Stammdaten

Register
Amtsgericht Arnsberg HRB 1572
Eingetragen
10.7.1996
Branche
Herstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus StahlGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugHerstellung von Präzisionsstahlrohren
Gegenstand
Die Herstellung, Weiterverarbeitung von sowie der Handel mit Stahl- und Metallprodukten sowie Rohren, insbesondere Stahlrohren und ähnlichen Erzeugnissen.

Historie

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Management

NameRolle
Horst Leitner
seit 4.8.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Blitz 10-659 GmbH, künftig: Leitner Holding GmbH
90.10%
9.90%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Blitz 10-659 GmbH, künftig: Leitner Holding GmbH
Germany
3.153.500 €
90.10%
Vantargis Leasing GmbH
Germany
346.500 €
9.90%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Carl Froh GmbH

Sundern

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Carl Froh GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Bielefeld, den 21. März 2011

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carsten Schürmann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Maik Schure, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2010

Aktiva

31.12.2010
Euro
31.12.2009
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 491.165,80 69.269,80
II. Sachanlagen
1 . Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.185.435,28 2.830.030,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 506.644,99 703.325,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 870.370,00 999.981,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 14.293,15
3.562.450,27 4.547.629,20
4.053.616,07 4.616.899,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.425.562,24 2.026.725,44
2. Unfertige Erzeugnisse 1.141.794,90 508.961,88
3. Fertige Erzeugnisse 1.505.408,63 1.821.807,96
5.072.765,77 4.357.495,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 529.797,37 684.231,11
2. Sonstige Vermögensgegenstände 4.273.293,48 4.111.619,31
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 3.449.620,07 (Vj. € 3.506.237,18)
4.803.090,85 4.795.850,42
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 322.402,79 425.448,79
10.198.259,41 9.578.794,49
C. Rechnungsabgrenzungsposten 316,63 95.081,98
D. Aktive latente Steuern 1.310.167,70 0,00
E. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 5.783.399,36
15.562.359,81 20.074.174,83

Passiva

31.12.2010
Euro
31.12.2009
Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.500.000,00 3.500.000,00
II. Kapitalrücklage 16.801.034,43 9.077.314,08
III. Gewinnrücklage 1.526.430,11 0,00
IV. Verlustvortrag -18.360.713,44 -1.800.871,87
V. Jahresfehlbetrag -2.913.960,86 -16.559.841,57
552.790,24 -5.783.399,36
VI. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 5.783.399,36
552.790,24 0,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.259.158,71 9.495.486,69
2. Sonstige Rückstellungen 1.887.351,68 1.302.096,00
11.146.510,39 10.797.582,69
C. Verbindlichkeiten
1 . Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.008.067,07 1.946.872,59
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 3.943.421,71
davon gegenüber Gesellschaftern € 0,00 (Vj. € 3.943.421,71)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 853.827,59 3.380.308,09
davon aus Steuern € 166.451,71 (Vj. € 112.212,76)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 17.568,13 (Vj. € 78.119,83)
3.861.894,66 9.270.602,39
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.164,52 5.989,75
15.562.359,81 20.074.174,83

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010

2010
2009
1. Umsatzerlöse 37.234.602,06 33.802.114,65
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 316.433,69 -2.635.598,45
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 1.830,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.742.409,20 2.059.494,84
39.293.444,95 33.227.841,04
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 21.704.737,39 17.987.790,94
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.469.947,43 4.439.267,73
26.174.684,82 22.427.058,67
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.412.231,11 7.461.997,45
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.388.552,78 2.212.918,92
8.800.783,89 9.674.916,37
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.023.253,42 1.430.457,60
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.679.270,75 4.419.182,73
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 166.165,88 7.983,77
(davon an verbundenen Unternehmen € 142.777,76; Vorjahr € 0,00)
(davon aus der Abzinsung von Rückstellungen € 20.316,32; Vorjahr € 0,00)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.149.114,52 476.610,62
(davon an verbundene Unternehmen € 98.498,30; Vorjahr € 63.557,94 )
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen (€ 774.681,22; Vorjahr € 0,00)
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -2.367.496,57 -5.192.401,18
12. Außerordentliche Aufwendungen 202.084,27 11.299.652,01
13. Außerordentliches Ergebnis -202.084,27 -11.299.652,01
14. Steuern vom Einkommen und Ertrag 216.262,41 0,00
(davon aus der Veränderung latenter Steuern € 216.262,41; Vorjahr € 0,00)
15. Sonstige Steuern 128.117,61 67.788,38
16. Jahresfehlbetrag -2.913.960,86 -16.559.841,57

