Apodiscounter GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Mühl seit 6.2.2024 | Geschäftsführer |
Oliver H. Dr. Scheel seit 30.4.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 25.10% | |
| 25.10% | |
| 25.10% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
apo.com Group Holding GmbHMarkkleebergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht1. Vorbemerkung In den Konzernlageberichtsind folgende Gesellschaften einbezogen: - apo.com Group Holding GmbH (Mutterunternehmen) - apo.com Group GmbH - apo.com Group marketing GmbH - apo.com Group domain GmbH - apo.com Group ARZ GmbH - Apodiscounter GmbH - KM Drogerie Großhandels GmbH - APO Discounter PL Sp. z o.o - apo.com Group NL B.V. - apo.com Group real estate B.V. - Apo Pharmacy B.V. 2. Geschäftsmodell Gegenstand des Konzerns ist a) der Betrieb einer Versandapotheke, b) die Verwaltung, der Erwerb, die Veräußerung und das An- und Vermieten von gewerblichen Mietflächen und beweglichen Wirtschaftsgütern, c) die Beschaffung und Überlassung von Nutzungsrechten an immateriellen Wirtschaftsgütern (z. B. Namens-, Marken- und Domainrechten), d) der Betrieb von genehmigungsfreien und genehmigungspflichtigen Großhandelsgeschäften, insbesondere auch im Pharma-, Arzneimittel- und Nahrungsergänzungsbereich, e) die Erbringung von Kommissionierleistungen für Dritte und f) die Beteiligung an Unternehmen, deren Gegenstand das Entwickeln und Betreiben eines Vertriebssystems für Apotheken und apothekenähnliche Abgabestellen im In- und Ausland oder Großhandelsgeschäfte, insbesondere auch im Pharma-, Arznei- und Nahrungsergänzungsmittelbereich, ist. Von den genannten Leistungen machen die Verkäufe pharmazeutischer Produkte (Versandapotheke) den größten Umfang aus. Die dies betreibenden Konzerngesellschaften sind hochautomatisiert und betreiben wesentliche Kernkompetenzen (IT, Logistik, Marketing) inhouse. Der Absatz- und Beschaffungsmarkt ist im Wesentlichen das Inland. 2.1. Wirtschaftsbericht 2.1.1. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Konzern ist im Bereich der Online-Versandapotheken tätig. Die Leistungen beziehen sich auf rezeptpflichtige und nicht rezeptpflichtige Waren (non-RX bzw. OTC, Patient Care, Personal Care und Nutrition), IT, Logistik und Marketing. Seit dem Jahr 2004 dürfen Arzneimittel und andere Apothekenprodukte versendet werden. Im Zuge dessen entwickelte sich ein starker Online-Handel. Dieser wird derzeit von ca. fünf größeren Marktteilnehmern beherrscht. Das Gesamtvolumen des deutschen Marktes für apothekenpflichtige Produkte belief sich in 2023 auf insgesamt EUR 76,2 Mrd. Davon entfiel mit EUR 59,5 Mrd. der überwiegende Anteil auf rezeptpflichtige (RX) und ein Anteil von EUR 16,7 Mrd. auf nicht rezeptpflichtige Präparate1. Über einen Betrachtungszeitraum von 2014 bis 2023 betrug das kumulierte Gesamtmarktwachstum 50,9 % mit leichten Schwankungen in der jährlichen Wachstumsrate. Das Wachstum im nicht rezeptpflichtigen Bereich lag mit ca. 48,9 % nur leicht unter dem Wert des Gesamtmarktes2. Der Anteil des Online-Geschäfts am Gesamtmarkt von nicht rezeptpflichtigen Präparaten war dabei im Berichtsjahr mit ca. 23 % gering und ermöglicht über die nächsten Jahre hinweg hohe Wachstumsraten. So lag der Anteil vor acht Jahren noch bei 13 %3. Der Vertrieb von rezeptpflichtigen Präparaten ist mit erheblichen regulatorischen und strukturellen Auflagen verbunden. Politisch wurde noch vor Kurzem ein Verbot des Versandes von rezeptpflichtigen Präparaten diskutiert. Dieses Verbot wurde schließlich nicht umgesetzt. Als abgeschwächte Maßnahme sind nunmehr Preisnachlässe für rezeptpflichtige Arzneimittel auch für ausländische Versender bei der Belieferung von Kassenpatienten nicht mehr möglich. Ganz erheblichen Einfluss auf den Apothekenmarkt wird jedoch die Einführung des elektronischen Rezepts (E-Rezept) haben. Marktanalysten erwarten dadurch eine deutliche Verschiebung des Bestellvolumens hin zu Online-Versandapotheken. Studien4 gehen davon aus, dass der Online-Anteil bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln von 0,9 % bzw. EUR 0,4 Mrd. in 2021 auf ca. 10 % bzw. EUR 6,3 Mrd. bis 2026 ansteigen wird. Das E-Rezept wird demnach sehr hohe Online-Wachstumspotentiale ermöglichen. Das elektronische Rezept ist im Januar 2024 verbindlich in Deutschland eingeführt worden. Versandapotheken