BTE Biegetechnik Engineering GmbH

Friedrich-List-Straße 8, 74532 Ilshofen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 570765
Eingetragen
5.3.1987
Branche
Herstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus StahlWärme- und KältehandelBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Be- und Verarbeitung, sowie der Handel von Rohren aller Art, sowie Baugruppen, die aus Rohren und anderen Bauteilen zusammengesetzt sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Peter Kopetz
seit 29.7.2021
Prokura
Günter Großeibl
seit 27.11.2020
Geschäftsführer
Volker Winterstein
seit 4.12.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

6 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 6 angezeigt

74547 Untermünkheim
293.024 €
41.36%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BTE Biegetechnik Engineering GmbH

Ilshofen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

(Vorjahr zum Vergleich)

AKTIVSEITE

31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 42.372,47 67.521,58
2. geleistete Anzahlungen 17.640,00 0,00
60.012,47 67.521,58
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 228.812,62 286.200,38
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 304.554,66 338.744,30
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.313,18 0,00
537.680,46 624.944,68
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 470,16 460,05
2. sonstige Ausleihungen 5.729,62 16.546,82
6.199,78 17.006,87
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.446.776,69 1.156.899,11
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 641.307,56 535.585,34
3. fertige Erzeugnisse und Waren 225.792,26 135.609,27
2.313.876,51 1.828.093,72
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 647.922,68 743.419,18
2. sonstige Vermögensgegenstände 423.028,57 464.935,58
davon Restlaufzeit größer 1 Jahr: EUR 310.322,96 [im Vorjahr: EUR 405.203,96]
1.070.951,25 1.208.354,76
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 177.954,73 289.449,59
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.972,43 4.423,25
4.184.647,63 4.039.794,45

PASSIVSEITE

31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 540.000,00 540.000,00
II. Kapitalrücklage 95.600,00 95.600,00
III. Gewinnvortrag 738.010,85 540.452,39
IV. Jahresüberschuss 52.328,12 197.558,46
1.425.938,97 1.373.610,85
B. Rückstellungen
sonstige Rückstellungen 177.390,00 151.800,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.152.269,66 1.213.251,29
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.194.215,07 1.077.390,24
3. sonstige Verbindlichkeiten 234.833,93 223.742,07
davon aus Steuern: EUR 89.289,41 [im Vorjahr: EUR 65.297,52]
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 9.190,67 [im Vorjahr: EUR 12.071,55]
2.581.318,66 2.514.383,60
4.184.647,63 4.039.794,45

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR 2022 BIS 31. DEZEMBER 2022

(Vorjahr zum Vergleich)

2022 2021
EUR EUR
1. Rohergebnis 7.710.045,18 7.808.611,45
2. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter (4.772.204,70) (4.621.892,16)
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (1.012.733,69) (973.552,50)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (268.773,73) (290.040,45)
4. sonstige betriebliche Aufwendungen (1.569.707,92) (1.677.522,14)
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16.102,55 26.879,63
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (22.752,41) (42.090,75)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,69
- davon latenter Steuerertrag (-aufwand) EUR 0,00 [im Vorjahr: EUR (36.700,00)]
8. Ergebnis nach Steuern 79.975,28 230.393,77
9. sonstige Steuern (27.647,16) (32.835,31)
10. Jahresüberschuss / (Jahresfehlbetrag) 52.328,12 197.558,46

ANHANG zur Bilanz zum 31.12.2022

und zur Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01. bis 31.12.2022

der BTE Biegetechnik Engineering GmbH

A. Allgemeines

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Gesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2, Abs. 4 HGB auf.

Im laufenden Geschäftsjahr wurde - wie im Vorjahr - die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren vorgenommen.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Ilshofen und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 570765 eingetragen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Die Bilanzierungsverbote wurden beachtet.

Die Bewertung des Vermögens basiert auf den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, beim Anlagevermögen gemindert um planmäßige Abschreibungen.

