MINUS 181 GmbHLiquidiert

19370 Parchim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Schwerin HRB 12712
Eingetragen
14.3.2017
Branche
BeteiligungsgesellschaftenAllgemeine öffentliche VerwaltungWassergewinnung mit Fremdbezug zur Verteilung
Gegenstand
die Abfüllung und der Vertrieb von Mineralwasser. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar gefördert werden kann. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an ihnen beteiligen und solche Unternehmen sowie Hilfs- und Nebenbetriebe errichten, erwerben oder pachten. Die Gesellschaft verfolgt öffentliche Zwecke im Sinne der §§ 68 ff. Kommunalverfassung für das Land Mecklenburg-Vorpommern (KV M-V).

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

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Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

4 von 5 angezeigt

Germany
50.100 €
50.10%
Germany
25.100 €
25.10%
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10.000 €
10.00%
Germany
2.400 €
2.40%

Bilanzkonten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MINUS 181 GmbH

Parchim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

MINUS 181 GmbH, Parchim

A. Grundlagen des Unternehmens

Am 2. Februar 2017 wurde die MINUS 181 GmbH, Parchim, gegründet. Im Gesellschaftsvertrag war neben einem Stammkapital von 100.000,00 € ein Aufgeld vereinbart, so dass die Gesellschaft mit insgesamt 1 Mio. Euro Eigenkapital ausgestattet war. Die Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichtes Schwerin erfolgte am 14. März 2017 unter der Nummer HRB 12712.

Die Gesellschaft hat die Abfüllung und den Vertrieb von Mineralwasser zum Gegenstand. Dabei soll das hochwertige Naturprodukt, das aus einem artesischen Tiefenbrunnen gewonnen und in einer kleinen Anlage direkt an der Quelle in Glasflaschen abgefüllt wird, ausschließlich B2B im Ultra-Premium-Segment, vor allem in der Spitzenhotellerie und -gastronomie, gehandelt werden.

Größter Anteilseigner ist mit 50,1 Prozent die Stadtwerke Parchim GmbH, Parchim. Weitere Gesellschafter sind am Bilanzstichtag die SERVICE plus GmbH, Neumünster (25,1 Prozent), die mea Energieagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH, Schwerin (10,0 Prozent), die 181 Beteiligungen GmbH, Parchim (10,0 Prozent), und die EBG Energiebeteiligungen GmbH, Parchim (2,4 Prozent). Darüber hinaus hält die Stadt Parchim 2,4 Prozent der Anteile.

Die privaten Gesellschafter, die mit ihrem Kerngeschäft überwiegend in der Energiewirtschaft tätig sind, wollten mit ihrem Engagement in der MINUS 181 GmbH die erfolgreiche Markeinführung unterstützen. Die Kommune sah in diesem Produkt eine sehr gute Möglichkeit, die Stadt Parchim einem erlesenen Kundenkreis überregional bekannt zu machen und über diesen Weg als attraktiver Wirtschaftsstandort gesehen zu werden.

Durch den Vertrag vom 10. Mai 2017 stellte die Stadtwerke Parchim GmbH den Geschäftsführer und übernahm die kaufmännische Betriebsführung. Zum Jahresbeginn 2019 waren zwei Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt, einer in der Produktion und einer im Vertrieb.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

In der Phase der Produktentwicklung hatten umfangreiche Marktrecherchen große Chancen für ein stilles Mineralwasser im Ultra-Premium-Segment offenbart. Die guten Aussichten für ein Unternehmen, das sich mit einem hochwertigen Wasser an exklusive Kunden wendet, hatte bei den Gesellschaftern die Hoffnung genährt, mit MINUS 181 an diesem Wachstumsmarkt teilzuhaben. Der ersehnte Erfolg in der definierten Zielgruppe blieb jedoch aus. Die Geschäftsleitung musste erkennen, dass die im Wirtschaftsplan prognostizierten Ziele für das Jahr 2019 nicht erreicht werden können. Somit fehlte die Basis für eine Fortsetzung der Bemühungen um eine erfolgreiche Markeneinführung.

II. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

1. Geschäftsverlauf

Im Mai 2018 nahm die Abfüllanlage nach zahlreichen Probeläufen ihren Betrieb auf. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2018 kam es zu Qualitätsproblemen, deren Diagnose und Behebung bis in den Januar 2019 andauerte. Der aktive Vertrieb von großen Stückzahlen war damit noch nicht möglich, so dass sich die erfolgreiche Markteinführung erheblich verzögerte. Ende Januar 2019 verließ der Produktionsleiter das Unternehmen. Im April 2019 konnte die Lücke durch die Einstellung eines neuen Fachmannes geschlossen werden.