benötigen für die Einlösung bestimmte technische Zugangsvoraussetzungen, die im April / Mai 2024 bereits bei den Marktführern Shopapotheke und DocMorris vorlagen und deren Go-Live ermöglichten. Die Konzerngruppe erwartet die Zulassungen im Herbst 2024, so dass dann unserer Erwartung nach auch der entsprechende Go Live als dritte Versandapotheke im Markt erfolgen kann. Darüber hinaus führte die Corona-Krise zu einer weiteren Stärkung des Online-Versandhandels. Die Pandemie führte zu einem deutlichen und auch nachhaltigen Anstieg des Online-Bestellvolumens zulasten stationärer Apotheken. Aufgrund der Infektionsgefahren mieden Kunden physische Apotheken und auch ältere Menschen haben nun erstmals online bestellt. Es ist davon auszugehen, dass eine erhebliche Zahl dieser Neukunden auch künftig bei Online-Bestellungen bleiben wird, da die entsprechenden Vorteile (z. B. Preis, Belieferung, einfache Bestellformen) überzeugend sind. Die Corona-Krise hat damit den Trend weg vom Offline-Handel hin zu Online-Versandapotheken beschleunigt. Der Konzern geht von einer weiteren Konsolidierung des Marktes in den nächsten Jahren aus. Dieser Trend war bereits in den letzten Jahren durch diverse Übernahmen ersichtlich und verstärkt sich durch eine weitere Konzentration von Finanzmitteln bei größeren Versandapotheken. An dieser Konsolidierung beteiligt sich die gesamte Unternehmensgruppe durch den Ausbau ihres organischen Geschäfts aber auch durch strategische Geschäftsfelder im Rezept- und B2B-Bereich. Ferner wurde im Geschäftsjahr 2019 ein zweiter Standort in den Niederlanden durch eine Konzerngesellschaft eröffnet. Bemerkenswert ist, dass im Jahr 2022 die Zur-Rose-Gruppe - als einer der größten Wettbewerber des Konzerns - ihre Preise deutlich erhöht und ihre Marketingaktivitäten gemindert hat. Soweit ersichtlich, ist der Grund hierfür, dass die Zur-Rose-Gruppe eine sehr stark ertragsorientierte Geschäftsentwicklung mit klarem EBITDA-Break-Even anstrebt.5 Hinzu kommt, dass deutsche Akquisitionen der Vorjahre in den niederländischen Standort der Zur-Rose-Gruppe integriert werden und als Konsequenz zum Teil auch bestehende Domains und Marken nicht weiter betrieben werden6. Der Konzern nimmt insoweit in 2022 bereits deutliche Verschiebungen der Nachfrage zu seinen Gunsten wahr und geht - aufgrund des weniger aggressiven Preis- und Marketingdrucks - von einer nachhaltigen allgemeinen Besserung der Ertragslage am Markt aus. Daran ändert unserer Einschätzung nach auch die zwischenzeitlich wieder angespanntere Wettbewerbssituation in der zweiten Jahreshälfte 2023 und Anfang 2024 nichts. Diese war bedingt durch Verzögerungen bei der Einführung des elektronischen Rezepts. Diese Verzögerungen veranlassten insbesondere DocMorris und Shopapotheke im nicht-rezeptpflichtigen Bereich wieder stärker sichtbar zu werden. Wir gehen jedoch davon aus, dass nach der nunmehr erfolgten Einführung des elektronischen Rezepts diese Entwicklung nur vorübergehender Natur war und der oben beschriebene allgemeine Trend zur Rentabilisierung bei allen Versandapotheken nachhaltig sein wird. Es gibt derzeit keine Anzeichen dafür, dass neue größere Wettbewerber in den Markt eintreten werden. Vielmehr deutet alles darauf hin, dass die Konsolidierung des Marktes unter den bestehenden Wettbewerbern stattfinden wird. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass branchenfremde Unternehmen wie Amazon, Drogerieketten oder andere Einzelhändler doch noch in den Markt einsteigen. Insoweit geht der Konzern jedoch von einem Buy statt Make aus, so dass sich ein strategischer Markteintritt auf die "Best Practice"-Unternehmen fokussieren wird, zu denen sich der Konzern zählt. Die Gruppe zeichnet sich durch einen sehr hohen Automatisierungsgrad aus. Dieser ermöglicht es, künftiges Umsatzwachstum durch eine Degression der Fixkosten überdurchschnittlich ertragswirksam zu vereinnahmen. Durch die gruppenweit zwei Standorte in Leipzig und Duiven sieht sich der Konzern gewappnet, das prognostizierte steigende Volumen der Aufträge in den kommenden Jahren zu bewältigen. 2.1.2. Geschäftsverlauf und Lage Der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2023 konnte im Vergleich zum Vorjahr signifikant gesteigert werden. Wesentliche Ursache hierfür ist, dass starke organische Wachstum sowie die zunehmende Nachfrage im Onlinehandel.
