BPI Asset Management GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Clare McCartney Beer seit 21.7.2022 | Geschäftsführer |
Christian Kevin Teichmann seit 21.7.2022 | Geschäftsführer |
Marion Dr. Littek seit 18.6.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Burda Gesellschaft mit beschränkter HaftungOffenburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Zusammengefasster LageberichtDieser Bericht fasst den Teilkonzernlagebericht der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung (im Folgenden auch "Burda" oder "Hubert Burda Media") sowie den Lagebericht der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung (im Folgenden auch "Burda GmbH") zusammen. Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich die nachfolgenden Informationen sowohl auf den Teilkonzern Burda als auch auf die Burda GmbH. 1. Grundlagen des TeilkonzernsHubert Burda Media ist ein international agierendes Medienunternehmen mit einem starken Fokus auf technologische Innovationen. Burda verfolgt den Anspruch, in seinen Märkten eine führende Rolle zu übernehmen bzw. sie durch nachhaltiges Wachstum zu festigen. Die Produkte Burdas richten sich an den Bedürfnissen der Konsument:innen aus und sollen diese in ihren Lebenswelten und bei der Verwirklichung ihrer persönlichen Ziele unterstützen. In das Portfolio Burdas gehörten 2022 rund 500 Produkte. Der Teilkonzern ist mit voll- und quotenkonsolidierten Gesellschaften in Deutschland und 18 weiteren Ländern aktiv. Wesentliche Erlösquellen des Teilkonzerns sind Handels- und Vertriebsumsätze, Provisionsmodelle, Werbung und B2B-Services. Burda versteht sich als "Unternehmen für Unternehmer:innen" und ist daher in einer Profitcenter-Struktur organisiert. Diese Struktur ermöglicht den Burda-Unternehmen unternehmerischen und kulturellen Freiraum. Zum Konsolidierungskreis gehörten inkl. assoziierte Unternehmen am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres insgesamt 178 Gesellschaften, davon 110 in Deutschland und 68 im Ausland. Zum Jahresende 2022 waren im Teilkonzern über 10.200 Mitarbeiter:innen beschäftigt. Hubert Burda Media ist neben einem Holding- und Dienstleistungsbereich in drei operative Unternehmensbereiche gegliedert: Consumer Media, B2B Media und Services sowie Commerce. Die noch im Vorjahr verwendete Aufteilung in vier operative Bereiche wurde zugunsten einer stärker an Geschäftsmodellen ausgerichteten Aufteilung angepasst. Im Geschäftsjahr 2022 erzielte der Teilkonzern einen Außenumsatz von 2,9 Milliarden Euro. Wegen der Energiekrise, der andauernden Inflation und des aus beidem resultierenden negativen Konsumklimas konnte Burda, anders als im Vorjahr prognostiziert, keinen Umsatzanstieg erzielen und bleibt leicht unter dem Umsatzniveau des Vorjahres. Im Geschäftsbereich Consumer Media kam es zu einem leichten Rückgang der Umsatzerlöse. Zu diesem Bereich zählen alle konsumentennahen Medien- und Verlagsgeschäfte des Unternehmens, also die des BurdaVerlags und des digitalen Publishers BurdaForward in Deutschland sowie das ausländische Mediengeschäft von BurdaInternational, das seinen Schwerpunkt in Großbritannien, Kontinentaleuropa und Asien hat. Zu den weiteren Aktivitäten zählt zudem BurdaNext mit Nebenan.de. Um mit seinem journalistischen Kerngeschäft weiter wachsen zu können, hatte Burda bereits Anfang 2021 alle deutschen Verlagsaktivitäten und deren Profitcenter unter dem Management-Dach BurdaVerlag zusammengeführt und diesen zu einer funktional organisierten Plattform entwickelt. Ende 2022 wurden auch auf Managementebene strukturelle Veränderungen eingeleitet, um die digitale Transformation zu beschleunigen und in angrenzende digitale Geschäftsmodelle zu investieren. Beispielhaft dafür ist der Wachstumsmarkt Health: Der BurdaVerlag hat als Gründungsmitglied des "Zukunftspakts Apotheke" sein Engagement in der Erschließung der digitalen Patienten-Journey weiter ausgebaut und sich 2022 mit 35 Prozent an der Arzneimittelbestellplattform IhreApotheken.de beteiligt. BurdaInternational hat 2022 vor allem im zentralen Themenfeld Food seine konsumentennahen Geschäftsmodelle erweitert und diversifiziert. Burda hat 2022 mit Nutracheck eine der führenden britischen Ernährungs-Plattformen übernommen und in Immediate Media, Burdas Medienunternehmen in Großbritannien, integriert. Im Zusammenspiel mit dessen etablierten plattformübergreifenden Food-Marken im Digital- und Print-Bereich soll ein Wachstumsvorteil realisiert werden. BurdaForward hat die in 2021 begonnene grundlegende Transformation zur digitalen Publishing-Plattform konsequent fortgesetzt und damit das auf Reichweitenvermarktung basierende Geschäftsmodell gestärkt. Der Geschäftsbereich B2B Media und Services bündelt alle professionellen Dienstleistungen, die Burda für Unternehmenskunden erbringt. Dazu gehören die Mehrheitsbeteiligung an der New Work SE, die Deutschlands führendes berufliches Online-Netzwerk Xing betreibt, BurdaDruck sowie die Agenturgruppe C3. Positive Entwicklungen im Arbeitsmarkt und der Fachkräftemangel sorgen für eine gute Entwicklung der New Work SE, die mit Xing, Kununu - dem im deutschsprachigen Raum führenden Arbeitgeberbewertungsportal - und der B2B-Recruiting-Marke Onlyfy by Xing einen Umsatz- und Ergebnisanstieg verzeichnen konnte. Stärkster Wachstumstreiber ist das Geschäftsfeld B2B-E-Recruiting. BurdaDruck ist nach Aufträgen gut ausgelastet, leidet aber signifikant unter den massiv gestiegenen Energie- und Papierpreisen. Die Agenturgruppe C3, die Unternehmenskunden vorwiegend digitale Marketingdienstleistungen und Kommunikationslösungen anbietet, blickt auf ein durchwachsenes Jahr zurück. Etatgewinnen wie z. B. bei der Social-Media-Kommunikation großer Unternehmen stehen Auftragsrückgänge bei anderen Kunden aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Deutschland gegenüber. C3 liegt nach Umsätzen deshalb deutlich unter Vorjahr. Zum Geschäftsbereich Commerce gehören wesentliche Internet-Aktivitäten des Teilkonzerns in den Bereichen E-Commerce und Travel. Darüber hinaus wird in diesem Bereich das Investmentgeschäft in konsument:innennaheDigitalunternehmen gebündelt. Der HolidayCheck Group gelang bei erheblich höherer Reisetätigkeit nach der Corona-Pandemie der Turnaround zu einem wachsenden und profitablen Internet-Unternehmen. Die digitale Reiseplattform hat ihre Geschäftsmodelle diversifiziert und neben B2C auch das B2B-Geschäft aufgebaut, so z.B. durch den Verkauf von Werbeplätzen an Reiseanbieter. Die HolidayCheck Group konnte daher 2022 ein deutliches Umsatzplus verzeichnen. BurdaCommerce, die vor allem aus den Elektronikanbietern Cyberport und Computeruniverse besteht, ist von der ausgeprägten Konsumzurückhaltung der Konsument:innen betroffen und verzeichnete gegenüber dem ungewöhnlich starken Vorjahr einen deutlichen Umsatzrückgang. Die größten Investitionen des Geschäftsbereichs erfolgten, wie bereits im Vorjahr, durch die BurdaPrincipal Investments (BPI), die eine Reihe neuer Minderheitsbeteiligungen akquiriert hat. So hat sich BPI 2022 an einer Finanzierungsrunde von Nord Security beteiligt, einem Anbieter von Online-Datenschutz- und Sicherheitslösungen aus Litauen, und damit ein weiteres "Einhorn" ins Portfolio geholt. Durch die Investition in das deutsche Start-up Arive ergänzt BPI das Portfolio um einen weiteren Express-Lieferdienst. Neu zum Portfolio hinzugekommen ist auch das deutsche Start-up Patronus, das digitale Hilfsmittel zur Verbesserung der Pflege und des Wohlbefindens älterer Menschen entwickelt. BPI und Europas größtes Zentrum für Innovation und Gründung an der Technischen Universität München (TUM) haben 2022 eine Partnerschaft geschlossen, um ein starkes Netzwerk zwischen Startups, Gründerzentrum und Wirtschaft zu fördern und damit gemeinsam Innovationen stärker voranzutreiben. Um schnellstmöglich auf die sich verändernde Mediennutzung reagieren zu können, führt Burda die Entwicklung neuer, vorwiegend digitaler Produkte konsequent fort. Finanziell ist der Teilkonzern stabil aufgestellt und hält weiterhin nach passenden strategischen Unternehmenszukäufen Ausschau. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenInternationalVor Russlands Invasion in der Ukraine war im Jahr 2022 eine Rückkehr zu einer normalen wirtschaftlichen Entwicklung - nach der kräftigen Erholung von der Corona-Pandemie - zu erwarten. Jedoch belasten die Effekte des Kriegs sowie andauernde pandemiebedingte Störungen in einigen Teilen der Welt die globale Konjunktur. Die OECD ging im November 2022 von einem Wachstum in Höhe von 3,1 Prozent für das Jahr 2022 aus. Der russische Überfall bzw. die Verknappung von Vorprodukten und Energie aufgrund von Sanktionen und Produktionsausfällen hat zu einem erheblichen Anstieg der Energie- und Nahrungsmittelpreise geführt. In den meisten großen Volkswirtschaften sind aus Sicht von Expert:innen weitere Zinserhöhungen zu erwarten, um den hohen Teuerungsraten entgegenzuwirken. Insgesamt haben sich die globalen Wachstumsaussichten eingetrübt, wobei die Prognosen dazu mit großer Unsicherheit behaftet sind. Der IWF hat im Oktober 2022 für die Eurozone 2022 ein Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent prognostiziert. In mehreren europäischen Volkswirtschaften könnte es während der Wintermonate zu einem Konjunkturrückgang kommen. Den Experten des Währungsfonds zufolge wird die Wirtschaft im Vereinigten Königreich 2023 um 0,6 Prozent schrumpfen. Die Wachstumsschwäche wird auf die Steuerpolitik der Regierung, die straffere Geldpolitik der Zentralbank und weiterhin hohe Energiepreise zurückgeführt. DeutschlandDas Wirtschaftswachstum in Deutschland hat sich 2022 abgeschwächt. Zu den wachstumshemmenden Faktoren zählen die eingangs beschriebenen Turbulenzen und deren Auswirkungen auf den privaten Konsum und die geringeren Unternehmensinvestitionen. Die Bundesregierung hat fiskalpolitische Maßnahmen ergriffen, um private Haushalte und Unternehmen vor dem Preisanstieg zu schützen. Gegenüber dem Vorjahr ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 1,9 Prozent gestiegen - nach einem Anstieg um 2,6 Prozent im Jahr 2021. Laut Statistischem Bundesamt wurde die Wirtschaftsleistung im Jahr 2022 von rund 45,6 Millionen Erwerbstätigen im Inland erbracht. Damit nahm die durchschnittliche Zahl der erwerbstätigen Personen nach vorläufigen Berechnungen um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote lag 2022 bei rund 5,3 Prozent. Die MedienbrancheDie globale Medienindustrie befindet sich weiterhin in einem Transformationsprozess. Der Medienmarkt ist von der sich weiter beschleunigenden Digitalisierung und den daraus erwachsenden technologischen Innovationen gekennzeichnet. Nachdem sich der Medien- und Unterhaltungssektor im Jahr 2021 überdurchschnittlich stark von den corona-bedingten Auswirkungen erholen konnte, zeigte das Jahr 2022 jeweils unterschiedliche Entwicklungen für einzelne Branchensegmente auf. Aus Sicht der Expert:innen von PricewaterhouseCoopers (PwC) hat die Pandemie Verhaltensänderungen der Verbraucher:innen in einer Weise beschleunigt, die sich auch auf zukünftige Entwicklungspfade auswirken. Traditionelle Medienunternehmen stehen unverändert vor der Herausforderung, ihre Produkte, Prozesse, Geschäftsmodelle und ihre Position in der Wertschöpfungskette zu verändern. Zugleich investieren US-Technologieunternehmen wie Amazon oder Apple weiter in eigene Medieninhalte und bündeln diese in Abonnement-Angeboten mit zusätzlichen Produkten und Dienstleistungen. Der Facebook-Konzern Meta richtet sein Geschäft derweil mit massiven Investitionen in das Metaverse auf die virtuelle Welt aus. Im Jahr 2022 legten die Umsatzerlöse der globalen Medien- und Unterhaltungsindustrie laut PwC um 7,3 Prozent zu. Bis 2026 wird eine jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 4,6 Prozent prognostiziert, damit würde der Gesamtumsatz von rund 2,5 Billionen US-Dollar (2022) auf geschätzt 2,9 Billionen US-Dollar (2026) zunehmen. Bei den mobilen Internet-Anschlüssen steigen die Umsatzerlöse PwC zufolge jährlich um 4,8 Prozent auf 623 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026. Es wird davon ausgegangen, dass Smartphones in fünf Jahren die dominierenden Geräte für den weltweiten Internet-Zugang sein werden. Das globale Wachstum der breitbandigen Mobilfunkverträge hat mit einer Durchdringungsrate von 87 Verträgen pro 100 Einwohner:innen im Jahr 2022 nochmals zugenommen. Aufgrund ihrer dominanten Marktstellung kommt den finanzstarken Gatekeeper-Plattformen (insbesondere Google, Apple, Meta und Amazon) eine große Bedeutung für die globale Digital- und Medienwirtschaft zu. Während Google und Meta den globalen Online-Werbemarkt dominieren, beherrscht Amazon den E-Commerce-Sektor in Europa und den USA. Herausfordernd für klassische Medienunternehmen ist diese Entwicklung auch vor dem Hintergrund, dass der Zugang zu Konsument:innen und Daten für das erfolgreiche Bestehen eines Unternehmens in der Consumer-Internet-Industrie inzwischen unerlässlich ist. Da das Internet die Monopolstellung einzelner Unternehmen begünstigt, sind die Chancen für einen erfolgreichen Markteintritt konkurrierender Unternehmen geschmälert. Durch die kontinuierliche Expansion der monopolistischen Unternehmen in angrenzende Geschäftsfelder ist zusätzlich die Gefahr von Marktmachtübertragungen gegeben. Die Politik bemüht sich weiterhin darum, gleiche Rahmenbedingungen für alle Wettbewerber zu schaffen und die noch immer herrschende Ungleichbehandlung in Bezug auf Unternehmensbesteuerung, Datenschutz oder kartellrechtliche Fragen zu verbessern. In ihren Prioritäten 2019-2024 hat die EU-Kommission beschlossen, das kommende Jahrzehnt zur Digitalen Dekade Europas zu machen: Europa müsse seine digitale Souveränität ausbauen und eigene Standards setzen; von zentraler Bedeutung seien dabei Daten, Technologie und Infrastruktur. In diesem Zuge wurden auf EU-Ebene neue gesetzgeberische Maßnahmen beschlossen. So gibt es nun das Gesetz über digitale Märkte (DMA), das auf eine gerechtere und stärker wettbewerbsorientierte Gestaltung des digitalen Sektors abzielt. Zudem sollen mit dem Gesetz über digitale Dienste (DSA) ein besserer Verbraucherschutz im Internet etabliert und ein leistungsfähiger Transparenz- und Rechenschaftsrahmen für Online-Plattformen geschaffen werden. Für den Markt der Publikumszeitschriften sind in Deutschland in den nächsten vier Jahren weiterhin rückläufige Werbeeinnahmen sowie sinkende Vertriebserlöse zu erwarten. Die Vertriebserlöse im digitalen Bereich (digitale Magazine) wachsen laut Prognose von PwC jährlich hingegen um durchschnittlich 3,7 Prozent auf rund 279 Millionen Euro im Jahr 2026 an. Bei den digitalen Werbeerlösen wird ein Wachstum von durchschnittlich jährlich 4,1 Prozent prognostiziert. Wie bei den Vertriebserlösen kann auch bei den Werbeerlösen der Positivtrend im digitalen Bereich die Verluste im Print-Bereich nicht kompensieren. Die Verlage stehen daher weiter vor der Herausforderung, ihre Digitalaktivitäten dergestalt zu monetarisieren, dass die sinkenden Einnahmen im Print-Bereich stärker aufgefangen werden können. WerbemarktDer globale Werbemarkt ist auch im Jahr 2022 gewachsen - trotz des Krieges in der Ukraine, hoher Inflation und angespannter Lieferketten. Laut ihrem Advertising Expenditure Forecasts Report gehen die Expert:innen von ZenithOptimedia von einem Anstieg der globalen Werbeausgaben um 8 Prozent aus. Als Wachstumstreiber gelten insbesondere Online-Video-Advertising sowie Werbeausgaben in den sozialen Medien. Der Marktanteil digitaler Werbung wird laut Prognose 2022 bereits bei 62 Prozent liegen, gegenüber 59 Prozent im Jahr 2021. Für 2023 wird ein Wachstum der weltweiten Werbeinvestitionen von 5,4 Prozent erwartet. Mit Blick auf den deutschen Werbemarkt geht der Zentralverband ZAW von einem Wachstum um 2,5 Milliarden Euro oder rund 3 Prozent aus (von 47 Milliarden Euro in 2021 auf rund 49 Milliarden Euro in 2022). Investitionen in digitale Werbung sind auch 2022 zweistellig gewachsen - laut ZAW jedoch weiter asymmetrisch zugunsten weniger Gatekeeper-Plattformen. Eine Chance speziell für deutsche Printmedien ist ihre hohe Glaubwürdigkeit bei den Konsument:innen. So vertrauen laut Eurobarometer der Europäischen Kommission knapp 60 Prozent der Deutschen den Zeitschriften und Zeitungen. Von diesem großen Vertrauen der Konsument:innen in Printmedien profitieren auch Werbekunden - denn Zeitschriften bieten somit auch besonders glaubwürdige Umfelder für werbetreibende Unternehmen. Dies ist auch eine wesentliche Basis für "Brand Safety"-Aspekte - also für sichere Werbeumfelder für werbetreibende Unternehmen. E-CommerceDas seit Kriegsbeginn stark abgekühlte Konsumklima führt dazu, dass Konsument:innen sukzessive ihre Kaufentscheidungen hinterfragen; die Deutschen schränken sich insbesondere bei nicht dringend benötigten Waren oder Dienstleistungen ein. In diesem unsicheren Konsumumfeld hat sich auch die Entwicklung des Online-Handels zuletzt abgekühlt. Der Brutto-Umsatz mit Waren im Online- und Versandhandel ist 2022 um 8,8 Prozent gefallen. Fast zwei Drittel der Deutschen kaufen mehrmals in der Woche im Internet ein, beliebt bleiben weiterhin Online-Marktplätze und -Plattformen. Nach einem Ranking der Studie "E-Commerce-Markt in Deutschland 2022" zu den 100 umsatzstärksten Online-Shops belegte Amazon erneut mit weitem Abstand Platz eins. Insgesamt 41 Prozent des Gesamtumsatzes in Deutschland gehen auf die Top-10-Shops zurück, darunter u. a. Otto, Media Markt/Saturn, Zalando sowie Ikea. Nach der russischen Invasion in der Ukraine sind insbesondere bei den Segmenten Mode, Hobby und Freizeit sowie Unterhaltungselektronik die Spontaneinkäufe weggebrochen. Besonders stabil zeigten sich 2022 die Umsätze mit Warengruppen des täglichen Bedarfs (+ 1 Prozent), die in der Pandemie verstärkt in den E-Commerce gewandert sind. Der größte Umsatzanteil entfiel 2022 weiterhin auf die Warengruppe Unterhaltung (29,1 Milliarden Euro), gefolgt von den Warengruppen Bekleidung (21,3 Milliarden Euro), sowie Einrichtung (15,0 Milliarden Euro). Der bevh (Bundesverband E-Commerce und Versandhandel) geht für das Jahr 2023 von einem Umsatzwachstum bei Waren im E-Commerce von 4,8 Prozent aus. 2.2 Geschäftsverlauf2.2.1 Consumer MediaIm Bereich Consumer Media sind die konsument:innennahen Medien- und Verlagsgeschäfte des Teilkonzerns gebündelt. Allen Aktivitäten gemeinsam ist der Anspruch, Produkte auf den Markt zu bringen, die den Menschen den bestmöglichen Mehrwert bieten. Die in- und ausländischen Verlagsteile Burdas betreiben eine Vielzahl neuer Geschäftsmodelle mit dem Ziel, sich vom Werbemarkt sukzessive unabhängig zu machen und über die klassischen Vertriebserlöse hinaus Umsätze in der B2C-Interaktion mit den Kund:innen zu erzielen. Durch die Digitalisierung unterliegt der Medienmarkt seit mehr als zwei Jahrzehnten großen strukturellen Veränderungen. Die zu beobachtenden Verschiebungen auf dem globalen und dem nationalen Werbemarkt hin zu digitalen Medienangeboten haben im Jahr 2022 weiter zugenommen. Zudem führten hohe Teuerungsraten in vielen Ländern zu steigender Unsicherheit und in Folge zur Konsumzurückhaltung bei den Verbraucher:innen. Werbungtreibende Unternehmen reagierten auf die gestiegene Inflation sowie eine schwache Konjunktur zum Teil mit Kürzungen ihrer Werbeausgaben. Vor diesem Hintergrund ist der Anzeigenmarkt für Publikumszeitschriften in Deutschland mit einem Minus von 2,4 Prozent erneut gesunken und lag 2022 bei einem Brutto-Werbeumsatz von 2,8 Milliarden Euro (Quelle: Nielsen). Burda