Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 225612
Vorher
Hirschmann Multimedia Electronics GmbHTriax - Hirschmann Multimedia GmbH
Eingetragen
8.5.2000
Branche
Herstellung von Geräten und Einrichtungen der TelekommunikationstechnikGroßhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikEinzelhandel mit Telekommunikationsgeräten
Gegenstand
Die Entwicklung und der Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen aus dem Bereich der Kommunikationstechnik zum Empfang, zur Aufbereitung und Übertragung von Multimedia - Signalen sowie der Handel mit solchen Produkten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kenneth Peter Cordes
seit 9.11.2022
Geschäftsführer
Stephan Fauser
seit 20.9.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert0.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
TRIAX A/SDNK
0.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
TRIAX A/S
Denmark
75.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Triax GmbH

Pliezhausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020

A. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Triax-Gruppe (mit ihrer Konzernzentrale in Dänemark) ist als Hersteller von Multimedia- Produkten mit Schwerpunkt auf dem Empfang der Verteilung und Verarbeitung von terrestrischen und satellitenbasierten Signalen für Rundfunk und TV seit Jahrzehnten am Markt aktiv. Darüber hinaus bietet die Triax GmbH seit 2016 Lösungen für die Hospitality-Branche an. Als einer der führenden Hersteller in Europa sind wir einer der Technologieführer und mit unseren innovativen Lösungen ein gefragter Partner für unsere Kunden aus Handel und Industrie.

Die Triax GmbH fungiert im Konzernverbund als Vertriebsgesellschaft für Deutschland.

Die Hospitality-Lösungen sind Kopfstellentechnik für den professionellen Empfang und die Aufbereitung und Verteilung von TV Signalen, Bereitstellung von Ethernet Konnektivität über Koaxialkabel, inkl. WLAN Zugangspunkten und einer Middleware Lösung für Hospitality TV, Digitale Ausschilderung und sicherer und rechtskonformer Zugang zu WLAN Netzen in Hospitality Einrichtungen. Die Middleware Lösungen werden in Deutschland von sieben Mitarbeitern entwickelt. Dabei handelt es sich ausschließlich um die Entwicklung von Software. Das R&D-Budget betrug für 370 t€, die Aufwendungen hierzu beliefen sich auf 404 t€.

Weiterhin sind in der Gesellschaft administrative Prozesse der Triax-Gruppe in Deutschland, Österreich, Schweiz, Spanien und Frankreich zusammengefasst. Darüber hinaus werden alle genannten Landesgesellschaften aus dem Lager in Lahr beliefert.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Triax GmbH erzielt Umsätze sowohl im Unternehmensverbund mit Schwestergesellschaften aus Österreich, der Schweiz, Spanien und Frankreich als auch mit Drittkunden. Ihre Drittumsätze erzielt die Gesellschaft nahezu ausschließlich im Inland, so dass für die Entwicklung der Gesellschaft neben den wirtschaftlichen Verhältnissen in den oben genannten Ländern insbesondere die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland relevant sind.

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2020 stark durch die Einflüsse der Corona-Pandemie geprägt. Dabei waren die verschiedenen Branchen unterschiedlich stark von den Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie ("Lockdown") betroffen.

Insgesamt verzeichnete das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) einen Rückgang von 4,9 % im Vergleich zum Vorjahr (Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 31.03.2021).

Während das preisbereinigte BIP in der Schweiz in 2020 gegenüber dem Vorjahr um 3,0 % zurückgegangen ist, verzeichnete Österreich einen historischen Rückgang von 6,3 % gegenüber dem Vorjahr. Mit einem Rückgang des preisbereinigten BIP von 8,1 % bzw. 10,8 % waren Frankreich und Spanien noch stärker von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie betroffen.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Der Zentralverband der Elektroindustrie (ZVEI) berichtet am 09.02.2021, dass der Umsatz der Branche in 2020 um 5,1 % zurückging und 180 Mrd. € betrug. Es wurde ein Produktionsrückgang von 6,1 % in 2020 verzeichnet (Pressemitteilung ZVEI vom 10.06.2021).

Der ZVEI weist einen Rückgang des Umsatzes im Inland von 4,3 % im Vergleich zu 2019 aus.

Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft

Auf Grund der schlechten Nachfrage und der vorübergehenden Schließung einer Vielzahl unserer Kunden zu Beginn der Corona Pandemie in 2020 war die TRIAX GmbH zwei Monate in Kurzarbeit. Die Arbeitsreduzierung je Mitarbeiter:in war im Umfang zwischen 20 % und 50 % je nach Aufgabenstellung. Am stärksten war der Außendienst betroffen, der praktisch keine persönlichen Kundenbesuche machen konnte.

Die Umsetzung der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie (Home-Office, Abstandsregeln und Maskenpflicht im Büro, Testangebote, etc.) erfolgte ohne nennenswerte negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit.

In 2020 hat die TRIAX GmbH die eingeschlagene Strategie in allen drei Geschäftsbereichen - Produkte für den TV Empfang und die TV Signal Verteilung / Lösungsgeschäft für die Hospitality Industrie / Produkte für Breitband Netzbetreiber - konsequent weiterverfolgt und umgesetzt.

