Wärme- und Kältehandel
STW Kautzmann GmbH
Aue 3, 77773 Schenkenzell, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nico Steffano Kautzmann seit 17.5.2017 | Geschäftsführer |
Frank Kautzmann seit 17.5.2017 | Geschäftsführer |
Willi Intraschak seit 23.1.2012 | Prokura |
Oliver Scharf seit 23.1.2012 | Prokura |
Werner Kautmann seit 16.1.2007 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Daten zu Gesellschaftern mit Minderheitsbeteiligung (natürliche Personen) sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
STW Kautzmann GmbHSchenkenzellJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens 1.1 Umsatzentwicklung 2023 haben sich leider die Probleme in der deutschen Wirtschaft fortgesetzt. Insbesondere die anhaltend hohe Inflation und die damit einhergehenden Zinserhöhungen haben zu einer deutlichen Eintrübung der wirtschaftlichen Situation geführt. Gleichzeitig haben Konflikte und Kriege zu einer Verschärfung der globalen Sicherheitslage geführt, was wiederrum erhebliche Militärausgaben verursacht hat. In diesem Kontext kam es vor allem in der Bauwirtschaft zu einem massiven Einbruch. Projektentwickler sind reihenweise in die Insolvenz gerutscht, weil steigende Zinsen und massiv gestiegene Baukosten nicht eingeplant waren. Demgegenüber ist die Nachfrage bei Immobilien massiv eingebrochen. Das Problem sind nicht allein die veränderten Finanzierungsbedingungen, sondern die Mischung aus hohen Baupreisen, einer Überregulierung des Sektors, gestrichenen Förderprogrammen und einer insgesamt unsicheren Lage, welche Käufer abgeschreckt hat. Aber auch andere Zielindustrien - insbesondere energieintensive Branchen - haben unter den veränderten Rahmenbedingungen und der Unsicherheit gelitten. Die europäische Textilindustrie leidet unter einem deutlichen Auftragseinbruch und sinkender Wettbewerbsfähigkeit. Dies hat auch uns vor große Herausforderungen gestellt. Es kam im Lieferanten- und Wettbewerberumfeld zu einer Häufung von Insolvenzen oder Verlagerungen der Produktion in das günstigere Ausland. Im letztjährigen Lagebericht hatten wir ausgeführt, dass unsere Prognose von hoher Unsicherheit geprägt ist. Dies hat sich auch im Verlauf des Geschäftsjahres bestätigt. Im Ergebnis konnten wir einen Umsatz von TEUR 40.759 (+0,1 %) erzielen. Damit haben wir unsere letztjährigen Erwartungen eines Umsatzrückgangs im einstelligen Prozentbereich übertroffen. Allerdings spiegelt sich die Entwicklung nicht im Ergebnis wider, was durch das gestiegene Zinsniveau für unser Unternehmen bedingt ist. Auch haben wir das Jahr 2023 nach den Turbulenzen auf den Kapitalmärkten in 2022 genutzt, um stille Reserven im Wertpapierportfolio aufzubauen. Durch diese Effekte ist das Ergebnis nach Ertragsteuern von TEUR 5.193 auf TEUR 4.421 gesunken (-14,9 %). 1.2. Preistendenzen 2023 konnten wir eine Stabilisierung der Preise in einigen Bereichen beobachten, teilweise kam es auch zu Preissenkungen. Davon waren aber bei weitem nicht alle Bereiche betroffen. Deutliche Preissteigerungen gab es beim Faktor Arbeit durch tarifliche Lohn- und Gehaltsanpassungen. 1.3. Beschäftigungssituation Insgesamt war die Beschäftigungssituation 2023 zufriedenstellend. Freie Kapazitäten wurden für die im Jahr 2024 vollzogene Umstellung des ERP-Systems genutzt. Die Lage am Arbeitsmarkt hat sich gegen Ende des Jahres leicht entspannt. Jedoch sind manche Stellen nach wie vor schwer zu besetzen. 1.4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Umsatz-, Finanz- und Vermögenslage zeigt sich trotz des Rückgangs bei den Erträgen solide. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung + aktivierte Eigenleistungen) ist nahezu unverändert und lediglich um 0,3 % (TEUR 142) gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Materialaufwand um 0,4 Prozentpunkte gesunken. Dies liegt in den o.g. Preisentwicklungen begründet, aber auch in einem veränderten Produktmix. Die Personalkosten sind absolut als auch relativ zur Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr durch den Tarifabschluss um 3,6 % bzw. TEUR 298 gestiegen. Im Hinblick auf die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich insbesondere die Energie- und Verpackungskosten reduziert. Bei den Energiekosten haben wir neben den Entwicklungen am Spotmarkt von einem "nasseren" Jahr profitiert, sodass mehr Strom für den Eigenbedarf produziert werden konnte. Gestiegen sind dahingegen die laufenden Kosten für IT und Beratung. Des Weiteren wurden für die Überarbeitung der Homepage und den Betrieb weiterer Wasserkraftwerke zusätzliche Mittel aufgewendet. Es konnte ein Ergebnis vor Ertragsteuern von TEUR 5.867 erreicht werden. Nach Steuern betrug das Ergebnis TEUR 4.386 (VJ TEUR 5.158) Dies ist unter unserer Erwartung eines Ergebnisses auf Vorjahresniveau, jedoch durch externe Faktoren stark beeinflusst. Das Anlagevermögen ist durch Wertpapierkäufe sowie Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände (ERP) und Sachanlagen beeinflusst worden. Wertpapierkäufe haben zu einer signifikanten Umschichtung von Umlaufvermögen in Anlagevermögen geführt, sodass die Finanzanlagen um insgesamt TEUR 9.635 gestiegen sind. Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sind durch Abschreibungen und Investitionen um insgesamt TEUR 172 gefallen. Die Vorräte haben sich erhöht auf nunmehr TEUR 15.910 gegenüber TEUR 14.892 im Vorjahr. Durch die Rückzahlung von Verbindlichkeiten und die Ablösung einer Zwischenfinanzierung sind außerdem liquide Mittel abgeflossen. Insgesamt ist damit die Bilanzsumme von TEUR 95.623 auf TEUR 89.929 gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.369, was durch eine Großlieferung zum Ende des Geschäftsjahres bedingt war. Die Rückstellungen sind leicht um TEUR 166 angestiegen. Die Eigenkapitalquote beträgt 67 % (VJ 63 %) und entspricht damit wieder der Quote von 2021. Diese Änderung ist durch den Wegfall einer Zwischenfinanzierung im Unternehmensverbund bedingt. Die Liquiditätslage war im gesamten Geschäftsjahr geordnet. 2. Risiken 2.1. Abhängigkeit von Lieferanten Große Teile der Rohware entstehen als Nebenprodukt oder als Restwertstoff bei der Produktion anderer Güter. Auf die verfügbare Menge und den Marktpreis haben wir nur geringen Einfluss. Durch ein internationales Sourcing und eine dem Markt angepasste Einkaufsstrategie ist das Risiko so weit wie möglich reduziert. Allerdings betrachten wir mit Sorge das Aussterben der Faserindustrie in Europa, was Lieferketten verlängert, und die Beschaffung erschwert. 2.2. Störungen durch Transportprobleme Die globalen Warenströme haben sich im Jahr 2023 größtenteils normalisiert. Unsere Einkaufsstrategie haben wir diesbezüglich angepasst, sind allerdings im Hinblick auf die globalen Krisen immer noch vorsichtiger. Bisher hat sich die Strategie bewährt, sodass wir zu jedem Zeitpunkt die Versorgung unserer Kunden sicherstellen konnten. Wir gehen davon aus, dass uns dies auch in Zukunft gelingt. Verluste, die beim Transport entstehen könnten, sind durch eine Transportversicherung abgedeckt. 2.3. Produkthaftungsrisiko Zur Sicherung der Produktqualität besteht ein Qualitätsmanagementsystem, welches nach ISO 9001 : 2015 zertifiziert und nach erfolgreicher Überprüfung bis Juni 2025 gültig ist. Unsere Kunden bewerten uns regelmäßig als Top-Lieferant mit der Note A, was für unsere Qualität und den Servicegrad spricht. Zur Absicherung finanzieller Risiken aus der Produkthaftung ist eine Produkthaftpflichtversicherung abgeschlossen. Für uns bleibt das Risiko aus der prozentualen Selbstbeteiligung, der Begrenzung der Haftungssumme und dem fehlerhaften Erzeugnis bestehen. Dieses ist überschaubar. 2.4. Umweltrisiko Durch Unfälle oder Schadenereignisse, wie z. B. Feuer oder Hochwasser, können Umweltschäden durch Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung oder Bodenverseuchung eintreten. Unsere Mitarbeiter sind im Umgang mit den bei uns wenig verwendeten Gefahrstoffen ausreichend ausgebildet und gehen entsprechend sorgsam damit um. Die finanziellen Risiken sind durch eine Umwelthaftpflichtversicherung abgedeckt. Darüber hinaus betreiben wir ein nach ISO 50001:2018 zertifiziertes Energiemanagementsystem. Des Weiteren ist die Einführung eines Umweltmanagementsystems weit fortgeschritten und für 2025 eingeplant. Dies trägt bereits jetzt zur Erkennung und Vermeidung von Umweltrisiken bei und reduziert Umwelteinflüsse auf ein Minimum. 2.5. Betriebsunterbrechung durch Feuerschaden Durch Feuer kann der Betrieb unterbrochen werden. Die finanziellen Risiken sind weitestgehend durch eine Betriebsunterbrechungsversicherung gedeckt. Unsere Mitarbeiter werden eingehend auf mögliche Gefahren hingewiesen und regelmäßig unterrichtet. Der Betrieb ist mit modernster Brandschutztechnik ausgestattet und in den relevanten Bereichen mit einer Feuerlöschanlage ausgestattet. Im Ernstfall ist von einer schnellen und effektiven Brandbekämpfung auszugehen. Wir gehen davon aus, dass ein Feuer frühzeitig erkannt und eingedämmt werden könnte, wenn es überhaupt entstehen würde. 2.6. Forderungsausfallrisiko Forderungsausfälle konnten wir auch in 2023 auf niedrigem Niveau halten. Dies haben wir erreicht, indem wir Geschäftsbeziehungen regelmäßig auf ihre Risiken überprüfen und bei Bedarf die Zahlungsbedingungen anpassen. Teilweise sind potenzielle Forderungsausfälle durch eine Kreditversicherung abgedeckt. Die prozentuale Selbstbeteiligung bleibt neben den nicht versicherten Risiken als Restrisiko bestehen. 2.7. Wertpapierrisiken Im Hinblick auf die Wertpapieranlagen bestehen sowohl Preisänderungs- (Kurs-) risiken, Währungsrisiken, als auch Ausfallrisiken. Diese sind, soweit erkennbar, im Anlagevermögen nach dem gemilderten und im Umlaufvermögen nach dem strengen Niederstwertprinzip berücksichtigt. Hinsichtlich des Wertpapierportfolios verfolgen wir eine Core/Satellite-Strategie mit mehreren Partnerbanken und Portfoliomanagern. Die Koordination und grundlegende Festlegung der Strategie erfolgt durch die Geschäftsleitung. Ein Portfolio wird ausschließlich durch die Geschäftsleitung gemanagt, hinsichtlich der anderen Portfolien findet ein enger Austausch zwischen dem jeweiligen Portfoliomanager und der Geschäftsleitung statt. Als Instrumente werden unter anderem Aktien, Anleihen, Staatsanleihen, Fonds, passiv gemanagte börsengehandelte Investmentfonds (ETFs), Zertifikate und Private Equity Vehikel eingesetzt. Auf Gesamtportfolioebene werden Long/Put-Optionen als Absicherungsinstrument gegen Extremrisiken verwendet, welche von einem externen Spezialisten auf Basis einer Monte-Carlo Simulation ausgewählt werden. 2.8. Sonstige Risiken - Fremdwährungen Unsere Rohstoffbezüge und Produktverkäufe werden überwiegend auf EUR-Basis abgeschlossen. Vereinzelte Käufe und Verkäufe auf Fremdwährungsbasis (US-Dollar) werden nicht kursgesichert. - Kriege Es lässt sich auch weiterhin nicht sicher ausschließen, dass sich der Krieg in der Ukraine auf andere Länder ausweitet. Zudem haben wir in den letzten Monaten eine deutliche Verschärfung des Konfliktes im Nahen Osten beobachten können. Aus den Kriegen und den massiv gestiegenen Investitionen in die militärischen Fähigkeiten ergeben sich weltweit Risiken für die Staatshaushalte. Es ist auch nicht abzusehen, welche weiteren Flüchtlingsströme oder soziale Unruhen durch die aktuelle Situation entstehen werden. Wir haben lediglich die Möglichkeit, auf neue Ereignisse zu reagieren und uns bestmöglich anzupassen. - Cyberrisiken Laut dem Allianz Risk Barometer werden Cybervorfälle als das größte Geschäftsrisiko eingeschätzt. STW verwendet deshalb verschiedenste Sicherheitssysteme, um Angriffe abzuwehren und einzugrenzen. Unsere Mitarbeiter werden im Umgang mit Cyberrisiken regelmäßig geschult. Neben diesen Maßnahmen sind die finanziellen Risiken eines Angriffs über eine entsprechende Police reduziert. - Extreme Wetterereignisse Die Zunahme extremer Wetterereignisse stellt ganze Gesellschaften vor Herausforderungen. Wir haben das Risiko extremer Wetterereignisse bewertet und entsprechende Schutzmaßnahmen gegen Hochwasser, Sturm, Hagel und Starkregen ergriffen. Sämtliche Ereignisse werden bei der Neuanschaffung von Anlagevermögen berücksichtigt, dass der Witterung ausgesetzt ist. Dürren können zu einem Rückgang bzw. Wegfall der eigenen Stromerzeugung führen, was Kostensteigerungen und Ertragsausfälle nach sich zieht. 3. Chancen 3.1. Trend zu lokalem Sourcing Angesichts der Lieferkettenproblematiken und politischen Spannungen stellen wir fest, dass einige unserer Kunden verstärkt mit lokalen Partnern zusammenarbeiten möchten. Durch unsere Bekanntheit in Europa partizipieren wir von dieser Entwicklung überproportional. 3.2. Lieferfähigkeit Als zuverlässiger Lieferant haben wir in den letzten Jahren stets die Bedürfnisse unserer Kunden befriedigen können. Dies erreichen wir durch eine angepasste Einkaufsstrategie, eine bedarfsgesteuerte Produktion und entsprechende Lagerhaltung. Da die Versorgungssicherheit in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen hat, profitieren wir von dieser Entwicklung. Wir gehen davon aus, dass das Kriterium Lieferfähigkeit auch mittelfristig Bedeutung haben wird. 3.3. Entwicklungsaktivitäten In den vergangenen Jahren haben wir unsere Aktivitäten in Forschung und Entwicklung neu aufgestellt und ausgeweitet. Da es sich bei allen Entwicklungsprojekten um langlaufende Projekte handelt, wird das Gesamtpotential der geänderten Strategie erst verzögert seinen positiven Effekt auf das Gesamtergebnis der Gesellschaft projizieren. 3.4. Technologieoffenheit Durch unser hochmotiviertes Team und unsere flexible Technologie können wir kurzfristig auf sich ändernde Marktbedingungen reagieren. Insoweit sind wir jederzeit in der Lage, neue Trends am Markt aufzunehmen und gemeinsam mit unseren Kunden neue Produkte zu entwickeln. 3.5. Finanzkraft Die Finanz- und Ertragskraft bietet uns die Möglichkeit, dass wir uns schnell auf sich ändernde Marktbedingungen einstellen können. 3.6. Nachhaltigkeit Dem Trend zur nachhaltigen Erzeugung und Kreislaufwirtschaft stehen wir äußerst positiv gegenüber und sehen erhebliches Potential durch neue Geschäftsfelder. De facto ist das Thema seit vielen Jahren gelebte Praxis bei STW und stellt uns vor keine besonderen Schwierigkeiten. Da die Nachhaltigkeit der eingesetzten Rohstoffe eine höhere Bedeutung gewinnt, profitieren wir von dieser Entwicklung und belegen unseren Kunden die Nachhaltigkeit unserer Produkte gerne mit Zahlen, Daten und Fakten. 4. Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft (Prognosebericht) Die Wirtschaft in Deutschland leidet unter einer Vielzahl von negativen Einflüssen. Insgesamt ist zu hoffen, dass Mitte 2024 die Talsohle durchschritten wird und die Konjunktur wieder Fahrt aufnimmt. Demgegenüber stehen aber zahlreiche Krisen, deren Ende nicht prognostiziert werden kann. Chancen ergeben sich im Unternehmensverbund durch einen in 2022 vollzogenen Unternehmenszukauf. Dies ermöglicht uns Verbundeffekte in der Unternehmensgruppe zu heben. Letztendlich lässt sich die Entwicklung im Jahr 2024 aber nur schwer prognostizieren. Wir gehen jedoch von einem leichten Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich aus, in Verbindung mit einer positiven Ertragsentwicklung nach Steuern im einstelligen Prozentbereich.
Schenkenzell, 8. Mai 2024 STW Kautzmann GmbH Geschäftsführung Dr. Frank Kautzmann Nico Stefano Kautzmann BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die STW Kautzmann GmbH hat ihren Sitz in Schenkenzell. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 480138 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen, welche zwischen 3 und 5 Jahren betragen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Für die Abschreibungen von unbeweglichen Anlagegütern wird eine Nutzungsdauer von 33 Jahren zugrunde gelegt; Gegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens werden zwischen 3 und 25 Jahren abgeschrieben. Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Bei den Finanzanlagen werden die Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Abschreibungen auf einen niedrigeren Wert am Bilanzstichtag werden grundsätzlich nur vorgenommen, wenn die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist. Die Vorräte werden mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von durchschnittlichen Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen entsprechend dem handelsrechtlichen Mindestumfang berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird ein von der deutschen Bundesbank vorgegebener Marktzinssatz von 1,82 % (Vj. 1,78 %) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Erwartete Rentenansteigerungen sind unverändert mit maximal 1,5 % p.a. eingerechnet. Erwartete Gehaltssteigerungen und die Fluktuation werden unverändert mit 0,0 % p.a. berücksichtigt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 62 (Vj. TEUR 281). Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre im Sinne des § 253 Abs. 6 HGB. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, der ggf. nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt wurde. Langfristige Rückstellungen werden, sofern vorhanden, mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden von der deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen wurde nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Abzinsung erfolgte entsprechend der Restlaufzeit der jeweiligen Altersteilzeitverpflichtung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % pro Jahr berücksichtigt. Ein Fluktuationsabschlag wurde nicht berücksichtigt. Die Rückstellungen für Zuwendungen zu Arbeitnehmer-Dienstjubiläen werden nach dem zeitratierlichen Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Abzinsung erfolgte entsprechend dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,74 % (Vj. 1,44 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % pro Jahr berücksichtigt. Es wurde ein Fluktuationsabschlag von 1,0 % angesetzt. Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen werden gesondert zum Finanzergebnis erläutert. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegeständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung des sich darauf ergebenden latenten Steuerüberhangs unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger (bei Aktivposten) oder höher waren (bei Passivposten). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter den Posten "Rohergebnis" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. IV. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Abschreibungen auf Wertpapiere des Anlagevermögens sind in voller Höhe außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund dauerhafter Wertminderung. In den Wertpapieren des Anlagevermögens wurden zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente in Ausübung des Bewertungswahlrechts nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB mit einem um TEUR 254 (Vj. TEUR 784) über dem beizulegenden Zeitwert liegenden Buchwert ausgewiesen (Buchwerte gesamt TEUR 4.595, beizulegende Zeitwerte gesamt TEUR 4.341). Eine außerplanmäßige Abschreibung auf den beizulegenden Zeitwert ist hierbei unterblieben, da sich die Kurse bis zum 9. Februar 2024 wieder erholt haben und somit konkrete Anhaltspunkte vorhanden sind, dass die Wertminderung voraussichtlich nicht von Dauer ist. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrafen im Vorjahr in voller Höhe Forderungen gegen Gesellschafter. 3. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen. In der Bilanz zum 31. Dezember 2023 wurden folgende Beträge verrechnet (in TEUR):
Aufgrund Geringfügigkeit der hiermit in Zusammenhang stehenden Aufwendungen und Erträge wurde auf eine diesbezügliche Saldierung verzichtet. 4. Eigenkapital Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 24.441 enthalten. Im Übrigen wird auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns verwiesen. 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr in voller Höhe eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 6.336 (Vj. TEUR 9.007). Diese betrafen wie im Vorjahr ausschließlich verbundene Unternehmen. 6. Außerbilanzielle Geschäfte In künftigen Geschäftsjahren ist mit Miet- und Pachtaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.011 p. a. zu rechnen. Weiterhin bestehen Verpflichtungen aus Leasing- und Wartungsverträgen in Höhe von jährlich TEUR 137. Zweck und Vorteile sind die Liquiditätserhaltung. Risiken liegen in der Vertragsbindung über die Gesamtlaufzeit. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Rohergebnis Im Rohergebnis sind in Höhe von TEUR 4 (Vj. TEUR 25) Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 1.593 entstanden, diese beruhen auf Buchgewinnen aus Wertpapierverkäufen. 2. Personalaufwand Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 449 (Vj. TEUR 321) enthalten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 33 (Vj. TEUR 51) solche aus der Währungsumrechnung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 926 entstanden, diese beruhen auf Buchverlusten aus Wertpapierverkäufen. 4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge stammen in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 26) aus verbundenen Unternehmen. 5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 321 (Vj. TEUR 147) verbundene Unternehmen. In Höhe von TEUR 163 (Vj. TEUR 156) sind Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen enthalten. VI. Sonstige Angaben 1. Anzahl der Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
2. Angabe zu den Organmitgliedern Geschäftsführung Zur Geschäftsführung sind die folgenden Personen bestellt: Herr Dr. Frank Kautzmann, Gutach, Geschäftsführer Verkauf, Finanzen und Personal Herr Nico Stefano Kautzmann, Schenkenzell, Geschäftsführer Forschung & Entwicklung, Einkauf und Verkauf Der ausgeübte Beruf entspricht jeweils der Organstellung. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Ehemalige Organmitglieder Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge TEUR 358. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Geschäftsführern und deren Hinterbliebenen sind voll durch Rückstellungen abgedeckt. Die Rückstellungen betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 6.891, Fehlbeträge bestehen nicht. 3. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
Schenkenzell, 8. Mai 2024 STW Kautzmann GmbH Geschäftsführung Dr. Frank Kautzmann Nico Stefano Kautzmann Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 22.06.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die STW Kautzmann GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der STW Kautzmann GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der STW Kautzmann GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Villingen-Schwenningen, 8. Mai 2024 Wirtschaftsrevision
Süd GmbH
Wedam, Wirtschaftsprüferin Busser, Wirtschaftsprüfer |
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