Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 260899
Eingetragen
13.1.1994
Branche
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit Altmaterialien und Reststoffen
Gegenstand
Beratung, Planung, Ausführung von Rohstoff-Recycling Wertstofferfassung; Handel- und Verwertung mit Altmaterialien, Schrott und Metallen jeglicher Art; Container- und Muldendienst, Sondermülltransporte ; Handel und Vermietung von Containern und Recyclinganlagen; Entsorgung von Bauschutt, Gewerbemüll, Sondermüll, Abfällen, Altmaterialien, Schrott und Metallen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Daniel Walter Roeder
seit 10.11.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Freiburg im Breisgau
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Walter Roeder GmbH

Emmendingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell

Die Walter Roeder GmbH (im Folgenden auch "Walter Roeder" bzw. "Gesellschaft"), mit Hauptsitz in 79312 Emmendingen, ist ein regionales und überregionales tätiges mittelständisches Entsorgungs- und Recyclingunternehmen für private, kommunale und gewerbliche Kunden. Schwerpunkte der operativen Tätigkeit sind Entsorgungs- und Recyclingdienstleistungen in der Schrott- und Metallverwertung mit dem damit verbundenen internationalen Metall- und Schrottgroßhandel sowie die Entsorgung und das Recycling von Abfällen zur Verwertung, gemischte Bau- und Abbruchabfälle, Altholz, Bauschuttqualitäten, Papier/ Kartonage, Glas, Kunststoffe, Elektronikschrott und gefährliche Abfälle, wie Mineralwolle, Asbest, gefährliche Flüssigkeiten und Feststoffe. Als Komplettentsorger kann auf jede Entsorgungs- und Verwertungsfrage eine passende Lösung angeboten werden. Ebenso gehört zur operativen Tätigkeit die Abfallentsorgung von Baustellen, im Gewerbe und der Industrie sowie die Vermarktung von Sekundärrohstoffen. Hierzu gehören die ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen zur Beseitigung sowie die Behandlung und der Umschlag von Abfällen zur Verwertung und deren anschließende Vermarktung.

Darüber hinaus erbringt die Walter Roeder GmbH Dienstleistungen rund um die Entsorgung und das Recycling, insbesondere die Angebote im Bereich der Abfallmanagementberatung, von Logistikkonzepten sowie kundenindividueller Digitallösungen für Dokumentation und Auswertung der Rohstoffströme. Das Geschäftsmodell umfasst dabei die Beratung, Planung, Ausführung von Rohstoff-Recycling, Wertstofferfassung sowie Handel und Verwertung mit Altmaterialien, Schrott und Metallen jeglicher Art. Des Weiteren bieten wir Maschinendemontagen, Abbruch- und Demontagedienstleistungen sowie Haushaltsauflösungen im Komplettpaket mit der Entsorgung und Verwertung der dabei anfallenden Materialien an.

Zur Erbringung der Leistungen verfügen wir über die folgenden Zertifizierungen:

― Entsorgungsfachbetrieb nach Entsorgungsfachbetriebsverordnung (EfbV)

― Altfahrzeug-Demontagebetrieb

Zu den Kunden und Lieferanten gehören Industrie-, Dienstleistungs-, und Handelsunternehmen aus den verschiedensten Branchen sowie Gemeinden, öffentliche Einrichtungen und auch Privatpersonen.

Ein weiterer Geschäftsbereich ist der Transport und die Logistik rundum die verschiedensten Abfälle für den Abtransport vom Kunden sowie die Vermietung von Absetz-, Abroll- und Selbstpresscontainer, als auch Sonderabfallbehälter. Im Geschäftsjahr 2022 wurde durch den Zukauf eines Speditionsbetriebs die Verfügbarkeit und das Angebot im Fernverkehrstransport gestärkt.

Im vorangegangenen Geschäftsjahr 2022 wurde außerdem der Bereich der Autoverwertung durch den Zukauf und die Eröffnung eines zweiten, technisch hochmodernen Firmenstandorts in der Stadt Freiburg im Breisgau, Tullastraße 45, neu mit aufgenommen, welcher zudem alle weiteren Tätigkeiten und Dienstleistungen der Walter Roeder GmbH abbildet.

Die ursprüngliche Gründung der Unternehmung erfolgte im Jahr 1907 durch den Ur-Großvater von Daniel Roeder, der heute geschäftsführender Gesellschafter der Walter Roeder GmbH ist. Das Unternehmen ist bis zum heutigen Tag zu 100 % in Familienhand.