Das geplante Umsatzniveau für den Konzern für 2023 in Höhe von ca. EUR 287 Mio. konnte übertroffen werden. 2.1.2.1. Ertragslage Die Ertragslage stellt sich im Geschäftsjahr wie folgt dar:
Das EBITDA beträgt im Geschäftsjahr EUR -9,2 Mio. und konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert werden. Die Erhöhung ist insbesondere auf den signifikanten Umsatzanstieg und die Verbesserung der Rohertragsmarge um ca. zwei Prozentpunkte zurückzuführen. Der Konzern fokussierte sich im Geschäftsjahr zunehmend auf margenstärkere Geschäftsbereiche, wie bspw. Private Label, die Steigerung der Marketingeffizienz und verzichtete auf Umsatzwachstum durch schädliche Preisreduktionen. Infolgedessen konnte die Rohertragsspanne gesteigert und die Materialeinsatzquote gesenkt werden (31.12.2023: 73,8 %; 31.12.2022: 76,0 %). Darüber hinaus fielen im Geschäftsjahr geringere Rechts- und Beratungskosten (- EUR 2,1 Mio.) und keine Abschreibungen auf Forderungen (Vorjahr EUR 2,9 Mio.) an. Dementgegen stiegen die Kosten der Warenabgabe (+ EUR 1,9 Mio.) sowie die Gebühren der Zahlungsdienstleister (+ EUR 3,1 Mio.) korrespondierend zum Umsatzwachstum. Weiterhin investierte der Konzern in den Personalaufbau, weshalb höhere Personalaufwendungen (+ EUR 4,9 Mio.) im Geschäftsjahr entstanden sind. Ferner ist das Gesamtergebnis durch niedrigere Abschreibungen (- TEUR 239) und höhere Zinsen beeinflusst (+ EUR 2,8 Mio.). Der Zinsaufwand ist maßgeblich auf neue Gesellschafterdarlehen im Laufe des Geschäftsjahres zurückzuführen. Der Steueraufwand betrifft im Wesentlichen latente Steuern. 2.1.2.2. Finanzlage Die Entwicklung der Eigenkapitalquote ist insbesondere auf den Jahresfehlbetrag und die aufgenommenen Gesellschafterdarlehen zurückzuführen, welche im Geschäftsjahr gewährt wurden. Diese Darlehen sind nachrangig. Damit hat der Konzern weiteres Wachstumskapital erhalten und die Gesellschafter haben die Nachhaltigkeit ihres Engagements belegt. Unter Einbeziehung der Nachrangdarlehen beträgt die Eigenkapitalquote des Konzerns zum 31.12.2023 26 % (Vorjahr 36 %). Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 255,7 Mio. (Vorjahr EUR 229,5 Mio.). Die wesentliche Entwicklung der Bilanzsumme resultiert aus dem signifikanten Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (EUR 193,6 Mio., Vorjahr EUR 160,5 Mio.) aus den oben genannten Darlehensaufnahmen. Demgegenüber steht zum einen der Rückgang des Eigenkapitals, welcher insbesondere durch den Konzernjahresfehlbetrag bedingt ist (EUR -40,2 Mio., Vorjahr EUR -61,1 Mio.). Zum anderen sanken die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (EUR 14,7 Mio., Vorjahr EUR 17,7 Mio.) und die sonstigen Verbindlichkeiten (EUR 11,7 Mio., Vorjahr EUR 16,2 Mio.). Diese Entwicklung ist vor allem auf die Rückzahlung von Bankendarlehen und die planmäßige Tilgung von Maschinenfinanzierungen zurückzuführen. Weiterhin wurde in den Gruppenunternehmen in die Entwicklung selbst geschaffener immaterielle Vermögensgegenstände investiert (EUR 1,05 Mio., Vorjahr EUR 0,54 Mio.). Die Entwicklung wird durch eigene IT-Mitarbeiter durchgeführt und bezieht sich beispielsweise auf Entwicklungsarbeiten bei Websites, mobilen Seiten, weiteren IT-Anwendungen und logistischen Prozessen. Die Abschreibungen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände betragen EUR 0,8 Mio. Der Konzern hat im Berichtsjahr Gesellschafterdarlehen aufgenommen. Ferner wurde ein Darlehen zurückgezahlt. Die Darlehen gegenüber Kreditinstituten sind teils als Kontokorrentdarlehen ausgestaltet. Die Kontokorrentdarlehen in Höhe von EUR 12,0 Mio. wurden nahezu vollständig in Anspruch genommen. Eine Bankenfinanzierung über insgesamt EUR 12,0 Mio., die zunächst bis zum 30. Juni 2023 befristet war, ist zwischenzeitlich bis zum 31. Dezember 2026 verlängert worden. Die Gesellschafter engagierten sich im Geschäftsjahr 2023 mit weiteren Nachrangdarlehen in Höhe von insgesamt EUR 13,1 Mio. sowie Kapitalzuführungen in Höhe von EUR 11,8 Mio., was die wesentliche Grundlage für die Finanzierung des Konzerns auch im Geschäftsjahr 2023 darstellte. Die insgesamt bis zum 31. Dezember 2023 gewährten und ausgezahlten Nachrangdarlehen der Gesellschafter des Konzerns nebst des kapitalisierten Zinsaufwandes in Höhe von insgesamt EUR 193,6 Mio. (dies umfasst auch sämtliche durch die THI übernommenen Darlehen der ehemaligen Mitgesellschafterin aposwiss GmbH, Baar/Schweiz) wurden zwischenzeitlich bis zum 30. Juni 2027 verlängert. Gemäß der aktuellen Liquiditätsplanung des Konzerns ergibt sich für den Prognosezeitraum bis zum 31. Dezember 2025 ein geplanter Kapitalbedarf in Höhe von EUR 3,4 Mio. im Jahr 2024 und EUR 1,0 Mio. im Jahr 2025. Dieser negative Cashflow kann im Prognosezeitraum aus den zum Aufstellungszeitpunkt des Abschlusses bestehenden liquiden Mitteln nicht beglichen werden. Der Konzern erwartet ferner erst ab dem 4. Quartal 2024 positive operative Cashflows. Daher ist der Konzern im Prognosezeitraum bis zum 31. Dezember 2025 auf die Zuführung von liquiden Mitteln angewiesen. In diesem Zusammenhang hat sich die Gesellschafterin der Konzernmuttergesellschaft apo.com Group Holding GmbH, die THI Holdings GmbH, Stuttgart, zugunsten dieser im Rahmen einer schuldrechtlichen Vereinbarung vom 16. Juni 2023 zu Kapitalerhöhungen in Höhe von insgesamt EUR 9,2 Mio. in 2024 (diese wurden bereits voll ausgezahlt) und