Sauerland Forst GmbH & Co. OHG
Selbe AdresseSäge- und Hobelwerke
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jens Hoffmann seit 23.7.2025 | Prokura |
Tobias Nöllke seit 6.7.2023 | Prokura |
Jörg Hartmann seit 13.12.2018 | Prokura |
Isabell-Sophie Pieper seit 10.12.2018 | Geschäftsführer |
Andreas Heimhofer seit 15.9.2015 | Prokura |
Hans-Georg Pieper seit 8.3.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Pieper Holz GmbHOlsbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen des Unternehmens Das Unternehmen wurde 1948 gegründet und ist heute ein mittelständisches, inhabergeführtes Familienunternehmen. Die Produktion der Pieper Holz GmbH umfasst zwei Sägewerke, ein Sortierwerk, eine Sortier- und Kappanlage, Trocknungsanlagen sowie das Holzverarbeitungs-, Hobel- und Imprägnierwerk. Seit 2022 wird die Wertschöpfungskette durch eine eigene Holzpelletproduktion, bei der u.a. die im Unternehmen entstehenden Resthölzer weiterverarbeitet werden, abgerundet. Die Pellets werden zum einen lose an Händler und Großkunden verkauft, als auch direkt an Endkunden. Die Auslieferung erfolgt mittels eigenem Silo-LKW. Darüber hinaus können Pellets über eine betriebseigene Maschine in Säcke unterschiedlicher Größe abgesackt werden. Als weitere Unternehmens- und Produktbereiche werden Gartenholz, Gartenmöbel, Spielgeräte- und Freizeitanlagen hergestellt. Außerdem bietet die Pieper Holz GmbH technischen Lohnabbund durch betriebseigene Maschinen an. Durch den Neubau eines robotergesteuerten Abbundzentrums wird die Vorfertigung für den Spielgerätebereich weiter automatisiert und zusätzlich ist ein neues Geschäftsfeld mit dem Lohnabbund für Kunden errichtet worden. Darüber hinaus werden zwei eigene Tankstellen betrieben. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Mit etwa 2.150 Unternehmen und mehr als 31.000 Beschäftigten ist die Säge- und Holzindustrie in Deutschland ein bedeutender Arbeitgeber im ländlichen Raum. Eingebunden in regionale Wertschöpfungsketten tragen die Unternehmen zum langfristigen Wachstum vor- und nachgelagerter Industriezweige bei. Angesichts der Klimaschutzziele und der angestrebten wirtschaftlichen wie auch gesellschaftlichen Transformation zu einer Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft weist die nachhaltige Verwendung des nachwachsenden Rohstoffs Holz weitreichende Potenziale auf. Die Nachfrage nach klimafreundlichem Bauen, Wohnen und Leben sowie nach erneuerbarem Strom und Wärme kann mit Holz regional und verlässlich bedient werden. Die Säge- und Holzindustrie hat frühzeitig in zukunftsfähige Lösungen investiert und durch Innovationen die Anwendungsbreite ihrer Produkte vorangetrieben. Dabei werden die technischen Eigenschaften der vielfältigen Holzprodukte stetig optimiert und den Bedürfnissen der Zielmärkte angepasst. Für eine jährliche Produktion von etwa 24 Mio. Kubikmeter Schnittholz schneidet die Säge- und Holzindustrie in Deutschland mehr als 39 Mio. Kubikmeter Rohholz ein. Etwa 95 Prozent des eingesetzten Rohstoffs stammen dafür aus heimischen Wäldern. (Branchenbericht der Deutsche Säge und Holzindustrie Bundesverband e. V.) Anhaltende, gesamtwirtschaftliche Beeinträchtigungen gibt es bereits seit 2020 in Folge der Covid-19-Pandemie und Störungen der internationalen Lieferketten, so dass die Auswirkungen des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine bestehende Herausforderungen weiter verschärften und die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig belasten. Zum Ende des Jahres 2022 deutete eine positive Entwicklung des ifo Geschäftsklimas auf eine