B & E
Auto Nova GmbH
Glinde
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023
Lagebericht
A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen
I. Unternehmensstruktur,
Geschäftstätigkeit
Die B & E Auto Nova GmbH wurde am
4.November 2021 gegründet und betreibt seit dem 1.
Januar 2022 an ihrem Standort in Glinde den Handel mit
Volvo-Fahrzeugen, Volvo-Ersatzteilen und Zubehör,
Dienstleistungen und Gebrauchtwagen aller Marken. Die
Gesellschaft ist exklusiver Vertriebspartner der Volvo Car
Germany GmbH und besitzt einen unbefristeten Vertriebs- und
Servicevertrag. Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen
der B&E Vertriebsgesellschaft mbH in Norderstedt und es
besteht ein entsprechender Ergebnisabführungsvertrag
mit der vorgenannten Gesellschaft.
Zum Bilanzstichtag 30. September 2023
beschäftigte die B & E Auto Nova GmbH 68
Mitarbeitende einschließlich
Geschäftsführer und zwölf
Auszubildenden.
II. Geschäftsverlauf
a.
Entwicklung der GesamtwirtschaftIm Zeitraum vom 1.
Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 wies die deutsche
Wirtschaft eine gemischte Entwicklung auf. Das nominale BIP
stieg zwar von 3.876,8 Mrd. € in 2022 auf 4.122,2
Mrd. € in 2023. Nach vorläufigen
Berechnungen des Statistischen Bundesamtes sank jedoch das
preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im
Jahresdurchschnitt 2023 um 0,2 % im Vergleich zum
Vorjahr. Als konjunkturdämpfende Faktoren wirkten
trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor
die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen sowie
ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende
Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und
Ausland. Der private Konsum sank nach Angaben des
statistischen Bundesamtes in 2023 preisbereinigt um
0,8 % gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark
sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige
Güter wie Einrichtungsgegenstände und
Haushaltsgeräte (-6,2 %). Diese negative
Wachstumsrate reflektiert die anhaltenden
Herausforderungen, denen die deutsche Wirtschaft
gegenübersteht.
Die Inflation blieb im Betrachtungszeitraum hoch,
aber es gab Anzeichen einer leichten Entspannung. Die
Verbraucherpreise stiegen im Jahresdurchschnitt 2023 um
5,9 % im Vergleich zu den 6,9 % im Vorjahr.
Haupttreiber der Inflation waren weiterhin die hohen
Energiepreise, obwohl diese sich gegenüber den
Höchstständen des Vorjahres etwas stabilisiert
hatten. Auch Lebensmittelpreise trugen signifikant zur
Inflationsrate bei, während die Preise für
Dienstleistungen moderater anstiegen.
Der anhaltende Russland-Ukraine-Konflikt hatte
weiterhin erhebliche Auswirkungen auf die
Energiemärkte. Die Unsicherheit bezüglich der
Energieversorgung führte zu hohen Preisen und einer
Volatilität, die sowohl die Produktion als auch den
Konsum belastete. Die Einführung von
Entlastungspaketen durch die Bundesregierung konnte die
Auswirkungen auf Haushalte und Unternehmen teilweise
abfedern, reichte jedoch nicht aus, um die negativen
Effekte vollständig zu kompensieren.
Lieferkettenprobleme und Materialengpässe, die
sich bereits während der Pandemie bemerkbar gemacht
hatten, setzten sich auch im Berichtszeitraum fort.
Besonders das Verarbeitende Gewerbe litt unter der
eingeschränkten Verfügbarkeit von Vorprodukten.
Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne
Baugewerbe) sank deutlich um 2,0 % im Vergleich zum
Vorjahr. Ursächlich dafür waren eine sehr viel
niedrigere Produktion im Bereich der Energieversorgung aber
auch eine sinkende Produktion und Wertschöpfung in den
energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und
Metallindustrie. Positive Impulse kamen jedoch vorrangig
aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau.
(Quellen: Statistisches Bundesamt: Pressemitteilungen
und Datenbanken; Bundesbank: Monatsberichte und Prognosen)
b.
Entwicklung der BrancheDie Entwicklung der deutschen
Konjunktur spiegelt sich nur bedingt im Kraftfahrzeugmarkt
wider. Der Gesamtumsatz des deutschen Kfz-Gewerbes stieg
nach Angaben des Zentralverbands Deutsches
Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) im Jahr 2023 um 11,9 % auf
207,3 Mrd. € (2022: 185,2 Mrd. €).