Anhang für Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010

A. Vorbemerkung

Am 2. Juni 2008 übernahm die ARQUES Industries AG, München, mittelbar über die ARQUES Wert Potenzial GmbH, München, die Carl Froh GmbH vom finnischen Stahlkonzern Rautaruukki Oyj.

Die ARQUES Industries AG hat Ihre Beteiligung Carl Froh GmbH mit Vertrag vom 10. Dezember 2010 an das Management der Carl Froh GmbH verkauft. Die Übertragung der Gesellschaftsanteile erfolgte zum 1. Januar 2011.

B. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Carl Froh GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht der Gliederung gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das am 29. Mai 2009 in Kraft getretene Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts, das so-gen. Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (im nachfolgenden "BilMoG"), ist in Bezug auf Ansatz- und Bewertungsvorschriften erstmals auf den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 der Gesellschaft angewendet worden (Art. 66 Abs. 3 Satz 1 EGHGB). Die Einführung des BilMoG kann in der sogenannten BilMoG-Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2010 zu Bewertungs- und Ausweisänderungen von Bilanzposten des Vorjahres führen. Eine Anpassung der Vorjahreszahlen im Rahmen der erstmaligen Anwendung ist nach Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB unterblieben.

Durch die BilMoG-Erstanwendung wurde die Gliederung der Bilanz um den Posten "Aktive latente Steuern" erweitert.

Entsprechend der neuen HGB-Regelungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erstmalig die folgenden Angaben als sogen. davon-Vermerke ausgewiesen:

Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen unter dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge"

Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen"

Aufwendungen aus der Veränderung latenter Steuern unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag".

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen aktiviert. Die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände wird in Anlehnung an die AfA-Tabellen der Finanzverwaltung festgelegt. Die Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der Nutzungsdauer. Im Zugangsjahr werden die Abschreibungen pro rata temporis ermittelt. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis einschließlich EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von EUR 150,01 bis 1.000,00 werden zu einem Sammelposten zusammengefasst, der linear über 5 Jahre abgeschrieben wird.

Die Vorräte werden grundsätzlich zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten im Material- und Fertigungsbereich auch die anteiligen Abschreibungen auf Fertigungsanlagen sowie den Ansatz der Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Soweit die Verkaufserlöse nach Abzug noch anfallender Kosten niedriger liegen, werden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Den Risiken im Forderungsbestand wird durch Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Rechnungszinsfuß von 5,15 % ermittelt (zum 1. Januar 2010: 5,25 %). Rechnungsgrundlage sind die Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck. Bei ihrer Berechnung wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % (zum 1. Januar 2010: 3,0 %) und Rentensteigerungen von jährlich 1,75 % (zum 1. Januar 2010: 2,0 %) zugrunde gelegt.

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung (3,0 Mio. Euro) linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2010 wurden 0,2 Mio. Euro als außerordentlicher Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen auf 2,8 Mio. Euro.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Rückzahlungsbeträgen bilanziert.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.

Der Ergebniseffekt aus dem erstmaligen Ansatz von latenten Steuern zum 1. Januar 2010 wird gemäß den Umstellungsvorschriften (Art. 67 Abs. 6 Satz 1 EGHGB) in den Gewinnrücklagen erfasst. Der Aufwand aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern seit dem 1. Januar 2010 wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. davon-Vermerk ausgewiesen.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 30,455 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 14,630 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbesteuerhebesatz von 418 %.

D. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen die Rückkaufswerte der Rückdeckungsversicherungen gegenüber der Leipziger Lebensversicherung a.G., Condor Lebensversicherungs AG und Württembergische Lebensversicherung AG (vormals Karlsruher Lebensversicherungs AG) in Höhe von 3,5 Mio. Euro (Vorjahr: 3,5 Mio. Euro). Diese Posten haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern von T€ 1.310. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch, so dass ein Ausweis des Aktivüberhangs in der Bilanz unter dem Posten "Aktive latente Steuern" erfolgt. Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu aktiven latenten Steuern führen, resultieren aus abweichenden Wertansätzen Grundstücken und Gebäuden sowie den Pensionsrückstellungen.

