Fisher Scientific Germany Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Dr. Gerlach seit 27.11.2025 | Prokura |
Arabella Habsburg seit 27.11.2025 | Geschäftsführer |
Alexandra Marie Schneider seit 24.8.2023 | Geschäftsführer |
LL.M., Ralf Oliver Dr. Schlegel seit 9.8.2021 | Prokura |
Paul Rieck seit 6.11.2020 | Prokura |
Christine Hasenclever seit 9.9.2016 | Prokura |
Alexandra Lösel seit 20.3.2015 | Prokura |
Petrus Thomas Adrianus (Piet) van der Zande seit 15.11.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Thermo Fisher Scientific Inc. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fisher Scientific GmbHSchwerteJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Grundlagen der Gesellschaft1. Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Fisher Scientific GmbH mit Sitz in Schwerte ist seit dem Jahr 1993 auf dem deutschen Markt tätig und gehört zum US-amerikanischen Konzern der Thermo Fisher Scientific Inc., einem weltweit tätigen und führenden Anbieter und Lieferanten für wissenschaftliche Anwendungen mit Börsennotierung in den USA (New York Stock Exchange: "TMO"). Ziel und Mission von Thermo Fisher ist es, den Kunden zu ermöglichen, die Welt gesünder, sauberer und sicherer zu machen. Dabei unterstützt der Gesamtkonzern seine Kunden dabei, die Forschung im Bereich der Biowissenschaften zu beschleunigen, komplexe analytische Herausforderungen zu lösen, die Produktivität in ihren Laboren zu steigern und die Patientengesundheit durch Diagnostik oder die Entwicklung und Herstellung neuer Therapien zu verbessern. Thermo Fisher hat im Geschäftsjahr 2023 Umsätze von USD 42,9 Mrd (Vorjahr USD 44,9 Mrd) erzielt und beschäftigt weltweit mehr als 120.000 Mitarbeiter. Der Konzern unterteilt seine weltweiten Aktivitäten in die Segmente "Analytical Instruments", "Specialty Diagnostics", "Life Science Solutions" und "Laboratory Products and Biopharma Services". Die Fisher Scientific GmbH, Schwerte, ist Bestandteil des Konzernhauptsegments "Laboratory Products and Biopharma Services". Der Geschäftszweck der Gesellschaft ist der Vertrieb für Handelswaren, die unter anderem von anderen Konzerngesellschaften geliefert werden. Die Fisher Scientific GmbH verfügt über ein breit gefächertes Portfolio an Laborausrüstungen, Chemikalien, Verbrauchsmaterialien und Dienstleistungen für das Gesundheitswesen sowie für die wissenschaftliche Forschung und Ausbildung. Neben dem Hauptstandort in Schwerte, an dem sich das Warenlager, die Verwaltung und ein Großteil des Vertriebs befinden, unterhält bzw. unterhielt die Gesellschaft Vertriebsstandorte in Langenselbold und Kehl. Der Standort in Kehl wurde Ende des Jahres 2023 aufgegeben. Umsätze wurden im Geschäftsjahr 2023 mit rund 5.300 Kunden getätigt. Zu den Hauptkunden zählen Hochschulen, öffentliche und private Forschungs- und Entwicklungsabteilungen und die Industrie (z.B. Pharmazie-, Bio-Technologie und Life Science-Unternehmen). Sie sind hauptsächlich im Inland angesiedelt. Unsere ausländischen Kunden sind überwiegend im zentral-europäischen Bereich beheimatet. Darüber hinaus beliefern wir die Kunden unserer niederländischen und österreichischen Schwestergesellschaften über unser Lager in Schwerte. 2. Steuerungssysteme Die Geschäftsführung verwendet zur Steuerung und Überwachung der Geschäftstätigkeit die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis (EBIT - Earnings before interest and taxes) als finanzielle Leistungsindikatoren. Anhand dieser Indikatoren wird die strategische bzw. operative Zielerreichung in regelmäßigen Abständen überprüft. Wesentlicher nicht-finanzieller Leistungsindikator, der regelmäßig erhoben wird, ist der "CAS-Wert" (Customer Allegiance Score), der die Kundenzufriedenheit misst. 3. Forschung und Entwicklung Ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells basiert auf der ständigen Verbesserung von Produkten, um den hohen Standard auch für die Zukunft zu sichern und regelmäßig neue, innovative und kundenorientierte Lösungen zu schaffen. Die Gesellschaft ist vollständig in das globale Forschungs- und Entwicklungs-Netzwerk des Thermo Fisher-Gesamtkonzerns eingebunden. Am Standort Schwerte finden jedoch keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten statt. II. WirtschaftsberichtDer Anstieg der Weltproduktion im Geschäftsjahr 2023 - gemessen auf Basis von Kaufpreisparitäten - beläuft sich nach Einschätzung von Wirtschaftsforschungsinstituten auf +3,1 %. Nachdem die Weltwirtschaft im ersten Quartal 2023 deutlich angezogen hatte, expandierte sie im Sommerhalbjahr nur moderat. Im vierten Quartal ließ das Expansionstempo nochmals nach. Die Weltkonjunktur verlangsamte sich somit erneut gegen Ende des Jahres 2023. Die Industrieproduktion zeigt weltweit - trotz verbesserter Rahmenbedingungen