Der Umsatz im Pkw-Neuwagenhandel lag 2023 bei 66,6
Mrd. €, was einer Steigerung von 2,6 %
gegenüber 2022 (64,9 Mrd. €) entspricht. Die
Neuzulassungen von Personenkraftwagen (Pkw) in Deutschland
stiegen um 5,5 % auf 2.844.609 in 2023. Knapp die
Hälfte aller Pkw (1.379.260 das entspricht
48,5 %) waren mit einem alternativen Antrieb
ausgestattet. Batterieelektrische Pkw (BEV) nahmen um
+11,4 % zu, Plug-in-Hybride waren mit -51,5 %
rückläufig. Insgesamt wurden in den ersten
fünf Monaten des Jahres 2024 512.788 Neuwagen mit
alternativen Antrieben (Elektro (BEV), Hybrid, Plug-in,
Brennstoffzelle, Gas, Wasserstoff) zugelassen. Ihr Anteil
am Gesamtneuzulassungsvolumen von 1.174.312
Personenkraftwagen (Pkw) betrug 43,7 %. Die Anzahl
alternativ angetriebener Neuwagen lag nach fünf
Zulassungsmonaten in 2024 somit um 3,0 % über dem
Vergleichszeitraum des Vorjahres. Mit einem Elektroantrieb
(Elektro (BEV), Plug-in, Brennstoffzelle) waren 214.920
Neuwagen, beziehungsweise 18,3 %, ausgestattet und damit
6,8 % weniger als im Vergleichszeitraum 2023. 140.713
Elektro (BEV) Pkw wurden im Berichtszeitraum neu zugelassen
und damit 15,9 % weniger als im Vergleichszeitraum.
Ursächlich für den Rückgang der
Neuzulassungen insbesondere von batterieelektrischen
Fahrzeugen (BEV) dürften neben dem Wegfall der
staatlichen Förderung auch die rückläufigen
Preise für konventionelle Kraftstoffe sein. Zudem wird
auch der Restwertverfall und der Rückzug der
großen Autovermieter bei BEV und Probleme beim Ausbau
der öffentlichen und auch privaten Ladeinfrastruktur
sowie das Preisniveau an öffentlichen Ladesäulen
in der Presse oft thematisiert. Auch diese Faktoren
dürften neben vergleichsweise hohen
Anschaffungspreisen von BEV zu PKW mit konventionellen
Antrieben die Kaufentscheidung hinsichtlich BEV negativ
beeinflusst haben.
Der Umsatz im deutschen Pkw-Gebrauchtwagenhandel
verzeichnete einen starken Umsatzanstieg von ca. 17 %
auf 90,6 Mrd. € (2022: 77,6 Mrd. €). Die Zahl der
Pkw-Besitzumschreibungen stieg 2023 um 6,9 % auf
6.030.874 (2022: 5.641.516). Der durchschnittliche
Gebrauchtwagenpreis 2023 im Markenhandel lag mit 26.170
€ um 10,7 % gegenüber dem Vorjahr (2022:
23.640 €).
Der Umsatz im Bereich After Sales (Service) stieg in
2023 um 17,7 % auf 33,8 Mrd. € (2022: 28,7 Mrd.
€). Die Anzahl der fabrikatsgebundenen Betriebe sank
in 2023 um 1,2 % auf 14.120 (2022: 14.290). Die Zahl der
Mitarbeiter im deutschen Kfz-Gewerbe war in 2023 mit ca.
430.000 (2022: 434.000) leicht rückläufig. Die
Nachfrage nach Wartungs- und Reparaturdienstleistungen
blieb hoch, getrieben durch die alternde Fahrzeugflotte und
die zunehmende Komplexität moderner Fahrzeuge, die
spezialisierte Dienstleistungen erfordert.
(Quellen: Zentralverband Deutsches
Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK): Berichte und Analysen; Zahlen
& Fakten 2023; Kraftfahrt-Bundesamt (KBA):
Neuzulassungen und Marktanalysen)
Die Volvo Car Group hat laut Geschäftsbericht
vom Februar 2024 im Jahr 2023 den Umsatz weltweit um 21 %
auf 399,3 Mrd. SEK gesteigert. Das Betriebsergebnis (EBIT)
lag bei 19,9 Mrd. SEK, was einer EBIT-Marge von 5,0 %
(2022: 6,8 %) entspricht. Hauptursachen für den
Rückgang der EBIT-Marge sind weiterhin
Lieferengpässe und erhöhte Material- sowie
Logistikkosten.
(Quelle: www.volvogroup.com)
In Deutschland wurden im Jahr 2023 insgesamt 44.739
Volvo-Pkw neu zugelassen, was einer Steigerung um 8.134
Einheiten (+22,2 %) gegenüber dem Vorjahr (2022:
36.605) entspricht. Der Marktanteil stieg damit leicht von
1,4 % in 2022 auf 1,6 % in 2023. Der Anteil
batterieelektrischer Volvo-Fahrzeuge (BEV) lag in 2023 bei
8.502 Einheiten (Vorjahr: 5.212 Einheiten).
(Quelle: KBA Statistik 12.2023 Fahrzeugzulassungen)
c.