Das Produktgeschäft mit dem Elektrogroßhandel konnte entgegen dem Branchentrend ausgebaut werden. In 2020 wurde ein externer Umsatz von 10,8 m € erzielt nach 9,8 m€ in 2019. Das Produktgeschäft mit Dritten trug somit zu 51,3 % zum Gesamtumsatz bei in 2020.

Das Lösungsgeschäft mit 2,3 m€ (10,7 % des Gesamtumsatzes) war durch die Einschränkungen der Corona Schutzmaßnahmen besonders betroffen. Viele Hotels hatten die meiste Zeit des Jahres geschlossen. Dies führte dazu, dass natürlich Investitionen verschoben oder gestoppt wurden und dass viele Bestandskunden die laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen konnten. Zahlungen mussten gestundet werden oder auch abgeschrieben, wenn die Betriebe geschlossen wurden. Die führte dazu, dass im Lösungsbereich ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erreicht wurde, was aber 39 % unter den Planungen lag.

Mit der Ethernet over Coax Lösung konnten wir trotz der Einschränkungen das Ergebnis aus 2019 knapp übertreffen. Bei den Kopfstellen konnten wir ein Wachstum von 11 % erzielen.

Dafür waren die laufenden Umsätze für die Bereitstellung der Middleware Lösung rückläufig mit -10 %. Im Geschäft mit den Breitband Netzbetreibern konnten wir den Umsatz um 22 % steigern, dabei profitierten wir vom gestiegenen Bandbreitenbedarf in der Pandemie, welcher zum Teil zu vorgezogenen Investitionen bei den Netzbetreibern führte.

All dies führte in Summe dazu, dass die TRIAX GmbH den externen Umsatz in 2020 um 4,5 % auf 12,4 m € steigern konnte.

Leider waren die anderen TRIAX Landesgesellschaften von den Corona Einschränkungen in den jeweiligen Ländern sehr viel stärker betroffen, so dass der konzerninterne Umsatz deutlich zurückging und der Gesamtumsatz in Summe auch um 1,8 % unter dem Ergebnis von 2019 blieb.

Ertragslage:

2020
(betriebswirtschaftliche Darstellung) TEUR %
Umsatzerlöse 21.126 100,0
Gesamtleistung 21.126 100,0
Materialaufwand -16.331 -77,3
Rohertrag 4.795 22,7
Sonstige betriebliche Erträge 655 3,1
Personalaufwand -2.634 -12,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.839 -13,4
Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) -23 -0,1
Abschreibungen -19 -0,1
Betriebsergebnis (EBIT) -42 -0,2
Zinsen und ähnliche Erträge 1 0,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -443 -2,1
Beteiligungs- und Finanzergebnis -442 -2,1
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) -484 -2,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0,0
Ergebnis nach Steuern -484 -2,3
Vorjahr Veränderungen
(betriebswirtschaftliche Darstellung) TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 21.503 100,0 -377 -1,8
Gesamtleistung 21.503 100,0 -377 -1,8
Materialaufwand -16.784 -78,1 453 -2,7
Rohertrag 4.719 21,9 76 1,6
Sonstige betriebliche Erträge 314 1,5 341 >100,0
Personalaufwand -2.638 -12,3 4 -0,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.129 -14,6 290 -9,3
Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) -734 -3,4 711 -96,9
Abschreibungen -23 -0,1 4 -17,4
Betriebsergebnis (EBIT) -757 -3,5 715 -94,5
Zinsen und ähnliche Erträge 3 0,0 -2 -66,7
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -456 -2,1 13 -2,9
Beteiligungs- und Finanzergebnis -453 -2,1 22 -2,4
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) -1.210 -5,6 726 -60,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0,0 0 0,0
Ergebnis nach Steuern -1.210 -5,6 726 -60,0

Trotz des leichten Umsatzrückgangs aus den oben beschriebenen Gründen konnte ein um 1,6 % verbesserter Rohertrag von 22,7 % (Vorjahr: 21,9 %) erzielt werden, was insbesondere auf geringere Wertberichtigungen im Vorratsbereich sowie Einsparungen auf der Ausgabenseite (z. B. geringere Frachtkosten) zurückzuführen ist.

Zum Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 290 k€ trugen u. a. Kosteneinsparungen aufgrund ausgefallener Messen sowie infolge reduzierter Reisetätigkeit bei. Darüber hinaus fielen in 2020 keine nennenswerten Abfindungszahlungen an, während im Vorjahr entsprechende Aufwendungen in Höhe von 260 k€ in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten waren.

Die TRIAX GmbH erzielte ein EBIT von -42 k€, was zwar eine deutliche Verbesserung gegenüber 2019 (-757 k€) bedeutet, aber die Planung eines leicht positiven Ergebnisses verfehlte.

