Deutsche Extrakt-Kaffee Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Cafeastraße 1, 21107 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 7795
Eingetragen
28.1.1956
Branche
Verarbeitung von Kaffee und Tee, Herstellung von Kaffee-ErsatzGroßhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und GewürzenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von Extrakt-Kaffee, Genußmitteln und Waren aller Art sowie die Durchführung von Speditionsgeschäften aller Art, ferner sämtliche hiermit zusammenhängenden Geschäfte und die Beteiligung an gleichen oder gleichartigen Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Alexander Reißwitz
seit 23.5.2024
Geschäftsführer
Dirk Johannßen
seit 23.5.2024
Prokura
Prokura
Geschäftsführer
Jan Beernd Rothfos
seit 27.6.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
100.00%
J** B***** R******CAFEA GmbH
0.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000.000 DM
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Deutsche Extrakt-Kaffee Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023

1. Unternehmensstruktur

Die DEUTSCHE EXTRAKT KAFFEE GMBH, gegründet 1955 in Hamburg, ist eine Tochtergesellschaft der CAFEA GmbH und ist der führende Hersteller von löslichen Kaffees und löslichen Kaffeegetränken im Bereich der Handelseigenmarken auf europäischer Ebene. Zusätzlich vertreibt die DEK Produkte an die weiterverarbeitende Industrie.

Unter dem Dach der CAFEA GmbH stehen insgesamt 23 (Vj.: 23) Gesellschaften im In- und Ausland.

Die von der DEK unterhaltene Repräsentanz in China (Beijing) wurde im abgelaufenen Jahr geschlossen.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war weiterhin von einem schwierigen internationalen Umfeld geprägt. Gemäß statischem Bundesamt dämpften trotz der jüngsten Rückgänge die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die lahmende Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Im Jahr davor war das preisbereinigte BIP noch um 1,8 % angestiegen. 1 Nach ersten Schätzungen des Internationalen Währungsfonds wuchs die Weltwirtschaft im Jahr 2023 um 3,1 % (Vj.: 3,5 %) und die Wirtschaft des EURO-Raumes um lediglich 0,5 % (Vj.: 3,4 %). 2

Beschaffungsmarktentwicklung

Allgemein

Das allgemeine wirtschaftliche Umfeld war auch im Jahr 2023 von der Volatilität der Märkte geprägt. Insbesondere im ersten Halbjahr waren die Ausläufer der Lieferengpässe und die signifikanten Inflationsraten auf vielen Roh-/Packstoff- und Logistikmärkten weiterhin stark spürbar. Dies lag an den weltweiten politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten unteranderem hervorgerufen durch den anhaltenden Russland-Ukraine Krieg. Die Energiekosten blieben auf einem weiterhin hohen Niveau und inflationäre Tendenzen führten zu gestiegenen Produktionskosten. Zudem erhöhte die Europäische Zentralbank auch im Jahr 2023 weiterhin das Zinsniveau, mit dem Ziel, den hohen Inflationsraten entgegenzuwirken.

Rohkaffee

Die durchschnittlichen Preise für Rohkaffee der Sorte Arabica lagen im Jahresvergleich unter denen des Vorjahres. Das niedrigste Niveau im Jahr erreichte der Preis bereits zu Beginn des Jahres im Januar bei einem Stand von 145 Cts/lb (Vj.: 155 Cts/lb). Anschließend stieg der Preis in den nächsten Wochen, um seinen Höchststand im Jahr von 203 Cts/lb (Vj.: 258 Cts/lb) Mitte April zu erreichen. Danach sank er stetig bis Oktober auf ein Preisniveau von 146 Cts/lb ab und bewegte sich dann wieder kontinuierlich auf die Marke von 200 Cts/lb zu. Am Jahresende notierte der Kurs an der Börse in New York bei 186 Cts/lb (Vj.: 167 Cts/lb).

Das durchschnittliche Preisniveau für die Sorte Robusta notierte im Vergleich zum Vorjahr deutlich höher. Ausgehend vom niedrigsten Niveau gleich zu Beginn des Jahres im Januar von 1.799 USD/to (Vj.: 1.792 USD/to) stieg der Preis kontinuierlich auf einen Stand von über 2.600 USD/to. Anschließend reduzierte sich das Preisniveau bis 2.312 USD/to, um dann wieder auf seinen Höchststand im Dezember von 2.964 USD/to (Vj.: 2.370 USD/to) zu steigen. Zum Jahresende notierte der Preis bei 2.841 USD/to (Vj.: 1.799 USD/to).