Einschätzung der Unternehmensleitung Das
Geschäftsjahr 2022/2023 war das erste
vollständige Geschäftsjahr nach Übernahme
des Geschäftsbetriebes der ehemals an diesem Standort
tätigen Auto-Nova GmbH. Das Rohergebnis stieg von
4.035,5 T€ auf 7.196,5 T€ (+78,3 %) und lag
damit im Rahmen der Erwartungen. Die Gesellschaft
verkaufte im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 282 Neu- und
Vorführwagen (Vorjahr: 143) sowie 645 Gebrauchtwagen
(Vorjahr: 383). Die Zahlen sind jedoch nur
eingeschränkt vergleichbar, da das Vorjahr als
Rumpf-Wirtschaftsjahr lediglich neun Monate umfasste.
Der weitere Geschäftsverlauf des
Wirtschaftsjahres 2023/2024 lässt die Prognose zu,
dass die Gesellschaft voraussichtlich sowohl hinsichtlich
Umsatz als auch Ergebnis zweistellig wachsen wird.
B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage
Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der
B & E Auto Nova GmbH hat sich im
Geschäftsjahr 2022/2023 wie folgt entwickelt.
I. Ertragslage
Im Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis 30.09.2023
wurde ein Rohergebnis von 7.196,5 T€ erzielt. Im
Bereich Neu- und Vorführwagen lag der Rohertrag bei
ca. 8,6 %, im Bereich Gebrauchtwagen bei ca.
10,5 %.
Im Bereich Aftersales lag der Rohertrag bei ca.
33 % (Vorjahr: ca. 35 %) bei einer Steigerung des
Aftersales Umsatzes von ca. 62,3 %.
Das Ergebnis aus gewöhnlicher
Geschäftstätigkeit vor Ertragsteuern lag im
Wirtschaftsjahr 2022/2023 bei 1.056,9 T€
(Vorjahr: -183,6 T€).
Der Personalaufwand beträgt im Wirtschaftsjahr
2022/2023 3.039,8 T€ (Vorjahr: 2.177,7 T€). Darin
enthalten sind Rückstellungen für Personalkosten
in Höhe von 125,2 T€ (Vorjahr: 75,1 T€).
Die Abschreibungen betrugen im Rumpfwirtschaftsjahr
546,4 T€ (Vorjahr: 417,3 T€). Darin
enthalten sind Abschreibungen für Miet- und
Vorführwagen in Höhe ca. 394,8 T€. Da das
Vorjahr als Rumpfwirtschaftsjahr nur neun Monate umfasste,
sind die Zahlen nur bedingt vergleichbar.
II. Finanzlage
Die Liquiditätslage der Gesellschaft war im
Berichtsjahr gut. Die Gesellschaft konnte ihren
Zahlungsverpflichtungen jederzeit fristgerecht und in
vollem Umfang nachkommen. Die im Rahmen des Volvo
Einkaufskreditprogramms gewährten Kreditlinien in
Höhe von 8.569 T€ wurden nahezu
vollständig genutzt. Aufgrund des Cash-Flows und der
von der Mutter B&E Vertriebsgesellschaft mbH zur
Verfügung gestellten Konzernmittel war es dem
Unternehmen möglich, die finanzierten Fahrzeuge oft
mit Ablauf der zinsfreien Zeit abzulösen. Aufgrund der
hohen Bestände und dem signifikanten Anstieg der
Zinsen im Berichtszeitraum stiegen die Zinskosten auf 271,7
T€ (Vorjahr: 35,6 T€). Die Kosten für Zinsen
und Gebühren im Rahmen der Fahrzeugfinanzierung
betrugen 254,5 T€ (Vorjahr: 21,4 T€) und bewegen
sich damit im Branchenvergleich auf unauffälligem
Niveau. Die Investitionen in das übernommene Anlage-
und Umlaufvermögen erfolgten in Höhe von 1.100
T€ durch langfristige Fremdmittel sowie zu 2.200
T€ aus von der Muttergesellschaft zur Verfügung
gestellten Eigenmitteln, die im Berichtsjahr weiter getilgt
wurden.
Wir rechnen damit, auch künftig unsere
finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu
können.