durch die Beendigung der restriktiven Corona-Politik in China - im Jahresdurchschnitt nur einen Zuwachs von 0,9 %. Der Welthandel erlebte im ersten Halbjahr 2023 - nicht zuletzt durch die Krisen im Nahen Osten - einen Tiefpunkt. In der zweiten Jahreshälfte zeigte sich eine allmähliche Stabilisierung. Nach wie vor ist der Welthandel durch Einschränkungen bei der Nutzung des Suez-Kanals und der damit verbundenen erheblichen Verlängerung der Transportwege zwischen Europa und Asien, zumindest kurzfristig beeinträchtigt. Die Entwicklung im Jahr 2023 verlief international betrachtet unterschiedlich. In den USA, einem bedeutenden Markt für den Thermo Fisher-Konzern, war ein robuster Anstieg des Wirtschaftswachstums von rund +2,5 % zu verzeichnen. Im Vergleich zum Anstieg in den USA entwickelte sich die Situation im Euroraum deutlich schwächer. Hier wird der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts für das Jahr 2023 nur mit +0,5 % beziffert. In China - einem strategisch ebenfalls wichtigen Markt für Thermo Fisher - konnte ein Wirtschaftswachstum von moderaten 5,2 % erreicht werden. Nach Beendigung der Null-Covid-Politik dürften im Wesentlichen strukturelle Probleme die wirtschaftliche Expansion beeinträchtigen. Der weltweite Markt für Laborprodukte zeigte den Marktforschern von Frost & Sullivan zufolge im Jahr 2023 einen Rückgang von 5,6 % (Vorjahr +4,2 %). In Deutschland stagniert die Wirtschaftsleistung. Die Veränderung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2023 verglichen mit dem ohnehin schwachen Vorjahr liegt bei 0,3 %. Besonders betroffen ist die Wertschöpfung in der Industrie und in der Bauwirtschaft. Lediglich der private Konsum und die rückläufige Inflation wirkten sich positiv auf die deutsche Wirtschaftsleistung aus. Die aktuell vorliegenden Frühindikatoren deuten für den Jahresbeginn 2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin. Das ifo-Institut geht davon aus, dass sich der Rückgang der Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2024 mit -0,1 % gegenüber dem Vorquartal fortsetzen wird. Die gesamtwirtschaftliche Situation stellt sich somit im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 bzw. unter Berücksichtigung der Frühindikatoren für das erste Quartal 2024 weniger positiv dar als im Vorjahr. Auf einzelne Branchen bezogen, können sich jedoch unterschiedliche Sichtweisen ergeben. Die Fisher Scientific GmbH wurde in erster Linie von den Entwicklungen der Pharma- und Bio-Technologie Branchen beeinflusst. Diese haben sich im Jahresverlauf mit -29,8 % (Pharma) und -45,8 % (Bio-Technologie) negativ entwickelt. Rückläufig waren auch die Umsätze mit den Kunden des Industriesegments (-5,7 %). Das akademische Segment ist um 7 % gewachsen. Gesamtaussage zum abgelaufenen Geschäftsjahr Trotz der internationalen Ausrichtung des Thermo Fisher-Konzerns war für die Fisher Scientific GmbH vor allem die Entwicklung in Deutschland von hoher Bedeutung. Als Unternehmen der Handelsbranche waren die Rahmenbedingungen für die Fisher Scientific GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 als verhalten positiv zu bezeichnen, mit entsprechender Wirkung auf das EBIT und den Umsatz. 2. Geschäftsverlauf 2023 In der Prognose des Vorjahres wurde für das Geschäftsjahr 2023 ein Umsatz von € 228 Mio und ein EBIT unter Vorjahresniveau von € 3,4 Mio budgetiert. Tatsächlich sind im Vergleich zum Vorjahr ein um 18,5 % auf € 227,5 Mio verringerter Umsatz und ein um 7,3 % auf € 8,1 Mio erhöhtes EBIT erreicht worden. Die Gesellschaft blickt demzufolge auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 zurück. Das Geschäftsvolumen war gegenüber dem Vorjahr rückläufig, da nach Ende der Covid-Pandemie die Umsätze, die im Zusammenhang mit der Herstellung und Lagerung von Impfstoffen und Tests generiert wurden, erwartungsgemäß ausfielen. Umsatzsteigerungen konnten in den Segmenten Reseller (+3,6 %) und Academic (+7,0 %) verzeichnet werden. Rückläufig waren die Umsätze in den Segmenten Biotech (-45,8 %), Pharma (-29,8 %) und Industrie (-5,7 %). Die Exportumsätze waren gegenüber dem Vorjahr um 3,8 % rückläufig. Insgesamt lag der Umsatz im Jahr 2023 deutlich unter dem Vorjahresniveau. Dies lag insbesondere an einem Großauftrag über € 40 Mio im Vorjahr. Für das Jahr 2024 ist mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau zu rechnen. Dass das tatsächliche EBIT im Geschäftsjahr 2023 deutlich über den Erwartungen des Vorjahres liegt, beruht vor allem darauf, dass die Belastungen von verbundenen Unternehmen geringer ausgefallen sind als ursprünglich erwartet. 4. Ertragslage Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Steuerungskennzahlen sind nachfolgend dargestellt. Sie entsprechen im Wesentlichen den für das Geschäftsjahr prognostizierten Werten.
