INTERSPORT Handelsbeteiligungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Sportartikeln und -zubehör
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Henriette Sophie Tesch seit 11.10.2024 | Geschäftsführer |
Thomas Robert Storck seit 14.4.2020 | Geschäftsführer |
Andreas Fichtner seit 13.3.2020 | Prokura |
Alexander Christian Wolfgang Friedrich Dr. von Preen seit 4.3.2019 | Geschäftsführer |
Tim Bielohoubeck seit 20.9.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Systempartner INTERSPORT GmbHHeilbronnJahresabschluss zum 30.09.2024LageberichtGliederung Grundlagen der Gesellschaft Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Entwicklung des Unternehmens Wirtschaftliche Lage und finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Prognose-, Chancen- und Risikobericht Risiken der zukünftigen Entwicklung - Risikobericht Chancen der zukünftigen Entwicklung Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft Grundlagen der GesellschaftWie in den Vorjahren konzentrierte sich die Geschäftstätigkeit der Systempartner INTERSPORT GmbH im Berichtsjahr 2023/2024 auf den Handel mit Sportartikeln und die Zentralregulierung der Forderungen der Hersteller gegen die stillen Gesellschafter. Mit dem Abschluss des Berichtsjahres 2023/2024 geht für die Systempartner INTERSPORT GmbH ein sehr herausforderndes Geschäftsjahr zu Ende, das insbesondere am Anfang durch ein hohes Inflationsniveau und im gesamten Verlauf durch eine angespannte wirtschaftliche Lage gekennzeichnet war. Diese Einflussfaktoren beeinträchtigten das Konsumklima und damit die Umsatzerlöse unserer Anschlusshäuser. Zusätzlich wurden die Händler durch das gestiegene Zinsniveau und damit höhere Refinanzierungskosten sowie durch Kostensteigerungen, z.B. bei Löhnen und Energie, belastet. Viele Anschlusshäuser haben sich zudem auf den Abbau ihrer immer noch vergleichsweise hohen Vorratsbestände fokussiert und daher zurückhaltend bestellt, was sich negativ auf das Geschäftsvolumen und die Ertragskraft der Systempartner INTERSPORT GmbH ausgewirkt hat. Hinzu kommt eine nachhaltige Beeinträchtigung der internationalen Lieferketten, die auch aktuell immer noch zu verspäteten Anlieferungen und zu Verzögerungen in der Warenversorgung führt. Organisatorisch ist die Systempartner INTERSPORT GmbH in die INTERSPORT-Gruppe mit der INTERSPORT Deutschland eG als Muttergesellschaft und alleinige Gesellschafterin eingegliedert. Mit den rd. 1.400 angeschlossenen Verkaufsstellen selbständiger Sportartikelfachhändler erwirtschaftete die INTERSPORT-Gruppe in Deutschland im Geschäftsjahr 2023/2024 einen Außenumsatz von ca. 3,46 Milliarden Euro. Durch die Zentrale in Heilbronn werden auf die Bedürfnisse der Händler zugeschnittene Dienstleistungen in den Bereichen Category Management, Internationales Lieferantenmanagement, Sales & Operations, Logistik, IT, Marketing, Kundendatenmanagement und die Durchführung von zentralen Ordermessen erbracht. Zusätzlich bietet die Verbundgruppe eine betriebswirtschaftliche Begleitung und die Möglichkeit zur Schulung der Mitarbeiter der Anschlusshäuser. Die wesentlichen mit der Systempartner INTERSPORT GmbH verbundenen Unternehmen sind ebenfalls im Handel mit Sportartikeln, auch im Einzelhandel, tätig. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen[1]Die deutsche Wirtschaft tritt seit über zwei Jahren auf der Stelle. In den kommenden Quartalen wird mit einer langsamen Erholung gerechnet, aber an den Trend von vor der COVID-19-Pandemie wird das Wirtschaftswachstum auf absehbare Zeit nicht mehr anknüpfen können. Die Dekarbonisierung, die Digitalisierung, der demografische Wandel und wohl auch der stärkere Wettbewerb mit Unternehmen aus der Volksrepublik China haben strukturelle Anpassungsprozesse in Deutschland ausgelöst, die die Wachstumsaussichten für die deutsche Wirtschaft dämpfen. Das Bruttoinlandsprodukt wird im Jahr 2024 voraussichtlich um 0,1 % sinken und in den kommenden beiden Jahren um 0,8 % bzw. 1,3 % zunehmen. Damit revidieren die Institute ihre Prognose vom Frühjahr 2024 leicht nach unten. Bei der Arbeitslosenquote wird für das laufende und auch das kommende Jahr mit 6 % gerechnet, bevor sie im Jahr 2026 auf 5,7 % zurückgehen soll. Die Beschäftigung dürfte im Prognoseverlauf leicht steigen. Die Inflation wird im laufenden Jahr mit 2,2 % und 2,0 % in den Jahren 2025 und 2026 wieder in der Nähe der EZB-Zielmarke liegen. Die Umsätze des Sportartikeleinzelhandels werden im Jahr 2024 voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres liegen. In den Jahren zuvor hatte sich der Sportartikeleinzelhandel, trotz Multi-Krisenumfeld, positiv entwickelt. Im Durchschnitt der letzten vier Jahre konnte der deutsche Sportmarkt (inklusive Sportstyle, ohne Fahrrad) noch durchschnittlich 5 bis 6 % pro Jahr über alle Kanäle wachsen. Aufgrund der weiter zunehmenden Bedeutung der Megatrends Sport und Gesundheit ist davon auszugehen, dass der Markt für Sportartikel in den kommenden Jahren weiter wachsen wird. Für die kommenden Jahre wird im Bereich Sport von einem Wachstum von nominal ca. 5 % pro Jahr über alle Kanäle ausgegangen.[2] Heruntergebrochen auf die relevanten Sportsegmente konnten im Kalenderjahr 2023 unterschiedliche Umsatzentwicklungen in den Kategorien im Vergleich zum Jahr 2022 verzeichnet werden. Während die Kategorie Running - auf einer schwachen Vorlage aus dem Vorjahr - die stärkste positive Entwicklung (+8 %) zeigte, konnten die Kategorien Training/Fitness (+3 %), Teamsport (+ 5 %) und Sportstyle (+1 %) die positive Umsatzentwicklung des vergangenen Jahres fortführen. Demgegenüber verloren die Kategorien Outdoor (-9 %), Wintersport (-21 %) und Fahrradbekleidung (-24 %) nach starken Vorjahren deutlich.