Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 18299
Vorher
ISO GmbH Ingenieurbüro für Software-Entwicklung und EDV-Beratung
Eingetragen
25.5.2001
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Produktion und der Vertrieb von Software-Systemen sowie die Beratung und Dienstleistung im IT-Bereich und alle damit zusamenhängenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stephan Schaer
seit 27.2.2025
Prokura
Prokura
Claus Bogner
seit 3.2.2021
Geschäftsführer
Moritz Goeb
seit 7.6.2019
Prokura
Harald Goeb
seit 16.4.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Harald Goeß
96.00%
G******* G***
4.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Harald Goeß
Wackenroderstr. 9, 90491 Nürnberg
96.00%
G******* G***
4.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ISO Software Systeme GmbH

Nürnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen

1. Geschäftsmodell

Mit mehr als 40 Jahren erfolgreicher Marktpräsenz zählt die ISO Software Systeme GmbH (nachfolgend "ISO") zu den fest etablierten Größen in den Bereichen IT-Beratung, Software-Entwicklung und IT-Dienstleistungen. Geprägt von Beständigkeit in der Unternehmensführung und einem kontinuierlichen, gesunden Wachstum betreut die ISO einen weltweiten und renommierten Kundenstamm. Die globalen Aktivitäten reichen über Europa hinaus bis in die zukunftsträchtigen Zielmärkte Asien und Nordamerika.

Die Produkte und das Know-how der ISO werden insbesondere in den Branchen Automatisierungs- und Medizintechnik, Airports und Airlines eingesetzt. Einen Großteil ihres Umsatzes erzielt die ISO mit kundenspezifischen Softwarelösungen, die in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden entwickelt werden. Die ISO unterhält für Entwicklung, Vertrieb, Support und Projektbetreuung Büros in Nürnberg, München, Würzburg, Frankfurt am Main, Karlsruhe, Fürth, Berlin und Erlangen.

2. Forschung und Entwicklung

Die ISO bietet mit ihrer IT-Kompetenz ein breites Leistungsspektrum und arbeitet ständig an der Verbesserung und Erweiterung bestehender Systeme und an neuen Softwarelösungen, auch für neue Branchen. Sowohl im Produktbereich als auch im Dienstleistungsbereich entwickelt die ISO zukunftsweisende Digitalisierungslösungen mit modernsten Technologien, die neue Geschäftsmodelle ermöglichen und Kunden beim Ausbau ihrer Wettbewerbsposition durch technologischen Vorsprung unterstützen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Rahmenbedingungen

Die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen der Weltwirtschaft bleiben auch im Jahr 2023 weiter angespannt. Trotz bestehender Herausforderungen, wie der andauernde russische Angriffskrieg in der Ukraine oder hoher Energiepreise, sowie der neuen Eskalation des Nahostkonflikts, stabilisierte sich das Wachstum der Weltwirtschaft laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) im Jahr 2023 auf 3,2% (Vorjahr 3,5%). Ein ähnliches Wachstum wird auch für das kommende Jahr prognostiziert.

Die deutsche Wirtschaft fiel 2023 in eine Rezession. Die Wirtschaftsleistung stagnierte zunächst im Verlauf des Jahres 2023. Im vierten Quartal war ein Rückgang des BIP um 0,3% zu verzeichnen. Die Bundesregierung korrigierte ihre im Oktober 2023 zunächst optimistische Prognose in ihrer Frühjahrsprojektion. Sie rechnet im Jahr 2024 mit einem nur marginalen Wachstum von 0,3% und im Folgejahr von 1,0%. Die Bundesregierung geht davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf 2024 im Zuge niedrigerer Inflationsraten, geldpolitischer Lockerungen, steigender Löhne und Einkommen, einer anhaltend stabilen Arbeitsmarktentwicklung und zunehmender Impulse von der Außenwirtschaft allmählich erholt und wieder an Dynamik gewinnt.

Im Berichtsjahr ging die Inflationsrate auf 5,9% (Vorjahr 6,9%) zurück. Die Bundesregierung rechnet für das Jahr 2024 mit einem weiteren Rückgang der Inflation auf 2,4% und im darauffolgenden Jahr auf 1,8%.

Die Arbeitslosenquote stieg im Jahresdurchschnitt um 0,4% auf 5,7% gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg beruht insbesondere auf der schwachen Wirtschaftsleistung, wodurch es für Arbeitslose schwieriger war eine neue Beschäftigung zu finden. Angesichts der großen Herausforderung wirkten sich jedoch die Belastungen auf den deutschen Arbeitsmarkt im Geschäftsjahr 2023 nach wie vor gering aus. Zudem war die gemeldete Nachfrage nach neuen Mitarbeitern bereits in der zweiten Jahreshälfte 2022 zurückgegangen. Dieser Trend war auch im Jahresverlauf 2023 zu verzeichnen. Dennoch ist der Bedarf an Fachkräften im langjährigen Vergleich weiterhin hoch.

