Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 53602
Eingetragen
18.5.2006
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Die Herstellung, der Vertrieb und Handel mit Metallwaren und Kunststoffartikeln, Herstellung, Vertrieb und Handel von Werkzeugen und Maschinen und Herstellung, Vertrieb und Handel von Polstermaterialien aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Andreas Strauss
seit 13.5.2022
Geschäftsführer
Ian Hickman
seit 31.5.2019
Geschäftsführer
Reiner Thüroff
seit 18.5.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Lear CorporationUSA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
10.898.200 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lear Corporation GmbH

Ginsheim-Gustavsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Lear Corporation GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lear Corporation GmbH, Ginsheim-Gustavsburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lear Corporation GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in der Anlage genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu den in der Anlage genannten Bestandteilen des Lageberichts ab.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in der Anlage genannten Bestandteile des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt, sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht, und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt, sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 8. August 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. zur Nieden, Wirtschaftsprüfer

Ritzinger, Wirtschaftsprüfer

Anlage zum Bestätigungsvermerk:

Nicht inhaltlich geprüfte Bestandteile des Lageberichts

Folgende Bestandteile des Lageberichts haben wir nicht inhaltlich geprüft:

Die in dem Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthaltene, kursiv gedruckte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Darüber hinaus haben wir die nachfolgend aufgeführten lageberichtsfremden Angaben nicht inhaltlich geprüft. Lageberichtsfremde Angaben im Lagebericht sind Angaben, die nicht nach §§ 289, 289a bzw. nach §§ 289b bis 289f HGB vorgeschrieben sind.

Die im Kapitel "Nicht finanzielle Leistungsindikatoren" enthaltenen kursiv gedruckten Ausführungen.

Die im Kapitel "Risiken und Chancen" kursiv gedruckte Formulierung:

"Das hohe Ansehen, das wir auf Basis von Auszeichnungen bei unseren Kunden genießen, versuchen wir stets aufs Neue durch die Qualität und Innovationskraft unserer Produkte zu rechtfertigen.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen:
I. Immaterielle Vermögengsgegenstände:
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 596.275,70 576.523,89
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke und Bauten 27.227.150,60 29.243.191,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 64.226.440,65 70.873.854,85
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.258.248,99 27.276.721,56
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.971.146,70 11.475.707,38
131.682.986,94 138.869.475,31
III. Finanzanlagen:
Anteile an verbundenen Unternehmen 132.779.684,93 0,00
265.058.947,57 139.445.999,20
B. Umlaufvermögen:
I. Vorräte:
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 57.601.858,99 72.177.706,18
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 68.114.895,91 64.138.854,60
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 16.074.410,86 13.783.924,48
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -31.295.140,29 -34.877.553,81
110.496.025,47 115.222.931,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: -4.726.905,98
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 119.220.367,85 133.575.803,27
2. Forderungen gegen Gesellschafter 68.071.103,26 85.042.455,92
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 109.110.500,91 63.455.229,13
4. Sonstige Vermögensgegenstände 9.156.485,70 9.189.323,65
305.558.457,72 291.262.811,97
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.120.887,39 1.472.971,41
418.175.370,58 407.958.714,83
C. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 2.490.074,59 2.025.619,14
685.724.392,74 549.430.333,17

Passiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital:
I. Gezeichnetes Kapital 10.898.200,00 10.898.200,00
II. Kapitalrücklage 223.126.938,35 58.025.000,00
III. Gewinnrücklagen 36.575,26 36.575,26
IV. Bilanzgewinn 5.611.722,07 5.611.722,07
239.673.435,68 74.571.497,33
B. Sonderposten für Investitionszulagen zum Anlagevermögen 345.552,95 167.617,62
C. Rückstellungen:
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 72.762.392,82 71.915.276,41
2. Sonstige Rückstellungen 179.196.559,58 205.074.647,92
251.958.952,40 276.989.924,33
D. Verbindlichkeiten:
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 77.041.799,43 66.159.657,69
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 80.185.372,94 79.227.780,46
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.523.792,94 30.970.100,35
4. Sonstige Verbindlichkeiten 11.763.103,42 16.095.349,09
189.514.068,73 192.452.887,59
E. Passive Rechnungsabgrenzungsposten 4.232.382,99 5.248.406,31
685.724.392,74 549.430.333,17

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 1.648.786.933,75 1.636.678.675,76
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -1.641.050.521,47 -1.695.845.053,82
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 7.736.412,28 -59.166.378,06
4. Vertriebskosten -15.687.949,52 -21.014.884,19
5. Allgemeine Verwaltungskosten -11.865.178,28 -15.211.329,92
6. Sonstige betriebliche Erträge 43.711.915,89 70.593.681,24
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.798.431,38 -42.810.640,27
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25.488,04 0,00
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen -5.710.000,00 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.712.769,67 -1.394.391,21
11. Aufwendungen aus Verlustübernahmen -17.438.739,32 0,00
12. Ergebnis vor Verlustübernahme -9.739.251,96 -69.003.942,41
13. Erträge aus Verlustübernahme 9.739.251,96 69.003.942,41
14. Jahresüberschuß 0,00 0,00
15. Gewinnvortrag 5.611.722,07 5.611.722,07
16. Bilanzgewinn 5.611.722,07 5.611.722,07

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Die Lear Corporation GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter HRB 53602 eingetragen und hat ihre Geschäftsanschrift in Im Weiherfeld 10, 65462 Ginsheim-Gustavsburg, Deutschland.

A. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bilanzierung und Bewertung erfolgen gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB nach den handelsrechtlichen Vorschriften zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für große Kapitalgesellschaften und den Bestimmungen des GmbHG.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gliederungsschema des Umsatzkostenverfahrens gemäß § 275Abs. 3 HGB erstellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die "Davon"-Vermerke sowie die Angaben zur Mitzugehörigkeit im Anhang angegeben.

Die Wertansätze der Bilanz zum 31. Dezember 2022 wurden unverändert übernommen.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, über den Zeitraum der Nutzung, i.d.R. 3 bis 10 Jahre, planmäßig linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen enthalten Fertigungsmaterial, Fertigungslohn sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen. Zinsen für Fremdkapital werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Aus Vereinfachungsgründen verwenden wir die den amtlichen AfA (Absetzung für Abnutzung) Tabellen genannten Nutzungsdauern, da die von ermittelten Nutzungsdauern nicht wesentlich abweichen. Die Abschreibungen auf Zugänge werden zeitanteilig vorgenommen. Die Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von unter EUR 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu aktuellen Anschaffungskosten bewertet. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Darüber hinaus werden Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Für bestimmte Kleinteile ist ein Festwert angesetzt worden.

Unfertige und fertige Erzeugnisse sowie unfertige Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Materialkosten und Fertigungslöhne sowie die aktivierungspflichtigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Die Erzeugnisse sind verlustfrei bewertet. Die erhaltenen Anzahlungen auf noch nicht abgerechnete kundenspezifische Fertigungsaufträge werden korrespondierend gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennbetrag angesetzt.

Sonderposten aus Investitionszulagen zum Anlagevermögen werden mit dem Zuführungsbetrag angesetzt. Die Auflösung der Sonderposten erfolgt ertragswirksam über den Zeitraum der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des bezuschussten Vermögensgegenstandes.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach § 253 Abs. 2 HGB. Für die Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde die Projected Unit Credit Method angewandt. Gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 i.V.m. S. 4 HGB wurde ein Rechnungszinsfuß von 1,83% (i. Vj. 1,79%, Durchschnittszins 10 Jahre) bzw. 1,75% (i. Vj. 1,45%, Durchschnittszins 7 Jahre) zugrunde gelegt. Weiterhin wurden ein Gehaltstrend von 0,00% bis 3,00% (unverändert zum Vj.), ein Rententrend von 0,00% bis 3,00% (unverändert zum Vj.) sowie eine Fluktuation von 0,00% bis 2,70% (unverändert zum Vj.) in Abhängigkeit vom jeweiligen Pensionsplan angesetzt. Als Rechnungsgrundlagen dienten die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Nach § 253 Abs. 6 HGB ist der Unterschiedsbetrag von TEUR 707 (i. Vj. TEUR 3.065) für die Ausschüttung gesperrt. Eine Abführungssperre für den Gewinnabführungsvertrag resultiert hieraus jedoch nicht.

Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wird mit den bilanzierten Pensionsrückstellungen saldiert.

Der Effekt aus der Zinsänderung bei Altersversorgungs- und Jubiläumsverpflichtungen wird im Finanzergebnis unter dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen gezeigt.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste (Bewertung zu Vollkosten) und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Die Rückstellungen für Altersteilzeit werden ebenfalls nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Beachtung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Den Verpflichtungen aus Altersteilzeit liegen erwartete Einkommenssteigerungen von 3,00% (unverändert zum Vorjahr) und ein Rechnungszinsfuß von 1,74% (i. Vj. 1,45%) zugrunde.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen für Altersteilzeit verrechnet.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite sind als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die im Anhang angegebenen Aufwendungen und Erträge aus Währungsumrechnungen enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Durch die bestehende steuerliche Organschaft mit der Lear Corporation Beteiligungs GmbH, Ginsheim-Gustavsburg, als Organträger werden auf Ebene der Lear Corporation GmbH keine latenten Steuern ausgewiesen.

B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Anlagevermögen

Eine von den ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens einschließlich Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres (Bruttoanlagenspiegel) ist als Anlage zum Anhang beigefügt.

Finanzanlagen

Name und Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital Jahresergebnis * vor Verlustübernahme
% TEUR TEUR
I.G. Bauerhin GmbH, Gründau 100,00 32.074 -17.084
Bauerhin-Elektro-Wärme GmbH, Trieb/Vogtland 100,00 1.442 -354

Mit Wirkung zum 27. April 2023 wurden sämtliche Anteile der I.G. Bauerhin GmbH sowie der Bauerhin-Elektro-Wärme GmbH von der Lear Corporation GmbH, Ginsheim- Gustavsburg, erworben. Die Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Diese betrugen bei der I.G. Bauerhin GmbH TEUR 135.990, bei der Bauerhin-Elektro- Wärme GmbH TEUR 2.500.

Da von einer dauerhaften Wertminderung auszugehen ist, wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 5.710 vorgenommen. Diese betreffen mit TEUR 3.600 die I.G. Bauerhin GmbH und mit TEUR 2.110 die Bauerhin-Elektro-Wärme GmbH.

* Rumpfwirtschaftsjahr 27.04.2023.-31.12.2023

Mit der I.G. Bauerhin GmbH sowie der Bauerhin-Elektro-Wärme GmbH wurden jeweils am 12. September 2023 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung zum 27. April 2023 abgeschlossen.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeiten von unter einem Jahr.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist eine Forderung gegen das Tochterunternehmen I.G. Bauerhin GmbH in Höhe von TEUR 57.100 enthalten. Bei dieser sonstigen Forderung handelt es sich um die seit April 2023 zinslos zur Verfügung gestellten kurzfristigen Finanzierungsmittel der Lear Corporation GmbH an die I.G. Bauerhin GmbH.