Entwicklung Euro / US-Dollar

Der EURO bewegte sich im ersten Halbjahr gegenüber dem US Dollar schwankend in einer Bandbreite zwischen 1,05 USD und 1,11 USD. Seinen Jahreshöchststand erreichte er in der Jahresmitte im Juli in Höhe von 1,12 USD (Vj.: 1,15 USD). Anschließend verlor der Euro im Jahresverlauf kontinuierlich an Wert und erreichte seinen Tiefstand im Oktober von 1,05 USD (Vj.: 0,96 USD). Am Jahresende notierte der Kurs bei 1,11 USD (Vj.: 1,07 USD).

1 Statistisches Bundesamt vom 15. Januar 2024
2 IMF Word Economic Outlook Januar 2024

3. Ertragslage

Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 erhöhte sich der Gesamtumsatz hauptsächlich preisbedingt um 12 % auf 559 Mio. € (Vj.: 498 Mio. €). Dabei stiegen die Umsätze im Inland absolut betrachtet am stärksten gefolgt von den Umsatzanstiegen im EU-Ausland und im Drittland.

Ein wesentlicher Grund für den Umsatzanstieg war eine weitere notwendige Anhebung der Verkaufspreise auf der Kundenseite aufgrund der stark gestiegenen Beschaffungs- und Energiekosten und den dadurch erhöhten Produkt- und Produktionskosten.

Die Anzahl der belieferten Länder belief sich auf 70 (Vj.: 73).

Absatzentwicklung

Der operative Gesamtabsatz lag im abgelaufenen Geschäftsjahr 2,8 % unter dem des Vorjahres.

Verantwortlich hierfür war der Rückgang der Absatzmenge im Kerngeschäft der löslichen Kaffees. Insbesondere im Segment der gefriergetrockneten und agglomerierten Sorten wurden weniger Mengen abgesetzt. Die Absatzmengen der sprühgetrockneten Kaffees lagen hingegen nur geringfügig unter denen des Vorjahres.

Einen leichten Zuwachs erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr die Produktgruppe der löslichen Kaffeegetränke. Hinzu kamen erfreuliche Zuwächse in den Produktsegmenten der Trinkschokoladen, Flüssigkaffees und der Kaffeechicorees und der Kaffeesurrogate.

Einen Rückgang verzeichnete erstmalig die Produktgruppe der Röstkaffees bedingt durch rückläufige Absätze nach Russland, die nicht durch Zuwächse in andere Länder kompensiert werden konnten.

Ordentliches Betriebliches Ergebnis

Der Rohertrag ohne Berücksichtigung der Veränderung der Lifo-Reserve steigerte sich um 1,94 Mio. € auf 64,44 Mio. €, wobei sich die Rohertragspanne um 0,8 Prozentpunkte auf 11,6 % (Vj.: 12,4 %) verringerte.

Die betrieblichen Gesamtaufwendungen saldiert mit den sonstigen betrieblichen Erträgen und ohne Berücksichtigung des Wechselkursergebnisses sanken um 1,00 Mio. € (-1,7 %).

Am deutlichsten reduzierten sich die Betriebsaufwendungen bedingt durch gesunkene Aufwendungen für Umfuhren in die Expeditionsläger. Hier normalisierten sich die im Vorjahr weltweit extrem gestiegenen Containerfrachtraten wieder auf ein geringeres Niveau.

Die Verwaltungskosten hingegen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr. Die in der Corona-Zeit gesunkenen Aufwendungen für Geschäftsreisen, Beherbergungen und Bewirtungen stiegen langsam aufgrund der Zunahme der Reisetätigkeit wieder an. Zudem erhöhten sich die Aufwendungen für Umlagen, Versicherungen und Spenden.

Einen geringfügigen Anstieg verzeichneten die Vertriebsaufwendungen. Ursächlich hierfür waren höhere Aufwendungen für Ausgangsfrachten und Werbekosten saldiert mit gesunkene Verkaufsprovisionen und reduzierten Vertriebsgebühren.

Die Personalkosten (inkl. Leasingkosten) erhöhten sich um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr. Enthalten in dieser Entwicklung war eine durchschnittliche Lohnerhöhung zum 1. April 2023 von 4,0 %. Zudem wurde Anfang des Jahres eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe 500 € und zum Ende des Jahres eine weitere Inflationsausgleichsprämie in Höhe 300 € an alle Mitarbeiter mit einem Gesamtvolumen von 0,24 Mio. €. (Vj.: 0,38 Mio. €) ausgezahlt.

Die Höhe der Abschreibungen lag auf dem Niveau des Vorjahres.

Das Wechselkursergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,17 Mio. € auf 0,93 Mio. € (Vj.: -1,24 Mio. €).

Aufgrund des Vorgenannten erhöhte sich das ordentliche Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen um 5,11 Mio.€ auf 8,16 Mio.€. (Vj.: 3,05 Mio. €).