langsame Erholung hin, die sich im ersten Quartal 2023 auch in einem leichten Plus des Bruttoinlandsprodukts abbildete. Doch der Trend hielt nicht an. Die hohe Inflation und kräftige Zinsanstiege haben die Realeinkommen sinken lassen und wirkten sich dämpfend auf den privaten Konsum aus. Eine sprunghafte Politik und hohe Energiekosten reduzierten auch die Investitionsbereitschaft vieler Unternehmen. Mit dem zweiten Quartal stieg nicht nur die Geschäftsunsicherheit wieder an, auch der Geschäftsklimaindex und die Exporterwartungen nahmen deutlich ab. Während das Bruttoinlandsprodukt im zweiten und dritten Quartal nahezu unverändert blieb, brach es im vierten Quartal ein. Im Jahr 2023 kam es damit zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent. Die durchschnittliche Inflationsrate lag bei 5,9 Prozent, hatte sich bis Dezember aber deutlich verringert. (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html) Die Bauwirtschaft konnte sich in 2023 nicht erholen. Im Gegenteil. Weitere Rückgänge in dieser Branche waren hinzunehmen. So sanken die Wohnungsbaugenehmigungen im Jahr 2023 um 26,7% gegenüber dem Vorjahr Die Genehmigung von Ein- und Zweifamilienhäusern waren davon mit einem Rückgang von 39,1% und 48,3% besonders betroffen . Anteilig hat der Holzbau in der Branche weniger verloren als andere Baustoffe. Nachdem es im Vorjahr in Folge der Energiekrise zu einem Nachfrageboom nach energetischen Holzsortimenten kam, ließ die Dynamik in 2023 nach. Insbesondere die Preise für Pellets sanken in 2023 mit 18.9% stark ab. (Branchenbericht der Deutsche Säge und Holzindustrie Bundesverband e. V.) Geschäftsverlauf Das Schadholzaufkommen bedingt durch den Borkenkäferbefall war in 2023 nicht mehr so hoch wie in den Vorjahren aber dennoch so erheblich, dass die damit verbundenen, teilweise schlechten Rundholzqualitäten eine Herausforderung für die Produktion war, um den Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. Die Preise für Rundholzsortimente stiegen im Jahresverlauf schrittweise an. Dem gegenüber standen sinkende Schnittholzpreise. Dies hatte sowohl einen wertmäßigen Umsatz- als auch mengenmäßigen Absatzrückgang zur Folge. Die im Vorjahr erfolgte Ausweitung der Wertschöpfungskette um eine Pelletproduktion am Unternehmensstandort in Olsberg-Assinghausen erweitert das Produktportfolio hervorragend. Das Rohmaterial für die Produktion wird im bestehenden Produktionsprozess gewonnen. Bedingt durch die schrittweisen Inbetriebnahmephasen einzelner Maschinenbereiche im Pelletwerk befand sich die Produktion noch nicht auf dem langfristig geplanten Auslastungsniveau. Durch eine intelligente Anlagensteuerung und eine hohe Flexibilität der einzelnen Produktionsschritte kann zukünftig aber auch auf unterschiedliche Nachfragesituationen reagiert werden und das Produktionsniveau angepasst werden. Der Absatz für Holzpellets auf dem Verbrauchermarkt entwickelte sich 2023 darüber hinaus deutlich schwächer als im Ausnahmejahr zuvor, was auf eine milde Witterung während des Winterhalbjahres zurückzuführen war, als auch auf große Lagerbestände bei den Endkunden insbesondere bei der Sackware. Die ausgeführte Marktsituation als auch der Stand der Inbetriebnahme führten dazu, dass eine geringere Menge als geplant, produziert und abgesetzt wurde. Hohe Strompreise beeinflussten die Produktionskosten in 2023 erheblich. So wurde in drei weitere PV-Anlagen zur Erhöhung der Eigenstromerzeugung investiert. Das für 2023 prognostizierte ausgeglichene Ergebnis konnte mit TEUR 628 übertroffen werden. Lage des Unternehmens Im Jahresverlauf wurden Rundholzlagerbestände