[3] Im Oktober des Jahres 2024 hat sich die Stimmung der an den ifo Konjunkturumfragen[4] beteiligten Unternehmen der deutschen Wirtschaft zwar leicht verbessert, jedoch war das der erste Anstieg nach vier rückläufigen Monaten in Folge. Im Handel ist der Index etwas gestiegen. Während sich die Erwartungen auf niedrigem Niveau leicht verbesserten, waren die Händler mit den laufenden Geschäften weniger zufrieden. Der Sportartikeleinzelhandel, in dem die Anschlusshäuser der Systempartner INTERSPORT GmbH tätig sind, zeichnet sich auch weiterhin durch eine starke Marktposition der Fachgeschäfte aus. Zu den Wettbewerbern gehören immer noch die Sportartikelhandelsunternehmen mit überregionalem Filialnetz sowie in wachsendem Maße die Hersteller von Markenprodukten mit eigenen stationären Monolabel-Stores, Online-Shops und Marktplätze, auch aus Drittländern, sowie Factory-Outlets. Die Wachstumsdynamik des Internethandels in Deutschland beim Absatz von Sportartikeln wurde im letzten Jahr, wie bereits in den Jahren zuvor, gebremst. Neben reinen Online-Anbietern und Shops der Markenhersteller können Kunden auf zahlreichen Marktplätzen, auch aus Drittländern, Sportartikel erwerben. Eine steigende Anzahl von Sportartikelfachhändlern mit stationären Geschäften ergänzen ihre Vertriebsstrukturen durch einen eigenen Online-Shop und / oder die Anbindung an verschiedene Marktplätze. Um diese Entwicklung auch zum Ausbau der eigenen Marktposition zu nutzen, ist die INTERSPORT-Gruppe mit der kooperativen Händlerplattform, einem Marktplatz für die Anschlusshäuser, am Markt vertreten. Ein wesentliches Ziel unserer Omnichannel-Strategie ist es, die Kundenkontaktpunkte in einem großen INTERSPORT-Ökosystem zu vernetzen und eine einheitliche, kanalübergreifende Customer Journey zu gewährleisten. Hierdurch werden wir die Marktführerschaft der INTERSPORT und unseres Verbunds im hart umkämpften Sportmarkt langfristig ausbauen. Die INTERSPORT-Gruppe wird weiter konsequent daran arbeiten, die Stärken der Mitglieder im stationären Sportfachhandel auszubauen und sich als klare Nr. 1 im Omnichannel-Sportfachhandel zu etablieren. Hierfür vernetzen wir unsere Verkaufskanäle im Omnichannel und entwickeln unser Geschäftsmodell im E-Commerce weiter. Zudem wird die Angebotspalette neben den klassischen Warensortimenten auch in wichtigen Dienstleistungssegmenten im Sinne der angeschlossenen Händler weiterentwickelt und die Plattform zu einem Marktplatz ausgebaut. So zahlen sich die getätigten Investitionen, wie etwa in die Vergrößerung und Automatisierung unseres Großhandelslagers, eine modernisierte Warenwirtschaft, vernetzte IT-Systeme oder den INTERSPORT CLUB bereits aus. Alle Maßnahmen sichern die Wettbewerbsfähigkeit unseres INTERSPORT-Verbunds und bilden die Basis für ein nachhaltiges, profitables und wachstumsorientiertes Wirtschaften. Mit der SMART-Systemfamilie bildet die INTERSPORT sukzessive die Prozesse der angeschlossenen Händler von der Einkaufsplanung über den Orderprozess bis hin zur BI-Analyse digital ab. Entwicklung des UnternehmensDen Grundstein für den Erfolg der INTERSPORT-Gruppe sehen wir in der langjährigen, für alle Beteiligten wirtschaftlich vorteilhaften und serviceorientierten Zusammenarbeit mit unseren Anschlusshäusern. Unterstützt werden die Anschlusshäuser durch umfassende, auf den jeweiligen Bedarf unterschiedlicher Profilierungen und Positionierungen, Geschäftslagen sowie Betriebsgrößen abgestimmte Serviceangebote der Zentrale. Ein zentraler Baustein im Leistungsportfolio der INTERSPORT ist die Warenversorgung für die Anschlusshäuser. Mit der Etablierung der Organisationseinheiten Category Management, Internationales Lieferantenmanagement und Sales & Operations wird den steigenden Anforderungen auf Seiten der Konsumenten und der Industriepartner Rechnung getragen. Der Fokus liegt dabei auf der Zusammenstellung marktrelevanter Sortimente und deren Bündelung in attraktiven Modulen. Neben starken Marken aus der Industrie fokussiert der Sortimentsbereich ebenso starke Eigenmarken für die Anschlusshäuser im INTERSPORT-Verbund. Die Beschaffung der Eigenmarkenartikel erfolgt überwiegend auf Basis der Bestellungen nach den einzelnen Messen und nach Hochrechnungen der Nachorder-Potenziale, sowohl in eigener Regie als auch in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit der IIC-INTERSPORT International Corporation GmbH in Bern/Schweiz. Die Artikel aus den Bereichen Textilien, Hartwaren und Schuhe werden weitestgehend in Asien produziert und von uns importiert. Die Systempartner INTERSPORT GmbH profitiert zudem von der Einbindung in die IIC INTERSPORT International Corporation GmbH und die sich dadurch ergebenden, teilweise exklusiven Kooperationsmöglichkeiten, Synergien und Kostenvorteile auf europäischer und internationaler Ebene. Ein wesentlicher Baustein für eine erfolgreiche (Nach-) Lieferfähigkeit ist das NOS-System (never out of stock). Die notwendigen Daten werden systemgestützt aus den standortspezifischen Abverkaufsinformationen unseres Warenwirtschafts- und Kassensystems abgeleitet und in Ordersätze umgewandelt. Die hohe Nachfrage unserer