Stammdaten

Register
Amtsgericht Neubrandenburg HRB 17217
Vorher
Anklam Licorice GmbH
Eingetragen
5.6.2007
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Stärke und StärkeerzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Gegenstand
Produktion und Vertrieb von pflanzlichen Auszügen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Zhiyuan Zheng
seit 24.9.2024
Geschäftsführer
Christian Anton
seit 6.8.2024
Prokura
Stefanie Stiemer
seit 6.8.2024
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Anklam Extrakt GmbH

Anklam

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 56.873,00 131.769,00
2. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 257.592,64 380.893,64
3. geleistete Anzahlungen 13.108,99 10.196,09
327.574,63 522.858,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.424.930,30 10.744.714,30
2. technische Anlagen und Maschinen 9.810.882,00 10.498.804,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.845.483,12 1.992.744,12
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
22.081.295,42 23.236.262,42
22.408.870,05 23.759.121,15
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.009.725,38 2.210.058,39
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 698.717,78 557.996,74
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.612.312,00 2.507.412,68
5.320.755,16 5.275.467,81
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 641.682,14 1.084.983,32
2. sonstige Vermögensgegenstände 142.711,83 445.851,56
784.393,97 1.530.834,88
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 112.475,95 910.493,81
6.217.625,08 7.716.796,50
C. Rechnungsabgrenzungsposten 82.865,96 106.837,55
28.709.361,09 31.582.755,20

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 30.000.000,00 30.000.000,00
II. Kapitalrücklage 25.500.000,00 25.200.000,00
III. Verlustvortrag -45.860.613,93 -45.332.932,99
IV. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 1.090.391,99 -527.680,94
10.729.778,06 9.339.386,07
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 12.950,00 0,00
2. sonstige Rückstellungen 342.686,25 402.661,35
355.636,25 402.661,35
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 550.255,20 673.815,96
3. sonstige Verbindlichkeiten 17.056.629,68 21.127.361,12
- davon aus Steuern: € 49.740,41 (Vorjahr: € 49.249,37)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 7.032,96 (Vorjahr: € 6.350,88)
17.606.884,88 21.801.177,08
D. Passive latente Steuern 17.061,90 39.530,70
28.709.361,09 31.582.755,20

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
1. Rohergebnis 9.881.106,86 8.135.196,44
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.520.455,82 -3.926.189,02
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -679.197,04 -684.235,90
- davon für Altersversorgung EUR 6.188,40 (EUR 6.121,84)
-4.199.652,86 -4.610.424,92
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.463.179,60 -1.522.508,14
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.372.617,36 -2.265.068,98
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.244,97 6.128,29
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -783.650,21 -255.928,93
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.516,08 20.847,10
8. Ergebnis nach Steuern 1.080.767,88 -491.759,14
9. sonstige Steuern 9.624,11 -35.921,80
10. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 1.090.391,99 -527.680,94

ANHANG zum Jahresabschluss 2023

I. Angaben zur Identifikation

Firmenname: Anklam Extrakt GmbH
Firmensitz: Anklam
Registergericht: Neubrandenburg
Register-Nr.: HRB 17217

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde entsprechend den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Von den größenabhängigen Erleichterungen bei den Bilanzierungs- und Anhangangabepflichten wurde teilweise Gebrauch gemacht.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung des Vermögens und der Schulden entspricht den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB. Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Die aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden in Bezug auf ihre voraussichtliche Ergebniserreichung als hinreichend sicher eingeschätzt.

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens, die regelmäßig ersetzt werden, deren Gesamtwert für das Unternehmen von nachrangiger Bedeutung ist und deren Bestand in seiner Größe, seinem Wert und seiner Zusammensetzung nur geringen Veränderungen unterliegt, werden mit einem Festwert angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden linear vorgenommen.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Durchschnittspreisen, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war.

Fertige und unfertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten sowie anteilige Verwaltungskosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wurde durch Bildung angemessen dotierter Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt.

Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Berechnung der passiven latenten Steuern beruht auf den temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und aus steuerrechtlicher Betrachtungsweise. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragssteuersatz liegt bei 30%.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs des Entstehungstages umgerechnet. Anpassungen erfolgen, sofern sich aus dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag niedrigere Forderungen bzw. höhere Verbindlichkeiten ergeben.

