Großhandel mit Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehör
TGW Robotics GmbH
Ingenieur-Anton-Kathrein-Straße 1, 83101 Rohrdorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ewald Koppler seit 20.3.2023 | Geschäftsführer |
Albert Breitenfellner-Fercher seit 9.8.2016 | Geschäftsführer |
Robert Wagenstaller seit 22.6.2016 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Tobias Günter WeißTGW Holding GmbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TGW Robotics GmbHRohrdorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024Bilanz zum 30. Juni 2024AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024I. Allgemeine Angaben TGW Robotics GmbH Ing.-Anton-Kathrein-Straße 1-7, 83101 Rohrdorf Amtsgericht Traunstein Registernummer: HRB 12938 Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Planung, Produktion und der Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen im Bereich Maschinenbau und Automatisierungstechnik. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und des GmbH-Gesetzes unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die gesetzlichen Vertreter gehen - trotz der aufgelaufenen Verluste in den vergangenen Jahren und des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags - aufgrund der Zusage der Unterstützung des Gesellschafters in Form einer harten Patronatserklärung, von der Unternehmensfortführung aus. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die TGW Robotics GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft, da sie die Größenmerkmale im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB erfüllt. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den Erleichterungen des § 286 IV HGB sowie gemäß § 288 Abs. 2 HGB von den größenabhängigen Erleichterungen der §§ 285 Nr. 4, 9, 17, 21, 29 und 32 Gebrauch gemacht. Das Geschäftsjahr beginnt am 01.07. eines Jahres und endet am 30.06. des darauffolgenden Jahres. Zur besseren Einsicht in die Vermögenslage werden die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von verbundenen Unternehmen seit diesem Geschäftsjahr in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Der Vorjahres-Ausweis wurde insofern angepasst und ist dementsprechend nicht mehr mit dem Vorjahresabschluss vergleichbar. II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer und ggf. außerplanmäßig abgeschrieben. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über Nutzungsdauern von 1 bis 5 Jahren vorgenommen Das Sachanlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich, soweit abnutzbar, nutzungsbedingter planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB enthalten die Einzelkosten für Material und Fertigung, die Sonderkosten der Fertigung, angemessene Teile der Gemeinkosten und die fertigungsbedingten Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig oder pro-rata-temporis. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und sofort abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die folgenden (gruppeneinheitlichen) Nutzungsdauern vorgenommen:
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu den durchschnittlichen Einstandspreisen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse, unfertige Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. In die Herstellungskosten sind die gem. § 255 Abs. 2 S. 2 HGB vorgeschriebenen Bestandteile einbezogen. Zur verlustfreien Bewertung werden - soweit notwendig - angemessene Abschläge vorgenommen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden von den Vorräten offen abgesetzt. Geleistete Anzahlungen sind zu den Nennwerten ausgewiesen. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert angesetzt. Es wurden keine Einzelwertberichtigungen vorgenommen (Vorjahr Euro 0,00) Eine Pauschalwertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde angesetzt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Zahlungen, die aufwandsmäßig dem Folgejahr zuzurechnen sind und wurden entsprechend den Vorschriften des § 250 Abs. 1 HGB zu Anschaffungskosten gebildet. Aktive latente Steuern resultieren aus einer unterschiedlichen Bewertung der Rückstellungen für Urlaub und Überstunden unter Berücksichtigung eines voraussichtlichen kombinierten Steuersatzes von 26,33%. Die Rückstellungen wurden für ungewissen Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wurden erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden soweit erforderlich bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate) berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Als Abzinsungssatz werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden pauschal in Höhe von 0,5% der (gewährleistungspflichtigen) Umsatzerlöse gebildet. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (Niederstwertprinzip) oder höher lagen (Höchstwertprinzip). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in Fremdwährung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten „sonstige betriebliche Erträge“ bzw. „sonstige betriebliche Aufwendungen“ ausgewiesen Die Ansatzwahlrechte sowie Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Der Ausweis der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von verbundenen Unternehmen wurde geändert (vgl. Ausführungen unter Absatz I.). III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 2.574,89) enthalten. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelte es sich im Vorjahr ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr bis auf einen Betrag von Euro 11.199,70 (Vorjahr: Euro 11.199,70) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre aus der Aktivierung latenter Steuern unterliegt, beträgt Euro 30.502,18 (Vorjahr: Euro 30.502,18). Die sonstigen Rückstellungen von Euro 2.256.211,24 (Vorjahr: Euro 1.117.077,34) bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für:
Die Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten wie folgt:
In Klammer angegebene Werte betreffen die Vorjahreszahlen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von Euro 21.091.459,76 (Vorjahr: Euro 26.032.020,73) erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, diese wurden im Vorjahr noch unter erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen ausgewiesen (vgl. Ausführungen unter Absatz I.) Besicherte Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von Euro 744.066,00 (Vorjahr: Euro 871.382,00) sind durch eine Grundschuld besichert. Darüber hinaus bestehen für Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. Intercompany Darlehen Zur Vermeidung einer Überschuldung erklärte die TGW Holding GmbH (vormals: TGW Logistics Group GmbH) am 21.07.2023 ihren Rangrücktritt für das bestehende Darlehen in Höhe von Euro 8.000.000,00. Zudem wurde die bestehende Patronatserklärung bis zum 31.12.2026 verlängert. IV. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 15.087,51 (Vorjahr: Euro 55.904,05). Ebenso in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten ist der Gewinn aus dem Verkauf der Liegenschaft in Stephanskirchen in Höhe von Euro 666.277,47, hierbei handelt es sich um einen Betrag außergewöhnlicher Größenordnung gemäß § 285 Nr 31 HGB. Abschreibungen Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen vorgenommen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 164,91 (Vorjahr: Euro 11.356,71). Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00) enthalten. Der tatsächliche Steueraufwand/ -ertrag aus dem MinStG für das Geschäftsjahr 2023/2024 beläuft sich auf Euro 0,00. V. Sonstige Angaben Geschäftsführung Mitglieder der Geschäftsführung sind: Herr Robert Wagenstaller, Hausham, Maschinenbautechniker Herr Albert Breitenfellner-Fercher, St. Peter am Wimberg, Österreich, Diplom Betriebswirt Herr Ewald Koppler, Steyr, Österreich, Ingenieur Die Geschäftsführer sind nicht einzelvertretungsberechtigt. Hr. Breitenfellner-Fercher ist befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Arbeitnehmer Im Berichtsjahr waren (ohne Auszubildende) durchschnittlich 102 (Vorjahr: 108) Angestellte und 60 (Vorjahr: 51) gewerbliche Arbeiter beschäftigt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige nicht aus der Bilanz ersichtliche finanzielle Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Leasingverträgen und belaufen sich auf Euro 245.236,80 (Vorjahr: Euro 219.977,95). Davon ist ein Betrag von Euro 96.762,87 (Vorjahr: Euro 81.608,56) innerhalb eines Jahres fällig. Konzernzugehörigkeit Die TGW Robotics GmbH wurde in den Konzernabschluss der TGW Logistics Group GmbH, Marchtrenk, Österreich, einbezogen. Die TGW Logistics Group GmbH stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Konzernkreis auf. Der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss der TGW Logistics Group GmbH sind am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor den Bilanzverlust in Höhe von Euro 17.271.253,08 (Vorjahr: Euro 13.650.777,85) auf neue Rechnung vorzutragen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, und weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet.