Händler, am NOS-System teilzunehmen, war ein Grund für die Weiterentwicklung des im Einsatz befindlichen Lager- und Logistikkonzeptes der INTERSPORT Deutschland eG, über das die stillen Gesellschafter der Systempartner INTERSPORT GmbH beliefert werden. Der Wareneinkauf in Bezug auf das Lagergeschäft erfolgt in vollem Umfang über das Lager der INTERSPORT Deutschland eG. Ein eigenes Lager wird von der Systempartner INTERSPORT GmbH nicht unterhalten. Das Konzept der zentralen Musterungen in unseren redblue-Messehallen ist unverändert ein ganz wesentlicher Erfolgsfaktor für die Anschlusshäuser der INTERSPORT-Gruppe und für unsere Partner der Industrie. Die Messeflächen für Industrieaussteller sind regelmäßig ausgebucht. Die Besucherzahlen und Anmietung durch externe Veranstaltungen sind auf Vor-Corona Niveau und tragen zum guten redblue-Ergebnis bei. Die Weiterentwicklung der IT-Dienstleistungen in eine zusehends integrierte Systemlandschaft verschafft unseren Anschlusshäusern Vorteile im direkten Wettbewerbsvergleich. Ausgehend von systemisch unterstützten Orderprozessen der neuen SMART.Order-Plattform bis hin zu Steuerungsmöglichkeiten auf Basis von Verkaufsdaten aus der SMART.Retail-Warenwirtschaft vernetzen die IT-Services die verschiedenen Leistungsbausteine im INTERSPORT-Verbund. Zudem wird aktuell sehr konsequent an der weiteren Digitalisierung des Point of Sale gearbeitet, um so den Personalaufwand in den angeschlossenen Häusern zu reduzieren. Die INTERSPORT Digital GmbH betreibt im Wege einer Omnichannel-Vertriebsstrategie eine Online-Plattform zur Erschließung des Warenabsatzes im Internet für die Anschlusshäuser der INTERSPORT Deutschland eG und der Systempartner INTERSPORT GmbH. Die Anschlusshäuser haben die Möglichkeit, eigene Waren unter einem einheitlichen Auftritt über die kooperative Händlerplattform anzubieten. Damit wollen wir das strategische Ziel erreichen, durch "drive to retail"-Konzepte die Frequenz in die lokalen Standorte zu leiten und in den kommenden Jahren die Umsatzanteile im Internethandel gezielt auszubauen. Die Plattform wird aktuell zu einem Online-Marktplatz ausgebaut, um den Kundenwunsch nach einem größeren Sortimentsangebot nachzukommen. Der INTERSPORT CLUB konnte zum Ende des Geschäftsjahres 2,5 Millionen Kunden verzeichnen und wird als Kernelement der INTERSPORT-Strategie 2026 in Zukunft noch wichtiger, um eine bestmögliche Customer Journey zu gewährleisten und kundenorientierte Entscheidungen zu forcieren. Zusammen mit dem Kampagnenteam der INTERSPORT Digital GmbH verantwortet das Team der INTERSPORT Marketing Services GmbH das Kampagnenmanagement für Marken, Lieferanten und neue Partner außerhalb der Sportbranche. Die junge Tochtergesellschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Vermarktung der Werbeträger bei den Anschlusshäusern voranzutreiben, Omnichannel-Werbemöglichkeiten aufzuzeigen und die Händler in der gesamten Kampagnen-Abwicklung auf höchstem Niveau zu begleiten und zu unterstützen. Mit dem jungen Tochterunternehmen erschließen wir das Retail Media-Geschäft für die INTERSPORT und realisieren wertvolle Deckungsbeiträge. In Zukunft wird das Angebot um digitale Retail Media Leistungen ergänzt. Wirtschaftliche Lage und finanzielle LeistungsindikatorenDie Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023/2024 einen Jahresüberschuss von TEUR 558 erwirtschaftet, nach TEUR 1.064 im Vorjahr. Das insbesondere zu Beginn des Geschäftsjahres sehr hohe Inflationsniveau und die insgesamt angespannte wirtschaftliche Lage beeinträchtigten im gesamten Geschäftsjahr das Konsumklima und damit die Umsatzerlöse unserer Anschlusshäuser. Das gestiegene Zinsniveau erhöhte zudem die Refinanzierungskosten der Händler. Hinzu kamen Kostensteigerungen, vor allem bei Löhnen und Energie, so dass die Händler den Fokus auf den Abbau ihrer immer noch vergleichsweise hohen Bestände legten und ansonsten ein eher zurückhaltendes Bestellverhalten zeigten. Die Umsatzerlöse sind im Wesentlichen deshalb im abgelaufenen Geschäftsjahr von TEUR 79.975 auf TEUR 61.621 zurückgegangen. Damit konnte der Rekordumsatz des Vorjahres nicht erreicht werden, sondern ist mit TEUR -18.354 bzw. -22,9 % deutlich zurückgegangen. Dieser Rückgang betrifft sowohl den Handel mit Sportartikeln im Rahmen des Lager- und Streckengeschäfts mit TEUR -16.780 (-24,2 %) als auch die Erträge aus der Zentralregulierung mit TEUR -1.702 (-17,2 %). Demgegenüber sind die Erträge aus Dienstleistungen um TEUR 128 (+16,3 %) gestiegen. Das Rohergebnis (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) des Geschäftsjahres 2023/2024 beträgt TEUR 1.820 (Vorjahr TEUR 2.434). Dies führt zu einer Materialaufwandsquote von 97,0 %, die damit exakt auf dem Niveau des Vorjahres liegt. Nach Abzug von Personalaufwand und sonstigen betrieblichen Aufwendungen/Erträgen ergibt sich ein positives Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT), das mit TEUR 276 aber deutlich hinter dem Vorjahr mit TEUR 773 zurückbleibt. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses (TEUR 521; Vorjahr TEUR 506) ergibt sich ein Unternehmensergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (EBT) von TEUR 797 (Vorjahr TEUR 1.279). Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Vorjahresvergleich um TEUR 787 auf TEUR 34.869 vermindert. Dies ist auf der Aktivseite der Bilanz auf den Rückgang des Umlaufvermögens zurückzuführen, das im Wesentlichen aus Forderungen besteht. Das Eigenkapital ist aufgrund des erwirtschafteten Jahresüberschusses im Berichtsjahr um TEUR 558 auf nunmehr TEUR 13.072 gestiegen. Die Eigenkapitalquote (Relation des Eigenkapitals zur Bilanzsumme) konnte, auch aufgrund der geringeren Bilanzsumme, um 2,4 %-Punkte von 35,1 % zum 30. September 2023 auf 37,5 % zum 30. September 2024 verbessert werden. Auf der Passivseite sind vor allem die sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern gesunken. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten nunmehr überwiegend Verbindlichkeiten aus Bonifikationen. Im Prognosebericht aus dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023 haben wir für das Geschäftsjahr 2023/2024 unter Berücksichtigung zahlreicher belastender Effekte ein positives Jahresergebnis in Höhe von 0,5 bis 1,0 Mio. EUR erwartet. Tatsächlich liegt der Jahresüberschuss des Berichtsjahres mit 0,6 Mio. EUR innerhalb dieser Bandbreite. Insgesamt beurteilen wir die Lage und die Entwicklung der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr, auch unter Berücksichtigung der negativen äußeren Einflüsse, als noch zufriedenstellend. Wesentliche nichtfinanzielle LeistungsindikatorenNachhaltigkeitINTERSPORT hat sich bereits vor vielen Jahren dafür entschieden, verstärkt den Nachhaltigkeitsgedanken in der Unternehmenskultur zu integrieren. Im Jahr 2024 wurde bereits der fünfte Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht - erstmals in Anlehnung an den international etablierten Berichtsstandard des UN Global Compact. Nachhaltigkeit ist für uns - gemeinsam mit unseren Mitgliedern und Industriepartnern - ein zentraler Baustein unserer Strategie. Wir verankern Nachhaltigkeit in unserer gesamten Wertschöpfungskette und haben uns ein klares Ziel gesetzt: INTERSPORT ist bis 2030 die Nummer 1 im nachhaltigen Omnichannel-Sportfachhandel in Deutschland. Diesen Prozess setzen wir in Zusammenarbeit mit der IIC-INTERSPORT International Corporation GmbH mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie, welche die fünf Handlungsfelder Mensch, Kunde, Händler, Umwelt und Produktsortiment beinhaltet, um. Die weiterhin steigenden Energiekosten konnten bislang durch einen deutlich geringeren Verbrauch kompensiert werden. Hier sind Investitionen in Photovoltaik in Umsetzung, um auch hier nachhaltiger und effizienter zu wirtschaften. Mit Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie, vor allem auch im Category Management, der Sortimentszusammenstellung bei den Händlern und deren Angeboten, über neue und zusätzliche Services und mit nachhaltigen Produkten, kann die INTERSPORT sich hier ein starkes Markenprofil erarbeiten und sich damit einen Wettbewerbsvorteil am Markt verschaffen. MitarbeiterWie im Vorjahr sind bei der Gesellschaft keine Mitarbeiter beschäftigt. Zur Abwicklung des Geschäftsbetriebes greift die Gesellschaft entsprechend eines Geschäftsbesorgungsvertrages mit der INTERSPORT Deutschland eG auf die Mitarbeiter der Muttergesellschaft zurück. Seit Juli 2022 steht eine digitale Lernplattform "Lernwelt" zur Verfügung, die alle Anschlusshäuser für ihre Mitarbeiter zur Qualifizierung am POS nutzen können. Auch in der Dienstleistungszentrale wird die Lernwelt inzwischen für Weiterbildung und Qualifizierung genutzt und kontinuierlich ausgebaut. Die Services und Tools (wie unsere Karriereseite und die Employer Branding Toolbox) wurden weiterentwickelt, um die Händler bei der Suche neuer Mitarbeiter noch effektiver zu unterstützen. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtRisiken der zukünftigen Entwicklung - RisikoberichtDie Systempartner INTERSPORT GmbH ist in das Risikomanagementsystem der INTERSPORT Deutschland eG eingebunden. Aufgrund der hohen Bedeutung der Früherkennung von Risiken für die Sicherung des Unternehmenserfolges hat das Risikomanagement in der Unternehmensgruppe eine hohe Priorität. Das Risikomanagementsystem fußt auf einer speziellen Software zur webbasierten Erfassung, Bewertung, Berichterstattung und Steuerung von Risiken. Zur Identifikation und zur Vermeidung von Risiken erstellt die Genossenschaft auf der Basis einer permanenten Risikoinventur einen Risikobericht. In diesem Bericht werden die für die INTERSPORT-Gruppe vorhandenen Risiken aufgeführt und einzeln analysiert. Diese werden, wenn sie für die Verbundgruppe eine wirtschaftliche Bedeutung haben, im Managementkreis besprochen. Hierzu werden anschließend notwendige Gegenmaßnahmen zur Vermeidung, Minimierung oder Kompensation der Risiken zeitnah eingeleitet und umgesetzt. Der Fokus des Risikomanagements musste sich zuletzt immer wieder an eine sich rasch verändernde Gesamtlage anpassen, sowohl politisch als auch wirtschaftlich. Zu den vielfältigen ökonomischen Risiken kommt auch noch eine instabile weltpolitische Lage mit zahlreichen Konflikten hinzu. Da der Schwerpunkt der Warenbeschaffung sowohl bei Eigenmarken als auch bei unseren Industriepartnern in Ostasien liegt, sind sich abzeichnende politische Spannungen in dieser Region von besonderer Bedeutung für das Risikomanagement der INTERSPORT-Gruppe. Im Hinblick auf die Zunahme der Insolvenzen in Deutschland hat die INTERSPORT-Zentrale ein ausgefeiltes Instrumentarium an Sicherheiten sowie ein spezialisiertes Debitoren- und Risikomanagement-Team aufgebaut. Währungsrisiken bestehen für die Systempartner INTERSPORT GmbH nicht, da die Waren ausschließlich über die INTERSPORT