Vermögenslage

Vermögens- und Kapitalstruktur 31.12.2020
TEUR %
Immaterielles- und Sachanlagevermögen 11 0,2
Vorräte 3.583 52,8
Kurzfristige Forderungen 3.079 45,4
Liquide Mittel 34 0,5
Sonstige Aktiva 78 1,1
Summe Aktiva 6.785 100,0
Eigenkapital -8.903 <-100,0
Pensionsrückstellungen 1.269 18,7
Bankverbindlichkeiten 10.937 >100,0
Übrige Verbindlichkeiten/Sonstige Rückstellungen 3.482 51,3
Summe Passiva 6.785 100,0
Vermögens- und Kapitalstruktur Vorjahr Veränderungen
TEUR % TEUR %
Immaterielles- und Sachanlagevermögen 30 0,7 -19 -63,3
Vorräte 3.241 49,7 342 10,6
Kurzfristige Forderungen 3.005 43,9 74 2,5
Liquide Mittel 20 4,9 14 70,0
Sonstige Aktiva 59 0,8 19 32,2
Summe Aktiva 6.355 100,0 430 6,8
Eigenkapital -8.419 -95,4 -484 5,7
Pensionsrückstellungen 1.231 15,3 38 3,1
Bankverbindlichkeiten 9.496 >100,0 1.441 15,2
Übrige Verbindlichkeiten/Sonstige Rückstellungen 4.047 56,8 -565 -14,0
Summe Passiva 6.355 100,0 430 6,8

Aufgrund der Ausrichtung der Triax GmbH als Handelsunternehmen hat das immaterielle- und Sachanlagevermögen mit 0,2 % der Bilanzsumme nur eine untergeordnete Bedeutung.

Die kurzfristige Erhöhung der Vorräte war notwendig, um auf Lieferschwierigkeiten von Wettbewerbern reagieren zu können und um neue Kunden zu gewinnen. Die kurzfristigen Forderungen liegen auf Vorjahresniveau und resultieren im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen sowie gegen Dritte.

Der Anstieg der Bankverbindlichkeiten resultiert i. W. aus der im ersten Quartal 2020 verhandelten Erhöhung der Bankkredite um 1,0 m€, einer um rund 0,2 m€ geringeren Inanspruchnahme von eingeräumten Kreditlinien sowie um knapp 0,7 m€ höheren kurzfristigen Bankverbindlichkeiten im Rahmen einer bestehenden Notional-Cash-Pool-Vereinbarung (siehe Ausführungen zur Finanzlage).

Der Rückgang der übrigen Verbindlichkeiten und sonstigen Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus einem stichtagsbedingten Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 0,7 m€.

Zum Stichtag 31. Dezember 2020 ist das Eigenkapital durch Verluste aufgebraucht, so dass die Eigenkapitalquote negativ ist. Das negative Eigenkapital resultiert in erster Linie aus dem Jahresfehlbetrag des Jahres 2018 (i. W. bedingt durch den erzielten Verschmelzungsverlust aus der Verschmelzung der Macnetix GmbH auf die Triax GmbH und der erfolgten Auflösung der aktiven latenten Steuern) sowie den Jahresfehlbeträgen in 2019 und 2020. Aufgrund der im folgenden Abschnitt "Finanzlage" dargestellten, geordneten Liquiditätslage besteht trotz des negativen Eigenkapitals unverändert eine positive Fortbestehens- und Fortführungsprognose.

Finanzlage

Die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes der Gesellschaft erfolgte in 2020 im Wesentlichen über Bankkredite von insgesamt 7,3 m€ (Vorjahr: 6,3 m€) sowie eine Kreditlinie in Höhe von 2,7 m€, die zum Stichtag in Höhe von 2,4 m€ (Vorjahr: 2,6 m€) ausgeschöpft war. Darüber hinaus besteht eine Notional-Cash-Pool-Vereinbarung mit der Gesellschafterin. Die dieser Vereinbarung unterliegenden Bankverbindlichkeiten beliefen sich zum Stichtag auf 1,3 m€ nach 0,6 m€ im Vorjahr. Die finanzielle Situation stellte sich aufgrund der Ausweitung der Bankenfinanzierung - neben der Erhöhung des Bankdarlehens der Triax GmbH wurden auch die Kreditlinien der gesamten Gruppe erhöht - im Geschäftsjahr besser als im Vorjahr dar, auch wenn kurzzeitig - aufgrund der Notional-Cash-Pool-Vereinbarung - Rechnungen zum Teil erst nach Freigabe durch den Konzern bezahlt werden konnten, was vereinzelt zu leichten Verzögerungen im Zahlungsverkehr führte. Letztendlich konnten aber stets alle Rechnungen in voller Höhe beglichen werden. Die bestehende Finanzierungsvereinbarung wurde im März 2021 erneut neu verhandelt und unter anderem hinsichtlich der Fälligkeiten einzelner Tilgungsleistungen sowie der Gesamtlaufzeiten der Bankdarlehen angepasst, so dass die Bankverbindlichkeiten der Triax GmbH in Höhe von m€ 6,3 zum Stichtag Restlaufzeiten von vier oder mehr Jahren aufweisen.

Zur finanziellen Unterstützung und Sicherung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft hat sich die Konzernmutter darüber hinaus in einer Patronatserklärung verpflichtet, die Triax GmbH bis zur Feststellung des Jahresabschlusses 2020 finanziell so zu unterstützen, dass diese in der Lage ist, ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachzukommen.

Aufgrund den oben genannten, neuen Finanzierungsvereinbarungen auf Gruppen- und Gesellschaftsebene wird eine über den genannten Zeitraum hinausgehende Verlängerung der Patronatserklärung aktuell nicht als erforderlich erachtet, da der Liquiditätsbedarf der Triax GmbH gemäß aktuellen Planungen über die bestehenden Kreditlinien bzw. das Cash-Pooling abgedeckt wird. Die Liquiditätslage der Gesellschaft wird als geordnet angesehen.

Beschaffung und Vorratsmanagement

Auch in 2020 wurde die Optimierung des Lagerbestandes konsequent fortgeführt.

