Autovermietung Hubauer GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Hubauer seit 12.12.2023 | Geschäftsführer |
Norbert Hahn seit 27.1.2016 | Prokura |
Thomas Wimmer seit 27.1.2016 | Prokura |
Robert Hubauer seit 5.11.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hubauer GmbHLandshutJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023A. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft 2. Ertragslage 3. Produktion (Werkstatt und Teilevertrieb) 4. Beschaffung 5. Investitionen 6. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben 7. Personal- und Sozialbereich, Umweltschutz B. Darstellung der Lage der Gesellschaft I. Vermögenslage II. Ertragslage III. Finanzlage C. Hinweise auf Risiken der künftigen Entwicklung I. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens II. Risikobericht 1. allgemeiner Risikobericht 2. Spezieller Risikobericht III. Prognosebericht IV. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Hubauer GmbH ist im Besitz des Händlervertrages der BMW und betreibt in Landshut zwei Autohäuser, in denen ausschließlich neue BMW und MINI sowie gebrauchte Automobile aller Marken vermarktet und repariert werden. Der Betrieb ist von der BMW AG mit der BMW Quality Trophy (Zertifizierung ISO-Norm 9002) ausgezeichnet und wurde in diesem Zusammenhang zum BMW Erfolgspartner ernannt. Ziel des Unternehmens ist die Erhaltung und Stärkung der Ertragskraft und der Wettbewerbsfähigkeit sowie ein gesundes, nachhaltiges und profitables Wachstum, um die Finanzkraft des Unternehmens weiter zu stärken. A. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft In den kommenden Monaten und Jahren werden die Unternehmen in der Autoindustrie weiterhin mit vielen Herausforderungen konfrontiert sein. Dazu gehören die anhaltenden wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie, Inflationsentwicklung, der Krieg in der Ukraine und die damit verbundene Energiekrise sowie die Umstellung auf Elektromobilität. Diese Faktoren haben zweifellos erhebliche Auswirkungen auf die Autoindustrie, insbesondere auf kleinere Zulieferunternehmen und den Automobilhandel. Die durch Produktionsstopps und Lieferengpässe entstehenden Einnahmeverluste und weiterlaufenden Kosten stellen für viele Unternehmen nach wie vor eine enorme Herausforderung dar. Marktentwicklung 2023 Im Jahr 2023 erlebte der Gebrauchtwagenmarkt einen regelrechten Boom, was zu exorbitanten Preisen für gebrauchte Fahrzeuge führte. Allerdings scheint sich der Markt nun zu stabilisieren, und es ist möglich, dass die Preise ihren Höhepunkt erreicht haben. Marktbeobachter wie die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) registrieren seit Monaten eine Stagnation. Stefan Brandl, Geschäftsführer der Kfz-Innung Oberpfalz, meint, dass die Bürger allmählich die Teuerung spüren und dies die Nachfrage nach gebrauchten Fahrzeugen dämpfen könnte. Viele Neuwagenkäufer geben ihr altes Fahrzeug in Zahlung und tragen so zum Angebot an Gebrauchtwagen bei. Wenn die Produktion von Neuwagen wieder normal läuft und die Lieferzeiten kürzer werden, dürfte das Angebot an Gebrauchtwagen entsprechend steigen. Zusammen mit einer möglichen Dämpfung der Nachfrage aufgrund der gestiegenen Preise könnte dies zu einem Preisverfall bei Gebrauchtwagen führen. Ferdinand Dudenhöffer sieht als Grund für die allmähliche Entspannung, dass die Produktion von Neuwagen wieder besser laufe. Lieferzeiten werden kürzer, und damit wächst das Angebot an Gebrauchten, da "90 Prozent der Neuwagenkäufer einen Gebrauchtwagen mitbringen". Die Pandemie und die damit einhergehenden Produktionsstopps und Lieferengpässe hatten sowohl den Markt für Neu- als auch Gebrauchtwagen im Jahr 2023 stark eingeschränkt. Dadurch stieg die Nachfrage bei begrenztem Angebot, was zu den hohen Preisen führte. Nun jedoch, da die Produktion wieder besser läuft und sich die Situation allmählich normalisiert, wird erwartet, dass die Preise für Gebrauchtwagen in den kommenden Jahren wieder sinken werden. Hersteller fokussieren sich oft auf größere Modelle mit höheren Margen, da diese profitabler sind. Klein- und Kompaktwagen sind aufgrund ihrer geringeren Größe und damit verbundenen niedrigeren Preise oft weniger rentabel. Die Nachfrage nach SUVs und anderen größeren Fahrzeugen steigt, was die Hersteller dazu veranlasst, ihr Angebot entsprechend anzupassen. Dies könnte jedoch zu einem Mangel an kleinen und kompakten Autos auf dem Markt führen, was sich wiederum auf die Preise auswirken könnte. Auto-Abonnements und alternative Antriebe Ein immer größerer Teil der Bevölkerung bevorzugt Auto-Abonnements gegenüber dem traditionellen Autokauf. Die Zahl der Auto-Abo-Abschlüsse stieg von rund 42.000 im Jahr 2020 auf 63.000 im Jahr 2023, was einem Marktanteil von 6,6 Prozent gemessen an den Pkw-Neuwagenzulassungen für Privatkunden entspricht, wie aus einer Analyse des Center Automotive Research (CAR) hervorgeht. Das steigende Interesse an Auto-Abonnements hat verschiedene Gründe: Viele Menschen möchten sich nicht langfristig an ein bestimmtes Fahrzeug binden und schätzen die Flexibilität, verschiedene Modelle ausprobieren zu können. Zudem sind die monatlichen Kosten oft inklusive Versicherung, Wartung und Reparatur, was unvorhergesehene Ausgaben vermeidet. Im Jahr 2023 waren mehr als ein Viertel (25,1 %) der Neuwagen mit einem Elektroantrieb (BEV, Plug-in-Hybrid, Brennstoffzelle) ausgestattet, was einen Zuwachs von 109,2 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Pkw mit reinem Elektroantrieb (BEV) erreichten einen Neuzulassungsanteil von 12,8 % und damit einen Zuwachs um 120,7 %. Bei den alternativ angetriebenen Pkw deutscher Marken erreichte Audi innerhalb seiner Neuwagenflotte einen Anteil von 70,4 % (+34,4 %). Bei BMW lag der Anteil bei 55,9 % (+101,8 %) und bei Mercedes waren 44,2 % (+71,3 %) aller Pkw-Neuzulassungen mit einem alternativen Antrieb ausgestattet. Die deutschen Marken erreichten bei den Pkw-Neuzulassungen mit Elektroantrieb zusammen einen Anteil von beinahe 56 %. Mini (29,9 %/+80,1 %) und BMW (24,8 %/+86,5 %) hatten ebenfalls einen hohen Anteil an Elektrofahrzeugen. Fazit Die deutschen Automobilunternehmen befinden sich in einem sich wandelnden Umfeld mit zahlreichen Herausforderungen und Chancen. Der Gebrauchtwagenmarkt stabilisiert sich, und alternative Antriebe sowie flexible Mobilitätsangebote wie Auto-Abonnements gewinnen an Bedeutung. Die langfristige Wettbewerbsfähigkeit wird maßgeblich von der Anpassungsfähigkeit der Unternehmen an diese neuen Gegebenheiten abhängen. 2. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss von 451 TEUR erzielt (Vorjahresüberschuss 1.459 TEUR). Der Rohertrag im abgelaufenen Geschäftsjahr blieb nahezu unverändert mit 15,2 Mio. EUR. Die zum Ende 2023 geäußerten Erwartungen für 2023 ohne interne Umsätze (Kostenstellenverrechnung) wurden erreicht. Der Neuwagenhandel - gemessen am Rohertrag - betrug 2,8 Mio. EUR und entsprach damit dem Rohertrag des Vorjahres. Vor allem bei den klassischen Modellreihen konnten die erwarteten Erträge erzielt werden. Der Auftragsbestand zum Jahresende entsprach den Erwartungen. Der Rohertrag mit Gebrauchtfahrzeugen in Höhe von 2,1 Mio. EUR (im Vergleich zu 2,6 Mio. EUR im Vorjahr) erreichte nicht den Wert des Vorjahres. 3. Produktion (Werkstatt und Teilevertrieb) Eine fundierte Ausbildung der Mitarbeiter, eine gute Werkstattauslastung, sowie gezielte Marketingaktionen sind hier maßgebend, um den Maßstab der Premium - Marke gerecht zu werden und langfristig erfolgreich tätig zu sein. Eine eigene Produktion im Kerngeschäft betreibt das Unternehmen nicht. Es wird ein Teil des Strombedarfs, mithilfe von drei Mini-Blockheizkraftwerken (BHKW), in den Heizperioden für den Eigenbedarf selbst hergestellt. Die BHKWs werden dabei mit Erdgas betrieben. Dazu wurde im Jahr 2012 eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Ausstellungshalle montiert. Es werden zwischenzeitlich bis zu zwei Drittel des Strombedarfs selbst erzeugt. 4. Beschaffung Durch gezielte Marketingaktionen im Bereich der Neu- und Gebrauchtfahrzeuge in Verbindung mit der Ausschöpfung aller Verkaufsfördermaßnahmen des Herstellers konnte dem permanenten Nachlass- und Stückzahlendruck standgehalten werden. Die durchschnittliche Standzeit des Gebrauchtwagenbestands lag bei unter 100 Tagen und entsprach somit dem Durchschnitt des Gesamtvertriebs in Deutschland. Der Gebrauchtwagenbestand belief sich auf 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: 2,4 Mio. EUR) und ist damit gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Mio. EUR gestiegen. 5. Investitionen Die Investitionen betrugen im Geschäftsjahr 2,1 Mio. EUR. Davon entfielen auf Vorführ- und Geschäftswagen 1,8 Mio. EUR und auf Sachanlagen 0,3 Mio. EUR. Die Investitionen des Vorjahres betrugen 1,2 Mio. EUR (davon Vorführ- und Geschäftswagen 2,0 Mio. EUR, Sachanlagen 0,4 Mio. EUR). 6. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Ereignisse und Entwicklungen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht ergeben. Sonstige größere künftige Finanzierungsvorhaben, die den Rahmen des gegenwärtigen Anlagevermögens bzw. die normale Ersatzbeschaffung übersteigen, sind derzeit für das Jahr 2023 nicht geplant. 7. Personal- und Sozialbereich, Umweltschutz Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr 2023 in unserer Gesellschaft 207 Mitarbeiter beschäftigt. Davon befanden sich 54 Personen in der Ausbildung. Es werden jeweils über dreieinhalb Jahre der Beruf Mechatroniker/in sowie über drei Jahre Bürokaufleute und Automobilkaufmann/-frau ausgebildet. Ein Großteil der Mitarbeiter nahm auch im abgelaufenen Jahr erfolgreich an nachfolgenden Weiterbildungsmaßnahmen teil:
Die Arbeitszeit ist als betriebliche Wochenarbeitszeit festgelegt. Sie beträgt für vollbeschäftigte Mitarbeiter in der Regel 40 Arbeitsstunden pro Woche. Auch im abgelaufenen Jahr wurde wieder eine leistungsbezogene Entgeltkomponente ausbezahlt. Dieser Zuschlag wurde auf Basis des Geschäftserfolges und einer individuellen Leistungsbeurteilung ermittelt bzw. für Führungskräfte auf Basis einer Zielvereinbarung festgelegt. Die Mitarbeiter der Hubauer GmbH sind in die betriebliche Altersversorgung integriert. Diese werden mit Direktversicherungen oder mit Einzahlung in eine Unterstützungskasse abgedeckt. Für die sicherheitstechnische Betreuung des Arbeitsschutzes wurde die DEKRA beauftragt. Trotz periodisch wiederkehrender Begehungen wurden im Jahr 2023 Unfälle verzeichnet, die erfreulicherweise keine dauerhaften Personenschäden zur Folge hatten. Die Hubauer GmbH übernimmt nachhaltig Verantwortung beim Klima- und Umweltschutz. Deshalb wurden 2023 drei Blockheizkraftwerke betrieben. Der wirtschaftliche und ökologische Grundgedanke des wärmegeführten Betriebes der BHKWs liegt darin, erzeugte Wärme vollständig und auch den Strom möglichst vor Ort zu nutzen. Nicht gebrauchter Strom wird gegen Vergütung ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Auch wird der produzierte Sonnenstrom der Photovoltaikkollektoren größtenteils direkt vor Ort verbraucht und nur der erzeugte Überschuss ins Netz eingespeist. B. Darstellung der Lage der Gesellschaft I. Vermögenslage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens sowie unsere Verbindlichkeiten sind stabil. Der Umfang der Vorräte - namentlich der Fahrzeugbestand - nahm von 8,2 Mio. EUR auf 12,1 Mio. EUR deutlich zu. Die Finanzlage kann als sehr solide bezeichnet werden. Der Liquiditätsbestand zum Jahresende betrug 1,8 Mio. EUR. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Unsere Kapitalstruktur ist ausgewogen; das Eigenkapital erhöhte sich jährlich; die Eigenkapitalquote verminderte sich auf Grund des erhöhten Gesamtkapitals und beträgt 47% (Vorjahr: 63%). Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen; Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Die Summe der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2,8 Mio. EUR nahm im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Mio. EUR zu. Diese sind im ersten Quartal 2024 nahezu vollständig beglichen. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Umfang von 0,4 Mio. EUR wurden vertragsgemäß getilgt. Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) und werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen. Die Kontokorrent-Kreditlinie bei der Hausbank beträgt 1,0 Mio. EUR und bei der BMW Bank 5,6 Mio. EUR. Durch bisher nicht bzw. nur zu einem geringen Teil ausgeschöpfte Kreditlinien besteht gegenwärtig die Möglichkeit, eventuell auftretende Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Die Pensionsrückstellungen betrugen 0,7 Mio. EUR und enthalten ausschließlich Anwartschaften des geschäftsführenden Gesellschafters. II. Ertragslage Unsere Ertragslage ist durch Fokussierung auf die Qualitätsprodukte BMW und MINI gekennzeichnet. Die wirtschaftliche Lage ist insgesamt als gut zu bezeichnen. III. Finanzlage Wie bereits in den Vorjahren wird der Jahresüberschuss mit dem vorhandenen Gewinnvortrag verrechnet, sodass keine Ausschüttung erfolgt. Dieses Kapital stärkt weiterhin die wachsende finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens gegenüber Dritten. Die Zinsbindung der Verbindlichkeiten gegenüber der Hausbank ist mittelfristig, der Kreditvertrag dagegen ist langfristig abgeschlossen. Die BMW Bank GmbH prolongiert den Rahmenvertrag jährlich. C. Hinweise auf Risiken der künftigen Entwicklung I. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik zu erwarten. Unsere Marktposition betrachten wir nach mehr als 45-jähriger erfolgreicher Geschäftstätigkeit als gefestigt. II. Risikobericht 1. Allgemeiner Chancen- und Risikobericht Als ein lokal führender Anbieter von Premiumautomobilen, Ersatzteilen und Servicedienstleistungen ist die Hubauer GmbH zahlreichen Unsicherheiten und Veränderungen ausgesetzt. Die konsequente Nutzung der sich aus den Veränderungen ergebenden Chancen ist Grundlage für den unternehmerischen Erfolg der Hubauer GmbH. Um Wachstum, Profitabilität, Effizienz und nachhaltiges Handeln auch in Zukunft zu realisieren, geht die Hubauer GmbH bewusst Risiken ein. Das Management von Chancen und Risiken stellt eine Grundvoraussetzung dar, um auf Änderungen politischer, rechtlicher, technischer oder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen adäquat zu reagieren. Die nachfolgenden Abschnitte konzentrieren sich auf die möglichen künftigen Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für die Hubauer GmbH positiven (Chancen) beziehungsweise negativen (Risiken) Prognoseabweichung führen können. Die Ergebnisauswirkungen von Chancen und Risiken werden grundsätzlich getrennt dargestellt und nicht miteinander verrechnet. Die Gesellschaft hat keine Währungsrisiken. Gegen den Wettbewerb am Markt, vor allem gegen die Konkurrenz im Premium-Markt, muss durch innovative Verkaufspolitik reagiert werden. Mit dem bereits bestehenden Kundenstamm, an dessen Ausbau in Zukunft