Deutschland eG in Euro bezogen werden. Alle Verkäufe werden in Euro fakturiert. Preisrisiken im Eigengeschäft bestehen durch die Abwicklung über das Lager der INTERSPORT Deutschland eG und das von der Muttergesellschaft eingesetzte Warenwirtschaftssystem nicht. Investitionen sind nicht geplant. Die weitere Umsatzentwicklung im letzten Quartal wird, insbesondere in diesem Jahr, nicht unwesentlich vom anstehenden Wintergeschäft abhängen sowie von der weiteren Entwicklung bei den Verbraucherpreisen und der Anschaffungsneigung der Konsumenten. Der fristgerechte Ausgleich der offenen Forderungen der Industrie im Rahmen der Zentralregulierung bleibt für den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmensgruppe neben dem Warengeschäft der zentrale Erfolgsfaktor. Zahlungen an die Industrie erfolgen im ersten Zahlungsziel. Durch die Einbindung der Gesellschaft in das Cash-Pooling-System der INTERSPORT Deutschland eG haben keine Zahlungsstromrisiken oder Liquiditätsrisiken bestanden. Die Liquidität der INTERSPORT Deutschland eG und der INTERSPORT-Gruppe war während des gesamten Geschäftsjahres gewährleistet. Die verfügbare Liquidität und bei Bedarf die von den Kreditinstituten längerfristig, verbindlich zur Verfügung gestellten Linien reichen für das gegenwärtige und zukünftige Geschäftsvolumen aus. Weiterhin bestehen rechtliche und steuerliche Risiken. Rechtliche Risiken resultieren unter anderem aus arbeits- und zivilrechtlichen Verfahren. Für diese Risiken wurden, sofern die Verpflichtungen hinreichend konkretisiert sind, Rückstellungen gebildet. Steuerliche Risiken entstehen vornehmlich im Zusammenhang mit Außenprüfungen, in deren Verlauf Sachverhalte und Transaktionen unterschiedlich gewürdigt werden können. Die Risiken werden regelmäßig geprüft und bei hinreichender Konkretisierung durch Bildung einer angemessenen Risikovorsorge berücksichtigt. Risiken beziehen sich darüber hinaus auf die Existenz einzelner Anschlusshäuser, die trotz der letzten grundsätzlich auskömmlich verlaufenen Geschäftsjahre nach wie vor mit tendenziell geringem Eigenkapital ausgestattet sind. Deren Fortbestand ist nicht in jedem Fall gesichert. Dadurch können Wertberichtigungen auf Forderungen notwendig werden. Diesem Risiko tragen wir durch die intensive Überwachung der Anschlusshäuser im Rahmen des aktiven Debitorenmanagements, verbunden mit dem Rating der eingereichten Jahresabschlüsse, sowie durch eine entsprechend vorsichtige Bewertung der Forderungen im Jahresabschluss Rechnung. Für den INTERSPORT-Verbund ergeben sich hierbei insbesondere Risiken aus der Geschäftsentwicklung großer Kooperationspartner, die einen wesentlichen Anteil zum finanzierten Gesamtumsatz beitragen und mit denen die INTERSPORT zusätzliche Deckungsbeiträge erwirtschaftet. Zudem verbessern sich durch diese Umsätze gleichzeitig Bonus- und Konditionsstaffeln für alle Anschlusshäuser. Neben der wirtschaftlichen Entwicklung der großen Kooperationspartner besteht auch das Risiko, dass Mitglieder - aus unterschiedlichen Gründen - aus dem INTERSPORT-Verbund ausscheiden. Diese Entwicklung wird begleitet von Wettbewerbern, die in den deutschen Sportmarkt eintreten möchten. Besonderes Augenmerk verdient weiterhin die Entwicklung eines französischen Wettbewerbers, der in den nächsten Jahren plant, seine Marktstellung durch Expansion und durch Zukäufe, weiter auszubauen. Durch die von diesem Wettbewerber gewählte Sortimentspolitik haben sich aber auf der anderen Seite durch höhere Frequenz an verschiedenen Standorten auch Synergien mit dort ebenfalls ansässigen INTERSPORT-Anschlusshäusern ergeben. Zunehmende Bedeutung im Wettbewerb hat das Angebot von augenscheinlich preiswerter Ware in Teilen des Sortiments, insbesondere in den Bereichen Outdoor, Fitness, Fun und Familie bei branchenfremden Anbietern wie SB-Warenhäusern, Lebensmittel-Discountern und Non-Food-Discountern erlangt. Diese führen und bewerben Sportartikel intensiv, häufig in Form von Saisonware für einen begrenzten Zeitraum, teilweise aber auch dauerhaft im Sortiment. Hinzu kommt wachsender Wettbewerbsdruck durch preisaggressive Plattformen aus Drittländern, insbesondere aus der Volksrepublik China. Die Anforderungen unserer Geschäftsprozesse an die Informationstechnologie steigen kontinuierlich, unter anderem durch Vertriebskanäle wie den Internethandel oder durch die zunehmende Regulierung. Hieraus resultieren unterschiedliche Risiken, z. B. hinsichtlich der Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von Informationen. Zusätzlich stellt auch das mobile Arbeiten die IT vor neue Herausforderungen, sich gegen mögliche Angriffe von außen zu schützen. Aktuell bestehen außerhalb und innerhalb der INTERSPORT-Gruppe wesentliche Unsicherheiten im Hinblick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und deren Auswirkungen auf das Konsumklima sowie die geopolitischen Konflikte. Darüber hinaus sehen wir keine konkreten, berichtenswerten und über das Maß der eigentlichen Geschäftstätigkeit hinausgehenden unternehmensspezifischen, rechtlichen oder wirtschaftlichen Risiken, die die Entwicklung der Systempartner INTERSPORT GmbH bedrohen könnten. Chancen der zukünftigen EntwicklungBEST IN SPORTS bedeutet für uns die konsequente Ausrichtung auf einen attraktiven stationären Handel, der eng mit professionellem E-Commerce und Omnichannel-Services verknüpft ist und gleichzeitig immer die Bedürfnisse unserer Kunden in