Timago UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gregor Schiel seit 21.11.2025 | Prokura |
Tobias Ortlieb seit 7.6.2024 | Prokura |
Philip Eberlein seit 30.3.2023 | Prokura |
Florian Oberpaul seit 25.11.2020 | Geschäftsführer |
Yvonne Lache seit 3.3.2020 | Prokura |
Marko Maier seit 1.7.2019 | Geschäftsführer |
Herald Domin seit 16.10.2018 | Prokura |
Ralf Hassler seit 24.11.2016 | Prokura |
Jaroslav Poppy seit 24.11.2016 | Prokura |
Christian Anzinger seit 25.11.2014 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Elevion Group B.V. | 92.00% |
| 8.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Elevion Deutschland Holding GmbHJenaKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KONZERNLAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2022der Elevion Deutschland Holding GmbH, Jena1 . Grundlagen des Unternehmensa. Vorbemerkung/Rechtliche VerhältnisseUnternehmensgegenstand der Elevion Deutschland Holding GmbH ist der Erwerb, das Halten und die Verwaltung von Beteiligungen an anderen Unternehmen und von anderen Vermögensgegenständen im eigenen Namen und auf eigene Rechnung, insbesondere die Beteiligung an Unternehmen, die im technischen Gebäudemanagement tätig sind. Mit notarieller Beurkundung vom 5. Juli 2017 (UR-Nr. 230/2017-G des Notars Dr. Olaf Gerber in Frankfurt am Main) hat die Elevion Deutschland Holding 100 % der Geschäftsanteile der Elevion GmbH mit Sitz in Dietzenbach zum Übergabestichtag 1. Juli 2017 übernommen. Die Elevion Deutschland Holding ist damit die konzernaufstellende Muttergesellschaft. Die Elevion GmbH und ihre Tochtergesellschaften sind im internationalen Kontext über die Elevion Deutschland Holding in den Konzernkreis der ČEZ a.s., Prag (Tschechien), eingebunden. Soweit der handelsrechtliche Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Elevion Deutschland Holding betroffen sind, beziehen sich die qualitativen Aussagen im Wesentlichen auf die operativen Gesellschaften der Elevion Gruppe. b. Geschäftsmodell, Ziele und Strategien des KonzernsDie Elevion Gruppe ist aktuell mit circa 2.900 Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und Auszubildenden mit einer langjährigen Branchenerfahrung der eingebundenen Tochterunternehmen ein deutschlandweit in den Bereichen der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) agierendes und mittelständisch geführtes Unternehmen. Mit seinen über das Bundesgebiet verteilten Standorten u.a. in allen deutschen Wachstumsregionen hebt sich die Unternehmensgruppe mit ihrem Technik- und Dienstleistungsportfolio aus unserer Sicht von den anderen Konzernen der TGA-Branche ab. Sie versteht sich als ganzheitlicher Anbieter für komplexe und energieeffiziente Lösungen im gewerblichen und industriellen Bereich. Unser Kernmarkt ist die Ausstattung inkl. der technischen Dienstleistung von Neubauten mit moderner Gebäudetechnik sowie die technische und energetische Sanierung von Bestandsbauten im industriellen, öffentlichen und gewerblichen Bereich in Deutschland sowie für bestimmte Kunden auch im Ausland. Wir errichten intelligente, gesamtheitliche Gebäudetechnik und stehen unseren Kunden in allen Bereichen der Gebäudeausrüstung sowie der Energieeffizienzdienstleistung als Partner, von der Projektplanung über die Projektrealisierung bis zur Wartung und 24h-Notrufbetreuung sowie in der technischen Betriebsführung und -steuerung zur Verfügung. Pro Jahr sind wir für unsere Auftraggeber in über 4.000 Projekten und Serviceaufträgen tätig. Im Wesentlichen können vier Leistungsbereiche unterschieden werden:
Der Konzern hat folgende strategische Kernziele:
Durch aus unserer Sicht zunehmend komplexere Kundenanforderungen an einen ganzheitlichen Gebäudedienstleister steht der weitere Ausbau im Geschäftsbereich Mechanik und im Bereich der energienahen Dienstleistungen - des sogenannten ESCO-Geschäfts - im Fokus. ESCO ist eine in der EU gebräuchliche Abkürzung für Energy Service Company und ein Sammelbegriff für auf Konzeption, Errichtung und Betrieb von Energieinfrastruktur spezialisierte Unternehmen (z.B. für dezentrale Kraftwerke, Contracting-Modelle, Virtuelle Kraftwerke, Energiespeichersysteme). Mit der ČEZ a.s., Prag (Tschechien), als Gesellschafter des Konzerns kann das eigene Serviceportfolio in energienahen Bereichen erweitert werden. Die ČEZ a.s., Prag (Tschechien), bietet neben dem originären Geschäftsfeld als Energieerzeuger auch umfangreiche Erfahrungen im Bereich von ESCO-Dienstleistungen, von denen die Unternehmen der bisherigen Elevion-Gruppe profitieren. Durch die Kombination der elektrotechnischen und mechanischen Gewerke, dem Angebot intelligenter Steuerungssysteme als Spange für sämtliche technischen Gewerke sowie mit einer nahezu 100 %-igen Direktkundenstruktur versprechen wir uns, unter Einbindung der Projektierung, Konzept- und Ausführungsplanung, Energieerzeugung und Energiedienstleistung, zukünftig erheblich an Marktanteil im Energie- und Gebäudetechnikmarkt zu gewinnen. Im Vordergrund stehen hier für uns insbesondere die Industrien im Bereich Automotive und Mobilität, Maschinenbau, Lebensmittel- und Pharmatechnik. Unsere Kontakte zu Kunden aus dem Automobil- und Luftfahrtsektor wollen wir nutzen, um unser erweitertes Leistungsportfolio anzubieten und zu platzieren. Zunehmend in den Fokus rücken aufgrund veränderter Gegebenheiten die Branchen Großrechenzentren, Telekommunikation, Gesundheitswesen und Logistik. Die Nachfrage nach Unternehmen, die ganzheitliche Gewerke und übergreifende Lösungen anbieten können, ist unserer Meinung nach unverändert auf hohem Niveau. Wir sehen uns in der Lage, dem Kunden diese Lösungen aus einer Hand über den gesamten Lebenszyklus einer Liegenschaft zu liefern. c. SteuerungssystemDie wirtschaftliche Planung und Steuerung der Einzelgesellschaften und deren Niederlassungen erfolgt über im Strategieprozess ausgestaltete Rahmenvorgaben. In der operativen Planung werden diese auf konkrete, messbare Ziele heruntergebrochen. In Verbindung mit der Wachstumsstrategie der Elevion Gruppe lag der Fokus auch im Berichtsjahr auf der weiteren Anpassung der im Rahmen eines integrierten Controllings und Berichtswesens erforderlichen Steuerungsinstrumente sowie deren Implementierung in den Zukaufgesellschaften. Ein durchgängiges Management-Informationssystem auf Monats- und Quartalsbasis ist im Wesentlichen an einer Ertragslagendarstellung der einzelnen Gesellschaften orientiert und umfasst folgende Bestandteile:
Mit den dezentral tätigen Geschäftsführern und Vorständen der Gruppengesellschaften werden auf Basis der Managementberichte und zur laufenden Überprüfung der Geschäftsentwicklung mindestens quartalsweise Forecast- und Budgetgespräche geführt, um bei Planabweichungen gegebenenfalls Maßnahmen zur Gegensteuerung ableiten zu können. 2. Wirtschaftsberichta. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie wirtschaftliche Entwicklung im vergangenen Jahr war wesentlich vom russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und den damit zusammenhängenden Auswirkungen und Herausforderungen, insbesondere mit Blick auf die Energieversorgung, geprägt. Die deutsche Wirtschaft hat sich dabei insgesamt als sehr widerstandsfähig gegenüber den bis in den späteren Jahresverlauf anhaltenden Lieferkettenengpässen, Rekordinflationsraten, den Handels- und Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland, den Unsicherheiten über eine mögliche Gasmangellage im Winterhalbjahr 2022/23 und der Einstellung russischer Gaslieferungen Ende August erwiesen. Im Gesamtjahr wuchs das Bruttoinlandprodukt (BIP) preisbereinigt um 1,8 % und die Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik zum Jahreswechsel 2022/23 dürfte, nicht zuletzt auch dank der massiven staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen für private Haushalte und Unternehmen sowie deren Anpassungen an die hohen Energiepreise und die damit verbundenen Einsparungen von Gas, kürzer und milder ausfallen als noch im Herbst erwartet. Akute Risiken wie eine Gasmangellage über den Winter oder eine Verschärfung der Lieferkettenengpässe infolge der zuvor strikten Null-Covid-Politik Chinas haben sich nicht realisiert, was sich in einer wirtschaftlich günstigeren Ausgangslage zum Jahreswechsel niederschlägt. Allerdings bestehen nach wie vor hohe Belastungen: der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und dessen wirtschaftliche Folgen, die schwache Entwicklung der Weltwirtschaft sowie die im Vergleich zum Vorkrisenniveau anhaltend hohen Energiepreise und Inflationsraten. Angesichts dieser Belastungen rechnet die Bundesregierung für den Jahresdurchschnitt 2023 mit einem Rückgang des preisbereinigten BIP um 0,5 %. Eine der deutlichsten wirtschaftlichen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zeigt sich im drastischen Anstieg der Energie- und Nahrungsmittelpreise, der sich zuletzt auch in einer steigenden Kerninflationsrate niedergeschlagen hat. Als Konsequenz wird auch in diesem Jahr mit deutlich erhöhten, wenn auch im Jahresverlauf rückläufigen Inflationsraten zu rechnen sein. Für den Jahresdurchschnitt 2023 erwartet die Bundesregierung einen Anstieg der Verbraucherpreise um 6,0 % gegenüber dem Vorjahr. Dämpfend auf die Inflationsrate wirken sich dabei die Strom- und Gaspreisbremsen aus. Die mit den hohen Preissteigerungen verbundenen realen Einkommens- und Kaufkraftverluste werden trotz der entlastenden Wirkungen der umfangreichen staatlichen Stützungsmaßnahmen die binnenwirtschaftliche Entwicklung belasten. Vor allem der private Konsum dürfte nach den pandemiebedingten Nachholeffekten im vergangenen Jahr merklich nachgeben. Zudem könnten vor allem energieintensive Industriebetriebe infolge des Energiepreisanstiegs weitere Kapazitätseinschränkungen vornehmen, wodurch in diesen Bereichen auch die Investitions- und Beschäftigungsentwicklung gedämpft würde. 