ABT Deutschland GmbH
Selbe AdresseIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Blum seit 12.3.2019 | Prokura |
Oliver Grüters seit 12.3.2019 | Geschäftsführer |
Sandra Eyring-Wein seit 12.3.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Boxon Group AB | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Boxon GmbHKrefeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023der Boxon GmbHA. Grundlagen des Unternehmens / Überblick über den Geschäftsverlauf 1. Vorbemerkungen/Beschreibung der Geschäftstätigkeit Die Tätigkeit der Gesellschaft erstreckte sich im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen auf Beratung, Entwicklung und Vertrieb industrieller Verpackungslösungen aller Art. In diesem Segment ist die Gesellschaft spezialisiert auf Verpackungslösungen für die Handhabung von Schüttgütern. Die Boxon GmbH bietet im Wesentlichen ein breites Sortiment von FIBCs (Flexible Intermediate Bulk Container, flexible Schüttgutbehälter) in verschiedensten Ausführungen an. FIBCs gehören zu den kosteneffektivsten und perfekten Verpackungsformen für den Transport und die Lagerung trockener Schüttgüter. Zusätzlich bietet die Gesellschaft vermehrt kundenspezifische Lösungen für Transportverpackungen im Automotive Sektor an. Die Gesellschaft gehört zur Boxon-Gruppe in Helsingborg, Schweden. 2. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. (Quelle: Statistisches Bundesamt 2024 BIP 2023, 15.01.2024) Für einen großen Teil unserer Kunden der chemisch-pharmazeutische Industrie geht ein schwieriges Jahr zu Ende. Die Hoffnungen auf eine Belebung der Konjunktur haben sich nicht erfüllt Für die Branche war 2023 ein schlechtes Jahr. Zum Umsatzrückgang haben rückläufige Chemikalienpreise beigetragen und die Erzeugerpreise für chemischpharmazeutische Produkte waren 2023 durchschnittlich rund 1 Prozent günstiger als im Vorjahr. Insgesamt ging die Chemie- und Pharmaproduktion um 8 Prozent zurück. Rechnet man das Pharmageschäft heraus, liegt der Rückgang bei 11 Prozent. Den Unternehmen fehlten zunehmend die Aufträge. Die Kapazitäten der Branche waren mit durchschnittlich rund 77 Prozent nicht ausgelastet. Damit liegt die Produktion seit neun Quartalen unterhalb der wirtschaftlich notwendigen Grundauslastung von 82 Prozent. Mit rund 230 Milliarden Euro lag der Branchenumsatz 12 Prozent niedriger als im Vorjahr. Besonders kräftig fiel der Rückgang im Inlandsgeschäft aus. Die Verkäufe sanken um 16 Prozent auf 86 Milliarden Euro. Der Auslandsumsatz lag mit 144 Milliarden Euro 10 Prozent niedriger als im Vorjahr. Zum Jahresende herrscht in der Branche weiterhin Rezessionsstimmung. Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate sind negativ. Damit dürften weiter Aufträge im Chemiegeschäft fehlen. Der VCI geht deshalb für das kommende Jahr nicht davon aus, dass die Chemieproduktion wieder ansteigt. Beim Branchenumsatz wird ein Minus von 3 Prozent erwartet. Diese Prognose bestätigen auch die Ergebnisse der aktuellen Mitgliederumfrage: Die Unternehmen rechnen kurzfristig nicht mit einem Aufschwung. 45 Prozent rechnen frühestens 2025 mit einer Besserung. (Quelle: VCI, 15.12.2023) Auf dem europäischen Pkw-Markt (EU, EFTA & UK) wurden im Jahr 2023 gut 12,8 Mio. Fahrzeuge neuzugelassen und damit 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Erholung verläuft jedoch weiterhin schleppend: Der europäische Pkw-Markt liegt aktuell noch immer knapp ein Fünftel (-19 Prozent) unter den Neuzulassungen des Vorkrisenniveaus von 2019. Im Monat Dezember wurden mit gut 1,0 Mio. Einheiten 4 Prozent weniger Neufahrzeuge registriert als noch im Vorjahresmonat. Maßgeblich für den Rückgang ist der schwache deutsche Markt, auf dem infolge eines Ende 2022 