Finanzergebnis

Das positive Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,30 Mio. € auf 0,66 Mio. €. Das Zinsergebnis gegenüber Banken verringerte sich aufgrund der höheren Ausschöpfung der Kreditlinien und des höheren Zinsniveaus. Das Zinsergebnis mit verbundenen Unternehmen verbesserte sich um 1,54 Mio. € auf 2,03 Mio. €.

Das sonstige Finanzergebnis, hauptsächlich bestehend aus Ergebnisabführungen, verringerte sich leicht gegenüber dem Vorjahr.

Ergebnis vor Ertragsteuern

Das Unternehmensergebnis vor Sondereinflüssen belief sich auf 8,81 Mio. € (Vj.: 3,41 Mio. €).

Nach Berücksichtigung von Sondereinflüssen, im Wesentlichen der Ertrag aufgrund der Auflösung der Lifo-Reserve in Höhe von 1,83 Mio. € sowie einem positiven Ergebnis aus dem Saldo von periodenfremden Aufwendungen und Erträgen in Höhe von 0,41 Mio. €, wurde ein negatives Ergebnis vor Ertragsteuern von 11,06 Mio. € (Vj.: -15,93 Mio. €) ausgewiesen. Nach Berücksichtigung von Ertragssteuern in Höhe von 0,33 Mio. € (Vj.: -0,99 Mio. €) ergab sich ein Jahresüberschuss von 10,73 Mio. € (Vj.: Jahresfehlbetrag 14,94 Mio. €).

4. Finanz- und Vermögenslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme lag mit 231,89 Mio. €. nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (231,91 Mio. €).

Bilanz 2023 2022
T€ T€
Aktiva
Immaterielle VG 281 306
Sachanlagevermögen 11.990 11.884
Finanzanlagen 5.485 5.487
Langfristige VG 17.756 17.677
Vorräte 107.426 106.215
Kurzfristige Vermögensw. 97.959 105.772
Flüssige Mittel 8.752 2.243
Kurzfristige VG 214.137 214.230
231.893 231.907
2023 2022
T€ T€
Passiva
Eigenkapital * 149.005 139.556
Rückstellungen * 16.971 16.532
Bankverbindlichkeiten 19.038 38.037
Verbindlichkeiten 46.879 37.782
231.893 231.907

* In der Abbildung der Vermögenslage erfolgt der Ausweis der Vorräte ohne Lifo-Reserve. Diese wird anteilig als Eigenkapital (70%) und Rückstellung (30%) ausgewiesen.

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 0,4 % auf 17,76 Mio. €, wobei sich das Sachanlagevermögen um 0,10 Mio. € erhöhte.

Der kurzfristigen Vermögensgegenstände sanken geringfügig um 0,10 Mio. €. Diese geringfügige Reduzierung erklärte sich im Wesentlichen durch den gleichzeitigen Anstieg des Vorratsvermögens um 1,21 Mio. € und der Flüssigen Mittel um 6,51 Mio. € saldiert mit einem Rückgang der kurzfristigen Vermögenswerte um 7,81 Mio. €. Der Aufbau des Vorratsvorratsmögens resultierte im Wesentlichen aus geringeren Bewertungsabschlägen. Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich hauptsächlich aufgrund geringerer Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen saldiert mit gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Finanzlage

Das ausgewiesene Gesamtvermögen von 231,89 Mio. € war in Höhe von 149,01 Mio. € (Vj.: 139,56 Mio. €) und damit zu 64,3 % (Vj.: 60,2 %) durch Eigenkapital finanziert. Die im Vorjahr erstmals aufgebauten kurzfristigen Bankverbindlichkeiten zur Finanzierung der kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich im Geschäftsjahr und lagen bei 8,2 % (Vj.: 16,4 %) der Bilanzsumme.

Der Anteil der Rückstellungen lag auf dem Niveau des Vorjahres und der der übrigen Verbindlichkeiten stieg um 3,9 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr an.

Investitionen

Die Sachinvestitionen inklusive Investitionen in die Immaterielle Vermögensgestände lagen bei 2,0 Mio. € (Vj.: 1,1 Mio. €).

Der Hauptteil der Investitionen floss in die Optimierung und Modernisierung der Verpackungsanlagen und der Logistik. Dazu gehörten unter anderem die Fortführung der Investition in eine Deckelmaschine sowie der Start zur Installation einer neuen energieeffizienteren Kälteanlage zur Klimatisierung der Produktionsräume.

Des Weiteren wurde in die Arbeits- und Produktsicherheit, die Qualität der Produkte und in weitere Energiesparmaßnahmen investiert.

Zusätzlich wurde in die fortschreitende Digitalisierung der Geschäftsprozesse unter anderem in der Produktion und Logistik und die permanente Erneuerung der EDV-Landschaft investiert. Ein wesentlicher Bestandteil bildet hier die geplante Umstellung auf SAP S4 Hana und die digitale Anbindung von Produktionsanlagen.

