Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 4735
Vorher
SANTIS Pharma GmbH
Eingetragen
5.8.2002
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenEinzelhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Entwicklung und Vertrieb von pharmazeutischen Dienstleistungen sowie der Betrieb aller sonstigen Geschäfte, die mit der Betätigung auf den zuvor genannten Gebieten zusammenhängen oder geeignet sind, diese zu fördern

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Torsten Josek
seit 8.9.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MARVECS GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
MARVECS GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SANTIS GmbH

Ulm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens

SANTIS ist eine 100% Tochter der MARVECS GmbH und bespricht Produkte im Auftrag von AstraZeneca GmbH. Als exklusiver Vertriebspartner erbringt SANTIS Dienstleistungen unter dem Gesichtspunkt eines kompletten Sales-Outsourcings. SANTIS erbringt neben den Kernleistungen, Vertriebspersonal bereit zu stellen, zusätzlich weitreichende, eigenverantwortliche Dienstleistungen wie Sales Support Funktionen, IT-Operations, Steuerung und Organisation von externen Dienstleistern.

SANTIS wird genutzt, um vollumfänglich Vertriebsdienstleistungen für Unternehmen des Healthcare-Marktes darzustellen und um eine höchstmögliche Transparenz der Leistungen zu gewährleisten.

Wirtschaftsbericht

Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Der Healthcare-Markt in Deutschland ist weiterhin im Umbruch. Zum einen ausgelöst durch regulativ und rechtlich bedingte Veränderungen, zum anderen ausgelöst durch das sich verändernde Kommunikationsverhalten der Zielgruppen. Die Healthcare-Unternehmen haben sich in den vergangenen Jahren auf dieses veränderte Umfeld eingestellt und entsprechend ihre Aktivitäten angepasst.

Die Nachfrage nach Leistungen für den niedergelassenen Bereich (Primary Care) wird weiter stagnieren, gleichzeitig gibt es eine ansteigende Nachfrage nach Lösungen für den Facharzt- und Klinikmarkt. Damit einhergehend steigen die Qualitäts- und Erfahrungsansprüche an den Außendienst. Zudem wird der Patient immer weiter in den Mittelpunkt gestellt. Der Trend hin zu individuellen Marketing- und Vertriebslösungen ist ungebrochen.

Geschäftsverlauf 2023

Die Gesamtleistung von Santis stiegen 2023 aufgrund der positiven Entwicklung der Auftragslage. Neue wissenschaftliche Studiendaten für einen Teil der Therapiegebiete, die Santis im Auftrag von AstraZeneca bespricht, führten zu einem gestiegenen Besprechungsbedarf der Produkte bei den Zielkunden und somit zu einem deutlichen Aufbau der durchschnittlichen Außendienstkapazitäten.

Die Vertriebsleistung wurde in 2023 überwiegend als klassische Außendienstleistung im Feld erbracht. Ergänzt wurde die klassische Außendienstleistung durch die verstärkte Nutzung von digitale Kanälen zur Besprechung der Produkte bei den Zielkunden. Hierunter fallen sowohl virtuelle Fortbildungsformate sowie das Versenden von E-Mails mit relevanten Inhalten zu den Produkten.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Als Dienstleistungsunternehmen sind die Investitionen grundsätzlich auf einem niedrigen Niveau. Sie waren im Geschäftsjahr im Wesentlichen durch Neu- und Ersatzinvestitionen bedingt. Die Investitionen beliefen sich auf insgesamt T€ 71,7 und betrafen die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Buchwerte der Sachanlagen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 41,2.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 25,7% verringert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Anzahlungen für Veranstaltungen im Folgejahr sowie Spesenvorschüsse an Außendienstmitarbeiter.

Die Änderungen beim Eigenkapital betreffen die Gewinnrücklagen, die sich durch Einstellungen von T€ 386,0 gegenüber dem Vorjahr erhöht haben. Weiterhin betreffen die Änderungen beim Eigenkapital den Jahresüberschuss von T€ 1.098,2.

Rückstellungen bestehen insbesondere für Personalverpflichtungen.