wirksamen Sondereffektes (Änderungen bei der Förderung von E-Autos) im Elektrosegment im Dezember 2023 insgesamt deutlich weniger Neufahrzeuge zugelassen wurden. Die fünf größten europäischen Einzelmärkte entwickelten sich im abgelaufenen Monat wie folgt: Frankreich(+15 Prozent), Spanien (+11 Prozent), Vereinigtes Königreich (+10 Prozent), Italien (+6 Prozent), Deutschland(-23 Prozent). Die Bilanz für das Gesamtjahr bleibt im Verhältnis zum Vorjahr positiv: 2023 wurden auf dem deutschen Pkw-Markt insgesamt gut 2,8 Mio. Neufahrzeuge zugelassen, 7 Prozent mehr als 2022. Der Vergleich mit dem Vorkrisenniveau ist allerdings weiterhin deutlich negativ: Im vergangenen Jahr wurden 21 Prozent weniger Neufahrzeuge zugelassen als 2019. Im Dezember 2023 wurden 72.550 Elektrofahrzeuge neu registriert. Dies entspricht einem Rückgang von gut 58 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Dabei lagen sowohl PHEV (-74 Prozent), als auch BEV (-48 Prozent) unterhalb des Vorjahresniveaus. Das veränderte Förderungsregime schlug sich auch in der Gesamtjahresperspektive deutlich nieder: Im Jahresverlauf wurden insgesamt 700.200 Elektro-Pkw neu zugelassen, 16 Prozent weniger als im Vorjahr. Ein genauerer Blick offenbart allerdings, dass BEV in den letzten zwölf Monaten um 11 Prozent zulegten, während der Markt für PHEV um 51 Prozent schrumpfte. (Quelle: VDA, 04.01.2024) 3. Darstellung des Geschäftsverlaufs im Berichtsjahr Die Gesellschaft erzielt ihre Umsatzerlöse überwiegend mit der Entwicklung und dem Vertrieb von Industrieverpackung in Deutschland und EMEA. Für die Steuerung des Unternehmens ist daher der Umsatz und die Marge (das Rohergebnis), sowie das Betriebsergebnis relevant. Diese Kennzahlen haben sich wie folgt entwickelt: Der Umsatz des Geschäftsjahres 2023 mit Mio. EUR 21,5 ist im Vergleich zum Vorjahresumsatz gesunken (9,0%) und liegt auch unter dem für 2023 geplanten Budget von Mio. EUR 24,7 mit einem Minus von 12,9%. Im Vergleich zum Vorjahr erfolgte eine Konsolidierung der Rohmaterialpreise sowie der internationalen Frachtraten. Diese setzte sich in der Preisgestaltung auf der Kundenseite fort, was zu einer Steigerung der Marge im Geschäftsjahr 2023 geführt hat. Ergänzend sorgte ein konsequentes Kostenmanagement dafür, dass ein gutes Betriebsergebnis mit TEUR 524 (VJ: TEUR 365, leicht über Plan, erwirtschaftet wurde. Die Gesellschaft hält alle für sie einschlägigen Umweltstandards ein und ist nach ISO 9001 und ISO 14001 zertifiziert. Ebenso hat sich die Gesellschaft zu einem Code of Conduct (CoC) vom Gesamtverband der Kunststoffverarbeitenden Industrie (GKV) verpflichtet. B. Darstellung der Lage der Gesellschaft 1. Darstellung der Vermögenslage Das Eigenkapital hat sich durch den laufenden Jahresüberschuss um TEUR 319 erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt durch die verringerte Bilanzsumme nunmehr 68,8% (Vorjahr 67,2%). Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über ein Cash Pooling Verfahren mit der Konzernobergesellschaft und hat sich im Geschäftsjahr auf ein Guthaben bei der Danske Bank in Höhe von TEUR 2.818 (Vorjahr Guthaben TEUR 997) gegenüber der Konzernobergesellschaft erhöht, welches in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten ist. 2. Darstellung der Ertragslage und des Geschäftsergebnisses Der Umsatz des Unternehmens ist infolge der allgemeinen Wirtschaftskrise, insbesondere im Bereich FIBC rückläufig gewesen. Dem entgegen steht eine Umsatzsteigerung im Bereich Automotive. Insgesamt führten diese Effekte zu einer Umsatzreduzierung gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.118 (9,0%) auf TEUR 21.513. Im Vergleich zum Vorjahr erfolgte eine Konsolidierung der Rohmaterialpreise