Der Wirtschaftsplan für das Jahr 2019 sah zunächst einen Verlust von 260 T€ vor. Es wurde jedoch ein Verlust von 377 T€ erzielt. Die Gesellschafter wurden durch die Geschäftsführung im Juni 2019 über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und die Bestandsgefährdung informiert. Die Gesellschafter haben am 1. Juli 2019 einstimmig beschlossen, das operative Geschäft mit sofortiger Wirkung einzustellen und alle wesentlichen Verträge aus wichtigem Grund zu kündigen. Der Geschäftsführer wurde beauftragt, nach einem Investor mit Branchenexpertise zu suchen, der die Gesellschaft übernimmt und fortführt. Die Frist dafür läuft am 30. Juni 2020 ab.

2. Lage des Unternehmens

Vermögenslage

In nachstehender Übersicht werden die Aktiv- und die Passivseite der Geschäftsjahresbilanz zusammengefasst dargestellt:

Nach dem Gesellschafterbeschluss zur Einstellung der operativen Tätigkeit wurden Gegenstände des Anlage- und Umlaufvermögens weitgehend verwertet und das verbleibende Vermögen mit geschätzten Verwertungserlösen angesetzt.

Die Gesellschaft wurde von ihren Gesellschaftern zur Gründung mit 1 Mio. € Eigenkapital ausgestattet. Dieses Eigenkapital war am Jahresende 2019 aufgebraucht. Zur Aufrechterhaltung der Liquidität hatten die Gesellschafter der Stadtwerke Parchim GmbH zugestimmt, der MINUS 181 GmbH einen Kredit in Höhe von 143 T€ einzuräumen. Davon standen am Abschlussstichtag noch 16 T€ liquide Mittel zur Verfügung.

Rückstellungen wurden gebildet für ausstehende Rechnungen insbesondere für Buchführung, Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung (insgesamt 8 T€). Aus der Weiterberechnung der Kosten der Produktentwicklung und der Gewährung des Kontokorrentkredites ergaben sich Verbindlichkeiten gegenüber der Stadtwerke Parchim GmbH als Mehrheitsgesellschafterin im Wert von 207 T€. Um eine Überschuldung zu verhindern, hat die Stadtwerke Parchim GmbH mit Datum vom 31. Dezember 2019 einen qualifizierten Rangrücktritt für diese Verbindlichkeiten erklärt.

Finanzlage

Die Eigenkapitalausstattung reichte im Geschäftsjahr 2019 nicht mehr aus, die laufenden Kosten zu decken. Auch Investitionen wurden nicht vorgenommen. Kurzfristige Liquiditätsengpässe konnten zunächst mit einer bestehenden Kontokorrentlinie überbrückt werden. Mit der Verwertung der Abfüllanlage erteilte die Bank eine Restschuldbefreiung für den Mietkaufvertrag und verzichtete gleichzeitig auf den Ausgleich der Rückstände aus dem gewährten Kontokorrentkredit. Das Girokonto wurde nach der Nullstellung durch die kontoführende Bank mit 130 T€ aus dem Gesellschafterdarlehen der Stadtwerke Parchim GmbH aufgeladen. Der Finanzmittelfonds betrug am Bilanzstichtag 16 T€ (Vj: 144 T€).

Ertragslage

1. Absatz und Umsatz

Bis zur Einstellung des operativen Geschäftes konnten Umsatzerlöse in Höhe von nur 4 T€ erzielt werden. Nachdem der aktive Vertrieb aufgegeben und der Mitarbeiter entlassen wurde, war kein Umsatz mehr zu verzeichnen.

2. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren und Leistungen

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe enthielten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Abwertung der Vorräte und die Kosten für die Trinkwasseranalysen.

3. Personal- und Sozialbereich

Im Jahr 2019 waren am Jahresende keine Mitarbeiter mehr bei der MINUS 181 GmbH beschäftigt. Die Stadtwerke Parchim GmbH stellte den Geschäftsführer und übernahm die kaufmännische Betriebsführung, ab 1. Juli 2019 ohne Vergütung dieser Dienstleistung.