III. Vermögenslage
Die Bilanzsumme der B & E Auto Nova
GmbH beträgt zum Bilanzstichtag 14.947,7 T€
(Vorjahr: 7.438,8 T€). Das Anlagevermögen
beträgt 2.881,8 T€ (Vorjahr: 1.979,9 T€),
davon entfallen auf Geschäfts- und Vorführwagen
2.351,8 T€ (das entspricht 81,6 % des
Anlagevermögens). Das Umlaufvermögen beträgt
zum Bilanzstichtag 12.043,1 T€ (Vorjahr: 5.443,3
T€), davon Vorräte in Höhe von 8.720,0
T€, kurzfristige Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände in Höhe von
2.883,5 T€ sowie liquide Mittel von 439,7
T€. Weiterhin werden zum Bilanzstichtag aktive
Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 22,7 T€
ausgewiesen.
Das Eigenkapital beträgt 25,0 T€. Aufgrund
des mit der B&E Vertriebsgesellschaft mbH geschlossenen
Ergebnisabführungsvertrages wird der sich ergebende
Gewinn des Berichtsjahres in Höhe von 1.056,9 T€
an die vorgenannte Gesellschaft abgeführt. Die
Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag 676,1
T€. Die Verbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag
14.246,6 T€. Die darin enthaltenen Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 12.205,1
T€ setzen sich aus kurzfristigen Finanzierungen des
Kfz- und Ersatzteil-Bestandes in Höhe von
11.286,2 T€ sowie aus langfristigen
Verbindlichkeiten zur Finanzierung des erworbenen
Anlagevermögens in Höhe von 918,9 T€
zusammen. Da der Hersteller seine aufgrund von Lieferung
und Leistung gegenüber dem Unternehmen entstandenen
Forderungen an die Hersteller Bank Volvo Car Financial
Services (Santander Consumer Bank AG) verkauft hat, sind
diese als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
und nicht als Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen auszuweisen. Weiterhin bestehen kurzfristige
Verbindlichkeiten aus erhaltene Anzahlungen von
35,2 T€, aus Lieferungen und Leistungen in
Höhe von 463,8 T€ und sonstige
Verbindlichkeiten in Höhe von 133,8 T€.
Zusätzlich wird unter den Verbindlichkeiten die
Verbindlichkeit gegenüber der B&E
Vertriebsgesellschaft mbH in Höhe von 1.408,6 T€
gesondert als Verbindlichkeit gegenüber verbundenen
Unternehmen ausgewiesen. Der Saldo beinhaltet unter anderem
den aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages
abzuführenden Gewinn des Berichtsjahres.
IV. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage und
Prognosebericht
Im Geschäftsjahr 2022/2023 war die
Verfügbarkeit von Neuwagen anfangs noch
eingeschränkt. Für die gesamte Branche wirkte
sich dies in gewisser Weise negativ aus, da die
Lieferzeiten sich erheblich verlängerten und zugesagte
Liefertermine teilweise nicht eingehalten wurden. Dies
führte auch zu einer Verknappung des Angebotes im
Bereich der Gebrauchtwagen. In der Folge kam es zu einer
Steigerung des Preisniveaus, von dem auch die Gesellschaft
profitierte. So wurden z.B. mit
Leasingrückläufern gute Erträge erzielt. Die
Verwerfungen am Neu- und Gebrauchtwagenmarkt nahmen jedoch
im Laufe des Geschäftsjahres 2022/2023 sukzessive ab,
was zu einer Normalisierung des Preisniveaus führte.
Das Auslaufen der staatlichen Förderung von
batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) führte auch bei
der Gesellschaft zu einer zunehmend gedämpften
Nachfrage in diesem Fahrzeugsegment.
Risiken ergeben sich weiterhin aufgrund des
Russland-Ukrainekonfliktes, die dadurch ausgelösten
Verwerfungen an den Energiemärkten mit steigenden
Energiepreisen, Reallohnverlusten infolge der höheren
Inflation in breiten Schichten der Bevölkerung und
durch den anhaltenden Fachkräftemangel. Auch die
Einstellung des Dieselmotors durch die Volvo Car Group
stellt ein Verkaufshindernis dar, da sich der Dieselmotor
in Deutschland noch großer Beliebtheit erfreut.
Weiterhin wird für das Geschäftsjahr 2023/2024
ff. durch die Normalisierung der Liefersituation mit einem
Preisrückgang am Gebrauchtwagenmarkt und einem Verfall
der Margen, insbesondere im Bereich der alternativen
Antriebe gerechnet. Auch bei den
Leasingrückläufern wird insbesondere im Bereich
der E-Kfz mit einem starken Verfall der Marktwerte
gerechnet, da in Bezug auf die Reichweite (neue
Batteriekonzepte und -weiterentwicklung; höhere
Energiedichte; schnellere Ladezeiten etc.) weitere
Technologiesprünge zu erwarten sind. Zudem werden
Skaleneffekte bei den Herstellern (siehe z.B. die
Preissenkung bei Tesla Motors) zu einem weiteren
Werteverfall gebrauchter E-Kfz führen. Diesem Umstand
wurde u.a. bei der Bewertung der Fahrzeugbestände
Rechnung getragen.