1 Mit einer Abschwächung der hohen Inflationsdynamik im Jahresverlauf, den Impulsen der fiskalischen Stabilisierungsmaßnahmen und der erwarteten, moderaten weltwirtschaftlichen Belebung dürfte die wirtschaftliche Entwicklung im Verlauf des Jahres dann wieder an Fahrt gewinnen. Mit der damit verbundenen, fortgesetzten Ausweitung der Arbeitsnachfrage könnten auch die schon im vergangenen Jahr spürbaren Fachkräfteengpässe in vielen Bereichen nochmals zunehmen. Im Jahresdurchschnitt wird mit einem Aufbau der Erwerbstätigkeit um 160 Tausend Personen gerechnet. Die Arbeitslosigkeit dürfte im Jahresverlauf zurückgehen, im Jahresdurchschnitt aufgrund eines statistischen Überhangs aus dem Vorjahr nach der Erfassung ukrainischer Geflüchteter in der Grundsicherung allerdings leicht um 65 Tausend auf rund 2,5 Millionen Personen steigen. Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen stellen sich angesichts des deutlichen Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der daraus folgenden Realeinkommensverluste und der spürbaren geldpolitischen Straffung als Folge der beschleunigten Inflation in fast allen Industrieländern zu Jahresbeginn als sehr verhalten dar. Der Internationale Währungsfonds rechnet nach einer Halbierung des globalen Wachstums auf gut 3 % im vergangenen Jahr für 2023 mit einer weiteren Verlangsamung auf jahresdurchschnittlich +2,7 %. Ein noch deutlicherer Rückgang der Zuwachsraten wird für den Welthandel erwartet, von +4,3 % im letzten auf +2,5 % in diesem Jahr. Von dieser relativen globalen Wachstums- und Handelsschwäche dürfte insbesondere die stark in globale Wertschöpfungsketten eingebundene deutsche Wirtschaft belastet werden. Die erwartete Abschwächung bei den Exporten dürfte sich in Verbindung mit der schwächeren binnenwirtschaftlichen Nachfrage auch dämpfend auf die private Investitionstätigkeit auswirken. Zudem belasten gestiegene Energiekosten, Fachkräftemangel und höhere Finanzierungskonditionen die Investitionstätigkeit. Die Bundesregierung setzt dem über Investitionsanreize im Rahmen des Klima- und Transformationsfonds für die private Investitionstätigkeit, insbesondere in Richtung einer Transformation hin zu einer treibhausgasneutralen Wirtschaft, Impulse entgegen. Bei den staatlichen Investitionen ergeben sich Ausweitungen insbesondere durch verstärkte Bautätigkeit und das Sondervermögen Bundeswehr. Bis zum Jahr 2045 soll die gesamte Wärmeversorgung treibhausgasneutral erfolgen. Die Bundesregierung setzt sich für eine flächendeckende kommunale Wärmeplanung und den Ausbau der Wärmenetze ein und strebt bis 2030 mit 50 % einen sehr hohen Anteil erneuerbarer Energien bei der Wärme an. Rund zwei Drittel des Energiebedarfs im Wärmesektor entfallen auf den Gebäudebereich (ein Drittel auf Prozesswärme in Wirtschaft und Industrie). 2 Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist seit dem 1. November 2020 wirksam. Eine weitere Änderung tritt zum 1. Januar 2023 in Kraft: die Reduzierung des zulässigen Jahres-Primärenergiebedarfs im Neubau von bisher 75 % des Referenzgebäudes auf 55 %. 2 Auch unsere Unternehmensgruppe ist von Einschränkungen und wirtschaftlichen Folgen betroffen. Im Gegensatz zu anderen Branchen sind die Auswirkungen in unserem Geschäft spürbar, aber derzeit nicht gravierend einschlägig. In den Bereichen Schaltanlagenbau und Automationstechnik sind globale Lieferengpässe und -ausfälle nachhaltig spürbar. Der Übergang von Just-in-Time zu Lagerhaltung ist bei deutlicher Vorfinanzierung zunehmend angezeigt und wettbewerbsrelevant. Durch die deutliche Kapitalausstattung seitens unserer Gesellschafter gelingt uns dies. Nachhaltige negative Konsequenzen auf die Unternehmensgruppe sind zum Aufstellungspunkt des Konzernjahresabschlusses nicht erkennbar. Insbesondere die strategische Neuausrichtung der klimaneutralen Energieversorgung der Gesellschaft ist für die Unternehmensgruppe der prognostizierte Wachstumskern unserer Branche. Diese Auswirkungen in Leistung und Ergebnis sind in der Planung 2023 berücksichtigt. b. Entwicklung des direkten GeschäftsumfeldesDie Elevion Gruppe ist ein mehrheitlich im Bereich der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) agierendes und mittelständisch geführtes Unternehmen und zählt damit unter anderem zum Bauhauptgewerbe, sie ist Mitglied im Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung e. V., Bonn. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes im August 2023 hat sich die Stimmung im Bauhauptgewerbe weiter verschlechtert. Die aktuelle Geschäftslage wurde per Saldo negativ eingestuft. Die Geschäftserwartungen lagen noch deutlicher im Minus. Im Mai 2022 meldeten 52 % der Firmen des Bauhauptgewerbes eine Behinderung ihrer Produktion durch Materialknappheit. Bis August 2023 ging der Wert auf 3 % zurück. Auch bei den Preisen zeigt sich eine Entspannung. Bei vielen Baumaterialien wurde der Höhepunkt beim Erzeugerpreisindex im Juni 2022 erreicht. Bis Juli 2023 gingen viele Preise (Stahl, Bauholz, Glas) deutlich zurück. Bei einigen energieintensiven Produkten (Zement, Bitumen) geht der Anstieg aber weiter. Für das Jahr 2023 rechnen wir mit insgesamt rückläufigen Materialpreisen gegenüber 2022. Der Anteil der Firmen, die eine Behinderung ihrer Produktion durch Auftragsmangel melden, hat sich von Januar 2022 (15 %) bis August 2023 (31 %) deutlich erhöht. Nicht so stark war der Anstieg bei der Produktionsbehinderung durch Stornierungen von 3 % auf 12 %. Gleichzeitig gab aber im August noch fast jede dritte Firma an, durch Arbeitskräftemangel behindert zu werden. Auftragsmangel und Stornierungen werden der Branche auch 2023 zu schaffen machen. Die Baugenehmigungen für neue Bauten stiegen 2022 nominal um 2,6 %. Angesichts der Baupreissteigerungen ist dies ein Rückgang von etwa 14%. Von Januar bis Juni 2023 stieg der nominale Rückgang auf 20 % (real etwa minus 29 %). Der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ging 2022 um 9,7 % zurück, im ersten Halbjahr 2023 um 12,9 %. Die Reichweite der Auftragsbestände lag im Februar 2022 bei 5,0 Monaten, ging aber bis zum August 2023 auf 3,8 Monate zurück. Der Auftragsbestand lag Ende Juni 2023 mit 74 Mrd. Euro nominal auf einem hohen Niveau, real war gegenüber dem Vorjahr aber ein Rückgang um 3 % zu verbuchen. 2022 gab es einen realen Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe von 5,1 %. Die Bauindustrie erwartet für 2023 einen weiteren Rückgang um 6 %. Die Zahl der jahresdurchschnittlich Beschäftigten im Bauhauptgewerbe wird bei etwa 927.000 stagnieren 3.
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https://www.bauindustrie.de/zahlen-fakten/auf-den-punkt-gebracht/baukonjunkturelle-lage
Die deutsche Bauwirtschaft kämpft mit großen Problemen: Das nominale Bauvolumen stieg zwar 2022 um rund 14 % - preisbereinigt ging das gesamte Bauvolumen jedoch um 2,1 % zurück. Die Baupreise stiegen im vergangenen Jahr um fast 16 %. Vor allem im Wohnungsbau und im Wirtschaftsbau schrumpfte das reale Bauvolumen deutlich. Auch wenn die Baupreise 2023 nicht mehr zweistellig steigen sollen, das reale Bauvolumen wird auch in diesem Jahr schrumpfen. Erst für 2024 wird wieder eine anziehende Baukonjunktur prognostiziert. Rund 27 % des Bauvolumens im Hochbaubestand können energetischen Sanierungen zugeschrieben werden. 2022 schrumpfte das Bauvolumen für das von der Bauinstallation bestimmte Ausbaugewerbe nach Berechnung des DIW preisbereinigt um 1,8 % (2021: - 0,4 %). Für das Jahr 2023 erwartet das DIW im Ausbaugewerbe ebenfalls ein Minus von 1,8 %. Im Jahr 2024 soll es dann um 2,0 % wachsen. Das Bauhauptgewerbe schrumpfte 2022 leicht überdurchschnittlich - das reale Bauvolumen sank im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 % (2021: 0,0 %). Für das Jahr 2023 wird ein Minus von 2,0 % erwartet. 2024 soll das Bauhauptgewerbe mehr als das Ausbaugewerbe von der anziehenden Baukonjunktur profitieren: Das DIW erwartet ein Plus von 2,6 %. Das Gesamtvolumen der Investitionen in energetische Sanierungen stieg 2021 auf rund 70 Milliarden Euro (2021: 64,3 Milliarden Euro). Rund 27 % des gesamten Bauvolumens im Hochbaubestand können laut DIW dem Baubereich "energetische Sanierung" zugeschrieben werden - damit ist die energetische Sanierung ein wichtiger Baubereich, der auch in den kommenden Jahren eine stabilisierende Wirkung auf die Bauwirtschaft haben wird. Im Wohnungsbau stiegen im Jahr 2021 die Aufwendungen für energetische Sanierungen im Vergleich zum Vorjahr um 9,6 % auf 51,8 Milliarden Euro. Das Bauvolumen der energetischen Maßnahmen stieg 2021 im Nichtwohnbau auf 18,3 Milliarden Euro (+ 7,8 % im Vergleich zu 2020). Das DIW prognostiziert, dass die gestiegenen Energiekosten und die Aussicht auf langfristig höhere Energiepreise dazu führen, dass die energetische Gebäudesanierung weiter zunimmt. Außerdem würden entsprechende Förderprogramme mehr und mehr Wirkung entfalten. Für Bauleistungen an bestehenden Gebäuden insgesamt erwartet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung auch in den kommenden Jahren Zuwächse in der nominalen Rechnung: Für das Jahr 2023 wird ein Plus von 4,2 % im Wohnungsbau erwartet (2022: 13,7 %) und ein Plus von 6,3 % im Nichtwohnbau (2022: 15,7 %). Für 2024 rechnet das DIW mit einer Steigerung von 4,3 % im Wohnungsbau und 5,4 % im Nichtwohnbau. Die Umsätze der gesamten deutschen Branche der Haus- und Gebäudetechnik (HKS-Branche) sind im Jahr 2021 gewachsen: Sie stiegen um 3,1 % auf 68,3 Milliarden Euro. Der Umsatz der HKS-Branche wuchs damit das dreizehnte Jahr in Folge. Für das Jahr 2022 prognostiziert die B+L Marktdaten GmbH ein Wachstum der HKS-Branche um 8,8 % auf 74,3 Milliarden Euro - diese Entwicklung ist stark von den Preissteigerungen bestimmt. Ein Umsatz von 77,4 Milliarden Euro (+ 4,2 %) wird für 2023 erwartet. Bei den installierenden Unternehmen stieg der Umsatz 2021 um 2,2 % auf 52,9 Milliarden Euro (2020: 51,7 Milliarden Euro). In der Industrie wurden 23,7 Milliarden Euro erzielt (+ 5,9 % im Vergleich zu 2020) und im Großhandel 20,5 Milliarden Euro (+10,1 % im Vergleich zu 2020). Der Inlandsumsatz der gesamten Branche der Haus- und Gebäudetechnik stieg im Jahr 2022 auf 61,3 Milliarden Euro (2021: 56,4 Milliarden). Nachdem der Auslandsumsatz 2020 bedingt durch die Covid-19-Pandemie um 3,5 % gesunken war, stieg er im Jahr 2021 auf 11,9 Milliarden Euro (+ 8,2 %) und 2022 auf 13,0 Milliarden Euro (+ 9,2 %) an. Für 2023 wird ein Anstieg um 4,4 % auf 64,0 Milliarden Euro erwartet. Die gesamte Branche der Haus- und Gebäudetechnik umfasste im Jahr 2022 rund 49.800 Unternehmen (- 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr) mit 543.000 Beschäftigten (+ 0,6 % im Vergleich zum Vorjahr). Lieferzeiten und Preisentwicklung in der TGA. Im Auftrag des BTGA - Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung e.V. hat die B+L Marktdaten GmbH die Preisentwicklung bis 2026 prognostiziert und die Lieferzeiten für den Zeitraum 2020 und 2022 in der Branche der Technischen Gebäudeausrüstung untersucht: Im Jahr 2022 stiegen die Preise in der TGA um 14,7 % im Vergleich zum Vorjahr (2021: + 8,6 %). Für 2023 wird ein Preisanstieg um 8,2 % prognostiziert. Auch für die kommenden Jahre werden Preissteigerungen erwartet - allerdings sollen die Steigerungen von Jahr zu Jahr geringer ausfallen. Die Lieferzeiten in den TGA-Segmenten Kälte, Klima, Lüftung, Heizung, Elektroinstallation und Sanitär lagen im Jahr 2020 noch auf vergleichbarem Niveau: Sie bewegten sich zwischen 1,7 und 2,9 Wochen. 