Rohrdorf, den 30.06.2025 Robert Wagenstaller Albert Breitenfellner-Fercher Ewald Koppler Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2023 bis 30. Juni 2024
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/24Die TGW Robotics GmbH mit Standort in Rohrdorf ist 100% Tochter der TGW Holding GmbH (vormals TGW Logistics Group GmbH)mit Headquarter in Marchtrenk, Österreich. Die Geschäftstätigkeit der TGW Robotics GmbH besteht in der Entwicklung, Planung, Produktion und dem Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen im Bereich Maschinenbau und Automatisierungstechnik, sowie entsprechende Serviceleistungen dazu. Folgende Kernmärkte sind insbesondere im Fokus:
Das Online-Business und die strukturellen Veränderungen im Handel zählen zu den wichtigsten Treibern der Branche. 1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage 1.1. Gesamtwirtschaft und Branche Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat eine Erholung der wesentlichen makroökonomischen Einflussfaktoren auf die Wirtschaft stattgefunden. Für das Kalenderjahr 2024 wird für die Eurozone ein Wirtschaftswachstum von 0,9% und für 2025 von 0,9% prognostiziert; in den USA wird von einer deutlich schnelleren Erholung ausgegangen (2024: 2,9% 2025: 1,6%). Die geopolitische Lage ist zwar nach wie vor instabil, jedoch hat sich der aktuelle Konflikt in Israel/Gaza nicht so stark auf die ökonomische Stabilität ausgewirkt, wie dies nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine der Fall war. Die Folgen des Ukraine-Krieges und anderer globaler Konflikte hatten spürbare Auswirkungen auf die Lieferkettenstabilität - dies hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24 erholt. Auch die Preissteigerungen bei Material- und Personalkosten haben sich auf hohem Niveau eingependelt. Als Maßnahme zur Eindämmung der starken Preissteigerungen hatten die wichtigsten Zentralbanken ihre Leitzinssätze auf ein seit langem unerreichtes Niveau angehoben. Aktuell wird von einer sich abzeichnenden Erholung ausgegangen bzw. wird an den Finanzmärkten zumindest für die Eurozone nicht mit weiteren Erhöhungen gerechnet. Die aktuellen Leitzinssätze (USA 4,5%; EU 2%; UK 4,25%) haben sich auf hohem Niveau eingependelt. Das Ziel dieser durchgeführten Zinserhöhungen war die Eindämmung der Inflationsraten - diese sind in den größten Volkswirtschaften im Jahresvergleich bereits zurückgegangen (Mai 2024: USA 3,3%; EU 2,6%; UK 2,8% - Mai 2023: USA 4%; EU 6,1%; UK 8,7%). Der Intralogistik-Markt wird aufgrund der globalen Vernetzung naturgemäß stark von den oben beschriebenen makroökonomischen Entwicklungen beeinflusst. Die steigenden Zinsen sowie die Aussichten auf eine Rezession bzw. auf nur sehr schwaches Wirtschaftswachstum hemmen auch die Investitionsentscheidungen unserer Kunden (höhere Fremdkapitalzinssätze wirken sich auf die Finanzierungskosten sowie auf ROI-Berechnungen von Projekten aus). 1.2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023/24 war daher, wie bereits auch das Vorjahr, von sehr zögerlichen Investitionsentscheidungen und vielen Verschiebungen bei der Auftragsvergabe geprägt. Die Unsicherheit bzgl. des weiteren Wirtschaftswachstums gepaart mit hoher Inflation und den geopolitischen Spannungen (Russland/Ukraine, USA/China/Taiwan, Gaza-Konflikt) haben Auswirkungen auf viele global operierende TGW-Kunden. Im letzten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres zeigte sich eine Trendumkehr, es konnten Projekte im für TGW Robotics wichtigen Kernmarkt Grocery und produktionsnahen Kundenumfeld unterschrieben und somit ein wichtiger Anteil der künftigen Auslastung gesichert werden. Der Auftragsstand zum Stichtag befindet sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau, deckt zu einem großen Teil den geplanten Umsatz des folgenden Geschäftsjahres 2024/25 ab. So vertrauten bestehende Kunden im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin auf die Automatisierungskompetenz von TGW - vor allem in Spanien, Frankreich, den Benelux-Ländern und dem deutschsprachigen Raum. Das Geschäftsjahr 2023/24 war von einem Kostenreduktionsprogramm und der Steigerung der Effizienzen in der Projektrealisierung geprägt, sodass die geplanten Ziele nach IFRS übertroffen werden konnten. 1.3 Analyse des Geschäftsverlaufs und finanzielle Leistungsindikatoren Nachfolgend wird die Entwicklung ausgewählter finanzieller Leistungsindikatoren über die letzten beiden Geschäftsjahre dargestellt, beruhend auf dem Einzelabschluss gemäß HGB und den internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS für das Geschäftsjahr 2023/24.
