SANTIS
GmbH
Ulm
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
Grundlagen des Unternehmens
SANTIS ist eine 100% Tochter der MARVECS GmbH und
bespricht Produkte im Auftrag von AstraZeneca GmbH. Als
exklusiver Vertriebspartner erbringt SANTIS
Dienstleistungen unter dem Gesichtspunkt eines kompletten
Sales-Outsourcings. SANTIS erbringt neben den
Kernleistungen, Vertriebspersonal bereit zu stellen,
zusätzlich weitreichende, eigenverantwortliche
Dienstleistungen wie Sales Support Funktionen,
IT-Operations, Steuerung und Organisation von externen
Dienstleistern.
SANTIS wird genutzt, um vollumfänglich
Vertriebsdienstleistungen für Unternehmen des
Healthcare-Marktes darzustellen und um eine
höchstmögliche Transparenz der Leistungen zu
gewährleisten.
Wirtschaftsbericht
Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft
Der Healthcare-Markt in Deutschland ist weiterhin im
Umbruch. Zum einen ausgelöst durch regulativ und
rechtlich bedingte Veränderungen, zum anderen
ausgelöst durch das sich verändernde
Kommunikationsverhalten der Zielgruppen. Die
Healthcare-Unternehmen haben sich in den vergangenen Jahren
auf dieses veränderte Umfeld eingestellt und
entsprechend ihre Aktivitäten angepasst.
Die Nachfrage nach Leistungen für den
niedergelassenen Bereich (Primary Care) wird weiter
stagnieren, gleichzeitig gibt es eine ansteigende Nachfrage
nach Lösungen für den Facharzt- und Klinikmarkt.
Damit einhergehend steigen die Qualitäts- und
Erfahrungsansprüche an den Außendienst. Zudem
wird der Patient immer weiter in den Mittelpunkt gestellt.
Der Trend hin zu individuellen Marketing- und
Vertriebslösungen ist ungebrochen.
Geschäftsverlauf 2023
Die Gesamtleistung von Santis stiegen 2023 aufgrund
der positiven Entwicklung der Auftragslage. Neue
wissenschaftliche Studiendaten für einen Teil der
Therapiegebiete, die Santis im Auftrag von AstraZeneca
bespricht, führten zu einem gestiegenen
Besprechungsbedarf der Produkte bei den Zielkunden und
somit zu einem deutlichen Aufbau der durchschnittlichen
Außendienstkapazitäten.
Die Vertriebsleistung wurde in 2023 überwiegend
als klassische Außendienstleistung im Feld erbracht.
Ergänzt wurde die klassische Außendienstleistung
durch die verstärkte Nutzung von digitale Kanälen
zur Besprechung der Produkte bei den Zielkunden. Hierunter
fallen sowohl virtuelle Fortbildungsformate sowie das
Versenden von E-Mails mit relevanten Inhalten zu den
Produkten.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Vermögenslage
Als Dienstleistungsunternehmen sind die Investitionen
grundsätzlich auf einem niedrigen Niveau. Sie waren im
Geschäftsjahr im Wesentlichen durch Neu- und
Ersatzinvestitionen bedingt. Die Investitionen beliefen
sich auf insgesamt T€ 71,7 und betrafen die Betriebs-
und Geschäftsausstattung. Die Buchwerte der
Sachanlagen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€
41,2.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben
sich gegenüber dem Vorjahr um 25,7% verringert.
Die sonstigen Vermögensgegenstände
beinhalten im Wesentlichen Anzahlungen für
Veranstaltungen im Folgejahr sowie Spesenvorschüsse an
Außendienstmitarbeiter.
Die Änderungen beim Eigenkapital betreffen die
Gewinnrücklagen, die sich durch Einstellungen von
T€ 386,0 gegenüber dem Vorjahr erhöht haben.
Weiterhin betreffen die Änderungen beim Eigenkapital
den Jahresüberschuss von T€ 1.098,2.
Rückstellungen bestehen insbesondere für
Personalverpflichtungen.