Das Anlagevermögen wird planmäßig wie folgt abgeschrieben:

Methode Dauer Satz
Immaterielle Vermögensgegenstände linear 3-6 Jahre 16,7-33,3%
technische Anlagen und Maschinen linear 3-13 Jahre 7,7%-33,3%
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 3-18 Jahre 5,6%-33,3%

Anlagegüter mit einem Anschaffungswert bis zu EUR 250,00, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten.

Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind entsprechend dem Fifo-Verfahren mit den Einkaufspreisen der letzten Lagerzugänge angesetzt. Bewertungsabschläge für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer ergeben, wurden in angemessener Höhe vorgenommen.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt unter Einbezug der Material- und Fertigungseinzelkosten, der Sonderkosten der Fertigung, angemessener Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des fertigungsbedingten Werteverzehrs des Anlagevermögens. Angemessene Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen werden ebenfalls mit einbezogen. Abwertungen aufgrund mangelnder Gängigkeit wurden in angemessener Höhe berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden, soweit erforderlich, in angemessener Höhe vorgenommen. Wegen des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% der nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie wurden im Wesentlichen einzeln bewertet. Aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen nicht berücksichtigt. Von einer Abzinsung der im Wesentlichen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr bilanzierten Rückstellungen wurde abgesehen.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

C. Erläuterungen und Angaben zur Bilanz

a) Die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich wie folgt dar:

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IN DER ZEIT VOM 1. JANUAR 2022 BIS 31. DEZEMBER 2022

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand am 1. Jan. 2022 Zugänge Abgänge Stand am 31. Dez. 2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 391.841,06 4.500,00 0,00 396.341,06
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 17.640,00 0,00 17.640,00
391.841,06 22.140,00 0,00 413.981,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.943,59 0,00 0,00 27.943,59
2. technische Anlagen und Maschinen 2.311.998,74 32.513,49 63.174,26 2.281.337,97
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.385.156,65 115.033,73 0,00 1.500.190,38
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 4.313,18 0,00 4.313,18
3.725.098,98 151.860,40 63.174,26 3.813.785,12
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 460,05 10,11 0,00 470,16
2. sonstige Ausleihungen 16.546,82 0,00 10.817,20 5.729,62
17.006,87 10,11 10.817,20 6.199,78
4.133.946,91 174.010,51 73.991,46 4.233.965,96
Abschreibungen
Stand am 1. Jan. 2022 Zuführung Auflösung Stand am 31. Dez. 2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 324.319,48 29.649,11 0,00 353.968,59
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
324.319,48 29.649,11 0,00 353.968,59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.943,59 0,00 0,00 27.943,59
2. technische Anlagen und Maschinen 2.025.798,36 89.901,25 63.174,26 2.052.525,35
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.046.412,35 149.223,37 0,00 1.195.635,72
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.100.154,30 239.124,62 63.174,26 3.276.104,66
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
3.424.473,78 268.773,73 63.174,26 3.630.073,25
Restbuchwert
Stand am 31. Dez. 2022 Stand am 31. Dez. 2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 42.372,47 67.521,58
2. Geleistete Anzahlungen 17.640,00 0,00
60.012,47 67.521,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 228.812,62 286.200,38
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 304.554,66 338.744,30
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.313,18 0,00
537.680,46 624.944,68
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 470,16 460,05
2. sonstige Ausleihungen 5.729,62 16.546,82
6.199,78 17.006,87
603.892,71 709.473,13

b) Verbindlichkeitenspiegel

Gesamt davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr davon Restlaufzeit >1 bis 5 Jahre davon Restlaufzeit über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.152.269,66 321.019,66 556.250,00 275.000,00
Vorjahr 1.213.251,29 157.001,29 681.250,00 375.000,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.194.215,07 1.194.215,07
Vorjahr 1.077.390,24 1.077.390,24
sonstige Verbindlichkeiten 234.833,93 234.833,93
Vorjahr 223.742,07 223.742,07
- davon aus Steuern 89.289,41 89.289,41
Vorjahr 65.297,52 65.297,52
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 9.190,67 9.190,67
Vorjahr 12.071,55 12.071,55
Summe 2.581.318,66 1.750.068,66 556.250,00 275.000,00

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 1.152.269,66 sind gesichert durch Sicherungsübereignung des gesamten Warenlagers sowie durch eine Globalabtretung sämtlicher gegenwärtiger und künftiger Ansprüche aus dem Geschäftsverkehr mit Dritten, insbesondere aus Lieferungen und Leistungen.

