Foundation
Medicine GmbH
Penzberg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021
Lagebericht
A. Wirtschaftsbericht
1. Geschäft und Rahmenbedingungen
1.1. Allgemeine Hinweise zum Lagebericht
Bei der Erstellung des Lageberichts werden vom
Management Einschätzungen und Annahmen getroffen. Diese
beruhen auf Erkenntnissen der Vergangenheit und verschiedenen
sonstigen Faktoren, die unter den gegebenen Umständen
als zutreffend erachtet werden und deren Bewertung nicht
direkt aufgrund anderer Quellen gegeben ist. Die
tatsächliche Entwicklung kann von diesen
Einschätzungen abweichen. Die Einschätzungen und
Annahmen werden laufend überprüft. Änderungen
der Einschätzungen sind allenfalls notwendig, sofern
sich die Gegebenheiten, auf denen die Einschätzungen
basieren, geändert haben oder neue Informationen und
zusätzliche Erkenntnisse vorliegen. Solche
Änderungen werden in der Berichtsperiode
berücksichtigt, in der die Änderungen erfolgt sind.
1.2. Rahmenbedingungen
Die Foundation Medicine GmbH (FMI GmbH), Penzberg, ist
eine einhundertprozentige Tochtergesellschaft der Foundation
Medicine Inc. (FMI Inc.), Cambridge, Massachusetts, USA. Die
FMI Inc. wiederum ist 100 %-ige Tochter der F. Hoffmann-La
Roche Ltd (FHLR) in Basel, Schweiz.
Im Konzern von FHLR / FMI Inc. nimmt die FMI GmbH am
Standort Penzberg wichtige globale Funktionen im
internationalen Geschäft von FMI Inc. wahr. Das
Geschäft der FMI GmbH basiert dabei hauptsächlich
auf den Lieferbeziehungen zur Muttergesellschaft. Daneben
bestehen wenige Drittkundenbeziehungen.
1.3. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Foundation Medicine versucht, durch Innovationen in der
personalisierten Krebsmedizin die
Behandlungsmöglichkeiten für Patienten zu
verbessern. Dafür werden diagnostische Tests entwickelt,
die die wichtigsten genomischen und molekularen Eigenschaften
von Tumoren erfassen und mit relevanten wissenschaftlichen
und medizinischen Erkenntnissen verknüpfen. Dies soll
Onkologen dabei unterstützen, die bestmögliche
Behandlung für jeden Patienten festzulegen.
Foundation Medicine und Roche unterhalten darüber
hinaus seit 2015 eine umfassende strategische Zusammenarbeit,
die 2018 zur Übernahme zu 100% von Foundation Medicine
in den Roche-Konzern führte. Als Teil der Zusammenarbeit
wurde mit der FMI GmbH ein Sequenzierungslabor der
nächsten Generation in Penzberg aufgebaut. Dieses Labor
dient als strategische Drehscheibe von Foundation Medicine
für die kommerzielle Ausweitung in verschiedene
europäische Länder.
Das Labor in Penzberg ist ein Hochdurchsatzlabor zur
Prozessierung verschiedener Patientenproben, basierend auf
der jeweiligen Art des Tumors.
Das molekulare Tumorprofiling von FMI Inc.
unterstützt Ärzte bei der Detektion von über
300 genetischen Alterationen. Gerade wenn Standardtherapien
nicht ansprechen oder viele Therapieoptionen bestehen, kann
ein umfassendes Tumorprofiling helfen. Für alle soliden
Tumoren eignet sich FoundationOne® CDx. Sollte bei
soliden Tumorerkrankungen nur wenig oder kein Gewebe
vorliegen, analysiert die Liquid-Biopsy-Untersuchung
FoundationOne® Liquid CDx zirkulierende Tumor-DNA im
Blut. Zur genetischen Charakterisierung von
hämatologischen Erkrankungen oder Sarkomen eignet sich
das molekulare Profiling FoundationOne® Heme.
Die Verantwortung für die Vermarktung der Tests
von FMI Inc. außerhalb der USA trägt dabei FHLR
bzw. die separaten Roche-Landesgesellschaften. Die FMI GmbH
hat keinen direkten Einfluss auf die Generierung des
Probenvolumens, das in Penzberg prozessiert wird.
Strategische Entscheidungen derlei Natur werden zwischen FHLR
und FMI Inc. getroffen.
Das Geschäft von FMI Inc. und damit auch der FMI
GmbH ist darüber hinaus nicht konjunkturabhängig,
sondern richtet sich vielmehr am Stand der Forschung zur
Behandlung von Krebserkrankungen und der Vergütung der
entsprechenden Behandlung in den jeweiligen Ländern aus.