2022 haben sich die Lieferzeiten in allen Segmenten deutlich verlängert, wenn auch unterschiedlich stark. Die längste Lieferzeit wurde mit 20,3 Wochen im Segment "Heizung" beobachtet (2020: 2,6 Wochen). Laut B+L Marktdaten GmbH ist das vor allem auf die hohe Nachfrage und auf Materialengpässe bei Elektronik, Steuerungsgeräten usw. zurückzuführen. Eine durchschnittliche Lieferzeit von 10,0 Wochen wurde für das Segment Elektro im Jahr 2022 ermittelt und von 8,7 Wochen für Kälte, Klima, Lüftung. In den Segmenten Sanitär gab es 2022 die kürzesten Lieferzeiten: 3,5 bzw. 4,6 Wochen 4 c. Entwicklung des Konzerns im abgelaufenen GeschäftsjahrDas operative Konzernergebnis vor Abschreibung und Zinsen sowie außerordentlichem Ergebnis (EBITDA HGB) betrug im Geschäftsjahr 2022 nominal € 18,5 Mio. (Vorjahr: € 23,0 Mio.) und fiel damit um 1,1 %-Punkte auf 3,3 % im Verhältnis zur Gesamtleistung. Ursache sind im Wesentlichen die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise, welche nur bedingt bzw. zeitverzögert kundenseitig weitergegeben werden konnten. Weitere Ursachen sind u.a. erhöhte Personalaufwendungen durch hohe Tarifabschlüsse und gezahlte Inflationsausgleichsprämien. Die Gesamtleistung wurde mit € 558,0 Mio. (Vorjahr: € 521,8 Mio.) erhöht. Der betriebliche Rohertrag stieg um € 11,0 Mio. auf € 221,9 Mio. Im Vorjahr wurden Sonderabschreibungen auf Umlaufvermögen in Höhe von € 10,8 Mio. vorgenommen. 3. Geschäftsverlaufa. Auftragslage und GeschäftsverlaufDas Geschäftsjahr 2022 war zu Beginn des Wirtschaftsjahres weiterhin durch pandemiebedingt erhöhte Aufwendungen, Produktivitätsverluste, temporäre Zutrittsbeschränkungen bei Projekten sowie Einschränkungen in der Reise- und Montagetätigkeit beeinflusst. Hohe Energie- und Rohstoffpreise sowie anhaltende Lieferkettenprobleme belasten die Projektabläufe und deren Steuerung weiterhin. Im Fokus stehen die angebotsseitigen Störungen im Halbleiterbereich, da diese einen wesentlichen Bestandteil der von uns erstellten modernen Investitionsgüter und -leistungen, insbesondere im IT-Bereich sowie in der Gebäudeleit- und Sicherheitstechnik, darstellen. Wir gehen davon aus, dass die Lieferkettenproblematik noch bis in das Jahr 2023 und darüber hinaus abgeschwächt andauern wird. Eine direkte Auswirkung des Ukraine-Russland-Konfliktes auf bestehende Aufträge und Projekte sind für die Unternehmensgruppe bislang nicht zu erwarten. Es werden keine direkten Geschäftsverbindungen und Lieferbeziehungen zu den Konfliktparteien unterhalten. Mit Blick auf die andauernden aktuellen geopolitischen Verwerfungen und die verhängten Sanktionen erwarten wir Energie- und Rohstoffpreise auf einem hohen Niveau und eine dadurch bedingte höhere Inflation und Belastung der Konjunktur. Die Elevion Gruppe verfügt über eine sehr gute Auftragslage. Die hohen Umsätze im Stamm- und Servicekundengeschäft, aktuelle Projekte sowie unsere Erwartungen für anstehende Geschäfts- und Auftragsabschlüsse führten zum Konzernbilanzstichtag zu einem sehr komfortablen Auftragsbestand 5 (Auftragswert abzgl. Kosten) von rund € 692 Mio. (Vorjahr: ca. € 472 Mio.). Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wird wie im Vorjahr auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Soweit anwendbar, wurden die Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) angewandt. Die Geschäftsführungen der im Konzern verbundenen Gesellschaften planen und steuern nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches inklusive der Bewertung nach IFRS (International Financial Reporting Standards), im Wesentlichen der Bewertung von den in langfristigen Projekten angearbeitetenGewinnen (Percentage-of-Completion-Methode, kurz POC). Danach ergibt sich folgende Ertragslagendarstellung nach IFRS:
5 Auftragswert inklusive Nachträge abzgl.
Anarbeitungsstand
Die geplanten Gesamtleistungen der Bestandsgesellschaften (inklusive der Bewertungsgrundsätze nach POC) wurden für das Geschäftsjahr 2022 im Oktober 2021 mit rund € 520,0 Mio. prognostiziert. Mit den erreichten € 563,9 Mio. (Bewertungsgrundsätze nach POC) liegt die Leistung über unserer Erwartung, insbesondere da sich die Pandemie weniger negativ ausgewirkt hat als befürchtet. Das nach den Grundsätzen der Percentage-of-Completion-Methode geplante operative Konzernbetriebsergebnis wurde mit € 25,1 Mio. angegeben. Das erreichte Ergebnis (EBITDA POC) von € 22,9 Mio. liegt unter unseren Erwartungen. Abweichungen zur Prognose resultieren zum Großteil aus der überproportionalen Kostensteigerung im Bereich Energie und Rohstoffe sowie Kosten für Inflationsausgleichsprämien, welche im Oktober 2021 so noch nicht absehbar waren. Das Konzernjahresergebnis von € 5,2 Mio. (Vorjahr: € -3,8 Mio.) verbesserte sich im Wesentlichen durch den Wegfall der in Vorjahren vorgenommen sanierungsbedingten Sonderabschreibungen auf Umlaufvermögen. b. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage
7 vor außerordentlichem Ergebnis
Im Berichtszeitraum konnte nach Gesamtleistungen von € 558,0 Mio. (Vorjahr: € 521,8 Mio.) ein operatives Konzernbetriebsergebnis vor Abschreibung und Zinsen (EBITDA HGB) von € 18,5 Mio. (Vorjahr: € 23,0 Mio.) erwirtschaftet werden. Relativ zur Gesamtleistung verringerte sich das daraus resultierende Konzernbetriebsergebnis vor Abschreibung und Zinsen (EBITDA HGB) von 4,4 % auf 3,3 %. Der Konzernjahresfehlbetrag nach HGB in Höhe von € -18,0 Mio. (Vorjahr: € -22,8 Mio.) ist durch hohe konsolidierungsbedingte Abschreibungen auf Firmenwerte sowie durch Zinsaufwendungen für von der ČEZ Group erhaltene Darlehen (im Wesentlichen für Akquisitionszukäufe) beeinflusst. Der Rohertrag (Rohertrag 2) wird mit € 222,0 Mio. (Vorjahr: € 211,0 Mio.) ausgewiesen und zeigt eine Rohertragsquote von 39,8 % (Vorjahr: 40,4 %) relativ zur Konzerngesamtleistung. In den Vorjahresabschreibungen waren € 10,8 Mio. für Abschreibungen auf Umlaufvermögen enthalten. Im Außerordentlichen Ergebnis mit € -0,7 Mio. (Vorjahr: € -0,9 Mio.) sind Kosten aus Unternehmenserwerben und Restrukturierungskosten erfasst. Aktiva
Die Bilanzsumme hat sich aufgrund der konsolidierungsbedingten Abschreibungen auf Firmenwerte und der Einführung des Cash Pools mit € 349,3 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (€ 375,2 Mio.) um € 25,9 Mio. reduziert. Die aus Unternehmensakquisitionen entstandenen Immateriellen Vermögensgegenstände wurden weiter abgeschrieben. Das Anlagevermögen sank um € 16,5 Mio. Das Anlagevermögen ist durch Eigenkapital und langfristige Gesellschafterdarlehen vollständig gedeckt (Anlagendeckungsgrad II 8 : 101,3 %; Vorjahr: 101,9 %). Das Umlaufvermögen umfasst neben den zum Stichtag offenen Liefer- und Leistungsforderungen im Wesentlichen die unfertigen Leistungen, von denen die erhaltenen Anzahlungen offen abgesetzt werden. Der Anzahlungsstand beträgt 96,3 %, nach 97,1 % im Vorjahr. Unter Berücksichtigung der angeforderten Abschläge von € 55,9 Mio. (Vorjahr: € 45,9 Mio.) zeigt die Unternehmensgruppe eine Abrechnungsquote von 106,7 % (Vorjahr: 107,5 %), die gegenüber dem Vorjahr auftragsbedingt leicht um 0,8 %-Punkte gesunken ist. Die Summe der Flüssigen Mittel betrug zum Stichtag € 7,4 Mio. (Vorjahr: € 59,5 Mio.). Zum Berichtsstichtag verfügte die Elevion-Gruppe über Flüssige Mittel / Kontoguthaben in Höhe von saldiert € 40,6 Mio. Neben Kontoguthaben bei dritten Kreditinstituten in Höhe von € 7,4 Mio. bestand zum 31. Dezember 2022 ein Guthaben aus dem bei der Citibank geführten Cash-Pool von € 33,2 Mio. Somit konnte die Citibank in 2022 erfolgreich als Hausbank eingesetzt werden. Den Unternehmen der Elevion-Gruppe steht im Cash-Pool unverändert eine durch die Cash-Pool-Führerin Elevion Group B.V. zur Verfügung gestellte Cash-Pool-Linie über € 159 Mio. zur Verfügung. Die Elevion Group B.V. hat für die unbefristete Laufzeit des CashPools eine Patronatserklärung gegenüber den teilnehmenden Gesellschaften abgegeben. Der Rückgang des Konzerneigenkapitals auf € 44,5 Mio. (Vorjahr: € 62,5 Mio.) ist durch das negative Jahresergebnis verursacht. Dabei sind Abschreibungen auf Firmenwerte nach HGB in Höhe von € 18,6 Mio. und Zinsen für Kaufpreisfinanzierungen von € 5,6 Mio. aufwandswirksam erfasst. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Stichtag € 166,9 Mio. (Vorjahr: € 199,9 Mio.). Davon haben Darlehen in Höhe von € 163,9 Mio. (Vorjahr: € 163,9 Mio.) langfristigen Charakter und dienen einerseits der Kaufpreisfinanzierung für den Erwerb der Elevion GmbH und ihrer Tochtergesellschaften durch die Elevion Deutschland Holding GmbH (€ 34,0 Mio.; Vorjahr: € 34,0 Mio.) und weiterhin der Kaufpreisrefinanzierung von Akquisitionen der Elevion GmbH (€ 129,9 Mio.; Vorjahr: € 129,9 Mio.). Diese, wie auch die kurzfristigen Darlehen zur Finanzierung des operativen Geschäfts der Gruppengesellschaften, wurden ausschließlich durch Konzerngesellschaften der ČEZ a.s. zur Verfügung gestellt.