2. Forschung und Entwicklung

Die Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung beziehen sich auf den Bereich der sortenreinen Aufbereitung von Abfällen. Da diese Aktivitäten sehr kapitalintensiv sind, werden diese Fragestellungen vorwiegend in Zusammenarbeit mit den klassischen bekannten Herstellern der Recyclingtechnik bearbeitet. Entwicklungstätigkeiten werden grundsätzlich in Projektteams organisiert und in Abhängigkeit des Projektumfangs werden dementsprechend die notwendigen Mitarbeiter hinzugezogen. Die Anzahl an Mitarbeitern, die regelmäßig im Bereich Entwicklung tätig waren, beläuft sich im Geschäftsjahr auf durchschnittlich zwei Personen.

Weitere Aktivitäten aus dem Bereich Forschung und Entwicklung der Walter Roeder GmbH betreffen das E-Fahrzeug-Recycling, welches gemeinsam mit einem namhaften, deutschen Forschungsinstitut durchgeführt wird.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war weiterhin geprägt von ungewöhnlich hoher Inflation. Allerdings ebbte die globale Teuerungswelle im Jahresverlauf spürbar ab. In Reaktion auf die hohen Inflationsraten verstärkte sich auch das Lohnwachstum erheblich und trug selbst zu weiteren Preissteigerungen insbesondere im Bereich der Dienstleistungen bei.

In den Industrienationen betrug die Verbraucherinflation im Jahresdurchschnitt 2022 7,8 % und im Jahr 2023 noch immer 4,9 %. Ein wesentlicher Grund für das Nachlassen der Inflation war der Rückgang der zuvor drastisch gestiegenen Energiepreise. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Weltwirtschaft ein langsames Wachstum. Ein Hauptfaktor hierfür war die hohe Inflation, die die privaten Konsumausgaben beeinträchtigte. Trotz der deutlichen Lohnsteigerungen konnten dadurch keine spürbare Belebung der Konsumausgaben erreicht werden. Darüber hinaus trug die straffere Geldpolitik in vielen Regionen ebenfalls zur Wachstumsverlangsamung bei. Die gestiegenen Finanzierungskosten dämpften die Investitionen, vor allem im Wohnungsbau. Insgesamt dürfte die Weltwirtschaft im vergangenen Jahr laut Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) um 3,1 % gewachsen sein, nach 3,4 % im Jahr 2022.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Umsatz der Recycling- und Verschrottungsbranche ist in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich um 0,7 % jährlich gesunken und wird voraussichtlich auch 2023 um 0,9 % auf 19,5 Milliarden Euro zurückgehen. Die Gewinnmarge wird im Jahr 2023 voraussichtlich 9,2 % betragen. Die Recyclingunternehmen profitieren von gestiegenen Metallpreisen. In den letzten zehn Jahren haben sich die Metallpreise sehr volatil entwickelt. So wurde der Stahlpreis maßgeblich von der Überschwemmung des Marktes mit staatlich subventioniertem Stahl aus China, der Einführung von Antidumpingzöllen seitens der USA und der EU sowie der konjunkturellen Abkühlung durch die Coronapandemie beeinflusst.

Die Branche profitiert von der Einbindung in den Ausbau der Kreislaufwirtschaft. Der Ansatz der Kreislaufwirtschaft umfasst die Konzepte der Abfallvermeidung sowie der Kreislaufführung von Ressourcen. Ziel ist es den vollständigen Kreislauf eines Produktes zu erreichen, idealerweise ohne Verluste von Roh- und Nährstoffen. Dabei spielt das Produktdesign eine entscheidende Rolle, da Probleme bei der Materialzusammensetzung am Anfang des Produktlebenszyklus später nur schwer zu beheben sind. Die Recyclingbranche ist von mittelständischen Unternehmen geprägt, die regional eine marktbeherrschende Rolle einnehmen können. In der Branche sind zunehmende Konsolidierungstendenzen zu beobachten.

Aktuell lassen sich folgende Entwicklungen in der Branche beobachten: Recyclingunternehmen verringern die Importabhängigkeit Deutschlands und profitierten von gestiegenen Metallpreisen. Der gestiegene Rohölpreis fördert die Nachfrage nach Sekundärkunststoffen und das langsamer wachsende Abfallaufkommen in Deutschland beeinträchtigt auch die Entwicklung der Recyclingbranche. Staatliche Regulierungen haben positive Effekte auf die Branche.

Die Branche ist massiv geprägt von der Entwicklung der Rohstoffpreise. Die im Jahr 2023 nach wie vor hohen Rohstoffpreise sorgen für anhaltend intensiven Wettbewerb und die gestiegene Volatilität beschäftigt die Branche weiterhin.