Es wurde zusätzlich die Genauigkeit des Forecasts verbessert, indem die Zusammenarbeit zwischen Einkauf und Vertrieb noch weiter intensiviert wurde.

Das "Double ABC Verfahren" wurde zusätzlich eingeführt, in welchem neben den Umsätzen auch zusätzlich die verkauften Stückzahlen berücksichtigt werden, um die Verfügbarkeit der "Top Produkte" zu gewährleisten.

Die durch Covid-19 verursachten Verwerfungen in den internationalen Lieferketten waren natürlich auch für TRIAX spürbar. Auch gab es zeitweise Beeinträchtigungen bei unserem Logistikdienstleister durch einen Covid-19 Ausbruch in einem Warenhaus.

Den verbleibenden bilanziellen Restrisiken aus Slow- und Non-Mover wird durch entsprechende Wertberichtungen präventiv entgegengewirkt.

Personal- und Sozialbereich

Die TRIAX GmbH legte auch in 2020 einen großen Wert auf die Weiterentwicklung der Mitarbeiter, eine transparente Kommunikation und eine Unternehmenskultur, die es jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter ermöglichen soll, seine Qualifikationen bestmöglich einzubringen und sich aktiv am Dialog zu beteiligen.

Zur Umsetzung gibt es die jährlichen Mitarbeitergespräche, die der Weiterentwicklung dienen und aus denen u.a. Fortbildungsmaßnahmen abgeleitet werden.

Die monatlichen telefonischen Informationsmeetings für die TRIAX GmbH informieren über die Geschäftsentwicklung, Projekte und Aktuelles. Einmal pro Quartal findet ein Call auf TRIAX Gruppenebne statt.

Die Geschäftsleitung der TRIAX GmbH trifft sich vierzehntägig mit den Führungskräften, um die aktuellen Themen aus den Abteilungen aufzunehmen.

Die in 2019 begonnenen Maßnahmen zeigen erste positive Wirkung, was sich unter anderem auch in einer geringen Fluktuationsrate wiederspiegelt.

Der Personalstand nach Köpfen belief sich im Durchschnitt 2020 auf 41 Mitarbeiter. In 2019 waren es 41.

C. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement

Die bestehenden Prozesse zur Minimierung des Risikos bei der Einführung neuer Produkte oder dem Eintritt in neue Geschäftsfelder wurden in 2020 weiterhin konsequent angewendet und teilweise weiterentwickelt.

Unternehmerische Aktivitäten, insbesondere der Eintritt in neue Geschäftsfelder oder die Entwicklung neuer Produkte sind mit Risiken verbunden.

Diese Risiken frühzeitig zu erkennen, zu kontrollieren und damit zu begrenzen ist die dauerhafte Aufgabe der Geschäftsführung sowie aller im Unternehmen tätigen Mitarbeiter.

Die Gesellschaft richtet ihre Geschäftspolitik auf eine nachhaltige Verbesserung der Ertragskraft aus. Diese Ertragskraft soll aus verbesserten und neuen Produkten/Systemlösungen, effizienteren Prozessen und zahlenbasierten Analysen aus eigener Kraft erreicht werden.

Es finden die nachfolgend dargestellten regelmäßigen Meetings der deutschen Geschäftsführung mit dem Board der TRIAX A/S statt:

Wöchentliche "Check-Inns" zum Status der aktuellen Geschäftsentwicklung.

Monatliche "Grow Meetings" (neu in 2020), um neue Prozesse, neue Produkte und marktrelevante Veränderungen vor Einführung mit dem Vorstand der TRIAX A/S zu besprechen und nach Einführung die Wirksamkeit zu überwachen.

Vierteljährlich Business Reviews zum Status der Geschäftsentwicklung und zur Überprüfung des Erfolgs umgesetzter Maßnahmen oder Projekten und evtl. zum Start neuer Aktivitäten.

Quality Gates auf Gruppenebene zur Evaluierung von Produktideen bis zur Fertigstellung und Markteinführung.

"New Business Ideas"(neu in 2020). Ideen für neue Produkte oder Lösungen können direkt an das Group Product Management adressiert werden und werden einer Evaluierung von ausgewählten Experten aus verschiedenen Fachbereichen unterzogen, um mögliche Risiken schon in einem sehr frühen Stadium identifizieren zu können

Die Triax GmbH, Pliezhausen, verfügt über fundierte Sales-Detail-Analysen auf Produkt-/Kunden-/Umsatz- und Deckungsbeitrags-Ebene. Diese werden permanent beobachtet und dienen als Grundlage für die oben beschriebenen Meetings.

Darüber hinaus finden fortlaufend Marktbeobachtungen und Wettbewerbsanalysen statt, um Marktanteile zu gewinnen, den Verlust von Marktanteilen zu vermeiden und neue Geschäftsfelder zu identifizieren.

Stetiger Kundenkontakt und die daraus resultierende Marktnähe unterstützen uns dabei, wichtige Informationen über die Anforderungen unserer Kunden zu sammeln. Zudem ist die Triax GmbH, Pliezhausen, Mitglied in diversen Verbänden wie ZVEI, ANGA, AG SAT und erarbeitet bzw. erhält somit Informationen aus erster Hand.

