CITIPOST-Verbund GmbH
Selbe AdressePostdienste von Universaldienstleistungsanbietern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Ulbrich seit 16.6.2025 | Geschäftsführer |
Vivien Thies seit 21.5.2025 | Geschäftsführer |
Tim Schilling seit 18.4.2024 | Prokura |
Jakob Mies seit 20.5.2020 | Geschäftsführer |
Isolde Müller seit 16.7.2015 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 93.75% | |
| 6.25% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CITIPOST GmbHHannoverJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die CITIPOST GmbH hat ihren Sitz in Hannover und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hannover (Registernummer HRB 56107). Der Jahresabschluss ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Sofern es der Übersichtlichkeit dient, sind bei Wahlrechten die Angaben im Anhang gemacht. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB und hat die Erleichterungen gemäß § 288 HGB teilweise in Anspruch genommen. B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten einschließlich eventueller Anschaffungsnebenkosten, vermindert um die planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden entsprechend § 253 Abs. 3 HGB außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz weggefallen sind, werden entsprechend § 253 Abs. 5 HGB Zuschreibungen vorgenommen. Die Nutzungsdauern orientieren sich an den amtlichen AfA-Tabellen und betragen 1 bis 25 Jahre. Für geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten EUR 800,00 (netto) nicht überschreiten, wird das Sofortabschreibungswahlrecht in Anspruch genommen. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt mit den Anschaffungskosten. Sie werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Zuschreibungen erfolgen, wenn der Grund für die Wertminderung entfallen ist. 2. Umlaufvermögen Die Vorräte werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Erforderliche Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Weiteren erkennbaren Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen begegnet. Aufrechenbare Forderungen und Verbindlichkeiten werden verrechnet. Die Bewertung des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt mit dem Nominalbetrag. 3. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Hierunter werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. 4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist vollständig eingezahlt und wird mit dem Nennbetrag bilanziert. 5. Rückstellungen Erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen wird durch die Bildung von Rückstellungen in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme Rechnung getragen. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags und unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen passiviert. Effekte aus Zinsänderungen werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden nicht abgezinst. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" ermittelt. Bei der Berechnung werden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und ein Durchschnittszinssatz für 10-jährige Restlaufzeiten von 1,82 % p.a. (Vorjahr: 1,78 % p.a.) verwendet. Es werden dabei Steigerungen der Renten und Anwartschaften von 2,00 % p. a. (Vorjahr: 2,00 % p.a.) unterstellt. 6. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 7. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Hierunter werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. 8. Latente Steuern Aktive und passive latente Steuern werden mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Latente Steuern werden für zeitliche sich in der Zukunft voraussichtlich abbauende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet. Soweit sich ein aktiver Überhang latenter Steuern ergibt, wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 HGB kein Gebrauch gemacht. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben grundsätzlich unverändert. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist- unter Angabe der Abschreibungen - im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entfallen TEUR 176 (Vorjahr: TEUR 116) auf Lieferungen und Leistungen und TEUR o (Vorjahr: TEUR 60) auf sonstige Forderungen. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 0, Vorjahr: TEUR 0) ausgewiesen. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen mit TEUR 1.006 (Vorjahr: TEUR 706) im Wesentlichen Forderungen aus steuerlichen Sachverhalten. 3. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ein Überhang an aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 719 (Vorjahr: TEUR 41). Die ermittelten latenten Steuern resultieren aus Unterschiedsbeträgen bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt unverändert mit einem Steuersatz von 32,6 %. 4. Eigenkapital Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag bilanziell überschuldet. Zur Heilung des insolvenzrechtlichen Überschuldungsstatus hat das oberste Konzernmutterunternehmen, die Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG, einen qualifizierten Rangrücktritt bezüglich ihrer Forderungen aus dem Cash-Pooling zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 7.801 (Vorjahr: TEUR 4.832) erklärt. Infolgedessen haben die gesetzlichen Vertreter den Jahresabschluss zu Fortführungswerten aufgestellt. Für weitere Ausführungen zum negativen Eigenkapital verweisen wir auf die Erläuterungen im Lagebericht. 5. Rückstellungen Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 13). In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere enthalten:
6. Verbindlichkeiten Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben -wie im Vorjahr- in voller Höhe Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren -wie im Vorjahr- in voller Höhe aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen -wie im Vorjahr- in voller Höhe Verpflichtungen aus dem Cash-Pooling mit der Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 40) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 11) enthalten. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 49) auf periodenfremde Sachverhalte zurückzuführen. Sie betreffen mit TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 39) im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen. 2. Personalaufwand In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 6) enthalten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit TEUR 200 (Vorjahr: TEUR 65) periodenfremde Aufwendungen ausgewiesen. Sie betreffen mit TEUR 70 (Vorjahr: TEUR o) unter anderem Verluste aus Anlagenabgängen. 4. Zinsergebnis Das Zinsergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen betrifft in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 7) Beträge aus der Aufzinsung von Rückstellungen. 5. Abschreibungen auf Finanzanlagen Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Beteiligung an der CITIPOST Südniedersachsen GmbH, Hildesheim, gem. § 253 Abs. 3 HGB in Höhe von TEUR 200 auf den Erinnerungswert von EUR 1,00 abgeschrieben. E. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen aus fixen (jährlich wiederkehrenden) Zustellvergütungen an Zeitungsvertriebsgesellschaften mit TEUR 32.218 (davon TEUR 32.218 in 2024), aus Mietverträgen mit TEUR 3.742 (davon TEUR 787 in 2024) und aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 2.836 (davon TEUR 551 in 2024). 2. Zahl der durchschnittlich Beschäftigten
3. Anteilsbesitz
4. Konzernzugehörigkeit Die Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG, Hannover, erstellt einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die CITIPOST GmbH, Hannover einbezogen wird. Der vorgenannte Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht. 5. Nahestehende Personen und Unternehmen Mit nahestehenden Personen und Unternehmen sind alle Geschäfte zu marktüblichen Konditionen zustande gekommen. 6. Geschäftsführung Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 7. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.661 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.
Hannover, den 21. Mai 2024 CITIPOST GmbH, Hannover Tobias Wolkenhauer, Geschäftsführer Jakob Mies, Geschäftsführer Anlagenspiegel