Die weiterhin hohe Inflationsrate und damit sinkende
Kaufkraft der Verbraucher in Verbindung mit einer
Stagnation der Gesamtwirtschaft im neuen Geschäftsjahr
und auch das steigende Zinsniveau könnten sich negativ
auf die Anschaffungsbereitschaft der Kunden auswirken.
Durch die Fokussierung auf Geschäftskunden und
einer damit einhergehenden gewissen Unabhängigkeit von
der verhaltenen Entwicklung des Privatkonsums, sowie dem
Ausbau der überregionalen Präsenz durch Angebote
in den gängigen Internetportalen, erwarten wir
für das Geschäftsjahr 2023/2024 dennoch einen
weiteren deutlichen Umsatz- und Ergebniszuwachs im
zweistelligen Prozentbereich sowie einen weiteren Ausbau
unserer Marktposition.
C. Risikobericht
I. Risikomanagementziele und -methoden
Vom Unternehmen wurden Maßnahmen getroffen, mit
denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die
Risikokommunikation sichergestellt werden.
Die Elemente des Risikomanagementsystems sind:
· die Risikosteuerung, · das
Risikocontrolling und · das Risikoreporting.
Zum internen Überwachungssystem gehören:
· die Anwendung einheitlicher Richtlinien
· den Einsatz zuverlässiger Software
· die Auswahl und Schulung qualifizierten
Personals · laufende Prüfungen durch die
Revision des Herstellers · Abweichungsanalysen
· Arbeitsanweisungen
II. Wesentliche Risiken
a.
Umfeld, Branchen- und WettbewerbsrisikenDer
klassische Autohandel ist im Umbruch. Die Abkehr vom
Verbrennungsmotor hin zu alternativen Antrieben wie
Elektro- und Brennstoffzellenantrieb sowie veränderte
Mobilitätswünsche der Menschen insbesondere im
urbanen Bereich sorgen seit Jahren für einen
entsprechenden Anpassungsdruck. Bereits heute verzichten in
den Städten immer mehr Menschen auf das eigene Auto
und setzen auf Mobilitätsangebote "on demand" wie
car-sharing, kurzfristige Kfz-Abos, Leihräder und
-roller oder Fahrdienste wie Moia. Zu den Auswirkungen der
Covid-19 Pandemie auf das Mobilitätsverhalten der
Gesellschaft (z.B. durch mehr Homeoffice; Videokonferenzen
statt Geschäftsreisen usw.) und deren Nachhaltigkeit
gibt es zwischenzeitlich verschiedene Studien bzw.
Untersuchungen, nach denen der Pkw-Verkehr im Vergleich zu
2019 insgesamt abgenommen hat und sich diese Entwicklung
verstetigt. So lag die durchschnittliche Fahrleistung von
PKW-Haltern in 2019 noch bei 14.610 km pro Jahr, in 2023
nur noch bei 12.440 km. Dies gilt insbesondere für die
urbanen Bereiche wie z.B. Berlin, Hamburg oder
München. Dennoch ist der Wunsch nach Mobilität
bei der Mehrzahl der Verbraucher sehr hoch. Der klassische
private Neuwagenkauf verliert an Bedeutung, das
Flottengeschäft und der Vertrieb von Gebrauchtwagen
über das Internet gewinnt weiter an Bedeutung.
Allerdings stellt der reine Onlinehandel für die
Hersteller eine große Herausforderung dar, da ihnen
in vielen Bereichen die Erfahrung mit dem direkten
Kundenkontakt fehlt. Im Bereich Aftersales wird der
Wartungsbedarf aufgrund der Elektromobilität weiter
sinken. Branchenstudien zufolge könnte daher mittel-
bis langfristig jeder zweite Händler vom Markt
verschwinden.
Die B&E Gruppe nimmt an dem
Transformationsprozess in der Automobilbranche teil, indem
sie flexibel darauf reagiert. Der Hersteller Volvo ist im
Branchenvergleich unterdurchschnittlich bei Neuzulassungen
von privaten Haltern vertreten (lt. KBA in 2023 24,6 %
bei einem herstellerübergreifenden Durchschnitt von
Neuzulassungen an private Halter von 32,8 %). Der
gewerbliche Anteil an Neuzulassungen von PKW betrug in 2023
ca. 67,5% (1.909.017 Einheiten; Vorjahr: 1.698.401
Einheiten). Die B&E Gruppe ist im Neuwagenbereich sehr
stark auf den Geschäftskunden- und Flottenbereich
fokussiert, so dass sie von der Entwicklung im
Privatkundengeschäft nur bedingt betroffen ist.
