Ernst Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Sauer seit 14.4.2021 | Prokura |
Matthias Michael Ernst seit 3.8.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ernst Umformtechnik GmbHOberkirchJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. Grundlagen des Unternehmens Die Ernst Umformtechnik GmbH ist ein Entwicklungspartner und Serienfertiger von Stanz- und Tiefziehteilen für die Automobil-, Kugellager-, Regeltechnik- und Haushaltsgeräteindustrie. Kernkompetenz ist die Metallumformung auf Basis der Folgeverbund-, Transfer- und Stufenpressentechnik sowie entsprechender Montagetechniken. ERNST entwickelt technologisch überzeugende Präzisionslösungen für anspruchsvolle Komponenten und Baugruppen aus Metall - kundennah auf der ganzen Welt. Zusammen mit unseren Auslandsstandorten in Niederbronn (F) 1997, Moraine (USA) 2005 und Wujiang (China) 2011 ist die ERNST Gruppe international aufgestellt und an allen wichtigen Industriestandorten vertreten. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 wurde durch hohe Energiepreise, zunehmende Inflation, die ökonomische Instabilität wichtiger internationaler Partner, verstärkte geopolitische Unsicherheiten infolge militärischer Konflikte und herausfordernde Finanzierungsbedingungen belastet. Demzufolge sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3% - kalenderbereinigt betrug der Wirtschaftsrückgang 0,1% - im Vergleich zum Vorjahr. Die Wirtschaftsleistung des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) ging im Jahr 2023 um 2,0% zurück. Insbesondere das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85% des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) ausmacht, verzeichnete auch preisbereinigt einen Rückgang um 0,4%. Positive Impulse gingen trotz dieser Herausforderungen vor allem von der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau aus. Dagegen mussten energieintensive Branchen, wie die Chemie- und die Metallindustrie erneut Rückgänge bei Produktion und Wertschöpfung hinnehmen. Im Dienstleistungssektor war hingegen ein wirtschaftlicher Aufschwung zu beobachten, der die Konjunktur im Jahr 2023 stützte. Die stagnierende Wirtschaft und eine Inflationsrate von 5,9% spiegelten sich auch in einem Rückgang des privaten Konsums um 0,8% im Vergleich zum Vorjahr wider. Auch der Staat reduzierte seine Konsumausgaben preisbereinigt erstmals seit fast zwei Jahrzehnten um 1,7%. Nach ersten Schätzungen schlossen die öffentlichen Haushalte 2023 mit einem Defizit von 82,7 Mrd. Euro ab, was einem Rückgang von rund 14 Mrd. Euro gegenüber 2022 (96,9 Mrd. Euro) entspricht. Dieser Rückgang ist zum Teil auf den Wegfall der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zurückzuführen, wurde jedoch teilweise durch höhere Ausgaben für die Gas- und Strompreisbremse kompensiert. Arbeitsmarkt Im Jahr 2023 trugen 45,9 Millionen Erwerbstätige in Deutschland zur Wirtschaftsleistung bei, was einem Anstieg um 0,7% oder 333.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies ist die höchste Anzahl an Erwerbstätigen, die jemals in Deutschland verzeichnet wurde. Die Rekordbeschäftigung spiegelt sich jedoch nicht in der Produktivität wider, die sich seit einiger Zeit auf einem Abwärtstrend befindet und im ersten Quartal 2023 um 1% unter dem Vorjahreswert lag. Hohe Teilzeitquoten - die Zahl der Teilzeitbeschäftigten stieg mit 2,1% deutlich stärker als die der Vollzeitbeschäftigten mit 0,6% - und steigende Krankenstände mit einem Rekordwert von 7,11% sind Faktoren für den Produktivitätsrückgang. Der Zuwachs der Erwerbstätigen ist auf die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte sowie auf eine zunehmende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung zurückzuführen. Besonders auffällig ist, dass Arbeitsplätze vor allem im Dienstleistungsbereich entstanden sind. Im Dezember 2023 waren in der gesamten EU etwa 12,9 Millionen Menschen arbeitslos, was einer Erwerbslosenquote von 5,9% entspricht. Innerhalb der Eurozone lag die Quote mit 6,4% sogar noch etwas höher als im EU-Durchschnitt. Deutschland stach in diesem Kontext positiv hervor, mit einer der niedrigsten Erwerbslosenquoten von nur 3,1%. Dies unterstreicht die starke Position Deutschlands auf dem Arbeitsmarkt im Vergleich zum Rest der EU. 