Bei den übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderung gegen Gesellschafter resultiert im Wesentlichen aus dem übernommenen Verlust des Berichtsjahres von TEUR 9.739 sowie aus dem übernommenen Verlust des Geschäftsjahrs 2022 in Höhe von TEUR 69.004, welcher versehentlich nicht in 2023 ausgeglichen worden ist. Gegenläufig wirkt eine erhaltene Zahlung im Namen der Gesellschafterin Lear Corporation Beteiligungs GmbH auf das gemeinsame Konto in Höhe von TEUR 30.000.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten als wesentlichen Posten Umsatzsteuerforderungen (TEUR 2.137, i.Vj. TEUR 1.513), Rückforderungsansprüche in Höhe von TEUR 1.718 (i.Vj. TEUR 3.408), debitorische Kreditoren (TEUR 1.631, i.Vj. TEUR 1.048) sowie Lieferantenforderungen in Höhe von TEUR 1.489 (i.Vj. TEUR 1.544).

Die Forderungen im Rahmen der sozialen Sicherheit betragen TEUR 1 (i. Vj. TEUR 0).

Eigenkapital

Das Stammkapital (TEUR 10.898) ist unverändert zum Vorjahr und voll eingezahlt. Alleinige Gesellschafterin ist die Lear Corporation Beteiligungs GmbH, Ginsheim- Gustavsburg.

Im Berichtsjahr zahlte die alleinige Gesellschafterin Lear Corporation Beteiligungs GmbH, Ginsheim-Gustavsburg, einen Betrag in Höhe von TEUR 165.102 in die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB der Gesellschaft ein. Die Kapitalrücklage beläuft sich nunmehr auf TEUR 223.127.

Die Gewinnrücklagen (andere Gewinnrücklagen) betragen unverändert TEUR 37.

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 5.612 (i.Vj.: TEUR 5.612) enthalten.

Mit der Gesellschafterin besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Der Jahresfehlbetrag 2023 vor Verlustübernahme wurde dementsprechend an sie abgeführt bzw. wird von ihr übernommen.

Sonderposten für Investitionszulagen zum Anlagevermögen

Der Sonderposten (TEUR 346, i.Vj. TEUR 168) weist passivierte Zuschüsse aus, welche die Gesellschaft zur Förderung von Investitionen zur Modernisierung der Produktion in der Fahrzeughersteller- und Zulieferindustrie von staatlicher Stelle erhalten hat. Alle passivierten Investitionszuweisungen werden dem jeweils geförderten Anlagegut als Sonderposten zugeordnet. Die Auflösung der Sonderposten erfolgt über den gleichen Zeitraum (Nutzungsdauer) wie das bezuschusste Anlagegut.

Pensionsrückstellungen

Mit den Verpflichtungen aus Pensionen von TEUR 73.333 (i.Vj. TEUR 71.915) wurden Aktivwerte aus verpfändeten oder treuhänderisch gehaltenen Verträgen zur Erfüllung dieser Verpflichtungen im beizulegenden Zeitwert von TEUR 571 (Anschaffungskosten TEUR 529) verrechnet. Aufwendungen und Erträge wurden aus Wesentlichkeitsgründen nicht verrechnet.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind insbesondere für noch ausstehende Endabrechnungen mit Kunden und Lieferanten von TEUR 61.410 (i.Vj. TEUR 70.483), für Restrukturierung von TEUR 39.224 (i.Vj. TEUR 54.077), für ausstehende Rechnungen von TEUR 38.824 (i.Vj. TEUR 52.062) sowie für Personalkosten von TEUR 31.677 (i.Vj. TEUR 29.662), davon v.a. für Bonusrückstellen (TEUR 10.182, i.Vj. TEUR 7.646). Im Vorjahr waren Drohverlustrückstellungen von TEUR 3.298 gebildet worden.

Gegen die Verpflichtungen aus Altersteilzeit von TEUR 5.663 (i.Vj. TEUR 5.480) wurden Guthaben aus Geldmarktfonds zur Erfüllung dieser Verpflichtungen im beizulegenden Wert von TEUR 2.610 (Anschaffungskosten TEUR 2.524) verrechnet. Aufwendungen und Erträge wurden aus Wesentlichkeitsgründen nicht verrechnet.

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich stichtagsbedingt um TEUR 10.882 auf TEUR 77.042 erhöht.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem übernommen Verlust des Geschäftsjahres 2023 der Tochtergesellschaften I.G. Bauerhin GmbH und Bauerhin-Elektro-Wärme GmbH in Höhe von TEUR 17.084 bzw. TEUR 354. Bei den übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich wie im Vorjahr um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern im Berichtsjahr.

Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 10.654 (i.Vj. TEUR 13.719). Im Vorjahr bestanden Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 5.

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse 2023 2022
mit Dritten mit verbundenen Unternehmen mit Dritten mit verbundenen Unternehmen
Mio.EUR Mio.EUR Mio.EUR Mio.EUR
Inland 1.059 5 1.078 2
übriges Europa 105 179 104 183
Andere 170 131 182 88
Gesamt 1.334 315 1.364 273

Die Umsatzerlöse entfallen mit 73,3% (i.Vj. 72,8%) auf den Geschäftsbereich Seating und mit 26,7% (i.Vj. 27,2%) auf den Geschäftsbereich E-System. Sie wurden aus Lieferung von Autoteilen, überwiegend Autositzen, daneben Metallbauteilen und Elektronikmodulen sowie elektromechanischen Bauelementen und Vertriebssystemen, direkt an die Autohersteller erzielt. In geringem Umfang erfolgten auch Lieferungen an andere Konzerngesellschaften sowie an Mitbewerber, Händler und Endverbraucher. Da aus organisatorischen und administrativen Gründen die OEM weiterhin kombinierte Entwicklungs- und Serienlieferverträge mit der Lear Corporation GmbH abschließen, ermöglicht der Lear Corporation GmbH die Rückforderung der Entwicklungskosten von den OEMs. Folglich werden Erlöse aus anwendungsbezogenen Entwicklungsleistungen in Höhe von EUR 121,7 Mio. (i. Vj. EUR 236,3 Mio.) sowie Konzernumlagen für zentral erbrachte Managementleistungen unter diesem Posten ausgewiesen.

Materialaufwand 2023 2022
TEUR TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.130.850 996.774
Aufwendungen für bezogene Leistungen 183.299 328.129
1.314.149 1.324.903

Der Materialaufwand (einschl. Bestandsveränderungen) reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 43.243 (-3,2%) und entwickelte sich damit gegenläufig zum Umsatz (+0,7%). Der Rückgang im Geschäftsbereich E-System um TEUR 22.117 hängt im Wesentlichen mit dem Standort Kronach zusammen und im Geschäftsbereich Seating um TEUR 21.126 durch die Verringerung von Aufwendungen bei Entwicklungs- und Werkzeugprojekten. Wir verweisen auf die weiteren Erläuterungen im Lagebericht.

Personalaufwand 2023 2022
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 233.519 266.712
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 28.816 34.335
davon für Altersvorsorge: TEUR 874 (i.Vj. TEUR 6.032)
262.335 301.047

Der Rückgang der Löhne und Gehälter um ca. EUR 33,2 Mio. erklärt sich hauptsächlich durch die Reduktion der Mitarbeiterzahl (-134) und einer deutlichen Reduktion der Abfindungszahlungen (TEUR 2.450, i.Vj. TEUR 53.131). Im Berichtsjahr wurde eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von EUR 4,6 Mio. (i.Vj. EUR 0 Mio.) gewährt.

Abschreibungen 2023 2022
TEUR TEUR
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 24.636 27.329

Die außerplanmäßigen Abschreibungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 909 (i.Vj. TEUR 1.788) und entfallen auf die Standorte Eisenach (TEUR 385, i.Vj. TEUR 0); Rietberg (TEUR 284, i.Vj. TEUR 0) und Kronach (TEUR 240, i.Vj. TEUR 1.788).

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Die im Geschäftsjahr erstmalig vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen betreffen die 100%-Beteiligungen mit TEUR 3.600 an der I.G. Bauerhin GmbH sowie mit TEUR 2.110 an der Bauerhin-Elektro-Wärme GmbH.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen vor allem periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 35.991, i.Vj. TEUR 24.776). Weiterhin sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 2.550 (i.Vj. TEUR 3.215), Erträge aus Nachtragsforderungen von TEUR 1.896 (i.Vj. 2.435 TEUR) sowie Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen zu Forderungen von TEUR 1.451 (i.Vj. TEUR 888) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 2.412 (i.Vj. TEUR 4.464) enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von den Zinsen und ähnliche Aufwendungen entfallen TEUR 1.387 (i.Vj. TEUR 1.319) auf die Abzinsung von Rückstellungen.

Im Geschäftsjahr 2023 fallen Zinsaufwendungen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 5.277 (i.Vj. TEUR 0) an. Diese resultieren aus dem zwischen der Lear Corporation GmbH, Ginsheim-Gustavsburg, als Kreditnehmer und der Lear East European Operations S.A.R.L., Luxemburg, als Kreditgeber am 21. April 2023 geschlossenen Intercompany-Revolving-Kreditvertrag in Höhe von TEUR 150.000. Der Kreditbetrag wurde bis zum 15. November 2023 vollständig zurückgezahlt.

Sonstige Steuern

In den Herstellungs-, Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten sind Aufwendungen für sonstige Steuern von insgesamt TEUR 232 (i.Vj. TEUR 230) enthalten.

Außergewöhnliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthielten im Vorjahr außergewöhnliche Erträge nach § 285 Nr. 31 HGB aus Erstattungen durch die Lear Corporation, Southfield, Michigan/USA, in Höhe von TEUR 37.208 in Folge der Betriebsprüfung für den Zeitraum 2016-2018.

Außergewöhnliche Aufwendungen

Im Geschäftsjahr sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 11.723 (i.Vj. TEUR 56.564) angefallen. Diese sind mit TEUR 11.576 (i.Vj. TEUR 55.491) in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen, mit TEUR 143 (i.Vj. TEUR 910) in den allgemeinen Verwaltungskosten sowie mit TEUR 4 (i.Vj. TEUR 163) in den Vertriebskosten enthalten. Wir verweisen auf die weiteren Erläuterungen im Lagebericht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthielten im Vorjahr periodenfremde Aufwendungen aus der Betriebsprüfung für den Zeitraum 2016-2018 in Höhe von TEUR 5.192 und aus den Folgewirkungen der Betriebsprüfung in den Jahren 2019-2021 in Höhe von TEUR 26.375.

D. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Die nicht aus der Bilanz ersichtlichen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen TEUR 24.179 und verteilen sich auf die Folgejahre wie folgt:

2024 2025 2026 2027 ab 2028
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
8.736 6.407 5.116 3.657 263

Eventualverbindlichkeiten in Form von Bürgschaften und Garantien bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 968. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus diesen Bürgschaften und Garantien wird als gering eingeschätzt.

Die übrigen finanziellen Verpflichtungen, insbesondere das Bestellobligo, liegen im geschäftsüblichen Rahmen und sind für sich genommen für die Beurteilung der Finanzlage des Unternehmens nicht von wesentlicher Bedeutung.

Außerbilanzielle Geschäfte bestehen in Form von operativen Leasing- und von Konsignationslagervereinbarungen. Die finanziellen Pflichten daraus sind für sich genommen für die Beurteilung der Finanzlage des Unternehmens nicht von wesentlicher Bedeutung. Vorteile daraus sind unter anderem die geringe Kapitalbindung.

Es bestehen keine wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen und außerbilanziellen Geschäfte gegenüber verbundenen Unternehmen.

Für die Lear Corporation GmbH resultieren Risiken aus den vertraglich vereinbarten üblichen Kündigungsrechten.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden insbesondere mit der Konzernmuttergesellschaft des Lear-Konzerns sowie mit Schwestergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen geschlossen.

Sie betrafen in 2023:

erbracht empfangen
TEUR TEUR
Warenlieferungen 223.933 297.627
Dienstleistungen 91.163 92.244
315.096 389.872

Die Dienstleistungen beinhalten im Wesentlichen Weiterbelastungen von Personalkosten, Nutzung des konzerneigenen geistigen Eigentums sowie andere Kostenumlagen.

Die empfangenen Dienstleistungen enthalten auch die Entwicklungsdienstleistungen der inländischen Schwestergesellschaft, die anschließend an die OEMs weiterbelastet werden.

Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marküblichen Bedingungen durchgeführt.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Für das Geschäftsjahr 2023 erhält die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, ein Gesamthonorar von TEUR 924 (i.Vj. TEUR 787). Davon entfallen TEUR 811 (i.Vj. TEUR 770) auf Abschlussprüfungs- und TEUR 98 (i.Vj. TEUR 0) auf Steuerberatungsleistungen sowie TEUR 15 (i.Vj. TEUR 17) auf sonstige Leistungen.

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2023 3.529 (i.Vj. 3.663) Arbeitnehmer, diese untergliedern sich in 2.868 (i.Vj. 2.971) gewerbliche Arbeitnehmer und 661 (i.Vj. 692) Angestellte.

Geschäftsführer sind die Herren

lan Hickman, European Controller, Finance

Jorg Andreas Strauss, Director Human Resources & Labor Relations

Die Geschäftsführer erhalten keine Bezüge von der Lear Corporation GmbH.

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Lear Corporation GmbH gehören bzw. gehörten die nachfolgenden Damen und Herren an:

Martin Henningsen ** , Vice President & Associate General Counsel Europe & Africa, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Holger Zwick * , Gesamtbetriebsrat, Stellvertreter des Vorsitzenden des Aufsichtsrats

Katharina Fenzl ** , HR Director - Business Partner

Maximilian Feldmeier ** , Vice President of European Seating

Dennis Henning ** , Vice President Logistics & Operations (bis 15. November 2023)

Stephanie Horn * , Director Global Project & Business Development CS

Steven Johnson * , Gesamtbetriebsrat

Dianne Köster * , Gewerkschaftsvertreterin

Julia Theresa Elisabeth Reisinger ** , HR Director, Total Rewards Europe & Africa

Rainer Schaab ** , Vice President Europe & Africa Engineering

Jochen Schroth * , Gewerkschaftsvertreter (ab 22. November 2023)

Franz Spieß * , Gewerkschaftsvertreter (bis 30. September 2023)

Jens Trabert ** , Vice President Global German Car Group, Sales (seit 15. November 2023 bis 27. Februar 2024)

Manuela Walther * , Gesamtbetriebsrat

Guido Widdershoven ** , Vice President Global German Car Group, Sales (ab 27. Februar 2024)

* Arbeitnehmervertreter
** Anteilseignervertreter, bei der Gesellschaft angestellt

Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben für ihre Tätigkeit in und für 2023 insgesamt eine Vergütung in Höhe von TEUR 28 (i.Vj. TEUR 28) erhalten.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß den nach HGB geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsregeln in den Konzernabschluss der Lear Corporation Beteiligungs GmbH, Ginsheim-Gustavsburg, für den kleinsten Kreis von Konzernunternehmen einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird um einen Konzernlagebericht ergänzt und zusammen mit dem Konzernlagebericht beim Unternehmensregister als befreiender Konzernabschluss und befreiender Konzernlagebericht zur Veröffentlichung eingereicht. Die Lear Corporation GmbH sieht in Anwendung von § 291 Abs. 1 Satz 1 HGB in Verbindung mit § 291 Abs 2 Satz 1 Nr 1 bis 4 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts ab.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß den nach US-GAAP geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsregeln in den Konzernabschluss der Lear Corporation, Southfield, Michigan/USA, für den größten Kreis von Konzernunternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss der Lear Corporation als Konzernspitze kann am Sitz der Gesellschaft (Southfield, Michigan/USA) eingesehen werden oder über folgenden Link aufgerufen werden: www.lear.com. Darüber hinaus ist er auf der Homepage bei der United States Securities and Exchange Commission (SEC), New York, USA, einsehbar (www.sec.gov).

Nachtragsbericht

Für den Standort Kronach wurden die Restrukturierungsmaßnahmen in 2024 weiter fortgeführt und die damit verbundenen Kosten beliefen sich bis zur Bilanzaufstellung auf TEUR 629.

Es ist beabsichtigt, die I.G. Bauerhin GmbH rückwirkend mit Wirkung zum 1. Januar 2024 auf die Lear Corporation GmbH zu verschmelzen.

Seit Ende des Geschäftsjahres sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage, die Finanzlage und die Vermögenslage des Unternehmens haben könnten.

 

Ginsheim-Gustavsburg, den 8. August 2024

lan Hickman

Jörg Andreas Strauss

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.843.324,66 378.632,88 185.213,15 0,00 13.036.744,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 61.049.701,20 236.221,82 116.005,84 -67.540,68 61.102.376,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 281.709.822,36 2.074.069,72 11.321.793,53 8.488.005,63 280.950.104,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 138.756.735,35 3.934.157,62 2.318.021,30 2.882.777,79 143.255.649,46
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.475.707,38 12.798.682,06 0,00 -11.303.242,74 12.971.146,70
492.991.966,29 19.043.131,22 13.755.820,67 0,00 498.279.276,84
III. Finanzanlage
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 138.489.684,93 0,00 0,00 138.489.684,93
505.835.290,95 157.911.449,03 13.941.033,82 0,00 649.805.706,16
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.266.800,77 358.881,07 185.213,15 0,00 12.440.468,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 31.806.509,68 2.184.722,06 116.005,84 0,00 33.875.225,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 210.835.967,51 15.258.825,15 9.371.129,13 0,00 216.723.663,53
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 111.480.013,79 6.833.622,36 2.316.235,68 0,00 115.997.400,47
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
354.122.490,98 24.277.169,57 11.803.370,65 0,00 366.596.289,90
III. Finanzanlage
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 5.710.000,00 0,00 0,00 5.710.000,00
366.389.291,75 30.346.050,64 11.988.583,80 0,00 384.746.758,59
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 596.275,70 576.523,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 27.227.150,60 29.243.191,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 64.226.440,65 70.873.854,85
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.258.248,99 27.276.721,56
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.971.146,70 11.475.707,38
131.682.986,94 138.869.475,31
III. Finanzanlage
Anteile an verbundenen Unternehmen 132.779.684,93 0,00
265.058.947,57 139.445.999,20

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen des Unternehmens

Die Lear Corporation GmbH gehört als deutsches Tochterunternehmen zum Lear Corporation-Konzern [im Folgenden: "LEAR" oder auch "der Konzern"] mit der Konzernmuttergesellschaft LEAR Corporation, einem Anbieter von automobilen Sitz- und Elektronik-Systemen mit Zentrale in Southfield, Michigan (USA). Mit Umsatzerlösen aus dem Geschäftsjahr 2023 von 23,5 Mrd. US-Dollar (i.Vj. 20,9 Mrd. US-Dollar) ist LEAR weltweit einer der größten Zulieferer für Automotive-Interieur-Systeme. Vom Konzernumsatz entfallen mit 1,8 Mrd. US-Dollar (EUR 1,6 Mrd.) rd. 8% auf die Lear Corporation GmbH. Im Konzern sind weltweit etwa 160.000 Mitarbeiter in 37 Ländern beschäftigt. Die Lear Corporation GmbH ist mit durchschnittlich 3.529 Mitarbeitern an 11 Standorten in Deutschland vertreten.

Der Konzern beliefert nahezu jeden großen Automobilhersteller in der Welt. In Deutschland gehören Audi, BMW, Mercedes Benz, Ford, Opel, JLR, Porsche und VW zu unseren Kunden. Der Schwerpunkt der Lear Corporation GmbH liegt dabei in der Fertigung von Sitzsystemen. Daneben werden von ihr auch elektronische Baugruppen und Erzeugnisse aus dem Bereich elektromechanischer Bauelemente, hauptsächlich Steckverbindungen, Sicherungen und Verteilerboxen für elektrische und elektronische Systeme, hergestellt. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wurden im Jahr 2019 an die inländische Schwestergesellschaft Lear Corporation Engineering GmbH übertragen, die die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten unter der Aufsicht und zugunsten der Konzernmuttergesellschaft, Lear Corporation, durchführt. Aus organisatorischen und administrativen Gründen schließen die OEM (Original Equipment Manufacturer) weiterhin kombinierte Entwicklungs- und Serienlieferverträge mit der Lear Corporation GmbH ab und ermöglichen der Lear Corporation GmbH die Rückforderung der Entwicklungskosten von den OEM. Folglich werden die, bei der Lear Corporation Engineering GmbH angefallenen, erstattungsfähigen Entwicklungskosten an die Lear Corporation GmbH übertragen und weiterhin aktiviert (EUR 59 Mio., i.Vj. EUR 68 Mio.). Die Aktivierung der Kosten und erhaltenen Anzahlungen erfolgt in den Vorräten. Sobald die Entwicklungsleistung erbracht wurde, werden die aktivierten Aufwendungen aufgelöst und die Rechnung an den OEM ausgestellt, so dass der Umsatz und Herstellungskosten erfasst werden.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Berichtsjahr 2023 wuchs die Weltwirtschaft um 3,1%. Das Wachstum war widerstandsfähiger als erwartet, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte, angetrieben von China, den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) sowie den Schwellenländern. Das Wachstum in der Eurozone bleibt verhalten, beeinträchtigt durch die hohen Energiepreise und die hohen Verbraucherpreise, auch wenn sich die Inflation in der zweiten Jahreshälfte abkühlte.