5. Mitarbeiter und Umwelt

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 318 Mitarbeiter (Vj.: 326) beschäftigt. Die Anzahl der in dieser Zahl enthaltenen Auszubildenden und Trainees lag bei 4 (Vj.: 6).

Die Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter lagen bei 123 T€ (Vj.: 119 T€).

Alle umweltrelevanten Vorschriften wurden eingehalten.

6. Risikobericht

Im Rahmen der Risikopolitik werden Risiken durch anerkannte Methoden und Maßnahmen frühzeitig abgeschätzt und versucht zu minimieren. Beschaffungsrisiken werden durch ständige Beobachtung der Märkte begegnet.

Für langfristige Verkaufskontrakte mit Kunden werden die benötigten Rohkaffeemengen eingedeckt. Zur Absicherung von Wechselkursschwankungen werden Devisentermingeschäfte getätigt. Kundenforderungen werden über Kreditversicherungen und für einige Länder über Staatsbürgschaften versichert.

Die DEK Hamburg ist zum "Zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten", dem sogenannten AEO (Authorized Economic Operator), zertifiziert. Dieser Status zeichnet Unternehmen als vertrauenswürdigen und zuverlässigen Handelspartner aus.

Zur Einhaltung hoher internationaler Standards hinsichtlich Qualität und Sicherheit der Produkte erfolgen fortlaufend Zertifizierungen, unter anderem nach internationalen Standards wie dem BRCGS Food Version 9 und dem IFS Food Version 8 für Eigenmarkenhersteller.

Ferner ist die DEK Hamburg für Kaffee, Kakao und Tee nach dem Rainforest Alliance Standard zertifiziert. Genannte Zertifizierungen sind notwendig, um den Kundenanforderungen im internationalen Markt gerecht zu werden.

Die Risiken im Hinblick auf die Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit der IT-Systeme werden durch stetige Überwachungen, Modernisierungen wie auch Systemnotfallübungen begrenzt.

Aus heutiger Sicht bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken.

7. Prognosebericht

Mit der Eskalation im Nahen Osten und dem anhaltenden Russland-Ukraine-Krieg bleibt das weltweite politische Umfeld weiter unsicher und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sehr volatil und schwer vorhersehbar. Das Zinsniveau bleibt vorerst hoch und es wird erst im 2. Halbjahr mit ersten Zinssenkungen gerechnet. Eine durchgreifende Erholung der deutschen Wirtschaft zeichnet sich für das Jahr 2024 nicht ab und die Unsicherheiten bleiben für die Weltwirtschaft bestehen.

Absatzplanung

Die Absatzplanung für das Jahr 2024 sieht im Vergleich zum Vorjahres-Ist eine Zunahme der Gesamtabsatzmenge vor. Es besteht anhaltend eine starke Konkurrenzsituation mit hohem Preis- und Margendruck. Insbesondere steigende Rohstoffkosten durch Anstiege der Rohkaffee- und Kakaopreise stellen eine große Herausforderung dar. Hier muss versucht werden, die entstandenen Kostenerhöhungen auf der Marktseite an die Kunden weiterzugeben.

Absatzentwicklung

In den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres 2024 lag der Absatz leicht unter dem Niveau des Jahresabsatzplans. Aktuell wird davon ausgegangen, dass die Mengenerwartungen der Jahresplanung sehr ambitioniert gesteckt worden sind und es weiterer Anstrengungen bedarf, um diese zu erreichen.

Es ist zu berichten, dass alle wesentlichen Verträge mit großen europäischen Lebensmittelketten für das erste Halbjahr 2024 bzw. für das komplette Jahr 2024 verlängert worden sind.

Beschaffungsmarktentwicklung

Rohkaffee

Die Preise für Rohkaffee der Kaffeesorte Robusta zogen im Verlauf der ersten Wochen des neuen Jahres kräftig nach oben. Zu Beginn des Jahres lag der Preis noch bei 2.755 USD/to und er erhöhte sich im Zeitverlauf bis Ende Februar auf eine Marke von über 3.200 USD/to. Das Preisniveau der Sorte Arabica bewegte sich im selben Zeitraum unter der Marke von 200 Ct/lb in einer Bandbreite zwischen 176 und 191 Ct/lb. Aufgrund der noch nie dagewesen Marktentwicklung im Anbauland Vietnam mit der Folge einer nicht ausreichenden Belieferung der Märkte und eines stark erhöhten Bedarfs, schossen die Preise für Robusta Kaffees in den letzten Monaten regelrecht in die Höhe. Aufgrund des weiterhin hohen Bedarfs an Robusta Kaffee ist davon auszugehen, dass die weltweite Produktionsmenge nicht ausreichen wird. Im Jahresverlauf 2024 wird insbesondere bei der Sorte Robusta von weiter steigenden Preisen ausgegangen. Zudem wird ebenfalls mit einem Anstieg des Einsatzes der Kaffeesorte Arabica gerechnet, was auch hier zu einem Preisanstieg führen wird.