Gezeichnetes Kapital

Zum 31. Dezember 2010 beläuft sich das gezeichnete Kapital unverändert auf 3,5 Mio. Euro.

Der Umstellungseffekt aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG, welcher in die Gewinnrücklagen eingestellt wurde, bezieht sich auf die erfolgsneutrale Erfassung aktiver latenter Steuern aus der Erstanwendung des § 274 HGB (Art. 67 Abs. 6 EGHGB).

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen beinhalten Einzel- und Gruppenzusagen. Bestehende Rückdeckungsversicherungen sind nicht als Deckungsvermögen zu qualifizieren (Ausweis unter den sonstigen Vermögensgegenständen). Die Rückstellungen für ähnliche Verpflichtungen betreffen das Haftungsrisiko der Carl Froh GmbH als Trägergesellschaft der Unterstützungskassen der Schmacke Rohr GmbH und der Carl Froh GmbH. Die Übernahme dieser Rückstellung erfolgte im Rahmen der Geschäftsbetriebsübernahme der Schmacke Rohr GmbH durch die Carl Froh GmbH zum 1. November 1994.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten u.a. Rückstellungen für den Personalbereich, Garantieleistungen und ausstehende Lieferantenrechnungen.

Verbindlichkeiten

Gesamtbetrag
31.12.2010
Mio. Euro
Davon mit einer Restlaufzeit Gesicherte Beträge
Mio. Euro
bis 1 Jahr
Mio. Euro
1 bis 5 Jahre
Mio. Euro
über 5 Jahre
Mio. Euro
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3,0 3,0 0,0 0,0 0,0
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 0,9 0,9 0,0 0,0 0,0
3,9 3,9 0,0 0,0 0,0

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthielten im Vorjahr Darlehensverbindlichkeiten. Im Berichtsjahr wurde der daraus resultierende Rückzahlungsanspruch in die Kapitalrücklage eingestellt.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bis 1 Jahr
Mio. Euro
> 1 Jahr
Mio. Euro
Gesamt
Mio. Euro
Miet- und Leasingverträge 1,3 6,0 7,3

Zur Sicherung einiger Leasingverträge (Sale-and-Lease-Back) wurden in 2008 die Ansprüche aus einem Vertrag zur Rückdeckung von Versorgungsverpflichtungen des Sicherungsgebers gegenüber seinen Betriebsangehörigen abgetreten. In 2009 sind Ansprüche aus zwei weiteren Verträgen über Gruppenversicherungen, die ebenfalls zur Rückdeckung von Versorgungsverpflichtungen des Sicherungsgebers gegenüber seinen Betriebsangehörigen dienen, zur Absicherung eines Sondertarifvertrages abgetreten worden. Diese Sicherung läuft im Laufe 2011 schrittweise aus.

Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus mehreren Erbbaurechtsverträgen.

Im Juni 2009 hat die Carl Froh GmbH Grundpfandrechte für eine Finanzierung der ARQUES in Höhe von 10 Mio. Euro zugunsten eines Finanzinstituts bestellt. Diese sind im Berichtsjahr gelöscht worden.

Ausschüttungsgesperrte Beträge i. S. d. § 268 Abs. 8 HGB

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge beläuft sich auf 1,3 Mio. Euro und ergibt sich im Zusammenhang mit der Aktivierung von latenten Steuern.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen

2010
Mio. Euro
2009
Mio. Euro
Automotive 18,3 16,4
Industrie 15,0 14,3
Bauten und Verkehr 2,9 2,8
Erlöse Werkzeugverkauf und sonstige Erlöse 0,6 0,3
Schrotterlöse 0,6 0,2
Bruttoerlöse 37,4 34,0
./. Erlösschmälerungen -0,2 -0,2
37,2 33,8

Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten

2010
Mio. Euro
2009
Mio. Euro
Deutschland 23,7 20,4
Europa 12,5 12,8
Sonstiges Ausland 1,3 0,8
37,4 34
./. Erlösschmälerungen -0,2 -0,2
37,2 33,8

