Stammdaten

Register
Amtsgericht Bamberg HRB 7006
Vorher
Computop International GmbH
Eingetragen
30.3.2011
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte
Gegenstand
Die Erbringung von Dienst- und Beratungsleistungen im weltweiten Zahlungsverkehr, insbesondere die Entwicklung und der Betrieb von Softwareplattformen und die Entwicklung von Lösungen für Zahlungsabwicklungen, Betrugsprävention, Authentisierung, Datenanalyse und für Buchhaltungsprozesse; die Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang damit einschließlich der Übernahme der Geschäftsführung und Vertretung in anderen Gesellschaften; sowie der Erwerb, die Vermietung und Verpachtung und die sonstige Verwertung von Software, Marken und anderen gewerblichen Schutzrechten wie auch von beweglichen Wirtschaftsgütern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Thomas Egglseder
seit 21.6.2021
Geschäftsführer
Stephan Kück
seit 9.12.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Nets Holdco 1 ApSDNK
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Nexi Germany Holding GmbH
Germany
27.778 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Computop Paygate GmbH

Bamberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Inhaltsverzeichnis

1 GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHER UND BRANCHENBEZOGENER ÜBERBLICK

2.2 GESCHÄFTSVERLAUF

2.3 ERTRAGSLAGE

2.4 FINANZLAGE

2.5 VERMÖGENSLAGE

2.6 GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

3 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

3.1 FORSCHUNGSBERICHT

3.2 ENTWICKLUNGSBERICHT

4 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

4.1 CHANCENBERICHT

4.2 RISIKOBERICHT

4.2.1 Strategische Risiken/ Geschäftsrisiken

4.2.2 Liquiditätsrisiken

4.2.3 Marktrisiken

4.2.4 Adressausfallrisiken

4.2.5 Operationelle Risiken/ Rechtsrisiken

5 PROGNOSEBERICHT

1 Grundlagen der Gesellschaft

Die Computop Paygate GmbH (Computop) mit Stammsitz in Bamberg und inländischen Niederlassungen in Hamburg, Frankfurt und München ist auch Mutterunternehmen von zwei ausländischen Tochtergesellschaften in Großbritannien und den USA. Die Tochtergesellschaft in China befindet sich seit 31.12.2023 in Liquidation.

Gegenstand des Unternehmens ist die Abwicklung von Zahlungstransaktionen. Als Payment Service Provider (PSP) der ersten Stunde bietet Computop seinen Kunden weltweit lokale und innovative Omnichannel-Lösungen für Zahlungsverkehr und Betrugsprävention. Gegenüber dem Wettbewerb grenzt sich Computop durch eine komplett eigenentwickelte Software- Plattform ab. Computop ist an rund 60 Kreditkarten-Acquirer weltweit angebunden, so dass die Kunden von Computop ihre Zahlungsdienstleister nach Preis und Leistung frei wählen und wechseln können.

Die in Deutschland eigenentwickelte Zahlungsplattform Computop Paygate ermöglicht nahtlos integrierte Bezahlprozesse im E-Commerce, am POS und auf mobilen Geräten. Händler und Dienstleister können für alle Länder der Welt frei wählen, welche der 350 lokalen und internationalen Zahlarten zum Einsatz kommen sollen. Technologien wie biometrische Authentifizierung und selbstlernende Algorithmen verbessern Sicherheit und Komfort für Händler wie für Endverbraucher.

Computop betreut seit 26 Jahren zahlreiche internationale Unternehmen aus den Branchen Dienstleistungen, Handel, Mobility, Gaming und Reise. Darüber hinaus stellt Computop sein Zahlungssystem Banken und Finanzdienstleistern als White Label-Lösung zur Verfügung.

Das Unternehmen garantiert seinen Vertragspartnern ständige Optimierungen, Weiterentwicklungen und Inhouse-Service. Mit aktuellen Lösungen für Betrugsprävention und Risikomanagement werden Umsatz und Reputation der Vertragspartner geschützt. Verlängerte Zahlungsgarantien, Liability Shift sowie ein starkes Debitorenmanagement erhöhen die Sicherheit zusätzlich.

Computop gleicht seit 2020 seine CO 2 -Emissionen durch zertifizierte Klimaschutzprojekte aus.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftlicher und branchenbezogener Überblick

Die Weltkonjunktur war wie im Vorjahr auch 2023 von großer Unsicherheit geprägt und insbesondere durch die weltweit hohe Inflation und die damit einhergehende Straffung der Geldpolitik sowie wegen der ungelösten und andauernden Konflikte, z.B. in der Ukraine und im Nahen Osten, beeinträchtigt. Das Bundeswirtschaftsministerium bezifferte die Wachstumsrate der Weltwirtschaft mit Verweis auf den Internationalen Währungsfonds auf nur noch 0,9% im Jahr 2023 - nach 5,1% im Vorjahr.

Im Euroraum, in dem Computop rund 80% seiner Umsätze tätigt, brach das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts der Europäischen Zentralbank zufolge auf nur noch 0,6% (VJ: 3,4%) ein. Auch der Rückgang der Inflationsrate auf 2,9 % (VJ: 9,2%) konnte die Konsumlust im Laufe des Jahres nicht nachhaltig beflügeln. Die von der EZB im Jahr 2022 eingeleitete "Zinswende" im Euroraum setze sich auch im abgelaufenen Jahr fort, der Leitzins stieg bis zum Jahresende 2023 auf 4,5%.

Im Heimatmarkt von Computop, Deutschland, berichtete die Deutsche Bundesbank für das Kalenderjahr 2023 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,3% (VJ: Anstieg um 1,8%). Die starke Steigerung der Nahrungsmittelpreise sorgte für eine immer noch sehr hohe Inflationsrate von 6,0% (VJ: 8,7%), wenngleich diese im Jahresverlauf rückläufig war.

Im Markt des beliebtesten Kartentyps der Deutschen, der Girocard, stiegen die Transaktionen deutlich um 10,3% auf 7,5 Mrd. (VJ: 6,8 Mrd). Computop ist seit 2019 zertifizierter Girocard- Netzbetreiber.

Das deutsche E-Commerce-Marktvolumen sank nach Angaben des Branchenverbands bevh auch im Jahr 2023 nochmals deutlich von 101,7 Mrd. EUR im Jahr 2022 auf 92,4 Mrd. EUR (-9,1%). Dieser Rückgang wurde insbesondere durch den Teilbereich "Waren" begründet, der sich von 90,4 Mrd. EUR auf 79,7 Mrd. EUR verringerte (-11,8%). Der Teilbereich "Dienstleistungen" (Flüge, Reisen, Konzerttickets etc.) konnte demgegenüber einen weiteren Zuwachs von 12,4% (12,7 Mrd. EUR zu 11,3 Mrd. EUR) verzeichnen. Auch der Anteil des E-Commerce am Einzelhandelsumsatz ging weiter von 11,8% auf 10,2% im Vorjahresvergleich zurück.

2.2 Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft bemisst ihre Leistungsfähigkeit und den Geschäftserfolg mit den finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Jahresergebnis. Der Verlauf im Geschäftsjahr 2023 muss hierbei als sehr unzufriedenstellend bezeichnet werden.

Computop konnte das Transaktionsaufkommen im abgelaufenen Geschäftsjahr erfreulicherweise um 2,5% steigern, allerdings ist dies mit einer Gewichtungsverschiebung zum preis-sensibleren POS-Geschäft einhergegangen. Die Erlöse im POS-Bereich konnten zwar - von niedrigem Ausgangsniveau - mit einem Zuwachs von +212,3% mehr als verdreifacht werden und das Projektgeschäft zeigte mit +40,5% ebenfalls ein deutlich gesteigertes Volumen. Beide Bereiche konnten allerdings den Rückgang um 6,0% im E-Commerce-Bereich nicht komplett kompensieren, da auch bei den Erlösen aus Provisionen erneut ein Umsatzrückgang um 13,3% hingenommen werden musste. Insgesamt lagen die Umsatzerlöse TEUR 14 (-0,1%) unter dem Vorjahresniveau.