3. Geschäftsverlauf

Das Rohergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 6.129 TEUR um 594 TEUR auf 6.723 TEUR im abgelaufenen Geschäftsjahr verbessert, was im Wesentlichen durch die weiterhin steigende Zunahme an Kunden und steigenden Rohstoffpreisen in allen Bereichen begründet werden kann. Die im Vorjahr formulierten Erwartungen sind damit im Geschäftsjahr eingetroffen. Der prognostizierte Umsatzrückgang spiegelt sich jedoch nicht im gestiegenen Rohergebnis wider.

Das EBITDA liegt im Geschäftsjahr mit 777 TEUR unter den ursprünglich formulierten Erwartungen, was unter anderem mit sinkenden Kursen an der LME (London Metal Exchange) korreliert. Auch in diesem Zusammenhang zu nennen ist der allgemeine Rückgang der Umsätze in der Baubranche und im Industriesektor.

Einmal mehr bewährte sich im Jahr 2023 die große Diversifizierung im Kundensegment der Walter Roeder GmbH. So kam es zwar zu Verschiebungen der Mengen innerhalb der Sortengruppen und Kundenbranchen. Jedoch wurden die Materialien aufgrund starken Wettbewerbsdrucks auch mit geringeren Margen im Vergleich zum Vorjahr eingekauft, so dass sich die positive Entwicklung des bewältigten Volumens an erbrachten Lieferungen und Leistungen nicht in gleichem Maße positiv auf das Ergebnis vor Steuern ausgewirkt hat. Einen wichtigen Beitrag leistet zunehmend der Standort in Freiburg.

4. Ertragslage

Das Rohergebnis in Höhe von 6.723 TEUR beträgt im Verhältnis zur Gesamtleistung 29,8 % (Vorjahr 23,4 %). Die Steigerung resultiert in erster Linie aus dem zunehmenden Interesse bestehender Kunden und der Ausweitung des operativen Geschäfts in der Niederlassung Freiburg.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Jahresüberschuss von 12 TEUR (Vorjahr 251 TEUR) erzielt.

Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2.649 TEUR (Vorjahr 2.506 TEUR). Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Personalaufwendungen um 5,7 % erhöht. Der Anstieg ist in Lohn- und Gehaltssteigerung begründet. Im Verhältnis zum Rohergebnis gesehen, haben sich die Personalkosten auf 39,4 % (Vorjahr 40,9 %) gesenkt. Zudem wurde im Geschäftsjahr 2023 von der Gesellschaft auch Inflationsausgleichsprämie an die Belegschaft geleistet.

Insgesamt betrachtet, stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr 2.686 TEUR) um 611 TEUR bzw. 22,8 % auf 3.297 TEUR an. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Fahrzeugkosten (Leasing/Miete, Sprit und Versicherung) gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr 1.294 TEUR) um 233 TEUR bzw. 18,0 % auf 1.526 TEUR zurückzuführen, als auch auf die gestiegenen Raumkosten gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr 667 TEUR) um 134 TEUR bzw. 20,1 %. Die gestiegenen Kosten werden dabei als notwendige Zukunftsinvestitionen verstanden.

Gleichzeitig war das Unternehmensergebnis durch einen Betrugsfall beeinflusst, welcher vollständig aufgeklärt werden konnte. Nichtsdestotrotz bleibt für das Geschäftsjahr 2023 ein Aufwand von 310 TEUR bestehen. Notwendige Maßnahmen und Prozessänderungen wurden abgeleitet und umsetzt.

Das Finanzergebnis liegt, aufgrund der Zunahme der Bankdarlehen bei -200 TEUR (Vorjahr EUR -72 TEUR).

Die Gesellschaft kann für das Jahr 2023 ein EBITDA von 777 TEUR ausweisen (Vorjahr 938 TEUR).

5. Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt neben dem Eigenkapital und Gesellschaftermitteln im Wesentlichen aus dem operativen Geschäftsbetrieb. Die übrigen Verbindlichkeiten resultieren hauptsächlich aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, verbundenen Unternehmen sowie aus Verbindlichkeiten des Lieferungs- und Leistungsverkehrs.

Im Investitionsbereich bestehen für Immobilien und Sachanlagen langfristige Miet- und Pachtverträge. Die Investitionstätigkeit konzentrierte sich im Geschäftsjahr 2023 auf die Erweiterung des Standorts in Freiburg sowie die vertragsgemäße Instandhaltung der gemieteten und gepachteten Vermögensgegenstände.