insbesondere bei den sägefähigen Sortimenten reduziert aber dennoch auf einem vergleichsweise hohen Niveau gehalten. Rundholzsortimente zur Verwertung im Pelletwerk wurden im Vergleich zum Vorjahr noch erhöht. Der Bestand der Vorräte wurde insgesamt um 6,11% von 22,4 Mio. EUR auf 21,0 Mio. EUR vor allem durch die Reduzierung des Waldbestands an Rohholz gemindert. Der Materialaufwand reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr zwar um 9,8% von 46.543 TEUR auf 41.977 TEUR. Gestiegene Preise für Rundholzbezüge und gesunkene Verkaufspreise für Schnittholz hatten jedoch eine Steigerung der Materialaufwandsquote zur Folge. Die Finanzierung der Investitionen in das Anlagevermögen von insgesamt 7.015 TEUR erfolgte durch Eigenkapital und die Aufnahme von Bankdarlehen. Insbesondere wurde in die Fertigstellung der Industrieholzaufbereitung für die Pelletproduktion und ein Wetterschutzdach für Pellet-Sackware investiert. Darüber hinaus wurden neue LKW ́s für den Transport von Langholz und Kurzholz angeschafft. Die neuen Fahrzeuge sind effizienter und haben einen geringeren Dieselverbrauch. Bestehende Finanzierungsdarlehen wurden planmäßig zurückgeführt. Das Produktionsniveau wurde der rückläufigeren Nachfrage, bedingt durch ein hohes Zinsniveau und einem verhaltenen Baugewerbe, angepasst. Zusätzlich führten insbesondere Preisreduzierungen bei den Schnittholzsortimenten zu einem Umsatzrückgang von 29,80% gegenüber dem Vorjahr von 85.369 TEUR auf TEUR 59.932. Die Abschreibungen erhöhten sich von 3.106 TEUR auf 4.064 TEUR überwiegend durch die Betriebserweiterung um die Pelletproduktion, welche als langfristige, strategische Ausrichtung des Unternehmens zu sehen ist. Die Pellet-Produktionsanlagen waren bereits gegen Ende des Vorjahres zum großen Teil in Betrieb gegangen aber erst in diesem Jahr erstmals ganzjährig abzuschreiben. Der Personalaufwand verringerte sich minimal um 3,45% von 8.483 TEUR auf 8.191 TEUR. Grund für den leichten Rückgang ist trotz eines erhöhten Personalbestandes in 2023 die im Vorjahr gezahlten, erheblichen Sonderzahlungen an die Belegschaft zur Unterstützung bei der hohen Inflation. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken insbesondere durch geringere Instandhaltungsaufwendungen für Maschinen und Anlagen um 30,29% im Vergleich zum Vorjahr auf 7.716 TEUR (VJ. 11.069 TEUR). Da Stromtranchen bereits rund 1,5 Jahre vor Strombezug zur Sicherung der Belieferung erworben wurden und die Strompreise gegenüber dieser Zeiträume zum Bilanzstichtag wieder gesunken sind wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet. Ein weiterer Ausbau der Eigenstromerzeugung durch PV-Anlagen ist in Planung. Dies hätte auch langfristig positive Effekte für das Unternehmen, da die Netzentgelte einen nicht unerheblichen Anteil an den Stromkosten ausmachen und insgesamt nicht mit sinkenden Strompreisen zu rechnen ist. Insgesamt ist die Liquiditätslage im Hinblick auf die planmäßigen Zahlungsverpflichtungen als gesichert und stabil zu beurteilen. Chancen und Risikobericht Bei einem Rückgang der Borkenkäferkalamität sowie einer zyklischen Aufarbeitung von Holzsortimenten im Wald ermöglicht ein vergleichsweise hoher Lagerbestand beim Rohmaterial zuverlässige Lieferzusagen beim Kunden. Als energieintensives Unternehmen wird ein bewusster Umgang mit Energieverbräuchen sowie der daraus resultierenden Ableitungen und Umsetzungen von Energieeinsparmöglichkeiten aktiv gelebt. Darüber hinaus ist Pieper Holz schon lange Energiemanagement ISO 50.000:01 zertifiziert. Ein weiterer Ausbau der Eigenstromversorgung sowie