Die deutsche Informations- und Kommunikationsbranche (ITK) konnte im Jahr 2023 trotz abermals schwieriger Rahmenbedingungen wiederholt ein Wachstum verzeichnen, jedoch fiel dieses geringer als in den Vorjahren aus. Nachdem gemäß des Hightech-Verbands bitkom im Vorjahr ein Wachstum von 6,8% zu verzeichnen war, sank im Geschäftsjahr 2023 die Wachstumsrate auf 2,0%. Im Teilmarkt für IT-Services und -Dienstleistungen, in dem die ISO vornehmlich aktiv ist, konnte eine Steigerung von 2,2% verzeichnet werden, was ein Gesamtvolumen von 142,9 Mrd. EUR entspricht. Als Wachstumstreiber in diesem Teilsegment des IT-Marktes erwiesen sich die Softwareumsätze mit einer Steigerung von 9,6% und IT-Serviceumsätze mit 5,1%. Der IT-Markt erweist sich demnach im Vergleich zur gesamtdeutschen Entwicklung damit als krisenfest. Die Prognosen für das Jahr 2024 sind gemäß bitkom insgesamt sehr positiv. So wird für die deutsche Informations- und Kommunikationsbranche (ITK) ein Wachstum von 4,4% und im Teilmarkt für IT-Services und -Dienstleistungen ein Wachstum von 6,1% erwartet.

2. Geschäftsverlauf

Die ISO konnte im Geschäftsjahr 2023 ihren Umsatz um 4,1% steigern.

Im Berichtsjahr setzte sich die positive Entwicklung fort. Die gesetzten Ziele konnten vollständig erreicht werden.

In einzelnen Bereichen konnten die gesetzten Ziele sogar übertroffen werden. Zur Umsatzsteigerung trugen vor allem die Bereiche Automatisierungstechnik, Flugsicherung und Airports bei.

Ein im Vorjahr gewonnener Projektauftrag im Bereich Flugsicherung wurde teilweise noch im Geschäftsjahr 2023 abgewickelt. Dadurch konnte auch im Jahr 2023 der Umsatz in diesem Bereich erneut gesteigert werden. Ebenso führte die positive Stimmung der Flughafenbetreiber zur nachhaltigen Investitionstätigkeit und Auftragseingängen im Bereich Airports. Des Weiteren wurde im Rahmen von Migrationsprojekten bei unseren Kunden eine neuere Version unserer Airport Standard-Software eingeführt. Folglich konnte im laufenden Geschäftsjahr 2023 insgesamt in diesem Segment eine Steigerung von 19,6% (Vorjahr 67,6%) erzielt werden.

Der Umsatz im Bereich Automatisierungstechnik ist gegenüber dem Vorjahr um 7,3% gesteigert worden. Diese Steigerungen resultieren aus Folgeaufträgen bei Bestandskunden und ist Ausdruck der exzellenten Kundenbeziehung zu den Key-Accounts der ISO.

Das Volumen der Verkäufe für Lizenzgeschäfte ging im Berichtsjahr leicht zurück. Allerdings wurde im Vergleich zum Vorjahr eine verbesserte Wirtschaftlichkeit erreicht.

In den Bereichen Medizintechnik und Personaldienstleistungen konnte Stabilität im Hinblick auf den erzielten Umsatz erreicht werden.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Im Geschäftsjahr reduzierte sich die Bilanzsumme um TEUR 10.660 von TEUR 30.925 auf TEUR 20.265. Die Gründe hierfür sind der Rückgang der Bestand von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 7.313 auf TEUR 11.834 zum einen aufgrund der Verkürzung von Zahlungszielen im Geschäftsjahr und zum anderen waren die Forderungen im Vorjahr stichtagsbedingt erhöht aufgrund von größeren Lizenzverkäufen zum Jahresende. Gleichzeitig reduzierten sich die Verbindlichkeiten um TEUR 3.744 auf TEUR 3.635, nachdem im Vorjahr die Verbindlichkeiten zum Jahresende aufgrund von Lizenzeinkäufen gestiegen waren.

Die unfertigen Arbeiten haben sich dagegen projektbedingt und die sonstigen Vermögensgegenstände aufgrund Gewerbesteuerforderungen für das Geschäftsjahr 2023 erhöht.

Zudem sank aufgrund von Auszahlungen an Gesellschaftern der Bestand an flüssigen Mittel auf TEUR 5.772 (Vorjahr: TEUR 10.387).

Die Rückstellungen haben sich von TEUR 9.214 auf TEUR 7.741 verringert. Dies ist auf die Reduzierung der Steuerrückstellungen zurückzuführen, aufgrund der Zahlung der Ertragsteuern für 2021.

Die Eigenkapitalquote sank aufgrund des gesunkenen Eigenkapitals infolge von Auszahlungen an Gesellschafter im Berichtsjahr von 46,4% auf 43,9%.

Finanzlage

Aufgrund des positiven Jahresergebnisses und der Abnahme der Forderungen sowie trotz der gegenläufigen Abnahme der Verbindlichkeiten und Rückstellungen ergibt sich ein positiver Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Aufgrund der Auszahlung an Gesellschafter ergibt sich ein negativer Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit.