weiterhin gearbeitet wird, ist mit einem positiven Ergebnis auch für 2024 zu rechnen. Auf der Beschaffungsseite greifen wir auf einen qualitätsbewussten Hersteller zurück, mit dem wir einen soliden langfristigen Händlervertrag abgeschlossen haben. Der Hersteller BMW deckt über 70% des Gesamtumsatzes ab, sodass bei einem möglichen Ausfall dieser Umsatz neu positioniert werden müsste. Mit der Weiterentwicklung der neuen BMW Modellreihen sehen wir weiterhin Chancen, uns im lokalen Markt gut zu positionieren. Für die mit Efficient Dynamics Technologien ausgestatteten BMW Fahrzeuge sowie die BMW i und iPerformance Fahrzeuge mit alternativen Antrieben könnten Restriktionen für ineffiziente Fahrzeuge mit geringeren Umweltstandards einen Wettbewerbsvorteil und somit eine Chance bedeuten. Neben ökonomischen und branchenspezifischen politischen Rahmenbedingungen könnte auch eine weiter steigende Wettbewerbsintensität unter den etablierten Anbietern sowie der Marktzugang neuer Konkurrenten zu schwer abschätzbaren Auswirkungen führen. Auch nicht vorhergesehene Konsumentenverhalten und eine veränderte Markenwahrnehmung können sowohl Chancen als auch Risiken bergen. Aktuelle Marktentwicklungen und ihre Auswirkungen Die Automobilbranche sieht sich 2024 mit weiterhin signifikanten Herausforderungen konfrontiert. Die anhaltenden wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie, steigende Zinssätze, Inflationsentwicklung sowie der Krieg in der Ukraine und die Energiekrise beeinflussen das Geschäftsumfeld maßgeblich. Diese Faktoren haben die Produktions- und Lieferketten erheblich gestört, was zu einem Rückgang der Neuwagenproduktion führte. Gleichzeitig hat sich der Gebrauchtwagenmarkt stabilisiert, nachdem er im Jahr 2023 einen Boom erlebte und sich nun auf hohem Preisniveau eingependelt hat. Der Rückgang bei den Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen (BEV) in den ersten drei Monaten 2024 auf eine Quote von 11,5 % zeigt, dass die anfängliche Begeisterung für Elektromobilität abnimmt. Dies könnte darauf hindeuten, dass Kunden zunehmend skeptisch gegenüber der Elektromobilität werden, insbesondere wenn politische Unterstützung nachlässt. Dies stellt für die Hubauer GmbH sowohl ein Risiko als auch eine Chance dar: Es besteht das Risiko, dass Investitionen in Elektrofahrzeuge nicht die erwarteten Renditen erzielen. Gleichzeitig gibt es die Chance, sich durch ein umfassendes Angebot an Hybrid- und alternativen Antrieben sowie innovativen Mobilitätslösungen wie Auto-Abonnements vom Wettbewerb abzuheben. Die Hubauer GmbH profitiert von der zunehmenden Popularität von Auto-Abonnements, die eine flexible und transparente Alternative zum klassischen Autokauf oder Leasing darstellen. Das wachsende Interesse an Auto-Abonnements könnte der Hubauer GmbH neue Einnahmequellen erschließen und die Kundenbindung stärken. Zusammenfassung Die Hubauer GmbH befindet sich in einem dynamischen und herausfordernden Umfeld. Durch eine innovative Verkaufspolitik, den Ausbau des bestehenden Kundenstamms und die Anpassung an sich verändernde Marktbedingungen strebt das Unternehmen an, auch 2024 ein positives Ergebnis zu erzielen. Die kontinuierliche Entwicklung und Vermarktung von Fahrzeugen mit Efficient Dynamics Technologien und alternativen Antrieben bieten Potenzial für zukünftiges Wachstum. Gleichzeitig ist es essenziell, flexibel auf externe Einflüsse wie wirtschaftliche Unsicherheiten, geopolitische Entwicklungen und sich ändernde Konsumentenpräferenzen zu reagieren, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Gesamtwirtschaftliche Risiken können unterschiedliche Ursachen haben. Konjunkturelle Risiken erwachsen aus einer ungünstigen Entwicklung globaler oder regionaler Märkte, wie etwa einer möglichen Verschärfung der politischen Krisen im Nahen und Mittleren Osten sowie internationaler Handelsstreitigkeiten, die erhebliche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und Konjunktur haben könnten. Der anhaltende Krieg in der Ukraine oder weitere Eskalationen könnten zu zusätzlichen Sanktionen und entsprechenden Gegenmaßnahmen führen. Ein Gasembargo könnte beispielsweise sowohl die Energieversorgung der Autohäuser der Hubauer GmbH als auch die Fertigung der Lieferanten beeinträchtigen, was zu Unterbrechungen führen könnte. Auf den Rohstoffmärkten bleibt die Preisentwicklung vieler Rohstoffe weiterhin von großer Volatilität geprägt. Ein weiterer Preisanstieg sowie Versorgungsengpässe könnten sich negativ auf das Ergebnis auswirken. Die Situation auf den internationalen Halbleitermärkten bleibt äußerst angespannt. Die BMW Group hat die Lieferketten eng an die Produktion gebunden, aber temporäre Engpässe sind weiterhin möglich. Ein weiteres Risiko stellt der starke Anstieg der Inflation dar. Ein möglicher Rückgang der Nachfrage verbunden mit Zinserhöhungen durch die Notenbanken könnte zu einer längeren Rezession der Weltwirtschaft führen. Die Chipkrise und die damit verbundenen