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge von 1,7 Mio. Euro enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 0,6 Mio. Euro (davon 0,4 Mio. Euro Pensionsrückstellungen). Des Weiteren sind Erträge aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 0,3 Mio. Euro sowie aus Anlageverkäufen in einem Volumen von 0,2 Mio. Euro enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten 0,9 Mio. Euro periodenfremde Erträge.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 4,7 Mio. Euro sind im Wesentlichen Vertriebsaufwendungen in Höhe von 0,9 Mio. Euro, Leasingaufwendungen von 1,1 Mio. Euro, Reparaturen und Wartungen in Höhe von 0,6 Mio. Euro, Beratungskosten von 0,6 Mio. Euro, Aufwendungen durch Anlageabgänge (Restbuchwert) von 0,3 Mio. Euro, sowie Factoringgebühren von 0,2 Mio. Euro enthalten.

Außerordentliche Erträge und Aufwendungen

Umstellungseffekte aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG, welche im außerordentlichen Ergebnis gezeigt werden, ergeben sich im Wesentlichen aus der Anpassung der Pensionsrückstellungen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag (0,2 Mio. Euro) ergeben sich aus der Veränderung der aktiven latenten Steuern. Ein Teilbetrag von € 0,06 Mio. Euro entfällt auf das außerordentliche Ergebnis.

F. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Zeitraum Januar bis Dezember 2010 wurden durchschnittlich 171 Mitarbeiter beschäftigt, davon 53 Angestellte und 118 Gewerbliche.

Geschäftsführer

Geschäftsführer ist Herr Horst Leitner, Reisbach. Auf die Angabe des Geschäftsführergehaltes wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernabschluss

Oberstes Unternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Gigaset AG (vormals ARQUES Industries AG) in München. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

Sundern-Hachen, den 18. März 2011

Horst Leitner

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010

GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN

Unternehmenssituation

Mit Vertrag vom 30. April 2008 verkaufte die Ruukki Holding GmbH, Duisburg, ("Ruukki") die Anteile an der Carl Froh GmbH an den in München ansässigen Investor ARQUES Industries AG ("ARQUES"). Die Übernahme erfolgte, mittelbar über die ARQUES Wert Potenzial GmbH, Starnberg, am 02. Juni 2008. Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2008 wurde die Muttergesellschaft der Carl Froh GmbH, die ARQUES Wert Potenzial GmbH, mit schuldrechtlicher Wirkung zum 1. Januar 2009 auf die Carl Froh GmbH verschmolzen. Daraus ergab sich ein Verschmelzungsverlust in Höhe von 11,4 Mio. Euro.

Die ARQUES Industries AG hat Ihre Beteiligung Carl Froh GmbH mit Vertrag vom 10. Dezember 2010 an das Management der Carl Froh GmbH verkauft. Die Übertragung der Gesellschaftsanteile erfolgt zum 01. Januar 2011. Im Rahmen der Veräußerung hat ARQUES Darlehensforderungen, die größtenteils aus der Verschmelzung mit der ARQUES Wert Potenzial GmbH im Jahr 2009 stammen, wieder in das Eigenkapital der Carl Froh GmbH eingelegt und damit den Ausgleich des Eigenkapitals zum 31. Dezember 2010 hergestellt.

Geschäftstätigkeit der Gesellschaft

Unternehmensschwerpunkt der Gesellschaft ist die Herstellung von hochwertig geschweißten Präzisionsstahlrohren und Komponenten für die Automobilindustrie und andere Industriesegmente. Anwendung im Automotive-Bereich finden die Rohre unter anderem als Komponenten für Kopfairbagsysteme, für konstruktive Elemente im Automobilbau, für Abgassysteme und Stabilisatoren für Hinterachsen. Anwendungsmöglichkeiten in den Industriesegmenten sind beispielsweise Rohre für die Kühl- und Heiztechnik, Rohrleitungssysteme und Rohre für die Möbel- und Freizeitindustrie.

Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche

Nach der Rezession ausgehend von der internationalen Finanzkrise hat sich die Weltwirtschaft 2010 schneller erholt als erwartet. In Deutschland nahmen die Exportleistung und Binnenkonjunktur im Vergleich zu dem vorangegangenen Krisenjahr an Fahrt auf. Die deutsche Volkswirtschaft wuchs 2010 mit 3,6% nachdem das Bruttoinlandsprodukt 2009 noch um 4,7% eingebrochen war. Auch das Investitionsklima verbesserte sich nach dem starken Rückgang 2009. Trotz der anziehenden Konjunktur in zahlreichen Branchen wurde das Produktionsniveau vor der Wirtschafts- und Finanzkrise allerdings noch nicht wieder erreicht.

Die im Vorjahr begonnene Belebung der internationalen Stahlmärkte setzte sich fort, wovon die Beschaffungsmärkte nicht unbeeinflusst blieben. Die Rohstoffnotierungen zogen insgesamt wieder an. Auf dem Weltmarkt für Eisenerz vollzog sich zudem innerhalb weniger Monate ein Paradigmenwechsel: Die drei größten Eisenerzproduzenten VALE, BHP Billiton und Rio Tinto beendeten das mehrere Jahrzehnte geltende System jährlicher Verträge. Seit April 2010 erfolgt die Bepreisung von Eisenerz weitestgehend auf Quartalsbasis. Eine nennenswerte Ausnahme bildet lediglich ein europäischer Pelletproduzent, der mit einigen Großkunden Jahrespreisvereinbarungen getroffen hat. Die Ordertätigkeit 2010 auf den weltweiten Stahlrohrmärkten hat im Vergleich zu 2009 zugenommen, lag aber noch deutlich unter der Boomperiode vor der Krise. Positiv sind allerdings die Wachstumsperspektiven der für die deutsche Rohrindustrie wichtigsten Abnehmerbranchen.

Umsatzentwicklung

Der Gesamtumsatz 2010 belief sich auf 37,2 Mio. Euro. Damit konnten die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr (33,8 Mio. Euro) um 3,4 Mio. Euro bzw. 10 % gesteigert werden.

Carl Froh hatte in 2009 mit 25 Mio. Euro den größten Einzelauftrag seiner Firmengeschichte mit einem namhaften Automobilzulieferer abgeschlossen, der eine Laufzeit über mehrere Jahre vorsieht. Der SOP (start of production) war im 4. Quartal 2010.

Personalentwicklung

Im Geschäftsjahr 2010 waren bei Carl Froh durchschnittlich 171 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 172).

Investitionen

Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 1,7 Mio. Euro investiert. Die Erweiterungsinvestitionen entfallen hauptsächlich auf die Anschaffung eines neuen Sägeautomaten Rattundesäge (0,7 Mio. Euro), in ein neues ERP-System inklusive BDE/MDE-Terminals (0,5 Mio. Euro) sowie einen Prägeautomaten (0,1 Mio. Euro).

DARSTELLUNG DER LAGE UNSERER GESELLSCHAFT

Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2010 war noch bis ins 3. Quartal von der Krise geprägt. Die Folgen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise waren noch zu spüren. Allerdings konnten die Umsatzerlöse durch ein starkes 4. Quartal wie dargelegt um 10 % auf 37,2 Mio. Euro gesteigert werden. Die Umsatzsteigerung ging einher mit einer Verbesserung des operativen Ergebnisses um 2,8 Mio. Euro von -5,2 Mio. Euro auf -2,4 Mio. Euro, wobei ein Großteil aus Einmalkosten für den Abschluss der Sanierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen begründet ist.

Vermögens- und Finanzlage

Im Rahmen der Verschmelzung der ARQUES Wert Potenzial GmbH auf die Carl Froh GmbH waren Verbindlichkeiten aus Verkäuferdarlehen der Altgesellschafterin Ruukki GmbH, Duisburg, von 5,5 Mio. Euro durch die Carl Froh GmbH übernommen worden. Im Laufe des Geschäftsjahres 2009 waren 2,8 Mio. Euro davon auf die Konzern-Muttergesellschaft ARQUES übertragen und 1,1 Mio. Euro bei dieser zusätzlich aufgenommen worden. Die Finanzverbindlichkeiten beliefen sich damit per 31. Dezember 2009 auf 6,6 Mio. Euro. In 2010 waren weitere 1,0 Mio. Euro bei der ARQUES zur kompletten Umsetzung aller Sanierungsmaßnahmen aufgenommen worden.