Die erhaltenen Anzahlungen betreffen Zahlungen von einem Kunden für zu erbringende Leistungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren insbesondere aus bezogenen Leistungen zum Ende des Jahres 2023. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten fast ausschließlich Steuerverpflichtungen aus Umsatzsteuer sowie Lohn- und Kirchensteuer.

Finanzlage

Die Finanzierung des Geschäftes erfolgte aus Kundenanzahlungen und dem operativen Cashflow. Bankkredite werden keine in Anspruch genommen. Der Fuhrpark wird über Leasing finanziert. Hierzu gibt es einen Leasing-Rahmenvertrag.

Die Liquiditätslage ist im Allgemeinen zufriedenstellend und es bestanden im laufenden Jahr keine langfristigen Kredite. Das Unternehmen führt eine konsequente Überwachung der Liquidität (Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie deren Überfälligkeiten) durch. Santis GmbH verfügt über keine Kreditlinie bei einem Kreditinstitut. Angesichts der längeren Zahlungsziele gewährt jedoch ein kundenseitig implementiertes Supply Chain Finance-Programm die Möglichkeit, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorzufinanzieren. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass diese Finanzierungsmöglichkeit auch in Zukunft dauerhaft zur Verfügung steht und genutzt werden kann.

Die Liquidität und Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Berichtszeitraum jederzeit ausreichend. Wir gehen davon aus, dass Kundenanzahlungen, der operative Cashflow und das oben genannte Supply Chain Finance-Programm ausreichen, um die zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie alle anderen fälligen Zahlungen zu decken. Daher wird die Liquidität auch im kommenden Jahr stabil bleiben.

Ertragslage

Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2023 63,1 Mio. €, gegenüber 53,5 Mio. € im Vorjahr, damit eine Erhöhung um 9,6 Mio. € (+ 18,0 %). Der Umsatz betrifft Dienstleistungen aus Projektgeschäften einschließlich weiterbelastbaren Kosten (Pass-Through Cost).

Der im Vorjahr prognostizierte leichte Anstieg der Umsatzerlöse wurde deutlich übertroffen. Hintergrund hierzu war der Aufbau weiterer Besprechungskapazitäten für die Besprechung von Produkten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 3,8 Mio. € resultieren überwiegend aus Erträgen zu den steuerlich erfassten Sachbezügen der Mitarbeiter.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen um 1,0 Mio. €, maßgeblich im Bereich der weiterbelastbaren Kosten (Pass-Through Cost).

Der Personalaufwand ist in 2023 gegenüber dem Vorjahr um 7,3 Mio. € gestiegen. Der Anstieg der Personalaufwendungen ist begründet durch Gehaltssteigerungen und den Anstieg der durchschnittlich aktiven Mitarbeiter von 386 in 2022 auf 471 in 2023. Die Anzahl der Mitarbeiter zum Stichtag 31.12.2023 betrug hingegen 495 und lag damit rund 6,0 % über der Mitarbeiterzahl zum Vorjahresende 467. Es wurden überwiegend Mitarbeiter im Außendienst beschäftigt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Mio. €. Die Erhöhung steht im Zusammenhang mit der vermehrten Anzahl von Tagungen sowie höheren Aufwendung den Fuhrpark betreffend. Hier sind insbesondere die gestiegenen Kraftstoff- und Reparaturkosten zu nennen.

Das Jahresergebnis liegt auf vergleichbaren Niveau zum Vorjahr  bei 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. €). Die Umsatzrendite ist mit 1,7 % unter dem Niveau des Vorjahres.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung der Unternehmensgruppe verwendet die SANTIS finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. Finanzieller Leistungsindikator sind die Umsatzerlöse aus den Dienstleistungen und dem Projektgeschäft. Die Erlöse werden in diesem Zusammenhang auf Monate runtergebrochen und mit Planwerten verglichen.

