Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 470539
Vorher
Mikron GmbH Rottweil
Eingetragen
23.1.1991
Branche
BeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit WerkzeugmaschinenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Verkauf und Vertrieb von spangebenden Produktionsmaschinen jeglicher Art, insbesondere Rundtakt- und Schalttrommelautomaten sowie sämtliche Serviceleistungen für die vertriebenen Produkte. Die Gesellschaft kann sich auf verwandten Gebieten betätigen und alle Geschäfte betreiben, die im Zusammenhang mit dem Gegenstand der Gesellschaft stehen und die Gesellschaft fördern. Sie ist auch berechtigt, sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen zu beteiligen und Zweigniederlassungen im In- und Ausland zu errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Saverio Elio Lupica
seit 9.4.2021
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mikron Germany GmbH

Rottweil

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Die Mikron Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt äußerst präzise, produktive und anpassungsfähige Automatisierungslösungen, Fertigungssysteme und Zerspanungswerkzeuge. Mikron ist verankert in der Schweizer Innovationskultur und weltweit tätig - als Partner von Unternehmen der Automobil-, der Pharma-, der Medizintechnik-, der Konsumgüter- der Schreibgeräte- und der Uhrenindustrie. Die Mikron Gruppe unterstützt ihre Kunden dabei, die industrielle Produktivität und Qualität zu steigern. Sie setzt auf über 100 Jahre Erfahrung, modernste Technologien und einen weltweiten Service. Die beiden Geschäftssegmente Mikron Automation und Mikron Machining Solutions (mit den Divisionen Mikron Machining und Mikron Tool) haben ihren Hauptstandort in der Schweiz (Boudry und Agno). Weitere Produktionswerke befinden sich in den USA, in Deutschland, Singapur, China und Litauen. Die Aktien der Mikron Holding AG werden an der SIX Swiss Exchange gehandelt. Die Mikron Gruppe beschäftigt 1.548 Mitarbeitende.

Die Mikron Germany GmbH ist Teil des Segments Mikron Machining Soluions der Mikron Holding AG, Biel, Schweiz, welche alleinige Gesellschafterin der Gesellschaft ist. Mikron Machining Solutions ist der Anbieter von kundenspezifischen, leistungsfähigen Fertigungslösungen für die Herstellung komplexer und hochpräziser Metallkomponenten. Die dazu notwendigen Hochleistungs-Schneidwerkzeuge werden bei Mikron Machining in der Schweiz inhouse entwickelt und produziert. Die Fertigungslösungen werden weltweit vertrieben, wobei die Hauptabnehmer in Deutschland, Osteuropa, USA und China lokalisiert sind. Die Schneidwerkzeuge werden ebenfalls weltweit distribuiert, wobei China neben den Großkunden in Deutschland eine zunehmend wichtigere Rolle spielt.

Die Mikron Germany GmbH ist grundsätzlich in 2 Produktbereiche, sogenannte Business Lines, aufgeteilt:

1. Mikron Service (Kundendienst, Ersatzteile, Revision)

2. Mikron Tool (Werkzeuge)

1.2. Wirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung

Die generelle wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 war von mehreren bedeutenden Trends und Ereignissen geprägt, die sowohl positive als auch herausfordernde Aspekte umfassten. Zu den zentralen positiven Entwicklungen gehörte die anhaltende Erholung der globalen Wirtschaft nach den pandemiebedingten Einbrüchen der Vorjahre. Viele Länder verzeichneten ein solides Wirtschaftswachstum, unterstützt durch expansive Fiskal- und Geldpolitik sowie eine robuste Nachfrage in verschiedenen Sektoren.

Dennoch standen diese Fortschritte im Schatten erheblicher Herausforderungen. Die geopolitischen Spannungen in verschiedenen Teilen der Welt beeinträchtigten den internationalen Handel und führten zu Unsicherheiten auf den Finanzmärkten. Zudem verursachte die anhaltend hohe Inflation in vielen Volkswirtschaften Sorgen, da sie den Konsum und die Investitionen belastete. Zentralbanken weltweit sahen sich gezwungen, die Zinssätze anzuheben, um die Inflation zu bekämpfen, was wiederum das Wirtschaftswachstum verlangsamte und die Kreditkosten erhöhte.