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Internationaler Automobilmarkt Der weltweite Pkw-Absatz stieg von ca. 67,3 Mio. Einheiten im Jahr 2022 auf ca. 75,3 Mio. Fahrzeuge im Jahr 2023. Der Anstieg wurde durch eine im Vergleich zum Vorjahr verbesserte Fahrzeugverfügbarkeit begünstigt. Der Zuwachs ist auch auf die niedrigen Verkaufszahlen im Vorjahr zurückzuführen, die einen Basiseffekt bewirkten, der das Wachstum zunächst begünstigte, dessen positiver Einfluss auf die Wachstumsraten aber im Laufe der Zeit nachließ. Als weltweit größter Automarkt trägt China maßgeblich zu diesem Aufschwung bei und erreicht mit fast 25,8 Millionen neu zugelassenen Pkw einen historischen Höchststand. Im Dezember 2023 wurden fast 2,8 Millionen Pkw verkauft, was ein bisher unerreichtes Absatzniveau darstellt. Bei der Entwicklung der Elektroautos weltweit ist ein Anstieg von 35% zu verzeichnen, das sind 14,2 Millionen neue batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) und Plug-in-Hybride (PHEV). Europäischer Automobilmarkt 2023 wurden auf dem europäischen Automobilmarkt, der die EU, die EFTA und das Vereinigte Königreich umfasst, rund 12,8 Mio. Pkw neu zugelassen, was einem Zuwachs von 14% entspricht. Trotz des Wachstums gestaltet sich die Erholung weiterhin langwierig. Im Vergleich zu den Neuzulassungszahlen vor der Krise im Jahr 2019 befindet sich der Markt noch immer deutlich unter dem Vorkrisenniveau mit einem Rückgang von 19%. Deutschland, als einer der fünf größten Absatzmärkte, leistet einen maßgeblichen Beitrag zu diesem Rückgang vor allem aufgrund von weniger neuzugelassenen Fahrzeugen im Elektrosegment. Trotzdem stieg die Zahl der neu zugelassenen Elektrofahrzeuge in der EU um 37% auf 1,54 Millionen. Der Marktanteil der Elektrofahrzeuge übertrifft damit erstmals den der Dieselfahrzeuge. Deutscher Automobilmarkt Laut Angaben des Kraftfahrtbundesamts stieg die Anzahl der Neufahrzeugzulassungen in Deutschland im Jahr 2023 um 7% auf insgesamt mehr als 2,8 Millionen Fahrzeuge im Vergleich zu 2022 an. Dennoch bewertete die deutsche Autoindustrie ihre Geschäftslage im Dezember 2023 etwas negativer als zuvor. Der Geschäftsklimaindex sank in diesem Monat zudem auf 9,5 Punkte, nachdem er im November noch bei 15,4 Punkten gelegen hatte. Trotz dieser Entwicklung beendete die Autobranche das Jahr 2023 aus ihrer Sicht auf einem zufriedenstellenden Produktionsniveau, wie sich aus der offiziellen Jahresbilanz ergibt. Die politische Entscheidung, dass ab dem 17. Dezember 2023 keine neuen Anträge für die staatliche Kaufprämie für Elektroautos, den sogenannten Umweltbonus, beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mehr eingereicht werden können, hat die Lage im deutschen Automobilsektor erschwert. Trotzdem wurde im Jahr 2023 ein neuer Höchstwert in Deutschland, mit 523.000 neu zugelassenen E-Autos erreicht. Im Jahr 2022 waren es nur knapp 471.000 neu zugelassene Elektrofahrzeuge. Die Bundesregierung verfolgt weiterhin das Ziel, bis zum Jahr 2030 insgesamt 15 Millionen Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu etablieren. Bei einem aktuellen Bestand (November 2023) von 1,3 Millionen Elektrofahrzeugen und unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungstrends erscheint die Erreichung dieses Ziels laut Präsidentin des VDA derzeitig als eher ambitioniert. Entwicklungen der blechumformenden Unternehmen Die bereits erläuterten gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen spiegeln sich auch in der Branche der Blechumformung