3C-Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karsten Jerschke seit 4.1.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
3C-Carbon Group AGEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
3C-Carbon Group GmbH & Co. KGLandsberg am LechKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 02.12.2021 bis zum 31.12.2021KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR VOM 2. DEZEMBER BIS ZUM 31. DEZEMBER 20213C-CARBON GROUP GMBH & CO. KG, LANDSBERG AM LECH1. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses Grundlagen des Konzerns Im Jahr 2021 wurde die 3 C - Carbon Group GmbH & Co. KG (kurz: 3C) als Mutterunternehmen des Konzerns (3C Gruppe) neu gegründet. Durch Übernahme des Kommanditanteils an der 3C Holding GmbH & Co. KG mit Wirkung zum 31.12.2021 ist der Konzern entstanden. Zu diesem Stichtag erfolgt die Erstkonsolidierung der Tochterunternehmen. Grundlage des Konzerngeschäftsmodells der 3C Gruppe ist bereits seit 2003 die Entwicklung und Fertigung von hochtechnologischen Bauteilen aus mit Carbonfasern verstärktem Kunststoff (CFK) für unterschiedlichste Branchen wie unter anderem die Automobilindustrie, den Maschinenbau, die Medizintechnik, die Luft- und Raumfahrtindustrie, den Motorsport, die Motorradindustrie sowie ausgesuchter und exklusiver Consumer Products. Die Gruppe ist neben dem Tätigkeitsfeld CFK ebenso in der zertifizierten Fertigung von Medizintechnikprodukten für die weltweite Belieferung von Medizintechnik OEMs und in der Vermögens-/Liegenschaftsverwaltung tätig. Das CFK-Material ist durch die spezifischen Vorzüge unter anderem besonders gut dazu geeignet, Gewicht einzusparen, was insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender Anstrengungen zur Einsparung bzw. Senkung des CO 2 Ausstoßes eine besondere Relevanz erhält. Die entscheidenden Erfolgsparameter der 3C Gruppe sind die Entwicklungsgeschwindigkeit und -kompetenz sowie eine äußerst zuverlässige Lieferperformance bei der Belieferung von Serienproduktionen im automobilen Business sowie im Bereich medizintechnisch zugelassener Produkte. Die beispiellose Qualität der Bauteile wird von den Kunden geschätzt und darf nicht nur deswegen als anerkannte Marktreferenz gelten. a. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Wirtschaftsbericht Die Gesamtwirtschaft war in Deutschland 2021 durch die Pandemie noch immer negativ beeinflusst. Der Anstieg gegenüber dem Lockdown-Vorjahr 2020, gemessen als preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt, betrug rund 2,7 %. Dabei wurde im Wesentlichen noch nicht das Vorkrisenniveau wieder erreicht. Der Arbeitsmarkt war gegenüber dem Vorjahr stabil (vgl. Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts vom 14. Januar 2022). Branchenspezifische Entwicklungen Der Markt für Carbonfasern ist in den letzten zehn Jahren durchschnittlich um 9,77 % gewachsen. Dies beinhaltet einen Rückgang im Jahre 2020 auf Grund der Pandemiemaßnahmen (vgl. Composites United, Marktbericht 2021, Seite 7). Die Gesundheitsbranche wächst seit 2011 jährlich im Durchschnitt um 4,4 % pro Jahr im Export. Dabei hat die Branche einen Anteil an der Bruttowertschöpfung der Gesamtwirtschaft in Höhe von 12,1 % (vgl. BVMed 16.11.2021, S. 2 & 4). b. Umsatz- und Auftragsentwicklung Zu der Kundenstruktur der 3C Gruppe zählen führende deutsche sowie internationale Automobilhersteller des Premium-Segments. Zudem gehören führende Unternehmen aus den Branchen Motorradbau, Maschinenbau, Wehr- und Medizintechnikhersteller, Unternehmen aus Luft- und Raumfahrt, sowie Sportgerätehersteller und Schweizer Uhrenhersteller zum Kundenkreis. Darüber hinaus bestehen langjährige Partnerschaften mit Referenz-Adressen im Motorsport. Mit wesentlichen Kunden der 3C Gruppe aus dem Bereich Automotive sowie Medizintechnik bestehen langfristige Lieferverträge, die an den Lebenszyklus der jeweiligen Modelle / Produkte angelehnt sind. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten erneut weitere bedeutende Verträge für umfangreiche neue Projekte, Modellanläufe bzw. Facelifts abgeschlossen werden. Auf Grund der oben beschriebenen Besonderheiten des Rumpfgeschäftsjahres und des Konsolidierungszeitpunkts ist eine weitergehende Kommentierung hier verzichtbar. c. Produktion An mehreren Standorten der 3C Gruppe, insbesondere am Stammsitz der Gruppe im Hochtechnologiepark Lechrain in Landsberg am Lech sowie in der Schweiz werden CFK Teile und Medizintechnikprodukte in verschiedenen Fertigungstiefen gefertigt und weltweit vertrieben. Innovative Produktionsprozesse sind das Ergebnis kontinuierlicher Veränderung und Erweiterung sowie Implementierung neuer Technologien in den bestehenden Maschinenpark sowie von innovativen Ingenieuren - dies wird zur Fortschreibung und