Gesellschaft zur Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs im Landkreis Regensburg mbH (GFN)
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mike Horne seit 29.1.2024 | Geschäftsführer |
Bernd Hasselfeldt seit 29.1.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 83.00% | |
IS Software GmbHEigenbeteiligung | 17.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IS Software GmbHRegensburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
ANHANG zum 31.12.2023iS Software GmbH Entwicklung u. Verkauf von Standardsoftware, RegensburgAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung wurden daher die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften teilweise in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die immateriellen Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer und ggf. außerplanmäßig abgeschrieben. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear und bis auf die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte über (gruppeneinheitliche) Nutzungsdauern von 1 bis 5 Jahren vorgenommen. Für die in der Entwicklung befindlichen selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht gem. § 248 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Die in der Entwicklung befindlichen selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten, die Material- und Personalkosten enthalten, nach § 255 Abs. 2a S. 1 HGB i.V.m. § 255 Abs. 2 S. 1 und 2 HGB aktiviert. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden, da noch nicht fertiggestellt, noch nicht abgeschrieben. Der aktivierte entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Seine Nutzungsdauer ist durch langfristige bestehende, wichtige Absatz- und Beschaffungsverträge sowie lange Lebenszyklen der Produkte des erworbenen Unternehmens begründet. Das Sachanlagevermögen wurde im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich, soweit abnutzbar, nutzungsbedingter planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen wurden linear vorgenommen, dabei belief sich die Nutzungsdauer zwischen 1 und 19 Jahren. Im Jahr des Zugangs erfolgte die Abschreibung zeitanteilig oder pro-rata-temporis. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Der zugrunde gelegte Beschäftigungsgrad beträgt 75%. Bewegliche Anlagegüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 Euro wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums angesetzt und wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
Soweit erforderlich, wurde bei voraussichtlich dauernder Wertminderung der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für die dauernde Wertminderung nicht mehr bestehen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennwert oder mit ihren Anschaffungskosten angesetzt sowie mit dem ggfs. niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch pauschale Abschläge in Höhe von 1% auf den Nettoforderungsbestand berücksichtigt. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden mit Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Börsenwert gem. § 253 Abs. 4 HGB angesetzt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden jeweils zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Zum Bilanzstichtag bestehen aktive Steuerlatenzen, die auf steuerlichen Verlustvorträgen beruhen sowie Steuerlatenzen, die auf selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens entfallen. Der sich ergebende Aktivüberhang wurde nicht bilanziert. Der zugrunde gelegte kombinierte Steuersatz für Körperschaft- und Gewerbesteuer beläuft sich auf rund 30 %. Die Rückstellungen werden für alle ungewissen Verpflichtungen gebildet. Dabei wurde vorsichtig bewertet und alle erkennbaren Risiken wurden berücksichtigt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden soweit erforderlich bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze wurden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben wurden. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen 10 bzw. 7 Geschäftsjahren bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung ermittelt, in Höhe von 1,83 % bzw. 1,76 %, verwendet. Als rechnungsmäßige Altersgrenze wurde jeweils das vertraglich zugesagte Pensionsalter angesetzt. Ein Rententrend wurde aufgrund des Kapitalzusage nicht berücksichtigt. Ein Gehaltstrend wurde aufgrund der Festbetragszusage nicht berücksichtigt. Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen und langfristigen sonstigen Rückstellungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf 684,16 Euro (Vorjahr: 1.397,90 Euro). Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Da es sich überwiegend um kurzfristige Verbindlichkeiten handelt bzw. die Verzinsung bereits im Erfüllungsbetrag berücksichtigt wurde, war eine Auf- oder Abzinsung nicht erforderlich. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023iS Software GmbH Entwicklung u. Verkauf von Standardsoftware, 93059 Regensburg
Forschungs- und Entwicklungskosten Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr 377.665,92 Euro (Vorjahr: 591.837,28 Euro). Davon entfallen 377.665,92 Euro (Vorjahr: 591.837,28 Euro) auf die geleisteten Anzahlungen unter den immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens Finanzanlagen Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind folgende Beteiligungen:
Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Wertpapiere des Anlagevermögens sind folgende Anteile:
Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden. Zu den sonstigen Vermögensgegenständen gehören:
Ausschüttungsgesperrte Beträge nach § 285 Nr. 28 HGB Im Eigenkapital sind zum 31. Dezember 2023 ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von TEUR 775 enthalten, die vollständig durch freie Rücklagen gedeckt sind. Der Betrag betrifft den Ausweis der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, von dem aufgrund der Verrechnung mit aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge, keine passiven latenten Steuern in Abzug gebracht wurden. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Bei den Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzins aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzins aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 53,00 Euro (Vorjahr: 383,00 Euro). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzten sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 1.232.732,38 Euro (Vorjahr: 1.653.610,65 Euro):
Die erhaltenen Anzahlungen betragen 86.560,00 Euro (Vorjahr: 955.120,00 Euro):
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 961.531,96 Euro (Vorjahr: 241.186,68 Euro):
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 2.180.832,56 Euro (Vorjahr: 993.960,15 Euro):
Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen 185.654,95 Euro (Vorjahr: 1.324.704,91 Euro):
Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte unter dem Posten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Ausweis von Verbindlichkeiten gegenüber der Energy Software Beteiligungs GmbH, die im Vorjahr mit einem Betrag von EUR 1.002.166,67 noch unter dem Posten sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen wurden. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst. Sonstige Angaben. Zum Bilanzstichtag bestand keine Konsolidierungspflicht, da die gesetzlichen Voraussetzungen für die Einbeziehung in einen Konsolidierungskreis nach den Vorschriften des HGB (§290 ff.) nicht vorlagen. Ein Konzernabschluss wurde daher nicht aufgestellt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 2.223.318,62 Euro (Vorjahr: 2.621.524,94 Euro). Sie entfallen auf Mietverträge. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beläuft sich auf 146 Arbeitnehmer (Vorjahr: 106 Arbeitnehmer).
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 146 Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Vergütungen der Geschäftsführer Die Offenlegung der Geschäftsführervergütung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehlbetrag beträgt 594.454,19 EUR. Auf neue Rechnung werden -594.454,19 EUR vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Regensburg, 24. April 2025 gez. Bernd Hasselfeldt Mike Horne Walter Seitz Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023der iS Software GmbH1. Grundlagen des Unternehmens 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2. Geschäftsverlauf 3. Lage des Unternehmens 3.1. Ertragslage 3.2. Vermögens- und Finanzlage 3.3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 