wider. Eine IBU-Konjunkturumfrage im Oktober 2023 zeigt, dass 43% der Unternehmen ihre Lage als schlecht oder sogar sehr schlecht bewerten. Dies ist vor allem auf einen signifikanten Auftragsrückgang im letzten Quartal des Jahres 2023 zurückzuführen. Besonders die Bauindustrie ist betroffen, da 70% der Lieferanten einen Mangel an Bestellungen berichten. In der Automobilbranche haben 61% der Unternehmen weniger Aufträge erhalten, während im Maschinenbau ein Rückgang von 57% verzeichnet wurde. Diese Entwicklung spiegelt sich in den Zukunftserwartungen für 2024 wider. In den betroffenen Sektoren sind zwischen fast 50 und 63% der Befragten pessimistisch gestimmt, denn die blechumformenden Unternehmen werden neben den Auftragsrückgängen auch durch wechselnde gesetzliche Vorgaben, einschränkende politische Entscheidungen, steigende Energie- und Personalkosten sowie den Fachkräftemangel belastet. 3. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Ernst Umformtechnik GmbH eine Gesamtleistung von 90.008 TEuro (Vorjahr: 86.325 TEuro). Dies entspricht einer Steigerung gegenüber Vorjahr um 4,3%. Das Jahresergebnis beläuft sich in 2023 auf -456 TEuro (Vorjahr 1.811 TEuro) und entspricht -1% der Gesamtleistung (Vorjahr: 2 %). Der Auftragsbestand beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 2023 57.600 TEuro und ermöglicht eine Auslastung der Produktionsanlagen von ca. sieben Monaten. Die ERNST Umformtechnik GmbH ist bei ihren Abnehmern im Wesentlichen Alleinlieferant, wodurch eine gewisse Grundauslastung gesichert ist. Der Umsatzanteil für den Bereich Automotive ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Unsere Positionierung im Markt und unsere Produktinnovationen bestätigen unsere Geschäftspolitik. Alle Neuaufträge resultieren aus den mit unseren Abnehmern gemeinsam durchgeführten Produkt- und Prozessentwicklungen. Bei der Entwicklung neuer Produkte besteht ein enges Verhältnis zwischen der ERNST Umformtechnik GmbH und ihren Kunden. Die Gesellschaft übernimmt im betriebsüblichen Umfang Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte sowie Neueinführungen. Viele Neuentwicklungen haben eine Vorlaufzeit zum Serienstart von bis zu zwei Jahren. Kompetente Produkt- und Prozessentwicklungen beeinflussen nachhaltig unseren Neuauftragseingang. Deshalb werden wir in diesem Bereich auch weiter zusätzliche Entwicklungskapazitäten schaffen. Die Ernst Metal Technologies LLC (USA) musste in 2023 ein negatives Ergebnis verzeichen, wogegen die Ernst Metal Technologies (Wujiang) Co., Ltd im Geschäftsjahr 2023 einen positiven Beitrag zum Gruppenergebnis beisteuern kann. Auf die Beteiligung an der Ernst America Inc. wurde daher zum Stichtag eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe 1,4 Mio. Euro vorgenommen. 4. Lage der Gesellschaft Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich im abgeschlossenen Geschäftsjahr auf -456 TEuro (Vorjahr: 1.811 TEuro). Die Materialeinsatzquote beläuft sich im Geschäftsjahr auf 55,3% (Vorjahr: 55,6 %) und die Personaleinsatzquote auf 27,4% (Vorjahr: 27,6%). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen bezogen auf die Gesamtleistung 11,9% (Vorjahr: 10,5%). Unsere Finanzlage ist stabil. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, alle finanzwirtschaftlichen Prozesse optimal zum Nutzen des Unternehmens zu steuern. Die Bilanzsumme ging um 4 % zurück. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gingen zurück um 10,1%, die Vorräte um 3,5%. Die Forderungen erhöhten sich um 2,1%. Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag 48% (Vorjahr: 46%). Das Fremdkapital gliedert sich in lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 38,3% (Vorjahr: 41,8%) der Bilanzsumme. Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (> 5 Jahre) bestehen keine mehr. Dem Unternehmen stand im Geschäftsjahr ausreichende Liquidität (flüssige Mittel bzw. verfügbare Kreditlinien) zur Verfügung. Die Kontokorrentlinien wurden nicht ausgeschöpft. Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 6,6% (Vorjahr: 5,1%) der Bilanzsumme. Diese Verbindlichkeiten werden kontinuierlich innerhalb der Zahlungsfrist beglichen. Die Investitionen in immaterielle Anlagegüter, Sach- und Finanzanlagen betrugen 3.439 TEuro (Vorjahr: 4.723 TEuro). Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit lag in der Erweiterung von Produktionskapazitäten und der Modernisierung und Rationalisierung von Produktionsanlagen. Der im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Cash-Flow (Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen und Veränderung Rückstellungen) betrug 4.193 TEuro (Vorjahr: 6.110 TEuro). Langfristige Anlagen in Maschinen und Gebäude sind fristenkongruent finanziert. Unsere Organisation folgt dem System des Lean Management und bedient sich damit Methoden und Verfahrensweisen zur effizienten Gestaltung der gesamten Wertschöpfungskette. Ein wichtiger Baustein dabei ist unser ERNST-Produktionssystem, das gemäß der KVP-Philosophie vorsieht über die gesamte Prozesskette kontinuierlich an system- und prozessorientierten Verbesserungen hinsichtlich Kosten, Durchlaufzeiten und Qualität zu arbeiten. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl einschließlich Auszubildende und Leiharbeiter hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 20 auf 448 (Vorjahr 428) erhöht. Zum 31. Dezember 2023 betrug der Mitarbeiterstand einschließlich Auszubildende und Leiharbeitnehmer 445 Mitarbeiter (Vorjahr: 418). In der Region ist der Anteil an Arbeitslosen vergleichsweise niedrig. So ist es weiterhin schwierig, aus diesem Potenzial die für unsere Entwicklung benötigten qualifizierten Mitarbeiter zu finden. Um den Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern für die Zukunft abzudecken, genießt die Aus- und Weiterbildung anhand in- und externer Schulungen und Workshops einen hohen Stellenwert. Die Motivation unserer Auszubildenden zeigt, dass das Konzept der praxisnahen Ausbildung in unserer Lernwerkstatt das richtige Ausbildungssystem ist. Die Zahl der Ausbildungsplätze betrug zum Jahresende 26 (Vorjahr: 28). Der aktive Umweltschutz im Rahmen der DIN EN ISO 14001 ist zu einem konstanten Faktor einer ressourcenschonenden, ökologischen Produktion geworden. Es ist ein vorrangiges Ziel, den Gesamtverbrauch und die Entsorgungskosten, besonders der Bearbeitungsöle und -emulsionen, der ungenutzten Restölmengen sowie der mit Gefahrstoffen belasteten Verpackungsmaterialien weiter zu reduzieren. Die dem Umweltschutz zugeordneten Investitionen sowie Kosten im Entsorgungsbereich beliefen sich auf 140 TEUR (Vorjahr: 102 TEUR). Seit Jahren erfüllt das Unternehmen die Qualitätsmanagementstandardnorm ISO TS 16949 und seit 2018 die Norm IATF 16949, sowie seit 2014 die des Energiemanagementsystems nach ISO 50001. Die Qualitätsmanagementnorm IATF 16949 stellt höchste Ansprüche an die gesamte Betriebsstruktur und ist Voraussetzung, um als Auswahllieferant in der Automobilindustrie Zugang zu finden. Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist als gut zu bezeichnen. C. Risiko- und Chancenbericht Neben dem Streben nach Innovation und dem damit verbundenen Wachstum stehen die Herausforderungen der Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft. An dieser Stelle entsteht häufig ein Konflikt, wie das Ziel von Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätzen mit der Reduzierung von Emissionen und der Verhinderung der globalen Erwärmung in Einklang gebracht werden kann. An der Spitze der Investitionen steht die Automobilindustrie, deren Ausgaben für Forschung und Entwicklung von entscheidender Bedeutung für den Wandel der deutschen Automobilindustrie sind. Ein Wandel hin zur Elektromobilität inklusive Batterietechnologie, zum autonomen Fahren und zur Digitalisierung. Um dies