialgesetzbuches im Bereich der Jugendhilfe (z.B. Kindertagesstätten, Kinderheimen, betreute Wohnformen von Jugendlichen, gemeinsame Wohnformen von Müttern/Väter mit Kindern) - Betreutes Einzelwohnen (BEW) für den Personenkreis nach § 67 SGB XII Die Körperschaft wirkt planmä- ßig mit der KOBA Kompetenz Bildungsakademie gGmbH, Berlin, im Sinne des § 57 Abs. 3 AO zusammen, in dem die KOBA Kompetenz Bildungsakademie gGmbH, Berlin, Fortbildungsmaßnahmen für Pädagogen anbietet und durchführt, damit die Kompetenz Jugendhilfe gGmbH, Berlin, ihre gemeinnützigen Zwecke erfüllen kann. (3) Im Bereich der Satzungszwecke Förderung der Flüchtlingshilfe, der Entwicklungszusammenarbeit sowie der Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur des Völkerverständigungsgedankens unterstützt die Gesellschaft andere steuerbegünstigte Körperschaften oder andere Körperschaften des öffentlichen Rechts ideell und materiell durch die Beschaffung von Mitteln im Sinne des § 58 Nr. 1 Abgabenordnung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sevket Ipek
seit 21.11.2017
Geschäftsführer
Diyar Tagay
seit 21.11.2017
Prokura
Nora Kizilhan
seit 23.6.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 4 angezeigt

Nora Kizilhan
Mariendorfer Damm 210, 12107 Berlin
13.500 €
54.00%
Sevket Ipek
Knesebeckstraße 5, 10623 Berlin
7.500 €
30.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kompetenz Jugendhilfe gGmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.003,00 6.543,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke 1.815.030,91 1.815.030,91
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.189,00 42.439,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 1.146.329,29 946.593,78
3.000.549,20 2.804.063,69
III. Finanzanlage
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 150.000,00 100.000,00
3. Sonstige Ausleihungen (Genossenschaftsanteile) 52.000,00 52.000,00
252.000,00 202.000,00
3.257.552,20 3.012.606,69
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4.569,60 -
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.420,79 18.448,94
2. übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.225.943,81 1.750.678,28
1.229.364,60 1.769.127,22
III. Wertpapiere 18.140,52 5.814,35
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.534.498,98 3.655.910,58
8.786.573,70 5.430.852,15
C. Rechnungsabgrenzungsposten 85.741,87 43.893,30
12.129.867,77 8.487.352,14

Passivseite

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen 9.687.555,25 6.491.033,54
III. Bilanzgewinn - -
9.712.555,25 6.516.033,54
B. Rückstellungen 675.215,22 451.002,20
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinsituten 874.042,87 886.603,05
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 67.400,00 7.764,44
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 72.286,28 1.958,16
2. übrige Verbindlichkeiten 728.368,15 623.990,75
1.742.097,30 1.520.316,40
12.129.867,77 8.487.352,14

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis zum 31.12.2023

2023 2022
1. Rohergebnis 9.300.336,98 5.546.637,44
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.940.015,06 2.735.570,98
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 802.406,40 550.292,28
davon für Altersversorgung (€ 6.532,88; Vorjahr € 6.590,40)
4.742.421,46 3.285.863,26
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 255.419,87 121.488,03
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.157.168,67 738.386,57
5. Erträge aus Beteiligungen 1.560,00 1.040,00
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens - 32,95
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 72.615,81 -
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens - 192,89
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22.016,42 17.959,84
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 292,90 -
10. Ergebnis nach Steuern 3.197.193,47 1.383.819,80
11. Sonstige Steuern 671,76 932,76
12. Jahresüberschuss 3.196.521,71 1.382.887,04
13. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 2.425.335,51 1.940.608,43
14. Einstellungen in Gewinnrücklagen 5.621.857,22 3.323.495,47
15. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die Kompetenz Jugendhilfe gGmbH hat ihren Sitz in Berlin. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) unter dem Aktenzeichen HRB 177812 B geführt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG).