Die erhaltenen Anzahlungen betreffen Zahlungen von
einem Kunden für zu erbringende Leistungen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
resultieren insbesondere aus bezogenen Leistungen zum Ende
des Jahres 2023. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten
fast ausschließlich Steuerverpflichtungen aus
Umsatzsteuer sowie Lohn- und Kirchensteuer.
Finanzlage
Die Finanzierung des Geschäftes erfolgte aus
Kundenanzahlungen und dem operativen Cashflow. Bankkredite
werden keine in Anspruch genommen. Der Fuhrpark wird
über Leasing finanziert. Hierzu gibt es einen
Leasing-Rahmenvertrag.
Die Liquiditätslage ist im Allgemeinen
zufriedenstellend und es bestanden im laufenden Jahr keine
langfristigen Kredite. Das Unternehmen führt eine
konsequente Überwachung der Liquidität
(Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie deren Überfälligkeiten) durch.
Santis GmbH verfügt über keine Kreditlinie bei
einem Kreditinstitut. Angesichts der längeren
Zahlungsziele gewährt jedoch ein kundenseitig
implementiertes Supply Chain Finance-Programm die
Möglichkeit, Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen vorzufinanzieren. Die Geschäftsführung
geht davon aus, dass diese Finanzierungsmöglichkeit
auch in Zukunft dauerhaft zur Verfügung steht und
genutzt werden kann.
Die Liquidität und Zahlungsfähigkeit der
Gesellschaft war im Berichtszeitraum jederzeit ausreichend.
Wir gehen davon aus, dass Kundenanzahlungen, der operative
Cashflow und das oben genannte Supply Chain
Finance-Programm ausreichen, um die zum Bilanzstichtag
bestehenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie alle anderen fälligen Zahlungen zu
decken. Daher wird die Liquidität auch im kommenden
Jahr stabil bleiben.
Ertragslage
Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2023 63,1
Mio. €, gegenüber 53,5 Mio. € im Vorjahr,
damit eine Erhöhung um 9,6 Mio. € (+ 18,0 %). Der
Umsatz betrifft Dienstleistungen aus Projektgeschäften
einschließlich weiterbelastbaren Kosten (Pass-Through
Cost).
Der im Vorjahr prognostizierte leichte Anstieg der
Umsatzerlöse wurde deutlich übertroffen.
Hintergrund hierzu war der Aufbau weiterer
Besprechungskapazitäten für die Besprechung von
Produkten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe
von 3,8 Mio. € resultieren überwiegend aus
Erträgen zu den steuerlich erfassten Sachbezügen
der Mitarbeiter.
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen
um 1,0 Mio. €, maßgeblich im Bereich der
weiterbelastbaren Kosten (Pass-Through Cost).
Der Personalaufwand ist in 2023 gegenüber dem
Vorjahr um 7,3 Mio. € gestiegen. Der Anstieg der
Personalaufwendungen ist begründet durch
Gehaltssteigerungen und den Anstieg der durchschnittlich
aktiven Mitarbeiter von 386 in 2022 auf 471 in 2023.
Die Anzahl der Mitarbeiter zum Stichtag 31.12.2023 betrug
hingegen 495 und lag damit rund 6,0 % über der
Mitarbeiterzahl zum Vorjahresende 467. Es wurden
überwiegend Mitarbeiter im Außendienst
beschäftigt.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen
gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Mio. €. Die
Erhöhung steht im Zusammenhang mit der vermehrten
Anzahl von Tagungen sowie höheren Aufwendung den
Fuhrpark betreffend. Hier sind insbesondere die gestiegenen
Kraftstoff- und Reparaturkosten zu nennen.
Das Jahresergebnis liegt auf vergleichbaren Niveau
zum Vorjahr bei 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio.
€). Die Umsatzrendite ist mit 1,7 % unter dem Niveau
des Vorjahres.
Finanzielle und nichtfinanzielle
Leistungsindikatoren
Zur Steuerung der Unternehmensgruppe verwendet die
SANTIS finanzielle und nichtfinanzielle
Leistungsindikatoren. Finanzieller Leistungsindikator sind
die Umsatzerlöse aus den Dienstleistungen und dem
Projektgeschäft. Die Erlöse werden in diesem
Zusammenhang auf Monate runtergebrochen und mit Planwerten
verglichen.