zu erreichen, haben die Automobilunternehmen mit Sitz in Deutschland derzeit einen weltweiten Anteil von 30% an den F&E-Investitionen der Branche. Zukünftig werden die Hersteller und Zulieferer der deutschen Automobilindustrie von 2024 bis 2028 weltweit rund 280 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investieren. Die Investitionstätigkeit der Unternehmen wird laut VDA-Umfrage jedoch von verschiedenen Faktoren beeinträchtigt. Eine Vielzahl der Unternehmen geben an, dass die Absatzlage bzw. Absatzerwartung den größten Einfluss auf ihre Investitionsbereitschaft hat. Standortbedingungen Deutschland Der Wirtschaftsstandort Deutschland wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Auf der einen Seite stehen positive Aspekte wie ein starkes Bildungssystem und damit eine gut ausgebildete Bevölkerung sowie ein innovations- und forschungsfreundliches Umfeld. Auf der anderen Seite stehen negative Faktoren wie Fachkräftemangel, hohe Lohnkosten, hohe Energiekosten und eine komplexe Bürokratie. Um positive Faktoren beizubehalten und negative Faktoren zu verbessern, veröffentlichte die Bundesregierung im Jahr 2023 den sogenannten 10-Punkte-Plan für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Dazu gehört unter anderem das Bürokratieentlastungsgesetz, welches die Verwaltung vereinfachen und die Verfahren beschleunigen soll, um den Bürokratieaufwand zu verringern. Ein weiterer Punkt ist das Fachkräfteeinwanderungsgesetz, dass die Einwanderung von Fachkräften erleichtern und den Zugang zu Aus- und Weiterbildung verbessern soll. Der Fachkräftemangel in Deutschland ist je nach Bundesland und Branche unterschiedlich stark ausgeprägt. Aktuell sehen mehr als 50% der Unternehmen den Fachkräftemangel als größtes Entwicklungshemmnis. Ein wesentlicher Faktor ist dabei der demografische Wandel, der die Zahl der Fachkräfte im erwerbsfähigen Alter aller Voraussicht nach deutlich sinken lassen wird. Die Bundesregierung möchte mit der Fachkräftestrategie dem Mangel entgegenwirken und sieht vor allem Potenziale durch die Erwerbsbeteiligung und Einbindung von Frauen sowie ältere Personen. Dies soll durch Unterstützungsangeboten, Erleichterungen und verbesserten Anreize erzielt werden. Parallel zum inländischen Potential möchte die Bundesregierung auch Einwanderung von Fachkräften aus dem Ausland stärken. An dieser Stelle werden zugewanderte Arbeitskräfte häufig durch die deutsche Bürokratie ausgebremst und unter ihrer eigentlichen Qualifikation und Ausbildung eingesetzt. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) befürwortet die Prüfung von Qualifikationen anstelle von Abschlüssen. Die zunehmende Bürokratie verschärfe somit den bereits bestehenden Fachkräftemangel. Allgemein schneidet Deutschland als Wirtschaftsstandort im internationalen Vergleich in den letzten Jahren immer schlechter ab. Die Wettbewerbsfähigkeit wird in Frage gestellt, vor allem aufgrund der aktuell hohen Energiepreise und der Schwäche in der Globalisierung. Für die ERNST Umformtechnik GmbH mit seinem Standort in Deutschland werden die beschriebenen Faktoren ebenso zunehmend bedeutsam. Es gilt die Organisationsstrukturen zukunftsfähig zu gestalten und sich auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten. D. Prognosebericht Für das Jahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein weltweites Wachstum von 3,1%, das von einer unerwartet stabilen Konjunktur in den USA und in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern sowie von fiskalischen Anreizen in China angetrieben wird. Laut World Economic Outlook des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird für die USA ein Wachstum von 2,1%, für China von 4,6% und für Frankreich von 1,0% erwartet. Für Deutschland wird dagegen nur ein geringes Wachstum von 0,5% prognostiziert, womit die Bundesrepublik das Schlusslicht bildet. Von den sechs untersuchten Wirtschaftsregionen