In Bezug auf die liquiden Mittel zum Stichtag betragen die Guthaben bei Kreditinstituten einschließlich Kassenbestände 136 TEUR (Vorjahr 155 TEUR). Des Weiteren bestanden zugesagte, aber nur teilweise abgerufene Kontokorrentlinien. Die im Zusammenhang mit Darlehensverträgen bestehenden Covenants konnten in den Fällen, in denen die getroffenen Vereinbarungen nicht eingehalten wurden, mit den Kreditinstituten erfolgreich neu verhandelt werden. Die Finanzierung durch bestehende Darlehen konnte insofern gesichert werden.

Der Walter Roeder GmbH stand im Jahr 2023 jederzeit ausreichende Liquidität zur Verfügung.

6. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Walter Roeder GmbH hat sich zum Bilanzstichtag um 2,0 % auf 10.046 TEUR erhöht.

Die Vermögenslage ist gekennzeichnet durch einen Anstieg des Anlagevermögens um 235 TEUR auf 5.425 TEUR. Ursächlich hierfür waren Neu- und Ersatzinvestitionen, hauptsächlich im Bereich der Niederlassung Freiburg, sowie im Logistik- und Lagerbereich.

Das Umlaufvermögen wiederum verringerte sich leicht um 16 TEUR auf 4.554 TEUR.

Dem insbesondere mengenbedingt reduzierten Vorratsvermögen um -720 TEUR steht ein entsprechender Anstieg des übrigen Umlaufvermögens von 204 TEUR gegenüber.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 597 TEUR erhöht. Die sonstigen Vermögensgegenstände (391 TEUR) betreffen im Wesentlichen Steuerforderungen. Die verfügbaren Finanzmittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) haben sich um 19 TEUR auf 136 TEUR verringert.

Das Eigenkapital erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des Jahresüberschusses (12 TEUR) auf 3.360 TEUR. Die Kapitalstruktur der Gesellschaft ist ausgewogen. Die Eigenkapitalquote beträgt 33,4 % (Vorjahr 34,0 %). Aufgrund der Erweiterungen des Standorts in Freiburg stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Stichtag um 540 TEUR auf 5.370 TEUR. Dem gegenüber steht eine leichte Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 73 TEUR auf 659 TEUR und der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 8 TEUR auf 47 TEUR.

Die Verbindlichkeiten wurden regelmäßig innerhalb der Zahlungsfristen, unter Einbezug möglicher Skontierungen, beglichen. Dies ist neben dem Ziel, Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen, auch das Ziel des Finanzmanagements.

C. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Eigenkapital erhöhte sich durch den Anstieg des Bilanzgewinns auf 3.360 TEUR. Die Eigenkapitalquote sank von 34,0 % auf 33,4 %. Im Jahr 2023 betrug der EBITDA 777 TEUR (Vorjahr 938 TEUR).

Aufgrund des im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Jahresüberschusses, hervorgerufen durch starke Investitionstätigkeit und daraus resultierenden Abschreibungen, gestiegenen außergewöhnlichen Aufwendungen und gestiegener Personal- und Betriebskosten im Geschäftsjahr 2023 sank die Eigenkapitalrentabilität im Vergleich zum Jahr 2022 von 7,5 % auf 0,4 %.

2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Personal

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug im Jahr 2023 43 (Vorjahr 44). Die Personalkosten lagen mit 2.649 TEUR um 5,7 % über denen des Vorjahres.

Lieferanten

Die Entwicklung der Branche ist geprägt durch einen harten Verdrängungswettbewerb. Die Walter Roeder GmbH ist darauf angewiesen, dass ständig genügend Abfälle zur Aufbereitung, Wertschöpfungsbetreibung und Weiterverkauf zur Verfügung stehen. Ein gutes Bestandskundenmanagement, eine professionelle sowie vollumfängliche Entsorgungs- und Recyclingberatung und eine strategisch kluge Neukundenakquise ist daher von großer Bedeutung.

D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die deutsche Wirtschaft stagniert, entgegen der vorangegangenen vorsichtigen Erholungssignale auf einem niedrigen Niveau. Das verarbeitende Gewerbe befindet sich weiterhin in einer Rezession, während private Haushalte trotz steigender Realeinkommen weniger konsumieren. Auf Grund des Nachlassens der restriktiven Geldpolitik und den steigenden Reallöhnen ist davon auszugehen, dass das Bruttoinlandsprodukt im kommenden Jahr wieder ansteigt. Ebenso ist auf Grund dieser Entwicklungen anzunehmen, dass die Absatzmärkte sich langsam erholen. Eine hohe konjunkturelle Dynamik zeichnet sich indes nicht ab.