8 (Eigenkapital + langfristige Verbindlichkeiten
gegenüber Anteilseignern) / Anlagevermögen)
Der operative Cashflow nach DVFA/SG betrug € 10,4 Mio. (Vorjahr: € 15,8 Mio.), der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde mit € 26,0 Mio. (Vorjahr: € 59,7 Mio.) ermittelt. c. Finanzielle und nicht finanzielle LeistungsindikatorenZu den wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren zählen neben Auftragseingang und Gesamtleistung die EBITDA-Marge sowie der Anzahlungs- bzw. Abrechnungsstand der von der Elevion-Gruppe jährlich betreuten durchschnittlich 4.000 Projekte. Die Steuerung, Planung und Budgetierung der Unternehmensgruppe basiert auf den IFRS, so dass für Zwecke der Entwicklungsprognose und deren Analyse IFRS-Kennzahlen verwendet werden. Durchschnittlich waren im abgelaufenen Geschäftsjahr 2.893 (Vorjahr: 2.916) Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Auszubildende an unseren Standorten und Technischen Büros beschäftigt. Davon haben durchschnittlich 234 (Vorjahr: 212) Arbeitnehmer von der Möglichkeit einer Teilzeitbeschäftigung Gebrauch gemacht. Durch die Nutzung flexibler Arbeitszeitkonten, die Durchführung von Altersteilzeitregelungen und die betriebliche Altersvorsorge ist aus unserer Sicht eine starke Bindung an das Unternehmen gewährleistet. Flexible Arbeitsplatzgestaltung im Sinne einer ausgeglichenen Work-Life-Balance sowie Homeoffice-Arbeitsplätze sollen angestellten Mitarbeitern einen attraktiven Arbeitsplatz bieten. Mit einem Vertrauensarbeitszeitmodell und der Möglichkeit auf Homeoffice wollen wir die Flexibilität und Selbständigkeit angestellter Mitarbeiter fördern. Durch die CoronaPandemie wurden diese Lösungen weiter ausgebaut. Gemäß §§ 289 f. HGB ist der Frauenanteil im Aufsichtsrat, in der Geschäftsführung als auch in den zwei weiteren Führungsebenen sowie auch deren Zielgrößen in der Elevion Deutschland Holding -Unternehmensgruppe anzugeben. Der gesetzlich verpflichtete Aufsichtsrat besteht aus 12 Mitgliedern. Die derzeitige Frauenquote liegt bei 8 %. Eine Änderung in der Besetzung des Aufsichtsrates ausschließlich zum Zweck der Erhöhung der Frauenquote wird nicht als sinnvoll und zielführend angesehen. Auch eine mögliche Aufstockung zur Sicherstellung einer Frauenquote ist nicht im Fokus. Die Geschäftsführung der Elevion Deutschland Holding GmbH besteht aus zwei Personen. Der Frauenanteil beträgt 0 %. Eine Änderung in der Besetzung der Geschäftsführung ausschließlich zum Zweck der Erhöhung der Frauenquote wird nicht als sinnvoll und zielführend angesehen. Auch eine mögliche Aufstockung zur Sicherstellung einer Frauenquote ist nicht im Fokus. Für die erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung, welche im Wesentlichen die geschäftsführenden Positionen in den Tochtergesellschaften berücksichtigt, beträgt der Frauenanteil 0 %. Bis Ende 2025 ist eine Zielfrauenquote von 8 % angestrebt. In den operativen Gesellschaften stehen primär die Geschäftsentwicklung sowie die langfristige Unternehmensbindung im Vordergrund, nicht eine prozentuale Zielgröße der Frauenquote. Die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung der Elevion GmbH, welche im Wesentlichen die Prokuristen berücksichtigt, verfügt über eine Frauenquote von 20 %. Die Zielgröße ist damit erreicht. Durch eine intensive und praxisorientierte Ausbildung wollen wir langfristig unseren künftigen Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften sichern und festigen. Der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens ist untrennbar mit der Identifizierung unserer Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen verbunden. Unser höchstes "Gut" sind hoch motivierte, qualifizierte und kompetente Mitarbeiter. Daher sind die langfristige Bindung von Mitarbeitern, deren permanente Fortbildung und die eigene Ausbildung neuer Fachkräfte auch in diesem Geschäftsjahr wesentliche Kernthemen unserer Personalarbeit. Das im vorangegangenen Geschäftsjahr ins Leben gerufene strategische Projekt zur Personalentwicklung wurde im Jahr 2022 weiterentwickelt. Unter dem Arbeitstitel "Elevion-Akademie" werden sämtliche Aufgabenstellungen rund um die Mitarbeitergewinnung, -bindung und -qualifikation gebündelt, um dem unveränderten Fachkräftemangel entgegenzutreten. Für unsere Auszubildenden stehen Ausbildungsmeister sowie Ausbildungswerkstätten für die die schulische Ausbildung begleitenden theoretischen und praktischen Unterweisungen zur Verfügung. Die Anzahl unserer Auszubildenden konnten wir im Geschäftsjahr wie geplant erhöhen und beabsichtigen diese auch künftig auf ähnlichem Niveau zu halten. Während zum Vorjahresstichtag gruppenweit 312 Auszubildende beschäftigt waren, ist die Zahl in der Firmengruppe auf 298 leicht gesunken. Mittelfristig strebt die Elevion-Gruppe weiter eine hohe Ausbildungsquote an. 4. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtPrognoseberichtWir erwarten unter Berücksichtigung der langjährigen Marktpräsenz sowie der aktuellen stetigen Auftragslage der operativen Konzerngesellschaften auch künftig ein Markt- und Ergebnispotenzial binden zu können. Die Unternehmensgruppe kann auf einen aus unserer Sicht sehr guten Auftragsbestand 9 in Höhe von € 692 Mio. (Vorjahr: € 472 Mio.) verweisen. Der in das neue Geschäftsjahr übertragene abzuarbeitende Auftragsbestand sowie die aktuellen Auftragseingänge sehen wir als komfortabel an, diese gewährleisten aus heutiger Sicht bereits eine hohe Auslastung der Unternehmensgruppe. Durch einen starken Stammkundenbezug und einen hohen Leistungsanteil im Service- und Wartungsbereich sind wir zudem der Meinung, dass eine gute Grundauslastung dauerhaft vorhanden ist. Die aktuellen gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten lassen derzeit keine hinreichend verlässliche Einschätzung zu, über welchen Zeitraum und in welchem Gesamtausmaß die Ele-vion-Gruppe mit weiteren Beeinträchtigungen für das Geschäftsjahr 2023 konfrontiert sein wird. Unter vorsichtigen Annahmen zur Entwicklung der Marktlage und unter Berücksichtigung uns bereits bekannter Leistungs- und Ergebnisverschiebungen, Produktivitätsverluste sowie zu erwartender Verschiebungen von Investitionsentscheidungen unserer Kunden haben wir für das Geschäftsjahr 2023 eine überarbeitete Planung erstellt. Bereits jetzt lassen sich aus gestiegenen Materialpreisen und Lieferengpässen erste Planungsunsicherheiten ableiten. Wir prognostizieren unter Berücksichtigung der Bewertung nach den Grundsätzen der Percentage-of-Completion-Methode (POC) im Best Case die Erzielung einer im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufigen Konzerngesamtleistung von rund € 550 Mio. sowie die Erwirtschaftung eines auf Vorjahresniveau liegenden operativen Konzernbetriebsergebnisses vor Abschreibung und Zinsen sowie Sondereffekten (EBITDA POC) zwischen € 25 Mio. bis € 28 Mio. (Zielvorgabe EBITDA-Quote > 4,5 %). Die gemeinsam mit dem Gesellschafter verfolgte Zukaufstrategie soll auch im Jahr 2023 für weiteres Wachstum sorgen. Effekte aus im Jahr 2022 durchgeführten und für das Jahr 2023 geplanten Unternehmenszukäufen sind im aktuellen Budget nicht vollständig berücksichtigt.