4. Sonstige Erträge und Aufwendungen

Die übrigen Erträge ergaben sich überwiegend aus der Restschuldbefreiung nach Abwicklung des Mietkaufvertrages (261 T€). Ihnen standen Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen nach der Verwertung der Abfüllanlage gegenüber (148 T€). Die Abschreibungen enthielten neben den planmäßigen Absetzungen für Abnutzung des Anlagevermögens (64 T€) auch die außerplanmäßige Abschreibung auf Verwertungspreise (88 T€). Den Großteil der sonstigen Aufwendungen in Höhe von insgesamt 168 T€ nahmen neben den Kosten für die Gestellung des Geschäftsführers und die kaufmännische Betriebsführung durch die Stadtwerke Parchim GmbH die Kosten für Werbung und Repräsentation (46 T€), die Reise-, Übernachtungs- und Fahrzeugkosten (25 T€), die Pacht an die Stadtwerke Parchim GmbH einschließlich der Energiekosten (18 T€), die Lagerkosten (15 T€), die Kosten für Versicherungen und Beiträge (12 T€) und die Kosten für die laufende Buchführung und den Jahresabschluss (11 T€) ein.

5. Ergebnis

Am Ende des Geschäftsjahres musste ein Verlust von 377 T€ verzeichnet werden (Planverlust: 260 T€). Die Geschäftsführung schlägt vor, den Verlust auf neue Rechnung vorzutragen.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

I. Prognosebericht

Der Geschäftsführer wurde beauftragt, nach einem Investor mit Branchenexpertise zu suchen, der die Gesellschaft übernimmt und fortführt. Die Frist dafür läuft am 30. Juni 2020 ab. Die bisherigen Anstrengungen waren indes noch nicht von Erfolg gekrönt. Eine positive Fortführungsprognose gibt es zu den aktuellen Rahmenbedingungen nicht.

II. Chancen- und Risikobericht

Das ursprüngliche Geschäftsmodell basiert auf folgenden Prämissen:

Die hervorragende Wasserqualität der Tiefenbrunnen brachte die Geschäftsleitung der Stadtwerke Parchim GmbH im Jahr 2012 auf die Idee, ein Mineralwasser im Ultrapremiumsegment zu platzieren. Bis zur Gründung der MINUS 181 GmbH am 2. Februar 2017 als Tochtergesellschaft mit mehrheitlicher Beteiligung der Stadtwerke Parchim GmbH vergingen mehr als vier Jahre, in denen die Marke entwickelt und der Markt beobachtet wurden. Durch intensive Gespräche konnten Mitstreiter gewonnen werden, die ebenso wie das Team der Stadtwerke Parchim GmbH an den Erfolg des Projektes glaubten. Hier seien vor allem die Gesellschafter genannt, die 1 Mio. € Eigenkapital zur Verfügung gestellt hatten, um die Geschäftsidee verwirklichen zu können. Ein strategisch wichtiger Partner war darüber hinaus ein namhafter Glasproduzent, der ein Glas für das Wasser entwickelte.

Im aktiven Vertrieb, der aufgrund der Probleme in der Abfüllung bewusst zurückhaltend war, hatten zunächst zahlreiche Kundengespräche die Hoffnung auf eine gute Markteinführung und zügiges Wachstum genährt. In Absatzzahlen spiegelte sich diese positive Resonanz jedoch bis heute nicht wider.

Der bisherige Geschäftsverlauf führte im Jahr 2019 jedoch zur Entscheidung der Gesellschafter, das operative Geschäft einzustellen. Den Gesellschaftern war bereits bei Gründung der Gesellschaft bewusst, dass es in der Startphase zu Anlaufverlusten kommen würde. Aufgrund der aktuellen Lage war die weitere Bereitschaft zur Finanzierung von Anlaufverlusten nicht mehr gegeben. Der Geschäftsführer wurde beauftragt, nach einem Investor mit Branchenexpertise zu suchen. Die Aussichten, unter den aktuellen gesellschaftlichen und ökonomischen Bedingungen einen Mutigen zu finden, der das entwickelte Produkt mit seinen Erfahrungen mischt und erfolgreich macht, stehen denkbar schlecht, zumal der anvisierte Absatzmarkt in der Spitzenhotellerie und -gastronomie besonders von den weltweiten Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie betroffen war und noch immer ist. Die Geschäftsleitung sieht daher das Risiko, dass die zu geschätzten Veräußerungserlösen bilanzierten Vermögensposten nicht in dieser Höhe realisiert werden können.