IV. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Sachanlagen mit einem Wert von insgesamt 29 TEUR (Vorjahr: 29 TEUR) werden mit einem Festwert bewertet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 53 TEUR eine Restlaufzeit von über 1 Jahr (Vorjahr: 53 TEUR).

Zum 31. Dezember 2023 bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von 57 TEUR (Vorjahr: 132 TEUR), die in voller Höhe auf die Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände entfallen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden gebildet für Personalverpflichtungen (89 TEUR), ausstehende Eingangsrechnungen (248 TEUR) und Archivierung (6 TEUR).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter von 0 TEUR (Vorjahr: 3.200 TEUR).

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

Restlaufzeit Summe
Bis 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
erhaltene Anzahlungen 0 0 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 550 0 0 550
sonstige Verbindlichkeiten 17.057 0 0 17.057
Summe 17.607 0 0 17.607

Die passiven latenten Steuern betreffen die Bilanzierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bei den Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich im Einzelnen um im Rohergebnis ausgewiesene Erträge aus einem Darlehensverzicht von 6.550 TEUR (Vorjahr: 4.500 TEUR).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen mit 62 TEUR (Vorjahr: 16 TEUR) auf Gesellschafterdarlehen.

VI. Sonstige Angaben

Zum 31. Dezember 2023 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen von insgesamt 1.218 TEUR, davon 1.118 TEUR aus langfristigen Mietverträgen.

Die Gesellschaft hat Investitionszuschüsse erhalten, für die noch eine Bindungsfrist besteht. Zum Bilanzstichtag sind dies 4.794 TEUR. Die Zuschüsse werden erst fünf Jahre nach Beendigung des Erstinvestitionsvorhabens unverfallbar.

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 71 (Vorjahr 74) Arbeitnehmer beschäftigt.

Der Geschäftsführung gehören an:

 

Frau Claudia Pühn, Industriekauffrau - bis 17. August 2023

 

Herr Mirko Bröcker, Dipl. Wirtschaftsingenieur

Ist nur ein Geschäftsführer vorhanden, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Gesamtprokura in Gemeinschaft mit dem Geschäftsführer wurde folgenden Personen erteilt:

 

Frau Susanne Nadolny - seit 11.10.2023

 

Herr Markus Meyer - seit 11.10.2023

Dem freiwilligen Beirat gehörten im Berichtsjahr an:

 

Herr Dr. Veit Wagner, Dipl. Betriebswirt

 

Herr Alfred Siegenthaler, Betriebswirt

 

Herr Claude Zingg, Vertriebsleiter a. D.

 

Herr Dr. Uwe Böhlke, Dipl. Chemiker

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

 

Anklam, den 09. Februar 2024

Mirko Bröcker, Geschäftsführer

Anlagenspiegel 2023

- Anschaffungs-/ Herstellungskosten -
Vorjahr Stand am 31.12.2022 Zugänge (+) Umbuchungen (-) Abgänge (-) lfd. Jahr Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 345.330,71 0,00 0,00 -63.693,37 281.637,34
2. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.169.010,80 8.852,78 1.548,75 -50.080,76 1.129.331,57
3. geleistete Anzahlungen 10.196,09 9.830,23 -6.917,33 0,00 13.108,99
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.524.537,60 18.683,01 -5.368,58 -113.774,13 1.424.077,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.239.404,03 0,00 0,00 0,00 13.239.404,03
2. technische Anlagen und Maschinen 17.571.124,76 5.295,62 0,00 0,00 17.576.420,38
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.044.113,33 127.235,37 5.368,58 -17.987,26 4.158.730,02
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 34.854.642,12 132.530,99 5.368,58 -17.987,26 34.974.554,43
Anlagevermögen insgesamt 36.379.179,72 151.214,00 0,00 -131.761,39 36.398.632,33
- Kumulierte Abschreibungen -
Vorjahr Stand am 31.12.2022 Zuführung (+) Auflösung aus Abgängen (-) lfd. Jahr Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 213.561,71 68.418,50 -57.215,87 224.764,34
2. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 788.117,16 101.909,53 -18.287,76 871.738,93
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.001.678,87 170.328,03 -75.503,63 1.096.503,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.494.689,73 319.784,00 0,00 2.814.473,73
2. technische Anlagen und Maschinen 7.072.320,76 693.217,62 0,00 7.765.538,38
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.051.369,21 279.849,95 -17.972,26 2.313.246,90
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 11.618.379,70 1.292.851,57 -17.972,26 12.893.259,01
Anlagevermögen insgesamt 12.620.058,57 1.463.179,60 -93.475,89 13.989.762,28
- Restbuchwert -
lfd. Jahr Stand am 31.12.2023 Vorjahr Stand am 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 56.873,00 131.769,00
2. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 257.592,64 380.893,64
3. geleistete Anzahlungen 13.108,99 10.196,09
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 327.574,63 522.858,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.424.930,30 10.744.714,30
2. technische Anlagen und Maschinen 9.810.882,00 10.498.804,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.845.483,12 1.992.744,12
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 22.081.295,42 23.236.262,42
Anlagevermögen insgesamt 22.408.870,05 23.759.121,15