Die Investitionstätigkeit des Geschäftsjahres entfiel etwa zur Hälfte auf die Aktivierung von bereits in den Vorjahren begonnenen Eigenleistung für immaterielle Vermögensgegenstände. Die andere Hälfte verteilte sich auf notwendige Investitionen in IT-Lizenzen und IT-Hardware.

Nachdem die Planungsrechnung für das Jahr 2023 ursprünglich einen Jahresfehlbetrag von TEUR 294 prognostizierte, muss am Geschäftsjahresende ein nicht zufriedenstellender Jahresfehlbetrag von TEUR 2.965 berichtet werden, der zum größten Teil aus der Steigerung der Personalkosten resultiert.

2.3 Ertragslage

Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresergebnis von TEUR -2.965 (VJ: TEUR -2.012) ab, was im Wesentlichen in der Steigerung der Personalkosten begründet lag, die zur zukunftsfähigen Ausrichtung und der Sicherung von Kapazitäten notwendig war.

Die Umsatzerlöse haben sich von TEUR 19.414 im Vorjahr um TEUR 14 auf TEUR 19.400 geringfügig verringert. Dies entspricht einem Rückgang von 0,1 % im Vorjahresvergleich. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf verminderte Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 124 zurückzuführen. Die Umsatzerlöse gegenüber Dritten konnten um TEUR 110 gesteigert werden.

Die Entwicklung der Umsatzerlöse litt im Berichtsjahr unter der wirtschaftlichen Eintrübung, weswegen insbesondere im Segment E-Commerce ein Rückgang von 6,0% verzeichnet werden musste. Auch im Provisionsbereich mussten Einbußen von 13,3% hingenommen werden, die auch durch die erfreuliche Steigerung des POS-Geschäfts (+212,3%) und des Projektgeschäfts (+40,5%) nicht vollumfänglich aufgefangen werden konnten.

Die aktivierten Eigenleistungen entstanden durch Ausübung des Aktivierungswahlrechts gem. § 248 Abs. 2 HGB und beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 46 (VJ: TEUR 358). Hierbei handelt es sich um selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände in Form neu geschaffener Produktfeatures und Produkte, welche in künftigen Jahren ihren wirtschaftlichen Nutzen in Form von Erlösen monetarisieren werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen insbesondere Versicherungsentschädigungen, verrechnete Sachbezüge, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie der Übernahme von vertraglichen Verpflichtungen durch die Gründergesellschafter im Rahmen des Anteilsverkaufs. Im Berichtszeitraum belaufen sich die genannten Erträge auf insgesamt TEUR 824 (VJ: TEUR 1.206) und haben sich damit um TEUR 382 reduziert.

Der Materialaufwand von TEUR 3.044 (VJ: TEUR 3.098), bestehend aus Aufwendungen für bezogene Waren in Höhe von TEUR 38 (VJ: TEUR 65) sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen von TEUR 3.006 (VJ: TEUR 3.033), hat sich insgesamt um 1,7 % reduziert.

Den größten Kostenblock der Computop stellen die Personalaufwendungen mit TEUR 15.062 (VJ: TEUR 12.466) dar. Der Steigerung von TEUR 2.596 ist vor allem durch die Einstellung von neuen Mitarbeitern zur Kapazitätsausweitung, die Zahlung eines Inflationsausgleichsbonus sowie für Bonuszahlungen und -rückstellungen im Rahmen des Anteilsverkaufs begründet. Der Anteil der Personalkosten am Umsatz stieg damit erneut von 64,2% im Jahr 2022 auf nun 77,6%.

Weiterhin sind im Berichtsjahr Abschreibungen in Höhe von TEUR 851 (VJ: TEUR 837) angefallen. Diese Erhöhung resultiert aus den getätigten Investitionen in Verbindung mit den im Vorjahr aktivierten Eigenleistungen.

Der wesentliche Kostenblock der sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierte sich um TEUR 1.665 auf TEUR 5.451 (VJ: TEUR 7.116). Die Reduzierung erklärt sich im Wesentlichen durch den Wegfall von Einmalaufwendungen aus dem Vorjahr für Rückstellungen für Steuernachzahlungen aus einer Betriebsprüfung und die Anschaffung von Softwarelizenzen.

Im Finanzergebnis erhöhten sich die Zinserträge aufgrund der Anlage der eingezahlten Kapitalerhöhung auf TEUR 156 (VJ: TEUR 8). Auf die Auszahlung eines Beteiligungsergebnisses der Tochtergesellschaften wurde verzichtet (VJ: TEUR 174). Aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus erhöhten sich die Zinsaufwendungen auf TEUR 108 (VJ: TEUR 81).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag weisen im Berichtsjahr einen Ertrag in Höhe von TEUR 1.142 (VJ: TEUR 445) auf, was aus einem Verlustrücktrag im Bereich der Körperschafts- und Gewerbesteuer sowie auf eine Herabsetzung der passiven latenten Steuern zurückzuführen ist.

2.4 Finanzlage

Die liquiden Mittel konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 10.005 von vormals TEUR 486 auf TEUR 10.491 gesteigert werden. Der negative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR -6.446) wurde durch den Cashflow der Investitionstätigkeit (TEUR +915) und der Finanzierungstätigkeit (TEUR +15.535) und hierbei insbesondere durch die Kapitaleinlage von TEUR 15.000 des neuen Anteilseigners überkompensiert.

Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Investitionen TEUR 606 (VJ: TEUR 1.680), die sich in immaterielle Vermögenswerte (TEUR 471) und Sachanlagen (TEUR 135) aufteilen. Die Gesellschaft konzentriert sich hierbei auf die laufende Modernisierung der technischen Infrastruktur sowie die Eigenentwicklung neuer Produkte und Produktfeatures zur Erhaltung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Die Investitionen wurden aus den durch die beschriebene Stärkung der Finanzierungsstruktur verfügbaren Barmittel finanziert. Die anfallenden Verpflichtungen kommender Jahre sind sowohl in der mittelfristigen Budgetplanung als auch in der Liquiditätsplanung antizipiert und durch die Stärkung der Eigenkapitalbasis durch den Einstieg eines strategischen Investors abgesichert.

Die Liquiditätsflüsse der Gesellschaft aus der laufenden Geschäftstätigkeit werden kontinuierlich ermittelt und überwacht. Die Gesellschaft war im Berichtsjahr zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen - auch aufgrund vorhandener und teilweise genutzter Kontokorrentlinie bei einer Hausbank. Liquiditätsengpässe sind nicht aufgetreten.

Durch die Aufnahme eines strategischen Investors zum 30. Juni 2023 konnte durch die vollzogene Kapitalerhöhung durch eine Bareinlage in Höhe von TEUR 15.000 die Ausstattung mit liquiden Mitteln gestärkt werden. Für künftige Investitionen können Liquiditätsengpässe gänzlich ausgeschlossen werden. Die Gesellschaft wird jederzeit ihre Verpflichtungen vollumfänglich erfüllen können.

2.5 Vermögenslage

Das Anlagevermögen stellte zum Bilanzstichtag 16,5% der Bilanzsumme (VJ: 45,6%) dar. Kapitalanlagen bestehen in Höhe von TEUR 327 (VJ: TEUR 1.977) in Form von Unternehmensbeteiligungen, die im abgelaufenen Jahr durch eine Kapitalherabsetzung in Höhe von TEUR 1.650 vermindert wurden.

Das Umlaufvermögen inkl. der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfasste zum Geschäftsjahresende 83,5% (VJ: 54,4%) der Aktiva. Das Working Capital blieb im Berichtsjahr mit TEUR 2.359 (VJ: TEUR 2.270) auf Vorjahresniveau.

