WDB Abwicklungs AGLiquidiert
81829 München, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Detlev Herman Heinrich Dr. Gröne seit 9.8.2022 | Liquidator |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WDB Abwicklungs AGAschheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31.12.2023der WDB Abwicklungs AG i.L.Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung der WDB Abwicklungs AG i.L. für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023der WDB Abwicklungs AG i.L., Aschheim1 Allgemeine AngabenDie ehemalige Wirecard Bank AG hatte im Dezember 2021 in enger Abstimmung mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank gegenüber der Aufsicht erklärt, dass sie die Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften nach § 32 KWG zum 9. Dezember 2021 zurückgibt. In diesem Zusammenhang wurde die Firma in "WDB Abwicklungs AG" geändert und der Gegenstand des Unternehmens in der Satzung wie folgt neu gefasst: "Gegenstand des Unternehmens ist die Beendigung von Geschäftspositionen der Gesellschaft aus nach dem Kreditwesengesetz erlaubnispflichtigen Geschäftstätigkeiten sowie aus nicht-erlaubnispflichtigen Geschäftstätigkeiten. Darüber hinaus umfasst der Unternehmensgegenstand das Halten und Verwalten des jeweils vorhandenen eigenen Vermögens." Die Satzungsänderungen wurden am 21. Dezember 2021 im Handelsregister beim Amtsgericht München mit der Nummer HRB 161 178 eingetragen. Die BaFin hat mit Bescheid vom 9. Dezember 2021 der Abwicklung des noch betriebenen erlaubnispflichtigen Bestandsgeschäfts zugestimmt und die Weisung erteilt, dass dieses Geschäft spätestens bis zum 31. Dezember 2026 vollständig abzuwickeln ist. Mit Schreiben vom 8. August 2022 hat die Europäische Zentralbank bestätigt, dass die Zulassung der Wirecard Bank AG mit Wirkung zum 10. Dezember 2021 erloschen ist. Die BaFin hat mit Schreiben vom 18. Juli 2023 bestätigt, dass die Zuordnung der WDB Abwicklungs AG i.L. zur Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH entfällt. Am 20. Juni 2022 hat die Hauptversammlung der WDB Abwicklungs AG beschlossen: Die Gesellschaft wird aufgelöst. Die Auflösung erfolgt mit Wirkung zum Beginn des 1. Juli 2022. Das Abwicklungsgeschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Dementsprechend ist ein Jahresabschluss für die abzuwickelnde Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 aufzustellen. Dieser Jahresabschluss ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie unter Beachtung der aktienrechtlichen Regelungen (AktG) aufgestellt worden. Aufgrund der Abwicklung der WDB Abwicklungs AG i.L. und der damit einhergehenden Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit war zudem die IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung: "Auswirkungen einer Abkehr von der Going-Concern-Prämisse auf den handelsrechtlichen Jahresabschluss" (IDW RS HFA 17) zu beachten. Alleingesellschafterin der ehemaligen Wirecard Bank AG war die Wirecard Acquiring & Issuing GmbH, Aschheim, deren Anteile wiederum zu 100 % von der Wirecard AG, Aschheim, gehalten wurden. Bis zum 31. Dezember 2019 wurde die ehemalige Wirecard Bank AG als mittelbares Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Wirecard AG im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Die Wirecard AG erstellte den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen, der auch dem kleinsten Konsolidierungskreis entsprach. Seitdem wurde kein Konzernabschluss mehr erstellt, in den die WDB Abwicklungs AG i.L. einbezogen wurde. 2 Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Zahlen der Bilanz zum 31. Dezember 2023 werden mit den Zahlen der Bilanz der WDB Abwicklungs AG i.L. zum 31. Dezember 2022 verglichen. Den Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahrs vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 werden zum Vergleich die Zahlen des Rumpf-Geschäftsjahrs der WDB Abwicklungs AG i.L. vom 1. Juli bis 31. Dezember 2022 gegenübergestellt, das sechs Monate umfasste. Die Vergleichszahlen werden einheitlich mit "Vj." bezeichnet. Die Forderungen werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Für alle erkennbaren Bonitätsrisiken werden Wertberichtigungen in Höhe des erwarteten Ausfalls gebildet. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Zum Bilanzstichtag waren außerplanmäßige Abschreibungen auf die Beteiligungsbuchwerte nicht erforderlich. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder dem niedrigeren Wert angesetzt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Aktive und passive latente Steuern werden gemäß § 274 HGB ermittelt und saldiert in der Bilanz ausgewiesen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines Ertragsteuersatzes von 26,68 %. Der Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und den Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Für ungewisse Verbindlichkeiten werden Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Abzinsungen werden dabei nicht vorgenommen. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in EUR umgerechnet. Bewertungsgewinne und -verluste aus der Währungsumrechnung sind in der Gewinn- und Verlustrechnung nach den Vorgaben des § 256a HGB erfasst. Effekte aus Kartenzahlungen in Fremdwährungen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Aufgrund eines technischen Fehlers wurden seit 2008 bestimmte Erträge aus speziellen Kartengeschäften nicht vollständig in den Buchungssystemen erfasst und dadurch auch nicht in den Steuererklärungen der betreffenden Jahre angegeben. Nachdem der Fehler 2018 von der ehemaligen Wirecard Bank AG erkannt wurde, hatte sie den Sachverhalt umgehend der Finanzverwaltung gemeldet und alle diesbezüglichen Steuern samt Zinsen nachträglich entrichtet. Ein daraufhin in 2019 eingeleitetes Bußgeldverfahren gegen die ehemalige Wirecard Bank AG ist derzeit noch nicht abgeschlossen. Die WDB Abwicklungs AG hatte im April 2022 die Einstellung des Verfahrens beantragt. Ob und gegebenenfalls in welcher Höhe daraus ein Bußgeld festgesetzt wird, ist derzeit für die WDB Abwicklungs AG i.L. nicht einschätzbar. Auf Basis der aktuellen Erkenntnisse wurden zum 31. Dezember 2023 keine Rückstellungen dafür gebildet. 3 Erläuterungen zur BilanzDie Vermögensgegenstände in Fremdwährung beliefen sich per 31. Dezember 2023 auf insgesamt TEUR 3.201 (Vj.: TEUR 27.396), die Verbindlichkeiten in Fremdwährung auf insgesamt TEUR 2 (Vj.: TEUR 1.462). 3.1 Forderungen an KreditinstituteDie Forderungen an Kreditinstitute i.H.v. TEUR 100.579 (Vj.: TEUR 132.917) hatten folgende Restlaufzeiten:
In den Forderungen an Kreditinstitute wurde ein Betrag i.H.v. TEUR 2.058 in fremder Währung ausgewiesen (Vj.: TEUR 11.189). 3.2 Forderungen an KundenDie Forderungen an Kunden i.H.v. TEUR 1.208 (Vj.: TEUR 6.151) hatten folgende Restlaufzeiten:
In den Forderungen an Kunden wurde ein Betrag i.H.v. TEUR 1 in fremder Währung ausgewiesen (Vj.: TEUR 26). Die Forderungen an Kunden enthielten keine Forderungen an verbundene Unternehmen. 3.3 SchuldverschreibungenDie Schuldverschreibungen i.H.v. TEUR 3 (Vj.: TEUR 3) werden in 2024 fällig und lauten auf fremde Währung. 3.4 BeteiligungenDie ehemalige Wirecard Bank AG war seit 2006 Mitglied bei der VISA Europe Limited, London, Großbritannien, die von VISA Inc. im Laufe des Jahres 2016 übernommen wurde. Als Gegenleistung hatte die Bank u.a. Vorzugsaktien erhalten, die unter bestimmten Voraussetzungen in handelbare class A common stock der VISA Inc. umgewandelt werden können. Ein Teil dieser Aktien wurde in 2020 und im zweiten Halbjahr 2022 gewandelt und veräußert. Die noch nicht gewandelten class C shares werden unter Beteiligungen ausgewiesen. 3.5 AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. 3.6 Sonstige VermögensgegenständeDie Sonstigen Vermögensgegenstände hatten wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und setzten sich wie folgt zusammen:
In den Sonstigen Vermögensgegenständen wurde ein Betrag i.H.v. TEUR 1.139 in fremder Währung ausgewiesen (Vj.: TEUR 16.179). 3.7 Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenVerbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum 31. Dezember 2023 nicht (Vj.: EUR 0). 3.8 Verbindlichkeiten gegenüber KundenBei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden i.H.v. TEUR 15.424 (Vj.: TEUR 16.211) handelte es sich um Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie um Sicherheiten oder auszahlungsgesperrte Fremdgelder von Kunden im Acquiring-Geschäft. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden wurde ein Betrag i.H.v. TEUR 1 in fremder Währung ausgewiesen (Vj.: TEUR 1.444). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthielten TEUR 11.904 (Vj.: TEUR 11.944) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Für die ausgewiesenen Verbindlichkeiten wurden keine Sicherheiten gestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden setzten sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:
3.9 Sonstige VerbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrafen im Vorjahr i.H.v. TEUR 45.000 den Dividendenanspruch der Wirecard Acquiring & Issuing GmbH. Die Hauptversammlung der WDB Abwicklungs AG hatte am 20. Juni 2022 beschlossen, TEUR 70.000 des in der Bilanz zum 31. Dezember 2021 ausgewiesenen Bilanzgewinns als Dividende an die Aktionäre auszuschütten, und festgelegt, dass diese Ausschüttung i.H.v. jeweils TEUR 25.000 am 31. Dezember 2022 und am 30. Juni 2023 sowie i.H.v. TEUR 20.000 am 31. Dezember 2023 fällig ist. Die übrigen in diesem Posten ausgewiesenen Verbindlichkeiten hatten wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den Sonstigen Verbindlichkeiten wurde ein Betrag i.H.v. TEUR 1 in fremder Währung ausgewiesen (Vj.: TEUR 18). Für die ausgewiesenen Verbindlichkeiten wurden keine Sicherheiten gestellt. 3.10 Passive latente SteuernDie passiven latenten Steuern beliefen sich zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr auf TEUR 0. 3.11 SteuerrückstellungenRückstellungen für Gewerbesteuer (Vj.: TEUR 0) und für Körperschaftsteuer (Vj.: TEUR 0) bestanden zum Bilanzstichtag nicht. 3.12 Andere RückstellungenAndere Rückstellungen i.H.v. TEUR 26.413 (Vj.: TEUR 26.700) entfielen im Wesentlichen auf Rückstellungen für Umsatzsteuer (TEUR 11.605), Prozessrisiken (TEUR 8.647), das Acquiring Kreditkartengeschäft vor allem mit Airlines (TEUR 2.500), operationelle Risiken aus dem Acquiring Geschäft (TEUR 1.000) sowie allgemeine Risiken der Betriebsprüfung (TEUR 1.078). 3.13 Gezeichnetes KapitalDas voll eingezahlte Grundkapital der WDB Abwicklungs AG i.L. zum 31. Dezember 2023 i.H.v. EUR 16.775.945 war eingeteilt in 16.775.945 Stückaktien. Das Gezeichnete Kapital blieb im Berichtszeitraum unverändert. 3.14 KapitalrücklageDie Kapitalrücklage wies zum 31. Dezember 2023 TEUR 3.300 (Vj.: TEUR 3.300) aus. Einstellungen in die Kapitalrücklage oder Entnahmen aus der Kapitalrücklage wurden nicht vorgenommen. 3.15 GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 42.124 (Vj.: TEUR 42.124). Einstellungen in die Gewinnrücklagen oder Entnahmen aus den Gewinnrücklagen wurden nicht vorgenommen. 3.16 Bilanzgewinn/BilanzverlustDer Bilanzverlust zum 31. Dezember 2023 i.H.v. TEUR 2.776 (Vj.: Bilanzgewinn TEUR 1.588) soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. 3.17 Eventualverbindlichkeiten und andere VerpflichtungenEventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen bestanden zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr nicht. 4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung4.1 Zinserträge und ZinsaufwendungenDie WDB Abwicklungs AG i.L. erzielte Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften i.H.v. TEUR 2.425 (Vj.: TEUR 437). Dem standen Zinsaufwendungen i.H.v. TEUR 47 (Vj.: TEUR 225) gegenüber. 4.2 ProvisionserträgeProvisionserträge fielen nach der Abwicklung des Acquiring- und Issuing-Geschäfts nicht mehr an (Vj.: TEUR 131). Ergebnisse aus dem Ratenkreditgeschäft, die im Vorjahr hier noch mit TEUR 111 ausgewiesen wurden, sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. 4.3 ProvisionsaufwendungenProvisionsaufwendungen fielen nach der Abwicklung des Acquiring- und Issuing-Geschäfts nicht mehr an (Vj.: TEUR 589). Aufwendungen für Inkasso und Beitreibungen, die im Vorjahr hier noch mit TEUR 252 ausgewiesen wurden, sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. 4.4 Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge i.H.v. TEUR 369 (Vj.: TEUR 3.727) betrafen im Wesentlichen Erträge aus Weiterbelastungen (TEUR 121), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 97), Erträge aus der Ausbuchung von Salden im Rahmen der Abwicklung (TEUR 47) sowie Ergebnisse aus dem Ratenkreditgeschäft (TEUR 42). 4.5 Andere VerwaltungsaufwendungenDie anderen Verwaltungsaufwendungen i.H.v. TEUR 4.550 (Vj.: TEUR 4.422) beinhalteten vor allem Prüfungs- und Beratungsaufwendungen (TEUR 1.877), Kosten für IT und sonstigen Betriebsbedarf (TEUR 1.726) sowie Rechts-, Prozess- und Anwaltskosten (TEUR 636). 4.6 Sonstige betriebliche AufwendungenSonstige betriebliche Aufwendungen i.H.v. TEUR 1.908 (Vj.: TEUR 15.353) fielen vor allem durch Passivierung von Verbindlichkeiten gegenüber dem ehemaligen Organträger für Umsatzsteuer vergangener Jahre (TEUR 617), Ausbuchung von Salden im Rahmen der Abwicklung (TEUR 431), Inkassokosten (TEUR 330) sowie aus Währungseffekten (TEUR 329) an. 4.7 Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im KreditgeschäftDie Abschreibungen und Wertberichtigungen i.H.v. TEUR 75 (Vj.: TEUR 808) wurden im Einzelfall auf Forderungen im Kreditgeschäft sowie pauschal im Ratenkreditgeschäft vorgenommen. 