Die Walter Roeder GmbH wird sich bezüglich der Auftragsentwicklung im Jahr 2024, vor allem aufgrund der Komplettentsorgungsstrategie, voraussichtlich besser entwickeln als die Gesamtwirtschaft. Die Entwicklung des Rohergebnisses ist vor allem stark von den Rohstoffpreisen abhängig, weshalb man zum aktuellen Zeitpunkt von stark fallenden Rohstoffpreisen und damit trotz geplanter Vollauslastung von einem leichten Rückgang des Rohergebnisses im Jahr 2024 ausgeht.

Hinsichtlich der Ertragslage ist davon auszugehen, dass das EBITDA, bedingt durch die aktuelle Auftragslage und geplanten Kostenreduktionen für das Geschäftsjahr 2024, im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 leicht steigen wird. In den Bereichen Verbrauchsmaterial, wie Roh-, Hilfs- und Betriebskosten, als auch bei Personalkosten wird mit weiter steigenden Kosten gerechnet, die auch in der Planung der weiteren Geschäftstätigkeit entsprechend berücksichtigt werden.

Die Niederlassung in Freiburg wurde im Jahr 2024 primär durch den Ausbau der Autoverwertung weiter gestärkt. Teil der Strategie sind neben umfangreichen Marketingmaßnahmen auch eine Ausweitung der vertrieblichen Aktivitäten in diesem Raum.

Eine verstärkte Fokussierung und Prozessoptimierung von Zentralfunktionen der Walter Roeder GmbH wie Disposition, Beschaffung, Personalwesen, Buchhaltung und IT wird durch Investitionen in Material und Personal das kommende Geschäftsjahr prägen und dazu beitragen, weiterhin zukunftsfähig aufgestellt zu sein. Auch der Ausbau des internen Controllings wird das Management bzgl. der Identifizierung von Chancen und Risiken sowie bei der Entscheidungsfindung zukünftig noch stärker unterstützen.

2. Chancenbericht

Die zunehmende politische und gesellschaftliche Sensibilität sowie die mediale Aufmerksamkeit für klima- und umweltrelevante Ansprüche stellen große Wachstumspotentiale dar.

Durch eine konsequente Umweltpolitik im Umgang mit Rohstoffen wird die Position des Unternehmens weiter gestärkt. Das Dienstleistungsangebot der Walter Roeder GmbH wird daher auch in Zukunft immer wichtiger.

In den kommenden Jahren wird die Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland auch maßgeblich von den Entwicklungen auf europäischer Ebene geprägt sein. Die Umsetzung des Gesetzes zur Neuordnung des Kreislaufwirtschaft- und Abfallrechts wird für die Zukunft Auswirkungen auf die Branche haben.

Die Walter Roeder GmbH vollzieht in den letzten Jahren als "Komplettanbieter" für Entsorgung und Recycling konsequent den Weg der Portfolioentwicklung mit Diversifizierung und auch Stärkung der eigenen Prozessabläufe. Vor allem durch innovative Ideen im Altfahrzeugrecycling und durch den Rückgang der Mengen in bestimmten Wirtschaftsbereichen (wie bspw. produzierendes Gewerbe und Baubranche) ist Diversifizierung mit gleichzeitiger Verstärkung der Kernkompetenz eine große Chance und so ein Schlüssel zum zukünftigen Erfolg.

Ebenso das Zukunftskonzept der Walter Roeder GmbH, dass Abfälle nicht zu "große Wege" auf sich nehmen dürfen, wird vor allem durch zukünftige politische Entscheidungen und damit flankierend einhergehenden Regelungen verstärkt und im Logistikbereich immer mehr umgesetzt werden.

3. Risikobericht

Die nachfolgend genannten Risiken sind anhand ihrer Bedeutung absteigend von "am bedeutsamsten" hin zu "weniger bedeutsam" aufgeführt.

Als wesentliches Risiko sehen wir eine weitere Abschwächung der Rohstoffpreise. Dies würde zu einer Reduktion des Umsatzes und auch ggf. der Margen bzw. des Rohergebnis führen. Durch stetige Überwachung der Rohstoffmärkte können frühzeitig mögliche Maßnahmen eruiert und wenn nötig eingeleitet werden.

Mögliche negative Auswirkungen sehen wir in der erwarteten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, insbesondere in Folge des demographischen Wandels, da der massive Fachkräftemangel zu Kapazitätsengpässen führen kann und sich zudem in Anbetracht der hohen Inflation die Notwendigkeit in weiteren Lohnsteigerungen niederschlagen kann.

Die Geschäftsführung sieht zudem das Risiko einer Einengung der Handelsaktivitäten durch die bereits vorhandene und immer restriktiver werdende Umwelt- und Abfallgesetzgebung.