Diversifizierung der konzerneigenen Produktpalette genutzt. d. Beschaffung Die Beschaffung erfolgt durch bekannte langjährige Lieferkontakte sowie regelmäßig nach intensivem Lieferantenscreening. Die Preise für Inputfaktoren für die unterschiedlichen CFK Produkte unterliegen unverändert keiner nennenswerten Volatilität. Im Zuge einer auch zukünftig zu erwartender mengenmäßiger Ausweitung von Marktvolumen für Hochleistungsfasern ist die Materialkostensituation auch derzeit entspannt. Die Beschaffung erfolgt im Wesentlichen europaweit - inklusive Großbritannien. Langfristige Abnahmeverpflichtungen bestehen nicht. e. Personal und Sozialbereich Die 3 C - Carbon Group GmbH & Co. KG wurde erst im Dezember gegründet und die Erstkonsolidierung des Konzerns erfolgte erst zum Stichtag zum 31.12.2021. Die Gesellschaft hatte 2021 neben dem Geschäftsführer keine Angestellten. Eine erhebliche Anzahl von Leiharbeitnehmern, die zur Erreichung von Produktionsspitzen und Kapazitätsschwankungen notwendig sind, werden beschäftigt. Die Gruppe bietet derzeit sieben verschiedene Ausbildungsberufe an. Trotz diverser negativer Entwicklungen, wie pandemie-bedingter Lockdowns, Chipmangel und diverser gestörter Lieferketten, konnte die Gruppe auf jegliche Maßnahmen wie Kurzarbeit und Ähnliches auch im Jahr 2021 verzichten. f. Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr Im Geschäftsjahr 2021 lagen keine Ereignisse und Entwicklungen vor, von denen hier zusätzlich zu berichten wäre. g. Finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche finanzielle Steuergröße und damit Leistungsindikator stellt der Jahresüberschuss vor Steuern dar. Als weitere zentrale finanzielle Steuergröße wird die Kennzahl EBIT (Earnings before Interest and Taxes) herangezogen. Das EBIT berechnet sich als operativer Gewinn vor Finanzergebnis und Steuern. Eine weitere zentrale finanzielle Steuerungsgröße stellt die Nettoverschuldung dar. Dabei werden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um vorhandene liquide Mittel bereinigt. 2. Darstellung der Lage des Konzerns a. Ertragslage Eine Kommentierung der Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr 2. Dezember bis 31. Dezember 2021 kann unterbleiben, da die Erstkonsolidierung erst mit Wirkung zum 31.12.2021 erfolgte. b. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt EUR 185 Mio. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt zum Stichtag rund 83,9 %. Das Anlagevermögen des Konzerns besteht zu rund 38 % aus immateriellen Vermögensgegenständen und zu rund 62 % aus Sachanlagen. Immaterielle Vermögensgegenstände betreffen entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und entgeltlich erworbene Konzessionen. Die Sachanlagen betreffen im Wesentlichen selbst genutzte Grundstücke und Gebäude. c. Finanzlage Flüssige Mittel bzw. Guthaben bei Kreditinstituten betragen zum Stichtag EUR 7,1 Mio. Darüber hinaus bestehen ungenutzte Kreditfazilitäten in der Gruppe. Es bestehen zum Stichtag valutierte Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe EUR 47,6 Mio. Die Nettoverschuldung beträgt somit zum Stichtag rund EUR 40,5 Mio. Die externe Finanzierung erfolgt durch mehrere nationale und internationale Kreditinstitute. Die Fristenkongruenz hinsichtlich der Mittelbeschaffung wird durch das Treasury angemessen gesteuert. Das Eigenkapital beträgt EUR 99,7 Mio. Damit liegt die Eigenkapitalquote zum Stichtag bei 53,8 %. d. Gesamtfazit: Die 3C Gruppe ist per 31.12.2021 gut aufgestellt, hat ein breit diversifiziertes Produktportfolio und einen ebenso breiten Branchenansatz, dadurch ist die 3C Gruppe bestens positioniert um bereits initiiertes weiteres Wachstum in den Folgejahren entsprechend umzusetzen und erfolgreich abzubilden. 3. Chancen und Risikobericht Die 3C Gruppe mit den international tätigen Unternehmen ist auf den Märkten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die mit ihren Geschäftstätigkeiten verbunden sind. Damit gehen auch Chancen einher, die die Entwicklung positiv beeinflussen können. Die Risiken werden im Rahmen des Risikomanagements kontinuierlich bewertet und überwacht. Ziel des Risikomanagements ist es daher, Eintrittswahrscheinlichkeiten von Risiken und die damit in Verbindung stehenden Schäden zu minimieren. Im Rahmen des Risikomanagements werden Risiken durch frühe Erkennung und Bewertung identifiziert und deren Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie der finanziellen Auswirkung nach bewertet. Im Anschluss wird durch Risikosteuerung, je nach Einschätzung, durch geeignete Maßnahmen entsprechend präventiv gegengesteuert bzw. die potentielle Auswirkung durch geeignete Gegenmaßnahmen abgemildert. Allgemeine operative Risiken Die 3C Gruppe ist allgemeinen operativen Risiken ausgesetzt. Dies