sowie der internationalen Frachtraten. Diese setzte sich in der Preisgestaltung auf der Kundenseite fort, was zu einer Steigerung des Rohergebnisses um TEUR 732 (13,5%) auf TEUR 6.142 bei geringerer Verkaufsmenge im Geschäftsjahr 2023 geführt hat. Einmalkosten für eine Betriebsprüfung sowie eine allgemeine Kostensteigerung haben die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2023, in Bezug auf die Gesamtleistung, um 2,6% ansteigen lassen. Das erwirtschaftete Betriebsergebnis hat sich daher gegenüber dem Vorjahr um TEUR 158 auf TEUR 524 erhöht und liegt bei 2,4% (Vorjahr 1,5%) der Gesamtleistung. Das Finanzergebnis mit TEUR 37 (Vorjahr TEUR 20) beeinflusst das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kaum. Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 319 (Vorjahr TEUR 258) erwirtschaftet werden. 3. Darstellung der Finanzlage Das Eigenkapital von TEUR 5.938 zum Abschlussstichtag reicht aus, um den Wert des Anlagevermögens und der Vorräte vollständig abzudecken. Das restliche Umlaufvermögen ist, soweit es nicht durch Eigenkapital gedeckt sind, durch Lieferantenverbindlichkeiten finanziert. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR -26 (Vorjahr TEUR 10) ergibt sich im Wesentlichen aus einem Saldo des Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 319, einer Erhöhung von Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR 1.774, der Verringerung der Vorräte um TEUR 1.729, der Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 103 und der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 34 bei gleichzeitiger Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten in Höhe von TEUR 81. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr TEUR 13) ist im Wesentlichen auf Zinseinnahmen zurückzuführen. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 und danach jederzeit gegeben. Die Geschäftsleitung hat im Rahmen einer Cash-Pooling-Vereinbarung jederzeitigen Zugriff auf die Detailkonten der Konzernobergesellschaft. Per Saldo ergibt sich aufgrund des Cash-Poolings ein verbleibender Finanzmittelbestand in Höhe von TEUR 31. Insgesamt ist die Lage der Gesellschaft stabil. Mehrere ertragsstarke Geschäftsjahre hat die Gesellschaft genutzt, um sich eine solide Eigenkapitalbasis zu schaffen. Im Jahr 2023 entwickelten sich die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft weiterhin zufriedenstellend. Der Unternehmenswert der Gesellschaft wird außer von finanziellen auch von nichtfinanziellen Einflussfaktoren bestimmt. Von Bedeutung ist die Beziehung des Unternehmens zu den Mitarbeitern. Das Unternehmen hat sich daher dem Code of Conduct und CSR verschrieben. Die offene Unternehmenskultur, geprägt durch interne Richtlinien, den VETA, ist eins der Ergebnisse. Es werden jährlich stattfindende anonyme Mitarbeiterbefragungen durchgeführt. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2024 Die Branchenentwicklung wird auch künftig in starkem Maße vom Bedarf und damit von der Produktionsmenge der europäischen Industrie beeinflusst sein. Indirekt spielt dabei die Exportquote dieser Produkte ins europäische und außereuropäische Ausland - verbunden mit der Entwicklung dieser Märke sowie der Wechselkurse - eine Rolle. Die Boxon GmbH ist von dem EU-Verbot für Einwegplastik nicht betroffen. Die Änderungen durch das Verpackungsgesetz aufgrund einer EU Richtlinie betreffen die Gesellschaft nicht wesentlich, wohl aber deren Kunden. Es ergeben sich somit kaum Folgen für die Gesellschaft. Mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit (CSR) mit klar definierten Zielen bis 2025 will die Boxon Gruppe (https://www.boxon.de/nachhaltigkeit/werte/boxon-csrerklarung/) und somit auch die Boxon GmbH in