in Höhe von EUR 1,0 Mio. in 2025 verpflichtet. Darüber hinaus wurde im Rahmen der bestehenden Bankenfinanzierung durch THI mit Datum vom 26. März 2024 eine zusätzliche Finanzierungszusage in Höhe von EUR 3,4 Mio. für das Jahr 2024 gegenüber den Kreditinstituten abgegeben, um im Bedarfsfall eine angemessene Mindestliquidität der apo.com Gruppe zu erreichen. Von diesen EUR 3,4 Mio. sind vereinbarungsgemäß im August 2024 EUR 1,4 Mio. und im Oktober EUR 1,0 Mio. von THI als Kapitalerhöhung eingezahlt worden. Die weitere Auszahlung in Höhe von EUR 1,0 Mio. ist für den Monat November 2024 geplant. Ansonsten wurden bereits Liquiditätsoptimierungsmaßnahmen eingeleitet, aus welchen eine zusätzliche Liquidität gegenüber der Planung in Höhe von EUR 3,4 Mio. erwartet wird. Das Management der apo.com Gruppe geht für Ihre Planungszwecke von der Erfüllung sämtlicher direkten und indirekten Finanzierungszusagen durch die THI im Prognosezeitraum bis 31. Dezember 2025 aus. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit bzw. der angemessenen Mindestliquidität im Prognosezeitraum und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit des Konzerns ist daher davon abhängig, dass die der Konzernmuttergesellschaft zugesagten liquiden Mittel im Zuge der Kapitalerhöhungen in 2025 bereitgestellt werden und die Liquiditätsoptimierungsmaßnahmen greifen bzw. auch die ergänzenden Finanzmittel aus der Finanzierungszusage gegenüber den Kreditinstituten für das Jahr 2024 durch die Gesellschafterin bereitgestellt werden und die der Liquiditätsplanung zugrunde liegenden Prämissen, insbesondere zur Entwicklung der Umsatzerlöse sowie der Deckungsbeiträge, eintreten beziehungsweise nicht wesentlich unterschritten werden. Werden diese Prämissen nicht erreicht oder unterschritten, kann sich weiterer Finanzierungsbedarf ergeben. Die Geschäftsführung sieht im Bedarfsfall grundsätzlich Möglichkeiten, einen zusätzlichen Liquiditätsbedarf durch die Einleitung entsprechender Einsparmaßnahmen decken zu können. Im Falle einer wesentlichen Unterschreitung der Planungsprämissen kann jedoch darüber hinaus eine zusätzliche Finanzierung durch die Gesellschafterin des Konzernmutterunternehmens erforderlich sein. 2.1.2.3 Vermögenslage
Der Rückgang des Anlagevermögens um 10 % ist insbesondere durch die Abschreibungen des Firmenwerts des im Dezember 2021 erworbenen Teilbetriebs eines nahestehenden Unternehmens sowie den Abschreibungen auf Kundenstämme und das Sachanlagevermögen bedingt. Das Umlaufvermögen hat sich verglichen zum Vorjahr um 8 % erhöht. Der Anstieg resultiert maßgeblich aus dem höheren Bestand an liquiden Mitteln (EUR 8,9 Mio., Vorjahr TEUR 635) sowie dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen (EUR 13,4 Mio., Vorjahr EUR 10,5 Mio.) infolge des Umsatzanstiegs. Dementgegen konnte der im Vorjahr signifikant aufgebaute Vorratsbestand zum Stichtag gesenkt werden (EUR 18,3 Mio., Vorjahr EUR 22,9 Mio.). Die Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen aufgrund der Aufnahme neuer Darlehen beim Gesellschafter) um 12 % im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. 2.1.3. Finanzielle Leistungsindikatoren Als finanzielle Leistungsindikatoren werden vor allem die Umsatzerlöse und das EBITDA betrachtet.
* bereinigt um einmalige außergewöhnliche und periodenfremde Effekte Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des organischen Wachstums signifikant angestiegen. Im Geschäftsjahr gab es einmalige Beratungsaufwendungen in Höhe von EUR 1,6 Mio. (Vorjahr EUR 1,1 Mio.), sodass das EBITDA im Geschäftsjahr um diese Effekte bereinigt wurde. Weiterhin wurde das EBITDA im aktuellen Berichtsjahr und im Vorjahr um periodenfremde Erträge und Aufwendungen bereinigt. Folglich beträgt im Berichtsjahr 2023 das bereinigte EBITDA EUR -7,6 Mio., die daraus resultierende EBITDA-Rendite -2,6 %. Die geplante EBITDA-Rendite von -2,1 % konnte nicht ganz erreicht werden. Gründe hierfür sind zum einen der im zweiten Halbjahr 2023 wieder zunehmende Wettbewerbsdruck sowie die einmaligen Beratungsaufwendungen. 2.1.4. Gesamtaussage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird durch die Geschäftsführung unter Beachtung der aktuellen Scale-up Phase sowie der geplanten Finanzierungsmaßnahmen für das Geschäftsjahr 2023 als angemessen eingeschätzt. Der Konzern ist aufgrund seiner Kompetenzen im Bereich Logistik und IT seiner Einschätzung nach sehr gut ausgerichtet, um künftige Wachstumspotentiale zu realisieren. 2.2. Prognosebericht Aufgrund der deutlichen Preisvorteile gegenüber dem stationären Handel, sowie der wachsenden Digitalisierung der Bevölkerung ist weiterhin von einem signifikanten Wachstum des Online-Versandhandels auszugehen. Der Konzern erwartet, dass sich der Markt weiterhin konsolidieren wird. Nachdem dies in der Vergangenheit verstärkt durch Übernahmen erfolgte, werden künftig die Treiber der Konsolidierungen der Werbe- und Preisdruck der großen Versandapotheken sein, durch den kleinere Wettbewerber aus dem Markt gedrängt werden. Infolge der Eröffnung eines weiteren Standorts in den Niederlanden im Geschäftsjahr 2019 steht künftig ausreichende Kapazität zur Verfügung, um Wachstumspotentiale - insbesondere aus der Einführung des elektronischen Rezepts - generieren zu können. Der Konzern strebt an, das Geschäft zu skalieren sowie die beiden Logistikstandorte optimal auszulasten und damit Kostensynergieeffekte zu generieren. Für das Berichtsjahr 2024 rechnet der Konzern mit einem Umsatz in Höhe von EUR 325 Mio. und einer EBITDA-Rendite in Höhe von -1,1 %. Für das Geschäftsjahr 2025 plant der Konzern mit einem Anstieg der Umsatzerlöse auf 396 Mio. EUR und mit einer EBITDA-Rendite in Höhe von +1,7 %. Der EBITDA Break-even ist somit für 2025 geplant. 