4.1. Prognosebericht 4.2. Risikobericht 4.3. Chancenbericht 4.4. Sonstige Angaben 1. Grundlagen des Unternehmens Die iS Software GmbH (im Folgenden die ,Gesellschaft') hat ihren Sitz in Regensburg, und unterhielt neben dem Stammsitz im Berichtszeitraum zwei weitere Büroräume in Heidelberg und Frankfurt am Main. Die Gesellschaft entwickelt und vertreibt eine ERP-Lösung zur vollumfänglichen Abwicklung energiewirtschaftlicher Prozesse von kleinen und mittleren Energie- und Wasserunternehmen in Deutschland mit bis zu 100.000 Endverbrauchern. Die iS Software GmbH hält 100% der Geschäftsanteile an der iS Software Application Providing-Service GmbH (iS APS GmbH) mit Sitz in Regensburg. Die iS APS GmbH übernimmt für die iS Software GmbH den Betrieb der bei einzelnen Kunden eingesetzten Produkte in einem angemieteten Rechenzentrum in Nürnberg. Zwischen der iS Software GmbH als Organträger sowie der iS APS GmbH als Organgesellschaft wurde am 20. November 2019 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit einer Mindestlaufzeit bis 31.12.2025 geschlossen. Im Geschäftsjahr 2022 hat die iS Software GmbH 100% der Anteile der Regensburger eins+null GmbH & Co. KG, einem hochspezialisierten Software-Dienstleister im Bereich Vertriebs- und Marketingprozesse in der Energiewirtschaft, erworben. Damit erweitert sich das Angebotsportfolio um die Plattformlösung Joules von eins+null. Joules ist eine modulare Cloudlösung als Software-as-a-Service (SaaS), spezialisiert für den Energievertrieb. Das Portfolio der Gesellschaft umfasst neben dem Hauptprodukt WinEV®, die auf Genossenschaften abgestimmte Softwarelösung WinEV®eG. Neben Entwicklung und Vertrieb der Softwareprodukte, bietet die Gesellschaft Beratungsleistungen zur Implementierung sowie zur laufenden Anpassung der eigenen Produkte an. Darüber hinaus werden in verstärktem Maße auch die Übernahme von Prozessdienstleistungen im Sinne klassischer BPO-Services angeboten (Business Process Outsourcing). Flankierend bietet die Gesellschaft ihren Kunden ein umfangreiches Schulungs- und Trainingsangebot, insbesondere zur Anwendung der eigenen Softwareprodukte, aber auch zu grundsätzlichen Themen der Energiewirtschaft an. Der Vertrieb der Softwareprodukte erfolgte im Geschäftsjahr noch weitgehend im klassischen Lizenzmodell, indem der Kunde neben einmalig anfallenden Lizenzentgelten für die Nutzung der Software bzw. einzelner Komponente auch einen Wartungsvertrag zu laufenden Pflege- und Wartungsarbeiten der Software abzuschließen hat. Der überwiegende Teil der Kunden, betreibt die Software im eigenen Hause als sog. On-Prem-Lösung, während etwa ein Drittel der Kunden in einer seitens der iS Software GmbH angemieteten Co-Location eines Rechenzentrums in Nürnberg durch eine Tochtergesellschaft der iS Software GmbH betrieben werden. Im Februar 2022 wurde die iS Software GmbH durch die Energy Software Holding GmbH, mit Sitz in Regensburg, zu 100% übernommen. Hinter der Energy Software Holding GmbH steht als Investor die Elvaston Capital Management Gruppe aus Berlin, welche als Private-Equity-Investor die Strategie verfolgt, unterhalb der Energy Software Holding GmbH eine starke Unternehmensgruppe zu bilden, deren operative Unternehmen alle im Bereich der Softwareherstellung für die Energiebranche tätig sind. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Seit Beginn des Jahres 2022 wurde die deutsche Wirtschaft von den Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konfliktes beeinflusst. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3% im Vergleich zum Vorjahr gesunken, was den Prognosen der Sachverständigen des Rates der deutschen Wirtschaft entsprach, die ein Schrumpfen der Wirtschaft in 2023 um 0,4% prognostiziert hatten. Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ist die Weltproduktion rund ein Prozentpunkt weniger als im Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre, aber trotzdem noch um 2,5% gewachsen. Der Rückgang der deutschen Wirtschaft ist insbesondere auf die schwache Nachfrage im Welthandel, aber auch auf die hohe Inflation zurückzuführen, die zusätzlich die Binnennachfrage erheblich abschwächt. Im Jahresmittel 2023 hat sie nach Schätzungen der Wirtschaftsexperten bei rund 6,5% gelegen. Aufgrund gestiegener Lohn- und Produktionskosten, sowie hoher Zinsen sind Investitionen für Wirtschaftsunternehmen in Deutschland unattraktiv geworden. Das bekommen besonders der Industriesektor und die Bauwirtschaft zu spüren. Investitionen im Bausektor sind im Jahr 2023 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um mehr als 2,1% zurückgegangen. Nach konjunkturellen Befragungen des IW haben sich die wirtschaftlichen Erwartungen der Unternehmen für das Jahr 2024 leicht verbessert. Für das laufende Jahr gehen bereits wieder 25 % der Unternehmen von höheren Investitionsausgaben als im Jahr 2023 aus. Allerdings liegt der Anteil der Unternehmen, die mit nachhaltig niedrigeren Investitionsbudget planen, bei knapp einen Drittel. Damit wird sich die industrielle Basis in Deutschland aufgrund der insgesamt eingetrübten Wirtschaftsaussichten im Jahr 2024 vorrausichtlich nicht weiterentwickeln. Die Energie-, Wärme- und Wasserwirtschaft in Deutschland wurde auch im Jahr 2023 durch Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konfliktes unterschiedlich beeinflusst. Die Wasser- und Abwasserwirtschaft konnte weitestgehend konstante Geschäftsverläufe verzeichnen, hatte aber erheblich mit der gestiegenen Inflation, insbesondere dem starken Anstieg der Baukosten zu kämpfen. In der Energie- und Wärmewirtschaft waren starke Auswirkungen zu verzeichnen, die insbesondere durch erhöhte Beschaffungskosten zu erheblichen Preiserhöhungen bei den Sparten Strom, Gas und Wärme führten. Die Politik griff mit einer eine Reihe von Maßnahme zur Energiesicherheit und zur Preisstabilität ein. Die wichtigsten Maßnahmen zur Energiekostendämpfung der Bundesregierung werden hiermit im Überblick dargestellt:
Die IT-Wirtschaft in Deutschland profitierte auch im Jahr 2023 von dem starken Trend zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen und zeigte sich insgesamt krisenfest. Nach Einschätzung des Digitalverbandes Bitkom ist das Geschäftsklima im Gegensatz zur Gesamtwirtschaft weiterhin sehr positiv. Nach Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst hebt sich die IT-Wirtschaft damit deutlich von der Gesamtwirtschaft ab: "Die Unternehmen der Bitkom-Branche stehen stabil in einem schwierigen Umfeld und blicken optimistisch in die Zukunft. Die Politik sollte diese positive Dynamik verstärken und den Unternehmen mehr Freiräume für Innovationen und mehr Planungssicherheit geben." Nach Bitkom-Einschätzung brauche es in allen Branchen, insbesondere aber in der öffentlichen Verwaltung eine massive Erhöhung der Investitionen in digitale Technologien und mehr Schutz vor der zunehmenden Cyberkriminalität. 2.2. Geschäftsverlauf Die IS Software GmbH hat sich seit ihrer Gründung als bekannter Lieferant für ERP-Lösungen für Energie- und Wasserunternehmen in Deutschland etabliert. Historisch bedingt, auch durch die Lage des Stammsitzes im Zentrum Bayerns, bildet die süddeutsche Region den Schwerpunkt der vertrieblichen Aktivität. Im Berichtszeitraum konnte die iS Software GmbH wieder erfolgreich Neukunden akquirieren. Die Neukundenakquisition betrag hierbei zwei Kunden für die Genossenschaftslösung, sechs Neukunden für das Produkt WinEV®, wovon einer wiederum ebenfalls einen Auftrag zur Bereitstellung von BPO-Leistungen erteilt hat. Trotz dieser Vertriebserfolge wurden die Umsatz- und Ergebnisziele für das Geschäftsjahr 2023 nicht erreicht. Wegen der Gas-Krise herrschte bei vielen Bestandskunden eine Investitionszurückhaltung. Zudem hat sich das AS4 Projekt auf 2024 verschoben. Auch wurde die Planung im Bereich BPO nicht erreicht. Die Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre war durch eine stabile Kundenbasis und regelmäßige Erweiterungen des Kundenportfolios geprägt. Rückblickend hat sich das Unternehmen innerhalb der Kraftwerk-Gruppe als wichtiger Anbieter etabliert und konnte bereits im Geschäftsjahr 2023 von der gruppenweiten Zusammenarbeit profitieren und damit beginnen neue Ideen zu entwickeln. Insbesondere durch die langjährige Präsenz in der Branche wurden bestehende Kundenbindungen gestärkt und neue Marktchancen identifiziert. Insgesamt ist der Verlauf des Geschäftsjahres 2023 als günstig für das Unternehmen einzustufen. 