verschiedene Energieeinsparprojekte sind in Planung. In 2023 erfolgte eine größere Umstellung des Warenwirtschaftssystems. Dies hatte kurzfristig einen höheren personellen Aufwand, durch die Test- und Einführungsphase. Langfristig ermöglicht dies aber die Digitalisierung zusätzlicher Abläufe, die erhöhte Transparenz und die Optimierung von Work-Flows sowie Effizienzsteigerungen bei der Bearbeitung von Aufträgen. Der schrittweise Umstieg auf E-Mobilität bei den internen Fahrzeugen, wie Bagger, Stapler und PKW ́s bedingt ein höheres Investitionsvolumen im Vergleich zu Dieselfahrzeugen. Die Anpassung der Produktionsabläufe an Ladezyklen und die Errichtung einer internen Ladeinfrastruktur bringt verschiedene Herausforderungen mit sich, insbesondere die Abstimmung der Produktionsprozesse mit den Ladezeiten. Dem gegenüber steht aber die von Pieper Holz gewünschte Reduzierung des Dieselverbrauchs und damit noch nachhaltigere Produktion. Möglichen Forderungsausfallrisiken unter anderem auch bei internationalen Geschäften, werden durch den Abschluss von Versicherungen begegnet. Die durch den Borkenkäfer verursachten Kalamitäten führten zu einem enormen Rückgang der heimischen Rundholzvorräte in den Wäldern. Dies führt mittelfristig zu einer Verknappung der Verfügbarkeit von heimischem Fichtenrundholz. Für die Beschaffung von Rohholz müssen daher alternative Beschaffungsmärkte ausgebaut und Transportmöglichkeiten geschaffen werden. Hieran arbeitet Pieper Holz bereits. Der Bezug von Rohmaterial aus weiter entfernten Gebieten der Bundesrepublik führt zwangsläufig zu höheren Transportkosten gegenüber Wettbewerbern. Die Baubranche ist weiter auf einem niedrigen Niveau. Eine Erholung wird erst nach einer deutlichen Zinsreduzierung erwartet. Prognosebericht Mit Aussicht auf ein Ende der Borkenkäfer-Kalamität wird sich die Verfügbarkeit von Rohmaterial reduzieren. Produktionsniveaus müssen den Gegebenheiten angepasst werden und die nachfolgenden Verarbeiter und Endkunden müssen sich beispielsweise auf die schon lange absehbare Verwendung von anderen Baumarten, einstellen. Bedingt durch das hohe Zinsniveau sanken die Wohnungsbaugenehmigungen in 2023 gegenüber dem Vorjahr erheblich. Ein weiterer Rückgang zeichnet sich ab. Dennoch ist der Absatzmarkt langfristig positiv zu sehen. Bauen mit Holz wird immer attraktiver und auch für Unternehmen punktet der Baustoff Holz mit seinen Nachhaltigkeitskriterien gegenüber anderen Baustoffen. Hohe Energiekosten sind eine Herausforderung insbesondere bei Produkten, die energieintensiv produziert werden müssen und im internationalen Wettbewerb stehen. Leider ist eine politische Kehrtwende in diesem Bereich nicht abzusehen. Grundsätzlich zeichnet sich bei Unternehmen als auch bei Privatpersonen eine gewisse Unsicherheit aufgrund einer unbeständigen Politik, die zwar Klimaschutzziele verfolgt, aber keine entsprechende Unterstützung beim Wandel bietet. Der Absatzmarkt für Spielgeräte entwickelt sich positiv. Die Ausweitung von Kinderbetreuungsplätzen ist immer wieder politisches Thema und gesamtwirtschaftlich notwendig. Eine Ausstattung dieser Betreuungseinrichtung insbesondere mit nachhaltigen Holz-Spielanlagen bietet mit der hochmodernen Maschinentechnik viele Möglichkeiten. Für 2024 wird ein leicht positives Ergebnis erwartet, dass aber geringer ausfallen wird als das Ergebnis für 2023, da sich auf den Absatzmärkten, aufgrund gesamtwirtschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen, keine Verbesserung abzeichnet und demgegenüber weiterhin hohe Kosten insbesondere Energiekosten und Materialkosten stehen.