2.3. Corona-Krise, Ukraine-Krieg und Krieg in Israel Das Online-Versandapothekengeschäft ist durch die Corona-Krise deutlich gestärkt worden, da die Nachfrage nach Arzneimitteln - insbesondere online - zugenommen hat. Der Konzern geht davon aus, dass auch nach der Krise ein höheres Online-Plateau zu verzeichnen ist als vor der Krise, da etliche Kunden nun erstmals Online-Bestellungen von Arzneimitteln ausprobiert haben. Daher rechnet die Gruppe damit, dass die Online-Versandapotheken nachhaltig von der Krise profitieren werden. Durch die verstärkte Online-Nachfrage wird der allgemeine Trend der Verlagerung des Apothekengeschäfts offline zu online verstärkt und beschleunigt. Im Laufe der Krise konnten aufgrund der kurzzeitigen Verknappung des Angebots höhere Preise am Markt durchgesetzt werden. Der Konzern geht davon aus, dass sich ein Teil dieses Preiseffekts nachhaltig im Markt durchsetzen wird und damit die Profitabilität gesteigert werden kann. Der Konzern geht davon aus, dass sich die Corona-Krise von der Pandemie zur Endemie entwickelt und in Zukunft zur Normalität im gesellschaftlichen Leben gehören wird. Impfmöglichkeiten gegen bestehende und weitere neue Virusvarianten werden den Umgang mit Corona unterstützen. Die Erfahrungen mit Corona werden das Verhalten der Gesellschaft nachhaltig verändern und davon werden Online-Apotheken profitieren. Aus dieser Entwicklung erwartet der Konzern positive Auswirkungen auf seine Umsatz- und Ertragslage. Die Logistikkapazitäten könnten weiter ausgeschöpft werden, als dies vor der Krise der Fall war. Der Konzern könnte somit nachhaltig von der Krise profitieren. Hinzu kommt, dass sich bereits in 2022 eine Normalisierung abzeichnete und damit das in den Corona-Jahren abnehmende reguläre Geschäft zurückkommt (z. B. Erkältungs- und Grippeerkrankungen und Erkrankungen, die sich infolge nun wieder größerer Menschenansammlungen wie bei Konzerten und Veranstaltungen verstärkt ausbreiten). Die Kriege in der Ukraine sowie in Israel beeinflussen das Geschäft der Gruppe nicht negativ, da Absatzmärkte vor allem in Deutschland, Österreich und Polen liegen und die Nachfragen nach pharmazeutischen Produkten in diesen Märkten nicht beeinträchtigt werden. Es ist eher positiv festzustellen, dass die Nachfrage nach - hier letztlich betriebenen - Discountermodellen zunimmt, da die allgemeine Inflation den Kostendruck auf Konsumenten erhöht. Kostensteigerungen auf der Beschaffungsseite konnten auch in 2023 vermieden werden. Hervorzuheben sind insoweit die mittelbar betroffenen Kostenpositionen Fracht und Verpackung. Im Bereich Fracht wurde erfolgreich eine grundsätzlich gleichbleibende Kondition mit sogar positiven Skalierungseffekten verhandelt. Im Bereich der Verpackung konnten avisierte Kostensteigerungen durch den Wechsel von Lieferanten und die Umstellung auf günstigere Verpackungslayouts und -beschaffenheiten neutralisiert werden. 2.4. Chancen und Risiken Chancen ergeben sich vor allem aus der Einführung des elektronischen Rezepts und der damit einhergehenden allgemeinen Stärkung des Online-Apothekenversands. Das elektronische Rezept wird trotz aller Verschiebungen dennoch nicht infrage gestellt und wurde nun in 2024 verbindlich eingeführt. Wie bereits oben dargestellt, eröffnet sich Versandapotheken damit ein Milliardenmarkt mit enormen Wachstumsraten in den nächsten Jahren7. Parallel ermöglicht die Eröffnung des zweiten Standortes durch eine Konzerngesellschaft in den Niederlanden weiteres Wachstum und die Ausweitung des Geschäfts in neuen Geschäftsfeldern, z. B. weitere Sortimente, Eigenmarken und ausländische Märkte. Über entsprechende Kapazitätsaussteuerungen zwischen beiden Standorten hat dies mittelbar auch positive Effekte auf die Gruppe. Aufgrund seiner hohen Automatisierung kann der Konzern dieses Wachstum durch Fixkostendegressionen überdurchschnittlich ertragreich aufnehmen. Wettbewerber arbeiten manuell oder nur teilautomatisiert und haben entsprechend höhere Personalkosten. Diese steigen bei den Wettbewerbern als variable Kosten künftig weiter an. Ein grundsätzlicher Vorteil ist, dass das Versandverbot für rezeptpflichtige Arzneimittel nicht eingeführt worden ist. Nachteilig hingegen ist, dass die Möglichkeit von Preisnachlässen auf rezeptpflichtige Arzneimittel für Kassenpatienten nach aktueller Rechtslage nicht mehr möglich ist. Für Privatpatienten bleibt diese Möglichkeit erhalten. Ein Risiko kann sich dann ergeben, wenn die erwartete Konsolidierung schneller durch andere Marktteilnehmer betrieben wird oder der Preis- und Marketingwettbewerb wieder stärker wird. Ein weiteres potenzielles Risiko könnte sich ergeben, wenn der Versandapothekenmarkt stärker reguliert werden würde. Momentan sind derartige regulatorische Änderungen jedoch nicht ersichtlich. Hinsichtlich der Annahmen zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie des bestandsgefährdenden Risikos verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt 2.1.2.2. Finanzlage.