Als weiteres Risiko wird eine Zunahme der Wettbewerbsintensität in der Recyclingbranche gesehen. Die Anzahl und die Qualität der Wettbewerber können die Preise und die Nachfrage nach Dienstleistungen beeinflussen. Vor allem die aktuelle Schwäche der produzierenden Gewerbe und der Bauchbranche steht derzeit im Fokus und versucht in anderen Bereichen, wie bspw. kommunale Entsorgung, verstärkt Kunden zu gewinnen und setzt dies auch aktuell schon mit Erfolg um.

Finanzielle Risiken werden durch ein internes Kontroll- und Berichtswesen, wie auch durch geeignete Controlling-Maßnahmen lokalisiert, analysiert und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Überwachung der Forderungen.

Zunehmend relevanter wird auch zukünftig das Thema der IT-Sicherheit und der Datenschutzmaßnahmen und -dokumentation, um für zukünftige Herausforderungen in diesen Thematiken ausreichend gerüstet zu sein. Ein Risiko, das den Bestand des Unternehmens gefährden könnte, ist derzeit nicht absehbar.

E. Gesamtaussage

Die Geschäftsleitung blickt auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr zurück. Das Rohergebnis konnte auf 6.723 TEUR gesteigert werden und lag somit über der Prognose des Vorjahres. Diese Entwicklung ging einher mit einer Steigerung der Personalkosten um 144 TEUR auf 2.649 TEUR. Das Ergebnis vor Steuern im Jahr 2023 sank insbesondere aufgrund der hohen Material-, Lohn- und Energiekosten, sowie in Folge der Integration eines Speditionsunternehmen und dem Aufbau der neuen Niederlassung in Freiburg auf 62 TEUR.

Insgesamt blickt die Geschäftsführung der Walter Roeder GmbH zuversichtlich in die Zukunft. Die Chancen für die künftige Entwicklung der Gesellschaft werden insbesondere in einer sich wieder stabilisierenden Konjunktur und einer langsamen wirtschaftlichen Erholung gesehen. Die Strategie die Komplettentsorgung "alles aus einer Hand" anzubieten wird sich auch in Zukunft weiter im Vergleich zum Wettbewerb durchsetzen.

Auch langfristig ist eine sehr positive Entwicklung zu erwarten: auf Grund schwindender Bodenschätze und einem immer wichtiger werdender Umweltbeitrag durch die Recyclingindustrie, können für die kommenden Jahre gute wirtschaftliche Erfolgsaussichten prognostiziert werden können.

Durch den nachhaltigen Ausbau unserer Unternehmensgruppe, einer verantwortungsvoll agierenden Geschäftsleitung, sowie einer sich nachhaltig positiv entwickelnden Mitarbeiterschaft wird optimistisch in die Zukunft gesehen.

Für das kommende Geschäftsjahr 2024 wird erwartet, dass sich das Rohergebnis im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 positiv entwickeln wird. Hinsichtlich der Ertragslage ist zudem davon auszugehen, dass sich weiterhin ein angemessenes operatives Ergebnis (EBITDA) erwirtschaften lässt.

 

Emmendingen, den 28. Oktober 2024

Walter Roeder GmbH

Daniel Roeder (M.Sc.), Geschäftsführender Gesellschafter

Walter Roeder, Geschäftsführer

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.425.167,43 5.190.048,80
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 25.011,51 31.447,51
1. Geschäfts- oder Firmenwert 17.083,00 19.133,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 7.928,51 12.314,51
II. Sachanlagen 5.400.155,92 5.158.601,29
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.680.657,00 3.721.229,00
2. technische Anlagen und Maschinen 185.066,00 206.843,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.390.473,69 1.228.642,69
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 143.959,23 1.886,60
B. Umlaufvermögen 4.553.755,97 4.569.959,79
I. Vorräte 2.530.470,00 3.250.500,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.886.966,29 1.164.185,83
1. Forderungen gegen Gesellschafter 139.711,05
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 132.000,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.747.255,24 1.164.185,83
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 155.000,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 136.319,68 155.273,96
C. Rechnungsabgrenzungsposten 67.110,72 85.525,06
davon Disagio 17.638,89
Summe Aktiva 10.046.034,12 9.845.533,65

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.360.129,74 3.347.638,51
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Bilanzgewinn 3.334.129,74 3.321.638,51
davon Gewinnvortrag 3.321.638,51 3.070.297,84
B. Rückstellungen 116.650,00 320.555,10
C. Verbindlichkeiten 6.562.437,38 6.169.689,04
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.370.428,15 4.829.966,29
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.677.520,71 2.034.297,13
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3.692.907,44 2.795.669,16
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 47.443,38 55.644,06
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 47.443,38 55.644,06
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.144.565,85 1.284.078,69
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.144.565,85 1.284.078,69
D. Passive latente Steuern 6.817,00 7.651,00
Summe Passiva 10.046.034,12 9.845.533,65