Als nichtfinanzieller Leistungsindikator ist für
die SANTIS als Personaldienstleister die
Mitarbeiter-Rekrutierung und die Mitarbeiter-Ausbildung und
-Zufriedenheit von herausragender Bedeutung. Ohne ein
motiviertes und tatkräftiges Personal ist den sich
konstant wandelnden Anforderungen an den Healthcare-Markt
nicht beizukommen. Als zentrales Maß für eine
effektive Führung wurde im 4. Quartal Ende 2023 erneut
das Organisationsklima im Rahmen einer Mitarbeiterbefragung
(HILS-Befragung) gemessen. Das Klima wurde von den
Mitarbeitern erneut als herausragend bewertet.
Gesamtaussage
Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
schätzen wir als gut ein.
Unsere Umsatzentwicklung ist positiv. Der Umsatz
konnte gesteigert werden. Das Ergebnis liegt auf
Vorjahresniveau. Die Umsatzrendite ist entsprechend
niedriger.
Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet,
Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu
begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu
vereinnahmen.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die
Rückstellungen sind durch liquide Mittel und
kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.
Zweigniederlassungsbericht
Unser Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in
Ulm unverändert über eine inländische
Niederlassung in Hamburg, von der aus die Aufgaben im
kaufmännischen Bereich und der Vertriebssteuerung
erbracht werden.
Der Großteil unserer Mitarbeiter ist im
Außendienst und somit weder im Hauptsitz noch in der
Niederlassung tätig.
Prognosebericht
Die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
beurteilen wir auf Basis der erstellten Planung für
das Geschäftsjahr 2024 weiterhin optimistisch. In den
Therapiegebieten, die Santis im Kundenauftrag bespricht,
wurden in 2023 weitere positive wissenschaftlichen
Studiendaten veröffentlicht und Produktinnovationen im
Markt eingeführt. Beides ist durch entsprechende
Vertriebsleistung zu flankieren.
Der Besprechungsauftrag von Santis wurde in 2023
erweitert und schließt nun neben der Besprechung der
Produkte beim Allgemeinmediziner auch die Besprechung bei
unterschiedlichen Fachärzten ein. Die Erweiterung des
Besprechungsauftrags hat auch für das Jahr 2024
weiterhin Bestand.
Für 2024 wird mit einem leicht
rückläufigen Personalstand im Außendienst
in Höhe von ca. -3% geplant. Die Planung des Umsatzes
ist hingegen leicht positiv. Die Höhe der variablen
Kosten ist sowohl durch den leicht rückläufigen
Personalstand als auch durch inflationsbedingte
Erhöhung der Löhne determiniert. Im Bereich der
fixen bzw. relativ fixen Kosten ist keine signifikante
Kostensteigerung zu erwarten, auch wenn es im Rahmen der
gesamtwirtschaftlichen Lage zu Preissteigerungen kommen
wird. Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2024
ein Jahresergebnis auf dem Niveau des Vorjahres erwartet.
Wir werden auch zukünftig in der Lage sein,
unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.
Chancen- und Risikobericht
Chancen
Der sich im Umbruch befindende Healthcare Markt
bietet eine Vielzahl von Chancen für die
SANTIS. So besteht großes Wachstumspotenzial im
Bereich Lösungen für den Facharzt- und
Klinikmarkt. Auch steigt der Trend hin zu individuellen
Marketing- und Vertriebslösungen, auch und besonders
flankiert durch digitale Kanäle.
Die bestehenden Wachstumspotenziale werden durch die
Geschäftsführung gesehen und es wird versucht,
die sich ergebenden Möglichkeiten auch konsequent zu
nutzen. Der Einstieg in die Besprechung der Produkte bei
weiteren Facharztgruppen ist ein Beleg hierfür.
Risiken
Gemäß unserem Risikoverständnis
werden Geschäftsrisiken identifiziert und bewertet.