und 16 vom IWF bewerteten Ländern schneidet keines schlechter ab. Die deutsche Wirtschaftslage im Jahr 2024 wird von verschiedenen Risikofaktoren beeinflusst, darunter Haushaltsdefizite, wirtschaftspolitische Unsicherheiten, die Folgen des Konflikts in der Ukraine und im Gazastreifen sowie die Entwicklung von Löhnen und Inflation. In der Folge senkte auch das Ifo-Institut seine zunächst veröffentlichte Prognose von einem Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 von 1,4% auf 0,9%. Dieser Rückgang ist auch auf eine schwache Entwicklung im letzten Quartal 2023 und eine schleppende Erholung zurückzuführen, die von Unsicherheit aufgrund der anhaltenden Sparneigung und geringen Investitionsbereitschaft geprägt ist. Eine weitere Absenkung auf 0,7% Wachstum kündigte das ifo-Institut im Januar 2024 aufgrund der Konsolidierungsmaßnahmen im Bundeshaushalt mit Einsparungen in Höhe von 19 Milliarden Euro an, um die Haushaltslücke zu schließen. Dies führt zu Mehrbelastungen bzw. geringerer Entlastungen von Unternehmen und Haushalten sowie zu Ausgabenkürzungen des Staates mit konjunkturellen Auswirkungen. In der Tendenz sollte sich die Lage jedoch durch steigende Löhne, sinkende Energiepreise, ein niedrigeres Zinsniveau, eine rückläufige Inflationsrate und schließlich durch die Rückkehr der Kaufkraft, erholen. Prognosen zur Folge werde die Inflationsrate in der zweiten Jahreshälfte auf 2% zurückgehen, bei dienstleistungsnahen Konsumgütern aber deutlich über 3% bleiben. Eine weitere Verbesserung ist beim Leistungsbilanzsaldo zu verzeichnen, das von 285 Mrd. Euro im Jahr 2023 auf 316 Mrd. Euro im Jahr 2024 ansteigen soll und damit 7,5% der jährlichen Wirtschaftsleistung ausmachen würde. Die gesamtwirtschaftliche Prognose wird sich voraussichtlich auch im Jahr 2024 auf dem deutschen Arbeitsmarkt niederschlagen, die Zahl der Arbeitslosen wird voraussichtlich um 82.000 Personen steigen, was einer Arbeitslosenquote von 5,9% entspricht. Gleichzeitig wird eine Zunahme der Erwerbstätigen um 83.000 Personen erwartet. Im Jahr 2024 stagniert das Produktionsvolumen der deutschen Automobilindustrie bei 4,11 Mio. Fahrzeugen und liegt damit noch 28% unter dem Rekordwert von 2016. Die Produktion von Pkw mit Verbrennungsmotor (inkl. Plug-in-Hybride, PHEV) sinkt um 7% auf 2,92 Mio. Fahrzeuge. Die Produktion von Elektrofahrzeugen (BEV) steigt dagegen um 25% auf 1,2 Millionen Fahrzeuge. Der Automobilsektor spielt in der deutschen Wirtschaft eine wichtige Rolle und hat in den letzten Jahren einen wachsenden Anteil an der Industrie. Trotzdem wird für Deutschland ein Rückgang der Pkw-Produktion um 1% auf 2,82 Millionen Einheiten erwartet. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat prognostiziert, dass der weltweite Automobilmarkt von 75,6 Mio. Einheiten im Jahr 2023 auf 77,4 Mio. Einheiten im darauffolgenden Jahr ansteigen wird. Dennoch bleiben diese Zahlen unter den historischen Höchstständen, was die anhaltenden Herausforderungen für die Branche unterstreicht. Für das Jahr 2024 wird für Deutschland eine Seitwärtsbewegung (0 bis 2%) und für den Weltmarkt eine Steigerung von 2% bis 4% erwartet. Die ERNST Umformtechnik GmbH geht von einer Steigerung der Gesamtlseistung im Jahr 2024 in Höhe von 2% - 3% gegenüber 2023 aus und folgt demnach den Prognosen des VDA. Der Grund hierfür ist vor allem der weitere Hochlauf zweier Neuprodukte. Bei diesen gehen wir auch von einer weiteren Prozessstabilisierung aus, welche zu weiteren Produktivitäten führt. Darüber hinaus tragen diese Neuprodukte zur Fixkostedegression bei. Auf der Kostenseite werden die Herausforderungen weiter bestehen bleiben. Dem entgegenet die ERNST Umformtechnik GmbH mit einer strengen Ausgabendisziplin. Aufgrund der Erhöhung der Gesamtleistung und den Maßnahmen auf der Kostenseite rechnen wir mit einer Erhöhung des Jahresüberschusses in 2024 gegenüber dem Geschäftsjahr 2023.