Ein weiterer wichtiger Trend war der beschleunigte Übergang zu einer nachhaltigeren Wirtschaft. Unternehmen und Regierungen investierten verstärkt in grüne Technologien und erneuerbare Energien, um den Klimawandel zu bekämpfen und die Klimaziele zu erreichen. Dies führte zu einer Transformation in vielen Industriezweigen und eröffnete neue Geschäftsmöglichkeiten, während gleichzeitig traditionelle Sektoren unter Druck gerieten, sich anzupassen.

Insgesamt war das Jahr 2023 ein Jahr der gemischten wirtschaftlichen Signale, geprägt von einer dynamischen Erholung und erheblichen Herausforderungen, die weiterhin die globale wirtschaftliche Landschaft prägten.

Der Werkzeugbau ist stark von der allgemeinen Wirtschaftslage abhängig. In Zeiten wirtschaftlichen Wachstums profitieren die Unternehmen von einer erhöhten Nachfrage nach Werkzeugen und Formen, insbesondere aus der Automobilindustrie, dem Maschinenbau und der Konsumgüterindustrie. Der Verkaufsanteil der Mikron Tools im Wirtschaftssegment Automotive bleibt nach wie vor am größten. Die Strategie, auch in weiteren Segmenten den Marktanteil zu vergrößern, hat sich als erfolgreich erwiesen. So konnte der Anteil im Bereich Medizintechnik erneut gesteigert werden.

Durch neue Entwicklungen im Mikrobereich sowie bei schwerzerspanenden Metallen kann dieser Anteil auch zukünftig gesichert werden. Angesichts des prognostizierten Rückgangs des Verbrennungsmotors in der Automobilbranche gewinnen Branchen wie die Medizintechnik zunehmend an Bedeutung. Ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil besteht in der Fokussierung auf Nischenmärkte mit kleinen Dimensionen und dem Angebot einer Gesamtlösung zur Steigerung der Produktionseffizienz bei unseren Kunden.

Der Bereich Mikron Service, dessen Hauptaufgaben der Kundendienst von Mikron-Maschinen, der Vertrieb von Ersatzteilen sowie die Revision von Maschinenbauteilen und Schulungen umfassen, hat im Geschäftsjahr 2023 negativ abgeschlossen. Durch den fehlenden Auftragseingang und die rückläufige Nachfrage in der Maschinenbaubranche, kombiniert mit steigenden Personal- und Reiseaufwendungen, konnte die Business Line ihre Ziele nicht erreichen.

Zukünftig wird Mikron Service das Service-Techniker-Team erweitern und zusätzlich den Kundendienst für weitere Maschinengruppen übernehmen. Dadurch kann Mikron Service auch weiterhin mit proaktiven, präventiven und vorausschauenden Service-Lösungen aufwarten.

Die Serviceapplikation miTool ist ein fortschrittliches Werkzeugüberwachungssystem, das sowohl auf den Hochleistungsbearbeitungssystemen von Mikron als auch auf anderen Bearbeitungssystemen installiert werden kann. Im Bereich Service wird nun zunehmend auch auf den Vertrieb von Softwarelösungen gesetzt, um zukünftig den Auftragseingang zu sichern.

Wesentliche Einflussfaktoren auf die Unternehmensentwicklung

Der allgemeine Facharbeitermangel macht sich auch in der Mikron Germany GmbH bemerkbar. Viele Positionen konnten auf Grund dessen nicht im gewünschten Maße besetzt werden. Dadurch war das Wachstum in einzelnen Bereichen nicht möglich. Die Mikron Germany GmbH hat nun in Verbindung mit dem Mutterkonzern neue Strategien zur Facharbeitergewinnung und Ausbildung neuer Fachkräfte entwickelt, um langfristig in allen Bereichen qualifiziertes Personal sicherzustellen. Zudem wurde die Connect Strategie implementiert, welche zum Ziel hat, die Mikron Gruppe weltweit zu verbinden und Synergien sowie Personalentwicklung voranzutreiben.