Dabei verfügt die SANTIS über eine
diversifizierte Risikostrategie. Hierbei bezieht sich der
Begriff Risiko auf mögliche künftige
Entwicklungen oder Ereignisse, welche die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gruppe negativ beeinflussen
können. Sie können sowohl aus dem Umfeld des
Unternehmens (externe Risiken) als auch aus dem Unternehmen
selbst (interne Risiken) herrühren. Sämtliche
identifizierte Risiken werden hinsichtlich ihrer
Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres Schadenspotenzials
kategorisiert. Im Einzelnen sieht sich die Gruppe folgenden
Risiken ausgesetzt:
Absatzrisiko
Wie jedes Unternehmen unterliegt auch die SANTIS
nachfrageseitigen Absatzrisiken für ihre angebotenen
Leistungen. Erhöhten Abhängigkeiten durch
Großabnehmer begegnet die SANTIS durch individuelle
vertragliche Vereinbarungen, um das finanzielle Risiko
gering zu halten.
Ausfallrisiko
Dem Ausfallrisiko von Forderungsbeständen
trägt SANTIS Rechnung durch ein aktives
Forderungsmanagement Rechnung, um fällige Forderungen
zeitnah zu realisieren.
Marktpreisrisiko
Dem inhärenten Marktpreisrisiko sieht sich die
SANTIS vor allem durch den nach wie vor im Umbruch
befindlichen Health Care Markt, hauptsächlich
ausgelöst durch regulative Eingriffe als auch das
geänderte Kommunikationsverhalten der Zielgruppen,
ausgesetzt. Diesem Risiko begegnet die SANTIS durch
kontinuierliche Anpassung an die Erfordernisse des Marktes
und gehobenen Qualitätsanforderungen an den eigenen
Außendienst.
Liquiditätsrisiko
Die SANTIS finanziert sich ausschließlich mit
Eigenmitteln aus dem operativen Cashflow. Weiterhin deckt
die SANTIS den kurzfristigen Finanzierungsbedarf mit
erhaltenen Anzahlungen, Vorfinanzierung von Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen und den vorhandenen liquiden
Mitteln.
Weitere Risiken
Aufgrund einer ausschließlichen Fokussierung
auf den deutschen Markt sieht sich die SANTIS keinen
Länder- und Währungsrisiken ausgesetzt. Aufgrund
der Finanzierung aus dem operativen Cashflow besteht
für die SANTIS auch kein Zinsänderungsrisiko.
Der Wettbewerb um qualifizierte Talente hat nach dem
Ende der Corona Pandemie deutlich zugenommen und wird
voraussichtlich auch in den Folgejahren bestehen bleiben.
Dies wiederum kann zu einer Fluktuation auf hohem Niveau
führen und den Zugang zu neuen Mitarbeitern erschweren
sowie den Aufwand für die Rekrutierung dieser
erhöhen. Um der Marktentwicklung entgegenzutreten hat
Santis seine Zusammenarbeit mit Personaldienstleistern
ausgeweitet und ist in der Lage neue Mitarbeiter über
mehrere Dienstleister zu rekrutieren. Die
Personaldienstleister nutzen verstärkt digitale
Kanäle und verbesserte Suchalgorithmen, um potentielle
Kandidaten zu identifizieren.
Ansonsten sind bestandsgefährdende Risiken nicht
erkennbar.
Ulm, 04. April 2024
Die
Geschäftsführung
Torsten
Josek
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
41.280,93 |
107.833,93 |
| I.
Sachanlagen |
41.280,93 |
107.833,93 |
| 1.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
38.385,93 |
107.833,93 |
| 2.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
2.895,00 |
|
| B.
Umlaufvermögen |
13.388.152,10 |
15.454.045,11 |
| I.
Vorräte |
0,00 |
39.345,39 |
| 1.
geleistete Anzahlungen |
0,00 |
39.345,39 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
9.681.231,63 |
12.730.077,64 |
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
8.900.694,85 |
11.984.567,02 |
| 2.
sonstige Vermögensgegenstände |
780.536,78 |
745.510,62 |
| III.
Wertpapiere |
839.583,33 |
795.999,03 |
| 1.
sonstige Wertpapiere |
839.583,33 |
795.999,03 |
| IV.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
2.867.337,14 |
1.888.623,05 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
37.797,45 |
37.931,98 |
| Aktiva |
13.467.230,48 |
15.599.811,02 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
3.013.096,33 |
2.631.739,66 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
25.000,00 |
25.000,00 |
| II.
