Greipl Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Landstorfer seit 3.2.2020 | Prokura |
Jürgen Diplom-Ingenieur (FH) MBA Greipl seit 24.9.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Greipl GmbHGrafenauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Geschäftstätigkeit Die GREIPL Unternehmensgruppe ist ein Produktionsunternehmen, das sich auf die Herstellung von Industriegütern für namhafte Kunden in den Bereichen Lasertechnik, Medizintechnik, Messtechnik, Mikroskopie und Elektromobilität spezialisiert hat. Unsere beiden Geschäftsbereiche sind "die Herstellung hochpräziser und qualitativ sehr anspruchsvoller Komponenten" sowie "die Herstellung komplexer Geräte und Systeme". Das aus der Blechbearbeitung gewachsene Familienunternehmen entwickelt und produziert mit hoher Wertschöpfungstiefe an insgesamt zwei Standorten im Bayerischen Wald und im benachbarten Tschechien. Neben der Herstellung von Feinblecherzeugnissen und Präzisionskomponenten für verschiedenste Anwendungsgebiete bietet GREIPL auch Inhouse-Fertigungsbereiche für die Herstellung von Elektronik-Baugruppen sowie komplette Geräte. GREIPL bietet nahezu sämtliche Prozessschritte aus einer Hand. 2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Marktumfeld Insgesamt war im Verlauf des Jahres eine nachlassende wirtschaftliche Dynamik zu verzeichnen, in vielen Regionen belasten nach wie vor die hohen Inflationsraten die Konsumausgaben, die Bauinvestitionen sowie die Immobiliennachfrage, aber auch die Investitionsvorhaben vieler Unternehmen. Die geldpolitische Straffung vieler Zentralbanken mit höheren Zinsen und restriktiverer Kreditvergabe dürfte im Verlauf des Jahres 2023 ihren Höhepunkt erreicht haben, entsprechende Erholungstendenzen für Konsum und Investitionen zeigen sich aber nur sehr zögerlich. Europa und insbesondere Deutschland lagen im weltweiten Vergleich am unteren Rand der Wachstumsskala. Die Entwicklung stand auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter stark unter dem Einfluss multipler negativen Faktoren. Neben den übergeordneten geografischen Spannungen belasteten die Kriegshandlungen in der Ukraine sowie ab dem Herbst im Nahen Osten massiv die Stimmungslage. Des Weiteren waren die globalen Lieferkettenprobleme, angespannte Rohstoffmärkte und die im Vergleich zu den Spitzenwerten aus 2022 niedrigeren, aber im langfristigen Vergleich immer noch hohen Energiepreise weiter anhaltende Belastungsfaktoren, allerdings mit sich abschwächender Negativwirkung auf die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung. 3. Geschäftsverlauf Die GREIPL GmbH konnte sich im Geschäftsjahr 2023 gegen die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung stemmen. Mit Umsätzen von 54,2 Mio. € wurde die Unternehmensleistung in den letzten sechs Jahren verdoppelt, lediglich bei den Auftragseingängen ist gegenüber dem Vorjahr ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Zum Bilanzstichtag lag der Bestand von Kundenaufträgen bei 33,1 Mio. € und damit unter dem Bestand zum Ende von 2022. Die Rendite des Betriebsergebnisses stieg auf 7,5 %, die Eigenkapitalquote erhöht sich auf 33,9 %. 4. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Vermögenslage Die GREIPL GmbH weist zum Bilanzstichtag nachfolgende Vermögensstruktur auf:
Im Geschäftsjahr erfolgten Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen für den Produktionsbereich. Die langfristige Ausleihung besteht gegenüber der Besitzgesellschaft, die über die Betriebsgebäude verfügt. Gegenüber dem Vorjahr verminderte sich das Umlaufvermögen deutlich, den Anstiegen bei den Vorräten und sonstigen Vermögensgegenständen lag eine wesentliche Reduzierung des Forderungsbestands gegenüber. Mit positiven Jahresergebnis und leicht gesunkener Bilanzsumme folgte ein Anstieg der Eigenkapitalquote auf 33,9 % (Vj. 21,9 %). Die planmäßige Rückführung des langfristigen Fremdkapitals sowie Entlastungen auf den Betriebsmittelkonten sorgten für eine deutliche Abnahme des Fremdkapitals. Auch die Lieferantenverpflichtungen fielen um rund 1,8 Mio. €. In Relation zur Bilanzsumme ergeben sich nachfolgende Verteilungen der jeweiligen Aktiva und Passiva: Aktiva