Hinzu kommen die Schwierigkeiten in der Supply Chain wie Lieferengpässe, Preissteigerungen und Währungsumrechnungseffekte. Ein zukünftig wichtiger Aspekt in der Unternehmensentwicklung wird die Nachhaltigkeit sein. So wurden gemeinsam mit der Mikron Gruppe Nachhaltigkeitsziele abgestimmt, die langfristig den Energieverbrauch senken sollen bei gleichbleibender Effizienz.

Branchenspezifische Trends wie in der Automobilindustrie führten beispielsweise durch den Übergang zur Elektromobilität zu einer Veränderung der Nachfrage nach bestimmten Werkzeugen und Komponenten. Unternehmen mussten ihre Produktportfolios anpassen, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden.

2. Geschäftsverlauf 2023

2.1. Ertragslage

Allgemeines

Die allgemeine Ertragslage im Jahr 2023 war von einem Spannungsverhältnis zwischen positiven Wachstumstreibern und signifikanten Herausforderungen geprägt. Die Mikron Germany musste sich agil an die veränderten Rahmenbedingungen anpassen und in zukunftsweisende Technologien und nachhaltige Praktiken investieren, und konnte so ihre Ertragslage stabilisieren.

Auftragseingang

Der Auftragseingang aller Business Lines blieb deutlich hinter den Erwartungen. In den Vorjahren wurde bereits ein niedrigerer Auftragseingang prognostiziert: Im Gegensatz zu den internen Erwartungen konnten beide Geschäftseinheiten keine Zunahme der Auftragseingänge verzeichnen.

Der Bestelleingang im Bereich Service lag mit 36 % deutlich unter den Planwerten und auch 35 % unter den Werten von 2022.

Auch die Business Line Tool konnte ihre Ziele nicht erreichen und lag mit 11 % unter den Vorjahreswerten sowie 7 % unter den Planwerten.

Der niedrigere Auftragseingang beider Business Lines resultierte vor allem aus den wirtschaftlichen Schwankungen und Unsicherheiten auf dem deutschen und europäischen Markt.

Umsatz

Der Umsatz nach Swiss GAAP FER lag insgesamt 2 % unter den prognostizierten Werten, jedoch 12 % über den Vorjahreswerten.

Der Servicebereich konnte die gesteckten Ziele im Jahr 2023 nicht erfüllen und lag 7 % unter den Budgetwerten. Im Vergleich zu den Vorjahreswerten lag der Umsatz jedoch 35 % darüber. Insgesamt ging man von einem höheren Umsatz im Bereich Digitalisierung aus, der nicht in vollem Umfang zu tragen kam.

Die Business Line Tool hingegen erzielte eine Umsatzsteigerung von 5 % gegenüber dem Vorjahr, blieb jedoch 4 % hinter den Planwerten zurück.

Kosten

Neben gestiegenen Kosten für das Rohmaterial führte auch ein leicht höherer Personalaufwand aufgrund allgemeiner Lohnerhöhungen zu erhöhten Ausgaben. Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnte jedoch eine massive Reduktion der Energiekosten und Mieten verzeichnet werden. Gegenläufig stiegen die Kosten für KFZ-Leasing und Unterhalt kontinuierlich an. Insgesamt wurde ein steigender Kostentrend festgestellt. Der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltene außergewöhnliche Aufwand in Höhe von 2,5 Mio. € resultiert aus dem Aufleben der Besserungsscheine gegenüber der Mikron Holding AG.

EBIT nach Swiss GAAP FER und HGB

Die Gesellschaft erzielte einen positiven EBIT nach Swiss GAAP FER von 2,5 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio.€) und übertraf damit die vorgegebenen Ziele. Durch Preiserhöhungen konnten Mehrkosten durch die gestiegene Inflation besser gedeckt werden als ehemals angenommen.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen nach HGB fiel für die Mikron Germany GmbH mit 0,5 Mio. € (Vorjahr: -0,4 Mio.€) positiv aus. Der Unterschiedseffekt zwischen HGB und Swiss GAAP FER resultiert im Vorjahr vor allem aus den unterschiedlichen Bewertungsansätze in der Gewinn-Aktivierung für den Maschinenbau.