EUR/US Dollar

Von Januar bis Ende Februar 2024 notierte der EURO gegenüber dem USD weitestgehend seitwärts auf einem Niveau von 1,07 bis knapp 1,09 USD. Aktuell wird davon ausgegangen, dass der EURO-Dollar Kurs sich in den nächsten Monaten weiterhin in einer Bandbreite von 1,06 bis 1,12 USD bewegen wird.

Beschaffungsmarktentwicklung

Die allgemeine Beschaffungslage und die Verfügbarkeit einiger Rohstoffe und Packmittel hat sich in den letzten Monaten verbessert. Es wird derzeit von stabilen Preisen bei Verpackungsmaterialien im Jahresverlauf 2024 ausgegangen.

Die Situation am Strom- und Gasmarkt hat sich entspannt. Bezüglich der Energiepreise ist augenblicklich von einer horizontalen Preisentwicklung im Jahresverlauf auszugehen. Maßgeblich sind jedoch weiterhin die schwierigen politischen, wirtschaftlichen und inflationären Rahmenbedingungen weltweit. Es ist daher gegenwärtig äußerst schwierig abzusehen, wie sich die Marktpreise und letztendlich auch die Beständigkeit der Lieferketten entwickeln werden.

Investitionsplanung

Das Investitionsbudget 2024 beläuft sich auf 4,2 Mio. €. Ein wesentlicher Bestandteil der Investitionen ist der Aufbau einer neuen Verpackungslinie für Beutel. Des Weiteren werden bereits begonnene Investitionsprojekte zur Energieeinsparung wie die Erneuerung der Kälteanlagen für die Produktionsgebäude fortgeführt. Bei einem Großteil der zu tätigenden Investitionen handelt es sich um Ersatzinvestitionen in die Produktionsanlagen und die logistischen Abläufe. Hierzu zählen neue HF-Geräte, Förderstrecken, Wechselbrücken und Kunststoffpaletten. Weitere Investitionen in die Produkt- und Arbeitssicherheit vervollständigen das Investitionsbudget. Investitionen in die stetige Modernisierung der IT-Infrastruktur und in die IT- und Netzwerksicherheit bilden ebenfalls einen festen Bestandteil der Investitionsplanung. Das Investitionsvolumen wird durch den geplanten Netto-Cashflow abgedeckt.

Ausblick

Aufgrund der geschilderten Situation auf der Verkaufs- und Einkaufsseite geht die Geschäftsführung von einem positiven Geschäftsjahr 2024 aus.

 

Hamburg, 23.02.2024

Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 281.209,80 306.105,80
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 281.209,80 306.105,80
II. Sachanlagen 11.990.096,93 11.884.119,97
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.595.690,32 8.069.981,32
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.020.729,48 2.608.371,48
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 864.574,18 951.219,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.509.102,95 254.547,99
III. Finanzanlagen 5.485.109,22 5.486.947,73
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 47.550,14 47.550,14
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.389.667,75 5.389.667,75
3. Beteiligungen 22.500,00 22.500,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 391,33 2.229,84
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 25.000,00 25.000,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 78.629.439,01 75.588.987,72
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 54.021.911,74 50.576.053,15
2. Unfertige Erzeugnisse 874.838,78 1.105.065,42
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 21.129.197,30 23.409.195,21
4. Geleistete Anzahlungen 2.603.491,19 498.673,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 97.678.081,96 105.394.855,66
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 45.128.199,98 41.797.151,93
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 51.073.449,28 60.614.315,24
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.476.432,70 2.983.388,49
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 8.752.160,66 2.242.813,80
C. Rechnungsabgrenzungsposten 281.000,08 376.953,96
203.097.097,66 201.280.784,64

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital 128.847.380,34 118.117.099,50
I. Gezeichnetes Kapital 12.782.297,03 12.782.297,03
II. Gewinnrücklage 98.010,00 98.010,00
III. Gewinnvortrag 105.236.792,47 120.175.830,88
IV. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag(Vj.) 10.730.280,84 -14.939.038,41
B. Rückstellungen 8.333.185,00 7.344.600,00
1. Steuerrückstellungen 1.191.685,00 -
2. Sonstige Rückstellungen 7.141.500,00 7.344.600,00
C. Verbindlichkeiten 65.916.532,32 75.819.085,14
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 19.037.658,96 38.037.049,90
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 905.003,88 244.101,39
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.404.037,99 9.267.125,10
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 34.595.161,64 25.009.102,21
davon gegen Gesellschafterin: € 28.163.004,40 (Vj. T€ 23.896)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.974.669,85 3.261.706,54
davon aus Steuern: € 1.830.669,54 (Vj. T€ 2.037)
203.097.097,66 201.280.784,64