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.722.873,87 6.129.433,96
2. Personalaufwand 2.649.176,75 2.505.577,78
a) Löhne und Gehälter 2.183.651,14 2.044.150,86
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 465.525,61 461.426,92
davon für Altersversorgung 844,92 848,28
3. Abschreibungen 514.443,08 478.532,94
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 514.443,08 478.532,94
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.297.161,82 2.685.599,51
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.046,00 2.839,58
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 209.771,54 74.722,89
davon an verbundene Unternehmen 1.399,32 1.638,17
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 28.661,00 120.463,80
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 834,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 5.072,00
8. Ergebnis nach Steuern 33.705,68 267.376,62
9. sonstige Steuern 21.214,45 16.035,95
10. Jahresüberschuss 12.491,23 251.340,67
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.321.638,51 3.070.297,84
12. Bilanzgewinn 3.334.129,74 3.321.638,51

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die Walter Roeder GmbH hat ihren Sitz in Emmendingen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Freiburg i. Br. unter der Register-Nr. HRB 260899.

Der Jahresabschluss der Walter Roeder GmbH wurde auf Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetztes zu beachten.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB auf. Der Jahresabschluss umfasst somit die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung, den Anhang sowie den Lagebericht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls ab dieser Stelle gemacht.

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses werden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bis auf folgende Ausnahme unverändert zum Vorjahr angewendet:

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Gesellschaft die Bewertung der Vorräte von der Durchschnittsmethode auf das LiFo-Verfahren gemäß § 256 HGB umgestellt. Diese Umstellung führt zu einer Anpassung der Bewertungsmethode der Vorräte und hat direkten Einfluss auf den Bilanzwert der Vorräte, auf die Gewinn- und Verlustrechnung sowie allgemein auf die Vermögens- und Ertragslage. Infolgedessen ist die Vergleichbarkeit des Ausweises der Vorräte mit dem Vorjahr und damit auch das Rohergebnisses eingeschränkt.

Tendenziell führt die neue Bewertungsmethode dazu, dass die Vorräte mit einem geringeren Wert bilanziert werden, der Materialaufwand steigt und insbesondere im ersten Geschäftsjahr eine Zunahme der Bestandsveränderung zu verzeichnen ist. Das LiFo-Verfahren bietet sowohl bei fallenden als auch bei steigenden Preisen eine verlässlichen Abbildung der Ertragslage und gewährleistet eine konsistente Vergleichbarkeit der Ergebnisse aufeinanderfolgender Geschäftsjahre.

Von dem Grundsatz der Beibehaltung der Bewertungsmethoden wird durch die Inanspruchnahme der Bewertungsvereinfachungsverfahren begründet abgewichen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben.

Für den Unterschiedsbetrag, um den die für die Übernahme des Unternehmens bewirkte Gegenleistung den Wert der einzelnen Vermögensgegenstände des Unternehmens abzüglich der Schulden im Zeitpunkt der Übernahme übersteigt (entgeltlich erworbener Geschäfts- oder Firmenwert), wird für das im übernommene Unternehmen (Asset Deal) eine Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare bzw. degressive Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer vermindert.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten auch notwendige Gemeinkosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch die Bildung von Pauschal- und Einzelwertberichtungen Rechnung getragen.

Die Bewertung des Kassenbestandes sowie der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nominalbetrag.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Erfüllungsbeträge einer Verbindlichkeit die den Ausgabebetrag übersteigen (Disagio), werden als Unterschiedsbetrag aktiviert. Der Unterschiedsbetrag wird planmäßig über die jährliche Abschreibung getilgt und auf die gesamte Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt.

Das Stammkapital wird als Gezeichnetes Kapital ausgewiesen und ist zum Nennwert bewertet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen sowie Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst.

C. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagespiegel dargestellt, ebenso die Geschäftsjahresabschreibungen:

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2022
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.045,60 0,00 249,94 0,00 37.795,66
2. Geschäfts- oder Firmenwert 20.500,00 0,00 0,00 0,00 20.500,00
58.545,60 0,00 249,94 0,00 58.295,66
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.949.832,16 92.020,06 0,00 0,00 4.041.852,22
2. technische Anlagen und Maschinen 444.522,13 9.419,80 0,00 0,00 453.941,93
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.458.310,80 504.412,56 0,00 1.886,60 4.964.609,96
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.886,60 143.959,23 0,00 -1.886,60 143.959,23
8.854.551,69 749.811,65 0,00 0,00 9.604.363,34
8.913.097,29 749.811,65 249,94 0,00 9.662.659,00
Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.731,09 4.136,06 0,00 29.867,15
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.367,00 2.050,00 0,00 3.417,00
27.098,09 6.186,06 0,00 33.284,15
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 228.603,16 132.592,06 0,00 361.195,22
2. technische Anlagen und Maschinen 237.679,13 31.196,80 0,00 268.875,93
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.229.668,11 344.468,16 0,00 3.574.136,27
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.695.950,40 508.257,02 0,00 4.204.207,42
3.723.048,49 514.443,08 0,00 4.237.491,57
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.928,51 12.314,51
2. Geschäfts- oder Firmenwert 17.083,00 19.133,00
25.011,51 31.447,51
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.680.657,00 3.721.229,00
2. technische Anlagen und Maschinen 185.066,00 206.843,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.390.473,69 1.228.642,69
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 143.959,23 1.886,60
5.400.155,92 5.158.601,29
5.425.167,43 5.190.048,80

In den Forderungen gegen Gesellschafter sind Forderungen in Höhe von 132 TEUR mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr enthalten.

Im Vorjahr waren die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 156 TEUR in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen, davon hatten 155 TEUR eine Restlaufzeit größer ein Jahr.

In den Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von 18 TEUR (Vorjahr (0 TEUR) enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche, Abschluss- und Prüfungskosten und Archivierungsverpflichtungen gebildet.

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.371 4.830
davon Restlaufzeit bis ein Jahr 1.678 2.034
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis fünf Jahre 3.087 1.944
davon Restlaufzeit von mehr als fünf Jahre 606 852
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 659 732
davon Restlaufzeit bis ein Jahr 659 732
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis fünf Jahre 0 0
davon Restlaufzeit von mehr als fünf Jahre 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 47 56
davon Restlaufzeit bis ein Jahr 47 56
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis fünf Jahre 0 0
davon Restlaufzeit von mehr als fünf Jahre 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 486 552
davon Restlaufzeit bis ein Jahr 486 552
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis fünf Jahre 0 0
davon Restlaufzeit von mehr als fünf Jahre 0 0
Summe Verbindlichkeiten 6.563 6.170
davon Restlaufzeit bis ein Jahr 2.870 3.374
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis fünf Jahre 3.087 1.944
davon Restlaufzeit von mehr als fünf Jahre 606 852

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr 1 TEUR) auch solche aus Lieferungen und Leistungen.

Verbindlichkeiten in Höhe von 5.370 TEUR sind durch Sicherungsübereignungen besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 425 TEUR durch Grundpfandrechte abgesichert.

Die passiven latenten Steuern haben sich zum Vorjahr von 8 TEUR um 834,00 EUR auf 7 TEUR reduziert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 3.297 TEUR betreffen in Höhe von 310 TEUR Aufwendungen aus Unterschlagungen durch Arbeitnehmer.

D. Sonstige Pflichtangaben

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen zum Bilanzstichtag folgende sonstige finazielle Verpflichtungen:

Miet- und Leasingverpflichtungen TEUR
fällig innerhalb eines Jahres 1.167
fällig nach mehr als einem Jahr bis einschließlich fünf Jahren 2.246
fällig nach mehr als fünf Jahre 1.280
Gesamt 4.693

Die Miet- und Leasingverpflichtungen mit Fälligkeit innerhalb eines Jahres beinhalten Mietverpflichtungen aus unbefristeten Mietverhältnissen, dessen jährliche Verpflichtungen 61 TEUR betragen.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden im Unternehmen durchschnittlich 43 (Vorjahr: 44) Arbeitnehmer beschäftigt. Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt.

Arbeitnehmergruppen Berichtsjahr Vorjahr
gewerbliche Arbeitnehmer und Angestellte 28 33
kaufmännische Angestellte 15 11

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Geschäftsführung durch Herrn Walter Roeder und Herrn Daniel Roeder wahrgenommen. Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Von der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in Höhe von 12.491,23 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. In der Bilanz wird demfolgend ein Bilanzgewinn in Höhe von 3.334.129,74 EUR ausgewiesen.

 

Emmendingen, den 28. Oktober 2024

Walter Roeder GmbH

gez. Daniel Roeder, Geschäftsführender Gesellschafter

gez. Walter Roeder, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen zutreffend in Anspruch genommen. Dem vollständigen Jahresabschluss haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Walter Roeder GmbH, Emmendingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Walter Roeder GmbH, Emmendingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Walter Roeder GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freiburg im Breisgau, 28. Oktober 2024

KAISER & SOZIEN GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Manuel Philipp, Wirtschaftsprüfer

Julius Mittelberger, Wirtschaftsprüfer

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