Das reale Wirtschaftswachstum belief sich 2023 auf 5,2% in China, 2,5% in den Vereinigten Staaten von Amerika, 0,4% in der Eurozone und 0,5% im Vereinigten Königreich (UK). Im gleichen Zeitraum ist der Ölpreis um 16,0% gesunken (39,2% Erhöhung im Jahr 2022).

Trotz der im 2. Halbjahr 2023 beobachteten Verlangsamung der Inflation blieben die Preise hoch und behinderten die Inlandsnachfrage. Dies trug zusammen mit den ungünstigen Finanzierungsbedingungen aufgrund der hohen Zinsen und der schwachen Auslandsnachfrage dazu bei, dass sich die deutsche Wirtschaft von dem durch die Pandemie im Jahr 2020 ausgelösten schweren Abschwung nur langsam erholt. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt expandierte zu gegenwärtigen Preisen um 6,3% von EUR 3.867 Mrd. im Jahr 2022 auf EUR 4.122 im Jahr 2023 Mrd. Preisbereinigt schrumpfte das deutsche Bruttoinlandsprodukt dagegen um 0,3%.

Die Zahl der weltweit verkauften Autos stieg von rund 67,3 Millionen Einheiten im Jahr 2022 auf rund 75,3 Millionen Einheiten im Jahr 2023. 2023 ist das erste Jahr, in dem die Autoverkäufe die Werte vor der Pandemie übersteigen. Der Pkw-Markt expandierte in Europa (Europäische Union (EU), UK, EFTA- Europäische Freihandelsassoziation) mit einem Wachstum von 13,7% von 11,3 Mio. auf 12,8 Mio. Einheiten, angetrieben vom Vereinigten Königreich (+289 Tsd. Einheiten), Italien (+248 Tsd. Einheiten), Frankreich (+246 Tsd. Einheiten), Deutschland (+193 Tsd. Einheiten), Spanien (+136 Tsd. Einheiten) und Belgien (+110 Tsd. Einheiten). Trotz verschiedener Schwierigkeiten in Nordamerika, darunter Lieferengpässe, Entlassungen und die größten Arbeitsniederlegungen in den USA seit 1993, war das Wachstum des nordamerikanischen Marktes mit 12,5% von 13,7 Mio. Einheiten auf 15,5 Mio. Einheiten beachtlich. Japan ist im Jahr 2023 der am schnellsten wachsende Automarkt mit einer Entwicklung von 15,8%. Indiens Markt stieg von 3,8 Mio. auf 4,1 Mio. Einheiten. China verzeichnete ein Marktwachstum von 11,0 % auf 25,8 Mio. Einheiten. Von diesen großen globalen Märkten sind der chinesische und der indische Markt diejenigen, die im Jahr 2023 zum dritten Mal ihren Absatz von vor der Pandemie erreicht haben.

Die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland stiegen im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr auf 2,8 Mio. Einheiten (+7,3 %) und lagen damit um 21,1 % unter dem Niveau des Jahres 2019, vor Ausbruch der Covid-19-Pandemie. Die Pkw-Produktion stieg um 18% auf 4,1 Mio. Fahrzeuge, was im Einklang mit dem Anstieg der Pkw-Exporte um 17% auf 3,1 Mio. Einheiten steht. Der Anstieg der Produktion ist vor allem auf das schwache erste Halbjahr 2022, die Verknappung von Teilen und Komponenten, den Anstieg der Material- und Energiepreise und die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine zurückzuführen. Der Anteil der Elektroautos an der deutschen Pkw-Produktion stieg von 25% im Jahr 2022 auf 31% im Jahr 2023 trotz der schrittweisen Kürzung der Kaufsubventionen Ende 2022 für die PHEV (Plug-In-Hybrid Electric Vehicle) Modelle und für BEV (Batterie Electric Vehicle) Käufe und -Leasing von Unternehmen ab September 2023.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen wurden im Jahr 2018 eingeleitet und bis 2024 verlängert. Sie belaufen sich auf EUR 12 Mio. im Jahr 2023 (i.Vj. EUR 57 Mio.).

Die im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen - in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen - fielen mit EUR 19 Mio. niedriger aus als zu Beginn des Jahres geplant (EUR 29 Mio.). Sie wurden zu gleichen Teilen auf die einzelnen Geschäftsbereiche aufgeteilt.

Der Finanzmittelbestand stieg zum Bilanzstichtag von EUR 1 Mio. auf EUR 2 Mio. geringfügig an. Der aus der laufenden Geschäftstätigkeit entstandene positive Cash Flow in Höhe von EUR 11 Mio. wurde zusammen mit einem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von EUR 212 Mio. durch den Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit gedeckt. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt EUR 203 Mio. im Geschäftsjahr 2023 und setzt sich im Wesentlichen aus der Einlage in die Kapitalrücklage um EUR 165 Mio., der Erhöhung des Verrechnungskonto mit der Gesellschafterin in Höhe von EUR 27 Mio. und der Aufnahme von Bankverbindlichkeiten von EUR 11 Mio. zusammen.

Das im Unternehmen gebundene Vermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 136 Mio. und ist im Wesentlichen auf den Erwerb der I.G. Bauerhin GmbH und Bauerhin-Elektro-Wärme GmbH für EUR 125 Mio. zurückzuführen. Zusätzlich erfolgte eine Kapitalerhöhung in der I.G. Bauerhin GmbH in Höhe von EUR 13 Mio. Gegenläufig wirkte eine außerplanmäßige Abschreibung am Ende des Geschäftsjahres der Anteile von EUR 6 Mio.

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 3.529 Mitarbeiter (-134 gegenüber dem Vorjahr) in unserem Unternehmen beschäftigt.

Neben dem Umsatz sind das Ergebnis vor Gewinn-/Verlustübernahme und die Investitionen die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren für das Unternehmen.

Vermögens- und Kapitalstruktur:

31. Dezember 2023 31. Dezember 2022 Veränderung
Mio. EUR % Mio. EUR % Mio. EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 1 0 1 0 0
Sachanlagen 132 19 139 25 -7
Finanzanlagen 133 19 0 0 +133
Langfristig gebundenes Vermögen 265 39 139 25 +126
Vorräte 110 16 115 21 -5
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 238 35 206 38 +32
Forderungen gegen Gesellschafter 68 10 85 16 -17
Flüssige Mittel 2 0 1 0 +1
Rechnungsabgrenzungsposten 2 0 2 0 0
Kurzfristig gebundenes Vermögen 421 61 409 75 +11
686 100 549 100 +136
Eigenkapital 240 35 75 14 +165
Pensionsrückstellungen 73 11 72 13 +1
Langfristiges Fremdkapital 73 11 72 13 +1
Sonstige Rückstellungen 179 26 205 37 -25
Bankverbindlichkeiten 77 11 66 12 +11
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 117 17 131 24 -15
Kurzfristiges Fremdkapital 373 54 402 73 -29
686 100 549 100 +136

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr insgesamt um EUR 136 Mio. gestiegen.

Auf der Aktivseite erhöhte sich das langfristig gebundene Vermögen um EUR 126 Mio. und das kurzfristig gebundene Vermögen um EUR 11 Mio. Die Veränderung des kurzfristig gebundenen Vermögens resultiert hauptsächlich aus Veränderungen bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen um EUR +46 Mio., bei den Forderungen gegen Gesellschafter um EUR -17 Mio., bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR -14 Mio., sowie bei den Vorräten um EUR -5 Mio.

Der Anstieg des langfristig gebundenen Vermögens um EUR +126 Mio. steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Erwerb sämtlicher Anteile der I.G. Bauerhin GmbH für EUR 123 Mio. und der Bauerhin-Elektro-Wärme GmbH für EUR 3 Mio. im April 2023. Zusätzlich erfolgte eine Kapitalerhöhung in der I.G. Bauerhin GmbH in Höhe von EUR 13 Mio. Gegenläufig wirkte eine außerplanmäßige Abschreibung der beiden erworbenen Finanzanlagen, da von einer dauerhaften Wertminderung auszugehen ist, in Höhe von EUR 5,7 Mio. am Ende des Geschäftsjahres. Diese betrafen mit EUR 3,6 Mio. die I.G. Bauerhin GmbH und mit EUR 2,1 Mio. die Bauerhin-Elektro- Wärme GmbH.

Die Investitionen in Sachanlagen von EUR 19 Mio., die sich relativ gleichmäßig auf die Geschäftsbereiche Seating und E-System verteilen, planmäßige Abschreibungen von EUR 23 Mio. sowie außerplanmäßige Abschreibungen von EUR 1 Mio. und Abgänge von EUR 2 Mio., die sich ebenfalls gleichmäßig auf die Geschäftsbereiche verteilen, haben zu der Veränderung des Sachanlagevermögens geführt.

Die Vorräte verringerten sich geringfügig um EUR -5 Mio. EUR auf Grund einer Nettoverringerung der Rohstoffvorräte um EUR 15 Mio., die im Wesentlichen auf eine Maßnahme zur Verbesserung der Bestandsleistung im Geschäftsbereich E-System zurückzuführen ist, und glichen einen leichten Anstieg der unfertigen und fertigen Erzeugnisse um insgesamt EUR 6 Mio. sowie einen Rückgang der geleisteten Anzahlungen für Projekte um EUR 4 Mio. aus.

Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist im Wesentlichen auf den starken Rückgang der Handelsumsätze an den Standorten Eisenach und Kronach zurückzuführen. Der deutliche Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um EUR 46 Mio. ist im Wesentlichen mit EUR 57 Mio. auf die Bereitstellung von Liquidität für die neu erworbene I.G. Bauerhin GmbH zur Erfüllung ihrer kurzfristigen Verpflichtungen zurückzuführen.

Die ausgewiesenen Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von EUR 62 Mio. resultieren im Wesentlichen aus dem durch die Gesellschafterin übernommenen Verlust des Berichtsjahres von EUR 10 Mio. und dem des Vorjahres in Höhe von EUR 69 Mio., welcher versehentlich nicht in 2023 ausgeglichen worden ist. Gegenläufig wirkt eine erhaltene Zahlung im Namen der Gesellschafterin Lear Corporation Beteiligungs GmbH auf das gemeinsame Konto in Höhe von EUR 30 Mio.

Die Flüssigen Mittel (dazu verweisen wir im Weiteren auf die nachfolgende Kapitalflussrechnung) sowie die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten blieben relativ konstant.