3. Lage des Unternehmens 3.1. Ertragslage Die iS Software GmbH konnte im Berichtszeitraum ihre Umsatzerlöse auf Mio. EUR 13,2 (Vorjahr: Mio. EUR 9,5) steigern. Die Umsatzsteigerung resultierte im Wesentlichen aus der Auslieferung und Abrechnung des Upgrades WinEV®2023, welches neben technischen Verbesserungen auch eine grundsätzlich neu entwickelte Benutzeroberfläche beinhaltete. Die mit diesem Update realisierten Lizenzerlöse von über Mio. EUR 1,3 trugen maßgeblich zum Wachstum bei. Darüber hinaus trugen mit WinEV®2023 einhergehende Beratungsumsätze sowie der von den Lizenzerlösen abhängigen höheren Wartungserlöse zu dieser Entwicklung bei. Letztlich konnten ebenso aufgrund einer höheren Nachfrage nach BPO-Leistungen, die Umsatzerlöse in diesem Bereich um Mio. EUR 0,3 gesteigert werden. Durch den geringeren Anstieg des Materialaufwands in Relation zur Erhöhung der Umsatzerlöse, verbesserte sich der Rohertrag im Berichtsjahr auf Mio. EUR 11,9 (Vorjahr: Mio. EUR 8,5), wobei die Rohertragsquote leicht von 88,8% auf 89,9% angestiegen ist. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl hat sich im Geschäftsjahr 2023 auf 123,9 FTE (Vollzeitäquivalente) von 100,2 FTE in 2022 erhöht. Durch den Personalaufbau bedingt haben sich die Kosten für Löhne und Gehälter von Mio. EUR 6,2 auf Mio. EUR 7,7 erhöht, wobei sich ebenfalls die Aufwendungen soziale Abgaben sowie Aufwendungen für Altersversorgung von Mio. EUR 1,2 auf Mio. EUR 1,5 erhöht haben. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Berichtszeitraum auf Mio. EUR 3,5 (Vorjahr: Mio. EUR 2,1) erhöht. Die Zunahme der Aufwendungen ist im Wesentlichen auf höhere Aufwendungen für Fremdarbeiten (Mio. EUR +0,5) sowie höhere Aufwendungen für Fremdlizenzen und IT-Systemtools (Mio. EUR +0,2) zurückzuführen. Des Weiteren haben sich Rechts- und Beratunsgsleistungen um Mio EUR 0,4 erhöht. Das Finanzergebnis hat sich im Berichtszeitraum auf Mio. EUR 0,2 (Vorjahr: Mio. EUR 0,4) reduziert und ist auf die verringerten Erträge aus der Ergebnisabführung der iS Software Application Providing-Service GmbH zurückzuführen. Das EBITDA verbesserte sich mit TEUR -598 zwar gegenüber dem Vorjahr (TEUR -763) um TEUR 165 ist jedoch mit einer negativen Umsatzrendite von -4,5% (Vorjahr -5,1%) nicht zufriedenstellend. 3.2. Vermögens- und Finanzlage Das Anlagevermögen erhöhte sich im Berichtsjahr leicht auf Mio. EUR 11,1 (Vorjahr: Mio. EUR 10,7. Der Anstieg resultiert weitgehend aus der Aktivierung extern entwickelter Softwaremodule, welche an die Kunden der Gesellschaft vertrieben werden. Das Umlaufvermögen fiel im Berichtszeitraum von Mio. EUR 4,1 im Vorjahr auf Mio. EUR 3,2. Reduzierend wirken sich die geringeren Liquiden Mittel (Mio. EUR -1,1) und reduzierte Forderungen gegen Altgesellschafter WZ (Mio. EUR -0,7) aus. Erhöhend sind hingegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Mio. EUR +0,4) sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Mio. EUR +0,9). Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag Mio. EUR 8,2 (Vorjahr: Mio. EUR 8,8). Die Eigenkapitalquote hat sich im Berichtszeitraum leicht von 58,6% auf 56,5% vermindert. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft haben sich mit Mio. EUR 4,6 leicht rückläufig entwickelt (Vorjahr: Mio. EUR 5,2), wobei hierbei gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen weitestgehend aus einem geringeren Bestand an erhaltenen Anzahlungen kompensiert worden sind. Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich mit Mio. EUR 14,5 leicht rückläufig entwickelt (Vorjahr: Mio. EUR 15,0), während sich die Bilanzstruktur nur unwesentlich verändert hat. Die Liquidität reduziert sich im Berichtszeitraum von Mio. EUR 1,4 auf Mio. EUR 0,2. Neben der Gewährung von Intercompany Darlehen an verbundene Unternehmen führte auch die Rückzahlung von Bankdarlehen zur Reduzierung des Cash Bestandes. Andererseits wurde auch ein neuer Kredit von der Tochterfirma Eins & Null KG in Höhe von Mio. EUR 0,5 aufgenommen. Das Unternehmen war jederzeit in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Bei Bedarf kann zusätzliches Kapital innerhalb der Kraftwerk Gruppe bereitgestellt werden. 