Lieferprobleme haben sicherlich dazu beigetragen, dass die Neuzulassungen von Pkw in Deutschland im Jahr 2023 nur leicht über dem Niveau des Vorjahres lagen. Bei einer Normalisierung dieser Probleme könnten die Lieferprobleme im Autobereich verringert werden und die Nachfrage nach Neufahrzeugen wieder steigen. Allerdings zeigt sich auch ein Trend, dass sich immer mehr Verbraucher für alternative Mobilitätskonzepte wie Carsharing, Fahrräder und öffentliche Verkehrsmittel entscheiden. In diesem Zusammenhang könnte die Gesamtnachfrage nach Neufahrzeugen abnehmen. Zudem setzt die Automobilindustrie verstärkt auf Elektromobilität, was Auswirkungen auf die Nachfrage nach Neufahrzeugen haben kann. Die Verfügbarkeit von Elektrofahrzeugen und die Entwicklung entsprechender Ladeinfrastrukturen spielen eine wichtige Rolle, um den Verbrauchern den Umstieg auf Elektromobilität attraktiver zu gestalten. Grüner Wasserstoff, der durch Elektrolyse von Wasser mit erneuerbaren Energien erzeugt wird, kann eine bedeutende Rolle bei der Dekarbonisierung des Verkehrssektors spielen. Es besteht eine wachsende Nachfrage nach grünem Wasserstoff als sauberer Brennstoff für Brennstoffzellenfahrzeuge sowie als alternative Energiequelle für schwere Lkw, Busse und Schiffe. Für das Autohaus kann grüner Wasserstoff eine wichtige Rolle spielen, da Brennstoffzellenfahrzeuge mit grünem Wasserstoff betrieben werden können und das Autohaus möglicherweise als Tankstelle für Wasserstoff dienen könnte. Einige Autohersteller haben bereits begonnen, Brennstoffzellenfahrzeuge zu produzieren und zu verkaufen, während einige Länder begonnen haben, die Wasserstoffinfrastruktur auszubauen. Die Entwicklung einer direkten Verbindung von Kohlenstoff und Wasserstoff in großem Maßstab zur Eindämmung des Klimawandels steht derzeit noch aus. Dennoch gibt es Ansätze, die Kohlenstoff- und Wasserstoffkreisläufe verbinden, um Kohlenstoffemissionen zu reduzieren und die Energiewende voranzutreiben. Ein Beispiel hierfür ist die Verwendung von grünem Wasserstoff, der mit erneuerbaren Energien wie Solarenergie oder Windkraft erzeugt wird, als Brennstoff für Brennstoffzellenfahrzeuge sowie für die Herstellung sauberer synthetischer Kraftstoffe wie Methanol. Diese Kraftstoffe können in Verbrennungsmotoren eingesetzt werden und stoßen dabei weniger Kohlendioxid aus als herkömmliche fossile Brennstoffe. Die weltweiten konjunkturellen Risiken werden durch die Präsenz im lokalen europäischen Markt begrenzt. Damit ist die Entwicklung der Hubauer GmbH stark von der konjunkturellen Entwicklung in Europa abhängig. Das Eintreten solcher Risiken könnte den Absatzerfolg der Gesellschaft wesentlich beeinflussen. Aus diesem Grund hat die Hubauer GmbH ein zentrales Risikomanagementsystem implementiert. Dieses System zielt darauf ab, Risiken frühzeitig zu erkennen, ihre Auswirkungen durch geeignete Maßnahmen zu reduzieren und das Risiko einer Bestandsgefährdung zu vermeiden. Es trägt wesentlich zur Erreichung der strategischen, operativen und finanziellen Ziele der Hubauer GmbH bei und soll zu einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts beitragen. Das System umfasst ein umfangreiches Berichtswesen, einschließlich einer täglichen Analyse, die Veränderungen im Absatzmarkt schnell erkennen lässt. Zudem erfolgt ein tägliches Management der Fahrzeugbestände und Verkaufszahlen sowie eine tägliche Analyse der Auslastung und Wertschöpfung im Servicebereich. In regelmäßigen Meetings der Geschäftsführung mit den Abteilungsleitern werden auf Markenebene die Entwicklung der einzelnen Abteilungen und der vertriebenen Marken analysiert und das weitere Vorgehen sowie zukünftige Entwicklungen besprochen. Änderungen im branchenspezifischen Umfeld können sich negativ auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage auswirken. Die Risikofaktoren im Automobilhandel sind stark durch die Entwicklung der Inlandsnachfrage, die Markenpositionierung und den Wettbewerb geprägt. Trotz eines stabilen Gesamtbestands von über 50 Millionen Fahrzeugen und jährlichen Neuzulassungen von 3,4 bis 3,5 Millionen in umkämpften Segmenten bleibt der Automobilhandel einem intensiven Wettbewerb ausgesetzt. Dies führt letztlich zu einem Rückgang der Anzahl der Händlerbetriebe. In der Hubauer GmbH wird daher eine tägliche Marktanalyse durchgeführt, um Veränderungen schnell zu erkennen. Kritik an der deutschen E-Auto-Strategie bemängelt insbesondere mangelnde Anreize für den Kauf von Elektroautos und einen langsamen Ausbau der Ladeinfrastruktur im Vergleich zu China und den USA. Die Förderung für Plug-In-Hybride wurde stark reduziert, was viele Verbraucher dazu bewegt hat, reine Elektroautos aufgrund höherer Prämien zu bevorzugen. Obwohl die Zuwachsraten bei Elektrofahrzeugen in Deutschland in den letzten Monaten aufgrund von inflationsbedingten Lieferengpässen und Batterieproblemen verlangsamt wurden, wird erwartet, dass die Nachfrage langfristig weiter steigt. Elektrofahrzeuge sind zwar