behält 2022 in der Print-Vermarktung mit Brutto-Werbeerlösen in Höhe von 441 Millionen Euro und einem Marktanteil von 15,6 Prozent eine führende Position unter den deutschen Verlagen (Quelle: Nielsen). Im deutschen Vertriebsmarkt ist der Absatz von Presseprodukten (Zeitungen und Zeitschriften) im Pressegrosso im ersten Halbjahr 2022 um 13,2 Prozent zurückgegangen, umsatzseitig ergibt sich ein Minus von 11,1 Prozent (Quelle: GVPG). Die Titel von Hubert Burda Media verzeichneten in diesem Jahr insgesamt eine verkaufte Auflage von 173,0 Millionen Exemplaren (Quelle: IVW). Von den 100 umsatzstärksten Titeln im Einzelverkauf in Deutschland entfallen 20 Titel auf Burda (Quelle: DNV). BurdaForward hat sich seit 2020 grundlegend gewandelt. Das Unternehmen baut sein auf Reichweitenvermarktung basierendes Geschäftsmodell plattformgetrieben aus, um neue Geschäfte zu schaffen. Bei den internationalen Aktivitäten sind die Umsätze differenziert zu betrachten. Während sich die gesamtwirtschaftliche Lage im traditionellen Print- sowie digitalen Geschäft dämpfend auswirkte, konnte sich der Event-Bereich von den Folgen der Corona-Pandemie erholen. Weltweit publizierte Burda im Jahr 2022 439 Zeitschriftentitel. Allein in Deutschland sind die Medienmarken des Geschäftsbereichs fester Bestandteil der Lebenswelten von 38,75 Millionen Leser:innen jährlich. Die Reichweite der digitalen Verlagsaktivitäten, einschließlich der Marken von BurdaForward, liegt in Deutschland pro Monat bei mehr als 46,69 Millionen Unique User und damit bei rund 74 Prozent aller Internet-Nutzer:innen (B4P 2022). Der Außenumsatz des Bereichs Consumer Media betrug 2022 insgesamt 1.118,7 Millionen Euro (2021: 1.154,5 Millionen Euro). Im Einzelnen haben sich die Teilbereiche der Consumer Media wie folgt entwickelt: BurdaVerlagDie publizierenden Bereiche - Publishing Premium, Publishing Populär sowie Publishing Kids -publizierten 2022 insgesamt 150 regelmäßig erscheinende Zeitschriftentitel (2021: 155), die mit 36,61 Millionen Menschen (2021: 37,44 Millionen) 51,9 Prozent (2021: 53,1 Prozent) der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren pro Jahr erreicht haben (Quelle: ma 2023/I). Publishing PremiumDer Verlagsbereich Publishing Premium umfasst die Themenbereiche News, Lifestyle und Food. Die unterschiedlichen Segmente haben sich 2022 - vor dem Hintergrund massiv gestiegener Energie- und Papierkosten und der allgemein rückläufigen Entwicklung im Print-Geschäft - teilweise sehr unterschiedlich entwickelt. So konnte bspw. das Luxus-Segment im Print-Anzeigenumsatz signifikante Zuwächse gegenüber dem Vorjahr erzielen, während Publikumszeitschriften für die breite Bevölkerung tendenziell stärker im Anzeigenumsatz verloren haben. Als Print-Marktführer im Wachstumsfeld Food (u.a. Meine Familie & ich, Lust auf Genuss, Slowly Veggie) hat der Verlag in seinem Competence Center Food, das die redaktionellen Kapazitäten für alle Food-Marken zentral steuert, sowie den Content für zahlreiche Food-Strecken diverser Publikationen erstellt, markenübergreifend effiziente Produktionen weiter vorangetrieben. Auch in neue Produkte wurde weiterhin investiert und mit 2050 ein neues Magazin zum Thema Nachhaltigkeit für die Generation Z eingeführt. Das bereits 2020 gelaunchte Männer-Magazin Esquire wurde im Geschäftsjahr 2022 erfolgreich weiterentwickelt. Der Umsatz aus den digitalen Geschäftsmodellen konnte im Jahr 2022 weiter gesteigert werden. Mit dem Aufbau einer neuen Koch-Plattform (Einfachkochen.de) wurde das Digitalgeschäft im Food-Segment erweitert. Zudem wurde die tracdelight GmbH mit der Affiliate-Plattform Tracdelight.de und dem Influencer-Netzwerk Brands You Love erfolgreich in den Bereich integriert und weiter ausgebaut. Auch die Burda Studios GmbH konnte ihr Geschäft der Bewegtbild-Produktion weiter ausbauen. Neben den bestehenden TV-Formaten wurden neue Aufträge für TV-Produktionen akquiriert sowie eine neue zentrale Einheit für die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Podcasts gebildet. Abgerundet wird die Wertschöpfung der Marken durch eine Vielzahl von Projekten und Veranstaltungen wie dem Focus Inner Circle, der Bunte Beauty Insight oder InStyle meets, womit der Bereich Publishing Premium die Transformation hin zu neuen Erlösquellen vorantreibt. Publishing PopularDieser Verlagsbereich beinhaltete im Jahr 2022 das Medienportfolio Entertainment, Women, Garden und Living sowie das Competence Center Health, welches alle Verlagsaktivitäten und Marken im Wachstumsfeld Gesundheit steuert. Die sukzessive in den einzelnen Themenbereichen eingeführten Arbeitsprozesse des Connected Workflow gewährleisten eine hocheffiziente Produktion. Weiter ausgebaut wurden 3rd-Revenue-Erlösströme wie u. a. E-Commerce oder die Erbringung von Customized-Publishing-Dienstleistungen. Ein besonderer Fokus lag auch 2022 auf den Aktivitäten im Health-Bereich. So hat der BurdaVerlag sein Engagement innerhalb des "Zukunftspakts Apotheke" weiter ausgebaut. Seit Herbst 2022 ist Burda Mitgesellschafter von IhreApotheken.de. Damit treibt Burda gemeinsam mit der Noweda Apothekengenossenschaft eG und weiteren Partnern im Zukunftspakt die Schaffung einer umfassenden, digital vernetzten Infrastruktur für die Versorgung mit Arzneimitteln voran. Publishing KidsDie dritte publizierende Einheit besteht aus dem Kinderzeitschriftenverlag Blue Ocean Entertainment AG in Stuttgart sowie dessen ausländischen Tochterunternehmen. Publishing Kids publiziert hochwertige Medienprodukte für Kinder und ist mit einem nochmals gestiegenen Anteil von rund 52 Prozent (zuvor: 50 Prozent) am Vertriebsumsatz führend im deutschsprachigen Raum für Kinderzeitschriften. Publishing Kids erzielt primär Vertriebserlöse und ist somit weitgehend unabhängig von den klassischen Anzeigenmärkten. 2022 veröffentlichte Publishing Kids in ihren Stammmärkten Deutschland, Österreich und der Schweiz 505 Ausgaben zu 69 regelmäßig erscheinenden Magazinen, 35 Sonderpublikationen, 9 Sticker- und Sammelkarten-Serien sowie zwei Serien mit dreidimensionalen Sammelprodukten (2021: 464 Ausgaben zu 69 regelmäßig erscheinenden Magazinen, 45 Sonderpublikationen, 8 Sticker-/Sammelkarten-Serien sowie ein 3-D-Collectible). Das Auslandsgeschäft von Publishing Kids entwickelte sich im letzten Jahr weiter positiv. Der Verlag verwertete 2022 die ursprünglich für den deutschen Markt kreierten Inhalte selbst oder in Zusammenarbeit mit Dritten für 1.204 ausländische Magazinausgaben (2021: 1.120). Insgesamt konnte der Bereich im Geschäftsjahr 2022 weltweit 10,57 Millionen Exemplare aus dem Titelportfolio von Blue Ocean Entertainment verkaufen (2021: 9,82 Millionen Exemplare). Durch die genannten Aktivitäten gelang es dem Publishing-Kids-Bereich im Jahr 2022, sein Geschäft weiter zu diversifizieren und noch internationaler aufzustellen. Hierdurch kam es auch zu einem entsprechenden Anstieg der Umsatzerlöse. Zur Unterstützung der drei publizierenden Bereiche zählen zum BurdaVerlag die übergreifenden Verlagsfunktionen Vermarktung und Vertrieb, Operations und Finance. Die Mitarbeitenden dieser Funktionen sind verantwortlich für die Monetarisierung der Produkte im Werbe- und Vertriebsmarkt sowie für Finanzen und Business Technologies: VermarktungDas Vermarktungsnetzwerk Brand Community Network (BCN) erweitert kontinuierlich seine Wege zu den Konsument:innen und erreicht so inzwischen über 57 Millionen Menschen in Print, Online, via Social Media, In-Games, DOOH, hyperlokal und live. Als eigenständige und unabhängige Vermarktungsorganisation baut BCN sein Angebot konsequent aus und geht zusätzliche Partnerschaften ein. Zum Portfolio zählen die crossmedialen Marken des BurdaVerlags, von BurdaForward und Nebenan.de sowie die Marken externer Mandanten wie der Klambt-Mediengruppe, onvista, Sports Illustrated und Playboy. Als Generalunternehmer für die ADAC Motorwelt übernimmt BCN sowohl Produktion, Herstellung und Druck als auch Redaktion, Vermarktung, Marketing und Distribution. Die Zusammenarbeit mit dem ADAC konnte 2022 vorzeitig verlängert werden. Merchandising und LicensingBrand Licensing ist die Agentur für Marken- und Lizenzproduktkooperationen und verantwortlich für die Erschließung von Neugeschäft im BurdaVerlag. Im Jahr 2022 konnte die Einheit den strategisch wichtigen Bereich der Lizenzmarken für die Kinder- und Jugendlichen-Zielgruppe um Die drei ??? und weitere Marken auf aktuell zehn Kids-Brands ausbauen. Mit Sports Illustrated hat Brand Licensing zudem eine einflussreiche Sport-Medienmarke für das internationale Markenportfolio gewonnen. Business Innovation HubDer Business Innovation Hub unterstützt Unternehmen auf vielfältige Weise, ihre Reichweite und somit ihre Markenbekanntheit zu steigern. Von diesen Leistungen profitieren auch die eigenen ECommerce-Beteiligungen der The Enabling Company (TEC) wie z. B. der Kaffee-Fachhändler Roast Market oder der Schmuckanbieter Jewels to Go (neue Beteiligung seit 2022). FactsIn der Facts-Säule (BurdaVerlag Data Publishing GmbH und FactField GmbH), der zentralen Destination für Siegel, Tests und Datenjournalismus im BurdaVerlag, werden die Recherche von Qualitätsdaten und daraus abgeleitete Angebote betrieben. Die publizistische Initiative For Our Planet macht auf die Veränderung des globalen Klimas als die größte Herausforderung unserer Zeit aufmerksam. Im Jahr 2022 erschien das For Our Planet-Magazin erstmals als Stand-alone-Publikation. Darüber hinaus kooperiert die Nachhaltigkeitsmarke seit vergangenem Jahr mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE). VertriebAnfang 2022 wurden die Funktionen Einzelverkauf, Abonnement, Retail & Kooperationen, ECommerce und Data & Logistik organisatorisch zusammengeführt. Die Einheit übernimmt die übergreifende strategische Steuerung des Vertriebs aller Zeitschriften. Der Bereich Retail & Kooperationen vertreibt die Food-Zeitschriften des BurdaVerlags außerhalb des Grossos an den Kassen der Supermärkte und sorgt auch dafür, dass die ADAC Motorwelt millionenfach zu den Kund:innen gelangt. Im Jahr 2022 wurde das Direktgeschäft um eine exklusive Kassenplatzierung von Blue Ocean-Sammelkarten bei Penny ausgebaut. Abo- und DirektmarketingBurdaDirect ist das Kompetenzzentrum für Konsumentendialog, Konsumentendaten und CRM-Prozesse im BurdaVerlag. Für mehr als 100 Zeitschriftentitel entwickelt das Unternehmen sowohl in der Kundenakquise als auch in der Bestandsverwaltung individuelle Lösungen im Eigen- und Dienstleistungsgeschäft. Ergänzt wird das Abonnementgeschäft um das komplette Leistungsspektrum im Bereich B2B- und Data-Services sowie durch den Eigenvertrieb weiterer Endkundenprodukte. In diesem Jahr startete der BurdaVerlag die Soziallotterie ClimaClic, die von BurdaDirect als Marketing- und Vertriebspartner unterstützt wird. Die Umsätze der Zeitschriftenabonnement-orientierten Geschäfte konnten trotz des rückläufigen Marktes konstant gehalten werden. In den Zuständigkeitsbereich der übergreifenden Bereiche fallen außerdem alle technischen Themen rund um Herstellung und Produktion sowie die technologische Infrastruktur. Ferner sind Finance-Kompetenzen sowie auch die interne Marktforschungseinheit Media Market Insights hier angesiedelt. BurdaForwardZum Portfolio von BurdaForward gehören reichweitenstarke Marken wie Focus online, Chip, TV Spielfilm.de, Bunte.de, Finanzen100, Fit For Fun, NetMoms, The Weather Channel und Efahrer.com. Mit dieser Auswahl an redaktionellen Digitalangeboten erreicht das Unternehmen mehr als 39 Millionen Unique User pro Monat und damit rund 64 Prozent der Internet-Nutzer:innen in Deutschland (agof daily digital facts). Im Print-Bereich ist BurdaForward mit dem Chip-Magazin und mehreren Tochtermagazinen aktiv. Mit dem eigenen Markenportfolio bietet BurdaForward werbetreibenden Unternehmen glaubhafte journalistische Umfelder für ihre Werbekampagnen. Besonders stark wuchs BurdaForward mit programmatisch gebuchter Werbung (Programmatic Advertising) und konnte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Weitere Marktanteile gewann das Portal Efahrer.com, das nach monatlichen Nutzer:innen im Juni 2022 erstmals auf Platz zwei der Automobilportale aufstieg. Um gesellschaftliche Debatten nachhaltig zu bereichern, treibt BurdaForward den kritisch-konstruktiven Journalismus voran. Mit dem "Constructive World Award" gibt Focus online Medienschaffenden und Akteur:innen (bspw. Stiftungen, Verbänden, Einzelpersonen) eine Bühne, die durch ihr Engagement und ihre konstruktive Berichterstattung die Welt lösungsorientiert vorantreiben und bewegen. Im Rahmen der internationalen Konstruktiv-Reihe "12 Frauen, 12 Ideen" porträtierte Focus online Wissenschaftlerinnen, die an Lösungen für die größten Probleme der Menschheit forschen. Ende 2022 initiierte das Portal mit einem Netzwerk aus Wissenschaftler:innen, Reporter:innen und Klimaexpert:innen die Klima-Offensive Focus Online Earth mit Sitz im Ahrtal. Kurz nach dem Beginn des Krieges in der Ukraine startete BurdaForward eine Kooperation mit dem Deutschen Kinderhilfswerk und der Tribute to Bambi Stiftung, um geflüchteten Kindern und Jugendlichen das Ankommen in Deutschland zu erleichtern. Durch die redaktionelle Initiative auf den Portalen konnten mehr als 80.000 Euro Spenden für Bildungsprojekte gesammelt werden. Den Folgen des Krieges durch Inflation und steigende Preise begegnete BurdaForward mit dem redaktionellen Aufklärungsangebot "Die Preismeister". BurdainternationalDie in diesem Bereich zusammengefassten Aktivitäten haben ihren Schwerpunkt in Großbritannien, Kontinentaleuropa und Asien. Insgesamt ist die Einheit in Deutschland und 11 weiteren Ländern aktiv (2021: 13 Länder). Zusätzlich zu den in allen Märkten im Jahr 2022 weiter verstärkten Online-Aktivitäten publizierten Burda und seine Partnerverlage im Ausland 136 Titel (2021: 168 Titel), Europa ist mit 125 Titeln (2021: 156 Titel) dabei mit Abstand die wichtigste Region. Die Umsatzerlöse des Bereichs lagen 2022 leicht unter dem Vorjahr. Das Jahr 2022 war geprägt durch steigende Preise (Papier, Energie, Transportlogistik) sowie seit Mitte des Jahres durch die inflationsbedingte Eintrübung der Konsumbereitschaft allgemein. Dies betraf nicht nur das Magazingeschäft, sondern auch E-Commerce-Aktivitäten, Events etc. Dabei wirkte sich die makroökonomische Gesamtlage sowohl im digitalen als auch im Print-Geschäft dämpfend aus. Im Event-Bereich hingegen ist eine Erholung nach den pandemiebedingten Einbrüchen der letzten Jahre festzustellen. Die Organisation des internationalen Verlagsgeschäfts gliedert sich aktuell in vier eigenständige Teilbereiche: Immediate Media, Publishing Europe, Burda Luxury sowie Burda Create!. Immediate MediaImmediate Media, der nach Umsätzen größte Bereich von BurdaInternational, steht mit seiner Plattform-Strategie (auf einer bestimmten thematischen Plattform werden unterschiedliche, auch wechselnde Geschäftsmodelle betrieben) im Zentrum des Umbaus der gesamten internationalen Mediengruppe. Das Ausrollen der von Immediate Media entwickelten Technologie-Lösung in die anderen Märkte begann 2022 und wird im nächsten Jahr intensiv vorangetrieben. Im vierten Quartal übernahm Immediate die bedeutende, in Ernährungsfragen eine der führenden Plattformen Nutracheck und erweiterte dadurch seine Plattform Food um einen wertvollen Baustein. Die Umsatzerlöse der Gruppe gingen deutlich zurück - dies ist jedoch ausschließlich auf den Abgang einer Verlagsgesellschaft zu Beginn des Jahres 2022 zurückzuführen. Bereinigt um diesen Effekt, kam es zu einem leichten Anstieg der Umsatzerlöse. Auch 2022 wurde das 2020 eingeleitete Restrukturierungsprogramm zur Effizienzsteigerung fortgeführt, was auf der Kostenseite zu nachhaltigen Entlastungen führte. Publishing EuropeDer Fokus der Publishing-Europe-Aktivitäten lag 2022 wie schon 2021 in Polen, wo die Integration der akquirierten Aktivitäten der Beauty-Shopping-Plattform Cocolita.pl und des Medienunternehmens Edipresse Polska, inklusive der Realisierung erster Synergie-Effekte, erfolgreich zum Abschluss gebracht wurden. Somit zeigen die Geschäftsaktivitäten in Polen für 2022 ein deutliches Umsatzplus zum Vorjahr, getrieben im Wesentlichen von den Bereichen Digital und Distribution Services. Zum Jahresende wurde ein Großteil der Print-Aktivitäten eingestellt. Die Konzentration auf Kernmarken und -kompetenzen im Bereich Lifestyle & Luxury mit den Marken Elle, Glamour, National Geographic und Viva führte zu einer deutlichen Verschlankung der Organisation. Das Geschäft von Cocolita.pl wuchs 2022 deutlich, auch wenn die geplante regionale Expansion ausgesetzt wurde. In Tschechien setzte sich die positive Umsatzentwicklung des Vorjahres in allen Geschäftsbereichen fort. Hervorzuheben ist hierbei das Event-Geschäft, von dem zwei neue Formate am Markt etabliert wurden. Das Geschäft in Frankreich mit seinem weiterhin sehr hohen Anteil von Print-Magazinen am Umsatz war geprägt durch die hohen Papierpreise. Beim wichtigsten Titel Le Nouveau Detective gelang es, gegen den Markttrend eine Steigerung der Umsatzerlöse zu erzielen. Burda LuxuryDie in asiatischen Ländern tätige Einheit Burda Luxury konnte 2022 nach den pandemie-bedingten Umsatzrückgängen der Vorjahre eine signifikante Umsatzsteigerung in den Bereichen Print und Digital verzeichnen. Ferner zeigte sich der Bereich widerstandsfähig gegen die Krisensignale aus der Weltwirtschaft, insbesondere weil der Inflationsdruck in Südostasien weniger ausgeprägt war und das Konsumverhalten der wohlhabenden Zielgruppen kaum beeinträchtigte. Die kontinuierliche Optimierung der Organisationsstrukturen zeigte Früchte. Zu nennen ist insbesondere der Aufbau eines zentralen Content-Hubs für digitale Inhalte in Indien, der maßgeblich zum deutlichen Wachstum aller wesentlichen Traffic-KPIs beigetragen hat. Burda Create!Die auf der Tradition der Marke Burda Style aufbauenden Aktivitäten im Bereich Crafting werden in der Einheit Burda Create! Gebündelt. Das Jahr 2022, bzw. die Endphase der Pandemie, war geprägt von einer sich negativ auf die Umsätze auswirkenden "Rückkehr zur Normalität". Die Zuwächse aus dem Vorjahr, resultierend aus dem Do-it-yourself-Boom der Lockdown-Monate, konnten nicht gehalten werden; einzig das Lizenzgeschäft zeigte sich stabil. Als Reaktion darauf wurde mit einer Neustrukturierung der Wertschöpfungskette des Bereichs begonnen mit dem Ziel einer deutlich verbesserten Kostenstruktur ab Mitte 2023. Daraus resultierend wurde zum Jahresende die Geschäftstätigkeit der beiden skandinavischen Tochtergesellschaften Burda Nordic und Toppatterns eingestellt. BurdaNextBurdaNext hat das Ziel, kleine und mittelgroße, sehr schnell wachsende Beteiligungen zu bündeln. Derzeit gehört zur BurdaNext die Mehrheit am Nachbarschaftsnetzwerk Nebenan.de. Aufgrund des Abgangs von jameda zum Ende des Geschäftsjahres 2021 liegen die Umsatzerlöse des Bereichs deutlich unter dem Vorjahr. Nebenan.de ist mit rund 2,5 Millionen adressverifizierten Nutzer:innen das führende Nachbarschaftsnetzwerk in Deutschland. Im Jahr 2022 hat Nebenan.de sein starkes Nutzer:innenwachstum fortgeführt. Weiterhin liegt zugleich ein starkes Augenmerk auf dem sozialen Impact und der Förderung von Nachbarschaften durch Nebenan.de. Risiken des BereichsZusätzlich zur strukturellen Veränderung des Medienkonsumverhaltens sowie dem Überangebot an Werbeflächen war das Jahr 2022 geprägt von den Einflüssen des Ukraine-Krieges mit den Auswirkungen auf Energie- und Rohstoffpreise sowie der gestiegenen Inflation in den meisten Volkswirtschaften. Insgesamt haben sich damit die Herstellkosten