3.3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Steuerung zieht die Gesellschaft regelmäßig finanzielle Leistungsindikatoren heran, wobei die wichtigsten hierbei das EBITDA, die Umsatzerlöse, die Kundenentwicklung (Neukunden und Kundenverluste) sowie die Liquidität sind. Die Geschäftsleitung informiert sich im Rahmen laufender Berichterstattung über die Entwicklung der Leistungsindikatoren und reagiert hierauf mit notwendigen Maßnahmen. Es erfolgt eine regelmäßige Messung und Überwachung neu eröffneter Supporttickets, welche u.a. in der Softwareentwicklung eine wichtige Kenngröße für die Softwarequalität ist. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 4.1. Prognosebericht Die Gesellschaft rechnete für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 mit einem Umsatzwachstum von ca. 8%. Dieses wurde jedoch übertroffen. Die Gesellschaft hat ein Umsatzwachstum von 16,6% erzielt. Wesentlicher Faktor hierbei ist die für das Geschäftsjahr 2024 geplante und erfolgreich umgesetzte Umstellung der bestehenden Wartungsverträge mit den Bestandskunden auf sog. Subscription-Verträge, um den Markterwartungen an wettbewerbsfähige Leistungs- und Serviceinhalten gerecht zu werden. Für das darauffolgende Geschäftsjahr 2025 prognostiziert das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 2,0%. Das Plan-EBITDA für das Geschäftsjahr 2024 wurde mit Mio. EUR +0,4 ermittelt. Dieser Wert wurde nach vorläufigen Zahlen übertroffen. Wesentlicher Ergebnistreiber für das Jahr wird die bereits erwähnte Umstellung auf Subscription-Verträge sein, da mit der Vertragsumstellung auch ein größerer Leistungsumfang angeboten wird, diese aber auch mit höheren Subscription-Gebühren verbunden sind. Für das Jahr 2025 wird ein EBITDA von Mio. EUR 1,5 erwartet. Im Jahr 2024 musste keine Liquidität von der Gesellschafterin, der Kraftwerk Software Holding GmbH, zur Verfügung gestellt werden. Auch 2025 wird dies nicht erforderlich sein. Die Gesellschaft generiert genügend Liquidität aus dem eigenen operativen Geschäft. 4.2. Risikobericht Branchenbezogene Risiken: Markt und Wettbewerbsrisiken Die IS Software GmbH steht in ihrem Kernmarkt Deutschland in Konkurrenz mit weiteren Softwareanbietern. Wachstum, für die Geschäftsjahre 2024 sowie 2025, innerhalb dieses Marktes kann hauptsächlich durch die Ablösung bestehender Konkurrenzsoftware erreicht werden, da fast alle potenziellen Kunden bereits ERP-Lösungen im Einsatz haben. Ein zentraler Wettbewerbsvorteil des Unternehmens liegt im breiten Leistungsspektrum der eigenen Software und der hohen Kompetenz in energiewirtschaftlichen Prozessen. Diese Faktoren helfen dabei, bestehende Kundenbeziehungen zu festigen und auszubauen. Die Markt- und Wettbewerbsrisiken werden von der Geschäftsführung als gering eingeschätzt. Die bestehenden Wettbewerbsvorteile wie die Funktionalitäten der Software und das Fachwissen in energiewirtschaftlichen Prozessen stellen wichtige Risikominderungsmaßnahmen dar, die das Risiko bereits deutlich senken. Maßnahmen zur Risikominderung: Die genannten Wettbewerbsvorteile sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der Software zur Anpassung an spezifische Branchenanforderungen tragen zur Risikominderung bei. Zusätzlich wird die Gesellschaft verstärkt auf strategische Partnerschaften setzen, um den Marktzugang durch Kooperationen weiter zu sichern und die eigene Marktposition zu festigen. Dies könnte den Vertrieb ankurbeln und das Risiko eines stagnierenden Wachstums im Wettbewerb weiter verringern. Auswirkungen nach Minderungsmaßnahmen: Nach Umsetzung der Maßnahmen wird das Risiko als sehr gering eingeschätzt. Es ist unwahrscheinlich, dass die Wettbewerbsrisiken signifikante negative Auswirkungen auf das Unternehmen haben. Betriebsrisiken Die identifizierten Betriebsrisiken wurden von der Geschäftsführung als gering oder sehr gering eingeschätzt, da bereits entsprechende Maßnahmen implementiert sind. Aktuell sind keine zusätzlichen Maßnahmen zur Risikovermeidung oder -minimierung notwendig. Ein besonderes Risiko mit mittlerem bis hohem Einfluss besteht jedoch im Bereich der Rekrutierung von Mitarbeiter mit Entwicklungs- und IT-Know-how. Der starke Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte führt zu einem angespannten Markt für