D. Sonstige Angaben

a) Angaben zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 bzw. Nr. 3a HGB

Die Gesellschaft nutzt im Rahmen von Leasingverträgen bewegliche Anlagegegenstände im Wert von TEUR 1.041 (Nettoanschaffungswerte). Der Betrag der daraus resultierenden finanziellen Verpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2022 TEUR 370.

Die Leasinggeschäfte dienen der Liquiditätssicherung und der regelmäßigen Erneuerung der Maschinen bzw. Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Der Gesamtbetrag der darüber hinaus bestehenden finanziellen Verpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2022 TEUR 672

b) Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist am 20. Dezember 2018 als persönlich haftende Gesellschafterin der BTE Biegetechnik Besitz GmbH & Co. KG ausgetreten.

Mit einer Inanspruchnahme aus § 160 HGB wird nicht gerechnet, da wir, basierend auf den uns zur Verfügung stehenden Informationen, deren Vermögens-, Finanz- und Ertragslage positiv einschätzen.

c) Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl

Angestellte (ohne Geschäftsführer) 28
Arbeiter 98
126

d) Geschäftsführung

Frau Annette Walser-Schaeff, Gesamtgeschäftsführerin (seit 1. April 2022).

Herr Günter Großeibl, Gesamtgeschäftsführer.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

e) Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 52.328,12 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ilshofen-Eckartshausen, 28. April 2023

BTE Biegetechnik Engineering GmbH

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2022

der BTE Biegetechnik Engineering GmbH

A. Wirtschaftsbericht

I. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses sowie der Lage des Unternehmens

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 wachsen.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In jeweiligen Preisen lag das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 mit EUR 3.867 Milliarden um 7,4 Prozent höher als im Vorjahr. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner stieg gegenüber dem Vorjahr um 6,6 Prozent und betrug im Jahr 2022 durchschnittlich EUR 46.149.

Der ifo-Geschäftsklimaindex, das wichtigste Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft, hat während der ersten drei Quartale eine weitere Eintrübung nach 2021 erfahren, zeigte aber zum Jahresende eine deutliche Erholung.

Die BTE Biegetechnik Engineering GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen, das sich auf die Verarbeitung von Rohren mit einem Durchmesser von 4 - 130 mm spezialisiert hat.

Neben der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst somit insbesondere auch die spezifische Branchenkonjunktur das Nachfrageverhalten der Kunden der BTE Biegetechnik Engineering GmbH.

Die Verkaufsaktivitäten der BTE Biegetechnik Engineering GmbH konzentrieren sich weiterhin auf neue Märkte; der Anteil des Automobil- und Nutzfahrzeugsektors sowie deren Zulieferer hat sich auf einem für den Kundenmix gewünschten Level etabliert. Dieses Marktsegment der BTE Biegetechnik Engineering GmbH ist durch die disruptiven Einflüsse der E-Mobilität zwar weiterhin unsicher, allerdings sind im operativen Bereich bisher so gut wie keine Einflüsse bemerkbar. Die von der BTE Biegetechnik Engineering GmbH für diesen Bereich produzierten Artikel sind zum Teil auch für dieses Kundensegment im Bereich der Umstellung auf E- Mobilität erforderlich.

2. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage der Gesellschaft

Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und die Lage unseres Unternehmens sind fast ausschließlich von unserem operativen Geschäft geprägt.

a. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Ertragslage

Das Rohergebnis belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 7.710. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 (TEUR 7.809) sank das Rohergebnis damit um 1,3% bzw. TEUR 99. Damit wurde der im letztjährigen Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 prognostizierte Wert in Höhe von TEUR 7.900 knapp verfehlt (-2,4%). Grund hierfür war ein überproportionaler Anstieg unseres Materialaufwands, welcher durch die erst im letzten Quartal wirksam gewordenen Preissteigerungen nicht kompensiert werden konnte.

Der Personalaufwand ist von TEUR 5.595 im Geschäftsjahr 2021 auf TEUR 5.785 im abgelaufenen Geschäftsjahr gestiegen. Zum 31. Dezember 2022 belief sich die Mitarbeiterzahl auf 147. Darin enthalten sind 8 Auszubildende, was einer Ausbildungsquote von 5,4% entspricht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von TEUR 1.678 um 6,4% bzw. TEUR 108 auf TEUR 1.570 im abgelaufenen Geschäftsjahr gesunken. Ursächlich dafür waren im Wesentlichen reduzierte Rechts- und Beratungskosten.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist von TEUR 536 in 2021 um TEUR 181 auf TEUR 355 im Geschäftsjahr 2022 gesunken.

Das Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2022 reduzierte sich dementsprechend deutlich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Es fiel von TEUR 198 um TEUR 146 auf TEUR 52.

b. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der BTE Biegetechnik Engineering GmbH hat sich zum 31. Dezember 2022 um 3,6% bzw. TEUR 145 auf TEUR 4.185 erhöht (31. Dezember 2021: TEUR 4.040). Dies ist im Wesentlichen auf gestiegene Vorräte zurückzuführen.

Die zum 31.12.2022 nicht genutzten Kreditlinien betrugen TEUR 761 (Vorjahr: TEUR 855). Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2022 belief sich auf TEUR 10.145 (31. Dezember 2021: TEUR 8.787).

Das Eigenkapital ist zum 31. Dezember 2022 gegenüber dem Vorjahresstichtag von TEUR 1.374 um TEUR 52 auf TEUR 1.426 gestiegen. Die Eigenkapitalquote hat sich, im Wesentlichen aufgrund der geänderten Bilanzsumme, nur minimal von 34,0% auf 34,1% erhöht.

B. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Nach Einschätzung des ifo Instituts belasten die hohen Inflationsraten derzeit die Konsum- und Baukonjunktur durch eine sinkende Kaufkraft und erheblich gestiegene Finanzierungskosten. Gleichzeitig erholt sich die Industriekonjunktur aufgrund nachlassender Lieferengpässe bei Vorprodukten und kräftigen Rückgängen bei den Energiepreisen. Insgesamt dürfte die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2023 noch einmal um 0,2% zurückgehen. Im weiteren Verlauf des Jahres wird sich die deutsche Wirtschaft dann allmählich erholen. Spätestens ab Jahresmitte dürften langsam sinkende Inflationsraten und steigende Löhne wieder zu einem Reallohnplus führen und die Binnenkonjunktur stützen. Alles in allem wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr in etwa auf dem Niveau des Vorjahres stagnieren und im kommenden Jahr um ca. 1,7% zulegen. Die Inflationsrate wird im Jahr 2023 mit durchschnittlich 6,2% nur wenig niedriger liegen als im Vorjahr. Erst im kommenden Jahr dürfte die Rate auf 2,2% zurückgehen.

Nach derzeitiger Einschätzung dürften sich die für die BTE Biegetechnik Engineering GmbH relevanten Märkte, einschließlich Automotive, im Vergleich zu 2022 positiv entwickeln, wobei der jeweilige Anteil der verschiedenen Märkte variieren wird.

II. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage der Gesellschaft

a. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Ertragslage

Für das Geschäftsjahr 2023 rechnen wir mit einem leicht verbesserten Rohergebnis von ca. TEUR 7.900. Für 2024 rechnen wir, gegenüber 2023, mit einer Erholung und einer Steigerung auf ca. TEUR 8.300.

