Jallad Vermögensverwaltung GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Heinz Jörg Petry seit 6.5.2013 | Prokura |
Bernhard Dr. Baumgartner seit 12.3.2013 | Vorstandsmitglied |
Stefan Alexander Gerlach seit 25.10.2012 | Prokura |
Niklot von Bülow seit 26.9.2012 | Prokura |
Jörg Unkelbach seit 21.5.2012 | Prokura |
Maik Weihs seit 21.5.2012 | Prokura |
Thomas Hüllenkremer seit 21.5.2012 | Prokura |
Günter Heinrich Wieching seit 2.2.2012 | Prokura |
Thomas Hans Fries seit 2.2.2012 | Prokura |
Christian Burrichter seit 27.6.2011 | Prokura |
Heiko Feil seit 19.1.2011 | Prokura |
Frank Dipl.-Ing. Jaburg seit 19.1.2011 | Prokura |
Mike Schellhase seit 29.9.2010 | Prokura |
Manfred Kuttner seit 29.9.2010 | Prokura |
Wolfgang Schindler seit 11.3.2010 | Prokura |
Michael Remold seit 11.3.2010 | Prokura |
Thomas Oberkönig seit 16.7.2009 | Prokura |
Alfred Lessmann seit 16.3.2009 | Prokura |
Oliver Martin Matthaei seit 27.8.2008 | Prokura |
Holger Mosebach seit 15.1.2008 | Prokura |
Peter Dipl.-Ing. Dimed seit 19.6.2007 | Prokura |
Roland Schindler seit 11.11.2005 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Alpine Mayreder Bau GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Alpine Bau Deutschland AGEchingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010Lagebericht und Einzelabschluss nach International Financial Reporting Standards zum 31. Dezember 2010 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010Die ALPINE Bau Deutschland AG ist ein Unternehmen des ALPINE-Konzerns mit Sitz in Wals bei Salzburg/Österreich. Der ALPINE-Konzern Wals bei Salzburg/Österreich, ist mehrheitlich im Besitz des spanischen börsennotierten Baudienstleistungsunternehmens Fomento de Construcciones y Contratas S.A. (FCC). Die ALPINE Bau Deutschland AG wurde 1989 in München gegründet und hat ihren Sitz in Eching, Landkreis Freising. Mit zehn Niederlassungen in Deutschland und weiteren Niederlassungen bzw. Tochtergesellschaften in Deutschland, Polen, den Vereinigten Arabischen Emiraten (V.A.E.) und den Niederlanden gewährleistet die ALPINE Bau Deutschland AG ein stetig hohes Qualitätsniveau bei der Abwicklung anspruchsvoller nationaler wie internationaler Bauvorhaben. Darüber hinaus steht die Konzern-Schwesterunternehmung OOO ALPINE, Moskau/Russland, eine Tochtergesellschaft des ALPINE-Konzerns Wals bei Salzburg/Österreich, mit ihrem Hoch- und Industriebaugeschäft unter der industriellen Leitung der ALPINE Bau Deutschland AG. Einschließlich der oben genannten russischen Gesellschaft beschäftigte die ALPINE Bau Deutschland AG in ihren Niederlassungen und nicht konsolidierten Tochtergesellschaften zum 31. Dezember 2010 1.434 Mitarbeiter, davon 1.093 in der ALPINE Bau Deutschland AG, 32 Mitarbeiter in den nicht konsolidierten Tochtergesellschaften und 40 Mitarbeiter in der russischen Gesellschaft. Die Gesellschaft ist in verschiedenen Geschäftsfeldern tätig. Hochbau, Schlüsselfertigbau und Verkehrswegebau sowie Tief-, Wasser-, Industrie-, Kraftwerks- und Brückenbau gehören zum Leistungsspektrum. Die Leitungsebene der ALPINE Bau Deutschland AG - Vorstand und Direktoren - ist für die strategische Führung und organisatorische Aufstellung der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen verantwortlich. Finanzen, Controlling, Rechnungswesen, Recht und Personal sind ebenso wie das Beschaffungswesen zentral organisiert. Die ALPINE Bau Deutschland AG hat in Anwendung von § 325 Abs. 2a HGB zum 31. Dezember 2010 einen IFRS-Einzelabschluss aufgestellt. Die nachfolgende Lageberichterstattung nimmt auf diesen Abschluss Bezug. Die wesentlichen Unterschiede zum HGB-Abschluss sowie entsprechende Erläuterungen zu diesem sind unter Punkt 5 aufgeführt. 1. Geschäfts- und RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche Lage und Entwicklung des Baumarktes Die Weltwirtschaft hat sich 2010 mit einem Wachstum von rund 5 Prozent von der Rezession weitgehend erholt. Dynamisches Wachstum mit einem Plus von mehr als 5 Prozent verzeichneten besonders die Schwellenländer und einige asiatische Volkswirtschaften. Die Länder der Eurozone konnten ihre Wirtschaftsleistung nur um 1,6 Prozent steigern. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt hat dagegen 2010 nach einem Rückgang um 5 Prozent im Vorjahr ein Wachstum von 3,6 Prozent erreicht. Das ist die höchste Steigerungsrate seit der Wiedervereinigung. Die starke Auslandsnachfrage aus Nicht-EU-Ländern führte zu einer Steigerung der Exporte um rund 19 Prozent gegenüber 2009. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote ging 2010 um 0,5 Prozent-Punkte auf 7,7 Prozent zurück. Die Inflationsrate lag bei 1,1 Prozent nach 0,5 Prozent im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft befand sich Ende 2010 in einer robusten Verfassung. Die selbst in den Krisenjahren leicht gewachsene Volkswirtschaft von Polen hat 2010 um 3,4 Prozent zugenommen. Die private Nachfrage nach Investitionen, die weitere Erholung des privaten Konsums und der wachsende Export waren die Träger des Wachstums. Die deutsche Bauwirtschaft war von der Finanzmarktkrise deutlich betroffen. Die Konjunkturprogramme von Bund und Ländern konnten weiter gehende negative Auswirkungen in Grenzen halten. Infolge der nach 2009 und 2010 vorgezogenen Projekte wird 2011 jedoch Bauvolumen am Markt fehlen. Die deutsche Bauindustrie verzeichnete 2010 ein Umsatzminus von 0,3 Prozent. Die Auftragseingänge erhöhten sich bis zum Jahresschluss leicht um 1,6 Prozent. Der Wohnungsbau schnitt mit einem Umsatzplus von 6,6 Prozent positiv ab. Der öffentliche Bau verbuchte dagegen einen Umsatzrückgang von 2,2 Prozent. Mit einem Minus der Umsätze von 4,3 Prozent schloss der Wirtschaftsbau besser als erwartet ab. Die polnische Bauwirtschaft wächst vor dem Hintergrund der Fußball-Europameisterschaft 2012 kräftig. Neben den Stadion-Projekten sind zahlreiche Infrastrukturprojekte in Bau. Die Vereinigten Arabischen Emirate verzeichneten aufgrund der Auswirkungen der Finanzmarktkrise eine weiterhin geringe Bautätigkeit. Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2010 Mit rund 98 Prozent (Vorjahr: 97 Prozent) Anteil an der Gesamtbauleistung war Deutschland auch 2010 weiterhin der regional bedeutendste Baumarkt des Unternehmens. Auch für das Jahr 2010 hatte das Unternehmen eine weitere Steigerung der Bauleistung geplant. Vor dem Hintergrund von Auftragsstornierungen und einer unbefriedigenden Nachfragesituation musste jedoch im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang der Bauleistung hingenommen werden. Hingegen konnte die Präsenz im europäischen Ausland, insbesondere in Polen, weiter ausgebaut werden. Die Entwicklung der Gesellschaft hinsichtlich der Auftragseingänge war insgesamt sehr zufriedenstellend. Die Gesellschaft konnte in Deutschland wiederum anspruchsvolle Aufträge akquirieren. Genannt seien hier exemplarisch die schlüsselfertige Erstellung einer Hotel- und Büroimmobilie in Berlin, die schlüsselfertige Erstellung einer Wohnimmobilie in München, die Ausführung der Ingenieurbauwerke bei einem großen Stadttunnel in Baden-Württemberg und ein weiteres Kühlturmprojekt im Norden Deutschlands. Mit der polnischen Tochtergesellschaft, der ALPINE Construction Polska Sp. z o.o., Krakau, konnten wir u.a. Aufträge für Verwaltungs- und Laborbauwerke für die Universität in Danzig gewinnen. Im Jahr 2010 verlagerten sich die Akquisitionsaktivitäten in den Vereinigten Arabischen Emiraten von Dubai nach Abu Dhabi. Dort wurden erste Bauaufträge von lokalen Ölgesellschaften akquiriert, die auch bereits in die Bauausführung gingen. Im Berichtsjahr hat die ALPINE Bau Deutschland AG von ihrem Hauptgesellschafter sämtliche Geschäftsanteile der ALPINE Bau Trostberg GmbH, Trostberg, als Einlage erhalten. Die Gesellschaft mit einer Bauleistung von 4 Millionen Euro wurde mit Wirkung zum Jahresbeginn 2010 auf die Gesellschaft verschmolzen. Bauleistungs- und Auftragsentwicklung Bei einer verhaltenen Nachfrage nach Bauleistungen auf dem inländischen Baumarkt war der Vorstand mit dem Auftragseingang im Jahr 2010 erneut sehr zufrieden. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft neue Aufträge in Höhe von 484 Millionen Euro (Vorjahr: 259 Millionen Euro) akquiriert. Der Auftragsbestand der Gesellschaft betrug zum Schluss des Geschäftsjahres 436 Millionen Euro (Vorjahr: 301 Millionen Euro). Der Auftragsbestand im Inland stieg im Vergleich zum Vorjahr auf 415 Millionen Euro (Vorjahr: 293 Millionen Euro) an. Der Auftragsbestand im Ausland stieg auf 21 Millionen Euro (Vorjahr: 8 Millionen Euro). Die mittlere Auftragsreichweite beträgt im Inland rund zehn Monate. Der vorhandene Auftragsbestand deckt die geplante Bauleistung für das Jahr 2011 für den Inlandsmarkt zu circa 80 Prozent ab. Die im Einzelabschluss ausgewiesene Bauleistung gibt nur ein unvollständiges Bild der im Geschäftsjahr erbrachten Gesamtleistung wieder. Insbesondere ist die anteilige Bauleistung der Arbeitsgemeinschaften nicht in dieser Kennzahl des Einzelabschlusses enthalten. Unter Einbezug der anteiligen Bauleistung der Arbeitsgemeinschaften betrug die Gesamtleistung des Unternehmens im Berichtsjahr 353 Millionen Euro (Vorjahr: 408 Millionen Euro). Innerhalb Deutschlands war die Bauleistungsentwicklung von einem deutlichen Rückgang in den Niederlassungen Dortmund und Hamburg und einer erfreulichen Belebung der Bauumsätze in den Niederlassungen in Berlin und München geprägt. Die Gesamtleistung nach den wesentlichen Niederlassungen stellt sich wie folgt dar:
Auslandsgeschäft Das Auslandsgeschäft der ALPINE Bau Deutschland AG war im Jahr 2010 durch den sich wieder leicht normalisierenden Markt in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die umfänglichen Bauaktivitäten der Tochtergesellschaft in Polen und den Markteintritt in den Niederlanden geprägt. Die ALPINE Bau Deutschland AG hat im Ausland eine Bauleistung in Höhe von 8 Millionen Euro (Vorjahr: 11 Millionen Euro) erreicht. In dem ehemals florierenden Baumarkt der Vereinigten Arabischen Emirate (V.A.E.), der besonders stark von der Wirtschaftskrise betroffen war, gab es im Jahr 2010 eine leichte Erholung der Nachfrage nach Bauleistungen. Die Niederlassung in Dubai hat sich den neuen Gegebenheiten angepasst und die Aktivitäten im Wesentlichen auf das Emirat Abu Dhabi ausgerichtet. Dort ist der Konzern zwischenzeitlich mit der Ausführung von Bauaufträgen für die lokale Öl-Gesellschaft tätig. Die Tochtergesellschaft in Polen konnte neben anderen Bauvorhaben zwei Stadion-Projekte in Posen und Krakau im Jahr 2010 an den Auftraggeber übergeben. Zwei weitere große Stadion-Projekte für die Fußball-Europameisterschaft 2012 befinden sich noch in der Bauausführung und können aus heutiger Sicht termingerecht im Jahr 2011 an die Auftraggeber übergeben werden. In den Niederlanden haben wir erfolgreich an ersten Ausschreibungen und Angebotslegungen teilgenommen. Die ersten Bauausführungen beginnen demnächst. Inländische Beteiligungen Operativ am Markt tätig waren 2010 im Inland auch die ALPINE Building Services GmbH mit Sitz in Eching und ein Ingenieurbüro für Energie- und Haustechnik, an dem die ALPINE Bau Deutschland AG eine Mehrheitsbeteiligung hält. 2. ErtragslageDie Gesellschaft hat nach den Rechnungslegungsvorschriften der IFRS einen Jahresüberschuss von 2,8 Millionen Euro (Vorjahr: 2,5 Millionen Euro) erzielt. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit konnte von 4,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 6,3 Millionen Euro im Berichtsjahr verbessert werden. Deutlich im Ergebnis zulegen konnte die Region Deutschland. Die schwache Baukonjunktur in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie eine Erhöhung der Risikovorsorgen belasteten trotz Währungsgewinnen die Ertragslage der Gesellschaft. Das Finanzergebnis ging auf minus 2,2 Millionen Euro (Vorjahr: minus 1,4 Millionen Euro) zurück. Der Rückgang resultiert aus gesunkenen Zinsansprüchen und aus der Verlustübernahme eines nicht konsolidierten und zwischenzeitlich nicht mehr operativ tätigen Tochterunternehmens, mit dem ein Ergebnisabführungsvertrag besteht. Der Steueraufwand in Höhe von 1,4 Millionen Euro betraf mit 1,1 Millionen Euro Aufwand aus latenten Steuern. Darin enthalten waren aufgrund einer im Vergleich zum Vorjahr günstigeren Entwicklung der Realisierbarkeit von steuerlichen Verlustvorträgen hierfür zusätzlich angesetzte aktive latente Steuern in Höhe von 0,4 Millionen Euro. 3. FinanzlageDie Verfügbarkeit der für das laufende Geschäft benötigten Liquidität war auch im Geschäftsjahr 2010 sichergestellt. Der Kassenbestand und die Bankguthaben betrugen per 31. Dezember der Berichtsperiode 21,0 Millionen Euro (Vorjahr: 17,8 Millionen Euro). Den Zahlungsverpflichtungen kam die Gesellschaft unter Berücksichtigung der vereinbarten Zahlungsziele und unter Nutzung von Skonti nach. Den benötigten Bedarf an liquiden Mitteln hat die Gesellschaft durch die Nutzung von zur Verfügung stehenden Linien bei Kreditinstituten oder ggf. durch Bereitstellung von benötigten Mitteln durch den Hauptgesellschafter gedeckt. Im Berichtsjahr wurden die Finanzverbindlichkeiten der Gesellschaft auf den Hauptgesellschafter umfinanziert: Die über eine schweizerische Konzern-Schwestergesellschaft im Jahr 2010 zur Refinanzierung zur Verfügung gestellte Kreditlinie in Höhe von 40,0 Millionen Euro (Inanspruchnahme zum 31. Dezember 2009 31,0 Millionen Euro) wurde zum Berichtsjahresende zurückgeführt. Ebenso wurde der zusätzlich über den ALPINE-Konzern, Wals bei Salzburg/Österreich, mit einem Bankensyndikat geschlossene Rahmenkredit, bei dem für die Gesellschaft eine Linie in Höhe von 20,0 Millionen Euro zur Verfügung stand (Inanspruchnahme zum 31. Dezember 2009 20,0 Millionen Euro), zum Jahreswechsel getilgt. Im Vorjahr bestehende Bankdarlehen in Höhe von 11,7 Millionen Euro wurden ebenfalls zurückgeführt. Insbesondere im Zuge dieser Maßnahmen stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber dem Hauptgesellschafter um 62,3 Millionen Euro an. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug vor dem Hintergrund der oben dargestellten Maßnahmen im Berichtsjahr minus 1,7 Millionen Euro (Vorjahr: minus 7,1 Millionen Euro). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 7,5 Millionen Euro beinhaltet insbesondere eine langfristige Forderung in Höhe von 3,3 Millionen Euro an den Leasinggeber des von der Gesellschaft genutzten Verwaltungsgebäudes in Eching, sowie ein kurzfristiges Darlehen an die polnische Tochtergesellschaft in Höhe von 2,6 Millionen Euro. Der positive Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit konnte von minus 4,3 Millionen Euro im Vorjahr auf 11,2 Millionen Euro im Berichtsjahr verbessert werden. Erhaltene Vorauszahlungen von Bauherren bei inländischen Bauvorhaben haben den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit positiv beeinflusst. 