4.8 Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im KreditgeschäftDie Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen beliefen sich auf TEUR 832 (Vj.: TEUR 2.176) und entstanden im Wesentlichen aus Eingängen auf wertberichtigte oder bereits abgeschriebene Forderungen. 4.9 Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten WertpapierenEin Teil der unter Beteiligungen ausgewiesenen Vorzugsaktien der VISA Inc. wurde im Vorjahr in handelbare class A common stock gewandelt und mit einem Gewinn i.H.v. TEUR 17.114 veräußert. 4.10 Steuern vom Einkommen und vom ErtragFür Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fielen Aufwendungen i.H.v. TEUR 510 (Vj.: TEUR 41) an, die auf inländische Quellensteuer (TEUR 463), Körperschaftsteuer aus Vorjahren (TEUR 36) und auf ausländische Quellensteuern (TEUR 11) entfielen. 5 Angaben zur AbwicklungDie WDB Abwicklungs AG i.L. wird freiwillig privatwirtschaftlich abgewickelt. Ziel dieser Abwicklung ist ein wertschonender Abbau sämtlicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und die Realisierung eines Liquidationserlöses bei vollständigem Verbrauch gebildeter Risikovorsorgen. Der Abwicklung lag zunächst der Abwicklungsplan aus Dezember 2020 zugrunde, der auf der Basis der ursprünglich getroffenen Annahmen nach der vollständigen Abwicklung der Bank ein Liquidationsergebnis i.H.v. rd. EUR 90 Mio vorsah. Der Abwicklungsplan aus Dezember 2020 wurde anhand der Kenntnisse über die tatsächliche Entwicklung bis Anfang Juni 2023 und der nunmehr erwarteten Entwicklungen im Verlauf der weiteren Abwicklung zuletzt im Juni 2023 aktualisiert. Die ursprünglichen Erwartungen hinsichtlich der Höhe des Liquidationsergebnisses am Ende der Abwicklung werden in dem aktualisierten Plan und unter Berücksichtigung der Gewinnausschüttung 2021 übertroffen. Für die freiwillige privatwirtschaftliche Abwicklung wurden zeitliche, rechtliche, finanzielle und organisatorische Risiken, die die erfolgreiche Durchführung des Abwicklungsplans gefährden könnten, identifiziert und analysiert. Insgesamt werden aus Sicht der WDB Abwicklungs AG i.L. die aufgeführten Risiken in Anbetracht der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Auswirkungen weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit als gefährdend für die erfolgreiche Abwicklung angesehen. Der Aufruf an die Gläubiger der WDB Abwicklungs AG i.L., ihre Ansprüche unter Angabe des Grundes und der Höhe anzumelden, wurde am 6. Juli 2022 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Das Ende der Abwicklung hängt insbesondere davon ab, wann
Geschäftspartnern beigelegt werden können. Die BaFin hat mit der Zustimmung zur Abwicklung des noch betriebenen erlaubnispflichtigen Bestandsgeschäfts die Weisung erteilt, dass dieses Geschäft spätestens bis zum 31. Dezember 2026 vollständig abzuwickeln ist. 6 Sonstige Angaben6.1 HaftungsverhältnisseHaftungsverhältnisse gem. § 251 HGB bestanden zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr nicht. 6.2 BeschäftigteZum Bilanzstichtag beschäftigte die WDB Abwicklungs AG i.L. 3 Mitarbeiterinnen (Vj.: 5), davon 1 (Vj.: 2) Vollzeit und 2 (Vj.: 3) Teilzeit. Im Geschäftsjahr 2023 waren bei der WDB Abwicklungs AG i.L. im Durchschnitt 3 Mitarbeiterinnen (Vj.: 4 Mitarbeiterinnen) beschäftigt, davon 1 (Vj.: 2) Vollzeit und 2 (Vj.: 2) Teilzeit. 6.3 Organmitglieder und -bezügeAls Abwickler der WDB Abwicklungs AG i.L. wurden mit Wirkung seit 1. Juli 2022
Die Gesamtbezüge der Abwickler beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 327 (Vj.: TEUR 335). Die Gesamtbezüge an frühere Vorstandsmitglieder gemäß § 285 Nr. 9b HGB beliefen sich auf TEUR 0. Der Aufsichtsrat der WDB Abwicklungs AG i.L. setzte sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt zusammen:
Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten darüber hinaus im Geschäftsjahr 2023 noch folgende weitere Aufsichtsratsmandate inne:
Die Aufwendungen für Aufsichtsratsvergütungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf insgesamt TEUR 180 (Vj.: TEUR 90). 6.4 Vorschüsse und Kredite an OrganmitgliederEs bestanden weder Kreditlimite für Organmitglieder zum Stichtag, noch wurden Kredite von Organmitgliedern zum Stichtag in Anspruch genommen. 6.5 Angaben zum AbschlussprüferhonorarFür Abschlussprüfungsleistungen sind Aufwendungen i.H.v. TEUR 162 (Vj.: TEUR 164) angefallen. 6.6 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem BilanzstichtagVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag lagen nicht vor. WDB Abwicklungs AG i.L.
Aschheim, 22. Mai 2024 Dr. Detlev Gröne AnlagevermögenEntwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023der WDB Abwicklungs AG i.L., AschheimI. Grundlagen der WDB Abwicklungs AG i.L.1 Status und Mitarbeiterinnen der WDB Abwicklungs AG i.L.1.1 Status der WDB Abwicklungs AG i.L.Die Wirecard-Gruppe unterstützte bis Ende Juni 2020 Unternehmen dabei, elektronische Zahlungen aus den Vertriebskanälen anzunehmen. Am 25. Juni 2020 hat die Wirecard AG beim Amtsgericht München den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Amtsgericht München hat mit Beschluss vom 25. August 2020 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Wirecard AG sowie sechs weiterer deutscher Wirecard-Gesellschaften eröffnet. Die WDB Abwicklungs AG i.L. war als Wirecard Bank AG seit 2006 Teil der Wirecard-Gruppe und unterstützte die Geschäftstätigkeit der Gruppe durch das Angebot entsprechender Bankdienstleistungen. Vor dem Hintergrund des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Wirecard AG hatte die WDB Abwicklungs AG das Neugeschäft eingestellt und wird freiwillig privatwirtschaftlich abgewickelt. Dem liegt ein Abwicklungsplan (Voluntary Wind-Down-Plan) aus Dezember 2020 zugrunde, der anhand der Kenntnisse über die tatsächliche Entwicklung bis Anfang Juni 2023 und der nunmehr erwarteten Entwicklungen im Verlauf der weiteren Abwicklung zuletzt im Juni 2023 aktualisiert wurde. Die darauf basierende Bilanzierung erfolgte unter Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Die ehemalige Wirecard Bank AG hatte im Dezember 2021 in enger Abstimmung mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank gegenüber der Aufsicht erklärt, dass sie die Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften nach § 32 KWG zum 9. Dezember 2021 zurückgibt. In diesem Zusammenhang wurde die Firma in "WDB Abwicklungs AG" geändert und der Gegenstand des