der Print-Publikationen drastisch erhöht. Gleichzeitig sind die Verkäufe vieler Print-Publikationen in der ersten Jahreshälfte 2022 stärker zurückgegangen als im langfristigen Mittel, was zu geringeren Verkaufserlösen bei den klassischen Print-Magazinen geführt hat. Auch im Anzeigenmarkt schlägt sich, speziell in der zweiten Jahreshälfte 2022, die abgekühlte gesamtwirtschaftliche Entwicklung in geringeren Anzeigenbuchungen bei vielen Print-Publikationen nieder. In Großbritannien erweist sich das makroökonomische Umfeld weiterhin als außerordentlich herausfordernd. Im starken Konkurrenzumfeld besteht nicht immer die Möglichkeit, Kosteneffekte an die Konsument:innen weiterzureichen, ohne die eigene Marktposition zu gefährden. Dem strukturellen Risiko wird national sowie international zum einen durch kontinuierliche Innovation in den Kernerlösströmen und zum anderen durch den Aufbau neuer Erlösströme außerhalb des klassischen Anzeigen- und Vertriebsgeschäfts begegnet. Abwärtstendenzen im nationalen Zeitschriftenvertrieb begegnet Burda mit gezielten Marketingmaßnahmen am Point of Sale, dem Ausbau von Print-Wachstumsbereichen wie bspw. Dem Kinderzeitschriftenmarkt und dem Apothekenmagazin My Life sowie dem Ausbau digitaler Geschäftsmodelle und Lizenzierungen. Auch verlagsübergreifende Allianzen an den zentralen Marktschnittstellen können einen positiven Effekt auf die Wirtschaftlichkeit der Print-Aktivitäten in diesem Bereich haben. International lag ein weiterer Fokus auf Effizienzsteigerungen im Bereich der Content-Produktion für Print und Digital. Hierzu wurden länderübergreifend Kompetenzen gebündelt - in Europa in den Bereichen Food und Crafting, in Asien in den Bereichen Travel und Luxury. Weiterhin fanden in den einzelnen Ländern umfassende Restrukturierungen in allen operativen Einheiten statt. Der besondere Fokus lag hierbei auf dem Schaffen einer gruppenweiten skalierbaren, zukunftssicheren Digital-Plattform, um die Wachstumschancen in diesem Geschäftsbereich konsequent nutzen zu können. BurdaForward steht als Publisher digitaler Inhalte vor den Herausforderungen, die die Umsetzung der DSGVO mit sich bringt. Hier ist insbesondere das Verbot der Third Party Cookies zu nennen, das einen wesentlichen Einfluss auf die Erlösströme darstellt. BurdaForward begegnet diesen Gegebenheiten mit der Entwicklung eines neuen Werbesystems (Sugarless). Des Weiteren bestehen bei BurdaForward Klumpenrisiken bei einigen Erlösarten, beispielsweise im Transaktionsbereich. Diesen begegnet der Bereich mit einer Diversifizierung der Kundenbasis und einer Transformation der Geschäftsmodelle. StrategieUm mit dem journalistischen Kerngeschäft in Deutschland wachsen zu können, wurden alle deutschen Verlagsaktivitäten des Teilkonzerns bereits Anfang 2021 zu einer publizistischen Management-Einheit, dem BurdaVerlag, zusammengeführt. Der strategische Ansatz bleibt, die Konsument:innen und ihre Bedürfnisse stärker in den Mittelpunkt von Produktstrategien und Geschäftsmodellen zu stellen und durch neue Produkte und Services abseits des klassischen Print-Geschäfts zu bedienen. Die Kernziele für 2023 bleiben die beiden strategischen Schwerpunkte Wachstum und Transformation mit dem Ziel der Sicherung einer marktwirtschaftlichen Finanzierbarkeit von Journalismus im 21. Jahrhundert. Nach der strategischen Konzentration auf die zukunftsträchtigen Kernmärkte wird für BurdaInternational das Jahr 2023 geprägt sein durch das Ausrollen der Fabric-Plattform in alle relevanten Bereiche. In allen Teileinheiten wird die Anpassung der Prozesse an die veränderten Marktbedingungen fortgesetzt, um die Kostenstrukturen krisenfester zu machen. Gleichzeitig erhält die Organisation die nötige Agilität, um auch weiterhin Wachstumschancen insbesondere im Digital- und Event-Portfolio wahrzunehmen. BurdaForward wird 2023 sein auf Reichweitenvermarktung basierendes Geschäftsmodell mit einem breit diversifizierten Erlös-Mix plattformgetrieben weiterentwickeln. Dabei setzt BurdaForward intensiv auf Zukunftstechnologien wie beispielsweise künstliche Intelligenz, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und bestehende zu transformieren. Mit dem Eintritt des BurdaForward-CEO in die Geschäftsführung des BurdaVerlags Ende 2022 werden die Geschäftseinheiten des Bereichs auch personell enger verzahnt. Nebenan.de setzt in 2023 seinen Fokus auf die Kernthemen Nutzer:innenwachstum, Retention und Monetarisierung - hier vor allem auf den Ausbau des Anzeigengeschäfts. PrognoseZusätzlich zu den seit Längerem bestehenden, strukturellen Herausforderungen, denen die Publikumszeitschriften insgesamt unterliegen, bewegt sich der Geschäftsbereich 2023 in einem weiterhin herausfordernden makroökonomischen Umfeld. Dennoch blickt der Bereich Consumer Media optimistisch in die Zukunft. Die hier gebündelten Produkte und Dienstleistungen sind mit ihrer hohen journalistischen Qualität sowie der großen Strahlkraft und Glaubwürdigkeit ihrer Marken fester Bestandteil im Alltag von Millionen Menschen weltweit und schaffen eine gute Grundlage für die zukünftige Entwicklung. Der deutsche Verlagsbereich wird den bereits eingeschlagenen Weg zunehmender Effizienz der klassischen Produktion und von verlagsnahen Dienstleistungen weitergehen. Bereits Ende 2022 wurden auf Managementebene zudem strukturelle Veränderungen eingeleitet, um die digitale Transformation zu beschleunigen und in angrenzende digitale Geschäftsmodelle zu investieren. Dabei setzt der Verlag auch auf eine deutlich engere Zusammenarbeit mit BurdaForward. Verlagsübergreifende Allianzen an den zentralen Marktschnittstellen können einen positiven Effekt auf die Wirtschaftlichkeit des deutschen Verlagsgeschäfts haben. BurdaForward ist trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen durch die Auswirkungen des Ukraine-Krieges, wie etwa eine Kaufzurückhaltung auf Seiten der Nutzer:innen, nach Umsatzerlösen gewachsen. Für 2023 erwartet BurdaForward ein weiteres Umsatzwachstum, das vor allem aus dem programmatischen Bereich kommen soll. Die Anzahl der verlegten Zeitschriften und die Anzahl der Digitalprodukte wird 2023 weltweit voraussichtlich weitgehend konstant bleiben. Der Bereich Consumer Media erwartet für 2023 einen leichten Umsatzrückgang. 2.2.2 B2B Media und ServicesDer Geschäftsbereich B2B Media und Services umfasst professionelle Dienstleistungen, die Burda in den nachfolgend genannten Einheiten für andere Unternehmenskunden erbringt. Dazu gehört die New Work-Gruppe, die Deutschlands größtes berufliches Online-Netzwerk Xing betreibt, sowie die BurdaDruck-Gruppe, die mit Standorten in Offenburg, Nürnberg und im französischen Vieux-Thann eines der größten Druckunternehmen Europas ist. Auf B2B-Leistungen setzt auch die Agenturgruppe C3, die Content-Marketing-Lösungen für ihre Kunden entwickelt. 2022 betrug der Außenumsatz des Bereichs B2B Media und Services 536,5 Millionen Euro (2021: 495,4 Millionen Euro). New Work SESeit 2012 ist Burda mehrheitlich an der New Work SE beteiligt. Mit starken Marken wie Xing, Kununu und Onlyfy by Xing sowie dem größten Talente-Pool in D-A-CH engagiert sich die New Work SE für eine bessere Arbeitswelt. Sie bringt Kandidat:innen und Unternehmen zusammen, damit Berufstätige ein zufriedeneres Jobleben führen und Firmen durch die richtigen Talente erfolgreicher werden. Das Job-Netzwerk Xing wurde 2022 in der D-A-CH-Region von mehr als 21 Millionen Mitgliedern genutzt. Das Geschäft der New Work SE hat sich 2022 infolge der anhaltenden Erholung des Arbeitsmarkts und wieder zunehmenden Fachkräftemangels, sowohl in Bezug auf die Umsatzerlöse als auch auf das Ergebnis positiv entwickelt. BurdaDruckBurdaDruck ist auf die Herstellung hochwertiger Zeitschriften, Kataloge und Werbedrucke im hochauflagigen Tiefdruck sowie auf alle dafür notwendigen Dienstleistungen spezialisiert. Zu den Auftraggebern zählen neben dem BurdaVerlag auch teilkonzernfremde Verlags- und Akzidenzkunden aus verschiedenen Branchen. Die Umsatzerlöse sind im Vorjahresvergleich deutlich gestiegen. BurdaDruck bewegt sich in einer seit Jahren rückläufigen und von Überkapazitäten geprägten Branche. Dies führte zu einem harten, über den Preis geführten Verdrängungswettbewerb. Die Corona-Pandemie und darauffolgend der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine haben die Digitalisierung und damit einhergehend den Rückgang des grafischen Druckmarktes noch einmal beschleunigt. Das Jahr 2022 war zum einen weiterhin, wenn auch weniger stark, von der pandemischen Lage geprägt, zum anderen kam als neuer, weltweit folgenreicher Krisenherd der Krieg in der Ukraine hinzu. Bereits 2021 war bei nahezu allen für den Tiefdruck relevanten Rohstoffen, der Logistik und ab Mitte des Jahres auch im Energiesektor eine enorme Kostensteigerung zu beobachten. 2022 hat sich diese Entwicklung infolge der Auswirkungen des Krieges dramatisch zugespitzt. Allein die Kosten für Papier haben sich mehr als verdoppelt, für Energie teilweise verzehnfacht. Diese großen Kostensteigerungen konnten jedoch nur teilweise an die Kund:innenweitergegeben werden. Die gesamtwirtschaftlich schwierige Lage führte dazu, dass die gedruckte Tonnage am Jahresende mit 260.000 Tonnen um 40.000 Tonnen unter Plan lag. C3Der Anspruch der Content-Marketing-Agentur C3 ist es, Marken und Unternehmen einen relevanten Platz im Leben ihrer Kund:innen zu verschaffen. C3 vereint von Strategie und Konzeption über Content-Kreation, Technologie- und Plattformkompetenz bis hin zu Marketing Intelligence, Paid (Digital) Media, Performance Marketing und SEO über 30 Fachdisziplinen unter einem Dach. Die Consulting-Unit Cyan begleitet Unternehmen zudem bei der organisatorischen Transformation ihrer Marketing- und Communications-Bereiche und der Gestaltung von Newsrooms. 2022 ging mit Hooray ein eigenes Filmproduktionslabel an den Start. Die Bewegtbild-Unit verbindet Kreatividee, Produktion und Distribution und bietet ihren Kund:innen alle Dienstleistungen aus einer Hand. C3 arbeitet im Client-Pod-Agenturmodell und formt dabei interdisziplinäre Projektteams passgenau und agil um Kundenbedürfnisse herum. Das Modell wird stetig weiterentwickelt und hat sich 2022, insbesondere durch die Möglichkeit der virtuellen Kundenbetreuung und Projektarbeit, bewährt. Die Agenturgruppe hat rund 400 Mitarbeitende an acht Standorten in Europa. Die Erlöse der Agenturgruppe waren 2022 deutlich rückläufig, was auf die schwierigere allgemeine Wirtschaftslage zurückzuführen ist. Risiken des BereichsNeben den bereits bekannten Social Networks konkurriert die New Work SE sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich mit einer Reihe von weiteren - potenziell reichweitenstarken - Unternehmen. Deren Markteintritt und Wachstum kann sich negativ auf den eigenen Traffic und die Preise für die angebotenen Dienstleistungen auswirken. Die New Work SE begegnet diesem Risiko durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Produktstrategie sowie gegebenenfalls Kooperationen mit diesen Unternehmen. Im Bereich Druck setzte sich die Veränderung des Auftrags-Mix wie erwartet fort. Während das Zeitschriften- und Kataloggeschäft rückläufig ist, zeigte sich das Segment der Werbedrucksachen in den letzten Jahren weitgehend stabil. Durch den insgesamt schrumpfenden Markt herrscht allerdings seit Jahren ein starker Verdrängungswettbewerb, der zu einem anhaltenden Preisdruck führt. Daher sind auch weiterhin ein konsequentes Kostenmanagement sowie die Optimierung und Automatisierung der Produktionsabläufe unerlässlich. BurdaDruck hat 2022 mit dem Umzug der Weiterverarbeitung die Konzentration der Druck- und Weiterverarbeitungsaktivitäten im erweiterten, modernen Druckzentrum in Offenburg vollendet. Um Forderungsausfällen entgegenzuwirken, wird die Bonität der Kunden regelmäßig überprüft und das Auftragsvolumen mittels Kreditversicherungen oder Vorkassebedingungen weitestgehend abgesichert. Die Herausforderungen für C3 liegen weiterhin in der Gewinnung neuer Kunden und der Bindung von Bestandskunden. Die wesentlichen Großkunden im Portfolio stellen eine gewisse Abhängigkeit bzw. Klumpenrisiko dar. Aufgrund der gegenwärtigen gesamtwirtschaftlichen Lage agieren Kunden grundsätzlich kostensensitiver. Zudem erfordert der Übergang von der Print- zur Digitale-Lösung-Agentur sowohl Spezialisierung in spezifischen Themen als auch Flexibilität bei der Mitarbeiterauslastung. C3 begegnet diesen fordernden Gegebenheiten mit einer effizient aufgestellten Matrixorganisation, rollierendem Forecasting sowie dem gezielten Einsatz von Freelancer:jnnen und Spezialist:innen mit Projektbezug. StrategieDie strategische Neuausrichtung der New Work SE auf das Segment B2B-E-Recruiting wurde durch den erfolgreichen Launch der neuen B2B-Marke Onlyfy by Xing im September 2022 entscheidend gestärkt. Der Bereich bietet - als zentraler Wachstumstreiber der New Work SE - Lösungen und Services an, die Unternehmen dabei unterstützen, sich erfolgreich im herausfordernden Fachkräftemangel zu behaupten. BurdaDruck wird in allen beeinflussbaren Segmenten auch weiterhin ein konsequentes Kostenmanagement betreiben und alle möglichen und sinnvollen Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit ergreifen. Es wird auf der Nachfrageseite weiterhin intensiv geprüft, ob andere Produktionsverfahren komplementär zum Tiefdruckverfahren ergänzt werden sollten. Im Fokus steht der Inkjet-Digitaldruck. BurdaDruck hat am Standort Nürnberg in eine eigenentwickelte Digitaldruckmaschine investiert, auf der u. a. der individualisierte Titel des Apotheken-Magazins My Life gedruckt wird. Eine der wesentlichen Stärken von C3 liegt darin, die Transformation von Unternehmen kommunikativ zu begleiten und zu gestalten. Dazu übersetzt die Agenturgruppe Richtung und Sinn von Veränderungen in wirksame Kommunikation, die unterschiedliche Menschen in immer komplexeren Kanal-Ökosystemen erreicht. PrognoseDie New-Work-Gruppe wird auch 2023 die strategische Neuausrichtung weiter vorantreiben, um der führende Recruiting-Partner für Unternehmen und Jobsuchende im Hinblick auf den "perfekten Match" zu werden. Trotz einer weiterhin rückläufigen Marktentwicklung wird es auch zukünftig eine Nachfrage nach Tiefdruckdienstleistungen geben. BurdaDruck ist durch seine diversen Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit mittel- und langfristig in einer guten Ausgangsposition. In Offenburg wurde die Verlagerung der Produktion in das neue Druckzentrum Ende 2022 abgeschlossen. Die Konzentration auf nur noch ein Werk statt bisher zwei Werke an diesem Standort sorgt für essenzielle Synergieeffekte und ermöglicht weiteres Einsparpotenzial. BurdaDruck erwartet für 2023 einen der gesamtwirtschaftlichen Lage und den weiterhin hohen Produktionskosten geschuldeten deutlichen Rückgang des Marktes, allerdings auch Konsolidierungen aufseiten der Wettbewerber, sodass sich das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage bis spätestens 2024 wieder auf einem vernünftigen Niveau bewegen sollte. Die Weiterentwicklung von C3 wird 2023 unter der Prämisse "Narrative to Impact" gestaltet: mit dem weiteren Ausbau von Strategie- und Beratungskompetenz, kanalübergreifender Content-Exzellenz in der Umsetzung sowie den richtigen Instrumenten, um die Wirkung der narrativen Strategie messbar zu machen. Der Bereich erwartet für das Jahr 2023 leicht steigende Umsatzerlöse. 2.2.3 CommerceIm Geschäftsbereich Commerce vereint Burda wesentliche Internet-Aktivitäten des Teilkonzerns in den Bereichen E-Commerce und Online Travel. Darüber hinaus wird in diesem Bereich das Investmentgeschäft in konsumentennahe Digitalunternehmen gebündelt. Dazu gehört der Investmentarm BurdaPrincipal Investments (BPI), dessen Strategie auf Investitionen in eng definierte Geschäftsmodelle wie Marktplätze und Plattformgeschäfte ausgerichtet ist. Auch die im Commerce-Segment tätigen Teilkonzernunternehmen wurden von den bereits beschriebenen, exogenen Faktoren - dem russischen Angriffskrieg, dem abgekühlten Konsumklima sowie massiv gestiegenen Energie- und Produktpreise - im Geschäftsjahr 2022 in unterschiedlicher Weise beeinträchtigt. Einen deutlichen Umsatzrückgang verzeichneten die Gesellschaften der BurdaCommerce. Die HolidayCheck Group AG konnte im Vergleich dazu eine deutliche Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr erzielen. Insgesamt erzielte der Geschäftsbereich Commerce im Jahr 2022 einen Umsatz von 1.247,8 Millionen Euro (2021: 1.276,6 Millionen Euro). Der Bereich Commerce gliedert sich derzeit in die folgenden Teilbereiche: BurdaCommerceZum Bereich BurdaCommerce gehören die Elektronik-E-Commerce-Beteiligungen Cyberport GmbH, computeruniverse GmbH und CyberSolutions GmbH sowie der Online-Weinhändler Silkes Weinkeller. Cyberport gehörte 2022 zu den größten E-Commerce-Unternehmen Deutschlands. Das Unternehmen verfügt zum aktuellen Zeitpunkt über 13 Stores in Deutschland und Österreich. Durch den Zukauf von zwei IT-Services-Unternehmen Ende 2021 hat Cyberport zudem sein Geschäftsmodell erweitert, um zukünftig den zahlreichen Geschäftskund:innen des Unternehmens nicht nur Hard- und Software, sondern auch entsprechende IT-Services anbieten zu können. Die zwei IT-Services-Unternehmen wurden 2022 verschmolzen und bieten nun als Cyberport IT-Services GmbH ihr Dienstleistungsportfolio an. Der Online-Weinhändler Silkes Weinkeller hat 2022 die neue E-Commerce-Marke Meravino gegründet, die sich an eine jüngere Zielgruppe richtet. Der Bereich BurdaCommerce wurde 2022 durch den Einbruch der Konsumlaune in der D-A-CH-Region sowie den Sanktionen gegen Russland stark negativ beeinflusst und verzeichnete einen Umsatzrückgang. Gleichzeitig blieb der Wettbewerbsdruck hoch. Die Warenverfügbarkeit hat sich in einigen Bereichen verbessert, jedoch blieben die Lieferketten instabil. HolidayCheck GroupDie HolidayCheck Group ist ein in Mitteleuropa tätiger Konzern für die Vermittlung und Veranstaltung von Reisen. Die Gruppe beschäftigte zum Stichtag rund 290 Mitarbeiter an vier Standorten in Deutschland, Polen und der Schweiz. Zur HolidayCheck Group gehören das Hotelbewertungs- und Reisebuchungsportal HolidayCheck, der Reiseveranstalter HolidayCheck Reisen sowie die Mietwagenportale MietwagenCheck und Driveboo. Im Geschäftsjahr 2022 waren die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Reisebranche noch deutlich spürbar. Auch wenn die Reisebranche und damit der HolidayCheck-Group-Konzern kaum noch direkt durch die Covid-19-Pandemie getroffen wurde, wie z. B. durch weltweite Reisewarnungen und Reisebeschränkungen, so wirkten noch einige Sekundäreffekte nach. Insbesondere aufgrund einer Abwanderung von Personal aus der Reisebranche kam es zu einer Angebotsreduktion und damit auch zu deutlich steigenden Preisen sowie zu chaotischen Verhältnissen an den Flughäfen während der Hauptreisezeit. Daneben führte auch die Verknappung von Energieressourcen zu Preissteigerungen bei Pauschalreisen und somit zu einer insgesamt verhaltenen Nachfrage im zweiten Halbjahr. Auch wenn das Buchungsvolumen noch hinter dem Vorkrisenniveau zurückblieb, war im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Erholung spürbar. Insgesamt konnten die Umsatzerlöse deutlich gesteigert werden. BurdaPrincipal InvestmentsBurdaPrincipal Investments (BPI) stellt langfristiges Wachstumskapital für schnell wachsende Technologie- und Digitalunternehmen bereit. 