Als nichtfinanzieller Leistungsindikator ist für die SANTIS als Personaldienstleister die Mitarbeiter-Rekrutierung und die Mitarbeiter-Ausbildung und -Zufriedenheit von herausragender Bedeutung. Ohne ein motiviertes und tatkräftiges Personal ist den sich konstant wandelnden Anforderungen an den Healthcare-Markt nicht beizukommen. Als zentrales Maß für eine effektive Führung wurde im 4. Quartal Ende 2023 erneut das Organisationsklima im Rahmen einer Mitarbeiterbefragung (HILS-Befragung) gemessen. Das Klima wurde von den Mitarbeitern erneut als herausragend bewertet.

Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein.

Unsere Umsatzentwicklung ist positiv. Der Umsatz konnte gesteigert werden. Das Ergebnis liegt auf Vorjahresniveau. Die Umsatzrendite ist entsprechend niedriger.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

Zweigniederlassungsbericht

Unser Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Ulm unverändert über eine inländische Niederlassung in Hamburg, von der aus die Aufgaben im kaufmännischen Bereich und der Vertriebssteuerung erbracht werden.

Der Großteil unserer Mitarbeiter ist im Außendienst und somit weder im Hauptsitz noch in der Niederlassung tätig.

Prognosebericht

Die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens beurteilen wir auf Basis der erstellten Planung für das Geschäftsjahr 2024 weiterhin optimistisch. In den Therapiegebieten, die Santis im Kundenauftrag bespricht, wurden in 2023 weitere positive wissenschaftlichen Studiendaten veröffentlicht und Produktinnovationen im Markt eingeführt. Beides ist durch entsprechende Vertriebsleistung zu flankieren.

Der Besprechungsauftrag von Santis wurde in 2023 erweitert und schließt nun neben der Besprechung der Produkte beim Allgemeinmediziner auch die Besprechung bei unterschiedlichen Fachärzten ein. Die Erweiterung des Besprechungsauftrags hat auch für das Jahr 2024 weiterhin Bestand.

Für 2024 wird mit einem leicht rückläufigen Personalstand im Außendienst in Höhe von ca. -3% geplant. Die Planung des Umsatzes ist hingegen leicht positiv. Die Höhe der variablen Kosten ist sowohl durch den leicht rückläufigen Personalstand als auch durch inflationsbedingte Erhöhung der Löhne determiniert. Im Bereich der fixen bzw. relativ fixen Kosten ist keine signifikante Kostensteigerung zu erwarten, auch wenn es im Rahmen der gesamtwirtschaftlichen Lage zu Preissteigerungen kommen wird. Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2024 ein Jahresergebnis auf dem Niveau des Vorjahres erwartet.

Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Chancen- und Risikobericht

Chancen

Der sich im Umbruch befindende Healthcare Markt bietet eine Vielzahl von Chancen für die
SANTIS. So besteht großes Wachstumspotenzial im Bereich Lösungen für den Facharzt- und Klinikmarkt. Auch steigt der Trend hin zu individuellen Marketing- und Vertriebslösungen, auch und besonders flankiert durch digitale Kanäle.
Die bestehenden Wachstumspotenziale werden durch die Geschäftsführung gesehen und es wird versucht, die sich ergebenden Möglichkeiten auch konsequent zu nutzen. Der Einstieg in die Besprechung der Produkte bei weiteren Facharztgruppen ist ein Beleg hierfür.

Risiken

Gemäß unserem Risikoverständnis werden Geschäftsrisiken identifiziert und bewertet. Dabei verfügt die SANTIS über eine diversifizierte Risikostrategie. Hierbei bezieht sich der Begriff Risiko auf mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe negativ beeinflussen können. Sie können sowohl aus dem Umfeld des Unternehmens (externe Risiken) als auch aus dem Unternehmen selbst (interne Risiken) herrühren. Sämtliche identifizierte Risiken werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres Schadenspotenzials kategorisiert. Im Einzelnen sieht sich die Gruppe folgenden Risiken ausgesetzt:

Absatzrisiko

Wie jedes Unternehmen unterliegt auch die SANTIS nachfrageseitigen Absatzrisiken für ihre angebotenen Leistungen. Erhöhten Abhängigkeiten durch Großabnehmer begegnet die SANTIS durch individuelle vertragliche Vereinbarungen, um das finanzielle Risiko gering zu halten.