Beitrag zur Nachhaltigkeit erbringen und sieht hierin eine exzellente Chance die Ziele für Folgejahre zu erzielen. Die Boxon Gruppe dokumentiert dies in ihrem geprüften und von den Wirtschaftsprüfern Mazars testierten Nachhaltigkeitsreport 1 , der auf der Homepage der Boxon GmbH unter folgenden Link https://www.boxon.de/globalassets/files-pdf/sustainability-report-2022.pdf zu finden ist. Die Boxon GmbH hat sich in 2021 für Trust - Pilot registriert. Durch diese Transparenz der hervorragenden Bewertung der Gesellschaft (4,3) durch die eigenen Kunden sehen wir eine Bestätigung und Stärkung unseres Geschäftsmodells und als Basis zur Erfüllung unserer gesteckten Umsatzziele für 2024. Durch den Ukrainekrieg und die diversen weltweiten Krisen bedingten Lieferengpässe einiger Wettbewerber ergibt sich für die Boxon-Gruppe durch die globale Aufstellung eine Chance, Neukunden zu gewinnen. Auch das Lager in Bratislava wird in Zukunft bedingt durch die räumliche Nähe zu diversen Kunden dazu beigetragen, zukünftig nachhaltig höhere Umsätze zu erzielen. Die allgemeine Wirtschaftslage, welche durch die Inflation, die Energiekostenentwicklung, durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine und weitere weltweite Krisenherde beeinflusst wird, führt zur Verunsicherung unserer Kunden über die Entwicklung deren eigenen Geschäftslage in 2024. Je nach Entwicklung können diese Begebenheiten unter Umständen zu einer gewissen Zurückhaltung unserer Kunden führen, wodurch der Umsatz der Gesellschaft sinken könnte. Ebenso sind dies auch Faktoren, die den Druck auf die Marge erhöhen können. Die aktuelle Krise im Roten Meer und Suez-Kanal durch terroristische Anschläge auf die Container-Frachtschiffe stellt ein generelles Risiko für die Lieferketten aus Fernost dar. Boxon wirkt diesem entgegen durch entsprechende Backdoor-Klauseln in Verträgen und Weiterberechnung von diesbezüglichen Zusatzkosten an Kunden. Die EU-Verpackungsverordnung und die entsprechende Umsetzung in Deutschland sowie die erneut verschobene Einführung der Plastiksteuer - nun auf 2025 - in Deutschland stellt kein erhöhtes Risiko dar. Die Plastiksteuer wird als Kostenfaktor an Kunden weitergegeben werden., Dann allerdings werden möglicherweise alternative Produkte interessanter. In diesem Bereich hat Boxon ein starkes Portfolio von nachhaltigeren Produkten entwickelt, die entweder Anteile recyclierter Rohstoffe enthalten oder FSC zertifiziert sind. In 2023 wurden alle FIBC in unserem Webshop, bei denen dies zulässig ist, umgestellt auf einen Anteil recyclierten Rohstoffes (rPP) von 30% . (Quelle: Nachhaltigkeitsreport 2022 der Boxon Gruppe) Ein wesentliches Ziel unseres Risikomanagements ist es, die Beschaffungs- und Absatzwege sowie die Einhaltung der Qualitätskriterien für unsere Produkte zu kontrollieren. Diesem Ziel folgend behalten wir die Beschaffung sowie den Vertrieb weitestgehend in eigener Hand. Weiterhin nutzen wir Möglichkeiten einer aktiven Beschaffungspolitik und die regelmäßige Überprüfung unserer Produktionspartner hinsichtlich qualitativer und sozialer Aspekte, nicht zuletzt auch durch persönliche interne und externe Audits. Die von uns vertriebenen Produkte sind die Summe der eigentlichen Verpackungslösungen verbunden mit einem Servicepaket hinsichtlich Beratung, Optimierung und logistischer Lösungen. Da die Big-Bag-Lösungen zudem überwiegend für den Verwender individualisiert sind, bildet sich ein Marktpreis nur für das jeweilige Produkt. Eine Preistransparenz, wie bei standardisierten Produkten gibt es daher in diesem Bereich kaum. Im Beschaffungsbereich sind Risiken, wie z. B. Engpässe, in nächster Zukunft nicht zu erkennen, bzw. werden als nicht wesentlich für den Geschäftsbetrieb