4. VermögenslageIm Jahr 2010 tätigte die Gesellschaft Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 1,9 Millionen Euro (Vorjahr: 2,1 Millionen Euro). Die Investitionen in Sachanlagen dienten insbesondere dem Erhalt und dem gezielten Ausbau der vorhandenen Kapazitäten. Der Anstieg der übrigen langfristigen Vermögenswerte um rund 3,1 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresstichtag resultierte aus einer Forderung an eine Leasing-Projekt-Gesellschaft in Höhe von 3,3 Millionen Euro. Der Forderung liegt ein im Berichtsjahr abgeschlossener langfristiger Leasingvertrag über das von der Gesellschaft genutzte Verwaltungsgebäude in Eching zugrunde. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögenswerte um 61,3 Millionen Euro im Jahresvergleich resultierte insbesondere aus dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 21,2 Millionen Euro, dem Anstieg der Forderungen aus der Auftragsfertigung in Höhe von 10,9 Millionen Euro, dem Anstieg der Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften in Höhe von 13,8 Millionen Euro und dem Anstieg der Forderungen gegen die polnische Tochtergesellschafft in Höhe von 11,8 Millionen Euro. Aus der Einlage der Geschäftsanteile an der ALPINE Bau Trostberg GmbH resultierte eine Erhöhung der Kapitalrücklage von 0,5 Millionen Euro. Zum Rückgang der Finanzverbindlichkeiten verweisen wir auf die Ausführungen unter Punkt "3. Finanzlage". Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten nahmen gegenüber dem Vorjahresstichtag um 125,8 Millionen Euro auf 235,6 Millionen Euro zu. Da bei erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 19,9 Millionen Euro auf 85,0 Millionen Euro, die Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen von 11,7 Millionen Euro auf 33,5 Millionen Euro und die Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften um 20,3 Millionen Euro auf 36,4 Millionen Euro. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften in Höhe von 67,3 Millionen Euro erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um 63,2 Millionen Euro. Der Anstieg der Verbindlichkeiten entstand im Wesentlichen durch die Inanspruchnahme von Liquidität über den Hauptgesellschafter ALPINE Bau GmbH, Wals bei Salzburg/Österreich, bei entsprechender Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten. Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen unter Punkt "3. Finanzlage". 5. Ergänzende Erläuterungen zum HGB-JahresabschlussDas um 23 Millionen Euro höhere Eigenkapital zum 31. Dezember 2010 des IFRS-Einzelabschluss zum HGB-Jahresabschluss resultiert aus abweichenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften nach IFRS bei den nachfolgend dargestellten Sachverhalten: Nicht schlussgerechnete Bauleistungen (Fertigungsaufträge) Fertigungsaufträge sind nach den Regeln der IFRS zum jeweiligen Abschlussstichtag mit den bis dahin entsprechend dem Fertigstellungsgrad angefallenen Auftragskosten und -erlösen zu bewerten (Percentage of Completion-Methode). Nach HGB ist die Erlösrealisation erst mit Fertigstellung zulässig; bis dahin sind die Fertigungsaufträge höchstens zu den Herstellungskosten am jeweiligen Bilanzstichtag zu bewerten. Der Unterschiedsbetrag hieraus beträgt zum Bilanzstichtag 15 Millionen Euro. Gewinnübernahmen von Arbeitsgemeinschaften Entsprechend der Abbildung von Fertigungsaufträgen werden im HGB-Einzelabschluss anteilige Gewinne von Bauaufträgen, die in Arbeitsgemeinschaften mit Dritten abgewickelt werden, erst mit Fertigstellung des Fertigungsauftrags bilanziert. Abweichend hiervon werden im IFRS-Einzelabschluss die Gewinne analog der Abbildung von Fertigungsaufträgen entsprechend dem Anteil an der Arbeitsgemeinschaft als Gewinnübernahme unter der Bauleistung ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag hieraus beträgt zum Bilanzstichtag 4 Millionen Euro. Sachanlagevermögen Das Sachanlagevermögen wird weitestgehend sowohl im IFRS-Einzelabschluss als auch im HGB-Abschluss zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Eine Höherbewertung nach IFRS resultiert aus abweichenden planmäßigen Abschreibungen. Der Unterschiedsbetrag hieraus beträgt zum Bilanzstichtag 4 Millionen Euro. Übrige Aus Ansatz- und Bewertungsunterschieden bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, den Rückstellungen und dem Finanzierungsleasing resultiert ein Unterschiedsbetrag von 3 Millionen Euro. Latente Steuern Insbesondere aus den dargestellten Bewertungsunterschieden sowie aus der Aktivierung von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge waren im IFRS-Einzelabschluss 3 Millionen Euro Latente Steuerschulden zu bilanzieren. Der Jahresüberschuss nach HGB lag um 2 Millionen Euro unter dem Jahresüberschuss nach IFRS. Ursächlich hierfür war insbesondere die Tatsache, dass erhebliche Teile der Jahresbauleistung im HGB-Jahresabschluss, abweichend zum IFRS-Einzelabschluss, zu Herstellungskosten zu bewerten waren, da die zugrundeliegenden Fertigungsaufträge zum Bilanzstichtag nicht fertiggestellt waren. 6. NachtragsberichtZu Anfang des Jahres 2011 vermeldete die Niederlassung in Abu Dhabi den Auftragseingang für ein Projekt in der Größenordnung von ca. 80,0 Millionen Euro. Auftragnehmer ist ein Joint Venture aus der dortigen nationalen Ölgesellschaft und einem führenden Anbieter von Kunststoffen. Dieses Projekt wird deutlich zur Belebung der Bauaktivitäten in den Vereinigten Arabischen Emiraten im Jahr 2011 beitragen. Bei einem Projekt in Deutschland hat die Gesellschaft ausstehende Zahlungen auf verrechnete Bauleistungen gerichtlich eingeklagt. Im Jahr 2011 hat nunmehr der Bauherr seinerseits Schadenersatz vor Gericht geltend gemacht. Der Vorstand sieht keine Grundlage für diese Gegenklage. 7. Niederlassungen/StandorteMit den bekannten Inlandsstandorten in Eching bei München, Berlin, Hamburg, Halle/ Leipzig, Frankfurt am Main, Köln, Dortmund und Stuttgart und einem neuen Standort im bayrischen Trostberg ist die ALPINE Bau Deutschland AG mit qualifiziertem Personal flächendeckend in Deutschland in der Nähe der Kunden vertreten. Im Ausland sind Konzernunternehmen und Niederlassungen der ALPINE Bau Deutschland AG für die Kunden an den ausländischen Standorten in den V.A.E. in Dubai und Abu Dhabi, in Polen (Tochtergesellschaft) mit dem Firmensitz in Krakau und Niederlassungen in Warschau und Danzig sowie über eine Tochtergesellschaft des ALPINE-Konzerns Wals bei Salzburg/Österreich, in Russland mit dem Firmensitz in Moskau und einer Niederlassung in Kaluga präsent. 8. BelegschaftZum Jahresende 2010 waren für die Gesellschaft, insgesamt 1.093 Mitarbeiter/-innen (Vorjahr: 954 Personen) im In- und Ausland tätig. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Anstieg um 139 Personen. Grund für den Personalanstieg war u.a. der neue Standort in Trostberg und die Ausweitung der Bauaktivitäten am Standort in Berlin und einem Personalaufbau in der Zentralverwaltung in Eching. 