Ausfallrisiko

Dem Ausfallrisiko von Forderungsbeständen trägt SANTIS Rechnung durch ein aktives Forderungsmanagement Rechnung, um fällige Forderungen zeitnah zu realisieren.

Marktpreisrisiko

Dem inhärenten Marktpreisrisiko sieht sich die SANTIS vor allem durch den nach wie vor im Umbruch befindlichen Health Care Markt, hauptsächlich ausgelöst durch regulative Eingriffe als auch das geänderte Kommunikationsverhalten der Zielgruppen, ausgesetzt. Diesem Risiko begegnet die SANTIS durch kontinuierliche Anpassung an die Erfordernisse des Marktes und gehobenen Qualitätsanforderungen an den eigenen Außendienst.

Liquiditätsrisiko
Die SANTIS finanziert sich ausschließlich mit Eigenmitteln aus dem operativen Cashflow. Weiterhin deckt die SANTIS den kurzfristigen Finanzierungsbedarf mit erhaltenen Anzahlungen, Vorfinanzierung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den vorhandenen liquiden Mitteln.

Weitere Risiken

Aufgrund einer ausschließlichen Fokussierung auf den deutschen Markt sieht sich die SANTIS keinen Länder- und Währungsrisiken ausgesetzt. Aufgrund der Finanzierung aus dem operativen Cashflow besteht für die SANTIS auch kein Zinsänderungsrisiko.

Der Wettbewerb um qualifizierte Talente hat nach dem Ende der Corona Pandemie deutlich zugenommen und wird voraussichtlich auch in den Folgejahren bestehen bleiben. Dies wiederum kann zu einer Fluktuation auf hohem Niveau führen und den Zugang zu neuen Mitarbeitern erschweren sowie den Aufwand für die Rekrutierung dieser erhöhen. Um der Marktentwicklung entgegenzutreten hat Santis seine Zusammenarbeit mit Personaldienstleistern ausgeweitet und ist in der Lage neue Mitarbeiter über mehrere Dienstleister zu rekrutieren. Die Personaldienstleister nutzen verstärkt digitale Kanäle und verbesserte Suchalgorithmen, um potentielle Kandidaten zu identifizieren.

Ansonsten sind bestandsgefährdende Risiken nicht erkennbar.

 

Ulm, 04. April 2024

Die Geschäftsführung

Torsten Josek


Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 41.280,93 107.833,93
I. Sachanlagen 41.280,93 107.833,93
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 38.385,93 107.833,93
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.895,00  
B. Umlaufvermögen 13.388.152,10 15.454.045,11
I. Vorräte 0,00 39.345,39
1. geleistete Anzahlungen 0,00 39.345,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.681.231,63 12.730.077,64
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.900.694,85 11.984.567,02
2. sonstige Vermögensgegenstände 780.536,78 745.510,62
III. Wertpapiere 839.583,33 795.999,03
1. sonstige Wertpapiere 839.583,33 795.999,03
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.867.337,14 1.888.623,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten 37.797,45 37.931,98
Aktiva 13.467.230,48 15.599.811,02

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.013.096,33 2.631.739,66
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen 1.889.892,27 1.503.897,51
1. andere Gewinnrücklagen 1.889.892,27 1.503.897,51
III. Jahresüberschuss 1.098.204,06 1.102.842,15
B. Rückstellungen 4.647.134,00 5.488.668,00
1. Steuerrückstellungen 94.664,00 91.868,00
2. sonstige Rückstellungen 4.552.470,00 5.396.800,00
C. Verbindlichkeiten 5.807.000,15 7.479.403,36
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.200.000,00 2.200.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.548.198,78 2.287.244,97
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 91.990,24 512.003,16
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.966.811,13 2.480.155,23
davon aus Steuern 1.930.134,27 2.452.781,81
Passiva 13.467.230,48 15.599.811,02