Präsenzmeetings mit Kunden waren in 2020 nur eingeschränkt möglich. Echte Messen fanden gar nicht statt. Dennoch hat TRIAX versucht, den Bekanntheitsgrad der Marke TRIAX weiter zu steigern. Dies erfolgte durch verstärkte digitale Maßnahmen (social Media und digitale Messen) und telefonischen Kontakt der Außendienstmitarbeiter.

Aber natürlich bleibt ein Restrisiko für die Geschäftsentwicklung bestehen, welches in einer möglichen Veränderung in der Entwicklung des Gesamtmarktes und den Veränderungen in der Technologie besteht.

Auch könnte ein verändertes Beschaffungsmanagement bei den Kunden - z.B. eine Abkehr vom Großhandel bei der Produktbeschaffung - ein Risiko darstellen.

Durch die Diversifikation der Kunden können wir die negativen Auswirkungen eines Nachfragerückgangs auf unsere Ziele zwar nicht vollständig verhindern, aber doch abschwächen.

Neben der Diversifikation der Kunden hat TRIAX durch die Erweiterung des Portfolios hin zu Software-Lösungen für die Hospitality-Industrie einen weiteren Schritt unternommen, die Abhängigkeit von den Produkten des TV-Empfangs zu reduzieren.

Mit der Einführung der "Ethernet-over-Coax" (EoC)-Technologie gelang ein weiterer Schritt zur Reduzierung der Abhängigkeit von den klassischen Produkten. Pandemiebedingt konnten wir mit EoC in 2020 das Vorjahresergebnis nur leicht übertreffen.

Im ersten Halbjahr 2021 sind die EoC Umsätze aber viermal so hoch wie im ersten Halbjahr 2020, somit tritt der erwartete Umsatz mit zeitlicher Verzögerung ein.

Der nächste Schritt zur weiteren Diversifikation ist die Erweiterung des Portfolios für die Breitbandnetzbetreiber. Hierzu wurde ein neuer Mitarbeiter im Mai 2021 eingestellt.

Diese Risikostreuung trifft auch auf das Adressenausfallrisiko zu. Den Risiken wird durch ständige Marktbeobachtung und Überwachung der Profitabilität der Geschäfte Rechnung getragen.

Zur Reduzierung von Ausfallrisiken verfügt die Gesellschaft über ein adäquates Debitorenmanagement. Der Anteil des Direktgeschäftes mit Hotels wurde weiter reduziert, weil die TRIAX bevorzugt über Partner im Lösungsgeschäft verkauft. Dadurch schätzen wir das Ausfallrisiko der Forderungen in "normalen Zeiten" als gering ein. Allerdings bestand in 2020 durch die Pandemie ein deutlich erhöhtes Risiko. Soweit Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Die Beschaffungsseite und Absatzseite weisen Geschäfte in fremden Währungen auf, die auch durch Nutzung von Netting-Effekten gesichert werden sollen. Aus der Fremdwährungsumrechnung bestehen somit Risiken, die beobachtet und sofern erforderlich, einzeln abgesichert werden. Finanzinstrumente zur Absicherung von Transaktionen kommen nicht zum Einsatz.

Ob die Pandemie im Herbst nochmals solche Auswirkungen annehmen wird, dass die Regierung zu kompletten Lockdowns greifen muss, ist natürlich nicht komplett ausgeschlossen. Aber wegen der fortgeschrittenen Impfkampagne und der besseren Erfahrung im Umgang mit der Pandemie eher unwahrscheinlich. Wahrscheinlich werden eher lokale Maßnahmen ergriffen werden und das Instrument der Testung eingesetzt werden, um zu große Einschränkungen der Wirtschaft zukünftig zu vermeiden.

Ein Risiko besteht aktuell bei der Beschaffung von Produkten und Rohmaterialen zur Fertigung der eigenen Produkte, da durch die Pandemie Auswirkungen bzw. Zwischenfälle wie die Blockade des Suez Kanals die internationalen Lieferketten unterbrochen sind.

Außerdem belastet der enorme Preisanstieg bei den Rohmaterialien (z.B. Kupfer für die Kabel) und in der Logistik die Marge. Zwar versucht die TRIAX GmbH die Preiserhöhungen auch an die Kunden weiter zu geben, allerdings gelingt dies wegen der Wettbewerbs- und Marktsituation nicht immer bzw. nicht immer so zeitnah wie es notwendig wäre.

Die Triax-Gruppe wurde 2015 an die Polaris IV Private Equity Fund, Kopenhagen, Dänemark (im Folgenden: Polaris), verkauft und in die Finanzierungsstrukturen der neuen Konzernspitze unter der Triax Holding A/S entsprechend eingebunden.

Im März 2021 schloss sich TRIAX A/S mit der IKUSI Multimedia aus Spanien zur "neuen TRIAX" zusammen. An der neuen Firma besitzt Polaris 50% der Anteile und die Velatia Gruppe die restlichen 50%. Die europäischen Wettbewerbsbehörden haben der Fusion im April 2021 zugestimmt.

Für die TRIAX GmbH ergeben sich infolge des Zusammenschlusses auch in dem wettbewerbsintensiven Markt Entwicklungs- und Wachstumsmöglichkeiten.

Die Zusammenarbeit mit der IKUSI Multimedia bietet neben Entwicklungs- und Wachstumsmöglichkeiten auch Möglichkeiten zur Optimierung des Produktportfolios (z. B. Zusammenlegung identischer Produkte) und Optimierungsmöglichkeiten bei der Beschaffung.