Die Gesamtsumme der Darlehen von 7,6 Mio. ist im Dezember 2010 im Rahmen des Management Buy-Outs seitens ARQUES in die Kapitalrücklage eingelegt worden. Die Gesellschaft weist per 31. Dezember 2010 keine Finanzverbindlichkeiten aus.

Die Finanzierung des operativen Geschäfts erfolgt durch eine Factoring-Fazilität, die je nach Höhe der zum Verkauf zur Verfügung stehenden Forderungen mit bis zu 5,0 Mio. Euro in Anspruch genommen werden kann.

Die Eigenkapitalquote hat sich von -28,8 % (31.12.2009 vor Berücksichtigung des nicht durch Eigenkapitals gedeckten Fehlbetrags) auf 3,6 % verbessert. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2010 betrug 0,6 Mio. Euro (Vorjahr -5,8 Mio. Euro).

Im Juni 2009 hatte die Carl Froh GmbH Grundpfandrechte für eine Finanzierung der ARQUES in Höhe von 10 Mio. Euro zugunsten eines Finanzinstituts bestellt. Im Dezember 2010 ist wie geplant eine Grundpfandrechtsfreigabe erfolgt, so dass alle Grundstücke und Gebäude unbelastet als Vermögen zur Verfügung stehen.

Forschung und Entwicklung

Die Carl Froh GmbH wird in den nächsten Jahren ihr Leistungsspektrum verstärkt auf Premiumprodukte ausrichten. Um diese Anforderungen zu erfüllen wurde durch Fertigungsoptimierungen der Qualitätsstandard entsprechend auf das höchste Niveau gehoben, in neueste Be- und Verarbeitungsmaschinen investiert und die Belegschaft umfassend geschult und trainiert in der neuesten Technik der Rohrbe- und Verarbeitung. Darüber hinaus besteht eine enge Zusammenarbeit mit Hochschulen.

Diese Strategie ist auch auf hydrogeformte Rohre ausgerichtet, die als Strukturbauteile im Fahrzeugbau eingesetzt werden sowie auf Produkte aus hochfesten Stahlgüten für crashrelevante Bauteile wie z. B. Autositze, was ebenfalls eine Kernkompetenz unserer Tätigkeiten darstellt.

Als Marktführer für Scheibenwischerrahmenrohre werden wir unseren Marktanteil auf hohem Niveau mit neuen technischen Lösungen erhalten.

Eine enge Kooperation mit den Stahlherstellern im Hinblick auf neue Güten sowie verbesserte Oberflächen wird uns helfen, die Anforderungen des Marktes früher zu erkennen und mit der Entwicklung innovativer Produkte schneller agieren zu können.

Eine lokale Partnerschaft für eine JIS-Belieferung (just-in-sequence) eines guten Kunden in Osteuropa wird gerade aufgebaut, um den wachsenden Märkten für Premiumprodukten auch dort gerecht zu werden.

CHANCEN UND RISIKEN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Künftige Geschäftsentwicklung

Nach der Übernahme durch ARQUES 2008 und der Loslösung vom Ruukki-Konzern hat sich Carl Froh als eigenständiges Unternehmen am Markt etabliert. Zum 100jährigen Jubiläum ist die Carl Froh GmbH nun ab dem 01. Januar 2011 wieder in Privathand übergegangen. Diese Entwicklung wird von Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten als sehr positiv eingeschätzt.

Im April 2010 war die Carl Froh GmbH - erstmalig seit der Loslösung vom Ruukki-Konzern - mit einem eigenen Messestand auf der international größten Branchenmesse "Tube 2010" in Düsseldorf vertreten. Interessante Kundengespräche und zahlreiche neue Kontakte machten die Messeteilnahme zu einem vollen Erfolg, der in Neuaufträgen für die Jahre 2011-2014 messbar wird.

Maßnahmen, wie die Optimierung der Produktionsprozesse und innerbetrieblichen Strukturen sind bereits umgesetzt. Die Carl Froh GmbH verfügt über moderne Produktionsanlagen, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Investitionsschwerpunkt war die Erweiterung der Produktionsmöglichkeiten um neu gebuchte, zusätzliche Aufträge abwickeln zu können, sowie Rationalisierungsinvestitionen durchzuführen.