Gemeinsam mit dem Hersteller Volvo Car Germany versucht die
B&E-Gruppe auch in der Zukunft gute
Geschäftsergebnisse zu erwirtschaften, um dauerhaft
konkurrenzfähig zu bleiben.
b.
PersonalrisikenDie Gesellschaft ist für die
Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte
Fach- und Führungskräfte angewiesen. Der
Fachkräftemangel ist auch im Automobilbereich
signifikant und stellt die gesamte Branche vor große
Herausforderungen. Außerdem fordern die Mitarbeiter
aufgrund weiter steigender Lebenshaltungskosten mehr Lohn,
wodurch die Personalkosten zukünftig ansteigen werden.
Der Wettbewerb um gutes Fachpersonal hat dramatisch
zugenommen, das Abwerben von Mitarbeitern ist zum
Normalzustand geworden. Aus diesem Grund bildet die B&E
Gruppe seit vielen Jahren eigene Fachkräfte aus und
investiert viel Zeit und Geld, um die Mitarbeiter durch
diverse Anreizsysteme, wie Firmenevents/Workshops und
Weiterbildungsangebote an das Unternehmen zu binden. Zum
Bilanzstichtag wurden von der Gesellschaft zwölf
Auszubildende beschäftigt, in der verbundenen B&E
Gruppe waren es insgesamt 29.
c.
Bestandsgefährdende RisikenAlle
aufgeführten Risiken stellen derzeit keine
Bestandsgefährdung dar. Andere
bestandsgefährdende Risiken sind zurzeit nicht
erkennbar.
D. Chancenbericht
Die Gesellschaft ist an ihrem Standort etabliert und
auch mit einem starken Aftersales Bereich gut aufgestellt.
Zudem bietet sie mit Neu- und Gebrauchtwagenverkauf,
Flottengeschäft, Vertrieb über das Internet sowie
dem Bereich Aftersales verschiedene Leistungen an, mit
denen auf die zukünftigen Veränderungen der
Branche reagiert werden kann.
Glinde, den 30. Juni
2024
gez.
Ahmed El Ebrashi gez. Gunnar Sill
Bilanz
Aktiva
|
|
30.9.2023
EUR |
30.9.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
2.881.827,00 |
1.979.944,00 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
6.386,00 |
11.494,00 |
| II.
Sachanlagen |
2.875.441,00 |
1.968.450,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
12.043.138,18 |
5.443.274,56 |
| I.
Vorräte |
8.719.989,02 |
4.083.958,77 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
2.883.484,05 |
1.158.718,88 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
439.665,11 |
200.596,91 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
22.739,58 |
15.559,66 |
| Aktiva |
14.947.704,76 |
7.438.778,22 |
Passiva
|
|
30.9.2023
EUR |
30.9.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
25.000,00 |
25.000,00 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
25.000,00 |
25.000,00 |
| II.
Jahresüberschuss/-fehlbetrag |
0,00 |
0,00 |
| B.
Rückstellungen |
676.092,00 |
302.329,00 |
| C.
Verbindlichkeiten |
14.246.612,76 |
7.111.449,22 |
| Passiva |
14.947.704,76 |
7.438.778,22 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.10.2022 - 30.9.2023
EUR |
1.11.2021 - 30.9.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
7.196.490,82 |
4.035.501,67 |
| 2.
Personalaufwand |
3.039.821,72 |
2.177.743,34 |
| a)
Löhne und Gehälter |
2.511.506,52 |
1.821.250,06 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
528.315,20 |
356.493,28 |
| davon
für Altersversorgung |
23.497,80 |
16.952,17 |
| 3.
Abschreibungen |
546.350,44 |
417.251,31 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
546.350,44 |
417.251,31 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
2.272.741,92 |
1.580.611,67 |
| 5.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
271.666,56 |
35.585,50 |
| 6.
Ergebnis nach Steuern |
1.065.910,18 |
-175.690,15 |
| 7.
sonstige Steuern |
8.987,50 |
7.909,00 |
| 8.
Erträge aus Verlustübernahme |
|
183.599,15 |
| 9.
aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines
Gewinnabführungs- oder
Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte
Gewinne |
1.056.922,68 |
|
| 10.
Jahresüberschuss/-fehlbetrag |
0,00 |
0,00 |
Anhang
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom
4. November 2021 gegründet und am 12. November
2021 im Handelsregister eingetragen.
Der operative Geschäftsbetrieb wurde am 1.