9 Auftragswert inklusive Nachträge abzgl.
Anarbeitungsstand
Die Unternehmensplanung unterliegt Corona- und kriegsbedingt dem Prognoserisiko insbesondere bei Projektverläufen und der Abrechnungsfähigkeit wesentlicher Großprojekte Chancen- und RisikoberichtAuf Basis der Ermittlung der wesentlichen Risiken für die künftige Entwicklung ergibt sich folgendes Risikoprofil. Die Risiken sind entsprechend ihrer Bedeutung in absteigender Reihenfolge aufgeführt: a) BeschaffungsrisikoDer Schwerpunkt im Einkauf von Standardmaterial wird über Fach- und Branchengroßhändler - mit vergleichbarer und gleichwertiger Angebotspalette - abgewickelt. Durch das Wachstum der Elevion Gruppe konnten Synergieeffekte im Bereich der Konditions- und Zahlungsbedingungen genutzt werden. Weiterhin bestehen direkte Einkaufsbeziehungen zu Herstellern und Händlern von Spezialartikeln. Eine existenzielle Abhängigkeit von Lieferanten besteht trotz hoher Umsätze mit einzelnen Großhändlern und Herstellern nicht. Des Weiteren führen wir im Rahmen unseres Qualitätsmanagements sorgfältig eine Lieferantendatenbank. Auf Basis dieser Daten wird eine Auswahl unserer Lieferanten und Nachunternehmer vorgenommen. Bedingt durch die beträchtlichen weltweiten wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten entwickelte sich der Kupferpreis im Berichtszeitraum weiterhin sehr volatil. Das Kostenrisiko (insbesondere für längere Projekte mit hohem Kupferanteil) sichern wir durch die Vereinbarung von projektbezogenen Abrufbestellungen bzw. Kontingente über unsere Lieferanten ab. Soweit notwendig, führen wir über unsere Hausbanken eine Rohstoffsicherung durch. Durch Corona als auch den Russland-Ukrainekrieg stellen wir negative Einflüsse auf die Beschaffung fest. So wurden Lieferketten u.a. von Großkomponenten und der Einsatz von Nachunternehmern zum Teil gestört und führten punktuell zu Ausführungsverzögerungen. Infolgedessen sind deutliche Preisanstiege zu verzeichnen und weiter zu erwarten. Dem begegnet die Gruppe mit Vertragsanpassungen zu bestehenden Aufträgen, u.a. durch Preisgleitklauseln mit Kunden sowie mit Zielkäufen von Material und Leistung. Weiterhin wurde die Lagerhaltung deutlich aufgebaut. b) KalkulationsrisikoDurch umfassende projektspezifische Vorgaben und eine permanente Preis- und Artikelpflege versuchen wir, Kalkulationsrisiken im Projektbereich einzugrenzen. Die Kalkulationskriterien, wie z.B. geforderte Stundenzahlen und Mindestmargen, werden permanent anhand eines Soll-/Ist-Kostenvergleichs überwacht und soweit möglich angepasst. c) Informationstechnische RisikenDen gesetzlichen Veränderungen und Vorgaben aus der DSGVO haben wir im Unternehmensverbund Rechnung getragen und dies durch ein Audit entsprechend dokumentiert. Im Zuge der Überprüfung von Datensicherheit in Verbindung mit IT-gestützten Systemen haben wir darüber hinaus unsere Systeme bzgl. der zunehmenden Cyberkriminalität überprüft und entsprechende Maßnahmen zur Sicherstellung und Implementierung eines zeitgemäßen Sicherheitskonzepts eingeleitet. Gegen Schäden aus internen oder externen Cyberangriffen haben wir uns mit einer globalen Cybersecurity-Versicherung abgesichert. Mit dem Ziel einer maximalen Risikominimierung und bestmöglichen Optimierung und Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen arbeiten wir kontinuierlich an der Verbesserung bestehender IT-Prozesse sowie der IT-Sicherheit. d) KostenrisikoProjekte in der Ausführungsphase werden ab einem bestimmten Auftragsvolumen monatlich durch die Projektierung und das Controlling einem Soll-/Ist-Vergleich unterzogen. Fehlentwicklungen können somit zeitnah erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Zusammengefasst werden diese Ergebnisse in einem monatlichen Reporting mit den Geschäftsleitungen besprochen. Der Konzern verfügt dadurch über ein Frühwarnsystem, mit dessen Hilfe lokal selbstständig operierende Einheiten geführt und Erfahrungen genutzt werden können. Zur Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten insbesondere aus Vertragsverhältnissen mit Generalunternehmern werden die Baustellendokumentationen mit Unterstützung von Baurechtsexperten erstellt. e) RechtsrisikenDie Projektabwicklung der im Wesentlichen nach VOB geschlossenen Werkverträge birgt grundsätzlich Rechtsrisiken in der Durchsetzung von dem Grunde nach anzuerkennenden Nachträgen. Den Rechtsrisiken wird durch notwendige laufende Projekt- und Abrechnungsdokumentation und Einbindung unserer Rechtsabteilung begegnet. f) AusfallrisikoDem Risiko eines Forderungsausfalls bzw. einer nicht vorhersehbaren Verschlechterung der Bonität des Auftraggebers wirken wir durch die Absicherung unserer Forderungen im Rahmen einer Warenkreditversicherung, durch eine externe Bonitätsprüfung über Wirtschaftsauskunfteien und durch den verstärkten Einsatz von Voraus- und Anzahlungen entgegen. Weiterhin werden die Projektabwicklung und der Einzug unserer Forderungen stets eng von unserer Rechtsabteilung begleitet. g) VertriebsrisikoBedingt durch die Vergabepraxis öffentlicher Aufträge und der zum Teil EU-weiten Ausschreibungen stehen die Unternehmen der Elevion Gruppe auch unter internationalem Preis- und Wettbewerbsdruck. Der Konkurrenz begegnen wir durch unser Leistungsspektrum sowie durch den Einsatz unserer Technologien, um für das wirtschaftlichste Angebot die Relation von Preis und Qualität zu beeinflussen. Durch unsere mittelständisch geprägte Unternehmensphilosophie sowie strategische Ausrichtung und Gruppenstruktur sind wir in der Lage auf die veränderten Marktgegebenheiten zu reagieren. Markttrends und Marktfehlentwicklungen begegnen wir durch permanente Struktur- sowie Portfolioanpassungen verbunden mit der regelmäßigen Überprüfung und Erweiterung unseres Leistungsangebotes. Ein hoher Anteil an Stammkunden minimiert für die Elevion-Gruppe das Vertriebsrisiko. Die aktuellen Marktveränderungen bieten derzeit eine besondere Chance für unsere Unternehmensgruppe. Wir gehen davon aus, dass überproportionale Investitionsvolumina in Rechenzentren, im Gesundheitswesen, Lebensmittelbereich und Energieinfrastruktur zu verzeichnen sein werden. Wir sehen hier gute Chancen uns vom Wettbewerb abzugrenzen und in den Wachstumsmärkten zu behaupten. Durch den Hauptgesellschafter bestehen weiterhin Synergien im Geschäftsbereich ESCO. Die ČEZ ESCO ist ein großer Akteur auf dem tschechischen Markt und hat es sich zum Ziel gesetzt, zum größten Anbieter von ESCO-Dienstleistungen in Zentral- und Südosteuropa zu werden. h) GewährleistungsrisikenDurch permanente Prüfung in der Projektphase steuern wir latenten Gewährleistungsrisiken aus dem Projektbereich entgegen. Weiterhin bemühen wir uns aktiv um die technische Betreuung und Wartung der von uns installierten Anlagen. Eventuellen Risiken wurde durch die Bildung einer pauschalen Gewährleistungsrückstellung Rechnung getragen. i) LiquiditätsrisikoIn unseren Geschäftsbereichen sind generell Vorleistungen unsererseits zu erbringen. Analog zu den Vorjahren haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr zur Verminderung der Vorfinanzierungsintensität und -risiken mit unseren Auftraggebern Vorauszahlungen oder Anzahlungen vereinbart. Unser Liquiditätsmanagement, die permanente Weiterentwicklung unserer kaufmännischen Prozesse und Controlling-Tools sowie die tägliche Überwachung und wöchentliche Planung von Liquiditätsflüssen sehen wir als fortwährende Aufgabe zur frühzeitigen Erkennung und Bewertung von Liquiditätsrisiken sowie zur Reduzierung der Auftragsvorfinanzierung. Dafür geeignete Prozesse werden auch in den neu aufgebauten Standorten sowie in den übernommenen Gesellschaften durch uns eingeführt. Im Zuge der Optimierung des Finanzierungsmanagements wurde mit Wirkung zum 17. November 2021 zwischen den Gesellschaften der Elevion-Gruppe, der Unternehmen der Ele-vion Energy & Engineering Solutions Gruppe und der unmittelbaren Gesellschafterin Ele-vion Group B.V. mit Sitz in Amsterdam (Cash-Pool-Führer) eine Cash Pool-Vereinbarung geschlossen. Mit Einführung des Cash-Poolings soll ein effizienteres Liquiditätsmanagement, eine zusätzliche Optimierung in der Liquiditätsrisikosteuerung und eine deutliche Reduzierung der Zinsaufwendungen für die gesamte Elevion-Gruppe einhergehen. Es bestehen weiterhin vom unmittelbaren Gesellschafter sowie mittelbaren Gesellschaftern eingeräumte Finanzierungskredite von insgesamt € 184,0 Mio., wovon zum Bilanzstichtag € 163,9 Mio. in Anspruch genommen wurden. Die Darlehen sind langfristig und endfällig strukturiert. Das Tagesgeschäft wurde durch die aus dem operativen Geschäft erzielten Mittelzuflüsse und die zur Verfügung stehende Betriebsmittellinie abgesichert. Auf Basis einer mittelfristigen Gesamtliquiditätsplanung, verbunden mit einer wöchentlich rollierenden Liquiditätsplanung der Einzelunternehmen, wurde die Zahlungsfähigkeit der Elevion-Gruppe permanent überprüft und war zu jeder Zeit gewährleistet und ausreichend abgesichert. j) Länderrisiko/WährungsrisikoFür das Auslandsgeschäft der Elevion-Gruppe bestehen Steuerungs- und Controllinginstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken. Über einen Rahmenvertrag mit unseren Hausbanken werden Währungsrisiken gegebenenfalls mittels Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäften abgesichert. Im Wesentlichen werden wir - soweit mit den Auftraggebern vereinbart - zur Vermeidung von Währungsrisiken Zahlungsvorgänge für Auftragsabwicklungen im Ausland weiterhin bevorzugt auf EURO-Basis abwickeln. k) ZinsstrukturrisikenBedingt durch die nunmehr konzerninterne Finanzierung der Geschäftstätigkeit stellen Zinsänderungen ein geringes Risiko dar. I) ZusammenfassungAufgrund der Gesellschafts- und Finanzierungsstruktur der Konzerngruppe werden typische Risiken zu einem bedeutenden Teil auf übergeordnete Konzernunternehmen der CEZ Group übertragen. Den weiteren Risiken wird durch ein konzernweites Risikomanagementsystem begegnet, das auf eine frühzeitige Erkennung von negativen Einflüssen abzielt, um rechtzeitig geeignete Maßnahmen ergreifen zu können. Kostenarten und Effizienzkennzahlen werden im Rahmen von Monatsabschlüssen überwacht und regelmäßig an die Geschäftsleitung kommuniziert. Es werden monatliche und quartalsweise Analysen der Ist-Kennzahlen zum Budget vorgenommen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine bestandsgefährdenden Tatsachen bekannt. 5. Bericht über Forschung und EntwicklungGegenstand der Entwicklungstätigkeit ist die Fortentwicklung von Soft- und Hardwareprodukten sowie die Erschließung neuer potenzieller Marktlücken. Im Berichtsjahr sind für Forschung und Entwicklung insgesamt T€ 2.847 (Vorjahr: T€ 2.779) aufgewendet worden. Davon entfallen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände T€ 2.632 (Vorjahr T€ 2.441).