Der Jahresabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Die Gesellschaft erfüllt zum Bilanzstichtag die Voraussetzungen für die Einordnung in die Größenklasse einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die größenabhängigen Erleichterungsvorschriften nach §§ 276 und 288 HGB werden angewandt.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Anlagen im Bau sind im Geschäftsjahr um außerplanmäßige Abschreibungen (€ 220.000,00) verringert worden. Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu Euro 800,00 wurden bei Zugang während des laufenden Geschäftsjahres voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Gesellschaft ist alleinige Anteilseignerin folgender verbundener, gemeinnütziger Unternehmen:

Anteil am gezeichneten Kapital in
TEUR %
Kita Orchidee gGmbH, Berlin 25 100,0
KOBA Kompetenz Bildungsakademie gGmbH, Berlin 25 100,0

Die Kita Orchidee gGmbH, Berlin betreibt zurzeit kein aktives Geschäft. Nach dem vorläufigen Jahresabschluss für 2023 wird ein vorläufiges Eigenkapital von T€ 18 (im Vorjahr T€ 19) ausgewiesen.

Für die KOBA Kompetenz Bildungsakademie gGmbH, Berlin lag zum Prüfungszeitpunkt ein noch vorläufiger Jahresabschluss für 2023 vor. Die Gesellschaft befindet sich im Aufbau eines neuen Geschäftsfeldes. Zum 31.12.2023 weist die Gesellschaft einen vorläufigen Jahresfehlbetrag von T€ 146 aus. Danach ist die Gesellschaft bilanziell mit T€ 121 überschuldet. Da es sich um Anlaufverluste handelt, wurde der Beteiligungswert nicht abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und bilanziert. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet.

Sonstige Wertpapiere werden mit dem Stichtagskurs bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet.

Die Kassen- und Bankguthabenbestände werden mit den Nominalwerten angesetzt.

Bei Bildung der Rückstellungen wird den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie werden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Von der Abzinsung der Rückstellung für Archivierungskosten (T€ 4) wird wegen Geringfügig abgesehen.

Verbindlichkeiten wurden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Erläuterung zur Bilanz

Unter dem Posten geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau wird im Geschäftsjahr mit € 1.146.329,29 das noch nicht fertiggestellte Bauprojekt in Berlin-Weißensee ausgewiesen. Die Baustelle ruht aufgrund eines behördlichen Baustopps. Es waren in diesem Zusammenhang in 2023 außerplanmäßige Abschreibungen von € 220.000,00 (Vorjahr € 90.000,00) erforderlich.

Die Aufgliederung der in der Bilanz der Gesellschaft zusammengefassten Anlagepositionen und Ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind im Anlagespiegel dargestellt.

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt € 34.855,86 (Vorjahr: € 34.855,86).

In den sonstigen Rückstellungen (€ 675.215,22) sind im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Urlaube und Überstunden sowie Tantiemen (€ 314.598,02), Rückstellungen für ausstehende Baurechnungen sowie damit in Zusammenhang stehende Prozesskosten (€ 327.782,20) sowie das Honorar der Abschlussprüfung (€ 7.735,00) berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft setzen sich wie folgt zusammen:

davon Restlaufzeiten
Summe (€) bis 1 Jahr (€) größer 1 Jahr (€) größer 5 Jahre (€)
(Vorjahr €) (Vorjahr €) (Vorjahr €) (Vorjahr (€)
1.640.804,50 1.066.680,62 105.511,61 468.612,27
Verbindlichkeiten (1.520.316,40) (920.505,96) (599.810,44) (495.410,88)

Im Rahmen der bilanzierten Kreditverträge (Zinssatz 1,06 % bzw. 4,5 -6,55 % p. J.) und einer Kreditzusage in Höhe von € 2.300.000 (Zinssatz 1,95 % p. J.) liegen Grundschuldbestellungen in Höhe von insgesamt € 2.965.000 vor.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse resultieren ausschließlich aus den erbrachten Leistungen für die mit der Senatsverwaltung für Jugend und Familie des Landes Berlin geschlossenen Entgeltvereinbarungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (€ 74.293,45) betreffen im Wesentlichen Erstattungen nach dem Arbeitnehmerausgleichsgesetz und Eingliederungszuschüsse des Arbeitsamtes (€ 28.559,28) sowie Sachbezüge (€ 34.121,28).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen (€ 232.674,46) betreffen vor allem Honorare für Fremdleistungen zur Erbringung der Betreuungstätigkeiten.