Zum 31. Dezember 2023 belief sich das Eigenkapital der Gesellschaft auf TEUR 15.506 (VJ: TEUR 2.264). Der Zuwachs von TEUR 13.242 entfiel auf die Kapitaleinlage eines strategischen Investors in Höhe von TEUR 15.000 und die Gründergesellschafter in Höhe von TEUR 1.207. In Kombination mit dem beschriebenen Jahresfehlbetrag stieg die Eigenkapitalquote auf überaus stabile 77,2% (VJ: 20,2%). Für den Bilanzverlust in Höhe von TEUR 2.965 schlägt die Geschäftsführung der Gesellschafterversammlung vor, diesen auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Rückgang der Rückstellungen auf TEUR 750 (VJ: TEUR 2.360) ist im Wesentlichen im Verbrauch der Rückstellung für Umsatzsteuerrisiken aus einer Betriebsprüfung für die Jahre 2016 - 2020, die im Jahr 2023 abgeschlossen wurde, begründet.

Die Verbindlichkeiten gingen insbesondere durch die Tilgung von langfristigen Darlehen gegenüber Kreditinstituten sowie kurzfristiger Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR 3.583 (VJ: TEUR 6.279) zurück. Hierbei wurden die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf TEUR 1.227 (VJ: TEUR 2.195) und diejenigen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf TEUR 2.356 (VJ: TEUR 4.085) reduziert.

2.6 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der durch die allgemeine Konsumzurückhaltung reduzierten Provisionserträge herausfordernd. Das starke Wachstum im POS- und Projektgeschäft konnte das zurückgegangene Umsatzvolumen im E-Commerce-Bereich nicht in voller Höhe und nicht wie geplant kompensieren, was aufgrund des hohen Fixkostenanteils des Geschäftsmodells direkt auf das unzufriedenstellende Jahresergebnis durchschlägt.

Durch den Einstieg des strategischen Investors Nexi zum 30. Juni 2023 wurden sowohl die Eigenkapitalbasis als auch die Ausstattung mit liquiden Mitteln gestärkt. Dadurch können neue Umsatzpotenziale generiert werden, notwendige Investitionen in die Zukunftsfähigkeit der Produkte und das Unternehmen vorgenommen und die Finanzierungsstruktur nachhaltig aufgestellt werden.

3 Forschung und Entwicklung

3.1 Forschungsbericht

Computop unterstützt universitäre Forschungsinstitute des Handels finanziell über die Mitgliedschaft in Partnerprogrammen, zum Beispiel ibi research (Universität Regensburg), Institut für Handelsforschung IFH (Universität Köln). Eine eigene Grundlagenforschung findet nicht statt.

3.2 Entwicklungsbericht

Die Computop-Kunden aus weltweiten Handelsunternehmen stellen hohe Anforderungen an moderne Software im Zahlungsverkehr. Daher wurden 2023 unter Ausübung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 HGB Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 306 aktiviert. Sie repräsentieren neue Funktionen, die im Rahmen der unternehmenseigenen Zahlungsplattform Computop Paygate erstellt wurden.

Produktentwicklungen bei Computop betrafen 2023 den weiteren Ausbau der Omnichannel- Lösung der Zahlungsplattform Computop Paygate. Für die Zahlungsabwicklung im stationären Handel wurde das Point-of-Sale-Angebot erweitert, der Schwerpunkt lag hierbei auf der Entwicklung smartphone-basierter Kartenakzeptanz durch das Produkt "PhonePOS".

Für den Zahlungsverkehr zwischen Unternehmen wurden die Lösungen für B2B-Marktplätze erweitert. Dazu zählten unter anderem Entwicklungen für Auszahlungen an angeschlossene Händler (Financial Service Payout Solution), für die Abwicklungen von Zahlungen bei gemischten Warenkörben und die aggregierte Ausschüttung von Einzelposten im kontobasierten Zahlungsverkehr (Cash Pooling), um Kosten für Buchungsposten zu optimieren.

Darüber hinaus wurden unseren bestehenden Schnittstellen modernisiert und um eine REST- API erweitert.

4 Chancen- und Risikobericht

4.1 Chancenbericht

In den letzten zwei Jahren haben sich das Verhalten und die Erwartungshaltung der Endkunden deutlich verändert und die technologische Entwicklung in der Einzelhandelsbranche beschleunigt. Digitale und physische Kanäle verschmelzen miteinander, und die Endkunden erwarten ein vernetztes Erlebnis über alle Berührungspunkte hinweg. Händler müssen eine umfassende Omni-Channel-Strategie verfolgen - gestützt auf Daten, Technologie und Geschäftsprozesse, die ein flexibles, agiles Vertriebs- und Erfüllungsnetzwerk unterstützen - um die Erwartungen der Kunden von heute zu erfüllen.

Als weitere wichtige Entwicklungsthemen werden Big Data und Analytics sowie robuste Plattformmöglichkeiten und darin eingebettetes Finanzwesen gesehen. Auch Computop kann diese Entwicklungen am Markt feststellen. B2B- und B2B2C-Kunden entdecken im Rahmen ihrer Digitalisierungszwänge die Möglichkeiten der plattformorientierten Abwicklung digitaler Zahlungen und Buchhaltungsprozesse und suchen daher Payment-Unternehmen, die als Berater und Lösungsanbieter fungieren.

Aber auch die klassischen und bekannten Geschäftsmodelle bieten Wachstums- und Ertragschancen, wenn auch in einem sich verändernden Umfeld. So hat sich die kontaktlose Möglichkeit des Bezahlens weitgehend durchgesetzt und führt dazu, dass die Karte als physisches Zahlungsinstrument durch andere Devices wie Smartphones und Wearables verdrängt wird. Die Bezahlung am Point-of-Sale wandelt sich von zentralen Kassen und Kassensystemen hin zu dezentralen Bezahlmöglichkeiten auf mobilen Endgeräten.

Computop stellt sich auf diese Herausforderungen ein und erweitert die Wertschöpfungskette der Payment Services im Omnichannel um innovative Plattformlösungen und Value-Added- Services. Diese Modelle sollen erstens für kräftiges und skalierbares Wachstum sorgen und zweitens auch die bestehenden Kunden ansprechen und so die Kundenbindung weiter erhöhen. Zudem wird damit die Margenreduktion der klassischen transaktionsbasierten Payment Processing Services kompensiert und ein weiter zukunftsfähiges Portfolio geschaffen.

Zusätzlich ergeben sich für Computop große Vorteile aus der neuen strategischen Partnerschaft und der damit einhergehenden Verstärkung der Vertriebsaktivitäten auf neuen Absatzmärkten. Auch die Konsolidierung von Mitbewerbern verschafft Computop bei verstärkter Nachfrage nach individuellen Lösungen Wettbewerbsvorteile.

Themen wie der Digitale Euro, epi oder auch die Einführung der elektronischen Identität (eID) bieten für Computop neue Möglichkeiten.

4.2 Risikobericht

Das Risikomanagement der Computop hat das Ziel, die relevanten Risiken vollständig zu identifizieren, transparent darzustellen, zu bewerten und zu steuern.

Risk-Owner bewerten und überwachen Risiken proaktiv anhand von Risikokategorien (strategische Risiken/Geschäftsrisiken, Liquiditätsrisiken, Marktrisiken, Adressausfallrisiken).

Die Weiterentwicklung und Steuerung des Risikomanagements liegt in der Verantwortung des Risk-Officers. Im Verlauf des Jahres 2023 wurde der quartalsweise erstellte Risikobericht weiter ausgebaut, sowohl inhaltlich als auch prozessual.

4.2.1 Strategische Risiken/ Geschäftsrisiken

Computop betrachtet als Geschäftsrisiken das Risiko plötzlicher, unerwarteter Einflüsse auf Schlüsselleistungsindikatoren wie Umsatz und Jahresüberschuss, verursacht durch unvorhersehbare Schwankungen im Verhalten der Konsumenten. Dies kann beispielsweise eine Abnahme des Transaktionsvolumens oder unerwartete Kostensteigerungen umfassen.