Der Bestand an flüssigen Mitteln verringerte sich im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.615 auf TEUR 5.772.

Ertragslage

Der Umsatz beträgt für das Geschäftsjahr TEUR 41.692 (Vorjahr: TEUR 40.050). Die ISO erzielt somit im Geschäftsjahr eine Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen) über dem Wert des Vorjahres.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind vor allem in Folge geringerer Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen gesunken.

Im Jahr 2023 konnte der Personalstamm im Durchschnitt von 264 auf 282 erhöht werden. Dadurch stiegen die Personalaufwendungen gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 24.409 (Vorjahr: TEUR 22.176).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen verringerte sich aufgrund verstärkten Mitarbeitereinsatz gegenüber dem Vorjahr um TEUR 416 auf TEUR 5.644. Aufgrund des angespannten Arbeitsmarkts und vertraglichen Lieferverpflichtungen wurde auch im Berichtsjahr auf freiberufliche Mitarbeiter zurückgegriffen. Des Weiteren wurden geleistete Stunden von Mitarbeiter anderer Mitglieder der Firmengruppe, welche auf Kundenprojekten der ISO eingesetzt wurden, an die ISO verrechnet.

Der Wareneinkauf für Lizenzen für Software-Produkte von Atlassian und Oracle haben sich im Jahr 2023 von TEUR 4.300 auf TEUR 3.750 reduziert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen auf TEUR 6.128 (Vorjahr: TEUR 5.360). Dies ist einerseits durch die gesteigerte Vertriebstätigkeit und sowie aufgrund der gesteigerten Veranstaltungs-, Messe- und Marketingkosten begründet. Andererseits erhöhte sich der Aufwand für die Bereitstellung der IT-Infrastruktur durch interne Verrechnungen anderer Mitglieder der ISO-Gruppe.

Aufgrund der Anhebung des allgemeinen Zinsniveaus hat sich das Finanzergebnis um TEUR 195 auf TEUR 136 (Vorjahr: TEUR -60) erhöht.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) erhöhte sich auf TEUR 3.638 (Vorjahr: TEUR 3.600).

Das Ergebnis nach Steuern und Zinsen erhöhte sich korrespondierend zum EBIT auf TEUR 2.557 (Vorjahr: TEUR 2.378).

4. Weitere bedeutende Leistungsindikatoren

Investitionen und Finanzierung

Neben den kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen die Vermögensgegenstände der ISO vor allem in den immateriellen Werten "Know-how der Mitarbeiter", die in der Bilanz nicht bewertet werden. Klassische materielle, langfristige Vermögensgegenstände spielen in der Bilanz grundsätzlich nur eine sehr untergeordnete Rolle.

Personal

Die Mitarbeiter stehen bei der ISO im Mittelpunkt und der Mensch war und ist der wichtigste Faktor für den Erfolg der gesamten ISO-Gruppe. Vor diesem Hintergrund unterzeichnete die ISO im März 2020 die Charta der Vielfalt. Diese Arbeitgeberinitiative steht für die Förderung von Vielfalt im Unternehmen. Ziel der Initiative ist es, die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Arbeitswelt in Deutschland voranzubringen.

Zudem wurde der ISO die Fair Company Urkunde verliehen. Die Fair Company Initiative setzt sich nachhaltig für eine faire Arbeitswelt ein. Sie richtet sich dabei gezielt an Berufseinsteiger und Young Professionals und zeichnet Unternehmen aus, die jungen Menschen faire Arbeitsbedingungen und Entwicklungsperspektiven bietet.

Im Herbst 2022 führte das renommierte Forschungs- und Beratungsinstitut Great Place to Work unter den Mitarbeitern der ISO- Gruppe eine anonyme Befragung durch. Dabei betrachtete das in über 60 Ländern tätige Institut verschiedene Themen wie Vertrauen in die Führungskräfte, Teamgeist, Fairness, Wertschätzung, Respekt und Identifikation mit dem Unternehmen. Zusätzlich fand ein Kultur-Audit in der ISO statt. Die ISO-Gruppe erreichte im wirtschaftlich starken Bundesland Bayern den 7. Platz in der Kategorie 4, das sind Unternehmen mit 501 bis 1.000 Mitarbeitern. Gerade bei den Themen Vertrauen, Teamgeist und Glaubwürdigkeit schnitt die ISO-Gruppe besonders gut ab und erhielt damit die Auszeichnung "Bayerns Beste Arbeitgeber 2023".

Die ISO konzentriert sich darauf, die besten Mitarbeiter zu gewinnen, sie in ihrer fachlichen und persönlichen Entwicklung zu fördern und an das Unternehmen zu binden. Aus diesem Grund wurde in den Vorjahren das Hochschulmarketing intensiviert und Studenten können im Rahmen eines Praktikums, einer Diplomarbeit oder eines berufsbegleitenden Studiums die ISO kennenlernen. Das Recruiting von neuem Personal hat sich in den letzten Jahren und durch die Pandemie stark verändert. So hat sich beispielsweise das virtuelle Recruiting, was im Jahr 2020 mit dem Beginn der Pandemie als Improvisation begann, mittlerweile etabliert.