in der Anschaffung teurer, aber staatliche Förderprogramme wie die Umweltprämie und geringere Betriebskosten machen sie attraktiv. Trotz steigender Batteriekosten und energieintensiver Produktion sinken die Batteriepreise kontinuierlich, und Stromkosten sind im Vergleich zu Benzin oder Diesel niedriger. Obwohl der deutsche Markt kleiner ist als andere, hat Deutschland aufgrund seiner starken Position im Premiumsegment und seiner Exportaktivitäten gute Chancen, erfolgreich zu sein. Deutsche Automobilhersteller investieren verstärkt in Elektromobilität, um Marktanteile zu sichern und CO 2-Emissionen zu reduzieren. Die Umstellung auf das Agenturmodell durch BMW birgt für Händler sowohl Chancen als auch Risiken. Vorteile sind geringere Kapitalinvestitionen in Geschäftsräume und weniger Risiko bei Lagerhaltung, Instandhaltung und Verkauf von Fahrzeugen. Nachteile umfassen weniger Einfluss auf den Verkaufsprozess und möglicherweise geringere Kundenbindung. Die Vermarktung von Leasingrückläufern als Elektrofahrzeuge bietet BMW-Händlern neue Marktchancen, erfordert jedoch spezialisierte Infrastrukturen und Beratungsdienstleistungen. Das Management der Fahrzeugbestände, einschließlich der Leasing-Rücknahmeverpflichtungen, wird zentral je Fahrzeugmarke in der Hubauer GmbH durchgeführt, um Marktbedürfnisse effizient zu bedienen. Die Einkaufs- und Absatzfinanzierung wird über verschiedene Partner gesteuert, um die Flexibilität und Sicherheit in beiden Marktsegmenten zu gewährleisten. Diese Analyse der Marktrisiken zeigt, wie die Hubauer GmbH sich auf Herausforderungen vorbereitet und Chancen in einem sich entwickelnden Automobilmarkt nutzt, um langfristige Stabilität und Wachstum zu sichern. 2. Spezieller Risikobericht Rechtliche Risiken Rechtliche Risiken können aus Rechtsstreitigkeiten, Reklamationen oder Garantieansprüchen resultieren. Aktuell anhängige Verfahren wurden durch angemessene Rückstellungen abgesichert. Es liegen keine Einzelrisiken mit wesentlichen Auswirkungen auf das Geschäft und das Ergebnis des Unternehmens vor. Die Hubauer GmbH hat entsprechende Maßnahmen ergriffen, um sich rechtlich abzusichern und potenzielle Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder Garantieansprüchen zu minimieren. Durch die Bildung von Rückstellungen wird sichergestellt, dass finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit laufenden Verfahren gedeckt sind und keine unvorhergesehenen Belastungen für das Unternehmen entstehen. Diese vorausschauende rechtliche Absicherung trägt dazu bei, die finanzielle Stabilität der Hubauer GmbH zu wahren und potenzielle Rechtsrisiken effektiv zu managen. Finanzrisiken Finanzwirtschaftliche Risiken umfassen hauptsächlich Liquiditäts-, Zins-, Ausfall- und Steuerrisiken. Die Hubauer GmbH legt besonderen Wert auf die Sicherstellung der Liquiditätsversorgung und -steuerung. Die Verfügbarkeit von ausreichender Liquidität sowie die Stabilität der Gesamtfinanzierung des Hubauer Firmenverbunds und der Gesellschaft selbst haben oberste Priorität. Um das Zinsänderungsrisiko zu managen, werden entsprechende Zinssicherungsvereinbarungen abgeschlossen, die entweder die Zinssätze fixieren oder nach oben hin begrenzen. Steuerrisiken ergeben sich vor allem aus dem Export von Fahrzeugen und Ersatzteilen ins europäische und nicht europäische Ausland. Um diesen Risiken zu begegnen, wurde innerhalb der gesamten Hubauer GmbH ein einheitlicher Prozess für Exporte implementiert. Dieser Prozess zielt darauf ab, das Risiko zu minimieren und eine konsistente steuerliche Compliance sicherzustellen. Durch diese Maßnahmen strebt die Hubauer GmbH an, ihre finanzielle Stabilität zu sichern und potenzielle Finanzrisiken effektiv zu managen, insbesondere im Hinblick auf Liquidität, Zinsen, Ausfälle und steuerliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit Exportaktivitäten. Gesamtaussage zur Risikosituation des Unternehmens Die Gesamteinschätzung der Risikosituation der Hubauer GmbH ergibt sich aus einer umfassenden Betrachtung aller wesentlichen Risikofaktoren. Besonders hervorgehoben werden die Marktrisiken, die als Haupttreiber der Risikoeinschätzung gelten. Diese umfassen Änderungen im branchenspezifischen Umfeld, die Entwicklung der Inlandsnachfrage, sowie spezifische Herausforderungen und Chancen im Zusammenhang mit Elektromobilität und dem Agenturmodell von BMW. Aktuell sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Dies unterstreicht die Effektivität der bestehenden Risikomanagementstrategien und die robuste Positionierung der Hubauer GmbH am Markt. Die Hubauer GmbH bleibt weiterhin wachsam und engagiert sich aktiv in der Überwachung und Bewältigung potenzieller Risiken, um die langfristige Stabilität und den Unternehmenserfolg zu gewährleisten. III. Prognosebericht Die Prognose für das Jahr 2024 sowie das Risiko- und Chancenmanagement der Hubauer GmbH spiegeln eine vorsichtige Einschätzung der Geschäftsleitung wider, die von zahlreichen Unsicherheiten beeinflusst wird. Diese Unsicherheiten umfassen insbesondere fortbestehende Herausforderungen wie den Konflikt in der Ukraine, weltweite Lieferkettenprobleme, die steigende Inflationsraten und Zinssätze. Die Aussichten für die Automobilmärkte bleiben auch in 2024 vor dem Hintergrund vieler Belastungsfaktoren gedämpft. Die anhaltende Knappheit bei Vorprodukten und Rohstoffen führt weiterhin zu einer Verknappung von Neufahrzeugen. Zudem könnten die steigenden Inflationsraten und Zinssätze das Kaufverhalten der Verbraucher negativ beeinflussen. Die globalen Auswirkungen des Konflikts in der Ukraine tragen ebenfalls zu dieser unsicheren Situation bei. Prognosen deuten darauf hin, dass die Neuzulassungen in den größten Automobilmärkten Deutschlands auch in 2024 weiterhin unter Druck stehen könnten. Im Bereich der Elektromobilität wird erwartet, dass die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen auch 2024 weiter steigen wird. Die Hubauer GmbH plant, ihr Angebot an Elektrofahrzeugen auszubauen und sich verstärkt auf diesen wachsenden Markt zu konzentrieren. Dies könnte dazu beitragen, das Geschäft des Unternehmens inmitten der herausfordernden Marktbedingungen zu diversifizieren und neue Absatzmöglichkeiten zu erschließen. Zusätzlich plant die Hubauer GmbH für das Jahr 2024 den Einstieg in den Verkauf von Wohnmobilen. Die Reisemobile werden an einem separaten Standort in unmittelbarer Nähe des Hauptsitzes vertrieben. Dieser Schritt zielt darauf ab, das Produktportfolio zu erweitern und neue Kundensegmente anzusprechen, die an Freizeitmobilität interessiert sind. Zum Thema der Gasversorgung unterstreicht die Prognose, dass trotz der aktuellen Spannungen mit Russland keine Produktionsausfälle in den Fertigungsstätten des Herstellers erwartet werden. Dennoch wird prognostiziert, dass die reduzierte Verfügbarkeit von Gas zu erhöhten Energie- und Materialkosten führen wird. Zusätzlich bleiben die Störungen in den Lieferketten und die begrenzte Verfügbarkeit von Halbleitern Herausforderungen, die die Material- und Fertigungskosten beeinflussen werden. Die Hubauer GmbH wird daher im Jahr 2024 weiterhin flexibel auf unvorhergesehene Entwicklungen reagieren, um die Geschäftsentwicklung stabil zu halten und auf Veränderungen im Marktumfeld angemessen zu reagieren. IV. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung nutzt die Hubauer GmbH verschiedene Leistungsindikatoren wie Marktanteile der jeweiligen Marken im Vertriebsgebiet, Stückzahlen der verkauften Neu- und Gebrauchtfahrzeuge sowie Umsatzerlöse und Deckungsbeiträge in den Bereichen Neufahrzeuge, Gebrauchtfahrzeuge, Service und Teilevertrieb. Komplexe Berichts- und Controlling-Systeme ermöglichen detaillierte Analysen nach Standorten und Geschäftsbereichen mit Vergleich zum Vorjahr sowie zur Planung. Diese Strukturen erlauben es, kurzfristig auf Entwicklungen und Abweichungen zu reagieren. Die meisten dieser Kennzahlen haben sich positiv entwickelt, was die wirtschaftliche Gesundheit der Gesellschaft unterstreicht. Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Hubauer GmbH trotz herausfordernder Rahmenbedingungen ein EBIT von 0,9 Mio. EUR erwirtschaften, was nahe den geplanten 1,0 Mio. EUR lag. Die ambitionierten Vertriebsziele wurden wegen der Lieferschwierigkeiten nicht ganz erreicht. Für 2024 wird ein geplantes EBIT von 1,0 Mio. EUR angestrebt. Der Neuwagenabsatz verzeichnete einen Rückgang auf 571 Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr (2022: 602 Fahrzeuge). Der Verkauf von Gebrauchtwagen lag mit 621 Einheiten auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr (2022: 621 Einheiten). Die verkauften Service-Stunden betrugen 13.437 (Vorjahr: 14.812) und gingen um etwa 9,3 % im Vergleich zum Vorjahr zurück. Dies spiegelt einen aktuellen Trend im Wirtschaftsraum Bayern wider. Für 2024 wird auf Grund von Neueinstellungen mit 14.500 Stunden gerechnet. Neben den finanziellen Kennzahlen spielen auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren eine entscheidende Rolle für die Hubauer GmbH. Besonders wichtig sind die Kundenzufriedenheit und die Akzeptanz der vertretenen Marken. Die Gesellschaft strebt an, mindestens die durchschnittliche Kundenzufriedenheit der BMW-Händlerorganisation zu übertreffen und mittelfristig im Bereich "Kundenzufriedenheit Service" einen Platz unter den Top 20 in Deutschland zu erreichen. Zudem strebt die Hubauer GmbH an, zu einem der führenden Arbeitgeber der Region zu werden, was eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit voraussetzt. Die Entwicklung der Mitarbeiterzahl soll dem geplanten Anstieg des Geschäftsvolumens entsprechen. Dank eines breiten Produktportfolios vom Kleinwagen bis zum vollausgestatteten SUV plant die Hubauer GmbH eine weitere Marktverankerung im Raum Landshut. Das außergewöhnliche Engagement und die Fachkompetenz der Mitarbeiter werden als wesentliche Stärken angesehen, um zukünftige Herausforderungen erfolgreich zu meistern.
