Schellenberger Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gisela Schellenberger seit 21.4.2021 | Geschäftsführer |
Wolfgang Schellenberger seit 18.12.2018 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schellenberger Holding GmbHBechhofenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021KonzernlageberichtI. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell des Konzerns In den Konzernabschluss der Schellenberger Holding GmbH werden neben der Muttergesellschaft die MyBrush GmbH, die Johann Schellenberger GmbH & Co. KG (ab 21.01.22 Johann Schellenberger GmbH), die gisewo GmbH, die Schewo Asset GmbH (Verschmelzung auf MyBrush GmbH zum 01.01.22) sowie die Schellenberger Bürstenfabrik GmbH einbezogen. Am 3. Mai 2022 wurde abschließend die Johann Schellenberger GmbH umfirmiert in Schewo Asset GmbH. Die Schellenberger Bürstenfabrik GmbH ist als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB einzustufen, während es sich bei den übrigen Gesellschaften um kleine bzw. Kleinst-Kapital- bzw. Kapital & Co.-Gesellschaften handelt. Die Johann Schellenberger GmbH & Co. KG, die MyBrush GmbH, die gisewo GmbH, die Schewo Asset GmbH sowie die Schellenberger Bürstenfabrik GmbH machen von der Befreiung der Offenlegung gemäß § 264b bzw. § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch. Maßgeblicher Geschäftsbereich der Schellenberger-Unternehmensgruppe ist die Herstellung und der Vertrieb gedrehter Bürsten für den technischen sowie für den medizinischen Bereich. Die Schellenberger Unternehmensgruppe beliefert ausschließlich Industrie- und Großhandelskunden im B2B-Bereich mit individuell gefertigten gedrehten Drahtbürsten. Für Kleinkunden und Endverbraucher ist seit einigen Jahren ein Webshop implementiert worden. 2. Forschung und Entwicklung Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die permanente Weiterentwicklung unserer Produkte für die Bedürfnisse unserer Kunden im technischen und medizinischen Bereich. Wir sind nach der DIN EN ISO 9001:2015 und des Weiteren nach der DIN EN ISO 13485:2016 zertifiziert. Für unsere diversen Produktgruppen haben wir Eigenmarken entwickelt, die zum Zuge kommen, wenn wir keine Weiterentwicklung bestehender Artikel betreiben, die wir als OEM (Original Equipment Manufacturer) für unsere Kunden herstellen. Die Eigenmarken haben wir im Jahr 2018 als eingetragene Warenzeichen schützen lassen, um unsere Produkte von Billigprodukten unterscheiden zu können, die sich allerdings am Markt erst etablieren müssen: OndoSAN ® für medizinische Bürsten, Tecsp!n ® für technische Bürsten und SOLENDA ® für Haushaltsbürsten. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Auf dem inländischen und europäischen Markt zeigt die technische Bürstenindustrie einen weiteren Aufschwung in der technischen Anwendung und eine deutliche Erhöhung für medizinische Bürsten. Durch die Fokussierung auf die medizinischen Bürsten und der bereits vorhandenen o.a. Zertifizierung ist das Unternehmen auf die neuen Anforderungen der EU Verordnung (2017/745) für das Jahr 2021 vorbereitet. Zurzeit ist es durch die konjunkturellen Verwerfungen, einen Krieg in Europa und durch die Verteuerung wie auch Verknappung am Rohstoffmarkt einhergehend mit einer Inflationsrate von 10% schwer, eine Aussage zu treffen, wie sich die Situation weiter entwickeln wird. Für das laufende Geschäftsjahr 2022 rechnen wir mit einem Umsatzanstieg um ca. 20%, da unsere Auftragsvolumina aufgrund von Rückständen aus dem letzten Jahr wegen fehlender Rohstoffe eine derzeitige Reichweite von mehr als 8 Monaten aufweisen. Auch 2021 hat sich die Coronalage nicht verbessert. Angesichts der Ausbreitungsdynamik, der Schwierigkeit, Menschen vor einer Übertragung zu schützen und der Gefährlichkeit des Virus ergriffen und ergreifen Regierungen und nationale Behörden Maßnahmen, die das öffentliche Leben extrem einschränken und die Wirtschaft (einschließlich Güter- und Warenverkehr) stark negativ beeinträchtigen. Beispielsweise