geeignete Bewerber im Softwareentwicklungsbereich. Maßnahmen zur Risikominderung: Um diesem Risiko entgegenzuwirken, setzt die Gesellschaft auf wettbewerbsgerechte Vergütungs- und Incentivierungssysteme sowie auf Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität. Darüber wird könnte die Gesellschaft verstärkt auf interne Weiterbildungsprogramme setzen, um bestehende Mitarbeiter im IT-Bereich weiterzuentwickeln und so das Risiko der Fachkräftelücke zu reduzieren. Dies könnte die Abhängigkeit von externen Neueinstellungen verringern und die langfristige Bindung der Mitarbeiter sicherstellen. Auswirkungen nach Minderungsmaßnahmen: Nach der Umsetzung dieser Maßnahmen wird das Risiko als mittel eingeschätzt. Es bleibt eine Herausforderung, aber die Maßnahmen helfen, die negativen Auswirkungen zu begrenzen. Risiken der Produktentwicklung Die Geschäftsführung hat mittlere Risiken im Bereich der Produktentwicklung identifiziert, insbesondere im Hinblick auf die zeitnahe und qualitativ hochwertige Weiterentwicklung der Software. Ein Risikopotenzial besteht darin, dass die regelmäßig notwendigen Anpassungen an gesetzliche Vorgaben einen erheblichen Teil der Entwicklungskapazitäten binden, was die Verfügbarkeit dieser Ressourcen für grundlegende Weiterentwicklungen einschränkt. Maßnahmen zur Risikominderung: Geplant sind verschiedene architektonische Anpassungen, um die durch den Markt geforderte Standardisierung und Verfügbarkeit sicherzustellen. Durch den Einsatz agiler Entwicklungsprozesse wird sichergestellt, dass jederzeit die marktrelevantesten Komponenten entwickelt werden. Zudem sollen neue Tools für die agile Softwareentwicklung implementiert werden, um den Entwicklungsprozess weiter zu optimieren und Verzögerungen zu minimieren. Auswirkungen nach Minderungsmaßnahmen: Nach der Umsetzung der Maßnahmen wird das Risiko als gering bis mittel eingeschätzt. Durch die Einführung agiler Prozesse und die geplanten Anpassungen wird das Risiko signifikant reduziert, aber es bleibt ein Rest-Risiko aufgrund der komplexen Anforderungen an die Produktentwicklung. Gesamtbild der Risikolage Die nachfolgende Bewertung der Risikolage basiert auf einer Nettobetrachtung der identifizierten Risiken. Das bedeutet, dass die möglichen Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten der Risiken nach Berücksichtigung bereits umgesetzter Maßnahmen zur Risikominderung dargestellt werden. Nach Bewertung der Risiken in den Bereichen Markt, Wettbewerb, Betriebsabläufe, Personalverfügbarkeit und Produktentwicklung ergibt sich ein insgesamt moderates Risikoprofil für die IS Software GmbH. Die implementierten Maßnahmen zur Risikominderung, insbesondere in den Bereichen der Mitarbeiterakquise und der Produktentwicklung, tragen maßgeblich zur Reduktion der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Schadenshöhe bei. Die branchenbezogenen Risiken werden als gering eingeschätzt. Hier profitiert die Gesellschaft von ihren Wettbewerbsvorteilen und der etablierten Marktposition. Im Bereich der Betriebsrisiken, insbesondere in Bezug auf die Personalgewinnung, bestehen mittlere Risiken aufgrund des starken Wettbewerbs um qualifizierte IT-Fachkräfte. Die Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und Steigerung der Arbeitgeberattraktivität mindern das Risiko erheblich. Bei der Produktentwicklung bestehen ebenfalls mittlere Risiken, vor allem durch die hohe Bindung von Entwicklungskapazitäten für gesetzlich notwendige Anpassungen. Die Einführung agiler Entwicklungsprozesse sorgt jedoch dafür, dass die wichtigsten Entwicklungen priorisiert werden, wodurch die Risiken begrenzt werden. Insgesamt ist die Risikolage der IS Software GmbH als stabil einzuschätzen. Es bestehen keine existenzgefährdenden Risiken, und die ergriffenen Maßnahmen zur Risikominimierung haben das allgemeine Risiko deutlich verringert. Die Geschäftsentwicklung wird trotz einzelner Herausforderungen stabil verlaufen. 