Anklam Extrakt GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Zhiyuan Zheng seit 24.9.2024 | Geschäftsführer |
Christian Anton seit 6.8.2024 | Prokura |
Stefanie Stiemer seit 6.8.2024 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Anklam Extrakt GmbHAnklamJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
ANHANG zum Jahresabschluss 2023I. Angaben zur Identifikation
II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde entsprechend den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft auf. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Von den größenabhängigen Erleichterungen bei den Bilanzierungs- und Anhangangabepflichten wurde teilweise Gebrauch gemacht. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung des Vermögens und der Schulden entspricht den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB. Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Die aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden in Bezug auf ihre voraussichtliche Ergebniserreichung als hinreichend sicher eingeschätzt. Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens, die regelmäßig ersetzt werden, deren Gesamtwert für das Unternehmen von nachrangiger Bedeutung ist und deren Bestand in seiner Größe, seinem Wert und seiner Zusammensetzung nur geringen Veränderungen unterliegt, werden mit einem Festwert angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden linear vorgenommen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Durchschnittspreisen, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war. Fertige und unfertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten sowie anteilige Verwaltungskosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wurde durch Bildung angemessen dotierter Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt. Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Die Berechnung der passiven latenten Steuern beruht auf den temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und aus steuerrechtlicher Betrachtungsweise. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragssteuersatz liegt bei 30%. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs des Entstehungstages umgerechnet. Anpassungen erfolgen, sofern sich aus dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag niedrigere Forderungen bzw. höhere Verbindlichkeiten ergeben. IV. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres. Sachanlagen mit einem Wert von insgesamt 29 TEUR (Vorjahr: 29 TEUR) werden mit einem Festwert bewertet. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 53 TEUR eine Restlaufzeit von über 1 Jahr (Vorjahr: 53 TEUR). Zum 31. Dezember 2023 bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von 57 TEUR (Vorjahr: 132 TEUR), die in voller Höhe auf die Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände entfallen. Die sonstigen Rückstellungen wurden gebildet für Personalverpflichtungen (89 TEUR), ausstehende Eingangsrechnungen (248 TEUR) und Archivierung (6 TEUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter von 0 TEUR (Vorjahr: 3.200 TEUR). Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:
Die passiven latenten Steuern betreffen die Bilanzierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Bei den Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich im Einzelnen um im Rohergebnis ausgewiesene Erträge aus einem Darlehensverzicht von 6.550 TEUR (Vorjahr: 4.500 TEUR). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen mit 62 TEUR (Vorjahr: 16 TEUR) auf Gesellschafterdarlehen. VI. Sonstige Angaben Zum 31. Dezember 2023 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen von insgesamt 1.218 TEUR, davon 1.118 TEUR aus langfristigen Mietverträgen. Die Gesellschaft hat Investitionszuschüsse erhalten, für die noch eine Bindungsfrist besteht. Zum Bilanzstichtag sind dies 4.794 TEUR. Die Zuschüsse werden erst fünf Jahre nach Beendigung des Erstinvestitionsvorhabens unverfallbar. Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 71 (Vorjahr 74) Arbeitnehmer beschäftigt. Der Geschäftsführung gehören an:
Ist nur ein Geschäftsführer vorhanden, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Gesamtprokura in Gemeinschaft mit dem Geschäftsführer wurde folgenden Personen erteilt:
Dem freiwilligen Beirat gehörten im Berichtsjahr an:
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.