Die Umsatzerlöse waren gegenüber dem Vorjahr um 18,5 % rückläufig, wobei die Entwicklung in den Segmenten unterschiedlich war. Herausragend war mit einem Wachstum von 7,0 % der akademische Bereich. Die Materialeinsatzquote lag bei 79,9 % (Vorjahr 82,0 %). Entsprechend ist der Rohgewinn absolut zwar von T€ 50.192 bzw. 18,0 % um T€ 4.415 auf T€ 45.777 gesunken; relativ ist die Rohertragsmarge jedoch von 18,0 % auf 20,1 % angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr vor allem aufgrund höherer Erträge mit dem Gesellschafter um T€ 542 gestiegen. Die Personalaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr absolut um T€ 371 gesunken und machen 8,2 % (Vorjahr 6,8 %) des Umsatzes aus. Die jährliche Gehaltssteigerung wird durch gegenüber dem Vorjahr geringeren Sonderzahlungen (Inflationsausgleich) und geringere Provisionszahlungen an die Außendienstmitarbeiter überkompensiert. Der Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um T€ 2.881 ist im Wesentlichen auf niedrigere Konzernallokationen zurückzuführen. Insgesamt hat sich das operative Ergebnis (EBIT) von T€ 8.688 im Vorjahr auf T€ 8.051 verschlechtert. Das Zinsergebnis der Gesellschaft verbesserte sich von T€ 16 auf T€ 1.007. In den Jahren 2022 und 2023 wurden keine Beteiligungserträge durch Ausschüttungen von Tochtergesellschaften vereinnahmt. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf T€ 7.703 nach T€ 7.766 im Vorjahr. Das operative Ergebnis für 2023 liegt mit € 8,1 Mio leicht unter dem Wert des Vorjahres aber deutlich oberhalb der Prognose (€ 3,4 Mio) für das Geschäftsjahr 2023, da vor allem die Belastungen von verbundenen Unternehmen geringer ausgefallen sind als ursprünglich erwartet. Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden im Wesentlichen neben der Mitarbeiterfluktuation die Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit sowie Logistikkennzahlen herangezogen. Die Fluktuationsquote lag im Berichtsjahr nach internen Berechnungen bei 8,18 % und damit leicht über dem Vorjahreswert von 7,89 %. Die Mitarbeiterbefragung EIS (Employee Involvement Survey) ergab bei einer Beteiligungsquote von 78 % (Vorjahr 81 %) 62 % positive Zufriedenheitswerte (im Vorjahr 72 %). Die Kundenzufriedenheit wird regelmäßig anhand von Kundenumfragen gemessen (KPI: Customer Allegiance Score). Hierbei werden verschiedene Kundenaussagen gewichtet und zu einem aussagekräftigen Wert verdichtet. Im Berichtsjahr lag die Kundenzufriedenheit mit einem durchschnittlichen Wert von 58,0 leicht unter dem Vorjahreswert von 58,1. Im Bereich der Logistikkennzahlen werden nach internen Berechnungen insbesondere die Quantität der abgewickelten Transaktionen mit 412.905 (Vorjahr 435.895) sowie deren Qualität gemessen an der täglichen Lieferperformance 99,7 % (Vorjahr 99,4 %) als auch die Reklamationsquote 0,29 % (Vorjahr 0,35 %) betrachtet. 5. Vermögenslage Vermögensstruktur Die wesentlichen Aktiva der Gesellschaft sind neben den Vorräten, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Der Lagerbestand belief sich zum Jahresende auf T€ 10.000 (Vorjahr T€ 13.803). Die höhere Bevorratung zur Vermeidung von Lieferschwierigkeiten während der Pandemie wurde zurückgefahren. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind volumenbedingt auf T€ 26.778 (Vorjahr T€ 29.266) gesunken. Kapitalstruktur Zum 31. Dezember 2023 beläuft sich das Eigenkapital auf T€ 57.827; dabei stehen dem Stammkaptal von T€ 51 und der Kapitalrücklage von T€ 64.238 ein Verlustvortrag von T€ 14.165 und ein thesauriertes Jahresergebnis von T€ 7.703 entgegen. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 61,0 % nach 54,6 % im Vorjahr. Die wesentlichen Passiva der Gesellschaft sind zum Jahresende 2023 neben den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit T€ 14.520 (Vorjahr T€ 18.670) die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit T€ 13.801 (Vorjahr T€ 13.354). 5. Finanzlage Finanzierung Seit April 2022 werden die Tagesendsalden des Geschäftskontos auf das Inhouse Bankkonto übertragen. Zum 31. Dezember 2023 beträgt das Guthaben T€ 43.759 (Vorjahr T€ 32.004). Die Führung dieses Kontos liegt bei der Life Technologies Finance Limited, Paisley / Großbritannien. Das Guthaben bei Kreditinstituten resultiert größtenteils aus dem Bestand unseres Kontos bei der Bank Mendes Gans in Höhe von T€ 7 (Vorjahr T€ 6). Investitionen Im abgeschlossenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Sachanlagen von T€ 397 (Vorjahr T€ 648) getätigt. Die Investitionen betrafen im Wesentlichen eine Notstromversorgung sowie die Ausstattung mit Klimaanlagen. Im Lager wurden neue Packtische angeschafft. Der Fuhrpark ist komplett geleast. Gesamtaussage zur Finanzlage Die Gesellschaft kann über ihre Einbeziehung in das konzernweite Cashpool-System auf interne Finanzierungsquellen zurückgreifen bzw. trägt über ihr Cashpool-Guthaben zur Konzernfinanzierung bei. Nach Ansicht der Geschäftsleitung ist die Gesellschaft in der Lage, jederzeit fristgerecht ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 6. Mitarbeiter Zum 31. Dezember 2023 hat die Gesellschaft 240 Mitarbeiter beschäftigt und liegt damit unter dem Vorjahresniveau von 254 Mitarbeitern. 7. Kundenstruktur Die Struktur der Kunden ist diversifiziert. Ein wesentlicher Teil unserer Kunden ist im Bereich der pharmazeutischen Industrie angesiedelt und Fisher Scientific GmbH ist eine vertragliche Bindung mit einigen Kunden eingegangen. Einen weiteren Schwerpunkt bilden produzierende und forschende Industrieunternehmen sowie öffentliche Einrichtungen wie beispielsweise Universitäten, Behörden und andere kommunale Einrichtungen. Die fünf größten Kunden erreichen einen Anteil von rund 28 % (Vorjahr 39 %) vom Gesamtumsatz. 