Im Geschäftsjahr 2023/24 konnte nach IFRS abermals ein neuer Rekordumsatz (36.169 TEUR) erreicht werden. Nach HGB stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich (+11.203 TEUR) an und liegt mit 22.781 TEUR über dem Rekordniveau vom GJ 2021/22 (21.456 TEUR). Hintergrund der Steigerung der Umsätze gem. HGB war der Abschluss einiger Projekte und gem. IFRS die anteilige Realisierung von Umsätzen aus neuen laufenden Projekten. Die Umsätze verteilen sich regional nach Projektstandorten mit 90,3% auf die EU und 9,6% auf die USA, wobei Lösungen für den Industriezweig Grocery den größten Anteil am Umsatz ausmachen. Der Auftragsbestand zum Stichtag fiel im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Auftragsverschiebungen etwas zurück (-22 %), konnte aber auf einem guten Niveau gehalten werden und stieg in den ersten Monaten des GJ 2024/25 wieder deutlich (+35 %) an. Dieser bildet eine gute Basis für die Auslastung im Geschäftsjahr 2024/25. Die Verbesserung der Ergebnissituation gem. IFRS des Geschäftsjahres ist im Wesentlichen auf die stark gestiegenen Umsätze über den Break Even, einer effizienteren Projektabwicklung, einem strikten Change Request Management, einem Sondereffekt aus der Veräußerung des ehemaligen Betriebsgrundstücks und Kostensenkungen zurückzuführen. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023/24 nach HGB verlief, trotz gestiegener Umsätze (allerdings aufgrund des handelsrechtlichen Realisierungsprinzips deutlich moderater als nach IFRS) und dem Sondereffekt aus der Veräußerung des ehemaligen Betriebsgebäudes, schlechter als erwartet. Hintergrund dieser Entwicklung sind im Wesentlichen gesteigerte Personalkosten (+959 TEUR), gestiegene bezogene Leistungen (+2.579 TEUR) und gesteigerte Aufwendungen für Roh-, Hilf- und Betriebsstoffe und bezogene Waren (+9.930 TEUR). Dieses Ergebnis ist auf Projektabschlüsse mit geringen Gewinnmargen, Verschiebungen von Projektabschlüssen, ungeplante Kostenbelastungen in Projekten, einen anhaltenden Inflationsdruck, sowie teilweise noch nachwirkende Ineffizienzen in der Projektabwicklung zurückzuführen. Die Betriebsleistung stieg um 17.233 TEUR auf 35.317 TEUR an. Aufgrund der unterschiedlichen Realisierungsphasen der Projekte, mehr bezogenen Leistungen und gestiegener Materialpreise erhöhte sich die Materialaufwandsquote auf 63% (Vorjahr 54%), die Personalaufwandsquote sank aufgrund der deutlich höheren Betriebsleistung und nur einem moderaten Mitarbeiterwachstum auf 34% (Vorjahr 61%). Das Ergebnis vor Ertragsteuern nach HGB hat sich gegenüber dem Vorjahr wieder deutlich verbessert, liegt jedoch unterhalb des geplanten Niveaus, sodass die Geschäftsentwicklung nicht den Erwartungen der Geschäftsleitung entspricht. Die Bilanzsumme sank durch den Verkauf des alten Firmenareals sowie den Rückgang an erhaltenen Anzahlungen auf 42.506 TEUR. Zudem sind die liquiden Mittel um 5.127 TEUR gesunken und belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 1.574 TEUR. Alle finanziellen Verpflichtungen konnten im Geschäftsjahr zu jeder Zeit fristgerecht bedient werden. Die Muttergesellschaft, TGW Holding GmbH (vormals TGW Logistics Group GmbH), Marchtrenk, hat zur Sicherstellung der Liquidität eine bis 31. Dezember 2026 befristete harte Patronatserklärung sowie eine qualifizierte Rangrücktrittserklärung auf einen Teil des Intercompany Loans erteilt. Die Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen mit einer Restlaufzeit bis 2032 sanken aufgrund von Tilgungen von 15.411 TEUR auf 14.695 TEUR, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit bis 2031 verringerten sich von 871 TEUR auf 744 TEUR. Alle Darlehen wurden mit einem Fix-Zins abgeschlossen und das Bankdarlehen hypothekarisch besichert, sodass der Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus keinen negativen Einfluss darstellt. Die Eigenkapitalquote sinkt aufgrund eines nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags in Höhe von 5.395 TEUR auf -12,7%. Die größte Investition dieses Geschäftsjahres stellt der Umbau und die Fertigstellung des neuen Firmenstandorts in Rohrdorf/Thansau dar, der Anfang 2023 bezogen wurde. In Summe wurden im Geschäftsjahr 2023/24 1.111 TEUR investiert. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Folgende nichtfinanzielle Indikatoren repräsentieren die Geschäftsentwicklung des Unternehmens:
Im Durchschnitt arbeiteten bei der TGW Robotics GmbH 172 Mitarbeiter. Der Mitarbeiterstand erhöhte sich um 6 Personen. Das Rekrutieren von hochqualifizierten Mitarbeitern für die relevanten Abteilungen nach sorgfältiger Auswahl, gepaart mit Effizienzsteigerungen in der Auftragsabarbeitung, bleibt weiterhin von zentraler Bedeutung, um das Unternehmenswachstum voranzutreiben und in der Gewinnzone nach IFRS zu bleiben. Die TGW Robotics GmbH legt im Sinne des Stiftungszwecks der TGW Future Privatstiftung insbesondere Wert auf die Arbeitnehmerbelange. So fördern wir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Flexible Arbeitszeiten und Homeoffice-Modelle sind fixer Bestandteil im Arbeitsalltag. Dies führt u.a. zu einem Rückgang der Fluktuationsquote auf 13%. 2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens 2.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Die für TGW Robotics relevanten Märkte und Branchen verzeichnen ein starkes Wachstum und der Ausbau strategisch wichtiger Geschäftssegmente wird weiter forciert. Wichtigstes Ziel ist es, die Aufträge noch effizienter abzuarbeiten. Als Reaktion auf das negative Ergebnis des Geschäftsjahres 2022/23 wurde im Zuge des gruppenweiten Transformationsprogramms nochmals stärker die Steigerung der Profitabilität, Senkung der Kosten sowie die Optimierung von Prozessen in den Fokus gestellt. Die Lieferkettenprobleme haben sich deutlich entspannt und die allgemeine Kostensteigerung auf höherem Niveau abgeschwächt. Die wesentlichste Herausforderung stellt die profitable Realisierung der gestiegenen Geschäftsvolumina parallel zum Ausbau der Organisation, die Optimierung der Prozesse und dem Halten des Mitarbeiterstands dar. Ein weiterer Fokus liegt auch weiterhin auf der kontinuierlichen Weiterentwicklung der TGW- Produktfamilie im Rahmen der Entwicklungs- und Innovationsstrategie vor allem im Bereich Grocery und Single Piece Picking. Durch die getätigten Investitionen in einen neuen Firmenstandort sowie die Entwicklung und Ausbildung wurde weiterhin an einer soliden Basis für die zukünftige Geschäftsentwicklung der TGW Robotics gearbeitet. Für die interne Unternehmenssteuerung wird auf die internationalen Rechnungslegungsstandards abgestellt, sodass sich die folgenden Ausführungen auf die IFRS-Berichterstattung und IFRS-Planung beziehen. Die Umsätze im Geschäftsjahr 23/24 konnten um ca. 3.850 TEUR übertroffen werden und das Ergebnis ist um 1.970 TEUR, vor allem durch bessere Projektmargen und Einsparungen im Fixkostenbereich, besser ausgefallen als geplant. Die Umsätze des nächsten Geschäftsjahres sind zum größten Teil durch den bereits vorliegenden Auftragsbestand planbar. Im ersten Quartal nach dem Stichtag eingegangene neue Aufträge tragen zu einer Verbesserung des Auftragsbestandes bei. Projektbezogene Unsicherheiten hinsichtlich Terminverschiebungen und einer effizienten Projektrealisierung, vor allem aufgrund der gestiegenen Volumina und dem Ausbalancieren von eingesetztem Personal, setzen sich fort und haben einen negativen Einfluss auf das operative Ergebnis. Es wird mit einem Rückgang der Umsatzerlöse um ca. 1.216 TEUR auf rund 34.954 TEUR (- 3%) gerechnet. Aufgrund der sinkenden Umsatzerlöse wird im nächsten Geschäftsjahr ein leicht negatives Ergebnis vor Ertragsteuern nach IFRS