Zur individuellen Weiterentwicklung der ISO Mitarbeiter steht unter anderem auch ein breites Angebot an internen Qualifikationsmöglichkeiten zur Verfügung. Dies können maßgeschneiderte Führungskräfteschulungen sein, oder diverse Vortragsthemen, jeweils zugeschnitten auf die Bereiche Softwareentwicklung, Architektur, Projektleitung und Vertrieb. In jährlichen Beurteilungsgesprächen werden die vereinbarten Ziele überprüft, weiterentwickelt und neu definiert.

Die ISO konnte im Berichtsjahr Ihren Mitarbeiterstamm weiter ausbauen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter konnte von 264 auf 282 erhöht werden. Zu dieser Erhöhung trug zum einen die ISO Recruiting Consultants GmbH bei, ein Unternehmen der ISO-Gruppe, zum anderen ein eigener, seit 2020 intern geschaffener, Recruiting Bereich.

Zum Geschäftsjahresende beschäftigte die ISO 289 (Vorjahr: 282) Angestellte. Darunter befanden sich 5 (Vorjahr: 7) Auszubildende, Praktikanten und Diplomanden.

5. Zusammenfassende Einschätzung der Entwicklung im aktuellen Geschäftsjahr

Treiber für das Umsatzwachstum im Berichtsjahr waren vorwiegend große Folgeprojekte im Kerngeschäft der ISO mit Bestandskunden aus dem Bereich der Automatisierungstechnik und der Flughafenbetreiber/Airlines, sowie durch Großprojekte im Bereich Flugsicherung. Für alle Bereiche konnte die Umsatz-Planvorgabe übertroffen werden. Nur im Bereich Personaldienstleistung konnten trotz starkem Wachstum die Umsatz-Planzahlen nicht erreicht werden.

Daher ist die Geschäftsführung der ISO mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2023 und der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zufrieden. Weiterhin hat sich bestätigt, dass die Diversifikation in unterschiedlichen Märkten, sowie der strukturelle Aufbau und Organisation der ISO eine erfolgreiche Grundlage für die aktuelle und künftige Geschäftsentwicklung darstellen.

Im Berichtsjahr wurde das Business Development der ISO weiter verstärkt. Als erste Maßnahme wurden beispielsweise neue Märkte Cargo und Charity angegangen. Des Weiteren wurde die Akquisition von Key Accounts in neuen Branchen intensiviert.

Zusammenfassend war die Auftragslage im Berichtsjahr sehr zufriedenstellend. Einer hohen Nachfrage stand eine begrenzte Kapazität an Mitarbeiter mit der notwendigen Qualifikation gegenüber, sodass die Herausforderung darin bestand Projekte zu priorisieren und Mitarbeiter sowie Partner zuzuordnen. Jedoch ist auch in den kommenden Jahren weiterhin mit einer schwankenden Investitionstätigkeit der Kunden zurechnen.

Nach wie vor investiert die ISO stark in die Qualifikation ihrer Mitarbeiter. Aus- und Weiterbildung haben bei der ISO einen hohen Stellenwert. Insbesondere die Schaffung von erweiterten Perspektiven und Chancen einzelner Mitarbeiter stehen im Fokus. Das intensive Recruiting neuer, qualifizierter Mitarbeiter verbessert nachhaltig die Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der ISO in den aktuell besetzten Märkten, sowie bei der Erschließung neuer Märkte.

Die im Jahr 2023 aufkommenden Herausforderungen im Umfeld der IT-Security wurden von der ISO bereichsübergreifend, strukturiert angenommen und konsequent umgesetzt. Dies ist und bleibt eine kontinuierliche Herausforderung für die meisten Unternehmen, auch außerhalb der IT-Branche.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Risikomanagement

Das Qualitätsmanagement-System der ISO unterstützt den gesamten Zyklus der Softwareproduktion von der Aufgabenklärung bis zur Wartung des implementierten Systems. Es regelt den Umgang mit Dokumenten in allen Projektphasen und trägt maßgeblich zur Verständigung der internen und externen Projektmitglieder bei. Damit wird die Fehlerquote für unsere Software- Produkte und Dienstleistungen stark reduziert.

Das Qualitätsmanagement-System der ISO wird einer regelmäßigen Überwachung durch die unabhängige, akkreditierte Zertifizierungsgesellschaft TAW Cert GmbH unterzogen und darf das Prädikat "Zertifiziert nach DIN EN ISO 9001" tragen.

Zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine ist mit der neueren Eskalation im Nahostkonflikt ein weiterer Risikofaktor für die Erholung der Weltwirtschaft hinzugekommen. Die ISO unterhält keine Lieferanten- oder Kundenbeziehungen, die unmittelbar von den Konflikten betroffen sind. Das operative Geschäft ist nicht beeinträchtigt. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass Kunden, durch Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung, Investitionsvorhaben verschieben. Dies könnte zeitversetzt und mittelbar Einfluss auf die ISO entfalten. Vor dem Hintergrund dieser aktuellen Krisen rückt das Thema der Sanktionslistenprüfung stärker in den Fokus. Zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus hat die Europäische Gemeinschaft Verordnungen erlassen, wodurch es untersagt ist, sanktionierten Personen und Organisationen oder Einrichtungen weder direkt noch indirekt Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Die ISO nutzt für die Umsetzung dieser Richtlinie die selbstentwickelte Software Marlin Compliance. Der Kunden- und Lieferantenbestand, sowie alle Mitarbeiter werden regelmäßig über entsprechende Einträge in den aktuellen Sanktionslisten überprüft.