Der Personalaufwand (€ 4.742.421,46) betrifft die in Anlehnung nach AWO-Tarifvertrag vergüteten Gehälter.

Der sonstige betriebliche Aufwand (€ 1.157.168,67) entfällt im Wesentlichen auf Raumkosten (€ 307.742,55), Verwaltungsaufwendungen (€ 226.672,12), Fahrzeugkosten (€ 53.857,87), Sachkosten in Zusammenhang mit der Betreuung unbegleiteter Flüchtlinge (€ 265.763,96), Repräsentationskosten (€ 42.427,19), Personalbeschaffungskosten (€ 52.370,99), Fremdarbeiten (€ 11.305,94) sowie IT- Wartung (€ 32.855,29).

Sonstige Angaben

Zum Bilanzstichtag bestehen für die nächsten fünf Jahre sonstige finanzielle Verpflichtungen aus den Mietverträgen (T€ 819) sowie aus Kfz-Leasing (T€ 37).

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 89 Mitarbeiter (Vorjahr: 73) beschäftigt.

Die Geschäfte der Gesellschaft wurden im Geschäftsjahr durch folgende Personen geführt:

Frau Dipl.-Sozialfachwirtin Nora Kizilhan, Berlin

Herr Dipl.-Politologe Sevket Ipek, Berlin

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern folgende Ergebnisverwendung vor:

Das Jahresergebnis in Höhe von 3.196.521,71 € wird der Gewinnrücklage zugeführt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag ist aus den strittigen Bau- und Architektenleistungen aufgrund des behördlichen Baustopps des Bauvorhabens Langhansstraße (Berlin-Weissensee) Widerklage der Architekten auf deren strittiges Resthonorar(T€ 137) eingereicht worden. Des Weiteren ist eine Zwischenfeststellungswiderklage gegen die von der Gesellschaft in 2023 geltend gemachte Schadenersatzforderung (Mio.€ 1,5) in 2024 gerichtlich anhängig.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung lagen nicht vor.

 

Berlin, 10.08.2024

Nora Kizilhan, Geschäftsführerin

Sevket Ipek, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
31.12.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände 12.875,37 1.094,21 0,00 13.969,58
Sachanlagen
Grundstücke 1.815.030,91 0,00 0,00 1.815.030,91
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.835,63 29.535,66 16.548,16 83.823,13
geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 1.036.593,78 419.735,51 0,00 1.456.329,29
2.922.460,32 449.271,17 16.548,16 3.355.183,33
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 0,00 0,00 50.000,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 100.000,00 50.000,00 0,00 150.000,00
Sonstige Ausleihungen (Genossenschaftsanteile) 52.000,00 0,00 0,00 52.000,00
202.000,00 50.000,00 0,00 252.000,00
3.137.335,69 500.365,38 16.548,16 3.621.152,91
Abschreibungen
31.12.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände 6.332,37 2.634,21 0,00 8.966,58
Sachanlagen
Grundstücke 0,00 0,00 0,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.396,63 32.785,66 16.548,16 44.634,13
geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 90.000,00 220.000,00 0,00 310.000,00
118.396,63 252.785,66 16.548,16 354.634,13
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Ausleihungen (Genossenschaftsanteile) 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
124.729,00 255.419,87 16.548,16 363.600,71
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände 5.003,00 6.543,00
Sachanlagen
Grundstücke 1.815.030,91 1.815.030,91
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.189,00 42.439,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 1.146.329,29 946.593,78
3.000.549,20 2.804.063,69
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50.000,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 150.000,00 100.000,00
Sonstige Ausleihungen (Genossenschaftsanteile) 52.000,00 52.000,00
252.000,00 202.000,00
3.257.552,20 3.012.606,69

Lagebericht

1.Grundlagen

Die Kompetenz Jugendhilfe gGmbH ist anerkannter gemeinnütziger freier Träger der Jugendhilfe mit dem Schwerpunkt in der ambulanten sozialpädagogischen Arbeit und für Hilfen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (§§ 27 ff. SGB VIII).

Die Entwicklung und Umsetzung von sozialen sowie entwicklungspolitischen Projekten werden im In- und Ausland umgesetzt.

Leistungen: Unsere Haupttätigkeit liegt in der Unterstützung junger Menschen, sei es durch individuelle Betreuung, Beratung, Begleitung oder Maßnahmen in spezialisierten Einrichtungen. Unser Ziel ist es, jungen Menschen und ihren Familien in schwierigen Lebenslagen eine stabile Basis zu ermöglichen, um ihre individuelle Entwicklung zu fördern und sie in die Gesellschaft zu integrieren.

Ambulante Sozialpädagogische Arbeit: Unser Hauptaugenmerk liegt auf der ambulanten sozialpädagogischen Arbeit, die darauf ausgerichtet ist, Jugendliche und ihre Familien im vertrauten Umfeld zu unterstützen. Dabei bieten wir beratende Unterstützung auch in der Muttersprache an und erarbeiten gemeinsam Lösungsansätze. Dies schafft Chancen zur aktiven Teilhabe am sozialen Leben.

Hilfen in Einrichtungen: Durch gezielte Dienste der Kinder- und Jugendhilfe innerhalb verschiedener Einrichtungen bieten wir umfassende Unterstützung und Betreuung für junge Menschen, die beispielsweise in Wohngruppen oder Heimen untergebracht sind.

Internationale Projekte: Darüber hinaus engagieren wir uns sowohl national als auch international in der Entwicklung und Umsetzung von sozialen und entwicklungspolitischen Projekten. Unser Einsatz erstreckt sich auf Aktivitäten im In- und Ausland, um nachhaltige Veränderungen und eine positive gesellschaftliche Entwicklung zu fördern.

Zusammenfassung: Die Kompetenz Jugendhilfe gGmbH setzt sich aktiv für das Wohl von Kindern und Jugendlichen ein, sei es durch direkte Betreuung vor Ort oder die Entwicklung von Projekten, die über nationale Grenzen hinausgehen. Unsere Arbeit basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz, der darauf abzielt, die individuelle Entwicklung junger Menschen zu unterstützen und ihre Integration in die Gesellschaft zu fördern.

2.Wirtschaftsbericht

Im Jahr 2023 verzeichneten wir in Berlin einen bemerkenswert hohen Zugang von unbegleiteten Minderjährigen Flüchtlingen, vergleichbar mit den Zahlen aus dem Jahr 2022. Angesichts dieser Entwicklung arbeiteten die Senatsverwaltung für Jugend, Bildung und Familie sowie die Wohlfahrtsverbände und Träger der Jugendhilfe gemeinsam daran, neue Plätze bereitzustellen. Insgesamt suchten 3.400 unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge Schutz in Berlin.

2.1. Geschäftsverlauf im Jahr 2023

Im Rahmen der Jugendhilfe wurden folgende Maßnahmen durchgeführt:

 

Sozialpädagogische Familienhilfe (§ 31 SGB VIII)

 

Einzelfallhilfen im Rahmen des § 30 SGB VIII

 

Beratung und Unterstützung von Kindern und Jugendhilfen bei der Ausübung des Umgangsrechts (§ 18 Abs. 3 SGB VIII)

 

Begleitung junger Erwachsener (§ 41 SGB VIII)

 

Beratung und Unterstützung bei Fällen der Kindeswohlgefährdung (§ 8a SGB VIII)

 

Clearing (§ 27 SGB VIII)

 

Temporäre Übernahme von Betreuungsleistungen (Kindernotdienst)

Daneben wurde im Rahmen der Flüchtlingshilfe die in 2022 begonnene Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge im Rahmen der Erstaufnahme (§§ 42a, 42 SGB VIII) weitergeführt. Dies erfolgte an drei Standorten:

 

Metropol Hostel in Berlin-Kreuzberg (bis zu 120 Flüchtlinge) bis 27.06.2023

 

JugendKulturZentrum Alte Pumpe in Berlin-Tiergarten (23 Flüchtlinge) bis 30.11.2023

 

Blücherstraße in Berlin-Kreuzberg (bis zu 136 Flüchtlinge) ab 01.09.2023 bzw. (bis zu 188 Flüchtlinge) ab 01.11.2023.