Landshut, 10. Oktober 2024 Hubauer GmbH Die Geschäftsführung BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS UND ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Allgemeine Angaben Die Hubauer GmbH mit Sitz in Landshut ist im Registergericht Landshut unter HRB 1353 eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft auf. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie der einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Zur Gliederung der Vorräte wurde von der Regelung des § 265 Abs. 6 HGB Gebrauch gemacht. Die Postenbezeichnung wurde wie folgt angepasst: - fertige Erzeugnisse und Waren = Fahrzeugbestand und Waren Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten. Bilanzierungsmethoden Die Bilanzierungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert. Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang aufgeführt werden können, sind überwiegend im Anhang zu finden. Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden die unmittelbar zurechenbaren Kosten einbezogen. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend handelsrechtlicher Vorschriften linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,- wurden in voller Höhe als Aufwand erfasst. Die unfertigen Leistungen sind mit den Materialeinzel- und Personaleinzelkosten sowie den notwendigen Gemeinkosten bewertet. Der Fahrzeugbestand und Waren sind zu den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten ist nach dem Grundsatz der Einzelermittlung erfolgt. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet, indem für die Ermittlung der niedrigeren beizulegenden Werte die Bewertung entweder zu Wiederverkaufspreisen des Folgejahrs oder unter Einbeziehung sämtlicher verfügbarer auf dem gesamten Kfz-Markt herrschender Preiskonditionen durchgeführt worden ist. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Mögliche Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2,0 % Rechnung getragen. Der liquiden Mittel werden mit dem Nominalwert angesetzt. Im Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite der Bilanz sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag enthalten, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Die Pensionsrückstellung ist mit dem Teilwert laut Berechnung des versicherungsmathematischen Gutachtens der "Mensch & Kuhnert GmbH", Blaustein, in Ansatz gebracht worden. Der Berechnung des Gutachters liegen die Richttafel 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Als Bewertungsmethode wurde hier das Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) mit einem Abzinsungssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB in Höhe von 1,82 % p.a. (Vorjahr: 1,78 % p.a.) bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren angewandt. Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden, wie auch in den Vorjahren, nicht berücksichtigt. Nach § 253 Abs. 2 HGB wurde der Abzinsungssatz für die Berechnung der Abzinsung nach dem 10-Jahresdurchschnitt bemessen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Der Ansatz erfolgt mit dem in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten und erhaltenen Anzahlungen sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Im Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite der Bilanz sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag enthalten, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Das Wahlrecht zur Bildung von aktiven latenten Steuern gem. § 274 Abs. 1 HGB auf den unterschiedlichen Ansatz der Pensionsrückstellung in der Handels- und Steuerbilanz wurde nicht in Anspruch genommen. II. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Anlagevermögen Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind im Anlagenspiegel im Anschluss dieses Anhangs dargestellt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 6). Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern belaufen sich auf TEUR 155 (Vorjahr TEUR 122). Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 339 (Vorjahr: TEUR 126). Eigenkapital Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 9.522.467,33 (Vorjahr: EUR 8.063.248,68) enthalten. Sonstige Rückstellungen
Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden (Deckungsvermögen) Die durch Anlagen bei der NÜRNBERGER Lebensversicherung gesicherten Wertguthaben für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 191 wurden gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 223 verrechnet. Verbindlichkeiten und Sicherheiten
Die Verbindlichkeiten des Vorjahres hatten Restlaufzeiten von kleiner einem Jahr in Höhe von TEUR 2.556, zwischen einem und fünf Jahren in Höhe von TEUR 125 und mehr als fünf Jahren in Höhe von TEUR 0. Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 124.7732 sind gesichert durch Grundpfandrechte, Abtretung von Lebensversicherungen und Ansprüchen aus Feuerversicherung sowie selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaften. Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 5.680.619 sind gesichert durch die Abtretung des Fahrzeugbestands an Neufahrzeugen. Haftung für Verbindlichkeiten Dritter Hubauer GmbH haftet gesamtschuldnerisch - zusammen mit Autovermietung Hubauer GmbH und Hubauer Holding GmbH - aus einem Rahmenkreditvertrag mit der Oberbank AG vom 4. November 2011 über TEUR 1.000, der von den 3 Unternehmen wahlweise in Anspruch genommen werden kann. Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen, da die Mitschuldner ihren Verpflichtungen bisher in vollem Umfang nachgekommen sind. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Zinsanteil der Zuführungen zu Pensionsrückstellungen beträgt EUR 18.742 (Vorjahr: EUR 23.316), die unter der Position "sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen werden. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 253 Abs. 6 HGB aufgrund der Änderung des Abzinsungssatzes für die Pensionsrückstellung der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt EUR 10.678,00. III. ERGÄNZENDE ANGABEN Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen bestehen in Höhe von TEUR 700 bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 2.850 zwischen einem und fünf Jahren. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 147 Mitarbeiter - ohne Auszubildende - beschäftigt (Vorjahr: 135), davon 2 leitende Angestellte. Die durchschnittliche Zahl - ohne Auszubildende - der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer stellt sich wie folgt dar:
Geschäftsführung und Bezüge Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Geschäftsführung durch Herrn Robert Hubauer, Kaufmann, Landshut, und Herrn Tobias Hubauer, Mechatroniker, Landshut, wahrgenommen. Die Angabe über die Höhe der gewährten Gesamtbezüge für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB. Vorschlag ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Landshut, 10. Oktober 2024 Die Geschäftsführung
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Hubauer GmbH, Landshut Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hubauer GmbH, Landshut, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hubauer GmbH, Landshut, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Landshut, 11. Oktober 2024 Köhl
GmbH
Andreas Köhl, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss und Lagebericht wurden mit Gesellschafterbeschluss vom 12. November 2024 festgestellt. |
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