Um Trends im Zahlungsverkehrsmarkt sowohl qualitativ als auch quantitativ beurteilen und mitgestalten zu können, pflegte Computop einen vertrauensvollen Dialog mit Geschäftspartnern und engagierte sich aktiv in verschiedenen Verbänden und Arbeitsgruppen. Dazu gehörten unter anderem das Digital Finance Forum im Bundesministerium der Finanzen (DFF), die European Association of Payment Service Providers for Merchants (EPSM), der Bundesverband der Zahlungs- und E-Geld-Institute (BVZI) und der Bundesverband der electronic cash Netzbetreiber (BecN). Die gewonnenen Erkenntnisse aus diesen Engagements fließen in die strategischen Geschäftsentscheidungen ein und unterstützen die zukunftsweisende Entwicklung der Firma.

4.2.2 Liquiditätsrisiken

Bedingt durch die weitgehende Abkündigung des Entertainment-Geschäfts im Vorjahr und dem Wegfall der hieraus resultierenden Erträge war die finanzielle Lage des Unternehmens im ersten Halbjahr zeitweise angespannt. Das überzeugende Projektgeschäft trug wesentlich zur Entspannung der Liquiditätslage bei. Darüber hinaus konnte die Kapitalerhöhung durch Bareinlage nach dem erfolgreichen Abschluss eines M&A-Prozesses am 30.06.2023 zusätzliche Mittel in das Unternehmen bringen, um zukünftige Investitionen aus eigener Kraft zu finanzieren.

4.2.3 Marktrisiken

Zinsänderungsrisiken

Zinsänderungsrisiken haben sich im Berichtszeitraum nicht bemerkbar gemacht. Zinsbindungsfristen waren vollständig kongruent mit den Darlehenslaufzeiten.

Währungsrisiken

In vertrieblicher Hinsicht spielten Währungsrisiken für die Computop Paygate GmbH eine unwesentliche Rolle. Kundenforderungen wurden fast ausschließlich in Euro fakturiert. Fremdwährungen stellten hier die Ausnahme dar.

Konsumentenverhalten

Weiter wurde in Anbetracht der sich über die letzten Monate gezeigten makro- und mikro- ökonomischen Entwicklungen wie dem Ukraine-Krieg und der damit verbundenen Energiekrise, der daraus gestiegenen Inflation und dem reduzierten Konsumverhalten in der Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2023 ein sehr volatiles Umfeld prognostiziert, wodurch nach Abwägung aller Wirkkräfte für das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag gerechnet wurde. Wie erwartet konnten nicht alle aufgrund des Verzichts wegfallenden, risikobehafteten Umsätze sofort kompensiert werden.

4.2.4 Adressausfallrisiken

Trotz der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheit und der damit verbundenen verschlechterten Zahlungsmoral, konnte Computop durch eine weitere Optimierung des Forderungsmanagement die ausstehenden Tage gegenüber dem Vorjahr nochmals reduzieren (-14%).

Da das Kerngeschäft von Computop sich weitgehend auf Länder konzentriert, welche eine stabile Marktwirtschaft haben, ist das Risiko des Entfalls kompletter Länderstrukturen als niedrig anzusehen.

4.2.5 Operationelle Risiken/ Rechtsrisiken

Informationssicherheit

Informationssicherheit zielt auf den Schutz vor Risiken und Bedrohungen ab, verhindert wirtschaftliche Verluste und reduziert Risiken. Computop gewährleistet die Einhaltung der drei Hauptziele der Informationssicherheit - Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten - durch eine interne Zertifizierung nach ISO 27001, mittels Maßnahmen in sowohl technischen als auch nicht-technischen Bereichen.

Business Continuity Management

Operationelle Risiken bilden die größte Risikokategorie für das Unternehmen. Als vorbeugende Maßnahme wurden durch eine Business Impact Analyse systematisch alle organisatorischen und geschäftlichen Einheiten durchleuchtet, um kritische Prozesse und Ressourcen zu identifizieren, die regelmäßig auf ihre Wirksamkeit und Effizienz hin überprüft werden.

Zur Gewährleistung der Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur werden alle entscheidenden Systemkomponenten redundant ausgelegt und in verschiedenen Sicherheitszonen betrieben. Die Einrichtung eines Disaster-Recovery-Rechenzentrums, das eine neue Umgebung für den Katastrophenfall bereitstellt, ist in Planung und soll voraussichtlich im Laufe des Jahres 2024 abgeschlossen sein.

Personelle Risiken

Die Dynamik des Arbeitsmarktes hat sich in den vergangenen Jahren, nicht zuletzt aufgrund der Pandemie, deutlich gewandelt. Neue Arbeitszeitmodelle, wie beispielsweise teilweises oder vollständiges Arbeiten im Homeoffice, sind nicht mehr wegzudenken. Gleichzeitig hinterlässt der allgemeine Fachkräftemangel auch bei Computop deutliche Spuren. Es besteht die Gefahr, dass Schlüsselpersonen aufgrund der aktuellen Arbeitsmarktbedingungen eigenständig das Unternehmen verlassen.

Als Reaktion auf diese Entwicklungen wurde 2022 ein neues Vergütungssystem eingeführt, welches bereits 2023 äußerst positive Entwicklung zeigte. Neben attraktiven Gehaltskomponenten ermöglicht das System den Mitarbeitern flexible Arbeitsmodelle, einschließlich der Möglichkeit, zeitweise remote in europäischen Ländern zu arbeiten. Darüber hinaus wird die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der Belegschaft weiterhin intensiv gefördert. Zusätzliche Initiativen sind in Planung, um Computop als Arbeitgeber noch attraktiver zu positionieren.

Compliance Risiko

Computop unterliegt einer Vielzahl von Rechtsnormen und Rechtsprechungen, die zu befolgen sind. Verstöße gegen diese Vorgaben werden konsequent verfolgt, da sie nicht nur finanzielle Risiken für das Unternehmen mit sich bringen, sondern vor allem auch einen schwer zu quantifizierenden Schaden für die Reputation bedeuten. Um diesem Risiko zu begegnen, hat Computop Prozesse implementiert, die darauf abzielen, spezifische Compliance-Risiken zu identifizieren und sicherzustellen, dass alle rechtlich bindenden Vorgaben eingehalten werden sowie rechtmäßiges Verhalten im gesamten Unternehmen gefördert wird.

Datenschutzrisiko

Die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zusammen mit dem deutschen Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) schützen personenbezogene Daten von natürlichen Personen. Um den Vorgaben der geltenden Datenschutzgesetze gerecht zu werden, hat Computop eine Datenschutzbeauftragte ernannt. Diese informiert regelmäßig über Datenschutzthemen durch den Risikobericht und kommuniziert direkt mit der Geschäftsführung.

5 Prognosebericht

Das kommende Geschäftsjahr 2024 steht erneut vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen aufgrund geopolitischer Unsicherheiten. Der Russland-Ukrainekrieg, die der Nahost-Konflikt, wachsenden Spannungen zwischen den USA und China, hohe Energiepreise und die damit verbundene weltweit erhöhte Inflation prägen das wirtschaftliche Umfeld. Der Ausgang der US-Präsidentschaftswahl könnte ebenfalls erhebliche Auswirkungen auf die zukünftige sicherheits- und wirtschaftspolitische Zusammenarbeit zwischen den USA und der Europäischen Union haben.

Trotz dieser Herausforderungen hebt der Internationale Währungsfonds seine Prognose für das weltweite Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2024 auf 3,1% an, verglichen mit 0,9% im Jahr 2023. Dies ist vor allem auf einen verbesserten Ausblick für die USA und China zurückzuführen. Für den Euroraum wird hingegen nur ein leichtes Wachstum von 0,6% erwartet, und die Deutsche Bundesbank prognostiziert für die deutsche Wirtschaft ein Wachstum von lediglich 0,1%. Angesichts dieser Unsicherheiten und Vorhersagen ist es wichtig, dass Unternehmen robuste Strategien entwickeln, um sich den Herausforderungen des globalen wirtschaftlichen Umfelds erfolgreich zu stellen.