Oberkirch-Zusenhofen, 19.Juli 2024 Ernst Umformtechnik GmbH - Geschäftsführung - Matthias Ernst, Geschäftsführer Herbert Gieringer, Geschäftsführer BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangA. Allgemeine Angaben Die Ernst Umformtechnik GmbH hat ihren Sitz in 77704 Oberkirch-Zusenhofen und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter der Registernummer HRB 490151 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. B. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung 1. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Anlagewerte sowie das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und analog den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als 250,00 Euro bis zu 1.000,00 Euro wurden in einen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre abgeschrieben. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die unfertigen Erzeugnisse wurden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten auch notwendige Gemeinkosten einbezogen. Die fertigen Erzeugnisse wurden retrograd ausgehend vom Verkaufspreis unter Abzug eines Abschlages für Gewinnzuschlag, Rabatte sowie Vertriebs- und Verwaltungskosten bewertet. Die erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, wurden durch angemessene Abwertung berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken bewertet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch die Bildung einer Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Diese wurden nach dem Bewertungsverfahren der "Projected Unit Credit Method" (PUC Methode) unter Zugrundelegung der Richttafel 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Die Pensionsrückstellungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Markzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden nicht abgezinst. Aufwendungen und Erträge aus sich im Zeitlauf ändernden Zinssätzen und Restlaufzeiten werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 2. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis ein Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit größer als einem Jahr jedoch höchstens zum Betrag der Erstbewertung und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer als einem Jahr mindestens zum Betrag der Erstbewertung. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in dem beigefügten Anlagenspiegel dargestellt, ebenso die Geschäftsjahresabschreibung. Im Geschäftsjahr wurden 1.400 TEuro außerplanmäßig auf die Finanzanlagen (Beteiligung Ernst America Inc.) abgeschrieben. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.437 TEuro (Vorjahr 2.818 TEuro) enthalten. Die Forderungen bzgl. Darlehen an verbundene Unternehmen betrugen zum Stichtag 2.631 TEuro (Vorjahr 2.549 TEuro). Die Darlehen haben mit 1.563 TEuro wie im Vorjahr eine Restlaufzeit über einem Jahr. 3. Pensionsrückstellungen Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Diese wurden nach dem Bewertungsverfahren der "Projected Unit Credit Method" (PUC-Methode) unter Zugrundelegung der Richttafel 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Grundlegende Annahmen bei der Berechnung waren ein Zinssatz in Höhe von 1,74% sowie ein Rententrend in Höhe von 1,82. Ein Fluktuationsabschlag und ein Gehaltstrend wurden nicht berücksichtigt. Der Zeitwert, der zur Erfüllung der Pensionsverpflichtung dienenden Vermögensgegenstände beläuft sich zum Stichtag auf 624 TEuro und ist mit der entsprechenden Pensionsverpflichtung verrechnet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des 7-jährigen und des 10-jährigen durchschnittlichen Marktzinssatzes beträgt 2 TEuro. Gemäß § 253 Abs. 6 HGB besteht für diesen Betrag eine Ausschüttungssperre. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen, für Gewährleistungen und ausstehende Rechnungen. Ihr Anteil an den sonstigen Rückstellungen beträgt 88%. Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Gewährleistungen machen dabei etwa 80% der drei Positionen aus, wobei ungefähr 18% auf die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen entfallen. 5. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden
6. Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gesichert durch Grundschulden, Sicherungsübereig-nungen, Sicherungsabtretungen und Haftungsfreistellungen der KfW in Höhe von 10.537 TEuro (VJ 12.478 TEuro). Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. 7. Latente Steuern Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 29 (i.V. TEUR 110) resultieren im Wesentlichen aus dem Bewertungsunterschied zwischen HB und StB im Anlagenvermögen, insbesondere die Möglichkeit Hard- und Software im Jahr der Anschaffung zu 100% abschreiben zu können. Dazu kommen temporäre Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen sowie der mit den Pensionsverpflichtungen zu verrechnenden Vermögensgegenstände. Der anzuwendende kombinierte Steuersatz für Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und für Gewerbesteuer beläuft sich auf 30 %. 8. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 und § 268 Abs. 7 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:
Die Inanspruchnahme schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und Geschäftsentwicklung der Begünstigten als sehr gering ein. 9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Miet- und Leasingverträge stellen eine Finanzierungsalternative dar, durch die im Wesentlichen eine Liquiditäts- und Eigenkapitalbindung vermieden wird. Weiterhin besteht Planungs- und Kalkulationssicherheit im Hinblick auf die für die Laufzeit fest vereinbarten Miet- und Leasingkonditionen. Ein Risiko besteht darin, dass über die gemieteten bzw. geleasten Vermögensgegenstände nicht frei verfügt werden kann. 10. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt TEuro 251. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
2. Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge enthalten. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Zuschreibung von Anlagevermögen (117 TEuro) und Auflösung von Rückstellungen (126 TEuro). Darüber hinaus sind Erträge aus Schadensersatzzahlungen in Höhe von 818 TEuro enthalten. 3. Abschreibungen In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abwertungen der Finanzanlagen in Höhe von 1.400.000,00 Euro auf den niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert enthalten. 4. Gewinnverwendung In den Bilanzgewinn wurde der vorhandene Gewinnvortrag in Höhe von 25.790 TEuro einbezogen. Vorgeschlagen wird, den Bilanzgewinn in Höhe von 25.334 TEuro auf neue Rechnung vorzutragen. E. Sonstige Angaben 1. Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
2. Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbH-Gesetz Forderung gegen bzw. Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin:
Die Forderung bzw. die Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin wird in der Bilanz unter den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Die Forderung bzw. die Verbindlichkeit ist gleichzeitig eine Gesellschafterforderung/-verbindlichkeit im Sinne des § 42 Abs. 3 GmbH-Gesetz. 3. Mutterunternehmen und Konzernverhältnisse Die Ernst Umformtechnik GmbH ist eine Tochtergesellschaft der ERNST Beteiligungs GmbH. Für den größten Kreis der einzubeziehenden Unternehmen stellt die ERNST Beteiligungs GmbH, Oberkirch-Zusenhofen, einen Konzernabschluss auf. Die Ernst Umformtechnik GmbH ist in den befreienden Konzernabschluss der ERNST Beteiligungs GmbH einbezogen, welcher im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. 4. Verbundene Unternehmen
5. Honorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe wird gemäß § 285 S. 1 Nr. 17 HGB verzichtet. 6. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 384. 7. Bezüge für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und ehemaliger Organmitglieder Bezüglich der Bezüge für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und früherer Organmitglieder sowie den Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Organmitgliedern wird die Erleichterungsvorschrift gemäß § 286 (4) HGB in Anspruch genommen. 8. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, nach Ende des Geschäftsjahres, sind nicht eingetreten.
Oberkirch-Zusenhofen, 19.Juli 2024 Ernst Umformtechnik GmbH - Geschäftsführung - Matthias Ernst, Geschäftsführer Herbert Gieringer, Geschäftsführer Brutto-Anlagenspiegel zum 31.12.2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Ernst Umformtechnik GmbH, Oberkirch Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Ernst Umformtechnik GmbH, Oberkirch, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ernst Umformtechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Lahr/Schw., den 19.Juli 2024 B
T G
Jochen Schwend, Wirtschaftsprüfer Patrick Schilli, Wirtschaftsprüfer |
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