Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 157932
Eingetragen
17.4.2014
Branche
Betrieb von Einrichtungen für kunstschaffende Tätigkeiten und darstellende Künste a. n. g.Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für kunstschaffende Tätigkeiten und darstellende Künste a. n. g.Beteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Produktion von zeitgenössischen Kunstwerken sowie der Entwurf, die Planung die Organisation und Durchfuhrung von Kunstprojekten; An- und Verkauf sowie Vermittlung von Kunstgegenständen sowie die Vermietung und Verpachtung von unbeweglichen Vermögen. Der Gesellschaft sind alle rnit diesem Gegenstand in Zusammenhang stehenden und ihm dienlichen Geschäfte einschließlich der Beteiligung an anderen Gesellschaften und Unternehmungen gestattet.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Adrian Ghenie
seit 17.4.2014
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ghenie Studios GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

2022 2021
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.939,00 4.492,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 29.000,00
31.939,00 33.492,00
II. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 70.000,00
0,00 70.000,00
31.939,00 103.492,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 51.000,00 21.734,10
51.000,00 21.734,10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.061.498,08 1.446.295,59
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.694.651,28 1.703.315,53
3. Forderungen gegen Gesellschafter 8.928.195,54 11.591.079,42
4. Sonstige Vermögensgegenstände 4.054.016,61 4.650.757,17
19.738.361,51 19.391.447,71
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.210.796,43 4.844.243,93
28.000.157,94 24.257.425,74
C. AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 318,28 441,30
28.032.415,22 24.361.359,04

PASSIVA

2022 2021
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 10.072.389,65 19.345.875,89
III. Jahresüberschuss 11.109.944,42 4.726.513,76
21.207.334,07 24.097.389,65
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 2.034.558,08 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 312.195,08 204.140,00
2.346.753,16 204.140,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.763,70 2.838,07
2. Sonstige Verbindlichkeiten 4.467.564,29 56.991,32
davon aus Steuern EUR 3.607.790,92 (Vorjahr: EUR 13.643,27)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 554,39)
4.478.327,99 59.829,39
28.032.415,22 24.361.359,04

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 17.474.397,40 12.681.831,39
2. Sonstige betriebliche Erträge 17.185,00 77.372,38
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -2.008,66 -77.247,31
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -71.183,32 -16.854,29
-73.191,98 -94.101,60
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -576.816,99 -583.479,11
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -58.707,60 -60.869,11
-635.524,59 -644.348,22
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -8.158,32 -16.396,36
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.241.656,31 -5.615.984,87
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 523.561,78 380.697,04
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -70,82 0,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.946.442,56 -2.042.556,00
10. Ergebnis nach Steuern 11.110.099,60 4.726.513,76
11. Sonstige Steuern -155,18 0,00
12. Jahresüberschuss 11.109.944,42 4.726.513,76

Anhang 2022

1. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der Ghenie Studios GmbH, Berlin wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Nummer HRB 157932 in das Handelsregister eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung 2022 ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten am Bilanzstichtag aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen, die in der Zukunft Aufwand darstellen ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Zum Bilanzstichtag findet eine Bewertung der Forderungen mit dem niedrigeren bzw. der Verbindlichkeiten mit dem höheren Stichtagskurs nach dem Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) bzw. Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) statt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

3.2. Angaben zum Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hielt 100% der Anteil an der Ghenie Studios Italia SRL,Bruneck,zum 31.12.2021. Die Gesellschaft wurde zum 20.12.2022 liquidiert.

3.3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Tantiemen in Höhe von TEUR 240 und Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 68.

3.4. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

3.5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen aus Mietverträgen, welche überwiegend eine Laufzeit von einem Jahr haben und sich auf ca. TEUR 350 jährlich beziffern lassen.

4. Sonstige Angaben

4.1. Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer ist Adrian Ghenie bestellt:

Dem Geschäftsführer wurden zum 31.12.2022 kurzfristige Darlehen in Höhe von TEUR 8.715 mit einer durchschnittlichen Verzinsung von 2,7% gewährt. Im Geschäftsjahr 2022 wurden Zinsen von insgesamt TEUR 338 erfasst.