Anklam, den 09. Februar 2024 Mirko Bröcker, Geschäftsführer Anlagenspiegel 2023
LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gesellschaft 1.1. Geschäftsmodell Die Gesellschaft ist ein mittelständischer Hersteller von hochwertigen Pflanzenextrakten für die Pharma- und Lebensmittelindustrie mit Hauptsitz in Anklam sowie einem Vertriebsbüro in Nürnberg. Das Produktportfolio setzt sich aus Pflanzenextrakten für die Pharmaindustrie, kundenspezifischen Extrakt-Lösungen für die Lebensmittelindustrie sowie aus den Branded Ingredients zusammen. Das Vertriebsgebiet erstreckt sich weltweit. Das Unternehmen wurde 2007 gegründet und ist eine Beteiligung der Schweizer GEMKAP Holding AG. Es wird von dem Geschäftsführer Mirko Bröcker geleitet. 1.2. Forschung und Entwicklung Der Bereich der Forschung und Entwicklung bei der Anklam Extrakt GmbH gliedert sich in die Bereiche der Produktentwicklung und der klinischen Studien. Die klinischen Studien werden insbesondere bei den Branded Ingredients durchgeführt, um den Kunden wissenschaftliche Daten zum Nachweis der Wirksamkeit zur Verfügung stellen zu können. Die Produktentwicklung beschäftigt sich insbesondere mit Lösungen für kundenspezifische Anforderungen. Intellektuelles Eigentum, das bei eigenen Neuentwicklungen entsteht, wird als selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstand aktiviert. Zum Bilanzstichtag betrug der verbleibende Wert der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände 57 TEUR. In 2023 waren keine Zugänge zu verzeichnen. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen 2023 1,6% der Gesamtaufwendungen. In diesem Bereich waren 2023 durchschnittlich drei Mitarbeiter tätig. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und branchenbezogenes Umfeld Das reale Bruttoinlandsprodukt sank in Deutschland 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,3% 1. Die zuletzt durch Energiepreise und weiterhin eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten gebremste Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe, verzeichnete gegen Ende des Jahres 2023 einen um real 5,7% gesunkenen Auftragsbestand zum Vorjahr 2. Die Wirtschaftsleistung des verarbeitenden Gewerbes ging um 0,4% im Vergleich zum Vorjahr zurück. 3 Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. 3 Der private Konsum nahm im Jahr 2023 um 0,8% gegenüber dem Vorjahr ab. 5
1
https://de.statista.com/themen/26/bip/#topicOverview
Nach Angaben des Branchenverbandes VCI verzeichnete die chemisch-pharmazeutische Industrie in 2023 einen Produktionsrückgang um 8,0%, während der Branchenumsatz 12,0% niedriger als im Vorjahr ausfiel. 6 Der hohe Energie- und Rohstoffkostendruck des Vorjahres hat nachnachgelassen. Die Erzeugerpreise für chemisch-pharmazeutische Produkte waren 2023 durchschnittlich rund 1,0% günstiger als im Vorjahr. 7 Die Produktionen bleiben weiterhin gedrosselt um Energie, insbesondere Gas, einzusparen. 8 In der Ernährungsindustrie hingegen stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 um 9,0% über dem entsprechenden Vorjahresstand. Sowohl das Inlandsgeschäft als auch das Auslandsgeschäft haben weiter zugenommen. Ursache für diese starken Umsatzsteigerungen waren Verteuerungen der Lebensmittel und Preissteigerungen bei Energie und Verpackungen. 9 2.2. Geschäftsverlauf Die Anklam Extrakt GmbH verzeichnete ein stagnierendes Wirtschaftsjahr 2023 in Bezug auf das weitere Wachstum. Der zweistellige Umsatzzuwachs der Vorjahre wurde nicht wiederholt, sondern ging um -4,6% gegenläufig zurück. Ergebnisseitig war die Entwicklung im operativen Bereich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Aufgrund der Marktentwicklung erhöhten sich die Finanzierungskosten. Das bisher erreichte Umsatzniveau führt noch nicht zu einer hinreichenden Auslastung der Kapazitäten, was zu anhaltenden operativen Verlusten führt. Es sind außerordentliche Erträge aus dem Erlass von Darlehen (6,5 Mio. EUR, Vorjahr 4,5 Mio. EUR) zu verzeichnen. Nach wie vor zeigt sich der Bereich der Forschung und Entwicklung als stabil, wenn auch auf niedrigem Niveau. Durch die unternehmenseigenen Entwicklungskompetenzen wurden im Berichtsjahr neue kleinere Entwicklungsaufträge akquiriert, die für die Zukunft Umsatzsteigerungen durch Produktverkäufe versprechen. 2.3. Lage 2.3.1. Ertragslage Die Ertragslage des Geschäftsjahres ist durch die außerordentlichen Erträge von 6,5 Mio EUR (Vorjahr: 4,5 Mio EUR) aus dem Verzicht auf Darlehen geprägt. Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Hauptträger dieser Entwicklung ist die - aufgrund regulatorischer Vorgaben infolge von Verunreinigungen in Produkten anderer Hersteller - verringerte Nachfrage im südostasiatischen Raum für Produkte, die in flüssigen Nahrungsergänzungsmitteln weiterverarbeitet wurden. 10 Die Personalaufwendungen liegen mit 4,2 Mio. EUR 9% unter dem Vorjahresniveau. Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter sank von 74 auf 71.