8. Umwelt- und Arbeitsschutz Thermo Fisher Scientific ist ein weltweit führendes Unternehmen im Dienst der Wissenschaft und mit dieser Position geht ein hohes Verantwortungsbewusstsein gegenüber der globalen Gemeinschaft in Bezug auf Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter und den Schutz der Umwelt einher. So verpflichten wir uns als Teil von Thermo Fisher Scientific dem Schutz der Mitarbeiter und der sicheren Nutzung von und der Behandlung mit Thermo Fisher Scientific-Produkten. Die Umwelt ist immer zu schützen. Die eingesetzten Arbeitsstandards stellen die Gesundheit und das Wohlbefinden des Einzelnen sicher und werden kontinuierlich verbessert, so dass jegliche Gefahr für Mensch und Umwelt vermieden wird. Nur in einem sicheren und gesunden Geschäftsumfeld, in dem wir den Anforderungen und Bedürfnissen unserer Kunden und Mitarbeiter sowie den vorgegebenen Gesetzen gerecht werden, kann es zukünftig gelingen, alle Ziele auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit zu erreichen. Fisher Scientific GmbH verpflichtet sich im Rahmen seines zertifizierten Umweltmanagement Systems zu einem effizienten und umweltschonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen. Hierzu sind entsprechende Programme installiert, die beispielsweise die Wiederverwendung von Verpackungsmaterialien, eine energetische Gebäudesanierung oder die Installation energiesparender Leuchtmittel beinhalten. Im November 2020 wurde die Gesellschaft Zero Waste zertifiziert. Das Umweltmanagement der Gesellschaft ist nach DIN EN ISO 14001:2015 zertifiziert. Das Qualitätsmanagementsystem der Gesellschaft ist nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert. 9. Gesamtaussage zur Lage Insgesamt sieht die Geschäftsleitung die Geschäftsentwicklung und Lage der Fisher Scientific GmbH auch vor dem Hintergrund der eingangs beschriebenen gesamtwirtschaftlichen aktuellen Risikolage immer noch als durchaus positiv mit Blick auf die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Die Einbeziehung in den weltweiten Thermo Fisher Scientific-Konzern, der insbesondere die Liquidität der Gesellschaft durch das konzernweite Cashpool-System sichert, spielt dabei eine erhebliche Rolle. III. Chancen- und RisikoberichtRisikoberichterstattung Ziel des Risikomanagements ist es, den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft sicherzustellen und etwaige entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeiten ergeben sich Risiken, die gesamtwirtschaftlich oder unternehmensspezifisch bedingt sein können. Im Rahmen einer zeitnahen Berichterstattung werden die Informationen aus Einkauf, Verkauf, Personal und Rechnungswesen gebündelt und die Geschäftsführung sowohl in regelmäßigen Abständen als auch ad hoc über die Abweichungen des eingetretenen vom prognostizierten Verlauf der Geschäfte unter Angaben der identifizierten Risiken informiert. Basis bildet ein detailliertes Budget, das jeweils im laufenden Geschäftsjahr für das künftige Geschäftsjahr verabschiedet wird. Monatlich wird an die Konzernobergesellschaft berichtet. Bei der Beurteilung der Einzelrisiken wird ein Einschätzungszeitraum von mindestens einem Jahr zugrunde gelegt. Die Risiken werden gemäß ihren geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen als "hoch", "mittel" oder "gering" eingestuft. Risiken und Chancen aus der Einbeziehung in den Konzernverbund (Risikoeinschätzung: mittel) Als reine Vertriebsgesellschaft ist die Fisher Scientific GmbH abhängig von der Vertriebsstrategie des Konzerns und den verfügbaren Produkten. Dies kann sowohl ein Risiko als auch eine Chance darstellen. Die Einbindung in den Konzern eröffnet internationale Absatzwege, Zugang zu Forschungs- und Entwicklungsergebnissen sowie die breite Versorgung mit neu entwickelten Produkten. Darüber hinaus erfolgt eine finanzielle Absicherung unter dem internationalen Cashpool-System. Andererseits ist die Gesellschaft in gewisser Weise von Entscheidungen abhängig, die auf übergeordneten Ebenen getroffen werden. Globale Risikolage und Einfluss aktueller Krisenherde - Russland / Ukraine und Nahost (Risikoeinschätzung: niedrig) Die Gesellschaft hat absatzseitig wenig Berührungspunkte mit der Krisenregion. Beschaffungsseitig könnten sich jedoch - sollte die geopolitische Lage in Osteuropa weiterhin angespannt bleiben oder sich weiter verschlechtern - nachhaltige Beeinträchtigungen im Bereich der Lieferketten ergeben. Sowohl der Ukraine-Russland-Konflikt als auch die durch die COVID-19-Pandemie bedingte, aufgestaute Konsumnachfrage führen in Kombination mit Verzögerungen in den wichtigsten internationalen Lieferketten und Transportwegen zu einem deutlichen Preisanstieg im Bereich Energie sowie bei vielen Rohstoffen und industriellen Vorprodukten. Beschaffungsseitig zeichnete sich zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 im Hinblick auf die Verfügbarkeit von Rohstoffen bzw. in Bezug auf die Entwicklung der Energiepreise eine gewisse Entspannung ab. Es wird auch erwartet, dass die Inflation ihren Höhepunkt überschritten hat und sich künftig weniger stark auswirken wird. Insofern ist von einer leichten Verbesserung der Gesamtsituation bzw. Risikolage auszugehen. Die Fisher Scientific GmbH ist bestrebt, etwaige Preiserhöhungen bestmöglich abzufedern, es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich diese Preiserhöhungen nachteilig auf die wirtschaftliche Entwicklung der Fisher Scientific GmbH auswirken. Absatz- und Ausfallrisiko (Risikoeinschätzung: gering / mittel) Zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit wird das Produktsortiment kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt. Das Ausfallrisiko aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen besteht in der Gefahr des Ausfalls von Vertragspartnern. Der Schwerpunkt der Kundenstruktur im pharmazeutischen Bereich ist mit langfristigen vertraglichen Vereinbarungen abgesichert. Umstrukturierungen und Verlagerungen beim Kunden können Einfluss auf die Umsätze mit diesen Kunden haben. Alle weiteren Kunden verteilen sich auf eine stark diversifizierte Kundenstruktur. Somit wird für die Gesellschaft ein geringes Absatzrisiko gesehen, auch in Abhängigkeit von den konjunkturellen Auswirkungen in Deutschland, dem zentraleuropäischen Raum und möglicherweise auch global, da unsere großen Kunden auch global tätig sind. (Geringes Risiko) Forderungsausfällen wird durch ein ausgeprägtes Kredit-Managementsystem entgegengewirkt. (Geringes Risiko) Preiserhöhungen der Lieferanten werden gemäß der Firmenstrategie an die Kunden weitergegeben. Die Marktbedingungen lassen es jedoch nicht immer zu, diese Strategie konsequent zu verfolgen. Im Allgemeinen handelt es sich bei dem Produktsortiment um Handelsware, die in vielen Fällen substituierbar ist