Unternehmens in der Satzung wie folgt neu gefasst: "Gegenstand des Unternehmens ist die Beendigung von Geschäftspositionen der Gesellschaft aus nach dem Kreditwesengesetz erlaubnispflichtigen Geschäftstätigkeiten sowie aus nicht-erlaubnispflichtigen Geschäftstätigkeiten. Darüber hinaus umfasst der Unternehmensgegenstand das Halten und Verwalten des jeweils vorhandenen eigenen Vermögens." Die BaFin hat mit Bescheid vom 9. Dezember 2021 der Abwicklung des noch betriebenen erlaubnispflichtigen Bestandsgeschäfts zugestimmt und die Weisung erteilt, dass dieses Geschäft spätestens bis zum 31. Dezember 2026 vollständig abzuwickeln ist. Mit Schreiben vom 8. August 2022 hat die Europäische Zentralbank bestätigt, dass die Zulassung der Wirecard Bank AG mit Wirkung zum 10. Dezember 2021 erloschen ist. Die BaFin hat mit Schreiben vom 18. Juli 2023 bestätigt, dass die Zuordnung der WDB Abwicklungs AG i.L. zur Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH entfällt. Am 20. Juni 2022 hat die ordentliche Hauptversammlung der WDB Abwicklungs AG beschlossen: Die Gesellschaft wird aufgelöst. Die Auflösung erfolgt mit Wirkung zum Beginn des 1. Juli 2022. Das Abwicklungsgeschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Dementsprechend ist ein Jahresabschluss und ein Lagebericht für die abzuwickelnde Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 aufzustellen. Sitz der WDB Abwicklungs AG i.L. ist Aschheim. Sie hatte keine Zweigniederlassungen im Geschäftsjahr 2023. 1.2 MitarbeiterinnenDie Zahl der angestellten Mitarbeiterinnen verringerte sich zum Berichtsstichtag gegenüber dem Vorjahr von 5 auf 3 ohne Abwickler. Das Vergütungssystem der WDB Abwicklungs AG i.L. basierte auf einem Fixgehalt, das sich am Tarifvertrag des privaten Bankgewerbes orientierte. Ergänzend wurden im Rahmen individueller Zielvereinbarungen ("Management by Objectives") variable Gehaltsbestandteile vereinbart, deren Anteil 25 Prozent des Fixgehaltes nicht überschreiten. 2 Ziele und UnternehmenssteuerungDie WDB Abwicklungs AG i.L. wird freiwillig privatwirtschaftlich abgewickelt. Die Steuerung der Abwicklung orientiert sich an den in der Abwicklungsplanung formulierten Zielen. Ziel der Abwicklung ist ein wertschonender Abbau sämtlicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und die Realisierung eines Liquidationserlöses bei vollständigem Verbrauch gebildeter Risikovorsorgen. Das geplante Liquidationsergebnis beläuft sich nach dem ursprünglichen Abwicklungsplan auf rd. EUR 90 Mio. Die Planung zeigt im gesamten Abwicklungszeitraum eine ausreichende Liquidität, sodass voraussichtlich keine Gefahr für Gläubiger und kein Insolvenzeröffnungsgrund gegeben ist. Im Rahmen der Abwicklung erfolgte die Einstellung der werbenden Tätigkeit der ehemaligen Wirecard Bank AG. Obwohl die Bank das Neugeschäft eingestellt hatte, war sie auch weiterhin verpflichtet, ihre Kunden entsprechend gültiger Verträge zu bedienen und alle aufsichtsrechtlichen Verpflichtungen bis zur Rückgabe der Bankerlaubnis zu erfüllen. Maßnahmen der AbwicklungUm die WDB Abwicklungs AG i.L. erfolgreich abzuwickeln, wurden insbesondere
Die Privat- und Geschäftskonten im Acquiring-Geschäft wurden bereits im Jahr 2021 geschlossen. Die diesbezüglichen Sicherheitseinbehalte betreffen aktuell nur noch zwei Kontrahenten und wurden im Berichtsjahr weiter von EUR 4,3 Mio auf EUR 3,5 Mio reduziert. Mit Mastercard wurde eine Vereinbarung getroffen, die die Rückzahlung der Sicherheitseinbehalte in mehreren Tranchen im zweiten Halbjahr 2022 sowie im Frühjahr 2023 vorsieht. Der Sicherheitseinbehalt wurde vollständig vereinbarungsgemäß zurückgezahlt, sodass die Geschäftsbeziehung nun auch mit Mastercard wie zuvor bereits mit den anderen Kartengesellschaften sowohl finanziell als auch technisch-prozessual abschließend beendet werden konnte. In den Kooperationen mit FinTechs hat die WDB Abwicklungs AG i.L. bereits seit dem zweiten Halbjahr 2021 keine neuen Forderungen mehr angekauft, Aufhebungsvereinbarungen abgeschlossen oder die Migration zu einem anderen Kooperationspartner umgesetzt. Dadurch haben sich die Inanspruchnahmen aus den FinTech-Kooperationen im Geschäftsjahr 2023 von EUR 11,0 Mio auf EUR 6,2 Mio weiter verringert. Die Portfolien werden in Eigenregie bis voraussichtlich Mitte 2025 abgewickelt. Aus dem Kreditgeschäft bestehen zum Bilanzstichtag keine Inanspruchnahmen mehr (Vj.: TEUR 178). Personalausstattung in der AbwicklungFür die Abwicklung wurden sowohl interne MitarbeiterInnen als auch im Rahmen des Reverse Transitional Service Agreement (Reverse TSA) in die Banco Santander-Gruppe übergegangene MitarbeiterInnen eingesetzt. Die Leistungen im Rahmen des bis zum 31. Dezember 2023 befristeten Reverse TSA wurden sukzessive reduziert und durch bedarfsgerechte Serviceangebote anderer Dienstleister ersetzt. Außerdem wurde das Abwicklungsteam in einzelnen Funktionen sowie zur Unterstützung bei projektbezogenen Aufgaben durch externe Fachkräfte gezielt verstärkt. UnternehmenssteuerungDie Steuerung der Abwicklung oblag den Abwicklern der WDB Abwicklungs AG i.L. Zur Steuerung der Aktivitäten gemäß Abwicklungsplan wurde ein Abwicklungs-Office eingesetzt, das unmittelbar an die Abwickler und den Aufsichtsrat berichtet. Das Abwicklungs-Office hat die zentrale Steuerung und Koordination der Abwicklung übernommen. Es steuert operative Fragen und Problemstellungen, erstellt Übersichten zu Entscheidungs- und Eskalationsprozessen und informiert im Rahmen regelmäßiger Statusreports. Das Abwicklungs-Office stimmt sich eng mit dem Auslagerungsmanagement ab und dient als Eskalationsinstanz. Weitere Aufgaben sind die Wahrung der regulatorischen Anforderungen an Compliance und die Sicherstellung operativer Stabilität. II. Wirtschaftsbericht1 RahmenbedingungenBis zur Jahresmitte 2020 profitierte die ehemalige Wirecard Bank AG bei der Akquisition von Neugeschäft maßgeblich von ihrer engen Einbindung in die Wirecard-Gruppe. Mit dem Insolvenzverfahren der Wirecard AG entfiel diese Geschäftsgrundlage Mitte des Jahres 2020, und die Bank stellte ihr Neugeschäft ein. Erträge wurden seitdem nur noch aus den bestehenden Geschäften generiert, die im Zuge der Abwicklung durch Kündigungen der Verträge und die Einstellung von Kooperationen zügig abgebaut wurden. Diese Abwicklungsmaßnahmen führten im Geschäftsjahr 2023 zu einem weiteren Rückgang der gesamten operativen Erträge und des Geschäftsvolumens im Vergleich zu den Vorjahreswerten. Die Zahlen der Bilanz zum 31. Dezember 2023 werden mit den Zahlen der Bilanz der WDB Abwicklungs AG i.L. zum 31. Dezember 2022 verglichen. Den Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahrs vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 werden zum Vergleich die Zahlen des Rumpf-Geschäftsjahrs der WDB Abwicklungs AG i.L. vom 1. Juli bis 31. Dezember 2022 gegenübergestellt, das sechs Monate umfasste. Die Vergleichszahlen werden einheitlich mit "Vj." bezeichnet. 