aquatherm GmbH
Biggen 5, 57439 Attendorn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan Kriedel seit 8.2.2024 | Geschäftsführer |
Maik Bernhard Rosenberg seit 29.7.2010 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
aquatherm Besitzgesellschaft mbH & Co. KGAttendornKonzernabschluss zum 31.12.2021LageberichtI. Grundlagen des Konzerns a) Geschäftsmodell Der aquatherm Konzernverbund ist Entwickler, Hersteller und Anbieter von Rohrleitungssystemen aus Polypropylen (PP-R), die zum Transport von verschiedensten Medien unter Druck Anwendung finden. Diese Rohrleitungssysteme werden weltweit in Trinkwasser-, Klima-, Sprinkler- sowie Flächenheiz- und Kühlsystemen eingesetzt. Nach den ISO-Standards (9001:2015, 14001:2015 und 50001:2018) zertifiziert, produzieren wir an den Standorten Attendorn (Hauptwerk aquatherm Kunststoff) und Radeberg (Zweigwerk aquatherm Kunststoff) sowie am Standort Ennest (Werk aquatherm Metall) 100 % deutsche Qualität. Aus insgesamt 15.900 Tonnen Rohmaterial fertigten wir im Jahr 2021 über 28.500 Kilometer Rohr und 39 Millionen Formteile. Die aquatherm Besitzgesellschaft mbH & Co. KG, deren Gesellschaftsanteile sich vollständig im Familienbesitz befinden, ist die Muttergesellschaft des mittelständischen aquatherm-Konzernverbundes. Als prägendes Unternehmen im Konzernverbund fertigt die aquatherm GmbH (kurz aquatherm Kunststoff) Rohrleitungssysteme aus Kunststoff sowie die darin verarbeiteten metallischen Dreh- und Frästeile. Zur Einordnung der weiteren Gesellschaften: - Zur Unterstützung der Vertriebsaktivitäten bestehen in Italien die Töchter aquatherm S.r.l. und aquatherm Service S.r.l.; sie vertreiben die aquatherm Produkte auf dem italienischen Markt. - Seit 2015 sind wir im für uns wichtigen Markt Nordamerika (USA und Kanada) investiert; es wurden in beiden Ländern Vertriebsgesellschaften gegründet. Die US-Gesellschaft firmiert unter dem Namen aquatherm LP und die kanadische Gesellschaft unter aquatherm Corp.. - Im April 2018 haben wir zudem mit der Gründung der aquatherm U.K. Ltd. eine eigenständige Vertriebsgesellschaft im Vereinigten Königreich mit dem Ziel eröffnet, auch in diesem Markt die vorhandenen Potentiale für unsere Produkte noch besser zu platzieren. - Mit Wirkung zum 31.12.2020 sind wir mit 23,1 % an unserem spanischen Vertriebspartner aquatherm ibérica s.l. beteiligt. Ziel der Beteiligung ist es, die seit 1991 bestehende erfolgreiche Partnerschaft entschlossen weiter auszubauen und gemeinsam wichtige Zukunftsmärkte zu erschließen. Der Name aquatherm steht seit Jahren für richtungsweisende Innovationen, führende Qualität, umweltfreundliche Produktion und verlässlichen Service. Die Zufriedenheit unserer Kunden steht immer im Mittelpunkt unseres Handelns. Unser Exportanteil liegt bei über 90 %. Im Jahr 2021 waren wir mit einem Umsatz von T€ 94.125 in über 60 Ländern weltweit präsent. b) Ziele und Strategien Unser Denken und Handeln orientiert sich nicht an kurzfristigen Erfolgsgrößen: Als Familienunternehmer denken und lenken wir den Konzern verantwortungsvoll, langfristig und nachhaltig. In unseren Anwendungsbereichen orientieren wir uns bei all unseren Aktivitäten an unserer Vision "state of the pipe". Als Qualitätshersteller mit 100 % Fertigung Made in Germany liegt unser Fokus auf beratungsintensive Anwendungen und hohe Kundennähe. Marktseitig konzentrieren wir uns auf den Anlagenbau sowie die klassische Haustechnik, um auch durch die Substitution von metallischen Rohrleitungssystemen in größeren Dimensionen unsere Marktposition zu stärken. Im Produktportfolio konzentrieren wir uns weiterhin ausschließlich auf Rohrleitungssysteme aus PP-R. Zu unserem Leistungsspektrum zählt zudem eine hohe Beratungs-, Planungs- und Umsetzungskompetenz. c) Forschung und Entwicklung Innovationen sind ein wesentlicher Treiber für das zukünftige Wachstum unseres Unternehmens. Durch stetige intensive Tätigkeit im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) haben wir den Konzernverbund in den vergangenen Jahren von einem Unternehmen mit großem Innovationsvermögen zum Innovations- und Technologieführer entwickelt. Beständige Optimierung in allen Bereichen des Konzerns ist eine wichtige Aufgabe aller Mitarbeiter. Hinzu kommt, dass wir neben zahlreichen internen Projekten inzwischen auch gemeinsame F&E-Projekte mit externen Instituten und Zulieferern durchführen. Speziell die Projekte mit großen, international agierenden Zulieferern für Rohmaterialien wie auch Maschinen fördern zusätzlichen Know-how-Aufbau und sichern uns zudem bei der ggf. späteren Umsetzung wirtschaftliche und/oder zeitliche Vorteile. II. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nachdem die Weltwirtschaft im Vorjahr im Zuge des Ausbruchs der Corona-Pandemie in eine beispiellose Rezession fiel, sprang die Konjunktur im Jahr 2021 deutlich an und führte zu einer Erholung. Gemäß den Berechnungen des IWF ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) weltweit um 5,9 % angestiegen. Mit dem Krieg in der Ukraine haben sich jedoch neue Belastungen für die Weltkonjunktur ergeben. Die Angst vor einem Ausbleiben russischer Rohstofflieferungen hat die Rohstoffpreise stark steigen lassen und erhöht die ohnehin bereits beträchtlichen Risiken für die Preisstabilität. Die von der westlichen Staatengemeinschaft verhängten Sanktionen belasten nicht nur die russische Wirtschaft, sondern führen auch zu Exporteinbußen in den betroffenen Ländern. Auch führten zunehmende Handelskonflikte und Währungsturbulenzen zu einer gewissen Stimmungseintrübung. So zeigte eine Beruhigung der globalen Exporte bzw. der Investitionsgüternachfrage zunehmend Wirkung. Die Märkte und Branchen für die unterschiedlichen Anwendungsbereiche unserer Produkte sind generell abhängig vom allgemeinen Investitionsverhalten. Wir sind somit unmittelbar an die globale Entwicklung der Weltwirtschaft wie auch an die regional unterschiedlichen konjunkturellen Veränderungen gekoppelt. Das Umsatzvolumen der 100 größten Bauunternehmen weltweit ist nach einem Report der Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte (Deloitte Report "Global Power of Construction", Stand Juli 2022) auf insgesamt 1.819 Billionen US-Dollar angestiegen. So verzeichnete die globale Baubranche im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatzanstieg von 14 Prozent. b) Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir ein Umsatzwachstum von 5,4 % erzielen, was primär auf Lockerungen bei den Covid-19-Beschränkungen und deren positiven Auswirkungen auf die Baubranche zurückzuführen ist. Aufgrund des Aufbaus von Beständen an fertigen und unfertigen Erzeugnisse, lag die Gesamtleistung bei T€ 99.803. Das EBIT hat sich im Berichtszeitraum leicht verringert und beträgt mit T€ 3.480 3,5 % der Gesamtleistung gegenüber T€ 3.515 und 3,9 % im Vorjahr. Die gesetzte Zielgröße mit einer Bandbreite von 4,0 % bis 6,0 % wurde somit leicht verfehlt. Unsere Strategie aquatherm 2022 konnte 2021 weiter Wirkung entfalten; diese Strategie besteht aus den nachfolgenden qualitativen Bausteinen: Wir positionieren uns konsequent als Lösungsanbieter für Kunden im Anlagenbau und in der Haustechnik und Qualitätsführer innerhalb des Marktes für PP-R-Rohrleitungssysteme. Durch den Fokus auf beratungsintensive Anwendungen und hohe Kundennähe differenzieren wir uns von relevanten Wettbewerbern. Wir fokussieren uns auf die folgenden Marktsegmente: Geschlossene Rohrleitungssysteme für den Anlagenbau und klassische PP-R-Anwendungen in der Haustechnik. Die Substitution von metallischen Rohrleitungssystemen in großen Dimensionen sichert in diesen Märkten langfristig weiteres Wachstum. Unser Produktportfolio konzentriert sich dabei weiterhin ausschließlich auf PP-R-Rohrleitungssysteme. Zu unserem Leistungsspektrum gehört zudem eine hohe Beratungs-, Planungs- und Umsetzungskompetenz. Aus Ertragssicht war der Geschäftsverlauf für den aquatherm Konzernverbund aufgrund des rückläufigen EBIT nicht zufriedenstellend. c) Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Die Umsatzerlöse sind um T€ 4.837 und damit um 5,4 % auf T€ 94.125 angestiegen. Das Umsatzwachstum resultiert fast ausschließlich aus dem angestiegenen Auslandsgeschäft, maßgeblich aufgrund steigender Umsätze in den Verkaufsregionen Ägypten, Italien und Hongkong, die die Umsatzrückgänge in anderen Regionen wie z.B. Australien mehr als kompensieren konnten. Die Auftragseingänge im Berichtsjahr lagen ebenfalls um 7,3 % oberhalb des Vorjahresniveaus. Die Gesamtleistung erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 10.237 auf T€ 99.803. Der um T€ 8.453 gestiegene Materialeinsatz von insgesamt T€ 39.251 aufgrund von deutlichen Preisanstiegen der Rohmaterialen führte zu einem gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.718 gestiegenen Rohertrag von T€ 59.796. Der Personalaufwand ist leicht um T€ 249 auf T€ 30.448 angestiegen. Dem Rückgang der Mitarbeiterzahl stehen Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie der Wegfall der staatlichen Unterstützungsleistungen (Kurzarbeitergeld) des Vorjahres gegenüber. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um T€ 2.188 auf T€ 22.908 angestiegen, hauptsächlich aufgrund von erhöhten Vertriebskosten wie Frachtkosten und Verkaufsprovisionen. Das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Ertragsteuern (EBITDA) ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 155 auf T€ 8.449 gesunken. Nach Abschreibungen von T€ 5.014 und Auflösung des Sonderpostens von T€ 45 beträgt das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) T€ 3.480 und liegt um T€ 35 niedriger als im Vorjahr. Unser Finanzergebnis lag bei T€ 139 und hat damit gegenüber dem Vorjahr um T€ 144 zugenommen. Die Belastung durch Ertragsteuern verminderten sich um T€ 939 auf T€ 842. Der Konzernjahresüberschuss beträgt T€ 2.777 und liegt damit um T€ 1.048 über dem Vorjahresergebnis. Finanzlage Kapitalstruktur Unsere Finanzlage zeigt sich weiterhin stabil. Unser wirtschaftliches Eigenkapital liegt bei T€ 81.516 (Eigenkapitalquote 78,1 %) und der Finanzmittelbestand bei T€ 7.025. Das lang- und mittelfristige Fremdkapital hat sich um T€ 8.425 auf T€ 11.090 erhöht, insbesondere durch die Neuaufnahme von Bankdarlehen. Der Anteil an der Bilanzsumme ist von 2,6 % auf 10,6 % angestiegen. Mit T€ 11.800 (Vorjahr T€ 9.937) ergibt sich für das kurzfristige Fremdkapital ein Anteil an der Bilanzsumme von 11,3 %. Der wesentliche Anteil der Verbindlichkeiten besteht in EURO. Investitionen Im Berichtsjahr investierte der Konzern T€ 4.821. Die wesentlichen Investitionen entfallen auf die deutschen Produktionsstandorte Attendorn und Radeberg mit Zugängen von T€ 2.242 für die Einführung einer neuen ERP-Software und T€ 674 für die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Liquidität Unser Finanzmittelbestand von T€ 7.025 (Vj. T€ 8.371) besteht ausschließlich aus flüssigen Mitteln und deckt das kurzfristige Fremdkapital von T€ 11.800 zu 59,5 % ab. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr T€ 6.165 nach T€ 10.867 im Vorjahr. Diese Verminderung hat wesentliche Gründe im Aufbau der Vorräte, die den Rückgang der Forderungen deutlich übersteigen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit zeigt im Geschäftsjahr 2021 einen Mittelabfluss in Höhe von T€ 4.739 nach T€ 3.199 im Vorjahr. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten zeigt einen Mittelabfluss in Höhe von T€ 2.825, nachdem er im Vorjahr T€ 8.105 betrug und enthält im Vergleich zum Vorjahr deutlich höhere Entnahmen der Gesellschafter des Mutterunternehmens, die durch die Neuaufnahme von Bankdarlehen kompensiert werden. Unsere Zahlungsverpflichtungen erfüllen wir stets innerhalb der Zahlungsziele, in der Regel unter Ausnutzung der Skontovereinbarungen. Unsere fälligen Verpflichtungen gegenüber Banken und Dritten haben wir zum Bilanzstichtag vollständig beglichen. Vermögenslage Die Bilanzsumme des Konzerns liegt zum 31.12.2021 mit T€ 104.406 um T€ 1.643 über dem Vorjahreswert. Auf der Aktivseite erhöhte sich das lang- und mittelfristig gebundene Vermögen um T€ 1.273 auf T€ 57.679 (= 55,2 % der Bilanzsumme) durch den Anstieg der immateriellen Vermögensgegenstände (+ T€ 2.695) und des Vorratsvermögens (+ T€ 1.440). Dem entgegen steht der Rückgang der Sachanlagen (- T€ 3.035) aufgrund der geringeren Investitionstätigkeit im Berichtsjahr. Gleichzeitig erhöhte sich das kurzfristige gebundene Vermögen um T€ 370 auf T€ 46.727 (= 44,8 % der Bilanzsumme). Das lang- und mittelfristig gebundene Vermögen wird dabei weiter zu mehr als 100 % durch Eigenkapital finanziert. Das verbleibende Fremdkapital beträgt T€ 22.890 nach T€ 12.571 im Vorjahr; das lang- und mittelfristige Fremdkapital ist dabei um T€ 8.425 auf T€ 11.090 vornehmlich aufgrund der Neuaufnahme eines Bankdarlehens mit einem mittel- und langfristigen Anteil von T€ 8.005 angestiegen. Gleichzeitig erhöhte sich das kurzfristige Fremdkapital um T€ 1.863 auf T€ 11.800; hier wirkt sich entsprechend der Anstieg der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten (+ T€ 1.014) aus. Unsere Finanzierungspolitik ist auf Unabhängigkeit und Eigenständigkeit ausgerichtet: Erwirtschaftete Überschüsse werden im Wesentlichen im Unternehmen reinvestiert und garantieren so unsere verlässliche Kapitalausstattung ohne Abhängigkeit vom Kapitalmarkt. d) Gesamtaussage Das Jahr 2021 war aus Ertragssicht erneut ein unterdurchschnittliches Jahr für den aquatherm Konzernverbund. Unsere wirtschaftliche Gesamtlage bewerten wir dennoch weiterhin als ausgezeichnet; die finanzielle Unabhängigkeit ist gewährleistet. Mit unserer Geschäftsentwicklung im Jahr 2021 können wir aus Ertragssicht aufgrund des rückläufigen EBIT nicht ganz zufrieden sein; um unsere eigenständige Marktposition mit Entschlossenheit zu verteidigen setzen wir weiterhin aktiv die Strategie aquatherm 2022 um. III. Finanzielle Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung Die Steuerung des Unternehmens erfolgt im Wesentlichen über die Kennzahlen Umsatzwachstum und EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern). Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir ein Umsatzwachstum von 5,4 % verzeichnen. Aufgrund des Aufbaus von Beständen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen, stieg die Gesamtleistung um T€ 10.237 auf T€ 99.653. Das EBIT hat sich im Berichtszeitraum aufgrund des gestiegenen Materialeinsatzes leicht verringert und beträgt mit T€ 3.480 3,5 % der Gesamtleistung gegenüber T€ 3.515 und 3,9 % im Vorjahr. Beide Kennzahlen bilden zentrale Größen unserer Unternehmensstrategie aquatherm 2022 zur Sicherung der nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens. IV. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Der Wert unseres aquatherm Konzernverbunds wird neben den finanziellen Kennzahlen maßgeblich durch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestimmt. Insbesondere sind die folgenden Aspekte wesentliche Elemente unserer zukunftsweisenden Ausrichtung: - Wir entwickeln und fertigen Produkte mit dem Prädikat "Made in Germany". - Wir steigern den Mehrwert unserer Kunden durch Service, Beratung und Verlässlichkeit. - Wir sind bestrebt, in allen Prozessen "state of the Art" zu sein, so handeln wir nachhaltig im Sinne unserer Umwelt und schonen Ressource. - Wir stellen die guten Beziehungen zu den uns begleitenden Menschen - Mitarbeiter, Kunden und Partner - in den Mittelpunkt unseres Handelns. V. Chancen, Risiken und Prognose Der aquatherm Konzern erfährt im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit eine Vielzahl von Chancen- und Risikopotenzialen, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. a) Wesentliche Chancen Unternehmerisches Handeln besteht für uns darin, Chancen zu erkennen und zu nutzen und so die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und auszubauen. Die Nachfrage nach Produkten aus Kunststoff steigt in der Welt seit Jahren an. Die wachsende Akzeptanz von Kunststoff als nachhaltiger Werkstoff und die zunehmenden Anwendungsmöglichkeiten für verschiedenste Güter im Zuge des wirtschaftlichen Entwicklungsprozesses in den Ländern wirkt sich positiv auf die Nachfrage aus. Nicht zuletzt begünstigen strukturelle Entwicklungen wie der zunehmende Einsatz von Verbundwerkstoffen den Absatz. Durch unsere in den letzten Jahren forcierten Dimensions- und Produktprogrammerweiterungen wurde der markteröffnende Schritt von der traditionellen Haustechnik zum anspruchsvollen Anlagenbau aktiv umgesetzt. Versorgungsysteme für Großprojekte (z. B. Hotels, Krankenhäuser, Bürokomplexe etc.) und vor allem auch die Industrie stehen daher im Fokus unseres Vertriebsteams. So ergeben sich neue Chancen und Anwendungsbereiche unserer Produkte auf bisher noch unerschlossenen Märkten und Wachstumspotential in bereits erschlossenen Märkten, in denen unser Unternehmen und unsere Produkte bereits anerkannt sind. b) Wesentliche Risiken Markt- und Branchenspezifische Risiken Die Märkte und Branchen für die unterschiedlichen Anwendungsbereiche unserer Produkte sind generell abhängig vom allgemeinen Investitionsverhalten. Wir sind somit unmittelbar an die globale Entwicklung der Weltwirtschaft wie auch an die regional unterschiedlichen konjunkturellen Veränderungen gekoppelt. Wir müssen davon ausgehen, dass die latente Unsicherheit in den Märkten nach einer langen Periode global nahezu einheitlichen Wachstums auch weiter Einfluss auf das Wachstum, das Investitionsverhalten und damit auf unsere Absatzchancen hat. Abhängigkeiten von einzelnen Absatzmärkten wollen wir gezielt vermeiden. Erklärtes Ziel ist nicht mehr die weltweite Präsenz, sondern vielmehr die Führerschaft in ausgewählten Märkten. Im Berichtsjahr erzielten wir in insgesamt 42 Ländern einen Umsatz von jeweils mehr als T€ 100. Fast 90 % unseres Umsatzes entfällt dabei auf 21 (im Vorjahreszeitraum 24) Länder. International vertreiben wir unsere Produkte in der Regel nur mit einem Partnerunternehmen je Land. Aufgrund der beschriebenen Diversifizierung lassen sich die konkreten Risiken in den unterschiedlichen Regionen nur schwer spezifizieren. Durch stetigen Austausch mit unseren regionalen Vertriebspartnern erhalten wir jedoch sachverständigen Einblick in die aktuellen Entwicklungen. Beschaffungsseitige Risiken Die Preise für unsere Rohmaterialien unterliegen mitunter deutlichen Schwankungen. Um die volatilen, vor allem steigenden Preisentwicklungen im Bereich Rohmaterialeinkauf und die daraus resultierenden Wirkungen auf das Betriebsergebnis abzumindern, greifen in diesem Bereich unternehmensinterne Frühwarnsysteme, um entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Auch im Berichtsjahr haben wir weiter entschlossen an unseren engen und partnerschaftlichen Beziehungen mit unseren Zulieferern gearbeitet; dies werden wir auch weiter intensiv betreiben und sorgen zudem durch eine aktive Multi-Sourcing-Strategie für Beschaffungssicherheit. Die Herstellung der Produkte der aquatherm Gruppe ist sehr energieintensiv. Die deutlich gestiegenen Strompreise führen zu erheblichen Mehrbelastungen für die Unternehmensgruppe. Durch die Umsetzung von Maßnahmen zur Energieeinsparung und die Optimierung von Prozess- und Verbrauchsstrukturen, beispielsweise durch Energierückgewinnungsverfahren, wird diesen Belastungen entgegengewirkt. Ertragsorientierte und finanzielle Risiken Aufgrund unseres konstant hohen Forderungsvolumens sind Ausfälle der selbigen ein beständiges Risiko. Wir sind bestrebt, das Volumen an offenen Forderungen auf einem konstanten Niveau zu halten. Aufgrund unserer internationalen Ausrichtung müssen wir mit vielen sehr unterschiedlichen Handlungsweisen im Bereich der Forderungen umgehen. Die Zahlungsziele wurden in der jüngeren Vergangenheit konsequent verkürzt und die Einhaltung der selbigen streng beobachtet. Aufgrund unserer engen und langjährigen Zusammenarbeit mit exklusiven Vertriebspartnern, ist die Anzahl der Debitoren begrenzt, gut zu monitoren und in den letzten Jahren auch weiterhin durch wenige Ausfälle begleitet. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind diesseitig keine existenzbedrohenden Risiken erkennbar. Potenzielle Risiken könnten sich aus dem Kursverhältnis Euro zum US-Dollar ergeben. Grundsätzlich halten wir unseren Grundsatz, ausschließlich in Euro zu fakturieren, bei. Risiken aus Gewährleistungen aus Produktschäden Unsere Gewährleistungsrisiken aus unseren Kundenbeziehungen wurden im Jahresabschluss im Bereich der Rückstellungen berücksichtigt. Für solche Risiken sind wir grundsätzlich durch eine Produkthaftpflichtversicherung abgesichert. Risiken ergeben sich nach unserer Einschätzung jedoch durch die Bindung von Ressourcen in möglichen Rechtsstreitigkeiten. Darüber hinaus erkennen wir keine akuten Risiken für unser Unternehmen. Personalrisiken Für den Unternehmenserfolg sind qualifizierte Mitarbeiter ein zunehmender strategischer Erfolgsfaktor. Fach- und Führungspositionen müssen zeitnah gefunden und qualifiziert werden. Durch aktive Maßnahmen im Bereich Personalgewinnung, -bindung und -entwicklung reagieren wir bereits seit Jahren auf die wachsenden Herausforderungen. IT-Risiken Der Schutz der IT-Systeme hat im Unternehmen einen hohen Stellenwert. Die eingesetzten Sicherheitsmaßnahmen betreffen sowohl prozessspezifische Sicherheitsvorkehrungen als auch Standardmaßnahmen wie den Einsatz von Virenscanner, Firewall-Systemen, Verschlüsselungsverfahren sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen. Um die Sicherheit und Effizienz der Unternehmensprozesse zu gewährleisten, werden daneben die IT-Systeme regelmäßig überprüft und weiterentwickelt. Umweltrisiken Aufgrund der globalen Erwärmung und den damit verbundenen klimatischen Veränderungen sind Unternehmen immer stärkeren externen Umweltrisiken ausgesetzt. Das Unternehmen hat deshalb Maßnahmen ergriffen, um solchen Risiken entgegenzuwirken: Wir halten nicht nur hohe technische Standards, sondern auch unsere Verhaltensregeln und alle rechtlichen Vorgaben in Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz ein und sorgen so für den Erhalt von Gütern und Werten. c) Gesamtaussage Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts sind keine Risiken im Zusammenhang mit der zukünftigen Entwicklung erkennbar, die den Fortbestand des aquatherm Konzerns oder einzelner Gesellschaften im Verbund gefährden könnten. Unsere Analyse von Chancen und Risiken zeigt, dass unternehmerisches Handeln sich immer in einem Spannungsfeld bewegt. Wir sehen dauerhaft mehr Chancen als Risiken für den aquatherm Konzernverbund, zumal keine der erkannten Risiken dauerhaft den Fortbestand unseres Unternehmens beeinträchtigen. d) Prognosebericht Die Zukunft ist aufgrund der geopolitischen Spannungen durch den Krieg in der Ukraine und der andauernden Corona-Pandemie weiterhin schwer einschätzbar; Prognosen sind derzeit nicht nachhaltig. Die konjunkturelle Erholung bleibt voraussichtlich weiterhin ungleichmäßig und abhängig von den gesundheitspolitischen Maßnahmen und wirtschaftspolitischen Impulsen der Länder. Im laufenden Jahr dürfte die Weltwirtschaft nach Schätzungen der OECD (OECD Wirtschaftsausblick, Stand September 2022) insgesamt mit einer Rate von etwa 5,8 % wachsen. Jedoch bestehen nicht unerhebliche Risiken, die zu einem deutlich geringeren Wachstum führen können. Zum einen der Krieg in der Ukraine, dessen Länge und Auswirkungen noch nicht abgeschätzt werden können. Die deutlich steigende Inflation wird zu Zinssteigerungen durch die Notenbanken führen und demensprechend negative Auswirkungen auf Nachfrage haben. Auch die nach wie vor nicht überstandene Coronapandemie und anhaltende Lieferengpässe können das prognostizierte Wachstum bremsen. Das Umsatzvolumen der 100 größten Bauunternehmen weltweit ist nach einem Report der Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte (Deloitte Report "Global Power of Construction", Stand Juli 2022) auf insgesamt 1.819 Billionen US-Dollar angestiegen. Es wird erwartet, dass sich der positive Wachstumstrend 2022 und 2023 mit jährlichen Zuwachsraten von jeweils 3,6 Prozent fortsetzt. Unterstützend kommt hinzu, dass die Regierungen und Institutionen - allen voran die EZB - im europäischen Raum aktiv bestrebt sind, durch antizyklische Investitionen in Infrastruktur die Wirtschaft zu stärken. Dies sollte sich kurz- bis mittelfristig ebenfalls positiv auf die Baubranche und damit auch auf unsere Branche auswirken. Auf der Basis der in diesem Bericht beschriebenen Geschäftsentwicklung ergibt sich unter Abwägung der Risiko- und Chancenpotenziale die folgende Prognose: Für das Jahr 2022 erwarten wir eine stabile Unternehmensentwicklung mit einer leichten Steigerung des zuletzt erreichten Umsatzniveaus von bis zu 3,0 %. Auf Basis von ansteigenden Rohstoffpreisen und unter Berücksichtigung weiterer Investitionen in Mitarbeiter sowie Sachanlagen rechnen wir mit einem EBIT von ca. 4,0 - 6,0 % der Gesamtleistung. Die Vermögenslage wird sich im Wesentlichen nicht verändern. Auch für die Finanzlage erwarten wir keine außergewöhnliche Entwicklung. Um diese Konstanz in den kommenden Jahren aufrecht zu erhalten bzw. um darüber hinaus weiteres, deutliches Wachstum zu generieren, bedarf es in Zukunft erhöhter Anstrengungen und entschlossener Umsetzung der von uns bereits getroffenen richtungsweisenden Entscheidungen im Rahmen der Unternehmensstrategie aquatherm 2022. VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen lediglich Forderungen und Verbindlichkeiten, sowie Guthaben in Form von Girokonten, Tagesgeldern bzw. Termingeldern bei Kreditinstituten.