Dies hat auch finanzielle Auswirkungen auf unser Unternehmen. Unter anderem können Rohstoffe nicht fristgerecht beschafft werden, die Krankheitsquote hat sich massiv erhöht und durch die Nutzung von Homeoffice sinkt die Effizienz der Kommunikation. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass inzwischen ein Impfstoff verfügbar ist, wird uns die Pandemie dieses Jahr noch beeinflussen. In unserem Industriezweig herrscht ein reger nationaler und internationaler Wettbewerb, der sich immer häufiger als Verdrängungswettbewerb gestaltet. Durch unsere Spezialisierung auf gedrehte Bürsten können wir uns auch als einer der führenden Hersteller in Europa für dieses Segment bezeichnen. Unsere Marktanteile unterliegen keinen großen Schwankungen, jedoch ist es nicht einfach, diese national und international zu halten bzw. auszubauen. Im Segment der medizinischen Bürsten und als einziges Unternehmen mit einer Zertifizierung nach der DIN EN ISO 13485:2016 können wir uns dadurch von den Wettbewerbern unterscheiden und versuchen die Marktanteile kontinuierlich auszubauen. Die Gesamtsituation war und ist weiterhin von konjunktureller Unsicherheit geprägt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher als im Jahr 2020 (auch kalenderbereinigt). "Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen", sagte Dr. Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2021" in Wiesbaden. "Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat", so Thiel weiter. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0 % niedriger. (Quelle: Auswertungen des Statistischen Bundesamtes; abrufbar unter www.destatis.de). Die Gesamtentwicklung der Branche war in 2021 etwas durchwachsen. Wir begegnen dieser Entwicklung durch innovative Produkte, ein hohes Maß an Qualität und Verlässlichkeit. Im Bereich der technischen, sowie auch medizinischen Bürsten unterliegen wir einem permanenten Preisdruck und Wettbewerb aus Asien. 2. Geschäftsverlauf Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um einen Gesamtanteil von 4,5% gestiegen. Der Anstieg könnte noch höher liegen, jedoch konnten wir Anfang d.J. die Aufträge wegen fehlender Rohstoffe mit Lieferzeiten von durchschnittlich 90 - z. T. 180 Tagen (ein wichtiger Rohstofflieferant war von der Flut im Ahrtal betroffen) nicht abarbeiten und waren gezwungen, einen Teil der Aufträge ins nächste Jahr zu schieben. Von den Umsatzerlösen wurden 37% im Ausland erzielt und 63% im Inland. Die Ausgaben für Materialkosten haben sich um 19,9% im Vergleich zum Vorjahr erhöht, mit steigender Tendenz bei allen Produktgruppen. Diese Quote wird voraussichtlich um weitere ca. 15 % im Jahr 2022 steigen. Mit weiteren bereits bestellten leistungsfähigeren Maschinen und Komponentenkäufen werden wir zu einer nochmaligen Verbesserung der Rentabilität und Senkung der Herstellkosten beitragen, wenn durch eine höhere Ausbringleistung der kostenintensive Personalaufwand reduziert werden kann. Aufwendungen aus Kursdifferenzen haben wir nicht zu tragen, da wir zu 99% in Euro fakturieren. Die Vorjahreseinschätzung eines gering höheren Ertrags ist aufgrund des höheren Umsatzes und ein permanentes Kostenmanagement eingetreten. 3. Lage Die Lage unseres Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft. Unsere Beschäftigungslage ist als gut zu bezeichnen, der Fachkräftemangel in unserer Region wird unaufhaltsam kritisch, vor allem im technischen Bereich. Aus diesem Grund versuchen wir mit verschiedenen Maßnahmen, wie z. B. durch Präsenz in Zeitungsartikeln und Anzeigen für unser Unternehmen zu gewinnen. Beschaffungs- sowie Produktionsoptimierung ist auch in 2021 ein wesentliches Thema und wurde geplant und soweit möglich, umgesetzt. a. Ertragslage Die Umsatzerlöse werden fast ausschließlich durch die Herstellung und den Vertrieb von technischen und medizinischen Bürsten erzielt. Zum neuen Geschäftsjahr 2022 lag der Auftragsbestand, wie in den Vorjahren, bei ca. 6-8 Monaten. Die Personalaufwandsquote betrug in 2021 gemessen an der Gesamtleistung 41,4% und ist im Vergleich zum Vorjahr um c. 10% gesunken. Dies lässt sich mit dem leicht steigenden Umsatz in Kombination mit der Vakanz einiger Stellen über einen unüblich langen Zeitraum begründen. Die Ertragslage ist durch Fokussierung auf Qualitätsprodukte und Sonderanfertigungen gekennzeichnet. Niedrigpreisprodukte werden von uns nicht angeboten. Lagerware oder Standardartikel gibt es nicht, alle Produkte werden kundenspezifisch gefertigt. Um eine wirtschaftliche Produktionsplanung durchführen zu können, werden mit Großabnehmern Rahmenvereinbarungen mit Abrufterminen getroffen. b. Finanzlage Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Unsere Kapitalstruktur hat sich aufgrund einiger Neuanschaffungen von Sondermaschinen leicht nach oben korrigiert. Durch die geplante Investitionsstrategie, um die Fertigung in Deutschland zu erhalten, konnte das Geschäftsjahr 2021 erfolgreich abgeschlossen werden. Wie die letzten Jahre auch, werden die erwirtschafteten Ergebnisse im Wesentlichen im Unternehmen belassen. Die Eigenkapitalquote liegt bei 81%. Die Rentabilitätskennzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gestiegen. Die Fremdkapitalquote der Unternehmen beträgt nur noch 18,6%. Alle Investitionen für den Maschinenpark werden durch Eigenmittel finanziert. Wir verfügen über deutlich höhere Kreditlinien, als wir durchschnittlich in Anspruch nehmen. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Unsere Investitionstätigkeiten werden auf einem sehr hohen Niveau mit Investment in neue Fertigungsmaschinen bleiben, damit wir auch mit Entwicklungen innovativer Produkte die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sicherstellen können. Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. c. Vermögenslage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist nach wie vor gut. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil. Betriebsvermögen wie z. B. technische Anlagen und Maschinen, welches zur Herstellung technischer und medizinischer Bürsten benötigt wird, wird von der Schellenberger Bürstenfabrik GmbH angeschafft. Die Anlagenintensität befindet sich mit über 50,2% weiterhin auf einem hohen Niveau und hat sich zum Vorjahr um etwa 2% verringert. Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Die Debitorenlaufzeit hat sich von 16 Tagen auf 15 Tage verbessert. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter und der Umsatzrendite heran. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen. Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt T€ 109 und ist gegenüber dem Vorjahr um weitere T€ 19 gestiegen. Die Umsatzrendite bewegt sich bei lediglich 4,4%. Diese Kennzahlen liegen für uns im positiven Bereich. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als zufriedenstellend bezeichnet werden. IV. Prognosebericht Die nachstehenden Einschätzungen enthalten Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung beziehen. Sie stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen werden. Sollten die den Prognosen zugrundeliegenden Annahmen nicht eintreffen oder Risiken (wir verweisen auf den Risikobericht) auftreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse abweichen. Um die weitere Entwicklung des Unternehmens zu forcieren, werden wir auch in Zukunft die Kundenakquise durch Spezialisierung unserer Vertriebsmannschaft vorantreiben. Es sind keine wesentlichen Änderungen in der bisherigen Geschäftspolitik geplant. Durch die europäische Verordnung über Medizinprodukte, (EU) 2017/745 (MDR) mit Geltungsbeginn am 26. Mai 2021 wird sich zwangsläufig auch der Anteil an Kunden erhöhen, die vom Produktionsstandort Asien wieder nach Europa zurückkommen. Deshalb wird sich nach unserer Überzeugung der Anteil an Bürsten für den medizinischen Bereich deutlich im Produktionsstandort Deutschland erhöhen. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens trotz des schwierigen Marktumfelds positiv. Die Fokussierung auf den medizinischen Bereich bietet ein großes Wachstumspotential. Den Risiken von Lieferengpässen begegnen wir durch kapitalstarke Lieferanten in Europa und mit Vertriebskooperationen. In unserer Planung für 2022 haben wir uns für einen Wachstumskurs mit einer Umsatzsteigerung von 20 % entschieden. Dabei gründet sich die konservative Planung als ambitioniertes, aber machbares Szenario. Insgesamt erwarten wir einen sehr viel höheren Ertrag als 2021. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden. Wir werden auch künftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. V. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Unternehmerische Risiken werden grundsätzlich nur dann eingegangen, wenn die damit verbundenen Chancen eine angemessene Umsatzsteigerung für das Unternehmen erwarten lassen und die Risiken als beherrschbar angesehen werden. Aufgrund der flachen Organisationsstrukturen ist eine zeitnahe Berichterstattung über Chancen und Risiken sichergestellt. Die nachstehenden angeführten wesentlichen Chancen und Risiken lassen sich aufgrund ihrer Art nicht quantifizieren, sind aber thematisch segmentiert und in der Reihenfolge der von der Geschäftsleitung eingeschätzten Wesentlichkeit aufgeführt, wobei der wesentlichste Bereich jeweils am Anfang