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen 1.1 Geschäftsmodell Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung und Vermittlung von Postdienstleistungen insbesondere regionaler Briefdienste sowie die Übernahme von Management-, Beratungs- und Verwaltungsleistungen für Gesellschaften im Bereich des Transport- und Speditionswesens. Die CITIPOST GmbH unterhält ein Sortierzentrum am Hauptstandort in Hannover. Die CITIPOST GmbH in Hannover wurde 2011 von der DEKRA nach "DIN EN ISO 9001" (Qualität) erst zertifiziert und das Managementsystem 2014 um die Anforderungen der "DIN EN ISO 14001" (Umwelt) erweitert. Auf Initiative der CITIPOST GmbH wurde das seit 2014 bestehende "Integrierte Managementsystem für Qualität und Umwelt" im Jahr 2018 zur Basis für den Zertifizierungsverbund der MADSACK-Postgesellschaften (Hintergrund: Kosten- und Aufwandsreduktion). Seitdem besteht der Verbund aus der CITIPOST GmbH in Hannover als Verbundzentrale und den Verbundmitgliedern CITIPOST Göttingen GmbH (Göttingen), Nordbrief GmbH (Lübeck und Rostock) und LVZ Post GmbH (Leipzig). Im Jahr 2019 wurden die Verbundmitglieder DEBEX GmbH (Potsdam) und PIN Mail GmbH Woltersdorf (Eisenhüttenstadt), sowie 2020 die MDS GmbH (Hannover, nur "DIN EN ISO 9001") erfolgreich in den Verbund integriert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben die CITIPOST GmbH und alle Verbundmitglieder (Austritt DE- BEX GmbH per 12/2023) im alle drei Jahre stattfindenden Rezertifizierungsaudit den DEKRA-Auditoren erfolgreich belegt, dass sich das gemeinsame Managementsystem trotz neuer und noch bestehender Herausforderungen (u. a. Corona-Pandemie, Cyberangriff, Datensicherheitsmaßnahmen und Energiekrise im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine) bewährt hat. Im Auditgesamtergebnis hat sich die DEKRA (DEKRA Certification Stuttgart) daher erneut für die Rezertifizierung des Zertifizierungsverbundes ausgesprochen. Die neu erteilten Zertifikate für die DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 14001 sind gültig bis zum 24. November 2026. 1.2 Steuerungssystem Bei den finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam in 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Coronajahr 2020 nicht weiter fort. 1 Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. 2 Gemessen am Ausmaß der Belastungen und Unsicherheiten konnte sich der Arbeitsmarkt aber nach wie vor gut behaupten. Die Erwerbstätigkeit und Beschäftigung waren so hoch wie nie zuvor und zählten zu den Jahren mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung. 3 Die Erwerbslosenzahl erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 0,4 %. 4 Die Bruttolöhne und -gehälter sind im Durchschnitt um +6,1 % gestiegen. 5 Der Verbraucherpreisindex fiel mit +6,0 % geringer aus als im Vorjahr, liegt aber weiterhin auf hohem Niveau. 6 Die Teuerung für 2023 wurde wie im Vorjahr von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituationen beeinflusst, was sich insbesondere auf hohe Energiepreise und Preise für Nahrungsmittel niederschlug. 7 Die Umsätze des für die Medienbranche wichtigen Einzelhandels in Deutschland sanken gegenüber dem Vorjahr deutlich um -3,3 % 8. Die fortschreitende Digitalisierung und die damit einhergehende elektronische Substitution tragen zu einer weiterhin rückläufigen Entwicklung sowohl im lizenzpflichtigen als auch im nicht-lizenzpflichtigen Briefbereich bei. Dieser Trend scheint unumkehrbar. 9 Aktuell befinden sich rund 400 aktiv tätige Unternehmen im Bereich lizenzpflichtige Briefsendungen auf dem deutschen Briefmarkt. 10 Laut vorläufiger Daten der Bundesnetzagentur liegt die Briefsendungsmenge im lizenzpflichtigen Briefbereich in 2023 bei 11,02 Mrd. Sendungen. 11 Weiterhin eindeutig marktbeherrschend ist dabei die Deutsche Post AG mit einem Anteil von 85,1 % am Gesamtsendungsaufkommen. Der Anteil der privaten Postdienste an der Sendungsmenge beläuft sich dementsprechend auf 14,9 % (Vorjahr: 14,3%). 12 Damit verlor die Deutsche Post AG im marginalem Umfang Marktanteile an die privaten Postdienste. Der Gesamtumsatz im Briefmarkt sank nach vorläufigen Angaben in 2023 auf 7,4 Mrd. Euro (-3,9 %). Der Umsatzanteil der Deutsche Post AG liegt dabei bei 6,3 Mrd. Euro (Vorjahr: 6,6 Mrd. Euro) und der der Wettbewerber bei 1,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,1 Mrd. Euro). 13