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Geschäftsmodell

Die Gesellschaft ist ein mittelständischer Hersteller von hochwertigen Pflanzenextrakten für die Pharma- und Lebensmittelindustrie mit Hauptsitz in Anklam sowie einem Vertriebsbüro in Nürnberg. Das Produktportfolio setzt sich aus Pflanzenextrakten für die Pharmaindustrie, kundenspezifischen Extrakt-Lösungen für die Lebensmittelindustrie sowie aus den Branded Ingredients zusammen. Das Vertriebsgebiet erstreckt sich weltweit.

Das Unternehmen wurde 2007 gegründet und ist eine Beteiligung der Schweizer GEMKAP Holding AG. Es wird von dem Geschäftsführer Mirko Bröcker geleitet.

1.2. Forschung und Entwicklung

Der Bereich der Forschung und Entwicklung bei der Anklam Extrakt GmbH gliedert sich in die Bereiche der Produktentwicklung und der klinischen Studien. Die klinischen Studien werden insbesondere bei den Branded Ingredients durchgeführt, um den Kunden wissenschaftliche Daten zum Nachweis der Wirksamkeit zur Verfügung stellen zu können. Die Produktentwicklung beschäftigt sich insbesondere mit Lösungen für kundenspezifische Anforderungen. Intellektuelles Eigentum, das bei eigenen Neuentwicklungen entsteht, wird als selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstand aktiviert. Zum Bilanzstichtag betrug der verbleibende Wert der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände 57 TEUR. In 2023 waren keine Zugänge zu verzeichnen.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen 2023 1,6% der Gesamtaufwendungen. In diesem Bereich waren 2023 durchschnittlich drei Mitarbeiter tätig.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und branchenbezogenes Umfeld

Das reale Bruttoinlandsprodukt sank in Deutschland 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,3% 1. Die zuletzt durch Energiepreise und weiterhin eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten gebremste Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe, verzeichnete gegen Ende des Jahres 2023 einen um real 5,7% gesunkenen Auftragsbestand zum Vorjahr 2. Die Wirtschaftsleistung des verarbeitenden Gewerbes ging um 0,4% im Vergleich zum Vorjahr zurück. 3 Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. 3 Der private Konsum nahm im Jahr 2023 um 0,8% gegenüber dem Vorjahr ab. 5

1 https://de.statista.com/themen/26/bip/#topicOverview
2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_026_421.html
3,4,5 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

Nach Angaben des Branchenverbandes VCI verzeichnete die chemisch-pharmazeutische Industrie in 2023 einen Produktionsrückgang um 8,0%, während der Branchenumsatz 12,0% niedriger als im Vorjahr ausfiel. 6 Der hohe Energie- und Rohstoffkostendruck des Vorjahres hat nachnachgelassen. Die Erzeugerpreise für chemisch-pharmazeutische Produkte waren 2023 durchschnittlich rund 1,0% günstiger als im Vorjahr. 7 Die Produktionen bleiben weiterhin gedrosselt um Energie, insbesondere Gas, einzusparen. 8 In der Ernährungsindustrie hingegen stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 um 9,0% über dem entsprechenden Vorjahresstand. Sowohl das Inlandsgeschäft als auch das Auslandsgeschäft haben weiter zugenommen. Ursache für diese starken Umsatzsteigerungen waren Verteuerungen der Lebensmittel und Preissteigerungen bei Energie und Verpackungen. 9

2.2. Geschäftsverlauf

Die Anklam Extrakt GmbH verzeichnete ein stagnierendes Wirtschaftsjahr 2023 in Bezug auf das weitere Wachstum. Der zweistellige Umsatzzuwachs der Vorjahre wurde nicht wiederholt, sondern ging um -4,6% gegenläufig zurück. Ergebnisseitig war die Entwicklung im operativen Bereich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Aufgrund der Marktentwicklung erhöhten sich die Finanzierungskosten.