4.2. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigt im Geschäftsjahr durchschnittlich 5 Mitarbeiter.

4.3. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bekannt geworden.

4.4. Gewinnverwendung/Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, 18.04.2024

Adrian Ghenie

Entwicklung des Anlagevermögens 2022

Anschaffungskosten
01.01.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.517,39 35.605,32 0,00 0,00 97.122,71
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.000,00 0,00 0,00 29.000,00 0,00
90.517,39 35.605,32 0,00 29.000,00 97.122,71
II. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 70.000,00 35.000,00 0,00 105.000,00 0,00
70.000,00 35.000,00 0,00 105.000,00 0,00
160.517,39 70.605,32 0,00 134.000,00 97.122,71
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 57.025,39 8.158,32 0,00 65.183,71
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
57.025,39 8.158,32 0,00 65.183,71
II. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
57.025,39 8.158,32 0,00 65.183,71
Nettobuchwerte
31.12.2022 01.01.2021
EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.939,00 4.492,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 29.000,00
31.939,00 33.492,00
II. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 70.000,00
0,00 70.000,00
31.939,00 103.492,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ghenie Studios GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ghenie Studios GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem, den Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie die bedeutsamen Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 19. Mai 2024

HPTP GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hinkel, Wirtschaftsprüfer

Witt-Ladwig, Wirtschaftsprüferin

Lagebericht 2022

1. Grundlagen der Gesellschaft

Zweck der Gesellschaft ist die Schaffung von Kunstwerken durch den Künstler Adrian Ghenie.

Zu den weiteren Geschäftsfeldern gehören die Durchführung von Kunstprojekten wie Ausstellungen und die Produktion von ausstellungsbegleitenden Kunstbüchern. Darüber hinaus verleihen die Ghenie Studios vom Künstler geschaffene Kunstwerke aus ihrem Bestand für Ausstellungen in Museen und an andere Leihnehmer.

Die Ghenie Studios GmbH hielt eine 100%-Beteiligung an der Ghenie Studios Italia Srl. Diese Gesellschaft war im Besitz einer Immobilie in Venedig, die Mitte Dezember 2022 verkauft wurde. Nach dem Verkauf der Liegenschaft wurde die Gesellschaft Ende Dezember 2022 liquidiert.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der weltweite Kunstmarkt blieb im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr stabil. Es ist davon auszugehen, dass wie im Vorjahr viel Geld von wichtigen Sammlern und Sammlungen zu Anlagezwecken in den Kunstmarkt investiert wurde, um der steigenden Inflation zu begegnen.

Die zunehmenden politischen Instabilitäten dürften im Jahr 2022 noch keine großen Auswirkungen auf den weltweiten Kunstmarkt gehabt haben. Im Folgejahr 2023 sank dann allerdings der weltweit erzielte Umsatz auf dem Kunstmarkt um ungefähr 5%, die umgesetzten Werte liegen aber immer noch über dem Niveau des Jahres 2019 vor der Pandemie.

Geschäftsverlauf

Im Jahr 2022 fanden zwei Verkaufsausstellungen bei Galerien, die den Künstler vertreten, statt. Darüber hinaus wurden einzelne Werke von den Galerien auf Kunstmessen verkauft.

Die Preise vergleichbarer Werke blieb gegenüber dem Vorjahr stabil. Alle für den Verkauf vorgesehenen Werke wurden von den Galerien erfolgreich veräußert.

Ein Werk des Künstlers wurde an eine Benefiz-Auktion eingeliefert und erfolgreich versteigert zugunsten UNO-Flüchtlingshilfe e. V. und Deutsches Rotes Kreuz e.V.

Die Zahl der Beschäftigten änderte sich im Jahr 2022, sie sank um eine Person. Einem Mitarbeiter wurde eine Gratifikation gewährt.