Olsberg, den 28.11.2024 Isabell Pieper, Geschäftsführerin Hans-Georg Pieper, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
1. Anhang1.1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu vermitteln, aufgestellt. Registerbericht Die Pieper Holz GmbH hat ihren Sitz in 59939 Olsberg, Im Westfeld 2 und ist eingetragen im Handelsregister Amtsgericht Arnsberg, HRB 7824. Allgemeines zu den Anhangangaben Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 1.2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungsmethoden Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Hiervon ausgenommen ist die Verrechnung der Pensionsrückstellungen mit dem verpfändeten Rückdeckungsvermögen und die Verrechnung der zugehörigen Erträge und Aufwendungen. Bewertungsmethoden Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Dem Vorsichtsprinzip entsprechend sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Anlagevermögen Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten vermindert um die planmäßigen Abschreibungen auf der Grundlage steuerlich anerkannter Sätze bewertet. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Zuschüsse wurden von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abgezogen. Verwaltungskosten und Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen sowohl degressiv als auch linear auf der Grundlage steuerlich anerkannter Sätze vorgenommen. Zugänge in den Geschäftsjahren 2008 bis 2019 werden ausschließlich linear abgeschrieben. Bis 2017 zugegangene geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 werden in einem Sammelposten über fünf Jahre abgeschrieben. Ab 2018 werden Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 sofort voll abgeschrieben. In 2023 wurde der Wechsel der Abschreibungsmethode von degressiv auf linear vorgenommen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Für Werkzeuge ist ein Festwert gebildet worden. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen. Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht werden zum Nennwert, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Umlaufvermögen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (einschließlich des Rundholzes am Platz) werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Waldbestände an Rundholz (einschließlich Nassläger) sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Für Wertverfälle und Diebstahlrisiko wurden angemessene Abschläge berücksichtigt. Die fertigen Erzeugnisse (mit Ausnahme der Pellets) werden retrograd vom Verkaufspreis abzüglich Abschläge bewertet. Der Abschlag deckt den Gewinnaufschlag, die Vertriebskosten sowie einen Verwaltungskostenanteil ab. Fremdkapitalzinsen werden somit nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Pellets werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Waren werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. In Fremdwährung dotierte kurzfristige Forderungen werden zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zum Börsen- oder Marktpreis, maximal zu Anschaffungskosten bewertet. Kassen- und Bankguthaben sind zum Nennbetrag bewertet. Guthaben in Fremdwährungen weden zum Devisenstichtagskurs umgerechnet. Vor dem Abschlussstichtag getätigte Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die latenten Steuern werden für sich in folgenden Geschäftsjahren voraussichtlich durch abbauende Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt und verrechnet ausgewiesen. Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz betreffen die Beteiligung an einer Personengesellschaft im Finanzanlagevermögen, die Pensionsrückstellung und eine Drohverlustrückstellung. Wertansätze des Anlagevermögens (Technische Anlagen und Maschinen und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung) durch unterschiedliche Abschreibungsmethoden führen zu einer passiven latenten Steuer, die mit der aktiven latenten Steuer verrechnet wird. Der zugrunde gelegte Steuersatz beläuft sich dabei auf 33,05 %. Dieser berücksichtigt sowohl die Körperschaftsteuer von 15 % und den darauf zu entrichtenden Solidaritätszuschlag von 5,5 % sowie den Gewerbesteuersatz. Rückstellungen Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Pensionsrückstellungen Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen dienen, sind gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit diesen Schulden zu verrechnen. Das Saldierungsgebot gilt auch für korrespondierende Aufwendungen und Erträge aus der Auf- bzw. Abzinsung der Schulden und aus der Bewertung dieser Vermögensgegenstände. Die Gesellschaft hat ein versicherungsmathematisches Gutachten unter Berücksichtigung der nach BilMoG geltenden Bewertungsvorschriften für Pensionsrückstellungen nach der sogenannten "projected unit credit-Methode" erstellen lassen. Dabei wurde ein Zinssatz von 1,82 % zugrunde gelegt, der sich aus dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre ergibt. Eine erwartete Gehaltssteigerung wurde nicht berücksichtigt, da die Rente fixiert ist. Zudem wurden die Sterbetafeln nach Heubeck aus dem Jahr 2018 G verwendet. Der Zinssatz der sich aus dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre ergibt, beträgt 1,74 %. Bei Anwendung des Zinssatzes ergibt sich eine Pensionsrückstellung vor Verrechnung mit dem Aktivvermögen von EUR 551.412,00. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt EUR 6.702,00. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. 1.3. Angaben zur Bilanz Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben: Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten ein Verrechnungskonto von EUR 1.175.233,14 (Vj. EUR 1.417.248,66), welches aus der Lieferung von Holz resultiert und somit auch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrifft. AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel ersichtlich.