Strukturelle Unterschiede bei den Gewinn- und Verlustrechnungen im Bereich des außerordentlichen Aufwands sowie der latenten Steuern und der Wertkalkulation im Maschinenbau führen zu den signifikanten Abweichungen des EBIT sowie des Jahresüberschusses bzw. -fehlbetrages. Insgesamt war es eine Herausforderung im Jahr 2023 den Gewinn nahezu konstant zu halten, da kontinuierliche Preisanpassungen auf Grund der Inflation grundsätzlich spürbar waren.

Im Service-Bereich wurde ein Ergebnis von 0,5 Mio. € (Swiss GAAP FER) erzielt.

Der Bereich Schneidwerkzeuge erzielte ein positives Ergebnis mit 2 Mio. € (Swiss GAAP FER).

2.2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, Kennzahlen gemäß HGB

Kennzahlen 2022 2023
Umsatzerlöse (Mio. €) 26,69 31,00
Materialaufwandsquote (in% der Gesamtleistung) 48,81% 48,41%
Personalaufwand 6,96 7,40
Personalaufwandsquote (in % der Gesamtleistung) 24,93% 24,92%
Ergebnis n. Steuern nach HGB (Mio. €) 0,29 0,14
Bilanzsumme (Mio. €) 18,72 19,06
Eigenkapital (Mio. €) 2,99 3,12
Eigenkapitalquote 15,93% 16,37%
Investitionen in das Anlagevermögen (Mio. €) 1,01 0,55
Kennzahlen HGB Swiss GAAP Fer Abweichung
Umsatzerlöse (Mio. €) 31,00 26,33 4,66
Betriebsleistung (in Mio. €) 29,70 25,04 5,11
Materialaufwand (in Mio. €) 14,38 10,90 3,76
EBIT (in Mio. €) 0,46 2,54 -2,08
Jahresüberschuss (in Mio. €) 0,13 0,34 -0,21

2.3. Vermögenslage

Die Finanzlage der Mikron Germany GmbH hat sich stetig verbessert. Es bestehen allerdings nach wie vor Verbindlichkeiten aus langfristigen Darlehen von insgesamt 7,4 Mio. € (Vorjahr: 6,7 Mio. €) und ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von 2,7 Mio. € (Vorjahr 1,9 Mio. €.). Im Bereich der sonstigen Vermögensgegenstände kam es aufgrund einer Steuererstattung zu einer Erhöhung. Auf der Passivseite hingegen waren die Anzahlungen Dritter rückläufig, ebenso wie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten.

Das Umlaufvermögen blieb aufgrund der kontinuierlichen Geschäftstätigkeit konstant.

2.4. Finanzlage

Die liquiden Mittel betrugen zum 31. Dezember 2023 rund 2,5 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. €).

Das Eigenkapital hat sich erhöht zum 31.12.2023 und beträgt 3,12 Mio. € (Vorjahr: Eigenkapital von 2,99 Mio. €).

Durch den positiven Geschäftsverlauf leben bei Erfüllung der Kriterien die Besserungsscheine in Tranchen zu 0,5 Mio. € wieder auf.

2.5. Investitionen

Im Jahr 2023 wurden insgesamt Investitionen in Höhe von 0,54 Mio. € (Vorjahr: 1,01 Mio. €) getätigt. Hier wurde vor allem in die Lagerkapazität investiert, aber auch in neue Produktionsmaschinen für die Business Line Tool. Zusätzlich kamen Posten zur Instandhaltung und Aufwertung der Gebäude hinzu.

2.6. Gesamtaussage

Insgesamt war das Jahr 2023 ein herausforderndes Jahr für die Mikron Germany GmbH. Es war geprägt von hohen Auftragseingängen und Umsätzen auf der einen Seite; auf der anderen Seite haben steigende Energie- und Transportkosten schnelle Handlungen gefordert, die die Mikron Germany GmbH aber erfüllen konnte.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die aktuelle Herausforderung liegt vor allem in der Supply Chain. Aufgrund der anhaltenden Lieferengpässe und kontinuierlichen Preiserhöhungen ist es erforderlich, intern die Preise zu überwachen und anzupassen. Hinzu kommt der fallende Währungskurs des Euro, der zu deutlichen Preissteigerungen bei vielen Lieferungen führt.