Auf der Passivseite haben sich die Pensionsrückstellungen geringfügig um EUR 1 Mio. erhöht, was hauptsächlich auf höhere versicherungsmathematische Zinsen zurückzuführen ist. Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich um EUR 25 Mio. im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen (EUR 15 Mio.) und ausstehenden Rechnungen in der Fertigung (EUR 13 Mio.), während sich die übrigen sonstigen Rückstellungen um EUR 3 Mio. erhöhten. Im Wesentlichen erklärt sich die Bewegung der Restrukturierungsrückstellung durch die Standorte Rietberg und Kronach mit Zuführungen in Höhe von EUR 4 Mio. und Auszahlungen von EUR 17 Mio.

Der Rückgang der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten um EUR 15 Mio. resultiert hauptsächlich aus dem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um EUR 10 Mio. sowie der Umsatzsteuerverbindlichkeit in den sonstigen Verbindlichkeiten um EUR 6 Mio.

Die Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten entspricht dem Stand des Bankkontos im Zusammenhang mit dem gemeinsamen Cashpool mit den anderen Unternehmen des Konzerns am Ende des aktuellen Berichtszeitraums.

Nach Verlustübernahme durch die Gesellschafterin in Höhe von EUR 10 Mio. (i.Vj. Verlustübernahme in Höhe von EUR 69 Mio.) beträgt das Eigenkapital EUR 240 Mio. (i.Vj. EUR 75 Mio.). Die Veränderung von EUR 165 Mio. ist ausschließlich auf die Erhöhung der Kapitalrücklage zurückzuführen. Der Anteil an der Bilanzsumme beträgt 35% (i.Vj. 14%).

Bei der Beurteilung der Eigenkapitalsituation und der Finanzierung der Gesellschaft ist die enge Einbindung in den LEAR Konzern zu berücksichtigen.

Wichtige Ergebniszahlen:

Um ein angemessenes Verständnis der Hauptfunktionen und Aktivitäten der Gesellschaft zu ermöglichen, hat das Management beschlossen, die Restrukturierungsaufwendungen separat darzustellen.

2023 2022 Veränderung
Mio. EUR % Mio. EUR % Mio. EUR
Umsatzerlöse +1.649 100 +1.637 100 +12
Herstellungskosten -1.630 -99 -1.640 -100 +10
Bruttoergebnis vom Umsatz +19 1 -3 0 +22
Vertriebskosten -16 -1 -21 -1 +5
Allgemeine Verwaltungskosten -12 -1 -14 -1 +2
Sonstige betriebliche Erträge +44 +3 +71 +4 -27
Restrukturierungsaufwendungen -12 -1 -57 -3 +45
Übrige betriebliche Aufwendungen -4 0 -44 -3 +40
Aufwendungen aus Verlustübernahmen -17 -1 0 0 -17
Abschreibung auf Finanzanlagen -6 0 0 0 -6
-22 -1 -65 -4 +49
Betriebsergebnis -3 0 -68 -4 +65
Zinsen -7 0 0 0 -7
Finanzergebnis -7 -0 0 0 -7
Jahresergebnis vor Verlustübernahme -10 -1 -69 -4 +59

Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres vor Verlustübernahme hat sich um EUR 59 Mio. von einem Verlust vor Verlustübernahme im Vorjahr von EUR 69 Mio. auf einen Verlust vor Verlustübernahme von EUR 10 Mio. verbessert. Das Betriebsergebnis weist die gleiche Entwicklung von EUR 65 Mio. auf, die durch eine Verschlechterung des Finanzergebnisses um EUR 7 Mio. im Zusammenhang mit einem konzerninternen Darlehen reduziert wird, das zur Finanzierung des Erwerbs der I.G. Bauerhin GmbH und der Bauerhin-Elektro-Wärme GmbH gewährt und im November 2023 zurückgezahlt wurde.

Das Jahr 2023 zeichnete sich durch eine robuste Leistung angesichts der anhaltenden Störungen durch die Pandemien und den Krieg in der Ukraine aus. Infolgedessen wurden die Volumina vor der Pandemie noch nicht erreicht. Auch im Geschäftsbereich E-System hat das Segment der Elektroautos den Markt nicht so stark angezogen wie erwartet. Eine deutliche Verbesserung des Absatzes in den Hauptproduktionsstandorten für Sitze wurde durch den Rückgang des Absatzes in den Standorten, in denen Programme auslaufen und Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt werden, ausgeglichen.

Die Umsatzerlöse aus dem Fertigungsbereich stiegen um EUR 121 Mio., was vor allem auf den Geschäftsbereich Seating zurückzuführen ist. Gegenläufig sanken die Umsatzerlöse im Zusammenhang mit den Entwicklungs- und Werkzeugbauaktivitäten um EUR 115 Mio.

Die um die Restrukturierungsaufwendungen (EUR 12 Mio., i.Vj. EUR 57 Mio.) bereinigten Herstellungskosten sanken um EUR 10 Mio., wobei die Veränderungen mit EUR 10 Mio. auf den Geschäftsbereich Seating und gegenläufig mit EUR -21 Mio. auf den Geschäftsbereich E-System entfielen. Im Vergleich zur Umsatzentwicklung ist die Entwicklung der Herstellungskosten im Geschäftsbereich Seating proportional und im Geschäftsbereich E-System unterproportional ausgefallen, was eine Stabilisierung der Materialpreise widerspiegelt.

Die Vertriebskosten sind um EUR 5 Mio. gesunken, hauptsächlich auf Grund der Reduzierung der Personalaufwendungen. Die Vertriebskosten betragen originär EUR 18 Mio. (i.Vj. EUR 24 Mio.) und enthalten als wesentliche Posten Fracht- (EUR 11 Mio., i.Vj. EUR 10 Mio.) und Personalaufwendungen (EUR 5 Mio., i.Vj. EUR 9 Mio.), Forderungsausfälle (EUR 1 Mio., i.Vj. EUR 1 Mio.), direkte Belastungen von anderen Gesellschaften im Konzern (EUR 0 Mio., i.Vj. EUR 2 Mio.) sowie verschiedene sonstige Aufwendungen (EUR 1 Mio., i.Vj. EUR 2 Mio.). Insgesamt EUR 3 Mio. (i.Vj. EUR 3 Mio.) der Gesamtaufwendungen wurden von anderen Gesellschaften im Konzern erbracht und wurden daher umgelegt. In dieser Höhe werden die Aufwendungen korrespondierend zu den daraus erzielten Erlösen aus Konzernumlagen unter den Herstellungskosten gezeigt.

Die Verwaltungskosten sind um EUR 2 Mio. gesunken, hauptsächlich auf Grund des Anstiegs der an andere Unternehmen innerhalb des Lear Konzerns weiterverrechneten Kosten um EUR 3 Mio ., was durch die zusätzlichen Gesamtkosten von EUR 1 Mio. ausgeglichen wurde. Die originären Gesamtaufwendungen betragen EUR 31 Mio. (i.Vj. EUR 30 Mio.) und setzen sich zusammen aus Personalaufwendungen in Höhe von EUR 20 Mio. (i.Vj. EUR 17 Mio.), direkten Belastungen von anderen Gesellschaften im Konzern in Höhe von EUR 2 Mio. (i. Vj. EUR 6 Mio.), Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von EUR 1 Mio. (i.Vj. EUR 1 Mio.), Leasingaufwendungen in Höhe von EUR 2 Mio. (i.Vj. EUR 1 Mio.), Reisekosten in Höhe von EUR 1 Mio. (i.Vj. EUR 1 Mio.), Energiebedarf in Höhe von EUR 1 Mio. (i.Vj. EUR 1 Mio.) sowie sonstigen Aufwendungen in Höhe von EUR 2 Mio. (i. Vj. EUR 2 Mio.). Davon wurden analog zu den Vertriebskosten im Konzern weiterbelastete Kosten in Höhe von EUR 19 Mio. (i.Vj. EUR 16 Mio.) den Herstellungskosten zugeordnet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 44 Mio. (i.Vj. EUR 71 Mio.) enthalten als wesentliche Posten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 36 Mio. (i.Vj. EUR 25 Mio.) im Wesentlichen aufgrund von im Jahr 2023 geschlossener Kundenvereinbarungen, Währungskursgewinne in Höhe von EUR 3 Mio. (i.Vj. EUR 3 Mio.), Erträge aus Zahlungseingängen auf abgeschriebene Forderungen in Höhe von EUR 1 Mio. (i.Vj. EUR 1 Mio.) sowie übrige sonstige Erträge in Höhe von EUR 4 Mio. (i.Vj. EUR 5 Mio.), die früheren Perioden betreffen. Der Saldo im Vorjahr setzte sich im Wesentlichen aus Erstattungen durch die Lear Corporation, USA, in Höhe von EUR 37 Mio. in Folge der Betriebsprüfung für den Zeitraum 2016-2018, zusammen. Die separat dargestellten Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von EUR 12 Mio. (i.Vj. EUR 57 Mio.) enthalten im Wesentlichen Kosten für Personalmaßnahmen (EUR 9 Mio ., i.Vj. EUR 55 Mio.). Sie sind im Wesentlichen für Maßnahmen an den Standorten Rietberg und Eisenach angefallen.

Eine außerplanmäßige Abschreibung der beiden erworbenen Finanzanlagen in Höhe von EUR 3,6 Mio. für die I.G. Bauerhin GmbH und EUR 2,1 Mio. für die Bauerhin-Elektro- Wärme GmbH wurde durchgeführt, da von einer dauerhaften Wertminderung auszugehen ist.

Das Finanzergebnis enthält im Wesentlichen Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit einem revolvierenden Kredit der Lear East European Operations S.à r.l., Luxemburg, vom 21. April 2023 über EUR 150 Mio., der am 15. November 2023 zurückgezahlt wurde.

Die Betriebsaufwendungen entfallen auf folgende originäre Kostenbereiche:

2023 2022 Veränderung
Mio. EUR % Mio. EUR % Mio. EUR
Materialaufwand (einschl. Bestandsveränderungen und bezogener Leistungen) 1.308 78,2 1.351 76,1 -43
Personalaufwand 262 15,7 301 17.0 -39
Abschreibungen 25 1,5 27 1.5 -2
Abschreibung auf Finanzanlagen 6 0,3 0 0,0 +6
Übrige Sach- und Dienstleistungen 78 4,6 96 5.4 -18
Betriebsaufwendungen 1.678 100,0 1.775 100,0 -97

Der Materialaufwand sank im Vergleich zum Vorjahr um EUR 43 Mio. (-3,2%) und entwickelte sich damit gegenläufig zum Umsatz (+0,7%). Der Beitrag zur Verringerung wurde von beiden Segmenten gleichermaßen geleistet. Der Rückgang im Geschäftsbereich E-System um EUR 22 Mio. hängt im Wesentlichen mit dem Standort Kronach zusammen. Die Verringerung des Materialaufwands im Geschäftsbereich Seating um EUR 21 Mio. resultierte aus zwei gegenläufigen Wirkungen. Dies waren ein volumenbedingter Anstieg des Materialeinkaufs um EUR 94 Mio., eine Erhöhung der Aufwendungen für Auftragnehmer um EUR 4 Mio., eine Erhöhung der Frachtkosten um EUR 3 Mio. sowie sonstiger Aufwendungen um EUR 2 Mio. Gegenläufig wirkt eine Verringerung der von den OEM weiterbelastbaren Prototyping- und Entwicklungskosten im Zusammenhang mit dem Abschluss von Entwicklungs- und Werkzeugprojekten um EUR 124 Mio.