Die Kernprozesse der ISO umfassen eine hochwertige Software-Produktionsumgebung und einen transparente Informationsstruktur für qualitative Dienstleistungen. Diese sind von der IT-Infrastruktur, insbesondere von Netzwerk-, Kommunikations- und Betriebssystemen abhängig. Cyberangriffe stellen daher eine signifikante Gefahr für die kritische Infrastruktur der ISO dar. Ein Ausfall der Systeme kann zu hohen Ausfallzeiten bei Mitarbeitern oder hohen Wiederherstellkosten führen. Insbesondere seit Beginn der Ukraine-Krise und der deutschen Unterstützung für die ukrainische Seite warnte das Bundesamt für Verfassungsschutz bereits mehrfach vor einem erhöhten Risiko von Cyberangriffen gegen deutsche Stellen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schätzt die Lage in ihrem Update vom 30. März 2024 weiterhin als angespannt bis kritisch ein. Die IT-Sicherheitslage sei dynamisch und kann sich jederzeit ändern.

Ferner haben sich die Methoden der Cyberkriminellen Angreifer laut BSI im Berichtsjahr verändert. So gingen sie zunehmend den Weg des geringsten Widerstands und wählten vorwiegend kleine und mittlere Unternehmen sowie Behörden, wissenschaftliche Einrichtungen, Schulen und Hochschulen als Opfer von Randsomware-Angriffen. Um dieser ernsthaften Bedrohung koordiniert und strukturiert entgegenzutreten wurde ein Chief Information Security Officer eingesetzt, sowie die notwendige IT-Security Organisation weiter aus- bzw. aufgebaut. Die ISO hat dabei auch zukünftige Regulatorien wie die EU- Richtline NIS2 oder der Cyber Resilience Act im Blick. Zur Verminderung der Risiken werden Schutzmaßnahmen wie Firewalls, Virenabwehr-, Verschlüsselungs- und Backup-Software sowie hochverfügbare Serverarchitekturen und Netzwerke eingesetzt Insbesondere im Bereich der Mehrfaktorauthentifizierung und Mobile Device Management wurde weiter investiert. Zudem werden Mitarbeiter laufend durch verpflichtende Schulungen zu den Themen Datenschutz und IT-Security über den damit verbundenen Risiken sensibilisiert.

Ein gewichtiger Anteil der Umsatzerlöse wird mit Bestandskunden generiert. Ein Großteil des Umsatzes wird, trotz weiteren Diversifikationen, mit den vier größten Auftraggebern erzielt. Der Erfolg basiert vor allem auf der Erbringung von spezialisierten IT-Dienstleistungen in ganz speziellen Kundenumgebungen. Somit bilden sehr gut ausgebildete Mitarbeiter und Führungskräfte die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg. Personalwirtschaftliche Risiken umfassen sowohl die Bindung und Betreuung der bestehenden Mitarbeiter als auch die Rekrutierung von qualifiziertem Personal. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich auch in diesem Jahr weiter zugespitzt und wird sich wohl auch in den Folgejahren nicht entspannen. Daher bleibt es eines der großen Herausforderungen der nächsten Jahre weiterhin qualifiziertes Personal zu finden und zu binden.

Um die rechtlichen und satzungsmäßigen Vorschriften einhalten zu können, gewährleisten die Rechnungslegungsprozesse der ISO korrekte und vollständige Zahlen und Angaben in den Instrumenten der externen Rechnungslegung (Buchführung, Abschlussbestandteile und Lagebericht). Die hierzu aufgebauten Strukturen und Prozesse beinhalten auch eine klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten beim Risikomanagementsystem sowie interne Kontrollmaßnahmen im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Basis dafür bilden hochqualitative IT-Systeme.

In der Finanzabteilung wurden wesentliche Elemente und Kontrollen bei der Abschlusserstellung sowie transparente Vorgaben in Form von Richtlinien für sämtliche Prozesse sowie Bilanzierung festgelegt. Das Vier-Augen-Prinzip und die Funktionstrennung sind weitere wichtige Kontrollprinzipien im Rechnungslegungsprozess.

2. Chancenbericht

Die ISO bietet mit ihrer IT-Kompetenz ein breites Leistungsspektrum und arbeitet ständig an neuen Softwarelösungen und der Verbesserung und Erweiterung bestehender Systeme. Durch die Corona-Pandemie wurde der Handlungsdruck bei Unternehmen sich digital weiterzuentwickeln größer. Hinzu kommen die durch zukünftig IT-Security Anforderungen notwendigen Investitionen in moderne Produkte und nachhaltige Beratung. Es ist daher anzunehmen, dass viele Unternehmen ihre weitere Digitalisierung vorantreiben werden. Hieraus ergeben sich weitere Chancen für die ISO über den aktuell besetzten Märkten hinaus ihr erfolgreiches agieren auf neue Märkte übertragen zu können.