und somit Raum für strategisches Handeln bietet. (Mittleres Risiko) Das Absatzrisiko wird vor dem Hintergrund des am Bilanzstichtag vorhandenen Auftragsbestands sowie der monatlich vorhandenen Budgetkontrollen zur Umsatzentwicklung nach bisherigen Erkenntnissen als gering eingeschätzt. Beschaffungsmarktrisiko (Risikoeinschätzung: mittel) Engpässe in der Rohstoffversorgung, steigende Preise und Transportkosten oder unterbrochene Lieferketten stellen ein Risiko für die Handelstätigkeit der Gesellschaft dar. Allerdings kann die Gesellschaft durch Langzeitverträge bzw. die Einbindung in den weltweiten Thermo Fisher-Konzern dieser Entwicklung teilweise entgegenwirken. Cyber- und IT-Risiken (Risikoeinschätzung: mittel) Wie die meisten großen internationalen Unternehmen sind auch die Gesellschaften des Thermo Fisher-Konzerns regelmäßig der Gefahr von Cyberangriffen und anderen Cybersicherheitsvorfällen ausgesetzt, weshalb Cybersicherheit konzernweit in den gesamten Risikomanagementprozess integriert wird. Eine erhebliche Störung oder Verletzung der Sicherheit unserer Informationstechnologiesysteme oder ein Verstoß gegen Datenschutzgesetze könnte sich nachteilig auf unser Geschäft auswirken. Als Teil unserer ständigen Bemühungen, unsere derzeitigen Informationssysteme zu aktualisieren, implementieren wir regelmäßig neue Softwareanwendungen, um bestimmte unserer Geschäftsvorgänge zu verwalten. Während wir Funktionen implementieren und hinzufügen, können Probleme auftreten, die wir nicht vorhergesehen haben. Solche Probleme könnten unsere Fähigkeit beeinträchtigen, Angebote zu erstellen, Kundenbestellungen entgegenzunehmen und unser Geschäft anderweitig zeitnah zu führen. Wenn wir Systeme aktualisieren oder ändern, kann es zu Dienstunterbrechungen, Datenverlust oder eingeschränkter Funktionalität kommen. Wenn unsere neuen Systeme außerdem keine genauen Preis- und Kostendaten liefern, könnten unsere Betriebsergebnisse und Cashflows nachteilig beeinflusst werden. Wir verlassen uns auf unsere Informationstechnologiesysteme, um elektronische Informationen (einschließlich sensibler Daten wie vertraulicher Geschäftsinformationen und personenbezogener Daten von Mitarbeitern, Kunden und anderen Geschäftspartnern) zu verarbeiten, zu übertragen und zu speichern und eine Vielzahl kritischer Geschäftsprozesse zu verwalten oder zu unterstützen. Unsere Systeme können anfällig für Schäden oder Unterbrechungen durch Naturkatastrophen, Stromausfälle, Telekommunikationsausfälle, Terroranschläge, Computerhäckerangriffe, Computerviren, Ransomware, Phishing, Computer-Denial-of-Service-Angriffe, unbefugten Zugriff auf Kunden- oder Mitarbeiterdaten oder Geschäftsgeheimnisse sein. Wir sind der Meinung, dass Cybersicherheit in der Verantwortung jedes Mitarbeiters liegt, und informieren und teilen regelmäßig Best Practices mit unseren Mitarbeitern, um das Bewusstsein für Cybersicherheitsbedrohungen durch ein Schulungsprogramm zum Sicherheitsbewusstsein zu schärfen, einschließlich regelmäßiger Übungen, regelmäßiger Simulationen von Cyber-Ereignissen und einer jährlichen Bescheinigung unserer Richtlinie zur akzeptablen Nutzung von Technologien. Wir gehen nicht davon aus, dass es derzeit Cybersicherheitsvorfälle gibt, die das Unternehmen oder seine Geschäftsstrategie, seine Betriebsergebnisse oder seine Finanzlage wesentlich beeinträchtigt haben oder nach vernünftigem Ermessen wesentlich beeinträchtigen werden. Währungsrisiko (Risikoeinschätzung: gering) Fremdwährungsrisiken bestehen nur bedingt, da der überwiegende Teil des Ein- und Verkaufs in Euro abgewickelt wird. Liquiditätsrisiko (Risikoeinschätzung: gering) In Folge der soliden Finanzlage und der Einbeziehung in das Cashpool-System des Konzerns wird das Liquiditätsrisiko als gering eingestuft. Das Liquiditätsrisiko für den konzernweiten Cashpool ist auf Ebene des Gesamtkonzerns der Thermo Fisher Scientific Inc. in den USA zu beurteilen. Nach gegenwärtiger Einschätzung lassen sich hieraus keine wesentlichen Liquiditätsrisiken ableiten. Rechtliche Risiken (Risikoeinschätzung: gering) Risiken aus Gerichts- oder ähnlichen Verfahren, die negative Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft haben können, sind derzeit nicht erkennbar. Mitarbeiterrisiko (Risikoeinschätzung: gering) Aufgrund der allzeit vorausschauenden Maßnahmen des Konzerns und wegen der nachlassenden gesundheitsbedrohenden Bedeutung des Corona-Virus, wird hier nur noch ein geringes Risiko gesehen. Die Neugewinnung von Mitarbeitern stellt für die Gesellschaft vor dem Hintergrund des allgemeinen Fachkräftemangels ein niedriges Risiko dar, vor allem aufgrund niedriger Mitarbeiterfluktuation. Gesamtrisikoeinschätzung Die Geschäftsleitung sieht ein global erhöhtes Risiko im Einklang mit der aktuellen weltpolitischen Entwicklung hauptsächlich infolge bestehender Unsicherheiten über den weiteren Verlauf geopolitischer Konflikte und deren Auswirkungen. Ein Risiko für das künftige Fortbestehen des Unternehmens wird auf Basis der Auftragslage, der Branchensituation, der Geschäftsstruktur und der finanziellen Eingliederung in den Thermo Fisher-Cashpool nicht gesehen. Wesentliche Chancen (Chanceneinschätzung: mittel) Als Handelsunternehmen profitieren wir von den Synergieeffekten durch die Einbindung in den Thermo Fisher-Konzern. Während der Coronajahre ist die Fisher Scientific GmbH stärker gewachsen als die Wettbewerber in Deutschland. Dies führen wir darauf zurück, dass wir durch hochqualifiziertes und motiviertes Personal eine hohe Service- und Lieferperformance erreichen konnten. In der Kundenzufriedenheit sehen wir die Chance auf zukünftige erfolgreiche Zusammenarbeit. Auch die Beziehungen zu wichtigen Lieferanten konnten intensiviert und verbessert werden, was sich u.a. in einem sehr guten Support zeigt. IV. PrognoseberichtAllgemeine Wirtschaftsprognosen Derzeitigen Wirtschaftsprognosen zur Folge wird mit einem Anstieg des Weltwirtschaftswachstums von +2,8 % (OECD) für das Geschäftsjahr 2024 gerechnet. Im Euroraum wird laut ifw Kiel momentan für 2024 ein Wirtschaftswachstum von +0,7 % angenommen. Für die USA hingegen wird mit einem Wachstum von +2,1 %, für China mit einem Wachstum von +4,4 % und für Deutschland von lediglich +0,1 % gerechnet. Die