9. Risiko-ManagementDas installierte Risiko-Management hat sich auch im Jahr 2010 bewährt. Vorstand, Direktoren und die in der Verantwortung stehenden leitenden Mitarbeiter werden systematisch und zeitnah über die Risikobereiche und gegebenenfalls Fehlentwicklungen bzw. entwicklungsgefährdende Risiken informiert. Treten Risiken auf, werden diese analysiert, ggf. korrigiert und abgestellt. Anschließend begleitet das Risiko-Management etwaige fortbestehende Gefährdungen durch ein enges Controlling. Bedingt durch die äußerst zeitnahen und häufigen Berichtstermine aufgrund der Einbindung in den börsennotierten spanischen Konzern, verbessern sich die Möglichkeiten einer noch kurzfristigeren Auswertung und ggf. eines schnelleren Handelns stetig. Zu den wesentlichen Risikofeldern zählen Projektrisiken, Beschaffungsrisiken, Prozessrisiken und Finanzrisiken. Projektrisiken Das Management von Projektrisiken zählt zum Kern des Risiko-Managementsystems. Die Gesellschaft führt im Rahmen ihres Risiko-Überwachungssystems bereits bei Bekanntwerden erster Projektinformationen und dann intensiv beim Eingang von Ausschreibungsunterlagen zu Projekten eine Klassifizierung nach Volumen, Ausschreibungs- und Vergabebedingungen durch. Zudem wird die Bonität des Ausschreibenden bzw. potenziellen Auftraggebers, Terminsituation sowie Vorhandensein eigener Kapazitäten und Verfügbarkeit von Nachunternehmen geprüft. Anhand dieser Kriterien entscheidet das Unternehmen über eine weitere Bearbeitung und später auch über die Auftragshereinnahme. Die einzelnen Schritte sind in den von der Gesellschaft gelebten Angebotsrichtlinien festgelegt. Während der Baudurchführung werden diese Klassifizierungen durch installierte Controllinginstrumente kontinuierlich überwacht. So kann die Gesellschaft bei ungünstigen Veränderungen kurzfristig risikominimierende Maßnahmen ergreifen. Beschaffungsrisiken Über die Organisation Zentraleinkauf und deren flächendeckende Präsenz werden die Beschaffungsmärkte für benötigtes Material und Nachunternehmerleistungen sehr eng beobachtet und über Zentraldateien ausgewertet. Durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit Lieferanten und Nachunternehmern stellt das Unternehmen vor Annahme eines Großauftrags termingetreue Verfügbarkeit, Preise und Qualität von Baumaterialien und Nachunternehmern sicher. Prozessrisiken Gerichtliche Auseinandersetzungen lassen sich nicht immer vermeiden. Gerade in den letzten Jahren zeigten Projekte im In- und Ausland, dass die Gesellschaft gegen Ende der jeweiligen Bauvorhaben verstärkt gegen die nachlassende Zahlungsbereitschaft der Bauherren angehen musste. Um das Management dieser Risiken zu optimieren, unterhält die Gesellschaft eine Abteilung mit der Aufgabe, die operativen Bereiche bei der Vermeidung von rechtlichen Risiken zu unterstützen bzw. laufende Rechtsverfahren des Unternehmens fachkundig zu begleiten. Die Gesellschaft ist an einer Reihe von Rechtsstreitigkeiten beteiligt. Die nach derzeitiger Einschätzung vorhandenen Risiken sind im angemessenen Maße bilanziell berücksichtigt. Finanzrisiken Die Gesellschaft erstellt regelmäßig in kurzen zeitlichen Abständen Finanzpläne anhand derer die Liquiditätsdisposition erfolgt. Wesentliche Finanzierungsentscheidungen werden in Abstimmung mit der Finanzabteilung des ALPINE-Konzerns, Wals bei Salzburg/Österreich, getroffen. Bedeutendstes Element des Risiko-Managementsystems ist das fristgerechte Sicherstellen der Liquidität. Daher unterliegen die Finanzpläne einer regelmäßigen Überwachung. Wesentlicher Bestandteil dieser Finanzplanung sind die Zahlungsflüsse aus den Projekten. Durch entsprechende Maßnahmen im Bereich des Risiko-Managements bei den Projektrisiken wird dem Aspekt der Projektliquidität erhöhte Aufmerksamkeit zugeteilt. Aus der dezentralen Unternehmensstruktur mit lokalen Auslandsniederlassungen ergeben sich weitestgehend geschlossene Währungspositionen. Währungssicherungsgeschäfte, welche ggf. in Abstimmung mit der Finanzabteilung des ALPINE-Konzerns, Wals bei Salzburg/Österreich, abgeschlossen werden, gab es im Berichtsjahr und aktuell nicht. Wesentliche Preisänderungsrisiken aus Finanzinstrumenten sind für die Gesellschaft derzeit nicht zu erwarten. Einzelrisiken, die den Bestand und die Entwicklung der Gesellschaft außergewöhnlich gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Die sich in der Bauausführung befindlichen Bauaufträge weisen keine außergewöhnlichen, über das normale Maß der Bauausführung hinausgehenden Risiken auf. 10. Werte-Management, ZertifizierungenAuch im Jahr 2010 war die ALPINE Bau Deutschland AG aktives Mitglied im Werte-Management der Bauwirtschaft e.V., München. Das Unternehmen verfolgt den obersten wertorientierten Unternehmensgrundsatz engagiert: "Wir behandeln unsere Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter so, wie wir auch von ihnen behandelt werden wollen". Erwähnenswert ist noch, dass die ALPINE Bau Deutschland AG neben der Zertifizierung durch das Werte-Managementsystem nach EMB e.V. auch die Zertifizierungen für das Arbeitsschutz-Management nach OHSAS:2007 und in Teilbereichen nach SCC, für das Umweltschutz-Management nach ISO 14001:2004 und für das Qualitäts-Management nach ISO 9001:2008 hat. 11. Corporate GovernanceDie ALPINE Bau Deutschland AG ist als nicht börsennotiertes Unternehmen nicht verpflichtet eine Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abzugeben. Gleichwohl richten sich Vorstand und Aufsichtsrat nach den Grundsätzen der guten Unternehmensführung, wie sie z.B. im Deutschen Corporate Governance Kodex formuliert sind. Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass der Aufsichtsrat mit den Gesellschaftern nicht nahestehenden Personen besetzt ist. 12. Ausblick 2011Die Gesellschaft erwartet für das Jahr 2011 eine steigende Bauleistung und einen positiven Verlauf des operativen Geschäfts. Ausgestattet mit einem zufriedenstellenden Auftragsbestand zum Jahresanfang 2011 sind die gesetzten Umsatzziele, insbesondere durch die kontinuierliche Entwicklung des Auslandsbaus, weitestgehend gesichert. Abzuwarten bleibt, wie sich im Laufe des Jahres 2011 die inländische Baunachfrage entwickeln wird. Mit den Sparten Brücken-, Wasser-, Verkehrswege-, Hoch- und Schlüsselfertigbau ist der Konzern gut in den Marktsegmenten vertreten. Der geplante Anstieg der Bauleistung im Jahr 2011 wird vor allem im Ausland und in der arabischen Welt stattfinden. Die Auslandsaktivitäten der Gesellschaft sollen im Jahr 2011 und in den Folgejahren mit kontrolliertem Risiko, aber auch dynamisch weiter ausgebaut werden. Ansprüche und Verpflichtungen aus laufenden und alten Projekten sind im vorliegenden Einzelabschluss angemessen abgebildet. Diese in die Zukunft gerichteten Wertansätze sind insbesondere bei streitgegenständlichen Altprojekten naturgemäß mit Unsicherheiten behaftet. Einer Verbesserung der Ertragslage des deutschen Bauhauptgewerbes ist derzeit auch für das Jahr 2011 im Inland nicht zu erwarten. Für das Jahr 2011 geht die Gesellschaft von einem positiven Jahresergebnis aus. 13. Geschäftsbeziehungen zu verbundenen UnternehmenDer Vorstand der Gesellschaft hat einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG für das Jahr 2010 erstellt. Dieser schließt mit folgender Erklärung des Vorstandes ab: "Der Vorstand erklärt gemäß § 312 Abs. 3 Aktiengesetz, dass nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft mit verbundenen Unternehmen eine angemessene Gegenleistung erhielt. Berichtspflichtige Maßnahmen lagen nicht vor."