Die ISO verstärkt zunehmend den Aufwand für das Business Development. Im Rahmen einer Diversifikationsstrategie sollen neue Märkte in das Geschäft der ISO mittelfristig integriert werden.

Ein ausführlicher wirtschaftlicher Ausblick über das Jahr 2023 hinaus kann aber aus heutiger Sicht abschließend nicht gegeben werden. Erste Zahlen zur Geschäftsentwicklung des Jahres 2024 stimmen zuversichtlich, dass sich die ISO im Marktumfeld weiter behaupten kann.

3. Prognosebericht

Für das laufende Geschäftsjahr 2024 rechnet die ISO mit einer Umsatzsteigerung (ohne interne Umsätze mit Gesellschaften der ISO-Gruppe) gegenüber dem Berichtsjahr um ca. 0,3 %. Durch die geopolitischen Entwicklungen ist eine abschließende Prognose schwer möglich, es wird aber erwartet, dass sich der EBIT 2024 korrespondierend zum Umsatz entwickeln wird.

Eine Indikation für die Marktentwicklung liefert die aktuelle Umfrage von Capgemini zu den IT-Trends 2024: Die Höhe der zur Verfügung gestellten Budgets vieler Organisationen für IT-Investitionen stagniert im kommenden Jahr. Die Investitionen werden sich weiter verstärkt auf IT-Sicherheit und effiziente Digitalisierung fokussieren. Die Entkopplung der Ziele Effizienzerhöhung und Kostenreduzierung deutet daraufhin, dass mehr Effizienz nicht mehr hauptsächlich auf die Reduzierung von Kosten, sondern auf die Reduzierung von Arbeitsaufwand abzielt. Das eröffnet ISO-Chancen im Rahmen der bereits vorhandenen Rahmenverträge im Umfeld der Medizintechnik und Automatisierungstechnik. Auch die Aviation-Bereiche Airlines, Flughafenbetreiber und Flugsicherung können davon in unterschiedlichem Maß profitieren.

Im Zuge der immer weiter voranschreitenden Entwicklungen von künstlicher Intelligenz und der daraus resultierenden Nachfragen entstehen neue Chancen bei Bestands- und Neukunden. Dieser Trend wurde bereits in den Vorjahren von der ISO aufgenommen und neue Lösungen und Dienstleistungen erarbeitet und angeboten. Auch in den internen Service-Bereichen der ISO, wie z.B. Marketing, zeigt Kl schon heute eine rationalisierende Wirkung. Diese Entwicklung wird in den kommenden Jahren zunehmen.

Weiterhin korreliert die Zielerreichung der ISO für 2024 weiterhin sehr stark damit, ob auch der geplante Personalzuwachs in den notwendigen Qualifikationen und die avisierten Ziele im Partnermanagement erreicht werden können. Festzustellen ist, dass sich der Markt der Bewältigung des Fachkräftemangels und den wandelnden Randbedingung der Leistungserbringung stellen muss. Dies wird sicherlich eine der größeren Herausforderung der IT-Branche in den nächsten Jahren sein. Das Recruiting von qualifizierten Mitarbeitern in speziellen Disziplinen bleibt weiterhin sehr schwierig.

 

Nürnberg, den 23.08.2024

BILANZ ZUM 31.12.2023

der ISO Software Systeme GmbH, Nürnberg

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV Software 46.863,25 81.551,93
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 535.017,79 577.642,16
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 47.742,79
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 581.881,04 706.936,88
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 1.018.175,00 354.050,00
2. Geleistete Anzahlungen 72.035,39 0,00
1.090.210,39 354.050,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.834.190,70 19.146.861,28
2. Sonstige Vermögensgegenstände 840.421,22 168.705,24
12.674.611,92 19.315.566,52
III. Flüssige Mittel
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.772.271,84 10.387.439,94
SUMME UMLAUFVERMÖGEN 19.537.094,15 30.057.056,46
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 146.062,87 160.853,22
20.265.038,06 30.924.846,56

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 0,00 11.854.670,64
III. Jahresüberschuss 0,00 2.377.543,38
IV. Bilanzgewinn 8.789.366,38 0,00
SUMME EIGENKAPITAL 8.889.366,38 14.332.214,02
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 94.097,12 186.038,89
2. Steuerrückstellungen 962.280,72 2.575.298,00
3. Sonstige Rückstellungen 6.684.561,47 6.452.423,05
SUMME RÜCKSTELLUNGEN 7.740.939,31 9.213.759,94
C. VERBINDLICHKEITEN
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellunger 0,00 4.895,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.259.367,17 6.089.019,29
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.375.365,20 1.284.958,31
- davon aus Steuern EUR 1.181.512,11 (VJ. EUR 1.210.374,39)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 55.116,64 (VJ. EUR 44.103,70)
SUMME VERBINDLICHKEITEN 3.634.732,37 7.378.872,60
20.265.038,06 30.924.846,56