Während die Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt um 3,7% gesunken ist, hat sich ebenfalls der Personalaufwand um 13,0%, auf Grund der im Vorjahr angefallenen höheren Restrukturierungsaufwendungen in Kronach und Rietberg verringert. Bereinigt um die Restrukturierungsaufwendungen (EUR 9 Mio.; i.Vj. EUR 55 Mio.) haben sich die Personalaufwendungen um EUR 7 Mio. bzw. 3,0% erhöht.

Die Veränderung der Abschreibungen um EUR 2 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf die im Vorjahr vorgenommene Gebäudeabschreibung im Zusammenhang mit der Schließung des Standortes Kronach zurückzuführen.

Der Rückgang der übrigen Sach- und Dienstleistungen um EUR 18 Mio. ist mit EUR 37 Mio. auf einmalige Vorgänge im Vorjahr zurückzuführen, wie z. B. die Erfassung zusätzlicher Aufwendungen aus der Betriebsprüfung für den Zeitraum 2016-2018 in Höhe von EUR 5 Mio. und aus den Folgeeffekten der Betriebsprüfungsergebnisse für den Zeitraum 2019-2021 in Höhe von EUR 26 Mio. sowie der Beitrag im Vorjahr zur Finanzierung des insolventen Lieferanten Johann Borgers Berlin GmbH in Höhe von EUR 5 Mio. (um die Kontinuität unserer Lieferungen für ein bestimmtes Programm sicherzustellen). Diese einmaligen Vorgänge wurden durch den Anstieg der von den OEMs erstatteten Werkzeug- und Entwicklungskosten in Höhe von EUR 15 Mio. und den Anstieg der Leasingkosten um EUR 4 Mio. kompensiert, davon entfielen EUR 2 Mio. auf eine Entschädigung für nicht-erfüllte Rückbauverpflichtungen im Zusammenhang mit dem Gebäude in Ginsheim-Gustavsburg.

Finanzlage:

Über die Finanz- und Liquiditätslage zum Bilanzstichtag gibt folgende Kapitalflussrechnung Aufschluss:

2023
Mio. EUR Mio. EUR
Jahresergebnis vor Verlustübernahme -10
+ Abschreibungen +25
+ Abschreibungen auf Finanzanlagen +6
+ Zunahme der Pensionsrückstellungen +1
- Zunahme der Vorräte, Forderungen und übrigen Aktiva des Umlaufvermögens einschließlich Rechnungsabgrenzungen +30
Abnahme der übrigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten -41
= Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit +11
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens +3
- Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -19
Auszahlungen für kurzfristige Finanzierungsmittel an die I.G. Bauerhin GmbH -57
- Auszahlung für Investitionen in Finanzanlagen -139
= Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -212
+ Sonstige Veränderungen des Gesellschafterkontos (ohne Verlustübernahme des Jahres 2023) +27
+ Zunahme der Kapitalrücklage +165
+ Zunahme der Bankverbindlichkeiten +11
= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit +203
Veränderungen des Finanzmittelfonds +1
+ Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres +1
= Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres +2

Insbesondere trug der Cash Flow aus Investitionstätigkeit, im Wesentlichen durch den Erwerb der I.G. Bauerhin GmbH, mit EUR 212 Mio. zur Abtragung der liquiden Mittel bei.

Die Finanzmittel, die die Gesellschafterin über den gemeinsamen deutschen Cashpool in Höhe von EUR 27 Mio. zur Verfügung gestellt hat, die Zuführung zur Kapitalrücklage in Höhe von EUR 165 Mio. sowie die zusätzlichen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 11 Mio. für das Cashpool-Bankkonto in Verbindung mit den anderen Unternehmen des Konzerns haben zur Deckung des Defizits aus der Investitionstätigkeit beigetragen.

Der Finanzmittelfonds am Jahresende belief sich danach auf EUR +2 Mio.

Zusammenfassend lässt sich zur Lage der Gesellschaft festhalten:

Das Jahr 2023 war durch eine robuste Leistung gekennzeichnet, wenn man bedenkt, dass die Lieferkette durch die Folgen der Covid-Pandemie, den Krieg in der Ukraine, die damit verbundenen Sanktionen und die Auswirkungen auf die Kern- und Gesamtinflation weiterhin unter Druck steht. Auch das Elektroauto-Segment zieht den Markt nicht so stark an wie erwartet.

Trotzdem sind die Ergebnisse, abzüglich der notwendigen Restrukturierungskosten, um dem Volumentrend zu begegnen, positiv und belegen eine solide Vermögens- und Kapitalstruktur.

Erklärung zur Unternehmensführung *

Die für die Lear Corporation GmbH sowohl zum 17. November 2022 als auch derzeit gültigen Zielgrößen eines Frauenanteils von 33% im Aufsichtsrat, 0% in der Geschäftsführung sind planmäßig umgesetzt worden. Die Frist zur Erreichung dieser Ziele wurde zuvor bis zum 30. Juni 2024 festgelegt.

Die Festlegung der Zielgröße auf 0% in der Geschäftsführung geht darauf zurück, dass derzeit kein weiterer Wechsel in der Geschäftsführung oder eine Erweiterung der Geschäftsführung geplant oder absehbar ist. Ungeachtet dessen besteht im Aufsichtsrat Übereinstimmung, dass bei der etwaigen zukünftigen Besetzung von Geschäftsführerpositionen Frauen angemessen berücksichtigt werden sollen.

Die Geschäftsführung der Lear Corporation GmbH hat am 10. August 2022 erstmalig eine Zielgröße eines Frauenanteils von 15% in der ersten und zweiten Führungsebene beschlossen. Diese Quote konnte bisher nicht erreicht werden. Mit dem 23. Juli 2024 beschließt die Geschäftsführung der Lear Corporation GmbH deswegen erneut eine Zielgröße eines Frauenanteils von 15% in der ersten und zweiten Führungsebene. Die Frist zur Erreichung dieser Ziele wird bis zum 30. Juni 2026 festgelegt.

* Nicht prüfungspflichtiger Bestandteil des Lageberichts gemäß IDW PS 350 n.F.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren *

Neben der Bereitstellung qualitativ hochwertiger Produkte und Dienstleistungen, kostengünstiger und hochwertiger Lösungen sowie kontinuierlicher Verbesserung unserer Effizienz und hoher Integrität ist es unser Bestreben den Mitarbeitern, unserer wertvollsten Ressource, ein Umfeld zu bieten, das:

die Erfahrung, den Beitrag und die Vielseitigkeit jedes einzelnen Mitarbeiters würdigt

jede Person mit Würde und Respekt behandelt

jedem ermöglicht, sein Potential voll auszuschöpfen

es fördert, sich einzubringen und aktiv teilzunehmen

und den "Wir schaffen das"-Geist des LEAR-Teams pflegt.

Unsere Führungskräfte werden kontinuierlich dahingehend geschult. Durch regelmäßige Mitarbeitergespräche versuchen wir, auf die Belange des Einzelnen ausreichend einzugehen und seine Interessen zu fördern.

Als internationaler Konzern mit Einrichtungen auf der ganzen Welt ist es das Ziel der LEAR, überall ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen. Dazu hat LEAR einen Leitfaden mit sieben Schlüsselelementen entwickelt, der die Grundlagen eines erfolgreichen Gesundheits- und Sicherheitsprogramms enthält und integraler Bestandteil aller LEAR-Aktivitäten ist, unabhängig von Größe, Betriebsart oder Sitz der jeweiligen LEAR-Einrichtung.

Wir wollen die Gemeinden, in denen wir tätig sind, unterstützen und die Umwelt schützen. LEAR fördert eine breite Palette gemeinnütziger Service-Organisationen in den Kommunen und motiviert seine Mitarbeiter, ihre jeweilige Gemeinde sowohl durch freiwillige Arbeitsleistungen als auch mit Geld- oder Sachspenden zu unterstützen.

LEAR ist bewusst, dass die Entscheidungen darüber, was wir verbrauchen, produzieren und was wir verschwenden, Umwelt- und soziale Auswirkungen haben auf die heutige Gesellschaft und auf zukünftige Generationen. In seiner Initiative zur Nachhaltigkeit der Umwelt konzentriert sich LEAR auf die Suche nach besseren und intelligenteren Methoden zur Durchführung von Tätigkeiten mit dem Ziel die Umwelt zu erhalten und gleichzeitig Gesundheit und Vitalität unserer Gemeinschaften zu sichern. Lear's Umweltmanagementsystem (EMS) macht es möglich, die Wirkung seiner Aktivitäten, Produkte oder Dienstleistungen auf die Umwelt zu kontrollieren. Jeden Monat werden für jede Anlage weltweit über das "Resource Advisor"-Programm die Daten über die Erzeugung von Abfällen, den Wasser- und Kraftstoffsowie den zusätzlichen Energieverbrauch im Konzern aggregiert und validiert, um den Fortschritt der Nachhaltigkeitsinitiative zu überwachen.*

* Nicht prüfungspflichtiger Bestandteil des Lageberichts gemäß IDW PS 350 n.F.

Risiken und Chancen

Als auf dem deutschen Markt tätiges Tochterunternehmen des weltweit operierenden US-amerikanischen Automobilzulieferkonzerns LEAR bieten sich uns, aufgrund unserer Größe und Struktur sowie unseres Leistungsspektrums zahlreiche wirtschaftliche Möglichkeiten. Gleichzeitig sind wir einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, angefangen von der allgemeinen volkswirtschaftlichen Entwicklung über branchenspezifische bis hin zu konzern-, unternehmens- und sogar werksspezifischen Risiken.

Zur frühzeitigen Erkennung, zur Bewertung und zum konsequenten Umgang mit diesen Risiken werden Steuerungs- und Kontrollsysteme eingesetzt und weiterentwickelt. Dabei sind wir voll in das Risikomanagement- und interne Kontrollsystem des Konzerns integriert. Unsere Informations- und Kontrollstandards folgen damit den US-amerikanischen Anforderungen.