Die beschleunigte Digitalisierung u.a. im Pflegebereich fördert den Absatz der EoC Lösung, da diese ohne Umbaumaßnahmen ein Netzwerk zur Verfügung stellen kann. Häufig können bei diesen Modernisierungsprojekten dann auch Kopfstellentechnik oder TV Empfangsmaterial mitverkauft werden. Auch digitale Ausschilderung wird von diesen Einrichtungen verstärkt nachgefragt. Hier kann TRIAX bei Betreibern von Pflegeeinrichtungen als Komplettanbieter auftreten.

Wie oben schon erwähnt, bieten sich auch bei den Netzbetreibern weitere Geschäftsmöglichkeiten. Der verstärkte Einsatz von Glasfasertechnik in der Weitverkehrsübertragung stellt die Netzbetreiber vor die Herausforderung die Weiterverteilung in den Gebäuden - insbesondere in Bestandsbauten - über andere Medien zu realisieren. Hier kann die TRIAX GmbH mit der vorhandenen Expertise und Produkten in der Koaxialtechnik das Geschäft mit den Netzbetreibern ausbauen.

Auch setzt sich das Wachstum der klassischen Produkte in 2021 fort. Hier greift die konsequente Ausrichtung des Vertriebs den Bedarf bei den Installateuren zu generieren, um dadurch den Abverkauf beim Großhandel zu erhöhen. Diese Vertriebsstrategie zusammen mit dem Fokus auf den Service für die Installateure ist die Grundlage des erzielten Wachstums. Ende Juli 2021 wurden im Produktbereich mit Drittkunden 7,9 m€ Umsatz erzielt nach 7,6 m€ in den ersten sieben Monaten 2020.

D. Prognosebericht

Für das Jahr 2021 prognostizierte der Sachverständigenrat der Bundesregierung im März 2021 ein Wachstum des BIP in Deutschland von 3,7 %. Das selbe Wachstum wird auch vom ifo Institut in der März Prognose erwartet.

Für 2022 werden preisbereinigte Wachstumsraten von 4,1 % (Sachverständigenrat) bzw. 3,2 % (ifo Institut) vorhergesagt.

Auch für Österreich (+ 3,8 %), die Schweiz (+ 3,2 %), Spanien (+ 6,2 %) und Frankreich (+ 6,0 %) rechnet die EU-Kommission für 2021 mit einem Wachstum des BIP.

Für 2021 rechnet der ZVEI für die Elektroindustrie mit einem Produktionswachstum von 8 %.

Das Geschäftsklima allgemein zeigt sich aktuell deutlich verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Juni 2021 auf 101,8 Punkte gestiegen, nach 99,2 Punkten im Mai 2021, was wiederum der höchste Wert seit Mai 2019 war. Im Juli ist der Geschäftsklimaindex leicht auf 100,8 Punkte abgefallen.

Auch eine Umfrage des ZVEI ergab im Mai 2021, dass die Auftragslage um das 4,5-fache besser eingeschätzt wird als noch im Herbst 2020.

Die TRIAX GmbH hat die zurückliegenden Monate der Corona-Pandemie gut bewältigt.

Der Umsatz im Januar bis Juli 2021 liegt 8,8 % über dem Vergleichszeitraum 2020.

Im Zeitraum Januar - Juli 2021 wurde ein EBITDA von 1231 € erzielt, und konnte somit gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum (Januar - Juli 2020) mit einem EBIDTA von - 56 t€ deutlich gesteigert werden.

Sollte die Pandemie nicht doch noch zu erneuten massiven Beschränkungen im Hospitality Bereich führen und sogar Installationstätigkeiten im Gesundheitsbereich verhindern, wie es kurzzeitig der Fall war, oder die weltweiten Logistikprobleme zu massiven Ausfällen bei Produktverfügbarkeiten führen, rechnen wir für das Jahr 2021 mit Umsatzerlösen leicht über dem Niveau des Vorjahres sowie einem gegenüber dem Vorjahr leicht verbesserten EBIT und Ergebnis nach Steuern.

 

Pliezhausen, 3. August 2021

Triax GmbH

Carsten Frees, Geschäftsführer

Stephan Fauser, Geschäftsführer

BILANZ zum 31. Dezember 2020

AKTIVA

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.635,67 16
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.147,01 14
10.782,68 30
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 3.583.081,48 3.241
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 843.529,60 1.182
2. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 2.235.403,58 1.823
3.078.933,18 3.005
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 34.013,85 20
6.696.028,51 6.266
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 78.590,21 59
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 8.903.412,36 8.419
15.688.813,76 14.774

PASSIVA

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 75.000,00 75
II. Kapitalrücklage 2.563.295,58 2.563
III. Verlustvortrag -11.057.266,25 -9.847
IV. Jahresfehlbetrag -484.441,69 -1.210
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 8.903.412,36 8.419
0,00 0
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.581.186,87 2.321
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.936.581,19 9.496
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 446.919,90 360
3. Übrige Verbindlichkeiten 1.686.084,33 2.534
13.069.585,42 12.390
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 38.041,47 63
15.688.813,76 14.774