2022 hat BPI neue Investitionen in Europa, zum Beispiel in Deutschland und Litauen sowie Südostasien getätigt und Portfoliounternehmen mit Folgeinvestitionen unterstützt, so zum Beispiel HungryPanda, eine weltweit tätige Online-Lieferdienst-Plattform für authentisches asiatisches Essen mit Sitz in London, sowie Felmo, eine Plattform für Tierarztdienstleistungen. Mit einer Reihe von Neuinvestitionen hat BPI sein Portfolio zudem weiter ausgebaut. Im Bereich Cybersecurity hat BPI in das litauische Unternehmen Nord Security investiert, das auf Online Datenschutz- und Sicherheitslösungen (VPN) spezialisiert ist. Durch die Investition in das deutsche Start-up Arive ergänzt BPI das Portfolio um einen weiteren Express-Lieferdienst. Neu zum Portfolio hinzugekommen ist auch Patronus, mit dem BPI erstmalig in den Bereich Altenpflege und deren Digitalisierung investiert. Mit dem Verkauf von drei Portfoliounternehmen sowie der Abstockung an zwei weiteren Beteiligungen trug BPI auch im Jahr 2022 zum Teilkonzernerfolg bei. Risiken des BereichsBurdaCommerce beinhaltet verschiedene Geschäftsmodelle und bedient unterschiedliche Zielgruppen. Aufgrund dieser relativ hohen Diversifikation werden Klumpenrisiken weitestgehend vermieden. Durch den Fokus auf die D-A-CH-Region können gravierende Nachfrageschocks in dieser Region jedoch nur bedingt ausgeglichen werden. Die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine, mit massiver Eintrübung der Nachfrage im Privat- und Geschäftskundenbereich beeinträchtigen daher die meisten Aktivitäten dieses Bereichs. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wird auf strategischer Ebene die Diversifikation des Geschäftsmodells weiter vorangetrieben. Zudem werden die Bevorratungsstrategien den steigenden Bezugspreisen der Waren angepasst. Als Reisevermittler und -veranstalter ist auch die HolidayCheck Group den bereits erwähnten geopolitischen Risiken und Kostensteigerungen bzw. dem daraus resultierenden Konsumrückgang ausgesetzt. Um ausreichend relevante nutzergenerierte Inhalte (z. B. Bewertungen und Bilder) zu erhalten und die Wettbewerbsposition verteidigen bzw. ausbauen zu können, wird ein Anstieg der Kosten für Marketingmaßnahmen erforderlich sein. Sowohl bei BurdaCommerce als auch bei der HolidayCheck Group und den Beteiligungen der BPI tragen, aus operativer Sicht, eine durchgängige Kostendisziplin und - insbesondere bei Eigenmarken und Services - die Weitergabe steigender Kosten an den/die Kundinnen zur Risikoreduktion bei. Die Unternehmen sind teilweise einer hohen Markt- und Wettbewerbsdynamik ausgesetzt. Neue Technologien, veränderte Rahmenbedingungen und Markteintritte von jungen, oft gut finanzierten Startups prägen den Alltag. Zudem stehen die digitalen Geschäftsmodelle in der Regel mit mindestens einem der weltweit marktführenden US-Unternehmen Google, Apple, Meta oder Amazon in einem Abhängigkeits- oder Wettbewerbsverhältnis. Daraus ergeben sich zum Teil erhebliche Risiken, die kaum zu prognostizieren sind und denen daher versucht wird, mit unternehmerischer Wachsamkeit und Agilität zu begegnen. StrategieAufgrund der Einschätzung, dass sich Konsum- und Geschäftsklima kurzfristig nicht maßgeblich verbessern werden, fokussieren sich die Gesellschaften der BurdaCommerce auf Initiativen zur Umsatzsteigerung und Kostenstabilisierung. Beispiele für Wachstumsinitiativen sind das Investment in die Markenbekanntheit bei Cyberport durch ein Sponsorship als Lead Entertainment Partner der NFL in Deutschland sowie die weitere Etablierung der neuen E-Commerce-Marke Meravino im Online-Weinhandel. Die HolidayCheck Group beabsichtigt, ihr Vermittlungsgeschäft weiter auszubauen, neue Zielgruppen zu erschließen und durch den Club HC Premium mehr Kund:innen an die Marke zu binden. Darüber hinaus soll das eigene Veranstaltergeschäft wachsen und einen größeren Anteil an den durch HolidayCheck vermittelten Reisen gewinnen. BurdaPrincipal Investments verfolgt weiterhin eine multiregionale Investment-Strategie im Bereich Early Growth Capital mit den Kernregionen Europa, UK, USA und Südostasien. Die Segmente AI, Cybersecurity und Fintech werden in den kommenden 12-18 Monaten eine wichtige Rolle bei Neuinvestitionen spielen. PrognoseFür den deutschen E-Commerce-Markt wird ein Wachstum von insgesamt 4,8 Prozent in 2023 erwartet, welches für das Segment Consumer Electronics/IT allerdings deutlich geringer ausfallen dürfte. Die Nachfrage nach Urlaubsreisen ist noch immer von leichten Nachholeffekten von Covid-19 geprägt. Unter der Annahme, dass insbesondere der Online-Markt für Pauschalreisen in der D-A-CH-Region in 2023 wächst, geht die HolidayCheck Group davon aus, von diesem Wachstum profitieren zu können. Dies wird jedoch einher gehen müssen mit deutlich höheren Marketingaufwendungen, um sich im intensivierten Wettbewerb um die Kundinnen durchsetzen zu können. Insgesamt geht der Bereich Commerce für 2023 von einem leichten Umsatzrückgang aus. 3. Umsatzentwicklung, Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDer konsolidierte Außenumsatz - neben dem Ergebnis vor Steuern eine zentrale Steuerungsgröße des Teilkonzerns - ist leicht um 0,8 Prozent auf 2.921,7 Millionen Euro (2021: 2.945,2 Millionen Euro) gesunken. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf den Abgang einer britischen Verlagsgesellschaft zum 1. Januar 2022 zurückzuführen. Diese Gesellschaft hat im Vorjahr noch mit rund 51 Millionen Euro zu den Umsätzen beigetragen. Bereinigt um diesen Effekt, kam es zu dem im Vorjahr prognostizierten leichten Anstieg der Umsatzerlöse. Eine Bezugnahme auf die Umsatzprognose der einzelnen Geschäftsbereiche ist im Folgenden nicht möglich, da diese im Vorjahr noch auf Basis der alten Bereichsstruktur vorgenommen wurde. Im Geschäftsbereich Consumer Media kam es, unter anderem aufgrund des oben genannten Abgangs der britischen Gesellschaft, insgesamt zu einem leichten Rückgang der Umsatzerlöse. Diese Transaktion sowie der Ausbau von digitalen Geschäftsmodellen, allen voran bei Burdainternational in Polen und bei BurdaForward, führten im Geschäftsjahr dazu, dass in diesem Geschäftsbereich die Umsätze mit Zeitschriften zurückgegangen und im Gegenzug die Umsätze aus Online-Werbung und ECommerce-Aktivitäten gestiegen sind. Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich B2B Media und Services sind insgesamt moderat um 8,3 Prozent auf 536,5 Millionen Euro gestiegen (2021: 495,4 Millionen Euro). Diese Entwicklung ist überwiegend auf höhere B2B-Erlöse bei der New Work-Gruppe sowie im Bereich Druck auf höhere Umsatzerlöse aus dem Weiterverkauf von Papier zurückzuführen. Bei der C3-Gruppe kam es hingegen aufgrund von reduzierten Werbebudgets bei Kunden zu einem deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse. Im Geschäftsbereich Commerce war insgesamt ein leichter Rückgang der Umsatzerlöse auf 1.247,8 Millionen Euro zu verzeichnen (2021: 1.276,6 Millionen Euro). Während es zu einer Normalisierung im Reisemarkt und dadurch zu einem signifikanten Anstieg der Umsatzerlöse bei der HolidayCheck Group kam, waren die Umsätze des Bereichs BurdaCommerce moderat rückläufig. Dies ist im Wesentlichen auf die gesunkene Konsumlaune sowie die Sanktionen gegen Russland zurückzuführen. Im Detail entwickelten sich die konsolidierten Umsatzerlöse der Bereiche wie folgt:
Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um 77,1 Millionen Euro auf 210,4 Millionen Euro ist überwiegend auf geringere Erträge aus dem Verkauf von Finanzanlagen sowie vormals in den Teilkonzern einbezogener Geschäftstätigkeiten zurückzuführen. Der Materialaufwand ist um 37,5 Millionen Euro auf 1.638,6 Millionen Euro gestiegen. Dies ist primär auf die gestiegenen Kosten für Papier und Energie zurückzuführen. Dies führte zum Anstieg der Materialaufwandsquote auf rund 56,0 Prozent (2021: 54,3 Prozent). Der Personalaufwand lag mit 669,3 Millionen Euro um 10,9 Millionen Euro unter dem Wert des Vorjahres (2021: 680,2 Millionen Euro). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf Veränderungen des Konsolidierungskreises zurückzuführen - sowohl die im Dezember 2021 veräußerte jameda GmbH als auch die bereits erwähnte britische Verlagsgesellschaft waren in den GuV-Zahlen des Geschäftsjahres 2022 nicht mehr enthalten. Mit 126,1 Millionen Euro lagen die Abschreibungen rund 9,5 Millionen Euro über dem Wert des Vorjahres (2021: 116,6 Millionen Euro). Der Anstieg entfällt überwiegend auf höhere Abschreibungen von Vermögensgegenständen, die bei der Erstkonsolidierung neu erworbener Konzerngesellschaften angesetzt werden (2022: 87,4 Millionen Euro, 2021: 79,2 Millionen Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 571,1 Millionen Euro um 46,8 Millionen Euro unter dem Wert des Vorjahres (2021: 617,9 Millionen Euro). Während es zu einem Rückgang bei den Aufwendungen aus dem Abgang vormals konsolidierter Einheiten sowie zu geringeren Aufwendungen aus dem Verwaltungsbereich kam, führte ein höheres Reise- bzw. Buchungsaufkommen bei der HolidayCheckGroup zu einem Anstieg der Vertriebskosten. Das Finanzergebnis ist insgesamt um 37,1 Millionen Euro von -17,5 Millionen Euro auf -54,6 Millionen Euro zurückgegangen. Diese Veränderung ist überwiegend auf höhere Abschreibungen auf das Beteiligungsportfolio zurückzuführen. Das Zinsergebnis (Zinserträge zzgl. Erträge aus Ausleihungen abzgl. Zinsaufwendungen) konnte hingegen von -13,5 Millionen Euro auf -11,9 Millionen Euro verbessert werden. Bei den Beteiligungserträgen (inkl. den Erträgen / Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen) kam es zu einem Rückgang um 3,7 Millionen Euro (2022: -0,5 Millionen Euro, 2021: 3,2 Millionen Euro). Mit 75,1 Millionen Euro lag das Ergebnis vor Steuern, wie im Vorjahr prognostiziert, einerseits deutlich unter dem Vorjahreswert von 205,3 Millionen Euro, auf der anderen Seite jedoch auch deutlich über den entsprechenden Ergebnissen der Jahre 2015-2020 - trotz der im Geschäftsjahr höheren Kosten für Energie und Papier sowie eines sich deutlich abschwächenden Konsumklimas. Insgesamt hat sich der Teilkonzern somit sehr zufriedenstellend entwickelt. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag lagen, im Wesentlichen aufgrund des niedrigeren Ergebnisses vor Steuern, mit 23,6 Millionen Euro ebenfalls deutlich unter dem Vorjahresniveau (2021: 40,8 Millionen Euro). Der Konzernjahresüberschuss nach nicht beherrschenden Anteilen lag im Geschäftsjahr bei 31,8 Millionen Euro (2021: 147,1 Millionen Euro). Die Konzernbilanzsumme erhöhte sich um 96,3 Millionen Euro auf 2.118,1 Millionen Euro (2021: 2.021,8 Millionen Euro). Von diesem Anstieg entfallen auf der Aktivseite 58,6 Millionen Euro auf das Umlauf-und 35,6 Millionen Euro auf das Anlagevermögen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind um 2,1 Millionen Euro auf 25,1 Millionen Euro angestiegen. Die Veränderung des Anlagevermögens resultierte überwiegend aus einem Anstieg der immateriellen Vermögensgegenstände um 20,8 Millionen Euro auf 640,7 Millionen Euro (2021: 619,9 Millionen Euro). Grund hierfür ist, dass die Neuzugänge von Firmenwerten und anderen, im Rahmen von Erstkonsolidierungen und Aufstockungen angesetzten Vermögensgegenständen über den Abschreibungen lagen. Ein ähnliches Bild ergab sich beim Sachanlagevermögen - dieses ist im Berichtsjahr um 6,3 Millionen Euro auf 184,4 Millionen Euro angestiegen. Die in 2022 getätigten Neu- und Nachinvestitionen im Finanzanlagevermögen trugen maßgeblich zu einem Anstieg dieses Bilanzpostens um 8,5 Millionen Euro auf 391,9 Millionen Euro bei. Die Zugänge ins Anlagevermögen gemäß Anlagenspiegel lagen bei 275,3 Millionen Euro (2021: 307,1 Millionen Euro) während die gesamten zahlungswirksamen Investitionen im Berichtsjahr insgesamt 257,7 Millionen Euro (2021: 273,6 Millionen Euro) betrugen. Das Umlaufvermögen ist von rund 817,4 Millionen Euro auf rund 876,0 Millionen Euro angestiegen. Das Vorratsvermögen lag - sowohl preisbedingt (Papier) als auch mengenbedingt (u. a. Covermounts für zusätzliche Titel des Verlagsbereichs "Kids") - um 5,7 Millionen Euro über dem Wert des Vorjahres (2022: 196,6 Millionen Euro, 2021: 190,9 Millionen Euro). Bei BurdaCommerce kam es, aufgrund gezielter Abverkäufe zum Jahresende zu einem Rückgang der Handelswaren. Mit insgesamt 261,5 Millionen Euro bzw. 60,7 Millionen Euro lagen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. die Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen deutlich über den Vorjahreswerten von 239,3 Millionen Euro bzw. 47,2 Millionen Euro. Der Anstieg bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultierte unter anderem aus neu hinzugekommenen Geschäftsaktivitäten in Polen sowie aus einem Anstieg im Bereich BurdaCommerce. Die Veränderung bei den Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen ist im Wesentlichen auf einen Anstieg der Salden mit den Vertriebsgesellschaften der MZV-Gruppe zurückzuführen und geht einher mit der Entwicklung der Umsatzerlöse und der Anzahl an Titeln im Portfolio. Die sonstigen Vermögensgegenstände lagen mit 110,9 Millionen Euro um 11,5 Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau (2021: 122,4 Millionen Euro). Maßgeblich für den Rückgang ist die planmäßige Zahlung einer Forderung aus dem im Vorjahr erfolgten Verkauf einer Geschäftsaktivität. Die liquiden Mittel (bestehend aus den sonstigen Wertpapieren sowie den Kassenbeständen und Bankguthaben) sind um rund 28,7 Millionen Euro auf 246,4 Millionen Euro gestiegen, während die Bankverbindlichkeiten um 149,6 Millionen Euro auf 480,6 Millionen Euro angestiegen sind. Die Nettoverschuldung (Bankverbindlichkeiten zzgl. weiterer - in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesener - Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel) ist somit insgesamt um 120,8 Millionen Euro auf 284,2 Millionen Euro angestiegen (2021: 163,4 Millionen Euro). Die Inanspruchnahme bestehender Kreditlinien lag zum Bilanzstichtag bei rund 76 Prozent. Die im Vorjahr und die per 31.12.2022 ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten sowie die weiteren Finanzverbindlichkeiten werden marktüblich verzinst. Der Anteil von Restlaufzeiten bis zu einem Jahr lag bei diesen Positionen bei rund 17 Prozent (2021: rund 10 Prozent). Über Zins- und Währungsswaps wurden faktisch ca. 15 Prozent der vollständig in Euro valutierenden Bankverbindlichkeiten in GBP-Verbindlichkeiten gewandelt. Der Teilkonzern war im Geschäftsjahr stets und jederzeit in der Lage, fällige Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Bei den Rückstellungen kam es zu einem leichten Anstieg um 7,1 Millionen Euro auf 472,9 Millionen Euro. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf eine Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen, die für die Berechnung der Pensionsrückstellungen herangezogen werden, zurückzuführen. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 24,1 Millionen Euro auf 258,9 Millionen Euro korrespondierte mit der bereits erwähnten Entwicklung des Vorratsbestands bei der BurdaCommerce. Die sonstigen Verbindlichkeiten lagen mit rund 111,5 Millionen Euro ungefähr auf Vorjahresniveau (2021: 112,1 Millionen Euro). Der Rückgang des passiven Rechnungsabgrenzungspostens um 4,7 Millionen Euro auf 184,9 Millionen Euro ist überwiegend auf den Abgang der bereits erwähnten britischen Verlagsgesellschaft zurückzuführen. Das mittel- und langfristige Kapital, bestehend aus Eigenkapital, mittel- und langfristigen Rückstellungen sowie mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten, ist um 100,0 Millionen Euro auf 1.180,2 Millionen Euro (2021: 1.080,2 Millionen Euro) angestiegen. Das Anlagevermögen des Burda-Konzerns war zum Bilanzstichtag zu rund 97 Prozent durch mittel- und langfristiges Kapital gedeckt. Das Eigenkapital lag mit 532,8 Millionen Euro leicht unter Vorjahresniveau (2021: 538,6 Millionen Euro). Einem Anstieg aufgrund des Jahresergebnisses stand eine negative Entwicklung der Währungsrücklage und Ausschüttungen an die Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft sowie an Minderheitsgesellschafter gegenüber. Bedingt durch den Anstieg der Bilanzsumme sank die Eigenkapitalquote somit von 26,6 Prozent auf 25,2 Prozent. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag im Berichtsjahr mit 0,4 Millionen Euro deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (2021: 122,6 Millionen Euro). Ohne die Veränderungen der Positionen des Nettoumlaufvermögens (d.h. der Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten) sowie der Rückstellungen, wäre der Cashflow bei 67,3 Millionen Euro gelegen (2021: 77,1 Millionen Euro). Die höhere Kapitalbindung zum Jahresende 2022 hatte mehrere Ursachen - u.a. höhere Einkaufspreise für Rohstoffe, eine höhere Bevorratung für neue Objekte sowie leicht gestiegene Zahlungszeiträume von Kunden. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war im Geschäftsjahr, wie auch bereits im Vorjahr, vor allem geprägt durch Veränderungen im Finanzanlagevermögen. Die Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanzanlagevermögen sowie aus Veränderungen des Konsolidierungskreises beliefen sich im Berichtsjahr auf 168,2 Millionen Euro (2021: 186,3 Millionen Euro). Die Neuinvestitionen in Beteiligungen zzgl. den Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis lagen 2022 mit 210,6 Millionen Euro nur geringfügig unter dem Vorjahr (2021: 217,2 Millionen Euro). Zusammen mit den Nettoveränderungen bei den immateriellen Vermögensgegenständen bzw. dem Sachanlagevermögen sowie den erhaltenen Zinsen und Ausschüttungen von Beteiligungen ergab sich ein negativer Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 64,6 Millionen Euro (2021: 57,5 Millionen Euro). Der Saldo der in Anspruch genommenen Kredite mit fester Laufzeit ist im Berichtsjahr um 123,7 Millionen Euro gestiegen (2021: Reduzierung um 38,9 Millionen Euro). Ergänzt um die Auszahlungen an Gesellschafter und die gezahlten Zinsen verbleibt insgesamt ein positiver Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 64,2 Millionen Euro (2021: negativer Cashflow in Höhe von -48,3 Millionen Euro). Mit einem Finanzmittelfonds (Kassen- und Bankguthaben zuzüglich sonstiger Wertpapiere abzüglich jederzeit fälliger kurzfristiger Giroverbindlichkeiten) in Höhe von 182,4 Millionen Euro zum Jahresende 2022 (2021: 179,5 Millionen Euro) befindet sich die Finanzlage des Teilkonzerns weiterhin auf einem sehr guten Niveau. Auch vor dem Hintergrund der verfügbaren Kreditlinien besteht ausreichend Spielraum für weitere, selektive Investitionsmöglichkeiten. 