1 Destatis: Pressemitteilung Nr. 019 V.
15.01.2024
2.2 Geschäftsverlauf Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhte sich bei unveränderter Kundenstruktur die Sendungsmenge merklich von 78,9 Mio. im Vorjahr auf 87,1 Mio. Sendungen (einschließlich der an die DPAG zum Zwecke der Zustellung weitergeleiteten Briefe). Die hieraus korrespondierenden Umsätze aus Postdiensten stiegen um 9,1 % auf TEUR 42.436, im Wesentlichen mengenbedingt sowie teilweise auf Grund nachlaufender bzw. zeitversetzter Preisanpassungen bei Ausschreibungs- und Bestandskunden. Bei einem um TEUR 5.571 gestiegenen Materialaufwand und einem um TEUR 194 erhöhten Personalaufwand wird ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.661 (Vorjahr: Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 126) ausgewiesen. 2.3. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.644 bzw. 8,9 % auf TEUR 44.812 gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Steigerung der Sendungsmenge, insbesondere in den Segmenten der nationalen Großkunden und auf Preisanpassungen bei nationalen Einspeisern, Ausschreibungs- und Bestandskunden zurückzuführen. Der Anstieg der Umsatzerlöse und der Sendungsmengen blieb jedoch unter den Planwerten für das abgelaufene Geschäftsjahr. Der Materialaufwand stieg um 17,6 % auf TEUR 37.239. Maßgeblichen Einfluss auf den Anstieg haben gestiegene Kosten bei den Zustelldiensten (eigenes Gebiet, Kooperationspartner und DPAG), die sich mit TEUR 5.584 ausgewirkt haben. Die Erhöhung des Personalaufwands um TEUR 194 (+3,4 %) auf TEUR 5.851 ist im Wesentlichen durch allgemeine und individuelle Gehaltsanpassungen (Mitarbeiterbindung wegen Mindestlohnerhöhung) im abgelaufenen Geschäftsjahr bedingt. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl liegt mit 149 Mitarbeitern über dem Vorjahresniveau mit 147 Mitarbeitern. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr um TEUR 107 auf TEUR 3.319 (Vorjahr: TEUR 3.212) gestiegen. Neben erhöhten Kosten für Instandhaltung und Wartung sowie für Mieten und Leasing waren auch im Vorjahresvergleich gestiegene periodenfremde Aufwendungen zu verzeichnen. Gegenläufig fielen die Kosten für Fremdpersonal durch eine geringere Fluktuation von festangestellten Produktionsmitarbeitern im Sortierzentrum deutlich niedriger aus. Das Jahresergebnis ist trotz steigender Umsatzerlöse vor allem aufgrund der deutlich erhöhten Materialaufwendungen deutlich hinter der Planung zurückgeblieben. 2.4. Vermögens- und Finanzlage Aufgrund des Jahresfehlbetrages 2023 in Höhe von TEUR 1.661 hat sich die Kapitalstruktur verschlechtert. Vor dem Hintergrund der Planung 2024, die ein positives Ergebnis ausweist, wird sich die Kapitalstruktur im kommenden Geschäftsjahr voraussichtlich verbessern. Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt TEUR 10.509 (Vorjahr: TEUR 9.306). Die Aktiva setzen sich im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6.099 (Vorjahr: TEUR 5.330) sowie Anlagevermögen in Höhe von TEUR 2.705 (Vorjahr: TEUR 2.825) zusammen. Die Passiva umfassen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 7.801 (Vorjahr: TEUR 4.832), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.862 (Vorjahr: TEUR 1.799) sowie Rückstellungen in Höhe von TEUR 742 (Vorjahr: TEUR 714). Bei einer Analyse der Fälligkeitsstruktur von Forderungen und Verbindlichkeiten ist zu berücksichtigen, dass die formal kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern letztlich der Finanzierung der Gesellschaft dienen (Cash-Pool), so dass derzeit eine kurzfristige Rückforderung der Mittel nicht erwartet wird. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag bilanziell überschuldet. Aufgrund der weiterhin bestehenden, am 30. Dezember 2009 abgegebenen Rangrücktrittserklärung der Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG über ihre Forderung aus dem Cash-Pooling (TEUR 7.801 zum 31. Dezember 2023) ergeben sich jedoch keine insolvenzrechtlichen Konsequenzen. Die Liquidität der Gesellschaft ist durch den unveränderten Einbezug in den Cash-Pool der MADSACK Mediengruppe jederzeit gegeben. Die Liquidität war während des Geschäftsjahres 2023 und danach zu jeder Zeit gesichert. Die Investitionen der CITIPOST GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen TEUR 104 und betreffen mit TEUR 76 im Wesentlichen andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. 2.5. Gesamtwürdigung Das Jahresergebnis der CITIPOST GmbH ist im Geschäftsjahr 2023 hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückgeblieben. In Anbetracht der Umsatzsteigerungen ist das abgelaufene Geschäftsjahr aus Sicht der Geschäftsführung, auch mit Blick auf die zukünftige Entwicklung in 2024, jedoch zufriedenstellend verlaufen. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Gemäß des Jahreswirtschaftsberichts 2024 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz rechnet die Bundesregierung nach einer negativen Entwicklung im 4. Quartal 2023 für das laufende Jahr 2024 mit einem Zuwachs des BIP von +0,2 %. Die Inflation wird im Jahr 2024 mit 2,8 % prognostiziert und gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgehen. Den Arbeitsmarkt schätzt die Bundesregierung als robust auf Vorjahresniveau ein. 14 Die Planung für das Geschäftsjahr 2024 geht bei einer deutlich über dem Vorjahr liegenden Sendungsmenge und aufgrund vertraglich vereinbarter Preiserhöhungen, vor allem im Regionalgeschäft, aber auch im Nationalgeschäft, von einem Anstieg der Umsatzerlöse im Bereich des klassischen Briefgeschäftes um etwa 8 Mio. EUR aus. Eine weitere Umsatzsteigerung ergibt sich durch die Integration der Zeitungszustellung in den Geschäftsbereich der CITIPOST GmbH ab Januar 2024. Damit verbunden ist der weitere Ausbau und die Etablierung der OneRoute-Zustellung, d. h. die Zusammenführung von den bislang getrennten Zustellschienen für die Produkte Tageszeitung und Post. Somit können die höheren Belastungen durch den Anstieg des gesetzlichen Mindestlohns und der Energiepreise kompensiert werden. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 ein leicht positives Jahresergebnis.