den Mittelpunkt stellt. Mit BEST IN SPORTS verfolgen wir eine klare Wertpositionierung: INTERSPORT ist die klare Nummer 1 im Omnichannel Sportfachhandel. Durch die konsequente Verfolgung der strategischen Maßnahmen befindet sich die INTERSPORT-Gruppe auf Zukunfts- und Wachstumskurs. Mit der Strategie BEST IN SPORTS: UP FOR FUTURE und dem darin verankerten Leistungsversprechen setzen wir bis 2026 noch stärker auf nachhaltiges und profitables Wachstum. Den angeschlossenen CI-profilierten Händlern bieten wir unter der Marke INTERSPORT eine attraktive Möglichkeit, sich von anderen Sportfachhändlern zu differenzieren und effiziente und integrierte Omnichannelsysteme für die profitable Marktbearbeitung zu nutzen. Unter der Marke INTERSPORT geführte Flächen zeichnen sich verstärkt durch moderne Sportwelten aus, die bewusst auf Erlebniseinkauf und exzellenten Service setzen. Neben ladenbaulichen Elementen, die eine Wiedererkennbarkeit schaffen, dürfen sich Kunden in jedem INTERSPORT-Geschäft auf einen hohen Qualitätsanspruch was Service und Ware betrifft verlassen. Die konsequente Vernetzung von stationärem und Online-Geschäft im Rahmen des Omnichannel-Ansatzes steht dabei im Fokus. Diese Ausrichtung wird von unseren CI-profilierten Händlern mit Überzeugung mitgetragen. Dies zeigt sich beispielsweise auch in hunderten Modernisierungsmaßnahmen und zahlreichen umgesetzten Expansionsvorhaben in den vergangenen Jahren. Bei Flächenexpansionsvorhaben unter der Marke INTERSPORT werden die Händler verstärkt durch das Businesspartner-Team unterstützt, um sich bietende Marktchancen zu nutzen. Hierzu sind jüngst die personellen Ressourcen im Expansionsmanagement erweitert worden. Zur Förderung von Existenzgründern wurde zudem ein neues Programm "Selbständig mit INTERSPORT" aufgesetzt, das zu Beginn des Geschäftsjahres 2023/2024 live gegangen ist. Zur weiteren Stärkung des INTERSPORT-Verbundes werden verschiedene flächenorientierte Konzepte, mit denen wir uns bei unseren Endkunden positionieren, vorangetrieben. Als erstes neues flächenorientiertes Konzept ist 2024 eine Flagship-Positionierung im Markt eingeführt worden. Die Einführung erfolgte mit drei großen Mitgliedern an vier Standorten, die herausragende Einkaufserlebnisse im deutschen Sportfachhandel bieten. Weitere flächenorientierte Konzepte sind in Vorbereitung. Neben den CI-profilierten Anschlusshäusern sind die nicht-profilierten Anschlusshäuser eine wichtige Säule unseres Geschäftsmodells. In den vergangenen Jahren haben wir große Kooperationspartner hinzugewinnen können, die den INTERSPORT-Verbund gesamthaft stärken. Weitere Kooperationspartner sollen auch in den kommenden Jahren für den INTERSPORT-Verbund gewonnen werden. Zur Unterstützung der Anschlusshäuser und um eine auskömmliche Händlerprofitabilität zu ermöglichen, sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Serviceleistungen aufgebaut oder neu ausgerichtet worden. Unser Antrieb ist es, weiterhin für unsere Anschlusshäuser Höchstleistungen zu erbringen und mit unseren Services eine Benchmark im Sportfachhandel zu setzen. Die Einführung von Merchandise Planning und die Neuausrichtung unseres Category Managements ermöglichen es, marktrelevante und noch leistungsfähigere Sortimente anbieten zu können, diese in attraktiven Modulen zu bündeln und zahlenbasiert zu steuern. Hinzu kommen fast 200 INTERSPORT CI-Flächen, die über das integrierte Shopformate-Flächenkonzept bereits die Vorteile aus Sortimentsmodulen, Marketingunterstützung, Personalmaßnahmen und Business-Partner-Beratung nutzen. Der weitere Rollout dieses Konzepts wird auch 2025 intensiv vorangetrieben. Das Shopformate-Flächenkonzept wird auch durch unsere Industriepartner positiv bewertet und unterstützt. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Industriepartnern zeigt sich in der Nutzung unseres Großhandels. Der Ausbau unseres Großhandels-Geschäftes mit weiteren Industriepartnern bietet Chancen, langfristige Zusammenarbeiten zu festigen und zu intensivieren. Industriepartner können hierbei unsere hocheffizienten und digitalisierten Logistikleistungen nutzen. Unsere modernen digitalen Lösungen und Schnittstellen sind auch für unsere Lieferanten ein klarer Vorteil. Die Umsätze der INTERSPORT-Eigenmarken - McKINLEY, ENERGETICS, PRO TOUCH, FIREFLY, GENESIS und NAKAMURA - werden in den nächsten Jahren mit verschiedenen Maßnahmen ausgebaut. Mit dem INTERSPORT CLUB verfügen wir bereits heute über die größte Community für Sport und Gesundheit in Deutschland und bauen diese kontinuierlich aus. Über den INTERSPORT CLUB stehen wir durch Events, Aktionen und bestimmte Anlässe rund um Sport und Gesundheit mit unseren Kunden in Kontakt. Die Erkenntnisse aus dem INTERSPORT CLUB nutzen wir, um unsere Angebote weiter zu verbessern und relevante Services anzubieten. Darüber hinaus fördern wir die Sportgemeinschaft auf lokaler Ebene mit zahlreichen Initiativen. Die Vernetzung von online und stationär steht dabei weiterhin im Fokus mit dem Ziel, alle relevanten Kundenkontaktpunkte zu digitalisieren und noch enger miteinander zu vernetzen. Als INTERSPORT haben wir das beste stationäre Angebot und mit unserem kompetenten Sportmarktplatz vernetzen wir Kunden, Händler und Industriepartner digital. Dadurch können wir noch besser auf die Bedürfnisse unserer Endkunden eingehen und den besten Zugang zur gesamten Welt des Sports bieten. Mit zahlreichen Omnichannel-Services