Das bisher erreichte Umsatzniveau führt noch nicht zu einer hinreichenden Auslastung der Kapazitäten, was zu anhaltenden operativen Verlusten führt.

Es sind außerordentliche Erträge aus dem Erlass von Darlehen (6,5 Mio. EUR, Vorjahr 4,5 Mio. EUR) zu verzeichnen.

Nach wie vor zeigt sich der Bereich der Forschung und Entwicklung als stabil, wenn auch auf niedrigem Niveau. Durch die unternehmenseigenen Entwicklungskompetenzen wurden im Berichtsjahr neue kleinere Entwicklungsaufträge akquiriert, die für die Zukunft Umsatzsteigerungen durch Produktverkäufe versprechen.

2.3. Lage

2.3.1. Ertragslage

Die Ertragslage des Geschäftsjahres ist durch die außerordentlichen Erträge von 6,5 Mio EUR (Vorjahr: 4,5 Mio EUR) aus dem Verzicht auf Darlehen geprägt.

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Hauptträger dieser Entwicklung ist die - aufgrund regulatorischer Vorgaben infolge von Verunreinigungen in Produkten anderer Hersteller - verringerte Nachfrage im südostasiatischen Raum für Produkte, die in flüssigen Nahrungsergänzungsmitteln weiterverarbeitet wurden. 10

Die Personalaufwendungen liegen mit 4,2 Mio. EUR 9% unter dem Vorjahresniveau. Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter sank von 74 auf 71.

6,7,8 https://www.presseportal.de/pm/12523/5673030
9 https://www.situationsbericht.de/1/14-ernaehrungswirtschaft
10 https://www.tagesschau.de/ausland/asien/indonesien-hustensaft-101.html

Das Zinsergebnis beträgt -0,8 Mio. EUR (Vorjahr -0,3 Mio. EUR) und beinhaltet nahezu ausschließlich die Zinsaufwendungen an nahestehende Personen.

Aufgrund der außerordentlichen Erträge, schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresgewinn von 1,1 Mio. EUR ab.

2.3.2. Finanzlage

2.3.2.1. Kapitalstruktur

in TEUR 2023 in % 2022 in %
Eigenkapital 10.730 37,4% 9.339 29,6%
Darlehen nahestehender Personen und Gesellschafterdarlehen 17.000 59,2% 21.050 66,7%
Rückstellungen 356 1,2% 403 1,3%
übrige Verbindlichkeiten 607 2,1% 751 2,4%
Passive latente Steuern 17 0,1% 39 0,1%
Passiva 28.710 100,0% 31.583 100,0%

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 37,4% der Bilanzsumme und liegt damit über dem Vorjahresniveau von 29,6%. Der Gesellschafter hat in 2023 das Gesellschafterdarlehen in Höhe von 3,2 Mio. EUR erlassen. Darüber hinaus hat die Gesellschaft 2023 die Auszahlung von Darlehenstranchen von nahestehenden Personen i.H.v. 2,5 Mio. EUR sowie einen Darlehensverzicht von 3,4 Mio. EUR erhalten.

Die Liquidität war im Berichtsjahr zu jedem Punkt gesichert.

2.3.2.2. Investitionen

Die Sachanlagenzugänge im Berichtsjahr betrugen 0,13 Mio. EUR. Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen wie z.B. Studien, Marken und Rechte beliefen sich auf 0,02 Mio. EUR. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Höhe von 1,5 Mio. EUR liegen über der Summe der Investitionen. Das Anlagevermögen beträgt zum Bilanzstichtag 22,4 Mio. EUR (im Vorjahr 23,8 Mio. EUR).

2.3.3. Vermögenslage

Die Veränderungen der Vermögenslage im Berichtsjahr 2023 lassen sich im Wesentlichen wie folgt erläutern:

Die Verminderung des Anlagevermögens ist durch die reguläre Abschreibung für Abnutzung, die die Neuinvestitionen überschritten, zu erklären.