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020

2020 2019
EUR TEUR
1. Rohergebnis 5.449.695,02 5.033
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.253.783,49 2.233
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
davon für Altersversorgung: EUR -12.286,84 (Vj.: TEUR 8) 380.040,78 405
2.633.824,27 2.638
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 19.413,25 23
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen
davon aus Währungsumrechnung: EUR 103.437,50 (Vj.: TEUR 96) 2.838.992,13 3.129
5. Betriebsergebnis -42.534,63 -757
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 504,45 3
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 95.184,00 (Vj.: TEUR 111) 442.411,51 456
8. Ergebnis nach Steuern / Jahresfehlbetrag -484.441,69 -1.210

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020

I. ALLGEMEINES

Die Firma Triax GmbH ("Gesellschaft") hat ihren Sitz in Pliezhausen und ist eingetragen in das Handelsregister B beim Amtsgericht Stuttgart unter der Register Nummer HRB 225612.

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist gemäß den Größenkriterien des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Übereinstimmung mit dem in § 275 Abs. 2 HGB dargestellten Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Von einer Zusammenfassung von Posten der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung wurde abgesehen.

Die Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB werden in Anspruch genommen.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE, WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Der Jahresabschluss wurde trotz des bestehenden nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags auf der Grundlage einer positiven Fortbestehens- und Fortführungsprognose (vgl. Abschnitt B des Lageberichts) gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen.

Vermögensgegenstände des abnutzbaren Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten aktiviert und unterliegen einer planmäßigen Abschreibung nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Gesellschaft schreibt Sachanlagevermögen grundsätzlich linear ab.

Übersicht über die Nutzungsdauer des Anlagevermögens

Entgeltlich erworbene immateriellen Vermögensgegenstände 3 bis 5 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 15 Jahre

Für geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 1.000 wird ein Sammelposten gebildet, dieser wird über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände bis EUR 250 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst.

Umlaufvermögen

Bei den Vorräten werden die Handelswaren zu Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten, ermittelt nach der FIFO-Methode, oder den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Lagerbestandsrisiken sind durch entsprechende Reichweitenabschläge angemessen berücksichtigt.

Soweit zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung Abwertungserfordernisse auf Waren wegen im Erlös nicht voll gedeckter Selbstkosten erkennbar waren, wurden nach dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung entsprechende Abschläge vorgenommen.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten bilanziert. Daneben werden bei Forderungen erkennbare Einzelrisiken durch individuell bemessene Einzelwertberichtigungen in angemessenem Umfang berücksichtigt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Pensionsverpflichtungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Bewertung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected-Unit-Credit-Method (PuC-Methode) anhand der Richttafeln 2018G der Heubeck AG. Als Rechnungszins wurde - unter Inanspruchnahme des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB - der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Die Berechnungen basieren auf folgenden Rechnungsgrundlagen:

31.12.2020 31.12.2019
Zinssatz (p.a.) 2,30 % 2,71 %
Rententrend 1,75 % 1,75 %
Fluktuation 2,00 % 2,00 %

Die Zweitbewertung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre basiert auf einem Rechnungszins von 1,60 % (Vj.: 1,97 %) p.a., der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der sich daraus ergebende Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 115 (Vj.: TEUR 120).

Der erforderliche Zuführungsbetrag zum 1. Mai 2010 zur Anpassung an den neuen Wertansatz gem. BilMoG wird gem. Art 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB auf maximal 15 Jahre verteilt; der Ausweis erfolgt im sonstigen betrieblichen Aufwand.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle ungewissen Verpflichtungen und erkennbare Risiken der Gesellschaft zu berücksichtigen. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsgeschäfte werden mit den Devisenkassamittelkursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet.

Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Kurswert (höheren Devisenkassamittelkurs) am Bilanzstichtag bewertet.

Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Kurswert (niedrigeren Devisenkassamittelkurs) am Bilanzstichtag bewertet.

Gewinnrealisierung

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft resultieren überwiegend aus dem Verkauf von elektronischen Geräten, Baugruppen und Komponenten. Umsatzerlöse werden ausgewiesen, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist.

Kreis der verbundenen Unternehmen

Als verbundene Unternehmen werden alle zum 31. Dezember 2020 mittelbar und unmittelbar in deren Mehrheitsbesitz stehenden Unternehmen der Triax A/S, Hornsyld/Dänemark, angesehen.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Einzelheiten zur Entwicklung des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im Anlagespiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 844 (Vj.: TEUR 1.182) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 25 (Vj.: TEUR 17) gegen die Gesellschafterin Triax A/S, Hornsyld/Dänemark.

3. Ausschüttungssperre

Es liegen ausschüttungsgesperrte Beträge gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB in Höhe von TEUR 115 (Vj.: TEUR 120) vor.

4. Rückstellungen

Aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen zum 1. Mai 2010 ergab sich ein Unterschiedsbetrag von TEUR 233; dieser wurde im Berichtsjahr (wie auch in den Vorjahren) mit TEUR 16 nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB den Rückstellungen zugeführt. Die verbleibende Unterdeckung zum 31. Dezember 2020 beträgt TEUR 62.

Der Aufwand aus der Änderung des Abzinsungssatzes der Pensionsverpflichtungen beträgt TEUR 61 (Vj.: TEUR 72) und wird (zusammen mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der Rückstellung) unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Werbekostenzuschüsse, Umsatzboni sowie Personalrückstellungen.

5. Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 7.308 (Vj.: TEUR 6.300) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr, von denen wiederum TEUR 3.500 (Vj.: TEUR 0) eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren haben. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind besichert durch Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Triax GmbH.

Die übrigen Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 447 (Vj.: TEUR 360) bestehen in Höhe von TEUR 374 (Vj.: TEUR 346) gegenüber der Gesellschafterin Triax A/S, Hornsyld/Dänemark. Diese, sowie die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, resultieren wie im Vorjahr ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2020 TEUR 392 (Vj.: TEUR 429) und betrifft Miet- und Leasingverträge insbesondere für Büroräumlichkeiten sowie Pkws. Die jährlichen Aufwendungen belaufen sich auf rd. TEUR 270.

7. Haftungsverhältnisse

Gegenüber der Nordea Bank Abp, Finnland, NL Kopenhagen/Dänemark (im Folgenden: Nordea), besteht zum 31. Dezember 2020 gemäß Vertrag vom 16. März 2020 eine gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschaft zusammen mit der Triax A/S, Hornsyld/Dänemark, sowie der Triax UK Ltd., Treorchy/UK, für die gesamten für diese Unternehmen zum Stichtag bestehenden Bankverbindlichkeiten. Von den diesen Gesellschaften bei der Nordea eingeräumten Darlehen und Kreditlinien in Höhe von insgesamt TEUR 16.960 wurden zum 31. Dezember 2020 TEUR 15.725 in Anspruch genommen (davon Inanspruchnahme durch die Triax GmbH: TEUR 10.937).

Darüber hinaus sind die Verbindlichkeiten der oben genannten Gesellschaften gegenüber der Nordea durch eine Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Triax GmbH besichert. Diese belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 2.223.

Im Vorjahr bestand zum Stichtag gegenüber der Nordea eine auf Mio. EUR 7,2 begrenzte selbstschuldnerische Bürgschaft der Gesellschaft für zum 31. Dezember 2019 in Höhe von insgesamt Mio. EUR 5,5 gegenüber der Nordea bestehende Verbindlichkeiten der Triax A/S, Hornsyld/Dänemark, sowie der Triax UK Ltd., Treorchy/UK.

Aufgrund der geordneten Liquiditätslage der Triax A/S sowie der Triax UK Ltd. geht die Gesellschaft nicht von einer Haftungsinanspruchnahme aus.

IV. SONSTIGE ANGABEN

1. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer betrug 40.

2. Angaben zu Organen der Gesellschaft

Mitglieder der Geschäftsführung:

Peter Lyhne Uhrenholt, Egä (Dänemark), Managing Director Triax A/S (bis 30.06.2021),

Stephan Fauser, Rottenburg am Neckar (Deutschland), Managing Director Triax GmbH

Carsten Frees, Horsens (Dänemark), Managing Director Triax A/S (ab 01.07.2021)

Auf die Angabe zur Geschäftsführervergütung gemäß § 285 Nr. 9 a) HGB wird unter Anwendung der Erleichterungsregel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Angaben zum größten und kleinsten Konsolidierungskreis

Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis aufstellt, in den die Triax GmbH einbezogen wird, ist die Triax Holding A/S, Hornsyld/Dänemark (Registernummer 36919620), Mutterunternehmen der Triax A/S. Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt, in den die Triax GmbH einbezogen wird, ist die Triax A/S, Hornsyld/Dänemark (Handelsregister 29119511). Die Konzernabschlüsse können am Sitz der Gesellschaft eingesehen werden.

4. Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2020 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Es ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag.

5. Nachtragsbericht

Wie im Abschnitt B des Lageberichts dargestellt, wurde im März 2021 die bestehende Bankenfinanzierung der Gruppe verlängert, was zu einer verbesserten finanziellen Situation der Gruppe geführt hat.

Darüber hinaus haben die europäischen Wettbewerbsbehörden im April 2021 der Fusion der TRIAX A/S mit dem spanischen Unternehmen Klode Media S.L.U., dem ehemaligen Geschäftsbereich Multimedia der Ikusi Electrönica S.L. zugestimmt.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, sind der Geschäftsführung nicht bekannt.

 

Pliezhausen, 3. August 2021

Triax GmbH

Carsten Frees, Geschäftsführer

Stephan Fauser, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020

Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2020 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 64.748,17 0,00 0,00 64.748,17
2. Geschäfts- oder Firmenwert 250.000,00 0,00 0,00 250.000,00
314.748,17 0,00 0,00 314.748,17
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 688.180,88 0,00 0,00 688.180,88
Summe Anlagevermögen 1.002.929,05 0,00 0,00 1.002.929,05
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2020 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 49.044,81 14.067,69 0,00 63.112,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 250.000,00 0,00 0,00 250.000,00
299.044,81 14.067,69 0,00 313.112,50
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 673.688,31 5.345,56 0,00 679.033,87
Summe Anlagevermögen 972.733,12 19.413,25 0,00 992.146,37
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2020 Stand am 31.12.2019
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.635,67 16
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
1.635,67 16
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.147,01 14
Summe Anlagevermögen 10.782,68 30

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Triax GmbH, Pliezhausen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Triax GmbH, Pliezhausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Triax GmbH, Pliezhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 24. August 2021

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Volker Schöck, Wirtschaftsprüfer

Joanna Smaritschnik, Wirtschaftsprüferin

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