Gewinnrücklagen |
1.889.892,27 |
1.503.897,51 |
| 1.
andere Gewinnrücklagen |
1.889.892,27 |
1.503.897,51 |
| III.
Jahresüberschuss |
1.098.204,06 |
1.102.842,15 |
| B.
Rückstellungen |
4.647.134,00 |
5.488.668,00 |
| 1.
Steuerrückstellungen |
94.664,00 |
91.868,00 |
| 2.
sonstige Rückstellungen |
4.552.470,00 |
5.396.800,00 |
| C.
Verbindlichkeiten |
5.807.000,15 |
7.479.403,36 |
| 1.
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
2.200.000,00 |
2.200.000,00 |
| 2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.548.198,78 |
2.287.244,97 |
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
91.990,24 |
512.003,16 |
| 4.
sonstige Verbindlichkeiten |
1.966.811,13 |
2.480.155,23 |
| davon
aus Steuern |
1.930.134,27 |
2.452.781,81 |
| Passiva |
13.467.230,48 |
15.599.811,02 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
63.136.036,74 |
53.495.358,72 |
| 2.
sonstige betriebliche Erträge |
3.826.593,67 |
3.361.186,91 |
| 3.
Materialaufwand |
8.730.987,46 |
7.737.381,16 |
| a)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
8.730.987,46 |
7.737.381,16 |
| 4.
Personalaufwand |
42.864.340,64 |
35.524.789,58 |
| a)
Löhne und Gehälter |
34.665.634,10 |
29.247.234,76 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
8.198.706,54 |
6.277.554,82 |
| davon
für Altersversorgung |
1.221.019,33 |
916.204,66 |
| 5.
Abschreibungen |
139.026,30 |
424.167,99 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
139.026,30 |
424.167,99 |
| 6.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
13.653.404,15 |
11.595.286,57 |
| 7.
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
22.888,24 |
23.128,08 |
| 8.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
141,00 |
|
| 9.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
|
4.938,76 |
| 10.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
499.697,04 |
490.267,50 |
| 11.
Ergebnis nach Steuern |
1.098.204,06 |
1.102.842,15 |
| 12.
Jahresüberschuss |
1.098.204,06 |
1.102.842,15 |
Anhang
A.
Allgemeine Angaben
1.
Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Die SANTIS GmbH hat Ihren Sitz in Ulm. Sie ist im
Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter HRB 4735
eingetragen.
2.
Allgemeine Hinweise
Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den
Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung
der ergänzenden Bestimmungen für große
Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie nach
den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die
Größenmerkmale einer großen
Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB
auf.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem
Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2
HGB aufgestellt.
3.
Angaben zur Darstellungsstetigkeit und Vergleichbarkeit
mit Vorjahr
Der vorliegende Jahresabschluss ist unter
Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss
angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für
große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften
des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs.
1, 266 ff. HGB).
B.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren
im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Das
Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten
angesetzt und wird linear um die planmäßigen
linearen Abschreibungen über die durchschnittliche
Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren vermindert.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten
zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr
gem. den Regelungen des § 6 Abs. 2 EStG in voller
Höhe abgeschrieben und als Abgang im Anlagenspiegel
ausgewiesen.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände sind zum Nennwert
bilanziert.
Die
Wertpapiere des Umlaufvermögens sind unter
Beachtung des Niederstwertprinzips sowie der
Inanspruchnahme der Wahlmöglichkeit der §§
256 S. 2 i.V.m. § 240 Abs. 4 HGB (gewogener
Durchschnitt) bilanziert.
Die
Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert
angesetzt.
Steuerrückstellungen wurden für zu
erwartende Ertragsteuern gebildet. Diese betreffen in
voller Höhe die Veranlagungs- bzw.
Erhebungszeiträume 2022 und 2023. Die
Rückstellung wegen zukünftiger
Betriebsprüfung bei Großbetrieben gem. § 3
BpO in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr TEUR 20) wird zum
Bilanzstichtag unter den sonstigen Rückstellungen
ausgewiesen.