6,7,8
https://www.presseportal.de/pm/12523/5673030
Das Zinsergebnis beträgt -0,8 Mio. EUR (Vorjahr -0,3 Mio. EUR) und beinhaltet nahezu ausschließlich die Zinsaufwendungen an nahestehende Personen. Aufgrund der außerordentlichen Erträge, schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresgewinn von 1,1 Mio. EUR ab. 2.3.2. Finanzlage 2.3.2.1. Kapitalstruktur
Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 37,4% der Bilanzsumme und liegt damit über dem Vorjahresniveau von 29,6%. Der Gesellschafter hat in 2023 das Gesellschafterdarlehen in Höhe von 3,2 Mio. EUR erlassen. Darüber hinaus hat die Gesellschaft 2023 die Auszahlung von Darlehenstranchen von nahestehenden Personen i.H.v. 2,5 Mio. EUR sowie einen Darlehensverzicht von 3,4 Mio. EUR erhalten. Die Liquidität war im Berichtsjahr zu jedem Punkt gesichert. 2.3.2.2. Investitionen Die Sachanlagenzugänge im Berichtsjahr betrugen 0,13 Mio. EUR. Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen wie z.B. Studien, Marken und Rechte beliefen sich auf 0,02 Mio. EUR. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Höhe von 1,5 Mio. EUR liegen über der Summe der Investitionen. Das Anlagevermögen beträgt zum Bilanzstichtag 22,4 Mio. EUR (im Vorjahr 23,8 Mio. EUR). 2.3.3. Vermögenslage Die Veränderungen der Vermögenslage im Berichtsjahr 2023 lassen sich im Wesentlichen wie folgt erläutern: Die Verminderung des Anlagevermögens ist durch die reguläre Abschreibung für Abnutzung, die die Neuinvestitionen überschritten, zu erklären.
6,7,8
https://www.presseportal.de/pm/12523/5673030
Im Bereich des Umlaufvermögens wurde der Bestand an Vorräten im Vergleich zum Vorjahr marginal um 1% bzw. 0,05 Mio. EUR erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hingegen sinken deutlich um 0,4 Mio. EUR, während sich die kurzfristige verfügbare Liquidität um 0,8 Mio. EUR vermindert. Das durch Gesellschafter und nahestehende Personen zur Verfügung gestellte Fremdkapital beträgt 17,0 Mio. EUR und somit 59,2% der Bilanzsumme. Die Rückstellungen sind um 12% bzw. 0,05 Mio. EUR zum Vorjahresniveau gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Bilanzstichtag 0,6 Mio. EUR und sind damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Mio. EUR niedriger. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten u.a. das von nahestehenden Unternehmen zur Verfügung gestellte Fremdkapital. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognose- und Chancenbericht Im kommenden Wirtschaftsjahr werden die geschäftlichen Aktivitäten im In- und Ausland weiter im bisherigen Maße betrieben. Aufgrund der Gewinnung einzelner neuer Kunden für unsere Produkte und des steigenden Auftragsvolumens bei bestehenden Kundenbeziehungen gehen wir davon aus, dass die Nachfrage nach den Erzeugnissen der Anklam Extrakt GmbH in den kommenden Jahren kontinuierlich weiter steigen wird. Aufgrund von Veränderungen im Produktportfolio und Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung erwarten wir, dass sich die Ertragslage im folgenden Wirtschaftsjahr verbessern wird. Für das Jahr 2024 haben wir uns auf Basis der derzeitigen Geschäftseinschätzung unter Einbeziehung möglicher Chancen und Risiken für die Anklam Extrakt GmbH ein deutliches Umsatzwachstum sowie verminderte operative Verluste und als Ziel gesetzt. Die Unternehmensplanung geht von weiteren Verlusten aus. Die Fortführung der Gesellschaft bedarf weiterhin der Sicherstellung des Finanzierungsbedarfs durch die Gesellschafter. Die Unternehmensplanung und weitere Finanzierung der Gesellschaft wird mit den Gesellschaftern eng abgestimmt. Das Eintreffen der Prognosen und Planungen für die Zukunft ist nicht gesichert. 3.2. Risikobericht Bestandsgefährdende Risiken sind zum Zeitpunkt der Lageberichterstattung nicht ersichtlich. Entwicklungsbeeinträchtigende Risiken ergeben sich insbesondere aus der Rohstoffbeschaffung.