Prognosen hängen unter anderem von der weiteren Entwicklung geopolitischer Auseinandersetzungen und den damit verbundenen internationalen Auswirkungen sowie der Inflations- und Zinsentwicklung ab und sind dementsprechend mit Unsicherheiten behaftet. Prognose in Bezug auf die Entwicklung der Gesellschaft Umsatz und EBIT für das Geschäftsjahr 2024 werden anhand derzeitiger Prognosen auf Vorjahresniveau erwartet. Die Nachfrage lässt erwarten, dass die Umsätze den Planwert von € 228 Mio erreichen werden bei einem erwarteten EBIT von € 8,1 Mio. Die Liquidität wird, wie vorstehend beschrieben, durch die Einbindung in das konzernweite Cashpooling-System als gesichert angesehen. Darüber hinaus wird eine weiterhin positive Entwicklung bei dem nicht finanziellen Leistungsindikator Kundenzufriedenheit prognostiziert. Es wird erwartet, dass sich dieser Trend auch im Geschäftsjahr 2025 fortsetzen wird, weil die zugrundeliegenden internen Prozesse laufend überprüft und verbessert werden. Allerdings sind - vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Situation - Prognosen mit gewissen Unsicherheiten behaftet.
Schwerte, den 27. Juni 2024 Geschäftsführung der Fisher Scientific GmbH Richard Spoor, Geschäftsführer Piet van der Zande, Geschäftsführer Stephan Labonté, Geschäftsführer Alexandra Ströhle, Geschäftsführerin Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Allgemeine AngabenAngaben zum Unternehmen: Fisher Scientific GmbH Sitz: Im Heiligen Feld 17 in 58239 Schwerte HRB 4784 beim Amtsgericht Hagen Die Fisher Scientific GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist der Anhang in T€ aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Hinsichtlich des Ausweises hat sich im Vergleich zum Vorjahr folgende Veränderung ergeben. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen bzw. gegenüber dem Gesellschafter werden als solche im Berichtsjahr jeweils gesondert ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst. Anlagevermögen Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB) angesetzt und werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei Jahren linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB), vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Mietereinbauten werden über drei bis 40 Jahre, technische Anlagen und Maschinen werden über vier bis 14 Jahre, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend über drei bis 19 Jahre linear abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Nicht mehr genutzte Anlagegüter werden außerplanmäßig abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Im laufenden Geschäftsjahr sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen angefallen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Einzelwert von bis zu EUR 800 (netto) werden in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr sofort abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen werden zum Nennwert bilanziert. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB) oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung angesetzt. Abschreibungen aufgrund dauerhafter Wertminderung waren nicht zu verzeichnen. Vorräte Die Handelswaren sind mit den Anschaffungskosten nach dem gleitenden Durchschnittsverfahren oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und / oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Forderungen und übrige Aktiva Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist in Form einer Pauschalwertberichtigung von 0,31 % des Nettoforderungsbestands berücksichtigt. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nennwerten bilanziert. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert und beträgt DM 100.000,00 bzw. umgerechnet € 51.129,19. Die Umrechnung in Euro ist bislang nicht im Handelsregister eingetragen. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen im Rahmen von unmittelbaren Versorgungszusagen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Zum 31. Dezember 2023 werden die Pensionsverpflichtungen mit dem 10-jährigen Durchschnittszinssatz von 1,30 % (Vorjahr 1,16 %) abgezinst. Der anzuwendende Diskontierungszinssatz wird von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) ermittelt und monatlich bekannt gegeben. Am 31. Dezember 2023 betrug der anzuwendende Zinssatz 1,30 %. Es wird gemäß der Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB eine pauschale Restlaufzeit von 7 Jahren unterstellt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden jährliche Rentensteigerungen von jährlich 2,10 % (Vorjahr 2,50 %) zugrunde gelegt. In Höhe des Differenzbetrages der Diskontierung der Verpflichtung mit dem 7-jährigen besteht grundsätzlich eine Ausschüttungssperre. Da zum Bilanzstichtag der 7-Jahres-Durchschnittszinssatz nicht unter dem 10-Jahres-Durchschnittszinssatz liegt, wurde kein Unterschiedsbetrag ermittelt. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Weiterhin bestehen auch unmittelbare Pensionszusagen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem zugrundeliegenden Deckungsvermögen, gemäß Mitteilungen der Versicherungen, bestimmen. Diese Zusagen werden als wertpapiergebundene Versorgungszusagen angesehen. Das Deckungsvermögen in Höhe von T€ 633 (Vorjahr T€ 618) wird gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Da die Zusagen die Voraussetzungen von § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB erfüllen, wird die Pensionsrückstellung in Höhe des beizulegenden Zeitwertes angesetzt. Das Deckungsvermögen erfüllt die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB und wird mit der Pensionsrückstellung saldiert. In diesem Zusammenhang anfallende Zinsaufwendungen sowie Erträge aus Deckungsvermögen betragen T€ 25 und sind saldiert im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Verzinsung der Pensionsverpflichtung erfolgte mit dem 10-jährigen Durchschnittszinssatz von 1,83 % (Vorjahr 1,78 %). Am 31. Dezember 2023 betrug der eigentlich anzuwendende Zinssatz 1,82 %; eine Anpassung war aufgrund der geringfügigen Zinsdifferenz nicht nötig. Es wurde gemäß der Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen enthalten Beträge für den voraussichtlichen Verpflichtungsumfang der Gesellschaft aus Aktienoptionen und anderen aktienbasierten Vergütungen (Restricted Stock Units, "RSU"), die bestimmten Mitarbeitern der Fisher Scientific GmbH von der Thermo Fisher Scientific Inc., Waltham / USA, gewährt wurden. Die Gesellschaft hat sich vertraglich verpflichtet, der Thermo Fisher Scientific Inc. sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Ausübung dieser Aktienoptionen oder "RSUs" entstehen, zu ersetzen. Der Verpflichtungsumfang bei Aktienoptionen besteht aus der Differenz zwischen dem künftigen Ausübungspreis und einer vom Mitarbeiter zu leistenden Zuzahlung. Im Fall gewährter RSUs entfällt die zu leistende Zuzahlung und es besteht somit ein Verpflichtungsumfang in Höhe des voraussichtlichen Börsenkurses zum Ausübungszeitpunkt pro gewährter Einheit zuzüglich der über den Erdienungszeitraum aufgelaufenen Dividenden (Dividendenäquivalent). Die Rückstellung für ausgeübte Aktienoptionen oder RSUs wird mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt und beträgt zum Bilanzstichtag T€ 218 (Vorjahr T€ 485). Die Rückstellung für den noch nicht ausgeübten Verpflichtungsumfang in Höhe von T€ 198 (Vorjahr T€ 519) wird folgendermaßen ermittelt: Der Erfüllungsbetrag für RSUs wird ratierlich über den Erdienungszeitraum (von in der Regel bis zu 3,5 Jahren) angesammelt. Der Verpflichtungsumfang für gewährte Aktienoptionen richtet sich nach folgenden Kriterien: Aktienoptionen, die bereits ausübbar sind, werden mit ihrem inneren Wert (Börsenkurs am Bilanzstichtag abzüglich der vom Mitarbeiter zu leistenden Zuzahlung) bewertet. Für noch nicht ausübbare Aktienoptionen wird das Verfahren nach Black-Scholes mit folgenden Annahmen zugrunde gelegt:
Verbindlichkeiten und übrige Passiva Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Dabei wird ein konzernweit festgelegter und in regelmäßigen Abständen aktualisierter Konzernkurs verwendet. Die Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Fremdwährungsforderungen sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips entweder zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag oder mit dem niedrigeren historischen Kurs zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips entweder zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag oder mit dem höheren Kurs zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 32,46 % zugrunde (15,83 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 16,63 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. III. Erläuterungen zur Bilanz1. Aktiva Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. Anteilsbesitz:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum 31. Dezember 2023 T€ 26.778 nach Abzug der Pauschalwertberichtigung in Höhe von T€ 71. Die Forderungen gegen Gesellschafter von T€ 562 (Vorjahr T€ 0) resultieren ausschließlich aus sonstigen Leistungen bzw. sonstigen Vermögensgegenständen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von T€ 50.624 (Vorjahr T€ 39.598) betreffen mit T€ 3.290 (Vorjahr T€ 3.334) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit T€ 3.575 (Vorjahr T€ 4.261) sonstige Forderungen und mit T€ 43.759 (Vorjahr T€ 32.004) Cashpool-Forderungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände weisen einen Betrag von T€ 2.615 auf, der im Wesentlichen mit T€ 2.310 aus Lieferantenboni besteht. Aus Unterschieden zwischen Wertansätzen in der Handelsbilanz und in der Steuerbilanz ergeben sich aktive und passive latente Steuern, die saldiert ausgewiesen werden. Es bestehen im Wesentlichen Unterschiede bei der Bewertung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, bei Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sowie aktive latente Steuern aus körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen, die zu einem Aktivüberhang an latenten Steuern zum Bilanzstichtag führen. Dieser wird, unter Berücksichtigung des Ansatzwahlrechts nach § 274 Abs. 1 HGB nicht aktiviert. 2. Passiva Eigenkapital Das Stammkapital beträgt T€ 51. Die Kapitalrücklage von T€ 64.238 hat sich zum Vorjahr nicht verändert. Es handelt sich um eine sonstige Zuzahlung nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Rückstellungen Der Berechnung der Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen beträgt T€ 322 (Vorjahr T€ 333). Die rückstellungspflichtigen Altersversorgungsverpflichtungen aus Pensionszusagen entsprechen dem Erfüllungsbetrag, da kein zu verrechnendes Deckungsvermögen vorhanden ist. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen aus "neuen" Pensionszusagen beträgt T€ 633 (Vorjahr T€ 618). Diese wurden mit Deckungsvermögen in Höhe von T€ 633 (Vorjahr T€ 618) gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht den Anschaffungskosten. Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich aus der Anwendung des 10-jährigen Durchschnittszinssatzes im Vergleich zur Anwendung des 7-jährigen Durchschnittszinssatzes zum Bilanzstichtag kein Unterschiedsbetrag. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert und haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von T€ 14.520 (Vorjahr T€ 18.670) betreffen mit T€ 9.648 (Vorjahr T€ 13.194) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, mit T€ 4.868 (Vorjahr T€ 5.471) übrige Verbindlichkeiten und mit T€ 4 (Vorjahr T€ 5) Verbindlichkeiten aus einem Ergebnisabführungsvertrag. Die im Vorjahresabschluss ausgewiesene Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter von T€ 389 entfiel ausschließlich auf sonstige Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten von T€ 1.500 (Vorjahr T€ 2.105) beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern von T€ 943 (Vorjahr T€ 1.281). Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit liegen wie im Vorjahr nicht vor. Darüber hinaus entfallen T€ 490 (Vorjahr T€ 807) auf kreditorische Debitoren. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse beinhalten Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen, vermindert um die Erlösschmälerungen. Gliederung nach Produktgruppen:
Gliederung nach geographischen Märkten:
2. Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung von T€ 223 (Vorjahr T€ 110) sowie periodenfremde Erträge von T€ 119 (Vorjahr T€ 149) ausgewiesen, hauptsächlich aus der Auflösung von Rückstellungen. 3. Personalaufwand Die Gesellschaft zeigt Lohn- und Gehaltsaufwendungen von T€ 15.479. Die Ausgaben für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung belaufen sich auf T€ 3.092, davon T€ 364 (Vorjahr T€ 363) für Altersversorgung. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von T€ 208 (Vorjahr T€ 85) ausgewiesen. Darüber hinaus enthält dieser Posten im Wesentlichen Aufwendungen für Konzernallokationen (T€ 11.001) und Transportkosten (T€ 3.828). 5. Zinsaufwendungen und -erträge Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen von T€ 2 (Vorjahr T€ 5) ausgewiesen. Es sind Zinsaufwendungen von T€ 0 (Vorjahr T€ 18) und Zinserträge von T€ 1.008 (Vorjahr T€ 38) mit verbundenen Unternehmen enthalten. 6. Ertragsteuern Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind mit T€ 1.325 hauptsächlich Steueraufwendungen für das Geschäftsjahr 2023 erfasst. V. Sonstige AngabenRangrücktrittserklärung Die Gesellschaft hat - vor dem Hintergrund der seinerzeit bestehenden, aber seit Jahren überwundenen bilanziellen Überschuldung - mit Datum vom 14. Juli 2008 eine unbefristete Rangrücktritterklärung über alle gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen von dem Alleingesellschafter Thermo Fisher Scientific Inc. erhalten. Zum 31. Dezember 2023 betrugen diese mit Rangrücktritt versehenen Forderungen T€ 0. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergeben sich aus Miet- und Leasingverträgen für Geschäftsräume, Firmenfahrzeuge sowie Büro- und Geschäftsausstattung und stellen sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:
Die Vorteile der geschlossenen Pacht- und Leasingverhältnisse bestehen in einer geringeren Kapitalbindung und einer höheren Flexibilität, um gegebenenfalls auf geänderte Marktbedingungen reagieren zu können. Risiken bestehen jedoch insofern, als gegebenenfalls Anschlusspacht- und -leasingverträge nicht vereinbart werden können. Abschlussprüferhonorare Das für das abgeschlossene Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers von T€ 82 resultiert aus Abschlussprüfungsleistungen. Anzahl der Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer betrug im Berichtszeitraum 246 (Vorjahr 253), davon 38 Mitarbeiter im Lager, 167 Mitarbeiter im Vertrieb und 41 Mitarbeiter in der Verwaltung. Organe der Gesellschaft Die Geschäftsführung im Berichtszeitraum wurde durch folgende Personen ausgeübt:
Die Herren Van der Zande, Spoor und Nicholson sind bzw. waren einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Hinsichtlich der Angaben zu Bezügen der aktiven Geschäftsführer wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Absatz 4 HGB Gebrauch gemacht, da nur Frau Shimko, Frau Ströhle und Herr Labonté Bezüge von der Gesellschaft bezogen haben. VI. OffenlegungDer Jahresabschluss der Fisher Scientific GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wird im Unternehmensregister veröffentlicht. VII. NachtragsberichtEreignisse nach dem Bilanzstichtag, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich auswirken, lagen nicht vor. VIII. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsfühung schlägt vor, den Jahresüberschuss von T€ 7.703 auf neue Rechnung vorzutragen. IX. Konzernbeziehungen und KonzernabschlussDie Gesellschaftsanteile der Fisher Scientific GmbH werden von der Thermo Fisher Scientific Inc. miot Sitz in Waltham / MA, USA, gehalten, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Jahresabschluss der Fisher Scientific GmbH wird in den Konzernabschluss der Thermo Fisher Scientific Inc., Waltham / MA, USA, einbezogen. Die Thermo Fisher Scientific Inc. und die in ihren Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden als verbundene Unternehmen im Abschluss der Gesellschaft dargestellt. Da unsere Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Thermo Fisher Scientific Inc., Waltham / MA, USA, einbezogen werden, hat unsere Gesellschaft darauf verzichtet, einen Teilkonzernabschluss aufzustellen. Der befreiende Konzernabschluss der Thermo Fisher Scientific Inc. wird nach den US- amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) aufgestellt. Der befreiende Konzernabschluss und der befreiende Konzernlagebericht der Thermo Fisher Scientific Inc. sind einem nach § 291 Abs. 2 HGB aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht gleichwertig und der befreiende Konzernabschluss wird geprüft. Unterschiede zwischen US-GAAP und den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ergeben sich im Wesentlichen aus der Bilanzierung und Bewertung des Anlagevermögens, der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und Verbindlichkeiten, der Bewertung des Vorratsvermögens, der Umsatzrealisation, den unterschiedlichen Kriterien bei der Zuordnung des wirtschaftlichen Eigentums bei Leasinggeschäften, dem Ansatz und der Bewertung latenter Steuern sowie dem Ansatz und der Bewertung von Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Der Konzernabschluss der Thermo Fisher Scientific Inc. wird nach den US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) aufgestellt und ist auf Anforderung am Sitz der Thermo Fisher Scientific Inc. in Waltham, Massachusetts / USA, sowie im EDGAR (Electronic Data Gathering, Analysis and Retrieval-) System der US-amerikanischen Börsenaufsicht unter der Registernummer 0000097745 erhältlich. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister unter Thermo Fisher Scientific Germany BV & Co. KG, Braunschweig, HRA 14421, Braunschweig, in englischer Sprache veröffentlicht.
Schwerte, den 27. Juni 2024 Fisher Scientific GmbH Die Geschäftsführung Richard Spoor Piet van der Zande Stephan Labonté Alexandra Ströhle Entwicklung des Anlagevermögens 2023 im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Fisher Scientific GmbH, Schwerte Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Fisher Scientific GmbH, Schwerte, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fisher Scientific GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 27. Juni 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Hedwig Schürmeyer, Wirtschaftsprüferin ppa. Peter Wasserfuhr, Wirtschaftsprüfer GewinnverwendungFisher Scientific GmbHGewinnverwendungsbeschluss:Es wird beschlossen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 30.08.2024 festgestellt. |
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