Die Tests von FMI Inc. werden in vielen Ländern
von FHLR bzw. den Roche-Landesgesellschaften angeboten, dabei
jedoch sehr unterschiedlich vergütet. Nationale Vorgaben
zum Schutz patientenbezogener Daten, in Bezug auf die
Behandlung von Krebserkrankungen im Allgemeinen, sowie die
genannten großen Unterschiede bei der Vergütung
machen eine kurze Einschätzung oder Gesamtaussage zum
Geschäft der FMI GmbH sehr schwierig.
Grundsätzlich kann aber festgehalten werden, dass,
je fortschrittlicher die Patientenversorgung in einem Land
ist, desto eher erfolgt eine Unterstützung der
Behandlung über sog. Comprehensive Genomic Profiling
(CGP).
Branchenkonjunkturdaten für das Jahr 2021 und die
Folgejahre liegen nicht spezifisch vor. FMI Inc. hat jedoch
aufgrund der Zugehörigkeit zu FHLR eine gute
Ausgangsposition, da über FHLR bzw. die
Roche-Landesgesellschaften bereits ein Zugang zu den lokalen
Absatzmärkten besteht.
1.4. Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr 2021 zeichnete sich durch eine
annähernde Verdoppelung des prozessierten Probenvolumens
gegenüber 2020 aus. Diese Entwicklung setzt sich auch in
den darauffolgenden Jahren fort (2024 zum Zeitpunkt der
Erstellung dieses Berichtes noch nicht abgeschlossen).
Jahr
|
Monate
|
Anzahl
|
2020
|
12
|
7.477
|
2021
|
12
|
14.658
|
2022
|
12
|
21.995
|
2023
|
12
|
24.768
|
2024
|
5
|
10.529
|
Wesentlich hierfür waren der Transfer von
Bestandskundenländern von FMI Inc. sowie die
Neuerschließung weiterer Kundenländer, die bisher
nicht zum Portfolio gehörten. Hervorzuheben ist hierbei,
wie bereits oben ausgeführt, die sehr komplexe
Wettbewerbssituation im Allgemeinen, da es von Land zu Land
teilweise sehr unterschiedliche regulatorische Vorgaben zum
Umgang mit Patientenproben gibt, was die Erschließung
neuer Märkte in der Regel zu einer langwierigen
Angelegenheit macht.
2. Ertragslage
Der Umsatz der Foundation Medicine GmbH im Jahr 2021
betrug rund 21,2 Mio. EUR. Insgesamt waren Skaleneffekte zu
beobachten, das Ergebnis nach Steuern lag im Jahr 2021 bei
einem Überschuss von rund 0,29 Mio. EUR. Die
Skaleneffekte ergaben sich aus der Steigerung des Umsatzes
bei einem geringen Anstieg der Fixkosten gegenüber den
variablen Kosten. Das verdoppelte Probenvolumen konnte ohne
größere Investitionen in zusätzliches
Personal, zusätzliche Geräte oder weitere
Räumlichkeiten bewältigt werden.
Dies liegt innerhalb der Planung; der Umsatz konnte
gegenüber 2020 um gut 8,4 Mio. EUR gesteigert werden.
Wesentlich dafür war ein entsprechender Anstieg der
Anzahl der zu analysierenden Proben im Rahmen des
internationalen Geschäftes. Der überwiegende Teil
der Umsätze besteht aus der monatlichen Verrechnung
aller Kosten der FMI GmbH mit der FMI Inc., sodass bei
steigenden Kosten die Umsätze entsprechend steigen
(Cost-Plus-Verrechnung).
Die Auftragslage ist zufriedenstellend angesichts der
Tatsache, dass das Probenvolumen annähernd verdoppelt
werden konnte (siehe 1.4). Die Mitarbeiter und die
Analysekapazitäten werden voll ausgelastet. Erneut ist
an dieser Stelle jedoch darauf hinzuweisen, dass die
Auftragseingänge an sich abhängig sind von
strategischen Entscheidungen auf Seiten FHLR bzw. FMI Inc.
Da für die Analyse jeder einzelnen Probe ein
bestimmter Mix an chemischen Verbrauchsmaterialien genutzt
wird, verdoppelten sich die Aufwendungen für diese
Verbrauchsmaterialen durch die Verdopplung des
Auftragsvolumens.