Eching, Mai 2011 Der Vorstand Karsten Hell Achim Müllerschön Günter Vossschulte Bilanz nach IFRS zum 31. Dezember 2010AKTIVA
Gesamtergebnisrechnung nach IFRS für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010
Eigenkapitalveränderungsrechnung für 2010Anhang 22
Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2010
Anhang für das Geschäftsjahr 20101. DAS UNTERNEHMENDie ALPINE Bau Deutschland AG, Eching, Landkreis Freising, ist ein verbundenes Unternehmen der ALPINE Holding GmbH mit Sitz in Wals bei Salzburg/Österreich und wird in deren Konzernabschluss (kleinster Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss kann über das Internet im österreichischen Firmenbuch eingesehen werden. Des Weiteren wird die ALPINE Bau Deutschland AG in den Konzernabschluss der Fomento de Construcciones Y Contratas, S.A., (FCC), Barcelona/Spanien (größter Konsolidierungskreis, mittelbare Mehrheitsbeteiligung) einbezogen. Die ALPINE Bau Deutschland AG wurde 1989 in München gegründet. Mit zehn Niederlassungen in Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten (V.A.E.) und 1.093 Mitarbeitern (Stand 31.12.2010) gewährleistet die ALPINE Bau Deutschland AG ein stetig hohes Qualitätsniveau bei der Abwicklung anspruchsvoller nationaler und internationaler Bauvorhaben. Dazu ist das Unternehmen in verschiedenen Geschäftsfeldern tätig. Hochbau, Schlüsselfertigbau, Verkehrswegebau, Tief-, Wasser-, Industrie-, Kraftwerks- und Brückenbau gehören zum Leistungsspektrum des Unternehmens. 2. GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNGDer vorliegende Einzelabschluss der ALPINE Bau Deutschland AG wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS - einschließlich IAS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Daneben enthält dieser Anhang alle nach § 325 Abs. 2a HGB zusätzlich geforderten Angaben nach HGB. Der Bilanzstichtag ist der 31. Dezember. Die Gesamtergebnisrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die zahlenmäßige Darstellung des Anhangs erfolgt in Tausend EUR (TEUR). Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten. 3. ANWENDUNG VON NEUEN UND GEÄNDERTEN STANDARDSFür den vorliegenden Einzelabschluss sind erstmals folgende wesentlich geänderte bzw. neue Standards und Interpretationen anzuwenden:
Diese verursachten im gegebenen Fall eine Anpassung der Rechnungslegungsmethoden, hatten aber keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Nachstehende geänderte Standards und neue Interpretationen, die von der EU in europäisches Recht übernommen wurden, kommen ab dem Geschäftsjahr 2011 erstmals zur Anwendung:
Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Einzelabschluss erwartet. Nachstehende Standards werden mit dem Geschäftsjahr 2011 in Kraft treten, wurden bisher aber noch nicht in europäisches Recht übernommen:
Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Einzelabschluss erwartet. 4. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEIm Berichtsjahr wurden die vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und von der EU übernommenen Standards, die für Geschäftsjahre gelten, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen, bei der Erstellung des Einzelabschlusses angewendet. Die bei der Erstellung dieses Einzelabschlusses angewendeten grundlegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind nachfolgend angeführt. 4.1. Gewinnrealisierung Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung bewertet und stellen jene Beträge dar, die für Güter und Dienstleistungen im normalen Geschäftsverkehr zu erhalten sind. Erträge gelten grundsätzlich mit Gefahrenübergang - zum Zeitpunkt der Übertragung der Risiken und Verwertungschancen - bzw. mit Erbringung der Leistung als realisiert. Damit der Fortschritt der Auftragsarbeiten periodengerecht abgebildet werden kann, wird gemäß IAS 11 bei Fertigungsaufträgen auf Basis einer verlässlichen Ermittlung von Fertigstellungsgrad, Gesamtkosten und Gesamterlösen eine zeitanteilige Gewinnrealisierung nach dem Leistungsfortschritt unterstellt (Percentage-of-Completion-Methode). Der Fertigstellungsgrad wird aufgrund der tatsächlich erbrachten Leistung im Verhältnis zu der zu erwartenden Gesamtleistung ermittelt. Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen, wird der erwartete Verlust unmittelbar ergebniswirksam erfasst. Soweit die kumulierte erbrachte Leistung die erhaltenen Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge unter Forderungen aus der Auftragsfertigung. Verbleibt nach Abzug der erhaltenen Anzahlungen ein negativer Saldo, wird dieser als Verpflichtung aus Fertigungsaufträgen passivisch unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Fertigungsaufträge, die in Arbeitsgemeinschaften (vgl. Punkt 4.14) abgewickelt werden, werden ebenfalls nach der PoC-Methode bewertet. Die Erfassung von sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich erst dann, wenn die geschuldete Lieferung oder Leistung erbracht worden ist, der Gefahrenübergang erfolgt ist und der Betrag der erwarteten Gegenleistung zuverlässig geschätzt werden kann. Darüber hinaus muss die Zahlung hinreichend wahrscheinlich sein. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt der Verursachung ergebniswirksam. Zinserträge und Zinsaufwand werden ergebniswirksam unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung realisiert. Der Ertragsteueraufwand beinhaltet laufende Steuern und latente Steuern. 4.2. Sachanlagen Die Grundstücke und Bauten werden für Verwaltungszwecke genutzt. Die Vermögenswerte werden grundsätzlich nach der Neubewertungsmethode bilanziert. Die Neubewertungsbeträge entsprechen dem beizulegenden Zeitwert abzüglich jeglicher anschließend vorgenommener kumulierter Abschreibungen und Verluste aus Wertminderungen. Der beizulegende Zeitwert wird auf marktbasierten Schätzungen durch Bewertung von sowohl externen unabhängigen Sachverständigen als auch von konzerninternen sachverständigen Mitarbeitern ermittelt. Die Neubewertungen werden so regelmäßig durchgeführt, dass der Buchwert nicht wesentlich von dem Wert abweicht, der unter Verwendung des beizulegenden Zeitwerts zum Bilanzstichtag ermittelt wird. Abschreibungen auf neubewertete Immobilien werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Technische Anlagen und Maschinen sowie Büro- und Geschäftsausstattung werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und erfasster Wertminderungen ausgewiesen. Die planmäßige Abschreibung der technischen Anlagen und Maschinen sowie der Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung richtet sich großteils nach dem Abschreibungsverlauf der Zeitwerttabelle der österreichischen Baugeräteliste 2009. In der Regel werden folgende voraussichtliche Nutzungsdauern unterstellt:
4.3. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sind Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zur Wertsteigerung gehalten werden. Diese werden beim Zugang mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Für die Folgebewertung hat die Gesellschaft das Anschaffungskostenmodell gewählt. Die Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer des Vermögenswertes. Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer beträgt 50 Jahre. 4.4. Leasingverhältnisse Im Rahmen von Finanzierungsleasing genutzte Vermögenswerte werden als Vermögenswerte der Gesellschaft mit ihren beizulegenden Zeitwerten oder, falls diese niedriger sind, mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, jeweils zu Beginn des Leasingverhältnisses erfasst. Sie werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer wie eigene Vermögenswerte abgeschrieben. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird in den Finanzverbindlichkeiten erfasst. Die Leasingzahlungen werden so auf Zinsaufwendungen und Verminderung der Leasingverpflichtungen aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Mietzahlungen für operatives Leasing werden als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. 4.5. Immaterielle Vermögenswerte Die Software wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Als voraussichtliche Nutzungsdauer wurde hierbei wie im Vorjahr unterstellt:
4.6. Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten Zu jedem Bilanzstichtag überprüft die Gesellschaft die Buchwerte ihrer Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte, um festzustellen, ob es Anhaltspunkte für einen außerplanmäßigen Wertminderungsbedarf gibt. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang einer eventuellen Wertminderung festzustellen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags auf Basis einer Zahlungsmittel generierenden Einheit (ZGE), zu der der Vermögenswert gehört. Unter einem erzielbaren Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert zu verstehen; eine ZGE ist die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse erzeugen, die weitgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Wenn der geschätzte erzielbare Betrag eines Vermögenswertes oder einer ZGE den Buchwert unterschreitet, wird dieser auf den erzielbaren Betrag vermindert und sofort erfolgswirksam erfasst. 4.7. Finanzielle Vermögenswerte 4.7.1. Anteile an verbundenen Unternehmen Anteile an verbundenen Unternehmen werden gem. IAS 27 klassifiziert. Die Anteile sind zu Anschaffungskosten abzgl. außerplanmäßiger Wertminderungen gem. IAS 36 bewertet.