Nach Erteilung einer Betriebserlaubnis am 15.11.2023 erfolgte die Betreuung von bis zu 20 unbegleiteten Minderjährigen Flüchtlingen im Rahmen eines Brückenangebots im JugendKulturZentrum Alte Pumpe in Berlin-Tiergarten ab Dezember 2023.

2.2. Projekte im Ausland

Im Geschäftsjahr erfolgte für die in 2021 erbaute Grundschule in Hariko (Schengal/Irak) keine Unterstützung. Die Fortführung des Projekts ist für die folgenden Jahre geplant.

2.3. Darstellung der Lage der Gesellschaft

a) Ertragslage

Im Bereich der Jugendhilfe konnten wir durch Leistungsausweitung im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 66 % bei der Betreuung und Begleitung von Familien und jungen Menschen sowie unbegleiteter Minderjähriger Flüchtlinge bei den Leistungsentgelten verzeichnen. Zusätzlich zu diesem Anstieg haben wir auch zwei neue Bereiche erschlossen - die Betreuung unbegleiteter Minderjähriger Flüchtlinge mittels des Rahmenangebots mit eigener Betriebserlaubnis und den Kindernotdienst. Hier bestehen Verträge mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, die bis Mitte/Ende 2024 fortgesetzt werden und darüber hinaus.

Die Gesamtleistung ist von T€ 5.659 auf T€ 9.458 angestiegen. Die Ausweitung der Geschäftstätigkeit führte zu einem Anstieg in den Fremdleistungen für Honorarkräfte (T€ 233; i. Vj. T€ 216). Die Personalaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 44,3% angestiegen. Maßgeblich zur Steigerung dieser Aufwendungen war der Personalaufbau von 73 auf 89 Mitarbeitende.

Der sonstige betriebliche Aufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 56 % auf T€ 1.157 zum einen aus der Geschäftsausweitung und zum anderen aufgrund von Preissteigerungen.

Es ist ein Jahresüberschuss von T€ 3.197 (i.Vj. T€ 1.383) entstanden.

b) Vermögenslage

Im Berichtsjahr wurden in das Sachanlagevermögen Investitionen von T€ 450 getätigt. Die Investitionen betrafen mit T€ 420 den Neubau einer Wohnstätte in Berlin-Weißensee. Das Anlagevermögen insgesamt (T€ 3.258) ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt.

Bedingt durch die unterjährige Geschäftsausweitung ist das Umlaufvermögen von T€ 5.430 auf T€ 8.786 angestiegen. Insbesondere haben sich stichtagsbedingt die Liquiden Mittel um T€ 3.878 auf T€ 7.534 erhöht.

Unsere Eigenkapitalquote beträgt 80,0%.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 143 auf T€ 451 erhöht. Für das Wohnprojekt in Berlin-Weißensee sind T€ 241 Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Prozesskostenrückstellungen gegenüber dem Architekten und dem Generalbauübernehmer enthalten. Das Bezirksamt Pankow hatte für den Bau in 2022 einen Baustopp verfügt, da abweichend von der Baugenehmigung gebaut wurde. Im April 2024 wurde eine neue Baugenehmigung erteilt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (T€ 874) wurden planmäßig getilgt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 384) sind stichtagsbedingt gegenüber dem Vorjahr um fast 30% angestiegen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten (T€ 344; i.Vj. T€ 322) sind gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig angestiegen.

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist geordnet.

c) Finanzlage

Über unsere Finanzlage gibt die nachfolgende Cash-flow-Rechnung Auskunft:

2023
T€
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.656
+/- Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 4.341
+/- Cash-flow aus Investitionstätigkeit -500
+/- Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit 37
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 7.534

Für den Neubau in Berlin-Weißensee sind langfristige Darlehensrahmenverträge über 3,0 Mio € mit der Berliner Volksbank geschlossen worden, die mit 1,95 bis 6,55 % p.a. verzinst werden.

Wir konnten unseren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen.

3.Prognose-, Chancen und Risiken

3.1. Jugendhilfe

Prognose: Die Jugendhilfe wird voraussichtlich weiterhin an Bedeutung gewinnen, da gesellschaftliche Herausforderungen wie soziale Ungleichheit, psychosoziale Belastungen und familiäre Probleme zunehmen. Der Bedarf an individueller Unterstützung wird voraussichtlich weiter steigen, da komplexe soziale Herausforderungen individuellere Lösungsansätze erfordern.