Zum Materialaufwand zählen darüber hinaus die
bezogenen Leistungen, hierbei handelt es sich um die
pathologische Begutachtung jeder Probe hinsichtlich
Tumorgehalt und Tumorart. Die FMI GmbH kauft diese Leistung
bei einem Verbund niedergelassener pathologischer Praxen ein.
Die Kosten hierfür stiegen um 100% gegenüber 2020.
Weitere Positionen wie Transportkosten oder Kosten aus
Serviceverträgen für Laborgeräte stiegen
verhältnismäßig leicht, so dass insgesamt ein
Anstieg der Kosten für Materialaufwendungen in Höhe
von 109% gegenüber 2020 zu verzeichnen war.
Ein im Verhältnis weniger starker Anstieg war im
Personalaufwand zu beobachten (knapp 32% gegenüber
2020). Aufgrund verschiedener Reorganisationsmaßnahmen
und in vielen Bereichen voranschreitender Digitalisierung von
Arbeitsabläufen konnte eine Effizienzsteigerung erreicht
werden.
Das höhere Probenvolumen erforderte die
Anschaffung weiterer Laborgeräte, so dass die
Abschreibungen in 2021 gegenüber 2020 leicht stiegen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen
insgesamt um knapp 38%. Hervorzuheben sind hierbei die
Steigerungen bei den Kosten für Rechtsberatung (0,09
Mio. EUR in 2020 gegenüber 0,41 Mio. EUR in 2021) und
für die Speicherung von Daten in der Cloud (0,08 Mio.
EUR in 2020 gegenüber 0,34 Mio. EUR in 2021). Grund
hierfür waren ein deutlich erhöhter
Abstimmungsbedarf zum Umgang mit Patientendaten in den neu
hinzugekommenen Kundenländern sowie ein
überproportional höherer Bedarf an virtuellem
Speicherplatz aufgrund der Verdoppelung des Probenvolumens.
Die Rahmenbedingungen in Bezug auf die genutzten
Räumlichkeiten und Services, bereitgestellt durch die
Fa. Roche Diagnostics, blieben unverändert.
Analyse der bedeutenden Leistungsindikatoren zur
Steuerung des Unternehmens:
Wesentlich für die Beurteilung der Leistung der
FMI GmbH ist die Effizienz, mit welcher die Prozessierung der
Proben am Standort durchgeführt wird.
Die Effizienz wird beurteilt anhand der
Materialaufwands- und der Personalaufwandsquote. Der
Materialaufwand bezieht sich im Wesentlichen auf den
Verbrauch chemikalischer Materialien, die für den
Analyseprozess benötigt werden. Den überwiegenden
Teil machen Reagenzien der Fa. Illumina aus, deren Verwendung
regulatorisch vorgeschrieben ist. Entsprechende
Preissteigerungen können nicht durch die Hinzunahme
anderer Anbieter ausgeglichen werden. Daher ist das Ziel eine
stabile Materialaufwandsquote auf dem Niveau der letzten
Jahre.
Der Personalstamm der FMI GmbH besteht zu einem
großen Teil aus Mitarbeitern, die direkt an der
Probenprozessierung beteiligt sind. Entscheidend für
eine konstante bzw. verbesserte Personalquote sind eine gute
Dienstplanung ebenso wie die Einführung technischer
Neuerungen, die einen geringeren Personaleinsatz erlauben.
Demgegenüber bleibt der Personalbedarf in der
Administration oder den Abteilungen für Qualität
bzw. Bioinformatik weitgehend unverändert. Das Ziel ist
eine gleichbleibende Personalaufwandsquote auf dem Niveau der
letzten Jahre.
Kennzahlen für die Jahre 2020 und 2021:
Materialaufwandsquote:
|
2020: 37%
|
2021: 46%
|
Personalaufwandsquote:
|
2020: 34%
|
2021: 27%
|
Die Materialaufwandsquote ist in 2021 im Vergleich zum
Vorjahr im Verhältnis zum Umsatz etwas stärker
angestiegen und liegt bei 46%. Grund hierfür waren
entsprechende Preissteigerungen der Illumina-Reagenzien. Die
Personalaufwandsquote konnte im Vergleich zum Vorjahr
aufgrund von Effizienzsteigerung im Laborbetrieb und
technischer Vereinheitlichungen gesenkt werden.
Die durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten
Arbeitnehmer betrug 66,5 (Vj. 57,0). Die Arbeitnehmer teilen
sich wie folgt auf:
Aufteilung der Arbeitnehmer
|
nach
Arbeitszeit
|
nach
Vertragsart
|
Vollzeit
|
Teilzeit
|
Unbefristet
|
Befristet
|
59,5
|
7,0
|
62,0
|
4,5
|
Die Fluktuationsquote im Berichtsjahr betrug 3%, dies
bewegt sich auf dem Niveau von 2020.