2 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage2.1 ErtragslageDurch Zinserträge insbesondere aus Festgeldanlagen konnte das Zinsergebnis im Berichtsjahr auf TEUR 2.378 (Vj.: TEUR 212) stark verbessert werden. Provisionserträge (Vj.: TEUR 131) und -aufwendungen (Vj.: TEUR 589) fielen nach der Abwicklung des Acquiring- und Issuing-Geschäfts nicht mehr an. Ergebnisse aus dem Ratenkreditgeschäft, die im Vorjahr hier noch mit TEUR 111 ausgewiesen wurden, und Aufwendungen für Inkasso und Beitreibungen, die im Vorjahr hier noch mit TEUR 252 ausgewiesen wurden, sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen belief sich im Berichtsjahr auf TEUR -1.539 (Vj.: TEUR -11.625). Die sonstigen betrieblichen Erträge i.H.v. TEUR 369 (Vj.: TEUR 3.727) betrafen im Wesentlichen Erträge aus Weiterbelastungen i.H.v. TEUR 121, der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. TEUR 97, Erträge aus der Ausbuchung von Salden im Rahmen der Abwicklung i.H.v. TEUR 47 sowie Ergebnisse aus dem Ratenkreditgeschäft (TEUR 42). Sonstige betriebliche Aufwendungen i.H.v. TEUR 1.908 (Vj.: TEUR 15.353) fielen vor allem durch Passivierung von Verbindlichkeiten gegenüber dem ehemaligen Organträger für Umsatzsteuer vergangener Jahre i.H.v. TEUR 617, Ausbuchung von Salden im Rahmen der Abwicklung i.H.v. TEUR 431, Inkassokosten i.H.v. TEUR 330 sowie aus Währungseffekten i.H.v. TEUR 329 an. Ein Teil der gehaltenen Vorzugsaktien der VISA Inc. wurde im Vorjahr in handelbare class A common stock gewandelt und mit einem Gewinn i.H.v. TEUR 17.114 veräußert, der in den Erträgen aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren ausgewiesen wurde. Insgesamt haben sich die gesamten operativen Erträge, die sich aus dem Zinsergebnis, dem Provisionsergebnis, den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sowie den Erträgen aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren zusammensetzen, auf TEUR 915 (Vj.: TEUR 5.592) reduziert. Die Entwicklung der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen ist vor allem durch die deutlich rückläufigen Volumina und die reduzierte Komplexität der Geschäftsaktivitäten im Zuge der fortschreitenden Abwicklung geprägt. Mit TEUR 5.527 sind sie auf Höhe des zweiten Halbjahres 2022 (Vj.: TEUR 5.444). Nach erforderlichen Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft, für die im Berichtsjahr TEUR 75 (Vj.: TEUR 808) aufzuwenden waren, sowie nach Erträgen aus Zuschreibungen zu Forderungen i.H.v. TEUR 832 (Vj.: TEUR 2.176) belief sich das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der WDB Abwicklungs AG i.L. auf TEUR -3.855 (Vj.: TEUR 1.517). Bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergab sich ein Aufwand i.H.v. TEUR 510 (Vj.: TEUR 41). Insgesamt wurde ein Jahresfehlbetrag i.H.v. TEUR 4.365 (Vj.: Jahresüberschuss TEUR 1.476) und ein Bilanzverlust i.H.v. 2.776 (Vj.: Bilanzgewinn TEUR 1.588) ausgewiesen. Insbesondere durch Zinserträge aus Festgeldanlagen und niedrigere Verwaltungsaufwendungen fiel das Jahresergebnis nach Steuern im Geschäftsjahr 2023 um EUR 3,0 Mio besser als das geplante Ergebnis i.H.v. rd. EUR -7,5 Mio aus. 2.2 Vermögens- und FinanzlageDie Bilanzsumme der WDB Abwicklungs AG i.L. sank zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 103.019 (Vj.: TEUR 155.808). Auf der Aktivseite der Bilanz reduzierten sich vor allem die Forderungen an Kreditinstitute auf TEUR 100.579 (Vj.: 132.917) durch Dividendenausschüttungen, die Sonstigen Vermögensgegenstände auf TEUR 1.230 (Vj.: TEUR 16.737) nach der vollständigen Rückzahlung von Sicherheitseinbehalten durch Mastercard sowie die Forderungen an Kunden auf TEUR 1.208 (Vj.: TEUR 6.151). Auf der Passivseite verringerten sich die Sonstigen Verbindlichkeiten auf TEUR 1.758 (Vj.: TEUR 49.108) insbesondere aufgrund der Dividendenzahlung i.H.v. TEUR 45.000 im Berichtsjahr gemäß des Beschlusses über die Ergebnisverwendung 2021. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden i.H.v. TEUR 15.424 (Vj.: TEUR 16.211) betrafen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Sicherheiten oder auszahlungsgesperrte Fremdgelder von Kunden im Acquiring-Geschäft. Die Vermögensgegenstände in Fremdwährung beliefen sich per 31. Dezember 2023 auf insgesamt TEUR 3.201 (Vj.: TEUR 27.396), die Verbindlichkeiten in Fremdwährung auf insgesamt TEUR 2 (Vj.: TEUR 1.462). Die WDB Abwicklungs AG i.L. wies zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital i.H.v. TEUR 59.423 (Vj.: TEUR 63.788) aus, das sich gegenüber dem Vorjahr durch den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahrs 2023 i.H.v. TEUR 4.365 verringerte. Damit verfügt die WDB Abwicklungs AG i.L. über eine angemessene Eigenkapitalausstattung für die weitere Abwicklung. Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen aus übernommenen Bürgschaften und unwiderruflichen Kreditzusagen bestanden zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr nicht. Aufgrund der freiwilligen privatwirtschaftlichen Abwicklung hatte die WDB Abwicklungs AG i.L. im Berichtszeitraum keine wesentlichen Investitionen vorgenommen. 2.3 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageDie ehemalige Wirecard Bank AG war sehr eng in die Geschäftsaktivitäten der Wirecard-Gruppe eingebunden. Sie hatte nach der Insolvenz der Wirecard AG ihr Neugeschäft eingestellt und im Januar 2021 einen Teil ihrer Vermögenswerte an die Banco Santander-Gruppe veräußert. Mit dem Closing ist auch im Rahmen des Teilbetriebsübergangs die weitaus überwiegende Zahl der Mitarbeiterinnen der Bank von der Banco Santander-Gruppe übernommen worden. Die Abwicklungsaktivitäten sind bisher im Wesentlichen planmäßig vorangekommen. Für die freiwillige privatwirtschaftliche Abwicklung der WDB Abwicklungs AG i.L. wird die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage weiterhin als geordnet eingeschätzt. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht1 Prognose- und ChancenberichtDie WDB Abwicklungs AG i.L. wird freiwillig privatwirtschaftlich abgewickelt. Ziel dieser Abwicklung ist ein wertschonender Abbau sämtlicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und die Realisierung eines Liquidationserlöses bei vollständigem Verbrauch gebildeter Risikovorsorgen. Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen haben keinen wesentlichen Einfluss auf die geplante Abwicklung, können sich jedoch unter Umständen auf die Dauer und das Ergebnis der Abwicklung auswirken. 