Unter den genannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 eine anspruchsvolle, aber auch chancenreiche Zeit. Unser Unternehmen ist gut positioniert, um von unserem stabilen Geschäftsmodell und den Entwicklungen in unserer Branche zu profitieren. Im Zuge der Geschäftsplanung haben wir daher ambitionierte Ziele für unsere finanziellen Leistungsindikatoren festgelegt.

Wir planen einen Anstieg der Umsatzerlöse auf TEUR 22.710 (TEUR +3.346), der durch unsere ausländischen Tochterunternehmen und von zusätzlichen Transaktionsmengen aus den beauftragten Individualentwicklungen im Projektgeschäft unterstützt wird.

Ein wesentlicher Beitrag zu unserem geplanten Umsatzwachstum wird durch die Synergien und die Marktdurchdringung mit unserem strategischen Investor Nexi erwartet. Durch diese Partnerschaft können wir lokale Omnichannel-Services in zahlreichen europäischen Ländern anbieten und unsere Position im Bereich Marktplatzkonzepte sowie der B2B- und B2C- Zahlungsabwicklung für internationale Konzerne stärken.

Computop wird Nexi dabei unterstützen, seine Präsenz im Wachstumsmarkt der DACH-Region, insbesondere in Deutschland und im dynamischen E-Commerce-Sektor, auszubauen. Unsere umfangreichen Marktanteile und unsere einzigartigen Fähigkeiten in der Omnichannel- Zahlungsabwicklung ermöglichen es uns, maßgeschneiderte Lösungen für europäische Händler anzubieten.

Neue Themen wie digitale Signatur, E-ID oder EPI versprechen für die Zukunft neue Potenziale in den Value-Added-Services.

Die Erschließung neuer Geschäftsfelder erfordert zusätzliche hochqualifizierte Fachkräfte, daher planen wir für 2024 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von ca. 3 Mio. EUR, mit einer Rückkehr in die Gewinnzone im Jahr 2025.

Insgesamt sind wir zuversichtlich, dass wir trotz der vorherrschenden wirtschaftlichen Herausforderungen und Unsicherheiten unser Unternehmen erfolgreich weiterentwickeln können.

 

Bamberg, 24. Juli 2024

Ralf Gladis

Stephan Kück

Thomas Egglseder

Bilanz zum 31.12.2023

2023 Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 967.267,14 915.754
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 354.143,99 418.639
3. Geschäfts- oder Firmenwert 444.098,44 518.115
4. geleistete Anzahlungen 127.890,00 0
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.087.524,11 1.279.129
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 327.076,28 1.977.076
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
fertige Erzeugnisse und Waren 127.400,03 50.996
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.731.213,96 3.142.859
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 756.715,81 38.827
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.563.849,35 1.949.228
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 10.490.817,72 486.387
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.117.199,79 421.142
Summe Aktiva 20.095.196,62 11.198.152
2023 Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 27.778,00 25.000
II. Kapitalrücklage 18.971.982,10 2.768.022
III. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 1.050.000,00 1.050.000
IV. Gewinnvortrag -1.578.817,95 433.018
V. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag -2.964.600,85 -2.011.836
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 26.748,44 1.994.428
2. sonstige Rückstellungen 723.287,05 365.228
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.897.322,84 2.568.983
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 741.656,25 476.366
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 514.739,28 486.040
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 110.120,44 1.504.733
5. sonstige Verbindlichkeiten 318.756,60 1.243.357
davon aus Steuern 213.912,99 579.113
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 35.351,41 28.860
davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 0,00 18.131
E. Passive latente Steuern 256.224,42 294.814
Summe Passiva 20.095.196,62 11.198.152

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

2023 2023 Vorjahr
1. Umsatzerlöse 19.400.157,76 19.413.926
2. andere aktivierte Eigenleistungen 45.557,97 357.805
3. sonstige betriebliche Erträge 824.181,00 1.206.031
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 3.778,09 6.790
4. Materialaufwand 3.043.851,12 3.097.986
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 37.781,27 65.296
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.006.069,85 3.032.690
5. Personalaufwand 15.062.192,13 12.465.587
a) Löhne und Gehälter 12.523.675,75 10.544.261
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.538.516,38 1.921.326
davon für Altersversorgung 38.856,41 39.676
6. Abschreibungen 850.896,37 837.295
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.451.072,96 7.116.367
davon für Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 5.017 10.754
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00 173.804
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 173.804
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 10.428
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 10.428
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 155.787,02 8.390
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 0
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 108.386,54 81.076
davon aus verbundenen Unternehmen 27.541,71 23.011
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.141.647,52 -445.052
13. Ergebnis nach Steuern -2.949.067,85 -1.982.875
14. sonstige Steuern 15.533,00 28.961
15. Jahresfehlbetrag -2.964.600,85 -2.011.836

Anhang

Inhaltsverzeichnis

ALLGEMEINE ANGABEN

ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN

ALLGEMEINE ANGABEN ZU INHALT UND GLIEDERUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

ANLAGEVERMÖGEN

VORRÄTE

FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

KASSENBESTAND UND GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN

AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

EIGENKAPITAL

RÜCKSTELLUNGEN

VERBINDLICHKEITEN

LATENTE STEUERN

ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

UMSATZERLÖSE

AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

AUFWENDUNGEN FÜR BEZOGENE LEISTUNGEN

LÖHNE UND GEHÄLTER

ABSCHREIBUNGEN

ZINSERGEBNIS

LATENTE STEUERERTRÄGE

SONSTIGE PFLICHTANGABEN

BETEILIGUNGSÜBERSICHT

KREDITVERHÄLTNISSE GEGENÜBER DEN ORGANMITGLIEDERN

MITARBEITERZAHL

HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

BILANZUNWIRKSAME GESCHÄFTE

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

GESCHÄFTSFÜHRUNG

AUSSCHÜTTUNGSSPERRE

ERGEBNISVERWENDUNG

ANLAGE: ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS (ANLAGENSPIEGEL)

ANLAGE: ENTWICKLUNG DER VERBINDLICHKEITEN (VERBINDLICHKEITENSPIEGEL)

ANLAGE: SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Allgemeine Angaben

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Computop Paygate GmbH hat ihren Sitz in Bamberg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bamberg unter HRB 7006 eingetragen.

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2).

Die Bilanz ist gemäß § 266 ff. HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren ohne Berücksichtigung der Ergebnisverwendung aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen entsprechend ihrer betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauer vermindert (lineare Methode). Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Herstellungskosten aktiviert, die aus den direkt zuordenbaren Einzelkosten und angemessenen Gemeinkostenzuschlagssätzen ermittelt wurden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 3 HGB einbezogen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird linear und planmäßig über 10 Jahre abgeschrieben. Die betriebliche Nutzungsdauer orientiert sich an dem voraussichtlichen Lebenszyklus der eigenerstellten Software. Diese wurde im Rahmen der im Jahr 2020 durchgeführten Verschmelzung als fiktiver Anschaffungsvorgang gewertet.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige Abschreibung, angesetzt. Die Abschreibung wird linear auf die betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer verteilt. Geringwertige Anlagegüter werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften als Sammelposten aktiviert und abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Eine planmäßige Abschreibung erfolgt nicht. Im Falle einer dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt nach dem LIFO (Last-in-first-out) Verfahren (Vorjahr: Durchschnittsverfahren) der Anschaffungskosten je Artikel unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert, unter Berücksichtigung angemessener Pauschalwertberichtigungen, aktiviert. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben ausgewiesen, die Aufwand für das Folgejahr darstellen und periodengerecht abgegrenzt wurden.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden gemäß handelsrechtlichen Bestimmungen nach § 253 Abs. 1 Satz 3 und 4 HGB aufgrund der vollständig leistungskongruenten versicherungsgedeckten Zusage zum beizulegenden Zeitwert der dem Deckungsvermögen zugrundeliegenden Wertpapiere bewertet. Der beizulegende Zeitwert bestimmt sich nach § 255 Abs. 4 HGB. Der Aktivwert des Pensionsgutachtens stimmt somit mit dem beizulegenden Zeitwert im Sinne des § 255 Abs. 4 Satz 4 HGB überein. Vermögensgegenstände, die gem. § 246 Abs. 2 HGB dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, sind analog dem Wortlaut mit diesen Schulden verrechnet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche, nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung, erkennbare Risiken.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die passiven latenten Steuern ergeben sich aus der Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Zum Bilanzstichtag werden diese mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Zinsen wurden im Rahmen der Ermittlung der Herstellungskosten nicht einbezogen, demzufolge entfällt eine Angabe nach § 284 Abs. 3 Satz 4.