3. Finanzlage
Die Finanzlage der FMI GmbH ist aufgrund der mit der
Roche Finanz AG, Finance Treasury Operations in
Basel/Schweiz, bestehenden Cashpool-Vereinbarung als
unkritisch einzustufen.
Die im Berichtsjahr 2021 getätigten Investitionen
in Höhe von 2,72 Mio. EUR betreffen im Wesentlichen den
Umbau des Labors und der Büroflächen sowie
Laborgeräte und IT-Ausstattung. Die Finanzierung der
Investitionstätigkeit erfolgte vollständig durch
Konzernmittel.
4. Vermögenslage
Aktiva
Die Zugänge bei den Sachanlagen entfallen im
Wesentlichen auf Mietereinbauten und auf Laborgeräte
sowie IT. Die Abschreibungen auf materielle Anlagegüter
beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 1,87
Mio. EUR. Die Investitionsquote - (Nettoinvestitionen in
Sachanlagen x 100)/ Restbuchwert der Sachanlagen - lag am
Ende des Geschäftsjahres bei 41%.
Das Umlaufvermögen beläuft sich auf 6,8 Mio.
EUR, dies entspricht 50% der Bilanzsumme. Das
Umlaufvermögen beinhaltet Vorräte in Höhe von
2,7 Mio. EUR sowie Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände in Höhe von 4,1 Mio. EUR.
Der Anstieg des Umlaufvermögens im Vergleich zum Vorjahr
resultiert im Wesentlichen aus höheren Forderungen gegen
verbundene Unternehmen (+ 1,3 Mio. EUR) sowie aus einem
Anstieg der Vorräte (+ 0,9 Mio. EUR).
Passiva
Die Bilanzsumme beläuft sich auf 13,4 Mio. EUR zum
31.12.2021, das Eigenkapital konnte aufgrund des
Jahresüberschusses von 0,3 Mio. EUR auf 5,8 Mio. EUR
erhöht werden. Der Anstieg der Passiva resultiert im
Wesentlichen aus gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen (+ 2,7 Mio. EUR), was auf höhere
bezogene Intercompany Leistungen zurückzuführen
ist.
5. Gesamtsituation des Unternehmens
Die Geschäftsführung beurteilt die Lage
insbesondere aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr
gesteigerten Umsatzerlöse weiterhin als
zufriedenstellend.
B. Prognose,- Risiko- und Chancenbericht
1. Chancen und Risiken der
Geschäftstätigkeit
Die FMI GmbH als letztendliches Tochterunternehmen des
Roche-Konzerns ist im Rahmen ihrer
Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken
ausgesetzt. Das Unternehmen verfügt durch die bestehende
Organisation über ein wirksames System zur
Früherkennung, Kommunikation und Behandlung von
Qualitäts- und Compliance-Risiken. Ziel ist es, die im
Rahmen der geschäftlichen Aktivitäten entstehenden
potenziellen Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu
bewerten, ihre Folgen abzuschätzen und geeignete
Vorsorge und Sicherungsmaßnahmen einzuleiten. Die
gemäß dem jeweiligen Risikoprofil anzuwendenden
unterschiedlichen Verfahren und Instrumente werden im
Einklang mit den gesetzlichen Erfordernissen stetig
weiterentwickelt, ergänzt und optimiert.
Bei der Überwachung und Kontrolle der
wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt
dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu. Es muss
sichergestellt sein, dass die erhobenen Daten und
bereitgestellten Informationen im Einklang mit den
konzernweit gültigen Richtlinien stehen, um den
Entscheidungsträgern der FMI GmbH eine einheitliche
Sichtweise zur Verfügung stellen zu können.
Die Eingliederung des Risikomanagements in die
betrieblichen Abläufe stellt einen wesentlichen Aspekt
bei der Risikominimierung dar. Grundlagen des
Risikomanagements bilden die Managementstrukturen, die
Planungs- und detaillierten Berichts- und
Informationssysteme. Neben der Aufbereitung der Daten
für die externe Berichterstattung werden
regelmäßig interne Berichte erstellt, welche die
Geschäftsführung und verschiedene Managementebenen
frühzeitig und umfassend über mögliche Risiken
informieren.
Finanz- und Währungsrisiken werden durch die
Treasury-Aktivitäten der Muttergesellschaft FMI Inc.
abgedeckt.