14 Bundesministerium für Wirtschaft und
Klimaschutz: Jahreswirtschaftsbericht 2024
3.2. Chancen- und Risikobericht 3.2.1. Risiken Die aggressive Preispolitik der marktbeherrschenden Deutsche Post AG erschwert weiterhin den Ausbau der Marktanteile und stellt das größte Risiko für die weitere Geschäftsentwicklung dar. Bei der CITIPOST GmbH besteht ein mittleres Risiko aufgrund moderater Abhängigkeit von nationalen Großkunden. Der Verlust einzelner dieser Großkunden würde sich nachteilig auf die Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Dem grundsätzlich bestehenden Forderungsausfallrisiko aus der laufenden Geschäftstätigkeit begegnen wir durch ein stringentes Forderungsmanagement. Wesentliche Rechtsstreitigkeiten sind nicht anhängig. Die Einstellung der Geschäftstätigkeit von regionalen Briefdiensten führt zu einem Flächenverlust im alternativen Postzustellnetz und kann sich nachteilig auf die Ertragslage auswirken. Darüber hinaus ist festzustellen, dass die zunehmende Digitalisierung bei lokalen Kunden zu leicht rückläufigen Briefmengen führt. Der damit unmittelbar zusammenhängende Mengenrückgang bei den Bestandskunden liegt jährlich bei etwa 5 bis 7 %. Dieser Mengenrückgang wird jedoch durch die marktüblichen Portopreiserhöhungen sowie die Steigerung der Mengen aus der Neukundengewinnung im nationalen Geschäft kompensiert. Bestandsgefährdende Risiken für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft sind nicht zu erkennen. Ein zusätzliches Risiko ergibt sich durch die aus heutiger Sicht unsichere Rechtslage im Zusammenhang mit der bevorstehenden Novellierung des Postgesetztes. Am 24. November 2023 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz einen Referentenentwurf zur Reform des Postgesetztes vorgelegt. Spätestens im II. Quartal 2024 wird die Verabschiedung des Postrechtsmodernisierungsgesetztes im Bundestag und die Zustimmung im Bundesrat erwartet. Zentrale Elemente sind u. a. angepasste Brieflaufzeiten, erweiterte Befugnisse der Bundesnetzagentur zur Missbrauchsaufsicht, Regelungen zur Entgeltgenehmigung sowie die Umsetzung des Konsistenzgebotes. Im Referentenentwurf ist jedoch auch die Erweiterung der Universaldienste auf standardisierte Teilleistungen enthalten, was der Deutsche Post AG Umsatzsteuerfreiheit auf weite Teile der Geschäftspost einräumt. Diese Änderung hat unzweifelhaft Folgen für den alternativen Postmarkt, denn etwa 60 % der Geschäftspost entfällt auf die nicht-vorsteuerabzugsberechtigten Auftraggeber, wie staatliche Stellen, Finanzdienstleister oder Versicherungen. Um für diese Auftraggeber wettbewerbsfähig zu bleiben, müssten die alternativen Briefdienste ihre Portoentgelte erheblich reduzieren, womit weder kurz- noch langfristig eine wirtschaftliche Perspektive gegeben wäre. Den steuerfinanzierten Preisvorteil von 19 % können die Wettbewerber nicht ausgleichen. Der Bundesverband Briefdienste e.V. (bbd), in dem sich die führenden privaten Briefdienste und Anbieter der Postbranche zusammengeschlossen haben, führt derzeit intensive Gespräche mit Vertretern des Bundesministeriums der Finanzen sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, mit dem Ziel, eine Gleichbehandlung aller Postdienste im Bereich der Mehrwertsteuer zu erreichen und somit die Wettbewerbsfähigkeit der alternativen Briefdienste sicherzustellen. 