Attendorn, den 25. Januar 2023 aquatherm Besitzgesellschaft mbH & Co. KG Christof Rosenberg, Geschäftsführer Dirk Rosenberg, Geschäftsführer Maik Rosenberg, Geschäftsführer BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum KonzernabschlussDie aquatherm Besitzgesellschaft mbH & Co. KG, Attendorn, ist Mutterunternehmen eines Konzerns i. S. v. § 290 HGB. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Siegen unter HR A 7616 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB i. V. m. den §§ 244 ff. und §§ 265 ff. HGB aufgestellt. Bei der Gliederung des Konzernanhangs wurde der Grundsatz der Klarheit und Übersichtlichkeit berücksichtigt. Der Konzernanhang unterliegt als Bestandteil des Konzernabschlusses der Prüfungs- und Offenlegungspflicht. Die aquatherm Besitzgesellschaft mbH & Co. KG, die aquatherm GmbH und die aquatherm Metallverarbeitung Verwaltungs-GmbH sowie die aquatherm Verwaltungs-GmbH haben von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Der Konzern hat die Erleichterungen des § 286 Abs. 4 HGB genutzt. II. Angaben zum KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden neben der aquatherm Besitzgesellschaft mbH & Co. KG sämtliche Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die aquatherm Besitzgesellschaft mbH & Co. KG direkt oder indirekt mit Mehrheit beteiligt ist bzw. die Mehrheit der Stimmrechte besitzt. Darüber hinaus wird ein assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Weitere Beteiligungen hält die aquatherm Besitzgesellschaft mbH & Co. KG nicht. Die folgende Darstellung liefert eine Übersicht über die Tochter- und Enkelgesellschaften zum 31.12.2021. Anteilsbesitz gemäß § 313 Abs. 2 HGB zum 31. Dezember 2021
III. Angaben zu den KonsolidierungsmethodenDie Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach der Maßgeblichkeit des Bilanzierungs- und Bewertungsrahmens der Mutterunternehmung. Ansätze und Werte in den Einzelabschlüssen, die nicht den einheitlichen zugrunde gelegten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Konzernabschlusses entsprechen, sind vor der Konsolidierung angepasst bzw. neu bewertet worden, sofern die Auswirkungen von wesentlicher Bedeutung waren. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach dem Stichtag des Jahresabschlusses der aquatherm Besitzgesellschaft mbH & Co. KG, demnach zum 31. Dezember. Abweichende Bilanzstichtage bei den Tochter- und Enkelgesellschaften liegen nicht vor. Die Kapitalkonsolidierung der seit dem Erstkonsolidierungszeitpunkt 01.01.2003 einbezogenen Gesellschaften erfolgte nach der Buchwertmethode. Die Anschaffungskosten für die Anteile an den Tochterunternehmen wurden mit dem entsprechenden anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung verrechnet. Die Erstkonsolidierung der aquatherm Verwaltungs-GmbH erfolgte in 2010, die aquatherm L.P. Lindon/USA, die aquatherm Corp. Lindon/USA und die aquatherm Corporation Airdrie/Kanada wurden zum 01.01.2016 erstmalig konsolidiert. Die Erstkonsolidierung der aquatherm U.K. Ltd. Gillingham/Großbritannien erfolgte zum 19.03.2018. Die Kapitalkonsolidierung für diese Gesellschaften erfolgt nach der Neubewertungsmethode gem. § 301 Abs. 1 HGB. Die Erstkonsolidierung der aquatherm ibérica s.l. Madrid/Spanien erfolgte in 2020. Die Konsolidierung erfolgt nach der Equity-Methode gem. § 312 Abs. 1 HGB. Die Währungsumrechnung einbezogener Abschlüsse in Fremdwährung erfolgte gemäß § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Die Bilanzansätze wurde zum Devisenkassamittelkurs bzw. Euro-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag des Konzernabschlusses umgerechnet, für die Gewinn- und Verlustrechnung wurden die entsprechenden Durchschnittskurse verwendet. Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgte zu historischen Kursen. Umrechnungsbedingte Differenzen zwischen dem Bilanzergebnis und der Erfolgsgröße gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie wechselkursbedingte Wertänderungen des Eigenkapitals von Tochtergesellschaften wurden als "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" im Eigenkapital bilanziert. In den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung bewertet. Bis zum Bilanzstichtag eingetretenen Wechselkursschwankungen wird bei der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten Rechnung getragen; Gewinne und Verluste hieraus werden erfolgswirksam berücksichtigt. Transaktionen zwischen konsolidierten Gesellschaften sind im Konzernabschluss eliminiert. IV. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und des Konzernanhangs beachtet worden. Die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den gesetzlichen Schemata gemäß §§ 266, 275 i.V.m. § 298 HGB gegliedert, wobei für die Ergebnisrechnung das Gesamtkostenverfahren gewählt wurde. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind den Tochterunternehmen von dem Mutterunternehmen in Form von Konzern-Bilanzierungsrichtlinien vorgegeben. Danach waren die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen für Zwecke des Konzernabschlusses unter Beachtung des Grundsatzes der Wesentlichkeit an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden anzupassen ("Handelsbilanz II"). Die Währungsumrechnung erfolgte unter Beachtung der Grundsätze gem. § 256a HGB. Transaktionen in fremder Währung werden mit dem Tageskurs umgerechnet. Innerhalb der Vorräte wurde zur Vorbereitung der im nächsten Geschäftsjahr anstehenden SAP-Einführung an den deutschen Produktionsstandorten das Warenwirtschaftssystem neu organisiert; dabei wurden alle Vorratsartikel auf korrekte Zuordnung zu den Bilanzpositionen überprüft und einige Ausweisänderungen vorgenommen, die die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen beeinflussen. Die Ausweisänderung hat sich auf die Konzernbilanz wie folgt ausgewirkt :