Die Kombination beider Effekte erschwert es sowohl der Business Line Service als auch der Business Line Tool, die geplanten Gewinne zu erzielen. Geopolitische Spannungen und Konflikte zwischen Ländern oder Regionen könnten zu Handelsunterbrechungen, Sanktionen und anderen Hindernissen für internationale Geschäfte führen, was die globalen Lieferketten beeinträchtigen und die wirtschaftliche Stabilität gefährden könnte.

Zudem belasten massive Preiserhöhungen im Energiesektor die Geschäftstätigkeit. Dank Langzeitverträgen, die bereits 2021 abgeschlossen wurden, bleibt dieses Risiko jedoch begrenzt. Um unabhängig von den Gaspreisen zu sein, hat der Produktionsbereich Tool bereits in Umwälzpumpen investiert. Dadurch ist es möglich, das Gebäude Berner Feld 67 vollständig zu beheizen.

Die Risiken mit einem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage werden weiterhin und ständig durch das interne Kontrollsystem und das interne Risikomanagement überwacht.

Die Liquidität der Gesellschaft und die damit verbundenen Risiken werden kontinuierlich im Rahmen eines monatlichen Liquiditätsplanes mit 3-Monats-Vorschau überwacht. Die Gesellschaft rechnet auch weiterhin mit der finanziellen Unterstützung der Muttergesellschaft, sollte dies notwendig sein.

3.2. Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die Mikron Germany möchte auch zukünftig die Digitale Transformation vorantreiben. Dies bietet die Möglichkeit, effizientere Geschäftsprozesse einzuführen, die Kundenerfahrungen zu verbessern und ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Gleichzeitig wird der Fokus auf Nachhaltigkeit gelegt. Hierbei stehen insbesondere die Verwendung von erneuerbaren Energien und die Optimierung der Kreislaufwirtschaft im Mittelpunkt, um die Umweltbelastung zu reduzieren.

Die Mikron Germany GmbH sieht im Bereich Tool großes Potenzial zur Erschließung neuer Märkte, wie beispielsweise der Medizinbranche sowie im Segment für schwer zerspanende Metalle. In den letzten Jahren konnten in diesen Bereichen neue Produkte entwickelt werden, die sich bereits erfolgreich am Markt etabliert haben. Durch das neue Dienstleistungs- und Entwicklungszentrum der Mikron Tool Agno wird kontinuierlich mehr Know-how gewonnen, um die spezifischen Anforderungen der einzelnen Märkte zu verstehen und schneller darauf reagieren zu können.

Im Bereich Service konnte die Mikron Germany GmbH durch den erneuten Verkauf der Multistep durch Mikron Machining Agno Aufträge für den Modulbau sichern. Aufgrund der gestiegenen Anzahl an Multisteps auf dem Markt wird auch in den kommenden Jahren ein erhöhter Serviceeinsatz erwartet. Ergänzt wird das Portfolio durch die Erweiterung des Serviceteams um Techniker, die zusätzlich die Maschinengruppen des Maschinenbaus Agno im deutschen und europäischen Markt betreuen werden.

Zusätzlich soll der Verkauf der miTool-Software vorangetrieben werden, um das Serviceportfolio weiter zu stärken und den Kunden innovative Lösungen zur Optimierung ihrer Produktionsprozesse anzubieten.

3.3. Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation

Durch die kontinuierliche individuelle Weiterentwicklung der einzelnen Business Lines sowie die schnelle Reaktion auf neue Marktentwicklungen geht die Mikron Germany GmbH davon aus, dass die Chancen das Risiko deutlich überwiegen. Die Business Line Tool hat in den letzten Jahren erfolgreich ihren Marktanteil gesichert. Die Business Line Service wird erweitert und besitzt dank innovativer Softwarelösungen weiterhin großes Potenzial.

3.4. Ausblick und voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht)

Im deutschen Werkzeug maschinenbau als auch im Schneidewerkzeug geht man grundsätzlich von einem Wachstum aus. Allerdings verlagert sich das Hauptaugenmerk immer mehr in die Segmente Medizintechnik und Raum- und Luftfahrt. Die Mikron Germany GmbH sieht hier die Möglichkeit, sich mit den neu entwickelten Produkten ihre Position zu festigen und weitere Anteile hinzuzugewinnen.