Januar 2022 aufgenommen. Der Jahresabschluss umfasst das
erste vollständige Geschäftsjahr vom 1. Oktober
2022 bis zum 30. September 2023 und ist gemäß
§§ 242 ff. und §§ 264 f. HGB
sowie nach den einschlägigen Vorschriften des
GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.
Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine
mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des §
267 Abs. 2 und Abs. 4 HGB.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem
Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben
wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten
und davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht.
Registerinformation
Die Gesellschaft ist unter der Firma B & E Auto Nova
GmbH mit Sitz in Glinde im Handelsregister des Amtsgerichts
Lübeck unter der Nummer HRB 21910 HL eingetragen.
Bilanzierungs- und Bewertungsansätze
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren
im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Erworbene
immaterielle Vermögensgegenstände sind zu
Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der
Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Das
Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- und
Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert. Die
Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens
werden nach Maßgabe der jeweiligen
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear und
degressiv abgeschrieben.
Die
Vorräte werden zu Anschaffungs- und
Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten
angesetzt.
Die
in Arbeit befindlichen Aufträge sind auf der
Basis von Einzelkalkulationen bewertet. Kosten der
allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen
Fällen wurde verlustfrei bewertet.
Die
fertigen Erzeugnisse und Waren sind zu
Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen
bilanziert.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die
sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer,
geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren
Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene
Abwertungen berücksichtigt.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände sind zum Nennwert
angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die
Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung
getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine
Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.
Die
liquiden Mittel werden zum Nennwert ausgewiesen.
Der
aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält
Ausgaben, die vor dem Abschlussstichtag angefallen sind,
aber Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag
darstellen.
Die
sonstigen Rückstellungen berücksichtigen
alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste
aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des
nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h.
einschließlich zukünftiger Kosten- und
Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.
Die
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Angaben zur Bilanz
Die Entwicklung der einzelnen Posten des
Anlagevermögens ist unter Angabe der
Abschreibungen des Geschäftsjahres am Ende dieses
Anhangs im Anlagespiegel dargestellt.
Alle
Forderungen und die
sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie
im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
In den
sonstigen Rückstellungen sind Verpflichtungen
für den Rückkauf von Leasingfahrzeugen in
Höhe von T€ 308, für Personalkosten in
Höhe von T€ 125, für
Gewährleistungsansprüche in Höhe von T€
115 sowie für ausstehende Rechnungen in Höhe von
T€ 65 enthalten.
Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten zum 30.
September 2023 ergibt sich aus dem nachfolgenden
Verbindlichkeitenspiegel:
|
|
Restlaufzeiten
|
über 1
|
mehr als
|
|
Gesamtbetrag
|
bis zu 1 Jahr
|
bis 5 Jahre
|
5 Jahre
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
Verbindlichkeiten
|
|
|
|
|
gegenüber
|
|
|
|
|
Kreditinstituten
|
12.205.060,79
|
11.400.195,27
|
439.739,57
|
365.125,95
|
(Vorjahr)
|
5.326.451,80
|
4.407.543,34
|
441.030,61
|
477.877,85
|
erhaltene
|
|
|
|
|
Anzahlungen auf
|
|
|
|
|
Bestellungen
|
35.243,50
|
35.243,50
|
0,00
|
0,00
|
(Vorjahr)
|
38.500,00
|
38.500,00
|
0,00
|
0,00
|
Verbindlichkeiten
|
|
|
|
|
aus Lieferungen
|
|
|
|
|
und Leistungen
|
463.769,56
|
463.769,56
|
0,00
|
0,00
|
(Vorjahr)
|
142.467,12
|
142.467,12
|
|
|
Verbindlichkeiten
|
|
|
|
|
gegenüber
verbundenen
|
|
|
|
|
Unternehmen
|
1.408.739,03
|
1.408.739,03
|
0,00
|
0,00
|
(Vorjahr)
|
1.515.242,21
|
1.515.242,21
|
0,00
|
0,00
|
sonstige
|
|
|
|
|
Verbindlichkeiten
|
133.799,88
|
133.799,88
|
0,00
|
0,00
|
(Vorjahr)
|
88.788,09
|
88.788,09
|
0,00
|
0,00
|
Gesamt
|
14.246.612,76
|
13.441.747,24
|
439.739,57
|
365.125,95
|
(Vorjahr)
|
7.111.449,22
|
6.192.540,76
|
441.030,61
|
477.877,85
|
Von den
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
sind T€ 11.286 (Vj. T€ 4.304) durch die
Sicherungsübereignung des finanzierten Anlage- bzw.
Umlaufvermögens abgesichert.
Die
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern in Höhe von T€ 1.408 (Vj. T€
1.515).