6,7,8 https://www.presseportal.de/pm/12523/5673030
9 https://www.situationsbericht.de/1/14-ernaehrungswirtschaft
10 https://www.tagesschau.de/ausland/asien/indonesien-hustensaft-101.html

Im Bereich des Umlaufvermögens wurde der Bestand an Vorräten im Vergleich zum Vorjahr marginal um 1% bzw. 0,05 Mio. EUR erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hingegen sinken deutlich um 0,4 Mio. EUR, während sich die kurzfristige verfügbare Liquidität um 0,8 Mio. EUR vermindert.

Das durch Gesellschafter und nahestehende Personen zur Verfügung gestellte Fremdkapital beträgt 17,0 Mio. EUR und somit 59,2% der Bilanzsumme.

Die Rückstellungen sind um 12% bzw. 0,05 Mio. EUR zum Vorjahresniveau gesunken.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Bilanzstichtag 0,6 Mio. EUR und sind damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Mio. EUR niedriger. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten u.a. das von nahestehenden Unternehmen zur Verfügung gestellte Fremdkapital.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognose- und Chancenbericht

Im kommenden Wirtschaftsjahr werden die geschäftlichen Aktivitäten im In- und Ausland weiter im bisherigen Maße betrieben. Aufgrund der Gewinnung einzelner neuer Kunden für unsere Produkte und des steigenden Auftragsvolumens bei bestehenden Kundenbeziehungen gehen wir davon aus, dass die Nachfrage nach den Erzeugnissen der Anklam Extrakt GmbH in den kommenden Jahren kontinuierlich weiter steigen wird. Aufgrund von Veränderungen im Produktportfolio und Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung erwarten wir, dass sich die Ertragslage im folgenden Wirtschaftsjahr verbessern wird.

Für das Jahr 2024 haben wir uns auf Basis der derzeitigen Geschäftseinschätzung unter Einbeziehung möglicher Chancen und Risiken für die Anklam Extrakt GmbH ein deutliches Umsatzwachstum sowie verminderte operative Verluste und als Ziel gesetzt.

Die Unternehmensplanung geht von weiteren Verlusten aus. Die Fortführung der Gesellschaft bedarf weiterhin der Sicherstellung des Finanzierungsbedarfs durch die Gesellschafter.

Die Unternehmensplanung und weitere Finanzierung der Gesellschaft wird mit den Gesellschaftern eng abgestimmt. Das Eintreffen der Prognosen und Planungen für die Zukunft ist nicht gesichert.

3.2. Risikobericht

Bestandsgefährdende Risiken sind zum Zeitpunkt der Lageberichterstattung nicht ersichtlich. Entwicklungsbeeinträchtigende Risiken ergeben sich insbesondere aus der Rohstoffbeschaffung.

6,7,8 https://www.presseportal.de/pm/12523/5673030
9 https://www.situationsbericht.de/1/14-ernaehrungswirtschaft
10 https://www.tagesschau.de/ausland/asien/indonesien-hustensaft-101.html

Darüber hinaus können weitere Risiken aus dem regulatorischen Umfeld im Pharmabereich (Zulassungs-/Genehmigungsverfahren), aus umweltrechtlichen Regelungen und Auflagen, dem Wettbewerbsumfeld, aus Währungskursschwankungen, dem Personalbereich und aus der Produkthaftung resultieren.

3.2.1. Marktrisiken

Für konjunkturzyklische Schwankungen sind die Branchen Pharma- und Lebensmittelindustrie, in denen die Anklam Extrakt GmbH tätig ist, nur in geringem Maße anfällig.

Durch eine steigende Wettbewerbsintensität aufgrund neu eintretender Wettbewerber im Markt der Pflanzenextrakte können Risiken für die weitere Unternehmensentwicklung entstehen.

Risiken existieren, insbesondere im Pharmabereich, in den Geschäftsentscheidungen unserer Kunden in Bezug auf deren Strategie. Hier können geschäftspolitische Entscheidungen im Hinblick auf die Zulassung und den Vertrieb von Arzneimitteln dazu führen, dass es auch bei der Anklam Extrakt GmbH zu Umsatzeinbußen kommt. Diese sind aufgrund der generell sehr langfristig ausgerichteten Aktivitäten in dieser Branche kurzfristig nicht zu kompensieren. Um die Abhängigkeit von einzelnen Märkten oder Kunden zu verringern, hat die Anklam Extrakt GmbH bereits in den vergangenen Jahren ihre Aktivitäten internationalisiert und verbreitert. Zuletzt wurden insbesondere im Ausland neue Kunden im Bereich der Branded Ingredients gewonnen.