Im Bereich Service wird von einem steigenden Auftragseingang und steigenden Umsatzerlösen ausgegangen. Die beiden Hauptsäulen des Umsatzes, Dienstleistungen (Kundendienst und Wartung) und Ersatzteilverkäufe, wurden durch den Verkauf weiterer Multisteps und zusätzlichen Maschinengruppen ausgebaut und werden durch die projektspezifische Applikationstechnik ergänzt. Die Ergänzung neuer Servicetechniker für die neu geschaffenen Segmente sowie die damit verbundene längere Einarbeitungszeit und der Effekt der Preiserhöhung lassen auf eine steigende Gewinnmarge schließen.

Für das Jahr 2024 wird im Bereich Schneidwerkzeuge ein steigender Umsatz sowie ein steigender Auftragseingang prognostiziert. Durch die Implementierung neuer Prozesse innerhalb der Business Line soll es möglich sein, schneller auf Marktveränderungen zu reagieren und auch zukünftig große Projekte erfolgreich zu sichern.

Insgesamt rechnet die Mikron Germany GmbH mit einem Umsatzwachstum von 7 % am deutschen Standort.

3.5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Marktpreis-, Kredit- und Liquiditätsrisiken

Die Mikron Germany ist Teil der internationalen Mikron Gruppe, welche Ihre Wurzel in der Schweiz hat. Die Aktien der Mikron Holding AG werden an der SIX Swiss Exchange gehandelt. Als Teil eines internationalen Konzerns obliegt die Mikron Germany GmbH verschiedener Berichterstattungen als auch dem internationalen Kontrollsystem.

Um ein Liquiditätsrisiko oder einen Verlust durch Währungsschwankungen auszuschließen, wird monatlich die Liquiditätsplanung pro Standort abgefragt und der freie Cashflow analysiert.

Das Devisenmanagement übernimmt dabei die Mikron Holding AG. Um eventuelle Liquiditätsausfälle zu vermeiden, ist es jedem Standort möglich, auf einen Cash Pool zurückzugreifen, um die Liquidität zu gewährleisten. Mikron ist in stark zyklischen Märkten tätig, was zu einem volatilen Auftragseingang und einer volatilen Kapazitätsauslastung führt. Marktschwankungen können aus zahlreichen Faktoren resultieren, die außerhalb des Einflussbereichs der Mikron liegen. Durch das Angebot eines diversifizierten Produktportfolios und die Tätigkeit in verschiedenen Regionen und Märkten versucht die Mikro Germany GmbH, diese Risiken zu mindern.

 

Rottweil, 21. Juni 2024

Mikron Germany GmbH

Geschäftsführung

Elio Lupica

Robert Heimann

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 6.299.940,59 6.746.652,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 98.353,46 48.785,80
II. Sachanlagen 6.201.587,13 6.697.866,70
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.578.624,94 5.436.627,58
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 594.245,50 540.846,27
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.716,69 720.392,85
B. Umlaufvermögen 12.760.404,38 11.968.375,18
I. Vorräte 5.831.172,55 5.848.487,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.453.058,75 4.042.171,29
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 422.309,13 352.359,50
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.476.173,08 2.077.716,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.232,22 0,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 19.064.577,19 18.715.027,68

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.118.360,87 2.990.774,34
I. Gezeichnetes Kapital 383.468,91 383.468,91
II. Gewinnrücklagen 1.312.815,00 1.312.815,00
III. Gewinnvortrag 1.294.490,43 1.002.846,36
IV. Jahresüberschuss 127.586,53 291.644,07
B. Rückstellungen 2.045.507,01 2.509.013,77
C. Verbindlichkeiten 13.900.709,31 13.215.239,57
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.187.647,36 11.262.753,19
Bilanzsumme, Summe Passiva 19.064.577,19 18.715.027,68

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 15.774.285,11 14.593.399,38
2. Personalaufwand 7.401.423,92 6.961.779,54
a) Löhne und Gehälter 6.275.353,10 5.892.678,06
b) Soziale Abgaben 1.126.070,82 1.069.101,48
3. Abschreibungen 990.394,25 936.414,02
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 990.394,25 936.414,02
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.918.028,53 7.172.556,71
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 866.300,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 409.614,47 88.651,04
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag -81.766,59 0,00
8. Ergebnis nach Steuern 136.590,53 300.298,07
9. Sonstige Steuern 9.004,00 8.654,00
Jahresüberschuss 127.586,53 291.644,07