umfasst Risiken von Geschäftserweiterungen sowie Risiken aus gewerblichen Betriebsstörungen und sonstigen Betriebsunterbrechungen wie u.a. Einschränkungen durch staatliche Interventionen. Diese könnten Nachteile im Ergebnis und der Finanzlage der 3C Gruppe nach sich ziehen. Darstellung der Einzelrisiken Beschaffungsmarktrisiken und -chancen Die Teuerungsrate für das Jahr 2022 in Deutschland wird mit 8,4 % prognostiziert [Gemeinschaftsdiagnose 2-2022 des ifo, ifw, iwh und rwi, Tabelle 5.2]". Einzelne Rohstoffe und Energieträger sowie Strom weisen zum Teil erhebliche Steigerungen auf. Für Unternehmen mit energieintensiven Produktionen sind die Kostensteigerungen deutlich spürbar. Die 3C-Gruppe hat jedoch bereits seit längerem in Photovoltaikanlagen investiert. Die Bevorratung von wichtigen Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen ist für eine größere Vorlaufzeit ausgelegt. Kostensteigerungen zogen bereits Preisanpassungen auf dem Absatzmarkt nach sich. Hemmnisse in der Beschaffung sind ein großes Produktionshindernis. Dies ist vereinzelt durch hohe Nachfrage von bestimmten Produkten wie Chips oder beispielsweise durch in China gestörte Transport- und Logistikwege insbesondere zur See verursacht. Das Insolvenzrisiko bei wichtigen Zulieferern kann ebenfalls ein Beschaffungsrisiko darstellen welches wesentlich durch die Prüfung der Erstauswahl inklusive einer Risikoprüfung sowie bei kritischen Themen einer second sourcing Lösung begegnet wird. Die Erhöhung von Fertigungstiefen ist ebenso eine Gegenmaßnahme, die zum Teil umgesetzt wird. Absatzmarktrisiken und -chancen Aus aktueller Sicht muss man unverändert davon ausgehen, dass die Winterzeit weiterhin durch die Pandemie geprägt sein wird. Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie hatten in 2020 bereits durch Werkschließungen und Lieferkettenproblemen zu Verzögerungen geführt. Das Risiko aus diesen Entwicklungen ist insbesondere bei neuen Varianten und in der kalten Jahreszeit weiterhin immanent, wird von der Geschäftsführung für 2022 aber vor dem Hintergrund der bisher gemachten Erfahrungen selbst bei Eintritt aber als nicht dauerhaft bzw. eher kurzfristig angesehen. Als unmittelbare Gegenmaßnahmen sind die Dezentralität im Personaleinsatz, wo möglich mobiles Arbeiten und Maßnahmen zur Erhöhung der Liquidität anzuführen. Aufgrund des hohen Anteils von Serienumfängen und der diesen immanenten mehrmonatigen bis -jährigen Abrufszenarien und Planungen sind unterjährige Abrufschwankungen im Wesentlichen nur aus neuem Geschäft und Verschiebungen von geplanten Abrufen bzw. aus neuen Geschäftsfeldern zu erwarten. Die 3C Gruppe unterliegt branchenüblichen Risiken hinsichtlich eines Forderungsausfalls. Diesem wird durch Überprüfung und falls notwendig Bildung von einzel- und pauschalen- Wertberichtigungen sowie durch eine kontinuierliche Kommunikation mit Kunden begegnet. Die 3C Gruppe hat in den letzten Jahren die Kundenbasis kontinuierlich verbreitert. Damit konnte die Abhängigkeit von einzelnen Kunden und Branchen verringert werden. Die fortschreitende Diversifizierung zwischen den Geschäftsbereichen kann die 3C Gruppe daher besser vor potentiellen Risiken einzelner Branchen schützen. Finanzwirtschaftliche Risiken Währungsrisiken Die 3C Gruppe unterliegt teilweise hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen sowohl Cash-Flow-Risiken als auch Risiken aus Wechselkursänderungen. Die inländischen Gesellschaften fakturieren zu hohen Anteilen in Euro teilweise auch in Fremdwährung. Wesentliche Rohstoffe werden im europäischen Euro-Raum bezogen. Rohstoffe und Waren, die nicht aus dem europäischen Euro-Raum bezogen werden, werden gleichwohl hauptsächlich in Euro fakturiert. Zudem bestehen sogenannte natürliche Hedges, da Fremdwährungseinnahmen und Ausgaben sich im Wesentlichen ausgleichen und bei Tochtergesellschaften in anderen Währungsräumen deren Ausgaben und Einnahmen im Wesentlichen in Fremdwährung erwirtschaften. Die 3C Gruppe unterliegt damit insgesamt keinen wesentlichen operativen Fremdwährungsrisiken. Zinsänderungsrisiken Die 3C Gruppe unterliegt bei kurzfristigen Finanzierungsvolumina mit der Zinskomponente der Entwicklung eines Referenzzinssatzes z.B. EURIBOR (auf 3-Monatsbasis). Daher besteht dafür ein potentielles Zinsänderungsrisiko. Dieses ist aus Sicht des Stichtags als tatsächliches Risiko eines Zinsanstiegs zu verstehen, da sich die Zinskomponente bei anhaltend negativem EURIBOR Referenzwert auf Null beläuft. Die Zusagebasis dieser Finanzierungskomponente beträgt zum Stichtag nominal EUR 15 Mio. Als Folge der stark gestiegenen Inflation, auch als Folge des Ukrainekrieges, haben die großen Zentralbanken der westlichen Industrienationen begonnen, ihre Leitzinsen in großen Schritten innerhalb nur kurzer Zeit anzuheben. Derzeit gehen die Märkte davon aus, dass auch in den kommenden Monaten noch weitere Zinserhöhungen folgen, um die hohe Inflation zu bekämpfen. Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken sind aufgrund der Ertragsentwicklung und der liquiditätsorientierten Investitionsstrategie nicht erkennbar. Die 3C Gruppe weist zum Stichtag neben liquiden Mitteln weitere ungenutzte Kreditlinien und Finanzierungslinien auf. Die Laufzeiten wurden entsprechend einer fristenkongruenten Refinanzierung bereits im Rahmen der Konzeption geplant. Produktions- und Technologierisiken Die Gruppe arbeitet stetig und intensiv daran, die Produktgüte bei gleichzeitig wachsender Produktkomplexität auf einem sehr hohen Niveau zu halten, um die Gefahr von korrigierenden Maßnahmen am Endprodukt zu vermeiden und damit dem Kunden stets das bestmögliche Produkt zu liefern. Die Produktions- und Technologierisiken haben aufgrund präventiver Maßnahmen eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit. Die potentiell adversen Auswirkungen werden zudem über Versicherungen mit angemessenen Selbstbehalten weiter minimiert. Im technischen Kontext werden die Produktionsrisiken sowohl durch ein speziell an den Belangen der Gruppe orientierten CAQ- und Traceability-System als auch durch verfeinerte Steuerungsmechanismen in der Produktionssteuerung minimiert. Durch eine zeitnahe Kontrolle aller relevanten Produktionsschritte sind die Produktionssicherheit und die hohen qualitativen Standards bestmöglich abgesichert. Seit dem Jahr 2005 besteht für Unternehmen der 3C Gruppe bereits eine DIN EN ISO 9001-Zertifizierung, die im vorgegebenen Turnus bestätigt wird. Auch über Zertifizierungen der Medizinnorm (DIN EN ISO 13485) verfügt die 3C Gruppe. Alle relevanten Vorarbeiten für die Zertifizierung nach Luftfahrtnorm (DIN EN/AS 9100) sind mittlerweile getätigt. Im Zuge der Zusammenarbeit mit einer der führenden Luftfahrt-Zertifizierungsgesellschaften ist davon auszugehen, dass der Bereich Luftfahrttechnik demnächst über die zertifizierte Berechtigung verfügen wird sog. "fliegende Bauteile" auch in eigener Regie an die führenden Luftfahrt-OEMs zu liefern. Knowledge und IT-Systemrisiken Zur Sicherung von bestehenden Verfahren, Technologien und Namen bestehen bei den jeweiligen Unternehmen Eintragungen von diversen Gebrauchsmustern, Patenten und Markenrechten für die jeweiligen Länder. Zur Abwicklung von Geschäftsprozessen spielt die Informationstechnologie eine entscheidende Rolle. Informationen aktuell, vollständig und korrekt vorzuhalten und auszutauschen ist von zentraler Bedeutung. Hierfür müssen dem Schutzbedarf der Informationen entsprechend gesicherte IT-Systeme und eine zuverlässige IT-Infrastruktur betrieben werden. Risiken, die im Schadensfall eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse aufgrund von IT-System-Ausfällen zur Folge haben oder den Verlust und die Verfälschung von Daten verursachen könnten, werden deshalb über den gesamten Lebenszyklus der Applikationen und IT-Systeme hinweg identifiziert und bewertet. Bei der kontinuierlichen Optimierung der IT-Landschaft spielen Sicherheitsaspekte daher eine zentrale Rolle. Die 3C Gruppe hat geeignete Maßnahmen definiert, damit Risiken vermieden oder mögliche Schäden begrenzt werden können. Dazu werden relevante Mitarbeiter kontinuierlich geschult und sensibilisiert. Diese Maßnahmen werden laufend an die sich verändernden Umstände angepasst. Durch den kontinuierlichen Hinzugewinn von Kompetenzträgern aus etablierten Unternehmen verschiedener artverwandter Branchen kann der Ausbau der Unternehmensstrukturen auf hohem Niveau weiter forciert werden. In den vergangenen Jahren konnten bereits diverse Spezialisten der CFK-Branche für das Unternehmen gewonnen werden. Die 3C Gruppe geht damit von einer weiteren Stärkung ihrer technologischen und marktseitigen Führungsposition aus. Beschriebene Risiken sind nicht abschließend aufgezählt. Nicht bekannte oder als wenig invasiv eingeschätzte Risiken könnten sich nachteilig auf die 3C Gruppe auswirken. Aus erläuterten Chancen könnten sich auch gegenläufige Risiken materialisieren. Über die erläuterten Chancen hinaus ergeben sich weiterhin vielfältige Optionen zur Stärkung der 3C Gruppe. 