Durch vorangegangene Maßnahmen konnten wir in den vergangenen Jahren unsere Abhängigkeit von einzelnen Branchen, insbesondere der Automobil- bzw. Automobilzulieferindustrie stark verringern. Wir sind weiterhin bestrebt, unsere Kundenbasis in margenstarken Marktsegmenten zu erweitern.

Die in den Vorjahren eingeleiteten Organisations- und Prozessoptimierungen werden auch im Jahr 2023 noch konsequenter und intensiver fortgeführt. Die Geschäftsführung hatte im Jahr 2022 Herr Günter Großeibl inne. Im April 2022 wurde Frau Annette Walser-Schaeff zur weiteren Geschäftsführerin bestellt. Im Bereich der Produktion wurden erneut Optimierungspotenziale umgesetzt, die auch 2023 noch intensiviert werden. Die Mitarbeiterzahl wird 2023 an den erwarteten Gesamtumsatz angepasst werden.

Unter der Voraussetzung, dass die prognostizierten gesamt- und branchenwirtschaftsbezogenen Entwicklungen eintreten sowie die Auswirkungen der allgemeinen und unternehmensspezifischen Risiken (näheres dazu unter C.) sich nicht wesentlich auswirken, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 ein EBITDA bzw. ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von ca. TEUR 400 bzw. ca. TEUR 105. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir ein erneut ansteigendes EBITDA auf ca. TEUR 550 sowie ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von ca. TEUR 250.

b. Vermögenslage und Finanzlage

Für 2023 sind Neuinvestitionen im Bereich des Maschinenparks geplant. Für die Finanzierung stehen ausreichende Linien bei Leasinggesellschaften zur Verfügung. Daneben wird es Ersatzinvestitionen geben, die sich an der betrieblichen Notwendigkeit orientieren.

Nach der Stabilisierung auf dem Beschaffungsmarkt und erneut stabilen Preisen, planen wir für 2023 eine Senkung der Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie der Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen. Zum 31. Dezember 2023 gehen wir von höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus. Die Bilanzsumme zum Jahresende 2023 wird gegenüber dem 31. Dezember 2022 auf nahezu identischem Niveau sein.

Die Neuinvestitionen werden aufgrund der diesbezüglich geplanten Refinanzierung den Cashflow nicht belasten. Das positive Betriebsergebnis wird einen positiven Effekt auf den Cashflow ausüben.

Des Weiteren gehen wir davon aus, dass uns für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 offene Kreditlinien in einer Größenordnung zur Verfügung stehen, die denen des abgelaufenen Geschäftsjahres in etwa entsprechen.

Zum 31. Dezember 2023 rechnen wir infolge der sich erholenden Gesamtwirtschaft mit einem im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt um ca. 10% erhöhten Auftragsbestand.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 rechnen wir erneut mit einer leicht verbesserten Eigenkapitalquote.

C. Bericht über die wesentlichen Chancen und Risiken

I. Allgemeiner Chancen- und Risikobericht

Aus der weiteren konjunkturellen Entwicklung ergeben sich sowohl Chancen als auch Risiken. Die Geschäftsentwicklung der BTE Biegetechnik Engineering GmbH ist eng an gesamtwirtschaftliche sowie branchenspezifische Rahmenbedingungen gekoppelt und somit wesentlich auch von externen Faktoren bestimmt.

Die Entwicklung der Konjunktur außerhalb des Bereichs Automotive wird von uns zwar als stabil eingeschätzt; Inflation, Lieferengpässe und Unsicherheiten resultierend aus dem Krieg in der Ukraine dauerten auch zum Jahresende 2022 noch an. Eine Entspannung erwarten im Jahr 2023 nur bedingt.

Die Prognosen für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts für Deutschland für das Jahr 2023 zeigen zum Zeitpunkt der Berichtserstellung eine Stagnation. Wir sehen Chancen darin, durch die bereits eingeleiteten und weiter fortzuführenden Organisations- und Prozessveränderungen unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, sind aber wie die Gesamtwirtschaft auch von der weiteren Preisentwicklung abhängig.