3.2.2. Chancen Die CITIPOST GmbH will das bestehende Kooperationsnetz mit anderen Briefdienstleistern weiter entwickeln, um so den Kunden ein größeres Zustellgebiet anbieten zu können. Seit Juli 2009 arbeitet die CITIPOST GmbH bereits erfolgreich sowohl mit der CITIPOST-Verbund GmbH, Hannover, als auch seit Januar 2010 mit der mailworXs GmbH zusammen. Die CITIPOST-Verbund GmbH als Zusammenschluss von regionalen Postdienstleistungsunternehmen ist seit ihrer Gründung im Jahr 2009 mittlerweile auf 19 kooperierende Unternehmen angewachsen, die gemeinsam in Niedersachsen, Bremen und Ostwestfalen-Lippe ein Gebiet von ca. 10 % der bundesweiten Haushalte abdecken. Die in 2021 erworbene Beteiligung an der mailworXs GmbH sichert langfristig den Marktzugang und gewährleistet eine hochwertige Flächenversorgung mit Brief- und Paketdienstleistungen in Deutschland. Insbesondere hat die mailworXs das Ziel, den Markt für Warensendungen für ihre Partner zu erschließen. Warensendungen sind mittel- bis langfristig wichtiger Bestandteil zur Absicherung marktfähiger Logistikkosten, da sie zur Verdichtung in der Logistik beitragen. Zum 1. Januar 2024 hat die CITIPOST GmbH im Rahmen eines konzernweit aufgesetzten Logistikkonzeptes ("OneRoute") auch die Verantwortung für die Zeitungszustellung übernommen. Dadurch ergeben sich ab 2024 zunehmend Einspareffekte in der Logistik, die die Marktfähigkeit und Ergebnissituation direkt positiv beeinflussen werden. Im Herbst 2023 hat die CITIPOST GmbH zwei neue Hochleistungssortiersysteme des Herstellers Blue- Crest angeschafft und in Betrieb genommen. Aufgrund der höheren Produktivität ermöglichen die neuen Sortieranlagen Effizienzsteigerungen in der Produktion und umfassende Optimierungen in den Produktionsabläufen. Darüber hinaus sind Produktivitätssteigerungen in der Zustellung durch die Umsetzung der maschinellen Feinsortierung auf die Gangfolge der Zusteller in ihren Zustellgebieten zu erwarten. Zum 1. Oktober 2023 wurde innerhalb der CITIPOST GmbH ein Team mit dem Ziel etabliert, eine eigene nationale Vermarktung (Key-Accounting) aufzubauen. Durch diese Strategie ergeben sich direkte Chancen auf Erlöse aus der Vermarktung sowie aus den im Rahmen der Vermarktung gewonnenen Sendungen nationaler Großversender, die zusätzlich in die Briefdienste zur Zustellung fließen und somit für Erlöse aus Zustellvergütung und Kosteneffekte aus der zusätzlichen Verdichtung in der Logistik sorgen.
Hannover, den 21. Mai 2024 CITPOST GmbH gez. Tobias Wolkenhauer gez. Jakob Mies BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die CITIPOST GmbH, Hannover PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der CITIPOST GmbH, Hannover - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CITIPOST GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 21. Mai 2024 BDO
AG
Horn, Wirtschaftsprüfer Pfeiffer, Wirtschaftsprüferin |
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