2 Risikobericht2.1 ÜberblickDie WDB Abwicklungs AG i.L. definierte Risiken grundsätzlich als eine durch Unsicherheit getriebene Abweichung von einem erwarteten (Plan-)Wert. Diese Abweichung kann sich nachteilig auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie die Liquidität auswirken. Dabei war bis zur Rückgabe der Banklizenz ein Risikomanagementsystem etabliert, das zwischen Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Operationellen und Sonstigen Risiken unterschied. Nach der deutlichen Reduzierung der Portfolien aus den Kooperationen mit FinTechs und aus dem Acquiring-Geschäft sowie des Strategischen Kreditportfolios sind die Adressenausfallrisiken insgesamt stark reduziert. Noch verbliebene Adressenausfallrisiken werden im Folgenden in den Finanziellen Risiken der Abwicklung berücksichtigt. Für alle erkennbaren Adressenausfallrisiken wurde eine angemessene Risikovorsorge gebildet. Klassische Marktpreisrisiken aus Kursschwankungen von Finanzinstrumenten spielten bei dem Geschäftsmodell der WDB Abwicklungs AG bereits in der Vergangenheit allenfalls eine untergeordnete Rolle. Sie bestehen aktuell im Wesentlichen nur noch aus Wechselkursänderungen der in Fremdwährung vereinbarten Sicherheitseinbehalte im Acquiring-Geschäft, die aufgrund der Geschäftsreduktion inzwischen ebenfalls nur noch in sehr geringem Umfang vorhanden sind. Hier prüft die WDB Abwicklungs AG i.L. laufend Anpassungen von Absicherungsmaßnahmen. Zusätzlich hatte die WDB Abwicklungs AG i.L. mit dem Beginn der Abwicklung Ende 2020 alle Risiken aus der Abwicklungsperspektive neu strukturiert. Zu Beginn des Jahres 2022, also nach Rückgabe der Banklizenz, hat die WDB Abwicklungs AG i.L. aufgrund des Fortschritts der Abwicklung das bisherige bankübliche Risikomanagementsystem komplett auf die Abwicklungsperspektive umgestellt. Die Strukturierung der Risiken orientiert sich nun allein daran, ob und wie diese die erfolgreiche Durchführung des Abwicklungsplans gefährden können. Dabei wird unterschieden zwischen:
Das Risikomanagement der WDB Abwicklungs AG i.L. konzentriert sich neben diesen Risiken weiterhin auch auf die Liquiditätsrisiken. 2.2 RisikokulturDie Geschäftsleitung der WDB Abwicklungs AG i.L. ist für die Entwicklung, Förderung und Integration einer angemessenen Risikokultur verantwortlich. Dabei wird das Ziel verfolgt, auf allen Ebenen der WDB Abwicklungs AG i.L. den bewussten Umgang mit Risiken zu fördern und sicherzustellen, dass Entscheidungsprozesse zu Ergebnissen führen, die auch unter Risikogesichtspunkten ausgewogen sind. 2.3 RisikomanagementsystemDie Geschäftsleitung der WDB Abwicklungs AG i.L. trägt die Gesamtverantwortung für das Risikomanagementsystem. Durch das Abwicklungs-Office wird in Zusammenarbeit mit den fachlich Zuständigen vierteljährlich die aktuelle Risikosituation in den vier Kategorien des Abwicklungsrisikos ermittelt und im Rahmen eines Liquidationsreportings der Geschäftsleitung sowie den Aufsichtsbehörden berichtet. Die Einschätzung der Risiken erfolgt im Rahmen einer Risikomatrix mit den Dimensionen der Kritikalität und der Eintrittswahrscheinlichkeit für die einzelnen Risiken. Die aktuelle Risikosituation zum Berichtsstichtag ist in der nachfolgend abgebildeten Risikomatrix dargestellt.
Abbildung 1: Risikomatrix zum 31. Dezember 2023 Insgesamt hat sich die Anzahl der wesentlichen Risiken im Berichtszeitraum verringert. Außerdem sind - im Durchschnitt - die Risikowerte der einzelnen Risiken zurückgegangen. Bei einem Eigenkapital i.H.v. TEUR 59.423 zum 31. Dezember 2023 als Risikodeckungspotenzial ist die Risikotragfähigkeit nach Einschätzung der Geschäftsleitung weiterhin gegeben. Zusätzlich wurden die Liquiditätsrisiken jeweils aktuell und umfassend im Rahmen des halbjährlichen Reportings dargestellt. 2.4 Risikoarten2.4.1 Risiken im Zusammenhang mit der freiwilligen privatwirtschaftlichen AbwicklungZeitliche RisikenRisiken, die eine rechtzeitige Abwicklung der WDB Abwicklungs AG i.L. im vorgegebenen Zeitrahmen gefährden können, entstehen aus unterschiedlichen Sachverhalten. So ist z.B. sicherzustellen, dass Kündigungen bestehender Kundenverbindungen im Rahmen vertraglicher Möglichkeiten rechtzeitig abgeschlossen werden und Forderungsportfolien rechtzeitig veräußert werden. Den Risiken konnte insbesondere durch eine regelmäßige enge Abstimmung aller Parteien (WDB Abwicklungs AG i.L., Insolvenzverwalter, Käufer, Aufsicht) entgegengewirkt werden, so dass diese Risiken inzwischen weitgehend zurückgeführt wurden. Rechtliche RisikenGesetzliche Einschränkungen, die einer freiwilligen privatwirtschaftlichen Abwicklung entgegenstehen, ergeben sich in erster Linie aus aufsichtsrechtlichen und insolvenzrechtlichen Vorgaben. Die Risiken konnten inzwischen stark mitigiert werden. Insbesondere wurden die aufsichtsrechtlichen Anforderungen nach der Rückgabe der Banklizenz deutlich reduziert. Gesellschaftsrechtlichen Risiken wurde durch Umsetzung einer entsprechenden Kommunikationsstrategie begegnet. Diese ist inzwischen kaum noch notwendig, da die Risiken weitgehend reduziert wurden. Aktuell laufende Passivverfahren unterliegen einem engen Monitoring. Bei Verfahren mit höherer Wahrscheinlichkeit des Risikoeintritts wurden bereits Rückstellungen gebildet. Trotz des engen Monitorings bleibt dieses Risiko aktuell als eines der kritischsten Risiken der WDB Abwicklungs AG i.L. Finanzielle RisikenFinanzielle Risiken im Rahmen der freiwilligen privatwirtschaftlichen Abwicklung können insbesondere aus den folgenden Sachverhalten entstehen:
Die verbleibenden finanziellen Risiken wurden als Kosten in der Abwicklungsplanung bereits berücksichtigt. Insbesondere die Risiken aus dem Acquiring-Geschäft konnten durch die fortschreitende Abwicklung des Acquiring-Portfolios verbunden mit einer engen Überwachung der Restbestände inzwischen signifikant reduziert werden. Bereits im Vorjahr wurden die Risiken aus dem Issuing-Geschäft durch den Verkauf des verbliebenen Gutscheinportfolios und die Risiken aus dem Kreditportfolio durch Rückführung bzw. vollständige Wertberichtigung der Einzelkredite komplett eliminiert. Ein vorzeitiger Verkauf von Kreditforderungen ist derzeit nicht vorgesehen, sodass ein hierdurch entstehender Abschlag nicht erwartet wird. Für die steuerlichen Risiken wurden aus heutiger Sicht in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Organisatorische RisikenOrganisatorische Risiken entstehen insbesondere aus der Gefahr der Abwanderung von Schlüsselpersonal, aus möglichen Systemausfällen sowie der Auslagerung von Services, die für die Abwicklung des Geschäfts der WDB Abwicklungs AG i.L. unabdingbar sind. Die Abwanderung