Jena, den 14. September 2023 Elevion Deutschland Holding GmbH Lars Eberlein Jiři Pecka Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang 20221. Allgemeine AngabenDie Elevion Deutschland Holding GmbH mit Sitz in Jena wird beim Amtsgericht Jena unter der Registernummer HRB 513963 geführt. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Soweit anwendbar, wurden die Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) angewandt. Die Geschäftsführung der Elevion Deutschland Holding GmbH, Jena (kurz: Elevion Holding), ist gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet. Das Konzerngeschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. 2. KonzernverhältnisseDie Elevion Deutschland Holding GmbH, Jena, stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen auf. Die Offenlegung erfolgt im Bundesanzeiger. In den Konzernabschluss werden folgende unmittelbare bzw. mittelbare Tochtergesellschaften nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung und den Regelungen des DRS 23.198 ff. für die Konsolidierung von Teilkonzernen einbezogen:
Auf die Einbeziehung der mittelbaren Beteiligung am assoziierten Unternehmen FlussStrom Energy GmbH, Magdeburg (25 %), in den Konzernabschluss wurde gemäß § 311 Abs. 2 HGB wegen der untergeordneten Bedeutung dieser Beteiligung für die Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage verzichtet. Das Vermögen der Hermos Steuer-, Meß- und Regeltechnik GmbH, Suhl, wurde mit Vertrag vom 22. März 2022 im Wege der Verschmelzung durch Aufnahme rückwirkend zum Stichtag 1. Januar 2022 auf die alleinige Gesellschafterin Hermos AG, Mistelgau, übertragen. Die Elevion Holding ist mittelbare Tochtergesellschaft der ČEZ a.s., Prag (Tschechien), die einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen erstellt. Dieser wird im öffentlichen Register des Justizministeriums der Tschechischen Republik offengelegt. 3. Konsolidierungsmethoden und KonsolidierungsstichtagDer Stichtag der Erstkonsolidierung ist grundsätzlich der Erwerbszeitpunkt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode (§ 301 HGB, DRS 23). Dabei erfolgt die Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen neubewerteten Eigenkapital der Tochtergesellschaften. Sonderposten mit Rücklageanteil sind mit dem Eigenkapitalanteil in das Eigenkapital zum Erstkonsolidierungszeitpunkt umgegliedert und in die Kapitalkonsolidierung einbezogen. Die aus der Erstkonsolidierung des Elevion-Teilkonzerns sowie aus der Erstkonsolidierung der Unternehmenserwerbe vorangegangener und des laufenden Geschäftsjahres nach DRS 23.198 ff. entstandenen aktivischen Unterschiedsbeträge werden als Firmenwerte aktiviert und in Anwendung des § 309 Abs. 1 HGB i.V.m § 253 Abs. 3 HGB über eine erwartete Nutzungsdauer zwischen 5 und 15 Jahren fortgeführt. Die Erwartung der Nutzungsdauer basiert auf der langjährigen Marktpräsenz und den bestehenden Kundenbindungen der Elevion-Gruppe. Der Aufwand aus der Abschreibung der konsolidierungsbedingten Firmenwerte beträgt im Geschäftsjahr T€ 18.183. Die Restbuchwerte der Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung betragen T€ 151.889. Transaktionen im Konzernkreis, die eine Zwischenergebniseliminierung erfordern, wurden nach § 304 HGB eliminiert. Die Bestände wurden zu Konzernanschaffungs-/Konzern-Herstellungskosten aktiviert. In der Gewinn- und Verlustrechnung - aufgestellt als vollkonsolidierte Gewinn- und Verlustrechnung nach § 305 HGB - wurden Erträge und Aufwendungen, die aus dem inner-konzernlichen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultieren, miteinander verrechnet. Zur Steuerabgrenzung wird DRS 18 angewendet, wobei auf freiwillige Zusatzangaben verzichtet wird. Der Konzernsteuersatz wird mit durchschnittlich 32 % angesetzt. Aktive und passive latente Steuern werden in Anwendung des § 274 Abs. 1 HGB saldiert ausgewiesen. 4. Grundlagen für die Umrechnung von Abschlüssen in fremder WährungDie Währungsumrechnung der ausländischen Tochtergesellschaften ETS Shanghai, Hermos Malaysia und Hermos Polen erfolgen nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Die Berichtswährung des Konzernabschlusses ist der EURO. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zu den amtlichen Durchschnittskursen der Deutschen Bundesbank in Euro umgerechnet. Posten der Bilanz wurden zum Stichtagskurs des Konzernbilanzstichtages umgerechnet. Positionen des Eigenkapitals wurden zu historischen Kursen umgerechnet. Differenzen, die sich bei der Umrechnung des Abschlusses der ausländischen Tochtergesellschaften in die Berichtswährung ergaben (T€ -13 im Geschäftsjahr; kumuliert T€ -107), werden erfolgsneutral als Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung im Eigenkapital gesondert ausgewiesen. 5. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen mit Ausnahme von Geschäfts- und Firmenwerten sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten, planmäßig linearen Abschreibung aktiviert. Die Abschreibung erfolgt über den Zeitraum der voraussichtlichen Nutzungsdauern, in Anlehnung an die amtlichen Abschreibungstabellen des Bundesministers der Finanzen. Geringwertige Anlagegüter werden nach den Regelungen des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG ab einem Wert von € 250,00 bis zu einem Wert von € 1.000,00 in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre gleichmäßig abgeschrieben. Firmenwerte aus Unternehmenserwerben im Einzelabschluss werden über Zeiträume von 5 bzw. 15 Jahren, der aus der Kapitalkonsolidierung über Zeiträume zwischen 5 und 15 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauern bestimmen sich nach langjähriger Marktpräsenz und Kundenbindungen der übernommenen bzw. einbezogenen Unternehmen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten nach § 248 Abs. 2 HGB in die Bilanz aufgenommen und, sofern sie einer Abnutzung unterliegen, ihrer Nutzungsdauer entsprechend um planmäßige Abschreibungen verringert. Bei der Berechnung der Herstellungskosten sind die Kosten der allgemeinen Verwaltung, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, jedoch keine Fremdkapitalzinsen einbezogen. Das gesetzliche Mindestgliederungsschema des § 266 HGB wurde zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögenslage der Gesellschaft um den Posten "In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände" erweitert. Es handelt sich hierbei um selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände, die sich zum Bilanzstichtag noch in der Entwicklung befinden. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Ausleihungen zum Nennwert angesetzt, soweit nicht Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung vorlagen. Dem Wegfall oder der Verminderung von dauerhaften Wertminderungen wird durch Zuschreibungen Rechnung getragen. Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe enthalten die Materialbestände an den Konzernstandorten und sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgte zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB. Dazu gehören die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Bei der Berechnung der Herstellungskosten sind die Kosten der allgemeinen Verwaltung, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, jedoch keine Fremdkapitalzinsen einbezogen. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Dem Grunde nach auf Basis der Bauverträge bzw. der VOB/B als sicher und durchsetzbar eingeschätzte, formell aber noch nicht beauftragte Nachträge (Mehrmengen, Leistungsänderungen, Behinderungen, etc.) werden in angemessenem Umfang in der Leistung berücksichtigt. Die Schätzung der Höhe nach wird insoweit auf der Grundlage der Urkalkulation vorgenommen, wobei Unsicherheiten durch Bewertungsabschläge Rechnung getragen wird. Bei der Beurteilung künftiger Baustellenverluste stellt die Gesellschaft auf die Ergebnisprognose zum Bauende unter angemessener Berücksichtigung des wahrscheinlich zu realisierenden Nachtragspotenzials ab. Diese Grundsätze gelten für die Bilanzierung von Bauleistungsforderungen analog. In den Unfertigen Leistungen werden die Anarbeitungsstände laufender Baustellen und der Serviceaufträge ausgewiesen. Erhaltene Anzahlungen (erhaltene Zahlungen für Abschlagsrechnungen und Anzahlungen) werden unter Anwendung des Wahlrechts nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von dem Posten B.I. Vorräte abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden entsprechend ihrer Fristigkeit zum Nenn- oder Barwert angesetzt. Einzelrisiken werden durch individuelle Wertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt. Die Kassenbestände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag ausgewiesen. Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag erfasst, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Es wurden aktive latente Steuern auf temporäre Unterschiedsbeträge zwischen handelsrechtlichem und steuerrechtlichem Wertansatz, auf steuerliche Verlustvorträge nach § 274 Abs. 1 i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB sowie auf Zinsvorträge gebildet. Die Bewertung erfolgte mit dem Konzernsteuersatz von 32 %. Die aktiven latenten Steuern werden gemäß § 306 S. 2 HGB mit passiven latenten Steuern verrechnet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit den notwendigen Erfüllungsbeträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Bei langfristigen Rückstellungen wird die Abzinsung mit einem der jeweiligen Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre vorgenommen (RückAbzinsV). Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgt nach § 253 Abs. 1 und 2 HGB in Verbindung mit IDW RS HFA 30 n.F. vom 16. Dezember 2016 und wurde in Höhe des Barwertes der bei Beendigung des Dienstverhältnisses anfallenden Altersrenten angesetzt und nach der PUC-Methode berechnet. Als Rechnungsgrundlage dienten die "Richttafeln 2018 G" nach Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Diskontierung erfolgte in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre. Dieser beträgt gemäß RückAbzinsV für pauschale Restlaufzeiten größer 15 Jahre 1,78% p.a. Eine nach HGB a.F. vorzunehmende Diskontierung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre (1,44 %) hätte einen um € 109.244,00 höheren Zuführungsbetrag ergeben. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen (T€ 2.476) sind mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten (T€ 815) gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Das Deckungsvermögen wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert bewertet, der den Anschaffungskosten entspricht. Der Passivüberhang wurde unter dem Posten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesen. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB angesetzt. 6. Erläuterungen zur Bilanza) AnlagevermögenDie immateriellen Vermögensgegenstände umfassen im Wesentlichen Firmenwerte aus den Einzelabschlüssen (T€ 2.407) sowie mit T€ 151.889 Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung. Im Berichtsjahr sind für Forschung und Entwicklung insgesamt T€ 2.847 aufgewendet worden (davon entfallen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände T€ 2.632). Die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens sowie der Abschreibungen des laufenden Konzerngeschäftsjahres sind im nachfolgenden Konzernanlagespiegel dargestellt. Elevion Deutschland Holding GmbH, JenaEntwicklung des Konzern-Anlagevermögens vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
b) Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen wie im Vorjahr sämtlich unter einem Jahr. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfielen im Vorjahr T€ 25 auf den Lieferungs- und Leistungsverkehr. c) Latente SteuernDie aktiven latenten Steuern betragen zum Bilanzstichtag T€ 23 (T€ 1.281) und enthalten in Höhe von T€ -5.731 (Vorjahr: T€ -5.153) latente Steuern auf temporäre Differenzen inklusive solcher auf Zwischenergebnisse. Dabei entfallen die temporären Differenzen im Wesentlichen auf Anlagevermögen, Forderungen sowie auf Rückstellungen. Für steuerlich nutzbare Verlust- und Zinsvorträge des Konzerns sind T€ 5.754 (Vorjahr: T€ 6.434) aktive latente Steuern enthalten. Die Aktivierung basiert auf einer mehrjährigen Prognose und umfasst nutzbare Verlust- und Zinsvorträge für den Zeitraum von 5 Jahren. d) EigenkapitalDie Entwicklung des Eigenkapitals ist aus dem am Ende dieses Anhangs abgedruckten Eigenkapitalspiegel gemäß DRS 22 ersichtlich. Der Konzernbilanzverlust des Konzerngeschäftsjahres beträgt T€ -91.425 und entfällt in Höhe von T€ -18.043 auf den Konzernjahresfehlbetrag des Konzerngeschäftsjahres. e) Sonstige RückstellungenDie Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen zum Konzernbilanzstichtag ergibt sich aus nachfolgendem Rückstellungsspiegel:
Die Rückstellungen für Ansprüche der Mitarbeiter für ausstehenden Urlaub und für Arbeitszeitkonten werden auf der Basis der betrieblichen Praxis in Höhe des Abgeltungsbetrages bewertet. Der Bewertungssatz wird aus den Gesamtbezügen des Geschäftsjahres je Mitarbeiter, zuzüglich Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, geteilt durch die durchschnittliche Monatsarbeitszeit ermittelt. f) VerbindlichkeitenspiegelDie Zusammensetzung der Verbindlichkeiten zum Konzernbilanzstichtag ergibt sich aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel:
Die Verbindlichkeiten sind teilweise durch geschäftsübliche Eigentumsvorbehalte gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 102.834 die Gesellschafter der Elevion Holding. Die Verbindlichkeiten entfallen in Höhe von T€ 1.592 auf den Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Elevion Holding wird in den Konzernkreis der ČEZ a.s., Prag (Tschechien), einbezogen. Der Ausweis erfolgt in Anlehnung an die Definition der verbundenen Unternehmen in § 271 Abs. 2 HGB unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Im Zuge der Optimierung des Finanzierungsmanagements wurde mit Wirkung zum 17. November 2021 zwischen den Gesellschaften der Elevion-Gruppe, den Unternehmen der EEES-Gruppe und der unmittelbaren Gesellschafterin Elevion Group B.V. mit Sitz in Amsterdam (Cash-Pool-Führer) eine Cash Pool-Vereinbarung geschlossen. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool (Forderungen T€ 33.163). Die Elevion Group B.V. hat als Cash-Pool-Führer mit dem Mutual Credit Facility Agreement vom 12. August 2021 den am Cash-Pool teilnehmenden Gesellschaften eine Gesamt-Cash-Pool-Linie (Finanzierungsrahmen) von € 175,0 Mio. zur Verfügung gestellt, die mit Nachtrag vom 9. Mai 2022 auf € 231,0 Mio. erhöht wurde. Den Unternehmen der Elevion-Gruppe steht ein Gruppen-Cash-Pool-Limit von € 159 Mio. zur Inanspruchnahme zur Verfügung. Es bestehen weiterhin vom unmittelbaren Gesellschafter sowie mittelbaren Gesellschaftern eingeräumte Finanzierungskredite von insgesamt € 184,0 Mio., wovon zum Bilanzstichtag € 163,9 Mio. in Anspruch genommen wurden. Die Darlehen sind langfristig und endfällig strukturiert. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden hauptsächlich Verbindlichkeiten aus laufender Lohn- und Gehaltsabrechnung und Umsatzsteuern ausgewiesen. Weiterhin sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 7.370 (Vorjahr: T€ 9.195) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von T€ 120 (Vorjahr: T€ 160) enthalten. 7. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnunga) UmsatzerlöseBei den Umsätzen handelt es sich im Wesentlichen um Erlöse aus Projekt-, Service- und Wartungsleistungen. Die Umsätze wurden im Inland und geringfügig im Ausland (3,3 %, im Vorjahr: 4 %) erzielt. b) Materialaufwand / Bestandsveränderungen / Personalaufwand / Sonstige betriebliche AufwendungenIn den Material- und Personalaufwendungen sowie den Bestandsveränderungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren im Geschäftsjahr außergewöhnliche Aufwendungen von insgesamt T€ -688 (Vorjahr: T€ -907) enthalten, die im Zusammenhang mit Neu- und Restrukturierungsmaßnahmen sowie Unternehmenserwerbe angefallen sind. c) AbschreibungenDie Position Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens beinhaltet im Vorjahr außerplanmäßige Abschreibungen auf unfertige Erzeugnisse aus Bauprojekten. d) ZinsergebnisDie Zinsaufwendungen betreffen mit T€ 5.776 (Vorjahr: T€ 6.529) Zinsaufwendungen aus Darlehen von Gesellschaftern und Cash-Pool-Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Pensionsrückstellungen bestehen in Höhe von T€ 41 (Vorjahr: T€ 34). e) Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen mit T€ -1.012 (Vorjahr: T€ 510) auf die Anpassung von latenten Steuern (vgl. Abschn. 6c). 8. Sonstige Angabena) BelegschaftIm Konzerngeschäftsjahr wurden durchschnittlich (ohne Auszubildende) beschäftigt:
b) HaftungsverhältnisseZum Konzernbilanzstichtag wurden von der Elevion und deren Tochteruntergesellschaften Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsbürgschaften zu Gunsten Dritter in Höhe von T€ 24 (Vorjahr: T€ 2.139) begeben. Das Risiko einer Inanspruchnahme schätzen wir auf Grund der uns bekannten Grundgeschäfte und vertraglichen Bedingungen sowie der uns bekannten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Begünstigten als gering ein. c) Sonstige finanzielle VerpflichtungenZum Bilanzstichtag bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen bis zum nächstmöglichen Kündigungszeitpunkt gemäß § 285 Nr. 3 HGB:
Die Risiken aus den sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergeben sich aus den zukünftig zu leistenden Zahlungsströmen. Zweck und Vorteile der bestehenden Vertragsbeziehungen bestehen in der Sicherung der Produktionsgrundlagen und Vermeidung langfristiger Kapitalbindung. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Besserungsvereinbarungen mit Mitarbeitern des Standortes Berlin (ehemals Altmann & Böhning GmbH) in Höhe von T€ 240 (Vorjahr: T€ 230). Nach der Verzichtsvereinbarung tritt Besserung ein, wenn dem Unternehmen aus bestimmten Projektabrechnungen Zahlungen von mehr als T€ 3.000 zufließen und das Unternehmen die Kreditlinien nicht mehr belasten muss sowie eine Überschuldung durch diese Ansprüche nicht mehr gegeben ist. Nach dem Abschluss des Abrechnungsstreites über die betreffenden Projektabrechnungen liegen die Besserungsbedingungen zum Bilanzstichtag nicht vor. d) Gesamthonorar des AbschlussprüfersDas Gesamthonorar für Abschlussprüferleistungen für das Geschäftsjahr 2022 betrug T€ 420, für sonstige Leistungen T€ 172 und für Steuerberatungsleistungen T€ 21. e) Bezüge der OrganmitgliederHinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführer der Obergesellschaft wird von § 286 Abs. 4 i.V.m. § 314 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht, da zwei Geschäftsführer keine Bezüge von der Obergesellschaft erhalten. Der Aufsichtsrat der Obergesellschaft hat keine Bezüge im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2022 erhalten. f) KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung für das Konzerngeschäftsjahr wurde nach den Vorschriften des DRS 21 aufgestellt und ist als Anlage zum Konzernanhang beigefügt. Der Finanzmittelfonds ist definiert als Bestand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und besteht zum Konzernbilanzstichtag aus den liquiden Mitteln in Höhe von insgesamt T€ 7.436. g) Inanspruchnahme § 264 Abs. 3 HGB für TochtergesellschaftenDie nachfolgend aufgeführten unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen nehmen die Befreiungsregel gemäß § 264 Abs. 3 HGB für das Geschäftsjahr 2022 in Anspruch:
h) NachtragsberichtEreignisse nach dem Bilanzstichtag, die für die Gesellschaft im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB von besonderer Bedeutung sind, haben sich nicht ergeben.