In den immateriellen Vermögensgegenständen sind sowohl selbstgeschaffenen als auch angeschaffte Vermögensgegenstände, ein Geschäfts- oder Firmenwert sowie geleistete Anzahlungen enthalten. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände unterteilen sich in Vermögensgegenstände in Entwicklung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 88) und selbsterstellte Software in Höhe von TEUR 967 (Vorjahr: TEUR 828). Die im Vorjahr als "in Entwicklung" ausgewiesenen Vermögensgegenstände zur Erweiterung der Boarding- Funktionalitäten wurden fertiggestellt und aktiviert. Die Boarding-Funktionalitäten sind überwiegend durch externe Dienstleister erbracht und durch Eigenleistungen ergänzt bzw. vervollständigt worden. Von dem Wahlrecht gem. § 248 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. Es sind nach § 285 Satz 1 Nr. 22 HGB-Entwicklungskosten des Geschäftsjahres in Höhe von insgesamt TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 358) aktiviert, welche überwiegend im Rahmen der Erweiterung der unternehmenseigenen Software "Paygate" angefallen sind und demzufolge den selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen zuzuordnen sind. Forschungskosten sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht angefallen. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus einem im Geschäftsjahr 2020 durchgeführten Verschmelzungsvorgang und wird linear über die bereits dargestellte Nutzungsdauer abgeschrieben. Außerdem enthalten die immateriellen Vermögensgegenstände geleistete Anzahlungen in Höhe von TEUR 128 (Vorjahr: TEUR 0) für Erweiterungen an der unternehmenseigenen Software "Paygate".

Sachanlagen valutieren zu Buchwerten in Höhe von TEUR 1.088 (Vorjahr: TEUR 1.279). Diese resultieren aus dem Vorjahreswert von TEUR 1.279 zuzüglich der Zugänge des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 135 (Vorjahr: TEUR 510) und Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 326 (Vorjahr: TEUR 331).

In den Finanzanlagen sind Anteile an verbundenen Unternehmen enthalten. Bei den Anteilen handelt es sich um vier 100 %-ige Tochterunternehmen der Computop Paygate GmbH in Höhe von TEUR 327 (Vorjahr: TEUR 1.977). Der Abgang in Höhe von TEUR 1.650 resultiert aus der Herabsetzung der Kapitalrücklage der Tochtergesellschaft CTF GmbH und der Rückführung des Kapitals an die Muttergesellschaft. Gründe für eine dauerhafte oder vorrübergehende Wertminderung lagen nicht vor, demzufolge sind die o. g. Positionen mit den Anschaffungskosten gem. § 253 HGB angesetzt. Ausleihungen an Gesellschafter gem. § 42 Abs. 3 GmbHG bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Vorräte

Die Vorräte in Höhe von TEUR 127 (Vorjahr: TEUR 51) betreffen die Lagerbestände an POS- Terminals.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen insgesamt TEUR 5.052 (Vorjahr: TEUR 5.131).

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 757 (Vorjahr: TEUR 39) resultieren mit TEUR 386 (Vorjahr: TEUR 39) aus Leistungsverrechnungen und TEUR 363 (Vorjahr: TEUR 0) aus verauslagten Zahlungen und TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 0) aus der Abrechnung von Zinsen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Vorauszahlungen für Umsatzsteuer und Forderungen aus Körperschafts-, und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 1.511 (Vorjahr: TEUR 1.369) enthalten. Des Weiteren bestehen Forderungen gegenüber Kreditoren in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 286). Von diesen Forderungen bestehen TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 284) gegenüber verbundenen Unternehmen, welche aus Leistungsverrechnungen resultieren. Die Forderungen gegenüber Gesellschafter (§ 42 Abs. 3 GmbHG), welche aus der Gewährung von Darlehen an die Gesellschafter resultierten, wurde im Jahr 2023 in voller Höhe zurückgeführt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 260).

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Das Guthaben bei Kreditinstituten inklusive des Kassenbestandes beträgt TEUR 10.491 (Vorjahr: TEUR 486).

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 1.117 (Vorjahr: TEUR 421) betrifft vorweggenommene Aufwände späterer Wirtschaftsjahre und beinhaltet hauptsächlich im Voraus bezahlte Lizenzgebühren und weitere Sachaufwendungen wie Wartungsverträge und ähnliche Posten.

Eigenkapital

Das Eigenkapital hat sich zum Bilanzstichtag von vorjährig TEUR 2.264 auf TEUR 15.506 erhöht. Das Stammkapital wurde im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3 erhöht und valutiert zum Bilanzstichtag auf TEUR 28. Der Kapitalrücklage wurde ein Betrag von TEUR 16.203 zugeführt. Unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrages des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 2.965 (Vorjahr: TEUR -2.012) ergibt sich eine Erhöhung des Eigenkapitals von TEUR 13.242.

Rückstellungen

Aus Pensionszusagen bestehen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 199 (Vorjahr: TEUR 176).

Bei der handelsbilanziellen Bewertung ist der Wert der Pensionsverpflichtung aufgrund der vollständigen Kongruenz zwischen zugesagten und versicherten Leistungen mit der Summe der Aktivwerte anzusetzen (Bewertungseinheit gemäß § 254 i. V. m. § 253 Abs. 1 HGB). Der Aktivwert stimmt mit dem beizulegenden Zeitwert im Sinne des § 255 Abs. 4 Satz 4 HGB überein und beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 199. Die genannten Verträge sind Treugut des Swiss Life PensionTrust e.V. und sind somit im Sinne von § 246 Abs. 2 HGB mit dem Wert der Versorgungsverpflichtung zu verrechnen. Die Anschaffungskosten gem. § 285 Nr. 25 HGB betragen für die mit den Pensionsverpflichtungen verrechneten Vermögensgegenstände TEUR 210.

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 1.994) ergeben sich aus einer freiwilligen Umsatzsteuerkorrektur. Die im Vorjahr bestehenden Rückstellungen für Umsatzsteuerkorrektur aus der Betriebsprüfung (TEUR 1.585), für Körperschaftssteuer (TEUR 197) und Gewerbesteuer (TEUR 185) wurden im Geschäftsjahr vollständig verbraucht.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 723 (Vorjahr: TEUR 365) beinhalten TEUR 541 Personalkosten (Vorjahr: TEUR 186) sowie TEUR 182 für Aufwendungen für Archivierung, Jahresabschlusserstellung, Prüfung sowie für ausstehende ungewisse Rechnungen (Vorjahr: TEUR 179).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind der Anlage 2 sowie der Bilanz zu entnehmen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.897 (Vorjahr: TEUR 2.569) sind durch Forderungszessionen und Bürgschaften der Gesellschafter abgesichert.