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 559.349.040,96 497.568.481,71
2. Erhöhung / Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.925.547,93 -707.781,48
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 38.866,78 13.421,42
4. Sonstige betriebliche Erträge 5.317.947,17 5.016.795,39
davon Wechselkurserträge: € 932.451,11 (Vj. T€ 0)
5. Materialaufwand 491.153.847,48 454.463.939,12
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 474.650.178,53 442.380.408,30
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 16.503.668,95 12.083.530,82
6. Personalaufwand 24.033.947,03 23.900.008,91
a) Löhne und Gehälter 20.308.431,33 20.176.051,67
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 3.725.515,70 3.723.957,24
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.941.108,75 1.941.917,83
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 35.183.713,79 37.803.645,53
davon Wechselkursaufwand: € 0,00 (Vj. T€ 1.236)
Betriebsergebnis 10.467.689,93 -16.218.594,35
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 111,49 199,04
10. Erträge aufgrund von Gewinnabführungsverträgen 148.210,71 127.942,99
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.763.828,00 793.560,43
davon aus verbundenen Unternehmen: € 2.349.903,93 (Vj. T€ 780)
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme 40.325,43 1.117,46
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.216.181,57 563.592,44
davon an verbundene Unternehmen: € 315.582,41 (Vj. T€ 286)
Finanzergebnis 655.643,20 356.992,56
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 328.233,49 -994.361,08
15. Ergebnis nach Steuern 10.795.099,64 -14.867.240,71
16. Sonstige Steuern 64.818,80 71.797,70
17. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (Vj.) 10.730.280,84 -14.939.038,41

Anhang 2023

(1) Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die DEUTSCHE EXTRAKT KAFFEE GMBH, gegründet 1955 in Hamburg, ist eine Tochtergesellschaft der CAFEA GmbH und ist der führende Hersteller von löslichen Kaffees und löslichen Kaffeegetränken im Bereich der Handelseigenmarken auf europäischer Ebene.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter der Nummer HR B 7795 eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren nach Maßgabe des § 275 Abs. 2 HGB.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte gem. § 266 HGB i.V.m. § 42 GmbHG.

(2) Bewertungs- und Ausweisänderungen

Ausweisänderungen gegenüber dem Vorjahr fanden nicht statt.

Die Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

(3) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit ihren historischen Anschaffungskosten, gekürzt um Abschreibungen und Investitionszuschüsse, bewertet.

Die Abschreibungszeiten lauten wie folgt:

Rubriken Nutzungsdauer in Jahren
Immaterielle Vermögensgegenstände 3 - 5
Gebäude, Gebäudeeinr. u. Außenanl. 5 - 33
Technische Maschinen u. Anlagen 5 - 14
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 20
Geringwertige Anlagegüter (GWG) 1

Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es sich ausschließlich um 100%ige Beteiligungen, die mit ihren Anschaffungskosten angesetzt werden.

In den Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden befristete Darlehen an die OOO INTERCAFE ausgewiesen.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu den Anschaffungskosten bewertet. Für Rohstoffe wurde eine Verprobung gegen den Beschaffungsmarkt vorgenommen.

Die zugrunde gelegten Anschaffungskosten verstehen sich hierbei als Durchschnittswerte aus den arbeitstäglichen Aufzeichnungen der Zu- und Abgänge.

Unfertige und Fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten angesetzt worden, die angemessene Teile der Gemeinkosten nach § 255 Abs. 2 HGB enthalten. Soweit diese Herstellungskosten zuzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten nicht durch die Absatzpreise gedeckt werden, ist verlustfrei bewertet worden.

Im gesamten Vorratsvermögen sind Risiken aus einer verminderten Verwertbarkeit wegen überlanger Lagerdauer gesondert berücksichtigt worden.

Die Gesellschaft hat bei der Bewertung der Rohstoffe, unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie Waren von der Lifo- Bewertung gem. § 256 HGB Gebrauch gemacht. Die Lifo-Bewertung ergab einen Gesamt-Lifo-Abschlag auf die Vorräte in Höhe von T€ 28.796. Durch die Reduzierung der Lifo-Reserve erhöhte sich das Jahresergebnis um T€ 1.830. Ansatz der Lifo- Bewertung sind die Anschaffungswerte nach Altersabwertungen und Abschlägen auf den verlustfreien Wert oder den niedrigeren Marktwert.