4. Prognosebericht Der folgende Ausblick enthält vorausschauende Aussagen zu der aktuellen Einschätzung über künftige Vorgänge. Die enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen und Erwartungen sowie daraus abgeleiteten Planungen über die zukünftige Entwicklung der Märkte und der 3C Gruppe. Sollten Unsicherheitsfaktoren oder Unwägbarkeiten eintreten oder sich die den vorausschauenden Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Dies bringt sowohl Chancen als auch Risiken mit sich. Die seit 2020 anhaltende Pandemie sowie geo-/politischen Spannungen schlugen als Folge erhöhter Unsicherheit auch auf die Konjunktur in Deutschland durch. Die Entwicklung 2022 wird auf das Gesamtjahr leicht positiv prognostiziert und kommt unter den in 2022 beherrschenden Makrofaktoren wie Inflations- / Energiepreisschock sowie der als hieraus folgenden erheblichen, schnellen Zinserhöhungen durch die Notenbanken auf ein BIP-Wachstum in Höhe von ca. 1,5%. Für das Jahr 2023 wird sogar mit einem leicht negativen Wachstum gerechnet [Gemeinschaftsdiagnose 2-2022 des ifo, ifw, iwh und rwi, Tabelle 5.2]. CFK gilt unverändert als Schlüsselmaterial in der Automobilindustrie, insbesondere in den Themenbereichen Reduzierung des CO 2-Ausstoßes, Leichtbau und E-Mobilität. Die Entwicklungen der Branche sind durch Klimaziele, die Diskussion um Dieselemissionswerte und den innovativen Vorreiter aus China und der Elektroautos als "disruptiv" zu bezeichnen. Änderungen in der (Steuer-) Gesetzgebung (wie die Anfang 2021 in Kraft getretene Anpassung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes, das bis 2025 die CO 2-Emissionen verteuert), sowie des perspektivischen Endes des Verbrenners oder der Nachfrage (siehe oben) könnte demnach zusätzliche Dynamik in den Markt bringen. Technologisch wird die Fähigkeit zur Automatisierung von CFK-Fertigungsprozessen für dessen massenhaften Einsatz entscheidend sein. Bei den Einzelgesellschaften starteten 2021 neue Projekte aus unterschiedlichen Bereichen wobei auch wesentliche neue Beauftragungen von Modellbaureihen / Facelifts wichtiger Kunden auch im Bereich Automotive für die Folgejahre erreicht werden konnten. Aufgrund der Planungen der OEMs sind die Stückzahlen bei der 3C Gruppe für die Folgejahre grundsätzlich gut planbar. Die Internationalisierung des Vertriebs und des Kundenservices für Medizintechnikprodukte wird neben einer OEM Kooperation auch verstärkt durch 3C Landesgesellschaften übernommen, weshalb die 3C Gruppe ihre internationale Expansion forciert. Sowohl die weiter stark ansteigenden Produktionsstückzahlen als auch die Gewinnung neuer Projekte und Kunden in anderen Marktsegmenten lassen im Kontext mit bereits länger laufenden, aber im Umsatz steigenden Serien, für 2022 und 2023 eine positive Entwicklung beim Umsatz erwarten, unter der Voraussetzung, dass sich externe Störfaktoren (wie die Auswirkungen der Pandemie) weiter in Grenzen halten. Als Folge der fortgesetzten Optimierung von Prozessen sowie der konsequenten Umsetzung der Investitions- und Zukunftsstrategie steht die 3C Gruppe im Ergebnis vor weiteren sehr erfolgreichen Geschäftsjahren. Die Weiterentwicklung von bestehenden sowie die Entwicklung neuer Projekte wird im Laufe des Geschäftsjahres 2022 maßgebliche Beiträge zur gesamten positiven Geschäftsentwicklung leisten. Die 3C Gruppe geht daher für 2022 von einem Umsatz im dreistelligen Millionenbereich aus. Bei der Ertragssituation wird mit einem Ergebnis vor Steuern im zweistelligen Millionenbereich geplant. Dazu wurden und werden fortlaufend neue Mitarbeiter gesucht und eingestellt. Die Gesellschaften setzen dazu unter anderem auch auf Leiharbeitskräfte und auf "Shared Service-Lösungen" um weiterhin den richtigen Weg für aktuelles und künftiges Wachstum abzubilden und dabei dennoch effizient und flexibel zu bleiben. Für das Folgejahr 2023 plant die Gesellschaft bei einem Umsatzwachstum von ca. 20 % mit einer vergleichbaren Ertragslage und einem Ergebnis vor Steuern im zweistelligen Millionenbereich. Die Gesellschaft plant Wachstum - neben einer stabilen Entwicklung im high-end Automotive Segment - insbesondere in den Bereichen Medizintechnik, Motorcycles und Aviation & Defense - zu erzielen. Einbußen durch etwaige konjunkturelle Schwankungen sind aufgrund des unvermindert anhaltenden "Leichtbautrends" in allen führenden Industriezweigen nicht bzw. nur sehr bedingt zu erwarten. In der Konsequenz ist mit hinlänglicher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die 3C Gruppe - als anerkannt führende Unternehmensgruppe dieser Branche ("the benchmark company") - auch höchsten Erwartungen gerecht zu werden und dementsprechend weitere nachhaltige Unternehmenserfolge erreichen kann. 5. Sonstige Angaben a. Forschung und Entwicklung Den Bereichen Forschung und Entwicklung wird für alle Produkte und Branchen angefangen bei Materialwirtschaft bis zum fertigen Produkt besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Durch spezialisierte Entwicklungsingenieure werden Projekte zur Neu- bzw. Weiterentwicklung betrieben, um die Technologien für die CFK-Anwendungen und die Medizintechnik zu verbessern. Dies umfasst neben Materialcharakterisierung, Prozessüberwachung, System- und