Die
sonstigen Rückstellungen berücksichtigen
alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten.
Sie sind in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrages und unter Berücksichtigung
zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen angesetzt.
Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem
Jahr sind mit dem ihrem Laufzeit entsprechenden
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben
Jahren abgezinst.
Die
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
C.
Erläuterungen zur Bilanz
1.
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens im
Geschäftsjahr 2023 und seine Aufgliederung ist im
Anlagespiegel, welcher als Anlage zu diesem Anhang
beigefügt ist, dargestellt.
|
Anschaffungskosten
|
|
|
|
|
€
|
|
|
|
|
Stand am
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Stand am
|
|
01.01.2023
|
|
|
31.12.2023
|
A. Anlagevermögen
|
|
|
|
|
I. Sachanlagen
|
|
|
|
|
1. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
1.521.517,04
|
69.578,30
|
0,00
|
1.591.095,34
|
2. geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
0,00
|
2.895,00
|
0,00
|
2.895,00
|
Sachanlagen
|
1.521.517,04
|
72.473,30
|
0,00
|
1.593.990,34
|
|
Abschreibungen
|
|
|
|
|
€
|
|
|
|
|
Stand am
|
Zuführungen
|
Abgänge
|
Stand am
|
|
01.01.2023
|
|
|
31.12.2023
|
A. Anlagevermögen
|
|
|
|
|
I. Sachanlagen
|
|
|
|
|
1. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
1.413.683,11
|
139.026,30
|
0,00
|
1.552.709,41
|
2. geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Sachanlagen
|
1.413.683,11
|
139.026,30
|
0,00
|
1.552.709,41
|
|
Nettobuchwerte
|
|
|
€
|
|
|
Stand am
|
Stand am
|
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
A. Anlagevermögen
|
|
|
I. Sachanlagen
|
|
|
1. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
38.385,93
|
107.833,93
|
2. geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
2.895,00
|
0,00
|
Sachanlagen
|
41.280,93
|
107.833,93
|
2.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände
enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr in Höhe von TEUR 360 (Vorjahr TEUR 338),
wobei TEUR 340 (Vorjahr TEUR 319) in Abhängigkeit der
Betriebszugehörigkeit von Arbeitnehmern der
Gesellschaft valutieren. Die restlichen Forderungen und
sonstige Vermögensgegenstände haben wie im
Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Unter den sonstigen Vermögensgegenständen
sind zum Bilanzstichtag Forderungen gegenüber dem
Finanzamt in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr TEUR 126)
aufgeführt, die erst nach dem Abschlussstichtag
rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um im Folgejahr
abziehbare Vorsteuer.
3.
Aktive Rechnungsabgrenzung
Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden
insbesondere Softwareaufwendungen abgegrenzt, die eine
Nutzung im Folgejahr bedingen.
4.
Eigenkapital
Mit Gesellschafterbeschluss vom 23. Juni 2023 wurde
aus dem Jahresüberschuss 2022 (TEUR 1.103) ein Betrag
in Höhe von TEUR 717 an die Gesellschafterin
ausgeschüttet. Des Weiteren wurde beschlossen, dass
der verbleibende Restbetrag in die Gewinnrücklagen
eingestellt wird.
5.
Steuerrückstellungen
Als Steuerrückstellungen werden Aufwendungen
für Gewerbesteuer betreffend den
Erhebungszeiträumen 2022 in Höhe von TEUR 43 und
für den Erhebungszeitraum 2023 TEUR 48 sowie der
Körperschaftsteuer betreffend Veranlagungszeitraum
2023 in Höhe von TEUR 4 ausgewiesen.
6.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im
Wesentlichen Personalverpflichtungen sowie ausstehende
Rechnungen.
7.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen in Höhe von TEUR 91 (VJ TEUR 512)
betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Dem stehen zum Bilanzstichtag keine Forderungen aus dem
Leistungsverkehr gegenüber.
Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr
eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht durch
Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.