Soweit Ermessensentscheidungen in Bezug auf den Grund, den Umfang und den Zeitpunkt des Ansatzes von Vermögensgegenständen und Schulden zu treffen waren, wurde eine zum Vorjahr vergleichbare Ermessensentscheidung angestrebt. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Es wird gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen (going-concern-Prinzip). Im Einzelnen gilt Folgendes: AKTIVA Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten angesetzt und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer (2 bis 10 Jahre) um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die Abgänge werden zu historischen Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen ausgebucht. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten unter Abzug von nachträglichen Anschaffungskostenminderungen, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen, falls Vermögensgegenstände des Anlagenvermögens zum Bilanzstichtag mit einem niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen sind. Die Abschreibungen werden sowohl nach der linearen als auch nach der degressiven Abschreibungsmethode vorgenommen. Die Anschaffungskosten der Maschinen, maschinellen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden aus Vereinfachungsgründen im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden zunächst zu Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet und im Folgenden mit dem fortgeschriebenen anteiligen Eigenkapital bilanziert. Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen werden dem Fertigungsgrad entsprechend mit den Herstellungskosten unter Einbeziehung angemessener Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten verlustfrei bewertet. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt, abzüglich Wertberichtigung für individuell ermittelte Einzelrisiken sowie einer Pauschalwertberichtigung wegen des allgemeinen Kreditrisikos. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten wurden zum Bilanzstichtag mit dem Marktzins abgezinst. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bewertet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. PASSIVADie einzelnen Posten "Gewinnvortrag" und "Konzernjahresüberschuss" werden zusammengefasst in der Position "Konzernbilanzgewinn" dargestellt. Der Sonderposten mit Rücklageanteil wurde für vorgenommene Sonderabschreibungen nach § 4 Fördergebietsgesetz und vereinnahmte Investitionszuschüsse gebildet. Von der Übergangsregelung nach Art 67 Abs. 3 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Der Ausweis des Sonderpostens nach §§ 247 Abs. 3, 273 HGB a.F. wird auch unter den Vorschriften des BilMoG beibehalten. Die ausgewiesene Pensionsrückstellung umfasst sämtliche Verpflichtungen des Konzerns. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Die Abzinsung erfolgt pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB). Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag. Latente Steuern werden in den Einzelabschlüssen auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz sowie im Konzernabschluss auf Bewertungsunterschiede aus Wertansatzdifferenzen und Konsolidierungsvorgängen angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden, bei Vorliegen der Voraussetzungen, saldiert ausgewiesen und für den Konzernabschluss erfolgt ein zusammengefasster Ausweis mit den Posten nach § 274 HGB (§ 306 S. 6 HGB). Die sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird als passive latente Steuer in der Bilanz ausgewiesen. Bei Wertansatzdifferenzen aus konzerneinheitlicher Bewertung und für ergebniswirksame Konsolidierungsbuchungen nach § 306 HGB wird grundsätzlich ein konzerneinheitlicher Durchschnittssteuersatz von 24 % angesetzt, ansonsten werden unternehmensindividuelle Steuersätze zugrunde gelegt. Die Ermittlung der latenten Steuern in den Einzelabschlüssen erfolgt auf Basis unternehmensindividueller Steuersätze, die zwischen 14 % und 30 % liegen. IV. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie der kumulierten Abschreibungen wird nachfolgend in einem Konzern-Anlagenspiegel dargestellt. Als Anschaffungs- und Herstellungskosten sind historische Werte angesetzt worden. Durch Erstkonsolidierungen und den Hinzuerwerb von Fremdanteilen im Geschäftsjahr 2016 war ein Geschäfts- und Firmenwert von T€ 1.350 zu aktivieren, der seitdem nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB linear über eine Dauer von zehn Jahren abgeschrieben wird und somit zum Bilanzstichtag T€ 540 beträgt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Gliederung dieser Posten ergibt sich aus der Konzernbilanz. Die Laufzeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beträgt ausschließlich weniger als ein Jahr. Eigenkapital Das Kommanditkapital beträgt T€ 2.500 und ist vollständig erbracht. Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2021 des Mutterunternehmens wurde in voller Höhe den Gesellschafterverrechnungskonten gutgeschrieben. Sonderposten mit Rücklageanteil Der Sonderposten mit Rücklageanteil beinhaltet die in Anspruch genommenen Sonderabschreibungen von 50 % bzw. 40 % gemäß § 4 Fördergebietsgesetz von T€ 27. Die Auflösung der nach dem Fördergebietsgesetz gebildeten Rücklage ist nach Ende des Begünstigungszeitraums, spätestens jedoch nach vollständiger Abschreibung der begünstigten Wirtschaftsgüter vorzunehmen. Im Geschäftsjahr 2021 wurde der verbleibende Sonderposten mit T€ 27 vollständig aufgelöst. Die in Vorjahren gebildete Rücklage für Investitionszuschüsse von T€ 16 (Vj.: T€ 35) wurde im Geschäftsjahr in Höhe von T€ 19 aufgelöst. Rückstellungen Die Bildung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach der versicherungsmathematischen modifizierten Teilwertmethode. Bei der Ermittlung des notwendigen Erfüllungsbetrages wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. K. Heubeck verwendet, unter Berücksichtigung eines Zinsfußes von 1,35 % und eines Rententrends von 1,00 %. Gehaltstrend und Fluktuation wurden bei der Berechnung nicht einbezogen. Es liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen auf den 31.12.2021 vor. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 26. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. In den sonstigen Rückstellungen sind als wesentliche Posten die Rückstellungen für Garantiefälle von T€ 959, für Urlaub von T€ 331, für Dienstaltersentschädigungen von T€ 298, für Zeitguthaben von T€ 277 und für Abfindungen/Provisionen an Handelsvertreter von T€ 165 enthalten. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten - mit Laufzeiten und Sicherheiten - sind im nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.
Passive latente Steuern Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ein Passivüberhang der latenten Steuern von T€ 145. Die Summe der passiven latenten Steuern aus den Einzelabschlüssen belief sich hierbei, nach Saldierung mit den aktiven latenten Steuern, auf T€ 339. Diese resultieren im Wesentlichen aus den unterschiedlichen Wertansätzen bei den immateriellen Vermögensgegenständen. Aus Wertansatzdifferenzen im Zusammenhang mit konzerneinheitlicher Bewertung ergaben sich nach Saldierung insgesamt passive latente Steuern von T€ 38. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Vereinheitlichung von unterschiedlichen Ansätzen im Vorratsbereich in Höhe von T€ 157. Die aktiven latenten Steuern von T€ 232 auf Konsolidierungsvorgänge resultieren im Wesentlichen aus der ergebniswirksamen Zwischenergebniseliminierung, bei der temporäre Differenzen in Höhe von T€ 968 berücksichtigt wurden.
V. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen kann unterbleiben, da der Umsatz überwiegend in der Produktgruppe "aquatherm green pipe" erzielt worden ist. Die Umsatzerlöse gliedern sich gemäß § 285 Nr. 4 HGB nach geographisch bestimmbaren Märkten wie folgt auf:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten T€ 96 (Vj.: T€ 35) periodenfremde Erträge und Erträge aus der Währungsumrechnung von T€ 427, sowie Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil von T€ 45 (Vj.: T€ 64). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind T€ 5 (Vj.: T€ 47) periodenfremde Aufwendungen und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von T€ 65 enthalten. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen von T€ 37 (Vj.: T€ 39). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten latente Steuern von T€ 339 aus der Steuerabgrenzung gem. §§ 274 und 306 HGB. VI. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung und zum Konzern-EigenkapitalspiegelDer Finanzmittelfonds des Konzerns setzt sich unverändert zum Vorjahr aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital steht zum Stichtag mit Ausnahme des oben aufgeführten Unterschiedsbetrags nach § 253 Abs. 6 HGB vollständig zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. VII. Sonstige AngabenAbschlussprüferhonorar Für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses zum 31.12.2021 der aquatherm Besitzgesellschaft mbH & Co. KG wurden für das Geschäftsjahr 2021 insgesamt T€ 90 Honorar als Aufwand erfasst. Davon entfielen auf die Abschlussprüfungen T€ 64, auf Steuerberatungsleistungen T€ 25 und auf sonstige Leistungen T€ 1. Die Honorare für Abschlussprüfungen enthalten die gesamten gezahlten bzw. noch zu zahlenden Honorare samt Auslagen für die Abschlussprüfung der Konzernrechnungslegung und deren Testierung sowie die Prüfung der Einzelabschlüsse der aquatherm Besitzgesellschaft mbH & Co. KG und ihrer verbundenen Unternehmen in Deutschland. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Verpflichtungen aus diversen Miet- und Leasingverträgen. Wesentliche Verträge betreffen: - Es bestehen diverse Mietverträge über Grundstücke und Gebäude in Italien, USA, Kanada und Großbritannien. Der jährliche Mietaufwand hieraus beträgt 2022 T€ 787 und in den Jahren 2023-2026 T€ 2.918. - Es besteht ein Mietvertrag über ein Grundstück im Industriegebiet Biggen, Attendorn, nebst aufstehender Werkhalle, Lagerräume, Büroräume sowie Sozial- und Nebenräume. Der jährliche Mietaufwand hieraus beträgt 2022 T€ 151 und in den Jahren 2023-2026 T€ 603. - Es bestehen diverse Mietverträge über Außenläger in Deutschland. Der jährliche Mietaufwand hieraus beträgt 2022 T€ 5 und in den Jahren 2023-2026 T€ 20. - Weiterhin bestehen diverse allgemeine Dienstleistungsverträge; im Jahr 2022 belaufen sich die Verpflichtungen aus diesen Verträgen auf voraussichtlich T€ 659 und in den Jahren 2023-2026 auf T€ 2.523. - Zudem bestehen diverse Miet- und Leasingverträge mit teilweise mehrjährigen Laufzeiten für IT- und Telekommunikationsanlagen, Büro- und Betriebsausstattung und allgemeine Gebäudeausstattung an allen aquatherm Standorten. Die Gesamtverpflichtung aus diesen Verträgen beläuft sich für das Jahr 2022 im Konzern auf T€ 640 und in den Jahren 2023-2026 auf T€ 1.960. Geschäftsführung aquatherm Verwaltungs-GmbH, vertreten durch ihre alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer Christof Rosenberg, Dirk Rosenberg und Maik Rosenberg. Unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge. Beirat Gerhard Rosenberg Unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter im Konzern während des Geschäftsjahres betrug 507 und gliedert sich wie folgt:
Vorgänge von besonderer Bedeutung Der Einmarsch der russischen Streitkräfte in die souveräne Ukraine am 24.02.2022 stellt ein einschneidendes Ereignis dar, welches auch die globale Wirtschaft empfindlich beeinflussen wird. So sind bereits umfassende Auswirkungen auf den Güter- und Finanzmärkten spürbar und die Sanktionen der westlichen Staaten gegenüber Russland werden nicht nur für Russland langfristig erhebliche Konsequenzen haben, sondern für die Weltwirtschaft generell. Dabei sind Aussagen zur zeitlichen Erstreckung dieser Krise gegenwärtig kaum möglich. Risiken werden sich aber z.B. insbesondere bei den Lieferketten, auf den Absatzmärkten, bei der Kreditversorgung durch die Banken und aus Cyberangriffen ergeben. Zum aktuellen Zeitpunkt ist eine Einschätzung über das Ausmaß auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft kaum bzw. nicht möglich. Auch unser Unternehmen wird durch diese Entwicklungen beeinflusst, weshalb unsere Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr vorsichtiger sind.
Attendorn, den 25. Januar 2023 aquatherm Besitzgesellschaft mbH & Co. KG Christof Rosenberg, Geschäftsführer Dirk Rosenberg, Geschäftsführer Maik Rosenberg, Geschäftsführer Kapitalflussrechnung
Eigenkapitalspiegel
BestätigungsvermerkAn die aquatherm Besitzgesellschaft mbH & Co. KG, Attendorn Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der aquatherm Besitzgesellschaft mbH & Co. KG, Attendorn, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigen+kapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der aquatherm Besitzgesellschaft mbH & Co. KG, Attendorn, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021 geprüft. Die in der Anlage genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der in der Anlage genannten Bestandteile des Konzernlageberichts. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Attendorn, den 25. Januar 2023 HTR
Hansa Treuhand GmbH
gez. T. Gerlach, Wirtschaftsprüfer gez. A. Hilgers, Wirtschaftsprüfer Hinweis zur OffenlegungDie Billigung des Konzernabschlusses erfolgte am 03. März 2023. |
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