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die Mikron Germany GmbH hat ihren Sitz in Rottweil und wird beim Amtsgericht Stuttgart unter der Handelsregisternummer HRB 470539 geführt. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ist sie eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

Die Darstellung und Gliederung des Jahresabschlusses entsprechen mit Ausnahme der nachfolgend erläuterten Abweichungen den Vorjahresgrundsätzen.

Im Berichtsjahr wurden im Bereich der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Konten zur Herstellung einer sachgerechten Zuordnung wie folgt umgegliedert:

- Umgliederung von den sonstigen betrieblichen Erträgen zu den Umsatzerlösen;

- Umgliederung vom Personalaufwand zu den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und zu den Umsatzerlösen;

- Umgliederung vom Zinsaufwand zu den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Zur Herstellung einer besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahresbeträge ebenfalls entsprechend angepasst.

B. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Allgemeine Angaben

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare, im Zugangsjahr zeitanteilige, Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer liegt zwischen vier und fünf Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung erfolgt linear und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Anlagengüter mit einem Wert zwischen € 250 und € 1.000 werden entsprechend der steuerlichen Regelung als Sammelposten aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Folgende Nutzungsdauern werden angewendet:

Technische Anlagen und Maschinen 5 - 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen aktiviert.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen entsprechend dem steuerrechtlichen Mindestumfang berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch einen pauschalen Abschlag in Höhe von 1 % berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert bewertet.

Die Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen wurden unterjährig mit den von der Muttergesellschaft Mikron Holding AG, Biel/Schweiz, vorgegebenen Umrechnungskursen umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Zum Bilanzstichtag erfolgte eine Umrechnung mit dem vom Konzern vorgegebenen Stichtagskurs, der nur unwesentlich vom Devisenkassamittelkurs abweicht.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in dem nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von Tsd. € 39 (Vj. Tsd. € 42) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt DM 750.000; ausgewiesen wird der in Euro umgerechnete Betrag von € 383.469.

Die Gewinnrücklagen enthalten die Umstellungseffekte aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG), welche zum 1. Januar 2010 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt wurden (Tsd. € 1.313). Die Umstellungseffekte beziehen sich ausschließlich auf die erfolgsneutrale Erfassung aktiver latenter Steuern aus der Erstanwendung des § 274 HGB (Art. 67 Abs. 6 Satz 1 EGHGB).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von Tsd. € 6.501 (Vj. Tsd. € 6.349) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von Tsd. € 7.400 (Vj. Tsd. € 6.866) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von Tsd. € 10.163 (Vj.Tsd. € 8.674).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von Tsd. € 13.188 (Vj. Tsd. € 11.263) und bestehen zu Tsd. €10.163 (Vj. Tsd. € 8.674) aus Darlehensverbindlichkeiten. Sie haben in Höhe von Tsd. € 5.788 (Vj. Tsd. € 4.563) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von Tsd. € 7.400 (Vj. Tsd. € 6.700) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Darstellung und Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung sind mit Ausnahme der in Abschnitt A. beschriebenen Umgliederungen unverändert zum Vorjahr.

Rohergebnis

Im Rohergebnis sind Erträge in Höhe von Tsd. € 47 (Vj. Tsd. € 50) aus der Währungsumrechnung enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen in Höhe von Tsd. € 62 (Vj. Tsd. € 54) solche aus der Währungsumrechnung.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von Tsd. € 2.500 entstanden, diese beruhen auf Aufwendungen durch das Wiederaufleben von Forderungsverzichten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinserträge im Vorjahre in Höhe von Tsd. € 866 enthalten vollumfänglich Zinsen von verbundenen Unternehmen, die aus Anpassungen durch die Betriebsprüfung für die Jahre 2018-2020 resultieren.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen enthalten Zinsen an verbundene Unternehmen, die aus Darlehen resultieren in Höhe von Tsd. € 403 (Vorjahr: Tsd. € 69).