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 63.136.036,74 53.495.358,72
2. sonstige betriebliche Erträge 3.826.593,67 3.361.186,91
3. Materialaufwand 8.730.987,46 7.737.381,16
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.730.987,46 7.737.381,16
4. Personalaufwand 42.864.340,64 35.524.789,58
a) Löhne und Gehälter 34.665.634,10 29.247.234,76
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.198.706,54 6.277.554,82
davon für Altersversorgung 1.221.019,33 916.204,66
5. Abschreibungen 139.026,30 424.167,99
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 139.026,30 424.167,99
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 13.653.404,15 11.595.286,57
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 22.888,24 23.128,08
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 141,00  
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   4.938,76
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 499.697,04 490.267,50
11. Ergebnis nach Steuern 1.098.204,06 1.102.842,15
12. Jahresüberschuss 1.098.204,06 1.102.842,15

Anhang

A. Allgemeine Angaben

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die SANTIS GmbH hat Ihren Sitz in Ulm. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter HRB 4735 eingetragen.

2. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

3. Angaben zur Darstellungsstetigkeit und Vergleichbarkeit mit Vorjahr

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1, 266 ff. HGB).

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird linear um die planmäßigen linearen Abschreibungen über die durchschnittliche Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren vermindert. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr gem. den Regelungen des § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang im Anlagenspiegel ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips sowie der Inanspruchnahme der Wahlmöglichkeit der §§ 256 S. 2 i.V.m. § 240 Abs. 4 HGB (gewogener Durchschnitt) bilanziert.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Steuerrückstellungen wurden für zu erwartende Ertragsteuern gebildet. Diese betreffen in voller Höhe die Veranlagungs- bzw. Erhebungszeiträume 2022 und 2023. Die Rückstellung wegen zukünftiger Betriebsprüfung bei Großbetrieben gem. § 3 BpO in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr TEUR 20) wird zum Bilanzstichtag unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages und unter Berücksichtigung zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrem Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahren abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 und seine Aufgliederung ist im Anlagespiegel, welcher als Anlage zu diesem Anhang beigefügt ist, dargestellt.


Anschaffungskosten









Stand am
Zugänge
Abgänge
Stand am

01.01.2023


31.12.2023
A. Anlagevermögen




I. Sachanlagen




1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.521.517,04
69.578,30
0,00
1.591.095,34
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
2.895,00
0,00
2.895,00
Sachanlagen
1.521.517,04
72.473,30
0,00
1.593.990,34

Abschreibungen









Stand am
Zuführungen
Abgänge
Stand am

01.01.2023


31.12.2023
A. Anlagevermögen




I. Sachanlagen




1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.413.683,11
139.026,30
0,00
1.552.709,41
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
0,00
Sachanlagen
1.413.683,11
139.026,30
0,00
1.552.709,41

Nettobuchwerte





Stand am
Stand am

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen


I. Sachanlagen


1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
38.385,93
107.833,93
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
2.895,00
0,00
Sachanlagen
41.280,93
107.833,93


2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 360 (Vorjahr TEUR 338), wobei TEUR 340 (Vorjahr TEUR 319) in Abhängigkeit der Betriebszugehörigkeit von Arbeitnehmern der Gesellschaft valutieren. Die restlichen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind zum Bilanzstichtag Forderungen gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr TEUR 126) aufgeführt, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um im Folgejahr abziehbare Vorsteuer.

3. Aktive Rechnungsabgrenzung

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden insbesondere Softwareaufwendungen abgegrenzt, die eine Nutzung im Folgejahr bedingen.

4. Eigenkapital

Mit Gesellschafterbeschluss vom 23. Juni 2023 wurde aus dem Jahresüberschuss 2022 (TEUR 1.103) ein Betrag in Höhe von TEUR 717 an die Gesellschafterin ausgeschüttet. Des Weiteren wurde beschlossen, dass der verbleibende Restbetrag in die Gewinnrücklagen eingestellt wird.