Wir bewerten Risiken anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und ihren möglichen finanziellen Auswirkungen. Unser Startpunkt in der Risikoberichterstattung ist dasjenige Risiko mit der größtmöglichen negativen Bedeutung.

Die Automobilkonjunktur verhält sich im Allgemeinen zyklisch zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Je nach Konjunkturlage ergeben sich daraus erhebliche Risiken und Chancen für uns.

Der Wettbewerb in der Automobilindustrie und damit der Kosten- und Leistungsdruck sind aufgrund der Marktstruktur einhergehend mit bestehenden Überkapazitäten permanent hoch. Dies wird sich auf absehbare Zeit nicht ändern.

Die mitunter schwierige Lage auf den Finanzmärkten ist für fast alle Unternehmen ein Risiko. Kundenseitig schätzen wir die Gefahr von Forderungsausfällen als kontrollierbar ein. Schwierig ist die Situation vor allem auf Seiten unserer Lieferanten. Die Insolvenz bereits eines einzelnen Lieferanten kann kurzfristig das Aufrechterhalten unserer Lieferbereitschaft "just-in-time" gefährden.

Auf der anderen Seite sind wir auch selbst gefordert, unsere Zahlungsfähigkeit jederzeit aufrecht zu erhalten und unsere Zahlungstreue unter Beweis zu stellen. Diese Notwendigkeit ergibt sich nicht nur gegenüber unseren Lieferanten und anderen Gläubigern. Auch im Rahmen der Geschäftsbeziehungen mit unseren Kunden haben wir klar darzulegen, dass die Finanzierung unseres Unternehmens sichergestellt ist und dass wir langfristig als zuverlässiger Vertragspartner zur Verfügung stehen. Dazu ist unsere Gesellschaft eingebunden in die LEAR-Finanzorganisation. Aktuell ist sie integriert in den europäischen Konzern-Cashpool bei der Citigroup (London Branch), London, UK, und kann ggf. liquide Mittel zur Verfügung stellen.

Die Geschäftsbeziehungen zu den Banken werden zentral von der Konzernmuttergesellschaft koordiniert und gesteuert. Diese verfügt neben hohen liquiden Mitteln und weitestgehend langfristig finanziertem Fremdkapital über eine solide Eigenkapitalausstattung. Vor dem Hintergrund einer soliden Konzernfinanzierung geht die hiesige Geschäftsführung davon aus, dass ausreichend Mittel zur Verfügung stehen, um alle geschäftlichen Aktivitäten der deutschen Gesellschaft jederzeit in vollem Umfang aufrecht zu erhalten.

Ein weiteres Risikopotential stellen die Energie- und Rohstoffpreise dar. Ihnen kommt eine doppelte Bedeutung zu. Zum einen schwächen hohe Energiepreise die Kaufkraft der Haushalte und damit die Nachfrage nach Neufahrzeugen, zum anderen erhöhen teure Rohstoffe erheblich den Druck vom Beschaffungsmarkt her. Nur selten können steigende Beschaffungskosten 1:1 an den Kunden weitergegeben werden.

Die Bedingungen für die Automobilzulieferindustrie sind somit von allen Seiten her schwierig. Nur die größten und innovativsten Unternehmen der Branche haben eine Chance, aus diesem Wettbewerb gestärkt hervorzugehen. Nur mit stetigen Effizienzsteigerungen und innovativen, qualitativ hochwertigen Produkten lassen sich Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität sichern. Das hohe Ansehen, das wir auf Basis von Auszeichnungen bei unseren Kunden genießen, versuchen wir stets aufs Neue durch die Qualität und Innovationskraft unserer Produkte zu rechtfertigen. * LEAR investiert deshalb permanent weltweit in allen Bereichen in die laufende Verbesserung von Produkten, Prozessen und Strukturen. Dadurch und durch Gemeinschaftsprojekte mit unseren Kunden sind wir bestrebt, die Geschäftsbeziehungen noch weiter zu intensivieren und kontinuierlich auszubauen, und sehen gute Möglichkeiten, über das bestehende Geschäft hinaus mit weiteren Aufträgen betraut zu werden.

Allgemein lässt sich feststellen, dass Globalisierung und Kostendruck zu einer immer enger werdenden Zusammenarbeit der Zulieferindustrie mit den Automobilherstellern und damit zu einer immer stärkeren gegenseitigen Abhängigkeit führen. Konsolidierung und Globalisierung der Zulieferindustrie schreiten voran.

Die Automobilhersteller verlagern Entwicklung und Produktion und die damit verbundenen Kosten und Risiken einschließlich der Gewährleistung bei Serienfehlern immer stärker auf ihre Zulieferer.

Die Zulieferer haben die Produktionskapazitäten bereitzuhalten und die Lieferbereitschaft "just-in-time" entsprechend der vom Hersteller geplanten Absatzmengen sicherzustellen. Eine Verpflichtung der Hersteller zum Abruf bestimmter Mindestmengen ergibt sich aus den von den Herstellern angebotenen Lieferverträgen i.d.R. nicht. Der Zulieferer ist bei der Deckung seiner Investitionen in hohem Maße von der Absatzlage der Hersteller und der daraus resultierenden Nachfrage innerhalb der Vertragslaufzeit abhängig. Gleiches gilt für die getätigten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen. Diese werden üblicherweise über die Stückpreiskalkulation refinanziert oder direkt über den Teilepreis vergütet.

* Nicht prüfungspflichtiger Bestandteil des Lageberichts gemäß IDW PS 350 n.F.

Die Lieferverträge mit den Herstellern werden im Allgemeinen für die Produktionsdauer eines Modells abgeschlossen. Immer schnellere Entwicklungszeiten und kürzere Lebenszyklen verschärfen den Druck auf den Lieferanten, zum einen eine Deckung seiner Kosten zu erreichen und zum anderen sich frühzeitig, um den Abschluss von Anschlussaufträgen zur Sicherung der Auslastung des jeweiligen Produktionsstandortes zu bemühen.

Die Lear Corporation GmbH beliefert alle großen in Deutschland ansässigen Automobilhersteller, wodurch die Abhängigkeit von der Entwicklung einzelner Hersteller in gewissem Umfang gemildert wird. Gleichwohl ist diese Abhängigkeit insbesondere für die einzelnen Produktionsstandorte immer noch sehr stark.

Aktuell ist die Standortfrage ein wichtiger Faktor für unsere auf den deutschen Markt ausgerichtete Gesellschaft. Die Verlagerung von Produktionsstätten durch die Autohersteller ins Ausland zwingt auch LEAR, unseren Kunden dorthin nachzufolgen. Aber auch bei inländischer Fahrzeugfertigung stehen wir im Wettbewerb mit den Zulieferern aus sog. "Best-Cost-Countries". Dieser Konkurrenz müssen wir uns verstärkt stellen und auch ihr gegenüber unsere Wettbewerbsfähigkeit behaupten. Segmente, in denen das nicht gelingt, werden am hiesigen Standort auf Dauer nicht zu halten sein. Wir gehen jedoch davon aus, dass der Autoindustrie in Deutschland auch in Zukunft eine wichtige Schlüsselrolle zukommen wird und sich dadurch trotz aller Risiken auch weiterhin Chancen auf dem heimischen Markt für uns bieten. Hierbei profitieren wir ganz allgemein von der Stärke der deutschen Automobilindustrie und ihrer Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt.

Für den Kunden bleiben letztlich immer die Kosten ein wesentlicher Entscheidungsfaktor für die Auftragsvergabe. Auch in diesem Punkt sehen wir viele Vorteile auf unserer Seite. Zum einen hat LEAR die nötige Größe, in diesem hart umkämpften Markt ihre Interessen sowohl kunden- als auch lieferantenseitig behaupten zu können und so auf Dauer für alle Beteiligten ein verlässlicher Partner zu bleiben, zum anderen ist das Unternehmen in seiner Struktur noch einfach und beweglich genug, um schnell und flexibel auf sich ändernde Marktanforderungen reagieren zu können. Nicht zuletzt sind wir bestrebt, durch kontinuierlich fortgeführte Programme zur Effizienzsteigerung und Kostenoptimierung unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und auszubauen.

Epidemien und Pandemien wie die Ausbreitung des Coronavirus haben die Risikolandschaft unseres Unternehmens erweitert, was sich negativ auf die Wachstumsaussichten auswirkt und die Risiken in Bezug auf Beschaffung, Produktion und Vertrieb erhöht. Dieses zusätzliche Risiko wird derzeit von der Organisation überwacht.

Der sich verschärfende Streit zwischen der Republik China und den Vereinigten Staaten sowie der aktuelle Ukraine-Krieg zeigen, dass die geopolitischen Risiken heute wichtiger denn je sind und unmittelbare wirtschaftliche Auswirkungen auf die Rohstoff- und Energieversorgung, insbesondere in Europa, und die Inflation haben könnten.

Gegenwärtig wurden für unser Unternehmen keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten. Wir sind überzeugt, dass wir die sich aus den oben genannten Risiken ergebenden Herausforderungen weiterhin erfolgreich meistern werden.

Zu den weiteren Risiken gehört eine mögliche Verlangsamung der Wirtschaft im Zusammenhang mit der russischen Invasion in der Ukraine. Die Wirtschaftssanktionen und Vergeltungsmaßnahmen führten zu einer Energiekrise in Europa, einer Rohstoffverknappung und lösten eine latente Inflation aus. Diese höheren Energiepreise sind natürlich ungünstig für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Volkswirtschaften und Deutschlands.

Prognosebericht

Die prognostizierten Ziele des Vorjahres wurden in Bezug auf Umsatz leicht übertroffen. Der größte Beitrag kam vom Geschäftsbereich Seating. Im Gegensatz wurde ein positives Ergebnis vor Gewinn-/Verlustübernahme deutlich nicht erreicht. Dies ist im Wesentlich auf die Aufwendungen aus der Verlustübernahme der kürzlich erworbenen I.G. Bauerhin GmbH zurückzuführen.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts und auf der Grundlage des jüngsten Weltwirtschaftsausblicks vom April 2024 prognostiziert der IWF ein globales Wachstum der Weltproduktion von +3,2%. Asien, genauer gesagt China und Indien, tragen mit 4,6% bzw. 6,8% am meisten zu dieser Expansion bei, während die noch als fortgeschrittene Volkswirtschaften bezeichneten Länder insgesamt 1,7% beitragen.