Es befindet sich grundsätzlich kein mit Kaffeesteuer belasteter Kaffee in den Beständen. Lediglich für kaffeehaltige Ware (Kaffee-Chicorée-Mischungen und lösliche Kaffeegetränke) ist für den Mischungseinsatz versteuerter löslicher Kaffee einzusetzen.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine pauschale Wertberichtigung angemessen Rechnung getragen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gem. § 253 Abs. 2 HGB abgezinst und künftige Kostenanpassungen wurden berücksichtigt. Die Rückstellungen werden mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.

Bankguthaben und -verbindlichkeiten in Fremdwährung wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet; soweit Fremdwährungstermingeschäfte zur Deckung von Einkäufen bestehen, wurden die Kurse der Kurssicherung angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Vom Wahlrecht gem. § 274 Abs.1 HGB hinsichtlich des Ausweises aktiver latenter Steuern wird Gebrauch gemacht, die auf den Bewertungsunterschieden bei den Rückstellungen für Abbruchverpflichtung, Archivierung und Dienstjubiläen beruhen. Aktive und passive latente Steuern werden, soweit vorhanden, miteinander verrechnet und bei einem passiven Überhang gesondert ausgewiesen.

(4) Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet.

(5) Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem anliegenden Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Anteil am Kapital Eigenkapital Jahresergebnis
% T€ T€
INTERCAFE D 100 26 0
EUROTECHNIKA 100 26 0

Die Forderungen haben grundsätzlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Ertragssteuerforderungen in Höhe von T€ 749 (Vj.: T€ 2.221) ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

31.12.2023 31.12.2022
Drohende Verluste aus schwebenden Kontrakten 1.297.000,00 1.437.000,00
Rückstellungen für Personal 1.768.000,00 1.893.000,00
Abbruchverpflichtung 2.247.000,00 2.387.000,00
Archivierungskosten 518.000,00 510.000,00
Gebühren Verpackungsentsorgung 330.000,00 330.000,00
Nachlaufende Rechnungen 187.000,00 205.200,00
Gewährleistungen 155.000,00 185.000,00
Drohende Rückzahlungsverpfl. 150.000,00 35.000,00
Offene Entsorgungskosten 58.000,00 70.000,00
Rechtsanwalts- u. Prozesskosten 57.000,00 -
Noch zu gew. Vertriebsvergütungen 30.000,00 35.000,00
Sonstige Rückstellungen 344.500,00 257.400,00
Übrige Rückstellungen 4.076.500,00 4.014.600,00
Rückstellungen gesamt 7.141.500,00 7.344.600,00

Verbindlichkeiten

Die Entwicklung der Verbindlichkeiten ist dem anliegenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen.

Alle Verbindlichkeiten haben eine vereinbarte Restlaufzeit von höchstens einem Jahr.

(6) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023 2022
Inlandsumsätze 257.187.111,43 221.797.315,75
Innergemeinschaftlich 136.457.099,19 121.136.000,26
Drittland 165.704.830,34 154.635.165,70
559.349.040,96 497.568.481,71

Periodenfremde Erträge

2023 2022
T€ T€
Auflösung von Rückstellungen 278 316
Rückvergütung Versicherungsprämien 104 104
Auflösung der EWB F.a.L.L. 98 340
Sonstige periodenfremde Erträge 225 239
705 999

Arbeitnehmergruppen (Vollbeschäftigte)

2023 Anzahl 2022 Anzahl
Gewerbliche Mitarbeiter 168 170
Angestellte Mitarbeiter 146 150
Gesamt ohne Auszubildende 314 320
Auszubildende 4 6
Gesamt 318 326

Abschreibungen

Die Entwicklung der Abschreibungen ist der anliegenden Tabelle Entwicklung der Abschreibungen zu entnehmen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die nicht separat ausgewiesenen Zinsaufwendungen von T€ 41 (Vj. T€ 38) aus der Abzinsung von Rückstellungen gem. BilMoG betreffen die Rückstellungen für Archivierung, Abbruchverpflichtung und Dienstjubiläen.

Periodenfremde Aufwendungen

2023 2022
T€ T€
EWB Forderungen 175 125
Uneinbringliche Forderungen 59 3
PWB Ford. a.L.L. 26 51
PWB Ford. verb. Unternehmen - 53
Sonstige periodenfremde Aufwendungen 30 9
290 241

(7) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet- und Leasing-Verträgen

2023 2022
T€ T€
fällig 1. Folgejahr 1.104 1.064
fällig 2. - 5. Folgejahr 1.903 1.867
fällig später 6.703 7.188
9.710 10.119

Das Bestellobligo (vor dem Bilanzstichtag in Auftrag gegebene Investitionsvorhaben) beläuft sich auf T€ 623 (Vj. T€ 859).