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

der ISO Software Systeme GmbH, Nürnberg

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 41.692.283,22 40.050.418,54
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 664.125,00 -55.747,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.411.092,48 1.652.224,25
4. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für bezogene Waren 3.749.910,24 4.299.633,67
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.643.638,73 6.059.966,38
9.393.548,97 10.359.600,05
Rohergebnis 34.373.951,73 31.287.295,74
5. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 21.155.067,94 19.265.464,82
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.253.819,61 2.910.101,65
- davon aus Altersversorgung EUR 7.756,98 (VJ. EUR 7.361,63)
24.408.887,55 22.175.566,47
6. Abschreibungen:
auf immaterialle Vermögensgengenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 199.806,07 152.648,30
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.127.554,86 5.359.850,90
8. Erträge aus anderen Wertpapieren 7.289,34 1.136,27
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 279.936,43 14.676,04
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 151.243,72 75.326,89
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.773.685,30 3.539.715,49
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.215.986,94 1.161.452,11
12. Ergebnis nach Steuern 2.557.698,36 2.378.263,38
13. Sonstige Steuern 546,00 720,00
14. Jahresüberschuss 2.557.152,36 2.377.543,38
15. Gewinnvortrag 14.232.214,02 11.854.670,64
16. Ausschüttung 8.000.000,00 0,00
17. Bilanzgewinn 8.789.366,38 14.232.214,02

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der ISO Software Systeme GmbH, Nürnberg, (Amtsgericht Nürnberg HRB 18299) wurde zum 31.12.2023 auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs für Kapitalgesellschaften und der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches erstellt.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB Anwendung.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246 bis 251 HGB sowie der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 268 bis 274a, 276 bis 278 HGB erstellt.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewendet.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen.

Soweit abnutzbar, wurden die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Zugänge des Geschäftsjahres 2023 wurden zeitanteilig abgeschrieben.

Bewegliche, selbständig nutzungsfähige Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu Euro 800,00 wurden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Die unfertigen Leistungen wurden zu Herstellkosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Herstellkosten umfassen neben den unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert bewertet. Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bewertet. Kursänderungen wurden durch Neubewertungen auf den Bilanzstichtag berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten angesetzt.

Pensionsrückstellungen

Der Ansatz der Pensionsverpflichtung beruht auf einem versicherungsmathematischen Gutachten der SLPM Schweizer Leben PensionsManagement GmbH vom 10.04.2024.

Als versicherungsmathematische Berechnungsmethode wurde die "projected unit credit method" angewandt. Der Rechnungszins beruht, auf dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssatz (durchschnittlicher Marktzinssatz der letzten 10 Jahren bei 15 Jahren Restlaufzeit) von 1,82 %. Der Differenzbetrag zwischen dem zum 31. Dezember 2023 bilanzierten Wert und dem Wert, der sich bei Anwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatz (1,74 %) ergäbe, beläuft sich auf Euro 10.063,00. Die biometrischen Wahrscheinlichkeiten stammen aus den "Richttafeln von 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Die mit der Pensionsverpflichtung verrechneten Vermögensgegenstände wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert (Kurswert) bewertet.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.

Die Rückstellung für Tantiemen wurde im Berichtsjahr unter Rückstellungen Erfolgsbeteiligungen ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden analog den Forderungen in ausländischer Währung bewertet.

3. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Gegenstände des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Umlaufvermögen

Die Restlaufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

Restlaufzeit
Gesamt in bis 1 Jahr in zwischen 1 und 5 Jahre in über 5 Jahre in
EUR EUR EUR EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.834.190,70 11.834.190,70 0,00 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 840.421,22 719.303,96 121.117,26 0,00
12.674.611,92 12.553.494,66 121.117,26 0,00

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag Euro 100.000,00. Die Stammeinlage wurde vollständig eingezahlt.

Die Überleitung vom Gewinnvortrag des Vorjahres zum Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 geht aus der nachstehenden Übersicht hervor.

1. Gewinnvortrag vor Verwendung zum 01.01.2023 in Euro 14.232.214,02
2. Gewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2022 in Euro 8.000.000,00
3. Gewinnvortrag zum 31.12.2023 in Euro 6.232.214,02
4. Jahresüberschuss zum 31.12.2023 in Euro 2.557.152,36
5. Bilanzgewinn zum 31.12.2023 in Euro 8.789.366,38

Pensionsrückstellungen

Die Verpflichtungen aus der Pensionszusage sind durch Vermögensgegenstände gesichert. Diese dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtung und sind aufgrund der Verpfändung dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden mit der zugrundeliegenden Verpflichtung saldiert ausgewiesen.

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung beträgt zum 31.12.2023 Euro 1.350.048,00. Der Wert der verrechneten Vermögensgegenstände beträgt am Abschlussstichtag Euro 1.255.950,88.