D.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse resultieren aus Abrechnungen
gegenüber einem Vertragspartner und betreffen
Erlöse im Inland insbesondere aus
Sales-Dienstleistungen sowie Sales-Support Funktionen
einschließlich weiterbelastbarer Prämien und
Auslagen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten
insbesondere die Erträge zu den steuerlich erfassten
Sachbezügen der Mitarbeiter sowie Zahlungen aufgrund
Versicherungsentschädigung und Schadenersatz.
Die Aufwendungen für Altersversorgung belaufen
sich auf TEUR 1.221 (Vorjahr TEUR 916).
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen im
Wesentlichen auf das Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit des laufenden
Geschäftsjahres.
E.
Sonstige Angaben
1.
Mitarbeiter
Die durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug
507 (Vorjahr 429). Diese setzen sich wie folgt zusammen:
-
|
Außendienst
|
493
|
-
|
Innendienst
|
14
|
|
Gesamt
|
507
|
2.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag bestehen aus der Bilanz nicht
ersichtliche Verpflichtungen aus folgenden Verträgen:
|
Gesamt TEUR
|
unter 1 Jahr TEUR
|
Fälligkeit 1 bis 5
Jahre TEUR
|
über 5 Jahre TEUR
|
Mieten
|
260
|
86
|
174
|
0
|
KFZ-Leasing
|
3.868
|
2.866
|
1.002
|
0
|
IT-Leasing
|
296
|
235
|
61
|
0
|
|
4.424
|
3.187
|
1.237
|
0
|
3. Geschäftsführung und Vertretung
Zum Geschäftsführer ist Herr Torsten Josek,
Göhren, bestellt.
Die Angabe der gewährten Bezüge im
Geschäftsjahr nach § 285 S. 1 Nr. 9 HGB ist
gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.
4.
Beirat
Gemäß Gesellschafterbeschluss hat die
SANTIS GmbH einen Beirat.
Dem Beirat gehören an:
Katrin Wenzler
|
|
Vorsitzende des Beirats
|
|
|
Geschäftsführerin der MARVECS GmbH, Ulm
|
Robert Söder
|
|
CFO der Astra Zeneca
GmbH, Wedel (seit Mai 2023)
|
Patrick Wahren
|
|
Partner der SGP
Schneider Geiwitz & Partner,
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater,
Rechtsanwälte, Neu-Ulm
|
Im Berichtsjahr ist Herr Eduardo Kneese, Hamburg, aus
dem Beirat ausgeschieden.
5.
Konzernzugehörigkeit
Alleingesellschafterin der SANTIS GmbH ist die
MARVECS GmbH, Ulm. Der Jahresabschluss der Gesellschafterin
sowie der SANTIS GmbH werden in den Konzernabschluss der
Wenzler Healthcare GmbH, Ulm, einbezogen, die zum 31.
Dezember 2023 einen Konzernabschluss erstellen und
veröffentlichen wird.
6.
Honorar des Abschlussprüfers
Das von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
O&P GmbH & Co. KG, Augsburg, berechnete Honorar
einschließlich Auslagen beträgt für Zwecke
der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung TEUR 24.
7.
Ergebnisverwendung
Das Geschäftsjahr schließt mit einem
Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.098 ab.
Entsprechend den Vorschriften der Satzung schlägt der
Geschäftsführer vor, vom Jahresüberschuss
einen Betrag in Höhe von TEUR 384 (35%) in die
Gewinnrücklage einzustellen und den restlichen Betrag
von TEUR 714 (65%) auszuschütten.
Ulm, 28.03.2024
Die
Geschäftsführung
Torsten
Josek
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 10.06.2024 festgestellt.
Am 10. Juni 2024 wurde beschlossen, dass der
Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.098
entsprechend der Vorschriften mit einem Betrag in Höhe
von TEUR 384 in die Gewinnrücklagen eingestellt und
mit TEUR 714 ausgeschüttet wird.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die SANTIS GmbH
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der SANTIS GmbH -
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem
Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SANTIS
GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis
zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 und · vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3
Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung
zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
· gewinnen wir ein Verständnis von
dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der
von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und
Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage der Gesellschaft.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere
die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Augsburg, 25. April 2024
O&P
GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Wolfgang
Leeb
Wirtschaftsprüfer
Stefan
Biechele
Wirtschaftsprüfer
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