Wie im Vorjahr hatte die Corona-Pandemie auch im Jahr 2022 keine Auswirkungen auf die Ghenie Studios und ihre Geschäftstätigkeit. Die Ghenie Studios GmbH beantragte wiederum keine Corona-Beihilfen.

Ertragslage

Der Umsatz belief sich auf insgesamt EUR 17,9 Mio. und ist damit von EUR 12,7 Mio. im Vorjahr um EUR 5,2 Mio. gestiegen.

Die Steigerung ergibt sich aus mehr Verkaufsausstellungen, zwei statt einer wie im Vorjahr. Es ist zu bemerken, dass die Verkaufsausstellungen in den Galerien, die den großen Teil des Umsatzes darstellen, nicht dem Kalenderjahr-Rhythmus folgen.

Im Geschäftsjahr 2022 erfolgten im Vergleich zum Vorjahr deutlich weniger Verkäufe direkt an Endkunden mit einer Vermittlungsprovision an die vermittelnden Galerien. Diese Vermittlungsprovisionen sind im sonstigen betrieblichen Aufwand enthalten, und betragen im Jahr 2022 EUR 50.000 für einen einzigen solchen Verkauf mit Vermittlungsprovision.

Das Jahresergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr von EUR 4,7 Mio. auf EUR 18,7 Mio. gestiegen.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 24.361 auf TEUR 28.032 erhöht. Die wesentlichen Posten in der Bilanz sind das Eigenkapital sowie die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände. Die Eigenkapitalquote beträgt 75,7% (Vorjahr: 98,9%). Dem höhereren Jahresüberschuss diesen Jahres stehen höhere Steuerrückstellungen sowie einer Verbindlichkeit aus Steuern gegenüber.

Der operative Cash-Flow von TEUR 11.625 wurde in Höhe von TEUR 10.308 für Ausschüttungen verwendet sowie für die Tilgung von Darlehen. Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Die Gesellschaft war und ist jederzeit in der Lage den Finanzbedarf aus operativem Cash-Flow zu decken.

3. Chancen- und Risikobericht

Die Nachfrage nach Werken des Künstlers im Primary Market ist gleichbleibend groß. Die Gesellschaft vertreibt die Werke über ausgewählte Galerien, die den Künstler seit vielen Jahren vertreten. Die Zusammenarbeit mit diesen Galerien hat sich bewährt, und es ist nicht geplant, weitere Galerien für den Verkauf von Werken hinzuzunehmen.

Der anhaltende Erfolg früherer Werke des Künstlers im Auktionsmarkt waren und sind indirekt eine Bestätigung der Listenpreise im Primary Market. Im Jahr 2022 wurden zehn wichtige Gemälde in Auktionen für insgesamt EUR 39 Mio. verkauft, wobei drei Gemälde je zwischen 5 und 10 Mio. Euro erzielten.

Risiken

Der Auktionsmarkt birgt allerdings Risiken: Treten Phasen ein, in denen keine oder sehr viele Werke eines Künstlers auktioniert werden, kann das die Preise im Primary Market beeinflussen. Der Künstler ist dann möglicherweise gezwungen - ohne selbst Einfluss auf den Auktionsmarkt zu haben - die Listenpreise für die Verkäufe in den Galerien nach unten oder oben anzupassen und/oder die Anzahl der für den Verkauf vorgesehenen Werke zu verkleinern oder zu vergrößern. Diese Risiken erachten wir als sehr gering.

Eine Auswirkung des russischen Kriegs gegen die Ukraine auf den Kunstmarkt ist mittelfristig nicht auszuschließen. Diese Risiken erachten wir als gering.

4. Prognosebericht

Wir erwarten für die Jahre 2023 und 2024 keine wesentlichen Veränderungen auf dem Kunstmarkt, die die Gesellschaft betreffen würde.

Für das Jahr 2023 sind zwei Verkaufsausstellungen geplant. Die Umsatzerwartung liegt in der Größenordnung von EUR 10 Mio.

Auf der Beschaffungsseite und im Personalbereich sind keine Änderungen geplant.

 

Berlin, 18.04.2024

Adrian Ghenie

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 20.04.2024

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