Markkleeberg, den 30. Oktober 2024 Dr. Oliver Scheel, Geschäftsführer Daniel Mühl, Geschäftsführer 1 Vgl. IQVIA Consumer Health Spotlights YTD 12/2023 S. 1 2 Eigene Berechnung abgeleitet aus IQVIA / IMS Consumer Health Spotlights 2014-2023 3 Vgl. IQVIA / IMS Consumer Health Spotlights YTD 12/2023 und 12/2015 je S. 2 4 Jefferies - H1 - Online Pharmacy Market Model 19.08.22, zitiert nach Kearney 5 Halbjahresbericht Zur-Rose-Gruppe, 18.08.2022, S. 11 ff.; APOTHEKE ADHOC Artikel 23.08.2022 "Zur Rose in der Finanzklemme - Umschuldung steht an"; eigenes laufendes Preiscrawling 03-09/2022. 6 APOTHEKE ADHOC Artikel 25.11.2022 "Eurapon: Zur Rose macht in Bremen dicht" 7 Siehe bereits die Ausführungen und Quantifizierungen unter Gliederungspunkt 2.1.1. KonzernbilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
KonzernanhangAllgemeine Hinweise Der Konzernabschluss der apo.com Group Holding GmbH, Markkleeberg, wurde freiwillig in entsprechender Anwendung der §§ 290 ff. HGB und unter Beachtung der vom DRSC herausgegeben DRS, wenn sie entsprechend anzuwenden waren, aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach § 275 Abs. 2 HGB i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Der Konzernabschluss wurde unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB aufgestellt. Hinsichtlich der Annahmen zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie des bestandsgefährdenden Risikos verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernlagebericht in den Abschnitten 2.1.2.2. Finanzlage sowie 2.4. Chancen und Risiken. Registerinformationen Das Mutterunternehmen ist unter der Firma apo.com Group Holding GmbH mit Sitz in Markkleeberg im Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig unter der Nummer HRB 35673 eingetragen. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die apo.com Group Holding GmbH sowie inländische und ausländische Tochterunternehmen. Dabei werden folgende Tochtergesellschaften konsolidiert: • apo.com Group GmbH • apo.com Group ARZ GmbH • apo.com Group domain GmbH • apo.com Group marketing GmbH • KM Drogerie Großhandels GmbH • Apodiscounter GmbH • APO Discounter PL Sp. z o.o • apo.com Group NL B. V. • apo.com Group real estate B.V. • Apo Pharmacy B.V. Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss ist auf den Bilanzstichtag der apo.com Group Holding GmbH aufgestellt worden. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei Tochterunternehmen, auf deren Einbeziehung bisher gemäß § 296 HGB verzichtet worden war, ist der Zeitpunkt der Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss maßgeblich. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Beteiligungsbuchwert der apo.com Group Holding GmbH nach Einbringung durch die Gesellschafter zu deren Buchwerten und dem Eigenkapital der apo.com Group GmbH ist im Rahmen der Kapitalkonsolidierung als Firmenwert (ca. TEUR 23.800) im Konzernabschluss ausgewiesen worden. Die darauf entfallende Abschreibung des Geschäftsjahres 2023 beträgt TEUR 1.708. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sie werden - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen unter Ansatz der linearen Methode und betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauern vermindert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Herstellungskosten der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten zuzüglich angemessener Gemeinkosten und den Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist. Die Gruppenunternehmen haben seit 2010 vom Wahlrecht zur Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen gemäß § 248 Abs. 2 HGB i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 12.262 aktiviert (Restbuchwert zum 31. Dezember 2023 TEUR 2.577). Entwicklungskosten von noch nicht abgeschlossenen Projekten werden innerhalb der immateriellen Vermögensgegenstände unter den geleisteten Anzahlungen ausgewiesen. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 1.051 an. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände betreffen insbesondere die Eigenentwicklung von Softwarelösungen, welche über eine Nutzungsdauer von drei bis fünfzehn Jahren linear abgeschrieben werden. Bei der Aktivierung von Eigenleistungen für immaterielle Vermögensgegenstände sind Zinsaufwendungen i. H. v. TEUR 70 (Vj. TEUR 44) berücksichtigt worden. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p. a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Gebäude werden über einen Zeitraum von 30 bis 33 Jahren abgeschrieben. Technische Anlagen und Maschinen unterliegen einer Nutzungsdauer von 5 bis 20 Jahren und werden über diese abgeschrieben. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird über 3 bis 20 Jahre abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen werden die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die Vorräte (Waren) werden zu Anschaffungskosten (durchschnittliche Einstandspreise) angesetzt. Durch angemessene Abwertungen werden alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Marktpreisen ergeben, berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten, soweit erforderlich abzüglich angemessener Wertberichtigungen, ausgewiesen. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigt Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen werden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungen werden in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die Aktiv- und Passivposten des in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlusses wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (Gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen) zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Firmenwert setzt sich wie folgt zusammen:
Der im Jahr 2016 von der apo.com Group GmbH (vormals: Apologistics GmbH) erworbene Geschäfts- und Firmenwert der Domain Apolux wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Anteilen werden über einen Zeitraum von 14 Jahren linear abgeschrieben. Der im Geschäftsjahr von der Apo Pharmacy B. V. erworbene Geschäfts- und Firmenwert aus dem Teilbetriebskaufs eines nahestehenden Unternehmens wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der drei Firmenwerte richten sich im Wesentlichen jeweils nach den Abschmelzungsraten der den Firmenwerten zugrunde liegenden Kundenstämme über alle Domains. Den Abschreibungen der weiteren Immateriellen Vermögensgegenständen liegt eine Nutzungsdauer in einer Bandbreite von zwei bis 30 Jahren zugrunde. Für die entgeltlich erworbenen Kundenstämme wird eine Nutzungsdauer zwischen fünf und neun Jahren zugrunde gelegt. Die Nutzungsdauer dieser Vermögensgegenstände orientiert sich an den Kohortenanalysen und den damit einhergehenden durchschnittlichen Verhalten der Kunden. Insgesamt wurde im Berichtsjahr EUR 3,7 Mio. Abschreibung auf die Kundenstämme vorgenommen. Der Restbuchwert zum Stichtag beträgt EUR 7,1 Mio. Angaben zum Anteilsbesitz Konsolidierungskreis
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Geschäftsjahr nicht. Im Vorjahr enthielten die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen Forderungen gegen Gesellschaftern in Höhe von TEUR 1.874, welche ausschließlich Forderungen aus Lieferungen beinhalteten. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Vorsteueransprüche in Höhe von TEUR 53 (Vj. TEUR 0), die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern (im Vorjahr passive latente Steuern) resultieren aus folgenden Sachverhalten:
Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30,53 % (Vj. 30,53 %) zugrunde gelegt. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital von TEUR 111 entspricht dem bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten, die Kapitalrücklage von TEUR 104.715 entspricht der bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Rücklage. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für das Kundenbonusprogramm, personalbedingte Rückstellungen, für Urlaubsrückstände, ausstehende Eingangsrechnungen, für Überstunden sowie für die Kosten der Wirtschaftsprüfung gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten in EUR aus:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich aus Rahmenkreditverträgen, aus Darlehensverträgen sowie aus Betriebsmittelfinanzierungen zusammen. Darüber hinaus bestehen noch weitere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Rahmen der Finanzierungen von Anlagevermögen. Die verschiedenen Verbindlichkeiten sind wie folgt besichert: - erstrangige Buchgrundschuld (TEUR 5.000), - nachrangige Buchgrundschuld (TEUR 3.000), - der Abtretung von Forderungen gegen Zahlungsdienstleister, - einer selbstschuldnerischen Höchstbetragsbürgschaft einer nahestehenden Person über TEUR 6.000, - der Verpfändung der Rechte der Domains "juvalis.de" und "versandapo.de", - einer Negativerklärung bezüglich der sonstigen Domains, - einer Ausfallbürgschaft (TEUR 500) der R+V Allgemeinen Versicherung, - Sicherungsübereignung diverser Maschinen und Anlagen Darüber besteht aus dem Geschäftsjahr 2019 ein weiteres Darlehen in Höhe von TEUR 5.000, welches in Form einer erstrangigen Buchgrundschuld besichert wurde. Eine Bankenfinanzierung über insgesamt EUR 12,0 Mio., die zunächst bis zum 30. Juni 2023 befristet war, ist zwischenzeitlich bis zum 31. Dezember 2026 verlängert worden. Die insgesamt bis zum 31. Dezember 2023 gewährten und ausgezahlten Nachrangdarlehen der Gesellschafter des Konzerns nebst des kapitalisierten Zinsaufwandes in Höhe von EUR 193,6 Mio. wurden zwischenzeitlich bis zum 30. Juni 2027 verlängert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren maßgeblich aus dem Finanzverkehr und enthalten in Höhe von EUR 95.200,00 (Vj. TEUR 100) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestanden in Höhe von EUR 193.550.910,05 (Vj. TEUR 160.479). Den auf den Mietkauf von Gegenständen des Anlagevermögens entfallenden sonstigen Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 9.942; Vj. TEUR 13.414) dienen als Sicherheiten die übereigneten Gegenstände (die finanzierten Anlagegüter). Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse wurden im Inland (TEUR 270.530) sowie in Österreich (TEUR 13.045), Polen (TEUR 7.689) und der Schweiz (TEUR 982) erzielt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 505 (Vj. TEUR 648) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 487 (Vj. TEUR 768) angefallen. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen i. H. v. TEUR 19.972 (Vj. TEUR 17.268) verbundene Unternehmen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Konzern hat die Auswirkungen aus der Anwendung der Mindeststeuergesetze auf den Konzern analysiert und rechnet hieraus mit keinen wesentlichen Auswirkungen. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 680. Die Leasingverträge enden zwischen April 2024 und September 2028. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Von der Angabe der Geschäftsführerbezüge der Muttergesellschaft für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen wurde im Hinblick auf § 314 Abs. 3 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, den Bilanzverlust des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen. Mitarbeiter In den Gruppenunternehmen waren zum 31. Dezember 2023 durchschnittlich 356 (Vj. 300) Mitarbeiter beschäftigt. Prüfungs- und Beratungshonorare Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für
Konzernverhältnisse Im Jahr 2023 hat die Gesellschafterin THI Holdings GmbH, Stuttgart, sämtliche Geschäftsanteile der ehemaligen Mitgesellschafterin aposwiss GmbH, Baar/Schweiz, übernommen. Einen Konzernabschluss für den größten und zugleich auch den kleinsten Kreis der Unternehmen, in den die Gesellschaft als Tochterunternehmen einbezogen wird, wird von der THI Holdings GmbH, Stuttgart, erstellt und beim Betreiber des Unternehmensregisters offengelegt. Nachtragsbericht Im Rahmen einer schuldrechtlichen Verpflichtung vom 16. Juni 2023 hat die Gesellschafterin THI Holdings GmbH bis zum Erstellungszeitpunkt des Abschlusses Kapitalbeträge von insgesamt EUR 17,4 Mio. in 2023 sowie EUR 9,2 Mio. EUR in 2024 im Rahmen von entsprechenden Kapitalerhöhungen bereitgestellt und für das Jahr 2025 einen Betrag von 1 Mio. EUR zugesichert. Darüber hinaus hat die Gesellschafterin THI Holdings GmbH Einzahlungen in Höhe von weiteren EUR 3,4 Mio. zugesagt, von denen im August 2024 vereinbarungsgemäß bereits EUR 1,4 Mio. und im Oktober EUR 1,0 Mio. als Kapitalerhöhung in der apo.com Group Holding GmbH eingezahlt worden sind. Eine weitere Auszahlung in Höhe von EUR 1,0 Mio. ist für den Monat November 2024 geplant. Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.