Die Bewertung bestehender Einzelrisiken erfolgt aus
Kombination der Eintrittswahrscheinlichkeit und der
geschätzten finanziellen Auswirkung der Einzelrisiken
(Nettobewertung). Diese werden dann entsprechend den
Risikostrukturen und -größen individuell
behandelt.
Geringe bis mittlere Risiken bestehen im Bereich
Absatzmarkt insbesondere aufgrund des voranschreitenden
Auftretens von Konkurrenzprodukten.
Darüber hinaus bestehen geringe Risiken aufgrund
möglicher Produktverfügbarkeitsprobleme. Diesem
Risiko wird mit einem risikoorientierten Source-Development
und systematischer Verfolgung der
Komponenten-Verfügbarkeit seitens unserer Supply Chain
Organisation begegnet.
Geringe Personalrisiken bestehen aus heutiger Sicht, da
der Mitarbeiterstamm stabil ist, die Mitarbeiter sehr gut
ausgebildet sind und eine langfristige Perspektive im
Unternehmen haben. Bisher können alle freien Stellen
zeitgerecht besetzt werden.
Nach unserer Überzeugung weisen die vorstehend
beschriebenen Risiken in Anbetracht ihrer
Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkungen weder
einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden
Charakter auf.
Kurzfristig geringe bis mittelfristig mittlere Chancen
für die FMI GmbH sehen wir in der weiteren
Transferierung internationaler Proben durch FHLR an den
Standort Penzberg.
2. Prognosebericht
Im Geschäftsjahr 2022 konnte der Umsatz
gegenüber 2021 um weitere 30% gesteigert werden, der
Jahresüberschuss um das Vierfache. 2023 bewegte sich auf
dem Niveau von 2022.
Das erste Halbjahr 2024 zeichnet sich durch ein
stabiles Probenvolumen wiederum auf dem Niveau von 2023 aus.
Für das zweite Halbjahr 2024 und das erste Halbjahr 2025
gehen wir von einem sinkenden Probenvolumen aus. Grund
dafür ist die Übernahme des Geschäftsbereiches
Foundation Medicine durch Roche Diagnostics. Bisher
verantwortete Roche Pharma das internationale Geschäft
mit Tests von Foundation Medicine. Nach erfolgreicher
Übernahme erwarten wir steigende Umsätze in den
Ländern, in welchen Roche Diagnostics die Tests von
Foundation Medicine vertreibt, und damit auch ein weiterhin
moderat steigendes Probenvolumen für die FMI GmbH.
Insgesamt ist der Ausblick als stabil positiv zu
bezeichnen.
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2021
EUR |
31.12.2020
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
6.636.566,00 |
5.783.427,12 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
3.805,00 |
7.424,00 |
| II.
Sachanlagen |
6.632.761,00 |
5.776.003,12 |
| 1.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
6.632.761,00 |
5.128.058,00 |
| 2.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0,00 |
647.945,12 |
| B.
Umlaufvermögen |
6.773.122,40 |
3.728.986,34 |
| I.
Vorräte |
2.685.232,11 |
1.767.251,38 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
4.087.890,29 |
1.961.734,96 |
| 1.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
2.424.626,75 |
1.091.496,95 |
| 2.
sonstige Vermögensgegenstände |
1.663.263,54 |
870.238,01 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
29.755,97 |
541.877,65 |
| Aktiva |
13.439.444,37 |
10.054.291,11 |
Passiva
|
|
31.12.2021
EUR |
31.12.2020
EUR |
| A.
Eigenkapital |
5.848.741,41 |
5.548.824,66 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
25.000,00 |
25.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
6.934.785,28 |
6.934.785,28 |
| III.
Verlustvortrag |
1.404.338,30 |
832.304,14 |
| IV.
Jahresüberschuss |
293.294,43 |
-578.656,48 |
| B.
Rückstellungen |
827.528,61 |
645.953,01 |
| C.
Verbindlichkeiten |
6.763.174,35 |
3.859.513,44 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
4.756.991,16 |
2.070.900,80 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
4.756.991,16 |
2.070.900,80 |
| 2.
sonstige Verbindlichkeiten |
2.006.183,19 |
1.788.612,64 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
2.006.183,19 |
1.788.612,64 |
| Passiva |
13.439.444,37 |
10.054.291,11 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR |
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
11.569.003,69 |
8.191.581,90 |
| 2.
Personalaufwand |
5.750.696,47 |
4.372.918,48 |
| a)
Löhne und Gehälter |
4.812.173,56 |
3.685.992,67 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
938.522,91 |
686.925,81 |
| davon
für Altersversorgung |
236.961,35 |
128.776,34 |
| 3.