4.3. Chancenbericht Angebotsportfolio Die Gesellschaft kann durch die Erweiterung des Angebotsportfolios, die Konzentration auf branchenorientierte Entwicklungen von ERP-Software, kontinuierliche Vertriebsaktivitäten und zuverlässige Service-Dienstleistungen auf eine gefestigte und stabile Kundenbasis bauen. Die Anbindung der Joules-Module Vertriebsportal und CRM ergänzt das Angebot der iS Software GmbH optimal, gerade im Hinblick auf Energieversorger mit hohen Ansprüchen in den Bereichen Vertrieb, Marketing und Kundenservice. Insbesondere bei der Neukundengewinnung bieten die Module eine Vielzahl an speziellen Funktionalitäten und Mehrwerten. Marktliberalisierung Mit fortschreitender Liberalisierung des deutschen und europäischen Energiemarktes werden sich weitere Wachstumsmöglichkeiten für die Geschäftsjahre 2024 sowie 2025 eröffnen. Auch neue Anwendungsgebiete erfordern innovative ERP-Lösungen, u.a. für intelligente Messsysteme, Submetering, etc. Die politischen Bestrebungen zur Forcierung der erneuerbaren Energien bieten der Gesellschaft viele Chancen mit ihrem erweiterten Produktportfolio. Prozessdienstleistungen Bei den Kunden der Gesellschaft, im Wesentlichen kleine und mittlere Stadtwerke, als Strom- und Gaslieferanten, zeigt sich in den letzten Jahren der Trend, dass verstärkt Prozessdienstleistungen nachgefragt werden, um eigene personelle Kapazitätsengpässe auszugleichen. Die immer größer werdende Komplexität energiewirtschaftlicher Prozesse verlangen immer höher qualifiziertes Personal, welches oftmals nicht rentabel durch kleine Stadtwerke zur Verfügung gestellt werden kann. Das Unternehmen geht deshalb davon aus, dass die Prozessdienstleistungen im Sinne klassischer BPO-Services auch in den kommenden Jahren eine steigende Nachfrage erfahren wird, und rechnet sich hierbei gute Chancen aus, profitables Wachstum in diesem Markt generieren zu können. Verbund Die Gesellschaft ist seit dem Jahr 2022 Teil der Kraftwerk-Unternehmensgruppe um die Energy Software Holding GmbH. Damit ist die Gesellschaft Teil eines Verbundes von Softwarefirmen, welche alle Softwarelösungen für die Energie -, Wasser und Wärmewirtschaft anbieten. Dieser Verbund ermöglicht nicht nur eine finanzielle Absicherung, sondern neu Umsatz- und Kostensynergien durch die Zusammenarbeit mit den anderen Gruppengesellschaften. 4.4. Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr 2023 wurden F&E-Aufwendungen gemäß den Vorgaben des HGB (§ 255 Abs. 2a Satz 1 HGB i. V. m. § 255 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB) aktiviert. Die Entwicklungsaufwendungen beziehen sich auf in der Entwicklung befindlichen selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Die aktivierten Entwicklungskosten beziehen sich ausschließlich auf Auftragsentwicklungen, für die die iS Software GmbH die alleinigen Nutzungs- und Verwertungsrechte hat. Diese Investitionen stehen in direktem Zusammenhang mit der Weiterentwicklung unserer Softwarelösungen und Technologien, die langfristig zur Stärkung des Unternehmenswerts und der Marktposition beitragen. Im Berichtsjahr wurden externe Entwicklungsaufträge in Höhe von TEUR 107 aktiviert, was einer Aktivierungsquote von 100% entspricht. Zum Jahresende befinden sich weitere TEUR 775 als immaterielle Vermögensgegenstände in Entwicklung. Die planmäßigen Abschreibungen auf die aktivierten Kosten erfolgen über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren. Im Geschäftsjahr sind Abschreibungen in Höhe von TEUR 58 verbucht worden.
Regensburg, 24. April 2025 iS Software GmbH Geschäftsführung In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB teilweise in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die IS Software GmbH, Regensburg PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der IS Software GmbH, Regensburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IS Software GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. HINWEIS AUF EINEN SONSTIGEN SACHVERHALT Der von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft aufgestellte Jahresabschluss - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31.Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden nicht durch einen Abschlussprüfer geprüft. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss ist diesbezüglich nicht modifiziert. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 28. Mai 2025 BDO
AG
gez. Jarraß, Wirtschaftsprüfer gez. Kratz, Wirtschaftsprüfer |
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