Die in den vergangenen Jahren geschaffene Kundenstruktur hat die vormalige Abhängigkeit von einzelnen Branchen, insbesondere der Automobil- und Automobilzulieferindustrie stark reduziert. Unser Geschäftsmodell wurde hierdurch konjunkturell und strukturell stabiler gestaltet.

Nachdem die Covid-19-Pandemie auch das Jahr 2022 zumindest anfänglich noch stark beeinflusste, konnte im weiteren Verlauf des Jahres 2022 eine Entspannung verzeichnet werden. Negative Effekte auf die gesamtwirtschaftlichen und damit auch branchenspezifischen Rahmenbedingungen sind für 2023 nicht zu erwarten.

Auf der Beschaffungsseite sehen wir keine signifikanten Risiken in Form steigender Rohstoff- und Energiepreise sowie Verfügbarkeit. Der starken Teuerung im Energiesektor begegnen wir zum einen mit der Anmietung einer Photovoltaikanlage, die uns voraussichtlich ab dem zweiten Quartal 2023 eigenproduzierten Strom liefert; zum anderen wurden bereits vorab langfristige Stromlieferverträge mit festen Bezugskosten abgeschlossen. Es bleibt allerdings abzuwarten, welche weiteren negativen Auswirkungen der nach wie vor andauernde Krieg in der Ukraine bis Jahresende nach sich ziehen wird.

Das Risiko eines mittel- bis langfristig anhaltenden Fachkräftemangels hat sich im Jahr 2022 weiterhin erhöht und lässt auch für das Jahr 2023 keine Entspannung erwarten. Diesem wirken wir durch eine konstant hohe Ausbildungsquote sowie verstärkten internen und externen Weiterbildungsmaßnahmen entgegen. Die Mitarbeiterfluktuation versuchen wir mit unterschiedlichsten Maßnahmen so gering wie möglich zu halten.

. Risikoberichterstattung über Finanzinstrumente

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen die Forderungen und die Verbindlichkeiten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter Berücksichtigung von Skonto gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeder Art. Beim Management der Finanzinstrumente verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei den Forderungen Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität des Kunden.

Latente Liquiditätsrisiken bestehen dergestalt, dass die Kreditinstitute prinzipiell berechtigt sind, kurzfristige Kreditlinien zu kündigen. Mittels Diversifikation sowie einer offenen und vorausschauenden Kommunikation mit unseren Hausbanken sind wir bestrebt, dieses grundsätzlich bestehende Risiko auf ein Minimum zu reduzieren. Im Jahr 2023 wird die im Jahr 2020 neu geschaffene Bankensituation weiter gefestigt, nennenswerte Veränderungen sind nicht erkennbar.

D. Bericht über Forschung und Entwicklung

Die BTE Biegetechnik Engineering GmbH entwickelt als Lohnfertiger selbst keine Produkte und betreibt keine eigene Forschung; es wird jedoch ständig an der Verbesserung der Produktionsmethoden gearbeitet und dabei auch die Kooperation mit Hochschulen und Forschungsinstituten gesucht.

 

Ilshofen-Eckartshausen, 28. April 2023

BTE Biegetechnik Engineering GmbH

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BTE Biegetechnik Engineering GmbH, Ilshofen-Eckartshausen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BTE Biegetechnik Engineering GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BTE Biegetechnik Engineering GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen und Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen und Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Crailsheim, 28. April 2023

LHM Lang und Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

David Fantini, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 23.05.2023 festgestellt.

Gewinnverwendung

Der Jahresüberschuss 2022 in Höhe von EUR 52.328,12 wird, entsprechend dem Gewinnverwendungsvorschlag, mit dem bestehenden Gewinnvortrag in Höhe von EUR 738.010,85 auf neue Rechnung vorgetragen.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

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