Softwareschnittstellen, Automatisierung und Digitalisierung der Prozessketten in der Fertigung. Weitere Entwicklungsaktivitäten befassen sich zudem mit medizinischem CFK-Einsatz sowie weiteren medizinischen Anwendungen. Im Vordergrund stehen hierbei die Optimierung von Produktionsverfahren, die Entwicklung neuartiger Einsatzmöglichkeiten durch eigene Produkte sowie kundenspezifische Auftragsentwicklungen. Regelmäßig werden die neuen Entwicklungsprojekte als Folgeprojekte vergeben. b. Zweigniederlassungen Wesentliche Zweigniederlassungen außerhalb der Unternehmenssitze der überwiegend deutschen Konzerngesellschaften bestehen nicht. Die 3C-Gruppe betreibt daneben mehrere Vertriebsstandorte im In- und Ausland. Die Schweizer Tochtergesellschaft hat zudem einen Produktionsstandort am Firmensitz.
Landsberg am Lech, 31. Oktober 2022 3C-Carbon Group GmbH & Co. KG vertreten durch die Geschäftsführung der 3C-Carbon Holding Verwaltungs GmbH Karsten Jerschke, Geschäftsführer KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 20213C-CARBON GROUP GMBH & CO. KG, LANDSBERG AM LECHAKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR VOM 2. DEZEMBER BIS ZUM 31. DEZEMBER 2021
KONZERNANHANG FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR VOM 2. DEZEMBER BIS ZUM 31. DEZEMBER 20213C-CARBON GROUP GMBH & CO. KG, LANDSBERG AM LECHAllgemeine Hinweise Die 3C-Carbon Group GmbH & Co. KG wurde am 2. Dezember 2021 gegründet, hat ihren Sitz in Landsberg am Lech und ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter HR A 20847 eingetragen. Der Konzernabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr wurde nach den maßgeblichen Vorschriften des deutschen Handelsrechts gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Sofern nicht ausdrücklich anders vermerkt, erfolgen alle Angaben in TEUR. Auf Grund des Rumpfgeschäftsjahres und der Erstkonsolidierung zum 31. Dezember 2021 sind einigen Angaben nur eingeschränkt aussagefähig. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die Einzelabschlüsse der 3C-Carbon Group GmbH & Co. KG und ihrer unmittelbaren und mittelbaren inländischen und ausländischen Tochterunternehmen. Neben der 3C-Carbon Group GmbH & Co. KG werden die folgenden Gesellschaften in den Konzernabschluss nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung gemäß §§ 300 ff. HGB einbezogen:
Die Erstkonsolidierung erfolgte zum Stichtag 31.12.2021. Keines der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen hat ein abweichendes Wirtschaftsjahr. Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 und Abs. 2 HGB nach der Neubewertungsmethode. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß § 303 Abs. 1 HGB zwischen einbezogenen Unternehmen eliminiert. Die daraus resultierende Differenz wurde zum 31. Dezember 2021 erfolgsneutral in der Kapitalrücklage erfasst. Zwischenergebniseliminierungen wurden vorgenommen und erfolgsneutral mit der Kapitalrücklage verrechnet. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie auf steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Dabei umfasst der Begriff zeitliche Unterschiede auch erfolgsneutral aus der Kapitalkonsolidierung entstandene Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanzwerten aus der Aufdeckung von stillen Reserven und stillen Lasten. Die Bemessung der latenten Steuern auf zeitliche Differenzen erfolgte jeweils mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz; für die berücksichtigten latenten Steuern liegen diese zwischen ca. 14 % und ca. 31 %. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die einbezogenen Konzernunternehmen bestehen einheitliche Ausweis-, Bewertungs- und Gliederungsrichtlinien für die Bilanzierung. Sofern lokales Bilanzrecht wesentlich davon abweicht, werden bei den einbezogenen Jahresabschlüssen entsprechende Umgliederungen oder Umbewertungen für Konzernzwecke vorgenommen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der 3C - Carbon Group GmbH & Co. KG, Landsberg am Lech, werden auch für den Konzernabschluss angewandt. Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Grundlagen der Währungsumrechnung Zur Umrechnung von in fremder Währung bewerteter kurzfristiger, Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, Wertpapiere, Flüssige Mittel, Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie Haftungsverhältnisse wird grundsätzlich der Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag verwendet. Die Umrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen Fremdwährungsbilanzen erfolgt mit der modifizierten Stichtagskursmethode gemäß § 308a HGB. Dabei erfolgt für die Bilanzposten eine Bewertung mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Das Eigenkapital der ausländischen Tochtergesellschaften in Fremdwährung wird mit den jeweiligen historischen Kursen umgerechnet. Aufgrund des Erstkonsolidierungsstichtags zum 31.12.2021 hat dies jedoch keine Auswirkung. Die Werte im Brutto-Anlagespiegel für die Zugänge und die Endbestände werden mit den Mittelkursen des Bilanzstichtages umgerechnet. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in dem als Anlage zum Anhang enthaltenen Konzern-Anlagenspiegel nach der Bruttomethode dargestellt. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (Rest-/Nutzungsdauer zwischen 2 und 10 Jahren; lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Für die planmäßige Abschreibung liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden über die (Rest-)Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu EUR 800 werden im Sammelposten / Pool pauschalierend jeweils mit 20 % p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Eine Abschreibung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt nach dem Erstkonsolidierungszeitpunkt (d.h. ab dem 01.01.2022) linear. Die Abschreibungen auf Zugänge werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h., es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen. In Teilen werden die Herstellungskosten näherungsweise retrograd ermittelt, indem vom jeweiligen Auftragswert bzw. Verkaufspreis ein geschäftsbereichsspezifischer Abschlag angewendet wird. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Kommanditkapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive latente Steuern werden für zukünftige Steuerbelastungen gebildet. Zum 31. Dezember 2021 werden passive latente Steuern ausgewiesen. Aktive und passive latente Steuern werden, soweit möglich, unter Ausübung des Wahlrechtes gemäß § 274 HGB i.V.m. § 306 HGB verrechnet. Latente Steuerschulden und Steueransprüche werden auf Basis der erwarteten Steuersätze und der Steuergesetze ermittelt, die im Zeitpunkt der Erfüllung der Schuld oder der Realisierung der Vermögensgegenstände bzw. Nutzung des Verlustvortrags voraussichtlich Geltung haben werden. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen. B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Soweit erforderlich wurden im Anlagevermögen erfasste Vermögensgegenstände auf den niedrigeren beilzulegenden Wert abgeschrieben. Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist nachfolgend dargestellt:
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Mit Ausnahme der nachstehend aufgeführten Forderungen haben sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Volumen von TEUR 96 mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr ausgewiesen. 3. Guthaben bei Kreditinstituten Von den liquiden Mitteln sind TEUR 100 im Rahmen einer Höchstbetrags-Bankbürgschaft, die zu Gunsten einer Tochtergesellschaft als Schuldnerin ausgestellt ist, als Barkaution hinterlegt. 4. Konzerneigenkapital Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Geschäftsjahr ist im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt. Die Kapitalrücklage ist in Höhe von TEUR 4.519 durch Einlage des Gesellschafters und in Höhe von TEUR 90.339 durch die Verrechnung des Unterschiedsbetrags der Beteiligungsansätze für die konsolidierten Gesellschaften mit ihrem neubewerteten Eigenkapital sowie durch Aufrechnungsdifferenzen im Rahmen der Schuldenkonsolidierung entstanden. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungsansprüche / Kulanzfälle, Personalkosten sowie für ausstehende Rechnungen gebildet. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch im Geschäftsverkehr übliche Besicherungen sowie Grundschulden im branchenüblichen Rahmen abgesichert. 7. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern resultieren aus den temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz in den Posten immaterielle Vermögensgegenstände sowie Grundstücke und Bauten. Die zum Bilanzstichtag ausschließlich im Rahmen der Konsolidierung entstandene latente Steuerbelastung wurde mit dem inländischen Steuersatz für Kapitalgesellschaften in Höhe von 30,8 % sowie bei Personengesellschaften in Höhe von 15 % berücksichtigt. Bei ausländischen Konzerngesellschaften wird der landesspezifische Steuersatz verwendet. Dieser beträgt für die Schweiz kantonspezifisch 14 %. C. SONSTIGE ANGABEN 1. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB für fremde Verbindlichkeiten bestehen keine. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen zum Geschäftsjahresende aus Miet- und Leasingverträgen undiskontierte sonstige finanzielle Verpflichtungen i.H.v. TEUR 4.016. Bestehende Leasingverträge enden zwischen einem und rund sechs Jahren. 3. Pensionszusagen Die Tochtergesellschaft 3 C - Carbon Composite Company GmbH hat ihrem Geschäftsführer eine mittelbare Pensionszusage erteilt. Diese wird gem. Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB nicht passiviert. Die verpflichtete Unterstützungskasse hat zur Absicherung ihrer künftigen Verpflichtungen eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen. Eine Deckungslücke besteht zum Bilanzstichtag nicht. 4. Nicht marktübliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es bestehen keine Geschäfte zu marktunüblichen Konditionen mit nahestehenden Unternehmen oder Personen. 5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr (§ 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB) Das Honorar des Abschlussprüfers für Prüfungsleistungen beträgt TEUR 110. Diese Angabe bezieht sich auf die in den Jahresabschlüssen der Konzerngesellschaften berücksichtigten Honorare im Kalenderjahr 2021. Aufgrund des Erstkonsolidierungsstichtages 31.12.2021 bzw. des Rumpfgeschäftsjahres der Muttergesellschaft sind die Honorare nicht vollständig in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. 6. Geschäftsführung Geschäftsführer ist Herr Karsten Jerschke als Vertreter der Geschäftsführung der 3C-Carbon Holding Verwaltungs GmbH, München. Der Geschäftsführer ist für Rechtsgeschäfte mit der Gesellschaft von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. 7. Arbeitnehmer Zum Ende des Geschäftsjahres 2021, welches dem Erstkonsolidierungsstichtag entspricht, waren unter Berücksichtigung von Auszubildenden und Geschäftsführern 335 fest angestellte Mitarbeiter tätig. Davon waren 13 Auszubildende. Die Gruppe hat einen Geschäftsführer. Darüber hinaus waren 340 Zeitarbeitskräfte in der Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr aktiv. 8. Befreiung nach § 264 Abs. 3 und § 264b HGB Die Tochterunternehmen
sowie das Mutterunternehmen selbst nehmen die Befreiungsvorschrift bezüglich der Offenlegung gemäß § 325 HGB ihrer Jahresabschlüsse und ggf. Lageberichte gemäß § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB in Anspruch. 9. Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres / Nachtragsbericht Am 24. Februar 2022 sind russische Streitkräfte in die Ukraine einmarschiert. Als Reaktion auf die Kriegshandlungen haben westliche Staaten politische, wirtschaftliche und finanzielle Sanktionen gegen Russland verhängt. Der Konflikt hat praktisch weltweit zu stark steigenden Inflationsraten, insbesondere aufgrund stark gestiegener Energiepreise geführt und belastet somit auch die Weltwirtschaft. Dadurch können sich direkt oder indirekt negative Auswirkungen auf die künftige wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns ergeben. D. KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist nach DRS 21 (Deutsche Rechnungslegungsstandards) gegliedert. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist ein Indikator dafür, in welchem Maße es durch die operative Unternehmenstätigkeit gelungen ist, Zahlungsmittelüberschüsse zu erwirtschaften. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit gibt das Ausmaß an, in dem Aufwendungen für Ressourcen getätigt wurden, die künftige Erträge und Cashflows erwirtschaften sollen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet die für die Finanzierung des Konzerns geleisteten Zinszahlungen. Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung angegebene Finanzmittelfonds am Ende der Periode bestand ausschließlich aus kurzfristig verfügbaren Bankguthaben und Kassenbeständen. Es wird auf die Ausführungen im Konzernlagebericht, unter Abschnitt zur Finanzlage, verwiesen. Aufgrund der Erstkonsolidierung zum Bilanzstichtag sowie des nur kurzen Rumpfgeschäftsjahres ist die Aussagekraft der Kapitalflussrechnung sehr beschränkt.
Landsberg am Lech, 31. Oktober 2022 3C-Carbon Group GmbH & Co. KG vertreten durch die Geschäftsführung der 3C-Carbon Holding Verwaltungs GmbH Karsten Jerschke, Geschäftsführer Der Konzernabschluss wurde am 25. November 2022 gebilligt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die 3C-Carbon Group GmbH & Co. KG, Landsberg am Lech Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der 3C-Carbon Group GmbH & Co. KG, Landsberg am Lech, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 2. Dezember 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der 3C-Carbon Group GmbH & Co. KG, Landsberg am Lech, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 2. Dezember 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 22. November 2022 GKK
PARTNERS Audit GmbH
Stephan Raitl, Wirtschaftsprüfer Andreas Bauer, Wirtschaftsprüfer Konzernkapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 02. bis 31. Dezember 20213C-Carbon Group GmbH & Co. KG, Landsberg am Lech
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 20213C-Carbon Group GmbH & Co. KG, Landsberg am Lech
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