Markkleeberg, den 30. Oktober 2024 Dr. Oliver Scheel, Geschäftsführer Daniel Mühl, Geschäftsführer Konzernanlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Konzernabschluss wurde am 18.12.2024 gebilligt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die apo.com Group Holding GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der apo.com Group Holding GmbH, Markkleeberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der apo.com Group Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "Allgemeine Hinweise" im Konzernanhang und in den Abschnitten "2.1.2.2. Finanzlage" sowie "2.4 Chancen und Risiken" des Konzernlageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter der apo.com Group Holding GmbH beschreiben, dass sich gemäß der aktuellen Liquiditätsplanung des Konzerns für den Prognosezeitraum bis zum 31. Dezember 2025 ein geplanter Kapitalbedarf in Höhe von EUR 3,4 Mio. für 2024 und EUR 1,0 Mio. für 2025 ergibt. Dieser Kapitalbedarf kann im Prognosezeitraum aus den zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses bestehenden liquiden Mitteln des Konzerns nicht beglichen werden. Der Konzern erwartet ferner erst ab dem 4. Quartal 2024 positive operative Cashflows. Daher ist der Konzern im Prognosezeitraum bis zum 31. Dezember 2025 auf die Zuführung von liquiden Mitteln angewiesen. In diesem Zusammenhang hat sich die Gesellschafterin der Konzernmuttergesellschaft apo.com Group Holding GmbH, die THI Holdings GmbH, Stuttgart, zugunsten dieser im Rahmen einer schuldrechtlichen Vereinbarung vom 16. Juni 2023 zu Kapitalerhöhungen in Höhe von insgesamt EUR 9,2 Mio. in 2024 (diese wurde bereits voll ausgezahlt) und in Höhe von EUR 1,0 Mio. in 2025 verpflichtet. Darüber hinaus wurde im Rahmen der bestehenden Bankenfinanzierung durch THI Holdings GmbH mit Datum vom 26. März 2024 eine zusätzliche Finanzierungszusage in Höhe von EUR 3,4 Mio. für das Jahr 2024 gegenüber den Kreditinstituten abgegeben, um im Bedarfsfall eine angemessene Mindestliquidität der apo.com Gruppe zu erreichen. Von diesen EUR 3,4 Mio. sind vereinbarungsgemäß im August 2024 EUR 1,4 Mio. und im Oktober EUR 1,0 Mio. von THI als Kapitalerhöhung eingezahlt worden. Die weitere Auszahlung in Höhe von EUR 1,0 Mio. ist für den Monat November 2024 geplant. Ansonsten wurden bereits Liquiditätsoptimierungsmaßnahmen eingeleitet, aus welchen eine zusätzliche Liquidität gegenüber der Planung in Höhe von EUR 3,4 Mio. erwartet wird. Das Management der apo.com Gruppe geht für Ihre Planungszwecke von der Erfüllung sämtlicher direkter und indirekter Finanzierungszusagen durch die THI Holdings GmbH im Prognosezeitraum bis 31. Dezember 2025 aus. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit bzw. der angemessenen Mindestliquidität im Prognosezeitraum und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit des Konzerns ist daher davon abhängig, dass die der Konzernmuttergesellschaft zugesagten liquiden Mittel im Zuge der Kapitalerhöhung in 2025 bereitgestellt werden und die Liquiditätsoptimierungsmaßnahmen greifen bzw. auch die ergänzenden Finanzmittel aus der Finanzierungszusage gegenüber den Kreditinstituten für das Jahr 2024 durch die Gesellschafterin bereitgestellt werden und die der Liquiditätsplanung zugrunde liegenden Prämissen, insbesondere zur Entwicklung der Umsatzerlöse sowie der Deckungsbeiträge, eintreten beziehungsweise nicht wesentlich unterschritten werden. Werden diese Prämissen nicht erreicht oder unterschritten, kann sich weiterer Finanzierungsbedarf ergeben. Die Geschäftsführung sieht im Bedarfsfall grundsätzlich Möglichkeiten, einen zusätzlichen Liquiditätsbedarf durch die Einleitung entsprechender Einsparmaßnahmen decken zu können. Im Falle einer wesentlichen Unterschreitung der Planungsprämissen kann jedoch darüber hinaus eine zusätzliche Finanzierung durch die Gesellschafterin des Konzernmutterunternehmens erforderlich sein. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt; • holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile; • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, 7. November 2024 EY
GmbH & Co. KG
Bätz, Wirtschaftsprüfer Schumann, Wirtschaftsprüfer |
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