Abschreibungen |
1.877.760,73 |
1.782.209,29 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
1.877.760,73 |
1.782.209,29 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
3.597.586,06 |
2.613.674,88 |
| davon
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung |
145.111,06 |
2.809,93 |
| 5.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
3.221,30 |
1.435,73 |
| 6.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
46.444,70 |
|
| 7.
Ergebnis nach Steuern |
293.294,43 |
-578.656,48 |
| 8.
Jahresüberschuss |
293.294,43 |
-578.656,48 |
Anhang
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der
§§ 242 ff. HGB unter Beachtung der
ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften
(§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG
aufgestellt.
Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn-
und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden
können, sind weitgehend im Anhang aufgeführt.
Die Gliederung der Bilanz erfolgt in Anwendung der
Vorschrift des § 266 HGB. Die Gewinn- und
Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren
gegliedert.
Nach den in § 267 HGB angegebenen
Größenklassen ist die Gesellschaft eine
mittelgroße Kapitalgesellschaft.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den
größenabhängigen Erleichterungen der
§§ 274a, 288 HGB teilweise Gebrauch
gemacht.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
| Firmenname laut
Registergericht: |
Foundation Medicine
GmbH |
| Firmensitz laut
Registergericht: |
Penzberg |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
München |
| Register-Nr.: |
HRB 225866 |
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu
Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung
unterlagen, um planmäßige Abschreibungen
vermindert. Hierbei wurde eine betriebsgewöhnliche
Nutzungsdauer von fünf Jahren zu Grunde gelegt.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert. Hierbei
wurde eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1 bis
14 Jahren zu Grunde gelegt.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach
der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear vorgenommen.
Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis
EUR 250,00 wurden sofort als Aufwand erfasst.
Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR
250,00 und bis EUR 1.000,00 wurden im Jahr des Zugangs voll
abgeschrieben.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten
angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
wurden zum Nominalwert unter Berücksichtigung aller
erkennbaren Risiken bewertet.
Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen betreffen alle Unternehmen, an denen
die Roche Holding AG, Basel/Schweiz, direkt oder indirekt
eine Mehrheitsbeteiligung hält.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind für
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie
Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag
darstellen.
Die Steuerrückstellungen beinhalten die das
Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten
Steuern.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle
weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden
alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten
berücksichtigt. Die Bewertung der sonstigen
Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrages unter zwingender Einbeziehung
zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Geschäftsvorfälle in fremder Währung
werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und
Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit
nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem
Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen
Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag
berücksichtigt.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von
temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen
den handelsrechtlichen Wertansätzen von
Vermögensgegenständen, Schulden und
Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen
Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher
Verlustvorträge werden die Beträge der sich
ergebenden Steuerbe und ‑entlastung mit den
unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des
Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive
und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Eine
Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des
dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.
Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Beim Jahresabschluss wurden die bisher angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden weitgehend
übernommen. Im Bereich der Aufwendungen für Roh-,
Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren wurde
eine zum Vorjahr abweichende Bewertungsmethodik angewandt.
Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht
statt.
Angaben zur Bilanz
Anlagespiegel für die einzelnen Posten des
Anlagevermögens
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist
Bestandteil des Anhangs. Im Geschäftsjahr wurde eine
Korrektur in laufender Rechnung vorgenommen, die sich in den
Eröffnungsbilanzwerten niederschlägt.
Die Zugänge bei den Sachanlagen entfallen im
Wesentlichen auf Mietereinbauten und auf Laborgeräte.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von
EUR 2.424.626,75 (Vj. EUR 1.091.496,95) und haben eine
Restlaufzeit < 1 Jahr. Die Forderungen gegen
verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich
Forderungen gegen Gesellschafter.
Sonstige Vermögensgegenstände
Sonstige Vermögensgegenstände haben in
Höhe von EUR 1.602.230,95 (Vj. EUR 715.814,26)
eine Restlaufzeit < 1 Jahr und betreffen vor allem
Steuererstattungen.
Eigenkapital
Im Verlustvortrag ist der Jahresfehlbetrag des
Vorjahres in Höhe von EUR -578.656,48 enthalten.
Die verbleibenden EUR 6.622,32 betreffen eine Änderung
des Vorjahres. Der Jahresüberschuss des Jahres 2021 wird
auf neue Rechnung vorgetragen.