 

Parchim, 26. Mai 2020

Kempke, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen 61.085,00 641.212,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 50.000,00 140.176,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.000,00 140.176,00
II. Sachanlagen 11.085,00 501.036,00
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 453.114,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.085,00 47.922,00
B. Umlaufvermögen 113.728,15 328.975,61
I. Vorräte 97.068,76 175.900,46
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 97.068,76 173.150,46
2. geleistete Anzahlungen 0,00 2.750,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 592,63 9.484,39
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 243,12
2. sonstige Vermögensgegenstände 592,63 9.241,27
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 16.066,76 143.590,76
C. Rechnungsabgrenzungsposten 15.443,93 25.874,94
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 27.825,43 0,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 218.082,51 996.062,55

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital 0,00 349.484,59
I. gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 900.000,00 900.000,00
III. Bilanzverlust 1.027.825,43 650.515,41
davon Verlustvortrag 650.515,41 134.751,98
IV. nicht gedeckter Fehlbetrag 27.825,43 0,00
B. Rückstellungen 8.349,53 26.656,11
1. Steuerrückstellungen 0,00 38,82
2. sonstige Rückstellungen 8.349,53 26.617,29
C. Verbindlichkeiten 209.732,98 619.921,85
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 471.353,31
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 17.028,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 454.325,31
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.066,08 40.519,76
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.066,08 40.519,76
3. sonstige Verbindlichkeiten 206.666,90 108.048,78
davon aus Steuern 0,00 2.609,97
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 206.666,90 109.574,06
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 8.759,12
Bilanzsumme, Summe Passiva 218.082,51 996.062,55

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1. Umsatzerlöse 4.428,98 18.517,55
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,00 44.048,70
3. sonstige betriebliche Erträge 267.017,71 6.497,88
4. Materialaufwand 80.564,71 71.663,07
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 76.335,76 22.788,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.228,95 48.875,07
5. Personalaufwand 81.822,26 137.534,02
a) Löhne und Gehälter 67.346,00 115.128,00
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 14.476,26 22.406,02
6. Abschreibungen 152.379,00 69.266,24
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 152.379,00 69.266,24
davon außerplanmäßige Abschreibungen 88.138,00 0,00
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 316.317,65 283.568,97
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 17.400,84 22.402,01
9. Ergebnis nach Steuern -377.037,77 -515.370,18
10. sonstige Steuern 272,25 393,25
11. Jahresfehlbetrag 377.310,02 515.763,43

Ergebnisverwendung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
11. Jahresfehlbetrag 377.310,02 515.763,43
12. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 650.515,41 134.751,98
13. Bilanzverlust 1.027.825,43 650.515,41

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt (§ 252 Abs 1 Nr. 2 HGB). Dies bedingt, dass die weiteren Anlaufverluste durch externe bereitzustellende Finanzmittel finanziert werden können. Zu weitergehenden Erläuterungen wird auf den Lagebericht der Gesellschaft verwiesen.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: MINUS 181 GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Parchim
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Schwerin
Register-Nr.: 12712

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten abzüglich Absetzung für Abnutzung angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die immatriellen Vermögensgegenstände betreffen die Rechte am Produkt "MINUS 181-GERMAN ARTESIAN WATER-", die entgeltlich erworben wurden.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2019
EUR
Zugänge
EUR
davon FK-Zinsen
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2019
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 176.682,41 0,00 0,00 0,00 0,00 176.682,41
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 176.682,41 0,00 0,00 0,00 0,00 176.682,41
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 485.480,21 -20.000,00 0,00 465.480,21 0,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 66.506,03 0,00 0,00 10.900,00 0,00 55.606,03
Summe Sachanlagen 551.986,24 -20.000,00 0,00 476.380,21 0,00 55.606,03
Summe Anlagevermögen 728.668,65 -20.000,00 0,00 476.380,21 0,00 232.288,44
kumulierte Abschreibungen 01.01.2019
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2019
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.506,41 90.176,00 0,00 0,00 0,00 126.682,41
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 36.506,41 90.176,00 0,00 0,00 0,00 126.682,41
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 32.366,21 34.790,00 0,00 67.156,21 0,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.584,03 27.413,00 0,00 1.476,00 0,00 44.521,03
Summe Sachanlagen 50.950,24 62.203,00 0,00 68.632,21 0,00 44.521,03
Summe Anlagevermögen 87.456,65 152.379,00 0,00 68.632,21 0,00 171.203,44
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2019
EUR
Buchwert 31.12.2018
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 50.000,00 140.176,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 50.000,00 140.176,00
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 453.114,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 11.085,00 47.922,00
Summe Sachanlagen 0,00 11.085,00 501.036,00
Summe Anlagevermögen 0,00 61.085,00 641.212,00

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Bilanzierte Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen nicht.

Die bilanzierten Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 463.084,43).