Jena, den 14. September 2023 Elevion Deutschland Holding GmbH Lars Eberlein Jiři Pecka Konzern-Kapitalflussrechnungfür die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzerneigenkapitalspiegel
Nach dem Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernlagebericht der Elevion Deutschland Holding GmbH, Jena, den folgenden Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Elevion Deutschland Holding GmbH, Jena PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Elevion Deutschland Holding GmbH, Jena, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie den Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Elevion Deutschland Holding GmbH, Jena, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 15. September 2023 Roser
GmbH
Bischoff, Wirtschaftsprüferin Scheinpflug, Wirtschaftsprüfer Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine elektronische Kopie. Elevion Deutschland Holding GmbH Göschwitzer Straße 56 (künftig: Am Zementwerk 4) 07745 Jena - Der Aufsichtsrat - Bericht des Aufsichtsrats nach §171 Abs. 2 AktG - Geschäftsjahr 2022 -Sehr geehrte Damen und Herren, Elevion Deutschland Holding GmbH ("EDH") ist gemäß §§ 6 ff. des Mitbestimmungsgesetzes ("MitbestG") in Verbindung mit § 96 Absatz 4 des Aktiengesetzes ("AktG") verpflichtet, einen paritätisch besetzten Aufsichtsrat zu bilden. Der Aufsichtsrat besteht aus jeweils sechs Anteilseigner- und Arbeitnehmervertretern. Nach § 171 Abs. 1 AktG ist der Aufsichtsrat verpflichtet, den Jahres- und Konzernabschluss samt Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 und den durch die Geschäftsführung unterbreiteten Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der EDH, sofern vorhanden, zu prüfen und gemäß § 171 Abs. 2 AktG über das Ergebnis seiner Prüfung schriftlich an die Gesellschafterversammlung zu berichten. Dabei teilt der Aufsichtsrat der Gesellschafterversammlung mit, in welcher Art und in welchem Umfang er die Geschäftsführung der EDH im Geschäftsjahr 2022 geprüft und überwacht hat. 1. Laufende Prüfungs- und ÜberwachungstätigkeitIm Geschäftsjahr 2022 ist der Aufsichtsrat seinen gesetzlichen Pflichten nachgekommen, indem er, so wie in letzten Jahren, die Geschäftsführung einer begleitenden Prüfung und Überwachung unterzogen hat und dieser ebenso beratend zur Seite stand. Es wurden ebenfalls die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Die Geschäftsführung unterrichtete den Aufsichtsrat stets zeitnah und auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen über alle für das Unternehmen relevante Fragen, insbesondere hinsichtlich der allgemeinen Unternehmens- und Finanzsituation; regelmäßig wurde dem Aufsichtsrat durch die Geschäftsführung ein aktueller Konzern-Finanzreport zugeleitet und ggf. erläutert. Anlassbezogen stand die Geschäftsführung dem Aufsichtsrat jederzeit für eine Unterrichtung zur Verfügung. Die wesentlichen Geschäftsvorgänge des vergangenen Geschäftsjahrs 2022 wurden mit der Geschäftsführung der EDH insoweit aufgearbeitet, als dies für eine ordnungsgemäße Beurteilung der - insbesondere wirtschaftlichen - Situation der EDH und deren Beteiligungen notwendig war, damit der Aufsichtsrat seinen gesetzlichen Überwachungsauftrag bestmöglich wahrnehmen konnte. Der Aufsichtsrat beobachtete fortwährend die Entwicklung der Vermögens-, Liquiditäts- und Ertragslage. Fortwährend prüfte der Aufsichtsrat die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensleitung. 2. Mitglieder des AufsichtsratsAls Anteilseignervertreter:1. Herr Jaroslav Macek (seit 5. September 2022 Aufsichtsratsvorsitzender) ist mit Wirkung zum 1. Juli 2022 (erneut) durch Gesellschafter zum Aufsichtsratsmitglied bestellt und hat so den Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Pavel Cyrani ersetzt, welcher zum 30. Juni 2022 abberufen worden war. Herr Macek wurde sodann am 5. September 2022 zum Aufsichtsratsvorsitzenden bestellt. Bereits zuvor war Herr Macek in dem Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis zum 21. September 2021 Aufsichtsratsmitglied gewesen. 2. Herrn Vladimir Říha (seit 1. Januar 2019) 3. Axel Pepper (seit 1. Januar 2019) 4. Andreas Lässig (seit 1. Januar 2019) 5. Frau Martina Kubešová (seit 1. März 2020) 6. Herr Václav Lerch (seit 1. Mai 2021) Als Arbeitnehmervertreter (gerichtlich bestellt):7. Josef Schüßler (seit 3. Mai 2019) 8. Horst Zahn (seit 3. Mai 2019) 9. Klaus Schött (seit 3. Mai 2019) 10. Helge Weingarten (früher Thomas) (seit 3. Mai 2019) 11. Josef Windpassinger (seit 3. Mai 2019 Aufsichtsratsmitglied, seit 12. Juni 2019 stellv. Aufsichtsratsvorsitzender) 12. Christian Sieg (seit 15. Januar 2020) 3. Aufsichtsratssitzungen und Abstimmungen; AusschüsseIm Geschäftsjahr 2022 fanden zwei ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt, und zwar am 30. März 2022 (Agenda: laufende Berichterstattung und Geschäftsbericht, Informationen zu Projekten der Elevion Gruppe, Geschäftsbericht zur wirtschaftlichen Entwicklung der Elevion Gruppe / Prognose 2022 sowie Informationen zum eingeführten Cash Pooling System in der Elevion Gruppe) und am 21. September 2022 (Agenda: Prüfungsaufgaben nach § 171 AktG, laufende Berichtserstattung, Informationen zu Projekten der Elevion Gruppe sowie Genehmigung des Projekts "Technische Ausrüstung Neubauhalle - BMW AG", Information zur aktuellen Struktur / Aufteilung des Aufgabenbereichs und Personaländerungen in der Elevion Gruppe, Informationen zur Einführung des Cash Pooling Systems in der Elevion Gruppe sowie Statusanalyse der Elevion Gruppe im Vergleich zur Konkurrenz auf dem deutschen Markt). Die erste vorgenannte Sitzung fand in den Geschäftsräumlichkeiten der ČEZ a. s. in Prag 4, Duhová 1, statt (mit der Möglichkeit der Teilnahme per MS Teams Videokonferenz). Die zweite vorgenannte Sitzung wurde per Videokonferenz über die Plattform MS Teams abgehalten. Darüber hinaus fand im Geschäftsjahr 2022 eine Abstimmung im schriftlichen Verfahren statt (Feststellung am 5. September 2022 -Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden, Erhöhung des bestehenden Rahmenkredits von der Norddeutschen Landesbank AG sowie Aufnahme eines neuen Avalkreditrahmens von der Raiffeisen Bank International AG). Es waren stets hohe Präsenzquoten zu verzeichnen. Bisher wurden alle Themen im Plenum des Aufsichtsrats beraten und entschieden; die Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer setzten sich vor Aufsichtsratssitzungen gelegentlich telefonisch zu getrennten Vorbesprechungen miteinander in Verbindung. Der gemäß §§31 Abs. 3, 27 Abs. 3 MitbestG gebildete Vermittlungsausschuss musste bisher nicht einberufen werden. 4. Besondere Vorkommnisse; InteressenkonflikteIm Jahre 2022 lag der Fokus des Aufsichtsrates weiterhin auf der strategischen Ausrichtung und dem Wachstum der Elevion Gruppe und dessen Auswirkungen auf die einzelnen Unternehmensbereiche. Weiterer Schwerpunkt war wie im Vorjahr der Ukraine-Krieg und die damit einhergehenden Energie- und Rohstoffkostenanstiege sowie Lieferkettenprobleme. Die Elevion Gruppe hat sich dabei insgesamt als sehr widerstandsfähig gegenüber den bis in den späteren Jahresverlauf anhaltenden Lieferkettenengpässen, Rekordinflationsraten, den Handels- und Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland, den Unsicherheiten über eine mögliche Gasmangellage im Winterhalbjahr 2022/23 und der Einstellung russischer Gaslieferungen Ende August erwiesen. Zu beiden Themen erhielt der Aufsichtsrat von der Geschäftsführung stets umfassende Berichterstattung. Die Elevion GmbH hat 100% der Gesellschaftsanteile an der MWS GmbH mit Sitz Berlin übernommen (notarielle Urkunde vom 28. Juni 2022, UR-Nr. K916-2022 des Notar O. Klüglein, Apolda). Weiterhin wurde durch die Elevion GmbH eine Elevion Vorrats GmbH mit Sitz in Jena als Vorratsgesellschaft für geplante Zukäufe neu gegründet (notarielle Urkunde vom 20. Juli 2022, UR-Nr. E287-2022 des Notars A. Eichler). Die ETS Efficient Technical Solutions GmbH erwarb 100% der Gesellschaftsanteile an der ETS Engineering Kft., mit Sitz in Budapest (notarielle Urkunde vom 13. Dezember 2022 sowie vom 9. Januar 2023, UR-Nr. 463-2022 und UR-Nr. 09-2023 des Notars Dr. D. Komo, Frankfurt/M). Die EAB Elektroanlagenbau GmbH Rhein/Main erwarb 100% der Gesellschaftsanteile an der AMPRO Medientechnik GmbH, mit Sitz in Eppstein (notarielle Urkunde vom 18. Oktober 2022, UR-Nr. K1533-2022 des Notars O. Klüglein, Apolda) sowie 100% der Gesellschaftsanteile an der AMPRO Projektmanagement GmbH mit Sitz in Eppstein (notarielle Urkunde vom 18. Oktober 2022, UR-Nr. K1533-2022 des Notars O. Klüglein, Apolda). Die Hermos AG erwarb 100% an der Hermos Signaltechnik GmbH mit Sitz in Neufahrn b. Freising (notarielle Urkunde vom 20. Januar 2022, UR-Nr. M79-2022 des Notar M. Eberl, Bayreuth). Ferner wurde die Hermos Gesellschaft für Steuer-, Meß- und Regeltechnik mbH auf ihre Muttergesellschaft Hermos AG verschmolzen (notarielle Urkunde vom 22.03.2022, UVZ-Nr. M 0484-2022 des Notars Markus Eberl). Der ausgewiesene Gewinn der EDH in Höhe von TEUR 87 (Vorjahresverlust: TEUR 2.986) setzt sich im Wesentlichen aus Zinsen der Fremdfinanzierung zugekaufter Gesellschaften in Höhe von TEUR 1.797 (Vorjahr: TEUR 1.969) und der Passivierung von latenten Steuerverbindlichkeiten mit TEUR 1.408 (Vorjahr: TEUR 1.021) zusammen. Aus übernommenen Gewinnen aus den bestehenden Organgesellschaften wurden TEUR 3.503 (Vorjahr: TEUR 685) gezeigt. Daneben bestehen operative Kosten in Höhe von TEUR 121 (Vorjahr: TEUR 42). Hier stiegen die Rechts- und Beratungs- sowie Prüfungskosten von TEUR 1 auf TEUR 70. Es wurden Leistungen der Geschäftsführung an die Organgesellschaften in Höhe von TEUR 93 (Vorjahr: TEUR 72) verrechnet. Interessenkonflikte sind weder angezeigt worden noch erkennbar aufgetreten. 5. Prüfung des Jahres- und KonzernabschlussesDer von der Geschäftsführung der EDH aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 betreffend den EDH-Konzern sind unter Einbeziehung der Buchführung durch die Roser GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Niederlassung Leipzig (hauptverantwortlicher Abschlussprüfer: Patrick Scheinpflug) - geprüft worden. Der Konzernabschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der von der Geschäftsführung der EDH aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 wurde im Rahmen der Konzernabschlussprüfung der EDH durch die Roser GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Niederlassung Leipzig (hauptverantwortlicher Abschlussprüfer: Patrick Scheinpflug) geprüft. Sämtliche zur Prüfung notwendigen Dokumente sind dem Aufsichtsrat - in Übereinstimmung mit § 170 AktG - zeitgerecht von der Geschäftsführung zugeleitet worden. Der Aufsichtsrat hat über den Jahresabschluss und den Konzernabschluss unter Zuschaltung des Abschlussprüfers zur Aufsichtsratssitzung am 19. Oktober 2023 im Rahmen einer Videokonferenz beraten und die von der Geschäftsführung übersandten Unterlagen einer eingehenden Prüfung unterzogen. Der Aufsichtsrat ist zu dem Ergebnis gekommen, dass diese ordnungsgemäß sind und dass die in dem Lagebericht dargestellte Einschätzung der Geschäftsführung zur Lage der Gesellschaft und des Konzerns derjenigen des Aufsichtsrats entspricht. Der Abschlussprüfer berichtete in der Aufsichtsratssitzung am 19. Oktober 2023 umfassend über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand während der Beratung per Videokonferenz für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Er hat den Jahres- und Konzernabschluss samt Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 gebilligt und stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. 6. Vorschlag für Verwendung des BilanzgewinnsMit der Vorlage des Jahres- und Konzernabschlusses nebst dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 durch die Geschäftsführung an den Aufsichtsrat schlug die Geschäftsführung vor, den im Geschäftsjahr 2022 erwirtschafteten Bilanzgewinn in Höhe von EUR 86.658,11 auf neue Rechnung vorzutragen. Nach Prüfung des Vorschlags für die Verwendung des Bilanzgewinns der Geschäftsführung schließt der Aufsichtsrat diesem an und schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 86.658,11 auf neue Rechnung vorzutragen. 7. SchlussbemerkungDer Aufsichtsrat spricht der Geschäftsführung für ihren Einsatz und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2022 Dank und Anerkennung aus. Der Dank gilt insbesondere auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des EDH-Konzerns für die geleistete Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Prag, den 19. Oktober 2023 Jaroslav Macek, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Elevion Deutschland Holding GmbH |
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