Weiterhin bestanden zum Bilanzstichtag Anzahlungen von Kunden in Höhe von TEUR 742 (Vorjahr: TEUR 476). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen valutieren bei TEUR 515 (Vorjahr: TEUR 486). Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 1.505). Hierunter handelt es sich um konzerninterne Leistungsverrechnungen, welche auch dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zugeordnet werden könnten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 319 (Vorjahr: TEUR 1.243) setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lohn- & Kirchensteuer in Höhe von TEUR 214 (Vorjahr: TEUR 240), Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 339), sowie kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 64 (Vorjahr: TEUR 63) zusammen. Das Darlehen der Payment Consultants GmbH, welches durch Gewährung eines Garantieversprechens gem. §311 BGB besichert war, wurde im Geschäftsjahr 2023 vollständig getilgt (Vorjahr: TEUR 549). Alle anderen Verbindlichkeiten sind seitens der Gesellschaft unbesichert.

Latente Steuern

Es wurden passive latente Steuern in Höhe von insgesamt TEUR 256 (Vorjahr: TEUR 295) erfasst, die sich aus abweichenden Wertansätzen in der Handelsbilanz und der Steuerbilanz ergeben, wovon TEUR 82 eine permanente Differenz darstellen. Die Bewertung wurde auf Basis eines Steuersatzes von 29,48 % durchgeführt.

31.12.2023 HB 31.12.2023 StB BMG
TEUR TEUR TEUR
Aktiva
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 967 0 967
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 152 15 137
Geschäfts- oder Firmenwert 363 * 443 -80
Rückdeckungsvermögen Altersvorsorgeverpflichtungen 0 199 -199
Passiva
Pensionsrückstellungen mit Rückdeckungsversicherung 0 99 99
Rückstellung Aufbewahrung 34 33 -1
Rückstellung Urlaubstage 122 98 -24
Rückstellung Drohverluste 28 0 -28
Bemessungsgrundlage (BMG) 871

* Nur Beträge mit Bewertungsunterschieden

Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Von dem Wahlrecht des § 288 Abs. 2 Satz 1 HGB hat die Gesellschaft Gebrauch gemacht.

Aktivierte Eigenleistungen

Die aktivierten Eigenleistungen in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 358) bestehen vollständig aus aktivierten Entwicklungskosten für selbsterstellte immaterielle Vermögensgenstände.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen (TEUR 824 Vorjahr: TEUR 1.206) sind im Wesentlichen Erträge im Zusammenhang mit verrechneten Sachbezügen in Höhe von TEUR 470 (Vorjahr: TEUR 423) sowie vertraglich vereinbarte Kostenerstattungen durch Gesellschafter in Höhe von TEUR 305 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten zudem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 13; Vorjahr: TEUR 105) und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 7).

Aufwendungen für bezogene Leistungen

Die wesentliche Position innerhalb des Materialaufwands (TEUR 3.044; Vorjahr: TEUR 3.098) stellen mit TEUR 3.006 (Vorjahr: TEUR 3.023) die Aufwendungen für bezogene Leistungen dar. Diese beinhalten unter anderem Aufwendungen für Lizenzen (TEUR 773; Vorjahr: TEUR 151), für bezogene IT-Dienstleistungen und IT-Services (TEUR 586; Vorjahr: TEUR 658), für Mietleasing (TEUR 582; Vorjahr: TEUR 781), für das Rechenzentrum (TEUR 421; Vorjahr: TEUR 419) sowie Provisionen (TEUR 159; Vorjahr: TEUR 163).

Löhne und Gehälter

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Gehälter in Höhe von TEUR 9.586 (Vorjahr: TEUR 8.697), vertraglich vereinbarte Boni in Höhe von TEUR 1.072 (Vorjahr: TEUR 138) sowie Weihnachts- und Urlaubsgeld in Höhe von TEUR 1.192 (Vorjahr: TEUR 1.027) an die Mitarbeiter gewährt.

Abschreibungen

Bei Abschreibungen in Höhe von TEUR 851 (Vorjahr: TEUR 837) handelt es sich um planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 525 (Vorjahr: TEUR 507) sowie um planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 326 (Vorjahr: 330 TEUR).

Zinsergebnis

Den Zinserträgen in Höhe von TEUR 155 (Vorjahr: TEUR 8) stehen Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 81) gegenüber. Die Gesellschaft erzielt im Geschäftsjahr einen Zinsertrag in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr: Zinsverlust TEUR 73).

Latente Steuererträge

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag (TEUR -1.142; Vorjahr: TEUR -445) sind latente Steuererstattungen in Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 127) enthalten.

Sonstige Pflichtangaben

Beteiligungsübersicht

Die Gesellschaft ist an nachfolgenden Unternehmen beteiligt. Zudem sind die nach § 285 Nr. 11 HGB geforderten Angaben basierend auf den letzten vorliegenden Jahresabschlüssen der Gesellschaften enthalten.

Name Sitz Anteilshöhe am Kapital Jahresabschluss letztes GJ Eigenkapital des letzten GJ Ergebnis des letzten GJ
Computop Finance GmbH i.L. Bamberg, Germany 100 % 2023 77.166 EUR 23.569 EUR
Computop, Inc. New York, USA 100 % 2022 97.771 USD 222.220 USD
Computop Ltd. London, UK 100 % 2022 410.344 GBP 191.521 GBP
Computop Shanghai Co., Ltd. Shanghai, China 100 % 2022 335.686 CNY -83.450 CNY

Wechselkurse zum 31.12.2023: 1 USD = 0,9050 EUR; 1 GBP = 1,1507 EUR; 1 CNY = 0,1274 EUR.

(https://www.ecb.europa.eu/stats/policy_and_exchange rates/euro reference_exchange rates/ html/index.en.html)

Kreditverhältnisse gegenüber den Organmitgliedern

Zwischen der Gesellschaft und einem Gesellschafter bestand ein Kreditverhältnis (Nominalbetrag TEUR 200, Zinssatz nominal Referenzdarlehen EURIBOR 1,65 % zzgl. 1,00 % Aufschlag) aus dem Jahr 2013 mit ursprünglicher 10-jähriger Laufzeit. Für dieses Darlehen wurde im Geschäftsjahr eine Rückzahlung von 258 TEUR geleistet sowie die bis dahin aufgelaufenen Zinsen in Höhe von TEUR 7 bezahlt. Das Darlehen ist in voller Höhe ausgeglichen.

Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten betrug im Geschäftsjahr 2023 167 Personen (Vorjahr: 162).

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 158 Angestellte, 3 Geschäftsführer und 6 Auszubildende für die Gesellschaft tätig.

Honorar des Abschlussprüfers

Für Prüfungs- und Beratungsleistungen im Geschäftsjahr 2023 wurden an den Abschlussprüfer Honorare in Höhe von TEUR 72 als Aufwand erfasst. Davon entfielen auf die Abschlussprüfung TEUR 52, auf Steuerberatungsleistungen TEUR 9 und auf sonstige Leistungen (Rechts- und Transaktionsberatung) TEUR 11.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Bilanzunwirksame Geschäfte

Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen zur Deckung der vollständigen leistungskongruenten Rückdeckungsversicherung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 18 an. Diese Vermögenswerte und Pensionsverpflichtungen finden aufgrund der in den §§ 253 Abs. 1, 254, 255 Abs. 4 Satz 4 und 246 Abs. 2 HGB definierten Regularien keinen Eingang in die Bilanz. Die Rückdeckungsversicherung dient der Auslagerung der Risiken aus den Vorsorgeverpflichtungen.

Weiterhin sind im abgelaufenen Geschäftsjahr Leasingverpflichtungen im Rahmen von Operating Leasing Verträgen, wie in der Anlage 3 "Sonstige finanzielle Verpflichtungen" dargestellt, nicht in die Bilanz eingeflossen. Die Inanspruchnahme des Finanzierungsinstruments Operating Leasing dient der Verbesserung der Liquiditätssituation sowie der Verbesserung der Bilanzkennzahlen.