4.7.2. Beteiligungen Die bestehenden Beteiligungen wurden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte gemäß IAS 39 klassifiziert. Gemäß IFRS 7.29 b konnte mangels vorliegenden Marktes kein von den Anschaffungskosten abweichender Fair Value ermittelt werden. Eine im Berichtsjahr - aufgrund Verschmelzung (siehe Punkt 22) - zugegangene Beteiligung wird mit einem Fair Value von TEUR 0 angesetzt. 4.7.3. Wertpapiere Wertpapiere werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte gem. IAS 39 klassifiziert. Lagen substanzielle Hinweise für eine wesentliche und dauerhafte Wertminderung vor, wurde eine erfolgswirksame Abschreibung vorgenommen. 4.7.4. Finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten werden gemäß IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. 4.8. Vorräte Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert. Bei der Einsatzermittlung kommt grundsätzlich das gewogene Durchschnittspreisverfahren zur Anwendung. 4.9. Forderungen Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach dem Fertigungsfortschritt (Percentage of Completion-Methode) bilanziert. Vergleiche im Einzelnen Punkt 4.1. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt mittels der Effektivzinsmethode. Für erkennbare Einzelrisiken, insbesondere Ausfallrisiken, werden Wertabschläge vorgenommen. Im Hinblick auf den gesetzlich geregelten Verzugszinsenanspruch führt die Anwendung der Effektivzinsmethode bei langfristigen Bauleistungsforderungen zu keiner Änderung der Buchwerte. Schadenersatzforderungen werden in dem Umfang angesetzt, der als so gut wie sicher erachtet wird. 4.10. Zahlungsmittel Zahlungsmittel umfassen Kassenbestände und Bankguthaben. 4.11. Rückstellungen Rückstellungen werden angesetzt, wenn für das Unternehmen eine der Höhe und/oder dem Grunde nach rechtliche oder tatsächliche Verpflichtung gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses vorliegt und dies mit einer Wahrscheinlichkeit von über 50 % zu zukünftigen Zahlungs- und/oder Leistungsverpflichtungen führen wird. Dabei wird jeweils der Betrag angesetzt, der sich bei sorgfältiger Prüfung des Sachverhalts als der Wahrscheinlichste ergibt. 4.12. Finanzverbindlichkeiten Die variabel verzinslichen Darlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden in Höhe des zu Beginn des Leasingverhältnisses beizulegenden Zeitwerts des Leasinggegenstands oder des Barwerts der Mindestleasingraten, sofern dieser Wert niedriger ist, passiviert. 4.13. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit dem Nennwert oder dem höheren Rückzahlungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne des IAS 39 einzuordnen. 4.14. Arbeitsgemeinschaften ALPINE Bau Deutschland AG bilanziert als Partner einer Arbeitsgemeinschaft die in ihrer Verfügungsmacht stehenden Vermögenswerte und die selbst eingegangenen Schulden sowie die getätigten eigenen Aufwendungen und weist die anteiligen Erträge aus diesen Aktivitäten in der Bauleistung aus. Bei den Arbeitsgemeinschaften selbst verbleibende Vermögenswerte und Schulden führen zu anteiligen Ergebnissen, welche in Analogie zur Equity-Methode bilanziert und unter den Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften und in der Bauleistung ausgewiesen werden. 4.15. Ertragsteuern Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe bzw. den Saldo des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Latente Ertragsteuern sind in der Gewinn- und Verlustrechnung nur insofern ausgewiesen, als sie nicht ergebnisneutrale Geschäftsfälle betreffen, die direkt über Eigenkapital gebucht werden. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt und auf der Grundlage der geltenden Steuersätze berechnet. Latente Steuern sind die erwarteten Steuerbe- bzw. -entlastungen aus den Differenzen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden im Einzelabschluss und des Wertansatzes in der Steuerbilanz. Dabei kommt die bilanzorientierte Verbindlichkeitenmethode zur Anwendung. Latente Steuerverbindlichkeiten werden für alle steuerbaren temporären Differenzen angesetzt. Latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen werden, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Der Buchwert der aktiven latenten Steueransprüche wird jedes Jahr zum Bilanzstichtag überprüft und herabgesetzt, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen in der Zukunft zur Verfügung stehen wird, um noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und aktive latente Steuern zu verbrauchen. Aktive und passive latente Steuern werden miteinander saldiert. Latente Steueransprüche und -schulden sind anhand der Steuersätze zu bemessen, die in der Periode der Realisierung des Vermögenswertes oder der Schuld aktuell gültig sind. Die Gesellschaft legt unter Berücksichtigung des Körperschaftsteuersatzes, des Solidaritätszuschlags sowie des durchschnittlichen Gewerbesteuersatzes - wie im Vorjahr - einen Steuersatz von 28,4 % zugrunde. 4.16. Eventualschulden Eventualschulden sind mögliche oder bestehende Verpflichtungen aus vergangenen Ereignissen, bei denen der Ressourcenabfluss nicht wahrscheinlich ist. Sie werden gesondert erläutert und in der Bilanz nicht erfasst. Die angegebenen Verpflichtungen entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. 4.17. Währungsumrechnungen Der Einzelabschluss der Niederlassung Abu Dhabi wird nach dem Konzept der funktionalen Währung in EUR umgerechnet. Bei der Niederlassung ist dies die Landeswährung. Die Niederlassung ist in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig. Nach der modifizierten Stichtagskursmethode werden alle Bilanzpositionen mit Ausnahme des Eigenkapitals mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet; Aufwendungen und Erträge werden mit dem durchschnittlichen Devisenmittelkurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Differenzen, resultierend aus den mit Durchschnittskursen umgerechneten Posten der Gewinn- und Verlustrechnung, werden im Eigenkapital unter der Position Währungsumrechnung erfasst. Der Währungsumrechnung wurden dabei folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:
4.18 Ermessensbeurteilungen und zukunftsbezogene Annahmen Die Aufstellung des Einzelabschlusses in Übereinstimmung mit IFRS erfordert bis zu einem gewissen Grad Ermessensbeurteilungen bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die die angegebenen Beträge für Vermögenswerte, Schulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen der Berichtsperiode beeinflussen können. Insbesondere bei den Annahmen und Schätzungen bei der Auftragsfertigung (IAS 11) im Hinblick auf die Ermittlung der Projektergebnisse und der Einbringlichkeit der Forderungen wie auch der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass es in den folgenden Geschäftsjahren zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden kommen kann; dies gilt vor allem für in bedeutendem Umfang bestehende gerichtsanhängige Bauleistungsforderungen. 4.19. Änderung der Vergleichsinformationen In Übereinstimmung mit den in IAS 1 definierten Grundsätzen wurde dieses Jahr die Unterteilung in lang- und kurzfristige Vermögenswerte und Schulden überarbeitet. Vermögenswerte und Schulden sind unter anderem dann als kurzfristig auszuweisen, wenn die Realisierung innerhalb des normalen Geschäftszyklus erwartet wird. Der Geschäftszyklus eines Unternehmens ist der Zeitraum zwischen dem Erwerb von Vermögenswerten, die in einen Prozess eingehen, und deren Umwandlung in Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalente. Eine Forderung und Verbindlichkeit aus einem Fertigungsauftrag wird auch dann als kurzfristig ausgewiesen, wenn der Fertigungsauftrag bis zum Ein- und Abgang von Zahlungsmitteln oder Zahlungsmitteläquivalenten - unter Umständen beeinflusst durch rechtliche Schritte - länger als 12 Monate dauert. Aus diesem Grund wurden in den Vorjahreszahlen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 52.112 (31.12.2008: TEUR 25.432) und aus Forderungen aus der Auftragsfertigung TEUR 12.214 (31.12.2008: TEUR 0) von langfristig nach kurzfristig umgegliedert. Im Hinblick auf die Branchenpraxis werden im Berichtsjahr die angefallenen Avalprovisionen unter der GuV-Position Sonstige betriebliche Aufwendungen dargestellt; die im Vorjahr unter der GuV-Position Zinsergebnis dargestellten Avalprovisionen in Höhe von TEUR 2.073 (2008: TEUR 1.830) wurden entsprechend umgegliedert. 5. BAULEISTUNGDie Bauleistung beinhaltet neben Umsätzen aus Eigenprojekten auch Lieferungen und Leistungen an die Arbeitsgemeinschaften und auch die anteiligen Ergebnisse aus Arbeitsgemeinschaften in Höhe von TEUR 5.808 (Vorjahr: TEUR 2.368). Die Bauleistung gibt insoweit ein unvollständiges Bild der im Geschäftsjahr erbrachten Bauleistung wieder, da hierin die anteilige Bauleistung der Arbeitsgemeinschaften nicht enthalten ist. Unter Berücksichtigung der anteiligen Bauleistung der Arbeitsgemeinschaften betrug die Bauleistung im Geschäftsjahr TEUR 353.562 (Vorjahr: TEUR 408.142). 6. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
7. PERSONALAUFWAND
8. ABSCHREIBUNGEN
9. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
10. ZINSERGEBNIS
In den Zinserträgen sind Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 25) enthalten. In den Zinsaufwendungen sind Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR -873 (Vorjahr: TEUR -1.057) enthalten. 11. SONSTIGES FINANZERGEBNIS
12. ERTRAGSTEUERN
Der Steueraufwand für das Geschäftsjahr kann mit dem Gewinn laut Gesamtergebnisrechnung wie folgt abgestimmt werden:
Der Steuersatz basiert auf dem inländischen Körperschaftsteuersatz einschließlich des Solidaritätszuschlags sowie des inländischen unternehmensdurchschnittlichen Gewerbesteuersatzes. Temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen im Einzelabschluss und dem steuerlichen Wertansatz wirken sich wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern aus:
Im Hinblick auf die mittelfristigen steuerlichen Ergebniserwartungen wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.954 (Vorjahr: TEUR 1.530) auf ertragsteuerliche Verlustvorträge angesetzt. Die Beträge, der mit dem jeweiligen Steuersatz bewerteten körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge, für die aus Vorsichtsgründen keine aktiven latenten Steuern festgesetzt wurden, belaufen sich auf rd. Mio. EUR 3 (Vorjahr: rd. Mio. EUR 4). 13. SACHANLAGEN
Buchwerte der im Rahmen von Finanzierungsleasing gehaltenen Vermögenswerte:
Per 31. Dezember 2010 gab es keine wesentlichen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen. 14. ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN
Die Gebäude werden über eine Nutzungsdauer von 50 Jahren linear abgeschrieben. Die Mieteinnahmen für die Objekte betrugen 2010 rund TEUR 301 (Vorjahr: TEUR 292); die betrieblichen Aufwendungen einschließlich angefallener Sanierungsaufwendungen für die Objekte betrugen 2010 TEUR 308 (Vorjahr: rd. TEUR 226). Der gutachterliche, im Wege des Ertragswertverfahrens ermittelte, beizulegende Zeitwert der Objekte entspricht dem Buchwert. 15. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
16. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
17. VORRÄTE
18. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus abgeschlossenen Bauvorhaben, während in den Forderungen aus der Auftragsfertigung laufende Projekte ausgewiesen werden. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 2.062 (Vorjahr: TEUR 2.070) abgesetzt. Branchentypische Leistungskorrekturen auf Nachtragsforderungen werden nicht gesondert unter den Wertberichtigungen dargestellt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus der Auftragsfertigung sowie Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften zeigen aufgeteilt nach Überfälligkeit folgendes Bild:
Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche zum Berichtszeitpunkt überfällig waren, wurden keine Wertminderungen gebildet, wenn keine wesentliche Veränderung in der Kreditwürdigkeit dieser Schuldner festgestellt wurde und mit einer Tilgung der ausstehenden Beträge gerechnet wird. Bei einigen Altprojekten sind insgesamt erhebliche Ansprüche der Gesellschaft gegen die Auftraggeber gerichtsanhängig. Die Bilanzansätze sind danach bestimmt, ob der jeweilige Anspruch dem Grunde und der Höhe nach mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durchsetzbar ist. 19. FORDERUNGEN AUS DER AUFTRAGSFERTIGUNG (UNFERTIGE LEISTUNGEN)Die Forderungen aus der Auftragsfertigung setzen sich wie folgt zusammen:
20. SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE
21. KASSENBESTAND UND GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN
22. EIGENKAPITALDas gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 10.000.000,00 ist unverändert gegenüber dem Vorjahr. Es ist wie im Vorjahr in 10.000.000 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 eingeteilt. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Die Kapitalrücklage resultiert aus einer Sacheinlage in 2004. Im Berichtsjahr wurde die Schwestergesellschaft ALPINE Bau Trostberg GmbH, Trostberg, ohne Gewährung von Anteilen auf die Gesellschaft verschmolzen. Hieraus resultiert der Zugang bei der Kapitalrücklage (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB) in Höhe von TEUR 537. Gewinnrücklagen resultieren aus den erwirtschafteten Gewinnen und Verlusten. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt. Aktien mit Sonderrechten existieren nicht. Aktien nach IAS 1.79(vi), (vii) liegen nicht vor. Der Posten Währungsumrechnung enthält Währungsdifferenzen aus der Umrechnung des Abschlusses der ausländischen Niederlassung. 23. ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN
24. STEUERSCHULDEN
25. FINANZVERBINDLICHKEITEN
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten kurzfristig fällige Zinsverbindlichkeiten aus den im Berichtsjahr abgelösten Darlehen. Die Buchwerte und wesentlichen Konditionen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen stellten sich im Vorjahr wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing weisen folgende Zusammensetzung und Fälligkeiten auf:
Die Leasingverträge betreffen Baugroßgeräte; sie beinhalten keine Vereinbarungen über bedingte Leasingzahlungen. 26. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
Insoweit die erhaltenen Anzahlungen die kumulierten aktivierbaren Leistungen übersteigen, erfolgt der Ausweis als Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten für ausstehende Rechnungen von Lieferanten und Nachunternehmern in Höhe von TEUR 58.596 (Vorjahr: TEUR 35.975) enthalten. 27. SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
28. FINANZINSTRUMENTE28.1. Kapitalrisikomanagement Das Kapital wird mit dem Ziel, ein optimales Verhältnis zwischen Verbindlichkeiten und Eigenkapital zu haben, gesteuert. Dabei soll sichergestellt werden, dass die Gesellschaft unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren kann. Die Kapitalstruktur setzt sich aus den in der Bilanz ausgewiesenen lang- und kurzfristigen Schulden abzüglich der flüssigen Mittel als Nettofremdkapital und dem bilanziellen Eigenkapital zusammen. Die Kapitalstruktur wird von den verantwortlichen Stellen regelmäßig überprüft. 28.2. Arten von Finanzinstrumenten Zu den in der Gesellschaft bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen die finanziellen Vermögenswerte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Bestand der originären Finanzinstrumente ist aus der Bilanz ersichtlich. 28.3. Kategorien von Finanzinstrumenten
28.4. Währungsrisiko Durch die dezentrale Unternehmensstruktur mit einer lokalen Tochtergesellschaft und einer Niederlassung in den Vereinigten Arabischen Emiraten (V.A.E.) ergeben sich überwiegend geschlossene Währungspositionen. Forderungen und Verbindlichkeiten aus der operativen Tätigkeit bestehen überwiegend in den jeweiligen Landeswährungen. Erfolgt die Finanzierung von Landesgesellschaften, deren Währung nicht der Euro ist, mittels Gesellschafterdarlehen, kann es bei Wechselkursschwankungen zu Bewertungseffekten kommen. Die Risiken aus Fremdwährungspositionen werden unter Mitwirkung der Finanzabteilung des Hauptgesellschafters analysiert, bewertet und gesteuert. Derzeit und zum 31. Dezember 2010 bestanden keine Währungssicherungsgeschäfte. Fremdwährungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte der Änderung von Fremdwährungskursen auf den Gewinn bzw. Verlust dar. Wenn die Fremdwährungskurse am 31. Dezember 2010 um 5 % höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Ergebnis um Mio. EUR 1,1 (31. Dezember 2009: Mio. EUR 0,6) geringer (höher) gewesen. Dies entsteht hauptsächlich durch innerkonzernale Finanzierungstransaktionen. 28.5. Zinsrisiko Die Gesellschaft ist Zinsrisiken ausgesetzt, da die Gesellschaft Finanzmittel zu variablen Zinssätzen bei dem Hauptgesellschafter ALPINE Bau GmbH, Wals bei Salzburg/Österreich, aufnimmt. Ein Zinsrisiko besteht vor allem durch einen höheren Zinsaufwand von variabel verzinsten Krediten im Fall eines steigenden Zinsniveaus. Dieses Risiko kann mittelfristig in der Regel kompensiert werden durch die Berücksichtigung höherer Zinssätze bei der Kalkulation von Angebotspreisen. Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen sowohl auf den Gewinn bzw. Verlust als auch auf das Eigenkapital dar. Wenn das Marktzinsniveau im Jahresdurchschnitt 2010 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis um TEUR 620 (2009: TEUR 616) geringer (höher) gewesen. Dies ist auf Zinsrisiken durch die Aufnahme von Mitteln mit variablen Sätzen durch die Gesellschaft zurückzuführen. 28.6. Kreditrisiko Unter dem Kreditrisiko versteht man das Risiko eines Verlustes für die Gesellschaft, wenn eine Vertragspartei ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. In der Gesellschaft erfolgt eine ständige Überwachung und Kreditbeurteilung hinsichtlich des finanziellen Zustands der Forderungen. Die Vertragsparteien werden vor Eingehen einer Geschäftsbeziehung auf ihre Kreditwürdigkeit geprüft. Diese Informationen werden u.a. von unabhängigen Kreditschutzorganisationen eingeholt. Ausfallrisiken werden mittels Wertberichtigungen berücksichtigt. Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen, um das maximale Ausfallrisiko der Forderungen zu verringern. Der Buchwert der im Abschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte abzüglich etwaiger Wertminderungen stellt das maximale Ausfallrisiko der Gesellschaft dar. Dabei finden erhaltene Sicherheiten (unter anderem Zahlungsbürgschaften sowie von Nachunternehmern Vertragserfüllungsbürgschaften, Gewährleistungsbürgschaften, Vorauszahlungsbürgschaften) keine Berücksichtigung, sodass das tatsächliche Ausfallrisiko geringer ist. 28.7. Liquiditätsrisiko Unter Liquiditätsrisiko versteht man das Risiko, dass ein Unternehmen Schwierigkeiten bei der Erfüllung seiner sich aus den finanziellen Verbindlichkeiten ergebenden Zahlungsverpflichtungen hat. Die Verantwortung für das Liquiditätsmanagement übernimmt die Finanzabteilung der Gesellschaft in enger Abstimmung mit der Finanzabteilung des Hauptgesellschafters. Die Planung des Liquiditätsmanagements erfolgt unter anderem durch Erstellung regelmäßiger Finanzpläne. Die folgenden Tabellen zeigen die vertragliche Restlaufzeit der finanziellen Verbindlichkeiten der Gesellschaft. Die Tabelle beruht auf undiskontierten Cashflows finanzieller Verbindlichkeiten.