erwartet. Das Ergebnis vor Ertragsteuern nach HGB ist abhängig vom Zeitpunkt der Projektabschlüsse und wird im Vergleich zum HGB-Ergebnis 2023/24 deutlich geringer im negativen Bereich liegen, da mehrere Projektabschlusstermine im Geschäftsjahr 2024/25 vorgesehen sind, es wird mit einem Umsatz von 22.870 TEUR und einem Ergebnis von -40 TEUR gerechnet. Der Planungshorizont erstreckt sich bis zum Ende des nächsten Geschäftsjahres. Die Investitionen im kommenden Geschäftsjahr werden in Abstimmung mit der Marktsituation und nach eingehenden Bedarfsanalysen auf ähnlichem Niveau wie im Geschäftsjahr 2023/24 fortgeführt. Der Hauptfokus liegt auf der Stärkung strategisch wichtiger Unternehmensbereiche, sowie notwendige Investitionen am Firmengebäude. Die im Geschäftsjahr 2022/23 gestarteten Kostenoptimierungsmaßnahmen werden für die kommenden Perioden weitergeführt und sollen zu einem effizienten Einsatz aller Ressourcen führen. 2.2. Wesentliche Chancen, Risiken und Ungewissheiten Das größte Risiko der Gesellschaft ist es perspektivisch nicht aus der operativen Tätigkeit in die Gewinnzone zu kommen, dort zu bleiben und die aufgelaufenen Verluste zu kompensieren. Die Gesellschaft hat handelsbilanziell einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von 5.395 TEUR. Diesem Risiko wird durch ein bereits implementierte Verbesserungsprozess Rechnung getragen, der zur Erhöhung der Profitabilität und einer wesentlichen Verbesserung der Auftragsabarbeitung führen soll. Dies soll insbesondere durch eine deutliche Reduzierung der Ineffizienzen sowie weiterhin durch eine deutliche Verbesserung der Kostenstruktur erreicht werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich hier bereits erste Ergebnisse, die sich insbesondere in den IFRS-Zahlen zeigen, realisiert. Über den Prognosezeitraum hinaus kann die Gesellschaft weiterhin auf die Unterstützung der Muttergesellschaft, TGW Holding GmbH (vormals TGW Logistics Group GmbH), Marchtrenk, zählen, welche eine bis zum 31. Dezember 2026 befristete harte Patronatserklärung (= Sicherstellung der Liquidität und Gewährleistung Fähigkeit zur Erfüllung der Leistungspflichten) sowie einen qualifizierten Rangrücktritt auf einen Teil eines Intercompany Loans erteilt hat. Aus Sicht der gesetzlichen Vertreter gibt es keine Anhaltspunkte, dass das Mutterunternehmen die Patronatserklärung nicht verlängert bzw. Unterstützungsleistungen einstellt. TGW Robotics ist international in verschiedenen Märkten und für Kunden aus unterschiedlichen Branchen tätig. Diese Diversität und die internationale Ausrichtung führen dazu, dass TGW verschiedenen Risiken ausgesetzt ist. Risikomanagement ist somit ein zentraler Faktor für den Erfolg des Unternehmens - die in den folgenden Absätzen beschriebenen Risiken werden über alle Unternehmensbereiche hinweg identifiziert und überwacht. Die aus der aktuellen politischen Situation (Ukrainekrieg, Krise im Nahen Osten, unvorhersehbare Kurswechsel in den USA) resultierende Unsicherheit hinsichtlich der allgemeinen wirtschaftlichen Lage stellt aus Sicht der Geschäftsleitung ein Risiko dar. Das Management geht davon aus, dass diese Unsicherheit auch in absehbarer Zeit bestehen bleiben. Die allgemeine Problematik der unterbrochenen Lieferketten und daraus resultierenden Fehlteilen hatte für die gesamte Intralogistik-Branche sowie auch für TGW in den vorangegangenen Geschäftsjahren wesentliche Auswirkungen. Durch unvorhersehbare und kurzfristige Verschiebungen bei der Verfügbarkeit von einzelnen Baugruppen entstanden ungeplante Situationen, die sich auf die internen Abläufe und somit auf die Terminschiene in bestehenden Projekten ausgewirkt haben. Die dadurch entstandenen Ineffizienzen in der Produktion und der Realisierung der Projekte vor Ort haben im vorangegangenen Geschäftsjahr zu einer deutlichen Reduzierung des operativen Ergebnisses geführt - seit Herbst 2023 war eine Entspannung der Situation zu beobachten. Aktuell sieht das Management nur ein geringes Risiko in Zusammenhang mit Lieferketten und der Materialverfügbarkeit. Die stark angestiegene Inflation, vor allem in Europa und Nordamerika, hat auch für die für die TGW Robotics GmbH, wie auch für die gesamte TGW Gruppe Auswirkungen auf die Profitabilität. Durch die Erhöhung von Fremdkapitalkosten als Folge der durch die Zentralbanken gesetzten Maßnahmen zur Eindämmung der Inflation, sowie durch die gestiegenen politischen Unsicherheiten aufgrund des Krieges in der Ukraine und der aktuellen amerikanischen Außen- und Handelspolitik kam und kommt es weiter zu Verzögerungen in Investitionsentscheidungen der TGW-Kunden. Auch die in Folge der Inflation gestiegenen Rohstoffpreise, Energiepreise und Frachtkosten haben einen wesentlichen Einfluss auf die Rentabilität einzelner bestehender Projekte. Als Reaktion auf dieses Preissteigerungsrisiko hat TGW in neuen Verträgen Preisindexierungsmaßnahmen getroffen, um die Auswirkungen von weiteren makroökonomischen Unsicherheiten abzufedern. Die Größe der Projekte hat deutlich zugenommen und damit geht ein großes Risiko einher, die notwendigen Ressourcen und die Auslastung der Engineering Abteilungen über einen längeren Zeitraum gut in Balance zu halten. Diesem Risiko wird innerhalb der TGW-Gruppe jedoch durch die seit Jahren etablierte internationale Ausrichtung entgegengewirkt, die es ermöglicht, Auslastungsschwankungen durch grenzüberschreitende Unterstützungen zu kompensieren. Der durch die COVID-Pandemie verstärkte Fokus auf digitales Arbeiten trägt ebenfalls positiv zu einer Reduktion dieser Auslastungsschwankungen bei. Auch der interne Aufbau, die Ausbildung und die externe Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter ist von großer Bedeutung. Die TGW Robotics GmbH ist weiterhin auf der Suche nach Experten, besonders aus den Fachrichtungen Automatisierungs- und Steuerungstechnik, Maschinenbau, Mechatronik sowie für die Montage und Inbetriebnahme. Der Fachbereich der Logistik ist sehr spezialisiert, es gibt nur wenige Ausbildungszweige, die künftige Mitarbeiter adäquat auf die Branche vorbereiten. Deswegen bieten die TGW Robotics jedes Jahr 3-4 Ausbildungsplätze an, um dem Fachkräftemangel mit eigens ausgebildeten MA zu begegnen. Ein Großteil der Aufträge, die TGW Robotics im Projektgeschäft realisiert, basiert auf Fixpreisverträgen. Aufgrund der Langfristigkeit der Verträge insbesondere bei Turn-Key-Anlagen können Umsatz und Marge von den ursprünglichen Kalkulationen abweichen. Hier spielt vor allem die zunehmende Komplexität eine Rolle, die durch die hohen und variierenden Anforderungen der individuellen Kundenlösung entstehen. Die Nichteinhaltung von Zeitplänen kann zu Kostenüberschreitungen und Vertragsstrafen führen, welche die Finanzentwicklung negativ beeinflussen könnten. Um diese Projekte erfolgreich und im Zeitplan realisieren zu können, legt TGW großen Wert auf qualitativ hochwertige und gut strukturierte Realisierungsprozesse. Ferner werden - wie bereits erwähnt - in neuen Verträgen Preisindizierungen mitaufgenommen. Umfangreiche Bonitätsbeurteilung im Neukundengeschäft sowie laufendes Reporting unserer Stammkunden führen darüber hinaus zu einem erheblich reduzierten Risiko von Forderungsausfällen und geringeren Bonitätsrisiken. Das Liquiditätsrisiko ist aufgrund einer guten Zahlungsstruktur der laufenden Projekte sowie fixen Zusagen der Muttergesellschaft begrenzt, steht jedoch aufgrund vergangener Verluste laufend, engmaschig unter Beobachtung. Es werden monatlich aktualisierte Finanzplanungen erstellt und die Liquiditätssituation der einzelnen Projekte wird in den Monatsberichten dargestellt. Aufgrund der geringen Bestände an liquiden Mitteln und Forderungen in Fremdwährungen, ist das Unternehmen nicht mit wesentlichen Fremdwährungsrisiken konfrontiert. Aufbauend auf langjähriger kundenspezifischer Forschung und Entwicklung verfügt TGW Robotics über ein innovatives Produktportfolio, das entsprechend den dynamischen Marktentwicklungen weiterentwickelt und optimiert wird. Die Digitalisierung ist ein Themenfeld, mit dem sich sowohl die Kunden der TGW als auch die Konkurrenten beschäftigen. Daraus erwartet TGW neue Wachstumsimpulse für die Logistikbranche, es können aber auch Risiken entstehen, indem Trendbrüche zu gänzlich neuen technologischen Ansätzen führen auf die, die TGW Robotics GmbH mit ihrem Produktportfolio nicht eingestellt ist, wie z.B. den Einsatz von humanoiden Robotern zur Kommissionierung. Die Herausforderung liegt hier darin, das Produktportfolio und die internen Geschäftsprozesse möglichst rasch anzupassen und weiterzuentwickeln. Die TGW Robotics GmbH setzt hier vor allem auf die Chancen aus der Erkennung und Verarbeitung von visuellen Daten mit Hilfe von Kameratechnik, die für die Steuerung der Roboter, das Erkennen von Paketabmessungen, die Reduktion von Verpackungsvolumen und somit auch Einsparung von CO2 auf Transportwegen eine wesentliche Rolle spielt. Insgesamt sieht sich die TGW Robotics, wie auch ihre Mitbewerber, einem anspruchsvollen Umfeld ausgesetzt. Durch die strategische Relevanz im Konzern sowie die bislang erreichten und weiterverfolgten Effizienzsteigerungen in der Auftragsabarbeitung sind die Risiken in der Gesamtschau überschaubar, für die Gesellschaft tragbar und haben keinen Einfluss auf eine Neubewertung der positiven Fortführungsannahme. 3. Forschung und Entwicklung Die TGW Robotics GmbH forscht kontinuierlich mit ihren Fachexperten am intelligenten Vernetzen & Nutzen von Daten vor allem im Bereich der Kameratechnik und der Bilderkennung, Machine-Learning, Digital Services, mechatronische Lösungen zum Schließen von Automatisierungslücken sowie der Standardisierung von Systemen. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit wird vermehrt in Zusammenarbeit mit der neuen Innovation & Technology Organisation innerhalb der TGW-Gruppe vorangetrieben. Diese vergibt gruppenintern Entwicklungsaufträge und investiert zentral in höherem Umfang in neue Technologien und Standardisierung bestehender Produkte. Dies umfasst im Wesentlichen die Bereiche Mechatronik, Steuerung und Kognitive Robotik für den Grocery Markt.
Rohrdorf, am 30. Juni 2025 Geschäftsführung der TGW Robotics GmbH Robert Wagenstaller Albert Breitenfellner-Fercher Ewald Koppler BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die TGW Robotics GmbH, Rohrdorf PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der TGW Robotics GmbH, Rohrdorf - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TGW Robotics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. HINWEIS ZUR HERVORHEBUNG EINES SACHVERHALTS Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter in Abschnitt „I. Allgemeine Angaben“ und „III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz - Intercompany Darlehen“ des Anhangs und Abschnitt „1.3 Analyse des Geschäftsverlaufs und finanzielle Leistungsindikatoren“ und „2.2 Wesentliche Chancen, Risiken und Ungewissheiten“ des Lageberichts, in denen beschrieben wird, dass die Muttergesellschaft, TGW Holding GmbH, Marchtrenk, zur Sicherstellung der Liquidität eine bis zum 31. Dezember 2026 befristete harte Patronatserklärung sowie eine qualifizierte Rangrücktrittserklärung auf einen Teil des Intercompany Loans erteilt hat. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss ist diesbezüglich nicht modifiziert. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 30. Juni 2025 BDO AG Wörl, Wirtschaftsprüfer Kratz, Wirtschaftsprüfer |
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