Neben den vorgenannten Fällen sind keine weiteren bilanzunwirksamen Geschäfte zu verzeichnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen verschiedene Miet- und Leasingverträge. Die Fälligkeiten sowie die zukünftigen Verpflichtungen samt Art und Zweck können aus der Anlage "Sonstige finanzielle Verpflichtungen" entnommen werden.

Vorteile der genannten finanziellen Verpflichtungen in Form der Finanzierung per Leasing stellen die Verkürzung der Bilanzsumme, Erhöhung entsprechender Kennzahlen sowie Verbesserung der Liquidität dar. Die damit verbundenen Risiken betreffen überwiegend Liquiditätsrisiken, falls aufgrund sich verschlechternder Liquiditätslage den Verpflichtungen nicht fristgerecht nachgekommen werden kann und die Leasingobjekte seitens des Leasinggebers beansprucht werden. Gleiches gilt für die Verpflichtungen aus Mietverträgen.

Ferner bestehen aus betrieblichen Altersversorgungszusagen über Unterstützungskassen mittelbare Pensionsverpflichtungen, die durch den Abschluss von entsprechenden Altersvorsorgeversicherungen vollständig kongruent rückgedeckt und vor Zugriff Dritter geschützt sind.

Geschäftsführung

Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft sind

Herr Frank Arnoldt, Geschäftsführer, Bamberg (bis 27.06.2023),

Herr Ralf Gladis, Geschäftsführer, Bamberg,

Herr Stephan Kück, Bankkaufmann, Bamberg,

Herr Thomas Egglseder, Betriebswirt (VWA), Reckendorf.

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

In den Aufwendungen sind Geschäftsführerbezüge in Höhe von TEUR 1.580 (Vorjahr: TEUR 1.052) erfasst.

Ausschüttungssperre

Gemäß § 268 Nr. 8 HGB bestehen Ausschüttungssperren in Höhe von TEUR 848 (Vorjahr: TEUR 864). Die Einzelbeträge gliedern sich wie nachfolgend dargestellt auf:

§ 268 Abs. 8 Satz 1 / Aktivierte selbsterst. immaterielle VG abzgl. Passiver lat. Steuer

Summe BW selbsterst. immaterielle VG 1.105 TEUR
(-) passiver lat. Steuern 29,48 % -326 TEUR
(=) Differenzbetrag 779 TEUR

§ 268 Abs. 8 Satz 3 / Aktive latente Steuern

Aktivwert Rückdeckungsvermögen 199 TEUR
(+) Pensionsrückstellung -99 TEUR
(+) Firmenwert 80 TEUR
(+) Rückstellung Urlaub 24 TEUR
(+) Rückstellung Aufbewahrung 1 TEUR
(+) Rückstellung Drohverluste 28 TEUR
aktivischer Überhang StB 233 TEUR
(=) aktive latente Steuer 29,48 % 69 TEUR

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzverlust resultierend bestehend aus Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -2.965 (Vorjahr: TEUR -2.012) zzgl. eines Verlustvortrags TEUR 1.579 (Vorjahr: Gewinnvortrag TEUR 433) auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachfolgend noch einmal tabellarisch zusammengefasst:

Jahresfehlbetrag zum 31.12.2023 -2.965 TEUR
(+) Verlustvortrag -1.579 TEUR
(+)
(=) Bilanzverlust -4.544 TEUR
(-) Ausschüttung an Gesellschafter 0 TEUR
(=) Vortrag auf neue Rechnung -4.544 TEUR

 

Bamberg, 24. Juli 2024

Ralf Gladis

Stephan Kück

Thomas Egglseder

Anlage: Entwicklung des Anlagevermögens

(Anlagenspiegel)

AHK 01 GJ Zugang Umbuchung Abgang AHK 12 GJ
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.235.832,91 301.641,72 0,00 0,00 1.537.474,63
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.165.861,05 169.742,24 0,00 -71.608,00 1.263.995,29
3. Geschäfts- oder Firmenwert 740.164,12 0,00 0,00 0,00 740.164,12
4. geleistete Anzahlungen 0,00 127.890,00 0,00 0,00 127.890,00
Summe I. 3.141.858,08 599.273,96 0,00 -71.608,00 3.669.524,04
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.387.043,40 135.333,38 0,00 -17.562,97 2.504.813,81
Summe II. 2.387.043,40 135.333,38 0,00 -17.562,97 2.504.813,81
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.977.076,28 0,00 0,00 -1.650.000,00 327.076,28
Summe III. 1.977.076,28 0,00 0,00 -1.650.000,00 327.076,28
Summe I. bis III. 7.505.977,76 734.607,34 0,00 -1.739.170,97 6.501.414,13
Abschreibung 01 GJ Zugang Umbuchung Abgang Abschreibung 12 GJ
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 320.078,53 250.128,96 0,00 0,00 570.207,49
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche 2. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 747.222,49 200.545,81 0,00 -37.917,00 909.851,30
3. Geschäfts- oder Firmenwert 222.049,26 74.016,42 0,00 0,00 296.065,68
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe I. 1.289.350,28 524.691,19 0,00 -37.917,00 1.776.124,47
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.107.914,10 326.205,18 0,00 -16.829,58 1.417.289,70
Summe II. 1.107.914,10 326.205,18 0,00 -16.829,58 1.417.289,70
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe III. 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe I. bis III. 2.397.264,38 850.896,37 0,00 -54.746,58 3.193.414,17
Buchwert 12 GJ Buchwert 01 GJ
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 967.267,14 915.754,38
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 354.143,99 418.638,56
3. Geschäfts- oder Firmenwert 444.098,44 518.114,86
4. geleistete Anzahlungen 127.890,00 0,00
Summe I. 1.893.399,57 1.852.507,80
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.087.524,11 1.279.129,30
Summe II. 1.087.524,11 1.279.129,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 327.076,28 1.977.076,28
Summe III. 327.076,28 1.977.076,28
Summe I. bis III. 3.307.999,96 5.108.713,38

Anlage: Entwicklung der Verbindlichkeiten

(Verbindlichkeitenspiegel)

31.12.2023 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1-5 Jahre Restlaufzeit mehr als 5 Jahre 31.12.2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.897.322,84 671.659,68 1.225.663,16 0,00 2.568.982,52
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 741.656,25 741.656,25 0,00 0,00 476.366,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 514.739,28 513.900,34 838,94 0,00 486.039,71
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 110.120,44 110.120,44 0,00 0,00 1.504.733,14
Sonstige Verbindlichkeiten 318.756,60 318.756,60 0,00 0,00 1.243.356,78
3.582.595,41 2.356.093,31 1.226.502,10 0,00 6.279.478,15

Anlage: Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Innerhalb 1 Jahr 1 - 5 Jahre mehr als 5 Jahre Vertragsende
Bamberg -Schwarzenbergstraße 59.735,90 108.778,12 0,00 2027
Bamberg -Hartmannstraße 96.255,00 134.330,00 0,00 2026
München 65.066,76 8.306,68 0,00 2025
Frankfurt 20.569,67 5.142,42 0,00 2025
Berlin 14.473,14 0,00 0,00 2024
Hamburg 49.146,60 28.668,85 0,00 2025
Bamberg - Pfarrfeldstraße 6.560,00 0,00 0,00 2024
Bamberg -Schellenbergerstr. 5.887,89 0,00 0,00 2024
Mietaufwendungen Büroräume 317.694,96 285.226,06 0,00
Leasing Fuhrpark 441.177,96 461.534,28 0,00 max. 2027
Leasing BGA 617.258,11 584.782,37 0,00 max. 2027
1.376.131,03 1.331.542,71 0,00

Die außerbilanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf insgesamt TEUR 2.708.

7.1.5 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Computop Paygate GmbH, Bamberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Computop Paygate GmbH, Bamberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Computop Paygate GmbH, Bamberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.

Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 31. Juli 2024

Rödl & Partner GmbH & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg

Prof. Dr. Keller, Wirtschaftsprüfer

Steinle, Wirtschaftsprüfer

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