Für das langfristige Fremdkapital bestehen Festzinsvereinbarungen, die durchschnittlich eine Belastung von 1,8 % aufweisen. Das kurzfristige Fremdkapital wird durchschnittlich mit 6,8 % verzinst und besitzt eine unbefristete Laufzeit. Die Gesellschaft verfügt über Kredit- und Projektlinien von 9,1 Mio. €, die zum Stichtag mit 5,3 Mio. € genutzt wurden. Darüber hinaus besteht beim Factoring ein Finanzierungrahmen von 7 Mio. €. Finanzlage Unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten lassen sich die Finanzströme wie folgt einordnen:
Der Cash-Flow aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Veränderung von langfristigen Rückstellungen erhöht sich auf TEUR 2.926 (Vj. TEUR 2.002). Zusammen mit der Veränderung des Nettobetriebsvermögens ergibt sich ein Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit von TEUR 3.003 (Vj. - TEUR 683). Die Abflüsse aus Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit werden vom Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit nahezu kompensiert, damit verweilt der Finanzmittelbestand nahezu auf Vorjahresniveau. Ertragslage Nachfolgend ergeben sich die wesentlichen Kennzahlen zur Ertragslage:
Das Geschäftsjahr 2023 ist wesentlich von Wachstum geprägt, das sich im Zeitablauf konstant noch oben entwickelt hat. Die Steigerungsraten bei Materialeinsatz und Personalaufwand liegen saldiert unterhalb der Wachstumsquote, damit erhöht sich die Unternehmensrendite signifikant. Die übrigen Betriebskosten erhöhten sich umsatzbedingt, blieben teilweise ebenfalls unterhalb des Umsatzwachstums. Im Ergebnis stiegen Jahresüberschuss und Renditeentwicklung deutlich, somit ist die Leistungssteigerung auch beim Ergebnis sichtbar. Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft Die GREIPL GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 bei ihrem eingeschlagenen Weg als Systemanbieter nicht nur etabliert, sondern konnte dies auch zur Steigerung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nutzen. Die Preissteigerungen am Bezugsmarkt sind jetzt in den Absatzpreisen vollständig enthalten, damit tragen Umsatzsteigerung positiv zum Geschäftsergebnis bei. Mit den erreichten Leistungen zeigt man sich zufrieden, trotz anfordernder Rahmenbedingungen. Allgemein war man jederzeit in der Lage, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 5. Risiko- und Chancenbericht Wie jedes aktiv am Markt tätiges Unternehmen ist die GREIPL GmbH einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Hierauf reagiert die Geschäftsleitung mit einem Risikomanagementsystem, das auch die Mitarbeiter in das Risikocontrolling einbindet. Ziel ist es, Risiken möglichst zu vermeiden, zumindest aber frühzeitig zu erkennen und daraus Gefahren für das Unternehmen abzuwenden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Einzelrisiken festgestellt, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährdet hätten. Bei Eintritt unvorhersehbarer, außergewöhnlicher Risiken ist ein Einfluss auf die Leistungs- und Ergebnisentwicklung nicht auszuschließen. Es sind jedoch keine Risiken erkennbar, die das Unternehmen in seinem Bestand gefährden könnten. Nachfolgend soll auf wesentliche Risiken nochmals eingegangen werden: Gesamtwirtschaftliche Risiken: im Wesentlichen bestehen diese Risiken aus konjunkturellen Effekten in den für das Unternehmen wichtigen Märkten. Weiterhin stellen die Veränderung der Energie- und Rohstoffpreise sowie die Wettbewerbssituation ebenfalls Risiken dar. Aufgrund der Auswirkung durch den Ukrainekonflikt ergeben sich bei den Rohstoffen und Vorprodukte neben