Sonstige Rückstellungen
In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere
Rückstellungen für Personalkosten i. H. von
EUR 561.132,07, Urlaubsrückstellungen in Höhe von
EUR 146.733,56 sowie Rückstellungen für die
Jahresabschlusserstellung und die Jahresabschlussprüfung
in Höhe von EUR 74.114,00 enthalten.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu
einem Jahr in Höhe von EUR 1.974.642,14 (Vj. EUR
1.787.791,90) enthalten. Verbindlichkeiten mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen in Höhe von EUR 4.756.991,16
(Vj. EUR 2.070.900,80) haben eine Restlaufzeit
< 1 Jahr. Verbindlichkeiten mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Sie
bestehen gegenüber der mittelbaren Gesellschafterin der
Roche AG und betreffen Verbindlichkeiten aus Cashpooling aus
einem Cashpool-Vertrag mit der Roche Finanz AG, Basel/Schweiz
in Höhe von EUR 4.524.547,50 (Vj.
EUR 1.898.558,08) sowie Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen in Höhe von
EUR 232.443,66 (Vj. EUR 172.342,72).
Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten haben in Höhe von
EUR 31.541,05 (Vj. EUR 820,74) eine Restlaufzeit < 1 Jahr
und betreffen Verbindlichkeiten aus Gehaltsabrechnungen.
Weitere Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind
periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 115.837,04
(Vj. EUR 27.715,01) enthalten. Sie betreffen eine im
Vorjahr nicht bilanzierte aktive Rechnungsabgrenzung für
im Vorjahr bereits geleistete Zahlungen für
Altersvorsorge, betreffend das Jahr 2021. Diese im Vorjahr
unterlassene Bilanzierung wurde im Geschäftsjahr
ertragswirksam nachgeholt.
Materialaufwand
Im Bereich des Materialaufwandes erfolgte im
Geschäftsjahr eine Umgliederung eines Teils des
Materialaufwandes in den sonstigen betrieblichen Aufwand,
weil dies unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein besseres den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Ertragslage vermittelt.
In der diesem Jahresabschluss vorliegenden Gewinn- und
Verlustrechnung wurden die Vorjahreswerte angepasst, um eine
Vergleichbarkeit herzustellen. Im Vergleich zum
Jahresabschluss des Vorjahres wurden Umgliederungen beim
Materialaufwand für Aufwendungen für Roh-, Hilfs-
und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe
von EUR 117.636,66 und im Bereich Materialaufwand für
Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von
EUR 655.536,25 vorgenommen.
Aufgrund einer veränderten Bewertungsmethodik ist
der Materialaufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren in Höhe von EUR 6.832.794,56
(Vj. EUR 3.321.916,82) mit dem Vorjahr nicht
vergleichbar. Aufgrund einer Neubewertung der Buchungslogik
im Bereich der Anschaffungskosten wurde eine veränderte
Bewertungsmethodik vorgenommen. Unter Berücksichtigung
der im Geschäftsjahr herangezogenen Bewertungsmethodik
hätte sich im Vorjahr ein Materialaufwand in Höhe
von EUR 4.645.579,50 ergeben.
Personalaufwand
Der Personalaufwand für soziale Abgaben und
Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung in Höhe von EUR 938.522,91 (Vj. EUR
686.925,81) ist zusammen mit den Erläuterungen zu den
sonstigen betrieblichen Erträgen zu betrachten.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind
Aufwendungen in Höhe von EUR 145.111,06 (Vj.
EUR 2.809,93) aus Währungsumrechnungen sowie EUR
144.451,68 (Vj. EUR 0,00) für periodenfremde
Aufwendungen enthalten.
Sonstige Angaben
Einbezug in Konzernabschluss
Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Roche
Holding AG, Basel/Schweiz, einbezogen. Dieser
Konzernabschluss stellt den größten
Konsolidierungskreis dar. Der Konzernabschluss der Roche
Holding AG kann beim Handelsregisteramt Basel-Stadt, Schweiz,
eingesehen werden.
Für den kleinsten Konsolidierungskreis wird kein
Konzernabschluss aufgestellt.
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten
Arbeitnehmer betrug 66,5 (Vj. 52,0). Die Arbeitnehmer teilen
sich wie folgt auf:
Aufteilung der Arbeitnehmer
|
nach
Arbeitszeit
|
nach
Vertragsart
|
Vollzeit
|
Teilzeit
|
Unbefristet
|
Befristet
|
59,5
|
7,0
|
62,0
|
4,5
|
Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nach Abschluss
des Geschäftsjahres nicht eingetreten.
Honorar des Abschlussprüfers
Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für
Abschlussprüfungsleistungen gem. § 285 Nr. 17 HGB
beträgt im Berichtsjahr EUR 29.000,00.