verknüpfen wir Online- und Offline-Handel nahtlos und bieten die besten Einkaufserlebnisse. Auch in unseren stationären Geschäften haben wir digitale Services integriert. Beispiele wie die Laufanalyse zur Ermittlung des passenden Schuhs oder die Instore App u.a. für Online-Bestellungen sorgen bereits für diese nahtlose Verbindung. Darüber hinaus können unsere Kunden mit der Online-Bestandsabfrage sofort die Verfügbarkeit eines gewünschten Produktes im nächstgelegenen Store prüfen und mit Click & Collect direkt vor Ort abholen. Mit unserem "Buy Online - Buy Local"-Ansatz werden Online-Bestellungen nach dem Spielmacher-Prinzip an lokale Geschäfte verteilt, von wo aus die Artikel auf dem kürzesten Weg zu unseren Kunden gelangen. So unterstützen wir den lokalen Handel und sparen nachhaltig Transportwege ein. Über eine ganzheitlich IT-vernetzte Value Chain werden für Anschlusshäuser und die INTERSPORT-Gruppe weiterhin Kernfähigkeiten entlang der Wertschöpfungskette digitalisiert und Schnittstellen standardisiert, um damit die Basis für weitere zukünftige digitale Fähigkeiten, Automatisierung, Innovation und Wachstum zu schaffen. Eine Vielzahl an laufenden Projekten, beispielsweise SMART.Retail, SMART.Order, SMART.Control, SMART.Analytics, SMART.Planning und Supply-Chain-Digitalisierung, zielen darauf ab. Der Hauptfokus bei allen Maßnahmen ist die Sicherung der Ertragskraft unserer Anschlusshäuser und der INTERSPORT Deutschland eG. Mit BEST IN SPORTS: UP FOR FUTURE haben wir die strategischen Leitplanken bis 2026 gesetzt, um unseren Verbund auf stabilen Geschäftsmodell-Säulen weiterzuentwickeln und sich bietende Marktchancen für nachhaltiges und profitables Wachstum aktiv zu ergreifen. Voraussichtliche Entwicklung der GesellschaftDer Start in das neue Geschäftsjahr 2024/2025 gestaltet sich herausfordernd. Ein weiterhin eingetrübtes Konsumklima, die Unsicherheiten aus den geopolitischen Konflikten und die damit verbundene Kaufzurückhaltung der Verbraucher belasten die Umsätze unserer Anschlusshäuser und damit deren Bestellverhalten. Trotz all dem erwartet die Geschäftsführung auch für das kommende Geschäftsjahr ein positives Jahresergebnis. Sofern die der Planung zugrunde gelegten Prämissen sich nicht nachhaltig verändern, wird aus heutiger Sicht ein Jahresüberschuss von ungefähr 0,5 bis 1,5 Mio. EUR erwartet.
Heilbronn, den 05. Dezember 2024 Dr. Alexander von Preen Thomas Storck Henriette Tesch [1] Angaben gem. Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2024 der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose vom 19.09.2024. [2] Angaben gem. IFH Branchenfokus Sport 2022 sowie verschiedene Marktstudien von McKinsey, IFH und NPD. [3] Angaben gem. Circana Deutschland Sport Markt Trends, Gesamtjahr 2023. [4] Angaben gem. ifo Geschäftsklima Deutschland Oktober 2024 des ifo Instituts, München. BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Hinweise
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober eines Jahres und endet am 30. September des Folgejahres. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen berücksichtigt. Die flüssige Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt. Die Bilanzierung latenter Steuern erfolgt auf die Differenzen zwischen handelsrechtlicher und steuerlichen Wertansätzen der Vermögensgegenständen und Schulden, die sich in späteren Geschäftsjahren wieder umkehren. In den Bilanzposten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus Zentralregulierung und Pensionsrückstellungen sind aktive latente Steuern enthalten. Im Berichtsjahr betragen die ermittelten aktiven latenten Steuern TEUR 49 (Vorjahr TEUR 54). Der Steuersatz zur Berechnung der latenten Steuern beträgt 30,525%. Auf die Bilanzierung dieser latenten Steuern wurde in Ausübung des Wahlrechtes nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB verzichtet. Das Stammkapital ist mit dem Nennbetrag bilanziert. Die Einlagen der stillen Gesellschafter sowie die Rücklagen werden entsprechend den Regelungen des Gesellschaftsvertrages dotiert. Die Rückstellungen für Pensionen werden zu den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Werten unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach der Projected Unit Credit Methode (PUC-Methode) ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Soweit sie eine Laufzeit von mehr als einem Jahr haben, sind die Rückstellungen mit dem entsprechenden Zinssatz diskontiert. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden unter Berücksichtigung von § 250 HGB zeitanteilig gebildet und mit dem Nennwert angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 11.775 bestehen gegen die INTERSPORT Deutschland eG in Höhe von TEUR 11.649 und resultieren aus dem Cash-Pooling der INTERSPORT-Gruppe (TEUR 18.058), die mit Verbindlichkeiten aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr (TEUR 4.348) und aus der umsatzsteuerlichen Organschaft (TEUR 2.061) verrechnet wurden sowie gegen die INTERSPORT Digital GmbH, Heilbronn (TEUR 110) und die INTERSPORT Marketing Services GmbH, Heilbronn (TEUR 16). Die Forderungen gegen die INTERSPORT Digital GmbH und der INTERSPORT Marketing Services GmbH resultieren aus der Zentralregulierung. Die Forderungen gegen die INTERSPORT Deutschland eG sind zugleich Forderungen gegen Gesellschafter. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt unverändert TEUR 2.000. Alleinige Gesellschafterin ist die INTERSPORT Deutschland eG, Heilbronn. Gewinnrücklagen Vom Bilanzgewinn des Vorjahres wurde im Berichtsjahr gemäß dem Beschluss der Gesellschafterversammlung ein Betrag in Höhe von TEUR 1.060 in die Gewinnrücklagen eingestellt. Pensionsrückstellungen Bei den Rückstellungen für Pensionen handelt es sich um Verpflichtungen, die aufgrund haftungsrechtlicher Tatbestände durch die Golden Team Sport GmbH & Co. KG von der Kaufring AG übernommen wurden und im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die Systempartner INTERSPORT GmbH übergegangen sind. Der Rechnungszinssatz zum 30. September 2024 beträgt 1,87 % (Vorjahr 1,81 %), der Rententrend und der Anwartschaftstrend wurden unverändert mit 2,2 % p.a. berücksichtigt. Eine Fluktuationsrate wurde nicht berücksichtigt. Aus der Berechnung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre ergibt sich gegenüber der Berechnung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre ein Differenzbetrag in Höhe von TEUR -1 (Vorjahr TEUR 5). Dieser Differenzbetrag unterliegt aufgrund des negativen Unterschiedsbetrages keiner Ausschüttungssperre. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die Rückstellung für ausstehende Rechnungen (TEUR 75; Vorjahr TEUR 0) sowie die Rückstellung für Gutschriften Handelsware (TEUR 58; Vorjahr TEUR 15). Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten überwiegend Verbindlichkeiten gegenüber den stillen Gesellschaftern in Höhe von TEUR 1.804 (Vorjahr TEUR 1.866). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse enthalten Erlöse aus dem Handel mit Sportartikeln (TEUR 52.508; Vorjahr TEUR 69.288), Erträge aus der Zentralregulierung (TEUR 8.205; Vorjahr TEUR 9.907), Erträge aus Dienstleistungen (TEUR 906; Vorjahr TEUR 778) sowie sonstige Umsatzerlöse (TEUR 2; Vorjahr TEUR 2). Der Umsatz aus der Zentralregulierung betrug netto TEUR 116.857 (Vorjahr TEUR 138.297). Von den Umsatzerlösen und dem Umsatz aus der Zentralregulierung entfallen TEUR 2.102 (Vorjahr TEUR 1.189) auf Lieferungen in Länder der Europäischen Union. Sonstige betriebliche Erträge Der Posten beinhaltet im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 150; Vorjahr TEUR 87). Zinsen und ähnliche Erträge Unter Zinsen und ähnliche Erträge werden Zinsen aus dem Verrechnungsverkehr zwischen den Konzerngesellschaften von TEUR 497 (Vorjahr TEUR 236) ausgewiesen. Haftungsverhältnisse Darüber hinaus bestehen Eventualverpflichtungen und Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Form von Delkrederehaftung für Rechnungseingänge nach dem Bilanzstichtag. Mit einer Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen wird nicht gerechnet, da die daraus erwachsenden Forderungen gegen die Mitglieder durch einen erweiterten Eigentumsvorbehalt für die Waren und teilweise ergänzende Sicherheiten gedeckt sind. V. Sonstige Angaben Geschäftsführung Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023/2024 waren: Dr. Alexander Christian von Preen, Diplom-Forstwirt (Univ.), Reichshof, Chief Executive Officer / Vorstandsvorsitzender der INTERSPORT Deutschland eG, Thomas Storck, Diplom-Kaufmann, Meerbusch, Chief Financial Officer / Finanzvorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der INTERSPORT Deutschland eG, Frank-Dieter Geisler, Kaufmann, Haltern am See, (bis 30. September 2024), Chief Operation Officer / Vorstand der INTERSPORT Deutschland eG, Henriette Tesch, Diplom-Kauffrau, Stuttgart (ab 01. Oktober 2024), Chief Operation Officer / Vorstand der INTERSPORT Deutschland eG. Beirat Der Beirat der Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr 2023/2024 folgende Mitglieder: Cordula Weiß, Sporthändlerin, Sport-Weiß KG, Villingen-Schwenningen (Vorsitzende) Thomas Grimm, Geschäftsführer der Josef Grimm GmbH, Weingarten (stellvertretender Vorsitzender) Peter Haschko, Sporthändler, Sport Haschko GmbH, Wangen Daniel Karwacki, Sporthändler, Schuh-und Sporthaus Karwacki, Neukirchen Oliver Krauß, Sporthändler, Krauß, Landstuhl Heiko Schmidt, Sporthändler, Sport Schmidt Heiko+Holm Schmidt GbR, Großenhain (Schriftführer) Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023/2024 - wie im Vorjahr - keine Mitarbeiter. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023/2024 beträgt TEUR 25 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der INTERSPORT Deutschland eG, Heilbronn, zum 30. September 2024 einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Zum Bilanzstichtag sind keine Vorgänge eingetreten, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft wesentlich wären. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 570.985,44 (bestehend aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023/2024 von EUR 557.936,56 und dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von EUR 13.048,88) mit EUR 555.000,00 in die Gewinnrücklagen einzustellen und EUR 15.985,44 auf neue Rechnung vorzutragen.
Heilbronn, den 05. Dezember 2024 Dr. Alexander von Preen Thomas Storck Henriette Tesch Der Jahresabschluss wurde am 24.03.2025 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Systempartner INTERSPORT GmbH, Heilbronn Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Systempartner INTERSPORT GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Systempartner INTERSPORT GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 6. Februar 2025 Audit
GmbH Karlsruhe Stuttgart
Thomas Bösner, Wirtschaftsprüfer |
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