(8) Derivative Finanzinstrumente

Bei der DEK bestehen zum Bilanzstichtag keine derivativen Finanzkontrakte.

(9) Haftungsverhältnisse

Die Bürgschaften bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen und bergen keinerlei Risiken aufgrund ihrer guten Bonität.

Die Werte sind der anliegenden Tabelle Haftungsverhältnisse zu entnehmen.

(10) Geschäftsführung der Gesellschaft

Vorschüsse und Kredite gem. § 285 Nr. 9c HGB wurden während des Geschäftsjahres nicht gewährt.

Geschäftsführer waren zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung die Kaufleute Herr Jan Beernd Rothfos und Frau Anne Kathrin Rothfos.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung beliefen sich auf T€ 247.

(11) Konzernabschluss

Der Abschluss der Gesellschaft wird in den von der Gesellschafterin CAFEA GmbH, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 einbezogen.

Die gemäß § 285 Nr.17 HGB aufzuschlüsselnden Honorare werden im Konzernabschluss ausgewiesen.

(12) Gewinnverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von € 10.730.280,84 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hamburg, 23. Februar 2024

Geschäftsführung

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023

Fälligkeit
bis zu 1 Jahr von 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 19.038 - - 19.038
(Vorjahr 38.037 - - 38.037)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 905 - - 905
(Vorjahr 244 - - 244)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.404 - - 8.404
(Vorjahr 9.267 - - 9.267)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 34.595 - - 34.595
(Vorjahr 25.009 - - 25.009)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.975 - - 2.975
(Vorjahr 3.262 - - 3.262)
Gesamt 65.917 - - 65.917
(Vorjahr 75.819 - - 75.819)

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

AK/HK kum. 01.01.23 Zugang Abgang Umb. AK/HK kum. 31.12.23
T€ T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltl. erw. gew. Schutzrechte u. ähnliche Rechte und Werte 4.438 102 - - 4.540
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 24.837 - - - 24.837
2. Technische Anlagen und Maschinen 41.656 189 7 37 41.875
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.075 440 150 2 8.367
4. Anlagen im Bau 255 1.294 - -39 1.510
Sachanlagen 74.823 1.923 157 - 76.589
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 48 - - - 48
2. Ausleihungen an verb. Unternehmen 5.390 - - - 5.390
3. Beteiligungen 23 - - - 23
4. Ausleihungen an Untern., mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2 - 2 - 0
5. Wertpapiere 105 - - - 105
Finanzanlagen 5.568 - 2 - 5.566
Gesamtsumme 84.829 2.025 159 - 86.695
Abschr. kum. 31.12.23 BW 31.12.22 BW 31.12.23 Abschr. Ifd. Jahr
T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltl. erw. gew. Schutzrechte u. ähnliche Rechte und Werte 4.259 306 281 127
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 17.241 8.070 7.596 474
2. Technische Anlagen und Maschinen 39.854 2.608 2.021 814
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.502 951 865 526
4. Anlagen im Bau - 255 1.510 -
Sachanlagen 64.597 11.884 11.992 1.814
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - 48 48 -
2. Ausleihungen an verb. Unternehmen - 5.390 5.390 -
3. Beteiligungen - 23 23 -
4. Ausleihungen an Untern., mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - 2 0 -
5. Wertpapiere 80 25 25 -
Finanzanlagen 80 5.488 5.486 -
Gesamtsumme 68.936 17.678 17.759 1.941

Entwicklung der Abschreibungen zum 31. Dezember 2023

kum. 01.01.23 lfd. Jahr Abgang Umbuchung Zuschreibung kum. 31.12.23
T€ T€ T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltl. erw. gew. Schutzrechte u. ähnliche Rechte und Werte 4.132 127 - - - 4.259
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 16.767 474 - - - 17.241
2. Technische Anlagen und Maschinen 39.048 814 8 - - 39.854
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.124 526 148 - - 7.502
4. Anlagen im Bau - - - - -
Sachanlagen 62.939 1.814 156 - - 64.597
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - - - - -
2. Ausleihungen an verb. Unternehmen - - - - - -
3. Beteiligungen - -
4. Ausleihungen an Untern., mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - - - -
5. Wertpapiere 80 - - - - 80
Finanzanlagen 80 - - - 80
Gesamtsumme 67.151 1.941 156 - - 68.936

Haftungsverhältnisse zum 31. Dezember 2023

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse zum 31.12.2023.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DEUTSCHE EXTRAKT KAFFEE GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DEUTSCHE EXTRAKT KAFFEE GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DEUTSCHE EXTRAKT KAFFEE GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahres-abschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Tornesch, den 23. Februar 2024

gmp nord audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Andy Mommsen, Wirtschaftsprüfer

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