genannt ist. Branchenspezifische Risiken Sollten sich die derzeitige instabile Lage auf dem Weltmarkt durch die politischen Turbulenzen eines Krieges in Europa und Verwerfungen mit Asien verstärken und sich dadurch die Konjunktur bei unseren Industriekunden abschwächen, kann dies die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Daraus können für uns dann erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen, da wir als B2B-Hersteller von der guten Wirtschaftslage unserer Kunden abhängig sind. Ertragsorientierte Risiken Risiken sieht die Geschäftsleitung im permanent steigenden Preisdruck aufgrund der rasant ansteigenden Rohstoffpreisspirale und -verfügbarkeit. Dem Konzern wird es mit Hilfe der im Laufe der letzten Jahre bereits eingeleiteten Automatisierungs- und Rationalisierungsprozesse gelingen, die Ertragslage weiterhin stabil zu halten. Zudem wird durch den Einsatz neuer Automaten mehr Flexibilität und Stabilität in der Fertigung erreicht. Der Konzern ist sowohl im Bereich des Absatz- als auch des Beschaffungsmarktes Preisänderungsrisiken ausgesetzt. Die Beschaffungspreise für Metalldrähte sind maßgeblich von der Stahlpreisentwicklung auf dem Weltmarkt beeinflusst. Die Preise für den Nylon-Besatz sind vom Rohölpreis abhängig. Die Beschaffungssituation bei den Naturmaterialien, die wegen ihrer Eigenschaften immer noch unverzichtbar bei einigen unserer Produkte sind, hat sich weiterhin verschlechtert und wird sich auch zukünftig wenig verbessern. Der Trend zeigt nun zu einem vermehrten Einsatz von Mischungen, um die Preissituation etwas zu entspannen. Langfristig gesehen werden die Naturprodukte aus Gründen der Verfügbarkeit und nicht möglicher gleichbleibender Qualität auf dem Markt keine Zukunft haben. Die derzeitigen Preiserhöhungen müssen zeitnah an unsere Kunden weitergegeben geben, weil sich die Situation bei den Vorlieferanten aufgrund der schlechten Verfügbarkeit nochmal verschlechtert hat. Das Preisänderungsrisiko auf dem Absatzmarkt ist wettbewerbsbedingt und den Märkten in Billiglohnländern geschuldet. Das Preis-, Leistungsverhältnis unserer Produkte wird von unserem Vertrieb noch restriktiver beworben. Wir gehen davon aus, unsere Marktanteile mittelfristig weiter ausdehnen zu können. Möglicherweise sind damit jedoch im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen außerordentliche Zusatzkosten in nicht unerheblicher Höhe verbunden. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, sind nicht erkennbar, da zu 99% in Euro fakturiert und eingekauft wird. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten. 2. Chancenbericht Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen und mit Hilfe des Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9001:2015 durch. Um uns am Markt für medizinische Anwendungen besser zu positionieren, wurde eine Zertifizierung nach der DIN EN ISO 13485:2016 durchgeführt und in neue Maschinen für diesen Bereich investiert. Dem weltweiten Wettbewerb werden wir weiterhin durch jahrzehntelange Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. 3. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, fehlenden Fachkräften, steigenden Rohstoffpreisen und dem stagnierenden Preisniveau. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine jahrzehntelange Zusammenarbeit mit der überwiegenden Anzahl an Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt, im Durchschnitt von 14 Tagen. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Dies bestätigen auch die verhältnismäßig geringen Wertberichtigungen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Debitorenlaufzeit. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. VII. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Bechhofen, 3. Dezember 2022 gez. Wolfgang Schellenberger, als Geschäftsführer der Schellenberger Holding GmbH gez. Gisela Schellenberger, als Geschäftsführerin der Schellenberger Holding GmbH KonzernbilanzAktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
Summe Kapitalrücklage / Summe Gewinnrücklage / Konzernjahresüberschuss: davon zur Ausschüttung verfügbar: € 1.318.410 / € 724.386 / € 119.345 davon gesetzlichen Ausschüttungssperren unterliegend: € 0 / € 0 / € 102.101 davon satzungsmäßiger / gesellschaftsvertraglichen Ausschüttungssperren unterliegend: € 0 / € 0 / € 0
Summe Kapitalrücklage / Summe Gewinnrücklage / Konzernjahresüberschuss: davon zur Ausschüttung verfügbar: € 1.318.410 / € 541.300 / € 0 davon gesetzlichen Ausschüttungssperren unterliegend: € 0 / € 183.036 / € 141.090 davon satzungsmäßiger / gesellschaftsvertraglichen Ausschüttungssperren unterliegend: € 0 / € 0 / € 0
Konzernanhang1. Allgemeine Erläuterungen Der vorliegende Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 wurde nach den Vorschriften des 3. Buches des HGB aufgestellt. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Die Gliederung der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. Die Gliederungsvorschriften sowie die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des HGB werden bei der Aufstellung des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse bei den Tochterunternehmen beachtet. Den Empfehlungen des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committees e.V. (DRSC) wurde teilweise entsprochen. Sofern Empfehlungen des DRSC nicht entsprochen wurde, sind anderweitige Erläuterungen vorhanden, um ein zutreffendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage abzubilden. Mutterunternehmen nach § 290 Abs. 1 HGB ist zum Bilanzstichtag die Schellenberger Holding GmbH, Bechhofen. Das Mutterunternehmen Schellenberger Holding GmbH hat ihren Sitz in Bechhofen und ist beim Amtsgericht Ansbach im Handelsregister unter der Nummer HRB 5882 eingetragen. 2. Grundsätze der Konsolidierung Konsolidierungspflicht Die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses ergibt sich aus § 290 Abs. 1 HGB. Die Gesellschaft hat die Größenmerkmale des § 293 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 HGB nicht überschritten. Aus der Befreiung der Offenlegung gemäß § 264 Abs. 3 HGB der Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaft ergibt sich eine Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses unabhängig von der Anwendung des § 293 HGB. Konsolidierungskreis Im Konzernabschluss werden folgende Unternehmen gemäß § 294 HGB voll konsolidiert:
Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung zum Erstkonsolidierungszeitpunkt 1. Januar 2008 ist nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen konsolidierungspflichtigen Eigenkapital zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung vorgenommen. Der Unterschiedsbetrag beträgt T€ 513. Es wurden stille Reserven in einem Grundstück in Höhe von T€ 66 aufgedeckt. Der verbleibende aktive Unterschiedsbetrag wurde gem. § 301 Abs. 3 S. 1 HGB als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und gem. § 309 Abs. 1 HGB a.F. mit einem Viertel abgeschrieben. Durch den im Geschäftsjahr 2014 erfolgten sukzessiven Beteiligungserwerb durch Sacheinlage erfolgte für diese Anteile zum 1. Januar 2014 eine weitere Erstkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Der Anschaffungswert der Tochterunternehmen wurde mit dem anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss verrechnet. Der aus der im Rahmen der Anteilseinbringung und der damit verbundenen Konsolidierungsmaßnahmen resultierende passive Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 724 hatte bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise Eigenkapital-Charakter. Er resultierte aus der Gewinnthesaurierung der Tochterunternehmen, deren Eigenkapital damit die Anschaffungskosten der Beteiligung überstieg. Der passive Unterschiedsbetrag wurde deshalb in der Konzernbilanz umgegliedert und in die Gewinnrücklagen eingestellt. Mit Eintragung in das Handelsregister am 18. Dezember 2018 wurde die Schewo Asset GmbH als 100%-iges Tochterunternehmen der Johann Schellenberger GmbH & Co. KG gegründet. Sie war damit zum 31. Dezember 2018 erstmals in den Konzernabschluss der Schellenberger Holding GmbH als mittelbares Tochterunternehmen einzubeziehen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode. Der Anschaffungswert des Tochterunternehmens Schewo Asset GmbH wurde mit dem anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung am 18. Dezember 2018 verrechnet. Aufgrund der Neugründung ergab sich hierbei weder ein aktiver noch ein passiver Unterschiedsbetrag. Die in den Konzernabschluss nach § 300 Abs. 2 HGB übernommenen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie Erträge und Aufwendungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach den auf den Jahresabschluss des Mutterunternehmens angewandten Bewertungsmethoden einheitlich bewertet. An die Stelle der Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen sind im Rahmen der Vollkonsolidierung die Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten sowie Erträge und Aufwendungen dieser Tochterunternehmen getreten. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber einbezogenen Gesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung aufgerechnet. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung umfasst konzerninterne Umsätze, Erträge und Aufwendungen. Aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung (§ 304 Abs. 2 HGB) wurde auf die Eliminierung von Zwischengewinnen aus konzerninternen Leistungsbeziehungen verzichtet. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 S. 1, Abs. 3 S. 1 HGB). Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung grundsätzlich linear. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Anzahlungen für eine EDV Software außerplanmäßig vollständig abgeschrieben, da die Software die Anforderungen nicht erfüllen konnte. Das Sachanlagevermögen wird linear und degressiv abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800,00 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden mit den Anschaffungkosten (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB) angesetzt. In den Vorjahren waren die Wertpapiere auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben worden (§ 253 Abs. 4 HGB). Im Geschäftsjahr konnte eine Zuschreibung aufgrund von Wertaufholung erfolgen (§ 253 Abs. 5 S.1 HGB). Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 Abs. 4 HGB). Fertige Erzeugnisse und Waren werden zu Herstellungskosten i.S.d. § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch die Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Liquide Mittel Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert ausgewiesen (§ 253 Abs. 1 HGB). Latente Steuern Die Abgrenzung latenter Steuern nach §§ 274 bzw. 306 HGB war auf Ebene der Einzelabschlüsse vorzunehmen. Im Einzelabschluss des Mutterunternehmens Schellenberger Holding GmbH wurden auf die temporären Differenzen hinsichtlich der Bewertung von Beteiligungen passive latente Steuern in Höhe von T€ 13 (Vorjahr: T€ 6) gebildet. Gleichzeitig waren aktive latente Steuern aus den Bewertungsunterschieden der Pensionsrückstellungen der Schellenberger Bürstenfabrik GmbH in Höhe von T€ 81 (Vorjahr: T€ 174) zu bilden. Aufgrund der steuerlichen Organschaft ist die aktive latente Steuer ebenfalls bei der Schellenberger Holding GmbH als Organträger zu berücksichtigen. Im Einzelabschluss der Tochter Johann Schellenberger GmbH (vormals Johann Schellenberger GmbH & Co. KG) wurden auf die temporären Differenzen hinsichtlich der Bewertung von Beteiligungen passive latente Steuern in Höhe von T€ 11 (Vorjahr: T€ 0) gebildet. Somit sind im Konzernabschluss insgesamt T€ 58 (Vorjahr: T€ 168) aktive latente Steuern auszuweisen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte nach den unternehmensindividuellen Steuersätzen. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Steuersatz beträgt bei Kapitalgesellschaften 28,08%. Aus Kapitalkonsolidierungssachverhalten resultieren keine latenten Steuern. Die sich ergebenden Steuerbe- und Steuerentlastungen wurden verrechnet angesetzt (§ 274 Abs. 1 S. 3 HGB). Es besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von T€ 70. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Sie werden pauschal mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechend dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB). Es wurde der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzins der vergangenen 10 Jahre von 1,87% angesetzt. Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit den ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). 4. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist nachfolgend als Anhang im Konzernanlagenspiegel dargestellt. Pensionsrückstellungen Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte auf Basis folgender Rechnungsgrundlagen:
Gem. dem Gutachten der ERGO Lebensversicherung AG bestehen keine verpfändeten Rückdeckungsversicherungen zum Bilanzstichtag. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens beträgt T€ 0 (Vorjahr: T€ 254), daher ergaben sich keine Zinserträge aus dem Deckungsvermögen. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2021 betrug T€ 840 (Vorjahr: T€ 1.888). Die Aufwendungen aus der Abzinsung der Verpflichtungen beliefen sich auf T€ 42. Aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 44. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung bei der Muttergesellschaft Schellenberger Holding GmbH gesperrt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses, Mitarbeiteransprüche, Aufbewahrungspflichten und Gewährleistungen gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 183 durch Buchgrundschulden besichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 270) enthalten. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt T€ 4.997 entfallen zu 98,4% auf die Herstellung und den Vertrieb von technischen und medizinischen Bürsten. Von den Umsatzerlösen wurden 37,01% im Ausland erzielt und 62,99% im Inland. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasing-Verträgen belaufen sich auf T€ 130. Überleitungsrechnung zwischen ausgewiesenem Steueraufwand/-ertrag und dem zu erwartenden Steuerbetrag
Die Abweichung beruht auf Differenzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz auf Ebene der Konzern-Gesellschaften. 5. Sonstige Angaben Arbeitnehmer (im Jahresdurchschnitt 2021) Im Geschäftsjahr 2021 waren durchschnittlich 46 Arbeiter und Angestellte bei den Konzerngesellschaften beschäftigt. Davon entfallen auf
Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Mutterunternehmens geführt durch
Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Bezüglich der Angabe der Geschäftsführerbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a und b HGB macht der Konzern von der Erleichterung nach § 286 Abs. 4 HGB in analoger Anwendung Gebrauch. Konzernverhältnisse Aufgrund der Anwendung der Befreiungsvorschriften des §§ 264 Abs. 3 und 264b HGB sind die MyBrush GmbH, die Johann Schellenberger GmbH (vormals Johann Schellenberger GmbH & Co. KG), die gisewo GmbH, die Schewo Asset GmbH sowie die Schellenberger Bürstenfabrik GmbH von der Offenlegung der geprüften und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2021 befreit. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns haben, haben sich wie folgt ergeben: In der Gesellschafterversammlung vom 26. November 2021 wurde die formwechselnde Umwandlung der Johann Schellenberger GmbH & Co. KG in die Johann Schellenberger GmbH beschlossen. Am 21. Januar 2022 sind die entsprechenden Eintragungen im Handelsregister vorgenommen worden. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 2. März 2022 wurde die Schewo Asset GmbH auf die MyBrush GmbH, mit Wirkung zum 1. Januar 2022, verschmolzen. Die Eintragungen im Handelsregister erfolgten am 14. April 2022. Ebenfalls am 2. März 2022 hat die Gesellschafterversammlung der Johann Schellenberger GmbH die Änderung der Firma beschlossen. Die Umfirmierung in Schewo Asset GmbH wurde am 3. Mai 2022 im Handelsregister eingetragen. Weiterhin wurde am 2. März 2022 von der Gesellschafterversammlung der Schewo Asset GmbH (vormals Johann Schellenberger GmbH) dem Abschluss eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags mit der Schellenberger Holding GmbH zugestimmt. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 3. Mai 2022. Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für die Konzernabschlussprüfung einschließlich der Prüfung der konsolidierungsbedingten Anpassungen sowie der Prüfung der Überleitungen von der HB I zur HB II und für die Jahresabschlussprüfung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beträgt T€ 45. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen machen von der Befreiungsvorschrift des § 285 Nr. 17, 2. HS HGB Gebrauch. ErgebnisverwendungsvorschlagEs wird vorgeschlagen, das Ergebnis des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernanlagespiegel
sonstige Berichtsbestandteile
Bechhofen, 3. Dezember 2022 gez. Wolfgang Schellenberger, als Geschäftsführer der Schellenberger Holding GmbH gez. Gisela Schellenberger, als Geschäftsführerin der Schellenberger Holding GmbH BestätigungsvermerkBESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Schellenberger Holding GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Schellenberger Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Schellenberger Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Ansbach, 5. Dezember 2022 DC
Revision GmbH
gez. Walterspacher, Wirtschaftsprüfer gez. Prof. Dr. Carl, Wirtschaftsprüfer Sonstige Berichtsbestandteile: Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 13.12.2022 gebilligt. |
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