erachtet. Durch die nationale und internationale Ausrichtung unserer Partnerschaften auf mehrere Länder haben wir eine ausreichende Kapazität auf einem qualitativ hohen Niveau und zu angemessenen Preisen sichergestellt. Die speziellen betrieblichen Risiken sind durch ein Versicherungspaket abgesichert, das in üblicher Form alle Sach- und Haftpflichtrisiken abdeckt. Die Einführung einer Mitarbeiterakademie in der Boxon-Gruppe ist nahezu in 2023 abgeschlossen worden. Diese hat zukünftig die konsequente Weiterentwicklung der Mitarbeiter in allen Bereichen zum Ziel. Die Boxon GmbH ist im zweiten Jahr in Folge von kununu als Top-Arbeitgeber ausgezeichnet worden. Wir erwarten nach den von uns zugrunde gelegten Mengen- und Preisprognosen für das Geschäftsjahr 2024 Umsätze, die mit ca. Mio. EUR 24,4 und somit über dem Niveau des Jahres 2023 liegen werden. Aufgrund der erwarteten Umsatzsteigerung und des strengen Kostenmanagements inklusive weiterer Investments insbesondere in Personal erwarten wir im Geschäftsjahr 2024 ein Betriebsergebnis von annähernd TEUR 1.567. D. Sonstige Angaben 1. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Forderungsausfallrisiken sind gegeben, werden aber durch die Prüfung der Bonität und Festlegung von Kreditlimits für Kunden geringgehalten. Wechselkursrisiken bei Verbindlichkeiten konnten im Berichtsjahr deutlich reduziert werden und werden zudem durch unterjährige Währungsswaps abgefedert. Aus den Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber den anderen Unternehmen der Boxon-Gruppe ergeben sich keine erkennbaren Risiken. Soweit Finanzinstrumente der Aufnahme oder Anlage von Kapital dienen, erfolgt die Aufnahme oder Anlage fast ausschließlich in Euro. Anlagen in risikobehaftete Wertpapiere werden gemieden. 2. Forschung- und Entwicklung Die Forschung und Entwicklung findet sowohl durch eigene Produktentwicklungen innerhalb der Boxon Gruppe, als auch in Form einer engen Zusammenarbeit mit den Produktionspartnern statt und berücksichtigt dabei sowohl die Entwicklung innerhalb des bestehenden Sortiments als auch die Sortimentserweiterung mit geeigneten neuen Produkten unter Berücksichtigung umweltschonender Herstellungsverfahren und Produkte. Die Aufwendungen hierzu werden den Herstellern mit den Einkaufspreisen abgegolten.
Krefeld, den 2. Februar 2024 Boxon GmbH Oliver Grüters, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Krefeld, Februar/February, 2nd 2024 Boxon GmbH Oliver Grüters, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung: Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 29. Februar 2024. Erläuterungen zum Bestätigungsvermerk In dem vorstehenden zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, GuV und Anhang) wurden die größenabhängigen Erleichterungen (ggf. nach § 327 HGB) zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Boxon GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Boxon GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Boxon GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023, geprüft. Den im Lagebericht erwähnten Nachhaltigkeitsreport, der aufgrund des Verweises auf die entsprechende Website der Boxon GmbH eindeutig von den Lageberichtsangaben abgegrenzt und damit nicht Bestandteil des Lageberichts ist, haben wir im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den im Lagebericht genannten Nachhaltigkeitsreport der Boxon- Gruppe, der nicht Bestandteil des Lageberichts ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch in irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 7. Februar 2024 PKF
Fasselt
R. van Kerkom, Wirtschaftsprüfer M. Wickert, Wirtschaftsprüferin |
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