Die Einführung eines neuen ERP-Systems ist wie geplant 2010 umgesetzt worden und führt zu einer effektiveren Produktionsplanung und geringeren Durchlaufzeiten.

Zur Finanzierung der Investitionen soll auf Leasingmodelle zurückgegriffen werden.

Potenzial sehen wir in der Gewinnung von Neukunden für qualitativ hochwertige Spezialprodukte. Im Bereich der Komponenten, Systeme und Module, sehen wir große Wachstumschancen, die sich bereits seit der Messe "Tube" deutlich abzeichneten.

Aufgrund eines sich weiterhin verbessernden konjunkturellen Umfeldes sowie schon fest gebuchter Rahmenaufträgen über mehrere Jahre - Fortschreibung alter Kontrakte sowie Neugeschäft - werden die Umsätze in den nächsten Jahren stetig wachsen. Zusammen mit einer Änderung der proportionalen Kostenstruktur, bedingt durch eine Umorganisation im Unternehmen, wird dies bereits in 2011 zu einem im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbesserten Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) und einem ausgeglichen Gesamtergebnis führen, zumal die Einmalkosten in den Jahren 2009 und 2010 getragen wurden. Diese Entwicklung soll sich auch in 2012 fortsetzen.

Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage sowie den Unternehmensbestand

Oberstes Ziel der Geschäftsführung der Erhalt des finanzwirtschaftlichen Gleichgewichtes. Der Gesellschaft steht eine bis Mai 2012 fest vereinbarte stabile Factoring-Fazilität zur Verfügung, die den operativen Liquiditätsbedarf in dem von uns erwarteten normalen Planungsszenario deckt. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über nicht notwendiges Betriebsvermögen sowie Potenziale in der Gebäudefinanzierung/-nutzung, aus denen sich bei Bedarf zusätzliche Liquidität generieren ließe.

Die Prognosen für die Gesamtwirtschaft sehen zwar eine Verlangsamung der Dynamik vor, die Vorzeichen bleiben aber positiv. Unwägbarkeiten auf den Finanzmärkten oder die Entwicklung der Rohstoffmärkte stellen potentielle volkswirtschaftliche Risiken dar.

In Abweichung zu unserem normalen Planungsszenario ergeben sich wesentliche entwicklungsbeeinträchtigende Risiken in einem sich verstärkenden Preiskampf auf dem Markt.

 

Sundern-Hachen, den 18. März 2011

Horst Leitner, Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2010
Zugänge
Abgänge
31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.553.317,69 507.497,02 0,00 2.060.814,71
II. Sachanlagen
1a Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte 1.688.116,74 15.007,36 303.437,77 1.399.686,33
1b Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 12.712. 663,89 0,00 0,00 12.712.663,89
14.400.780,63 15.007,36 303.437,77 14.112.350,22
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.477.817,56 48.021,15 163.402,06 16.362.436,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.988.227,29 227.903,88 76.703,54 12.139.427,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.293,15 0,00 14.293,15 0,00
42.881.118,63 290.932,39 557.836,52 42.614.214,50
44.434.436,32 798.429,41 557.836,52 44.675.029,21
  Abschreibungen
01.01.2010
Zugänge
Abgänge
31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.484.047,89 85.601,02 0,00 1.569.648,91
II. Sachanlagen
1a Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte 910.521,34 13.599,36 0,00 924.120,70
1b Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 10.660.229,24 342.565,00 0,00 11.002.794,24
11.570.750,58 356.164,36 0,00 11.926.914,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.774.492,56 223.973,16 142.674,06 15.855.791,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.988.246,29 357.514,88 76.703,54 11.269.057,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
38.333.489,43 937.652,40 219.377,60 39.051.764,23
39.817.537,32 1.023.253,42 219.377,60 40.621.413,14
  Restbuchwerte
31.12.2010
31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 491.165,80 69.269,80
II. Sachanlagen
1a Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte 475.565,63 777.595,40
1b Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 1.709.869,65 2.052.434,65
2.185.435,28 2.830.030,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 506.644,99 703.325,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 870.370,00 999.981,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 14.293,15
3.562.450,27 4.547.629,20
4.053.616,07 4.616.899,00

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