des für die Durchführung der freiwilligen privatwirtschaftlichen Abwicklung erforderlichen Schlüsselpersonals der WDB Abwicklungs AG i.L. und seiner Servicer stellt ein Risiko dar, das potenziell zu einem Scheitern der Abwicklung führen könnte. Dieses Risiko wurde zum Beginn der Abwicklung insbesondere durch die Zahlung von Halteprämien mitigiert. Im weiteren Verlauf der Abwicklung wird aufgrund der Rückführung des Geschäfts weniger Personal benötigt. Durch die vertragliche Verpflichtung von internen wie externen Mitarbeiterinnen für die Zukunft konnte das Risiko der Abwanderung inzwischen weiter verringert werden. Die WDB Abwicklungs AG i.L. benötigt zur operativen Umsetzung ihres Abwicklungsplans die Zulieferung verschiedener Dienstleistungen, in der Vergangenheit insbesondere von der Banco Santander-Gruppe, auf die die Mitarbeiter der ehemaligen Wirecard Bank AG übergegangen sind. Mit dem Abschluss des Reverse TSA, unter dem die Banco Santander-Gruppe für die WDB Abwicklungs AG i.L. bis zum 31. Dezember 2023 wesentliche Dienstleistungen erbracht hat, sowie mit einer regelmäßigen Überwachung der Dienstleistungen der Banco Santander-Gruppe und anderer Serviceanbieter wurde den Auslagerungsrisiken signifikant begegnet. Ein entsprechendes Monitoring ist auch für die Auslagerung der Finanzbuchhaltung an eine Steuerkanzlei etabliert, die nach einer sorgfältigen Vorbereitung und einem Parallellauf über mehrere Monate zur Jahresmitte 2023 umgesetzt wurde. Aufgrund der Migration diverser IT-Systeme im Rahmen der Entkoppelung von der IT-Struktur der Banco Santander-Gruppe ist das Risiko aus Datenseparation und die Gefahr von Systemausfällen bzw. eingeschränkten Systemverfügbarkeiten für die WDB Abwicklungs AG i.L. weiterhin signifikant. Durch die erfolgreich durchgeführten Migrationsschritte seit November 2022 bleibt das Risiko jedoch auf einem kontrollierbaren und vertretbaren Niveau. 2.4.2 LiquiditätsrisikenRisikoquantifizierung, -Steuerung und -reportingDie WDB Abwicklungs AG i.L. steuerte die Liquiditätsrisiken u.a. mittels einer strukturierten Abbildung (erwarteter) Zahlungsströme (Liquiditätsablaufbilanz, LAB). Das Vorgehen der Liquiditätsablaufbilanz wurde in Folge der Insolvenz der Wirecard AG in Absprache mit der Deutschen Bundesbank überarbeitet. Seitdem wurde ein Liquiditätsreporting zunächst täglich, ab Anfang 2021 wöchentlich, ab Januar 2022 monatlich und seit Jahresmitte 2022 nur noch halbjährlich bzw. anlassbezogen erstellt, an die Gremien berichtet sowie der Bankenaufsicht zur Verfügung gestellt. Risikosituation in 2023Das Liquiditätsreporting der WDB Abwicklungs AG i.L. wies unter den in der Abwicklungsplanung getroffenen und zwischenzeitlich aktualisierten Annahmen in allen Betrachtungsperioden stets einen deutlich positiven Liquiditätsüberschuss aus. Zum Berichtsstichtag können über 80% aller ausgewiesenen Verbindlichkeiten i.H.v. rd. EUR 44 Mio jederzeit aus den täglich fälligen Guthaben bei Kreditinstituten i.H.v. rd. EUR 36 Mio beglichen werden. Zusammenfassung GesamtrisikoInsgesamt werden aus Sicht der WDB Abwicklungs AG i.L. die aufgeführten Risiken in Anbetracht der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Auswirkungen weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit als gefährdend für die erfolgreiche freiwillige privatwirtschaftliche Abwicklung angesehen. 3 Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung der WDB Abwicklungs AG i.L. (Ausblick)Die WDB Abwicklungs AG i.L. wird freiwillig privatwirtschaftlich abgewickelt. Ziel dieser Abwicklung ist ein wertschonender Abbau sämtlicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und die Realisierung eines Liquidationserlöses bei vollständigem Verbrauch gebildeter Risikovorsorgen. Der Abwicklung lag zunächst der Abwicklungsplan aus Dezember 2020 zugrunde, der auf der Basis der ursprünglich getroffenen Annahmen nach der vollständigen Abwicklung der Bank ein Liquidationsergebnis i.H.v. rd. EUR 90 Mio vorsah. Der Abwicklungsplan aus Dezember 2020 wurde anhand der Kenntnisse über die tatsächliche Entwicklung bis Anfang Juni 2023 und der nunmehr erwarteten Entwicklungen im Verlauf der weiteren Abwicklung zuletzt im Juni 2023 aktualisiert. Die ursprünglichen Erwartungen hinsichtlich der Höhe des Liquidationsergebnisses am Ende der Abwicklung werden in dem aktualisierten Plan und unter Berücksichtigung der Gewinnausschüttung 2021 übertroffen. Insbesondere durch Zinserträge aus Festgeldanlagen und niedrigere Verwaltungsaufwendungen fiel das Jahresergebnis nach Steuern im Geschäftsjahr 2023 um EUR 3,0 Mio besser als das geplante Ergebnis i.H.v. rd. EUR -7,5 Mio aus. Für 2024 sieht die aktuelle Planung ein positives Ergebnis in niedriger einstelliger Mio-Höhe vor. Die ursprünglichen Erwartungen hinsichtlich der Höhe des Liquidationsergebnisses am Ende der Abwicklung werden in dem aktualisierten Plan und unter Berücksichtigung der Gewinnausschüttung 2021 weiterhin deutlich übertroffen. Die Aktivitäten zur Abwicklung der WDB Abwicklungs AG i.L. verliefen bisher im Wesentlichen planmäßig. Daraufhin hatte die ehemalige Bank in enger Abstimmung mit der BaFin und der Deutschen Bundesbank im Dezember 2021 gegenüber der Aufsicht erklärt, dass sie die Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften nach § 32 KWG zum 9. Dezember 2021 zurückgibt. In diesem Zusammenhang wurde die Firma in "WDB Abwicklungs AG" geändert und der Gegenstand des Unternehmens in der Satzung wie folgt neu gefasst: "Gegenstand des Unternehmens ist die Beendigung von Geschäftspositionen der Gesellschaft aus nach dem Kreditwesengesetz erlaubnispflichtigen Geschäftstätigkeiten sowie aus nicht-erlaubnispflichtigen Geschäftstätigkeiten. Darüber hinaus umfasst der Unternehmensgegenstand das Halten und Verwalten des jeweils vorhandenen eigenen Vermögens." Die BaFin hat mit Bescheid vom 9. Dezember 2021 der Abwicklung des noch betriebenen erlaubnispflichtigen Bestandsgeschäfts zugestimmt und die Weisung erteilt, dass dieses Geschäft spätestens bis zum 31. Dezember 2026 vollständig abzuwickeln ist. IV. AbhängigkeitsberichtDer Abwickler der WDB Abwicklungs AG i.L. hat gemäß § 312 Abs. 1 Satz 1 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) aufgestellt und erklärt am Schluss des Berichts: "Ich erkläre, dass die WDB Abwicklungs AG i.L. nach den Umständen, die mir in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die in diesem Bericht aufgeführten Rechtsgeschäfte vorgenommen sowie die in diesem Bericht aufgeführten Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt sowie dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt wurde bzw. entstandene Nachteile ausgeglichen wurden."