3.2.2. Währungsrisiken

Schwankungen bei den Wechselkursen haben hauptsächlich einen Einfluss auf der Kostenseite, da die weltweite Beschaffung von Rohstoffen i. d. R. in Fremdwährungen wie dem US-Dollar erfolgt. Die Umsätze hingegen werden zum überwiegenden Teil in Euro fakturiert. Durch die Erhöhung von Umsätzen in US-Dollar nähern sich diese Verhältnisse einander an und der dadurch entstehende Natural Hedge wirkt sich positiv auf die Minimierung des Währungsrisikos aus.

3.2.3. Beschaffungsrisiken

Die Beschaffung von pflanzlichen Rohstoffen ist aufgrund ihrer Natur als landwirtschaftliches Erzeugnis bzw. als natürlich wachsender Rohstoff mit Risiken verbunden. Wetter- und Klimaschwankungen in den Anbaugebieten gefährden das Ernteergebnis und können so zu steigenden Rohstoffpreisen führen. Politische Entscheidungen, wie die Einführung von Lohnuntergrenzen können zu steigenden Einstandskosten führen. Weitere politische Risiken in Anbauländern haben ebenfalls einen Einfluss auf die ordnungsgemäße Versorgung unserer Fertigung. Nicht vorhersehbare Ereignisse wie eine Pandemie oder Krieg können einerseits bestehende Lieferketten unterbrechen, andererseits aber auch zu stark vermehrter Nachfrage einzelner Produkte führen. Durch steigende Weltmarktpreise für Agrargüter nimmt der Wettbewerb um vorhandene Anbauflächen zu. Solchen Risiken begegnen wir einerseits mit dem Vorhalten von mehreren Lieferanten aus verschiedenen Anbaugebieten sowie andererseits auch mit einer umfangreichen Lagerhaltung im Bereich der Rohstoffe.

6,7,8 https://www.presseportal.de/pm/12523/5673030
9 https://www.situationsbericht.de/1/14-ernaehrungswirtschaft
10 https://www.tagesschau.de/ausland/asien/indonesien-hustensaft-101.html

3.2.4. Personalrisiken

Zur Erreichung der Unternehmensziele ist es von entscheidender Bedeutung, hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter im Unternehmen zu beschäftigen. Ziel ist es, mit einer hohen Arbeitgeberattraktivität diese Mitarbeiter an die Anklam Extrakt GmbH zu binden. Um gezielt für den eigenen Nachwuchs in der Zukunft zu sorgen, beschäftigen wir derzeit 2 Auszubildende.

Es kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass Mitarbeiter in Schlüsselpositionen aus privaten oder beruflichen Gründen das Unternehmen verlassen. Als Gegenmaßnahmen werden unterschiedliche Maßnahmen einer nachhaltigen Personalpolitik umgesetzt, die die Tätigkeit bei der Anklam Extrakt für den Mitarbeiter attraktiv machen und somit die Fluktuation reduzieren.

3.2.5. Sonstige Risiken

Die üblichen Risiken des Betriebs eines Unternehmens im Verarbeitenden Gewerbe (Elementarschäden, Betriebsunterbrechung, Umweltschäden) sind über versicherungstechnische Lösungen abgebildet. Alle durchgeführten Audits des Unternehmens und seines Qualitätsmanagementsystems durch autorisierte Prüfungsunternehmen sowie durch Kunden wurden im Berichtsjahr bestanden.

 

Anklam, den 09. Februar 2024

Mirko Bröcker, Geschäftsführer

6,7,8 https://www.presseportal.de/pm/12523/5673030
9 https://www.situationsbericht.de/1/14-ernaehrungswirtschaft
10 https://www.tagesschau.de/ausland/asien/indonesien-hustensaft-101.html

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Anklam Extrakt GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Anklam Extrakt GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Anklam Extrakt GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023;

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts

Wir machen auf die Ausführungen der Gesellschaft im Lagebericht aufmerksam, dass die Unternehmensplanung von weiteren Verlusten ausgeht und dass die Fortführung der Gesellschaft weiterhin die Sicherstellung des Finanzierungsbedarfs durch den Gesellschafter erfordert.

Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss ist diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

Gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

Beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

Ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

Beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

Führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei

 

insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Rostock, den 09. Februar 2024

RAUTENBERG & KOLLEGEN GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Axel Rautenberg, Wirtschaftsprüfer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.02.2024 festgestellt.

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