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen
Verpflichtungen beläuft sich auf EUR 2.830.523,72. Darin
enthalten sind Verpflichtungen aus dem Bestellobligo für
Investitionen und anderen Verpflichtungen in Höhe von
EUR 984.225,00 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen:
EUR 0,00). Hiervon sind EUR 984.225,00 innerhalb des
nächsten Geschäftsjahres fällig. Aus Miet- und
Leasingverträgen ergeben sich Verpflichtungen in
Höhe von EUR 1.846.298,72 (davon gegenüber
verbundenen Unternehmen: EUR 1.846.298,72). Hiervon sind
innerhalb des folgenden Geschäftsjahres EUR 395.635,44
fällig (davon gegenüber verbundenen Unternehmen:
EUR 395.635,44).
Geschäftsführung
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres
wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch Dr. Vera
Grossmann, Bad Tölz, Managing Director, geführt.
Seit dem 24.7.2024 wurde als Geschäftsführer der
Gesellschaft Herr Christian Gertler bestellt. Frau
Großmann wurde mit Wirkung vom gleichen Tag als
Geschäftsführerin abberufen.
Unterschrift der Geschäftsführung
Die Geschäftsführung der Foundation Medicine
GmbH unterzeichnet den vorstehenden Jahresabschluss zum
31.12.2021 wie folgt:
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
|
Zugänge,
Abgänge -
|
Umbuchungen
|
kumulierte Abschreibungen
|
Abschreibung,
Zuschreibungen -
|
Buchwert
|
|
1.1.2021
|
|
|
31.12.2021
|
vom 1.1.2021 bis
31.12.2021
|
31.12.2021
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
A. Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
|
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
18.095,18
|
0,00
|
0,00
|
14.290,18
|
3.619,00
|
3.805,00
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
18.095,18
|
0,00
|
0,00
|
14.290,18
|
3.619,00
|
3.805,00
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
|
1. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
9.122.502,88
|
2.724.277,29
|
1.235.957,44
|
6.449.976,61
|
1.874.141,73
|
6.632.761,00
|
2. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
1.235.957,44
|
0,00
|
-1.235.957,44
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
10.358.460,32
|
2.724.277,29
|
0,00
|
6.449.976,61
|
1.874.141,73
|
6.632.761,00
|
Summe Anlagevermögen
|
10.376.555,50
|
2.724.277,29
|
0,00
|
6.464.266,79
|
1.877.760,73
|
6.636.566,00
|
sonstige Berichtsbestandteile
Penzberg, den 15. Oktober
2024
gez.
Christian Gertler, Geschäftsführer
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 21.10.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Foundation Medicine GmbH, Penzberg
Eingeschränkte Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Foundation Medicine
GmbH, Penzberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember
2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Foundation
Medicine GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar
bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen
des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten
Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen
wesentlichen Belangen den deutschen, für
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser
möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des
im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten
Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt
ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen
wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen
Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in
Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften
entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken
der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der
genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen
gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses
und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die eingeschränkten
Prüfungsurteile
Das Vorhandensein der Vorräte in Höhe von
TEUR 2.685 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir die
Inventur nicht beobachten und durch alternative
Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit
über den Bestand der Vorräte gewinnen konnten. Wir
können daher nicht ausschließen, dass
Änderungen, insbesondere am Ausweis der Vorräte,
des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten
vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt
beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung
des Geschäftsverlaufs im Lagebericht
einschließlich des Geschäftsergebnisses und der
Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss
und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der Geschäftsführung für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die Geschäftsführung ist verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss
unter Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung
verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in
Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen
ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig
bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu
ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten
oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die
Geschäftsführung dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem ist die Geschäftsführung
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist
die Geschäftsführung verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts
in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten
- falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen
Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie
einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine
wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche
Darstellungen können aus Verstößen oder
Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der
Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -
falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht,
planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion
auf diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen.
Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht
aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher
als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße
betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen,
beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner
Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen
Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel,
ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der
Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von
der Geschäftsführung angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der
Geschäftsführung dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von der Geschäftsführung
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der
erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass
die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den
Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss
die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und
Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der
Lage des Unternehmens.
· führen wir Prüfungshandlungen
zu den von der Geschäftsführung dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis
ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen
wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben
von der Geschäftsführung zugrunde gelegten
bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte
Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen
Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während
unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 21. Oktober
2024
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez.
Beyer Wirtschaftsprüfer
gez.
Woche Wirtschaftsprüfer
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