3.2. Flüchtlingshilfe

Prognose: Die Flüchtlingshilfe wird in den kommenden Jahren angesichts globaler Konflikte und Migrationsbewegungen eine fortwährende Herausforderung darstellen. Die Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung und den Wohlfahrtsverbänden bleibt ein zentraler Bestandteil unserer Bemühungen, um angemessen auf die Bedürfnisse der Schutzsuchenden einzugehen. Diese partnerschaftliche Herangehensweise ermöglicht es uns, flexibel auf die Herausforderungen zu reagieren und den Schutz und die Unterstützung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Berlin auch in Zukunft sicherzustellen.

Integrationserfolge können durch gezielte Programme und Maßnahmen, die auf die Bedürfnisse von Flüchtlingen abgestimmt sind, erzielt werden. Fortbildungs- und Karrieremöglichkeiten könnten dazu beitragen, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und zu binden. Diese dynamische Zunahme verdeutlicht die anhaltende Relevanz unserer Arbeit und unterstreicht die Notwendigkeit, unsere Kapazitäten weiterhin auszubauen. Die Prognose zeigt, dass auch in den nächsten Jahren ein hoher Zugang von unbegleiteten Minderjährigen Flüchtlingen zu erwarten ist. Infolgedessen setzen wir uns fortlaufend dafür ein, sowohl räumlich als auch personell für die steigende Nachfrage gerüstet zu sein.

Risiken der künftigen Entwicklung

Die Risiken unserer zukünftigen Entwicklung - insbesondere des Geschäftsbereichs unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge - hängen von den haushaltspolitischen Rahmenbedingungen in der Flüchtlingshilfe ab. Hier bleibt abzuwarten, in welchem Umfang sowohl der Bund als auch das Land Berlin finanzielle Mittel zukünftig zur Verfügung stellen können und werden. Darüber hinaus bleibt abzuwarten, wie sich die politischen Rahmenbedingungen der Migrationspolitik weiterentwickeln werden.

Der Fachkräftemangel führt auch bei uns dazu, dass unsere offenen Stellen nicht besetzt werden können.

Maßnahmen

In Anbetracht dieser Entwicklungen ist es für uns von größter Bedeutung, die Bedürfnisse und Ängste unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren. Unsere Zielsetzung ist es, eine unterstützende und sichere Arbeitsumgebung zu schaffen, die es unseren Mitarbeiter*innen ermöglicht, sich in dieser Zeit der Unsicherheit zu entfalten.

Um dies zu intensivieren, planen wir, neue Weiterbildungskonzepte einzubringen, die auf die individuellen Bedürfnisse unserer Teammitglieder zugeschnitten sind. Die Förderung ihrer beruflichen Entwicklung liegt uns am Herzen, und wir werden verstärkt in innovative Schulungsmaßnahmen investieren. Dabei legen wir besonderen Wert auf flexible Arbeitsmodelle, die es unseren Mitarbeitern ermöglichen, ihre Weiterbildung nahtlos in ihren beruflichen Alltag zu integrieren.

Diese ganzheitlichen Ansätze werden nicht nur dazu beitragen, die persönliche und berufliche Entwicklung unserer Mitarbeiter zu fördern, sondern auch die Qualität unserer Jugendhilfeleistungen nachhaltig stärken. Wir sind davon überzeugt, dass eine engagierte und unterstützende Arbeitsumgebung der Schlüssel zum Erfolg in der Jugendhilfe ist.

 

Berlin, 10.09.2024

Die Geschäftsführer

Nora Kizilhan

Sevket Ipek

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Kompetenz Jugendhilfe gGmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kompetenz Jugendhilfe gGmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kompetenz Jugendhilfe gGmbH, Berlin für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Berlin, den 08.10.2024

Martina Schmidt-Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Holger Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Martina Schmidt, Wirtschaftsprüferin

Feststellung

Der Jahresabschluss der Kompetenz Jugendhilfe gGmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde am 11.10.2024 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt.

Hinweis gemäß § 328 Abs. 1a S. 2 HGB

Der vorstehende Jahresabschluss wird von uns unter der Inanspruchnahme der Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften offengelegt.

Der nachfolgend wiedergegebene Bestätigungsvermerk unseres Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

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