Produktionswachstum in % 2023 Prognose 2024 Prognose 2025
Weltweit +3.2 +3.2 +3.2
Hochentwickelte Volkswirtschaften (Kanada, EURO-Zone, Vereinigtes Königreich, Japan) +1.6 +1.7 +1.8
Schwellen- und Entwicklungsländer +4.3 +4.2 +4.2
Eurozone +0.4 +0.8 +1.5
Vereinigte Staaten von Amerika +2.5 +2.7 +1.9
Deutschland -0.3 +0.2 +1.3
Vereinigtes Königsreich +0.1 +0.5 +1.5
Frankreich +0.9 +0.7 +1.4
Italien +0.9 +0.7 +0.7
Spanien +2.5 +1.9 +2.1
Japan +1.9 +0.9 +1.0
China +5.2 +4.6 +4.1
Indien +7.8 +6.8 +6.5
Brasilien +2.9 +2.2 +2.1

Quelle: Internationaler Währungsfonds | April 2024

Laut einer im April 2024 veröffentlichten Studie von IHS Markit wird die weltweite Produktion von Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen im Jahr 2024 voraussichtlich um -0,2% oder -0,2 Mio. Einheiten sinken. West- und Osteuropa sind die Regionen mit dem stärksten Rückgang mit insgesamt -3,3% oder -0,6 Mio. Einheiten. Die Niederlande, das Vereinigte Königreich, Frankreich, und Spanien sind mit jeweils -0,1 Mio. Einheiten die am stärksten von diesem Rückgang betroffenen Länder in Europa.

Im asiatisch-pazifischen Raum wird der Produktionsrückgang in Japan um 0,6 Mio. Einheiten durch das Wachstum in China um 0,5 Mio. Einheiten kompensiert. Auch in Nordamerika wird der Produktionsrückgang in Kanada um 0,2 Mio. Einheiten durch einen Zuwachs in den USA um 0,4 Mio. Einheiten kompensiert. Der Weltmarktanteil Chinas steigt leicht von 31,2 % auf 31,9 %. Betrachtet man die Segmentierung, so sind die Einsteigerfahrzeuge in allen Regionen die Haupttreiber für den Produktionsrückgang.

Die folgende Tabelle enthält zusätzliche Einzelheiten.

Produktion von leichten Fahrzeugen bis zu 3,5 Tonnen 2023 Prognose 2024
in Millionen Einheiten
Weltweit 89.0 88.8
Asiatisch-Pazifischer Raum 50.4 50.3
Nordamerika 15.7 16.0
Westeuropa 11.1 10.7
Osteuropa 5.6 5.5
Südamerika 2.8 2.8
Andere 3.4 3.6
China 27.8 28.3
USA 10.3 10.7
Japan 8.5 7.9
Indien 5.4 5.6
Deutschland 4.2 4.3
Südkorea 4.2 4.1
Mexiko 3.8 4.0
Spanien 2.4 2.3
Brasilien 2.2 2.3
Thailand 1.8 1.6
Frankreich 1.5 1.4
Indonesien 1.3 1.3
Kanada 1.5 1.3
Türkei 1.4 1.3
Tschechische Republik 1.4 1.4
Iran 1.1 1.1
Slowakei 1.1 1.0
Vereinigtes Königreich 1.0 0.9

Quelle: IHS Markit | April 2024

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts erwartet die Unternehmensleitung, dass die Umsatzerlöse aufgrund der Schließung des Standortes Kronach leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 liegen werden, abhängig von der Annahme einer Stabilisierung der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Nach einem Jahr, das von besonders belastenden Umstrukturierungsmaßnahmen geprägt war, dürfte das Unternehmen ein deutlich positives Ergebnis (vor Gewinn- /Verlustübernahme) realisieren.

Die geplanten Investitionen in Sachanlagen sollen deutlich über dem Niveau von 2023 liegen und betreffen vor allem den Geschäftsbereich Seating auf Grund eines größeren Produktionsstarts im Jahr 2025. Ende 2024 werden die Restrukturierungsmaßnahmen an den Standorten Kronach, Rietberg und Eisenach zu einer gewissen Reduzierung des Personalbestandes gegenüber dem Vorjahr beitragen.

Die Reorganisation in Rietberg wurde ebenso wie in Kronach im Hinblick auf die für 2025 erwartete und den Arbeitnehmervertretern 2021 angekündigte Schließung des Standorts fortgeführt. Im Geschäftsjahr 2023 fielen Restrukturierungsaufwendungen für die Standorte Rietberg, Eisenach und Kronach in Höhe von EUR 4 Mio., EUR 2 Mio. bzw. EUR 1 Mio. an.

Insgesamt ist und bleibt die Standortfrage ein zentrales Thema. Die sogenannten Niedrigkostenländer bestimmen das Ausmaß der Reorganisation. Wir müssen unsere Kostenstruktur und unsere Aktivitäten entsprechend ausrichten, wenn wir mittel- und langfristig wettbewerbsfähig bleiben wollen, und zwar sowohl gegenüber Dritten als auch innerhalb des Unternehmens. In einigen Produktbereichen scheinen drastische Kürzungen unvermeidlich, um den Wettbewerbsanforderungen des Marktes Rechnung zu tragen. Dieser Druck hat sich seit dem Krieg in der Ukraine, den damit verbundenen Sanktionen und dem Anstieg der Rohstoff- und vor allem der Energiepreise verstärkt.

Mit Blick auf die Zukunft erwarten wir, dass sich der harte Wettbewerb in der Automobilzulieferindustrie fortsetzt. Aufgrund unserer starken Kundenorientierung, unserer Innovationskraft, der Qualität unserer Produkte und unserer Wettbewerbsgröße fühlen wir uns in einer guten Position, um unsere langfristige Ausdauer angesichts dieses harten Wettbewerbs unter Beweis zu stellen.

Die aktuelle Krise hat die Diskrepanz zwischen dem Automobilstandort Deutschland und den deutschen Automobilherstellern deutlich gemacht: Während die Automobilproduktion in Deutschland weiterhin auf Sparflamme läuft, haben die deutschen Automobilhersteller immer mehr Elektroautos im Angebot, gewinnen Marktanteile in wichtigen Automobilmärkten und verzeichnen gute Geschäftsergebnisse.

 

Ginsheim-Gustavsburg, 8. August 2024

lan Hickman

Jörg Andreas Strauss

Niederschrift über eine Gesellschafterversammlung der Minutes of a Shareholder's Meeting of
Lear Corporation GmbH
I. Vorbemerkung I. Preamble
Alleinige Gesellschafterin der Lear Corporation GmbH (die "Gesellschaft"), eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter HRB 53602, ist die Lear Corporation Beteiligungs GmbH, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter HRB 53664 (die "Gesellschafterin"). Sole shareholder of Lear Corporation GmbH (the "Company"), registered with the Commercial Register at the Local Court (Amtsgericht) of Darmstadt under HRB 53602, is Lear Corporation Beteiligungs GmbH, registered with the Commercial Register at the Local Court of Darmstadt under HRB 53664 (the "Shareholder").
II. Gesellschafterbeschluss II. Shareholder's Resolution
Unter Verzicht auf sämtliche Form- und Fristvorschriften für die Einberufung und Durchführung einer Gesellschafterversammlung hält die Gesellschafterin eine Gesellschafterversammlung der Gesellschaft ab und fasst folgende Beschlüsse: Waiving all formalities and notice periods with regard to the convening and holding of a shareholder's meeting, the Shareholder hereby convenes a shareholder's meeting of the Company and passes the following resolutions:
1. Der Bericht des Aufsichtsrats der Gesellschaft vom 22. August 2024 über das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 zum 31. Dezember 2023 wird zur Kenntnis genommen. 1. The Shareholder herewith takes note of the report of the Company's supervisory board dated 22 August 2024 relating to the fiscal year running from 1 January 2023 to 31 December 2023.
2. Der von der Ernst & Young GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüfte, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 8. August 2024 versehene und von dem Aufsichtsrat gebilligte Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wird gemäß Anlage festgestellt. 2. The Company's financial statements as at 31 December 2023 for the fiscal year from 1 January 2023 through 31 December 2023 attached as Annex, which were audited by Ernst & Young GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, provided with an unqualified auditor's certificate on August 8, 2024 and accepted by the supervisory board, are hereby approved.
3. Der Bilanzgewinn beträgt EUR 5.611.722,07 und wird auf neue Rechnung vorgetragen. 3. The balance sheet total amounts to EUR 5.611.722,07 and will be applied to new accounting.
4. Der Geschäftsführung der Gesellschaft wird hiermit für das am 31. Dezember 2023 abgelaufene Geschäftsjahr Entlastung erteilt. 4. The managing directors of the Company are hereby discharged from liability for their acts during the fiscal year ending on 31 December 2023.
5. Den Mitgliedern des Aufsichtsrats der Gesellschaft wird hiermit für das am 31. Dezember 2023 abgelaufene Geschäftsjahr Entlastung erteilt. 5. The members of the supervisory board of the Company are hereby discharged from liability for their acts during the fiscal year ending on 31 December 2023.
6. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 wird die Ernst & Young GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Arnulfstraße 59, 80636 München, bestellt. 6. Ernst & Young GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Arnulfstraße 59, 80636 München, is appointed as auditor for the financial year 2024.
Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst. Hiermit ist die Gesellschafterversammlung geschlossen. No further resolutions are passed. Hereby, the shareholder's meeting is closed.
Der für diese Niederschrift maßgebliche Text ist derjenige in deutscher Sprache. Die englische Fassung ist eine bloße Übersetzung, die keine Rechtswirkung hat. For these minutes the German wording shall be decisive. The English version is a mere translation which has no legal relevance.

 

Codsall Wood, August 22, 2024

Lear Corporation Beteiligungs GmbH

vertreten durch ihren Geschäftsführer Ian Hickman

Auszug aus dem Sitzungsprotokoll des Aufsichtsrats vom 22.08.2024

TOP 4: Beschluss über die Empfehlung des Jahresabschlusses 2023 an die Gesellschafterversammlung:

Der Aufsichtsrat hat sich im Laufe des Geschäftsjahres 2023 in regelmäßigen Sitzungen über die Führung, Entwicklung und Lage der Gesellschaft und über alle wichtigen Fragen der Geschäftsführung unterrichtet.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Gesellschafterversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Jahresabschluss wurde in der Aufsichtsratssitzung vom 22. August 2024 von Herrn Alexandre Morcellet von der Lear Corporation GmbH erläutert. Die wesentlichen Ergebnisse der Abschlussprüfung wurden durch Herrn Tobias Ritzinger als Vertreter der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vorgetragen. Von dem Prüfungsergebnis hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat hat sich ferner durch Befragung in der heutigen Sitzung vergewissert, dass während des Prüfungszeitraums keine zusätzlichen Leistungen an die Gesellschaft erbracht wurden, die die Unabhängigkeit der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bei der Prüfung des Jahresabschlusses in Frage stellen würden.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung billigt der Aufsichtsrat in beschlussfähiger Zusammensetzung den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss und schlägt der Gesellschafterversammlung vor, diesen festzustellen.

 

Frankfurt a.M., 22.08.2024

Martin Henningsen, Vorsitzender

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