Die Sachanlagen wurden in 2007 durch die Übertragung einer Rücklage für Ersatzbeschaffung von TEUR 10.623 welche durch die Aufdeckung von stillen Reserven aus Versicherungserstattungen bzgl. des Brandschadens in 2005 gebildet worden war, gemindert. Von dem Beibehaltungsrecht gem. Art. 67 EGHGB wurde zum 1. Januar 2010 Gebrauch gemacht, sodass das Sachanlagevermögen nicht zu erhöhen und der Erhöhungsbetrag nicht den Gewinnrücklagen zuzuführen war. Er wird stattdessen durch geminderte Abschreibungen der Ersatzwirtschaftsgüter von EUR 34.015,19 erfolgswirksam aufgelöst und beträgt zum Bilanzstichtag noch EUR 555.468,03. Unter Einbeziehung dieses Ausgleichspostens beträgt der Buchwert des Sachanlagevermögens EUR 38.401.916,05 und das Eigenkapital EUR 43.000.252,76. Angaben zu ausschüttungsgesperrten Beträgen i. S. d. § 268 Abs. 8 HGB Diese gliedern sich wie folgt:
Der Sonderposten mit Rücklageanteil beinhaltet zum Bilanzstichtag mit EUR 463.209,73 (Vj. EUR 468.744,73) Wertberichtigungen zum Sachanlagevermögen aus Rücklagenübertragungen nach § 6 b EStG. Aufgrund des Beibehaltungsrechts gem. Art. 67 EGHGB wurde dieser Sonderposten mit Rücklagenanteil nicht zum 1. Januar 2010 den Gewinnrücklagen zugeführt sondern fortgeführt. Die Auflösung dieses Sonderpostens (Gj. EUR 5.535,00; Vj. EUR 5.535,00) erfolgt analog der Nutzungsdauer der Wirtschaftsgüter, auf welche die Rücklagen nach § 6 b EStG übertragen wurden. Angaben zur Verrechnung von Pensionsrückstellungen mit vorhandenem Rückdeckungsvermögen gem. § 246 Abs. 2 HGB
In der Bilanz nicht gesondert ausgewiesene Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für geliefertes, aber noch nicht berechnetes Holz, für drohende Verluste aus Stromlieferverträgen, für unterlassene Instandhaltungen, für Urlaubs- und Überstundenansprüche, für Prämien, Provisionen und Tantiemen, für IHK- und Berufsgenossenschaftsbeiträge, für die Aufbewahrung von Unterlagen, für interne und externe Jahresabschlusserstellungs- und Prüfungskosten und für Gewährleistung. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben folgende Fristigkeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in vollständiger Höhe durch Grundschulden, Sicherungsübereignungen von Sachanlagevermögen und Vorratsvermögen, Sicherheitsabtretungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verpfändung von Guthaben besichert. 1.4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt. Die Umsatzerlöse sind nach folgenden geografischen Märkten aufzuteilen:
1.5. Sonstige Pflichtangaben Zahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer gegliedert nach Arbeitern und Angestellten beträgt:
Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung
Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Angaben zu Beteiligungen : Die Gesellschaft ist zu 61,5 % (€ 61.500,00) an der in 2008 gegründeten Team-Timber Logistik GmbH, Bestwig, beteiligt. Das Jahresergebnis 2022 betrug TEUR -13,8, das Eigenkapital zum Bilanzstichtag 31.12.2022 belief sich auf TEUR 2.402,6. Aufgrund der Regelungen im Gesellschaftsvertrag handelt es sich um eine Beteiligung i.S.v. § 271 Abs. 1 HGB. Die Gesellschaft ist zu 70,0 % (€ 70.000,00) an der in 2022 gegründeten Pellet Group GmbH & Co. KG, Olsberg beteiligt. Das Jahresergebnis 2023 betrug TEUR 280,9, das Eigenkapital zum Bilanzstichtag 31.12.2023 belief sich auf TEUR 293,5. Aufgrund der Regelungen im Gesellschaftsvertrag handelt es sich um eine Beteiligung i.S.v. § 271 Abs. 1 HGB. Die Gesellschaft ist zu 50,0 % (€ 75.000,00) an der in 2021 gegründeten Sauerland Forst GmbH & Co. OHG, Olsberg, beteiligt. Das Jahresergebnis 2023 betrug TEUR -87,7, das Eigenkapital zum Bilanzstichtag 31.12.2023 belief sich auf TEUR 1.411,0. Die Gesellschaft ist zu 37,44 % (€153.500,00) an der Holz-Energie-Zentrum Olsberg GmbH, Olsberg beteiligt. Das Jahresergebnis 2021 betrug TEUR 57,7, das Eigenkapital zum Bilanzstichtag 31.12.2021 belief sich auf TEUR 401,4. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss 2023 soll nach Vorschlag der Geschäftsführung auf neue Rechnung vorgetragen werden.
28.11.2024 Isabell Sophie Pieper, Geschäftsführer Hans-Georg Pieper, Geschäftsführer BerichtsprüfungBestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Pieper Holz GmbH, Olsberg Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Pieper Holz GmbH, Olsberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Pieper Holz GmbH, Olsberg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Meschede, den 28. November 2024 Schulte-Sprenger, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 10.12.2024. |
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