6,7,8
https://www.presseportal.de/pm/12523/5673030
Darüber hinaus können weitere Risiken aus dem regulatorischen Umfeld im Pharmabereich (Zulassungs-/Genehmigungsverfahren), aus umweltrechtlichen Regelungen und Auflagen, dem Wettbewerbsumfeld, aus Währungskursschwankungen, dem Personalbereich und aus der Produkthaftung resultieren. 3.2.1. Marktrisiken Für konjunkturzyklische Schwankungen sind die Branchen Pharma- und Lebensmittelindustrie, in denen die Anklam Extrakt GmbH tätig ist, nur in geringem Maße anfällig. Durch eine steigende Wettbewerbsintensität aufgrund neu eintretender Wettbewerber im Markt der Pflanzenextrakte können Risiken für die weitere Unternehmensentwicklung entstehen. Risiken existieren, insbesondere im Pharmabereich, in den Geschäftsentscheidungen unserer Kunden in Bezug auf deren Strategie. Hier können geschäftspolitische Entscheidungen im Hinblick auf die Zulassung und den Vertrieb von Arzneimitteln dazu führen, dass es auch bei der Anklam Extrakt GmbH zu Umsatzeinbußen kommt. Diese sind aufgrund der generell sehr langfristig ausgerichteten Aktivitäten in dieser Branche kurzfristig nicht zu kompensieren. Um die Abhängigkeit von einzelnen Märkten oder Kunden zu verringern, hat die Anklam Extrakt GmbH bereits in den vergangenen Jahren ihre Aktivitäten internationalisiert und verbreitert. Zuletzt wurden insbesondere im Ausland neue Kunden im Bereich der Branded Ingredients gewonnen. 3.2.2. Währungsrisiken Schwankungen bei den Wechselkursen haben hauptsächlich einen Einfluss auf der Kostenseite, da die weltweite Beschaffung von Rohstoffen i. d. R. in Fremdwährungen wie dem US-Dollar erfolgt. Die Umsätze hingegen werden zum überwiegenden Teil in Euro fakturiert. Durch die Erhöhung von Umsätzen in US-Dollar nähern sich diese Verhältnisse einander an und der dadurch entstehende Natural Hedge wirkt sich positiv auf die Minimierung des Währungsrisikos aus. 3.2.3. Beschaffungsrisiken Die Beschaffung von pflanzlichen Rohstoffen ist aufgrund ihrer Natur als landwirtschaftliches Erzeugnis bzw. als natürlich wachsender Rohstoff mit Risiken verbunden. Wetter- und Klimaschwankungen in den Anbaugebieten gefährden das Ernteergebnis und können so zu steigenden Rohstoffpreisen führen. Politische Entscheidungen, wie die Einführung von Lohnuntergrenzen können zu steigenden Einstandskosten führen. Weitere politische Risiken in Anbauländern haben ebenfalls einen Einfluss auf die ordnungsgemäße Versorgung unserer Fertigung. Nicht vorhersehbare Ereignisse wie eine Pandemie oder Krieg können einerseits bestehende Lieferketten unterbrechen, andererseits aber auch zu stark vermehrter Nachfrage einzelner Produkte führen. Durch steigende Weltmarktpreise für Agrargüter nimmt der Wettbewerb um vorhandene Anbauflächen zu. Solchen Risiken begegnen wir einerseits mit dem Vorhalten von mehreren Lieferanten aus verschiedenen Anbaugebieten sowie andererseits auch mit einer umfangreichen Lagerhaltung im Bereich der Rohstoffe.
6,7,8
https://www.presseportal.de/pm/12523/5673030
3.2.4. Personalrisiken Zur Erreichung der Unternehmensziele ist es von entscheidender Bedeutung, hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter im Unternehmen zu beschäftigen. Ziel ist es, mit einer hohen Arbeitgeberattraktivität diese Mitarbeiter an die Anklam Extrakt GmbH zu binden. Um gezielt für den eigenen Nachwuchs in der Zukunft zu sorgen, beschäftigen wir derzeit 2 Auszubildende. Es kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass Mitarbeiter in Schlüsselpositionen aus privaten oder beruflichen Gründen das Unternehmen verlassen. Als Gegenmaßnahmen werden unterschiedliche Maßnahmen einer nachhaltigen Personalpolitik umgesetzt, die die Tätigkeit bei der Anklam Extrakt für den Mitarbeiter attraktiv machen und somit die Fluktuation reduzieren. 3.2.5. Sonstige Risiken Die üblichen Risiken des Betriebs eines Unternehmens im Verarbeitenden Gewerbe (Elementarschäden, Betriebsunterbrechung, Umweltschäden) sind über versicherungstechnische Lösungen abgebildet. Alle durchgeführten Audits des Unternehmens und seines Qualitätsmanagementsystems durch autorisierte Prüfungsunternehmen sowie durch Kunden wurden im Berichtsjahr bestanden.
Anklam, den 09. Februar 2024 Mirko Bröcker, Geschäftsführer
6,7,8
https://www.presseportal.de/pm/12523/5673030
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Anklam Extrakt GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Anklam Extrakt GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Anklam Extrakt GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts Wir machen auf die Ausführungen der Gesellschaft im Lagebericht aufmerksam, dass die Unternehmensplanung von weiteren Verlusten ausgeht und dass die Fortführung der Gesellschaft weiterhin die Sicherstellung des Finanzierungsbedarfs durch den Gesellschafter erfordert. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss ist diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Rostock, den 09. Februar 2024 RAUTENBERG
& KOLLEGEN GmbH
Axel Rautenberg, Wirtschaftsprüfer sonstige Berichtsbestandteile Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 23.02.2024 festgestellt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
1 nahegelegene Organisation
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen