Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 2348
Vorher
G.B.S. Handelsgesellschaft mbH Gesellschaft für Brandschutz + Sicherheit
Eingetragen
4.4.2006
Branche
Wärme- und KältehandelGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfGroßhandel mit Installationsbedarf für Gas, Wasser und Heizung
Gegenstand
Der Handel und die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich zentraler Einkauf/Logistik/Marketing mit Artikeln für den Brandschutz, den Strahlenschutz, den Arbeitsschutz und den Umweltschutz in allen Bereichen (Wasser, Luft, Boden) sowie mit Sicherheitsartikeln aller Art; die Planung, die Entwicklung und die Herstellung solcher Artikel einschließlich Serviceleistungen sowie die Planung von und Beratung in allen Angelegenheiten des Brandschutzes, des Umweltschutzes in allen Bereichen (Wasser, Luft, Boden), des Strahlenschutzes, des Arbeitsschutzes und der Sicherheitstechnik sowie die Erbringung von Logistikdienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Anja Brömme
seit 25.2.2025
Prokura
Oliver Wiegand
seit 9.1.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (18)

NameAnteil
5.86%
U** K*********
5.86%
5.86%

Ungelöste Beteiligungen (21)

Gesellschafter
Beta

18 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 18 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Bastian Feuerwehrtechnik OHG
Germany
74.600 €
5.56%
BAS Vertriebs GmbH Brand- und Arbeitsschutz
Germany
74.600 €
5.56%
Domeyer GmbH & Co. KG
Germany
74.600 €
5.56%
FISCHER FEUERLÖSCH- UND ARBEITSSCHUTZGERÄTE GMBH
Germany
74.600 €
5.56%
Giebeler Feuerschutz GmbH & Co. KG
Germany
74.600 €
5.56%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

gfd GmbH

Ludwigsfelde

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der gfd GmbH, Ludwigsfelde

A. Grundlagen des Unternehmens

Die gfd GmbH ist die Dienstleistungsgesellschaft für die 18 angeschlossenen Mitgliedsunternehmen der gfd - Gemeinschaft Feuerwehrfachhandel Deutschland. Als zentrales Bindeglied zwischen Fachhändlern und Lieferanten entlastet die gfd GmbH ihre Mitgliedsunternehmen im Tagesgeschäft durch Daten- und Medienmanagement, Optimierung beim Einkauf, Zentrallager und Logistik sowie im Marketing und Produktmanagement, so dass diese sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Die gfd GmbH ist die Beschaffungs- und Logistikorganisation des gfd-Verbundes und unterhält Geschäftsbeziehungen ausschließlich mit den Mitgliedsunternehmen der gfd - Gemeinschaft Feuerwehrfachhandel Deutschland.

Bedingt durch die lokale Verteilung der 18 angeschlossenen Mitgliedsunternehmen ist der wesentliche Einzelmarkt Deutschland. Durch den Standort eines Partners in den Niederlanden wurde auch dieser Markt in geringerem Umfang beliefert.

Die Umsatzerlöse der gfd GmbH werden im Wesentlichen durch die Funktion als zentraler Einkauf und Zentrallager mit Lieferungen an die angeschlossenen Mitgliedsunternehmen generiert.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gemäß den Prognosen des statistischen Bundesamtes (Destatis) ist die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,3 % gesunken. Nach dem moderaten Wachstum der Wirtschaftsleistung in Deutschland in den beiden Vorjahren haben sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen mittlerweile durch ein krisengeprägtes Umfeld negativ entwickelt. Neben hohen Preisen spielen dabei ungünstige Finanzierungsbedingungen durch die aktuelle Zinssituation sowie eine problematische Nachfragesituation im In- und Ausland eine wesentliche Rolle.

Auch der Staat hat gemäß Destatis im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben reduziert (-1,7 Prozent). Gründe hierfür sind vor allem der Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt.

Gemäß Auswertung des Deutschen Städtetages verschlechtert sich die Lage der Kommunen in den Jahren 2023 und 2024 sehr deutlich. Für das Jahr 2023 rechnen die kommunalen Spitzenverbände mit einem Defizit von 6,4 Mrd. Euro, für das Jahr 2024 mit einem Defizit von fast 10 Mrd. Euro. Infolge notwendiger Einsparungen werden die tatsächlichen Investitionen der Kommunen damit angesichts steigender Preise absehbar abnehmen. Der finanzielle Problemdruck durch steigende Energiekosten, unzureichende Flüchtlingsfinanzierung, hohe Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst und veränderte Steuergrundlagen trifft dabei auf notwendige Investitionen für die Energie- und Verkehrswende.

Für den Markt des Feuerwehrfachhandels ist dies relevant, da sich die sinkenden finanziellen Möglichkeiten der Kommunen auch deutlich negativ auf den Umsatz des Feuerwehrfachhandels niederschlagen könnten. Ein umfassender Investitionsstopp für die Feuerwehren ist dabei aber aufgrund der Bedeutung der Feuerwehren im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge und wegen der steigenden Anforderungen an die Feuerwehren durch den Klimawandel in Form zunehmender Vegetationsbrände und Starkregenereignisse nicht zu erwarten.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Der Umsatz der gfd GmbH ist im Geschäftsjahr 2023 um 2,5 Mio. EUR gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf deutlich höhere Verkaufsmengen an die angeschlossenen Fachhändler zurückzuführen. Durch Ansprache weiterer Lieferanten konnte auch der Ausbau des Zentraleinkaufs für die angeschlossenen Mitgliedsunternehmen fortgesetzt werden. Ergänzend wurden einzelne individuelle Dienstleistungen für die gfd-Händler weiter ausgebaut. Durch weiteren Abbau von Lieferrückständen der Lieferanten konnte der schon im Vorjahr deutlich reduzierte Auftragsüberhang weiter aufgelöst werden.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der gfd GmbH beschäftigt. Eine Fluktuation auf einzelnen Stellen konnte in allen Fällen durch zeitnahe Nachbesetzung kompensiert werden. Ein mögliches weiteres Wachstum des Unternehmens wird derzeit nicht durch den allgemeinen Fachkräftemangel beeinflusst.

2.1 Ertragslage

Die Gesellschaft erzielte im Wirtschaftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von 229 TEUR (nach einem Gewinn in Höhe von 344 TEUR im Vorjahr).

Für das Betriebsergebnis spielten insbesondere die wegen mehrerer Projekte gestiegenen IT-Kosten und die inflationsbedingt gestiegenen Sachkosten eine wesentliche Rolle, so dass sich der Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr um ca. ein Drittel reduzierte. Höhere Deckungsbeiträge wurden im Geschäftsjahr 2023 vor dem Hintergrund der außerordentlich volatilen Einkaufspreise erneut durch umfangreiche Vorratskäufe realisiert. Ergänzend wurden Logistik-Dienstleistungen für die angeschlossenen Partner ausgebaut. Auf der Erlösseite waren darüber hinaussteigende Erlöse durch Werbekostenzuschüsse und die Erzielung von Einkaufsrabatten für das Betriebsergebnis ursächlich.

Die in den Vorjahren gestiegenen Abschreibungen und Zinsbelastungen durch ein umfangreiches Bauprojekt und verschiedene IT-Projekte werden das Ergebnis dauerhaft belasten. Eine im Jahr 2023 durchgeführte Erhöhung der Umlagefinanzierung durch die angeschlossenen Händler hat vor diesem Hintergrund aber zu einer nachhaltig tragbaren Finanzierungsstruktur des Unternehmens geführt.

2.2 Finanzlage

Die Finanzlage des Unternehmens ist weiterhin stabil. Die Forderungen werden innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Verbindlichkeiten werden mit Skonto beglichen. Die Liquidität des Unternehmens ist als angemessen zu bewerten. Das Liquiditätsmanagement des Unternehmens wird regelmäßig auf weitere Optimierungen überprüft. Das Unternehmen war jederzeit in der Lage seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen bzw. Zahlungen vor Fälligkeit zu leisten.

2.3 Vermögenslage

Das Anlagevermögen hat mit rd. 4,9 Mio. EUR einen Anteil von 44 % am Gesamtvermögen. Der Anteil des Umlaufvermögens liegt bei 56 % mit rund 6,2 Mio. EUR.

Bei weitgehend unveränderten Vorräten sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um ca. 300 TEUR zurückgegangen, gleichzeitig sind die Guthaben bei Kreditinstituten zum Stichtag im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Dies spiegelt kürzere Zahlungsziele bei den angeschlossenen Händlern wider. Die Zahlungsziele und Fakturierungsprozesse wurden im Geschäftsjahr 2023 verschlankt und beschleunigt.

Die Verbindlichkeiten untergliedern sich in Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von rund 2,9 Mio. EUR, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von rund 0,6 Mio. EUR und in sonstige Verbindlichkeiten mit rund 1,4 Mio. EUR Der Anteil der Verbindlichkeiten ist durch regelmäßige Tilgungen im Berichtsjahr auf einen Anteil von insgesamt 44 % an der Bilanzsumme gesunken. Die Eigenkapitalquote hat sich im gleichen Zeitraum von 40 % auf nun 43 % erhöht. Ergänzend bestehen Sonderposten aus öffentlicher Förderung.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanzielle Situation des Unternehmens wird über die kontinuierliche Auswertung finanzieller Leistungsindikatoren beobachtet und gesteuert. Wesentliche Kennzahlen sind dabei die Umsatzentwicklung, das Betriebsergebnis und der Deckungsbeitrag.

Ergänzende Kennzahlen zur Steuerung des Unternehmens sind der Lagerwert und die Liquiditätskennzahlen des Unternehmens. Hierzu erfolgt eine tägliche Auswertung.

4. Gesamtaussage

Insgesamt wird die Ertragslage von der Geschäftsführung wie im Vorjahr als gut bewertet. Die Vermögenslage des Unternehmens ist ebenfalls nach wie vor gut, die Finanzlage ist angemessen und wurde im Vorjahr verbessert. Innerhalb der Gesellschafter-Gruppe bestehen ergänzende Finanzierungsmöglichkeiten. Auch die Entwicklung der finanziellen Unternehmenskennzahlen wird als angemessen bewertet.

C. Prognosebericht und voraussichtliche Entwicklung

Die Entwicklung der gfd GmbH vollzieht sich aufgrund ihrer festen Kundenstruktur grundsätzlich weitgehend analog zur Entwicklung der angeschlossenen Mitgliedsunternehmen. Die dauerhafte Entwicklung der gfd GmbH ist daher mittelbar auch von der Ausgabensituation des öffentlichen Sektors abhängig, der einen erheblichen Teil des Umsatzvolumens der angeschlossenen Partner darstellt. Durch die mittlerweile weitestgehend überwundenen Auswirkungen der Corona-Krise besteht hier zwar wieder eine erhöhte Planungssicherheit. Aufgrund der oben genannten äußerst negativen Einflussfaktoren im Bereich der kommunalen Finanzen muss eine Prognose in diesem Bereich aber grundsätzlich pessimistischer ausfallen als in den Vorjahren.

Durch die weitere Verlagerung von Beschaffungsvolumen aus einzelnen Mitgliedsunternehmen zur gfd GmbH wird sich das Wachstum der gfd GmbH in den nächsten Jahren aber auch bei gleichbleibender Geschäftsentwicklung der Mitgliedsunternehmen tendenziell fortsetzen. Dies wird aber in geringerer Geschwindigkeit stattfinden als in den Vorjahren. Darüber hinaus wird ein nominelles Umsatzwachstum von ca. 3 % durch zuletzt allgemeine Preiserhöhungen auf Beschaffungsseite für das Jahr 2024 erwartet, die auch an die Kundenseite weitergegeben werden.

Für die nächsten drei Jahre gehen wir aufgrund der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen von einem Umsatzwachstum auf überschaubarem Niveau aus. Relevante Umsatzsteigerungen könnten in den nächsten drei Jahren auch durch den Ausbau branchenspezifischer Dienstleistungen für die angeschlossenen Handelshäuser erreicht werden.

Notwendige Investitionen in die Informationstechnologie der gfd Gmbh wie auch in Projekte mit den angeschlossenen Handelshäusern werden die Ergebnissituation in diesem Zeitraum belasten. Durch die erneuerte Finanzierungsstruktur des Unternehmens, insbesondere durch die Erhöhung der Umlagefinanzierung, werden aber auch in den nächsten Jahren positive Betriebsergebnisse erwartet. Für 2024 gehen wir von einem ausgeglichenen Jahresergebnis aus.

Die Ergebnisentwicklung 2023 lag wegen hoher Deckungsbeiträge und einer damit verbundenen Rohertragssituation unter Vorjahr, aber über dem im Vorjahr formulierten Prognosewert.

D. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Gesamtrisiko

Durch die besondere Unternehmensstruktur der gfd GmbH mit angeschlossenen Mitgliedsunternehmen als Partnern ist das unternehmerische Gesamtrisiko des Unternehmens grundsätzlich als gering zu bewerten. Eine Regelkommunikation mit allen Fachbereichen des Unternehmens stellt sicher, dass Unternehmensrisiken zeitnah und vollständig erfasst und kommuniziert werden. Das Unternehmensrisiko insolventer und zahlungsunfähiger Kunden kann für die gfd GmbH aufgrund der Gruppenstruktur vernachlässigt werden.

2. Geschäftsrisiken und operative Risiken

Die Branche des Feuerwehrfachhandels war in den letzten Jahren durch zunehmende Preissensibilität der Kunden im öffentlichen Sektor und steigenden Wettbewerbsdruck gekennzeichnet. Dieser Trend wird sich aufgrund der absehbaren Haushalts-Restriktionen im öffentlichen Beschaffungswesen weiter verstärken. Die gfd-Gruppe reagiert auf diese Herausforderungen mit einer weiteren Etablierung neuer online-Plattformen auf Kundenseite und mit einer Prüfung weiterer Zentralisierungseffekte auf Beschaffungsseite. Durch den personellen Ausbau des Zentraleinkaufs für die gfd-Gruppe im Vorjahr kann die Preis- und Konditionenpolitik der Gruppe auf Einkaufsseite noch aktiver gestaltet werden.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Durch die Gruppenstruktur der angeschlossenen Mitgliedsunternehmen besteht mit allen Partnern eine langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Das in den Vorjahren gegebene und teilweise eingetretene Risiko der Unterbrechung internationaler Lieferketten hat sich im Geschäftsjahr 2023 reduziert. Durch bessere Planung und alternative Bezugsquellen könnten die teilweise längeren Lieferzeiten wieder reduziert werden, die gestiegenen Transportkosten konnten durch einen Wechsel der eingesetzten Dienstleister leicht reduziert werden. Dem nach wie vor bestehenden Risiko einer Unterbrechung globaler Warenströme wird weiterhin durch eine Optimierung der Materialdisposition und regelmäßige Lieferantengespräche Rechnung getragen.

Das in den Vorjahren bestehende Risiko erheblicher und sehr kurzfristiger Preissteigerungen in allen Beschaffungsbereichen hat sich im Berichtseitraum erheblich reduziert, Preissteigerungen werden von Lieferanten wieder mit ausreichend Vorlauf kommuniziert.

Investitionen werden ausschließlich als Erweiterungsinvestitionen oder in größerem Umfang im Rahmen der weiteren Digitalisierung des Unternehmens durchgeführt. In beiden Fällen werden Kosten-Nutzen-Analysen durchgeführt, um die dauerhafte Wirtschaftlichkeit von Investitionen sicherzustellen.

3. Finanzwirtschaftliche Risiken

Zur Steuerung wesentlicher Finanzrisiken dient das tägliche Reporting wesentlicher Liquiditäts- und Einkaufskennzahlen. Die ergänzende detaillierte Analyse der monatlichen Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Geschäftsjahr 2023 weiter ausgebaut. Das eingesetzte Kennzahlensystem wurde auch im Geschäftsjahr 2023 weiterentwickelt, um mögliche Risiken für das Unternehmen angemessen beobachten und steuern zu können.

Verbindlichkeiten wurden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen bedient. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft mittels eigener liquider Mittel. In diesem Bereich werden keine relevanten Risiken gesehen. Langfristige Kredite werden ausschließlich zu dauerhaft abgesicherten Konditionen aufgenommen. Durch die Konzentration auf den deutschen und niederländischen Markt bestehen keine Währungsrisiken.

Eine regelmäßige Überprüfung von Forderungen und Zahlungszielen sowie ein effizientes Mahnwesen beugen Forderungsausfällen vor. Diese sind aufgrund der speziellen Gruppenstruktur generell als sehr unwahrscheinlich zu bewerten.

4. Sonstige Risiken

Die gfd GmbH ist gegen die wesentlichen unternehmerischen Risiken durch Versicherungsverträge abgesichert.

Im Rahmen des Unternehmenswachstums wird besonderer Wert auf redundante Fachkenntnisse gelegt, um einzelnen Personalausfällen begegnen zu können. Schulungen und regelmäßige standardisierte Mitarbeitergespräche unterstützen diese Entwicklungen.

Den besonderen Risiken der IT-Sicherheit wurde im Geschäftsjahr 2023 durch gezielte Maßnahmen zur Sensibilisierung der Mitarbeiter und Investitionen in Backup-Systeme begegnet. Durch gezielte Maßnahmen wie Updates und regelmäßige Tests der Sicherungssysteme werden vorliegende Risiken verringert.

Gegenwärtig sind keine besonderen rechtlichen Risiken bekannt. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Unternehmens sind unter anderem markenrechtlich abgesichert. Die Risikolage der Gesellschaft kann als entspannt beurteilt werden. Es gibt keine außergewöhnlichen oder unkontrollierten finanzintensiven oder sonstigen risikoreichen Vorfälle. Bestandsgefährdende Risiken, insbesondere mit Auswirkungen auf die Liquidität der Gesellschaft, sind für die folgenden 12 Monate nicht zu erkennen.

5. Erfolgsfaktoren / Chancenbericht

Die vielfältigen Investitionen in Gebäude, Ausrüstung und Informationstechnologie sowie der Aufbau eines leistungsstarken Mitarbeiterstammes haben das Unternehmen gfd GmbH in den letzten Geschäftsjahren deutlich zukunftssicherer gemacht und die zentrale Positionierung innerhalb der gfd-Gruppe erkennbar verbessert. Ein gruppenweiter Strategie-Prozess im Geschäftsjahr 2023 hat die Aufgaben und Verantwortlichkeiten der gfd GmbH erweitert und präzisiert. In den nächsten Geschäftsjahren wird es darauf ankommen, die Arbeitsfelder mit dem größten Mehrwert für die angeschlossenen Mitgliedsunternehmen zu bearbeiten und die Übernahme weiterer Dienstleistungen zu prüfen.

Ein Schwerpunkt der Arbeit soll verstärkt im Produktmanagement liegen. Durch Innovationen im Produktspektrum, auch in Zusammenarbeit mit Lieferanten und Mitgliedsunternehmen, soll die marktführende Rolle der gfd GmbH weiter gefestigt werden. Gleichzeitig werden die begonnenen IT-Projekte zur Optimierung des gruppeninternen Netzwerks fortgeführt und diese werden die Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe nach einem erfolgreichen Abschluss weiter stärken.

Dieser Lagebericht enthält Aussagen und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der Gesellschaft beziehen. Diese Prognosen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreten, können die Ergebnisse bzw. die tatsächliche Entwicklung von den getroffenen Einschätzungen abweichen.

 

Ludwigsfelde, 21. Februar 2024

gez. Oliver Wiegand, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 400.848,51 558.041,05
II. Sachanlagen 4.458.062,92 4.858.911,43 4.599.969,96 5.158.011,01
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4.438.885,48 4.553.518,92
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.194.025,22 1.523.907,14
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 523.681,55 6.156.592,25 34.481,45 6.111.907,51
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.323,73 16.624,62
11.032.827,41 11.286.543,14

PASSIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.342.800,00 1.342.800,00
II. Kapitalrücklage 72.065,50 72.065,50
III. Gewinnvortrag 3.113.134,85 2.769.589,20
IV. Jahresüberschuss 229.012,31 4.757.012,66 343.545,65 4.528.000,35
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 894.919,28 986.309,00
C. Rückstellungen 501.282,03 540.231,14
D. Verbindlichkeiten 4.879.613,44 5.232.002,65
11.032.827,41 11.286.543,14

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
1. Rohergebnis 3.699.152,99 3.316.276,27
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.172.439,86 -1.095.773,73
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -269.318,48 -241.243,00
- davon für Altersversorgung: ( 8.161,45 ) -1.441.758,34 ( 7.635,35 ) -1.337.016,73
3. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -367.882,11 -357.361,35
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.496.751,18 -1.193.393,37
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.075,23 105,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -60.356,14 -68.678,96
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -103.783,87 -14.712,94
8. Ergebnis nach Steuern 230.696,58 345.217,92
9. sonstige Steuern -1.684,27 -1.672,27
10. Jahresüberschuss 229.012,31 343.545,65

Amtsgericht Potsdam, HRB 2348 P

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) §§ 242 ff. unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) erstellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Sie hat daher die größenabhängigen Erleichterungen der §§ 276 und 288 HGB teilweise in Anspruch genommen.

Die Gliederung der Bilanz entspricht §266 HGB.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Form der Darstellung des Jahresabschlusses wurde gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

Zur Verbesserung der Darstellungsklarheit sind Vermerke zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, soweit zulässig, im Anhang angegeben.

Bei der Bewertung wurde von der Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Wertansätze in der Vorjahresbilanz wurden unverändert übernommen. Die Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten.

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (drei bis acht Jahre) bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen drei und acht Jahren bzw. für Betriebsbauten 33,3 Jahre) angesetzt. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert in Höhe von € 800,00 wurden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt.

Fertige Erzeugnisse und Waren wurden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für den geringen, seit mehreren Geschäftsjahren relativ gleichbleibenden Bestand an Büromaterial wurde ein auf Basis des durchschnittlichen Einkaufspreises ermittelter Festwert (€ 1.000,00) angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Es bestehen keine Forderungen in fremder Währung.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB).

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens werden in Übereinstimmung mit dem geförderten Anlagevermögen gebildet und entsprechend den darauf entfallenden Abschreibungen aufgelöst.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB).

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten in fremder Währung.

3. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der dem Anhang abschließend beigefügt ist.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von € 316.851,61 enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende wesentliche Einzelposten:

Urlaub, Mehrarbeit 35.450,00
ausstehende Wareneingangsrechnungen 309.610,57

Verbindlichkeitenspiegel

Stand 31.12.2023 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.913.668,31 351.356,90 1.438.720,77 1.123.590,64
(Vorjahr) (3.381.151,22) (467.483,24) (1.430.443,49) (1.483.224,49)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 570.615,71 570.615,71 0,00 0,00
(Vorjahr) (586.670,94) (586.670,94) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.395.329,42 645.329,42 750.000,00 0,00
(Vorjahr) (1.264.180,49) (514.180,49) (750.000,00) (0,00)
- davon gegenüber Gesellschaftern (1.220.206,43) (470.206,43) (750.000,00) (0,00)
(Vorjahr) (1.161.817,99) (411.817,99) (750.000,00) (0,00)
- davon aus Steuern (172.227,03) (172.227,03) (0,00) (0,00)
(Vorjahr) (93.004,92) (93.004,92) (0,00) (0,00)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
(Vorjahr) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
4.879.613,44 1.567.302,03 2.188.720,77 1.123.590,64
(Vorjahr) (5.232.002,65) (1.568.334,67) (2.180.443,49) (1.483.224,49)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig durch Grundpfandrechte sowie Raumsicherungsübertragung von Waren mit der Abtretung der Verkaufsforderungen besichert.

Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert. Sie enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 7.652,66.

Haftungsverhältnisse und Risiken aus Haftungsverhältnissen bestehen nicht.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen in Höhe von € 91.389,72.

5. Sonstige Angaben

Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 26 Mitarbeiter beschäftigt.

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch den Geschäftsführer Herrn Oliver Wiegand, Kaufmann, Berlin (alleinvertretungsberechtigt).

Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Vorschüsse oder Kredite an die Geschäftsführung bestanden im Geschäftsjahr nicht.

Die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Der Beirat hat sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammengesetzt:

Herr Jens-Peter Hillmann (Vorsitzender), Geschäftsführer (bis 21.9.2023)

Herr Daniel Schmitt, Geschäftsführer

Herr Maximilian Braune, Geschäftsführer

Herr Fred Ollerdissen, Geschäftsführer (bis 21.9.2023)

Herr Torsten Haase, Geschäftsführer

Herr Maximilian Zahorik-Sturm, Geschäftsführer (ab 21.9.2023)

Frau Heidi Armbruster-Domeyer, Geschäftsführerin (ab 21.9.2023)

Die Vergütung des Beirats betrug insgesamt € 33.700,00.

Die Geschäftsführung sowie der Beirat schlagen der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 229.012,31 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ludwigsfelde, den 15. Februar 2024

gez. Oliver Wiegand, Geschäftsführer

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023

Entwicklung der Anschaffungswerte
Bilanzposten Anfangsstand Zugang Abgang Endstand
A Anlagevermögen EUR EUR EUR EUR
1 2 3 4 5
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 911.984,06 18.305,83 0,00 930.289,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.469.563,93 0,00 0,00 5.469.563,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 194.930,19 0,00 0,00 194.930,19
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 599.480,67 50.476,70 11.685,69 638.271,68
6.263.974,79 50.476,70 11.685,69 6.302.765,80
7.175.958,85 68.782,53 11.685,69 7.233.055,69
Entwicklung der Abschreibungen
Bilanzposten Anfangsstand Abschreibungen des Geschäftsjahres Entnahme für Abgänge Endstand
A Anlagevermögen EUR EUR EUR EUR
1 6 7 8 9
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 353.943,01 175.498,37 0,00 529.441,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.276.566,88 110.892,00 0,00 1.387.458,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.271,00 9.828,00 0,00 27.099,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 370.166,95 71.663,74 11.685,69 430.145,00
1.664.004,83 192.383,74 11.685,69 1.844.702,88
2.017.947,84 367.882,11 11.685,69 2.374.144,26
Bilanzposten Restbuchwerte 31.12.2023 Restbuchwerte 31.12.2022
A Anlagevermögen EUR EUR
1 10 11
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 400.848,51 558.041,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.082.105,05 4.192.997,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 167.831,19 177.659,19
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 208.126,68 229.313,72
4.458.062,92 4.599.969,96
4.858.911,43 5.158.011,01

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die gfd GmbH, Ludwigsfelde

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der gfd GmbH, Ludwigsfelde, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der gfd GmbH, Ludwigsfelde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegen den Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 26. März 2024

Solidaris Revisions-GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Zweigniederlassung Berlin

Dr. Thomas Drove, Wirtschaftsprüfer

Heiko Luser, Wirtschaftsprüfer

Bei der Offenlegung wurden größenabhängige Erleichterungen in Anspruch genommen. Der hier wiedergegebene Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss (§328 Abs. 1a HGB).

Der Jahresabschluss 2023 wurde durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 24. April 2024 festgestellt. Der Jahresüberschuss wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen.

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