4. Umwelt und NachhaltigkeitKlima- und Umweltschutz haben bei Hubert Burda Media schon seit den Neunzigerjahren eine große Bedeutung. Viele Unternehmensbereiche verfolgen seit Jahren das Ziel, über vorgegebene Standards hinaus möglichst ökologisch und nachhaltig zu arbeiten. Mit "getting better" wurde im Jahr 2019 ein unternehmensweites Programm für mehr Klima- und Umweltschutz aufgesetzt. Das "getting better"-Team berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden. Das Programm legt seinen Fokus auf drei Säulen: Erstellung einer CO 2 e-Bilanz, Ableitung von Maßnahmen zur Reduktion von Emissionen und Kompensation der nicht vermeidbaren Emissionen. Elementar ist hierbei auch die Einbeziehung von externen Geschäftspartnern, Lieferanten etc. in die Nachhaltigkeitsstrategie des Teilkonzerns. Für die Jahre 2019 bis 2021 wurden detaillierte Übersichten erstellt, um die Treibhausgasemissionen von Hubert Burda Media darzustellen. Diese CO 2 e-Bilanzen enthalten die Emissionen sämtlicher in- und ausländischer Gesellschaften, die im Mehrheitsbesitz des Teilkonzerns stehen. Für 2023 ist angedacht, auch die Treibhausgasemissionsbilanzen für in- und ausländische Beteiligungen zu erheben, die nicht mehrheitlich im Teilkonzernbesitz stehen. Die für die CO 2 e-Bilanz erforderlichen Daten werden nach einem internationalen Standard, dem Greenhouse Gas Protocol, erhoben. Dabei werden alle Emissionen berücksichtigt - auch jene indirekt verursachten, die etwa durch die tägliche Arbeit der Mitarbeiter:innen entstehen (z.B. Strom, Mobilität oder Lebensmittel). Basierend auf den jährlichen Treibhausgasemissionsbilanzen, Benchmarkings und Best-Practice-Maßnahmen, werden konkrete Schritte zur Reduktion der Treibhausgasemissionen ab- und eingeleitet. Der Schwerpunkt liegt bei diesen Maßnahmen in den Bereichen Energie, Ressourcen, Mobilität und Bildung. Im Jahr 2022 konnten neue Maßnahmen angegangen und bereits initiierte Maßnahmen fertig umgesetzt werden. Hubert Burda Media kompensiert die sogenannten Scope-1- und -2-Emissionen der deutschen Mehrheitsbeteiligungen, also alle Emissionen aus der eigenen Geschäftstätigkeit bzw. der dafür benötigten Energie. Darüber hinaus werden auch Scope-3-Emissionen, für die der Teilkonzern direkt verantwortlich ist, kompensiert. Dazu gehören bspw. Geschäftsreisen, das Pendelverhalten der Mitarbeitenden und eine Reihe vorgelagerter Emissionen, bspw. für den Bezug von Strom. Diesbezüglich arbeitet Burda mit ClimatePartner zusammen, um seine Emissionen durch vier Projekte zu kompensieren: 1. Meeresschutz, Plastic Bank, Weltweit, Kombiprojekt GS VER, https://www.climatepartner.com/1087, 2. CO 2 -Ausgleich + Regionale Baumpflanzung, International + Deutschland, Kombiprojekt VERs + Regionales Engagement, https://www.climatepartner.com/1150, 3. Windenergie, Maharashtra & Gujarat, Indien, CER, https://www.climatepartner.com/1398, 4. Windenergie, Westliche Staaten, Indien, CER, https://www.climatepartner.com/1399. Darüber hinaus investiert Burda im Rahmen der Kompensationsstrategie zusätzlich in standortnahe Projekte zur Förderung der regenerativen Landwirtschaft. Dazu arbeitet Burda mit der Bioland Stiftung sowie Positerra zusammen. Als Medienunternehmen ist sich Hubert Burda Media der besonderen Verantwortung bewusst, Vorbild für nachhaltiges und ökologisches Wirtschaften zu sein. Hierbei nutzt der Teilkonzern auch die Reichweite seiner Marken, um über nachhaltige Themen aufzuklären. Im Bereich BurdaDruck fällt naturgemäß ein Großteil der CO 2 e-Emissionen an. Deshalb ist es für den Teilkonzern bereits seit 1996 ein besonderes Anliegen, hier möglichst umweltschonend und gleichzeitig qualitativ hochwertig zu produzieren. Durch die Teilnahme am Europäischen Umweltaudit EMAS (Eco Management and Audit Scheme) verpflichtet sich BurdaDruck freiwillig zur kontinuierlichen Verbesserung seiner Umweltleistung. Hierbei lässt BurdaDruck jährlich sein Umweltmanagementsystem, die umgesetzten Verbesserungsmaßnahmen und die Verbesserung der Umweltkennzahlen durch einen externen Umweltgutachter überprüfen und legt seine Umweltkennzahlen sowie geplante Verbesserungsmaßnahmen in einer jährlichen Umwelterklärung auf der Website offen. Der effiziente Einsatz von Ressourcen und die Ausrichtung des Produktionsprozesses an nachhaltigen Kreisläufen ist ein elementarer Bestandteil der jahrelangen EMAS-Zertifizierung:
Die mit Abstand wichtigste Ressource im Druckprozess ist jedoch das Papier. Das von BurdaDruck eingekaufte und über einen Großteil der Strecke per Bahn angelieferte Papier ist seit 2020 zu 100 Prozent FSC® (Forest Stewardship Council)- oder PEFCTM (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes)-zertifiziert (Lizenznummern PEFC/04-32-0832 und FSC-C016895). Mit der Zertifizierung der Produktkette ("Chain of Custody") wird nachgewiesen, dass Holz und Forstprodukte aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen oder anteilig aus Recyclingmaterial hergestellt wurden. Produktionsbedingte Papierabfälle werden zu 100 Prozent an die Papierfabriken zurückgeliefert und dort wieder in den Papierkreislauf zurückgeführt. Die Tiefdruckereien von BurdaDruck an den Standorten Offenburg, Vieux-Thann und Nürnberg können den Druckkunden somit die Verwendung zertifizierter Rohstoffe bestätigen und Druckerzeugnisse auf zertifiziertem Papier mit einer entsprechenden Produktkennzeichnung versehen. Es können bei BurdaDruck auch komplette Druckprodukte gemäß den Kriterien des europäischen Gütesiegels EU Ecolabel hergestellt werden. Durch die Teilnahme an der Klimainitiative des Bundesverbands Druck und Medien kann BurdaDruck den vom Bundesverband entwickelten und in Fachkreisen anerkannten CO 2 -Rechner nutzen und den Kunden eine CO 2 -Bilanz für ihre Druckaufträge erstellen. Als Mitglied bei ClimatePartner kann BurdaDruck Aufträge durch Investitionen in Klimaprojekte CO 2 -kompensiert ausführen. Zur Vermeidung der Einschweißfolie für Sammelsendungen entwickelte BurdaDruck zusammen mit Lieferanten und der Deutschen Post das Konzept TapeFix ®. Hier wird mittels Papier-Kautschuk-Klebeband am Heftrand das Produkt während der Versendung geschlossen gehalten. 5. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht5.1 ChancenberichtAus der Transformation des gesamten Medienmarktes ergeben sich für den Teilkonzern in nahezu allen Geschäftsfeldern Entwicklungsmöglichkeiten, die das Unternehmen aktiv nutzen will. Besonders die weiterhin stark wachsende Bedeutung des Consumer-Internets als Medien-, Werbe- und Transaktionskanal, das Zusammenwachsen von Inhalt und Technologie und die stetig steigende Nutzung von medialen Inhalten eröffnen dem Unternehmen große Chancen. Burda versteht sich primär als "Consumer Media Company". Diese strategische Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Konsument:innen eröffnet dem Unternehmen Chancen in der B2C-Interaktion. Anspruch Burdas in allen Profitcentern (B2C und B2B) ist, Produkte und Dienstleistungen auf den Markt zu bringen, die den Menschen den bestmöglichen Mehrwert bringen. Verschiedene Faktoren kommen dem Gesamtunternehmen grundsätzlich zugute: Burda ist als flexible Organisation konstruiert, die mit permanenten Veränderungen umgehen kann. Dazu gehört die dezentrale Profitcenter-Struktur unter der Leitung der Holding, in der jedes Unternehmen flexibel auf seinen Märkten agieren kann. Chancen für eine positive wirtschaftliche Entwicklung ergeben sich auf der einen Seite durch die hohe Diversifikation in Bezug auf Produkte und Geschäftsmodelle innerhalb des Teilkonzerns. Auf der anderen Seite werden Synergien unter den einzelnen Gesellschaften, wo immer möglich, genutzt. Burda wird auch 2023 die Synergien zwischen den einzelnen Teilkonzerngesellschaften weiter ausbauen und besonders in den Gebieten Daten, Technologie, Verwertung von Inhalten und Monetarisierung enger zusammenarbeiten. Zunehmend will Hubert Burda Media in bestimmten Feldern wie z. B. Video als Gruppe konzertiert vorgehen und mit gemeinsamen Strategien und Technologien seine Entwicklungschancen bestmöglich nutzen. Im Geschäftsbereich des BurdaVerlags ergeben sich Chancen auf Innovationen und neue digitale Geschäftsmodelle z. B. in den Bereichen Food, Health oder Garden & Living. Burda kann durch seine stabile finanzwirtschaftliche Situation kontinuierlich in seine Produkte investieren, Unternehmen weiterentwickeln und als Investor in technologisch führende Unternehmen mit international skalierbaren Geschäftsmodellen einsteigen. Bei Burda werden laufend neue Produkte und Geschäftsmodelle getestet, entweder durch eigene Entwicklung oder durch Investments in internationale Digitalunternehmen mit besonderem geografischem Fokus auf Westeuropa, Südostasien und den USA. Besonders attraktiv als Investor ist Burda durch sein eigenes Medienportfolio und die starke Marktdurchdringung in Deutschland, wodurch Produkte und Services schnell und nachhaltig bekannt gemacht werden können. Zusätzliche Chancen ergeben sich durch den weiteren Ausbau des Geschäftsmodells von Nebenan.de, Deutschlands größtem Nachbarschaftsnetzwerk. Bereits in der ersten Umsetzung waren 2022 hyperlokale Werbemöglichkeiten für Händler, Dienstleister und Unternehmen ("Geo-Marketing"). Diese Aktivität hat große Chancen auf Wachstum. Durch den Zukauf von zwei IT-Service-Unternehmen hat Cyberport sein Geschäftsmodell erweitert, um zukünftig den zahlreichen Geschäftskund:innen des Unternehmens nicht nur Hard- und Software, sondern auch entsprechende IT-Dienstleistungen anbieten zu können. In diesem B2B-Sektor liegt ein Potenzial für weiteres Umsatzwachstum. Die HolidayCheck Group hat sich nach der Corona-Pandemie neu aufgestellt, Kosten gesenkt und mehrere neue Geschäftsmodelle innerhalb ihrer Plattform aufgebaut (z. B. Mediageschäft im Umfeld der Bewertungen). Diese Geschäftsmodelle haben ein gutes Potenzial, die HolidayCheck Group weiter wachsen zu lassen. Der digitale Publisher BurdaForward baut seine journalistischen Nachrichtenangebote weiter aus. Dazu setzt das Unternehmen neue und inhouse entwickelte Technologien ein, die sowohl die Vielfalt der Portale stärken als auch Unternehmen neue nutzerfreundliche Werbemöglichkeiten bieten. Durch die Stärkung des Netzwerks aus Expert:innen, Autor:innen und auch Partnerschaften mit regionalen und überregionalen Verlagen soll bei den BurdaForward-Marken ein noch umfassenderes, konstruktives und nutzwertiges Nachrichtenangebot entstehen. Hauptwachstumsfelder des Unternehmens sind Video, Native Advertising und Transaktionserlöse. BurdaInternational setzt in mittlerweile allen Ländergesellschaften darauf, Zeitschriftenmarken auf angrenzende Produktbereiche auszuweiten, wie zum Beispiel Commerce, Events oder Merchandising, wie es vor allem erfolgreich von Immediate Media in Großbritannien praktiziert wird. Die Akquisition von Nutracheck im Jahr 2022 schafft in Großbritannien z.B. im Food-Bereich einen großen Mehrwert im Portfolio, denn in der direkten Interaktion mit den Konsument:innen erschließen sich neue Erlösquellen. Durch die Fokussierung auf starke Länder mit Wachstumspotenzial und die Trennung von nicht rentablen internationalen Standorten ist das internationale Geschäft insgesamt für Wachstum aufgestellt. In der Vermarktung von Zeitschriften kann der Teilkonzern von der Ausweitung digitaler Vermarktungsoptionen und der zunehmenden Fokussierung auf maßgeschneiderte Werbelösungen für werbende Unternehmen und von Mandanten für das Werbegeschäft profitieren. Weitere Partnerschaften mit zusätzlichen deutschen Verlagen werden für 2023 angestrebt. Weitere Chancen liegen im Wachstumsmarkt Content-Marketing. Hier ist der Teilkonzern mit C3 Creative Code and Content gut positioniert. C3 hat den Anspruch, auch in Zukunft den Markt als innovativer Marketingdienstleister anzuführen. Durch eine in den letzten Jahren konsequent umgesetzte strategische Neuausrichtung hat sich C3 bereits Vorteile im zunehmend dicht besetzten Wettbewerb verschafft und will sich auch in Zukunft besonders durch agile Kommunikationskonzepte für ein neues digitales Marketing weiter differenzieren. Die fortschreitende Digitalisierung auf der ganzen Welt sowie das in einigen großen Ländern steigende Wohlstands- und Bildungsniveau schaffen Chancen für digitale Geschäftsmodelle sowie die Erschließung neuer Märkte mit Medienprodukten. 5.2 RisikoberichtÜber die zu den einzelnen Geschäftsbereichen bereits geschilderten und, falls nicht anders gekennzeichnet, jeweils als gering zu klassifizierenden Risiken hinaus ist Hubert Burda Media weiteren Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Hubert Burda Media begegnet den verschiedenen Geschäftsrisiken durch ein effizientes und effektives Risikomanagementsystem, das sich an den Grundsätzen und dem Rahmenwerk des international anerkannten Risikomanagementstandards ISO 31000 ausrichtet. RisikomanagementDas seit Jahren bestehende Verfahren zur Risikoerhebung und -bewertung wurde in 2022 weiter optimiert. Mögliche Risiken werden einem einheitlichen Risikokatalog folgend systematisch von der Unternehmensleitung identifiziert, analysiert und bewertet. Der Fokus auf standardisierte und vergleichbare Risiken wird weiter vorangetrieben. Der Risikokatalog umfasst neben strategischen, operativen und finanziellen Risiken auch Compliance-Risikofelder. Diese werden sukzessive durch den Bereich Compliance in eine standardisierte Risikoerfassung und -bewertung überführt. Auf dieser Basis ergreifen die jeweils verantwortlichen Geschäftsführer und deren Führungskräfte geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung. Der Risikomanagementprozess wird durch eine Standardsoftware effizient unterstützt. Zentrale und dezentrale Controlling-Funktionen sowie eine unabhängige interne Revision überwachen seine Wirksamkeit, um sicherzustellen, dass Risiken frühzeitig erkannt, korrekt beurteilt und kontinuierlich kontrolliert werden. Risikomanagement im Hinblick auf die FinanzberichterstattungDie Anforderungen an die Überwachung einer ordnungsgemäßen und verlässlichen Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sind hoch. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem sorgt dafür, dass alle Anforderungen erfüllt werden. Es ist so ausgestaltet, dass mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist, dass die Finanzberichterstattung zuverlässig ist und die Erstellung des Teilkonzernabschlusses in Übereinstimmung mit Gesetzen und Normen steht. Die Vollständigkeit der Finanzberichterstattung, das Prinzip der Funktionstrennung und die Einhaltung des Vieraugenprinzips im Rahmen der Abschlusserstellung stellen sicher, dass sämtliche Transaktionen zeitnah und termingerecht erfasst werden, um eine planmäßige Abschlusserstellung zu gewährleisten. Teilkonzerninterne Transaktionen werden vollständig erfasst, abgestimmt und eliminiert. Bilanzierungsrelevante und angabepflichtige Sachverhalte aus getroffenen Vereinbarungen werden identifiziert und korrekt im Abschluss abgebildet. Wesentlich dabei ist der Einsatz eines teilkonzerninternen Shared-Service-Centers. Es erstellt die handelsrechtlichen Abschlüsse der meisten konsolidierten deutschen Teilkonzerngesellschaften. Die Durchführung der Konsolidierungsarbeiten und der Teilkonzernabschlusserstellung erfolgt auf Ebene der Teilkonzernobergesellschaft. Die einheitliche Bilanzierung wird durch teilkonzernweite Vorgaben und Verfahren, angemessene Prüfungen der angelieferten Daten und den Einsatz von SAP-Software-Anwendungen sichergestellt. InvestitionsrisikenRisiken aus wesentlichen Investitionen, Projekten und Akquisitionen werden durch Investitionsprüfungen identifiziert, bewertet und durch interne Freigabekontrollen autorisiert. Größere Einzelinvestitionen werden im Rahmen von Zustimmungsregelungen in den Geschäftsordnungen bzw. Gesellschaftsverträgen beantragt und entschieden. Auftretende Risiken in Sach- und Finanzinvestitionen können zu Abwertungen führen, welche die Ertragssituation je nach Höhe der Investition unterschiedlich stark belasten würden. Beteiligungsrisiken ergeben sich vor allem aus der Gefahr einer erheblich verschlechterten Situation der betreffenden Unternehmen bis hin zur Insolvenz; sie werden durch ein angemessenes Beteiligungscontrolling überwacht. Im Portfolio der BurdaPrincipal Investments finden hierfür zudem stichprobenhafte unabhängige Financial Due Diligence Audits statt. Da einzelne Abwertungen signifikante Auswirkungen auf das Teilkonzernergebnis hätten, wird diesem Risiko die insgesamt höchste Bedeutung beigemessen. Nicht zuletzt aufgrund einer geringen Einzeleintrittswahrscheinlichkeit schätzt der Teilkonzern dieses Risiko für das breit angelegte Portfolio als gering bis moderat ein. Rohstoff-, Beschaffungs- und LieferantenrisikenIm Geschäftsjahr wurde die Zentralisierung der Beschaffung auf zusätzliche Warengruppen im indirekten Einkauf ausgedehnt, sodass die mit dem Einkauf dieser weiteren Güter oder Dienstleistungen verbundenen (geringen) Risiken weiter minimiert werden konnten. Der im Oktober 2019 begonnene schrittweise Rollout von Coupa, einem Procure2Pay-System, an das mittlerweile über 80 Prozent der bestellenden Mitarbeiter:innen angebunden sind, ging 2022 weiter. Mithilfe von Coupa erhält Corporate Procurement zunehmend Realtime-Transparenz über das Einkaufsvolumen von Hubert Burda Media und kann somit effizienter und noch wirtschaftlicher beschaffen. Ferner wird durch das System der Genehmigungsprozess verbessert und die Einhaltung bestehender Unterschriftsregelungen systemseitig abgesichert. Die Situation im Bereich Papier- und Farbbeschaffung war auch 2022 von besonderen Veränderungen und Lieferantenrisiken geprägt: Der strategische Einkauf zur Versorgung der Verlage und Tiefdruckbetriebe mit den wichtigsten Rohstoffen Papier und Farbe erfolgt unter den Gesichtspunkten des Lieferanten-, Qualitäts- und Risikomanagements. Im Zusammenhang mit dem zentralen Einkauf dieser Rohstoffe bestehen je nach Segment unterschiedliche Risiken, die insgesamt jedoch als hoch einzustufen sind. Der Papiermarkt war bislang mengengetrieben ein Käufermarkt. Die strukturellen, in der zunehmenden Digitalisierung begründeten Bedarfsrückgänge wurden 2022 durch die enormen Turbulenzen auf dem Energiemarkt und die Pandemie weiter verstärkt und beschleunigt. Allein durch die dramatisch gestiegenen Energiekosten haben sich die Papierpreise 2022 gegenüber den vergangenen Jahren zum Teil verdoppelt. Auch andere Vorleistungsgüter wie Altpapier und Zellstoff, aber auch Logistikkosten sind weiter gestiegen. All diese Faktoren beschleunigten den Nachfragerückgang, infolgedessen es zu weiteren Kürzungen und Stilllegungen von Produktionskapazitäten sowie der Konversion von Produktionsanlagen auf Verpackungspapiere kam. Eine für die Papierversorgung von Hubert Burda Media wesentliche Papierfabrik von grafischen Papieren wurde im Sommer 2022 an einen Retailer verkauft, was für die Zeit ab 2023 noch unklare Beschaffungsrisiken nach sich ziehen kann. Insgesamt hielt 2022 der Wechsel des Einkäufermarkts der letzten Jahre zu einem starken Verkäufermarkt weiterhin an. Der strukturelle Veränderungsprozess findet auch im Markt für Druckfarben statt. Die Entwicklung der Rohstoffkosten ist stark abhängig von den Beschaffungsmärkten, die globalen Schwankungen unterliegen. Wo möglich, erfolgt eine Absicherung über längerfristige Lieferverträge. Lieferkettenengpässe und die aktuellen Energiepreise haben ebenfalls zur Verteuerung der Tiefdruckfarben geführt. Die im Geschäftsjahr gestiegenen Energiepreise hatten nicht nur indirekt - über höhere Papier- und Farbpreise - Auswirkungen auf die Kostenbasis, sondern wirkten sich auch direkt auf die Herstellkosten der Printprodukte aus. Für 2023 sieht der Teilkonzern eine deutliche Erholung der Energiepreise gegenüber den Höchstständen von 2022. Zusätzlich wird die Auswirkung von Preisschwankungen aufgrund der im Dezember verabschiedeten Energiepreisbremsen auf ca. 30 Prozent reduziert. Zur Risikominimierung werden in länger laufenden Verträgen, die neu abgeschlossen werden, Preisanpassungsmöglichkeiten aufgrund sich verändernder Energiepreise aufgenommen. Technisch wird in Nürnberg im 1. Quartal 2023 die Möglichkeit geschaffen, die Produktion wie in Offenburg auch mit Öl und Strom zu betreiben und somit im Notfall ganz auf Gas zu verzichten. Dies ist einerseits Vorsorge für Gasmangellagen, andererseits bieten sich so auch wirtschaftlich die weitreichenden Optimierungsmöglichkeiten bei unterschiedlichen Gestehungskosten der verschiedenen Rohstoffe. Finanz- und LiquiditätsrisikenWechselkurs- sowie Zinsänderungen und andere finanzielle Risiken werden laufend überwacht, effektiv gesteuert und teilweise durch Sicherungsgeschäfte reduziert. Eine Treasury-Richtlinie definiert die Handlungsoptionen für das Eingehen von Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken und zentralisiert die notwendigen Absicherungen im Teilkonzern. Zins- und Devisenabsicherungsgeschäfte werden nur eingegangen, wenn dadurch Änderungsrisiken bei entsprechenden Grundgeschäften minimiert werden können. Wechselkursrisiken werden regelmäßig auf der Grundlage eines teilkonzernweiten Reportings der für Burda bedeutsamen Währungen analysiert. Zwischen langfristigen Forderungen in Fremdwährung als Grundgeschäften und Sicherungsgeschäften in Form von Währungsswaps werden, soweit möglich -auch für die Bilanzierung relevante -, Bewertungseinheiten gebildet. Die Absicherung erfolgt auf der Basis von Micro-Hedges zum Ausgleich von künftigen Fair-Value- und Zahlungsstromschwankungen, welche durch Wechselkursänderungen verursacht werden. Im Falle einer Absicherung werden typischerweise Devisentermin- oder -optionsgeschäfte abgeschlossen. Bei zum Bilanzstichtag noch offenen Sicherungsgeschäften wird die Effektivität der Bewertungseinheiten mittels der Critical-Term-Match-Methode untersucht. Die für den Teilkonzern relevanten Währungen, primär das britische Pfund sowie der amerikanische Dollar, werden permanent analysiert und überwacht, um somit bei Bedarf Sicherungsinstrumente kurzfristig abschließen zu können. Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis sind jederzeit kalkulierbar. Falls ökonomisch sinnvoll, werden zur Herstellung von natürlichen Sicherungsbeziehungen auch Bankverbindlichkeiten in Fremdwährung aufgenommen. Im Falle von Intercompany-Darlehen wird fallbezogen geprüft, ob die Vergabe in Euro oder Landeswährung der Tochtergesellschaft erfolgt, um das Währungs- und Zinsänderungsrisiko zu minimieren. Zudem erfolgt eine Überprüfung, ob eine Absicherung (Micro-Hedge) dieser Risiken sinnvoll erscheint. Als Sicherungsinstrumente werden neben den klassischen Sicherungsgeschäften auch Cross-Currency-Swaps abgeschlossen. Auch die Zinsrisiken werden kontinuierlich zentral überwacht und, wo sinnvoll, durch Micro-Hedges gesichert. Ziel einer solchen Absicherung ist es, mögliche negative Zahlungsstromschwankungen aufgrund variabel verzinslicher Bankverbindlichkeiten zu vermeiden. Die Überprüfung der Effektivität erfolgt unter Anwendung der Critical-Term-Match-Methode unter Beachtung der Bonität des Hedge-Partners. Abhängig von der jeweiligen Ausnutzung der Kreditlinien, liegt die Zins-Hedging-Quote bei 40bis 50 Prozent. Aufgrund der sehr volatilen Kreditbeanspruchung sowie des Wunsches jederzeit Kreditverbindlichkeiten zurückführen zu können, wird bewusst keine höhere Hedging-Quote angestrebt. Auch wenn bis Mitte 2023 mit weiteren Zinssteigerungen zu rechnen ist, wird das Zinsänderungsrisiko bzw. die wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund der steigenden Zinsen im Hubert-Burda-Media-Teilkonzern als gering erachtet. Mittels ausreichend hoher Kreditlinien ist Hubert Burda Media auf absehbare Zeit mit ausreichend Liquidität versorgt. Das Finanz- und Liquiditätsrisiko werden somit als gering eingeschätzt. InformationssicherheitsrisikenDatenverluste oder der Ausfall von IT-Systemen sowie Hackerangriffe bergen je nach Geschäftsmodell und dessen Abhängigkeit von IT-Systemen teilweise hohe Erlös- und Reputationsrisiken. Verschiedene Cyber-Vorfälle der vergangenen Monate und Jahre außerhalb von Hubert Burda Media haben deutlich gemacht, dass Cyber-Sicherheit eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen der digitalen Transformation in allen Geschäftsbereichen, verbunden mit einer stetig wachsenden unternehmensübergreifenden Vernetzung, ist. Die Chancen der Digitalisierung nutzen und die damit verbundenen Risiken beherrschbar machen ist das vorrangige Ziel. Dabei werden neue Technologien wie z. B. in den Bereichen Kryptographie, Blockchain, künstliche Intelligenz und Quanten-Computing kontinuierlich analysiert und auf Risiken und Chancen untersucht. Der Stellenwert der Informationssicherheit für Hubert Burda Media bemisst sich an der Bedeutung der Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit von gespeicherten, verarbeiteten und übertragenen Informationen, unabhängig von verwendeten Medien. Die Geschäftstätigkeiten von Hubert Burda Media sind von der verlässlichen Nutzung der IT zunehmend abhängig geworden. Folglich entsteht daraus ein hoher Anspruch an Betriebsstabilität und Verfügbarkeit. Bedingt durch potenzielle Schwachstellen in den verwendeten Betriebssystemen und Programmen sowie durch fehlerhafte Konfiguration von Endgeräten oder durch fehlende Redundanzen, sind vernetzte IT-Ressourcen grundsätzlich erheblichen Gefährdungen ausgesetzt. Die Informationssicherheit ist deshalb für Hubert Burda Media ein unverzichtbarer Grundwert, um den folgenden Anforderungen gerecht werden zu können:
Mithilfe eines Informations-Sicherheitsmanagementsystems (ISMS), das sich an dem international anerkannten Standard ISO 27001 ausrichtet, werden IT-Risiken kontinuierlich erhoben, bewertet und durch geeignete Maßnahmen gemindert bzw. vermieden. Durch die Sicherheitsorganisation werden Informationssicherheitsanforderungen in die jeweiligen Geschäftsprozesse integriert und deren Einhaltung mithilfe eines kontinuierlichen Monitorings kontrolliert und verbessert. Dieser Prozess wird mit Nachdruck weiter ausgebaut. Dabei haben Projekte wie Identity Access Management, Risikomanagement, Business Continuity Management und der Ausbau des Burda Cyber Defense Center hohe Priorität. Aufgrund der oben dargestellten Maßnahmen und Strukturen schätzt der Teilkonzern die Informationssicherheitsrisiken insgesamt als moderat ein - wenngleich unberechtigte Datenabflüsse oder längere Server-Ausfallzeiten signifikante Auswirkungen auf einzelne Geschäfte haben können. Bei Hubert Burda Media können Cyber-Attacken, wie im Geschäftsjahr an einem Fall deutlich wurde, in einem sehr frühen Stadium erkannt werden. Aufgrund der technischen Sicherheitsvorkehrungen und sehr guter Reaktionen im Umfeld der Mitarbeitenden konnte ein Schaden für den Konzern vermieden und der Serverbetrieb nach kurzer Zeit fortgeführt werden. Dem steigenden Bedrohungspotenzial wurde mit einem weiteren, konsequenten Ausbau der Sicherheitsorganisation iSecurity bei Hubert Burda Media entgegengewirkt. Rechtliche RisikenRechtliche Risiken aus bestehenden Verträgen, Vereinbarungen oder laufenden Verfahren werden, soweit handelsrechtlich geboten, durch die Bildung von Rückstellungen abgedeckt. Einschlägige Gerichtsentscheidungen und Gesetzesänderungen in Deutschland oder auf europäischer Ebene werden laufend analysiert, um daraus resultierende Risiken oder Beschränkungen für die Geschäftstätigkeit der Teilkonzerngesellschaften frühzeitig zu erkennen und darauf reagieren zu können. Im Rahmen des Compliance-Management-Systems werden auf nationaler und internationaler Ebene die Risiken für die einzelnen Geschäftsbereiche in unterschiedlicher Form analysiert und priorisiert mit dem Ziel, Compliance-Verstöße durch vorbeugende Aufklärung und verfahrensrechtliche Regelungen zu vermeiden und etwaige Risiken durch entsprechende Maßnahmen zu verringern. Dazu dienen zum einen Konzernrichtlinien für eine Vielzahl von Compliance-relevanten Themenfeldern, zum anderen regelmäßige Schulungen und Vor-Ort-Audits. Außerdem sieht das Compliance-Management-System klare Berichtswege entsprechend den gesetzlichen Anforderungen für die Meldung, Aufklärung und Sanktionierung etwaiger Verstöße vor. Um die Anforderungen des am 1.1.2023 in Kraft getretenen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) zu erfüllen, wurde ein teilkonzernweiter Prozess über die bestehenden Risikomanagementsysteme und eine neu entwickelte Logik zur Bewertung bestehender und neuer Lieferanten implementiert. Für Hubert Burda Media als Technologie- und Medienunternehmen haben der Markenschutz, der Schutz geistigen Eigentums und das Datenschutzrecht eine besonders große Bedeutung, weshalb in diesen Bereichen alle Entwicklungen besonders intensiv beobachtet und ausgewertet werden. Das im Jahr 2018 eingeführte Datenschutzmanagementsystem wird laufend fortentwickelt, Prozesse für die Verarbeitung personenbezogener Daten neu definiert, die datenschutzrechtliche Dokumentation weiterentwickelt und Schulungen zum Datenschutzrecht durchgeführt. Trotz dieser Maßnahmen verbleiben datenschutzrechtliche Risiken, die insbesondere daraus resultieren, dass viele Angebote des Teilkonzerns auf die Nutzung ausländischer (insbesondere US-amerikanischer) Dienstleistungen und Produkte angewiesen sind und es der europäischen Politik bisher nicht gelungen ist, belastbare Vereinbarungen mit den betroffenen Ländern über die Sicherstellung eines angemessenen, den strengen Vorgaben der DSGVO entsprechenden Datenschutzniveaus zu treffen. Durch z. T. noch fehlende bzw. unklare rechtliche Vorgaben sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene sind die Werbeerlöse der Online- und Mobilangebote des Teilkonzerns gefährdet. Derzeit ist nicht zuverlässig einschätzbar, welche Risiken sich daraus für die konsument:innenennahen und werbefinanzierten Unternehmen von Hubert Burda Media, die geschäftsbedingt eine Vielzahl personenbezogener Daten verarbeiten, ergeben werden. Bisherige Einschätzungen von Gerichten und Aufsichtsbehörden fielen eher zum Nachteil der o. g. Geschäftsmodelle aus, wobei die Rechtslage letztlich noch nicht abschließend geklärt ist. Burda begegnet diesen Risiken außerdem operativ durch die Einführung alternativer Werbeformen und alternativer Vermarktungsstrategien. Unter Berücksichtigung der eingeführten Prozesse und Systeme werden die rechtlichen Risiken für den Teilkonzern insgesamt als beherrschbar und somit als gering angesehen. Strategische PersonalrisikenDurch die Corona-Pandemie haben sich die Anforderungen an Hubert Burda Media als Arbeitgeber in vielfältiger Art und Weise verändert. Das zeitweise Arbeiten am flexiblen Arbeitsort ist zur Normalität geworden, entsprechende lokale Regelungen und/oder Betriebsvereinbarungen sind etabliert. In vielen Bereichen wird auch mit "Flex Desk" und in neu gestalteten Büroumgebungen gearbeitet. Für eine Differenzierung am Talentmarkt soll zudem das neu erarbeitete Purpose Statement für Hubert Burda Media sorgen, das für externe Kandidat:innen ebenso wie für Mitarbeitende sinnstiftende Orientierung bietet. Ungewollte Fluktuation, insbesondere aufgrund der Gehaltsentwicklung am externen Markt, und ein in fast allen Funktionen spürbarer Fachkräftemangel machen weiterhin innovatives Personalmarketing und schnelle Recruiting-Prozesse erforderlich. Zudem wurden die bestehenden Nachwuchskräfteprogramme um ein internationales Traineeprogramm ("MORE") ergänzt, das weitere Talentpools für Hubert Burda Media erschließt. Um Qualifikation und Engagement der Mitarbeitenden als wesentliche Säule für den Unternehmenserfolg zu erhalten und zu fördern, sind neben den notwendigen Rahmenbedingungen auch Personalentwicklung und Führung wesentliche Hebel. Als neue und einzigartige Entwicklungschance neben dem vielfältigen Weiterbildungsprogramm wurde etwa der "Burda Digital Degree" gestartet, eine interne Unternehmerschule, die Young Professionals bei Hubert Burda Media eine umfassende Erfahrung in digitaler Produktentwicklung bietet. Die gezielte Beratung von Kolleg:innen zu Jobchancen in anderen Burda-Bereichen trägt zur Belebung des internen Arbeitsmarkts und zum Erhalt von Talenten für die Gruppe bei. Hybride Arbeitswelten sind jedoch gerade für Führungskräfte herausfordernd, während gleichzeitig die Erwartungen, speziell von jüngeren Mitarbeitenden, an Arbeitgeber und Vorgesetzte steigen. Auf Basis eines intern entwickelten Führungskompasses ist daher im Herbst 2022 ein Führungskräfteentwicklungsprogramm gestartet, das in verschiedenen Kohorten alle Führungskräfte im Teilkonzern erreichen und in ihrer erfolgskritischen Rolle stärken soll. Das Risiko in diesem Bereich wird daher insgesamt als gering eingestuft, Engpass- und Austrittrisiken sind jedoch zu beobachten. 5.3 PrognoseberichtVor Russlands Invasion in der Ukraine war für 2022 eine Rückkehr zu einer normalen wirtschaftlichen Entwicklung erwartet worden. Der russische Überfall und die daraus resultierende Verknappung von Energie und Rohstoffen hat jedoch zu einem nochmals deutlicheren Anstieg der Energie- und Nahrungsmittelpreise geführt und die globale Konjunktur erheblich belastet. In vielen Lebensbereichen sind diese Preissteigerungen mit einer Inflationsrate von 7,9 Prozent im Jahresmittel (Deutschland) 2022 sehr deutlich spürbar gewesen. Auch für 2023 sind hohe Energiepreise und eine anhaltende Inflation zu erwarten. Diese Entwicklung trifft auch Burda, denn die deutlich gestiegenen Energie- und Produktionskosten (besonders im Tiefdruck) verursachen eine sinkende Konsumnachfrage der Verbraucher:innen, was sich besonders in den Bereichen Consumer Electronics und im Magazingeschäft bemerkbar macht. Da kurzfristig keine nennenswerte Erholung des Konsumklimas zu erwarten ist, sind die Erwartungen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 gedämpft. In seiner Prognose rechnet der IWF für 2023 mit einem globalen Wachstum von 2,9 Prozent und weltweit mit einer Teuerungsrate von 6,6 Prozent, im Jahr 2024 soll sie dann bei 4,3 Prozent liegen. Weiterhin sehr hohe Preise und ein Konjunkturrückgang werden für das Vereinigte Königreich erwartet. Die Prognose der Geschäftszahlen 2023 ist vor dem Hintergrund des Russland-Ukraine-Krieges und der unsicheren weiteren Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise sowie der Inflation mit hohen Unsicherheiten behaftet. Der Teilkonzern geht für das Geschäftsjahr 2023 von Umsatzerlösen aus, die ungefähr auf dem Niveau von 2022 liegen. Während für die Bereiche Consumer Media und Commerce jeweils ein leichter Rückgang prognostiziert wird, ist für den Bereich B2B Media und Services von einem leichten Anstieg auszugehen. Das Ergebnis vor Steuern des Teilkonzerns wird voraussichtlich leicht rückläufig sein. Während im Bereich Commerce ein deutlicher Rückgang antizipiert wird, wird das Ergebnis vor Steuern des Bereichs B2B Media und Services deutlich über dem Wert von 2022 liegen. Für die Bewältigung der unterschiedlichen Krisen ist Burda gut aufgestellt. Ausreichend verfügbare Kreditlinien und liquide Mittel, dezentrale Strukturen mit kurzen Entscheidungswegen und die seit mehreren Jahren kontinuierlich vorangetriebene Diversifikation in Bezug auf Produkte und Geschäftsmodelle bilden die Grundlage dafür, dass die Teilkonzernunternehmen ihre Marktpositionen halten bzw. teilweise weiter ausbauen werden. Burda wird bei günstigen Gelegenheiten weiterhin investieren und neue Beteiligungen eingehen. Gegenüber den Beteiligungsunternehmen versteht sich Burda als verlässlicher und langfristiger Partner, der mit seinen Markt- und Technologiekenntnissen sowie seiner Marktdurchdringung vor allem in Deutschland und dem Vereinigten Königreich das Wachstum der Partnerunternehmen voranbringen kann. Burda arbeitet weiter konsequent an der digitalen Transformation und dem Auf- und Ausbau neuer Geschäftsmodelle. Das Unternehmen betreibt in der Regel stabile und ausgewogene Cashflow-starke Geschäfte, aus denen sich die Kraft für weitere Innovationen und Investitionen speist. 6. Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Offenburg (ergänzende Informationen)Grundlagen des UnternehmensDie Burda GmbH ist die Obergesellschaft einer Gruppe von Medien- und Technologieunternehmen, die sich zum Ziel gesetzt haben, durch hohe Innovationsbereitschaft neue Märkte und Konsumenten zu gewinnen und gleichzeitig bestehende Konsumentenbeziehungen auszubauen. Die Elemente des operativen Geschäfts sind in den Tochtergesellschaften angesiedelt. Daher ist die wirtschaftliche Entwicklung der Burda GmbH in großem Maße von der zuvor beschriebenen Entwicklung der Gruppe abhängig. Sie hält dabei Anteile an Gesellschaften, die in den Geschäftsbereichen Consumer Media, B2B Media und Services sowie Commerce operativ tätig sind. Daneben ist sie Generalmieter für angemietete Büroflächen und Grundstücke, die sie anschließend an ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften untervermietet. Sie ist Cash-Pool-Führerin des Cash-Pools der Hubert Burda Media-Gruppe und erbringt Finanzierungsleistungen an ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Dies sind auch die wesentlichen Ertragsquellen der Gesellschaft. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageZur Unternehmensteuerung werden das Finanzergebnis sowie die Erlöse aus der Vermietung herangezogen. Das Finanzergebnis ist überwiegend geprägt vom wirtschaftlichen Erfolg der Tochtergesellschaften. Die Gesellschaft weist im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederum solide Verhältnisse auf. Die Bilanzsumme lag mit 2.075,5 Millionen Euro um 127,1 Millionen Euro über dem Vorjahreswert von 1.948,4 Millionen Euro. Auf der Aktiva entfiel dieser Anstieg im Wesentlichen auf Veränderungen des Umlaufvermögens. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme betrug 83,5 Prozent (Vorjahr: 88,8 Prozent). Die Zugänge ins Anlagevermögen betrugen gemäß Anlagenspiegel 105,1 Millionen Euro (Vorjahr: 247,5 Millionen Euro). Davon entfiel der überwiegende Teil auf Investitionen in das Beteiligungsportfolio und in Ausleihungen an Tochterunternehmen. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 124,6 Millionen Euro auf 340,6 Millionen Euro. Das ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die Zunahme der Forderungen gegen verbundenen Unternehmen. Liquide Mittel, bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, verminderten sich im Gegenzug von 2,6 Millionen Euro (Vorjahr) auf 0,1 Millionen Euro (Geschäftsjahr). Bei zusammengefasster Betrachtung von Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen ergab sich ein Gesamtsaldo zu Lasten der Gesellschaft von 13,3 Millionen Euro gegenüber 244,5 Millionen Euro im Vorjahr. Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf die Veränderung von Cashpool- und Darlehenssalden mit den Tochter- und Beteiligungsgesellschaften zurückzuführen. Ursächlich hierfür war wiederum eine höhere Kapitalbindung im Umlaufvermögen der Tochtergesellschaften sowie die Gewährung von Darlehen zur Akquisitionsfinanzierung. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 154,7 Millionen Euro auf 471,1 Millionen Euro. Die Darlehensverbindlichkeiten wurden planmäßig getilgt. Die Inanspruchnahme bestehender Kreditlinien lag zum Bilanzstichtag bei rund 77,5 Prozent. Die per 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten sowie die weiteren Finanzverbindlichkeiten werden marktüblich verzinst. Die Finanzierungsstruktur bietet der Gesellschaft genügend Flexibilität für eine weitere positive Entwicklung. Die sonstigen Verbindlichkeiten lagen mit 50,4 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Die Nettoverschuldung (Bankverbindlichkeiten zuzüglich weiterer Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel und abzüglich der sonstigen Wertpapiere) betrug 521,0 Millionen Euro und lag damit um 157,2 Millionen Euro über dem Vorjahreswert. Auf Basis eines Beschlusses vom 20.12.2022 erfolgte am 28.12.2022 eine Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn von 27,5 Millionen Euro an die Gesellschafterin. In Folge des positiven Jahresergebnisses und unter Berücksichtigung der Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn erhöhte sich das Eigenkapital um 58,8 Millionen Euro auf 994,1 Millionen Euro, was bei einer um 6,5 Prozent höheren Bilanzsumme zu einer geringen Veränderung der Eigenkapitalquote von 48,0 Prozent auf 47,9 Prozent führte. Das langfristige Kapital, bestehend aus Eigenkapital, langfristigen Rückstellungen und langfristigen Verbindlichkeiten, betrug 1.237,2 Millionen Euro (Vorjahr: 1.176,6 Millionen Euro) und erreichte damit 59,6 Prozent der Bilanzsumme (Vorjahr:60,4 Prozent). Das Anlagevermögen belief sich auf 1.733,8 Millionen Euro und war im Geschäftsjahr zu 93,6 Prozent (Vorjahr: 83,5 Prozent) durch mittel- und langfristiges Kapital gedeckt, was die solide Finanzierungsstruktur der Gesellschaft verdeutlicht. Sowohl das betriebliche als auch das Finanzergebnis der Gesellschaft wurden maßgeblich durch die Beziehungen zu den Tochtergesellschaften geprägt. Die Erlöse aus Vermietung - im Wesentlichen an die Tochtergesellschaften - haben sich von 23,9 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr - entsprechend den Erwartungen - moderat um 1,3 Millionen Euro vermindert. Das betriebliche Ergebnis von 92,4 Millionen Euro lag dabei um 74,0 Millionen Euro über dem Vorjahresniveau. Das Rohergebnis erhöhte sich, im Wesentlichen bedingt durch die höheren Erträge aus dem Verkauf von Finanzanlagen, um 51,3 Millionen Euro von 87,5 Millionen Euro auf 138,8 Millionen Euro. Im Rohergebnis sind keine Zuschreibungen auf Beteiligungen enthalten (Vorjahr: 5,2 Millionen Euro). Die betrieblichen Aufwendungen, bestehend aus Personalaufwand, Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie sonstige betriebliche Aufwendungen, verminderten sich um 22,7 Millionen Euro auf 46,4 Millionen Euro. Die Personalaufwendungen sind um 5,6 Millionen Euro von 14,1 Millionen Euro auf 19,7 Millionen Euro gestiegen. Ausschlaggebend hierfür sind gestiegene Aufwendungen für Altersvorsorge. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf eine Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen, die für die Berechnung der Pensionsrückstellungen herangezogen werden, zurückzuführen. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 53,9 Millionen Euro im Vorjahr um 28,9 Millionen Euro resultierte vor allem aus dem Rückgang von bezogenen Dienstleistungen. Das Finanzergebnis verringerte sich um 134,7 Millionen Euro von 128,5 Millionen Euro auf -6,2 Millionen Euro und lag somit, entgegen den Erwartungen, unter dem Wert des Geschäftsjahres 2020. Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf geringere Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen und höhere Abschreibungen von Beteiligungen zurückzuführen. Die Zinsaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Millionen Euro auf 14,7 Millionen Euro gestiegen. Im Gegensatz zum Vorjahr ergab sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Ertrag aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 0,2 Millionen Euro (Vorjahr: Aufwand von 5,0 Millionen Euro). Der Jahresüberschuss verringerte sich um 55,6 Millionen Euro von 141,9 Millionen Euro auf 86,3 Millionen Euro. Angesichts der gestiegenen Kosten und des sich abschwächenden Konsumklimas, mit dem die Tochtergesellschaften konfrontiert waren, hat sich die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere im betrieblichen Ergebnis sehr zufriedenstellend entwickelt. Chancen- und RisikoberichtAufgrund der Tatsache, dass die Entwicklung der Burda GmbH stark an die Entwicklung des Teilkonzerns geknüpft ist, gelten die oben beschriebenen Grundzüge des Risikomanagementsystems, einschließlich der beschriebenen Risiken und Chancen, sowohl für den Teilkonzern als auch für die Burda GmbH. Aus Sicht des Einzelabschlusses des Mutterunternehmens bestehen die unter Berücksichtigung der Funktionen als Holding und Cash-Pool-Führerin typischen Chancen und Risiken aus einer möglichen Verbesserung bzw. Verschlechterung der Ertragskraft der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften, die teilweise über Ergebnisabführungsverträge verbunden sind. Dies stellt für den Einzelabschluss das höchste Einzelrisiko dar, das - trotz möglicher signifikanter Auswirkungen von Abwertungen oder sinkender Ertragskräfte einzelner Geschäftsbereiche - insgesamt für das breit angelegte Portfolio als gering bis moderat eingeschätzt wird. Beteiligungsrisiken werden durch ein angemessenes Beteiligungscontrolling überwacht. Dies schließt auch Investitionsprüfungen für wesentliche Investitionen und Akquisitionen mit ein, in deren Rahmen die Risiken evaluiert werden und Investitionen durch interne Freigabekontrollen autorisiert werden. Das Risiko aus der Untervermietung von Immobilien an Tochter- und Beteiligungsunternehmen wird als gering bis moderat eingestuft. PrognoseberichtFür das Geschäftsjahr 2023 ist weiterhin mit einer hohen Inflationsrate und, daraus resultierend, mit einem gedämpften Konsumklima zu rechnen. Es ist deshalb zu erwarten, dass insbesondere die Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in den Geschäftsbereichen Consumer Media und Commerce mit einer weiter sinkenden Nachfrage der Endkonsument:innen konfrontiert werden. Vor diesem Hintergrund ist die Prognose der Geschäftszahlen 2023 mit großen Unsicherheiten behaftet. Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet die Gesellschaft ein deutlich besseres Finanzergebnis als im Geschäftsjahr 2022, insbesondere aufgrund von geringeren Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen. Bedingt durch die Abmietung nicht mehr benötigter Büroflächen geht die Gesellschaft auch für 2023 von leicht sinkenden Vermietungserlösen aus. Teilkonzern-Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
Die Nummern in Klammern weisen auf die Angaben im Anhang hin. Teilkonzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Die Nummern in Klammern weisen auf die Angaben im Anhang hin. Teilkonzern-Anhang 2022(1) Allgemeine AngabenDie Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung (künftig: Burda GmbH) hat ihren Sitz in Offenburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Freiburg i. Br. (Reg.Nr. HRB 470356). Die Erstellung des Teilkonzern-Abschlusses zum 31. Dezember 2022 erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Das Geschäftsjahr entsprach dem Kalenderjahr. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung des Teilkonzerns erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren. (2) KonsolidierungskreisAnzahl der konsolidierten Unternehmen:
Bei den voll konsolidierten Unternehmen wurden für 40 Unternehmen nicht beherrschende Anteile ausgewiesen (2021: 39). 15 Unternehmen mit geringem Geschäftsvolumen bzw. ohne Geschäftstätigkeit wurden nicht konsolidiert bzw. nicht als assoziiertes Unternehmen im Sinne des § 311 HGB bilanziert, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung waren, deren Anteile lediglich zum Zwecke der Weiterveräußerung gehalten wurden oder bei denen kein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden konnte (2021: 20). Die anteilmäßige Konsolidierung nach § 310 HGB kam zur Anwendung bei Gesellschaften, bei denen eine gemeinschaftliche Führung mit in der Regel nur einem konzernfremden Partner vorlag. Die einbezogenen Unternehmen sind in einer Anlage zum Anhang nach § 313 Abs. 2 HGB aufgeführt. Bei der Gesellschaft RO-SEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt BURDA Medien Park KG, Düsseldorf, erfolgte die Konzerneinbeziehung aufgrund von § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Die folgenden Unternehmen wurden im Berichtsjahr erstmalig in den Teilkonzernabschluss einbezogen:
(3) KonsolidierungsgrundsätzeDie Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden grundsätzlich zum Stichtag des Teilkonzern-Abschlusses 31. Dezember 2022 erstellt. Bei zwei Unternehmen wurden zum Zweck der Konzerneinbeziehung Zwischenabschlüsse zum 31. Dezember 2022 erstellt. Der Einbeziehung der assoziierten Unternehmen wurden die Abschlüsse dieser Unternehmen zum 31. Dezember 2022 zugrunde gelegt. Die ergänzenden Regelungen der Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) kamen grundsätzlich zur Anwendung. Die Kapitalkonsolidierung der im Rahmen der Vollkonsolidierung sowie der anteilmäßigen Konsolidierung einbezogenen Tochterunternehmen wurde nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB durchgeführt. Hierbei wurde der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an dem betreffenden Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet, das dem Zeitwert der in den Teilkonzern-Abschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entsprach. Rückstellungen wurden nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 sowie Abs. 2 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB bewertet. Die Verrechnung erfolgte dabei auf der Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt, zu dem das betreffende Unternehmen Tochterunternehmen wurde. Auf- bzw. Abstockungen von Anteilen an konsolidierten Tochtergesellschaften sowie Kapitalmaßnahmen dieser ohne Statuswechsel wurden als Erwerbs- bzw. als Veräußerungsvorgang abgebildet. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurden in der Teilkonzern-Bilanz mit dem Buchwert angesetzt. Der Buchwert sowie ein etwaiger Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital wurden zu demjenigen Zeitpunkt ermittelt, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen wurde. Der Unterschiedsbetrag dieser Neuzugänge wurde dabei nach § 312 Abs. 2 HGB errechnet, fortgeführt, abgeschrieben oder aufgelöst. Die Abschreibungen auf Firmenwerte assoziierter Unternehmen wurden in der Teilkonzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Ergebnis aus assoziierten Unternehmen" ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital der assoziierten Unternehmen betrug zum Bilanzstichtag 27.074 Tausend Euro; der darin enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert belief sich auf 17.179 Tausend Euro. Den Geschäfts- oder Firmenwerten aus der Kapitalkonsolidierung wurden Nutzungsdauern zwischen fünf und fünfzehn Jahren beigelegt. Dies traf sowohl auf die Firmenwerte voll- und anteilsmäßig konsolidierter Unternehmen als auch auf Firmenwerte assoziierter Unternehmen sowie auf Firmenwerte aus dem Erwerb von Geschäftsbetrieben (Asset Deals) zu. Nutzungsdauern oberhalb von fünf Jahren ergaben sich aus dem Geschäftsmodell oder der Mitarbeiterfluktuation des betreffenden Unternehmens. Handelte es sich dabei um ein dem Abonnement-Geschäft ähnelndes Geschäftsmodell, so stützte sich der Teilkonzern auf - auch für die Zukunft erwartete - Erfahrungswerte aus der Entwicklung bzw. Bestandsdauer vergleichbarer Kundenstämme aus dem Verlagsgeschäft. Analog galt dies für vertriebsorientierte Geschäftsmodelle, da auch hier Erfahrungen (z.B. aus vergleichbaren Produktlebenszyklen) vorlagen, die eine entsprechend lange Nutzungsdauer rechtfertigen. Die Abschreibung erfolgte nach der linearen Methode. Ein sich ergebender passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird auf der Passivseite der Bilanz als separater Bilanzposten nach dem Eigenkapital gezeigt. Seine Auflösung erfolgt nach § 309 Abs. 2 HGB. Zum Bilanzstichtag lagen keine passiven Unterschiedsbeträge vor. Bei einer von der kapitalmäßigen Beteiligung abweichenden Beteiligungsquote des Teilkonzerns an den laufenden Ergebnissen und Liquidationsergebnissen der einbezogenen Tochtergesellschaften wurden der Konsolidierung die wirtschaftlichen Beteiligungsquoten zugrunde gelegt, falls diese auf eindeutigen vertraglichen Regelungen basierten. Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Teilkonzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen sowie entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten wurden konsolidiert. Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet. (4) WährungsumrechnungForderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Guthaben bei Kreditinstituten und Verbindlichkeiten, die auf Währungen von Ländern außerhalb der Europäischen Währungsunion lauten, wurden zu den an den Entstehungstagen geltenden Kursen oder den höheren bzw. niedrigeren Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Bei Posten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr erfolgte die Bewertung grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs vom Bilanzstichtag. Bei der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen konsolidierter Gesellschaften erfolgte die Umrechnung des Eigenkapitals mit den fortgeschriebenen historischen Wechselkursen. Die übrigen Bilanzposten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen wurden zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die Jahresdurchschnittskurse für die verwendeten Fremdwährungskurse wurden aus den Durchschnittswerten der Devisenkassamittelkurse zu den Monatsenden gebildet. Sich hieraus ergebende Umrechnungsdifferenzen wurden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Wechselkursdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung wurden grundsätzlich ergebniswirksam erfasst. Währungseffekte aus der Umrechnung von Darlehens- und Cash-Pool-Beziehungen gegenüber in den Teilkonzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden dagegen ergebnisneutral erfasst und in die Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung eingestellt. Sie wurden ergebniswirksam aufgelöst, sobald die konzerninterne Darlehens- und Cash-Pool-Beziehung ganz oder teilweise zurückgeführt wurden oder die einbezogenen Unternehmen aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden sind. Die Beteiligungsbuchwerte an assoziierten Unternehmen in Fremdwährung wurden zum Stichtagskurs umgerechnet. Der Unterschiedsbetrag zwischen diesem Wert und den zu historischen Kursen umgerechneten Beteiligungsbuchwerten an assoziierten Unternehmen wurde erfolgsneutral in der Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung ausgewiesen. (5) Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Die Vermögens- und Schuldposten wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips und entsprechend den beim Mutterunternehmen angewandten Methoden bewertet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände - mit Ausnahme von Abo-beständen, deren Abschreibung sich am tatsächlichen Verbrauch bemisst - wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von einem bis zwanzig Jahren abgeschrieben. Soweit notwendig wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände wurden nicht aktiviert. Im Rahmen der Erstkonsolidierung von Tochtergesellschaften wurden im Wesentlichen Markenrechte und vom erworbenen Unternehmen selbst erstellte Software aktiviert. Die Bewertung erfolgte im Fall der Markenrechte mit Hilfe der Lizenzpreisanalogiemethode (zugrunde gelegte Lizenzraten: 1,0 Prozent - 14,0 Prozent) und im Fall der Software unter Anwendung der Reproduktionskostenmethode auf Basis marktüblicher Stundensätze. Für die Abschreibung von Geschäfts- oder Firmenwerten wurde die dem Geschäftsmodell des betreffenden Unternehmens entsprechende voraussichtliche Nutzungsdauer von bis zu fünfzehn Jahren zugrunde gelegt. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden durch Gegenüberstellung des Zeitwertes der Beteiligung des Tochterunternehmens mit der Summe aus dem Reinvermögen zu Konzernbuchwerten und dem Restbuchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes dieses Tochterunternehmens bestimmt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Es wurde planmäßig über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von einem bis siebzig Jahren abgeschrieben. Soweit notwendig wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. In die Herstellungskosten wurden neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Bewegliche abnutzbare Anlagegüter wurden entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer grundsätzlich linear abgeschrieben. Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten 800,00 Euro nicht überstiegen (geringwertige Anlagegüter). Lagen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten darüber, wurden die betreffenden Gegenstände aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert, sofern eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorlag. Verzinsliche Ausleihungen wurden mit ihren Nennwerten bewertet. Unter- und unverzinsliche Darlehen wurden entsprechend den Restlaufzeiten abgezinst, soweit die Zinslosigkeit nicht durch immanente Vorteile kompensiert wurde. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren wurden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Niedrigere Wiederbeschaffungskosten bzw. Marktpreise am Bilanzstichtag kamen bei der Bewertung zur Anwendung. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen wurden zu Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren, am Bilanzstichtag beizulegenden Wert aktiviert. In die Herstellungskosten wurden neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen einbezogen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst waren. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit den Nennwerten angesetzt. Sie wurden unter Berücksichtigung aller einzeln erkennbaren Risiken bewertet. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine angemessene Pauschalabwertung vorgenommen. Bei un- oder unterverzinslichen Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgte der Ansatz mit dem Barwert. Vorsteuerbeträge für Verbindlichkeiten aus empfangenen Leistungen, für die zum Bilanzstichtag noch keine Rechnungen vorliegen, wurden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Sonstige Forderungen aus Ansprüchen auf Erstattung von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, die sich aus der Abrechnung von höheren Vorauszahlungen mit tatsächlich entstandenen niedrigeren Steuerschulden ergeben, wurden bereits in dem Geschäftsjahr aktiviert, dem sie wirtschaftlich zuzuordnen waren. Der Ansatz erfolgte mit dem Nennwert. Sonstige Wertpapiere wurden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Börsenkursen am Bilanzstichtag bilanziert. Abgänge erfolgten zu durchschnittlichen Konzern-Restbuchwerten. Liquide Mittel wurden zu Nennwerten ausgewiesen. Wurden in den Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen im Anlagevermögen vorgenommen oder Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens mit einem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt und waren die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgte eine Wertaufholung bis höchstens zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Dies galt nicht für eine etwaige in den Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abwertung eines Geschäfts- oder Firmenwerts. Rückstellungen für Pensionen, für Altersteilzeit, für Jubiläen und für Leistungen im Todesfall wurden zum 31. Oktober des Geschäftsjahres inventarisiert. Diese Rückstellungen wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Heranziehung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Zugrundelegung der folgenden grundsätzlichen, zum 31. Oktober 2022 bestehenden, Annahmen ermittelt:
Für die Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde grundsätzlich der von der Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre berücksichtigt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren ergab. Für den 31. Dezember 2022 wurde am 31. Oktober 2022 ein Zinssatz in Höhe von gerundet 1,78 Prozent per annum prognostiziert und der Bewertung zugrunde gelegt. Zinsänderungseffekte wurden im operativen Ergebnis ausgewiesen. In Fällen deutlich kürzerer oder deutlich längerer Restlaufzeiten als fünfzehn Jahre wurden die tatsächlichen Restlaufzeiten und der entsprechende prognostizierte Zinssatz angesetzt. Da der deutlich überwiegende Teil der Pensionsverpflichtungen auf einer für Neueintritte ab September 1993 geschlossenen Versorgungsordnung beruht und die pensionsberechtigten noch aktiven Mitarbeiter zum Bilanzstichtag daher bereits eine lange Betriebszugehörigkeit aufweisen, wurde eine betriebsindividuelle Fluktuation wegen ihrer unwesentlichen Auswirkungen nicht eingerechnet. Bei den Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen und für Leistungen im Todesfall wurde in den ersten zehn Dienstjahren eine durchschnittliche jährliche Fluktuation von drei Prozent per annum unterstellt. Eine betriebsindividuelle Fluktuation wurde wegen unwesentlicher Auswirkungen ab dem elften Dienstjahr nicht mehr berücksichtigt. Im Rahmen des am 29. Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) hatte sich die Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen geändert. Der sich durch die geänderte Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ergebende Unterschiedsbetrag wurde über fünfzehn Jahre verteilt zugeführt. Der noch nicht verteilte Betrag im Sinne von Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB betrug zum Bilanzstichtag 4.624 Tausend Euro. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren betrug 6.860 Tausend Euro. Rückdeckungsversicherungswerte, die ansonsten unter den sonstigen Vermögensgegenständen auszuweisen gewesen wären, wurden mit den Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von 5.251 Tausend Euro verrechnet, zu deren Abdeckung die betreffenden Versicherungen abgeschlossen wurden. Diese Werte entsprachen sowohl dem beizulegenden Zeitwert als auch den fortgeführten Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände sowie dem Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden. Die Rückdeckungsversicherungswerte wurden von dem jeweiligen Versicherungsunternehmen bestätigt. Ihre Bewertung erfolgte mit dem Betrag, der von dem Versicherungsunternehmen aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet wurde, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufswert. Zur Absicherung der aus den Rückstellungen für Altersteilzeit resultierenden Verpflichtungen wurden von den Arbeitgeberunternehmen Bankbürgschaften zugunsten der Berechtigten gestellt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen enthielten entsprechend dem kaufmännischen Vorsichtsprinzip alle dem Grunde nach zum Zeitpunkt der Aufstellung des Teilkonzernabschlusses erkennbaren Verpflichtungen und Risiken. Sie wurden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorlagen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und veröffentlicht wurde. Der Ansatz der Verbindlichkeiten entsprach den Erfüllungsbeträgen. Sofern zur Sicherung der Devisenkurse Sicherungsgeschäfte vorgenommen wurden, kamen grundsätzlich die Absicherungskurse bei der Bewertung der betreffenden Forderungen und Verbindlichkeiten zum Ansatz. Für etwaige Verlustüberhänge aus Kurssicherungsgeschäften wurden Drohverlustrückstellungen gebildet. Soweit Bewertungseinheiten gebildet wurden, wurden diese unter Anwendung der Einfrierungsmethode bilanziert. (6) Teilkonzern-AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Teilkonzern-Anlagevermögens wurde in einem Teilkonzern-Anlagespiegel dargestellt. Dieser wurde dem Teilkonzern-Anhang als Anlage beigefügt. Die ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte resultierten im Wesentlichen aus Kapitalerstkonsolidierungen. Folglich waren auch die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr auf Erstkonsolidierungen und Anteilsaufstockungen des Geschäftsjahres (siehe Tz. 2) sowie auf plan- und außerplanmäßige Abschreibungen zurückzuführen. Im Posten Beteiligungen waren zur Weiterveräußerung bestimmte Anteile an voll konsolidierten Tochterunternehmen mit 1.157 Tausend Euro enthalten. (7) Forderungen und sonstige VermögensgegenständeVon den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hatten 174 Tausend Euro (2021: 554 Tausend Euro) und von den sonstigen Vermögensgegenständen hatten 4.641 Tausend Euro (2021: 9.377 Tausend Euro) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände waren innerhalb eines Jahres fällig. Vorbehaltlich des gesonderten Ausweises wären die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wie bereits im Vorjahr nahezu vollständig unter den sonstigen Vermögensgegenständen auszuweisen gewesen. Von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betrafen 54.999 Tausend Euro (2021: 38.530 Tausend Euro) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und 0 Tausend Euro (2021: 2.463 Tausend Euro) sonstige Vermögensgegenstände. Ferner enthielten die sonstigen Vermögensgegenstände Vorsteuererstattungsansprüche in Höhe von 2.664 Tausend Euro, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstanden sind. (8) Angaben zum Teilkonzern-EigenkapitalspiegelWegen der Zusammensetzung und Entwicklung des Teilkonzern-Eigenkapitals wird auf den Teilkonzern-Eigenkapitalspiegel gemäß § 297 Abs. 1 HGB verwiesen. Unter den nicht beherrschenden Anteilen wurden sowohl positive als auch negative Anteile am Teilkonzern-Eigenkapital von Tochtergesellschaften saldiert. Die negativen Kapitalanteile beliefen sich auf 337 Tausend Euro. Der Anteil aufwandswirksam berücksichtigter nicht beherrschender Anteile am Teilkonzern-Ergebnis betrug 21.692 Tausend Euro. (9) SteuerrückstellungenDie Steuerrückstellungen enthielten im Wesentlichen im Folgejahr abzuführende Beträge sowie Beträge für Risiken aus steuerlichen Prüfungen. (10) Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen enthielten im Wesentlichen Beträge für ausstehende Rechnungen, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, Urlaubsansprüche, sonstige Personalaufwendungen, Remissionen, Rabatt- und Bonusgutschriften sowie Prozessrisiken. (11) Verbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren 9.424 Tausend Euro durch Grundpfandrechte gesichert. Vorbehaltlich des gesonderten Ausweises wären die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 20.230 Tausend Euro (2021: 33.950 Tausend Euro) unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 613 Tausend Euro (2021: 887 Tausend Euro) unter den sonstigen Verbindlichkeiten auszuweisen gewesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthielten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin von 20.230 Tausend Euro (2021: 33.951 Tausend Euro); diese hatten eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wären - vorbehaltlich des gesonderten Ausweises - in Höhe von 13.406 Tausend Euro unter den sonstigen Verbindlichkeiten (2021: 14.208 Tausend Euro) und in Höhe von 19 Tausend Euro (2021: 659 Tausend Euro) unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auszuweisen gewesen. (12) Passive latente SteuernAus § 274 HGB resultierende passive latente Steuern ergaben sich überwiegend aus niedrigeren steuerlichen Wertansätzen im Sach- und Finanzanlagevermögen. Diese wurden verrechnet mit aktiven latenten Steuern, die sich größtenteils aus unterschiedlichen Wertansätzen bei den Pensionsrückstellungen ergaben. Des Weiteren wurden aktive latente Steuern aus solchen Verlustvorträgen in die Verrechnung einbezogen, deren Nutzung innerhalb der nächsten fünf Jahre wahrscheinlich ist. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen wurden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB nicht aktiviert. Die ausgewiesenen latenten Steuern resultierten somit vollumfänglich aus der Anwendung des § 306 HGB. Dem bilanzierten Betrag lagen Differenzen aus der Zwischengewinneliminierung, der Schuldenkonsolidierung sowie aus der Aufdeckung von stillen Reserven und Lasten im Rahmen der Kapitalkonsolidierung zugrunde. Die Entwicklung der saldierten latenten Steuern wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Bei der Bewertung kamen grundsätzlich die Steuersätze der jeweiligen Konzerneinheiten zur Anwendung, diese lagen zwischen 9,0 Prozent und 33,0 Prozent. (13) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse gliederten sich wie folgt:
Enthalten waren periodenfremde Erträge mit 2.983 Tausend Euro aus der Auflösung von umsatzmindernd gebildeten Rückstellungen. (14) Sonstige betriebliche ErträgeEnthalten waren periodenfremde Erträge mit 28.938 Tausend Euro. Diese betrafen im Wesentlichen Erträge aus Kostenerstattungen und Dienstleistungen für Vorjahre, Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen und der Auflösung von Rückstellungen. Ebenfalls enthalten waren Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 7.673 Tausend Euro (2021: 5.593 Tausend Euro). (15) PersonalaufwandDie im Zusammenhang mit Kurzarbeitergeld stehenden Ein- und Auszahlungen wurden als durchlaufender Posten behandelt. Auf Antrag wurden die während des Bezugs von Kurzarbeitergeld vom Arbeitgeber allein zu tragenden Beiträge zur Sozialversicherung erstattet. Der Ausweis dieser Erstattungen erfolgte als Kürzung des Personalaufwands. Übernommene Aufstockungsbeträge zum Kurzarbeitergeld wurden ebenfalls im Personalaufwand ausgewiesen. Im Geschäftsjahr erhielt der Teilkonzern 1.468 Tausend Euro an Zuwendungen der öffentlichen Hand für Lohnersatzleistungen. Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthielten Aufwendungen für Altersversorgung von 24.400 Tausend Euro (2021: 18.767 Tausend Euro). (16) Abschreibungen auf das AnlagevermögenIm Geschäftsjahr wurden auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie auf Sachanlagen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 5.735 Tausend Euro vorgenommen (2021: 1.343 Tausend Euro). Im Geschäftsjahr gab es keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte vollkonsolidierter Unternehmen (2021: 66 Tausend Euro). Geschäfts- oder Firmenwerte anteilmäßig konsolidierter Unternehmen wurden im Geschäftsjahr nicht außerplanmäßig abgeschrieben (2021: 0 Tausend Euro). (17) Sonstige betriebliche AufwendungenDer Posten enthielt periodenfremde Aufwendungen mit 9.037 Tausend Euro. Diese betrafen im Wesentlichen Kostenbelastungen für Vorjahre. Ferner waren Beträge aus Forderungsausfällen und Wertberichtigungen sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von 4.189 Tausend Euro enthalten (2021: 3.145 Tausend Euro). Des Weiteren waren Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB in Höhe von 2.485 Tausend Euro (2021: 3.021 Tausend Euro) enthalten. (18) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sowie Zinsen und ähnliche AufwendungenIm Geschäftsjahr betrafen 152 Tausend Euro (2021: 138 Tausend Euro) Zinserträge mit verbundenen Unternehmen. Zinsaufwendungen mit verbundenen Unternehmen betrugen im Geschäftsjahr 34 Tausend Euro (2021: 0 Tausend Euro). Enthalten waren ferner 3.709 Tausend Euro (2021: 4.528 Tausend Euro) an Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sowie Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen von 40 Tausend Euro (2021: 9 Tausend Euro) und periodenfremde Zinsaufwendungen mit 8 Tausend Euro (2021: 342 Tausend Euro). Der Aufwand aus der Aufzinsung beinhaltete auch den Zinsanteil aus der Zuführung zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen. (19) Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des UmlaufvermögensDie außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen betrugen 40.872 Tausend Euro (2021: 6.275 Tausend Euro). (20) Steuern vom Einkommen und vom ErtragDer ausgewiesene Aufwand enthielt im Wesentlichen die für das Folgejahr erwarteten Ertragsteuerzahlungen der konsolidierten Gesellschaften. Hierin enthalten war ein periodenfremder Steueraufwand von 161 Tsd. € (2021: 1.763 Tsd. €). Der latente Steuerertrag betrug 13.039 Tausend Euro (2021: 779 Tausend Euro). (21) BewertungseinheitenDer Teilkonzern hatte zukünftige Zins- und Währungsrisiken, welche durch die Ausreichung variabel verzinslicher Forderungen und Ausleihungen gegen verbundene Unternehmen in Fremdwährung bzw. die Aufnahme variabel verzinslicher Bankverbindlichkeiten entstanden waren, durch laufzeitkongruente Zins- und Währungsswaps abgesichert. Zwischen diesen Grundgeschäften und den Sicherungsgeschäften in Form von Zins- und Währungsswaps wurden Bewertungseinheiten gebildet. Die Absicherung erfolgte auf der Grundlage von Micro-Hedges zum Ausgleich künftiger Zahlungsstrom-Schwankungen aufgrund variabler Zinsen und Wechselkurse. Die im Rahmen von Bewertungseinheiten einbezogenen Zins- und Währungsswaps wiesen einen Sicherungsumfang von jeweils 100,0 Prozent auf. Die Zeitwerte wurden mittels Barwertmethode berechnet und durch Bankbestätigungen nachgewiesen. Die Absicherungseffektivität hinsichtlich des Zins- und Wechselkursänderungsrisikos wurde prospektiv durch Anwendung der Critical-Term-Match-Methode gemessen, da alle bewertungsrelevanten Parameter übereinstimmen. Die Bewertungseinheit ist zu 100,0 Prozent effektiv. Die Swaps weisen die nachfolgend dargestellten Merkmale auf:
(22) HaftungsverhältnisseBei den Gesellschaften des Teilkonzerns bestanden zum Bilanzstichtag Haftungsverhältnisse, die im Wesentlichen aus Bürgschaften gegenüber Dritten in Höhe von 319 Tausend Euro (2021: 363 Tausend Euro) resultieren. Darüber hinaus bestand eine Patronatserklärung gegenüber einem nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen. Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte für eine mögliche Inanspruchnahme vor, da die zugrundeliegenden Verpflichtungen von den betreffenden Gesellschaften mit hinreichend hoher Wahrscheinlichkeit erfüllt werden. (23) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Gesellschaften des Teilkonzerns schließen zur Sicherstellung ihres Betriebs mittel- und langfristige Mietverträge ab. Hieraus sowie aus weiteren Verträgen resultierende bedeutsame sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden zum Stichtag in der nachfolgenden Höhe und Fälligkeit:
Daneben bestanden zum Stichtag Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben in das Sachanlagevermögen in Höhe von 843 Tausend Euro, sowie übrige sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber nicht konsolidierten Unternehmen in Höhe von 70.456 Tausend Euro aus zugesagten Zahlungen, deren Verpflichtungen zum Bilanzstichtag jedoch noch nicht entstanden waren. (24) Mitarbeiter
(25) Geschäftsführer sowie Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGBIm Geschäftsjahr 2022 waren folgende Personen zu Geschäftsführern bestellt:
Die ehemaligen Geschäftsführer bzw. deren Hinterbliebene erhielten Bezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 Bst. b von 1.299 Tausend Euro; für diese Personengruppe bestanden zum Konzernbilanzstichtag Rückstellungen nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 Bst. b Satz 2 HGB in Höhe von 18.047 Tausend Euro. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 Bst. a HGB wurde aufgrund der Anstellungsverhältnisse unter Inanspruchnahme von § 314 Abs. 3 S. 2 HGB verzichtet. (26) KonzernverhältnisseDie Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft, Offenburg, stellte den Konzernabschluss für den größten Kreis und zugleich auch den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, dem die Burda GmbH als Tochterunternehmen angehört. Der Konzernabschluss der Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers zur Veröffentlichung eingereicht. (27) Gesamthonorar des Teilkonzern-Abschlussprüfers
(28) Angaben zur Teilkonzern-KapitalflussrechnungDer Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung enthielt als Liquiditätsreserve verfügbare Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Wertpapiere) mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten, korrigiert um kurzfristige Giroverbindlichkeiten und Wechselkurs-sowie bewertungsbedingte Fondsveränderungen. Der Finanzmittelfonds setzte sich wie folgt zusammen:
(29) Sonstige AngabenDie folgenden in den Teilkonzern-Abschluss 2022 einbezogenen Tochterunternehmen nahmen die Befreiungsmöglichkeiten nach § 264 Abs. 3 HGB zum 31. Dezember 2022 in Anspruch:
In entsprechendem Umfang werden die nachfolgend genannten, in den Teilkonzern-Abschluss einbezogenen, Gesellschaften nach § 264b HGB befreit:
Der Teilkonzern-Abschluss der Burda GmbH hat ferner befreiende Wirkung nach § 291 HGB für die in dieser Textziffer aufgeführten Tochtergesellschaften sowie weitere Gesellschaften, die zugleich Mutterunternehmen sind und ohne diese Befreiung zur Aufstellung eines Teilkonzern-Abschlusses und eines Teilkonzern-Lageberichtes nach §§ 290 ff. HGB oder den jeweiligen lokalen Vorschriften verpflichtet wären. Die Vorstände und Aufsichtsräte der in den Teilkonzernabschluss einbezogenen börsennotierten Tochtergesellschaft New Work SE, Hamburg, hatten im März 2022 die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht. Die Erklärung ist unter dem folgenden Link abrufbar: https://www.new-work.se/de/investor-relations/corporate-governance/
Offenburg, den 31. März 2023 Die Geschäftsführer Martin Weiss Holger Eckstein Dr. Katharina Herrmann Philipp Welte Anlage zum AnhangEntwicklung des Teilkonzernanlagevermögens
Teilkonzern-Eigenkapitalspiegel
Teilkonzern-Eigenkapitalspiegel
Teilkonzern-Kapitalflussrechnung
Anlage zum Anhang des Teilkonzernabschlusses zum 31.12.2022 der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Offenburg Beteiligungsverhältnisse nach § 313 Abs. 2 HGB
1) mittelbare Beteiligung der New Work SE
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Offenburg PrüfungsurteileWir haben den Teilkonzernabschluss der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Offenburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Teilkonzern) - bestehend aus der Teilkonzern-Bilanz zum 31. Dezember 2022, der Teilkonzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Teilkonzerneigenkapitalspiegel und der Teilkonzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Teilkonzern-Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Teilkonzerns (im Folgenden "zusammengefasster Lagebericht") der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Teilkonzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Teilkonzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Teilkonzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Teilkonzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Teilkonzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Teilkonzernabschluss und den zusammengefassten LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Teilkonzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Teilkonzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Teilkonzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Teilkonzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Teilkonzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Teilkonzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Teilkonzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Teilkonzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Teilkonzernabschlusses und des zusammengefassten LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Teilkonzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Teilkonzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Teilkonzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Teilkonzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Teilkonzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 31. März 2023 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Prof. Dr. Grottel, Wirtschaftsprüfer Laubert, Wirtschaftsprüfer Der Teilkonzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde in der Gesellschafterversammlung der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung vom 24. April 2023 von der Gesellschafterin gebilligt. |
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