Aschheim 22. Mai 2024 WDB Abwicklungs AG i.L. Dr. Detlev Gröne BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die WDB Abwicklungs AG i. L., AschheimPRÜFUNGSURTEILEWir haben den Jahresabschluss der WDB Abwicklungs AG i. L., Aschheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WDB Abwicklungs AG i. L. für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILEWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. HINWEIS ZUR HERVORHEBUNG EINES SACHVERHALTSWir verweisen auf die Ausführungen des Liquidators in dem Abschnitt "1 Allgemeine Angaben" des Anhangs und in Abschnitt "I.1.1 Status der WDB Abwicklungs AG i. L." des Lageberichts, welche den Beschluss zur Liquidation der Gesellschaft und die darauf basierende Bilanzierung zu Liquidationswerten aufgrund der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beschreiben. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert. VERANTWORTUNG DES LIQUIDATORS UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHTDer Liquidator ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Liquidator verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Liquidator dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Liquidation der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der geordneten Liquidation der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern der Fortführung der Unternehmenstätigkeit tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der Liquidator verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Liquidator verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTSUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 24. Mai 2024 BDO
AG
Otte, Wirtschaftsprüfer Dr. Stratmann, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023der WDB Abwicklungs AG i.L, AschheimZusammensetzung des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der WDB Abwicklungs AG i.L. setzte sich im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wie folgt zusammen:
Der Aufsichtsrat der WDB Abwicklungs AG i.L. hat aufgrund seiner gesetzlichen Mindestgröße keine Ausschüsse gebildet. Sitzungen des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat ist während des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 zu vier ordentlichen Sitzungen unter Teilnahme der Abwickler zusammengekommen. Die Sitzungen fanden am 28. März 2023, am 15. Juni 2023, am 23. August 2023 und am 5. Dezember 2023 statt. An diesen Sitzungen haben jeweils alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrats von den Abwicklern relevante Informationen und Unterlagen. Die Sitzungen wurden gern. § 107 Abs. 2 AktG protokolliert. Schwerpunkt der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 war der Stand der Abwicklung der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat wurde über bisherige Erfolge, die nächsten Schritte sowie über die überarbeitete Planung informiert. Darüber hinaus wurden in den Sitzungen des Aufsichtsrats folgende Themen berichtet und diskutiert:
Daneben gab es in den einzelnen Sitzungen folgende Schwerpunktthemen: In der Sitzung am 28. März 2023 wurde der Aufsichtsrat über den aktuellen Status der Erstellung und der Prüfung des Abschlusses über das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis 31. Dezember 2022 unterrichtet und hat die Zuständigkeiten und Vertretungsregelungen nach dem Ausscheiden von Frank Hellwig als Liquidator zum 31. März 2023 zur Kenntnis genommen. In der Sitzung am 15. Juni 2023 wurde der Jahresabschluss über das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis 31. Dezember 2022 gebilligt, dem Abhängigkeitsbericht über das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis 31. Dezember 2022 zugestimmt und der Bericht des Aufsichtsrats für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis 31. Dezember 2022 beschlossen. Außerdem hat der Aufsichtsrat die aktualisierte Finanzplanung inklusive der Prognose des Liquidationserlöses und die aktualisierte Geschäftsordnung für den Abwickler beschlossen. In der Sitzung am 23. August 2023 wurde die aktuelle Geschäftsentwicklung im Vergleich zur zuletzt verabschiedeten Finanzplanung eingehend erörtert und der Aufsichtsrat darüber unterrichtet, dass der Abbau der von der Santander-Gruppe betriebenen IT-Infrastruktur zum 1. August 2023 beendet wurde. In der Sitzung am 5. Dezember 2023 berichtete der Abwickler u.a. über den Stand der laufenden Betriebsprüfung sowie die aktuelle Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage. Der Aufsichtsrat hat nach eingehender Beratung die Finanzplanung und die Budgets für das Geschäftsjahr 2024 beschlossen. Zusammenwirken von Aufsichtsrat und AbwicklernDer Aufsichtsrat der WDB Abwicklungs AG i.L. hat die Geschäftsführung im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 gern. § 111 AktG überwacht und stand den Abwicklern bei der Leitung des Unternehmens beratend zur Seite. Der Aufsichtsrat war in dieser Zeit in alle wichtigen Entscheidungen angemessen eingebunden. Wesentliche Geschäftsvorfälle sowie anstehende Entscheidungen wurden von den Abwicklern zeitnah vorgetragen und mit dem Aufsichtsrat diskutiert. Eilbedürftige Informationen wurden mehrfach schriftlich oder in Telefonkonferenzen ausgetauscht. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hielt zwischen den Sitzungen engen Kontakt mit den Abwicklern. Beschlussfassungen des AufsichtsratsWichtige und zustimmungspflichtige Maßnahmen wurden im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 in den Aufsichtsratssitzungen beraten. Soweit es zwischen den terminierten Sitzungen erforderlich ist, können Beschlüsse auch ohne Einberufung einer Sitzung im Wege schriftlicher und fernmündlicher Abstimmung gefasst werden. Zudem finden Telefonkonferenzen zwischen den Aufsichtsratssitzungen zur laufenden Beratung statt. Bei im schriftlichen Umlaufverfahren getroffenen Beschlüssen finden anlassbezogen auch Telefonkonferenzen statt, in denen die Geschäfte ausführlich - auch mit den Abwicklern - besprochen werden. In einem solchen Fall erklären sich die Mitglieder des Aufsichtsrats mit diesem Verfahren einverstanden. Sämtliche nach Gesetz und Satzung erforderlichen Beschlüsse fasste der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 auf Grundlage der Berichte und Beschlussvorlagen der Abwickler. Zu einzelnen Geschäftsvorgängen erteilte der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung seine Zustimmung. Die Beschlussfassungen aus den Sitzungen des Aufsichtsrats sind in entsprechenden Niederschriften festgehalten. AbwicklerAls Abwickler der WDB Abwicklungs AG i.L. wurden mit Wirkung seit 1. Juli 2022
bestellt. Nach dem Ausscheiden von Frank Hellwig als Abwickler zum 31. März 2023 ist Dr. Detlev Gröne seit 1. April 2023 alleiniger Abwickler der Gesellschaft. Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Die Geschäftsentwicklung der WDB Abwicklungs AG i.L. im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie der Ausblick sind im Jahresabschluss über das Geschäftsjahr und im Lagebericht dargestellt. Die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den von der Geschäftsleitung am 22. Mai 2024 aufgestellten Jahresabschluss der WDB Abwicklungs AG i.L. geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Sitzung des Aufsichtsrats am 27. Mai 2024 zur Verfügung gestellt. An der Erörterung und Beratung über den Jahresabschluss und die Eröffnungsbilanz nahmen auch Vertreter des Abschlussprüfers teil und standen für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Die Aufsichtsratsmitglieder haben die Unterlagen sorgfältig und intensiv diskutiert und geprüft. Der Aufsichtsrat stimmte den Ergebnissen der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu und stellte fest, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen zu erheben waren. Der Aufsichtsrat hat mit Beschluss vom 27. Mai 2024 den aufgestellten Jahresabschluss der WDB Abwicklungs AG i.L. für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 gebilligt und schlägt gemeinsam mit dem Abwickler der Hauptversammlung vor, den Jahresabschluss der WDB Abwicklungs AG i.L. für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 festzustellen. Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Die Geschäftsleitung hat dem Aufsichtsrat den Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen gern. § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) vorgelegt. Die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erteilte nach ihrer Prüfung des Abhängigkeitsberichts folgenden Bestätigungsvermerk: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Der Prüfungsbericht wurde den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vom Abschlussprüfer übersandt. Der Abhängigkeitsbericht und der hierzu erstattete Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 27. Mai 2024 erörtert und auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Dabei erläuterte die Geschäftsleitung den Abhängigkeitsbericht ausführlich und stand für Fragen und weitere Auskünfte zur Verfügung. Der an der Sitzung teilnehmende Abschlussprüfer berichtete über die Prüfung, insbesondere über die Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsbericht und den Bestätigungsvermerk zur Kenntnis genommen, kritisch gewürdigt und mit dem Abschlussprüfer diskutiert. Der Aufsichtsrat konnte sich von der Ordnungsmäßigkeit und Vollständigkeit des Abhängigkeitsberichts, der Prüfung und des Prüfungsberichts überzeugen. Anhaltspunkte für Beanstandungen des Abhängigkeitsberichts oder des Prüfungsberichts sind nicht ersichtlich geworden. Der Aufsichtsrat hat daraufhin beschlossen, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen gegen die Erklärungen des Abwicklers am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hatte außerdem keine Einwände gegen die Ergebnisse der Prüfung durch den Abschlussprüfer und hat dem Prüfungsbericht des Abschlussprüfers zugestimmt. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern der Geschäftsleitung und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der WDB Abwicklungs AG i.L. für die im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geleistete Arbeit.
Aschheim, 27. Mai 2024 WDB Abwicklungs AG i.L. Der Aufsichtsrat |
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