einer dynamischen Preisentwicklung auch Störungen bei der Lieferkette hinsichtlich der zeitlichen Verfügbarkeit. Hierauf reagiert das Unternehmen insoweit, dass für die laufende Produktion wichtige Materialien mit einem größeren Stückzahlenpuffer bzw. mit ausreichenden Vorlaufzeiten geordert werden. Branchenrisiken: Mit einem technologischen Vorsprung sowie einer Effizienzsteigerung des Produktionsablaufs wird hier versucht die Auswirkungen dieser Risiken möglichst zu minimieren und sich Wettbewerbsvorteile zu erarbeiten. Hierin spielen zum einen die langjährigen Erfahrungen am Markt sowie die gute Kundenbindung eine gewichtige Rolle und erweisen sich als einer der Erfolgspotentiale des Unternehmens. Darüber ist hier auch die niedrige Fluktuation im Personalbereich zu nennen. Risiken aus Finanzierung und Bewertung: Die zentrale Aufgabe der Geschäftsleitung ist es, die Risiken aus Finanzierung und Bewertung zu begrenzen. Die Finanzierungsrisiken werden dadurch gemindert, dass die Finanzmittel mit der zu erwartenden Amortisationsdauer der Investitionen abgestimmt werden. Hiermit wird eine entsprechende Liquidität für das Unternehmen sichergestellt. Darüber hinaus werden bei langfristigen Darlehensverträgen überwiegend Festzinsvereinbarungen abgeschlossen. Zinsänderungsrisiken betreffen fast ausschließlich die kurzfristigen Fremdmittel. Durch das Vorhalten von Produktivvermögen besteht eine Risikosituation hinsichtlich der Bewertung. Die Geschäftsleitung unternimmt verstärkt Anstrengungen die Kapitalbindung auf das notwendige Maß zu begrenzen, bewertet aber das Risiko eines Bezugsnotstand vor dem Hintergrund der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen noch als höher ein. Die volatile Kundennachfrage hat sich deutlich abgeflacht, dennoch ist hier weiterhin ein gesonderter Fokus erforderlich. Eine Addition der wichtigsten Einzelrisiken ist nach unserer Meinung dennoch nicht angemessen, da ein gleichzeitiges Eintreten aller hypothetischen Verluste äußerst unwahrscheinlich ist. Wir halten die Risiken derzeit für beherrschbar und sehen den Bestand der Gesellschaft als nicht gefährdet an. Dennoch ist nicht klar abzuschätzen, inwieweit die Entwicklungen bei den kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und Naher Osten zu einer nachhaltigen Eintrübung der Wirtschaftsleistung führt. Die Geschäftsleitung ist weiterhin angehalten, negativen Einflüssen rechtzeitig gegenzusteuern und Preissteigerungen am Bezugsmarkt durch eine effiziente Produktion sowie Preisverhandlungen mit dem Kunden auszugleichen. Das Einbinden des tschechischen Produktionsstandorts beim Produktionsprogramm trägt hier zu einer Abschwächung der Risikosituation bei. Darüber hinaus ist man durch die Entwicklung zum Systempartner sowie einem diversifizierten Produktionsprogramm, das unterschiedliche Branchen abdeckt sehr gut aufgestellt. Insbesondere mit der E-Mobilität sind auch Bereiche der grünen Transformation enthalten. 6. Prognosebericht Gesamtwirtschaftlich bleibt der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024 verhalten. Die Inflation geht nur allmählich zurück und ist in vielen Regionen noch über dem Ziel der Zentralbanken, was eine schnelle und deutliche Senkung der Zinsen unwahrscheinlich macht. In der Folge ist eine anhaltende Schwäche der Kaufkraft sowie Investitionstätigkeit zu befürchten. Insbesondere Europa und Deutschland dürften weiter vergleichsweise schwach performen. Die hohe Verbraucherpreisinflation wirkt sich negativ auf den Privatkonsum aus, der auch durch die gesunkenen real verfügbaren Einkommen belastet wird. Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass man sich wieder gegen den allgemeinen Trend stemmt und die Kunden ihr Auftragsvolumen weiterhin abrufen. Nach starkem Wachstum in 2023 rechnet man für 2024 mit einer gewissen Konsolidierung und Ergebnissen auf Vor-Vorjahresniveau.