Beizulegender Wert Anschaffungskosten
Wertpapiere 420.614,50 299.348,65
Termingeld bei Kreditinstitut 825.000,00 825.000,00
Guthaben bei Kreditinstitut 10.336,38 10.336,38
1.255.950,88 1.134.685,03

Der beizulegende Wert der Wertpapiere betrifft die Kurswerte zum Bilanzstichtag.

Aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung und dem Deckungsvermögen ergeben sich folgende Aufwendungen und Erträge:

Aufwendungen

Zinsaufwand Zuführung Pensionsrückstellung 25.046,00
Abschreibung Wertpapiere 0,00

Erträge

Zuschreibung Wertpapiere 22.206,77
Zinserträge Wertpapiere 5.750,21
Zinserträge Bankguthaben 9.312,22
Ertrag (Saldo) 12.223,20

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt (§ 285 Nr. 12 HGB):

Rückstellungen für Resturlaub und sonstige personalbezogene Aufwendungen in Euro 1.173.071,47
Rückstellungen für Prämien und sonstige Aufwendungen in Euro 4.106.690,00
Rückstellungen für Gewährleistungen und Projektrisiken in Euro 1.404.800,00
Sonstige Rückstellungen zum 31.12.2023 in Euro 6.684.561,47

Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
Gesamt in bis 1 Jahr in zwischen 1 und 5 Jahre in über 5 Jahre in
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.259.367,17 2.259.367,17 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.375.365,20 1.370.391,44 4.973,76 0,00
3.634.732,37 3.629.758,61 4.973,76 0,00

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von Euro 125.949,48.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Gesellschaft erzielt überwiegend ihre Umsatzerlöse aus IT-Dienstleistungen. Hinzu kommen Lizenzverkäufe, Erlöse aus Untervermietung und Konzernumlagen in geringem Umfang. Von den Umsatzerlösen entfielen Euro 39.339.229,97 auf Kunden im Inland und Euro 506.974,15 auf Kunden aus anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union und Euro 1.846.079,10 auf Kunden außerhalb der Europäischen Union.

Sonstige betriebliche Erträge

Sonstige betriebliche Erträge in Höhe von Euro 7.405,15 resultieren aus Währungskursdifferenzen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In der Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" sind Euro 19.945,36 aus Währungskursdifferenzen enthalten. Das im Geschäftsjahr 2023 erfasste Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beläuft sich auf Euro 9.000,00 (Vorjahr: Euro 8.500,00).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Zinsaufwendungen aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung zum 31.12.2023 in Höhe von Euro 25.046,00 (Vorjahr: 26.539,00) enthalten.

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

In der Position sonstige betriebliche Erträge stammen Euro 1.097.229,00 aus der Auflösung von Rückstellungen und Euro 10.250,51 aus periodenfremden Erträgen.

5. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 01.01.2023 bis 31.12.2023 in Höhe von Euro 2.557.152,36 wird - vorbehaltlich eines Beschlusses der Gesellschafterversammlung - auf neue Rechnung vorgetragen.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Ein für die Ausschüttung gesperrter Betrag i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB besteht in Höhe von Euro 131.328,85. Aus diesem Betrag entfallen Euro 121.265,85 auf die Zuschreibung bei Vermögensgegenständen auf den beizulegenden Wert und Euro 10.063,00 resultieren aufgrund veränderter Verzinsung der Pensionsrückstellungen.

6. Sonstige Pflichtangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen betragen Euro 4.738.954,24 zum 31.12.2023. Hierbei handelt es sich insbesondere um Mietverträge. Die Restlaufzeit der Verträge liegt zwischen 1 und 60 Monaten.

Die Gesamtzahl der im Berichtszeitraum durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug 282 (ohne Auszubildende, Praktikanten und Diplomanten: 6).

Ereignisse zwischen Bilanzstichtag und Aufstellung des Jahresabschlusses, über die zu berichten wäre, sind nicht eingetreten. Die Geschäftsführung der Gesellschaft besteht aus folgenden Mitgliedern:

Harald Goeb, Diplom Kaufmann, Diplom Informatiker

Claus Bogner, Dipl.-Inf., M.Sc.

Hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

 

Nürnberg, den 23.08.2024

Harald Goeb

Claus Bogner

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anlagevermögen AHK 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen AHK 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 269.874,53 16.057,15 0,00 285.931,68
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 1.207.014,24 58.693,08 7.717,09 47.742,79 1.305.733,02
2. Geleistete Anzahlungen 47.742,79 0,00 -47.742,79 0,00
Summe Anlagevermögen 1.524.631,56 74.750,23 7.717,09 0,00 1.591.664,70
Anlagevermögen kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Abschreibungen Abgänge kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 188.322,60 50.745,83 0,00 239.068,43
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 629.372,08 149.060,24 7.717,09 770.715,23
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 817.694,68 199.806,07 7.717,09 1.009.783,66
Anlagevermögen Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 46.863,25 81.551,93
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 535.017,79 577.642,16
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 47.742,79
Summe Anlagevermögen 581.881,04 706.936,88

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ISO Software Systeme GmbH

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ISO Software Systeme GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ISO Software Systeme GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Würzburg, den 23. August 2024

KBL Corporate Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marc Kernchen, Wirtschaftsprüfer

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