Sonstige Angaben

Forderungsverzichte gegen Besserungsscheine

Es bestehen Forderungsverzichte der Gesellschafterin in Höhe von ursprünglich EUR 48,2 Mio. Zum 31.12.2023 sind Forderungsverzichte in Höhe von insgesamt EUR 5,0 Mio. EUR aufgelebt, sodass der Stand der Forderungsverzichte zum Stichtag EUR 43,2 Mio. beträgt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft aus Miet- und Leasingverträgen sowie dem Bestellobligo ergeben sich wie folgt:

Fälligkeit Gesamtsumme
< 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
> 5 Jahre
T€
T€
Bestellobligo 321 321
Miet- und Leasingverpflichtungen 752 2.462 1.719 4.934
1.073 2.462 1.719 5.255

Die Miet- und Leasingverpflichtungen beinhalten Gebäudemieten sowie Leasinggebühren der Kraftfahrzeuge und Multifunktionssysteme. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Die Miet- und Leasingverträge wurden zum Zweck der Verbesserung der Liquidität abgeschlossen.

Haftungsverhältnisse

Es besteht ein Konsortialkreditvertrag über CHF 70 Mio. (EURO 75,6 Mio. zum Stichtag) mit einer Laufzeit bis 30. Juni 2024 mit der Mikron Holding AG und der Mikron Switzerland AG sowie Mikron Berlin GmbH. Mit einer Inanspruchnahme wird nach heutigem Kenntnis- und Wissenstand der Geschäftsführung nicht gerechnet.

Geschäftsführung

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren

Elio Lupica, Miglieglia / Schweiz Geschäftsführer der Mikron Germany GmbH, Bachelor of Science in Business Administration

Dr. Javier Perez Freije, Herrliberg / Schweiz (bis 30. Januar 2023) Geschäftsführer der Mikron Germany GmbH, Doktor der Finanzwissenschaften

Robert Heimann, Lorch (ab 30. Januar 2023) Geschäftsführer der Mikron Germany GmbH, Feintechniker

Die Geschäftsführung ist nur gemeinsam unterschriftsberechtigt.

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleiben mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:

2023
Anzahl
Angestellte 40
Gewerbliche Arbeitnehmer 53
93

Konzernverhältnisse

Die Mikron GmbH Rottweil wird in den Konzernabschluss der Mikron Holding AG, Biel/Schweiz (kleinster und größter Konsolidierungskreis), einbezogen. Dieser kann im Internet unter der Internet-Adresse "www.mikron.com" abgerufen werden.

 

Rottweil, 21. Juni 2024

Mikron Germany GmbH

Geschäftsführung

Elio Lupica

Robert Heimann

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 16.006.639,48 546.300,23 0,00 79.725,56 16.473.214,15
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.104.738,58 60.420,70 0,00 0,00 1.165.159,28
II. Sachanlagen 14.901.900,90 485.879,53 0,00 79.725,56 15.308.054,87
1. Technische Anlagen und Maschinen 11.519.728,68 436.653,17 622.815,09 79.725,56 12.499.471,38
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.661.779,37 20.509,67 97.577,76 0,00 2.779.866,80
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 720.392,85 28.716,69 -720.392,85 0,00 28.716,69
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 9.259.986,98 990.394,25 77.107,67 10.173.273,56
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.055.952,78 10.853,04 0,00 1.066.805,82
II. Sachanlagen 8.204.034,20 979.541,21 77.107,67 9.106.467,74
1. Technische Anlagen und Maschinen 6.083.101,10 914.853,01 77.107,67 6.920.846,44
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.120.933,10 64.688,20 0,00 2.185.621,30
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 6.299.940,59 6.746.652,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 98.353,46 48.785,80
II. Sachanlagen 6.201.587,13 6.697.866,70
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.578.624,94 5.436.627,58
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 594.245,50 540.846,27
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.716,69 720.392,85

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängingen Erleichterungen zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Mikron Germany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mikron Germany GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mikron Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und wer den als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Villingen-Schwenningen, 21. Juni 2024

Wirtschaftsrevision Süd GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wedam, Wirtschaftsprüferin

Pfeifer, Wirtschaftsprüfer

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