Die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Latente Steuern

Es besteht ein steuerlicher Verlustvortrag in Höhe von EUR 648.795,00 Das Wahlrecht nach § 274 HGB wurde dahingehend ausgeübt, eine latente Steuer nicht zu aktivieren.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Im abgelaufenen Jahr wurden erste Umsätze erzielt. Das Unternehmen befindet sich in der Aufbau- und Gründungsphase.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 1,00
Angestellte 1,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 2,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Herr Dirk Kempke ausgeübter Beruf: Geschäftsführer

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Laufe des Geschäftsjahres führte das Unternehmen die folgenden Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen durch:

Mit dem Gesellschafter Stadtwerke Parchim GmbH besteht ein Vertrag über die kaufmännische Betriebsführung und die Gestellung des Geschäftsführers.

Ebenfalls an den Gesellschafter Stadtwerke Parchim GmbH wurden verauslagte Gründungskosten erstattet.

Honorar des Abschlussprüfers

Das für die Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr vereinbarte Gesamthonorar beträgt 3.000,00 EUR

Nachtragsbericht

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag haben sich nicht ergeben.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung beschliesst in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung:

Der Jahresfehlbetrag beträgt EUR 377.310,02 und wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Parchim, Datum

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2019
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 176.682,41 0,00 0,00 176.682,41
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 176.682,41 0,00 0,00 176.682,41
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 485.480,21 -20.000,00 465.480,21 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 66.506,03 0,00 10.900,00 55.606,03
Summe Sachanlagen 551.986,24 -20.000,00 476.380,21 55.606,03
Summe Anlagevermögen 728.668,65 -20.000,00 476.380,21 232.288,44
kumulierte Abschreibungen 01.01.2019
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2019
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.506,41 90.176,00 0,00 126.682,41
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 36.506,41 90.176,00 0,00 126.682,41
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 32.366,21 34.790,00 67.156,21 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.584,03 27.413,00 1.476,00 44.521,03
Summe Sachanlagen 50.950,24 62.203,00 68.632,21 44.521,03
Summe Anlagevermögen 87.456,65 152.379,00 68.632,21 171.203,44
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2019
EUR
Buchwert 31.12.2018
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 50.000,00 140.176,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 50.000,00 140.176,00
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 453.114,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 11.085,00 47.922,00
Summe Sachanlagen 0,00 11.085,00 501.036,00
Summe Anlagevermögen 0,00 61.085,00 641.212,00

Angabe der Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

1.1.2019 - 31.12.2019

Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 206.666,90 EUR.

1.1.2018 - 31.12.2018

Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 95.154,41 EUR.

Bericht des Aufsichtsrats

entfällt

sonstige Berichtsbestandteile

 

Dirk Kempke

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 02.09.2020 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MINUS 181 GmbH, Parchim

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MINUS 181 GmbH, Parchim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MINUS 181 GmbH, Parchim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch erscheinen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf den Abschnitt Allgemeine Angaben im Anhang sowie die weiteren Ausführungen unter Punkt C.II. im Lagebericht, in der die gesetzlichen Vertreter darlegen, dass der Jahresabschluss unter Abkehr von der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt wurde. Der eventuell nicht gedeckte Finanzbedarf im Verlauf der (stillen) Liquidation der Gesellschaft deutet auf eine wesentliche Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko in Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Erweiterung der Jahresabschlussprüfung gemäß § 13 Abs. 3 KPG M-V

Aussage zu den wirtschaftlichen Verhältnissen

Wir haben uns mit den wirtschaftlichen Verhältnissen der Gesellschaft i.S.v. § 53 Abs. 1 Nr. 2 HGrG im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember befasst. Gemäß § 14 Abs. 2 KPG M-V haben wir in dem Bestätigungsvermerk auf unsere Tätigkeit einzugehen.

Auf Basis unserer durchgeführten Tätigkeiten sind wir zu der Auffassung gelangt, dass uns keine Sachverhalte bekannt geworden sind, die zu wesentlichen Beanstandungen der wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesellschaft Anlass geben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesellschaft sowie für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie dafür als notwendig erachtet haben.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Tätigkeit haben wir entsprechend dem IDW Prüfungsstandard: Berichterstattung über die Erweiterung der Abschlussprüfung nach § 53 HGrG (IDW PS 720), Fragenkreise 11 bis 16, durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Grundsätzen ist es, anhand der Beantwortung der Fragen der Fragenkreise 11 bis 16 zu würdigen, ob die wirtschaftlichen Verhältnisse zu wesentlichen Beanstandungen Anlass geben. Dabei ist es nicht Aufgabe des Abschlussprüfers, die sachliche Zweckmäßigkeit der Entscheidungen der gesetzlichen Vertreter und die Geschäftspolitik zu beurteilen.

 

Schwerin, den 03. Juni 2020

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)
Zweigniederlassung Schwerin

Anja Rodenberg, Wirtschaftsprüferin

Dr. Siegfried Friedrich, Wirtschaftsprüfer

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