Grafenau, den 10. April 2024 Geschäftsleitung HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. ALLGEMEINE ANGABEN Die GREIPL GmbH hat ihren Sitz in Grafenau und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Passau HRB 249. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. In den Herstellungskosten nicht enthalten sind Fremdkapitalzinsen. Die beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens werden linear entsprechend den gewöhnlichen Nutzungsdauern von 3 bis 15 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Anlagengegenstände bis EUR 800 Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden sofort abgeschrieben. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich Abschreibungen, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind. In den Herstellungskosten nicht enthalten sind Kosten der allgemeinen Verwaltung, Fremdkapitalzinsen sowie Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen. Bestandsrisiken, z.B. aus geminderter Verwertbarkeit, fanden durch Wertminderungen angemessene Berücksichtigung. Soweit die Herstellungskosten bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen durch die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse nicht gedeckt sind, werden besondere Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und - soweit unverzinslich - bei Restlaufzeiten von über einem Jahr auf den Bilanzstichtag abgezinst. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos Einzel- und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Bei der Bemessung der Wertberichtigungen wurde berücksichtigt, dass die Forderungen teilweise durch eine Warenkreditversicherung gesichert sind. Die Flüssigen Mittel werden zum Nennwert vermindert um notwendige Wertberichtigungen ausgewiesen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Latente Steuer werden gebildet für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen, wenn eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb des gesetzlich festgelegten Zeitraums von fünf Jahren genutzt werden kann. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Ertragsteuersatzes von aktuell 28,26 %. Der Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird entsprechend dem Aktivierungswahlrecht auf die Bilanzierung verzichtet. Rückstellungen für Pensionen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Bewertung erfolgt nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren. Für die Abzinsung wird der von der Bundesbank veröffentliche durchschnittliche Marktzinssatz berücksichtigt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen im Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Umsatzerlöse werden grundsätzlich ausgewiesen, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Die Bewertungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023 zu entnehmen. 2. Vorräte
Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurden Abschläge für verminderter Gängigkeit im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 400 (Vj. TEUR 200) berücksichtigt. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
4. Eigenkapital Im Bilanzgewinn in Höhe von EUR 7.107.758,37 ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 4.807.575,77 (Vj. EUR 3.436.823,07) enthalten. 5. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 788 (Vj. TEUR 820) wurde auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt. Der Bewertung lagen neben den Heubeck-Richttafeln (2018 G), der von der Bundesbank veröffentlichte Marktzins von 1,82 % (Vj. 1,78 %) zu Grunde. Bei den bestehenden Vereinbarungen wurden Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie jährliche Lebenshaltungskostensteigerungen ausgeschlossen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz mit zehnjähriger Durchschnittsbildung beim Marktzins und dem Ansatz mit siebenjähriger Durchschnittsbildung beträgt für den Erfüllungsbetrag am Stichtag EUR 6.325,00 (Vj. EUR 29.641,00). 6. Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem Personalkosten, Jahresabschlusskosten und Aufwendungen für Gewährleistungen. 7. Latente Steuern Im Berichtsjahr besteht ein Aktivüberhang bei den latenten Steuern. Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB wird von der Gesellschaft in der Form ausgeübt, dass es zu keinem Ansatz der sich daraus ergebenden Steuerentlastung kommt. Die aktiven latenten Steuern beruhen auf zeitliche Bilanzierungsunterschiede bei Rückstellungen für Pensionen. 8. Verbindlichkeiten
1) Sicherungsübereignungen von Vorräten und Maschinen 2) Sicherungsübereignungen von Maschinen 9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen An sonstigen finanziellen Verpflichtungen von Bedeutung sind zu nennen: Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen TEUR 2.797 (Vj. TEUR 1.764) Von den Verpflichtungen entfallen auf 2024 TEUR 777. Die restlichen Verpflichtungen haben eine maximale Laufzeit bis 2027 und betreffen Leasingvereinbarungen für Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie Mieten für Betriebsimmobilien. Die Vereinbarungen unterliegen marktüblichen Konditionen. Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen finanzielle Verpflichtungen von TEUR 2.422 (Vj. 1.560). 10. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen Die Gesellschaft hat ihre Produktionsstandorte sowie die wesentlichen Lagerflächen vom Alleingesellschafter GREIPL Group GmbH & Co. KG im Rahmen einer langfristigen Pachtvereinbarung angemietet. Darüber hinaus bestehen Liefer- und Kundenbeziehungen mit der Technagon GmbH, Grafenau und der GREIPL CZ s.r.o., in Kaplice (CZ). C. ERLÄUTERUNG ZUR GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG 1. Allgemeines Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 1 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. Sonstige betriebliche Erträge
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen
D. SONSTIGE ANGABEN 1. Geschäftsführer Jürgen Greipl 2. Personal Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 242 (Vj. 220) Mitarbeiter beschäftigt.
3. Vorschlag zur GewinnverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.300.182,60 auf neue Rechnung vorzutragen und einen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 7.107.758,37 auszuweisen. 4. Nachtragsbericht Nach dem 31. Dezember 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft erwartet werden. Hinsichtlich der Auswirkungen durch den Ukrainekonflikt auf den Rohstoff- und Materialbezug verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.
Haus i. Wald, den 10. April 2024 Geschäftsleitung
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 16.09.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Greipl GmbH, Grafenau. Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Greipl GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Greipl GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter Webadresse: https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Eging am See, den 12. August 2024 Nirschl, Grössl & Koll. GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft G. Nirschl, Wirtschaftsprüfer |
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