5. Steuerrückstellungen

Als Steuerrückstellungen werden Aufwendungen für Gewerbesteuer betreffend den Erhebungszeiträumen 2022 in Höhe von TEUR 43 und für den Erhebungszeitraum 2023 TEUR 48 sowie der Körperschaftsteuer betreffend Veranlagungszeitraum 2023 in Höhe von TEUR 4 ausgewiesen.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalverpflichtungen sowie ausstehende Rechnungen.

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 91 (VJ TEUR 512) betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Dem stehen zum Bilanzstichtag keine Forderungen aus dem Leistungsverkehr gegenüber.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse resultieren aus Abrechnungen gegenüber einem Vertragspartner und betreffen Erlöse im Inland insbesondere aus Sales-Dienstleistungen sowie Sales-Support Funktionen einschließlich weiterbelastbarer Prämien und Auslagen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere die Erträge zu den steuerlich erfassten Sachbezügen der Mitarbeiter sowie Zahlungen aufgrund Versicherungsentschädigung und Schadenersatz.

Die Aufwendungen für Altersversorgung belaufen sich auf TEUR 1.221 (Vorjahr TEUR 916).

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen im Wesentlichen auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des laufenden Geschäftsjahres.

E. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 507 (Vorjahr 429). Diese setzen sich wie folgt zusammen:

-
Außendienst
493
-
Innendienst
14

Gesamt
507


2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen aus der Bilanz nicht ersichtliche Verpflichtungen aus folgenden Verträgen:


Gesamt TEUR
unter 1 Jahr TEUR
Fälligkeit 1 bis 5 Jahre TEUR
über 5 Jahre TEUR
Mieten
260
86
174
0
KFZ-Leasing
3.868
2.866
1.002
0
IT-Leasing
296
235
61
0

4.424
3.187
1.237
0


3. Geschäftsführung und Vertretung

Zum Geschäftsführer ist Herr Torsten Josek, Göhren, bestellt.

Die Angabe der gewährten Bezüge im Geschäftsjahr nach § 285 S. 1 Nr. 9 HGB ist gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

4. Beirat

Gemäß Gesellschafterbeschluss hat die SANTIS GmbH einen Beirat.

Dem Beirat gehören an:

Katrin Wenzler

Vorsitzende des Beirats


Geschäftsführerin der MARVECS GmbH, Ulm
Robert Söder

CFO der Astra Zeneca GmbH, Wedel (seit Mai 2023)
Patrick Wahren

Partner der SGP Schneider Geiwitz & Partner, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Rechtsanwälte, Neu-Ulm



Im Berichtsjahr ist Herr Eduardo Kneese, Hamburg, aus dem Beirat ausgeschieden.

5. Konzernzugehörigkeit

Alleingesellschafterin der SANTIS GmbH ist die MARVECS GmbH, Ulm. Der Jahresabschluss der Gesellschafterin sowie der SANTIS GmbH werden in den Konzernabschluss der Wenzler Healthcare GmbH, Ulm, einbezogen, die zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss erstellen und veröffentlichen wird.

6. Honorar des Abschlussprüfers

Das von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft O&P GmbH & Co. KG, Augsburg, berechnete Honorar einschließlich Auslagen beträgt für Zwecke der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung TEUR 24.

7. Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.098 ab. Entsprechend den Vorschriften der Satzung schlägt der Geschäftsführer vor, vom Jahresüberschuss einen Betrag in Höhe von TEUR 384 (35%) in die Gewinnrücklage einzustellen und den restlichen Betrag von TEUR 714 (65%) auszuschütten.

 

Ulm, 28.03.2024

Die Geschäftsführung

Torsten Josek



sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 10.06.2024 festgestellt.
Am 10. Juni 2024 wurde beschlossen, dass der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.098 entsprechend der Vorschriften mit einem Betrag in Höhe von TEUR 384 in die Gewinnrücklagen eingestellt und mit TEUR 714 ausgeschüttet wird.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die SANTIS GmbH
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SANTIS GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SANTIS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs­legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, 25. April 2024

O&P GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wolfgang Leeb
Wirtschaftsprüfer

Stefan Biechele
Wirtschaftsprüfer


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