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in
Höhe von T€ 3.907 aus Miet- und
Leasingvereinbarungen mit Laufzeiten bis maximal 31.
Dezember 2031.
ANLAGESPIEGEL zum 30. September 2023
|
|
|
|
|
B & E Auto Nova GmbH, Glinde
|
|
|
|
|
|
|
|
Anschaffungskosten
|
|
|
|
|
|
01.10.2022
|
Zugänge
|
Abgänge
|
30.09.2023
|
|
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
I.
|
Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
15.325,00
|
0,00
|
0,00
|
15.325,00
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1.
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
|
|
|
|
|
|
|
einschließlich
Bauten auf fremden Grundstücken
|
15.061,16
|
0,00
|
0,00
|
15.061,16
|
|
2.
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
825.176,27
|
111.327,45
|
3.600,00
|
932.903,72
|
|
3.
|
Geschäfts- und
Vorführwagen
|
1.541.632,88
|
2.387.931,99
|
1.390.979,06
|
2.538.585,81
|
|
|
|
2.381.870,31
|
2.499.259,44
|
1.394.579,06
|
3.486.550,69
|
|
|
|
2.397.195,31
|
2.499.259,44
|
1.394.579,06
|
3.501.875,69
|
|
|
|
Kumulierte Abschreibungen
|
|
|
|
|
|
01.10.2022
|
Zugänge
|
Abgänge
|
30.09.2023
|
|
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
I.
|
Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
3.831,00
|
5.108,00
|
0,00
|
8.939,00
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1.
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
|
|
|
|
|
|
|
einschließlich
Bauten auf fremden Grundstücken
|
2.041,16
|
2.898,00
|
0,00
|
4.939,16
|
|
2.
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
277.280,27
|
143.571,45
|
1.485,00
|
419.366,72
|
|
3.
|
Geschäfts- und
Vorführwagen
|
134.098,88
|
394.772,99
|
342.068,06
|
186.803,81
|
|
|
|
413.420,31
|
541.242,44
|
343.553,06
|
611.109,69
|
|
|
|
417.251,31
|
546.350,44
|
343.553,06
|
620.048,69
|
|
|
|
Buchwerte
|
|
|
|
|
30.09.2023
|
30.09.2022
|
|
|
|
EUR
|
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
I.
|
Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
6.386,00
|
11.494,00
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
1.
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
|
|
|
|
|
einschließlich
Bauten auf fremden Grundstücken
|
10.122,00
|
13.020,00
|
|
2.
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
513.537,00
|
547.896,00
|
|
3.
|
Geschäfts- und
Vorführwagen
|
2.351.782,00
|
1.407.534,00
|
|
|
|
2.875.441,00
|
1.968.450,00
|
|
|
|
2.881.827,00
|
1.979.944,00
|
Sonstige Angaben
Mitarbeiter
Die durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter
beträgt 54 (Vj. 45), dabei handelt es sich um 25
gewerbliche und 29 angestellte Mitarbeiter.
Geschäftsführer
Herr Ahmed El Ebrashi, Geschäftsführer der
B&E Vertriebsgesellschaft mbH, Norderstedt.
Herr Gunnar Sill, Geschäftsführer der B
& E Auto Nova GmbH, Glinde Auf die Angabe der
Bezüge der Geschäftsführer wird unter
Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Nachtragsbericht
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von
besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche
finanzielle Auswirkungen haben.
Glinde, den 30. Juni
2024
Gez.
Ahmed El Ebrashi gez. Gunnar Sill
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 11.07.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten
verkürzten Jahresabschluss wurden die
größenabhängigen Erleichterungen nach
§ 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem
vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht
haben wir am 9. Juli 2024 den folgenden
Bestätigungsvermerk erteilt:
An die B & E Auto Nova GmbH, Glinde
Prüfungsurteil
Wir haben den Jahresabschluss der B & E Auto Nova
GmbH, Glinde - bestehend aus der Bilanz zum 30. September
2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30.
September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -
geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht
der B & E Auto Nova GmbH für das
Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30.
September 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden
Vorschriften für Gesellschaften mit beschränkter
Haftung und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie seiner
Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober
2022 bis zum 30. September 2023 und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses" unseres
Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir
sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der
Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften sowie den ergänzenden Vorschriften
für Gesellschaften mit beschränkter Haftung in
allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnen Erkenntnissen in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von
dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der
von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir die Gesamtdarstellung,
den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrundeliegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage des Unternehmens.
· führen wir Prüfungshandlungen
zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf
Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehen wir dabei insbesondere die den
zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 9. Juli 2024
FREIHEIT GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Dr. Julia Freiheit, Wirtschaftsprüferin
|