Die Gesellschaft erwartet, dass sie ihre Verpflichtungen aus operativen Cashflows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann. Die Gesellschaft kann zusätzlich Kreditlinien in Anspruch nehmen. 28.8. Rohstoffrisiko Durch die Bindung vieler Projekte an diverse Baupreisindizes bzw. Festpreisvereinbarungen mit Subunternehmern kann das Risiko aus der Veränderung von Rohstoffpreisen als gering angesehen werden. Derivative Sicherungsgeschäfte im Rohstoffbereich wurden deshalb im Jahr 2010 nicht durchgeführt. 29. SONSTIGE ANGABEN29.1. Sonstige Verpflichtungen und ungewisse Verbindlichkeiten Die Gesellschaft hat mit mehreren Vertragspartnern Miet- und Leasingverträge abgeschlossen. Im Berichtsjahr wurde über das Verwaltungsgebäude der Gesellschaft ein Operate-Leasingvertrag mit einer Laufzeit bis 2030 geschlossen. Die übrigen Verträge umfassen Fahrzeuge, Baugeräte und Büroausstattung. Der Leasingaufwand aus Operate-Leasingverträgen betrug TEUR 2.282 (Vorjahr: TEUR 1.794). Die aus den bestehenden Operate-Leasingverträgen künftig zu leistenden Mindestzahlungen betragen:
Die Gesellschaft hat mit mehreren Vertragspartnern Mietverträge für Immobilien abgeschlossen. Aus diesen Verträgen ergibt sich eine monatliche Belastung von TEUR 211 (Vorjahr: TEUR 192). Hierin sind Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 53) enthalten. Bestellobligos bestehen nur im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit. 29.2. Eventualschulden Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen sie beteiligt ist. Darüber hinaus ist die Gesellschaft als unbeschränkt Haftender an der ALPINE Bau GmbH-A1 spölka jawna, Warschau/Polen (OHG), beteiligt; die Gesellschaft ist im Innenverhältnis von den Konzernmitgesellschaftern von der Haftung freigestellt worden. 29.3. Offene Rechtsstreitigkeiten Die Gesellschaft ist im Rahmen ihres Geschäftsbetriebes in Gerichtsprozesse involviert. Der Vorstand erwartet durch diese Prozesse jedoch keine wesentlichen über die bisherige bilanzielle Abbildung hinausgehenden negativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche und finanzielle Situation der Gesellschaft. 29.4. Angaben zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung ist in den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit und die Cashflows aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit gegliedert. Der in der Kapitalflussrechnung mit TEUR 20.976 (Vorjahr: TEUR 17.821) ausgewiesene Finanzmittelfonds stimmt mit der Bilanzposition "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten" überein. Im Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit sind unter anderem enthalten:
Im Vorjahr wurde zum Kaufpreis von TEUR 260 eine Unternehmensbeteiligung erworben. Der Kaufpreis wurde Anfang 2010 beglichen. 29.5. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen Die ALPINE Bau Deutschland AG ist ein abhängiges Unternehmen im Sinne von § 17 AktG. Unmittelbar herrschendes Unternehmen ist die Mehrheitsaktionärin ALPINE Bau GmbH, Wals bei Salzburg/Österreich. Mittelbar herrschende Unternehmen sind die Hoch- und Tiefbau Beteiligungs GmbH, Salzburg, die ALPINE Holding GmbH, Wals bei Salzburg/Österreich (ALPINE-Konzern), die Fomento de Construcciones y Contratas, S.A., Barcelona/Spanien, sowie die B 1998, S.L. (FCC-Konzern). Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden mit den wesentlichen Konzerngesellschaften Geschäfte getätigt, die zu folgenden Abschlussposten führten:
Die Mitglieder des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats der ALPINE Bau Deutschland AG tätigten keinerlei Geschäfte mit der ALPINE Bau Deutschland AG als auch keine Geschäfte mit einem anderen Konzernunternehmen. Die Gesamtbezüge des Vorstands der ALPINE Bau Deutschland AG betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.205 (Vorjahr: TEUR 1.671). Die Aufsichtsratsmitglieder der ALPINE Bau Deutschland AG haben Bezüge in Höhe von TEUR 89 (Vorjahr: TEUR 65) erhalten. 29.6. Konzernabschluss Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen eines Konzerns i.S. der §§ 290 ff. HGB. Von der Offenlegung i.S. der §§ 325 ff. HGB wird in Anwendung der Befreiungsvorschrift des § 291 HGB abgesehen. Die Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der ALPINE Holding GmbH in Wals bei Salzburg/Österreich einbezogen. Der Konzernabschluss wird in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standard (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. 29.7. Abschlussprüferhonorar Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfungen TEUR 200, für Steuerberatungsleistungen TEUR 110 und für sonstige Leistungen TEUR 136. 29.8. Mitglieder des Aufsichtsrats
29.9. Vorstand
30. WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAGBei einem Projekt in Deutschland hat die Gesellschaft ausstehende Zahlungen auf verrechnete Bauleistungen gerichtlich eingeklagt. Im Jahr 2011 hat nunmehr der Bauherr seinerseits Schadenersatz vor Gericht geltend gemacht. Der Vorstand sieht keine Grundlage für diese Gegenklage. 31. ERKLÄRUNG DES VORSTANDSDer Vorstand der ALPINE Bau Deutschland AG trägt die Verantwortung für die Aufstellung, die Vollständigkeit und die Richtigkeit des Einzelabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft. Der Vorstand hat diesen Abschluss am 27. Mai 2011 zur Veröffentlichung freigegeben. Die Billigung wird in der Aufsichtsratssitzung am 1. Juni 2011 erfolgen. Der Einzelabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft enthält Analysen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sowie weitere Erläuterungen, die nach § 325 Abs. 2a HGB abzugeben sind.
Eching, Landkreis Freising, 27. Mai 2011 ALPINE Bau Deutschland AG Der Vorstand Karsten Hell Achim Müllerschön Günter Vossschulte Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die ALPINE Bau Deutschland AG, Eching, Landkreis Freising Wir haben den Einzelabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ALPINE Bau Deutschland AG, Eching, Landkreis Freising, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Einzelabschluss und Lagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 325 Abs. 2a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Einzelabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung entsprechend § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Einzelabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Einzelabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Einzelabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Einzelabschluss der ALPINE Bau Deutschland AG, Eching, Landkreis Freising, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 325 Abs. 2a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Einzelabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, 30. Mai 2011 Deloitte
& Touche GmbH
Klinger, Wirtschaftsprüfer Nandico, Wirtschaftsprüfer |
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